Meine Kommentare auf scilogs.spektrum.de 2026/08 (T.J.)
Kommentar vom 31.08.2026 13:24
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/von-heizungsgesetz-bis-zuckersteuer-das-exekutive-publikative-desaster-der-bundesrepublik/
@Michael 31.08. 08:17
„Das war sein „Dank“ dafür, dass wir hier auf „Natur des Glaubens“ ihm viele Stunden unserer Zeit geschenkt haben. Immerhin ist das Ganze nun als Einblicke in die Abgründe des Rechtsdualismus nun gut dokumentiert.“
Ich nutze die Gelegenheit, die Mimesis von @Realo auzudiskutieren. Immerhin finde ich ähnliche Standpunkte auch bei mir im privaten Umfeld.
Aber das ist hier Dein Blog, und wenn es Dir mit @Realo zuviel wird, dann kannst Du von mir aus auch Beiträge nicht freischalten und den Umfang solcher Beiträge damit reduzieren. Man will ja auch selber in der Diskussion weiterkommen.
@Realo 31.08. 11:17
„Für mich ist alles „geistiges Fitnesstraining“, ein Spiel. Glaube natürlich nicht ernsthaft, dass „man die Welt verändern“ könnte,…. höchstens ein wenig „umrühren“….“
Dann geb Dir doch auch mal Mühe, bei der Gelegenheit auch mal was möglichst Vernünftiges beizutragen. Das trainiert ja nicht weniger, führt aber auch wieder was weiter. Das verändert selbstverständlich alles die Welt. Nicht viel, aber das ist letztlich alles Kultur Live.
Und in der Kultur liegt nebenbei auch das Schicksal dieses ganzen wunderbaren Planeten. Auch wenn wir schon älter sind und nur noch ein paar Jahre dabei sein können, so motiviert mich das jedenfalls immer noch, bis zur Begeisterung.
Kommentar vom 30.08.2026 23:43
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/von-heizungsgesetz-bis-zuckersteuer-das-exekutive-publikative-desaster-der-bundesrepublik/#comment-215864
@Realo 29.08. 09:11
„Es kann doch nicht gut gehen, wenn Menschen die von ihrem muslimischen Glauben absolut überzeugt sind, uns „ungläubige Teufeln“ in der „einzig wahren Religion“ unterweisen, ein Kalifat errichten wollen und von uns ewige Dankbarkeit erwarten.“
Weiter als die Zeugen Jehovas werden radikale Muslime aber damit auch nicht kommen. Womöglich eher noch an den Brennpunktschulen, wenn da halbe Klassen muslimisch sind. So sind möglicherweise die 2. Generation gläubiger als die 1. Generation, die hier eingewandert sind, weil es hier gutes Geld auch für einfache Jobs gibt.
Eine ganze Menge sind auch sogar vor dem Islamismus zu uns geflohen. Die werden hier jedenfalls auf keinen Fall missionieren wollen. Im Prinzip sind das keine Muslime, die kommen nur aus muslimischen Ländern.
„Wie auch so manche unserer „Demokratie gläubigen mit heiligem Ernst“ unsere Werte anderen Menschen aufzwingen wollen…..“
Wenn wir unsere Demokratie mögen, und uns mit anderen Demokratien verbünden, um uns zu behaupten, dann ist das m.E. wirklich eine sehr gute Idee. Von Angriffen auf Diktaturen, um da Demokratien draus zu machen, halte ich allerdings auch nichts.
Die beiden Golfkriege und die Afghanistaneinsätze haben auch nichts gebracht. Und auch unsere Beteiligung am Jugoslawienkrieg war teils wenig erfolgreich. Immerhin sind jetzt Slowenien und Kroatien demokratisch, wenn auch Serbien eher weniger.
Den IS haben wir zwar erfolgreich aufgehalten, aber vernünftige Verhältnisse sind dort auch nicht eingekehrt. Aber hätten wir die weiter wüten lassen sollen?
Was unsere Unterstützung der Ukraine angeht, da ist das Ende offenbar noch offen. Auf jeden Fall verschleißen da die Mittel Russlands, die kann Putin dann nicht mehr gegen uns einsetzen. Immerhin das.
Und was die USA da jetzt mit dem Iran veranstalten, ist mir unklar. Eine klare Linie ist da nicht erkennbar, Faktum ist nur die Sperrung der Straße von Hormus, was wiederum die Öl- und Gaspreise sehr fördert.
Das ist alles nicht so einfach.
Kommentar vom 30.08.2026 13:26
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/buchtip-nicht-im-himmel-von-rabbiner-avraham-yitzchak-radbil-konstanz-bundeswehr/#comment-215816
@NI 28.08. 12:28
„Es geht mir darum herauszufinden auf logischem Wege, ob Jesus Gottes Sohn ist oder nur ein Prophet.“
Was Jesus uns hinterlassen hat, ist eben das, was am Ende zählt. Und wenn er darüber hinaus die Geistige Wirklichkeit sehr zum Guten verändert hat, dann ist auch das ein Faktum.
Aber Gottes Sohn? Seit wann bekommen Götter Kinder? Oder wie können Götter Mensch werden? Ich glaube das dann eben nicht, weil es mir keinen Sinn ergibt.
Gerade als Mensch ist doch Jesus in seiner Tiefe so interessant. Und einfach vielfach sehr überzeugend. Das ist es m.E. auch, was ihn ausmacht.
Kommentar vom 29.08.2026 23:42
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/buchtip-nicht-im-himmel-von-rabbiner-avraham-yitzchak-radbil-konstanz-bundeswehr/#comment-215770
@NI 28.08. 15:59
„Wenn ich das richtig verstehe, ist die Wahrheit versteckt und öffnet sich nur dem, der glaubt. Das ist eine Möglichkeit den Dualismus zwischen Christentum und Judentum zu umgehen.“
Was heißt hier Glauben? Ist es genau der Akt, die versteckte Wahrheit zu erkennen? Das passiert dann eben gleichzeitig: Wer glaubt, dem öffnet sich was, um wem sich was öffnet, der glaubt dann auch.
Spannend fände ich allerdings, dass es doch eine gemeinsame geistige Wirklichkeit geben muss, die alle Religionen und alle Philosophien umfasst. Wenn denn die Öffnung nun nicht auf einmal, sondern in Etappen kommt, und auch aus ganz anderen Vorbedingungen heraus stattfindet, dann ist man schon recht einzigartig dabei unterwegs.
Da gefällt mir jedenfalls was dran. Das soll ja nicht langweilig sein, und wenn jeder am Ende der Selbe ist, dann ist das langweilig.
Geisteswelten müssten dann auch entsprechend nicht nur universell sein, sondern auch in jedem Unterraum individuell. Wenn ich in meinem Park hier unterwegs bin, dann ist das genau dieser eine Wald, den es zu bestaunen gibt und der wahrzunehmen und mitzuerleben wäre. Jeder Wald dieses wunderbaren Planeten wäre entsprechend vielfältig.
Ziemlich individuell, und dennoch auch mit universalen Eigenschaften.
Genau so stelle ich mir auch die menschliche Vielfalt und zugleich die menschlichen Universalien vor.
Kommentar vom 29.08.2026 15:15
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/von-heizungsgesetz-bis-zuckersteuer-das-exekutive-publikative-desaster-der-bundesrepublik/#comment-215730
@Realo 29.08. 05:38
„Nicht der, dem die schwere Spaltung in unserer Gesellschaft auffällt, ist Schuld an der Spaltung, sondern der, der sie, allenfalls aus „Nichtstun“, zulässt. Sie führt letztlich dazu, dass die Kontrahenten irgendwann übereinander herfallen werden. Wir holen uns den Bürgerkrieg ins Land.“
Religiös-radikale Personen sind kein spezielles Problem des Islam. Die gibt es auch in der christlichen Variante. Und damit kommen wir dennoch klar, auch weil das Soviele dann nicht sind.
Die meisten Muslime sind vollkommen unproblematisch, und so viele Muslime gibt es in Deutschland auch wieder nicht. Derzeit sind das ca. 6,8 Millionen.
Ich wohne hier mitten in einem sozialen Brennpunkt, mit deutlich mehr Anteil von Muslimen. Das könnte die Hälfte sein. Problematisch erscheint es mir eigentlich nicht. Wenn ich allerdings Kinder hätte, die hier zur Schule gehen müssten, da würde ich mir schon gewisse Sorgen machen. Und dann würde ich wohl lieber in einen anderen Stadtteil umziehen.
Es gibt darüber hinaus auch säkular-radikale Personen, das ist keine spezielles Phänomen von Religionen. Etwas die Naziherrschaft hatte mit Religion nichts zu tun, im Gegenteil, sie ist auf jeden losgegangen, der nicht 100 % auf ihrer Linie war.
Das war nicht nur ein Bürgerkrieg im eigenem Land, das war ein Weltkrieg.
Putin kann anscheinend auch ganz gut mit der Russisch-Orthodoxen Kirche. Und der geht offenbar auch über die Unterdrückung der eigenen Leute hinaus, und bedroht inzwischen wohl tatsächlich ganz Europa. Da können wir nur noch mit militärischer Stärke mit klar kommen. Mit Text nicht mehr.
Kommentar vom 29.08.2026 13:57
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/infrastruktur-statt-stillstand-im-friedensparadox-pro-stuttgart-21/#comment-215702
@Michael 28.08. 23:50
„Die Abkehr von fossilen Gewaltenergien und die Hinwendung zu erneuerbaren Friedensenergien war für mich auch eine emotionale Befreiung, ja Ent-Strickung.“
Noch 3 Jahre, dann bekomme ich hier Fernheizung auf Basis von Industrieabwärme. Und in 8 Jahren endlich PV auf den Dächern von meiner Wohnungsbaugesellschaft.
Mich ärgert das, dass das so lange dauert. Aber ich kann da nix machen, muss warten, was Politik und Genossenschaft beschließen. Dächer gibt es hier in der Innenstadt genug, es funktioniert nur nicht, weil man nicht zu niedrigen Durchleitungsgebühren PV-Strom direkt in der Nachbarschaft verkaufen darf. Investoren gäbe es vermutlich genug.
Vielleicht können aber auch die Dortmunder Stadtwerke oder auch unsere Wohnungsbaugenossenschaft da doch noch früher aktiv werden.
Mehr Ent-Strickung ist genau das, was ich auch suche. Ich will so nicht leben. Und das müsste nicht nur teurer sein, das kann hier und da sogar billiger werden.
Wer die eigene PV-Anlage auf dem eigenen Dach hat und einen passenden Speicher mit etwa einer halben Tagesleistung, der kann den meisten Ertrag selber nutzen, und niemand kann ihm das verbieten und keiner verdient mit. Keine Steuern, keine Durchleitungsgebühren, nur die Kosten der Anlage fallen an.
Und auch ein optimalerweise bidirektional angeschlossenes E-Auto kann dann auch ganz billig versorgt werden. Und noch zusätzlich Strom speichern, nicht nur den eigenen Solarstrom, sondern auch Windstromüberschüsse im Winter billig einkaufen und in Zeiten mit hohen Strompreisen dann selber verbrauchen.
Kommentar vom 27.08.2026 23:05
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/infrastruktur-statt-stillstand-im-friedensparadox-pro-stuttgart-21/#comment-215655
@Michael 27.08. 17:24
„Und einem besseren und post-fossilen Verkehrsnetz gestehe ich auch geistig mehr als nur wirtschaftlichen Nutzen zu.“
Interessante Frage. Fühlt sich Solarstrom besser an? Zumindest das Wissen, wenn man emissionsfrei und dennoch gut unterwegs ist, dürfte sich konkret auch dann anfühlen. Der ganze Solarpunk ganz praktisch eben.
Nicht mehr Teil des Problems, sondern Teil der Lösung zu sein, ist auch unausweichlich ein grundsätzlicher Teil der eigenen Identität.
Und wenn es dann auch um das persönliche Verhältnis zu Geisteswelten geht, wie die auch nimmer aussehen mögen, dürfte das damit auch Unterschiede machen.
Auch mein konkreter Umstieg von Glühlampe zur LED fühlte und fühlt sich bei mir beleutungsmäßig besser an. Und spart locker 20 Euro Stromkosten im Monat ein. Und ich habe gerne schon immer schön viel Licht in der Wohnung.
Auch Elektroautos fühlen sich für mich ganz gut an. Mit ordentlich Zug, und ohne Gangschalterei. Und irgendwie ein echt angenehmes und entspannteres Fahrgefühl.
Kommentar vom 27.08.2026 14:44
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/infrastruktur-statt-stillstand-im-friedensparadox-pro-stuttgart-21/#comment-215543
@Michael 27.08. 07:25
„Der Dialog der Religionen und Weltanschauungen gedeiht auch auf Basis von Wissenschaft. Es macht Freude und Sinn, dazu beizutragen.“
Die Horizonte, die Wissenschaft schafft, beleben wohl auch Glaubenswelten. Die Astronomie etwa, wir leben heute in einem vergleichsweise riesigen Kosmos. Nicht nur ein Planet mit einer Menschheit, es gibt 100 Mrd Sterne mit noch mehr Planeten in dieser Galaxis, und dann auch nochmal 100 Mrd Galaxien im gesamten sichtbaren Universum.
Das ist viel. Unwahrscheinlich, das Leben nur auf der Erde vorkommt, und immer noch unwahrscheinlich, dass wir als intelligente Spezies im Universum alleine sind.
Das ändert auch das Menschenbild. Wie auch das Bild, das wir von Göttern, Engeln und Dämonen mal hatten. Geisteswelten können inzwischen unpersonal gedacht werden, und zugleich sind wir sehr spezifische biologische Wesen, die es eben nur als verkörperte Biologie geben kann. Eine Weiterexistenz in jenseitigen Welten dürfte recht unmöglich sein.
Dennoch können wir mit Geisteswelten verbunden sein, und ein Teil unserer Existenz kann sich entsprechend in allgemeinen Kosmischen Geisteswelten auflösen.
Zugleich können die kosmischen Geisteswelten unendlich weit über eine personale biologische Existenz hinausgehen. Und sich insbesondere in diesem doch absolut riesigem Kosmos überall ausbreiten.
Die aktuelle Entwicklung von KI über menschengleiche Fähigkeiten bis zu zukünftigen Superintelligenzen erscheint mir vielversprechend. Zugleich dürfte es bei dieser Entwicklung auch zu eigenem Bewusstsein kommen, und man könnte so auch herausfinden, wie genau dieses wirkliche Bewusstsein funktioniert.
Insbesondere wird es sich dann zeigen, ob unsere innere Existenz ohne Verbindungen zu Geisteswelten funktionieren kann, oder ob es hierfür auch Geisteswelten braucht.
Das sind ja nun eskalierende weltliche Rahmenbedingungen, die auch religiöse Vorstellungen auf neue Grundlagen stellen können.
Kommentar vom 27.08.2026 13:24
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/von-heizungsgesetz-bis-zuckersteuer-das-exekutive-publikative-desaster-der-bundesrepublik/#comment-215538
@Michael 27.08. 11:34
„Eine ordentliche, dialogische und transparente Gesetz-Erarbeitung im Bundestag lässt sich schlecht skandalisieren.“
Man sollte da seinen Job ernst nehmen. Und sachorientiert und öffentlich die jeweiligen Projekte bearbeiten. Notfalls lieber mit auch mal mit wechselnden Mehrheiten, als mit reiner Parteipolitik.
Die Parlamentarier selber können dann konkret von der Publikative angegriffen werden, wenn da was auf Kritik stößt, ja. Aber die können dazu auch stehen, wenn es wirklich ihre eigene Agenda auch ausmacht. Wahrhaftige Mehrheiten werden dann aber entscheiden.
Es kommt doch primär gar nicht darauf an, mit der Brechstange bei den nächsten Wahlen möglichst viel rauszuholen, sondern auf eine vernünftige Politik. Und da bin ich durchaus davon überzeugt, dass das langfristig sogar hilft, Wahlergebnisse zu erzielen, die Grundlage weiterer erfolgreicher Politik werden können.
Ich selber gebe auch meine Stimme abwechselnd den Grünen oder der Linke, weil ich beide fördern will, und ich mir eine ökologische und soziale Marktwirtschaft wünsche. Und wenn da noch SPD- und CDU-Parlamentarier mitmachen, dann kann ich ab und an mal auch diese wählen.
Die demokratischen Abgeordneten sollten mal wirklich gucken, was jetzt wirklich gebraucht wird. Und das dann öffentlich erklären und begründen, und genau das sollte eine vernünftige Publikative dann aufgreifen. Und wer sich da unpopulär macht, der hat es wenigstens versucht, im wirklich eigenem Sinne und der eigenen Überzeugung nach. Soviel Streit braucht es einfach, und den darf man auch mal verlieren. Man muss es probieren, und wenn es nicht klappt, einfach in der nächsten Legislaturperiode nochmals versuchen.
Und der Bürger, der hat dann wirklich die Wahl. Und weis im besten Fall, wer wozu steht.
Kommentar vom 26.08.2026 23:12
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/infrastruktur-statt-stillstand-im-friedensparadox-pro-stuttgart-21/#comment-215510
@Michael 26.08. 20:10
„Ich glaube auch nicht, dass jemand religiös sein muss, um sich solcher Vor-Urteile zu enthalten.“
Ist das denn wirklich religiös, wenn Jesus was so sagt, dass es einfach überzeugt? Auch ohne die Autorität, die im später zuteil wurde, hatte er was zu sagen. Schätze ich mal. Sicher aber nicht alles, was man sagen kann.
Genau das scheint mir in manchen Kirchen zu kurz zu kommen, was eben nicht in der Bibel steht, aber dennoch richtig und wichtig ist. Eine gewisse Festschreibung mag ja nützlich sein, aber die Zeiten schreiten auch voran, und das Neue will gerne auch beachtet werden.
Ist das jetzt sogar ein Manko, das mit der Erfindung der Schrift einhergehen kann? Inzwischen sind wir sowieso in digitalen Medien unterwegs, und als Prosumenten dabei, sehr viel unmittelbarer zu kommunizieren, und wir sind dabei, auch Neu Gedachtes recht unverzüglich zu verbreiten, wenn auch mit eher kleiner Reichweite.
Und die KI mag inzwischen dazu beitragen, dass wir dennoch nicht ganz im Chaos dabei versinken. Umso wichtiger, sie nicht undurchsichtigen US-Konzernen zu überlassen.
„Der dialogische Monismus hat nach meiner Beobachtung sowohl religiöse wie auch nichtreligiöse, eben humanistische Zugänge.“
Wenn man den dialogischen Monismus als den gemeinsamen Blick auf einen Sachverhalt aus verschiedenen Blickwinkeln versteht, dann muss er ja auch humanistische Zugänge akzeptieren.
Kommentar vom 26.08.2026 16:29
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/buchtip-nicht-im-himmel-von-rabbiner-avraham-yitzchak-radbil-konstanz-bundeswehr/#comment-215490
@NI 26.08. 11:01
„Und jetzt ahnt man schon, warum Jesus als so gefährlich betrachtet wurde.“
Ich denk mal Jesus war nicht maßgeblich, weil er Wunder getan hat. Nur Wunder tun würde auch ich nicht als Anlass nehmen, zu glauben was er zu sagen hat.
Wenn aber einer wirklich was zu sagen hat, das mich wirklich überzeugt, dann nehme ich das auch gerne ohne Wunder an.
Wenn es um das Wunder des Lebens selber geht, dann ist das allerdings wiederum ein Faktum für sich. Und so weit man in echt schwierigen Zeiten wirklich Wunder braucht, da bin ich dann auch aufgeschlossen für.
Kommentar vom 26.08.2026 14:32
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/buchtip-nicht-im-himmel-von-rabbiner-avraham-yitzchak-radbil-konstanz-bundeswehr/#comment-215478
@Michael 25.08. 16:38
„Du siehst also, dass eine enorme Chance besteht, dass sich Juden- und Christentum sowie auch der Islam und weitere Religionen durch den interreligiösen Dialog auch selbst viel besser verstehen lernen, ohne ihre jeweilige Identitäten und Traditionen aufzugeben.“
Ja das ist ja auch praktikabel. Was soll man sich da streiten? Man muss natürlich davon runter, die einzig wahre Religion zu haben, bzw. damit leben, dass Andere was Anderes glauben, auch wenn die eigene Mythologie das eigentlich verbietet.
Inwieweit man jetzt noch in Konflikt zur Wissenschaft gerät, muss man auch gucken, wie man das macht. Wunder kennt die Physik nicht, und die Psychologie geht ihre eigenen Wege, das muss man aushalten. Oder besser noch irgendwie vereinbaren.
Vielleicht gibt es ja doch Wunder, allem voran das Wunder der Seele, nur die Physik ist eben diesbezüglich noch unvollständig. Und ein glaubender Mensch ist ja auch ein psychologisches Faktum, ob es den Psychologen jetzt passt oder nicht.
Ich denke, hier gibt es eine echte Basis für fruchtbaren Austausch, wenigstens aber für ein friedliches Nebeneinander.
Kommentar vom 25.08.2026 13:52
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/buchtip-nicht-im-himmel-von-rabbiner-avraham-yitzchak-radbil-konstanz-bundeswehr/#comment-215428
@Michael 24.08. 06:35
„Hohe spirituelle Errungenschaften stellen nach Ansicht der Tora kein Hindernis dar, sich mit denen zu verbinden, die diese Errungenschaften nicht teilen.
Sie bringt keine spirituellen Meister hervor, die auf realen oder selbst geschaffenen virtuellen Gipfeln thronen.
Im Gegenteil, je größer die Person ist, desto weniger fühlt sie sich anderen überlegen und distanziert.“
Gibt es unter den Juden entsprechend auch keinen Papst oder irgendein Oberhaupt?
Spirituelle Errungenschaften im Sinne eines tieferen Menschenverständnisses dürften einen dann tatsächlich den real existierenden Menschen näher bringen?
Kommentar vom 24.08.2026 14:19
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/buchtip-nicht-im-himmel-von-rabbiner-avraham-yitzchak-radbil-konstanz-bundeswehr/#comment-215364
@Michael 24.08. 06:35
„Eine demokratische Gesellschaft, in der Menschen verschiedener Religionen und auch nichtreligiöser Weltanschauungen miteinander auf dem Weg sind und voneinander lernen, wird dadurch insgesamt besser, dialogischer und resilienter gegenüber Krisen.“
Zunächst mal ist die Vielfalt einfach Fakt und Schicksal. Aber dann noch mehr draus machen, die Gelegenheit dazu ist günstig.
Wobei es nun doch aber Zeitgenossen gibt, die von Toleranz gar nichts wissen wollen. Und einige Wenige davon sogar Gewalttätig werden.
Aber all das muss unsere Dialoge nicht aufhalten. Da gibt es ein Reservoir an Vielfalt, das vielversprechend ist.
Kommentar vom 23.08.2026 23:43
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/buchtip-nicht-im-himmel-von-rabbiner-avraham-yitzchak-radbil-konstanz-bundeswehr/#comment-215315
@Hauptartikel
„G’tt versteht, dass die Menschen nun die Verantwortung für die Tora übernommen haben und als selbstständige, intelligente, aber eben auch kritische, Partner G’ttes am Schöpfungswerk aktiv teilhaben. Der Mensch soll nicht einfältig und von G’tt abhängig sein.“
Hört sich ja auch gut an. Und neben der Tora als Quelle dürfte dann jedes Buch und jeder Beitrag von allen möglichen Menschen ins Auge zu fassen sein. Gesammeltes Wissen wie auch erfahrenes Leben mögen auch Grundlage aller Diskurse sein dürfen.
„Die Tora ist nun nicht mehr im Himmel, sondern sie ist in der Hand der Menschen, und die müssen sie nun verstehen und interpretieren.“
Da steht eben nicht alles drin. Und ob die Tora wirklich 1:1 von Gott verfasst wurde, wage ich ernsthaft zu bezweifeln.
Ich vermute eher, dass da die Autoren der Tora von der damals neuen Alphabetisierung überaus begeistert waren. Und die Gelegenheit nutzten, einen konkreten Glauben einfach mal verbindlich festzuschreiben.
Ob das überhaupt eine gute Idee war, da bin ich mir nicht mal sicher. Auf jeden Fall entschärfen sich aber die möglichen Probleme damit offensichtlich deutlich, wenn man den Diskurs wirklich in die Hände der Menschen legt.
Von daher, ist „Nicht im Himmel“ eine echt gute Idee. Und die Resilienz, mit der die Juden offenbar durch immer wieder äußerst schwierige Zeiten gegangen sind, ist einfach nur bemerkenswert.
Kommentar vom 23.08.2026 16:25
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/verschwoerungsfragen-70-das-badebild-gegen-reichspraesident-ebert-beschaedigte-die-weimarer-republik/#comment-215297
@Michael 23.08. 14:31
„Wissenschaftlich ist völlig klar, dass die obersten zehn Prozent der Weltbevölkerung (zu denen auch sehr viele Deutsche, Österreicherinnen & Schweizer zählen!) für die enormen Schäden der Klimakrise die meiste Verantwortung tragen.“
Was dann zunächst auch mal Verantwortung und Gerechtigkeit betrifft. Diese knapp 1 Milliarde Menschen dürften für mehr als 50 % des Klimaschadens verantwortlich sein. Und genau dieselben Verantwortlichen hätten auch nur das Geld, unser Problem wirklich nachhaltig zu lösen.
Genügsamkeit mag auch schon was bewegen. Und einfach vernünftige Grüne Technik für den eigenen unverzichtbaren Lebensaufwand nutzen auch. Aber wer hier wirklich voll am Konsumieren dabei ist, der muss seine Beiträge leisten. Das können die anderen weniger solventen 90 % der Weltbevölkerung auf keinen Fall ausgleichen.
Kommentar vom 23.08.2026 13:49
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/verschwoerungsfragen-70-das-badebild-gegen-reichspraesident-ebert-beschaedigte-die-weimarer-republik/#comment-215288
@Michael 23.08. 00:03 / 09:53
„Ich glaube also nicht, dass finanzielle Anreize alleine wieder zum Anstieg der Geburtenraten führen.“
Muss ja nicht sofort sein. Ein entspannteres Wirtschaften und Leben mag mit der Zeit aber dennoch wirken. Und langsam aber sicher die Geburtenraten steigern, bzw. zunächst mal nicht noch weiter abstürzen lassen.
„Allerdings verdichten sich derzeit die Zins-Signale zum wahrscheinlichen Platzen einer Schuldenblase sehr.“
Auch die Staatsschulden müssten sich doch mit entsprechenden Vermögensteuern ausgiebig und nachhaltig abbauen lassen.
„Auch deswegen wäre der beschleunigte Ausbau erneuerbarer Heimat- und Wohlstandsenergien sowie von Batteriespeichern aus meiner Sicht klug.“
Da kann man dann mit dem frei gewordenen Geld auch umfangreiche Investitionen in Grüne Technik fördern.
„Wir verlieren durch die Krise der Publikative als Menschheit wertvolle Zeit, die wir eigentlich nicht mehr haben…“
Was nicht geht, geht eben nicht. Es bleibt, sich dennoch auf den Weg zu machen. Weniger Weltbevölkerung macht es dann aber auch leichter, wenn die Klima- und Wasserkrise auf die Landwirtschaftlichen Erträge geht und verbreitet Hochwassergefährdete Siedlungen aufgegeben werden müssen.
Kommentar vom 22.08.2026 23:47
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/verschwoerungsfragen-70-das-badebild-gegen-reichspraesident-ebert-beschaedigte-die-weimarer-republik/#comment-215231
@Michael 22.08. 16:12
„Auch diese Diktatur ließ Tausende massakrieren, unterdrückt die Menschen und ist längst am Scheitern. Beobachte ich.“
Wenn die so weiter machen, möglicherweise. Man könnte natürlich auch in China, wie gesagt, die Binnennachfrage fördern. Und dem würde ich noch hinzufügen, einfach die Arbeitszeiten reduzieren, zugleich den Karrieredruck mäßigen und so eventuell sogar wieder mehr Nachwuchs haben können.
Wenn jetzt allerdings die chinesischen Eliten alle auch voll im Geldrausch gefangen sind, und mit der Brechstange maximalen Umsatz und Profit weiter um jeden Preis haben wollen, dann geht es eben nicht.
Bei uns grassiert der Geldrausch sowieso, und das schon viel länger als in China. Allerdings haben wir hier demokratische Regularien, die eine vernünftige Reaktion auf die demografische Nachfragekrise eher möglich machen, als in einer Diktatur.
Allerdings steht auch bei uns die Demokratie offenbar auf der Kippe, vermutlich aus genau den selben Gründen, die auch China ins Wanken bringen.
Wer hier jetzt dennoch die Kurve kriegt, das scheint mir derzeit unklar zu sein. Es könnte auch China werden. Immerhin hat man auch schon länger die Zeichen der Zeit verstanden, und hat da jetzt die beste und günstigste Grüne Technik anzubieten.
Am Ende entscheidend könnte der gewinnen, der es schafft, genug Steuern auf ein dann nicht mehr wachsendes Kapital durchzusetzen und damit dann Binnennachfrage wie auch wieder mehr Nachwuchs zu ermöglichen. Ich weiß jetzt nicht, wer das sein wird. Die USA unter Trump wohl eher als Letzte.
Auch wenn China im Globalen Süden viel Investiert, wäre das keine soo schlechte Idee. Die Länder können es brauchen, als Erstes eine billige solare Energieversorgung. Die macht dann dort gleich ganz viel Eigeninitiative möglich. Das könnte die Nachfragekrise noch einmal um 10 oder 15 Jahre irgendwie halbwegs ausgleichen. Zeit, sich um die eigentlichen internen Probleme zu kümmern.
Letztlich geht es ja wirklich nur um Überflusskrisen, die aber wesentlich grundlegender sind, als nur Konjunkturschwankungen. Das Einzige, das wirklich bedroht ist, das ist die Gier selber.
Kommentar vom 22.08.2026 15:11
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/verschwoerungsfragen-70-das-badebild-gegen-reichspraesident-ebert-beschaedigte-die-weimarer-republik/#comment-215175
@Michael 22.08. 11:12 / 11:20
„Zwischen der dialogisch-monistischen Sozialdemokratie und dem feindselig-dualistischen Kommunismus liegen die Welten des Anstands, des Friedenswillens, der Gewaltenteilung und demokratischen Republik.“
Natürlich argumentieren die Kommunisten nur über die Wirtschaft, im Sinne eines endgültigen Endes von Ausbeutung.
Und meinen eben, das das Geld immer wieder auch Demokratie korrumpiert. Und es deswegen nur geht, wenn die Diktatur des Proletariats verwirklicht wird.
Inzwischen wissen wir, dass das zumindest in der Sowjetunion nicht funktioniert hat. Armut für fast alle war die Folge. Und ein umfassender Krieg gegen die eigenen Leute auch noch.
China geht inzwischen zumindest teilweise andere Wege. Die Wirtschaft brummt, Freiheit allerdings Fehlanzeige. Wie das da weitergeht? Echt keine Ahnung.
Die Linke scheint mir sehr demokratisch, nur die BSW deutlich zu Putinfreundlich.
„Die Publikative in der Aufmerksamkeitsökonomie ist die am leichtesten durch Geld zu manipulierende Schwachstelle jeder demokratischen und also gewaltenteiligen Republik.“
Twitter und die Washingtonpost kann man offenbar kaufen. Und antisoziale Netze auch aufbauen, wenn das gar nicht direkt wirtschaftlich ist, wenn man denn nun genug in der Kampfkasse hat. Spätestens, wenn das dann tatsächlich die weiteren Geschäfte mit den fossilen Brennstoffen fördert, kommt das investiert Geld ausgiebig wieder herein.
Was machen wir jetzt damit? Mediale Alternativen aufbauen und selber nachhaltig Investieren, fällt mir dazu ein.
Kommentar vom 21.08.2026 13:46
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/verschwoerungsfragen-70-das-badebild-gegen-reichspraesident-ebert-beschaedigte-die-weimarer-republik/
@Michael 20.08. 19:11
„Die auf Wirtschaft verkürzende Weimar-Dreiteilung muss also nicht das letzte Wort bleiben.“
Die Wirtschaft war schon ein Faktor, denk ich mal. Aber nicht alleine, das auf jeden Fall. Auch die Kommunisten waren ja durchaus gewalttätig involviert, und deren Thema ist ja auch die Wirtschaft, grundlegend.
„Ich überlege nun ernsthaft, auch in Zukunft immer wieder an Details aus der Weimarer Zeit anzuknüpfen.“
Soweit ich das mitbekommen habe, war auch die Publikative sehr gespalten, zwischen Kommunisten und Faschisten. Und die Unruhe auch auf den Straßen war vielen wohl zu viel.
Ich weiß nur noch von meiner Oma, dass man abends in der Innenstadt kaum noch auf die Straße gehen konnte. Da war man zunächst auch noch froh, als die Nazis die Macht übernahmen, und endlich Ruhe auf den Straßen war.
Kein Vergleich zu Übergriffen der Nazis selbst und den Bombenangriffen, die dann letztlich die Folge der Naziherrschaft waren. Vermutlich hat man hier soweit leider nicht gedacht. Und man konnte sich womöglich die tatsächliche kriminelle Energie dieser Nazis offenbar nicht so recht vorstellen.
Kommentar vom 21.08.2026 13:06
https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/was-wuerde-ein-alkoholverbot-fuer-jugendliche-bringen/#comment-104136
@Stephan 21.08. 10:36
„Dass es bei allem ein „zu viel“ gibt, geschenkt! Aber es gibt auch ein „zu wenig“.“
So siehts aus, es kann auch m.E. tatsächlich ein zuwenig geben.
Und das Problem beim zuviel lässt sich auch nicht mit höheren Preisen lösen. So quält man die Betroffenen nur noch mehr.
Kommentar vom 20.08.2026 23:18
https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/was-wuerde-ein-alkoholverbot-fuer-jugendliche-bringen/#comment-104115
@Hauptartikel
Kontaktförderung und Alkoholismus sind dann wohl die zwei Seiten bei dem Thema. Das Eine mag echt gesund sein, und das Miteinander insgesamt sehr fördern können. Wenn freilich der Konsum immer mehr dabei steigt, vermutlich weil das Miteinander dann doch nicht so viel besser wird, dann kann das anfangen Richtung Alkoholismus zu kippen.
Die Beste Droge ist ein klarer Kopf, hab ich mal gehört. Und man kann sich auch den Alkohol so abgewöhnen, dass man dennoch ein förderliches Miteinander findet. Insbesondere macht das Sinn, wenn man bei deutlich zu viel Alkohol angekommen ist.
Was dann aber auch mal schwer oder praktisch unmöglich sein kann. Suchteffekte können rein praktisch unüberwindbar sein.
Kommentar vom 20.08.2026 23:03
https://scilogs.spektrum.de/positive-psychologie-und-motivation/wenn-fremdbilder-unsere-selbstbilder-werden-ueber-die-macht-von-zuschreibungen-und-die-kraft-der-selbstbestimmung/#comment-1999
@Hauptartikel
„Vielleicht gehört zu einem stimmigen Leben deshalb auch eine Fähigkeit, sich immer wieder zu fragen, welche Vorstellungen über uns tatsächlich unsere eigenen sind und welche wir irgendwann von anderen übernommen haben.“
Nicht vielleicht, das dürfte sogar grundlegend sein.
Aber hier wirken nicht nur Diagnosen, auch das professionelle Selbstmodell von z.B. Therapeuten hat doch ähnliche Wirkungen. So wie die den Menschen allgemein und damit auch ihre Klienten sehen, kann das schon abfärben.
Und das nicht unbedingt im Positiven.
Sich dagegen zu behaupten ist schon eine echte Herausforderung. Da ist es öfter von Vorteil, möglichst stur und unaufgeschlossen zu sein. Und wenn man dann als schlechter Patient da steht, dann lässt man es am Besten so sein. Das könnte, meine ich, ein wesentlicher Teil allgemeiner Resilienz sein.
Kommentar vom 20.08.2026 16:04
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/verschwoerungsfragen-70-das-badebild-gegen-reichspraesident-ebert-beschaedigte-die-weimarer-republik/#comment-214910
@Marie H. 20.08. 11:35
„Als Medien-Konsumenten tragen wir alle Verantwortung.“
Ich kann es auch schwer nachvollziehen, wie die Leute sich so manchen Unfug reinziehen. Das guck ich mir doch nicht an. Da recherchiere ich lieber per KI, da kommt sehr viel eher was bei rum.
„Nicht nur kurzfristig in ein enges „An-die-nächste-Wahl“-Denken verfallen, sondern die Folgen von Diffamierung und Hetze gegen die politische Konkurrenz zu bedenken, ist der Auftrag an alle Politiker.“
Und auch der Medien selber. Soweit die Eigentümer der jeweilige Medien das überhaupt noch zulassen, zumindest.
Wobei ja eigentlich auch eine konstruktive Diskussion etwa zwischen Grünen und der CDU oder zwischen Linkspartei und den Grünen, wirklich produktiv weiterführen könnte. Das sind ja jetzt auch noch mal echte Gelegenheiten, umfassendere Horizonte gemeinsam zu erschließen?
Gerade das Fehlen mancher grundlegender Perspektiven sind doch auch verpasste Chancen.
Was machen denn eigentlich unsere Parlamentarier die ganze Zeit, die sie offenbar haben? Da sollen die doch mal das Gespräch untereinander suchen. Und ihre dabei gefundenen Erkenntnisse nicht nur in der Parlamentarischen Arbeit nutzen, sondern auch in ihre Parteiblasen zurücktragen.
Wir gehen doch wählen, damit auch was in unserem Sinne passiert. Das ist doch der Kern der ganzen Veranstaltung. Und vor jeder vernünftigen Politik kommen nun mal vernünftige Horizonte und damit gelebte Perspektiven.
Kommentar vom 19.08.2026 23:03
https://scilogs.spektrum.de/meertext/total-solar-eclipsis-2026-noerdlich-von-madrid/#comment-9434
@Sichelflecken
Ist das schonmal jemand aufgefallen, dass auch die Lichtflecken auf dem Waldboden eine Sichelform annehmen? Das sieht man aber erst richtig ab 80 % Verdeckung.
Diese normalerweise recht kreisrunden Lichtflecken sind ja letztlich auch alles Sonnenabbilder von Lochkameras. Das Loch ist dann eine Lücke im Blätterdach, und der Schirm eben der Waldboden in 20 Meter Abstand.
Ich selber habe nicht rechtzeitig eine Sofibrille gekauft, und ich bin lieber zuhause geblieben, nicht dass ich mir noch die Augen schädige, wenn ich es nicht lassen kann, dennoch hinzugucken.
Also haben wir auf irgendeiner Webseite die ganze Sofi als Livestream geguckt. Und eben auch die Sichelflecken auf der hellgrauen Wand vom Kirchturm gegenüber beobachtet. Die waren so an die 40 cm groß und ganz deutlich für ca. 15 Minuten hier in Dortmund zu sehen, während sie vom Wind leicht hin und herbewegt wurden. Hätte ich mal fotografieren sollen, ich war so fasziniert, dass ich nicht dran gedacht hab.
2081 werde ich es nachholen, versprochen.
Kommentar vom 19.08.2026 15:18
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-psychologie-der-drachenlord-hater-feindseliger-dualismus-digitaler-thymos-mimesis/#comment-214770
@Karl Bednarik 18.08. 01:02
„Jetzt kommen gerade einige Jahre mit zu viel Sommer.“
Gerade die Tierhaltung beschert ja auch erhebliche Reserven bei weltweit einbrechenden Erträgen. Sobald man eine Krise feststellt, kann man als Erstes die Nutztiere so schnell wie möglich schlachten, und bevorzugt essen bzw. Einfrieren, soweit das technisch möglich ist.
Danach sind wir dann alle Zwangsveganer, und könnten vermutlich mit knapp der Hälfte der ursprünglichen Erträge dennoch satt werden.
„Man benötigt ausreichend große Anlagen zur Produktion von Nahrung aus Mikroorganismen.“
Das wäre sowieso eine Lösung, mehr besseres Essen weltweit zu ermöglichen. Bevorzugt interessant wäre es, gleich tierisches Eiweiß und tierisches Fett ganz mit grünem Wasserstoff aus Solarstromüberschüssen herzustellen.
Man könnte umfangreiche Flächen der Natur zurückgeben, würde vermutlich eine Menge Kosten sparen, und eben wirklich alle Menschen gut versorgen können. Und krisenfester auch noch.
„Man benötigt konsequent EMP-resistente Informatik-Systeme.“
Unbedingt.
Kommentar vom 18.08.2026 23:12
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/infrastruktur-statt-stillstand-im-friedensparadox-pro-stuttgart-21/#comment-214674
@Michael 18.08. 18:24
„Für mich liegt die Antwort nicht in der Rückkehr zu alten Zwängen, sondern in einem Dialog der vielen Verschiedenen – die gemeinsam immer wieder Sinn finden.“
Gerne auch im Bundestag. Gerade über Parteigrenzen hinweg. Es geht nicht nur um das Aushandeln und Abstimmen von vernünftigen Gesetzen im Sinne eines erträglichen Interessenausgleichs.
Obwohl der natürlich sehr wichtig wäre. Aber es geht auch einfach darum, dass die Parlamentarier voneinander lernen, und in den Diskursen zu neuen Erkenntnissen kommen.
Der Bundestag ist ja auch die Bühne, auf der sich die jeweiligen Parteiblasen endlich auch mal treffen. Entsprechend interessant wäre es schon, was da ein wirklich aktiver Bundestag mit all seinen Ressourcen fertig bringen könnte.
Geloste Bürgerräte könnten auch jede Menge Themen liefern, die der Bundestag gleich vor Ort bearbeiten könnte.
Ganz doof ist, dass zukünftige Generationen keinerlei Wahlrecht haben. Nicht mal Kinder unter 16 oder gar 18. Es sollten doch wenigstens die Eltern für ihre Kinder Extrastimmen haben. Für jedes Kind für jeden erziehenden Elternteil eine halbe Stimme Extra, bei Alleinerziehenden eine ganze.
Das müsste die Lage schon etwas verschieben können.
Kommentar vom 17.08.2026 23:16
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/infrastruktur-statt-stillstand-im-friedensparadox-pro-stuttgart-21/#comment-214546
@Michael 17.08. 21:03
„Ganz unmetaphorisch: Um lebenswert und zukunftsfähig zu bleiben, werden Regionen sehr viel in klima-resiliente Infrastruktur investieren müssen.“
Gerade wenn es mangels Kindern mangelnde Nachfrage gibt, müsste man doch erst recht in Infrastruktur investieren. Wenn das Geld dafür fehlt, dann eben Kapital mehr besteuern. Von dem Kapital wird ja nun auch weniger von gebraucht, wenn es mangels Kindern nicht mehr viel zu wachsen gibt.
Wenn weniger Bauarbeiter gebraucht werden, um neue Wohnungen zu bauen, dann sollen die eben die Altbestände klimafreundlicher machen, oder eben Bahnhöfe und dergleichen bauen. Oder Fernwärmenetze, die mit integrierten Großwärmepumpen neben Wärme auch ein Kaltwassernetz zur Verfügung stellen können. Arbeitet die Großwärmepumpe mit Bodensonden, dann kann man da im Sommer kaltes Wasser raus ziehen, ohne dass hierfür die Wärmepumpe gebraucht wird. Man muss nur das kalte Wasser zum Kunden pumpen. Und der Boden um die Bodensonden wird dann sogar wärmer, dass es die Wärmepumpe im nächsten Winter einfacher hat.
Auch Investitionen in die europäische Verteidigungsfähigkeit inclusive Softwareunabhängikeit wirken durchaus auch wirtschaftlich, wie auch alle Investitionen in die europäische Energiewende.
Ich meine, wir sollten uns überlegen, was wir wirklich brauchen. Dann haben wir auch gleich was zu tun, das wirklich Sinn macht.
Auch für die Kapitalisten ist es sehr von Vorteil, wenn europäische Investitionen nicht von russischen Kinshalraketen zerstört werden. Die Versicherung zahlen für sowas nun mal nicht. Keinen Cent. Und auch sind inzwischen immer mehr hochwassergefährdete Gebäude längst nicht mehr bezahlbar zu versichern.
Da kann man nur noch hoffen, dass es einen möglichst spät trifft. Und nach dem Hochwasser neu Bauen an gleicher Stelle macht auch keinen Sinn mehr. Womit dann auch der Grundstückswert weg wäre.
Kommentar vom 17.08.2026 14:54
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/infrastruktur-statt-stillstand-im-friedensparadox-pro-stuttgart-21/#comment-214490
@NI 17.08. 11:20
„die augenscheinlichste ist , dass man sich eine größere Wohnung gar nicht mehr leisten kann. Bei 10 € pro m² ist eben nach zwei Kindern schluss.“
Ich denke auch das hat viel einfach mit Geld zu tun. Einige schon wären mit Kindern komplett überfordert, öfter bleibt es bei einem Kind, insbesondere wenn die Beziehungen nicht lange halten. Damit das insgesamt passt, brauchen wir jede Menge Familien mit 3, 4 oder gleich 5 Kindern.
Und das wird dann teuer für die Familien. Hier bräuchte es dann sehr viel mehr finanzielle Unterstützung, und die ist dem Staat einfach im Größenordnungen zu teuer.
Es gibt ein Lied von Stoppok mit dem Titel „Das ist die harte Zeit zwischen Twentours und Seniorenpass. Keiner gibt Rabatt, keiner, der Erbarmen hat….“
Die jungen Leute studieren noch, die zahlen nichts ein. Die Älteren haben schon geerbt, wenn sie Glück haben, und müssen da praktisch null Steuern und Abgaben für zahlen. Fast alles müssen die zwischen 30 und 55 bezahlen. Genau in dem Alter, wo man eben auch Kinder zu versorgen hat.
Ich denke mal, das mit einer funktionierenden Familienförderung hat einfach noch keiner erfolgreich ausprobiert, weil es viel zu teuer ist. Offenbar geht das nur über nicht unerhebliche Kapitalsteuern, und genau die will man unbedingt vermeiden.
Natürlich gibt es noch andere Faktoren, etwa dass sich die Väter zu gleichen Teilen an der Carearbeit beteiligen. Und genau soviel Elternteilzeit wie die Mütter nehmen. Oder wirklich verlässliche Kinderbetreuung. Aber ab 3 Kindern dürfte das Geld immer maßgeblicher werden.
Kommentar vom 17.08.2026 00:21
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-psychologie-der-drachenlord-hater-feindseliger-dualismus-digitaler-thymos-mimesis/#comment-214377
@Michael 16.08. 17:53
„Ich reduziere die Belastungen der Mitwelt lieber durch Verzicht auf Fleisch.“
Wenn es dir schmeckt, und Du damit klar kommst, dann machst Du da kaum was verkehrt mit. Wenn das noch viel mehr Leute so machen, dann müssen wir eben jede Menge Flächen stilllegen. Dann wächst da eben Wald oder es Grasen da freilaufende Wisentherden.
@Uli Schoppe 16.08. 23:18
„Das ist zumindest bei uns hier kein Argument. Wir sind nicht darauf angewiesen, oder?“
Bei mir schon. Ich verbrauche Unmengen Zucker in Getränken über den Tag, da hätte ich tatsächlich schnell einen Eiweißmangel in meiner Gesamternährung. Bohnen und Erbsen werden das vermutlich nicht ganz ausgleichen können. Allerdings wäre es bei mir realistisch, neben Milchprodukten und Eiern nur noch halb so viel Fleisch zu essen.
Schätze ich mal, zumal ich meinen speziellen Hunger durchaus ernst nehme. Der entscheidet bei mir, was auf den Tisch kommt.
„Ist schließlich kein Naturgesetz an dem ich nicht vorbei komme auch wenn ich das möchte.“
Ich kann ja auch sofort Fakten schaffen, und meinen Fleischkonsum halbieren. Und ich habe es auch konkret vor, genau das auch noch umzusetzen.
„Ja natürlich wollen die auch verdienen. Aber auch das ist doch eine Systemkomponente die man verändern kann.“
Genau. Nur die Bauern haben wir dann eben nicht so leicht auf unserer Seite. Man müsste zumindest gucken, dass die weiterhin in der Landwirtschaft tätig sein können. Mehr Tierwohl und mehr Bio auf dem Acker macht genau die Mehrarbeit, die mit Flächenstilllegungen verloren gehen würde. Das müsste man eventuell doch den Bauern verständlich machen können.
„Solange die Dinge sind wie sie sind ist es eigentlich dumm nicht wenigstens etwas damit zu machen.“
Es geht bei der Biogasanlagenbehandlung und Kompostierung vor allem darum, dass nicht die Böden überdüngt werden, das der Stickstoff nicht ins Grundwasser gelangt, dass man nur noch wenig Mineraldünger braucht und auch die Stickoxidabgabe in die Atmosphäre weniger werden. Soweit mir das jetzt bekannt ist zumindest.
Und ein gewisse Menge Biogasmethan hätte man auch noch, warum nicht. Und wenn man es gebrauchen kann, auch noch CO2-Anteile, falls man damit z.B. E-Fuels herstellen will.
„Wir produzieren aber so, das wir eigentlich Gülle zurückschippern müssten. Man finde den Fehler.“
Ist irgendwie klar, dass man die Tiere praktischerweise da hält, wo auch das Viehfutter wächst. Der Transport von fertigem Fleisch dürfte einfacher sein, als das Futtermittel hin und die Gülle zurückzuschippern.
Das mit dem Zurückschippern könnte allerdings eine tatsächlich Option sein? Die Schiffe voll mit Soja aus Brasilien fahren womöglich sowieso halb leer zurück.
„Natürlich. Aber nicht mal das bekommen wir im Moment hin. Nicht mal diesen Mindeststandard.“
Deswegen predige ich ja jetzt auch. Aber die Verbrauchseite habe ich in jedem Fall selber in der Hand. Das ist zusammengenommen auch eine Macht.
„Eine Einschränkung beim Fleischkonsum bedroht bei mir nichts grundlegendes.“
Das sollte meine ich auf jeden Fall freiwillig sein. Ich halte gar nichts davon, Fleisch einfach teuer zu machen. Das trifft dann nur die, die sowieso schon knapp bei Kasse sind.
„Die Art und Weise wie die Umstellung der Energieversorgung einfach ins Private geschoben wird allerdings schon. Das müsste so nicht sein.“
Wenn ich ein Auto bräuchte, und kein Geld für einen E-Neuwagen hätte, müsste ich sowieso bis zu 10 Jahre warten, bis es genug E-Gebrauchtwagen auf dem Markt gibt.
Immerhin hat mir meine Wohnungsgenossenschaft versprochen, dass wir in dieser Straße in jetzt 3 Jahren Fernwärme auf Basis von Industrieabwärme bekommen. Und auch versprochen haben die, dass in jetzt 8 Jahren auch die PV-Anlage auf hoffentlich allen Dächern dazu kommt. Platz ist hier im Wohnblock jede Menge, das sind an die 60 Mietshäuser mit einigen Süddächern und ganz viel Ost- uns Westdächern.
Ich vermute mal, das es hier noch rechtliche Schwierigkeiten gibt, dass wir im Wohnblock alle gemeinsam unsere Dachflächen nutzen und gemeinsam den gewonnen Strom selber verbrauchen.
Die Speicher jedenfalls gibt es inzwischen auch, dass wir uns über das Sommerhalbjahr komplett selbst versorgen könnten. Spätestens wenn wir noch eigene Ladesäulen anbieten, und es immer mehr E-Autos gibt. Auch sich in den oberen Etagen eine Klimaanlage zuzulegen wäre mit genug eigener PV-Leistung sehr attraktiv.
Wie viel wir für die Einspeisung von dann immer noch anfallenden Überschüssen bekommen ist recht egal. Das wird nicht eh nicht so viel sein. Dass wir aber im Winter unseren eigenen dann brach liegenden Solarstromspeicher nutzen können, um billigen Windstrom einzuspeichern um dann in Dunkelflauten keine extrateuren Strom nutzen müssen, das wäre relevant.
Und wenn wir unsere eigenen E-Autos bidirektional direkt vor der Tür anschließen können, dann können die Autoakkus noch reichlich beim Stromspeichern mithelfen.
Kommentar vom 16.08.2026 17:09
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-psychologie-der-drachenlord-hater-feindseliger-dualismus-digitaler-thymos-mimesis/
@Michael 16.08. 15:19 / felo.ai
„Die Veredelung von Ackerfrüchten über Tiere ist meist ressourcenineffizienter als der direkte menschliche Verzehr pflanzlicher Lebensmittel.“
Immerhin kommt es dabei aber auch zu einer Aufkonzentrierung von wertvollem Eiweiß. Außerdem haben wir jetzt schon Überschüsse in der gesamten Produktion, weniger Tierisches würde noch viel mehr Überschüsse zu Folge haben. Ob das gut oder schlecht ist, ist keine einfache Frage. Man hätte mehr Platz für freie Natur, aber die Bauern wollen auch gerne ihre Flächen bestellen und gut damit verdienen.
„Hohe Tierdichten können Nährstoffüberschüsse erzeugen und Gewässer belasten.“
Erstmal die Gülle durch die Biogasanlage leiten, oder auch danach noch verkompostieren könnte da helfen. Was gar nicht geht, ist eine Massentierhaltung mit zu viel importierten Futtermitteln. Man müsste dann einen Teil der Gülle dahin zurückbringen, wo die Futtermittel herkommen. Soviele Nährstoffe können dann einerseits hier nicht verarbeitet werden und landen noch im Grundwasser, und fehlen zugleich in den Anbaugebieten der Futtermittel.
„Tierhaltung, besonders die Rinderhaltung, ist eine bedeutende Quelle von Methan und Lachgas.“
Auch das ließe sich mit Biogasanlage und Kompostierung entschärfen?
„Die bloße Größe eines Betriebs erklärt aber weder Umweltwirkung noch Tierwohl vollständig.“
Vernünftige Betriebsgrößen dürften aber schon von Vorteil sein. Aber wie man es macht, das mag wichtiger sein.
„sowie Haltungsstandards, die Gesundheit und artspezifisches Verhalten messbar verbessern.“
Das auf jeden Fall.
Kommentar vom 16.08.2026 15:08
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-psychologie-der-drachenlord-hater-feindseliger-dualismus-digitaler-thymos-mimesis/#comment-214331
@Michael 16.08. 05:44
„Auch ich selbst hatte ja vor einigen Jahren die algorithmischen Konzernmedien Facebook, Meta und X zugunsten des Fediversum hinter mir gelassen und stelle eine deutliche Beruhigung des Empfindens und eine Steigerung der Lebensqualität fest.“
Ich durfte mal an einer Fortbildung für die Mitarbeiter der Stadt Dortmund zum Thema Facebook teilnehmen. Man war da auf der Suche nach mehr medialer Reichweite.
Ich hab das allerdings dann abgebrochen, und mich entschieden, mich dem komplett zu verweigern. Ich hatte einfach keine Lust, mich von algorithmischen Timelines nerven zu lassen. Und das Unheil, dass sich da inzwischen eingestellt hat, zeigt nun mal, dass das bei mir eine gute Idee war. Ich denk mal, ich habe da echt nichts verpasst.
Was nützt alle Reichweite, wenn man unweigerlich in Blasen geschickt wird und zumeist rechtsdualistisch aufgehetzt wird. Egal wie qualifiziert man da Beiträge einstellt, es wird am Ende S. draus gemacht.
„Nimm noch den Verzicht auf Fleisch aus der verschwenderischen, industriellen Massentierhaltung hinzu und es zeigt sich: Solarpunk führt zu mehr Wertschöpfung, Wohlstand, Weltfrieden und Wohlbefinden.“
Weniger Fleisch essen und die Tiere würdiger behandeln, da gehe ich gerne mit. Schon mit um die 10 % höheren Kosten wäre schon sehr viel tierfreundliche Haltung möglich. Ansonsten meine ich aber, dass ein gewisses Ausmaß an Nutztieren einfach zur Landwirtschaft gehört.
Wer Milchprodukte und Eier isst, der kann auch das Fleisch der Kühe und Hühner essen, das schon mal sowieso.
Aber es Fallen auch jede Menge Reste an, die man sehr gut an Hühner und Schweine verfüttern kann. Und es gibt eine Menge Weideflächen, die nicht als Acker taugen und nur mit grasfressenden Tieren genutzt werden können.
Schon mit halb soviel Fleischverbrauch käme man vermutlich in Bereiche, die wirklich sinnvoll sind. Und selbst das würde schon viele Flächen freimachen, die man aus der Nutzung nehmen müsste. Was ok wäre, einmal kann man dann mehr bodenverbessernde Maßnahmen umsetzten. Dann kann man Flächen aufgeben, die durch die Klima- und Wasserkrise nicht mehr vernünftig genutzt werden können.
Und man kann eben auch der Natur mehr Raum geben, wieder mehr Wald wachsen lassen, Flussauenlandschaften und Moore wiedervernässen oder auch hier und da einfach Blühstreifen und Brachflächen einrichten.
Letztlich haben wir in der EU ein Überschussproblem, das sich noch deutlich verschärfen würde, wenn die Ukraine der EU beitritt. Wenn wir dann auch noch wenig Fleisch essen, dann muss man schon gucken, wie man erhebliche Flächen aus der Nutzung nehmen kann. Nun gut, wenn uns das zukünftige Klima wirklich hart trifft, und große Flächen von üblen Missernten bedroht sind, dann verkleinert sich auch das Problem mit der Überproduktion.
Nebenbei würde eine EU-weit sinkende Bevölkerung natürlich auch noch ein Faktor sein.
Wir könnten allerdings auch Lebensmittel an China verkaufen. So weit ich das mitbekommen habe, haben die da Bedarf. Wenn da freilich die Bevölkerung abnimmt, wird das dann auch wieder weniger.
Kommentar vom 15.08.2026 23:55
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-psychologie-der-drachenlord-hater-feindseliger-dualismus-digitaler-thymos-mimesis/#comment-214226
@Michael 15.08. 11:00
„..dass manche nicht über den nationalen Tellerrand hinausdenkend wollen und auf ewiges Wirtschaftswachstum setzen, obwohl unsere Bevölkerung bereits mangels Kindern und mangels Zuwanderung implodiert.“
Dass Binnenmigration innerhalb der EU das Verfallspotential nur verschiebt, dürfte allerdings klar sein? Nun gut, dann gibt es wenigstens florierende und wachsende Regionen. Was aber jetzt nicht jedem wirklich hilft. Die Mieten etwa in Köln oder Düsseldorf machen es Finanzschwachen wie z.B. Studenten wirklich nicht einfacher.
Migration aus Afrika hätte zumindest den Vorteil, dass man da noch schnell wachsende Bevölkerungen hat, denen hilft das dann, wenn es Afrikaner nach Europa schaffen. Und das produziert dann eben auch keinen Verfall in Afrika selbst.
Wenn man sich allerdings damit abfindet, dass es auch ohne Geldrausch geht, und wir es uns in einer schrumpfenden Wirtschaft dennoch gemütlich machen können, indem wir einfach weniger Arbeiten, dann müsste das doch auch gehen.
Auch die Energiewende kann dennoch weiterlaufen. Da ist im Prinzip so viel mehr gar nicht zu investieren, es geht vor allem um den Austausch von Fossiler zu Grüner Technik. So viel teurer wird das gar nicht, scheint mir.
Es gibt auch eine Menge Leute nah am Burnout, und unser Nachwuchsmangel dürfte auch mit viel Ausbildungs- und Karriereaufwand verbunden sein. Dazwischen noch Kinder zu quetschen funktioniert eben nicht hinreichend.
Wir müssen eben nur die Nachfragekrise ernst nehmen, und nicht mit noch mehr Leistung und Exporten reagieren, sondern eben die Nachfrageschwäche durch die Förderung z.B. von jungen Familien ausgleichen. Praktischerweise finanziert durch Kapitalsteuern. Ohne Wachstum muss ja auch das Kapital nicht mehr wachsen. Wofür auch?
Die Förderung der Energiewende auch in den armen Ländern wäre freilich noch ein Projekt, das Arbeit und Wachstum hier bei uns sinnvollerweise mit sich brächte. Oder wir machen es mit einer deutlich schnelleren Energiewende bei uns, dass schafft dann auch noch mal Wachstum.
Kommentar vom 15.08.2026 23:09
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-psychologie-der-drachenlord-hater-feindseliger-dualismus-digitaler-thymos-mimesis/#comment-214220
@Michael 14.08. 00:25
„Aus meiner Sicht kann dialogischer Monismus nur dann funktionieren, wenn er sich wirklich als Austausch von Verschiedenen, nicht als Monolog versteht.“
Wenn es um Erkundung von Sachverhalten geht, dann führen ja auch verschiedene Sichtweisen zu einem besseren Gesamtbild. Mehr oder weniger. Und was gut durchdiskutiert ist, bleibt dann auch als eventuell robustes Ergebnis übrig.
Und so geht der Mikrokulturprozess eben vorwärts, er kann gar nicht anders.
Das Chaos, dass manche so anrichten mag stören. Aber dagegen geht es unter vernünftigen Menschen zugleich auch immer vorwärts. Meine ich zu beobachten.
Kommentar vom 15.08.2026 15:00
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/roemisches-geld-als-medium-ein-fundstueck-aus-la-souterraine-frankreich/#comment-214131
@Michael 15.08. 00:07
„Bisher sehe ich die Akteure des Fossilismus noch klar im strategischen Vorteil, quer durch Europa…“
Und doch geht es vorwärts. Mehr E-Autos und mehr Wärmepumpen machen auch mehr Zubau von PV, Windkraft und Netzspeichern interessant. Und PV und Wind einerseits und mehr Speicher andererseits fördern sich gegenseitig.
Und wenn auch die Speicher, vor allem die in den E-Autos verbauten, in Frankreich erstmal die Atomkraft fördern, machen die zugleich auch sehr viel mehr PV und Windkraft möglich.
Und wenn die ganze Grüne Technik noch deutlich billiger wird, dann kann das auch unwiderstehlich werden. Günstiger Strom fördert so ziemlich alles.
Irgendwie stehen wir ja auch in internationaler Konkurrenz. Wenn China und ein wesentlicher Teil des Globalen Süden ihre Energiewende komplett machen, dann steht ein Europa mit horrenden fossilen Strompreisen nicht mehr so gut da.
Gerade wenn Frankreich es ernst macht, und eine komplett neue Generation von AKW-Neubauten baut, müsste das in eine umfassende Staatspleite führen. Da werden weder Mini-AKWs noch Kernfusion billiger sein. Das ist und bleibt alles am Markt unbezahlbar. So jedenfalls meine Prognose.
Kommentar vom 14.08.2026 23:56
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/roemisches-geld-als-medium-ein-fundstueck-aus-la-souterraine-frankreich/#comment-214028
@Michael 14.08. 16:20
„aber auch in Frankreich kippt die politische Stimmung von der Energiewende in den rechten Fossilismus zurück.“
Und dennoch würde es mich echt wundern, wenn man in Frankreich nicht doch aus der Kernenergie aussteigt, wenn die bestehenden AKWs aus Altersschwäche ausgemustert werden müssen und endlos teure und langwierig zu errichtende Kernspaltungs- oder Kernfusionskraftwerke gebaut werden müssten.
Wenn sich die sinkenden Preise von PV-Modulen und Kurzfristspeichern weiter fortsetzen, wird das einfach wirtschaftlich so interessant, dass das so ziemlich jeder haben will. Zumal gerade in Frankreich genügend sehr interessante PV-Standorte zur Verfügung stehen.
Insbesondere im Südosten Frankreichs hat man bis zu 2000 Kwh Ertrag im Jahr bei optimaler Ausrichtung der Module. In Deutschland maximal 1450 Kwh, aber auch nur ganz im Süden von Süddeutschland. In Dortmund nur 1250 Kwh. In der Sahara sind es bis zu 2600 Kwh, da sind die besten Standorte in Südostfrankreich schon ganz gut.
Siehe hier: https://globalsolaratlas.info/
Insbesondere Freiflächenanlagen brauchen eigentlich nur wenig Platz, und können wirklich ganz gezielt an den besten Standorten errichtet werden, ohne dass man da Platzmangel bekommt. Und die besten Standorte dürften zugleich recht trocken sein, dass man zwischen den Modulen die Flächen auch ganz gut noch als Viehweide nutzen kann. Praktischerweise mit Ziegen, die knabbern fast allen Bewuchs ab, dass man da nicht noch groß Unkraut jäten muss.
Kommentar vom 14.08.2026 17:18
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/roemisches-geld-als-medium-ein-fundstueck-aus-la-souterraine-frankreich/#comment-213982
@Michael 14.08. 16:20
„Doch für den Moment sehe ich eher als Auftrag statt als Verheißung, dass die Zukunft Europas aufs Engste mit dem schnelleren Zubau von erneuerbaren Friedensenergien verbunden ist.“
Überregional interessant wären jede Menge sehr ertragreiche PV-Standorte im Südosten Frankreichs. Da ist Platz ohne Ende, PV verbraucht davon generell nur sehr wenig. Mit diesen günstigen Standorten kann man nicht nur Frankreich selbst ganz gut bedienen, sondern eben auch Norditalien, Süddeutschland und bis hinauf nach Belgien.
In Deutschland gibt es so gute PV-Standorte nirgends.
Soweit das die Fernstromleitungen schaffen, lässt sich hier auch eine Menge Geld verdienen. Und mit genug Speichern direkt an den Freiflächenanlagen können die Stromleitungen auch rund um die Uhr Solarstrom weitreichend verteilen.
Und die französischen Atomkraft muss das nicht stören, dass kann auch gut parallel laufen.
Kommentar vom 14.08.2026 14:59
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/roemisches-geld-als-medium-ein-fundstueck-aus-la-souterraine-frankreich/
@Michael 14.08. 00:03
„Auch in Frankreich würden erneuerbare Heimatenergien auch den regionalen Wohlstand und die Energiedemokratie fördern. Und genau deswegen werden sie bekämpft…“
Wie gesagt, die französischen AKWs will man natürlich alle rund um die Uhr laufen lassen. Statt Tonnen von Kohle oder Gas braucht man nur Grammbruchteile von Uran. Angesichts der aber sehr hohen Anlagenkosten ist da ein Dauerbetrieb schlichtweg konkurrenzlos wirtschaftlich. Und wenn wir in Deutschland Strommangel haben und die Franzosen Überschüsse, dann ist das zu begrüßen, wenn wir billigen Atomstrom aus Frankreich beziehen können.
Neubauten von AKWs angesichts von immer noch weiter billiger werdenden PV-Anlagen und Batteriespeichern wären allerdings völliger wirtschaftlicher Unsinn. Genau so unsinnig wie noch mehr neue Gaskraftwerke in Deutschland.
Sich in Frankreich eine eigene Solaranlage anzuschaffen mag dennoch wirtschaftlich sein. Die müsste aber gleich einen eigenen Batteriespeicher haben. Tagsüber ins Netz einspeisen macht an den meisten Tagen wenig Sinn, die AKWs kann man unmöglich stundenweise drosseln, und selbst wenn man es könnte, macht es aufgrund der äußerst geringen Kernbrennstoffkosten keinen Sinn. Da kann man notfalls sogar eigene Batteriespeicher gleich am AKW-Standort installieren, wenn öfter die Atomstromüberschüsse schwer loszuwerden sind.
Je nach Region hätte man aber sehr hohe Solarerträge, insbesondere im Südosten Frankreichs. Das ist durchaus ein Faktor, und ein Grund, hier für sich selber zu investieren. Und an den besten Standorten machen richtig große PV-Freiflächenanlagen, praktischerweise gleich mit eigenem Großspeicher und später auch Wasserstoffproduktion, ganz viel Sinn. Da kann man jede Menge sehr billigen Strom auch nach Deutschland, die Schweiz und Norditalien verkaufen, je nachdem, wie die aktuelle Bewölkung gerade über die Regionen verteilt ist.
Andersherum ist allerdings Windenergie in Frankreich eher weniger lukrativ. In Deutschland, England, Holland oder Dänemark ist es dagegen insbesondere rund um die Nordsee sehr viel windiger. Allzuweit kann man allerdings auch den Windstrom nicht transportieren, hier braucht man dann auch gleich am Standort wiederum eigene Batteriespeicher, und demnächst auch eine Wasserstoffproduktion gleich in Standortnähe.
Kommentar vom 13.08.2026 23:36
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/roemisches-geld-als-medium-ein-fundstueck-aus-la-souterraine-frankreich/#comment-213882
@Hauptartikel
„In Frankreich gibt es bislang leider nur sehr wenige Häuser mit eigener Solarenergie, aber bereits viele Ladestationen für Elektroautos.“
Das wundert nun bei der AKW-Leistung Frankreichs jetzt ja auch nicht. Die AKWs laufen praktischerweise das ganze Jahr konstant durch, und werden nur zu Wartungszwecken zwischendurch mal vom Netz genommen. Naja, oder ungeplant bei Niedrigwasser.
Da passt jetzt Strom aus Sonne und Wind nicht so gut dazu. Man kann hier nicht wie mit Gas- und Kohlekraftwerken nur bei Bedarf Backup liefern, das können AKWs einfach nicht.
Ganz anders sieht das mit z.B. Lithiumspeichern aus, egal ob jetzt verbaut in Autos oder direkt im Netz. Die können doch sogar den Atomstrom sehr gut unterstützen, in dem sie zunächst mal nur die Verbrauchsschwankungen ausgleichen.
Und wenn man diese Speicher schon mal hat, machen dann aber auch PV-Anlagen und Windräder auf einmal Sinn, trotz jeder Menge Atomstrom. Und mehr Strom für E-Autos, Wärmepumpen und Klimaanlagen wird man auf jeden Fall auch brauchen. Da muss man dann nicht unbedingt neue sündhaft teure Atomkraftwerke bauen. PV und Windräder sind gegenüber AKW-Neubauten einfach konkurrenzlos billiger und um eine Größenordnung schneller zu bauen.
Man wird dann vermutlich dennoch zeitweise einige Überschüsse haben, die man aber auch ganz gut nach Spanien, Italien, und Deutschland verkaufen kann. Und wenn es in Frankreich mal knapp wird, liefern wir auch gerne mal eine Menge Strom zurück.
Hat man genug Speicher, kann man den Länderübergreifenden Stromhandel auch bevorzugt so gestalten, wie man es gerade am Besten verarbeiten kann. Durch einen gewissen zeitlichen Spielraum kann man dann auch noch die Fernstromleitungen optimal ausnutzen.
Auch uns wird das helfen, vor allem weil der französische Atomstrom ordentlich subventioniert wird, das müssen ja nicht unsere Steuerzahler bezahlen. Ein Plus für Frankreich bleibt, vermutlich sind deren AKWs fast komplett von Firmen im eigenen Land produziert. Da ist eine gewisse Subventionierung sinnvoll, zumal man auch keinen Außenhandelsüberschuss hat wie wir hier in Deutschland.
Kommentar vom 13.08.2026 16:21
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-psychologie-der-drachenlord-hater-feindseliger-dualismus-digitaler-thymos-mimesis/#comment-213855
@Michael 13.08. 10:13 / Felo.ai
„Würde der dialogische Monismus hingegen behaupten, das Du sei letztlich nur eine Erscheinungsform desselben einen Bewusstseins oder Wesens, geriete er in Spannung zu Buber.“
Ich denk mal, so einfach ist das jetzt nicht. Wir sind alle Menschen, und unser Gehirn basiert auf sehr ähnlichen genetischen Bauplänen.
Und wenn unser Bewusstsein auch in Geisteswelten hineinreicht, so können eben diese Geisteswelten auch durchaus überpersönliche Anteile haben. Was dann sogar Individuen in die Lage versetzt, in direkten geistigen Kontakt treten zu können. Ich gehe durchaus davon aus, das genau dieser Effekt die Grundlage dafür ist, dass wir uns öfter sehr gut gegenseitig verstehen können.
„Denn das würde die Eigenständigkeit und Unverfügbarkeit des Anderen gefährden. Buber versteht echte Begegnung gerade als ein Ereignis, das sich nicht erzwingen oder vollständig verfügbar machen lässt.“
Der Rest ist dann die Individualität, jeder hat seine Geschichte, sein Wissen, seine Fähigkeiten, seine Ziele, seine Fantasie.
Und dieser Rest überwiegt bei weitem. Aber die gemeinsamen Grundlagen sind eben auch grundlegend.
Rein praktisch braucht es auch noch eine gemeinsame Sprache, ohne dem geht Austausch nur wenig. Aber das kann man letztlich übersetzen.
Die Gemeinsamkeiten der Menschen sind vermutlich weitreichend. Es mag sein, dass etwa Außerirdische intelligente Wesen mit uns nur sehr begrenzt kommunizieren können, wenn eben die gemeinsame Biologische Grundlage fehlt. Wir ticken wahrscheinlich zu speziell, und merken das untereinander nur nicht, weil wir da tagtäglich dran gewöhnt sind.
Oder der Anteil, den unsere Existenz an Geisteswelten hat, ist universal, und wird genauso von intelligenten Außerirdischen verwendet. Vielleicht gelingt es uns auch, intelligente KI mit eindeutig eigenem Bewusstsein zu bauen, und müssen dann feststellen, dass auch dieses künstliche Bewusstsein nicht ohne eine umfangreiche Beteiligung von Geisteswelten funktionieren kann.
Wobei man dann auf uns selber wiederum zurückschließen kann.
Kommentar vom 13.08.2026 13:02
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-psychologie-der-drachenlord-hater-feindseliger-dualismus-digitaler-thymos-mimesis/#comment-213838
@Realo 13.08. 09:55
„Es ist bei uns nicht opportun, darauf zu verweisen, dass die Russen in der Ostukraine genau so ihre Unabhängigkeit von der Ukraine wollen, wie umgekehrt, die Ukrainer von Russland unabhängig sein wollten. Oder dass die Russen Sewastopol nicht herausrücken wollten, wie die Ukrainer Odessa nicht hergeben wollen…..“
Es war doch alles fertig, und wir haben 2014 den Russen den Donbass und die Krim mit Sewastopol überlassen. Die Ukrainer haben es zähneknirschend akzeptiert, und wir sogar noch Nordstream weitergebaut und weiter fast unser ganzes Gas in Russland eingekauft.
Und damit die aktuelle Aggression seit 2022 noch maßgeblich finanziert. Mit Putin ist offenbar nichts Vernünftiges anzufangen. Wenn er könnte, würde er vermutlich den ganzen Warschauerpakt zurückholen, und darüber hinaus den Rest von Europa gleich mit.
Irgendwie braucht der ein Zarenreich, wie das aussieht. Einfach nur selber vernünftig Leben, in einem Land mit reichlich Ressourcen sich was Florierendes aufzubauen, das scheint in weniger zu interessieren.
„“Nur den Kopf in den Sand zu stecken und Transformationsprobleme einfach zu ignorieren, nicht einmal anzusprechen, das halte ich für keine gute Idee….“
Aktuell hakt es wohl an der Genehmigung von Netzspeichern, deren Genehmigungen werden einfach verschleppt. Aber der weitere Ausbau insbesondere der PV braucht jetzt diese Speicher. Und mit den Speichern brauchen wir auch kein einziges neues Gaskraftwerk. Das sind die realen Transformationsprobleme, mit der aktuell die Energiewende künstlich ausgebremst wird.
Kommentar vom 12.08.2026 23:57
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-psychologie-der-drachenlord-hater-feindseliger-dualismus-digitaler-thymos-mimesis/#comment-213730
@Manfred Reichelt 12.08. 16:05
„Denn in der Liebe zum Ewigen, das wir selbst sind, finden wir unsere Ruhe und Erfüllung und damit verbunden immer mehr eine Loslösung unseres emotionalen Verhaftetseins an das Innerweltliche, also an die Objekte und Subjekte unserer (einstigen) Begierde. Wer sich in sich wohlfühlt, hat keinen Grund, über irgendetwas zu meckern.“
Überlegen, was man wirklich braucht, da gehe ich ja gerne mit. Aber man braucht was, Essen, Wohnung, andere Menschen etwa. Und das fällt auch nicht weg, wenn man ein Kind der Ewigkeit sein darf.
Der ganze Kosmos, speziell dieser wunderbare Planet, hat seine biologisch-physikalische Beschaffenheit, wovon wir offenbar auch ein Teil zu sein scheinen. Und selbst wenn der Mensch eine kosmische Wende verursacht, bleibt er doch biologisch ein Lebewesen mit seinen Bedürfnissen wie seinen tatsächlichen Möglichkeiten.
Entsprechend will ich gerne Meckern, wenn meine Mitmenschen es nicht lassen können, diesen wunderbaren Planten mehr als nötig zu beschädigen.
Selbst wenn ich mehr Geist als Biologie bin, und mein bewusstes Innenleben ein wirkliches Geistesfaktum sein muss, bleibe ich dennoch den Grenzen meiner eigenen Biologie unterworfen.
Ob wir am Ende der geistigen Entwicklung stehen, kann ich jetzt auch nicht absehen. Wie intelligente Lebewesen ganz woanders im Kosmos unterwegs sind, kann ich kaum wissen. Und ob wir schon in näherer Zukunft auch KI mit echtem Innenleben und eigenen Geistesräumen bauen, weiß ich genauso wenig.
Wieso soll das Leben nur dem Menschen gehören? Nur weil wir alle Ökologischen Habitate dieses Planeten erfolgreich für uns nutzen konnten, heißt das ja nicht, dass sich alles nur um uns dreht.
Vielleicht sind wir eher nur Begleiter dieses wunderbaren Planeten, um ihn zu schützen und zu fördern. Und können es uns aber selbst dabei gemütlich machen, warum auch nicht. Gerne auch mit perspektivischen Geisteswelten, die es uns erlauben, uns wohlzufühlen. Mich mit dem Tod in kosmischen Geisteswelten wieder aufzulösen, reicht mir da als persönliche Perspektive.
Kommentar vom 12.08.2026 14:45
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-psychologie-der-drachenlord-hater-feindseliger-dualismus-digitaler-thymos-mimesis/#comment-213659
@Martin Holzherr 12.08. 10:32
„Und tatsächlich gibt es einige Hinweise darauf, dass Deutschland als Ganzes nicht mehr ein führendes Industrieland bleiben kann, weil ihm inzwischen vieles dazu fehlt und der eingetretene Realitätsverlust auch die Erkenntnisfähigkeit getrübt hat.“
Immerhin haben wir immer noch einen Außenhandelsüberschuss von ca. 200 Mrd Euro, ganz Europa weniger mit ca. 130 Mrd Euro. Da ist also noch viel Luft nach unten, auch durchaus im Sinne von mehr EU-Produktion außerhalb von Deutschland.
„Kernindustrien wie die Autoindustrie sind nicht mehr in der Lage mit der technischen Entwicklung mitzuhalten. In Deutschland etwa wurden keine Batterien für Autos entwickelt, es gibt keine überzeugende Software für Autos aus Deutschland und KI und autonome Fähigkeiten von Fahrzeugen fehlen jetzt und in Zukunft.“
China hat 1,4 Mrd Einwohner, und entsprechend auch mehr kluge Köpfe dabei. Kein Wunder also, dass die bei komplexen Neuentwicklungen uns davon laufen können.
Das muss man wohl mit mäßigen Zollschranken verarbeiten. Und China motivieren, in Osteuropa z.B. Grüne Technik oder auch ganze Autos herzustellen.
Was Software für Autos und Autonomes Fahren betrifft, da würde ich sowieso eine Globale Offensive für Freie Software bevorzugen. Immerhin haben wir über 8 Mrd Menschen weltweit, und Software kann immer besser mit KI-Unterstützung geschrieben werden. Das müsste doch jetzt der richtige Zeitpunkt dafür sein, da mal einzusteigen?
Angefangen vor allem mit vernünftigen sozialen Plattformen, die nicht die Leute kolone machen, aber demnächst auch Selbstfahrsysteme inclusive Sammeltaxisystemfunktion. Genau das braucht die Welt jetzt.
Kommentar vom 11.08.2026 23:11
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-psychologie-der-drachenlord-hater-feindseliger-dualismus-digitaler-thymos-mimesis/#comment-213561
@Michael 11.08. 00:15
„Mit Hass und Hetze in Gruppen mimetisch mitzuschwimmen ist einfach – sich dem zu widersetzen ist viel schwerer.“
Erst ja, aber wenn es dann zu Auseinandersetzungen kommt, wird es immer schwieriger. Abstürzende Wirtschaft, oder angezettelte Kriege können schnell nach hinten los gehen.
„Das ist ein Grund, warum gerade auch Privilegierte oft verrohen.“
Die sind dann weniger betroffen, wenn genug Familienkapital vorliegt. Selbst wenn etwa Zuwanderer ausbleiben, kann das schon wirtschaftliche Schwierigkeiten mit sich bringen. Und etwa mit der Klima- und Wasserkrise hat man selber auch kaum was mit zu tun, wenn man recht reich ist.
Aber auch überhaupt in Unfrieden zu leben, oder sich einfach nur mit Verschwörungsmythen herumschlagen zu müssen, müsste doch eigentlich ziemlich anstrengend sein. Man lebt dann doch auch in finsteren Welten, das kann doch kaum Spaß machen?
Und die Einsamkeit, wenn man außerhalb der Ingroup keine Freunde mehr haben kann, die könnte auch ganz schön auf die eigene Lebensqualität schlagen.
Man ist damit einfach gar nicht gut mit Beraten. Kurzfristig ist das was Neues, aber es führt zu nichts Konstruktiven, und wird so auch für die eigenen Anhänger zunehmend immer schwieriger. Die Welt reagiert auf den Unsinn, und passt sich an, sieht zu, sich da abzuschotten. Auf der persönliche Ebene schon, aber auch in den Parlamenten und letztlich betrifft es ganze Länder, die abstürzen können.
Auch eine USA macht sich unter Trump nicht mehr Freunde. Bei der Unberechenbarkeit macht man am Besten einen großen Bogen um dieses Krisengebiet. Dass man von den US-IT-Konzernen besser möglichst wenig abhängig sein sollte, ist mit Trump wohl noch viel dringlicher geworden. Wir brauchen jetzt eine globale Initiative für freie Software für möglichst alles und für alle. Gerne am Ende auch für die US-Bürger, die sparen dann auf jeden Fall auch eine Menge Geld.
Kommentar vom 10.08.2026 23:50
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-psychologie-der-drachenlord-hater-feindseliger-dualismus-digitaler-thymos-mimesis/#comment-213411
@Michael 10.08. 19:36
„Das eigentliche Stufenmodell Kohlbergs geht bis zur 6. Stufe. Kohlberg hat später Vermutungen geäußert, es könne eine 7. Stufe geben, in der moralische Urteile transzendental begründet werden.“
Wenn wir davon ausgehen, dass verschiedene Menschen ja nach Thema anderen Entwicklungsstufen folgen, dann kann auch mal hier und da Stufe 7 durchgucken?
Die Idee, den Planeten zu erhalten oder eine entspannte Weltwirtschaft zu finden, mögen doch weitreichend sein, in diesem Sinne.
Und mitten in Geisteswelten zu leben, mag auch eine Vorstellung sein, die neue Welten eröffnet, auf ganz persönlicher Ebene.
Und wenn man schon mal dabei ist, kann man Elemente von Stufe 7, die man hier und da bei Mitmenschen findet, auch zusammensetzen und da zumindest Fortschritte draus machen.
So funktioniert doch eigentlich auch Wissenschaft? Letztlich kommt es immer darauf an, was am Ende draus wird, und was echt weiterführt, ist am Ende unwiderstehlich.
Und wenn die KI auch einen Sinn dafür hat, was gut zusammenpasst, und so hilfreich weiterführt, dann geht das alles noch schneller? So kommen wir auf mehr Integrationsleistung. Der Diskurs geht viel schneller, gute Ideen verbreiten sich schneller, werden schneller ins Bestehende integriert. Bei den einzelnen Menschen, und damit in der ganzen Kultur.
Kommentar vom 10.08.2026 12:11
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-psychologie-der-drachenlord-hater-feindseliger-dualismus-digitaler-thymos-mimesis/#comment-213334
@Hauptartikel
„Doch unsere Psychologie entstand in Jahrmillionen der Evolution, in denen es sehr viel wichtiger war, Teil einer Gruppe zu bleiben, als abstrakten Prinzipien zu folgen.“
Ich fühle mich mit dem ganzen Kosmos verbunden. Und mir reichen einige soziale Kontakte wie auch die Gelegenheit, sich hier im Blog recht vertiefend auszutauschen.
In dem Sinne mag auch Religion eine Zugehörigkeit mitbringen. Nicht nur mit den konkreten Kontakten in einer Gemeinde, auch mit geistigen Perspektiven, die über die eigene Person und den eigenen Alltag weit hinausgehen?
Jede Menge Hordenbildung, die sich gegenseitig den Schädel einschlagen, ist zwar eine menschliche Möglichkeit, aber gar nicht so überwiegend?
Irgendwie fehlt mir da noch was, was den eher seltenen Übertritt vom destruktiven Dualismus zum dialogischen Monismus ausmacht. Das könnte nochmal ein sehr weites Feld einer Art Übergangszone sein, in der die Menschen dann so arg destruktiv gar nicht mehr sind.
Zumal man ja auch ohne Dialoge schnell festhängt, und nicht so recht weiterkommt. Sich der Wahrheit von vielen Seiten zu nähern ist die einzige Möglichkeit, wirklich wesentliche Teile der Wirklichkeit zu erfassen. Das müsste doch eigentlich jedem klar sein. Vielleicht bin ich da zu zuversichtlich.
Die positive Errungenschaft einer tatsächlichen Zivilisation mag ich ungern aufgeben.
Kommentar vom 09.08.2026 23:10
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/begriffsentwirrung-fraktionszwang-fraktionsdisziplin-parlamentarische-republik/#comment-213217
@Realo 09.08. 00:49 / 19:05
„Von einem Moslem habe ich gehört, dass sich Moslems, solange sie nicht die Mehrheit bei uns haben, anpassen müssen. In wenigen Jahren werden sie (Geburtenrate) die Mehrheit haben und wir müssen uns anpassen.“
Wie weit weg wäre das denn? Man hat mal eine Umfrage gemacht, was die Leute meinen, wie viele Muslime es derzeit in Deutschland gibt. Der Mittelwert der Schätzungen war 15 Millionen. Tatsächlich sind es nur 5.5 Millionen. Ob Ihre Schätzung eher noch höher ist?
Und wie @Michael schon sagte, bekommen die auch nicht viel mehr Kinder wie alle anderen Deutschen.
Die Mehrheit von 42 Millionen jedenfalls ist nirgends in Sicht.
„Z.B. sollen (vereinzelt) jetzt schon stärkere, jugendliche Moslems die Brotzeit der Mitschüler kontrollieren?“
Hier im Brennpunktstadtteil gibt es nur noch vereinzelte Einheimische, die Kinder haben. Damit die hier nicht in die Schule müssen vor allem. Da gibt es dann in den örtlichen Schulen auch fast nur noch Kinder von Einwanderern. Vermutlich sind aber auch davon weniger als die Hälfte Muslime, die meisten dürften aus dem EU-Ausland kommen.
Wenn hier in einzelnen Klassen dennoch die Muslime in der Mehrheit sind, so sind auch das wiederum nicht alles Strenggläubige. Gerade die Einwanderer aus dem Iran, von denen ich eine ganze Reihe persönlich kenne, sind ja gerade vor dem Islamismus nach Deutschland geflüchtet.
Also, anpassen müssen wir uns hier so schnell nicht.
Dennoch kann ich verstehen, dass man nur sehr ungern seine Kinder hier im Brennpunktstadtteil zur Schule schickt. Und dass hier die Integration der 2. Generation nicht beflügelt wird, dürfte klar sein. Viele machen nur schlechte oder keine Schulabschlüsse, und die 3. Generation wird es auch nicht viel einfacher haben. Angesicht der „Sozialen Stabilität“ im Deutschen Schulsystem ist es nicht einfach für Kinder von Eltern aus der Unterschicht, mehr zu erreichen.
„Frau Reiche wurde offensichtlich schon als Jungakademikerin bei einem Stromversorgerkonzern auf die „Ingenieurstugenden“ (Sicherheit, Ökonomie,….) entscheidend geprägt.“
Anscheinend hat Frau Reiche aber auch den obersten Wunsch der Stromversorgerkonzerne verinnerlicht, die noch nie was Anderes im Sinn hatten, als möglichst hohe Strompreise für die Privatkunden. Da wird selten mal eine Gelegenheit ausgelassen, noch mehr zuzulangen.
Entsprechend wenig begrüßt man da PV-Module und Lithiumakkus, die längst konkurrenzfähig geworden sind, und bremst deren Einsatz wo immer das möglich ist mit Bürokratischen Hindernissen. Und Frau Reiche macht da auch als Ministerin offenbar gerne weiter mit.
Kommentar vom 09.08.2026 15:13
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/begriffsentwirrung-fraktionszwang-fraktionsdisziplin-parlamentarische-republik/#comment-213146
@Realo 09.08. 00:49
„Der Kapitalismus erreichte, auch wegen der Konkurrenz mit dem Kommunismus, seinen „Höhepunkt“.“
Da scheint mir was dran zu sein. Vor der Wende gab es noch Kapitalsteuern, danach gleich Harz4, und das auch noch von der SPD eingeleitet.
Dass es auch den kleinen Leuten gut geht, war wohl auch eine Maßnahme, Werbung für den Kapitalismus zu machen. Dabei war ja in den 50ern noch lange nicht klar, dass der Kommunismus ineffektiv ist. Dass der Kapitalismus aber schnell zur Katastrophe für wenig Leistungsfähige werden kann, hat man mit einer konsequenten sozialen Marktwirtschaft verhindert.
Und auch die Anfänge der ökologischen Marktwirtschaft fallen noch in die Jahre der Systemkonkurrenz mit dem Sozialismus.
Nun gut, dieser Wettbewerb ist längst vorbei, aber die Menschen wollen wirklich eine Ökologische und Soziale Marktwirtschaft. Würde unsere Demokratie noch wirklich florieren, wären wir damit auch vermutlich schon weiter? Mit einer Frau Reiche jedenfalls nicht so. Und wie umfangreich die neuen Tabaksteuern uns Suchtkranke quälen werden, hab ich noch gar nicht recherchiert.
Die ausufernde Destruktivität mancher US-Digitalkonzerne mag auch in Zeiten der Systemkonkurrenz undenkbar gewesen sein? Oder ist das sogar schon ein massiver Vorteil für die Chinesische Autokratie geworden? TikTok im eigenen Land gibt es da jedenfalls nicht.
Kommentar vom 09.08.2026 13:35
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/begriffsentwirrung-fraktionszwang-fraktionsdisziplin-parlamentarische-republik/#comment-213133
@Realo 09.08. 00:49
„Ihre „Träume“ ohne „Geldrausch“, dafür in einer genügsamen, ökologischen und entspannten Weltwirtschaft zu leben sind doch schon längst fast Realität, z.B. in Marokko.“
Ich denk mal, ich habe hier eindeutig geschrieben, dass es in den heute noch armen Länder wie z.B. auch Marokko Einiges zu Investieren gibt. Insbesondere in eine leistungsfähige, verlässliche und kostengünstige grüne Stromversorgung. Und dann nachfolgend jede Menge Produktion aller Art.
Bei uns hier in Deutschland sieht das aber anders aus. Aufgrund fehlender Binnennachfrage wird schon weiter Exportiert was irgend geht, das finde ich wenig sinnvoll. Den gleichen Weg gehen offenbar Japan, Südkorea oder China.
Wir sollten mehr an unsere europäischen Partner denken, meine ich. Zumal man da ja auch tatsächlich günstiger produzieren könnte.
Mal hier in Deutschland einen Anfang mit Kapitalsteuern wagen wäre jetzt gerade günstig. Es sollen dann nicht nur die Lohnsteuern sinken dürfen, sondern auch ganz gewollt Produktion ins EU-Ausland verlagert werden. Damit es denen da besser geht, und dass es hier bei uns insbesondere nicht so gut Verdienenden besser geht und es denen mehr Netto bleibt.
Wenn dann die EU-Binnenmigration nachlässt, entschärft sich dabei auch noch die Wohnungsnot in den überlaufenen Städten und zugleich der Verfall in den Abwanderungsregionen.
Kommentar vom 08.08.2026 14:23
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/begriffsentwirrung-fraktionszwang-fraktionsdisziplin-parlamentarische-republik/#comment-213040
@Michael 08.08. 09:06
„Wie sollte auch bei schrumpfenden Bevölkerungen ein ewiges Wirtschaftswachstum möglich sein?“
Wachstum kann es in den armen Ländern reichlich geben. Soll doch das Kapital sich dem mal mehr zuwenden? Und die Potentiale der globalen Energiewende nutzen, gerade in den Ländern, die jetzt keine vernünftige Stromversorgung haben.
Ansonsten, wieso soll das denn ohne Wirtschaftswachstum nicht gehen? Angenommen, der Konsum ändert sich die nächsten 20 Jahre nicht mehr, weltweit, und mit Exporten können wir die Situation auch nicht mehr ändern, nur hin und her verschieben.
Dann sorgt die dennoch weiter fortschreitende Automatisierung zu einem sinkenden Arbeitsvolumen insgesamt. Aber dann müssen wir einfach die Arbeitszeiten reduzieren, soweit das möglich ist. Soweit das nicht genügt, müssen wir dann eben mit mehr Arbeitslosigkeit leben.
Offenbar kann ohne Wirtschaftswachstum aber auch das Kapital nicht mehr wachsen. Man findet dann nicht mehr genug Möglichkeiten, die eigenen Gewinne in neuen Geschäftsfeldern anzulegen. Also muss man einfach das Kapital soweit mit Kapitalsteuern abschöpfen, bis das wieder passt.
Das wäre dann ein Ende des Geldrauschs, aber der Anfang einer genügsamen, ökologischen und entspannten Weltwirtschaft.
Für mich ist das keine Katastrophe, sondern eine vielversprechende Vision. Man muss dann eben gucken, mit weit weniger Arbeit klarzukommen. Und sich z.B. einfach weiterbilden, oder auch am Ende wirklich wieder mehr Nachwuchs großzuziehen.
Kommentar vom 07.08.2026 23:16
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/begriffsentwirrung-fraktionszwang-fraktionsdisziplin-parlamentarische-republik/#comment-212923
@Michael 07.08. 17:50
„Und dafür sollen wir auf die Gewaltenteilung des Grundgesetzes und die Gesetzgebung durch die gewählten Abgeordneten des deutschen Bundestages verzichten?“
Der Geldrausch soll offenbar als aller Erstes weiterlaufen. Dabei müssten wir die Nachfragekrise, die der Geburtenmangel auslöst, dringend ausgleichen. Das geht nicht mit Exporten, dass geht aber mit mehr Förderung von jungen Familien, finanziert durch Vermögens- Kapitalertrags- und Erbschaftssteuern.
Selbst wenn das noch nicht reicht, wieder mehr Kinder zu bekommen, erzeugt das aber eben Nachfrage. Und eigentlich auch Gerechtigkeit. Kinder sind weit mehr als ein Privatvergnügen.
Und das kann bei den Geburtenraten nicht reichen, wenn weiterhin die Arbeitnehmer alleine die Renten finanzieren müssen. Arbeitskräfte dürfte es eigentlich genug geben, aber das Geld muss besser verteilt werden.
Vor allem, weil wir auch keinen Außenhandelsüberschuss von 200 Mrd Euro im Jahr brauchen. Letztlich setzen wir damit auch unsere europäischen Partner unter Druck. Das ist nichts Gutes.
Diesen Überschuss können wir sogar auch abbauen, indem wir mehr PV-Module und Lithiumakkus für eine wirklich konsequente Energiewende in China einkaufen. Noch besser, wir motivieren chinesische Firmen, in Osteuropa unsere Grüne Technik zu produzieren. Das täte ganz Europa überaus gut.
Und das hat doch sogar Potenzial, auch billigere Energie in Europa nutzen zu können. Auch wenn hier einige Firmen aus langjähriger Tradition durchaus gerne möglichst hohe Preise hätten, insbesondere für den Strom der Privatkunden. Als Windräder und PV noch recht teuren Strom lieferten, war man da anscheinend wesentlich kooperativer als heute, wo das wirklich billig geworden ist. Und auch noch billige Kurzfristspeicher zu Verfügung stehen, die auch Nachts und bei Flaute einspringen können, dass man bald kaum noch Gaskraftwerke als schnelles Backup mehr braucht.
Das Saisonale Backup, das noch länger gebraucht wird, können auch die alten Kohlekraftwerke bereitstellen. Nicht nur Kraftwerke in Deutschland, auch in Polen und zur Not sogar Atomstrom aus Frankreich. Wenn wir alle Kapazitäten zusammen nehmen, können wir mehr als genug Backup haben, und solange nutzen, bis wir genug Überschüsse haben, die wir in Wasserstoff umwandeln können.
Die Technik rund um Wasserstoff wird anfangs recht teuer sein, aber es würde mich nicht wundern, dass auch das bei großflächigem Einsatz bald deutlich günstiger werden kann.
Kommentar vom 07.08.2026 16:58
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/begriffsentwirrung-fraktionszwang-fraktionsdisziplin-parlamentarische-republik/#comment-212887
@Michael 07.08. 16:25
„Freilich hätten sie wahrscheinlich auch die Einbeziehung von Beamten und höhere Erbschaftssteuern erbracht – was Lobbyisten und Rechtslibertäre offensichtlich fürchten…“
Da sind dann in der Tat Besserverdiener, Verbeamtete und vermutlich öfter auch Vermögende so ziemlich unter sich.
Fasst der ganze Laden wird von Lohn-Steuern und -Abgaben finanziert. Die gucken da dann nur zu und müssen aber alles bezahlen.
Kommentar vom 07.08.2026 16:10
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/begriffsentwirrung-fraktionszwang-fraktionsdisziplin-parlamentarische-republik/#comment-212873
@Michael 07.08. 12:10
„Demokratische Republiken brauchen Parteien und Fraktionen. Wo jedoch die Republik zum Parteienstaat wird, verliert sie ihren parlamentarischen und demokratischen Charakter.“
Die sollen das nicht alles alleine machen, das sehe ich unbedingt auch so. Die Parteien sind recht anfällig für Lobbyismus, davon haben wir eindeutig zu viel. Und auch die Distanz zum Bürger ist m.E. viel zu weit.
Deswegen wären ja die gelosten Bürgerräte so interessant. Die könnten die Themen liefern, die dann die Parteikommissionen zusammen mit den gewählten Abgeordneten bearbeiten können. Und das fördert dann auch eine offene Diskussion und eine gut durchdachte Entscheidungsfindung im Bundestag.
Die Regierung sollte eben tatsächlich für alle Bürger arbeiten, nicht nur für ihr eigenes Milieu und ihre eigenen Lobbyisten.
Da sind mir manchmal wechselnde Mehrheiten lieber als eine eindeutige Regierungsagenda. Das hat nicht nur ein Potential für vernünftige Politik, sondern wäre auch als mediale Veranstaltung unterhaltsam und hochinteressant.
Die Publikative hätte dann viel mehr Interessantes zu berichten, und die Scientikative Gelegenheit, sich einzubringen.
Kommentar vom 06.08.2026 16:21
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/begriffsentwirrung-fraktionszwang-fraktionsdisziplin-parlamentarische-republik/
@Michael 06.08. 09:10
„Würde diese These zustimmen, dann müssten sich auch andere Parteien von der Energiewende fernhalten.“
Da kann sogar was dran sein, dass mehr Energiewende der aktuellen Koalition den Grünen etwas mehr Zustimmung bringt. Das ist offenbar schwer zu sagen.
Entscheidend ist hier aber, ob man die Energiewende wirklich will. Dann muss man das vernünftigerweise in Kauf nehmen, meine ich. Und damit zeigt man aber auch den Wählern, dass man Verantwortung übernimmt, was langfristig auch als Zustimmung zur eigenen Partei beitragen kann.
Wenn man die Ausländerkritik der AfD kopiert, ohne es selber zu wollen, verrät man sich am Ende selber dabei. Tatsächliche Probleme mit Zuwanderern zu sehen und zu bearbeiten ist jetzt noch keine Rechtsmimesis, meine ich zumindest. Auch wenn das kurzfristige AfD-Zustimmung zur Folge haben kann.
Man muss hier aber realistisch und vor allem rechtsstaatlich dabei bleiben. Tatsächliche Problem durchaus angehen, aber eben auch klare Zustimmung gegenüber längst integrierten Einwanderern signalisieren, und die deutsche Staatsbürgerschaft als rechtlich unantastbar anerkennen.
Längerfristig entscheidend dürfte es sein, wirklich Verantwortung zu übernehmen. Und vernünftige Politik zu machen, wenn man das denn wirklich will. Wie viele weitere Zuwanderer von außerhalb der EU man wirklich haben will, muss man sich überlegen, und wie schnell man die Energiewende umsetzten will, auch. Da kommt man einfach nicht dran vorbei.
Kommentar vom 06.08.2026 14:57
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/begriffsentwirrung-fraktionszwang-fraktionsdisziplin-parlamentarische-republik/
@Michael 06.08. 13:28
„Die Tafeln sind ja nichtstaatlich & zugleich nicht profitorientiert. Zudem reduzieren sie die Mengen an Privatgütern, die sonst zu Abfall geworden wären.“
Der Abfall wäre für die Lebensmittelläden gar nicht billig, das kostet Einiges. Deshalb muss ja auch der Tafelkunde alles mitnehmen, was anfällt, und was er nicht nutzen kann, dann eben in der eigene Biotonne entsorgen.
Das kostet derzeit nichts extra. Doof dabei steht der kommunale Müllentsorger, der muss das dann verarbeiten.
Unterm Strich macht das System aber Sinn, denke ich mal. Da kann man schon eine Menge sparen, wenn man echt knapp bei Kasse ist. Und es wird weniger weggeworfen, was auch echt gut ist. Selbst die Lebensmittelläden machen mit, das kostet ein wenig an Umsatz, wenn die Tafelkunden kaum noch Obst und Gemüse einkaufen, dafür spart man dann aber auch bei den Müllgebühren.
Kommentar vom 06.08.2026 14:22
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/begriffsentwirrung-fraktionszwang-fraktionsdisziplin-parlamentarische-republik/#comment-212698
@Michael 06.08. 09:10
„Aus meiner Sicht finden die Macht-Revolution und der Kampf der alten, fossilen Mächte gegen das Neue also bereits statt.“
Dass eine Bundesregierung ohne Beteiligung der Grünen eher wenig für die Energiewende tut, muss jetzt aber nicht wundern.
„Auch ostdeutsche Ministerpräsidenten begehren zu Recht gegen das überkommene System der Parteivorsitzenden-Vorherrschaft auf,…“
Warum auch nicht. Die Koalitionsausschüsse haben aber schon einen gewissen Sinn. Wenn zwei Parteien sich die Regierung teilen, muss nun mal irgendwo geklärt werden, wie genau ein Kompromiss zwischen den beiden verschiedenen Parteiprogrammen aussehen soll.
Ich stimme dem aber durchaus zu, dass die Abgeordneten dennoch auch selber aktiv mitwirken sollten. Ich wäre sogar ein Freund von hin und wieder mal wechselnden Mehrheiten, wenn das Thema das nahelegt.
Was in den Ländern gemacht wird, ist sowieso keine Bundespolitik.
„An seinem Zustand entscheidet sich, wie demokratisch unsere Bundesrepublik wirklich ist.“
Vielleicht können auch geloste Bürgerräte Themen auf den Tisch legen, die dann direkt auch vom Bundestag aufgegriffen, diskutiert und als konkrete Gesetzesvorschläge genutzt werden? Dann muss der Koalitionsausschuss mal seine Agenda etwas zurückstellen, und eben diese Themen ergebnisoffen bearbeiten.
Das wäre auch mal eine thematische Belebung des Politikbetriebs. Und für den Bürger interessant, sich das anzugucken. Und seine eigenen Schlüsse zu ziehen, auch für die nächsten anstehenden Wahlen.
Und dennoch hoffe ich auf eine globale Konvergenz der Vernunft, auch die globale Energiewende endlich durchzuziehen. Wer keine neuen Milliarden in fossile Technik mehr investiert, kann dasselbe Geld in Grüne Technik investieren, und wenn er das klug macht, damit sogar am Ende mehr Geld damit verdienen.
Und darum wird es ja wohl wirklich gehen, für Investoren zumindest. Und wenn das dann noch zu niedrigeren Energiekosten führt, umso besser.
Natürlich ginge das alles schneller, wenn die externalisierten Kosten der Fossilen Wirtschaft hinreichend eingepreist würden. Am Ende wird es dennoch funktionieren, schätze ich mal. Jeder muss dann selber gucken, wie er mit der Klima- und Wasserkrise klarkommt, zugleich gibt es aber auch erhebliche Potentiale für eine billigere Energieversorgung, die grundlegend dezentraler ist und ohne Abhängigkeiten von fossilen Diktaturen auskommt.
Gerade die Energiewende wäre doch vielleicht mal ein Thema für wechselnde Mehrheiten im Bundestag? Ich finde das Thema ist groß genug, nicht nur von den Grünen vorangetrieben zu werden. Eine überparteiliche Mehrheit im Bundestag pro Energiewendemaßnahmen fände ich echt weiterführend. Und einem gelosten Bürgerrat traue ich zu, auch dieses Thema ganz oben mit breiter Mehrheit zu nominieren.
Es fehlt ja längst nicht mehr an willigen Investoren in Grüne Technik, die bürokratischen Hindernisse insbesondere der Bundespolitik sind hier die wesentlichste Bremse.
Kommentar vom 05.08.2026 23:29
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-60-japanische-zivilreligion-und-bundesdeutsche-gewaltenteilung-inklusive-zentralbank/#comment-212639
@Michael 05.08. 20:27
„Ich glaube nach meinen bisherigen Erfahrungen, dass es noch Jahre und Jahrzehnte brauchen wird, bis Kinder als Wert an sich begriffen werden.“
So selten scheint mir das doch gar nicht zu sein. Ich kenne eine ganze Menge Frauen und auch Männer, die gerne mehr oder überhaupt Kinder gehabt hätten. Ich selber eigentlich auch, aber es ergab sich einfach keine vernünftige Gelegenheit.
„Bisher werden wir Eltern vor allem ausgebeutet und belehrt…“
Die finanzielle Situation von jungen Familien ist sicher schon mal zu verbessern, wenn auch nur als eine Grundvoraussetzung, die aber selbst nicht ausreicht. Und einfach schon eine Frage der Gerechtigkeit, und auch um die Binnennachfrage zu fördern recht wirksam.
Was aber wohl mindestens die Hauptbaustelle ist, das ist wohl die mangelnde Gleichberechtigung in der Praxis. Die ist derzeit leider ziemlich unvollständig, weil die meiste Carearbeit immer noch bei den Müttern hängen bleibt. Wenn sich die Väter nicht beteiligen, dann ist ab 3 Kindern die Mutter mindestens etliche Jahre Vollzeithausfrau. Und kommt kaum vor die Tür, kann sich beruflich nichts aufbauen, und kreist eben nur um Haushalt und Kinderbetreuung.
Dass das die meisten Frauen dann nicht mitmachen, ist aus meiner Sicht völlig nachvollziehbar.
Und es geht dabei nicht nur ums Geld. Eine entsprechende Ausbildung ist auch einfach interessant, eine eigene Karriere ist auch Leben, und meistens auch mit reichlich Ansehen verbunden.
Das lässt sich dann aber eben nur lösen, wenn die Väter wirklich mitmachen. Dann wird nicht nur die Carearbeit geteilt, es kommen dann beide vor die Tür und mitten ins Leben, und die Karrierechancen auf Führungspositionen können sich dann auch ausgleichen.
Wenn Väter wie Mütter Erziehungsteilzeit machen müssen, dann haben die Männer dann auch gleich keinen Karrierevorteil mehr gegenüber den Frauen.
Andersherum kann aber eine finanzielle Familienförderung auch den Druck auf eine möglichst einträgliche Berufskarriere reduzieren. Gerade wer eher weniger leistungsfähig ist, der kann dann auch mit Kindern so leben, dass das kein Dauerstress wird.
Und wenn dann Kindererziehung mehr Ansehen genießt, weil einfach endlich mal der Wert von Kindern erkannt wird, dann wird sich das auch noch positiv auf Kinderentscheidungen auswirken können.
Was auch noch eine Rolle spielen mag, dass wäre eine Familienförderung, die auch über Jahrzehnte verlässlich ist. Wenn man sich darauf verlassen hat, und dann mit seinen Kindern nach entsprechenden Regierungswechseln doch wieder alleine da steht, hat man dann den Salat.
„Und dann wirkt eben die biokulturelle Evolution.“
Tut sie ja. Und eine gewisse Schrumpfung der Weltbevölkerung könnte angesichts von Klimakrise und Ressourcenübernutzung gar nicht mal so schlecht sein. Nun gut, fördern braucht man das längst nicht mehr, die Herausforderung mag dennoch längst in langsamerer Schrumpfung bestehen.
Kommentar vom 05.08.2026 14:59
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-60-japanische-zivilreligion-und-bundesdeutsche-gewaltenteilung-inklusive-zentralbank/#comment-212617
@Michael 05.08. 00:15
„Doch politische und wirtschaftliche Maßnahmen alleine – also ohne Veränderung der Glaubens- und Wertebasis – sind fast immer wieder verpufft.“
Wie denn die Glaubens- und Wertebasis verändern? Überall gucken, ja, wo da mal was zu machen ist. Schnell wird das jedenfalls eher auch nicht gehen. Sinnfindung mit Schwerpunkt Anthropodizee als Schulfach?
Familienförderung verbessert aber auch auf jeden Fall die Nachfragesituation, insbesondere wenn man sie über Kapitalsteuern finanziert? Auch wenn das erstmal kaum mehr Nachwuchs bewirkt.
Vielleicht muss das auch über die Jahrzehnte erst einwirken. Dass etwa jugendliche potentielle Eltern weniger oft ein Hochschulstudium anstreben, um eben noch Zeit für Kinder zu haben. Wenn ich schon mit 16 oder 20 weiß, dass ich mit Kindern finanziell auf jeden Fall ganz gut dastehe, mag das seinen Teil beitragen?
Zu- und Abwanderung ist dabei eigentlich ein Problem für sich. In den überlaufenen Städten ist es schwierig, Wohnraum zu finden. Und in den Abwanderungsregionen gibt es keine Arbeit. Vielleicht hilft da ja das Sammeltaxisystem, dass man für viel kleineres Geld mobil ist, und insbesondere Kinder und Ältere ohne Begleitung jederzeit überall hinfahren können.
Kommentar vom 05.08.2026 00:12
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-die-deutsche-bundespolitik-den-islamismus-glaubwuerdig-bekaempfen-koennte/#comment-212505
@Uli Schoppe 04.08. 12:32
„Bis zu dem Gedanken den Strom in der Nachbarschaft zu verkaufen muss man erst kommen…Ein Kredit den man nicht mehr bedienen kann weil sich die eigene Lage zB durch Arbeitslosigleit verschlechtert hat macht einen dann fertig.“
Hier in der Innenstadt geht es sowieso nur über Investoren. Wenn die eine genügend konkrete Wirtschaftlichkeit erwarten, können die eben Dächer mieten, die Anlagen installieren und der ganzen Nachbarschaft billigen Solarstrom anbieten, bei genug integrierten Speichern auch nachts.
Die Kunden zahlen ganz normale Stromrechnungen, eine von dem Solarinvestor, und eine von dem örtlichen Versorger, der einspringt, wenn der Solarstrom nicht mehr reicht.
Das können auch gerne Eigenheimbesitzer mitmachen, die jetzt selber echt kein Kapital haben. Die entsprechenden Investoren werden wohl so ziemlich alle geeigneten Dächer nutzen, die die Besitzer nicht selber für PV-Anlagen nutzen können oder wollen.
Dafür muss es natürlich erlaubt sein, zu vernünftigen Durchleitungsgebühren in der Nachbarschaft Solarstrom zu verkaufen. Was derzeit in Deutschland nicht der Fall ist, so weit ich das mitbekommen habe.
Kommentar vom 04.08.2026 23:31
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-60-japanische-zivilreligion-und-bundesdeutsche-gewaltenteilung-inklusive-zentralbank/#comment-212494
@Michael 04.08. 17:45
In meinem letzten Beitrag hat sich ein Tippfehler eingeschlichen:
Statt „Mehr Demografie wagen wäre unsere eigene Baustelle, auch für ganz Europa.“ Meinte ich Mehr Demokratie wagen wäre unsere eigene Baustelle, auch für ganz Europa.
Wobei die Demografie natürlich mindestens genauso wichtig werden könnte.
„Dass das Land billig produziert und seine Exporte noch künstlich verbilligt, ist kein Zeichen der Stärke, sondern der Verzweiflung. Die Binnen-Nachfrage springt nicht an, ganze Regionen veröden und also grassieren Jugendarbeitslosigkeit (!) und prekäre Beschäftigungen.“
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, dass man dieses Problem nicht längst erkannt hat und gegensteuert. Überall, wo es eben auftritt.
Wenn man eindeutig erkennt, dass der Kindermangel als Nachfragekrise ernste Probleme macht, dann muss man doch nachfragefördernde Wirtschaftspolitik machen, die zugleich ganz gezielt jungen Familien entgegen kommt.
Zumal ja der Überfluss ohne die Kinder auch ein Überfluss von Kapital ist, insbesondere von Kapital in Form von Immobilien. Da hätte man schon längst mehr Kapitalsteuern erheben müssen, um eben Kinderreichtum samt Nachfragesteigerung zu finanzieren.
Möglicherweise ist das der Politik bzw. den potentiell zahlenden Vermögenden einfach zu teuer. Dass ein nachhaltiges Verebben dem Kapital noch viel teurer kommen kann, befürchtet man offenbar nicht. Oder man bemüht sich einfach, da eben gar nicht dran zu denken. So mitten im Geldrausch mag man sich nicht die Laune verderben lassen.
Das gilt für China wie für Europa gleichermaßen.
Das kann man weder aussitzen noch dauerhaft mit Menschen aus Afrika, wo die Geburtenraten noch reichlich sind, vernünftig ausgleichen. Meine ich. Dafür ist das Problem längst viel zu groß geworden. Da gibt es einfach nicht genug Afrikaner für, die wirklich auswandern wollen, zumal der Kindermangel inzwischen echt alle anderen Kontinente erfasst hat.
Zuwanderer wirken auch anders als Nachwuchs, die wollen gleich arbeiten, und an den Arbeitskräften mangelt es eher nicht. Natürlich erzeugen die Zuwanderer zugleich Nachfrage, aber Kinder eben nur. Deswegen helfen die Kinder ja auch so gut gegen Nachfragekrisen.
Und Binnenmigration löst das Problem auch nicht, sondern kann es nur verschieben. In den überlaufenen Städten ist Teils kein Platz für Neubauten, und die Kapitalvernichtung insbesondere der Immobilien in den Abwanderungsregionen verschärft sich so noch.
Vielleicht liegt ein Teil des Problems darin, dass ältere Menschen, die sich beruflich selber gut platziert haben und inzwischen von den eigenen Eltern gut geerbt haben, dass bei denen das Thema Nachwuchs biologisch abgelaufen ist. Und ihr Vermögen und Einkommen wollen die einfach nicht mit jungen Familien teilen.
Und gerade solvente und kompetente Persönlichkeiten spielen sowohl in der Wirtschaft wie in der Politik eine wesentliche Rolle. In China und in Europa gleichermaßen.
Kommentar vom 04.08.2026 17:02
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-60-japanische-zivilreligion-und-bundesdeutsche-gewaltenteilung-inklusive-zentralbank/#comment-212440
@Michael 03.08. 08:23
„Doch in der Realität schlug die chinesische KP und Armee am 3. und 4. Juni 1989 im Tian’anmen-Massaker den bislang letzten Aufstand der Jugend gewaltsam nieder. Seitdem befindet sich die Gesellschaft in einem demografischen Zerfall, der längst auch den Immobiliensektor und die gesamte Binnen-Nachfrage erfasst hat.“
Das Massaker ist jetzt 37 Jahre her. Klar will ich auch nicht im heutigen China leben. Wirtschaftliches Florieren ist nicht alles. Aber noch weniger möchte ich in etwa in Nigeria leben, wo die Armut alles andere dominiert.
Der demografische Verfall erfasst doch ganz Asien, und auch Europa, nur etwas weniger. In Asien kommen noch gezielte Abtreibungen von Mädchen dazu. Da rollt ein Verfall heran, da bin ich mal gespannt, wie der weitergeht.
Ich finde es jedenfalls aktuell praktisch, das China jetzt die weltweit günstigsten PV-Module und Lithiumakkus liefern kann. Und auch eine Produktion davon in Europa möglich ist. Man hat offenbar wirklich funktionierende Entwicklungsarbeit leisten können, das ist ja auch schon mal was.
Wieweit auch in China mehr Meinungsfreiheit mal möglich werden kann, wäre allerdings schon auch interessant. Das könnte da doch dennoch reformfähig sein? Immerhin hat man eine funktionierende Wirtschaft, die anscheinend ihre Korruption im Griff hat, im Gegensatz zu vielen anderen armen Ländern.
Mehr Demografie wagen wäre unsere eigene Baustelle, auch für ganz Europa. Da habt Ihr in eurem Podcast ja Einiges vorgeschlagen. Da könnte auch die KP Chinas mal mitlesen? Das Leben soll funktionieren, ich denke, da haben die Chinesen eigentlich einen Sinn für?
Die Herausforderung von mehr Nachwuchs wird global gesehen immer aktueller. Noch wird das Problem gerade erst als solches erkannt, und Lösungen hat noch keiner erfolgreich ausprobiert? Die Amisch oder die Haredim kann man nun nicht kopieren.
Und Afrika ist gerade erst dabei, seinen Kinderreichtum zu überwinden. Ob die auch noch ins Schrumpfen geraten, und dann dasselbe Problem haben, weis man noch nicht. Vielleicht finden die gleich in stabile Verhältnisse ohne den Umweg der Geburtenimplusion.
Und Afrika ist auch ein außerordentlich vielfältiger Kontinent. Dem eine Zusammenarbeit mit China viel helfen könnte? Die Zusammenarbeit Afrikas mit Europa zumindest war bisher offenbar ja nicht so hilfreich. Warum auch immer.
Kommentar vom 03.08.2026 23:59
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-die-deutsche-bundespolitik-den-islamismus-glaubwuerdig-bekaempfen-koennte/#comment-212343
@Uli Schoppe 03.08. 00:30
„Zum Kosten einsparen kommt man aber erst wenn man sich die Anfangsinvestition leisten kann:...Geh mal von 10kwh aus, dann geh mal hier die Strasse entlang und mach mal dafür Werbung.“
Richtig interessant werden doch die Speicher kombiniert mit der eigenen PV-Anlage, und wenn man den Strom zu einen guten Teil selbst verbrauchen kann. Das eigene E-Auto und die Wärmepumpe passt dazu auch noch ganz gut, dann kann man noch großzügiger skalieren.
Das Problem ist hier im Innenstadtbereich, dass kaum einer sein eigenes Dach hat.
Hier müssten Investoren, Genossenschaften oder die kommunalen Stadtwerke die geeigneten Dächer und andere Flächen für kleines Geld mieten, und den Strom dann in der Nachbarschaft verkaufen dürfen.
Wenn die Durchleitungsgebühren für den Stromtransport von nur wenigen hundert Metern entsprechen niedrig wären, dann könnte man da ziemlich billigen Strom anbieten.
Kommentar vom 03.08.2026 23:02
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-wissenschaft-scientikative-als-fuenfte-unverzichtbare-saeule-der-gewaltenteilung-in-jeder-demokratischen-republik/#comment-212340
@Uli Schoppe 03.08. 21:12
„Das Stromerzeuger da lieber Gaskraftwerke hätten ist deren Problem.“
Saisonales Backup können auch Kohlekraftwerke leisten, die träge reagieren. 1 Tag Reaktionszeit wäre schon sehr gut. Und wenn der Ausbau von Lithiumnetzspeichern mal nicht mehr so verschleppt wird, dann können diese Speicher die kurzfristigen Bedarfsspitzen alleine verarbeiten. Dann kann man vermutlich sogar jetzt bestehende Gaskraftwerke in spätestens 10 Jahren vom Netz nehmen, und dennoch die Kohlekraftwerke als letzte Sicherheit bereithalten.
Die Kohle kann problemlos und praktisch kostenlos auf Halde beim Kraftwerk gelagert werden. Selbst wenn dieses Backup nur alle paar Jahre für einige Wochen gebraucht wird, wird uns dann sehr gute Dienste leisten.
Bei Erdgas sieht es anders aus. Wir werden in 10 Jahren oder auch noch später die unterirdischen Erdgasspeicher sehr gut zum Speichern von Wasserstoff brauchen können. Je weniger Gaskraftwerke dann insbesondere im Winter noch als Backup laufen, desto besser.
@Realo 03.08. 20:04
„Wegen der E Autos steigt auch der Stromverbrauch stark an. Die Leute werden kaum darauf verzichten wollen, dann zu laden, wenn sie ihr Auto brauchen?“
Im Schnitt muss ein E-Auto nur alle 10 Tage aufgeladen werden. Man hat also sehr viel Zeit, zu günstigen Kosten genau dann aufzuladen, wenn der Strom billig ist. Kaum einer muss also in einer kurzfristigen Dunkelflaute von ein paar Tagen aufladen.
Und markante Überschüsse können sofort von der Fahrzeugflotte absorbiert werden, und machen dann auch keine Probleme wie etwa negative Strompreise mehr.
@Uli Schoppe 03.08. 16:12
„Mein Fehler, ich hätte das „wirklich nur“ fett zitieren sollen Klar muss eine Firma gewinnorientiert arbeiten. Aber das sollte nicht einfach als Ziel reichen… Auch Wachstum sollte nicht Selbstzweck sein. Finde zumindest ich.“
Unbedingt. Das kann ich nur unterstützen. Das gehört wohl mit in die Ausbildung von Firmenchefs. Ich denke aber durchaus, dass das nicht absolut sein muss. Je größer die finanzielle Verlockung und je kleiner der damit angerichtete Schaden, desto eher wird man sich für das Geld entscheiden.
„Der Anteil der Firmen die das anders sehen ist einfach zu hoch. Ist zumindest mein Eindruck. Wie ich das mit Zahlen füllen sollte weiß ich gerade leider nicht.“
Da kann man aber gucken, dass man die Anreize so setzt, dass das Problem wenigstens kleiner wird. Also etwa CO2-Steuern, die man als Klimageld umgehend an alle zurückgibt.
Kommentar vom 03.08.2026 12:07
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-wissenschaft-scientikative-als-fuenfte-unverzichtbare-saeule-der-gewaltenteilung-in-jeder-demokratischen-republik/#comment-212262
@Realo 03.08. 08:48 / 09:25
„Sie kann praktisch nicht anders, als mit dem kleinsten Übel „Gaskraftwerke“, zu versuchen eine „Black out Katastrophe“ abzuwenden bzw. zu mildern…..“
Einfach die Kohlekraftwerke noch bereit halten? Zumal ja auch die Gasvorräte begrenzt sein können. Jedenfalls scheint mir ein Blackout sehr unwahrscheinlich, hatten wir noch nie. Schließlich kommt mit Wind und PV Energie dazu, und die Speicher schaffen Flexibilität obendrauf.
Norwegen versorgt sich ganz mit Wasserkraft, die hatten mal ein Riesenproblem, weil es etliche Monate nicht geregnet hat. Da mussten viele frieren, weil man überall Elektroheizungen hatte. Blackout gab es dennoch keinen, nur viele Firmen haben vorübergehend die Produktion eingestellt. Inzwischen hat man Reserveleitungen, die Strom aus Deutschland nach Norwegen liefern könnten, wenn das noch mal passiert. Derweil kann man über dieselbe Leitung jede Menge Strom aus Wasserkraft nach Deutschland exportieren.
„Das finde ich besser, als die Gelder werden, salopp gesagt, „verfrühstückt“ oder „versoffen“….
Wenn eben zuviel Kapital da ist, macht das dennoch Sinn, würde ich sagen. Auch wer selber z.B. eine Immobilie hat und keine Erben, kann die Verkaufen und das Geld ausgeben.
„Der Begriff „Geisteswelten“ wird irgendwie mit „Schlossgespenst“ assoziiert….. und das ist kontra produktiv.“
Wie soll man es sonst nennen? Götter, Dämonen, Heiliger Geist oder auch einfach der Raum, in dem unser Bewusstsein verwirklicht wird. Ich weiß nicht, was das ist, aber es scheint zu existieren. Weiter gedacht kann das den ganzen Kosmos durchziehen.
Kommentar vom 02.08.2026 11:52
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-wissenschaft-scientikative-als-fuenfte-unverzichtbare-saeule-der-gewaltenteilung-in-jeder-demokratischen-republik/#comment-212189
@Uli Schoppe 02.08. 22:28
„Genau das ist doch das Problem…“
Jede Firma muss die Zinsen ihres Kapitals aufbringen können. Anders geht es nicht. Wenn es gut läuft kann die Firma wachsen, und immer größer werden.
Erst bei wirklich großen Firmen kommt Lobbyismus ins Spiel, wie etwa von Frau Reiche, die offenbar die Energiewende verzögern und den Umsatz mit Gas verlängern will.
Klar ist das recht doof.
Praktisch wäre, wenn hier die Parlamentarier inklusive die von der CDU das korrigieren würden.
Auch bei den Dortmunder Stadtwerken vermisse ich mehr Anstrengungen, an der Energiewende mit zu machen. Hier legt aber auch die Bundespolitik fest, was vor Ort aktuell möglich ist.
So könnte mein kommunaler Versorger auf allen geeigneten Dächern und ähnlichen Flächen PV mit integrierten Lithiumakkus mit einer Tagesleistung Kapazität installieren. Und damit wahrscheinlich auch noch Gewinn mit einfahren können.
Soweit, bis der Strombedarf der ganzen Stadt zumindest über das Sommerhalbjahr damit komplett abgedeckt ist. Da können später noch jede Menge bidirektionale öffentliche Ladestationen dazu kommen, und reichlich beim Stromspeichern mithelfen können.
Da sind offenbar schon Baustellen, die echt hängen. Kapitalismus als Wirtschaftsform kann mit sehr viel mehr Resilienz des Staates gegenüber destruktivem Lobbyismus schon überaus gefragt sein.
Ob da China sehr viel weniger Probleme mit hat? Nicht dass ich da leben wollte, meine Freiheit weiß ich zu schätzen. Aber was in China abgucken könnte eventuell doch weiterführen. Insbesondere was eine Entschärfung des Lobbyismus beträfe?
Kommentar vom 02.08.2026 16:27
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-wissenschaft-scientikative-als-fuenfte-unverzichtbare-saeule-der-gewaltenteilung-in-jeder-demokratischen-republik/#comment-212162
@Realo 02.08. 14:26
„Meine Welt war, salopp gesagt, die Welt der Elektronik/Informatik. Grundsätzlich war auch das „Hardware – Softwarekonzept“, dass zumindest grob dem „Körper – Geist“ Dualismus der Philosophie entspricht.“
Der technische Unterschied zwischen Software und Hardware ist schon markant. Aber auch Software ist physikalisch indentifizierbar, eindeutig auf Computern zum Laufen fähig und keinesfalls Teil von irgendwelchen Geisteswelten.
Die Geisteswelten mag es auch noch geben, allerdings kennt die Physik diese derzeit nicht.
Was allerdings der Software sehr gut entspricht, dass wären die Nervenimpulse, die im Gehirn kursieren, abzugrenzen von einer Hardware von konkreten Neuronen, Nervenfasern und Synapsen.
Und das ist auch immer noch nicht das Bewusstsein. Dieses mag nur ein Teil des Nervenimpulsgeschehens sein, kann aber m.E. auch in wirkliche Geisteswelten hineinreichen. Die allerdings physikalisch gesehen eben noch unbekannt sind.
Und auch KI-Systeme, die eigenes Bewusstsein entwickeln, mögen ohne Beteiligung von wirklichen Geisteswelten nicht funktionieren können. Weder Hardware noch Software kann das alleine aus meiner Sicht nicht. Zumindest hätte ich keine Idee, wie. Wenn das dann doch noch einer irgendwie programmiert bekommt, wäre ich jedenfalls wirklich überrascht.
Kommentar vom 02.08.2026 13:34
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-wissenschaft-scientikative-als-fuenfte-unverzichtbare-saeule-der-gewaltenteilung-in-jeder-demokratischen-republik/#comment-212139
@Realo 02.08. 09:22
„Trump will bekanntlich an Mittelmeerküsten „traumhafte Urlaubsparadiese“ bauen und den Leuten (samt den Kriegern) in Gaza Arbeitsplätze verschaffen. Dann brauchten die Leute dort nicht mehr mit Trümmern leben….“
Nicht nur in Gaza, die ganze afrikanische Mittelmeerküste ist touristisch durchaus interessant. Und auch als Wohnort für die Einheimischen attraktiv. Also eigentlich keine schlechte Idee, da umfangreich zu investieren. Auch mit reichlich PV, Kurzfristspeichern für nachts und Meerwasserentsalzung kann das was werden.
„Nur die Regelungsprozesse sollten funktionieren….. Passende Persönlichkeiten sollten halt dahinter stehen und gefördert, nicht bekämpft werden…..“
Verlässliche Rahmenbedingungen sind allerdings für umfangreiche Investitionen sehr von Vorteil. Chaospolitik ist als Investitionsgrundlage eher schwierig.
Kommentar vom 02.08.2026 12:48
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-wissenschaft-scientikative-als-fuenfte-unverzichtbare-saeule-der-gewaltenteilung-in-jeder-demokratischen-republik/#comment-212130
@Realo 02.08. 09:22
„Wenn Sie das Kapital „verkonsumieren“ dann ist es endgültig, letztlich im WC „entsorgt“ und auf „Ewigkeit verloren“. Keiner hat mehr was davon.“
Was heißt hier entsorgt. Das Geld landet zuerst in der Staatskasse, wird dann irgendwann ausgeben und geht wieder zurück in den Kreislauf. Das wäre ja nur eine Idee, wenn es mal handfeste Schwierigkeiten gibt, die auflaufenden Gewinne wieder anzulegen.
Nebenbei kann man mit mehr Kapitalsteuern aber auch die Lohnsteuern senken. Wenn man es denn möchte. Das kann man auch jetzt schon machen. Das könnte dann auch den Nachwuchs fördern, wenn jungen Familien mehr Geld bleibt.
Kommentar vom 01.08.2026 23:08
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-wissenschaft-scientikative-als-fuenfte-unverzichtbare-saeule-der-gewaltenteilung-in-jeder-demokratischen-republik/#comment-212043
@Christian Greim 01.08. 15:04
„Die entscheidende Frage ist: Wie kann man diese Mercantile Gewalt unter demokratisch legitimierte wirkungsvolle Kontrolle bringen, ohne die innewohnende spekulative Kreativität abzuwürgen?“
Ja ist das denn überhaupt eine eigene Macht? Das meiste Kapital wird doch über die Banken an jeden weitergeleitet, der schöne Zinsen verspricht. Dass hier ein Musk mal selber wirklich Politik daraus macht, das scheint mir doch die Ausnahme zu sein. Ich schätze mal das mindestens 90 % des aktiven Kapitals wirklich nur ihre Rendite im Sinn hat.
„China versucht eine Zähmung Mercantiler Gewalt, indem es sie im Prinzip laufen lässt und durch gelegentliche drakonische Eingriffe, eine Art Selbstbeschränkung der Verantwortlichen erzwingt.“
Soweit das da funktioniert? Auch hier kann der Staat mal eingreifen, wenn Geschäftsmodelle geltendes Recht verletzen. Oder auch ganze Branchen fördern oder bremsen.
Sorgen mache ich mir eher aus einem anderen Grund. Ständig wachsendes Kapital braucht ständig wachsende Wirtschaft. Will man das mal nicht mehr, muss man genug von dem akkumuliertem Kapital über entsprechende Steuern abzwacken und sogleich verkonsumieren. Erst dann passt das wieder.
Solange es aber soviele arme Länder auf der Welt gibt, kann das hier überschüssige Kapital genau dahin fließen. Dass man da endlich auch mal vernünftig leben kann. Das wäre eigentlich meine größte Hoffnung, und dass man da dann gleich aus ziemlich wenig direkt in die Energiewende einsteigt.
Zumal in vielen südlichen Ländern das Potenzial für PV vergleichsweise hoch ist, und dann noch gleichmäßiger übers Jahr verteilt ist. Zufälligerweise liegt die Islamische Welt überwiegend in Wüstengegenden mit den weltweit höchsten PV-Erträgen. Vielleicht hilft denen das bald auch wirklich weiter. Da kann noch jede Menge Produktion hin verlagert werden.
Wenn man sich denn mal darauf einigen könnte, einfach nur produktiv zu sein.
Kommentar vom 01.08.2026 15:26
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-die-deutsche-bundespolitik-den-islamismus-glaubwuerdig-bekaempfen-koennte/#comment-211984
@Uli Schoppe 31.07. 10:03
„Ich finde es allerdings immer wieder interessant wie manche Mitdiskutierenden hier gern so tun als wäre der Freiheitsrahmen da für alle gleich offen.“
Entsprechend ärgerlich ist es, dass man als Mieter im Innenstadtbereich kaum eine Möglichkeit hat, selber PV zu nutzen. Gerade in Kombination mit einem inzwischen kostengünstigen Lithiumspeicher von etwa einer Tagesleistung Kapazität könnte man nicht nur Treibhausgase, sondern zugleich auch Kosten einsparen.
Es müssten hier Investoren alle geeigneten Flächen für kleines Geld mieten können, und dann überall PV-Anlagen samt integriertem Speichern installieren dürfen. Dann braucht es nur noch die Erlaubnis, den Strom zu wirklich realistischen Durchleitungsgebühren überall in der Nachbarschaft direkt zu verkaufen.
Und dann gleich jede Menge Ladestationen, praktischerweise biderektional, gleich mit anbieten.
Von mir aus kann da sogar der kommunale Energieversorger auch gleich selber in diesem Sinne aktiv werden? PV nah am Verbraucher und mit Speicher kombiniert lohnt sich sehr und entlastet letztlich auch die Stromnetze.
Kommentar vom 01.08.2026 14:48
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-wissenschaft-scientikative-als-fuenfte-unverzichtbare-saeule-der-gewaltenteilung-in-jeder-demokratischen-republik/#comment-211981
@Michael 31.07. 23:55
„Nach meiner Einschätzung war die Scientikative während der Covid-19-Pandemie vor allem zu einseitig mit Virologen und Medizinerinnen besetzt, es gab zu wenige Stimmen aus der Psychologie und Pädagogik.“
Genau dasselbe sehe ich hier bei der Tabaksteuer. Vermutlich gibt es einfach viel mehr Mediziner als Psychologen.
Es ist ja schön zu wissen, dass Rauchen einige Lebensjahre kostet. Aber wie man die Sucht wirklich loswird, das bleibt eine extrem schwierige Angelegenheit.
Und es könnte auch verlockend sein, die Suchtlage auszunutzen, um einfach noch mehr Tabaksteuern einzutreiben. Es betrifft ja nur die Uneinsichtigen, die sich selbst und teils noch Anderen schaden. Das kann man dann sogar noch als Vorsorge und Erfolg verkaufen.
Derweil Ersatzmittel wie Nikotinkaugummis vollkommen unsinnigerweise Apothekenpflichtig sind und damit noch teuer als Tabak sind. Wenn es da günstige Großpackungen im Aldi von gäbe, wäre das eine entscheidende Hilfe.
@Uli Schoppe 01.08. 03:13
„Und gerade Konservative unterliegen oft dem Irrtum man könne da mit Druck helfen.“
Natürlich funktioniert das kaum. Das ist alles ganz schön schwierig. Nur die Tabaksteuern, die fließen zuverlässig. Nun gut, alles Beiträge zur Finanzierung des Gemeinwesens.
Und das führt auch zu einem Stück DeGrowth, wenn gerade Finanzschwache so abkassiert werden, dass die woanders sparen müssen, wo immer das irgendwie geht.
|
|