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Meine Kommentare auf scilogs.spektrum.de 2026/09 (T.J.)


Kommentar vom 08.09.2026 14:20
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/meine-wahlanalyse-sachsen-anhalt-demografie-publikative-rechtsmimesis/

@Mussi 08.09. 06:06

„Tragisch ist, dass geopolitisch keine andere Vorgehensweise möglich ist, D im Wettbewerb zu halten.“

Wo das denn? Wir haben immer noch einen Außenhandelsüberschuss von 200 Mrd Euro im Jahr. Wofür brauchen wir den denn? Wir setzten damit nebenbei noch unsere europäischen Partner sinnlos unter Druck.

Statt sinnlos zu exportieren können wir doch die Binnennachfrage mit Familienförderung ankurbeln und jede Menge PV-Module und Lithiumakkus in China einkaufen und damit die Energiewende weiter voran bringen.

„Andererseits ist es auch eine Phase, in der der Wachstumszwang immer mehr angezweifelt wird.“

Wachstum mit wieder mehr Kinderreichtum und mit einer konsequente Energiewende wäre durchaus noch sinnvoll. Zugleich kann man manchen Überfluss und viel Verschwendung weglassen, und lieber mehr in die europäische Verteidigung investieren. Das brauchen wir jetzt.

„Niemand hat wirklich Lösungen, so dass auch von Apokalypse das Wort die Runde macht ( zu letzt Vance).“

Die Apokalypse der nicht mehr zu steigernden Verschwendung? Auch der Globale Süden hat riesengroßen Investitionsbedarf. Nur klar, das verträgt sich nun mal alles nicht mit einer weiteren Förderung von Öl- und Gasgeschäften.



Kommentar vom 07.09.2026 23:40
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/meine-wahlanalyse-sachsen-anhalt-demografie-publikative-rechtsmimesis/#comment-216599

@Michael 07.09. 19:12

„Gibt es da Unterschiede zwischen kleinen Gemeinden und Städten, auch zwischen den Generationen?“

Je kleiner der Laden, desto weniger gibt es für die Lobbyisten zu holen. Desto weniger lohnt sich der Aufwand. Desto eher kennt man sich, und ein Stadtrat mag dann auch recht schnell reagieren, wenn hier Korruption droht.

So hat etwa Gerhard Schröder mit Harz4 die eigene SPD arg ramponiert, ja fast zerstört, und macht seit dem einfach in der Wirtschaft weiter, und verdient da mehr als 10, wenn nicht 100 mal so viel, als noch als Kanzler.

Macht das Merz jetzt auch mit der CDU? Die Kombination von Rechtsmimesis und Ausbremsen der Energiewende, als gäbe es kein Morgen. Für die CDU womöglich nicht mehr. Merz ist wohl recht alt, und wird sich nach seinem Job als Bundeskanzler wohl so oder so zur Ruhe setzen. Ob es dann noch eine Volkspartei CDU gibt, könnte Merz egal sein.

Alle Ziele erreicht, der Fossilismus läuft schön weiter. Die Erneuerbaren und vor allem die Kurzfristspeicher sind zu billig geworden, so war das nicht gedacht.



Kommentar vom 07.09.2026 14:41
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/journalismus-mit-brandstiftung-die-publikative-ist-die-schwachstelle-jeder-groesseren-demokratischen-republik/#comment-216561

@Realo 07.09. 11:36

„Das „Gehirn“ (auch die KI) nutzt nicht nur oft „Fehler behaftete Muster“, sondern auch nur eine Art von „qualifizierter“ und nicht „strenger“ Logik. Aus Sicht der Informatiker ein schwerer Mangel, der allerdings die Probleme des „menschlichen Denkens“ und der KI gut erklärt….“

Wir haben offenbar nichts anderes. Und es bleibt uns wirklich nichts anderes übrig, als es dennoch möglichst vernünftig hinzubekommen.

Neben der Mathematik sind aber auch andere Erkenntnisse der Wissenschaft durchaus einigermaßen stimmig und da drauf können wir schon tatsächlich aufbauen.

Die Erkenntnisse der Klimaforschung zum Klimawandel sind realitätsnah genug, dass wir da mit aller Konsequenz drauf reagieren können.

Und die inzwischen erhältliche Grüne Technik erfüllt seinen Zweck, und wird auch noch immer bezahlbarer. Und entschärft damit nicht nur das Klimaproblem, sondern reduziert auch die Kriegskasse von unseligen Autokraten. Stellenweise ist die Grüne Technik sogar dezentraler und damit jetzt schon günstiger. Und kann noch deutlich günstiger werden.

Das sind nun auch Fakten, die man einkaufen und hier installieren kann. Das funktioniert. Da sind wir eigentlich nicht überfordert, das können wir tatsächlich hinbekommen. Uns selbst für grundsätzlich zu doof zu halten, stimmt dann auch nicht unbedingt.

Die Auswahl der eigenen Mediennutzung könnte da wesentlich maßgeblicher sein, als unvermeidliche Dummheit.



Kommentar vom 07.09.2026 00:01
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/journalismus-mit-brandstiftung-die-publikative-ist-die-schwachstelle-jeder-groesseren-demokratischen-republik/#comment-216502

@Realo 06.09. 15:50

„Sie nutzen hauptsächlich elektrischen Strom aus Wasserkraft und sind letztlich der Welt auf fast allen Gebieten überlegen,..“

Da hatten die aber auch mal Schwierigkeiten mit. Niederschläge sind weit unsicherer als Sonne und Wind. Es hat in Norwegen mal über etliche Monate kaum geregnet, und flächendeckend vielen die meisten Wasserkraftwerke aus. Man musste Betriebe schließen, und die vielen Elektroheizungen waren nicht mehr spottbillig, sondern richtig teuer. Das war für viele nicht so solvente Norweger eine kalte Zeit.

Man hat dann reagiert, und eine leistungsfähige Stromleitung durch die Nordsee nach Deutschland verlegt. Dass man dann von da Ersatzstrom beziehen kann, und zugleich kann man damit die meiste Zeit günstigen Strom aus Wasserkraft nach Deutschland verkaufen.

Was Norwegen mit seinem Staatsfond noch vor hat, ist mir recht unklar. Wie wäre es mit der Förderung einer europäischen Offensive für freie Software für so ziemlich alles? Oder ganz akut Investitionen in die europäische Drohnenstreitmacht?

@Uli Schoppe 06.09. 20:09

„Nach diesem Wahlergebnis heute wird das wahrscheinlich erschreckend. Und da bin ich pessimistisch.“

Ist klar, dass wenn die AfD generell die CDU ablöst, dann brauchen die Fossilen Konzerne gar keine Lobbyisten mehr. Die Lobbyisten hätten es aber vermutlich deutlich schwerer, wenn nicht der Bund, sondern die Länder für die Energiepolitik zuständig wären. Dann müssten die sich um 15 Landesregierungen kümmern müssen. So wie es jetzt läuft, kann man sich ganz auf den einen Koalitionsausschuss der Bundesregierung konzentrieren. Noch nicht mal den Bundestag braucht man dafür. Und auch die Parteibasis der Regierungsparteien ist da ziemlich weit weg.

Ich gehe hier jetzt natürlich mittelfristig von eher weniger Wahlerfolg der AfD aus, wie in dieser Wahl jetzt.



Kommentar vom 06.09.2026 13:28
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/journalismus-mit-brandstiftung-die-publikative-ist-die-schwachstelle-jeder-groesseren-demokratischen-republik/#comment-216475

@Michael 06.09. 12:00

„Ich denke systemisch, dass kleinere, föderale oder gar unabhängige Republiken besser in die post-fossilen Zustände finden werden als die übergroßen Fossil-, Zentral- und Industriestaaten des 19. Jahrhunderts.“

Wenn die Lobbyisten in allen 15 Bundesländern einzeln die Verlängerung des Gas- und Ölverbrauchs fördern müssten, hätten die entsprechend 15 mal so viel Arbeit damit?

Und man sieht dann auch Nachbarländer, die längst weiter sind, und wünscht sich das dann auch.

Die Konsequenz wäre, dass der Bund Kompetenzen an die Länder und die EU abgeben sollte, um entsprechend weniger Unheil anzurichten. Also die Energiepolitik an die Länder und die Verteidigung an die EU abgeben. Auch da behindert Kleinstaaterei eine effektivere Verteidigung, die mit weniger Geld mehr Wirksamkeit erzielen könnte.

Im Kriegsfall müssen wir gemeinsam ran, besser ist, wir können das dann auch.



Kommentar vom 06.09.2026 13:02
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/journalismus-mit-brandstiftung-die-publikative-ist-die-schwachstelle-jeder-groesseren-demokratischen-republik/#comment-216474

@Realo 06.09. 09:33

„Ein Aspekt wird, ich behaupte aus psychologischen Gründen („Bußprediger Kult“), übermäßig bewertet,…“

Man will ja wenn möglich nicht Teil des Problems, sondern lieber Teil der Lösung sein. Soweit man es kann, aber nur.

„... die harte Realität, der größte Teil der Bevölkerung hat einfach nicht das Geld ihre Heizung hinauszuwerfen um „Klimabuße zu tun“, wird einfach ausgeblendet…..“

In 3 Jahren bekomme ich hier Fernheizung auf Basis von Industrieabwärme. Und das wird vermutlich deutlich billiger werden als meine derzeitige ziemlich alte Gastherme. Zumindest ein Bekannter ist da schon angeschlossen, und der zahlt jetzt weniger als vorher.

In 8 Jahren gibt es dann PV auf unseren Dächern meiner Wohnungsbaugesellschaft, warum so spät, ist mir nicht genau bekannt. Vermutlich gibt es da noch rechtliche Probleme, wenn Strom vom Dach eines Hauses auch die Nachbarhäuser mitversorgen müsste.

Billiger dürfte auch das werden. Mit Buße hat das kaum was zu tun, das ist einfach gute Technik, die nicht nur das Klimaproblem und das Putinproblem entschärft, sondern auch noch kostengünstig dabei ist.

Ein E-Auto brauche ich jetzt nicht. Ich bin nicht viel unterwegs, und mache die meisten Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Weniger Fleisch wäre auch noch interessant, aber ich esse sehr gerne gut, und da muss ich erst mal noch meine Kochkünste mit mehr Hülsenfrüchten erweitern.

Buße ist auch das nicht, sondern einfach nur Vernunft. Die am Ende sogar lecker sein kann. Man muss sich nur kümmern, und gucken, wie man es machen kann.



Kommentar vom 05.09.2026 14:48
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/journalismus-mit-brandstiftung-die-publikative-ist-die-schwachstelle-jeder-groesseren-demokratischen-republik/#comment-216417

@Medienmacht

Immerhin müssen Verlage wie auch der ÖRR auch gucken, dass sie überhaupt wahrgenommen und gelesen werden. Und letztlich entscheiden auch die Nutzer der asozialen Medien, ob sie dabei bleiben. Wer da nur im privaten Rahmen Text und Fotos austauscht, der guckt sich die Timeline nicht unbedingt genau an.

Und wird womöglich nach und nach ins Fediversum wechseln, einfach weil es weniger nervt.

Bei Büchern ist das noch viel deutlicher. Die Verlage können Werbung für ihre Bücher machen wie sie wollen, die Leser entscheiden selber, was sie lesen wollen.

Und wir hier im Blog leben auch von der Qualität der eigenen Beiträge. Wenn das alles nix wäre, wären wir einfach woanders unterwegs.

Und auch KI muss Qualität liefern, man steht nun auch in Konkurrenz zu anderen KI-Anbietern wie zu ganz anderen Medien.

Wer seine Macht zu sehr missbraucht, verliert auch seine Leser. Interessante Gedanken breiten sich dagegen öfter von selber aus.

Wenn jetzt Elon Musk seine gekaufte Washington Post zugrunde richtet, ist das nicht nur teuer, die verlorenen Leser werden sich auf die Suche nach Alternativen machen.

Die digitalen Möglichkeiten eröffnen eben Räume, die die Menschen gerne nutzen. Man kann nicht nur selber Beiträge leisten, man findet auch immer schneller, was man sucht.



Kommentar vom 04.09.2026 23:49
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mit-konrad-adenauer-david-ben-gurion-in-cadenabbia/#comment-216384

@Michael 04.09. 18:54

„Ist es nicht faszinierend, dass wir beide in unseren Dialog mit der japanischen Felo.ai bereits wie selbstverständlich eine dritte KI-Stimme einbeziehen?“

Neuronale Netze, die alle verfügbaren Inhalte zum Training nutzen, sind doch automatisierter dialogischer Monismus. Die Trainingsinhalte sind aus allen möglichen Perspektiven aus verfasst worden, und der KI-Prozess versucht von seiner Natur aus, diese sinnvoll zusammen zu fassen.

Entsprechend wichtig bleiben eben aber auch eigene menschliche Anstrengungen, eben die Basis an Inhalten möglichst detailliert und intelligent zur Verfügung zu stellen. Soweit wie die eigenen Kenntnisse und Einsichten eben reichen.

Insgesamt hoffe ich, dass der ganze KI- und Kulturprozess zur Vernunft konvergiert. Entsprechend wichtig wäre es eben, hier Europäische FOSS-KI zu etablieren, dass das nicht doch wieder von den US-Konzernen in gar nicht gute Richtungen verbogen wird.

„Gleichwohl sehe ich die Gefahr des Langzeitismus / Longtermism, wenn der Eindruck entstehen würde, es würde „von alleine schon alles gut“.“

Ist klar, wenn wir sehen, dass wir jetzt ganz viele Lithiumspeicher überall im Stromnetz verteilt nutzen können, aber die Genehmigungen einfach bürokratisch verschleppt werden, dann nützt das alles nichts. Und der weitere Zubau von Windrädern und PV wird so gleich mit schwieriger, wenn es eben weiterhin nicht möglich ist, die Überschüsse zwischenzuspeichern.

Auch ist es vollkommen klar, dass wir jetzt auch in den Innenstädten PV mit integrierten Speichern auf allen Dächern brauchen, damit die Stromnetze auch mit Klimaanlagen und Ladestationen für E-Autos noch klar kommen, und auch hier günstiger Strom dann nutzbar wäre. Die Einsicht alleine hilft nichts, wenn man den Strom von den Dächern nicht zu vernünftigen Durchleitungsgebühren direkt an die nächsten Nachbarn verkaufen darf.

„Aus meiner Sicht reicht es nicht, positive Zukunftsvisionen zu entwickeln, die nicht auch durch Handeln im Jetzt flankiert werden.“

Irgendwann muss man auf der Handlungsebene ankommen, auch klar. Aber schon mal überlegen, was denn denkbar wäre, ist der erste Schritt. Manches geht sofort, anderes braucht Vorbereitung und wieder anderes braucht einen langwierigen Prozess, die eigenen Gewohnheiten abzulegen und durch Neue zu ersetzen. LEDs anschaffen geht an einem Nachmittag, vor dem Elektroauto kommen erstmal wirklich günstige Lademöglichkeiten und auch das Geld für einen Neuwagen, und wenn ich mit weniger Fleisch auskommen will, muss ich erst mal Alternativen finden und meine Kochkünste entsprechend erweitern.

Ich will ja auch leben und gut essen und muss mit meinem Geld auskommen.



Kommentar vom 04.09.2026 15:06
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mit-konrad-adenauer-david-ben-gurion-in-cadenabbia/#comment-216368

@Michael 04.09. 08:29 / felo.ai

„Für eine friedensfördernde Wirkung wäre entscheidend, dass die Erträge tatsächlich der lokalen Bevölkerung zugutekommen: durch Zugang zu Energie, Arbeitsplätze, Beteiligung und faire Eigentumsverhältnisse.“

Das Potential für fast weltweit günstigste Strompreise dürfte sehr förderlich sein. Das auch die komplette Bevölkerung erstmal überhaupt verlässlichen und billigen Strom hat. Und als nächstes offenbar auch Klimaanlagen und Meerwasserentsalzungsanlagen.

Angesichts der derzeitigen Armut kann man ganz neue Städte bauen, praktischerweise in Küstennähe, da ist es meist auch ein wenig kühler als mitten in der Wüste. Und Platz dafür gibt es ohne Ende. Insbesondere in Libyen und Mauretanien hat man neben hohen Solarerträgen auch noch jede Menge Wind. Und die dortigen Küstenregionen sind derzeit praktisch unbewohnt. Da ist Platz für hunderte Millionen Menschen.

Man kann den billigen grünen Strom auch nach Europa liefern, das geht aber nur über die Umwandlung in Wasserstoff. Was aber mit Riesenverlusten einhergeht. Auch wenn da die Primärerträge mehr als doppelt so hoch sind wie in Mitteleuropa, wird man das nur begrenzt tun.

Entsprechend wird man den billigen Strom vor allem für sich selbst nutzen. Und für energieintensive Produktion aller Art wie auch für Rechenzentren.

Ich denke mal, dass das schon deshalb funktionieren wird, weil die Privatverbraucher sich die eigenen PV-Anlagen inclusive kleinem Speicher direkt auf das eigenen Dach setzen werden, und die Stromnetze so nur recht klein und entsprechend kostengünstig dimensioniert werden können.



Kommentar vom 03.09.2026 23:08
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mit-konrad-adenauer-david-ben-gurion-in-cadenabbia/#comment-216318

@Michael 03.09. 19:35 / Martin Holzherr 2015

„Doch ist auch die Gefahr damit verbunden, dass der Bürger machtlos wird, dass er zum reinen Empfänger von Transfervermögen wird und in der „Gnade“ des Staates steht.“

Ich sehe hier noch ein ganz anderes Problem: Was sollen denn die meisten Leute außer arbeiten gehen sonst machen? Die Arbeitszeit verkürzen und kurze Arbeitszeiten steuerlich bevorzugen könnte aber helfen.

Dann hat man jedenfalls auch wieder mehr Zeit für mehr Kinder.

Andererseits, bisher ist es eigentlich immer gelungen, jede weitere Automatisierung mit neuen Produkten und neuem Konsum wieder auszugleichen. Was in der Tat aber dennoch auch mal enden könnte, wenn es einfach nicht mehr geht.

Dann gäbe es allerdings auch noch die ganzen armen Länder im globalen Süden, da ist noch jede Menge Wachstum äußerst sinnvoll. Praktischerweise zusammen mit einer wirklich vollständigen weltweiten Energiewende könnten wir da noch mal für 2 oder 3 Jahrzehnte uns gut mit beschäftigen.

Und was danach kommt, das können wir uns dann ja noch mal überlegen. KI verbieten oder mit Sondersteuern belegen wären eine Option. Für dann, jetzt aber m.E. auf keinen Fall. Wir haben nebenbei gerade existenziellen Bedarf für jede Menge Aufrüstung, und ich fände es eine sehr gute Idee, da alle Ressourcen für zu nutzen, die gerade verfügbar sind.

Wenn sich das Putinproblem dann irgendwann löst, haben wir dann eben den ganzen Elektroschrott ungenutzt da rumstehen. Das müsste sich recyceln lassen. Besser als ein heißer Krieg allemal, wenn eben die Abschreckung durch Stärke funktioniert, und Putin uns in Ruhe lässt.



Kommentar vom 03.09.2026 14:34
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mit-konrad-adenauer-david-ben-gurion-in-cadenabbia/#comment-216262

@Michael 02.09. 19:47

„Während immer größere Gebiete der Erde klimatisch unwirtlich werden und demografisch verebben, sammeln sich an einigen Orten der Erde ausreichend Menschen, um auf Basis von Dialog und Wissenschaft überlebensfähige Zukunftsregionen zu schaffen.“

Lokal kann man den Klimawandel nicht aufhalten, beim besten Willen nicht. Man kann nur seine Beiträge leisten.

Dass sich Vieles in urbanen Räumen sammelt, ist wohl ein eigenständiger Prozess, der schon seit Jahrhunderten stattfindet. In Deutschland könnten demnächst in den meisten ländlichen Regionen Landwirtschaft und wo möglich auch Tourismus als letzte Wirtschaftsgrundlage übrig bleiben. Wer da keine Arbeit findet, wird abwandern.

Die Energiewende fördert wiederum die Urbanen Räume, wenn die den Großteil ihres Energiebedarfs lokal selber produzieren können. Aber auch bessere Mobilität kann einen Teil des Problems lösen, und ländliche Gegenden in der Nähe von florierenden Städten sehr fördern.

Was macht eigentlich der inzwischen klimaneutrale Landkreis Wunsiedel? Zieht der junge Familien an, die da hinziehen möchten? Möglich wäre das. Aber Arbeit brauchen die auch.

In den jetzt schon heißen Ländern wird man vermutlich auch selber klar kommen müssen. Wir können kaum 500 Millionen Menschen aus Afrika und dem Nahen Osten hier aufnehmen. Wir könnten die aber beim Aufbau einer grünen Stromversorgung unterstützen. Immerhin hat man da die besten Erträge an PV weit und breit. Das kann noch ein gewichtiger Faktor werden, scheint mir. Auch als Standort von energieintensiver Industrie und Rechenzentren.

Mit genug Strom auch für Klimaanlagen und Meerwasserentsalzungsanlagen wird man insbesondere in Küstennähe eigentlich dennoch ganz gut leben können. Da kann man ganz neue Städte gründen, an Platz fehlt es nicht. Grundnahrungs- und Futtermittel kann man problemlos auch weite Strecken transportieren, wenn man wirtschaftlich ganz gut dabei ist, kann man die importieren. Die EU, die USA, Russland und auch Südamerika haben reichlich davon auf dem Weltmarkt anzubieten.

Und in Afrika selbst gibt es noch sehr viel Potential für jede Menge mehr Eigenproduktion von landwirtschaftlichen Erzeugnissen aller Art.

Ich sehe hier auch florierende Regionen, aber auch die verbliebenen ländlichen Regionen leben auf ihre Art weiter. Und beschränken sich auf die Dauer einfach auf Landwirtschaft und Tourismus. Zumindest die älteren Menschen dort, die da jetzt demokratische Probleme bereiten, werden nach und nach aussterben. Und die jungen Leute, wenn die in die Städte umgezogen sind und vernünftige Arbeit gefunden haben, könnten wieder demokratischer werden.



Kommentar vom 02.09.2026 15:32
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mit-konrad-adenauer-david-ben-gurion-in-cadenabbia/#comment-216185

@Demografie, Binnennachfrage, Bauwirtschaft, Zuwanderung, Energiewende

Wenn wir mehr Kinder hätten, dann fördert das nicht nur die Binnennachfrage, die Eltern müssten auch weniger Arbeiten. Man braucht alleine schon eine größere Wohnung, und spätestens mit 3, 4 oder 5 Kindern muss irgendwer zuhause bleiben und muss dann weniger arbeiten. Soviel Förderung braucht das dann auch entsprechend, insbesondere wenn kein Elternteil Besserverdiener ist.

Und das braucht dann auch mehr Wohnraum, da muss dann noch mehr neu gebaut werden, als sowieso schon. Da wäre es zunächst mal nötig, dass die Kommunen jede Menge Bauland ausweisen, aber auch zugewanderte Bauarbeiter kann man dann brauchen. Die dann allerdings selber wieder Wohnraum brauchen. Insbesondere wenn die dann dauerhaft hier bleiben, und eigene Familien gründen.

So schnell wird das alles nicht gehen.

Hilfreich sein könnte ein Sammeltaxisystem auf Basis von Selbstfahrenden E-Autos. Dann könnten viel mehr Leute auf dem Land wohnen, weil die Fahrt zur Arbeit dann billiger, schneller und entspannter wird, und insbesondere Kinder und Ältere ohne Führerschein voll mobil werden.

Dann werden sehr viel mehr Leute auf dem Land wohnen können, die Leerstände würden da bezogen und in den überlaufenen Städten entspannt sich dann der Wohnungsmarkt.

Das wäre dann spätestens eine Gelegenheit, in mehr Kinder zu investieren. Eigentlich haben wir uns doch so viel Wohlstand aufgebaut, dass es da dran gar nicht fehlen muss. Ein wenig weniger Verschwendung einerseits, und weniger Außenhandelsüberschuss andererseits, wäre doch bei entsprechender Binnennachfrage durch mehr Kinder passend.

Mit einer erfolgreichen Energiewende klappt alles noch viel besser. Wir haben dann einmal in entsprechende Grüne Technik investiert, und müssen nicht mehr ständig Öl und Gas neu einkaufen. Und wenn die Preise für die Komponenten weiter sinken, macht das weitere Mittel frei. Auch für mehr Nachwuchs.



Kommentar vom 02.09.2026 12:45
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mit-konrad-adenauer-david-ben-gurion-in-cadenabbia/#comment-216176

@Michael 01.09. 21:20

„Dass Merz die #AfD halbieren wollte, aber die #Union halbiert hat, schmerzt & brodelt an der Basis.“

Es sollen 1,4 Millionen Wohnungen in Deutschland fehlen. Zugleich haben wir Leerstände auf dem Land. Optimal ist das nicht, und es macht es auch jungen Familien nicht einfacher.

Sicher liegt das nicht nur an Zuwanderung von Außerhalb der EU. Das meiste müsste Binnenzuwanderung innerhalb Deutschlands und innerhalb der EU sein, plus Ukrainer.

Da kann man natürlich hoffen, dass dieser Krieg ein Ende nimmt, und viele Ukrainer wieder nach hause können.

Man kann natürlich auch EU-weit gucken, für die nächsten paar Jahre möglichst wenige neue Zuwanderer von außerhalb aufzunehmen. Praktischerweise genau so viele, wie die konkreten Kommunen die gerne haben wollen.

Das selbst meine Überlegung hier die Rechten bestätigt, kann ich dabei nicht ändern. Ich weiß da jetzt nicht weiter, ehrlich gesagt.

Ich wünsch mir ja weniger Wohnungsnot, und weniger Zuzug würde da helfen. Natürlich nur solange, bis sich der Wohnungsmarkt entspannt hat. Wenn genug neu gebaut würde, würde das wiederum auch helfen. Und zugezogene Bauarbeiter könnten wir dafür dann sogar gebrauchen.

Ich denk mal, das ist ein vor allem kommunales Problem, und entsprechend sollte jede Kommune möglichst selber entscheiden dürfen, wieviele neue Zuwanderer sie aufnehmen will. Die Einen haben Leerstände, die anderen ganz krasse Wohungsnot. Die einen haben genug Bauland, aber es fehlen Bauarbeiter, wieder andere haben kaum Platz für Neubauten.