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Meine Kommentare auf scilogs.spektrum.de 2026/07 (T.J.)


Kommentar vom 13.07.2026 13:57
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/sein-name-war-satnam-singh-1993-2024-getoetet-durch-fossile-korrupte-landwirtschaft/

@Mussi 12.07. 23:21

„Wenn man jedoch mehr versorgen muss als sich selbst, ohne Selbst-/Eigenverantwortung,dann ist es doch etwas anstrengender,oder?“

Deswegen wäre es ja hilfreich, wenn Vermögende mehr Steuern zahlen und Lohnsteuern und Abgaben weniger würden.

@Michael 13.07. 08:07

„würden sich die ärmeren Menschen weltweit und innerhalb ihrer Nationen politisch solidarisieren, so könnten sie ein effektives Steuerrecht auch gegenüber Überreichen durchsetzen.“

Das übliche Totschlagargument ist ja, dass dann Investoren abwandern. Und die Arbeitslosigkeit steigt. Das will dann keiner.

Allerdings dürfte es klar sein, dass man sich trotzdem auf den Weg machen kann. Wenn erst mal überall ähnlich hohe Vermögenssteuern fällig werden, dann kann denen kein Investor mehr ausweichen.

Und gerade wir in Deutschland haben einen Außenhandelsüberschuss von 200 Mrd Euro jährlich. Und setzten damit nebenbei noch unsere europäischen Partner unter Druck. Wir könnten durchaus mit Vermögenssteuern anfangen. Wenn dann ein Teil der Produktion woanders innerhalb der EU verlagert wird, ist das auf jeden Fall schon mal gut für ganz Europa.

Das bremst dann sowohl Zuwanderung in unsere überlaufene Städte wie die Abwanderung aus vielen Regionen in der EU.

Und wenn die kleinen Leute alle weniger Steuern zahlen, kann sogar noch der Konsum dabei steigen. Oder, wer das gar nicht braucht, der kann auch weniger arbeiten. Und mehr Luft für Nachwuchs wäre gleich mit dabei.

Im Laufe der Zeit können alle EU-Länder mit eigenen Kapitalsteuern nachlegen. Und wenn die Welt sieht, dass es uns damit besser geht, dann eben auch weltweit.



Kommentar vom 12.07.2026 22:57
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/sein-name-war-satnam-singh-1993-2024-getoetet-durch-fossile-korrupte-landwirtschaft/#comment-208911

@Kapital

Solange Waren und Investitionen real sind, und wachsen, sehe ich noch kein wirkliches Problem. Irgendwem muss das ja alles gehören.

Den Konsum weiter steigern mag hier bei uns nicht viel Sinn haben, für die meisten Menschen dieser Welt allerdings durchaus.

Und auch wenn Rechenzentren und Roboter noch einen Wachstumsschub bringen, warum nicht? Auch Investitionen in grüne Technik können nur Leute besitzen, die das Geld dafür haben. Die anderen können grüne Technik nur mieten bzw. mit Geld von solventen Kreditgebern finanzieren.

Dennoch finde ich ein Ende dieser Entwicklung hochinteressant. Ich vermute durchaus, dass das nur ohne Kollaps der Kapitalmärkte funktionieren kann, wenn sich weltweit der Fiskus zunehmend an Kapitalertrags- Vermögens- und Erbschaftssteuern bedient, und die Kapitalzuwächse, die nirgendswo mehr angelegt werden können, einfach abschöpft und unter die Leute verteilt.

Je früher desto besser, umso weniger müssen wir im Exportfizeweltmeisterland arbeiten, und hätten dann auch endlich Luft für wieder mehr Nachwuchs. Das wäre dann auch Zukunft.

Es werden sich dann auch niedrigere Zinsen ergeben, und so manch ein Besitz verliert seinen Wert, und verfällt einfach. Also etwa Investitionen in Öl- und Gasförderanlagen oder auch Immobilienwerte in sich immer mehr ausweitenden Schrumpfungsregionen.

Also irgendwie sehe ich hier mehr Perspektiven als Katastrophen.

Die entsprechenden Menschen, die jetzt noch voll im Geldrausch sind, werden es auch überleben. Und die sind ja auch nicht doof, immerhin haben die es ja zu viel gebracht.



Kommentar vom 12.07.2026 17:14
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/sein-name-war-satnam-singh-1993-2024-getoetet-durch-fossile-korrupte-landwirtschaft/#comment-208893

@Michael 12.07. 15:54

„Früher schufteten Millionen, „damit es die Kinder einmal besser haben.“ – Nun erledigt sich auch das zunehmend. Was soll das für ein Sieg sein? Und – über wen?“

Eine wirklich interessante Frage. Die Einen häufen immer mehr an, die meisten haben nur ihre Arbeitskraft anzubieten und müssen das meiste mieten. Wofür das alles, ist wohl eine Frage, über die von den Protagonisten grundsätzlich nicht nachgedacht wird.

Wollen die wirklich alle so dominieren, dass die Masse überhaupt nichts mehr zu sagen hat?

Der reine Geldrausch ist es wohl ganz alleine, der diesen Wahnsinn motiviert.

Wozu das führt, wird komplett nicht bedacht. Schlussendlich. Erfolgsrausch, und Punkt.



Kommentar vom 12.07.2026 14:47
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/sein-name-war-satnam-singh-1993-2024-getoetet-durch-fossile-korrupte-landwirtschaft/#comment-208883

@Michael 12.07. 11:49

„Auch zu „Kolonialismus vs. Fossilismus“ halte ich also dialogische Begriffsarbeit für wichtig.“

Ich hatte mal eine Idee, wie man Mindestlöhne durchsetzen könnte. Man müsste die einfach rückwirkend auf vielleicht 5 Jahre einklagen können. Also fleißig im Schlachthof arbeiten und Arbeitszeiten wie Lohnzahlungen schön sauber aufschreiben. Und dann die Differenz zum Mindestlohn hinterher einfach einklagen. Gleich für die ganzen 5 Jahre, das lohnt doch den juristischen Aufwand. Immerhin ein Streitwert von bis zu 100.000 Euro.

Das wäre Geld genug, dass man Deutschland wieder verlässt, und sich mit dem Geld z.B. in Rumänien was aufbaut.

Ansonsten sehe ich angesichts der Energiewende durchaus Perspektiven für südliche Länder, insbesondere in den Wüstengegenden. Der PV-Ertrag ist dort wirklich hoch und gleichmäßig übers Jahr verteilt. Für eine flächendeckende billige Stromversorgung reichen dort Kurzristspeicher mit einer halben Tagesleistung und intelligente Wechselrichter samt Stromzählern.

Und gerade Russland steht nicht so gut da. Weil ziemlich im Norden und dann auch noch maximal kalt im Winter. Immerhin hat man aber auch riesige Waldbestände, die man für Heizung und Stromerzeugung nutzen kann. Und reichlich Potential für Landwirtschaft.



Kommentar vom 11.07.2026 22:54
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/kurze-geschichte-fossiler-konzernmedien-und-ihr-schicksal-in-der-polykrise/#comment-208841

@Michael 11.07. 16:00 / https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wer-traegt-die-fossile-schuld-doppelrezension-von-christian-stoecker-peter-sloterdijk/

„Denn niemand kann alles, aber jeder und jede etwas verändern – beginnend bei sich selbst. Dann könnten auch demokratische, post-fossile Politik und Parteien wieder überzeugender und dynamischer werden. Davon wird mensch doch wohl noch träumen dürfen!“

Nur so gehts.

Das letzte was ich mit 22 noch gelesen habe, war die TAZ. Die habe ich dann aber auch aufgeben und gekündigt, es war mir einfach einerseits anstrengend. Und viel zu einseitig, obwohl ich durchaus Linker war.

„Ich finde diese mediale Abschottung voneinander wissenschaftlich unredlich, intellektuell denkfaul und demokratisch gefährlich.“

Genau deswegen freue ich mich z.B. über @Realo hier im Blog. Mehr Breite lockert auch auf, und man kann hier alles in Ruhe bearbeiten. Das verbinde ich immer gerne mit eigenen positiven Aussichten, immer gute Gelegenheiten, ins Detail von möglichen Visionen zu gehen.



Kommentar vom 11.07.2026 13:28
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/kurze-geschichte-fossiler-konzernmedien-und-ihr-schicksal-in-der-polykrise/#comment-208788

@Michael 10.07. 17:24

„Die linksdualistische Kritik an der „Kulturindustrie“ war sicher überzogen, aber in Teilen auch von bleibendem Erkenntniswert – und vor allem vor dem Hintergrund ihrer Zeit und Lebensbahnen mehr als verständlich.“

Ich selber habe mich zwischen 20 und 50 dieser Kulturindustrie weitgehend entzogen. Wieviel ich dabei verpasst habe, weis ich nicht so genau.

„würdige aber auch die Jahrzehnte der bundesrepublikanischen Stabilität und mache deutlich, dass auch heute ein enormer Unterschied zwischen der Medienethik in ZEIT und WELT besteht.“

In der Tat war das alles recht stabil. Aber auch recht stabil fossilistisch?

Jetzt, seit ich selber mitwirken kann, gucke ich auch wieder die Nachrichten im Fernsehen und Dokumentationen aller Art sehr gerne. Die Zeiten ändern sich, mein Lebensweg mit.

Und ich habe jetzt nicht nur die Zeit dafür, ich habe mich in den Zeiten zwischen 20 und 50 auch ohne Medienkonsum durchaus weiterentwickelt. Jetzt, inzwischen 62, bin ich gut beschäftigt, mich aktiv wie aber auch passiv an der aktuellen Kultur abzuarbeiten.



Kommentar vom 10.07.2026 12:46
https://scilogs.spektrum.de/relativ-einfach/klimakrise-und-energiewende-ein-paar-positive-entwicklungen/

@Martin Holzherr 09.07. 22:10

„Ein hoher Wasserstoffpreis wäre aber verkraftbar, wenn nur 5% oder so der in D verbrauchten Jahresenergie als Wasserstoff vorgehalten werden müsste.“

Das könnte auch zu der Speicherkapazität der derzeitigen unterirdischen Erdgasspeicher passen, die man nach Ende der Erdgaszeit auch für Wasserstoff nutzen kann.

„Diese Überlegung führt aber dazu, dass Wasserstoff allein nicht genügt.“

Muss ja auch überhaupt nicht. Wir können auch alles verfügbare Biogas speichern und gezielt für Dunkelflauten bereit halten. Und auch Müll und Holz lagern und in Mangelsituationen gezielt einsetzen.

Und eben noch Speicherlösungen für 5 bis 20 Ladezyklen im Jahr finden.

Aktuell ist sowieso erstmal ein massiver Zubau von Lithiumkurzfristspeichern angesagt, vor allem um die Solarerträge von tagsüber für die nächste Nacht speichern zu können. Dann kann auch sofort die PV flächendeckend weiter ausgebaut werden, in etwa das Doppelte der derzeitigen Leistung.

Der Windenergie wird das auch helfen, nebenbei zumindest. Auch solche Speicher direkt am Windrad können Sinn machen. Sind aber nicht ganz so effektiv wie bei der PV, die Ladezyclen wären deutlich länger. Bei der Windenergie so 20 bis 50 im Jahr, bei PV bis zu 200.



Kommentar vom 09.07.2026 16:37
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/kurze-geschichte-fossiler-konzernmedien-und-ihr-schicksal-in-der-polykrise/#comment-208657

@Relaxvideo

Ich höre das gerade im Hintergrund, und denke an Welten, in denen alles funktioniert.

Könnte das dann am Ende maßgeblich sein? Wenn die Energiewende in den vernünftigen Städten funktioniert, mögen die Landkreise dann doch auch ein Einsehen haben?

Gerade PV im Stadtgebiet mit hinreichend Kurzfristspeichern vor Ort wäre doch recht autark. Die Windräder wären eher was fürs Umland, und aufgrund nötiger eigener Netzanschlüsse nicht unbedingt die erste Wahl. Der Windstrom selbst mag günstiger sein und mehr Energie gerade im Winter liefern, aber auch dieses nur Wochenweise und eben eher fern des Verbrauchers.

Dann muss man eben mit deutlich mehr PV auch mehr Saisonalen Speicher realisieren. Und vielleicht tatsächlich zusätzlichen Wasserstoff per Pipeline aus den PV-Überschüssen Südeuropas beziehen. Ergänzt mit französischem Atomstrom.

Wenn die Franzosen tatsächlich neue AKWs mit viel staatlicher Subventionierung neubauen, dann ist das das Problem der französischen Steuerzahler, nicht unseres.

Die Landkreise hätten dann immer noch das Potential, neben eigener PV jede Menge Windräder beizusteuern, und damit selber auch gutes Geld zu verdienen. Die potenziellen Standorte bleiben erhalten, und überdauern jede Reaktanz. Insbesondere im Umfeld florierender Städte in Süddeutschland.

Die Küstenregionen sind mit Windenergie längst schon ganz gut versorgt. Neue Hochspannungsleitungen von Nord nach Süd könnten deutlich teurer sein, als weitere Windräder gleich näher am Verbraucher insbesondere im Süden aufzubauen.

Wenn man die bestehenden Windräder gleich mit integriertem Speicher ausstattet, dann kann man in der Nähe gleich einiges an Leistung dazubauen, ohne neue Anschlüsse zu legen. Das könnte dann schon bald wirklich reichen.

Was ist das für eine Musik? Das hört sich gut an.



Kommentar vom 09.07.2026 13:49
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimesis-medien-macht-grundsatzrede-beim-weltethos-institut-tuebingen/#comment-208652

@Mussi 08.07. 18:11

„…grundlegend …Aussagen der Psychologie… Das überrascht mich jetzt.“

Es geht hier ja um Mimesis. Und die bezieht sich m.E. nicht nur auf die Übernahme von Zielen, sondern auch auf die Übernahme von Selbstmodellen.

Und Selbstmodelle werden auch von der Psychologie immer wieder auch angeboten, wenn auch im Laufe der Zeit in immer wieder neuen Varianten.



Kommentar vom 09.07.2026 13:20
https://scilogs.spektrum.de/relativ-einfach/klimakrise-und-energiewende-ein-paar-positive-entwicklungen/#comment-45980

@NI 08.07. 18:21

„Fazit: Wasserstoff als Energiespeicher, besser geht es nicht, doch bei der Handhabung ist Vorsicht geboten.“

Naja, die Chemieindustrie braucht an vielen Stellen sowieso immer schon Wasserstoff, man hat da reichlich Erfahrung mit. Die Firma Linde ist da wohl schon seit vielen Jahrzehnten sehr gut im Geschäft.

Die Elektrolyse ist allerdings in großtechnischem Ausmaß eher neu, da muss man sehen, wie teuer das auf die Dauer damit wird. Die Anwendung von Wasserstoff dagegen ist längst nichts Neues. Ob man zur Rückverstromung auch Brennstoffzellen verwendet, dürfte auch noch eine offene Frage sein. Und wie weit es sich lohnt, ein eigenes Wasserstoffnetz aufzubauen, scheint mir mittelfristig auch noch offen zu sein.

Die Nutzung von Grünem Wasserstoff dürfte als Erstes in der Chemieindustrie Sinn machen. Für Prozesse, die den Wasserstoff direkt stofflich verwerten können. Auch das wäre netzdienlich, wenn längerfristige Stromüberschüsse für die Elektrolyse genutzt werden, der so erzeugte Wasserstoff zwischengespeichert wird und dann eben erst mal die Chemiewerke versorgt.

Solange wir sowieso noch fossiles Backup brauchen, müssen wir ja noch keinen teuren Wasserstoff wieder in Strom zurück verwandeln. Das wird erst viel später eventuell interessant.



Kommentar vom 08.07.2026 22:15
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimesis-medien-macht-grundsatzrede-beim-weltethos-institut-tuebingen/#comment-208622

@Michael 08.07. 20:07

„Auf die digitale Blase folgt der KI-Kokon – für wenige eine Chance, für manche aber auch ein Absturz!“

Das gilt es zu beobachten, allemal. Ich habe da eher Hoffnungen, ehrlich.

Die wirkliche Neugier der Menschen auf wirklich Neues und weitreichende Erkenntnisse könnte stärker sein, als gedacht. Deswegen wäre transparente KI auch so wichtig, damit die Qualität der KI-Antworten immer weitreichender, intelligenter und vor allem zuverlässiger wird.

„Die Psychologie steht hier vor analogen Herausforderungen zu anderen Wissenschaften, bewegt sich aber auf Basis empirischer Studien und der interdisziplinären Evolutionsforschung längst in eine gute Richtung. Beobachte ich.“

Ja, das bessert sich, in der Tat. Aber da ist noch viel Luft nach oben, finde ich.

@Mussi 08.07. 18:11

„Wie soll man sich durch Synonyme und Antonyme funktionalisieren?“

Die Frage verstehe ich jetzt nicht.



Kommentar vom 08.07.2026 14:29
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimesis-medien-macht-grundsatzrede-beim-weltethos-institut-tuebingen/#comment-208590

@Michael 06.07. 23:54 / Felo.ai

„..wenn Medienformate und Plattformlogiken nicht primär auf Empörungsmaximierung ausgelegt sind und wenn Nutzerinnen und Nutzer durch **Medienbildung** lernen, mimetische Impulse zu erkennen und in Dialogfähigkeit zu übersetzen.“

Dialogische Kompetenzen selbst gehören doch anscheinend schon zur KI dazu. Was einzelne Nutzer an Unsinn posten und wenn das dann noch von den unseligen Plattformen multipliziert wird, das ist doch das Problem.

Im Dialog mit KI kann man womöglich sogar wieder lernen, logisch und respektvoll miteinander umzugehen?

Offenbar gehört Dialog zu den Kompetenzen von KI, ziemlich grundlegend vielleicht sogar.

Grundlegend mimetisch scheinen auch Aussagen der Psychologie selbst wirken zu können. Wenn dir ein Psychoratgeber eine schlüssige Geschichte auftischt, wie du selber angeblich funktionierst, dann kann das sogleich irgendwie abfärben. Dagegen muss man sich erstmal wehren können, wehren lernen.



Kommentar vom 07.07.2026 20:59
https://scilogs.spektrum.de/relativ-einfach/klimakrise-und-energiewende-ein-paar-positive-entwicklungen/#comment-45961

@Martin Holzherr 06.07. 22:48

„D fehlen heute effiziente Stromspeicher für 50 bis 100 Stunden“

Die könnten wir in der Tat sehr gut gebrauchen. Es gibt allerdings neben dem auch einen saisonalen Speicherbedarf mit einem Ladezyklus von genau 1 im Jahr. Meines Wissens ist dafür Wasserstoff die einzige vernünftige Lösung. Speichern kann man den in den derzeitigen unterirdischen Gasspeichern, transportieren per Pipeline auch über längere Strecken wie auch weiterverarbeiten, und etwa in Form von E-Fuels in Tanklagern vorhalten.



Kommentar vom 07.07.2026 20:53
https://scilogs.spektrum.de/relativ-einfach/klimakrise-und-energiewende-ein-paar-positive-entwicklungen/#comment-45960

@Martin Holzherr 06.07. 22:48

„D benötigt aber effiziente Speicher für 3 bis 5 Tage etwa in Form sehr viel billigerer Batterien als heute oder als „compressed-air“ Speicher.“

Besser wäre das, aber die aktuellen Lithiumspeicher dürften schon recht günstig sein. Insbesondere bei Ladezyklen von bis zu 200 im Jahr.

„Übrigens benötigt D allein schon wegen der Elektrifizierung einen lokalen Netzausbau fast überall.“

Ich denke mal, so groß wird der nicht ausfallen müssen. Der Stromverbrauch ist in den letzten Jahren eher zurückgegangen, und die Netze sind auf Spitzenbelastungen konzipiert und haben reichlich Reserven. Immerhin ist es in den letzten 80 Jahren niemals auch nur irgendwo zu Überlastungen gekommen.

Außerdem können Wärmepumpen zeitlich wenigstens etwas variabel arbeiten, und wer neben der Wärmepumpe noch eine damit kombinierte Holzpelletheizung hat, der kann in extremen Dunkelflaufen und bei einer Netzüberlastung eben ganz auf die Holzpelletheizung umschalten. Und die E-Autos sind doch selber fahrende Energiespeicher. Bei Netzüberlastung können die noch regulativ genau dagegen arbeiten, insbesondere wenn die bidirektional angeschlossen sind.

Und es sieht danach aus, dass man auch überall im Netz Kurzfristspeicher verteilt, was sehr dabei helfen kann, die vorhandenen Netzkapazitäten voll auszunutzen. Das sowohl in in den kommunalen Verteilernetzen wie bei den Fernstromleitungen.

„Ferner muss D mehr Strom per Wind als per Sonne erzeugen, weil im Winter mehr Wind bläst.“

Das hat nun aber auch Grenzen. Auch im Winter gibt es Phasen mit sehr viel Wind, aber auch durchaus Flauten. Hilfreich wäre nebenbei auch, wenn man die Windräder besser verteilt, und insbesondere in Süddeutschland die möglichen Standorte für Windräder nutzt. Dann muss gleich viel weniger Windstrom von Nord nach Süd transportiert werden.

Dasselbe gilt für deutlich mehr PV im Norden. Auch da ist der Ertrag im Süden zwar höher, aber so braucht man eben weniger Stromtransport.

Das gilt auch für PV direkt in den Städten, ob nun auf Dächern oder anderen für PV nutzbaren Flächen.

„Ferner muss D gut in das EU- Stromnetz integriert sein.“

Das kann wohl sinnvoll sein. Man müsste aber nachrechnen, wieviel genau davon wirklich gebraucht wird. Es soll nebenbei 4 mal billiger sein, Energie per Wasserstoffpipeline anstatt mit Hochspannungsleitungen zu transportieren. Das könnte für PV-Überschüsse aus Südeuropa interessant werden.



Kommentar vom 06.07.2026 23:42
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/michail-bakunin-1814-1876-anarchismus-und-antisemitismus/#comment-208497

@Uli Schoppe 06.07. 20:36

„Kapitalismuskritik muss sich von personalisierten und verschwörungstheoretischen Vorstellungen fernhalten (passend zum Blog vieleicht: Meiden wie der Teufel das Weihwasser)“

Eine ziemlich gute Idee. Zumal ja meistens nur weiterhilft, was auch wirklich stimmt.

Anarchie an sich muss ja auch nicht jegliche Hierarchie überall ablehnen. Wenn man sich auf die unguten Formen von Herrschaft konzentriert, kann das doch erst mal reichen.

Viele Aufgaben bekommt eine gute Organisation auch gut hin. Auch wenn da einer die Leitung innehat.

Als Kapitalismuskritik wäre es schon ziemlich hilfreich, wenn man da einfach mal reichlich Steuern ins Auge nimmt. Die sollen ruhig gut verdienen, aber davon halt auch wieder genug abgeben.

Letztlich lebt jede Firma auch von einem funktionierendem Gemeinwesen, und sollte im eigenen Interesse dieses wiederum auch hinreichend unterstützen.

Wenn man denn den Geldrausch zwischendurch mal ausblenden könnte.



Kommentar vom 06.07.2026 14:09
https://scilogs.spektrum.de/relativ-einfach/klimakrise-und-energiewende-ein-paar-positive-entwicklungen/

@Martin Holzherr 05.07. 19:10

„Wasserstoff ist gemäss der jüngsten Frauenhoferstudie vorerst zu teuer, vor allem wenn er in Deutschland selbst hergestellt wird (> 10 Euro pro Kilogramm).“

Wir steuern aber doch unweigerlich auf auch längerfristige Überschüsse zu. Am Ende werden 70 % bis 80 % des Jahres gleichmäßige Überschussleistungen anfallen. Da fällt mir neben der Produktion von Wasserstoff nichts anderes zu ein. Wie soll man diese Überschüsse sonst nutzen?

Wie teuer der Wasserstoff noch wird, das werden wir wohl erst noch sehen. Zumal es ca. 20 Jahre dauern wird, bis hier diese Überschusssituation komplett ist.

Man wird den Wasserstoff zuerst in der Chemieindustrie nutzen, dann auch für Stahl- oder Beton, später vielleicht für Flugzeuge und Schiffe, und am Ende erst, um damit auch Backupkraftwerke zu betreiben.

Ob man noch direkt mit Wasserstoff einen Teil der Wohnungsheizungen abdeckt, weiß man wohl einfach noch nicht.



Kommentar vom 06.07.2026 13:18
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimesis-medien-macht-grundsatzrede-beim-weltethos-institut-tuebingen/#comment-208478

@Michael 05.07. 23:44 / Felo.ai

„Evolutionär ging die Mimesis der Entwicklung von Sprache, Narrativen und Fiktionen voraus. Sie schuf damit kognitive Nischen, die den Selektionsdruck veränderten und den Menschen immer abhängiger von geteiltem Wissen machten.“

Soweit unser evolutionäres Erbe. Insbesondere uralt und schon in den Steinzeitgemeinschaften grundlegend.

Aber Verstand, und daraus folgend Wissenschaft, macht aber in der jüngeren Geschichte auch immer mehr mit.

Und gerade in komplexen freiheitlichen Gesellschaften breitet sich kulturelle Vielfalt aus. Zuletzt gerade auch durch Zuwanderung.

Man kann es heutzutage durchaus wagen, seinen ganz eigenen Weg zu gehen. Als Künstler etwa muss man das sogar, wenn das wirklich was werden soll.

Die Mimesis spielt weiter mit. Und es macht wohl in der Tat Sinn, hier auch ganz bewusst zu gestalten?

Polymimetischer Wildwuchs könnte wiederum überfordern? Das könnte auch das Problem mit den antisozialen Plattformen ausmachen. Strategien, sich dem erfolgreich zu entziehen, dürften da aktuell wirklich gefragt sein.

Statt sich von aufpoppenden Timelines nerven zu lassen, besser die KI was Vernünftiges fragen. Das bringt einen weiter. Wenn man es selbst wirklich in die Hand nimmt, wohin man sich bewegen will, dann kann das was werden.



Kommentar vom 05.07.2026 23:20
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimesis-medien-macht-grundsatzrede-beim-weltethos-institut-tuebingen/#comment-208449

@Michael 05.07. 17:11

„Andererseits hatte ich aber den Vortrag mit den Inhalten und Folien ohnehin vorbereitet. Und warum dann nicht auch transkribieren, verschriften und bloggen?“

Ich habe es auch mit Interesse gelesen. Finde aber Psychologie immer irgendwie schwierig.

Man findet recht schnell psychologische Aussagen, arbeitet damit sogar, aber merkt dann hinterher, dass es doch eher nichts Neues gebracht hat.

Respekt vor dem Anderen kann man psychologisch recht schnell demontieren. Ich finde, damit ist man besser sehr vorsichtig, wenn man keinen überflüssigen Streit haben will.

Gerade wenn man in vielfältigen Teams zusammenarbeitet, ist eigene Flexibilität wie auch Respekt voreinander ziemlich hilfreich.

Was natürlich dann auch seine Grenzen hat. Wer sich längst aus jedem wahrhaftigen Diskurs verabschiedet hat, mit dem wird es rein praktisch ziemlich schwierig. Insbesondere Paranoia in seinen verschiedensten Ausprägungen kann ganz schön resistent sein.

„Ich finde, auch das ist eine Leistung – völlig unbezahlt und ehrenamtlich. Aber mir macht es Freude und Sinn.“

Das ist das Leben. Wo man was bewegen kann, da kann man gerne dran bleiben.

Ich weiß jetzt echt nicht, wer die Götter wirklich sind. Aber was Vernünftiges anstellen mag von vernünftigen Göttern gefördert werden? Neben der KI, in der es auch aufgehen kann, zumindest wie das aktuell aussieht.



Kommentar vom 05.07.2026 16:11
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimesis-medien-macht-grundsatzrede-beim-weltethos-institut-tuebingen/#comment-208418

@Vortrag Die Macht der Mimesis – Medien zwischen Dialog und Hetze

„Ich bin also dem Team des Instituts Weltethos sehr dankbar, dass sie das Thema der Macht von Mimesis aufgegriffen haben! Ich glaube: Die enorme Macht der Medien wird uns erst durch die Psychologie der Mimesis bewusst. Wir sind alle von negativer Medien-Mimesis betroffen, wir können aber auch alle positive Mimesis gestalten.“

Die Selbstbezogenheit psychologischer Erkenntnisse macht die Sache nicht einfacher.

Man kann das so sehen, wie Du das in dem Vortrag ausführst. Aber wer den Vortrag und die psychologischen Implikationen gar nicht kennt, der ist selbst eben anders unterwegs.

Da gibt es auch deutlich mehr als nur zwei verschiedene Sichtweisen.

Aber man kann sich dennoch auf den Weg machen, positiver zu denken und positiver zu kommunizieren. Sich selbst bewusst zu machen, woher man sich informiert, wäre dabei der erste Schritt. Wenn man da schon in der Schule ganz wesentlich drauf guckt, wären wir vermutlich gleich mehrere Schritte weiter.

Jetzt kommt es aber auch darauf an, wie erfolgreich das eigene Leben allgemein so gelingt. Die eindeutigen Verlierer der Leistungsgesellschaft leben in der Tat durchaus woanders, als wer sich ein gutes Leben hat aufbauen können.

Auch hier spielen die Schulen durchaus mit, zumal die nun auch wesentlich dabei mitspielen, wer hier der Verlierer am Ende wird.

„Die Antisemiten sind dabei, ihr negatives Absolutes aus eigner Macht zu verwirklichen, sie verwandeln die Welt in die Hölle, als welche sie sie schon immer sahen.“

Die Welt gar nicht erst als die Hölle zu sehen, könnte helfen? Was dann aber auch faktisch sein müsste. Positiv aus dem Nichts heraus denken ist dann schon schwieriger. Man muss schon was Positives in seinem eigenen Leben irgendwie finden.

Kann man da nicht gleich ansetzen? Wenn man explizit will, dass es den Verlierern der Leistungsgesellschaft besser nicht zu gut gehen sollte, geht das dann jedenfalls nicht so einfach.



Kommentar vom 04.07.2026 22:01
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/michail-bakunin-1814-1876-anarchismus-und-antisemitismus/#comment-208364

@NI 04.07. 15:36

„Und wir stehen im europäischen Wettbewerb.“

Deutschland setzt hier doch die ganze EU unter Druck. Wir haben einen Außenhandelsüberschuss von 200 Mrd Euro, die ganze EU nur 80 Mrd Euro. Wofür ist das?

Unsere Wirtschaft kann man durchaus als überhitzt einstufen. Entsprechend wären wir in der komfortablen Lage, mit Kapitalsteuern ein gutes Stück vorweg zu gehen. Die anderen müssen dann aber nachziehen wollen.

Am Ende funktioniert das nur EU-weit gemeinsam, keine Frage.

„..die derzeitige Entwicklung geht in Richtung nackter Kapitalismus.“

Natürlich. Der Geldrausch findet nie ein freiwilliges Ende. Aber wir leben in einer Demokratie. Wenn die Menschen das wirklich wollen, dann können wir das auch alles sehr vernünftig machen.

Letztlich sowohl mit einer ausgeglichenen Demografie, einer funktionierenden Energiewende, einer allgemeinen Offenen-Software-Initiative und einer militärischen Selbstbehauptung.



Kommentar vom 04.07.2026 15:18
https://scilogs.spektrum.de/relativ-einfach/klimakrise-und-energiewende-ein-paar-positive-entwicklungen/#comment-45923

@Hauptartikel

Mit PV mit integriertem Lithiumspeicher nah am Verbraucher samt Wechselrichter und intelligenten Stromzählern müsste sich von selber ein funktionierendes Stromnetz schon aus dem Nichts aufbauen lassen.

Und das kann dann weitere Produzenten und Verbraucher mit einschließen. Also etwa Windräder oder Entsalzungsanlagen.

Und das kann sich in alle bestehenden Netze integrieren. So kann man sich etwa in Deutschland mit genug PV und Speichern von etwa einer halben Tagesleistung über das Sommerhalbjahr schon ganz gut versorgen. Dazu dann noch die Windenergie, und schon sind wir mit der Energiewende schon sehr weit.

Fossiles Backup brauchen wir dann nur noch Phasenweise, mit Wochen oder Monaten dazwischen ganz ohne. Und die Netze wären mit den überall verbauten Speichern so flexibel, dass wir keine schnell reaktionsfähigen Gaskraftwerke dafür brauchen.

Es tun dann auch alte Kohlekraftwerke, die nur hin und wieder hochgefahren werden müssen, um dann für einige Wochen durchzulaufen.

Auch den französischen Atomstrom oder norwegische Wasserkraft kann man dann ganz gut europaweit verwerten.

Weiterer Bedarf für Wärmepumpen und zum Aufladen der E-Autos wird auch nach und nach integrierbar werden. Insbesondere letzteres ist selber zeitlich recht flexibel.

Und wenn dann insbesondere im Sommerhalbjahr längerfristige Überschüsse auftreten, wird es Zeit, die in Wasserstoff umzuwandeln und zu gucken, was man damit dann so alles anfangen kann.



Kommentar vom 04.07.2026 13:02
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/michail-bakunin-1814-1876-anarchismus-und-antisemitismus/#comment-208328

@NI 04.07. 11:10

„...nur wer wettbewerbsfähig bleibt, der kann die Arbeitsplätze garantieren.“

Wenn die Mitbewerber die selben Kapitalsteuern zahlen müssen, ändert das rein gar nichts an der Wettbewerbssituation einzelner Betriebe.

Nur der Kapitalertrag wird kleiner, derweil bei den Arbeitnehmern mehr ankommt. Das hilft nicht nur den Arbeitern, das hilft auch gegen einen generellen Überschuss von Kapital.

Und das fördert auch noch die Nachfrage. Und macht vielleicht sogar noch bei Vielen die entscheidende Luft, mehr Kinder zu bekommen.

„Und die CDU will sogar wieder die 40-Stunden-Woche einführen.“

Kapitalisten im handfesten Geldrausch?



Kommentar vom 03.07.2026 23:26
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/michail-bakunin-1814-1876-anarchismus-und-antisemitismus/#comment-208276

@NI 03.07. 18:35

„Mit dem Begriff „Freiheit“ kommt man der Steuergerechtigkeit nicht näher.“

Ich denke aber doch. Wenn man auch mit weniger Qualifikation und nicht allzu langen Arbeitszeiten ein erträgliches Auskommen finden kann, und insbesondere auch mit Kindern so gefördert wird, dass das Leben funktionieren kann, dann ist das Freiheit.

Und bietet echte Perspektiven. Zusätzlich zu einem Ende der externalisierten Kosten durch ein möglichst baldiges Ende fossiler Irrwege.



Kommentar vom 03.07.2026 16:38
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/michail-bakunin-1814-1876-anarchismus-und-antisemitismus/#comment-208257

@Kapitalsteuern

Kapitalerstrags- Vermögens- und Erbschaftssteuern kann man praktischerweise in der ganzen EU gemeinsam in vergleichbarer Höhe eintreiben. Dann kann man zumindest auf unserem Binnenmarkt denen nicht mehr ausweichen.

Und gegenüber China und den USA kann man mit Zollschranken dafür sorgen, dass die Kapitalsteuern nur begrenzt vermieden werden können. Man wird dann günstiger in der EU produzieren können, was mehr Kapitalsteuern möglich macht.

Erbschaftsteuern, insbesondere von Immobilien innerhalb der EU, kann man auch kaum vermeiden.

Da ist also eine Menge Luft. Nur der politische Wille fehlt bei dem Thema.

In der Tat muss man aber genau gucken, dass hier durch Vermeidung keine unguten Situationen eintreten.

Wenn es gelingt, weltweit dieselben Steuersätze hinzubekommen, wäre es wohl am einfachsten. In Ländern, wo die Wirtschaft sowieso überhitzt ist, kann man damit praktischerweise anfangen. Dann können die anderen Ländern da nach und nach gleich ziehen, bis es überall angekommen ist.

Es wäre auch generell ein Faktum von Freiheit, wenn das Kapital nicht sehr viel weniger Steuern zahlen muss als die Arbeitnehmer.



Kommentar vom 03.07.2026 00:19
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-im-elektroauto-dialog-ueber-parteipolitischen-dualismus-auf-dem-weg-nach-heilbronn/#comment-208202

@Michael 02.07. 23:48 / Felo.ai

„Ohne tiefgreifende regionale Kooperationen, friedliche Absprachen zur Mindestversorgung und eine nachhaltige Bewirtschaftung der verbleibenden Ressourcen droht der Nahe und Mittlere Osten tatsächlich in weiten Teilen unbewohnbar zu werden.“

Sehe ich genauso. Aber wenn man friedlich miteinander umgeht und zusammenarbeitet, wie wir es etwa in der EU so machen, dann hat man da m.E. Perspektiven. Mittelfristig wie langfristig.

Israel macht schon Einiges vor, wie man in diesem Klima leben kann.

Rein technisch gesehen gibt es einfach auch in dieser Gegend Perspektiven. Insbesondere die Perspektive auf den weltweit billigsten Grünen Strom. Das Wasser muss eben nicht für Landwirtschaft reichen, unsere Städte kommen auch ohne Landwirtschaft aus. Mit schön viel Grün dazwischen, und ein wenig Obst und Gemüseanbau, kann man da prima leben.



Kommentar vom 02.07.2026 16:19
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-im-elektroauto-dialog-ueber-parteipolitischen-dualismus-auf-dem-weg-nach-heilbronn/#comment-208166

@podcast Bonusfolge

Ich denke mal, das die Klima- und Wasserkrise alleine den Nahen Osten nicht unbewohnbar macht. Hitze und Wassermangel stehen dort auch sehr hohe PV-Erträge gegenüber, die auch noch sehr regelmäßig über das ganze Jahre verteilt sind.

Man kommt mit Kurzfristspeichern von nicht mal der halben Tagesleistung aus, und braucht nur intelligent gesteuerte Wechselrichter und ein Minimum an Stromkabeln für eine umfassende und sehr billige Stromversorgung.

Diesen billigen Strom kann man dann auch für Entsalzungsanlagen wie auch für Kaltwassernetze zur Kühlung von ganzen Siedlungen nutzen. Wenn man sich eher in der Nähe von Küsten niederlässt, klappt das umso besser.

Man braucht nicht soviel Wasser, dass man Grundnahrungs- und Futtermittel produzieren kann. Das kann man alles für recht kleines Geld auf dem Weltmarkt einkaufen.

Es genügt vollkommen, Haushaltswasser und Wasser für Obst- und Gemüseanbau wie auch für eigene Tierhaltung zu haben.

Man muss aber eben auch zusammenarbeiten und die Grüne Technik konsequent nutzen. Der in Zukunft vermutlich dort sehr billig werdende Strom kann auch die Grundlage für jede Menge eigener Produktivität werden.



Kommentar vom 02.07.2026 13:10
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-der-solarpunk-den-ruf-von-wissenschaft-und-demokratien-retten-kann-und-auch-wird/#comment-208152

@Michael 02.07. 07:52

„Also, selbst wenn man „technologieoffen“ denkt, dann ist Elektro einfach deutlich billiger. Selbst ohne eigene Wallbox.“

Je mehr man fahren muss, desto mehr lohnt ich das E-Auto. Der Rentner, der nur 2 mal in der Woche zum einkaufen fährt, braucht kein E-Auto. Wer aber jeden Tag 50 km zur Arbeit fahren muss, jeweils hin und zurück, für den lohnt sich das E-Auto ganz besonders.

Noch muss man sich aber auch einen Neuwagen leisten können. Bis reichlich gute E-Autos auf dem Gebrauchtwagenmarkt ankommen, dürfte es noch einige Jahre dauern.

Und wer die eigene PV-Anlage hat, der spart noch viel mehr Betriebskosten ein. Und kann demnächst sogar das Auto als häuslichen Energiespeicher nutzen. Derweil es auch interessant ist, wenn der Arbeitgeber die PV-Anlage auf dem Dach hat, und man da laden kann.

Überhaupt haben Gewerbeobjekte öfter einen definierten Eigentümer, und geeignete Dächer wie auch eine Menge Eigenbedarf an Strom. Und eben Mitarbeiter, die da gerne tagsüber ihr E-Auto für kleines Geld aufladen würden. Das kann sogar entscheidend bei der Kaufentscheidung sein. Auch haben Gewerbebetriebe zuweilen jede Menge eigene Fahrzeuge, die dann auch in der E-Version mit sehr billigem Strom fahren können. Wenn man denn genug Platz für PV hat.

Richtige Großbetriebe könnten sich zuweilen zusätzlich sogar eigene Windräder leisten. Dann kann man auch Heizung und Kühlung recht günstig mit der eigenen etwas größeren Wärmepumpe realisieren.

Den Eigenbedarf selber produzieren spart eben überall die meisten Kosten ein. Keine Durchleitungsgebühren, keine Steuern und eben überhaupt keinen, der da mitverdienen will. Die Überschüsse kann man trotzdem Einspeisen. Hat man genug eigenen Speicher, kann man dann sogar auch auf Zeiten mit einer günstige Vergütung warten. Und auch wenn man mal Strom zukaufen muss, kann man mit genug eigenem Speicher auf günstige Zeiten dafür warten.



Kommentar vom 01.07.2026 15:22
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-der-solarpunk-den-ruf-von-wissenschaft-und-demokratien-retten-kann-und-auch-wird/#comment-208101

@Speicher

Solange es viel zu wenig Netzspeicher gibt, lohnt sich zur Ergänzung von PV-Anlagen auch ein integrierter Speicher von einer ganzen Tagesleistung. Dann kann man tagsüber, wenn überall ein Überangebot von PV-Strom herrscht, nur einspeichern, und den ganzen Ertrag abends und nachts zu guten Preisen verkaufen.

Das gilt für Dachanlagen wie für Freiflächenanlagen. Und es könnte sich auch lohnen, eine bestehende PV-Anlage nachträglich mit einem eigenem Speicher auszustatten. Die Netze wird das eher entlasten, entsprechend könnte theoretisch eine Genehmigung für einen solchen Ausbau nicht zu verweigern sein.

Die Anschlussleistung würde sich damit jedenfalls überhaupt nicht ändern. Nur die Zeiten, zudenen ins Netz eingespeist werden, verschieben sich. Und Extradurchleitungsgebühren dürfte das auch nicht kosten. Die insgesamt eingespeiste Strommenge ändert sich damit ja auch nicht.



Kommentar vom 01.07.2026 13:23
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-der-solarpunk-den-ruf-von-wissenschaft-und-demokratien-retten-kann-und-auch-wird/

@Michael 01.07. 08:45

„Eigenheimbesitzende würden noch auf Jahrzehnte Zuschüsse erhalten, neu Investierende blieben aber abgeschnitten.“

Ich denke mal, dass das tatsächlich keine Subventionen mehr braucht. Wirklich wichtig wäre es aber, dass man billigen PV-Strom zu möglichst niedrigen Durchleitungsgebühren direkt in der eigenen Nachbarschaft verkaufen dürfte.

Wenn die entsprechenden PV-Anlagen schön groß sind, und einen eigenen integrierten Speicher von in etwa einer halben Tagesleistung Kapazität haben, können die im Sommerhalbjahr die fast komplette Versorgung inclusive E-Autos abdecken. Und wo keine Fernwärmenetz kommt, auch zur Stromversorgung der Wärmepumpen was beitragen.

Die E-Autos würden dann insbesondere tagsüber an Wochenenden aufgeladen, wo der allgemeine Verbrauch niedriger ist.