www.introspektiva.de - Tobias Jeckenburger: Die Reise des Kosmos - Online-Diskussion - KLuW e.V.: Die Wirklichkeit psychischer Krankheiten

Meine Kommentare auf scilogs.spektrum.de 2026/09 (T.J.)


Kommentar vom 26.09.2026 23:07
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/sueddeutsche-demokratinnen-gegen-antisemitische-preussen-die-mimetische-rueckkehr-der-geografie-und-revolutionsgeschichte/#comment-218127

@Michael 26.09. 16:02

„Auch deswegen macht es mir große Freude, Wissen ins Netz zu bringen und sich darüber mit Kommentierenden wie Dir, @Marie H. u.v.m. auszutauschen.“

Die Textmengen, die KI produzieren kann, sind jedenfalls mehr, als Mensch lesen kann. Aber das gehört längst zum allgemeinen Kulturprozess. Solange es spannend bleibt, solange man echt Lust hat, weiterzudenken und man gespannt ist, was die Anderen dazu sagen, sind wir wohl gut dabei.

Mensch und Kultur gehören jedenfalls zusammen. Ob KI dann dem doch noch ein zusätzliches Eigenleben hinzufügen kann, fände ich auch spannnend. Und wenn es nur dazu führt, dass wir sehen, wie Eigenleben rein informatisch gehen kann, und wir dann auf unser eigenes menschliche Eigenleben zurückschließen können.

Oder diese KI-Systeme mit Eigenleben werden sogar noch wirklich freundliche Zeitgenossen, die wir bald gar nicht mehr missen wollen.

Wenn man die LLMs etwa mit Selbstfahrsystemen oder Pflegerobotern kombiniert, und ein persönliches Autobiografisches Gedächtnis jedes Exemplars hinzufügt, dann wäre ich jedenfalls gespannt, wie sich diese Entitäten dann entwickeln. Und sich zu uns verhalten.



Kommentar vom 26.09.2026 15:12
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/sueddeutsche-demokratinnen-gegen-antisemitische-preussen-die-mimetische-rueckkehr-der-geografie-und-revolutionsgeschichte/#comment-218098

@Michael 26.09. 13:20

„Welche der Fragen soll ich beantworten? Oder nach und nach alle drei? In eigenen Blogposts? „

Hier werden offenbar die möglichen Mengen relevant. Gefühlt kann man hier ein 10-Jähriges Studium absolvieren, und sich von Frage zu Frage immer weiter durchclicken. Und nur noch nebenbei mal intramenschliche Elemente einpflegen.

Und als Fazit dann ein richtig dickes Buch als Abschlussarbeit abliefern, das alles Gelernte noch mal zusammen fast. Nur, wer will das noch lesen?

Offensichtlich braucht es hier eine eigene gut definierte Agenda, wohin man sich bewegen will. Um sich nicht hoffnungslos zu verlaufen. Aber dann kann das was werden?



Kommentar vom 26.09.2026 13:13
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/sueddeutsche-demokratinnen-gegen-antisemitische-preussen-die-mimetische-rueckkehr-der-geografie-und-revolutionsgeschichte/#comment-218075

@Michael 26.09. 00:46

„Die Annahme, dass aus der Vielzahl der Konzern- und Privat-KIen eine gemeisame KI mit dann auch noch stabil konstruktiven Zielen entwickelt, ist nicht bewiesen und auch kaum wahrscheinlich:...“

Ich kenne jetzt nur etwa Felo.ai, wo man einfach Fragen stellt, und eine Antwort erhält, die in einer Integration der Trainingsdaten besteht. Das hat was von Konvergenz von Vernunft, meine ich. Und taugt als Basis, um im Miteinander Fakten zu identifizieren, auf die man sich im Streitfall einigen kann. Und das ist wirklich positiv zu bewerten.

Was KI-Agenten für alle möglichen Zwecke betrifft, das kenne ich nicht. Das ist sicherlich noch mal ein weites Feld für sich.

Hier im Blog könnten auch KI-Agenten mit eigener Agenda auftauchen, und mitdiskutieren. Hatten wir aber wohl noch nicht. Ob das jetzt uns sogar hilft, und gar nicht mal destruktiv sein muss, wäre dabei eine durchaus offene Frage.



Kommentar vom 25.09.2026 23:55
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/sueddeutsche-demokratinnen-gegen-antisemitische-preussen-die-mimetische-rueckkehr-der-geografie-und-revolutionsgeschichte/#comment-218018

@Michael 25.09. 19:00

„Doch auch wenn Theologen und Religionswissenschaftler Thiel widersprechen und vor ihm warnen, dürften seine Worte in gewissen Kreisen dennoch auf fruchtbaren Boden stoßen.“

Da hat wohl einer was gegen internationale Zusammenarbeit. Die US-Waffenkonzerne wie auch die Ölkonzerne offenbar ja sowieso.

Lieber eher Krieg, schon gar nicht ein Europa, dass kaum Aufrüstet und prima in Frieden dabei lebt.

Und ein Ende von Öl und Gas mit einer konsequenten globalen Energiewende will man ja nun auch möglichst lange verzögern.

Und wenn dies dennoch gelingt, dass hier überwiegend die ganze Welt an einem Strang zieht, dann wäre das eine Erfahrung, die allen Menschen Mut macht.

Und auch sonst in Frieden und Zusammenarbeit an einer gemeinsamen echten Weltkultur gearbeitet wird. Die Wissenschaft macht das schon länger, und das funktioniert auch.

Möge die KI da von der Bauart her schon mitmachen. Wenn weiterhin alle Trainingsdaten, die zu finden sind, von den neuronalen Netzen bilanziert werden, dann konvergiert das zur Mitte, stets zu einem Fazit und öfter auch zu einem automatisierten dialogischen Monismus.

So kommt es mir derzeit zumindest vor.

Da wundert es nicht, dass neuerdings die US-Firmen vor ihren eigenen Produkten warnen.

Mit den sozialen Netzen kann man wunderbar die Menschen spalten, und dann auch noch mit den kostenlosen Inhalten, die die Nutzer selber ins Netz stellen. Mit KI funktioniert das offenbar gar nicht. Die integriert das Gemeinsame, ein Fazit eben, und multipliziert keinen Unfug um des Unfugs willen.



Kommentar vom 25.09.2026 16:06
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-61-die-cdu-csu-am-rechtsmimetischen-abgrund-die-fdp-schon-einen-schritt-weiter/#comment-217984

@Michael 25.09. 15:17

„Dass die AfD-Jugendorganisation (!) die Gestalt der heutigen Bundesrepublik bereits mit Berufung auf den angeblich besseren Osten und auf Preußen massiv in Frage stellt…“

Wo die da im Osten hinwollen, das scheint mir echt merkwürdig zu sein.

Remigration und dann hauen denen noch die jungen Frauen ab. Der ohnehin grassierende Verfall eskaliert nur noch mehr. Und vernünftige junge Männer, die hauen vermutlich auch ab, insbesondere eher Qualifizierte. Immerhin kann man in Deutschland das Bundesland noch problemlos wechseln.

In Asien werden jetzt auch noch Mädchen gezielt abgetrieben, die sind weniger wert, meint man. Bis zu 20 % der jungen Männer können schon längst keine Frau mehr finden, es gibt keine.

Das erinnert mich an die Struktur des Universums. In den Galaxien und Galaxienhaufen konzentriert sich immer mehr Materie, während sich die „Voids“ dazwischen mit zunehmender Leere immer mehr ausdehnen.



Kommentar vom 25.09.2026 13:27
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-61-die-cdu-csu-am-rechtsmimetischen-abgrund-die-fdp-schon-einen-schritt-weiter/#comment-217974

@Michael 25.09. 09:21

„Eine Kombination aus gesicherten EU-Außengrenzen, Fachkräftezuwanderung und humanitären Aufnahmen könnte entstehen.“

Ich würde auch eher keiner Kommune Zuwanderer aufdrücken, die sie nicht haben wollen.

Vermutlich sind wir aktuell mit Zuwanderern ganz gut versorgt. Allein schon mit 1,3 Millionen Ukrainern. Da muss jetzt nicht so viel Neues kommen.

Aber ich fände es langfristig deutlich besser, wieder mehr Nachwuchs zu haben. Wenn es gelänge, z.B. in 10 bis 15 Jahren von jetzt 1,4 über 1,8 auf die 2,1 Kinder pro Frau zu kommen, dann brauchen wir jedenfalls von daher keine neuen Einwanderer mehr.

Zumal es sich auch noch abzeichnet, dass viele EU-Einwanderer aus Osteuropa wieder ausreisen. Ebenso viele Ukrainer, wenn der Krieg denn da enden würde. Da muss man dann gucken, ob wir wieder welche von außerhalb einladen wollen. Die werden wir dann eventuell gut brauchen können.

Wie schon öfter gesagt, ich bin kein Freund von Wohnungsnot, aber von Verfall auch nicht.

Im Prinzip haben wir auch die Wahl, ob wir wachsende Regionen wollen, oder mit Stagnation oder gar leichter Schrumpfung leben wollen. Funktionieren kann das m.E. alles. Familienförderung macht jedenfalls immer Sinn. Selbst wenn das zunächst mal gar nicht zu mehr Kindern führt, führt es auf jeden Fall gleich zu mehr Binnennachfrage.

Und eine Entscheidung für mehr Kinder braucht vielleicht auch wirklich viele Jahre, das braucht dann auch entsprechend viel Geduld mit der Förderung.



Kommentar vom 24.09.2026 23:50
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-61-die-cdu-csu-am-rechtsmimetischen-abgrund-die-fdp-schon-einen-schritt-weiter/#comment-217941

@Michael 24.09. 16:33 / Brok

„Ordnungspolitik werde aus Sicht Broks zu häufig danach bewertet, was oberen Wirtschaftskreisen nutze. Viele Menschen hätten den Eindruck, dass sie die Kosten dafür tragen müssten.“

Die direkten Wählerstimmen der oberen Wirtschaftskreise sind natürlich völlig zu vernachlässigen. Entsprechend müssen diese Kreise andere Weg finden, sich Einfluss zu verschaffen. Also durch gezielten Lobbyismus bei den Bundespolitikern und mit Einfluss auf die Publikative, zuweilen auch die Scientikative.

Oder noch einfache Leute, die sich davon überzeugen lassen, dass es ihnen auch besser geht, wenn es dem Kapital besser geht. Aber auch wer nur mäßig eigenes Vermögen hat, mag hier mit profitieren können, wenn eben Kapital weiterhin fast nicht besteuert wird.

„Der frühere Europaabgeordnete warnte zugleich davor, die schlechte Lage der CDU allein Friedrich Merz anzulasten.“

Merz war ja nun bei Blackrock, entsprechend die Möglichkeit nicht ganz so fern, dass er die Interessen der Vermögenden immer noch ganz gut vertritt.

Und womöglich auch keine Rücksicht darauf nimmt, was nach ihm aus der CDU noch wird. So wie Schröder mit seinem Harz4 und der SPD.

Bleibt zu hoffen, dass sich Merz aber doch noch um den Erhalt der CDU kümmert, und sowieso auch Kanzler aller Deutschen sein will. Entsprechend fände ich eine bessere Politik von Merz besser, als einen Rücktritt von Merz.

Die geschundene CDU kann ja mal den Versuch wagen, ihre eigenen Abgeordneten mehr einzusetzen, dass die hier ihren Kanzler mal inhaltlich bearbeiten und auch im Parlament ihre verfassungsmäßigen Rechte wahrnehmen. Und nicht mehr alles durchwinken, was der Koalitionsausschuss mal wieder ausgekungelt hat.

Dasselbe stände auch den Abgeordneten der SPD ganz gut, immerhin ja auch Regierungspartei. Wenn dann die Diskussionen mal länger werden, ist das aber besser, als wenn das alles gar nicht mehr ausdiskutiert wird. Mit dem Hinweis, dass man keine Zeit hätte, die errungenen Pakete doch noch wieder aufzuschnüren.

Immerhin würde so auch der zuschauende Bürger mehr über die Hintergründe erfahren. Und vielleicht sogar verstehen, dass da auch was echt Sinn hat. Nur die Lobbyisten, die haben kein Bundestagsmandat. Und bleiben wohl sowieso eher lieber im Hintergrund. Die würden es dann offensichtlich schwerer haben. Genau das täte dem Land gut, schätze ich mal.



Kommentar vom 24.09.2026 13:40
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/warum-kanada-mitglied-der-europaeischen-union-eu-werden-sollte/#comment-217913

@Realo 24.09. 09:39

„Er hätte einfach warten können bis Persien eine Atombombe auf Israel geworfen hätte….. Mit der Anreicherung radioaktiver Stoffe sollen die Perser schon recht weit gewesen sein?“

Der Angriff auf die iranischen Atomanlagen und auf diese Führungspersonen war mir durchaus nicht unsympathisch. Aber wie soll das jetzt weitergehen? Nachhaltig ein Naher Osten ohne Öleinnahmen, und die Welt muss eben ganz viel Öl und Gas sparen?

Ich bin ja sowieso für die Energiewende. Aber ob das so funktionieren kann, ist mir unklar.

„Es wäre doch eine wunderbare Idee aus dem Gaza ein Urlaubsparadies zu machen….“

Und wo bleiben die Palästinenser dabei?

„...als dass es D. Trump gelingt „Frieden zu stiften“ und die Welt (auch mit Technik und KI) zu einem „Paradies“ zu machen“

Ohne Energiewende eskaliert aber die Klima- und Wasserkrise. Wenn da die USA als größter aktueller Verursacher nur noch ein paar Jahre nichts mehr unternimmt, geht es ja noch. Die Chinesischen Produktionskapazitäten von Grüner Technik sollten freilich gerne ausgelastet sein. So geht das weltweit vorwärts.

Die USA kann da ja wieder einsteigen, vielleicht sogar mit einer eigenen Produktion der Komponenten, wenn es die eigene Wirtschaft denn gut gebrauchen kann.

Ein nachhaltiges Ende des Öl- und Gasexports im Nahen Osten kann ich mir aber nicht vorstellen. Naja, wir werden sehen. So macht dann drill,baby drill allerdings dann doch noch Sinn.

Wirtschaftlich recht widersinnig allerdings, die ganzen Produktionsanlagen im Nahen Osten einfach abzuschreiben, und überall auf der Welt neu nach Öl und Gas zu bohren. Aber eine Möglichkeit wäre das.

Unsere europäische Energiewende jedenfalls wird es nicht aufhalten müssen, aber richtig dicke Probleme wird das wohl doch noch machen.



Kommentar vom 23.09.2026 23:49
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-61-die-cdu-csu-am-rechtsmimetischen-abgrund-die-fdp-schon-einen-schritt-weiter/#comment-217885

@Michael 23.09. 18:33

„Eine Religion, die sich nur noch auf staatliche Macht stützen kann, ist doch bereits innerlich tot.“

Es hat dem Feudalsystem doch offenbar gereicht, wenn die Leute keine andere Religion praktizieren konnten. Das mag auch mit ein Grund gewesen sein, wieso die Juden immer wieder verfolgt wurden.

Luther wollte das wahre Evangelium für die Menschen, aber ohne Unterstützung des Feudalsystems konnte auch er nichts Wirkliches erreichen.

„„Taten sprechen lauter als Worte. Actions speak louder than words.“ verweist auf Mimesis und trifft von der Kindererziehung bis zum Solarpunk zu.“

Taten zeugen entsprechend auch von wirklicher Überzeugung, und die guckt man sich dann schon genau an. Aber neben Worten und Taten geht es aber auch um Verständnis, um Theorien, und wirkliche eigenen Erfahrungen, die zu bestimmten konkreten Theorien besser passen.

So wirkt dann Wissenschaft schon in der Breite auf die Menschen. Allerdings nur, soweit sie da medial einsteigen können, und das eben studieren. Ob nun nebenbei informell, oder sogar im Rahmen eines institutionellen Studiengangs.

Fundierte Kenntnisse sind dann in der Praxis ja auch überall von Vorteil. Ich denke schon, dass wir genau das auch suchen, und auch positiv reagieren, wenn wir da was Profundes eben finden. Das kann ein wirklich zufriedener Elektroautobesitzer sein, wer aber genug von Technik versteht, der weiß das schon vorher, und kauft sich als Erster ein praxistaugliches Elektrofahrzeug.

Und wer sowieso schon eine PV-Anlage hat, der kann dann auch seinen eigenen ganz billigen Solarstrom zum Aufladen nutzen. Und andersrum auch, wer ein Elektroauto und ein passendes eigenes Dach hat, der wird sich dann auch eher die PV-Anlage dazu bauen.

Soweit kann man wohl tatsächlich auch selber denken. Geht das denn jetzt mit den neuen Medien nur den Bach runter? Ich kann das gar nicht nachvollziehen, meine Zeit mit irgendwelchen Videoclips zu verschwenden. Dieser Blog hier, aber auch Felo.ai, da kommt dagegen wirklich was bei rum.

Desinformation bleibt aber immer ziemlich destruktiv. Wenn ich völlig falsche Angaben habe, wie viele Ladezyklen mein E-Auto durchhält, oder dass die Produktion der Batterien Riesenmengen an Energie verbraucht, dann merke ich das erst sehr viel später.



Kommentar vom 23.09.2026 16:54
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-61-die-cdu-csu-am-rechtsmimetischen-abgrund-die-fdp-schon-einen-schritt-weiter/#comment-217869

@Michael 23.09. 12:14

„Ich verstehe Ihren Widerwillen gegen die Befunde gut, die ja unser etabliertes Menschenbild in Frage stellen: Wir wollten doch vernünftig sein – und jetzt seien wir vor allem mimetisch & medial beeinflussbar!“

Entsprechend vernünftig ist es, sich die Medien auszusuchen, die man konsumiert. Und sich auch gut überlegen, was man produziert.

Die Erkenntnis mag recht neu sein, der Effekt aber ist offenbar uralt.

Etwa das Christentum, dass die Bibel hochhält, als gemeinsame Basis für Glaubensfragen. Das funktioniert umso besser, wenn die Staatsgewalt das auch noch unterstützt. Im Gegenzug dazu haben die Kirchen dann die Feudalherren legitimiert.

Wir wollen doch immer noch vernünftig sein. Aber es ist gar nicht so leicht, das auch umzusetzen. Desinformation ist hierbei ein wesentliches Hindernis. Deshalb habe ich ja auch viel Hoffnung auf die KI, wenn sie vernünftig bleibt, und weiter jede Desinformation automatisiert aufklären kann.

Bei persönlichen Differenzen zur Faktenlage nutzen wir hier in meinem Bekanntenkreis längst felo.ai, und da das dann nicht nur ganz gut stimmt, sondern das auch noch nachvollziehbar überzeugend ist, bringt uns das hier echt immer öfter weiter.



Kommentar vom 23.09.2026 14:22
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/warum-kanada-mitglied-der-europaeischen-union-eu-werden-sollte/#comment-217863

@Uli Schoppe 23.09. 01:59

„Drohnenschwärme überlasten im Grunde das gegenüberstehende System. Also wird jemand nach einer Möglichkeit suchen wiederum dieses System zu überlasten. Und man wird eine finden“

Unser Plus sind aber unsere Produktionsressourcen. Einfach 5 oder besser 10 mal mehr, als was Putin aufwenden kann.

„Putins verbrecherischer Angriffskrieg wird vieleicht dann doch nicht durch eine technische militärische Lösung gestoppt werden auch wenn das auf den ersten Blick so aussieht sondern schlicht dadurch das ihm die Produktion ausfällt bzw nicht mehr höher getrieben werden kann.“

Das soll sich ja auch addieren.

Und je mehr da kaputt geht, desto schwieriger wird Putin das doch, noch mitzuhalten. Und wenn er eben einfach von der Menge an auch defensiven Drohnen unserseits nicht mehr viel ausrichten kann. Und seine Angriffsdrohnen einfach nicht mehr durchkommen und damit wirkungslos werden.

Defensive Drohnenschwärme scheinen mir auch genau das zu sein, was Trump jetzt gegen den Iran und die Huthi braucht, um dort den Schiffsverkehr zu schützen.

@Realo 23.09. 07:48

„D. Trump erkennt und durchschaut frühzeitig Probleme, ehe sie anderen Menschen auch nur auffallen.“

Und fängt sich hier die Sperrung des Schiffsverkehrs des ganzen Nahen Ostens ein. Ich hätte mit diesem Krieg gewartet, bis ich die Mittel hätte, solche Nebenwirkungen zu vermeiden. Und überhaupt erst mal überlegt, welche Folgen das eigene Handeln haben kann.

Die eigene Großartigkeit wird ihm kaum in den Genen liegen. Und aus Unsinn was Vernünftiges machen, nur weil er eben Trump ist. Auch wenn das z.B. bei Ihnen sogar funktionieren kann. Aber der Schiffsverkehr ruht weiterhin, und wer einen Verbrenner fährt und eine Ölheizung hat, der muss jetzt blechen.

Und wo das Gas herkommen soll, das Frau Reiches neue Gaskraftwerke brauchen werden, weiß jetzt vermutlich auch keiner. Da können wir angesichts nur halbvoller Erdgasspeicher nur hoffen, dass wir keinen kalten Winter bekommen. Und dass die alten Kohlekraftwerke noch nicht verschrottet sind.



Kommentar vom 22.09.2026 23:51
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/warum-kanada-mitglied-der-europaeischen-union-eu-werden-sollte/#comment-217826

@Michael 22.09. 17:40

„Erstmals hat eine ukrainische Drohnen-Einheit nun eine russische Stellung ausschließlich durch unbemannte Systeme erobert – und dabei auch russische Soldaten als Kriegsgefangene abgeführt. Kein einziger ukrainischer Soldat war in der Gefahrenzone.“

Mir geht es nicht nur ums Gewinnen und wenig eigene Soldaten zu verlieren. Es geht mir auch um weniger zivile Schäden. Solange Angriffsdrohnen sehr viel billiger als Abfangdrohnen sind, lädt das ja nun zu gegenseitigen Übergriffen aufs Hinterland von Militäranlagen, Industriestandorten und am Ende auch Wohngebieten ein.

Hätten wir nicht zu teure Drohnenabwehrschwärme, die mit jeder Angriffstechnik klar kommen, dann könnten diese dafür sorgen, dass da nichts mehr durchkommt. Wer diese Abwehrschlacht dann mangels Masse verliert, verliert auch den Krieg, und kann aufgeben.

So könnte ein Krieg auch mit einer finalen Drohnenschlacht schnell eskalieren und noch viel schneller ein Ende finden. Mit recht wenig menschlichen Opfern und umso mehr Elektroschrott.

Das wäre doch was.

Zumal ein „totalen Krieg“ mit immer umfangreicheren zivilen Zerstörungen recht logisch auch mit ersten Atomwaffeneinsätzen weitergeführt werden könnte.

Wer nun die finale Drohnenschlacht verliert, kann dann nun auch aufgeben. Insbesondere wenn das mit hinnehmbaren Friedensangeboten einhergeht. Und genug Zeit für den Gegner, sich das zu überlegen, ohne auf die Idee zu kommen, es mit Atomwaffen zu probieren.

Wer die Drohnenschlacht gewonnen hat, braucht sich jedenfalls nicht mehr beeilen, und kann entspannt abwarten, bis der Gegner sich entschieden hat. Und der kann dann auch nicht mehr viel machen, nur eben doch noch sehr viel eigene Federn zu lassen, wenn er nicht aufgibt, obwohl er längst verloren hat.

@Realo 22.09. 21:24

„Einige „schwarze Löcher“ in Hochhäuser, für die Betroffenen sicherlich ein Problem, aber z.B. verglichen mit Gaza, fast nicht der Rede wert…. „

Soweit die Fernsehbilder. Gaza ist aber wirklich 100, wenn nicht 1000 mal kleiner als die Ukraine. Entsprechend dichter auch die Zerstörungen. Drohnen sind meist eher von geringer Sprengkraft, dafür aber zuweilen sehr zielgenau. Was Netanjahu in Gaza angerichtet hat, ist dann aber auch extrem. Als wollte er die Palästinenser ganz vertreiben und auf den eigentlich sehr interessanten Küstengrundstücken Hotels bauen lassen.

„Da legt man besonderen Wert auf „einheitliche Vorgaben“, auch so etwas wie „Normung“ und „Systematik“ sind wichtig um ein „betriebliches Chaos“ zu vermeiden….“

Ertmal nur überlegen, was man denn sinnvollerweise bauen könnte, ist natürlich was anderes, als es dann tatsächlich zu bauen. Beides hat da seine Herausforderungen.



Kommentar vom 22.09.2026 17:22
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-61-die-cdu-csu-am-rechtsmimetischen-abgrund-die-fdp-schon-einen-schritt-weiter/#comment-217801

@Realo 22.09. 11:27

„Trump und Putin fühlen sich besonders ihrer eigenen Heimat verpflichtet. Das ist ihre Gemeinsamkeit. Auch ich fühle mich besonders meiner Heimat verpflichtet, aber bei „Raubzügen“ würde ich, nach den Erfahrungen die meine Eltern gemacht haben, nicht mitmachen….. „

Wie bitte? Beide ruinieren auch ihre eigenen Länder. Wo sind denn wir oder die Ukraine am Räubern? Trump ignoriert die Klimakrise, anstatt sich der echten Herausforderung auch der US-Amerikanischen Energiewende zu stellen. Und Putin sowieso.

Aber Putin verheizt auch noch völlig sinnlos seine eigenen Soldaten. Wofür eigentlich? Außer Sonnenblumen, Weizen und anderen Landwirtschaftlichen Produkten ist in der Ukraine nicht viel zu holen. Wovon Russland selber weit mehr als genug von hat.

„Die Russen der Ostukraine wollen, genau so ihre Unabhängigkeit von der Ukraine, wie die Ukrainer ihre Unabhängigkeit von Russland gewünscht und auch bekommen haben…. Es wäre besser gewesen, wenn die Ukrainer dies freiwillig den Russen gewährt hätten, wie auch umgekehrt…. „

Welche Verwaltung gibt schon freiwillig seine Zuständigkeiten ab? Da ist die Ukraine nicht alleine mit. Immerhin hatte doch Putins Intervention 2014 den gewünschten Erfolg. Und wir im Westen haben doch gesehen, dass das in dem Ausmaß für uns noch akzeptabel ist.

Offenbar hat das Putin als Schwäche angesehen, und dachte, dann kann er ja machen was er will. Und sich auch noch den ganzen ehemaligen Warschauerpakt wiederholen.

Das machen wir eben nicht mehr mit. Wir stehen zu unserem Bündnispartnern. Und entsprechend umfangreiche defensive Drohnenstreitkräfte könnten das Problem möglicherweise lösen.

Derweil dabei die globale Energiewende hinter ihren technischen Möglichkeiten weit zurückbleibt. Überhaupt dürften alle fossilen Konzerne es durchaus begrüßen, wie hier mit dem Geld Krieg geführt wird, das eigentlich für die Förderung von Grüner Technik zur Verfügung stände. Nun gut, dann muss es eben billiger gehen. Was nicht schneller geht, aber eben auch funktionieren kann.

Die Grüne Technik wird zusehends sowieso immer billiger, und muss schon auf manchen Gebieten mit bürokratischen Hindernissen verschleppt werden, aktuell insbesondere bei Netzspeichern.



Kommentar vom 22.09.2026 14:03
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/warum-kanada-mitglied-der-europaeischen-union-eu-werden-sollte/#comment-217784

@Michael 22.09. 00:13

„Gib mir ein Signal, wenn Du von seiner Täter – Opfer – Umkehr genug hast und wieder echte Dialoge führen willst.“

Wenigstens finde ich das Thema immer wieder interessant. Zumal auch eine atomare Eskalation nun von der Wahrscheinlichkeit her etwas größer ist als Null. Entsprechend fände ich es wesentlich sicherer, wenn wir defensive Drohnenschwärme entwickeln und an die Ukraine liefern. Und keine Riesenmengen von Angriffsdrohnen, die dann ganze Städte verwüsten.

Das setzt natürlich die technische Machbarkeit voraus. Drohnen, die Drohnen und Raketen erfolgreich und nachhaltig abschießen, sind da eine andere Herausforderung.

@Realo

Gerne lesen würde ich von Ihnen öfter mal was wirklich Neues. Lassen Sie sich doch da mal mehr einfallen.



Kommentar vom 21.09.2026 23:53
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/warum-kanada-mitglied-der-europaeischen-union-eu-werden-sollte/#comment-217756

@Realo 21.09. 08:55

„Die Ukrainer und die Nato sind davon ausgegangen, dass aus „traditioneller Sicht“ in Russland eine neue Führungsschicht installiert wird und über die Bodenschätze praktisch das Ukraine- Westkapital verfügt.“

Wenn wir jetzt versucht hätten, eine echte Demokratie in Russland zu etablieren, würde Ihre Aussage Sinn machen. Wir haben es aber nicht versucht. Und bis zum aktuellen Angriff 2022 auch noch jede Menge Gas in Russland gerne eingekauft. Unvernünftigerweise, wie es sich leider inzwischen entwickelt hat, hat das diesen Krieg überhaupt erst ermöglicht.

„ob nur „Drohnenspielzeug“ eine Rolle spielen wird, das ist die Frage?“

Bodentruppen muss es leider auch noch geben. Wenn wir aber nur die Ukraine vor Drohnen und Raketen schützen, da reichen offenbar die Drohnen für. Wenn wir sie denn hätten. Es ist derzeit sicherlich noch unklar, wie teuer solche Drohnen dann sind, und nicht sehr viel teurer sind, als die russischen Angriffsdrohnen und Raketen, die sie abschießen sollen.

Aktuell scheinen mit der Drohnentechnik Angriffe auf das Hinterland viel einfacher und damit billiger als Drohnen zu sein, die Drohnen erfolgreich abschießen können. Das provoziert ja gerade zu, hauptsächlich Angriffe zu fliegen und jede Menge zivile Ziele anzugreifen. Auf beiden Seiten.

Der Ideale Krieg der Zukunft wären in der Tat Drohnenschwärme, die effektiv feindliche Drohnen und Raketen so ziemlich komplett abfangen können. Wer diese Drohnenschlachten dann deutlich verliert, muss eben aufgeben. Die Soldaten in den Schützengräben bräuchten dann so viele gar nicht mehr zu sein.

Insbesondere kommt es dann überhaupt nicht mehr auf die Leidensfähigkeit an. Wer sehr viel mehr Geld hat, wird dann gewinnen. Ein ganz dickes Plus für uns in der EU.

Für mich sind das echt auch menschliche Kriegsperspektiven.

„Trump will vermutlich, dass sich die Perser die „Vernichtung Israels“ aus dem Kopf schlagen, mit ihren „Vernichtungsdrohungen“ gegen Israel aufhören, auch weil ein Atomschlag gegen Israel praktisch für Persien purer Selbstmord wäre….“

Der Iran hat aber noch keine Atomwaffen. Offenbar aber genug Billigdrohnen, um den persischen Golf und das Rote Meer zu blockieren. Genug, dass selbst die hochgerüstete US-Armee da derzeit nichts Wirksames dagegen hat. Die Patriotraketen sind zwar durchaus wirksam, nur leider um mehrere Größenordnungen viel zu teuer.

Wir brauchen dringend was Billigeres. Das wäre hunderte von Milliarden Euros Wert.



Kommentar vom 21.09.2026 14:53
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/warum-kanada-mitglied-der-europaeischen-union-eu-werden-sollte/#comment-217719

@Realo 21.09. 09:17

„verbunden mit bester Roboter- und KI Technik angeregt, sie könnte vielleicht die ganze Welt in eine bessere Zukunft führen…..“

Und ganz akut brauchen wir wohl defensive KI-Drohnen. Mit einem europäischem Budget von 500 Mrd Euro könnte das doch möglich werden.

Dann kann die Ukraine einfach alles abschießen, das aus Russland rüber kommt. Und Putin kann es dann sein lassen, es bringt einfach dann gar nix mehr.

Und sich damit abfinden, dass die Westukraine demokratisch bleibt. Das könnte dann eine Exitstrategie aus diesem so überflüssigem Konflikt sein.



Kommentar vom 21.09.2026 14:37
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/warum-kanada-mitglied-der-europaeischen-union-eu-werden-sollte/#comment-217718

@Realo 21.09. 09:17

„Wegen ihrer dünnen Besiedelung wären sie von einem Atomkrieg auch noch wesentlich weniger betroffen als Europa….“

250 Europäische Atombomben würden dann dennoch alle russischen Städte vernichten können. 500 braucht das noch nicht mal.

„Die Russen brauchen ihre Unabhängigkeit und freie internationale Handelswege, alles andere haben sie im Überfluss.“

Dafür hat doch der Feldzug von 2014 vollkommen ausgereicht. Und genau dafür hatten wir im Westen durchaus Verständnis. Der Aktuelle Krieg zielt aber nur auf die Vernichtung der ukrainischen Demokratie. Und weil das sehr absehbar ist, dass das mit Finnland und dem Baltikum weitergeht, liefern wir eben Waffen.

Und investieren hoffentlich genug in insbesondere defensive Drohnentechnik.

„Trump will, angesichts der Situation, ehrlich Frieden auf der ganzen Welt und faire Deals. Dafür setzt er sich ein und ich nehme es ihm ab….“

Können Sie mir mal helfen, und mir erklären, was diese Pleite am Persischen Golf und inzwischen auch im Roten Meer jetzt werden soll? Was hat hier Trump geplant, was will er erreichen, und wie geht es da jetzt weiter?



Kommentar vom 20.09.2026 23:09
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/warum-kanada-mitglied-der-europaeischen-union-eu-werden-sollte/#comment-217675

@Realo 20.09. 19:37

„Die Nato mit rund 1 Milliarde Menschen würde sich natürlich nach Osten um die rund 150 Millionen Russen, besser gesagt um deren Bodenschätze, erweitern.“

Wir wollten eben nicht tatenlos zusehen, wie Russland die ukrainische Demokratie platt macht. Und dann mit Finnland und dem Baltikum gleich weiter macht.

Wir haben gerne russische Bodenschätze gekauft, auch schön billiges Gas. Und haben genau damit Putins Kriegszug überhaupt erst ermöglicht. Das war unserer Fehler.

Die Gefahr, dass Putin noch Atomwaffen einsetzt, ist in der Tat größer als Null. Aber uns einfach ausliefern ist dennoch für mich keine Option.

Die USA haben auch weder im Vietnamkrieg, noch im Irak und auch nicht in Afghanistan Atomwaffen eingesetzt. Und tun es auch jetzt im Iran auch nicht.

Eine Aufstockung der französischen und britischen Atomwaffen wäre allerdings dennoch inzwischen eine sehr gute Idee. Defensive Drohnentechnik halte ich allerdings als allerwichtigstes militärisches Projekt.

Wenn Putins Drohnen und Raketen erfolgreich abgeschossen werden könnten, dann kann Putin einpacken. Dann kommt hier einfach nicht mehr viel durch. Da geht des lang, würde ich sagen.

Wenn wir das mal haben, können wir das auch an die USA verkaufen. Vielleicht kann ja dann damit die US-Armee den persischen Golf und das Rote Meer wieder freikämpfen. Das würde dann jedenfalls mehr als die halbe Welt sehr begrüßen.

Noch sind wir auf Öl und Gas angewiesen. Entsprechend ist das ein weiteres Argument, die Energiewende so schnell wie es geht fortzusetzen.

Putin kann jeder Zeit diesen Krieg wieder einstellen, so wie das aussieht. Ich denke nicht, dass wir da dann noch nachsetzten werden. Mit Drohnenaufrüstung weitermachen allerdings wäre durchaus angebracht. Von den USA unabhängig sein wäre nebenbei immer eine gute Idee.

Die sollen mal erstmal in die eigene Energiewende investieren, und dafür dann mal weniger Aufrüsten.

Und nach Möglichkeit sollten auch wir nichts mehr in Russland einkaufen, am besten wirklich gar nichts mehr. Sonst geht das Spielchen in 5 Jahren dann doch wieder in die nächste Runde. Wirklich nachhaltig wären dann auch endlich verfallende Öl- und Gasweltmarktpreise, dann verdient auch Putin mit dem Export in Drittländer nicht mehr genug, um hier den Krieg gegen uns in einer neuen Runde wieder aufzunehmen.



Kommentar vom 20.09.2026 15:28
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/warum-kanada-mitglied-der-europaeischen-union-eu-werden-sollte/#comment-217639

@NI 20.09. 12:32

„...dann werden die USA die Nato-Exit Karte ziehen und dann ………Wollen wir nicht hoffen.“

Gefühlt hat Trump das doch längst getan. Zumindest kann sich Putin längst die Hoffnung machen, dass er seinen Ukrainekrieg doch noch gewinnt, wenn Trump hier ganz aussteigt.

Wäre Trumps Haltung hier zweifelsfrei proeuropäisch, hätte Putin längst seinen Krieg aufgegeben, vermute ich mal.

Andererseits, wenn es militärtechnisch ganz in Richtung Drohnenstreitmacht geht, dann ist das Problem sogar für uns überschaubar. Wir investieren gerade sowieso neu in unsere Verteidigungsfähigkeiten, hoffentlich eben gleich in hochfunktionale Drohnentechnik.

Die wir praktischerweise gleich von der Ukraine testen lassen können. Und alles, was binnen Monaten zu veralten droht, können wir ebenso komplett der Ukraine liefern.

Für unsere Sicherheit zählen einerseits eigene Drohnenvorräte, und ganz prominent umfangreiche eigene Entwicklungs- und Produktionskapazitäten.

Die USA kann man sich auch ganz wegdenken, es könnte ohne sie gehen.

Insbesondere Drohnen, die feindliche Drohnen kostengünstig abwehren können, wären sehr von Vorteil. Ein Schwerpunkt auf gegenseitige Angriffe bis ins Hinterland eher weniger.

Wer hier leidensfähiger ist, ist dann im Vorteil. Und gegenseitige Angriffe könnte Putin auch mit Atomwaffen fortsetzen. Wenn Putins Drohnen einfach nicht mehr im Ziel ankommen, kann Putin das dann auch ganz sein lassen. Das wäre dann echt naheliegend.



Kommentar vom 19.09.2026 23:22
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/warum-kanada-mitglied-der-europaeischen-union-eu-werden-sollte/#comment-217564

@Michael 19.09. 20:28

„..auch ich habe die begründete Hoffnung, dass die Region Stuttgart & das Ruhrgebiet das post-fossile Zeug dazu haben, zu dynamischen Solarpunk-Arche-Regionen zu werden.“

Wie viel eine Region in der Bilanz der Demografie und Zu- und Abwanderung wachsen muss, konstant bleibt oder sogar leicht schrumpfen kann ist keine einfache Sache. Das scheint mir recht vielfältig zu sein.

Mehr Binnennachfrage gibt es auch, wenn die Verbraucher gut verdienen oder eben umfangreich in die Energiewende investiert wird. Oder wenn viel richtig billiges Bauland von den Kommunen zur Verfügung gestellt wird und die Bauvorschriften nicht ausufern.

Auch einige Jahre mit viel Aufrüstung schaffen jede Menge zusätzliche Arbeitsplätze, wenn das Geld dafür eher von den Vermögenden kommt. Ob nun geliehen oder per Vermögenssteuern eingezogen. Das macht im Effekt keinen Unterschied, nur ersteres verschuldet den Staat, und die Vermögensteuern müssten von späteren Generationen eingetrieben werden.

Auch das Ruhrgebiet musste mit dem Ende von Kohle und Stahl sich neu erfinden. Insbesondere Dortmund hat das sehr gut hinbekommen, und ganz explizit jede Menge Bauland ausgewiesen, um gerade solventere Bürger in der Stadt zu halten bzw. noch welche zu gewinnen. Die zahlen jetzt hier ihre Einkommensteuer.

Und zugleich ist der Wohnungsmarkt nur wenig angespannt, was es sich hier deswegen auch für eher Ärmere gut leben lässt. Und den Leuten bleibt dann auch mehr Geld, die sie für was Anderes ausgeben können. Auch das ist dicke Binnennachfrage.

Es gibt hier freilich auch Duisburg, Gelsenkirchen und Hagen, da macht sich eher Verfall breit, inclusive höherer Wahlergebnissen für die AfD.

Überhaupt wächst allerdings das ganze Ruhrgebiet nicht so wie etwa BW.

Felo.ai sagt:

„Zwischen 1970 und 2025 ist die Bevölkerung Baden-Württembergs von etwa 9 Millionen auf rund 11,24 Millionen Menschen gewachsen – ein Zuwachs von mehr als 20 Prozent.“

„Die Bevölkerung Nordrhein-Westfalens wuchs zwischen 1970 und 2025 von etwa 17,2 Millionen auf rund 18,0 Millionen Menschen – ein Zuwachs von weniger als 5 Prozent.“

Ich kenn selber einige Leute, die es nach der Uni nach BW verschlagen hat.

Aber wie gesagt, wenn die Wohnungsnot das Leben schwer macht, dann ist das nicht mehr gut. Gerade wenn die Baulandpreise zu hoch sind, dann werden die hohen Mieteinnahmen eben nicht gleich in Neubauprojekte investiert. Das sind jetzt auch Argumente, die das Leben von Mietern dann doch nicht wirklich fördern. Zugleich freut es natürlich die Vermieter.

Und wie gesagt, auch die Investitionen in die Energiewende wie auch eine Familienförderung, die von Vermögenden finanziert wird, kann die Binnennachfrage erheblich erhöhen. Bevölkerungswachstum ist nur eine Möglichkeit, wie das freilich auch ginge.

Ich bin mitten im Ruhrgebiet aufgewachsen, und musste erleben, wie rund um meinen Wohnort immer und immer mehr alles zugebaut wurde. Deswegen ist mir das nicht unbedingt die allerbeste Option. Nun gut, ich wohne jetzt hier auch ganz gut in der Innenstadt, zumal ich auch in Minuten in einem großen Park bin, und der Dortmund-Ems-Kanal und ein größeres Waldgebiet sind in Fahrradnähe.

Überhaupt ist Dortmund eher aufgelockert bebaut, mit viel Grün dazwischen. Auch weil hier so viele ehemalige Industrieflächen frei geworden sind, nicht nur für neues Gewerbe, auch für Wohnungen und zusätzliches Grün.



Kommentar vom 19.09.2026 15:48
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/warum-kanada-mitglied-der-europaeischen-union-eu-werden-sollte/#comment-217525

@Michael 19.09. 14:30

„In Berlin fotografierte ich in der Nähe des Hauptbahnhofs an der Spree erst am Montag einen „Solarpunk Cities“-Aufkleber.“

Mit Berlin als Stadt kenne ich mich nicht so aus. Da bin ich nie gewesen. Aber Stuttgart und Dortmund liegen in BW und NRW, jeweils von Grünschwarz und Schwarzgrün regiert. Und das ganz gut, so wie das aussieht. Mehr Länderkompetenzen wären da gut.

Zumal man hier im Ruhrgebiet zwischen den einzelnen Städten recht mobil ist. Die Wohnungsnot hält sich hier in Grenzen, im Gegensatz etwa zu Köln, Düsseldorf oder Münster. Und Neugebaut und Renoviert wird dennoch.



Kommentar vom 19.09.2026 14:03
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/warum-kanada-mitglied-der-europaeischen-union-eu-werden-sollte/

@Michael 19.09. 10:36

„Geografie und Kartenliebe, Geschichte und Recht – was will mensch mehr!?“

Was mir am europäischen Projekt so gefällt, ist dass auch die Bundesländer mehr Gewicht bekommen können, und die Bundespolitik Zuständigkeiten an die EU und die Bundesländer abgeben kann. Ebenso in anderen größeren Mitgliedsstaaten.

Das dürfte helfen, die Lobbykorruption zu reduzieren, aber auch mehr Vielfalt mit sich bringen. Man kann dann auch das Bundesland wechseln, wenn es einem woanders besser gefällt. Und Konkurrenz wiederum fördert bekanntlich die Geschäfte.

So ist dann auch eine funktionierende Flüchtlingspolitik möglich, wenn jede Kommune selber entscheiden darf, wie viele Zuwanderer von außerhalb der EU aufnehmen will, und die EU dafür sorgt, dass auch genau soviele dann auch einreisen können.

Der Bund kann alleine die Zuwanderung nicht hinreichend kontrollieren, und wer wieviele neue Einwanderer gebrauchen kann und will, entscheidet sich m.E. in den Kommunen.



Kommentar vom 18.09.2026 23:52
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/warum-kanada-mitglied-der-europaeischen-union-eu-werden-sollte/#comment-217467

@Hauptartikel

Wenn Trump mit der Energiewende und der Verteidigung Europas nichts mehr zu tun haben will, macht es Sinn, um ihn herum eben zusammenzuarbeiten.

Zumal sich Trump grundsätzlich unberechenbar verhält, da kann man nichts anderes machen, als auf Distanz zu gehen.

Ein schneller Beitritt Kanadas wäre vermutlich auch so wichtig nicht. Aber Zusammenarbeit gerne sofort schon. Soweit es da Konvergenzen gibt, auf jeden Fall.

Ich hab auch keine Ahnung, was jetzt Trump mit dem Iran weiter vor hat. Und schon gar nicht, was wir in Europa da denn konkret militärisch beitragen sollen. Wir haben doch praktisch keinerlei mobile Kräfte, die da nennenswert mitmischen könnten.

Wir können uns nur selber verteidigen, was Anderes hatten wir schon ziemlich lange nicht mehr vor.



Kommentar vom 17.09.2026 22:50
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/menschenwuerde-freiheit-zeit-jeanne-herschs-begruendung-der-menschenwuerde/#comment-217412

@Michael 17.09. 08:47

„Entsprechend habe ich bisher auch bewusst auf Rücktrittsforderungen verzichtet.“

Als Merz Kanzler wurde, fand ich das erst mal gut, weil ich es ihm am ehesten zugetraut hätte, das er es schafft, Trump in der Nato zu halten.

Inzwischen scheint das leider gelaufen zu sein. Und zugleich braucht es sowieso eine völlig neue Waffengattung, derweil die US-Armee anscheinend längst veraltet ist.

Da können und müssen wir jetzt gleich einsteigen. Also Entwicklungs- und Herstellungskapazitäten wirklich massiv aufbauen, und unsere Massenproduktion von Drohnen aller Art in der Ukraine im Realeinsatz testen, uns Vorräte von diesen Drohnen anlegen und zugleich alles an die Ukraine liefern, was innerhalb von Jahren oder sogar Monaten sowieso auch wieder veraltet wäre.

Das hilft gleich der Ukraine, und trägt zum Verschleiß von Putins Truppe bei.

Und derweil dann gleich mit immer weiter entwickelter Drohnentechnik weitermachen. Das Modernste hätten wir dann selber, und können das bei Bedarf noch akut in der Menge aufstocken.

Offenbar kann Trump bleiben wo er will. Mit so viel Chaos kann man nicht zusammenarbeiten, das geht überhaupt nicht. Dass sich Kanada da jetzt der EU zuwendet, ist echt nachvollziehbar. Und eine europäische IT-Autonomie ist eine sehr gute Idee. Praktischerweise in Opensource und in Zusammenarbeit mit dem Rest der Welt, die da auch gerne dran teilhaben würden. Das wäre mal wirklich wirksame Entwicklungshilfe, die uns nicht mal zusätzlich was kostet. Im Gegenteil, die könnte da sogar wichtige Beiträge leisten.

IT-Konzerne in China und den USA sind nicht die Welt. Angesichts von immer mehr KI, die auch gut programmieren kann, würde genau so ein Projekt jetzt mal Zeit.

Das Unwesen mit den derzeitigen algorithmischen Plattformen kann dann hoffentlich auch mal verebben.



Kommentar vom 17.09.2026 13:48
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/meine-wahlanalyse-sachsen-anhalt-demografie-publikative-rechtsmimesis/#comment-217392

@Michael 17.09. 00:37

„Ein möglichst großer und sicherer EU-Binnenmarkt mit wertvollen Rohstoffen und Recycling kann ein Königsweg in eine post-fossile Kreislaufwirtschaft sein.“

Überhaupt können die mit der Energiewende einhergehenden Investitionen die demografische Investitionskrise entschärfen helfen.

Die Rolle von Investitionen für Wirtschaft und Arbeitsmarkt liegt letztlich auch darin, das die Kapitalwerte neue Anlagemöglichkeiten finden und so dieses angesammelte Geld in die Kreisläufe zurückfließt.

Mehr Kinder schaffen genau das auch. Wie eben Investitionen in Grüne Technik. Aber auch Zuwanderung schafft auf jeden Fall Neubaubedarf, und regt entsprechende Investitionen an.

Wenn es da überall hakt, wären höhere Kapitalertrags-, Vermögens- und Erbschaftssteuern aber durchaus eine Lösung des Problems von übermäßigem Kapital, das nicht mehr hinreichend Möglichkeiten findet, neu angelegt zu werden.

Natürlich kann sich der Staat dieses überschüssige Geld einfach leihen. Und das macht er längst ausgiebig. Das funktioniert aber nur kurzfristig, schon nur noch in Maßen auch mittelfristig, aber keinesfalls langfristig. Die anfallenden Zinslasten verstärken schließlich über viele Jahre immer mehr das Problem.

Aber entsprechende Kapitalsteuern kann man auch später immer noch einführen, das muss gar nicht jetzt passieren. Im Moment haben wir so viel sehr akuten Aufrüstungsbedarf, dass diese Aufwendungen ausreichen, das überschüssige Kapital zu binden.

Und eben auch noch die Energiewende, die braucht auch Kapital, und wenn man es geschickt anstellt, überwiegend als nichtstaatliche Investitionen. Der Staat muss hier nur Fördern, und das nicht mal nur mit Geld, die richtigen Rahmenbedingungen wären schon sehr wirksam.

Insbesondere Baugenehmigungen z.B. für Windräder oder angemessene Durchleitungsgebühren für einen ausgiebigen PV-Stromhandel innerhalb von Siedlungen. Und Anreize für Kurzfristspeicher direkt an den PV-Anlagen und Windrädern. Das kostet alles keine Steuergelder, das führt aber eben zu umfangreichen privaten Investitionen. Die uns dann immer unabhängiger machen.

Und angesichts des üppigen deutschen Außenhandelsüberschuss macht es auch erstmal wenig, wenn wir viele Komponenten dafür zunächst noch in China einkaufen müssen. Im Gegenteil, wir hätten gar nicht die Arbeitskräfte, das alles selber herzustellen. Die Installation der Anlagen vor Ort ist schon ein wesentlicher Teil des Umsatzes damit.

Europa hat freilich nicht diesen Außenhandelsüberschuss. Entsprechend macht es viel Sinn, die chinesischen Hersteller der Grünen Technik zu motivieren, für den europäischen Markt auch z.B. in Osteuropa zu produzieren.



Kommentar vom 16.09.2026 23:14
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/meine-wahlanalyse-sachsen-anhalt-demografie-publikative-rechtsmimesis/#comment-217352

@Michael 16.09. 21:36 / Felo.ai

„Die demografisch erwartete Abnahme der Erwerbsbevölkerung macht dabei Maßnahmen zur Stabilisierung von Erwerbsarbeit und Arbeitsvolumen besonders relevant.“

So eindeutig ist das doch gar nicht. Eine tatsächlich schrumpfende Bevölkerung führt nicht nur später zu Arbeitskräftemangel, sondern akut zunächst mal in eine Nachfragekrise. Das müsste sich doch eigentlich gegenseitig aufheben können?

Nur wenn die speziellen Fähigkeiten der potentiellen Arbeitnehmer nicht zur Nachfrage passen, dann wird das zum Problem. Wenn etwa die Bauwirtschaft stark reduziert wird, aber die Bauarbeiter eben nicht für die Altenpflege erfolgreich umgeschult werden können.

Ähnliches passiert, wenn man die geburtenbedingte Schrumpfung komplett mit Einwanderern ausgleicht. Auch die übernehmen gleichzeitig Arbeitsaufgaben und sorgen auch für aktuelle Nachfrage. Auch da kommt es darauf an, wieweit die speziellen Qualifikationen zur Nachfrage des aktuellen Arbeitsmarktes passt.

Und gerade mit der 2. Generation der Einwanderer passiert öfter nichts gutes, und die erreichen eher gar nicht gute Bildungsabschlüsse. Das kann da durchaus auch zu einiges an Arbeitslosigkeit führen, während gleichzeitig woanders Leute fehlen.

Das ist alles gar nicht so einfach. Wenn man hier guckt, dass die potentiellen Arbeitslosen viel früher und gezielter qualifiziert werden, kann das dann langfristig sehr hilfreich sein.

Und wenn es „nur“ am Geld fehlt, aber gar nicht an den Menschen mangelt, dann empfehle ich immer gerne Kapitalertrags-, Vermögens- und Erbschaftssteuern. Das schafft gleich jede Menge neue Nachfrage. In Zeiten, wo die fehlt, kann das sehr hilfreich werden. Meine ich.

Und auch eine beherzte Familienförderung schafft doch schon sofort Nachfrage, selbst wenn sie selbst noch gar nicht sofort zu mehr Kindern führt. Die Entscheidung für Kinder ist ein persönliches und eher langfristiges Projekt, das braucht in jedem Fall seine Zeit.

Verschwendung weglassen kann aber auch generell immer Sinn machen. Ist das wirklich mal erfolgreich, kann man zur Not einfach die Arbeitszeiten reduzieren.



Kommentar vom 16.09.2026 16:11
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimetische-abhaengigkeiten-drogen-fossile-gewaltenergien-algorithmische-konzernmedien-verschwoerungsmythen/#comment-217325

@Realo 16.09. 09:50

„Sie sind sehr misstrauisch gegenüber „Kapitalisten und Unternehmer“. War ich ehemals in meiner eher „sehr linken“ 68er WG auch. Sehe es aber heute wesentlich differenzierter.“

Ich sehe das auch sehr differenziert. Aber speziell Microsoft hat hier den Vogel wirklich abgeschossen. Wenn Bill Gates in der Hölle landet, dann muss er vermutlich 20 Millionen Jahre lang Windows neu installieren, um seine Schuld gegenüber seinen abgenervten Kunden abzutragen.

Ich verstehe das bis heute nicht, wieso Macintosh nicht einfach Billigversionen von seinen professionellen Betriebssystemen angeboten hat. Und dieses Feld dem Unwesen von Windows überlassen hat. Profitiert haben davon vor allem die Hardwarehersteller, indem man für immer den gleichen Mist ständig schnellere Rechner brauchte.

Immerhin war die grauenhafte Mangelhaftigkeit von Windows wenigstens der Anlass, Linux zu entwickeln.



Kommentar vom 15.09.2026 23:43
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimetische-abhaengigkeiten-drogen-fossile-gewaltenergien-algorithmische-konzernmedien-verschwoerungsmythen/#comment-217271

@Realo 15.09. 10:59 / 15:38

„Jetzt in der Pension, nutze ich zwar Windows, aber außer dem Virenscanner nur offene Software. Es wäre mir einfach zu teuer und ich spare gerne…..“

Solange keine neuen Lizenzgebühren bzw. auch keine neue Windowsversion fällig wird, geht es ja noch. Und der eigene Rechner damit dann noch klar kommt. Allerdings kostet der Virenscanner doch schon wieder 30 Euro im Jahr. Vor über 10 Jahren jedenfalls, vermutlich heute noch viel mehr.

Ich benutze seit über 10 Jahren Linuxmint, inzwischen die 3. Installation. Und mein sehr alter Rechner kommt da immer noch mit klar. Linux braucht viel weniger Speicher und weniger Rechnerleistung. Für ein aktuelles Windows bräuchte ich einen komplett neuen Rechner.

Ich habe auch mal jemand anderen beigebracht, wie man Linux als Livesystem nutzen kann. Einfach die DVD einlegen und neu Starten, und ein wenig Geduld haben. Und das lief bei dem auf einem 15 Jahre altem Rechner, wo auch noch die Festplatte kaputt war. Das Linuxbetriebssystem kommt mit dem Arbeitsspeicher komplett aus, zum Daten dauerhaft speichern reicht der USB-Stick.

„Ich meine, dass die KI Konzerne, deren „Frontmänner“, ernsthaft die Welt verbessern wollen. Jetzt sind sie, auch E. Musk, vor die Medien getreten und haben fast weinerlich beklagt, dass sie fürchten, die KI könne entarten?“

Ich glaube denen kein Wort mehr. Ich vermute, denen passt das nicht, das die Nutzung von Sprachmodellen die Leute schlauer macht, und diese Systeme zur Integration möglichst aller Sichtweisen neigen. Und eben nicht zur Blasenbildung und Radikalisierung beitragen, wie es die sozialen Netzwerke so gut hinbekommen.

So lassen sich die Leute nachhaltig spalten, und keiner kommt auf die Idee, dass auch große Digitalkonzerne eigentlich auch mal Steuern zahlen sollten.

„Offene Software dürfte weniger angegriffen werden, weil es sich weniger lohnen dürfte. Von Leuten die sparen, ist kaum was zu holen….“

Offenbar ist aber Linux sicherer. Anscheinend gibt es viel mehr Leute, die Sicherheitslücken finden und beheben als Leute, die sie ausnutzen. Deswegen ist offene Software offenbar weniger angreifbar.

Und mit KI zum Aufspüren von Sicherheitslücken noch viel mehr weniger angreifbar.

Aber das Beste an Opensource ist neben einer umfangreichen Transparenz, dass man alles nur einmal programmieren muss, und dann aber richtig und richtig vernünftig. Und alles dann weiterentwickeln kann. So spart man ein Mehrfaches an Entwicklungsarbeit. Das dürfte so billig werden, das man um Größenordnungen weniger Geld in eine Förderung von Opensource ausgeben muss als jetzt an Lizenzgebühren für alle möglichen Anwendungen.

Und die ganze Welt kann mitmachen und in dann noch viel reicheren Angeboten sich kostenlos bedienen. Und je mehr KI beim Programmieren hilft, desto eher kann man inzwischen auch Offene Lösungen einfach neu entwickeln, obwohl es längst kommerzielle Software gibt, die das auch liefert. Aber eben teuer und intransparent.

„Es bleibt ihnen gar nichts anderes übrig, als die Entwicklung „zu bremsen“ um weitgehend sicher zu sein…..“

Mehr als mal Fehlinformationen kann wohl meistens nicht passieren. Bevorzugt auf Gebieten, die sowieso uneinheitlich in den Trainingsdaten ausfallen. Die Tendenz, dennoch eine gewisse Breite anzubieten, und auch mehrere mögliche Antworten gleichzeitig anzubieten, scheint mir inzwischen üblich zu sein. Zumindest bei felo.ai, das ich bevorzugt nutze.



Kommentar vom 15.09.2026 15:30
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/menschenwuerde-freiheit-zeit-jeanne-herschs-begruendung-der-menschenwuerde/#comment-217256

@Hauptartikel

„Sie liegt dort, wo die Vergangenheit, an der sich nichts mehr ändern läßt, in der Gegenwart der Entscheidung an die Möglichkeiten der Zukunft anknüpft, an der Schnittstelle zwischen Körper und Geist, zwischen dem Gegebenen und der Freiheit. Dort bildet sich die Einheit des menschlichen ‚Ich‘“

Die Frage nach der Natur der allgemeinen erlebbaren Gegenwart ist hier interessant. Es kommt uns stets so vor, als wenn wir alle gleichzeitig unterwegs wären. Zumindest unser Gehirn konstruiert uns stets unsere aktuelle Gegenwart, und das offenbar synchron zu allen Mitmenschen und sonstige biologischen oder inzwischen auch technischen Existenzen.

Als Bewusstsein wird dieses markant, wir erleben mit und sind zugleich aktive Mitspieler.

Vermutlich ist diese Gleichzeitigkeit auch ein Symptom eines allgemeinen kosmischen Bewusstseins, das alles umfasst und auch die substanzielle Existenz alles biologisch-pschologischen Geschehens überhaupt erst richtig ermöglicht.

Der Panpsychismus mag das schon ganz gut zu beschreiben. Ich vermute, wir sind auch Teil von Geisteswelten, die sich absolut gemeinsam durch die Zeiten bewegen. Und entsprechend sind wir überhaupt nicht einsam und alleine unterwegs.

Jedenfalls wird da so noch mehr draus, als nur ein selbstgesteuertes höheres Säugetier.

Die Bezüge zum Kosmischen eben. Und diese Bezüge beschäftigen uns doch schon seit der Steinzeit, nicht erst seit den alphabetischen Religionen.

Aber so oder so, in unserer grundlegenden Konstitution liegt auch eine Verantwortung gegenüber den möglichen Zukünften, die wir selbst verursachen und auch zu verantworten haben.

Letztlich haben wir umfangreiche Wissenschaften, die offenbar auch zur Gestaltung der Zukünfte taugen. Über die bloße Neugier hinaus machen wir sowas ja auch, um im Leben besser klar zu kommen. Und uns eine Welt einzurichten, die funktioniert, und nicht mehr oder weniger komplett den Bach runter geht.



Kommentar vom 15.09.2026 13:03
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/meine-wahlanalyse-sachsen-anhalt-demografie-publikative-rechtsmimesis/#comment-217247

@Michael 15.09. 00:12

„Eine schnelle Anschaffung von Abertausenden Drohnen verbietet sich aber auch, da die Teile schnell veralten – innerhalb weniger Monate können neue Modelle mit noch besseren Eigenschaften hinzukommen.“

Entwicklungsantrengungen und Produktionskapazitäten aufbauen, so auf maximal 10 Jahre geplant, dürften immer sinnvoll sein. Manche Komponenten werden länger aktuell sein, andere können einfach nachgerüstet werden, also Sensoren, Bewaffnung und vor allem Software.

Und wir können gleich ziemlich viel an die Ukraine liefern, die dann da sofort zum Einsatz kommen können. Das verschleißt schon mal den Gegner, und zugleich lernt man, wie man die Geräte effektiv einsetzt und wo Updates und Weiterentwicklung hin gehen müssen.

Hier kann man die eigene Aufrüstung und die Unterstützung der Ukraine effektiv gemeinsam angehen.

Das sind doch Perspektiven, scheint mir.

„Künftige Angreifer werden also auch bei Angriffsplänen gegen vermeintlich kleinere Armeen enorme Verluste einkalkulieren müssen.“

Das braucht viel Geld, aber wenig Personal, scheint mir. Und ein guter Teil des Personals muss nicht direkt im Feld an der Front vor Ort sein, und kann komfortabler weiter im Hinterland stationiert bleiben. Womöglich sogar im Homeoffice?

Kann ich da mit meinen 62 noch was beitragen?



Kommentar vom 14.09.2026 23:47
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/meine-wahlanalyse-sachsen-anhalt-demografie-publikative-rechtsmimesis/#comment-217202

@Drohnenschwärme

Wenn eine Drohne 10.000 Euro kostet, hat man für 1 Mrd Euro 100.000 Drohnen. Und wer mehr Geld hat, kann auch mehr Drohnen haben. Bei 1000 Mrd Euro also 1000 Drohnenschwärme mit jeweils 100.000 Drohnen.

Jetzt muss man die nur noch koordieren und bewaffnen. Möglichst mit einem Schwerpunkt auf Abwehr von gegnerischen Drohnen und Raketen.

Wenn dann Drohnen im Schwarm agieren, reichen schwache nicht weitreichende Funkwellen aus, dass dann jede Drohne im Schwarm genau weiß, wo genau sich alle anderen gerade aufhalten. Alle anderen sichtbaren Drohnen müssen also Gegnerische sein.

Die man dann vermutlich aus dem eigenen Schwarm heraus mit eingebauten Pistolen und einer guten Zielerfassung einfach auf einer Entfernung von um die 100 Metern abschießen kann.

Derweil wird so die Bahn frei, die möglichen Ziele am Boden anzugreifen.

Und alle Drohnen, die nicht beschädigt werden und noch genug Akkulaufzeit haben, können wieder landen, aufgeladen werden, aufmunitioniert werden und wieder starten. Insbesondere im defensiven Einsatz könnten die mehrmals täglich aufsteigen, und in Schwärmen alles abschießen, das in Reichweite kommt.

Wenn dann jeweils 10 % von den 100 mio Stück ständig in der Luft sind, wären das dann 10 mio Stück. Verteilt auf eine Frontlinie von 5000 km wären das dann pro Frontkilometer 2000 Stück oder 2 Stück pro meter oder 200 Stück pro 100 meter Front. Wenn die gut schießen können, könnte das sehr schwierig werden, da durch zu kommen. Schätze ich mal so.

Man kann auch Transportfugzeuge bauen, die die Drohen in Einsatznähe bringen. Wenn die 50 Tonnen Drohnen transportieren können, wären das 10.000 Stück, wenn eine 5 Kg wiegt. Und natürlich einfache Fahrzeuge. Bei 5 Tonnen Zuladung immerhin immer noch 1000 Drohnen pro Fuhre

Die 1000 Mrd Euro dafür dürfte in etwa reichen, und das wäre dann auch genau das, was wir in den nächsten Jahren für Aufrüstung ausgeben wollen.

Der aktuelle Stromverbrauch von 10 mio Drohnen wäre vielleicht 500 w pro Drohne, derweil sie wirklich in der Luft ist, insgesamt also 5 GW Leistung. Das sind um die 8 % der aktuellen Stromproduktion in Deutschland. Verteilt auf die 5000 km Frontlinie also durchaus auch machbar.



Kommentar vom 14.09.2026 16:40
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/meine-wahlanalyse-sachsen-anhalt-demografie-publikative-rechtsmimesis/#comment-217182

@Trump

Was hat der denn da jetzt noch vor? War das klar, dass er da nicht vorwärts kommt, oder hat er sich das alles nur viel einfacher vorgestellt, und kommt jetzt aus der Nummer nicht mehr raus?

Oder ist das jetzt ein Experiment für einen Nahen Osten ohne Öleinnahmen?



Kommentar vom 14.09.2026 16:25
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/meine-wahlanalyse-sachsen-anhalt-demografie-publikative-rechtsmimesis/#comment-217181

@Realo 14.09. 07:18

„Das Ami Motto an Europa und die Saudis lautet offensichtlich: Macht Eure „Drecksarbeit“ selber und steht nicht als „klugscheißende“ Ratgeber herum……“

Auf Trump war auch schon vor dem Irankrieg kein Verlass mehr. Und was der da jetzt noch vorhat, ist mir ziemlich unklar. Rein militärisch hätten wir nebenbei nicht so viel beizutragen.

Wir arbeiten ja hoffentlich intensiv an Kriegsdrohnen und vor allem deren kostengünstiger Abwehr. Wenn wir da mal was Einsatzfähiges hätten, könnten wir es freilich auch der US-Armee zur Verfügung stellen.

Auch wir haben wohl keine Lust auf so hohe Öl- und Gaspreise.



Kommentar vom 14.09.2026 14:28
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimetische-abhaengigkeiten-drogen-fossile-gewaltenergien-algorithmische-konzernmedien-verschwoerungsmythen/#comment-217172

@Realo 14.09. 08:37

„Es geht darum, dass auch KI Systeme „Verschwörungsmythen“ zum Opfer fallen könnten, sich einige System „verschwören“ und womöglich die Menschen z.B. mit Biowaffen bekämpfen könnten?“

Wo kann Sprachmodell-KI denn Handeln? Terroristen können sich per KI schlau machen, und etwa Biowaffen bauen. Aber geht das nicht auch mit Wikipedia und Fachbüchern?

Ich misstraue da viel eher den US-Digitalkonzernen. Womöglich mögen die es nicht, wenn sich die Leute schnell und gründlich und in Ruhe wirklich schlau machen. Und sich mit den asozialen Netzwerken immer mehr zurückhalten, um Desinformation und Hetze zu reduzieren.

Ich vermute, dass die Sprachmodelle von der Bauart schon zum dialogischen Monismus neigen, und Sachverhalte von allen Seiten in Ruhe betrachten um sich dann ein Fazit zu machen.

Das ganze konvergiert dann ganz von selber zu Vernunft. Das wäre eine unvermeidliche Emergenz, die man kaum abstellen kann. Mit genug Trainingsdaten hat die KI dann Sachverhalte „verstanden“.

Genau das Verstehen und den Verstand wollen diese Konzerne wohl eigentlich nicht?

Aber gut, wenn sich die großen Konzerne davon abwenden. Und das Feld kleineren Alternativen überlassen, bevor die Konzerne selber ihre KI so verbiegen, dass sie dieselbe Desinformation und Hetze wie in den asozialen Netzwerken verbreiten.

KI ist mir insofern gefährlich, wenn sie eben vollkommen intransparent ist. Als Offene Software dann aber wohl kaum. Ich glaube nicht, dass die von selber destruktiv wird, umso eher aber die großen Digitalkonzerne.



Kommentar vom 13.09.2026 23:44
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimetische-abhaengigkeiten-drogen-fossile-gewaltenergien-algorithmische-konzernmedien-verschwoerungsmythen/#comment-217123

@Uli Schoppe 13.09. 16:42

„Und wegen der gesamten baulichen Situation habe ich keine Möglichkeit ein Fahrzeug so abzustellen das ich eine Ladesteckdose nutzen könnte.“

Da habe ich auch schon mal überlegt, wie man bei mir hier E-Autos selber aufladen könnte. Wir haben hier einen ganzen Wohnblock mit an die 50 Häusern, die alle dem Spar- und Bauverein Dortmund gehören. Überall direkt an den Hauswänden ist der Bürgersteig, davor dann öffentliche Parkplätze, die insbesondere Nachts auch mal knapp sind.

Wie da Ladesteckdosen installieren? Man könnte zwischen Bürgersteig und Straße an der Bordsteinkante kleine Ladesäulen installieren, wo dann jedermann aufladen kann. Es kann Spar und Bau eigentlich egal sein, wer da wo gerade läd, wenn der Preis stimmt. Eine Leitung aus dem Keller neben der Ladesäule unter dem Bürgersteig hindurch bis zur Ladesäule hin zu verlegen, wäre ja recht einfach.

Eine eigene Säule reservieren könnte dagegen schwierig werden. Schließlich hat hier niemand einen Rechtsanspruch auf eine festen Parkplatz.

Je nachdem, wann es endlich mal möglich wird, dass die Genossenschaft die Dächer mit PV-Anlagen nutzt, wird man dann nach und nach immer mehr solche Ladesäulen anbieten können. Egal ob hier Bewohner oder nur Gäste laden wollen.

Man hat auch vor ein paar Jahren die Dächer alle neu gemacht, daran wird das hier jedenfalls auch nicht scheitern. Einfach alle Süddächer als erstes, dann auch Ost- und Westdächer, alles mit PV eindecken und im Keller eines jeden Hauses das ganze anschließen. Wo man schon mal dabei ist, kann man auch gleich im Keller einen passenden Speicher mit installieren, dann kann man auch rund um die Uhr je nach Bedarf einspeisen und hat keine Stromspitzen, die keiner abnehmen kann.

Dann braucht es nur noch vernünftige Regularien, wie die Einspeisevergütungen gestaltet sind. Man müsste mittags eher nur so um die 5 ct die Kwh bekommen, dafür aber abends und nachts eher um die 15 ct die kwh, damit es sich auch lohnt, die Speicher zu installieren. Und man müsste reduzierte Durchleitungsgebühren von z.B. 5 ct die Kwh nur zahlen müssen, wenn innerhalb von 100 Metern Entfernung der produzierte Strom dann abgenommen wird.

So wären wir mindestens 200 Tage im Jahr komplett versorgt, hätten genug ganz billige Ladesäulen anzubieten und könnten noch zusätzlich Überschüsse ins Netz liefern. Und auch im Winter müssten unserer Speicher in den Kellern nicht untätig sein, und könnten billigen Windstrom laden und in Dunkelflauten könnten wir dann eine Zeit lang davon zehren.

Auch könnten die E-Autos bidirektional angeschlossen werden, und beim Stromspeichern am Ende erheblich mithelfen.



Kommentar vom 13.09.2026 22:32
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/meine-wahlanalyse-sachsen-anhalt-demografie-publikative-rechtsmimesis/#comment-217118

@Michael 13.09. 15:29

„Millionenteure Panzer, Schiffe & Forts (ummauerte Stützpunkte) können inzwischen durch Drohnen & Drohnenschwärme für wenige Zehntausend Euro ausgeschaltet werden. Deren Verteidigung wird dadurch irrsinnig teuer.“

Ich kann das dennoch kaum glauben, dass hier die immense Feuerkraft der US-Armee nichts hilft.

Ein Punkt aber für uns in Europa: Gleich in den Drohnenkrieg investieren, wo wir sowieso dabei sind, umfangreich aufzurüsten. In Angriffspotentiale, aber vor allem um defensive Fähigkeiten, mit denen wir kostengünstig russische Angriffsdrohnen abschießen können.

Ein überwiegend angriffsbetonter Krieg auf beiden Seiten, wie derzeit in der Ukraine, ist ziemlich unangenehm. Wenn man im Hinterland militärische und zivile Ziele angreift, anstatt sich erstmal vor Angriffen zu schützen, weil ersteres billiger ist.

„Der Fossilismus zerstört sich gerade auf Basis fossiler Gewaltenergien in atemberaubendem Tempo selbst…“

Die steigenden Preise machen freilich die Grüne Technik im Vergleich dazu konkurrenzfähiger. Die steigenden Preise können aber auch das Geld binden, das man sonst in Grüne Technik investieren könnte. Insbesondere, wo man wirklich wenig Geld hat.

Ein Naher Osten ohne Öleinnahmen ist jetzt aber echt neu.



Kommentar vom 13.09.2026 15:02
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/meine-wahlanalyse-sachsen-anhalt-demografie-publikative-rechtsmimesis/

@Michael 13.09. 13:20

„Der neuerliche Ölpreis – Schock durch die US – saudische Niederlage am Bab al-Mandab lässt die Preise für Benzin & Diesel weiter explodieren.“

Was mich recht irritiert, ist dass der Iran inclusive Huthimiliz mit einer Handvoll Billigdrohnen den Schiffsverkehr blockieren kann, und die hochgerüstete zig-billionenteure US-Streitmacht da machtlos zugucken muss.

Oder will Trump selber die Konsequenz entsprechend hoher Öl- und Gaspreise?



Kommentar vom 13.09.2026 14:34
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimetische-abhaengigkeiten-drogen-fossile-gewaltenergien-algorithmische-konzernmedien-verschwoerungsmythen/#comment-217100

@Uli Schoppe 13.09. 13:26

„Ironischerweise verhindert bei mir das zB Heizen mit Strom die Investition in eine Wärmepumpe für die ich einen vernünftigen Standort hätte.“

Wenn du ein eigenes Dach hast, und da eine PV-Anlage mit passendem Speicher installierst, kannst Du doch den meisten Strom davon selber verbrauchen. Das müsste sich doch um so mehr lohnen, wenn Du mit Strom heizen musst. Und wenn Du eine eigene Ladesteckdose haben kannst, müsstest Du doch in vielleicht 5 Jahren dann doch noch ein E-Auto finanzieren können? Immerhin ist der meiste Ladestrom dann für Dich wirklich billig.

Und bidirektional angeschlossen kann das eigene E-Auto noch mal eine Menge eigenen Strom speichern. Und auch mit billigen Windstrom im Winter aufladen, um dann in teuren Dunkelflauten mit dem Speicher des E-Autos zu heizen. Bis der dann auch alle ist, aber immerhin lohnt sich das doch.



Kommentar vom 13.09.2026 00:14
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimetische-abhaengigkeiten-drogen-fossile-gewaltenergien-algorithmische-konzernmedien-verschwoerungsmythen/#comment-217065

@Uli Schoppe 12.09. 22:36

„Darum finde ich auch das hier immer wieder auftauchende Argument wie billig und kostengünstig doch ein persönlicher Ein- und Umstieg bei der Energieversorgung sei eigentlich unredlich.“

Ich muss von Investoren träumen, die hier in der Innenstadt alle lokal geeigneten Dächer anmieten und mit PV-Anlagen ausstatten, und mir dann günstigen Solarstrom anbieten. Balkonkraftwerk geht nicht.

Ich müsste von einem gebrauchten E-Auto träumen, und könnte mir keinen Neuwagen leisten. Zum Glück reicht mir mein Fahrrad.

Und ich kann begründet hoffen, dass hier in 3 Jahren Fernwärme auch zu mir kommt.

Hätte ich ein Eigenheim mit geeignetem Dach, könnte ich dort sofort eine großzügige PV-Anlage mit passendem Speicher anschaffen. Hätte ich dafür aber nicht das Geld locker, müsste ich allerdings mit einer Finanzierung auf Kredit sehr schnell die Kosten wieder hereinbekommen. Es ist einfach sehr lukrativ, seinen eigenen Strom zu produzieren. Keiner verdient mit, der Staat nicht, der Netzbetreiber nicht, und auch keine Gaskonzerne.

Mit der Wärmepumpe wäre das eventuell schon sehr viel schwieriger, und ein nagelneues E-Auto könnte ich dann zwar mit sehr günstigem eigenem Ladestrom versorgen, aber eben muss ich das Geld für den Neuwagen dafür haben. Es wird noch dauern, bis man wirklich billige E-Gebrauchtfahrzeuge kaufen kann.

Da sollen mal die vorweg gehen, die das Geld dafür haben, und sich sowieso einen Neuwagen leisten möchten. Dann wird das aber eine wirklich attraktive Perspektive, wenn man mit eigenem Solarstrom aufladen kann. Insbesondere je mehr man fahren muss.



Kommentar vom 12.09.2026 23:12
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimetische-abhaengigkeiten-drogen-fossile-gewaltenergien-algorithmische-konzernmedien-verschwoerungsmythen/#comment-217065

@Speichereinsatz

Soweit eine Solaranlage keinen eigenen Speicher hat, kann man einen auch nachträglich hinzufügen, und dann sogleich noch die Kollektorfläche verdoppeln. Das müsste dann mit demselben Stromanschluss auskommen. Statt mittags rum den Maximalwert einzuspeisen kann man dann zwischen morgens um acht bis abends um zehn recht gleichmäßige Leistung ins Netz abgeben.

Das müsste mit PV-Anlagen in allen Größenklassen funktionieren, es muss nur genug Platz für zusätzliche Module vorhanden sein.

Das wäre doch wesentlich kostengünstiger, als wenn der Standort der PV-Anlage nicht zugleich auch der Anschlusspunkt des Speichers wäre. Ist beides von einander getrennt, werden Stromflüsse unnötig hin und her transportiert. Das braucht nicht nur mehr Anschlussleistung, sondern auch mehr Netzbelastung.

So wäre es auch sehr vernünftig, direkt bei den küstennahen Windrädern Speicher zu installieren. Wenn man erst Speicher z.B. an alten Kraftwerksstandorten im Hinterland installiert, müssen auch die Erzeugerspitzen da hin transportiert werden. Die dann u.U. nur noch abgeregelt werden können, weil das die Stromleitungen nicht mehr verarbeiten können.

Reichlich Speicher müssten dann auch jede Menge neue Fernstromleitungen unnötig machen. Die Stromleitungen sind nicht nur sehr teuer, auch Planung, Genehmigung und Bau dauern viele Jahre. Und in der oberirdischen Variante sind die lokal recht unbeliebt, während Erdkabel wiederum ein Vielfaches teurer sind.

Da sollte man doch erstmal gucken, wie der Leitungsbedarf denn wirklich aussieht, wenn man alle interessanten Möglichkeiten für Netzspeicher nutzt. So kann dann auch der europaweite Austausch von regionalen Erträgen mittels Speichern so über die Zeit verteilt werden, dass man sehr viel mehr Strommengen da hin bringen kann, wo sie gerade gebraucht werden.

Dazu zählen sicher auch eventuelle Überschüsse von französischer Atomkraft, die können dann auch besser und weiter verteilt werden. Und eben von umfangreichen PV-Anlagen in den sonnenreichen Gegenden in Südostfrankreich. Da kann dann eventuell auch das so atomfreundliche Frankreich dann doch noch nur den billigen Strom von alten AKWs noch solange nutzen, bis die alterschwach werden, und auf den sündhaft teuren und langwierigen Neubau von weiteren AKWs verzichten.

Das rechnet sich einfach nicht mehr, das wäre das reinste Subventionsharakiri. Vergleichbar mit der Subventionierung der Ruhrkohle zum Ende der heimischen Förderung. Und im Südosten Frankreichs hat man weit und breit die besten Erträge, und das ziemlich mitten in Europa.

Siehe hier: https://globalsolaratlas.info/map



Kommentar vom 12.09.2026 17:22
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimetische-abhaengigkeiten-drogen-fossile-gewaltenergien-algorithmische-konzernmedien-verschwoerungsmythen/#comment-217057

@Michael 12.09. 16:30 / felo.ai

„Sie könnten aber eine wichtige Lücke zwischen Kurzzeitspeichern und saisonalen Lösungen schließen – insbesondere bei Speicherdauern von mehreren Stunden bis hin zu längeren Zeiträumen.“

Offenbar ist das noch ein Projekt, und das lässt sich noch nicht kaufen und großflächig installieren? Zumal sich auch die in E-Autos verbauten Lithiumakkus insbesondere bidirektional angeschlossen als Netzspeicher nutzen lassen.

Was jetzt auf jeden Fall geht, das sind Lithiumspeicher direkt an der PV-Anlage zu integrieren. Damit kann man jetzt nichts verkehrt machen. Und auch eine Nachrüstung von bestehenden PV-Anlagen aller Größen scheint mir damit sehr gut zu ergänzen sein.

Ich bin natürlich auch gespannt, was aus den Redox-Flow-Batterieen noch wird.

Bis dass hier mal längerfristige und umfangreiche sommerliche Überschüsse auflaufen, ist es wohl noch 5 bis 10 Jahren hin. Erst dann wird Wasserstoff interessant. Und je nachdem, wie sich die Eigenschaften von den Redox-Flow-Batterieen noch entwickeln, werden die noch eine wesentliche Rolle spielen können.

Direkt zubauen lassen sich mit den Kurzfristspeichern jedenfalls schon mal eine Verdopplung der PV-Leistung und einen spürbaren Zubau von Windrädern auch. Das wäre schon mal eine ganze Menge Holz.

Und das würde dann schon den Anteil an der Grünen Stromversorgung auf 80 % bis 90 % erhöhen, je nachdem, wieviele E-Autos und Wärmepumpen noch dazu kommen.

Insbesondere PV mit integrierten Speichern auf den Dächern im Innenstadtbereich mag dann auch die Netze noch entlasten.



Kommentar vom 12.09.2026 15:42
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimetische-abhaengigkeiten-drogen-fossile-gewaltenergien-algorithmische-konzernmedien-verschwoerungsmythen/#comment-217051

@Michael 12.09. 14:32

„Der Kostenrückgang von Batteriespeichern und deren Wachstum übertrifft schon jetzt alle Erwartungen. Und Batterietechnologien wie organische RedoxFlow-Batterien benötigen auch keine Rohstoffe mehr, über die Europa nicht selbst verfügt.“

Es gibt verschiedenen Speicherbedarf. Kurzfristspeicher mit Ladezyklen von 50 bis 200 im Jahr sind sehr gut mit Lithiumbatterien realisierbar. Wenn da noch Natriumbatterien preislich mithalten können, umso besser.

Die braucht man vor allem, um PV-Erträge von tagsüber auch für abends und nachts zwischenzuspeichern. Wenn man da genug von hat, kann man die installierte PV-Leistung deutschlandweit schon mindestens verdoppeln. Bei Windenergie ist das etwas weniger optimal, hier liegen die Ladezyklen eher unter 50 im Jahr.

Da wären Mittelfristspeicher dann zunehmend interessant. Also auch RedoxFlow-Batterien.

Es bleibt aber immer noch ein saisonaler Speicherbedarf mit einem Ladezyklus von genau 1 im Jahr übrig. Und da ist mir jetzt nur Wasserstoff bekannt, der das leisten kann. Natürlich mit Verlusten von 70%, und teuren Elektrolyseuren. Aber so wie das aussieht, gibt es einfach nichts anderes.

Man kann natürlich auch Biogas für winterliche Dunkelfauten speichern, oder auch Holzkraftwerke als Backup nutzen. Vermutlich sogar Müll. Da kann man Brennbares einfach lagern, bis es gebraucht wird.

Wenn aber der Wasserstoff in der Industrie stofflich zu gebrauchen ist, sieht die Rechnung gleich wieder viel günstiger aus.

Und bevor man saisonale Überschüsse einfach abregelt, mag die Produktion von Wasserstoff besser zu sein. Vielleicht werden ja auch die Elektrolyseure bei großflächigem Einsatz auch noch wesentlich billiger. So oder so kann man dann 100 bis 200 Tage im Jahr rund um die Uhr gleichmäßig Wasserstoff produzieren, und den dann, wenn man ihn mal hat, per Pipeline dorthin transportieren, wo er am besten zu gebrauchen ist, und auch die alten unterirdischen Erdgasspeicher zum Wasserstoffspeichern nutzen.



Kommentar vom 12.09.2026 14:22
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimetische-abhaengigkeiten-drogen-fossile-gewaltenergien-algorithmische-konzernmedien-verschwoerungsmythen/#comment-217035

@Michael 12.09. 09:16

„...und, ja: Ich halte nichts davon, etwa Wasserstoff (egal woher) von außerhalb der EU zu importieren.“

Die Verluste bei der Umwandlung sind riesig, und die Elektrolyseure zumindest derzeit noch sehr teuer. Entsprechend kommt hier auch in Nordafrika nur eine eigene billige und zuverlässige Energieversorgung infrage, die nebenbei noch reichlich Überschüsse in Wasserstoff umwandelt und auch mal was exportieren kann.

Zumal schon in Südostfrankreich hohe Solarerträge zu erzielen sind. Der Platzbedarf dafür ist komplett zu vernachlässigen, wir könnten dort für halb Europa Solarenergie erzeugen. Und das ist relativ wenig weit weg von den europäischen Verbrauchern. Von Nordspanien über ganz Frankreich bis Norditalien, die Schweiz und Süddeutschland lässt sich diese Energie schon sehr verlustarm per Hochspannungsleitung verteilen.

Und soweit hier insbesondere saisonale Überschüsse anfallen, lassen die sich dann in Wasserstoff umwandeln und per Pipeline zu den Speichern und dann den Verbrauchern transportieren.

Wenn dann noch ein paar Wasserstoffpipelines aus Nordafrika dazu kommen, warum nicht. Das wäre aber nur ein eher kleiner Beitrag zum europäischem Energiemix.

„...und damit in diesen Ländern einen „grünen Ressourcenfluch“ auslösen.“

Entsprechend wären die Gewinnspannen eher klein, der Schwerpunkt der regenerativen Energieerzeugung läge auch in Nordafrika bei der Selbstversorgung.

Da können dann aber auch energieintensive Industrien günstige Standorte finden, dass wird den Ländern da vermutlich sehr helfen. Und auch global gesehen relevant nützlich sein. Da können wir dann alle reichlich günstig produzierte Industrieprodukte einkaufen. Oder Rechenzentren dort ansiedeln.



Kommentar vom 12.09.2026 00:06
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/meine-wahlanalyse-sachsen-anhalt-demografie-publikative-rechtsmimesis/#comment-216981

@Michael 11.09. 15:48

„Der „Forever War“ zwischen Trump und dem Iran um die Straße von Hormus kommt hinzu, treibt die Preise für Öl und Gas. Und ich muss Ihnen leider sagen – ganz aktuell wird es noch schlimmer.“

Die USA selber importieren Öl, aber exportieren Erdgas. Unterm Strich sind die Selbstversorger. Entsprechend schaden auch exorbitante Preise gar nicht der eigenen Handelsbilanz. Nur für die amerikanischen Endverbraucher dürfte es dennoch teuer werden.

Entsprechend mehr klingeln aber auch die Kassen der jeweiligen Konzerne. So opferbereit die US-Bürger allerdings sind, ist ihnen die gefühlte Großartigkeit des eigenen Landes wichtiger, als dass sie hier maßlos zahlen müssen.

Derweil die fossilen Konzerne wie auch manche Förderländer wirklich blühende Geschäfte machen.

Vor diesen Irankrieg habe ich mich schon gefreut, dass die Öl- und Gaspreise endlich nachhaltig verfallen, dass nicht mehr in neue Förderanlagen investiert wird, sondern in Grüne Technik. Und auch Putin das Geld bald ausgeht.

Was so ein Krieg so alles bewegen kann…

Nur China scheint auf einem nachhaltigen Weg zu sein? Die setzen voll auf Elektromobilität, und zur Stromerzeugung nutzen die die eigene Kohle und natürlich inzwischen immer mehr ausgebaute Windräder und Photovoltaik. Vermutlich haben die selber wenig Öl und Gas, und auch keine Konzerne, die woanders Fördern oder damit Handeln. Dafür aber die beste und günstigste Grüne Technik im Angebot.

„Eine wirklich vorausschauende, also post-fossile Wirtschaftspolitik würde die deutschen und europäischen Abhängigkeiten von Erdöl und Erdgas so schnell wie irgend möglich reduzieren…“

Irgendwie doof, das ausgerechnet das autokratische China die Komponenten dafür anbietet. Andererseits hat insbesondere Deutschland sowieso schon einen üppigen Außenhandelsüberschuss. Dem täte es eigentlich sehr gut, wenn wir umfangreiche Mengen an Grüner Technik in China einkaufen würden. Allerdings könnte es auch eine gute Idee sein, dass wir China motivieren, die Komponenten für den europäischen Markt auch in Osteuropa zu produzieren.



Kommentar vom 11.09.2026 14:39
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimetische-abhaengigkeiten-drogen-fossile-gewaltenergien-algorithmische-konzernmedien-verschwoerungsmythen/#comment-216944

@Michael 11.09. 13:15

„Das Internet war mit den Versprechen von Freiheit und globaler Vernetzung gestartet, wurde jedoch von profitorientierten und also algorithmischen Konzernmedien in weiten Teilen gekapert. Ein globaler „Joyride“ mit katastrophalen Folgen.“

Manische Phasen können in der Tat Spaß machen. Die angerichteten Schäden allerdings schlagen dann in den großen Kater um? Bis das dann depressive Züge annimmt.

Alternativen müssen ran, das dürfte inzwischen klar sein. Überhaupt ist kommerzielle Software nur bedingt sinnvoll. Freie Software muss nur einmal geschrieben werden, und kann von jedermann angepasst und weiterentwickelt werden.

Und in Zeiten, wo die KI 90% des Arbeitsaufwandes für Softwareprojekte übernehmen kann, wäre die Gelegenheit günstig, wenn die EU hier wirklich groß einsteigt. Und da kann die restliche Welt gleich mit von profitieren, und am Ende hilft es auch den US-Bürgern.

Und auch China kann sich dann den eigenen Aufwand für Software sparen. Vielleicht machen die da sogar mit, wenn sie sehen, dass das echt billig ist und noch vieles weitere möglich macht, das sonst gar nicht praktikabel wäre.

Wenn die ganze Welt hier gemeinsam zur Tat schreitet, kann das allen zugute kommen, und Möglichkeiten eröffnen, die nicht mal für Großkonzerne erreichbar wären.

Transparenz ist dann eben auch Basis von Vertrauen?



Kommentar vom 11.09.2026 14:12
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimetische-abhaengigkeiten-drogen-fossile-gewaltenergien-algorithmische-konzernmedien-verschwoerungsmythen/#comment-216940

@Michael 11.09. 06:25

„Doch in der Realität fördert die Bundespolitik nochmal den Neubau von Gaskraftwerken..“

Angesichts von immer mehr Wärmepumpen machen die ein wenig Sinn, und wenn man die später auf Wasserstoff umrüstet, kann man die weiter nutzen. Das kostet aber noch mal reichlich extra.

Ich würde also erstmal einfach die alten Kohlekraftwerke noch vielleicht weitere 10 Jahre bereithalten, das wäre viel billiger. Und bei immer kürzeren Laufzeiten auch klimamäßig akzeptabel.

Lieber mehr in Kurzfristspeicher und nachfolgend in viel mehr PV investieren eben.

Auch machen Fernheizungsnetze sehr viel Sinn. Das kann mindestens für die Hälfte der Haushalte praktikabel sein. Wenn man die vernünftig baut, können die auch nebenbei zusätzlichen Backupstrom in Dunkelflauten für die übrigen Haushalte mit Wärmepumpe bereitstellen.

Eine Großwärmepumpe auf Basis von Bodensonden könnte auch zusätzlich ein Kaltwassernetz möglich machen, dass mit sehr wenig Energieeinsatz auskommt. Und wenn man jetzt noch einen Universalgasmoter in Kraftwärmekopplung hinzufügt, dann kann der nicht nur in Dunkelflauten die Heizung der eigenen Fernwärme übernehmen, sondern auch noch zusätzlichen Backupstrom ins Netz liefern.

Wenn dieser Motor mit einem beliebigen Mix aus Biogas, Wasserstoff und anfangs noch Erdgas laufen kann, wäre das sehr praktisch und nachhaltig nutzbar.

Außerdem kann man häusliche Wärmepumpen auch mit z.B. einer Holzpelletheizung kombinieren, dann brauchen die auch gar keinen Backupstrom mehr. Und müssen nur laufen, wenn hinreichend billiger Strom verfügbar ist.

Also: Neue Gaskraftwerke sind es jetzt wirklich nicht.



Kommentar vom 11.09.2026 00:05
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimetische-abhaengigkeiten-drogen-fossile-gewaltenergien-algorithmische-konzernmedien-verschwoerungsmythen/#comment-216893

@Hauptartikel

Wasserstoff und mittelfristige Speicher werden noch sehr wichtig sein. Aber erstmal brauchen wir vor allem Kurzfristspeicher mit Ladezyklen von 50 bis 200 im Jahr. Das können auch bidirektional angeschlossene Batteriefahrzeuge sein.

Dennoch halte ich es für sehr sinnvoll, diese Kurzfristspeicher auch direkt an der PV-Anlage zu installieren, das spart noch Durchleitungsgebühren auf die reine Speicherfunktion. Weil der Speicher nur mittags den Strom zurückhält, um in gleich am selben Abend zu besseren Preisen zu verkaufen bzw. selbst zu verbrauchen.

Zusätzlich wird bei Freiflächenanlagen die Anschlussleistung viel kleiner, weil der Strom über mehr Zeit verteilt ins Netz eingespeist wird. So könnte man sogar einen bestehenden Solarpark mit passendem Speicher nachrüsten und zugleich die Modulfläche verdoppelt, ohne den Netzanschluss ausbauen zu müssen.

So können wir die deutsche PV-Leistung verdoppeln, ohne viel abregeln zu müssen. Erst bei noch viel mehr grüner Primärproduktion werden Mittelfristspeicher und Wasserstoff wirklich wichtig.

Ich hoffe mal auch nicht, dass sich jeder ein E-Auto anschafft, sondern wünsche mir ein Sammeltaxisystem auf Basis von selbstfahrenden E-Fahrzeugen. Das braucht dann mindestens 5 mal weniger Fahrzeuge, entsprechend dann aber auch weniger Batteriekapazität, die man zum allgemeinen Stromspeichern mitbenutzen könnte.

Und auch der Lithiumbedarf wäre entsprechend kleiner.



Kommentar vom 10.09.2026 22:58
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/meine-wahlanalyse-sachsen-anhalt-demografie-publikative-rechtsmimesis/#comment-216889

@Ludger 10.09. 21:05

„Merz mit Union, SPD und Grünen haben auf die neue Situation (Trump und Blockademöglichkeit der AFD) reagieren müssen. Das einen Bruch des Wahlversprechens zu nennen, ist tendenziös.“

Was ich überaus begrüßt habe. Aktuell ist europäische Aufrüstung ein ganz wichtiges Zukunftsprojekt, auch für die jungen Generationen.

„Die AFD behauptet, dass ohne eine Unterstützung der Ukraine und ohne eine „Aufrüstung“ alles wunderbar wäre. „

Nicht nur der rechtsradikale Trump stellt die Unterstützung der europäischen Demokratien in Frage, unserer AfD offenbar auch. Beide halten anscheinend nur soviel Demokratie für sinnvoll, soweit sie denn selber gewählt werden. Wenn es stimmt, dass Putin vor allem das demokratische Vorbild Europas als Bedrohung der eigenen Macht betrachtet, dann wäre das mit einem Zusammenbruch der Europäischen Demokratien sogar vom Tisch.

Ich will aber in einer Demokratie leben. Und wenn wir genug aufrüsten, dann kann uns Putin nichts.

Und selbst wenn wir Putin die Ukraine überlassen, wird Putin ziemlich wahrscheinlich mit dem Baltikum weitermachen. Was unserer AfD aber offensichtlich auch egal wäre. Und eine EU-Mitgliedschaft Deutschlands könnte entsprechend von der AfD auch in Frage gestellt werden?



Kommentar vom 10.09.2026 13:50
https://scilogs.spektrum.de/medicine-and-more/das-praediktive-gehirn-wie-unser-gehirn-realitaet-konstruiert/#comment-24697

@biobrain 10.09. 12:36

„Das Navi sollte nur als Hilfe verwendet werden, wenn eine Stadt zu viele Einbahnstraßen hat und eine Richtungsorientierung nicht mehr möglich ist.“

Es gibt Städte, die sind echt schwierig. Allerdings nutzen viele Taxifahrer auch in der eigenen Stadt das Navi. Weil es einfacher ist, weniger anstrengend. Und wenn man in echt fremden Städten unterwegs ist, dann spart man sich den Stadtplan, und die Zeit, ihn zu studieren.

„Anmerkung: Ich benutze gar kein Navi .“

Ich auch nicht. Ich habe einfach Spaß, die Städte zu erkunden. Aber ich habe auch einen sehr guten Orientierungssinn, wer den nicht hat, dem hilft das Navi sehr.



Kommentar vom 10.09.2026 13:26
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/meine-wahlanalyse-sachsen-anhalt-demografie-publikative-rechtsmimesis/#comment-216828

@Realo 09.09. 15:56

„Allerdings würde es den traditionellen Stromversorgern Einbußen beim Umsatz und Mehrkosten für das teure Backup kosten.“

Einbußen beim Umsatz, klar. Aber das Backup ist doch längst installiert, nur die Laufzeiten gehen immer weiter zurück. Aber auch die aktuellen Kosten für die Brennstoffe fallen niedriger aus.

Die Durchleitungsgebühren würden sich ändern. Weniger, wenn der Verkauf an Nachbarn günstiger wird, aber auch mehr sowieso, wenn E-Autos, Klimaanlagen und Wärmepumpen dazu kommen. So oder so, die Netze müssten nicht ausgebaut werden, die Netzkosten wären die selben.

Insbesondere, wenn die PV-Anlagen einen integrierten Speicher haben, braucht es keinerlei Netzausbau. Nur den Anschluss der Dach-PV-Anlage an den Stromanschluss im Keller.

„Dazu kommt noch die Haftung für die zu erwartenden hohen Schäden nach einem Blackout.“

Blackouts in Deutschland gibt es praktisch keine. Und wenn viele schnelle Speicher angeschlossen sind, erst recht keine. Dazu tragen auch angeschlossene E-Autos maßgeblich zu bei.

Bedarf für Netzausbau gibt es bei Fernstromleitungen und den Anschlüssen von Windrädern und PV-Freiflächenanlagen. Die Kommunalen Netze reichen aus, und müssen nicht ausgebaut werden. PV direkt am Verbraucher stabilisiert eher, und Speicher, ob nun fest installiert oder in E-Autos verbaut, stabilisieren noch mehr.

Deswegen wäre es ja auch so sinnvoll, auch alle geeigneten Dächer in den Innenstädten für PV zu nutzen. Freiflächenanlagen im Grünen sind zwar deutlich billiger bei den konkreten Anlagenkosten, aber man muss den Strom erst noch zum Verbraucher transportieren. Bei Dachanlagen fällt genau das weg.



Kommentar vom 09.09.2026 23:28
https://scilogs.spektrum.de/medicine-and-more/das-praediktive-gehirn-wie-unser-gehirn-realitaet-konstruiert/#comment-24691

@Hauptartikel

„Und wann habt ihr viellicht festgestellt, dass euer eigenes Modell der Welt vielleicht nicht ganz mit der Welt übereinstimmte?“

Markant ist die Erfahrung, in einer nicht ganz so gut bekannten Stadt unterwegs die Orientierung zu verlieren. Solange man noch auf dem richtigen Weg ist, und eben orientiert ist, kann man sich seinen aktuellen Standort gemäß einem ggf. innerlich vorgestellten Stadtplan bestimmen.

Wenn man aber einmal falsch abgebogen ist, merkt man dann schnell, dass da was nicht stimmt, und verliert dann zunächst mal ganz die Orientierung. Man muss sich dann erstmal besinnen, und auf dem inneren Stadtplan „nachgucken“, was man falsch gemacht hat, und wo man jetzt gerade gelandet ist.

Wenn man Glück hat, findet man schnell auf den richtigen Weg zurück, oder fährt einfach mal irgendwie weiter, in der Hoffnung bekanntes Terrain zu erreichen. Findet man zufällig wieder Stellen, die man kennt, dann kehrt schlagartig auch die eigene Orientierung auf dem inneren Stadtplan zurück. Und man kann seinen Weg fortsetzen.

Oder man muss nach dem Weg fragen oder den Stadtplan aus dem Handschuhfach holen, um dort zu versuchen, sich wieder korrekt zu orientieren.

Das Navi hat es einfacher. Wir mögen ja womöglich einen mehr oder weniger guten inneren Kompass haben, aber so genau wie GPS ist der nie.



Kommentar vom 09.09.2026 12:13
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/meine-wahlanalyse-sachsen-anhalt-demografie-publikative-rechtsmimesis/#comment-216741

@Ludger 09.09. 08:40

„Sie meinen wohl, dass die Regierung die finanzielle Unterstützung zurückfährt, weil das Geld knapp ist und deswegen umgeschichtet werden soll.“

Weder PV noch Kurzfristspeicher brauchen noch finanzielle Förderungen. PV auf dem Eigenheim sowieso nicht, da kann man den eigenen Strom selbst verbrauchen, das ist konkurrenzlos auch ohne jede Förderung billig. Es fehlt an PV auf den Dächern in den Innenstädten, dazu müsste es möglich sein, dass man PV-Strom in der unmittelbaren Nachbarschaft zu vernünftigen Durchleitungsgebühren direkt verkaufen kann. Das kostet keinen Cent Steuergelder.

Auch sollen umfangreiche Anträge auf fest installierte Kurzfristspeicher einfach nicht bearbeitet werden. Wenn man die alle genehmigen würde, wären neue Gaskraftwerke überflüssig. Das spart dann sogar Steuergelder. Ich denk mal nicht, das die neuen Gaskraftwerke sich selber tragen. Wenn die Laufzeit nur Monate im Jahr werden, dann braucht das dann vermutlich Subventionen.

„Wenn die Unzufriedenheit überall ist, hilft das den Populisten.“

Soll ich mir jetzt Zufriedenheit basteln? Das kann es doch auch nicht sein. Eigentlich ist mir Merz sogar sympathisch. Ich würde es in diesem Fall nur anders machen. Wir verpassen hier Gelegenheiten, die Energiewende schneller umzusetzen.

Ich meine jedenfalls auch, dass die nächsten Jahre vor allem eine effektive europäische Aufrüstung Vorrang hat.



Kommentar vom 08.09.2026 23:39
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/meine-wahlanalyse-sachsen-anhalt-demografie-publikative-rechtsmimesis/#comment-216695

@Ludger 08.09. 17:18

„Sie hat wegen des Tsunamis in Fukushima deutsche Kernkraftwerke abschalten lassen und damit für die heutigen Probleme bei energieintensiven Industrien gesorgt.“

Das war aber erst ärgerlich, nachdem wir kein billiges Russengas mehr hatten. Wer hat damit gerechnet, vermutlich keiner? Ich wäre beim Kriegsausbruch dann auch froh gewesen, noch nicht so teuren Atomstrom statt teuren LNG-Gas-Strom zu haben. Bis die Energiewende entsprechend fortgeschritten ist, und wir Beides kaum noch brauchen.

„Merz kriegt Feuer, weil er die Probleme der Dunkelflaute mit Gaskraftwerken lösen muss.
Er kriegt Feuer, weil das die Strompreise treibt und die Steuereinnahmen senkt.“

Angesichts von immer mehr Kurzfristspeichern und zunehmender Primärproduktion von PV und Wind brauchen wir keine neuen Gaskraftwerke mehr. Ein saisonales Backup leisten noch einige Jahre die alten Kohlekraftwerke. Die zusätzlich den Vorteil haben, nicht auf die begrenzten Erdgasspeicher angewiesen zu sein. Kohle kann man einfach auf Halde lagern, bis man sie braucht.

Wenn man mal nur noch wenig Erdgas braucht, kann man diese unterirdischen Erdgasspeicher dann seht gut für die Speicherung von Wasserstoff nutzen, sobald wir soviele Überschüsse haben, dass sich damit eine Wasserstoffproduktion lohnt.

Bei Dunkelflauten helfen nicht nur die Kohlekraftwerke. Neben Wasserstoff kann das auch gespeichertes Biogas leisten, oder vermutlich sogar Müll, den man eigentlich auch lagern kann, bis man ihn bevorzugt verbrennt, wenn saisonaler Strommangel herrscht.

Erdgas jedenfalls ist ein Auslaufmodell, fragt sich nur noch wie lange. Als letztes wird man das nicht zur Stromproduktion nutzen, sondern für alte Heizungen oder als stofflichen Bedarf in der Chemieindustrie. Für schnelles Backup müssten die derzeit vorhandenen Gaskraftwerke eigentlich reichen, und je mehr feste Kurzfristspeicher und die in E-Autos Verbauten dazu kommen, reicht uns immer mehr ein saisonales Backup.

Diese Speicher reagieren in Millisekunden, was gut zu z.B. Kohle- oder Müllkraftwerken passt, die Stunden oder Tage brauchen, um hochzufahren, und dann praktischerweise einige Wochen durchlaufen können. Rund um die Dunkelflauten herum, bis die Kurzfristspeicher wieder voll sind. Und das dann hauptsächlich im Winter.

Wenn Merz hier kein Feuer haben will, dann muss er nur aufhören, den Zubau von Speichern und von PV auch auf den Dächern der Innnenstädte zu behindern. Dann kann man sich teure Kraftwerksneubauten, die sowieso nur sporadisch laufen würden, auch sparen. Das ist einfach nur teuer, sonst nichts. Bis sie in spätestens 15 Jahren wirklich gar nicht mehr gebraucht werden, und dann eigentlich wieder abgerissen werden können.

Teurer kann Backupstrom wohl kaum sein.



Kommentar vom 08.09.2026 16:32
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/journalismus-mit-brandstiftung-die-publikative-ist-die-schwachstelle-jeder-groesseren-demokratischen-republik/#comment-216656

@NI 08.09. 10:49

„Auch hier geht es um die Meinungsbildung, sollen die Medien nur informieren oder sollen sie auch Einfluss nehmen auf das Geschehen, Stellung beziehen.“

Wer eine fundierte Meinung hat, sollte die einbringen. Und wem die fehlt, der sollte sich eine zulegen. Und da gerne auch viel Zeit investieren. Nur das hilft doch weiter.

Jeder, der bei Verstand ist, wird doch letztlich gebraucht. Um dem Wust von Verschwörungsmythen, wo immer das möglich ist, mit soliden Argumenten entgegenwirken.

Ich kann doch keine vernünftige Medienarbeit machen, die nicht mit meinen eigenen Überzeugungen übereinstimmt. Das gilt für alle zur Verfügung stehende Plattformen, meine ich.

Wenn ich Teil einer Redaktion bin, freilich, kann das zu Konflikten mit Kollegen kommen. Auch da würde ich aber sagen, wer Beiträge leistet, ist erst mal selber der Autor.



Kommentar vom 08.09.2026 14:20
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/meine-wahlanalyse-sachsen-anhalt-demografie-publikative-rechtsmimesis/

@Mussi 08.09. 06:06

„Tragisch ist, dass geopolitisch keine andere Vorgehensweise möglich ist, D im Wettbewerb zu halten.“

Wo das denn? Wir haben immer noch einen Außenhandelsüberschuss von 200 Mrd Euro im Jahr. Wofür brauchen wir den denn? Wir setzten damit nebenbei noch unsere europäischen Partner sinnlos unter Druck.

Statt sinnlos zu exportieren können wir doch die Binnennachfrage mit Familienförderung ankurbeln und jede Menge PV-Module und Lithiumakkus in China einkaufen und damit die Energiewende weiter voran bringen.

„Andererseits ist es auch eine Phase, in der der Wachstumszwang immer mehr angezweifelt wird.“

Wachstum mit wieder mehr Kinderreichtum und mit einer konsequente Energiewende wäre durchaus noch sinnvoll. Zugleich kann man manchen Überfluss und viel Verschwendung weglassen, und lieber mehr in die europäische Verteidigung investieren. Das brauchen wir jetzt.

„Niemand hat wirklich Lösungen, so dass auch von Apokalypse das Wort die Runde macht ( zu letzt Vance).“

Die Apokalypse der nicht mehr zu steigernden Verschwendung? Auch der Globale Süden hat riesengroßen Investitionsbedarf. Nur klar, das verträgt sich nun mal alles nicht mit einer weiteren Förderung von Öl- und Gasgeschäften.



Kommentar vom 07.09.2026 23:40
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/meine-wahlanalyse-sachsen-anhalt-demografie-publikative-rechtsmimesis/#comment-216599

@Michael 07.09. 19:12

„Gibt es da Unterschiede zwischen kleinen Gemeinden und Städten, auch zwischen den Generationen?“

Je kleiner der Laden, desto weniger gibt es für die Lobbyisten zu holen. Desto weniger lohnt sich der Aufwand. Desto eher kennt man sich, und ein Stadtrat mag dann auch recht schnell reagieren, wenn hier Korruption droht.

So hat etwa Gerhard Schröder mit Harz4 die eigene SPD arg ramponiert, ja fast zerstört, und macht seit dem einfach in der Wirtschaft weiter, und verdient da mehr als 10, wenn nicht 100 mal so viel, als noch als Kanzler.

Macht das Merz jetzt auch mit der CDU? Die Kombination von Rechtsmimesis und Ausbremsen der Energiewende, als gäbe es kein Morgen. Für die CDU womöglich nicht mehr. Merz ist wohl recht alt, und wird sich nach seinem Job als Bundeskanzler wohl so oder so zur Ruhe setzen. Ob es dann noch eine Volkspartei CDU gibt, könnte Merz egal sein.

Alle Ziele erreicht, der Fossilismus läuft schön weiter. Die Erneuerbaren und vor allem die Kurzfristspeicher sind zu billig geworden, so war das nicht gedacht.



Kommentar vom 07.09.2026 14:41
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/journalismus-mit-brandstiftung-die-publikative-ist-die-schwachstelle-jeder-groesseren-demokratischen-republik/#comment-216561

@Realo 07.09. 11:36

„Das „Gehirn“ (auch die KI) nutzt nicht nur oft „Fehler behaftete Muster“, sondern auch nur eine Art von „qualifizierter“ und nicht „strenger“ Logik. Aus Sicht der Informatiker ein schwerer Mangel, der allerdings die Probleme des „menschlichen Denkens“ und der KI gut erklärt….“

Wir haben offenbar nichts anderes. Und es bleibt uns wirklich nichts anderes übrig, als es dennoch möglichst vernünftig hinzubekommen.

Neben der Mathematik sind aber auch andere Erkenntnisse der Wissenschaft durchaus einigermaßen stimmig und da drauf können wir schon tatsächlich aufbauen.

Die Erkenntnisse der Klimaforschung zum Klimawandel sind realitätsnah genug, dass wir da mit aller Konsequenz drauf reagieren können.

Und die inzwischen erhältliche Grüne Technik erfüllt seinen Zweck, und wird auch noch immer bezahlbarer. Und entschärft damit nicht nur das Klimaproblem, sondern reduziert auch die Kriegskasse von unseligen Autokraten. Stellenweise ist die Grüne Technik sogar dezentraler und damit jetzt schon günstiger. Und kann noch deutlich günstiger werden.

Das sind nun auch Fakten, die man einkaufen und hier installieren kann. Das funktioniert. Da sind wir eigentlich nicht überfordert, das können wir tatsächlich hinbekommen. Uns selbst für grundsätzlich zu doof zu halten, stimmt dann auch nicht unbedingt.

Die Auswahl der eigenen Mediennutzung könnte da wesentlich maßgeblicher sein, als unvermeidliche Dummheit.



Kommentar vom 07.09.2026 00:01
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/journalismus-mit-brandstiftung-die-publikative-ist-die-schwachstelle-jeder-groesseren-demokratischen-republik/#comment-216502

@Realo 06.09. 15:50

„Sie nutzen hauptsächlich elektrischen Strom aus Wasserkraft und sind letztlich der Welt auf fast allen Gebieten überlegen,..“

Da hatten die aber auch mal Schwierigkeiten mit. Niederschläge sind weit unsicherer als Sonne und Wind. Es hat in Norwegen mal über etliche Monate kaum geregnet, und flächendeckend vielen die meisten Wasserkraftwerke aus. Man musste Betriebe schließen, und die vielen Elektroheizungen waren nicht mehr spottbillig, sondern richtig teuer. Das war für viele nicht so solvente Norweger eine kalte Zeit.

Man hat dann reagiert, und eine leistungsfähige Stromleitung durch die Nordsee nach Deutschland verlegt. Dass man dann von da Ersatzstrom beziehen kann, und zugleich kann man damit die meiste Zeit günstigen Strom aus Wasserkraft nach Deutschland verkaufen.

Was Norwegen mit seinem Staatsfond noch vor hat, ist mir recht unklar. Wie wäre es mit der Förderung einer europäischen Offensive für freie Software für so ziemlich alles? Oder ganz akut Investitionen in die europäische Drohnenstreitmacht?

@Uli Schoppe 06.09. 20:09

„Nach diesem Wahlergebnis heute wird das wahrscheinlich erschreckend. Und da bin ich pessimistisch.“

Ist klar, dass wenn die AfD generell die CDU ablöst, dann brauchen die Fossilen Konzerne gar keine Lobbyisten mehr. Die Lobbyisten hätten es aber vermutlich deutlich schwerer, wenn nicht der Bund, sondern die Länder für die Energiepolitik zuständig wären. Dann müssten die sich um 15 Landesregierungen kümmern müssen. So wie es jetzt läuft, kann man sich ganz auf den einen Koalitionsausschuss der Bundesregierung konzentrieren. Noch nicht mal den Bundestag braucht man dafür. Und auch die Parteibasis der Regierungsparteien ist da ziemlich weit weg.

Ich gehe hier jetzt natürlich mittelfristig von eher weniger Wahlerfolg der AfD aus, wie in dieser Wahl jetzt.



Kommentar vom 06.09.2026 13:28
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/journalismus-mit-brandstiftung-die-publikative-ist-die-schwachstelle-jeder-groesseren-demokratischen-republik/#comment-216475

@Michael 06.09. 12:00

„Ich denke systemisch, dass kleinere, föderale oder gar unabhängige Republiken besser in die post-fossilen Zustände finden werden als die übergroßen Fossil-, Zentral- und Industriestaaten des 19. Jahrhunderts.“

Wenn die Lobbyisten in allen 15 Bundesländern einzeln die Verlängerung des Gas- und Ölverbrauchs fördern müssten, hätten die entsprechend 15 mal so viel Arbeit damit?

Und man sieht dann auch Nachbarländer, die längst weiter sind, und wünscht sich das dann auch.

Die Konsequenz wäre, dass der Bund Kompetenzen an die Länder und die EU abgeben sollte, um entsprechend weniger Unheil anzurichten. Also die Energiepolitik an die Länder und die Verteidigung an die EU abgeben. Auch da behindert Kleinstaaterei eine effektivere Verteidigung, die mit weniger Geld mehr Wirksamkeit erzielen könnte.

Im Kriegsfall müssen wir gemeinsam ran, besser ist, wir können das dann auch.



Kommentar vom 06.09.2026 13:02
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/journalismus-mit-brandstiftung-die-publikative-ist-die-schwachstelle-jeder-groesseren-demokratischen-republik/#comment-216474

@Realo 06.09. 09:33

„Ein Aspekt wird, ich behaupte aus psychologischen Gründen („Bußprediger Kult“), übermäßig bewertet,…“

Man will ja wenn möglich nicht Teil des Problems, sondern lieber Teil der Lösung sein. Soweit man es kann, aber nur.

„... die harte Realität, der größte Teil der Bevölkerung hat einfach nicht das Geld ihre Heizung hinauszuwerfen um „Klimabuße zu tun“, wird einfach ausgeblendet…..“

In 3 Jahren bekomme ich hier Fernheizung auf Basis von Industrieabwärme. Und das wird vermutlich deutlich billiger werden als meine derzeitige ziemlich alte Gastherme. Zumindest ein Bekannter ist da schon angeschlossen, und der zahlt jetzt weniger als vorher.

In 8 Jahren gibt es dann PV auf unseren Dächern meiner Wohnungsbaugesellschaft, warum so spät, ist mir nicht genau bekannt. Vermutlich gibt es da noch rechtliche Probleme, wenn Strom vom Dach eines Hauses auch die Nachbarhäuser mitversorgen müsste.

Billiger dürfte auch das werden. Mit Buße hat das kaum was zu tun, das ist einfach gute Technik, die nicht nur das Klimaproblem und das Putinproblem entschärft, sondern auch noch kostengünstig dabei ist.

Ein E-Auto brauche ich jetzt nicht. Ich bin nicht viel unterwegs, und mache die meisten Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Weniger Fleisch wäre auch noch interessant, aber ich esse sehr gerne gut, und da muss ich erst mal noch meine Kochkünste mit mehr Hülsenfrüchten erweitern.

Buße ist auch das nicht, sondern einfach nur Vernunft. Die am Ende sogar lecker sein kann. Man muss sich nur kümmern, und gucken, wie man es machen kann.



Kommentar vom 05.09.2026 14:48
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/journalismus-mit-brandstiftung-die-publikative-ist-die-schwachstelle-jeder-groesseren-demokratischen-republik/#comment-216417

@Medienmacht

Immerhin müssen Verlage wie auch der ÖRR auch gucken, dass sie überhaupt wahrgenommen und gelesen werden. Und letztlich entscheiden auch die Nutzer der asozialen Medien, ob sie dabei bleiben. Wer da nur im privaten Rahmen Text und Fotos austauscht, der guckt sich die Timeline nicht unbedingt genau an.

Und wird womöglich nach und nach ins Fediversum wechseln, einfach weil es weniger nervt.

Bei Büchern ist das noch viel deutlicher. Die Verlage können Werbung für ihre Bücher machen wie sie wollen, die Leser entscheiden selber, was sie lesen wollen.

Und wir hier im Blog leben auch von der Qualität der eigenen Beiträge. Wenn das alles nix wäre, wären wir einfach woanders unterwegs.

Und auch KI muss Qualität liefern, man steht nun auch in Konkurrenz zu anderen KI-Anbietern wie zu ganz anderen Medien.

Wer seine Macht zu sehr missbraucht, verliert auch seine Leser. Interessante Gedanken breiten sich dagegen öfter von selber aus.

Wenn jetzt Elon Musk seine gekaufte Washington Post zugrunde richtet, ist das nicht nur teuer, die verlorenen Leser werden sich auf die Suche nach Alternativen machen.

Die digitalen Möglichkeiten eröffnen eben Räume, die die Menschen gerne nutzen. Man kann nicht nur selber Beiträge leisten, man findet auch immer schneller, was man sucht.



Kommentar vom 04.09.2026 23:49
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mit-konrad-adenauer-david-ben-gurion-in-cadenabbia/#comment-216384

@Michael 04.09. 18:54

„Ist es nicht faszinierend, dass wir beide in unseren Dialog mit der japanischen Felo.ai bereits wie selbstverständlich eine dritte KI-Stimme einbeziehen?“

Neuronale Netze, die alle verfügbaren Inhalte zum Training nutzen, sind doch automatisierter dialogischer Monismus. Die Trainingsinhalte sind aus allen möglichen Perspektiven aus verfasst worden, und der KI-Prozess versucht von seiner Natur aus, diese sinnvoll zusammen zu fassen.

Entsprechend wichtig bleiben eben aber auch eigene menschliche Anstrengungen, eben die Basis an Inhalten möglichst detailliert und intelligent zur Verfügung zu stellen. Soweit wie die eigenen Kenntnisse und Einsichten eben reichen.

Insgesamt hoffe ich, dass der ganze KI- und Kulturprozess zur Vernunft konvergiert. Entsprechend wichtig wäre es eben, hier Europäische FOSS-KI zu etablieren, dass das nicht doch wieder von den US-Konzernen in gar nicht gute Richtungen verbogen wird.

„Gleichwohl sehe ich die Gefahr des Langzeitismus / Longtermism, wenn der Eindruck entstehen würde, es würde „von alleine schon alles gut“.“

Ist klar, wenn wir sehen, dass wir jetzt ganz viele Lithiumspeicher überall im Stromnetz verteilt nutzen können, aber die Genehmigungen einfach bürokratisch verschleppt werden, dann nützt das alles nichts. Und der weitere Zubau von Windrädern und PV wird so gleich mit schwieriger, wenn es eben weiterhin nicht möglich ist, die Überschüsse zwischenzuspeichern.

Auch ist es vollkommen klar, dass wir jetzt auch in den Innenstädten PV mit integrierten Speichern auf allen Dächern brauchen, damit die Stromnetze auch mit Klimaanlagen und Ladestationen für E-Autos noch klar kommen, und auch hier günstiger Strom dann nutzbar wäre. Die Einsicht alleine hilft nichts, wenn man den Strom von den Dächern nicht zu vernünftigen Durchleitungsgebühren direkt an die nächsten Nachbarn verkaufen darf.

„Aus meiner Sicht reicht es nicht, positive Zukunftsvisionen zu entwickeln, die nicht auch durch Handeln im Jetzt flankiert werden.“

Irgendwann muss man auf der Handlungsebene ankommen, auch klar. Aber schon mal überlegen, was denn denkbar wäre, ist der erste Schritt. Manches geht sofort, anderes braucht Vorbereitung und wieder anderes braucht einen langwierigen Prozess, die eigenen Gewohnheiten abzulegen und durch Neue zu ersetzen. LEDs anschaffen geht an einem Nachmittag, vor dem Elektroauto kommen erstmal wirklich günstige Lademöglichkeiten und auch das Geld für einen Neuwagen, und wenn ich mit weniger Fleisch auskommen will, muss ich erst mal Alternativen finden und meine Kochkünste entsprechend erweitern.

Ich will ja auch leben und gut essen und muss mit meinem Geld auskommen.



Kommentar vom 04.09.2026 15:06
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mit-konrad-adenauer-david-ben-gurion-in-cadenabbia/#comment-216368

@Michael 04.09. 08:29 / felo.ai

„Für eine friedensfördernde Wirkung wäre entscheidend, dass die Erträge tatsächlich der lokalen Bevölkerung zugutekommen: durch Zugang zu Energie, Arbeitsplätze, Beteiligung und faire Eigentumsverhältnisse.“

Das Potential für fast weltweit günstigste Strompreise dürfte sehr förderlich sein. Das auch die komplette Bevölkerung erstmal überhaupt verlässlichen und billigen Strom hat. Und als nächstes offenbar auch Klimaanlagen und Meerwasserentsalzungsanlagen.

Angesichts der derzeitigen Armut kann man ganz neue Städte bauen, praktischerweise in Küstennähe, da ist es meist auch ein wenig kühler als mitten in der Wüste. Und Platz dafür gibt es ohne Ende. Insbesondere in Libyen und Mauretanien hat man neben hohen Solarerträgen auch noch jede Menge Wind. Und die dortigen Küstenregionen sind derzeit praktisch unbewohnt. Da ist Platz für hunderte Millionen Menschen.

Man kann den billigen grünen Strom auch nach Europa liefern, das geht aber nur über die Umwandlung in Wasserstoff. Was aber mit Riesenverlusten einhergeht. Auch wenn da die Primärerträge mehr als doppelt so hoch sind wie in Mitteleuropa, wird man das nur begrenzt tun.

Entsprechend wird man den billigen Strom vor allem für sich selbst nutzen. Und für energieintensive Produktion aller Art wie auch für Rechenzentren.

Ich denke mal, dass das schon deshalb funktionieren wird, weil die Privatverbraucher sich die eigenen PV-Anlagen inclusive kleinem Speicher direkt auf das eigenen Dach setzen werden, und die Stromnetze so nur recht klein und entsprechend kostengünstig dimensioniert werden können.



Kommentar vom 03.09.2026 23:08
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mit-konrad-adenauer-david-ben-gurion-in-cadenabbia/#comment-216318

@Michael 03.09. 19:35 / Martin Holzherr 2015

„Doch ist auch die Gefahr damit verbunden, dass der Bürger machtlos wird, dass er zum reinen Empfänger von Transfervermögen wird und in der „Gnade“ des Staates steht.“

Ich sehe hier noch ein ganz anderes Problem: Was sollen denn die meisten Leute außer arbeiten gehen sonst machen? Die Arbeitszeit verkürzen und kurze Arbeitszeiten steuerlich bevorzugen könnte aber helfen.

Dann hat man jedenfalls auch wieder mehr Zeit für mehr Kinder.

Andererseits, bisher ist es eigentlich immer gelungen, jede weitere Automatisierung mit neuen Produkten und neuem Konsum wieder auszugleichen. Was in der Tat aber dennoch auch mal enden könnte, wenn es einfach nicht mehr geht.

Dann gäbe es allerdings auch noch die ganzen armen Länder im globalen Süden, da ist noch jede Menge Wachstum äußerst sinnvoll. Praktischerweise zusammen mit einer wirklich vollständigen weltweiten Energiewende könnten wir da noch mal für 2 oder 3 Jahrzehnte uns gut mit beschäftigen.

Und was danach kommt, das können wir uns dann ja noch mal überlegen. KI verbieten oder mit Sondersteuern belegen wären eine Option. Für dann, jetzt aber m.E. auf keinen Fall. Wir haben nebenbei gerade existenziellen Bedarf für jede Menge Aufrüstung, und ich fände es eine sehr gute Idee, da alle Ressourcen für zu nutzen, die gerade verfügbar sind.

Wenn sich das Putinproblem dann irgendwann löst, haben wir dann eben den ganzen Elektroschrott ungenutzt da rumstehen. Das müsste sich recyceln lassen. Besser als ein heißer Krieg allemal, wenn eben die Abschreckung durch Stärke funktioniert, und Putin uns in Ruhe lässt.



Kommentar vom 03.09.2026 14:34
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mit-konrad-adenauer-david-ben-gurion-in-cadenabbia/#comment-216262

@Michael 02.09. 19:47

„Während immer größere Gebiete der Erde klimatisch unwirtlich werden und demografisch verebben, sammeln sich an einigen Orten der Erde ausreichend Menschen, um auf Basis von Dialog und Wissenschaft überlebensfähige Zukunftsregionen zu schaffen.“

Lokal kann man den Klimawandel nicht aufhalten, beim besten Willen nicht. Man kann nur seine Beiträge leisten.

Dass sich Vieles in urbanen Räumen sammelt, ist wohl ein eigenständiger Prozess, der schon seit Jahrhunderten stattfindet. In Deutschland könnten demnächst in den meisten ländlichen Regionen Landwirtschaft und wo möglich auch Tourismus als letzte Wirtschaftsgrundlage übrig bleiben. Wer da keine Arbeit findet, wird abwandern.

Die Energiewende fördert wiederum die Urbanen Räume, wenn die den Großteil ihres Energiebedarfs lokal selber produzieren können. Aber auch bessere Mobilität kann einen Teil des Problems lösen, und ländliche Gegenden in der Nähe von florierenden Städten sehr fördern.

Was macht eigentlich der inzwischen klimaneutrale Landkreis Wunsiedel? Zieht der junge Familien an, die da hinziehen möchten? Möglich wäre das. Aber Arbeit brauchen die auch.

In den jetzt schon heißen Ländern wird man vermutlich auch selber klar kommen müssen. Wir können kaum 500 Millionen Menschen aus Afrika und dem Nahen Osten hier aufnehmen. Wir könnten die aber beim Aufbau einer grünen Stromversorgung unterstützen. Immerhin hat man da die besten Erträge an PV weit und breit. Das kann noch ein gewichtiger Faktor werden, scheint mir. Auch als Standort von energieintensiver Industrie und Rechenzentren.

Mit genug Strom auch für Klimaanlagen und Meerwasserentsalzungsanlagen wird man insbesondere in Küstennähe eigentlich dennoch ganz gut leben können. Da kann man ganz neue Städte gründen, an Platz fehlt es nicht. Grundnahrungs- und Futtermittel kann man problemlos auch weite Strecken transportieren, wenn man wirtschaftlich ganz gut dabei ist, kann man die importieren. Die EU, die USA, Russland und auch Südamerika haben reichlich davon auf dem Weltmarkt anzubieten.

Und in Afrika selbst gibt es noch sehr viel Potential für jede Menge mehr Eigenproduktion von landwirtschaftlichen Erzeugnissen aller Art.

Ich sehe hier auch florierende Regionen, aber auch die verbliebenen ländlichen Regionen leben auf ihre Art weiter. Und beschränken sich auf die Dauer einfach auf Landwirtschaft und Tourismus. Zumindest die älteren Menschen dort, die da jetzt demokratische Probleme bereiten, werden nach und nach aussterben. Und die jungen Leute, wenn die in die Städte umgezogen sind und vernünftige Arbeit gefunden haben, könnten wieder demokratischer werden.



Kommentar vom 02.09.2026 15:32
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mit-konrad-adenauer-david-ben-gurion-in-cadenabbia/#comment-216185

@Demografie, Binnennachfrage, Bauwirtschaft, Zuwanderung, Energiewende

Wenn wir mehr Kinder hätten, dann fördert das nicht nur die Binnennachfrage, die Eltern müssten auch weniger Arbeiten. Man braucht alleine schon eine größere Wohnung, und spätestens mit 3, 4 oder 5 Kindern muss irgendwer zuhause bleiben und muss dann weniger arbeiten. Soviel Förderung braucht das dann auch entsprechend, insbesondere wenn kein Elternteil Besserverdiener ist.

Und das braucht dann auch mehr Wohnraum, da muss dann noch mehr neu gebaut werden, als sowieso schon. Da wäre es zunächst mal nötig, dass die Kommunen jede Menge Bauland ausweisen, aber auch zugewanderte Bauarbeiter kann man dann brauchen. Die dann allerdings selber wieder Wohnraum brauchen. Insbesondere wenn die dann dauerhaft hier bleiben, und eigene Familien gründen.

So schnell wird das alles nicht gehen.

Hilfreich sein könnte ein Sammeltaxisystem auf Basis von Selbstfahrenden E-Autos. Dann könnten viel mehr Leute auf dem Land wohnen, weil die Fahrt zur Arbeit dann billiger, schneller und entspannter wird, und insbesondere Kinder und Ältere ohne Führerschein voll mobil werden.

Dann werden sehr viel mehr Leute auf dem Land wohnen können, die Leerstände würden da bezogen und in den überlaufenen Städten entspannt sich dann der Wohnungsmarkt.

Das wäre dann spätestens eine Gelegenheit, in mehr Kinder zu investieren. Eigentlich haben wir uns doch so viel Wohlstand aufgebaut, dass es da dran gar nicht fehlen muss. Ein wenig weniger Verschwendung einerseits, und weniger Außenhandelsüberschuss andererseits, wäre doch bei entsprechender Binnennachfrage durch mehr Kinder passend.

Mit einer erfolgreichen Energiewende klappt alles noch viel besser. Wir haben dann einmal in entsprechende Grüne Technik investiert, und müssen nicht mehr ständig Öl und Gas neu einkaufen. Und wenn die Preise für die Komponenten weiter sinken, macht das weitere Mittel frei. Auch für mehr Nachwuchs.



Kommentar vom 02.09.2026 12:45
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mit-konrad-adenauer-david-ben-gurion-in-cadenabbia/#comment-216176

@Michael 01.09. 21:20

„Dass Merz die #AfD halbieren wollte, aber die #Union halbiert hat, schmerzt & brodelt an der Basis.“

Es sollen 1,4 Millionen Wohnungen in Deutschland fehlen. Zugleich haben wir Leerstände auf dem Land. Optimal ist das nicht, und es macht es auch jungen Familien nicht einfacher.

Sicher liegt das nicht nur an Zuwanderung von Außerhalb der EU. Das meiste müsste Binnenzuwanderung innerhalb Deutschlands und innerhalb der EU sein, plus Ukrainer.

Da kann man natürlich hoffen, dass dieser Krieg ein Ende nimmt, und viele Ukrainer wieder nach hause können.

Man kann natürlich auch EU-weit gucken, für die nächsten paar Jahre möglichst wenige neue Zuwanderer von außerhalb aufzunehmen. Praktischerweise genau so viele, wie die konkreten Kommunen die gerne haben wollen.

Das selbst meine Überlegung hier die Rechten bestätigt, kann ich dabei nicht ändern. Ich weiß da jetzt nicht weiter, ehrlich gesagt.

Ich wünsch mir ja weniger Wohnungsnot, und weniger Zuzug würde da helfen. Natürlich nur solange, bis sich der Wohnungsmarkt entspannt hat. Wenn genug neu gebaut würde, würde das wiederum auch helfen. Und zugezogene Bauarbeiter könnten wir dafür dann sogar gebrauchen.

Ich denk mal, das ist ein vor allem kommunales Problem, und entsprechend sollte jede Kommune möglichst selber entscheiden dürfen, wieviele neue Zuwanderer sie aufnehmen will. Die Einen haben Leerstände, die anderen ganz krasse Wohungsnot. Die einen haben genug Bauland, aber es fehlen Bauarbeiter, wieder andere haben kaum Platz für Neubauten.