Meine Kommentare auf scilogs.spektrum.de 2026/08 (T.J.)
Kommentar vom 14.08.2026 14:59
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/roemisches-geld-als-medium-ein-fundstueck-aus-la-souterraine-frankreich/
@Michael 14.08. 00:03
„Auch in Frankreich würden erneuerbare Heimatenergien auch den regionalen Wohlstand und die Energiedemokratie fördern. Und genau deswegen werden sie bekämpft…“
Wie gesagt, die französischen AKWs will man natürlich alle rund um die Uhr laufen lassen. Statt Tonnen von Kohle oder Gas braucht man nur Grammbruchteile von Uran. Angesichts der aber sehr hohen Anlagenkosten ist da ein Dauerbetrieb schlichtweg konkurrenzlos wirtschaftlich. Und wenn wir in Deutschland Strommangel haben und die Franzosen Überschüsse, dann ist das zu begrüßen, wenn wir billigen Atomstrom aus Frankreich beziehen können.
Neubauten von AKWs angesichts von immer noch weiter billiger werdenden PV-Anlagen und Batteriespeichern wären allerdings völliger wirtschaftlicher Unsinn. Genau so unsinnig wie noch mehr neue Gaskraftwerke in Deutschland.
Sich in Frankreich eine eigene Solaranlage anzuschaffen mag dennoch wirtschaftlich sein. Die müsste aber gleich einen eigenen Batteriespeicher haben. Tagsüber ins Netz einspeisen macht an den meisten Tagen wenig Sinn, die AKWs kann man unmöglich stundenweise drosseln, und selbst wenn man es könnte, macht es aufgrund der äußerst geringen Kernbrennstoffkosten keinen Sinn. Da kann man notfalls sogar eigene Batteriespeicher gleich am AKW-Standort installieren, wenn öfter die Atomstromüberschüsse schwer loszuwerden sind.
Je nach Region hätte man aber sehr hohe Solarerträge, insbesondere im Südosten Frankreichs. Das ist durchaus ein Faktor, und ein Grund, hier für sich selber zu investieren. Und an den besten Standorten machen richtig große PV-Freiflächenanlagen, praktischerweise gleich mit eigenem Großspeicher und später auch Wasserstoffproduktion, ganz viel Sinn. Da kann man jede Menge sehr billigen Strom auch nach Deutschland, die Schweiz und Norditalien verkaufen, je nachdem, wie die aktuelle Bewölkung gerade über die Regionen verteilt ist.
Andersherum ist allerdings Windenergie in Frankreich eher weniger lukrativ. In Deutschland, England, Holland oder Dänemark ist es dagegen insbesondere rund um die Nordsee sehr viel windiger. Allzuweit kann man allerdings auch den Windstrom nicht transportieren, hier braucht man dann auch gleich am Standort wiederum eigene Batteriespeicher, und demnächst auch eine Wasserstoffproduktion gleich in Standortnähe.
Kommentar vom 13.08.2026 23:36
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@Hauptartikel
„In Frankreich gibt es bislang leider nur sehr wenige Häuser mit eigener Solarenergie, aber bereits viele Ladestationen für Elektroautos.“
Das wundert nun bei der AKW-Leistung Frankreichs jetzt ja auch nicht. Die AKWs laufen praktischerweise das ganze Jahr konstant durch, und werden nur zu Wartungszwecken zwischendurch mal vom Netz genommen. Naja, oder ungeplant bei Niedrigwasser.
Da passt jetzt Strom aus Sonne und Wind nicht so gut dazu. Man kann hier nicht wie mit Gas- und Kohlekraftwerken nur bei Bedarf Backup liefern, das können AKWs einfach nicht.
Ganz anders sieht das mit z.B. Lithiumspeichern aus, egal ob jetzt verbaut in Autos oder direkt im Netz. Die können doch sogar den Atomstrom sehr gut unterstützen, in dem sie zunächst mal nur die Verbrauchsschwankungen ausgleichen.
Und wenn man diese Speicher schon mal hat, machen dann aber auch PV-Anlagen und Windräder auf einmal Sinn, trotz jeder Menge Atomstrom. Und mehr Strom für E-Autos, Wärmepumpen und Klimaanlagen wird man auf jeden Fall auch brauchen. Da muss man dann nicht unbedingt neue sündhaft teure Atomkraftwerke bauen. PV und Windräder sind gegenüber AKW-Neubauten einfach konkurrenzlos billiger und um eine Größenordnung schneller zu bauen.
Man wird dann vermutlich dennoch zeitweise einige Überschüsse haben, die man aber auch ganz gut nach Spanien, Italien, und Deutschland verkaufen kann. Und wenn es in Frankreich mal knapp wird, liefern wir auch gerne mal eine Menge Strom zurück.
Hat man genug Speicher, kann man den Länderübergreifenden Stromhandel auch bevorzugt so gestalten, wie man es gerade am Besten verarbeiten kann. Durch einen gewissen zeitlichen Spielraum kann man dann auch noch die Fernstromleitungen optimal ausnutzen.
Auch uns wird das helfen, vor allem weil der französische Atomstrom ordentlich subventioniert wird, das müssen ja nicht unsere Steuerzahler bezahlen. Ein Plus für Frankreich bleibt, vermutlich sind deren AKWs fast komplett von Firmen im eigenen Land produziert. Da ist eine gewisse Subventionierung sinnvoll, zumal man auch keinen Außenhandelsüberschuss hat wie wir hier in Deutschland.
Kommentar vom 13.08.2026 16:21
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@Michael 13.08. 10:13 / Felo.ai
„Würde der dialogische Monismus hingegen behaupten, das Du sei letztlich nur eine Erscheinungsform desselben einen Bewusstseins oder Wesens, geriete er in Spannung zu Buber.“
Ich denk mal, so einfach ist das jetzt nicht. Wir sind alle Menschen, und unser Gehirn basiert auf sehr ähnlichen genetischen Bauplänen.
Und wenn unser Bewusstsein auch in Geisteswelten hineinreicht, so können eben diese Geisteswelten auch durchaus überpersönliche Anteile haben. Was dann sogar Individuen in die Lage versetzt, in direkten geistigen Kontakt treten zu können. Ich gehe durchaus davon aus, das genau dieser Effekt die Grundlage dafür ist, dass wir uns öfter sehr gut gegenseitig verstehen können.
„Denn das würde die Eigenständigkeit und Unverfügbarkeit des Anderen gefährden. Buber versteht echte Begegnung gerade als ein Ereignis, das sich nicht erzwingen oder vollständig verfügbar machen lässt.“
Der Rest ist dann die Individualität, jeder hat seine Geschichte, sein Wissen, seine Fähigkeiten, seine Ziele, seine Fantasie.
Und dieser Rest überwiegt bei weitem. Aber die gemeinsamen Grundlagen sind eben auch grundlegend.
Rein praktisch braucht es auch noch eine gemeinsame Sprache, ohne dem geht Austausch nur wenig. Aber das kann man letztlich übersetzen.
Die Gemeinsamkeiten der Menschen sind vermutlich weitreichend. Es mag sein, dass etwa Außerirdische intelligente Wesen mit uns nur sehr begrenzt kommunizieren können, wenn eben die gemeinsame Biologische Grundlage fehlt. Wir ticken wahrscheinlich zu speziell, und merken das untereinander nur nicht, weil wir da tagtäglich dran gewöhnt sind.
Oder der Anteil, den unsere Existenz an Geisteswelten hat, ist universal, und wird genauso von intelligenten Außerirdischen verwendet. Vielleicht gelingt es uns auch, intelligente KI mit eindeutig eigenem Bewusstsein zu bauen, und müssen dann feststellen, dass auch dieses künstliche Bewusstsein nicht ohne eine umfangreiche Beteiligung von Geisteswelten funktionieren kann.
Wobei man dann auf uns selber wiederum zurückschließen kann.
Kommentar vom 13.08.2026 13:02
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@Realo 13.08. 09:55
„Es ist bei uns nicht opportun, darauf zu verweisen, dass die Russen in der Ostukraine genau so ihre Unabhängigkeit von der Ukraine wollen, wie umgekehrt, die Ukrainer von Russland unabhängig sein wollten. Oder dass die Russen Sewastopol nicht herausrücken wollten, wie die Ukrainer Odessa nicht hergeben wollen…..“
Es war doch alles fertig, und wir haben 2014 den Russen den Donbass und die Krim mit Sewastopol überlassen. Die Ukrainer haben es zähneknirschend akzeptiert, und wir sogar noch Nordstream weitergebaut und weiter fast unser ganzes Gas in Russland eingekauft.
Und damit die aktuelle Aggression seit 2022 noch maßgeblich finanziert. Mit Putin ist offenbar nichts Vernünftiges anzufangen. Wenn er könnte, würde er vermutlich den ganzen Warschauerpakt zurückholen, und darüber hinaus den Rest von Europa gleich mit.
Irgendwie braucht der ein Zarenreich, wie das aussieht. Einfach nur selber vernünftig Leben, in einem Land mit reichlich Ressourcen sich was Florierendes aufzubauen, das scheint in weniger zu interessieren.
„“Nur den Kopf in den Sand zu stecken und Transformationsprobleme einfach zu ignorieren, nicht einmal anzusprechen, das halte ich für keine gute Idee….“
Aktuell hakt es wohl an der Genehmigung von Netzspeichern, deren Genehmigungen werden einfach verschleppt. Aber der weitere Ausbau insbesondere der PV braucht jetzt diese Speicher. Und mit den Speichern brauchen wir auch kein einziges neues Gaskraftwerk. Das sind die realen Transformationsprobleme, mit der aktuell die Energiewende künstlich ausgebremst wird.
Kommentar vom 12.08.2026 23:57
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@Manfred Reichelt 12.08. 16:05
„Denn in der Liebe zum Ewigen, das wir selbst sind, finden wir unsere Ruhe und Erfüllung und damit verbunden immer mehr eine Loslösung unseres emotionalen Verhaftetseins an das Innerweltliche, also an die Objekte und Subjekte unserer (einstigen) Begierde. Wer sich in sich wohlfühlt, hat keinen Grund, über irgendetwas zu meckern.“
Überlegen, was man wirklich braucht, da gehe ich ja gerne mit. Aber man braucht was, Essen, Wohnung, andere Menschen etwa. Und das fällt auch nicht weg, wenn man ein Kind der Ewigkeit sein darf.
Der ganze Kosmos, speziell dieser wunderbare Planet, hat seine biologisch-physikalische Beschaffenheit, wovon wir offenbar auch ein Teil zu sein scheinen. Und selbst wenn der Mensch eine kosmische Wende verursacht, bleibt er doch biologisch ein Lebewesen mit seinen Bedürfnissen wie seinen tatsächlichen Möglichkeiten.
Entsprechend will ich gerne Meckern, wenn meine Mitmenschen es nicht lassen können, diesen wunderbaren Planten mehr als nötig zu beschädigen.
Selbst wenn ich mehr Geist als Biologie bin, und mein bewusstes Innenleben ein wirkliches Geistesfaktum sein muss, bleibe ich dennoch den Grenzen meiner eigenen Biologie unterworfen.
Ob wir am Ende der geistigen Entwicklung stehen, kann ich jetzt auch nicht absehen. Wie intelligente Lebewesen ganz woanders im Kosmos unterwegs sind, kann ich kaum wissen. Und ob wir schon in näherer Zukunft auch KI mit echtem Innenleben und eigenen Geistesräumen bauen, weiß ich genauso wenig.
Wieso soll das Leben nur dem Menschen gehören? Nur weil wir alle Ökologischen Habitate dieses Planeten erfolgreich für uns nutzen konnten, heißt das ja nicht, dass sich alles nur um uns dreht.
Vielleicht sind wir eher nur Begleiter dieses wunderbaren Planeten, um ihn zu schützen und zu fördern. Und können es uns aber selbst dabei gemütlich machen, warum auch nicht. Gerne auch mit perspektivischen Geisteswelten, die es uns erlauben, uns wohlzufühlen. Mich mit dem Tod in kosmischen Geisteswelten wieder aufzulösen, reicht mir da als persönliche Perspektive.
Kommentar vom 12.08.2026 14:45
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-psychologie-der-drachenlord-hater-feindseliger-dualismus-digitaler-thymos-mimesis/#comment-213659
@Martin Holzherr 12.08. 10:32
„Und tatsächlich gibt es einige Hinweise darauf, dass Deutschland als Ganzes nicht mehr ein führendes Industrieland bleiben kann, weil ihm inzwischen vieles dazu fehlt und der eingetretene Realitätsverlust auch die Erkenntnisfähigkeit getrübt hat.“
Immerhin haben wir immer noch einen Außenhandelsüberschuss von ca. 200 Mrd Euro, ganz Europa weniger mit ca. 130 Mrd Euro. Da ist also noch viel Luft nach unten, auch durchaus im Sinne von mehr EU-Produktion außerhalb von Deutschland.
„Kernindustrien wie die Autoindustrie sind nicht mehr in der Lage mit der technischen Entwicklung mitzuhalten. In Deutschland etwa wurden keine Batterien für Autos entwickelt, es gibt keine überzeugende Software für Autos aus Deutschland und KI und autonome Fähigkeiten von Fahrzeugen fehlen jetzt und in Zukunft.“
China hat 1,4 Mrd Einwohner, und entsprechend auch mehr kluge Köpfe dabei. Kein Wunder also, dass die bei komplexen Neuentwicklungen uns davon laufen können.
Das muss man wohl mit mäßigen Zollschranken verarbeiten. Und China motivieren, in Osteuropa z.B. Grüne Technik oder auch ganze Autos herzustellen.
Was Software für Autos und Autonomes Fahren betrifft, da würde ich sowieso eine Globale Offensive für Freie Software bevorzugen. Immerhin haben wir über 8 Mrd Menschen weltweit, und Software kann immer besser mit KI-Unterstützung geschrieben werden. Das müsste doch jetzt der richtige Zeitpunkt dafür sein, da mal einzusteigen?
Angefangen vor allem mit vernünftigen sozialen Plattformen, die nicht die Leute kolone machen, aber demnächst auch Selbstfahrsysteme inclusive Sammeltaxisystemfunktion. Genau das braucht die Welt jetzt.
Kommentar vom 11.08.2026 23:11
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-psychologie-der-drachenlord-hater-feindseliger-dualismus-digitaler-thymos-mimesis/#comment-213561
@Michael 11.08. 00:15
„Mit Hass und Hetze in Gruppen mimetisch mitzuschwimmen ist einfach – sich dem zu widersetzen ist viel schwerer.“
Erst ja, aber wenn es dann zu Auseinandersetzungen kommt, wird es immer schwieriger. Abstürzende Wirtschaft, oder angezettelte Kriege können schnell nach hinten los gehen.
„Das ist ein Grund, warum gerade auch Privilegierte oft verrohen.“
Die sind dann weniger betroffen, wenn genug Familienkapital vorliegt. Selbst wenn etwa Zuwanderer ausbleiben, kann das schon wirtschaftliche Schwierigkeiten mit sich bringen. Und etwa mit der Klima- und Wasserkrise hat man selber auch kaum was mit zu tun, wenn man recht reich ist.
Aber auch überhaupt in Unfrieden zu leben, oder sich einfach nur mit Verschwörungsmythen herumschlagen zu müssen, müsste doch eigentlich ziemlich anstrengend sein. Man lebt dann doch auch in finsteren Welten, das kann doch kaum Spaß machen?
Und die Einsamkeit, wenn man außerhalb der Ingroup keine Freunde mehr haben kann, die könnte auch ganz schön auf die eigene Lebensqualität schlagen.
Man ist damit einfach gar nicht gut mit Beraten. Kurzfristig ist das was Neues, aber es führt zu nichts Konstruktiven, und wird so auch für die eigenen Anhänger zunehmend immer schwieriger. Die Welt reagiert auf den Unsinn, und passt sich an, sieht zu, sich da abzuschotten. Auf der persönliche Ebene schon, aber auch in den Parlamenten und letztlich betrifft es ganze Länder, die abstürzen können.
Auch eine USA macht sich unter Trump nicht mehr Freunde. Bei der Unberechenbarkeit macht man am Besten einen großen Bogen um dieses Krisengebiet. Dass man von den US-IT-Konzernen besser möglichst wenig abhängig sein sollte, ist mit Trump wohl noch viel dringlicher geworden. Wir brauchen jetzt eine globale Initiative für freie Software für möglichst alles und für alle. Gerne am Ende auch für die US-Bürger, die sparen dann auf jeden Fall auch eine Menge Geld.
Kommentar vom 10.08.2026 23:50
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-psychologie-der-drachenlord-hater-feindseliger-dualismus-digitaler-thymos-mimesis/#comment-213411
@Michael 10.08. 19:36
„Das eigentliche Stufenmodell Kohlbergs geht bis zur 6. Stufe. Kohlberg hat später Vermutungen geäußert, es könne eine 7. Stufe geben, in der moralische Urteile transzendental begründet werden.“
Wenn wir davon ausgehen, dass verschiedene Menschen ja nach Thema anderen Entwicklungsstufen folgen, dann kann auch mal hier und da Stufe 7 durchgucken?
Die Idee, den Planeten zu erhalten oder eine entspannte Weltwirtschaft zu finden, mögen doch weitreichend sein, in diesem Sinne.
Und mitten in Geisteswelten zu leben, mag auch eine Vorstellung sein, die neue Welten eröffnet, auf ganz persönlicher Ebene.
Und wenn man schon mal dabei ist, kann man Elemente von Stufe 7, die man hier und da bei Mitmenschen findet, auch zusammensetzen und da zumindest Fortschritte draus machen.
So funktioniert doch eigentlich auch Wissenschaft? Letztlich kommt es immer darauf an, was am Ende draus wird, und was echt weiterführt, ist am Ende unwiderstehlich.
Und wenn die KI auch einen Sinn dafür hat, was gut zusammenpasst, und so hilfreich weiterführt, dann geht das alles noch schneller? So kommen wir auf mehr Integrationsleistung. Der Diskurs geht viel schneller, gute Ideen verbreiten sich schneller, werden schneller ins Bestehende integriert. Bei den einzelnen Menschen, und damit in der ganzen Kultur.
Kommentar vom 10.08.2026 12:11
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-psychologie-der-drachenlord-hater-feindseliger-dualismus-digitaler-thymos-mimesis/#comment-213334
@Hauptartikel
„Doch unsere Psychologie entstand in Jahrmillionen der Evolution, in denen es sehr viel wichtiger war, Teil einer Gruppe zu bleiben, als abstrakten Prinzipien zu folgen.“
Ich fühle mich mit dem ganzen Kosmos verbunden. Und mir reichen einige soziale Kontakte wie auch die Gelegenheit, sich hier im Blog recht vertiefend auszutauschen.
In dem Sinne mag auch Religion eine Zugehörigkeit mitbringen. Nicht nur mit den konkreten Kontakten in einer Gemeinde, auch mit geistigen Perspektiven, die über die eigene Person und den eigenen Alltag weit hinausgehen?
Jede Menge Hordenbildung, die sich gegenseitig den Schädel einschlagen, ist zwar eine menschliche Möglichkeit, aber gar nicht so überwiegend?
Irgendwie fehlt mir da noch was, was den eher seltenen Übertritt vom destruktiven Dualismus zum dialogischen Monismus ausmacht. Das könnte nochmal ein sehr weites Feld einer Art Übergangszone sein, in der die Menschen dann so arg destruktiv gar nicht mehr sind.
Zumal man ja auch ohne Dialoge schnell festhängt, und nicht so recht weiterkommt. Sich der Wahrheit von vielen Seiten zu nähern ist die einzige Möglichkeit, wirklich wesentliche Teile der Wirklichkeit zu erfassen. Das müsste doch eigentlich jedem klar sein. Vielleicht bin ich da zu zuversichtlich.
Die positive Errungenschaft einer tatsächlichen Zivilisation mag ich ungern aufgeben.
Kommentar vom 09.08.2026 23:10
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/begriffsentwirrung-fraktionszwang-fraktionsdisziplin-parlamentarische-republik/#comment-213217
@Realo 09.08. 00:49 / 19:05
„Von einem Moslem habe ich gehört, dass sich Moslems, solange sie nicht die Mehrheit bei uns haben, anpassen müssen. In wenigen Jahren werden sie (Geburtenrate) die Mehrheit haben und wir müssen uns anpassen.“
Wie weit weg wäre das denn? Man hat mal eine Umfrage gemacht, was die Leute meinen, wie viele Muslime es derzeit in Deutschland gibt. Der Mittelwert der Schätzungen war 15 Millionen. Tatsächlich sind es nur 5.5 Millionen. Ob Ihre Schätzung eher noch höher ist?
Und wie @Michael schon sagte, bekommen die auch nicht viel mehr Kinder wie alle anderen Deutschen.
Die Mehrheit von 42 Millionen jedenfalls ist nirgends in Sicht.
„Z.B. sollen (vereinzelt) jetzt schon stärkere, jugendliche Moslems die Brotzeit der Mitschüler kontrollieren?“
Hier im Brennpunktstadtteil gibt es nur noch vereinzelte Einheimische, die Kinder haben. Damit die hier nicht in die Schule müssen vor allem. Da gibt es dann in den örtlichen Schulen auch fast nur noch Kinder von Einwanderern. Vermutlich sind aber auch davon weniger als die Hälfte Muslime, die meisten dürften aus dem EU-Ausland kommen.
Wenn hier in einzelnen Klassen dennoch die Muslime in der Mehrheit sind, so sind auch das wiederum nicht alles Strenggläubige. Gerade die Einwanderer aus dem Iran, von denen ich eine ganze Reihe persönlich kenne, sind ja gerade vor dem Islamismus nach Deutschland geflüchtet.
Also, anpassen müssen wir uns hier so schnell nicht.
Dennoch kann ich verstehen, dass man nur sehr ungern seine Kinder hier im Brennpunktstadtteil zur Schule schickt. Und dass hier die Integration der 2. Generation nicht beflügelt wird, dürfte klar sein. Viele machen nur schlechte oder keine Schulabschlüsse, und die 3. Generation wird es auch nicht viel einfacher haben. Angesicht der „Sozialen Stabilität“ im Deutschen Schulsystem ist es nicht einfach für Kinder von Eltern aus der Unterschicht, mehr zu erreichen.
„Frau Reiche wurde offensichtlich schon als Jungakademikerin bei einem Stromversorgerkonzern auf die „Ingenieurstugenden“ (Sicherheit, Ökonomie,….) entscheidend geprägt.“
Anscheinend hat Frau Reiche aber auch den obersten Wunsch der Stromversorgerkonzerne verinnerlicht, die noch nie was Anderes im Sinn hatten, als möglichst hohe Strompreise für die Privatkunden. Da wird selten mal eine Gelegenheit ausgelassen, noch mehr zuzulangen.
Entsprechend wenig begrüßt man da PV-Module und Lithiumakkus, die längst konkurrenzfähig geworden sind, und bremst deren Einsatz wo immer das möglich ist mit Bürokratischen Hindernissen. Und Frau Reiche macht da auch als Ministerin offenbar gerne weiter mit.
Kommentar vom 09.08.2026 15:13
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/begriffsentwirrung-fraktionszwang-fraktionsdisziplin-parlamentarische-republik/#comment-213146
@Realo 09.08. 00:49
„Der Kapitalismus erreichte, auch wegen der Konkurrenz mit dem Kommunismus, seinen „Höhepunkt“.“
Da scheint mir was dran zu sein. Vor der Wende gab es noch Kapitalsteuern, danach gleich Harz4, und das auch noch von der SPD eingeleitet.
Dass es auch den kleinen Leuten gut geht, war wohl auch eine Maßnahme, Werbung für den Kapitalismus zu machen. Dabei war ja in den 50ern noch lange nicht klar, dass der Kommunismus ineffektiv ist. Dass der Kapitalismus aber schnell zur Katastrophe für wenig Leistungsfähige werden kann, hat man mit einer konsequenten sozialen Marktwirtschaft verhindert.
Und auch die Anfänge der ökologischen Marktwirtschaft fallen noch in die Jahre der Systemkonkurrenz mit dem Sozialismus.
Nun gut, dieser Wettbewerb ist längst vorbei, aber die Menschen wollen wirklich eine Ökologische und Soziale Marktwirtschaft. Würde unsere Demokratie noch wirklich florieren, wären wir damit auch vermutlich schon weiter? Mit einer Frau Reiche jedenfalls nicht so. Und wie umfangreich die neuen Tabaksteuern uns Suchtkranke quälen werden, hab ich noch gar nicht recherchiert.
Die ausufernde Destruktivität mancher US-Digitalkonzerne mag auch in Zeiten der Systemkonkurrenz undenkbar gewesen sein? Oder ist das sogar schon ein massiver Vorteil für die Chinesische Autokratie geworden? TikTok im eigenen Land gibt es da jedenfalls nicht.
Kommentar vom 09.08.2026 13:35
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/begriffsentwirrung-fraktionszwang-fraktionsdisziplin-parlamentarische-republik/#comment-213133
@Realo 09.08. 00:49
„Ihre „Träume“ ohne „Geldrausch“, dafür in einer genügsamen, ökologischen und entspannten Weltwirtschaft zu leben sind doch schon längst fast Realität, z.B. in Marokko.“
Ich denk mal, ich habe hier eindeutig geschrieben, dass es in den heute noch armen Länder wie z.B. auch Marokko Einiges zu Investieren gibt. Insbesondere in eine leistungsfähige, verlässliche und kostengünstige grüne Stromversorgung. Und dann nachfolgend jede Menge Produktion aller Art.
Bei uns hier in Deutschland sieht das aber anders aus. Aufgrund fehlender Binnennachfrage wird schon weiter Exportiert was irgend geht, das finde ich wenig sinnvoll. Den gleichen Weg gehen offenbar Japan, Südkorea oder China.
Wir sollten mehr an unsere europäischen Partner denken, meine ich. Zumal man da ja auch tatsächlich günstiger produzieren könnte.
Mal hier in Deutschland einen Anfang mit Kapitalsteuern wagen wäre jetzt gerade günstig. Es sollen dann nicht nur die Lohnsteuern sinken dürfen, sondern auch ganz gewollt Produktion ins EU-Ausland verlagert werden. Damit es denen da besser geht, und dass es hier bei uns insbesondere nicht so gut Verdienenden besser geht und es denen mehr Netto bleibt.
Wenn dann die EU-Binnenmigration nachlässt, entschärft sich dabei auch noch die Wohnungsnot in den überlaufenen Städten und zugleich der Verfall in den Abwanderungsregionen.
Kommentar vom 08.08.2026 14:23
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/begriffsentwirrung-fraktionszwang-fraktionsdisziplin-parlamentarische-republik/#comment-213040
@Michael 08.08. 09:06
„Wie sollte auch bei schrumpfenden Bevölkerungen ein ewiges Wirtschaftswachstum möglich sein?“
Wachstum kann es in den armen Ländern reichlich geben. Soll doch das Kapital sich dem mal mehr zuwenden? Und die Potentiale der globalen Energiewende nutzen, gerade in den Ländern, die jetzt keine vernünftige Stromversorgung haben.
Ansonsten, wieso soll das denn ohne Wirtschaftswachstum nicht gehen? Angenommen, der Konsum ändert sich die nächsten 20 Jahre nicht mehr, weltweit, und mit Exporten können wir die Situation auch nicht mehr ändern, nur hin und her verschieben.
Dann sorgt die dennoch weiter fortschreitende Automatisierung zu einem sinkenden Arbeitsvolumen insgesamt. Aber dann müssen wir einfach die Arbeitszeiten reduzieren, soweit das möglich ist. Soweit das nicht genügt, müssen wir dann eben mit mehr Arbeitslosigkeit leben.
Offenbar kann ohne Wirtschaftswachstum aber auch das Kapital nicht mehr wachsen. Man findet dann nicht mehr genug Möglichkeiten, die eigenen Gewinne in neuen Geschäftsfeldern anzulegen. Also muss man einfach das Kapital soweit mit Kapitalsteuern abschöpfen, bis das wieder passt.
Das wäre dann ein Ende des Geldrauschs, aber der Anfang einer genügsamen, ökologischen und entspannten Weltwirtschaft.
Für mich ist das keine Katastrophe, sondern eine vielversprechende Vision. Man muss dann eben gucken, mit weit weniger Arbeit klarzukommen. Und sich z.B. einfach weiterbilden, oder auch am Ende wirklich wieder mehr Nachwuchs großzuziehen.
Kommentar vom 07.08.2026 23:16
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/begriffsentwirrung-fraktionszwang-fraktionsdisziplin-parlamentarische-republik/#comment-212923
@Michael 07.08. 17:50
„Und dafür sollen wir auf die Gewaltenteilung des Grundgesetzes und die Gesetzgebung durch die gewählten Abgeordneten des deutschen Bundestages verzichten?“
Der Geldrausch soll offenbar als aller Erstes weiterlaufen. Dabei müssten wir die Nachfragekrise, die der Geburtenmangel auslöst, dringend ausgleichen. Das geht nicht mit Exporten, dass geht aber mit mehr Förderung von jungen Familien, finanziert durch Vermögens- Kapitalertrags- und Erbschaftssteuern.
Selbst wenn das noch nicht reicht, wieder mehr Kinder zu bekommen, erzeugt das aber eben Nachfrage. Und eigentlich auch Gerechtigkeit. Kinder sind weit mehr als ein Privatvergnügen.
Und das kann bei den Geburtenraten nicht reichen, wenn weiterhin die Arbeitnehmer alleine die Renten finanzieren müssen. Arbeitskräfte dürfte es eigentlich genug geben, aber das Geld muss besser verteilt werden.
Vor allem, weil wir auch keinen Außenhandelsüberschuss von 200 Mrd Euro im Jahr brauchen. Letztlich setzen wir damit auch unsere europäischen Partner unter Druck. Das ist nichts Gutes.
Diesen Überschuss können wir sogar auch abbauen, indem wir mehr PV-Module und Lithiumakkus für eine wirklich konsequente Energiewende in China einkaufen. Noch besser, wir motivieren chinesische Firmen, in Osteuropa unsere Grüne Technik zu produzieren. Das täte ganz Europa überaus gut.
Und das hat doch sogar Potenzial, auch billigere Energie in Europa nutzen zu können. Auch wenn hier einige Firmen aus langjähriger Tradition durchaus gerne möglichst hohe Preise hätten, insbesondere für den Strom der Privatkunden. Als Windräder und PV noch recht teuren Strom lieferten, war man da anscheinend wesentlich kooperativer als heute, wo das wirklich billig geworden ist. Und auch noch billige Kurzfristspeicher zu Verfügung stehen, die auch Nachts und bei Flaute einspringen können, dass man bald kaum noch Gaskraftwerke als schnelles Backup mehr braucht.
Das Saisonale Backup, das noch länger gebraucht wird, können auch die alten Kohlekraftwerke bereitstellen. Nicht nur Kraftwerke in Deutschland, auch in Polen und zur Not sogar Atomstrom aus Frankreich. Wenn wir alle Kapazitäten zusammen nehmen, können wir mehr als genug Backup haben, und solange nutzen, bis wir genug Überschüsse haben, die wir in Wasserstoff umwandeln können.
Die Technik rund um Wasserstoff wird anfangs recht teuer sein, aber es würde mich nicht wundern, dass auch das bei großflächigem Einsatz bald deutlich günstiger werden kann.
Kommentar vom 07.08.2026 16:58
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/begriffsentwirrung-fraktionszwang-fraktionsdisziplin-parlamentarische-republik/#comment-212887
@Michael 07.08. 16:25
„Freilich hätten sie wahrscheinlich auch die Einbeziehung von Beamten und höhere Erbschaftssteuern erbracht – was Lobbyisten und Rechtslibertäre offensichtlich fürchten…“
Da sind dann in der Tat Besserverdiener, Verbeamtete und vermutlich öfter auch Vermögende so ziemlich unter sich.
Fasst der ganze Laden wird von Lohn-Steuern und -Abgaben finanziert. Die gucken da dann nur zu und müssen aber alles bezahlen.
Kommentar vom 07.08.2026 16:10
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/begriffsentwirrung-fraktionszwang-fraktionsdisziplin-parlamentarische-republik/#comment-212873
@Michael 07.08. 12:10
„Demokratische Republiken brauchen Parteien und Fraktionen. Wo jedoch die Republik zum Parteienstaat wird, verliert sie ihren parlamentarischen und demokratischen Charakter.“
Die sollen das nicht alles alleine machen, das sehe ich unbedingt auch so. Die Parteien sind recht anfällig für Lobbyismus, davon haben wir eindeutig zu viel. Und auch die Distanz zum Bürger ist m.E. viel zu weit.
Deswegen wären ja die gelosten Bürgerräte so interessant. Die könnten die Themen liefern, die dann die Parteikommissionen zusammen mit den gewählten Abgeordneten bearbeiten können. Und das fördert dann auch eine offene Diskussion und eine gut durchdachte Entscheidungsfindung im Bundestag.
Die Regierung sollte eben tatsächlich für alle Bürger arbeiten, nicht nur für ihr eigenes Milieu und ihre eigenen Lobbyisten.
Da sind mir manchmal wechselnde Mehrheiten lieber als eine eindeutige Regierungsagenda. Das hat nicht nur ein Potential für vernünftige Politik, sondern wäre auch als mediale Veranstaltung unterhaltsam und hochinteressant.
Die Publikative hätte dann viel mehr Interessantes zu berichten, und die Scientikative Gelegenheit, sich einzubringen.
Kommentar vom 06.08.2026 16:21
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/begriffsentwirrung-fraktionszwang-fraktionsdisziplin-parlamentarische-republik/
@Michael 06.08. 09:10
„Würde diese These zustimmen, dann müssten sich auch andere Parteien von der Energiewende fernhalten.“
Da kann sogar was dran sein, dass mehr Energiewende der aktuellen Koalition den Grünen etwas mehr Zustimmung bringt. Das ist offenbar schwer zu sagen.
Entscheidend ist hier aber, ob man die Energiewende wirklich will. Dann muss man das vernünftigerweise in Kauf nehmen, meine ich. Und damit zeigt man aber auch den Wählern, dass man Verantwortung übernimmt, was langfristig auch als Zustimmung zur eigenen Partei beitragen kann.
Wenn man die Ausländerkritik der AfD kopiert, ohne es selber zu wollen, verrät man sich am Ende selber dabei. Tatsächliche Probleme mit Zuwanderern zu sehen und zu bearbeiten ist jetzt noch keine Rechtsmimesis, meine ich zumindest. Auch wenn das kurzfristige AfD-Zustimmung zur Folge haben kann.
Man muss hier aber realistisch und vor allem rechtsstaatlich dabei bleiben. Tatsächliche Problem durchaus angehen, aber eben auch klare Zustimmung gegenüber längst integrierten Einwanderern signalisieren, und die deutsche Staatsbürgerschaft als rechtlich unantastbar anerkennen.
Längerfristig entscheidend dürfte es sein, wirklich Verantwortung zu übernehmen. Und vernünftige Politik zu machen, wenn man das denn wirklich will. Wie viele weitere Zuwanderer von außerhalb der EU man wirklich haben will, muss man sich überlegen, und wie schnell man die Energiewende umsetzten will, auch. Da kommt man einfach nicht dran vorbei.
Kommentar vom 06.08.2026 14:57
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/begriffsentwirrung-fraktionszwang-fraktionsdisziplin-parlamentarische-republik/
@Michael 06.08. 13:28
„Die Tafeln sind ja nichtstaatlich & zugleich nicht profitorientiert. Zudem reduzieren sie die Mengen an Privatgütern, die sonst zu Abfall geworden wären.“
Der Abfall wäre für die Lebensmittelläden gar nicht billig, das kostet Einiges. Deshalb muss ja auch der Tafelkunde alles mitnehmen, was anfällt, und was er nicht nutzen kann, dann eben in der eigene Biotonne entsorgen.
Das kostet derzeit nichts extra. Doof dabei steht der kommunale Müllentsorger, der muss das dann verarbeiten.
Unterm Strich macht das System aber Sinn, denke ich mal. Da kann man schon eine Menge sparen, wenn man echt knapp bei Kasse ist. Und es wird weniger weggeworfen, was auch echt gut ist. Selbst die Lebensmittelläden machen mit, das kostet ein wenig an Umsatz, wenn die Tafelkunden kaum noch Obst und Gemüse einkaufen, dafür spart man dann aber auch bei den Müllgebühren.
Kommentar vom 06.08.2026 14:22
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@Michael 06.08. 09:10
„Aus meiner Sicht finden die Macht-Revolution und der Kampf der alten, fossilen Mächte gegen das Neue also bereits statt.“
Dass eine Bundesregierung ohne Beteiligung der Grünen eher wenig für die Energiewende tut, muss jetzt aber nicht wundern.
„Auch ostdeutsche Ministerpräsidenten begehren zu Recht gegen das überkommene System der Parteivorsitzenden-Vorherrschaft auf,…“
Warum auch nicht. Die Koalitionsausschüsse haben aber schon einen gewissen Sinn. Wenn zwei Parteien sich die Regierung teilen, muss nun mal irgendwo geklärt werden, wie genau ein Kompromiss zwischen den beiden verschiedenen Parteiprogrammen aussehen soll.
Ich stimme dem aber durchaus zu, dass die Abgeordneten dennoch auch selber aktiv mitwirken sollten. Ich wäre sogar ein Freund von hin und wieder mal wechselnden Mehrheiten, wenn das Thema das nahelegt.
Was in den Ländern gemacht wird, ist sowieso keine Bundespolitik.
„An seinem Zustand entscheidet sich, wie demokratisch unsere Bundesrepublik wirklich ist.“
Vielleicht können auch geloste Bürgerräte Themen auf den Tisch legen, die dann direkt auch vom Bundestag aufgegriffen, diskutiert und als konkrete Gesetzesvorschläge genutzt werden? Dann muss der Koalitionsausschuss mal seine Agenda etwas zurückstellen, und eben diese Themen ergebnisoffen bearbeiten.
Das wäre auch mal eine thematische Belebung des Politikbetriebs. Und für den Bürger interessant, sich das anzugucken. Und seine eigenen Schlüsse zu ziehen, auch für die nächsten anstehenden Wahlen.
Und dennoch hoffe ich auf eine globale Konvergenz der Vernunft, auch die globale Energiewende endlich durchzuziehen. Wer keine neuen Milliarden in fossile Technik mehr investiert, kann dasselbe Geld in Grüne Technik investieren, und wenn er das klug macht, damit sogar am Ende mehr Geld damit verdienen.
Und darum wird es ja wohl wirklich gehen, für Investoren zumindest. Und wenn das dann noch zu niedrigeren Energiekosten führt, umso besser.
Natürlich ginge das alles schneller, wenn die externalisierten Kosten der Fossilen Wirtschaft hinreichend eingepreist würden. Am Ende wird es dennoch funktionieren, schätze ich mal. Jeder muss dann selber gucken, wie er mit der Klima- und Wasserkrise klarkommt, zugleich gibt es aber auch erhebliche Potentiale für eine billigere Energieversorgung, die grundlegend dezentraler ist und ohne Abhängigkeiten von fossilen Diktaturen auskommt.
Gerade die Energiewende wäre doch vielleicht mal ein Thema für wechselnde Mehrheiten im Bundestag? Ich finde das Thema ist groß genug, nicht nur von den Grünen vorangetrieben zu werden. Eine überparteiliche Mehrheit im Bundestag pro Energiewendemaßnahmen fände ich echt weiterführend. Und einem gelosten Bürgerrat traue ich zu, auch dieses Thema ganz oben mit breiter Mehrheit zu nominieren.
Es fehlt ja längst nicht mehr an willigen Investoren in Grüne Technik, die bürokratischen Hindernisse insbesondere der Bundespolitik sind hier die wesentlichste Bremse.
Kommentar vom 05.08.2026 23:29
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@Michael 05.08. 20:27
„Ich glaube nach meinen bisherigen Erfahrungen, dass es noch Jahre und Jahrzehnte brauchen wird, bis Kinder als Wert an sich begriffen werden.“
So selten scheint mir das doch gar nicht zu sein. Ich kenne eine ganze Menge Frauen und auch Männer, die gerne mehr oder überhaupt Kinder gehabt hätten. Ich selber eigentlich auch, aber es ergab sich einfach keine vernünftige Gelegenheit.
„Bisher werden wir Eltern vor allem ausgebeutet und belehrt…“
Die finanzielle Situation von jungen Familien ist sicher schon mal zu verbessern, wenn auch nur als eine Grundvoraussetzung, die aber selbst nicht ausreicht. Und einfach schon eine Frage der Gerechtigkeit, und auch um die Binnennachfrage zu fördern recht wirksam.
Was aber wohl mindestens die Hauptbaustelle ist, das ist wohl die mangelnde Gleichberechtigung in der Praxis. Die ist derzeit leider ziemlich unvollständig, weil die meiste Carearbeit immer noch bei den Müttern hängen bleibt. Wenn sich die Väter nicht beteiligen, dann ist ab 3 Kindern die Mutter mindestens etliche Jahre Vollzeithausfrau. Und kommt kaum vor die Tür, kann sich beruflich nichts aufbauen, und kreist eben nur um Haushalt und Kinderbetreuung.
Dass das die meisten Frauen dann nicht mitmachen, ist aus meiner Sicht völlig nachvollziehbar.
Und es geht dabei nicht nur ums Geld. Eine entsprechende Ausbildung ist auch einfach interessant, eine eigene Karriere ist auch Leben, und meistens auch mit reichlich Ansehen verbunden.
Das lässt sich dann aber eben nur lösen, wenn die Väter wirklich mitmachen. Dann wird nicht nur die Carearbeit geteilt, es kommen dann beide vor die Tür und mitten ins Leben, und die Karrierechancen auf Führungspositionen können sich dann auch ausgleichen.
Wenn Väter wie Mütter Erziehungsteilzeit machen müssen, dann haben die Männer dann auch gleich keinen Karrierevorteil mehr gegenüber den Frauen.
Andersherum kann aber eine finanzielle Familienförderung auch den Druck auf eine möglichst einträgliche Berufskarriere reduzieren. Gerade wer eher weniger leistungsfähig ist, der kann dann auch mit Kindern so leben, dass das kein Dauerstress wird.
Und wenn dann Kindererziehung mehr Ansehen genießt, weil einfach endlich mal der Wert von Kindern erkannt wird, dann wird sich das auch noch positiv auf Kinderentscheidungen auswirken können.
Was auch noch eine Rolle spielen mag, dass wäre eine Familienförderung, die auch über Jahrzehnte verlässlich ist. Wenn man sich darauf verlassen hat, und dann mit seinen Kindern nach entsprechenden Regierungswechseln doch wieder alleine da steht, hat man dann den Salat.
„Und dann wirkt eben die biokulturelle Evolution.“
Tut sie ja. Und eine gewisse Schrumpfung der Weltbevölkerung könnte angesichts von Klimakrise und Ressourcenübernutzung gar nicht mal so schlecht sein. Nun gut, fördern braucht man das längst nicht mehr, die Herausforderung mag dennoch längst in langsamerer Schrumpfung bestehen.
Kommentar vom 05.08.2026 14:59
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@Michael 05.08. 00:15
„Doch politische und wirtschaftliche Maßnahmen alleine – also ohne Veränderung der Glaubens- und Wertebasis – sind fast immer wieder verpufft.“
Wie denn die Glaubens- und Wertebasis verändern? Überall gucken, ja, wo da mal was zu machen ist. Schnell wird das jedenfalls eher auch nicht gehen. Sinnfindung mit Schwerpunkt Anthropodizee als Schulfach?
Familienförderung verbessert aber auch auf jeden Fall die Nachfragesituation, insbesondere wenn man sie über Kapitalsteuern finanziert? Auch wenn das erstmal kaum mehr Nachwuchs bewirkt.
Vielleicht muss das auch über die Jahrzehnte erst einwirken. Dass etwa jugendliche potentielle Eltern weniger oft ein Hochschulstudium anstreben, um eben noch Zeit für Kinder zu haben. Wenn ich schon mit 16 oder 20 weiß, dass ich mit Kindern finanziell auf jeden Fall ganz gut dastehe, mag das seinen Teil beitragen?
Zu- und Abwanderung ist dabei eigentlich ein Problem für sich. In den überlaufenen Städten ist es schwierig, Wohnraum zu finden. Und in den Abwanderungsregionen gibt es keine Arbeit. Vielleicht hilft da ja das Sammeltaxisystem, dass man für viel kleineres Geld mobil ist, und insbesondere Kinder und Ältere ohne Begleitung jederzeit überall hinfahren können.
Kommentar vom 05.08.2026 00:12
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@Uli Schoppe 04.08. 12:32
„Bis zu dem Gedanken den Strom in der Nachbarschaft zu verkaufen muss man erst kommen…Ein Kredit den man nicht mehr bedienen kann weil sich die eigene Lage zB durch Arbeitslosigleit verschlechtert hat macht einen dann fertig.“
Hier in der Innenstadt geht es sowieso nur über Investoren. Wenn die eine genügend konkrete Wirtschaftlichkeit erwarten, können die eben Dächer mieten, die Anlagen installieren und der ganzen Nachbarschaft billigen Solarstrom anbieten, bei genug integrierten Speichern auch nachts.
Die Kunden zahlen ganz normale Stromrechnungen, eine von dem Solarinvestor, und eine von dem örtlichen Versorger, der einspringt, wenn der Solarstrom nicht mehr reicht.
Das können auch gerne Eigenheimbesitzer mitmachen, die jetzt selber echt kein Kapital haben. Die entsprechenden Investoren werden wohl so ziemlich alle geeigneten Dächer nutzen, die die Besitzer nicht selber für PV-Anlagen nutzen können oder wollen.
Dafür muss es natürlich erlaubt sein, zu vernünftigen Durchleitungsgebühren in der Nachbarschaft Solarstrom zu verkaufen. Was derzeit in Deutschland nicht der Fall ist, so weit ich das mitbekommen habe.
Kommentar vom 04.08.2026 23:31
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@Michael 04.08. 17:45
In meinem letzten Beitrag hat sich ein Tippfehler eingeschlichen:
Statt „Mehr Demografie wagen wäre unsere eigene Baustelle, auch für ganz Europa.“ Meinte ich Mehr Demokratie wagen wäre unsere eigene Baustelle, auch für ganz Europa.
Wobei die Demografie natürlich mindestens genauso wichtig werden könnte.
„Dass das Land billig produziert und seine Exporte noch künstlich verbilligt, ist kein Zeichen der Stärke, sondern der Verzweiflung. Die Binnen-Nachfrage springt nicht an, ganze Regionen veröden und also grassieren Jugendarbeitslosigkeit (!) und prekäre Beschäftigungen.“
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, dass man dieses Problem nicht längst erkannt hat und gegensteuert. Überall, wo es eben auftritt.
Wenn man eindeutig erkennt, dass der Kindermangel als Nachfragekrise ernste Probleme macht, dann muss man doch nachfragefördernde Wirtschaftspolitik machen, die zugleich ganz gezielt jungen Familien entgegen kommt.
Zumal ja der Überfluss ohne die Kinder auch ein Überfluss von Kapital ist, insbesondere von Kapital in Form von Immobilien. Da hätte man schon längst mehr Kapitalsteuern erheben müssen, um eben Kinderreichtum samt Nachfragesteigerung zu finanzieren.
Möglicherweise ist das der Politik bzw. den potentiell zahlenden Vermögenden einfach zu teuer. Dass ein nachhaltiges Verebben dem Kapital noch viel teurer kommen kann, befürchtet man offenbar nicht. Oder man bemüht sich einfach, da eben gar nicht dran zu denken. So mitten im Geldrausch mag man sich nicht die Laune verderben lassen.
Das gilt für China wie für Europa gleichermaßen.
Das kann man weder aussitzen noch dauerhaft mit Menschen aus Afrika, wo die Geburtenraten noch reichlich sind, vernünftig ausgleichen. Meine ich. Dafür ist das Problem längst viel zu groß geworden. Da gibt es einfach nicht genug Afrikaner für, die wirklich auswandern wollen, zumal der Kindermangel inzwischen echt alle anderen Kontinente erfasst hat.
Zuwanderer wirken auch anders als Nachwuchs, die wollen gleich arbeiten, und an den Arbeitskräften mangelt es eher nicht. Natürlich erzeugen die Zuwanderer zugleich Nachfrage, aber Kinder eben nur. Deswegen helfen die Kinder ja auch so gut gegen Nachfragekrisen.
Und Binnenmigration löst das Problem auch nicht, sondern kann es nur verschieben. In den überlaufenen Städten ist Teils kein Platz für Neubauten, und die Kapitalvernichtung insbesondere der Immobilien in den Abwanderungsregionen verschärft sich so noch.
Vielleicht liegt ein Teil des Problems darin, dass ältere Menschen, die sich beruflich selber gut platziert haben und inzwischen von den eigenen Eltern gut geerbt haben, dass bei denen das Thema Nachwuchs biologisch abgelaufen ist. Und ihr Vermögen und Einkommen wollen die einfach nicht mit jungen Familien teilen.
Und gerade solvente und kompetente Persönlichkeiten spielen sowohl in der Wirtschaft wie in der Politik eine wesentliche Rolle. In China und in Europa gleichermaßen.
Kommentar vom 04.08.2026 17:02
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@Michael 03.08. 08:23
„Doch in der Realität schlug die chinesische KP und Armee am 3. und 4. Juni 1989 im Tian’anmen-Massaker den bislang letzten Aufstand der Jugend gewaltsam nieder. Seitdem befindet sich die Gesellschaft in einem demografischen Zerfall, der längst auch den Immobiliensektor und die gesamte Binnen-Nachfrage erfasst hat.“
Das Massaker ist jetzt 37 Jahre her. Klar will ich auch nicht im heutigen China leben. Wirtschaftliches Florieren ist nicht alles. Aber noch weniger möchte ich in etwa in Nigeria leben, wo die Armut alles andere dominiert.
Der demografische Verfall erfasst doch ganz Asien, und auch Europa, nur etwas weniger. In Asien kommen noch gezielte Abtreibungen von Mädchen dazu. Da rollt ein Verfall heran, da bin ich mal gespannt, wie der weitergeht.
Ich finde es jedenfalls aktuell praktisch, das China jetzt die weltweit günstigsten PV-Module und Lithiumakkus liefern kann. Und auch eine Produktion davon in Europa möglich ist. Man hat offenbar wirklich funktionierende Entwicklungsarbeit leisten können, das ist ja auch schon mal was.
Wieweit auch in China mehr Meinungsfreiheit mal möglich werden kann, wäre allerdings schon auch interessant. Das könnte da doch dennoch reformfähig sein? Immerhin hat man eine funktionierende Wirtschaft, die anscheinend ihre Korruption im Griff hat, im Gegensatz zu vielen anderen armen Ländern.
Mehr Demografie wagen wäre unsere eigene Baustelle, auch für ganz Europa. Da habt Ihr in eurem Podcast ja Einiges vorgeschlagen. Da könnte auch die KP Chinas mal mitlesen? Das Leben soll funktionieren, ich denke, da haben die Chinesen eigentlich einen Sinn für?
Die Herausforderung von mehr Nachwuchs wird global gesehen immer aktueller. Noch wird das Problem gerade erst als solches erkannt, und Lösungen hat noch keiner erfolgreich ausprobiert? Die Amisch oder die Haredim kann man nun nicht kopieren.
Und Afrika ist gerade erst dabei, seinen Kinderreichtum zu überwinden. Ob die auch noch ins Schrumpfen geraten, und dann dasselbe Problem haben, weis man noch nicht. Vielleicht finden die gleich in stabile Verhältnisse ohne den Umweg der Geburtenimplusion.
Und Afrika ist auch ein außerordentlich vielfältiger Kontinent. Dem eine Zusammenarbeit mit China viel helfen könnte? Die Zusammenarbeit Afrikas mit Europa zumindest war bisher offenbar ja nicht so hilfreich. Warum auch immer.
Kommentar vom 03.08.2026 23:59
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-die-deutsche-bundespolitik-den-islamismus-glaubwuerdig-bekaempfen-koennte/#comment-212343
@Uli Schoppe 03.08. 00:30
„Zum Kosten einsparen kommt man aber erst wenn man sich die Anfangsinvestition leisten kann:...Geh mal von 10kwh aus, dann geh mal hier die Strasse entlang und mach mal dafür Werbung.“
Richtig interessant werden doch die Speicher kombiniert mit der eigenen PV-Anlage, und wenn man den Strom zu einen guten Teil selbst verbrauchen kann. Das eigene E-Auto und die Wärmepumpe passt dazu auch noch ganz gut, dann kann man noch großzügiger skalieren.
Das Problem ist hier im Innenstadtbereich, dass kaum einer sein eigenes Dach hat.
Hier müssten Investoren, Genossenschaften oder die kommunalen Stadtwerke die geeigneten Dächer und andere Flächen für kleines Geld mieten, und den Strom dann in der Nachbarschaft verkaufen dürfen.
Wenn die Durchleitungsgebühren für den Stromtransport von nur wenigen hundert Metern entsprechen niedrig wären, dann könnte man da ziemlich billigen Strom anbieten.
Kommentar vom 03.08.2026 23:02
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-wissenschaft-scientikative-als-fuenfte-unverzichtbare-saeule-der-gewaltenteilung-in-jeder-demokratischen-republik/#comment-212340
@Uli Schoppe 03.08. 21:12
„Das Stromerzeuger da lieber Gaskraftwerke hätten ist deren Problem.“
Saisonales Backup können auch Kohlekraftwerke leisten, die träge reagieren. 1 Tag Reaktionszeit wäre schon sehr gut. Und wenn der Ausbau von Lithiumnetzspeichern mal nicht mehr so verschleppt wird, dann können diese Speicher die kurzfristigen Bedarfsspitzen alleine verarbeiten. Dann kann man vermutlich sogar jetzt bestehende Gaskraftwerke in spätestens 10 Jahren vom Netz nehmen, und dennoch die Kohlekraftwerke als letzte Sicherheit bereithalten.
Die Kohle kann problemlos und praktisch kostenlos auf Halde beim Kraftwerk gelagert werden. Selbst wenn dieses Backup nur alle paar Jahre für einige Wochen gebraucht wird, wird uns dann sehr gute Dienste leisten.
Bei Erdgas sieht es anders aus. Wir werden in 10 Jahren oder auch noch später die unterirdischen Erdgasspeicher sehr gut zum Speichern von Wasserstoff brauchen können. Je weniger Gaskraftwerke dann insbesondere im Winter noch als Backup laufen, desto besser.
@Realo 03.08. 20:04
„Wegen der E Autos steigt auch der Stromverbrauch stark an. Die Leute werden kaum darauf verzichten wollen, dann zu laden, wenn sie ihr Auto brauchen?“
Im Schnitt muss ein E-Auto nur alle 10 Tage aufgeladen werden. Man hat also sehr viel Zeit, zu günstigen Kosten genau dann aufzuladen, wenn der Strom billig ist. Kaum einer muss also in einer kurzfristigen Dunkelflaute von ein paar Tagen aufladen.
Und markante Überschüsse können sofort von der Fahrzeugflotte absorbiert werden, und machen dann auch keine Probleme wie etwa negative Strompreise mehr.
@Uli Schoppe 03.08. 16:12
„Mein Fehler, ich hätte das „wirklich nur“ fett zitieren sollen Klar muss eine Firma gewinnorientiert arbeiten. Aber das sollte nicht einfach als Ziel reichen… Auch Wachstum sollte nicht Selbstzweck sein. Finde zumindest ich.“
Unbedingt. Das kann ich nur unterstützen. Das gehört wohl mit in die Ausbildung von Firmenchefs. Ich denke aber durchaus, dass das nicht absolut sein muss. Je größer die finanzielle Verlockung und je kleiner der damit angerichtete Schaden, desto eher wird man sich für das Geld entscheiden.
„Der Anteil der Firmen die das anders sehen ist einfach zu hoch. Ist zumindest mein Eindruck. Wie ich das mit Zahlen füllen sollte weiß ich gerade leider nicht.“
Da kann man aber gucken, dass man die Anreize so setzt, dass das Problem wenigstens kleiner wird. Also etwa CO2-Steuern, die man als Klimageld umgehend an alle zurückgibt.
Kommentar vom 03.08.2026 12:07
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@Realo 03.08. 08:48 / 09:25
„Sie kann praktisch nicht anders, als mit dem kleinsten Übel „Gaskraftwerke“, zu versuchen eine „Black out Katastrophe“ abzuwenden bzw. zu mildern…..“
Einfach die Kohlekraftwerke noch bereit halten? Zumal ja auch die Gasvorräte begrenzt sein können. Jedenfalls scheint mir ein Blackout sehr unwahrscheinlich, hatten wir noch nie. Schließlich kommt mit Wind und PV Energie dazu, und die Speicher schaffen Flexibilität obendrauf.
Norwegen versorgt sich ganz mit Wasserkraft, die hatten mal ein Riesenproblem, weil es etliche Monate nicht geregnet hat. Da mussten viele frieren, weil man überall Elektroheizungen hatte. Blackout gab es dennoch keinen, nur viele Firmen haben vorübergehend die Produktion eingestellt. Inzwischen hat man Reserveleitungen, die Strom aus Deutschland nach Norwegen liefern könnten, wenn das noch mal passiert. Derweil kann man über dieselbe Leitung jede Menge Strom aus Wasserkraft nach Deutschland exportieren.
„Das finde ich besser, als die Gelder werden, salopp gesagt, „verfrühstückt“ oder „versoffen“….
Wenn eben zuviel Kapital da ist, macht das dennoch Sinn, würde ich sagen. Auch wer selber z.B. eine Immobilie hat und keine Erben, kann die Verkaufen und das Geld ausgeben.
„Der Begriff „Geisteswelten“ wird irgendwie mit „Schlossgespenst“ assoziiert….. und das ist kontra produktiv.“
Wie soll man es sonst nennen? Götter, Dämonen, Heiliger Geist oder auch einfach der Raum, in dem unser Bewusstsein verwirklicht wird. Ich weiß nicht, was das ist, aber es scheint zu existieren. Weiter gedacht kann das den ganzen Kosmos durchziehen.
Kommentar vom 02.08.2026 11:52
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-wissenschaft-scientikative-als-fuenfte-unverzichtbare-saeule-der-gewaltenteilung-in-jeder-demokratischen-republik/#comment-212189
@Uli Schoppe 02.08. 22:28
„Genau das ist doch das Problem…“
Jede Firma muss die Zinsen ihres Kapitals aufbringen können. Anders geht es nicht. Wenn es gut läuft kann die Firma wachsen, und immer größer werden.
Erst bei wirklich großen Firmen kommt Lobbyismus ins Spiel, wie etwa von Frau Reiche, die offenbar die Energiewende verzögern und den Umsatz mit Gas verlängern will.
Klar ist das recht doof.
Praktisch wäre, wenn hier die Parlamentarier inklusive die von der CDU das korrigieren würden.
Auch bei den Dortmunder Stadtwerken vermisse ich mehr Anstrengungen, an der Energiewende mit zu machen. Hier legt aber auch die Bundespolitik fest, was vor Ort aktuell möglich ist.
So könnte mein kommunaler Versorger auf allen geeigneten Dächern und ähnlichen Flächen PV mit integrierten Lithiumakkus mit einer Tagesleistung Kapazität installieren. Und damit wahrscheinlich auch noch Gewinn mit einfahren können.
Soweit, bis der Strombedarf der ganzen Stadt zumindest über das Sommerhalbjahr damit komplett abgedeckt ist. Da können später noch jede Menge bidirektionale öffentliche Ladestationen dazu kommen, und reichlich beim Stromspeichern mithelfen können.
Da sind offenbar schon Baustellen, die echt hängen. Kapitalismus als Wirtschaftsform kann mit sehr viel mehr Resilienz des Staates gegenüber destruktivem Lobbyismus schon überaus gefragt sein.
Ob da China sehr viel weniger Probleme mit hat? Nicht dass ich da leben wollte, meine Freiheit weiß ich zu schätzen. Aber was in China abgucken könnte eventuell doch weiterführen. Insbesondere was eine Entschärfung des Lobbyismus beträfe?
Kommentar vom 02.08.2026 16:27
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@Realo 02.08. 14:26
„Meine Welt war, salopp gesagt, die Welt der Elektronik/Informatik. Grundsätzlich war auch das „Hardware – Softwarekonzept“, dass zumindest grob dem „Körper – Geist“ Dualismus der Philosophie entspricht.“
Der technische Unterschied zwischen Software und Hardware ist schon markant. Aber auch Software ist physikalisch indentifizierbar, eindeutig auf Computern zum Laufen fähig und keinesfalls Teil von irgendwelchen Geisteswelten.
Die Geisteswelten mag es auch noch geben, allerdings kennt die Physik diese derzeit nicht.
Was allerdings der Software sehr gut entspricht, dass wären die Nervenimpulse, die im Gehirn kursieren, abzugrenzen von einer Hardware von konkreten Neuronen, Nervenfasern und Synapsen.
Und das ist auch immer noch nicht das Bewusstsein. Dieses mag nur ein Teil des Nervenimpulsgeschehens sein, kann aber m.E. auch in wirkliche Geisteswelten hineinreichen. Die allerdings physikalisch gesehen eben noch unbekannt sind.
Und auch KI-Systeme, die eigenes Bewusstsein entwickeln, mögen ohne Beteiligung von wirklichen Geisteswelten nicht funktionieren können. Weder Hardware noch Software kann das alleine aus meiner Sicht nicht. Zumindest hätte ich keine Idee, wie. Wenn das dann doch noch einer irgendwie programmiert bekommt, wäre ich jedenfalls wirklich überrascht.
Kommentar vom 02.08.2026 13:34
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-wissenschaft-scientikative-als-fuenfte-unverzichtbare-saeule-der-gewaltenteilung-in-jeder-demokratischen-republik/#comment-212139
@Realo 02.08. 09:22
„Trump will bekanntlich an Mittelmeerküsten „traumhafte Urlaubsparadiese“ bauen und den Leuten (samt den Kriegern) in Gaza Arbeitsplätze verschaffen. Dann brauchten die Leute dort nicht mehr mit Trümmern leben….“
Nicht nur in Gaza, die ganze afrikanische Mittelmeerküste ist touristisch durchaus interessant. Und auch als Wohnort für die Einheimischen attraktiv. Also eigentlich keine schlechte Idee, da umfangreich zu investieren. Auch mit reichlich PV, Kurzfristspeichern für nachts und Meerwasserentsalzung kann das was werden.
„Nur die Regelungsprozesse sollten funktionieren….. Passende Persönlichkeiten sollten halt dahinter stehen und gefördert, nicht bekämpft werden…..“
Verlässliche Rahmenbedingungen sind allerdings für umfangreiche Investitionen sehr von Vorteil. Chaospolitik ist als Investitionsgrundlage eher schwierig.
Kommentar vom 02.08.2026 12:48
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-wissenschaft-scientikative-als-fuenfte-unverzichtbare-saeule-der-gewaltenteilung-in-jeder-demokratischen-republik/#comment-212130
@Realo 02.08. 09:22
„Wenn Sie das Kapital „verkonsumieren“ dann ist es endgültig, letztlich im WC „entsorgt“ und auf „Ewigkeit verloren“. Keiner hat mehr was davon.“
Was heißt hier entsorgt. Das Geld landet zuerst in der Staatskasse, wird dann irgendwann ausgeben und geht wieder zurück in den Kreislauf. Das wäre ja nur eine Idee, wenn es mal handfeste Schwierigkeiten gibt, die auflaufenden Gewinne wieder anzulegen.
Nebenbei kann man mit mehr Kapitalsteuern aber auch die Lohnsteuern senken. Wenn man es denn möchte. Das kann man auch jetzt schon machen. Das könnte dann auch den Nachwuchs fördern, wenn jungen Familien mehr Geld bleibt.
Kommentar vom 01.08.2026 23:08
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-wissenschaft-scientikative-als-fuenfte-unverzichtbare-saeule-der-gewaltenteilung-in-jeder-demokratischen-republik/#comment-212043
@Christian Greim 01.08. 15:04
„Die entscheidende Frage ist: Wie kann man diese Mercantile Gewalt unter demokratisch legitimierte wirkungsvolle Kontrolle bringen, ohne die innewohnende spekulative Kreativität abzuwürgen?“
Ja ist das denn überhaupt eine eigene Macht? Das meiste Kapital wird doch über die Banken an jeden weitergeleitet, der schöne Zinsen verspricht. Dass hier ein Musk mal selber wirklich Politik daraus macht, das scheint mir doch die Ausnahme zu sein. Ich schätze mal das mindestens 90 % des aktiven Kapitals wirklich nur ihre Rendite im Sinn hat.
„China versucht eine Zähmung Mercantiler Gewalt, indem es sie im Prinzip laufen lässt und durch gelegentliche drakonische Eingriffe, eine Art Selbstbeschränkung der Verantwortlichen erzwingt.“
Soweit das da funktioniert? Auch hier kann der Staat mal eingreifen, wenn Geschäftsmodelle geltendes Recht verletzen. Oder auch ganze Branchen fördern oder bremsen.
Sorgen mache ich mir eher aus einem anderen Grund. Ständig wachsendes Kapital braucht ständig wachsende Wirtschaft. Will man das mal nicht mehr, muss man genug von dem akkumuliertem Kapital über entsprechende Steuern abzwacken und sogleich verkonsumieren. Erst dann passt das wieder.
Solange es aber soviele arme Länder auf der Welt gibt, kann das hier überschüssige Kapital genau dahin fließen. Dass man da endlich auch mal vernünftig leben kann. Das wäre eigentlich meine größte Hoffnung, und dass man da dann gleich aus ziemlich wenig direkt in die Energiewende einsteigt.
Zumal in vielen südlichen Ländern das Potenzial für PV vergleichsweise hoch ist, und dann noch gleichmäßiger übers Jahr verteilt ist. Zufälligerweise liegt die Islamische Welt überwiegend in Wüstengegenden mit den weltweit höchsten PV-Erträgen. Vielleicht hilft denen das bald auch wirklich weiter. Da kann noch jede Menge Produktion hin verlagert werden.
Wenn man sich denn mal darauf einigen könnte, einfach nur produktiv zu sein.
Kommentar vom 01.08.2026 15:26
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-die-deutsche-bundespolitik-den-islamismus-glaubwuerdig-bekaempfen-koennte/#comment-211984
@Uli Schoppe 31.07. 10:03
„Ich finde es allerdings immer wieder interessant wie manche Mitdiskutierenden hier gern so tun als wäre der Freiheitsrahmen da für alle gleich offen.“
Entsprechend ärgerlich ist es, dass man als Mieter im Innenstadtbereich kaum eine Möglichkeit hat, selber PV zu nutzen. Gerade in Kombination mit einem inzwischen kostengünstigen Lithiumspeicher von etwa einer Tagesleistung Kapazität könnte man nicht nur Treibhausgase, sondern zugleich auch Kosten einsparen.
Es müssten hier Investoren alle geeigneten Flächen für kleines Geld mieten können, und dann überall PV-Anlagen samt integriertem Speichern installieren dürfen. Dann braucht es nur noch die Erlaubnis, den Strom zu wirklich realistischen Durchleitungsgebühren überall in der Nachbarschaft direkt zu verkaufen.
Und dann gleich jede Menge Ladestationen, praktischerweise biderektional, gleich mit anbieten.
Von mir aus kann da sogar der kommunale Energieversorger auch gleich selber in diesem Sinne aktiv werden? PV nah am Verbraucher und mit Speicher kombiniert lohnt sich sehr und entlastet letztlich auch die Stromnetze.
Kommentar vom 01.08.2026 14:48
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-wissenschaft-scientikative-als-fuenfte-unverzichtbare-saeule-der-gewaltenteilung-in-jeder-demokratischen-republik/#comment-211981
@Michael 31.07. 23:55
„Nach meiner Einschätzung war die Scientikative während der Covid-19-Pandemie vor allem zu einseitig mit Virologen und Medizinerinnen besetzt, es gab zu wenige Stimmen aus der Psychologie und Pädagogik.“
Genau dasselbe sehe ich hier bei der Tabaksteuer. Vermutlich gibt es einfach viel mehr Mediziner als Psychologen.
Es ist ja schön zu wissen, dass Rauchen einige Lebensjahre kostet. Aber wie man die Sucht wirklich loswird, das bleibt eine extrem schwierige Angelegenheit.
Und es könnte auch verlockend sein, die Suchtlage auszunutzen, um einfach noch mehr Tabaksteuern einzutreiben. Es betrifft ja nur die Uneinsichtigen, die sich selbst und teils noch Anderen schaden. Das kann man dann sogar noch als Vorsorge und Erfolg verkaufen.
Derweil Ersatzmittel wie Nikotinkaugummis vollkommen unsinnigerweise Apothekenpflichtig sind und damit noch teuer als Tabak sind. Wenn es da günstige Großpackungen im Aldi von gäbe, wäre das eine entscheidende Hilfe.
@Uli Schoppe 01.08. 03:13
„Und gerade Konservative unterliegen oft dem Irrtum man könne da mit Druck helfen.“
Natürlich funktioniert das kaum. Das ist alles ganz schön schwierig. Nur die Tabaksteuern, die fließen zuverlässig. Nun gut, alles Beiträge zur Finanzierung des Gemeinwesens.
Und das führt auch zu einem Stück DeGrowth, wenn gerade Finanzschwache so abkassiert werden, dass die woanders sparen müssen, wo immer das irgendwie geht.
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