Meine Kommentare auf scilogs.spektrum.de 2026/07 (T.J.)
Kommentar vom 31.07.2026 23:23
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-wissenschaft-scientikative-als-fuenfte-unverzichtbare-saeule-der-gewaltenteilung-in-jeder-demokratischen-republik/#comment-211878
@Michael 31.07. 18:02
„Aber sie soll uns als Staarsbürgerinnen und Staatsbürger vor allem beratend in Freiheit und Verantwortung unterstützen, nicht ersetzen.“
Genau das kann Wissensschaft, und mehr auch nicht. Zumal nicht alles sicher ist, was gerade Stand der Forschung ist.
„Zu wenig Scientikative schadet, aber zuviel triggert eben auch Reaktanz. Beobachte ich.“
Die Coronazeit war da markant. Hier haben die Experten aus dem medizinischen Bereich recht unabhängig bestimmt, wie reagiert wird. Und trafen auf viele junge Leute, die von Corona selber kaum betroffen waren, aber dennoch die massiven Kontaktbeschränkungen mitmachen mussten, um die älteren Menschen zu schützen.
Ich meine man hätte lieber die älteren Menschen mehr isolieren sollen. Gerade Jugendliche haben hier nachhaltig Kontakte verloren, was immer noch nachwirkt.
Gerade das hat gezeigt, wie wichtig persönliche Kontakte sind, wie schwer sie geknüpft werden können und wie wertvoll sie sind.
Auch die Diskussionen um Impfpflichten wurden mit neuen Coronavarianten, die immer leichter übertragbar aber auch immer glimpflicher verlaufen sind, immer weniger dringend.
Inzwischen interessiert das Thema niemanden mehr, obwohl Corona wohl immer noch kursiert.
Wir haben hier ein Beispiel, das aus meiner Sicht die Scientikative über das Ziel hinausgeschossen ist. Naja, und das Thema Tabaksteuern betrifft mich selber ganz massiv. Unter einer Unterstützung von suchtkranken Menschen stelle ich mir was Anderes vor. Und Tabakwerbung gibt es teilweise immer noch.
Wenn es um die Energiewende geht, da kann ich mir allerdings mehr sinnvollen Einfluss der Scientikative vorstellen.
Kommentar vom 31.07.2026 13:52
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-wissenschaft-scientikative-als-fuenfte-unverzichtbare-saeule-der-gewaltenteilung-in-jeder-demokratischen-republik/#comment-211800
@Michael 30.07. 23:13
„Erst, indem wir dies auch wissenschaftlich aufklären und uns individuell und politisch dazu verhalten, erringen wir eine Freiheit, die über blinde Mimesis hinausgeht.“
Den Staat brauchen wir dabei ja nicht immer. Wer sich informiert, weiß um die Problematik von Zucker. Da kann man aber sicher noch die Zuckersteuer drauf setzen, und wenn das eher symbolisch wirkt.
Ich selber habe mir allerdings doch reichlich Zucker angewöhnt. So ungesund ist das m.E. in meinem Alter wohl nicht. Zumal ich auch kein Übergewicht habe.
Aber klar, gerade viele Kinder sind heutzutage zu dick, und das wird die meisten davon ein Leben lang begleiten.
Wobei die Profite mit Zucker eher gering sind. Zucker ist wirklich ganz billig. Und findet genau deswegen auch so eine breite Anwendung, auch vor allem in Getränken. Das kostet fast nichts extra, und es schmeckt und macht auch moderat süchtig.
Und viel Zucker ist auch billiger als wenig. Kaum ein Lebensmittel ist auf den Nährwert gerechnet so billig, und Zucker kann man direkt in Getränke mischen. Mehl oder Spaghetti muss man erst verarbeiten, bevor man das essen kann.
Natürlich hat Zucker weder Eiweiß noch Fett noch irgendwelche Vitamine. Die muss man dann anderweitig zu sich nehmen. Und das fördert dann sogar noch den Fleischkonsum. Was dann den Kostenvorteil von Zucker schnell wieder zunichte macht.
Aber wie gesagt, die Wissenschaft wirkt auch, wenn der Staat ihre Erkenntnisse nicht zur Pflicht macht. Welche Ernährung insgesamt wie gesund ist, ist nebenbei eine komplexe Sache.
Dass Tabak nun mal süchtig macht, führt dann auch dazu, dass es mir praktisch nichts hilft, zu wissen wie schädlich das ist. Dass ich damit früher sterben werde, damit habe ich mich längst abgefunden.
Was die fossilen Gewaltenergien betrifft, da kann ich was beitragen, insbesondere indem ich ohne Auto auskomme. Aber PV als Mieter kann ich mir leider nicht aufs Dach setzen.
Und die asozialen Plattformen habe ich von Anfang an nicht genutzt, ich hatte gleich das Gefühl, dass da Beiträge von schlechter Qualität vehement gefördert werden.
Kommentar vom 30.07.2026 22:38
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-wissenschaft-scientikative-als-fuenfte-unverzichtbare-saeule-der-gewaltenteilung-in-jeder-demokratischen-republik/#comment-211696
@Michael 30.07. 17:09
„Und spannenderweise haben wir ja gerade die gleiche Diskussion wie früher um den Tabak heute wieder rund um eine Zuckerabgabe / Zuckersteuer.“
Ich verbrauche an die 250 g Zucker am Tag. Das sind dann an die 7,5 kg im Monat. Angesichts der derzeit sehr geringen Kosten und zugleich des hohen Nährwerts würde bei mir selbst eine Verdopplung des Zuckerpreises mit nur 7,5 Euro im Monat Zustatzkosten kaum ins Gewicht fallen.
Angesichts von Tabakkosten von an die 200 Euro im Monat fast nichts.
Würde ich weniger Zucker konsumieren, wenn der doppelt so teuer wäre? Vermutlich kaum. Süße Getränke schmecken mir nun mal gut, und tragen ganz billig zur Kaloriendeckung bei. Ich weiß dass das ungesund ist. Ich will aber auch nicht unbedingt ewig leben. Und dick bin ich auch nicht.
Kommentar vom 30.07.2026 16:37
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-wissenschaft-scientikative-als-fuenfte-unverzichtbare-saeule-der-gewaltenteilung-in-jeder-demokratischen-republik/#comment-211639
@Michael 30.07. 15:24
„die empirischen Erkenntnisse zu gesundheitlichen Risiken für Tabak-Rauchende und Beistehende (sog. „Passivrauchende“)“
Die Wissenschaft weiß jetzt aber auch um die Schwierigkeiten bzw. auch mal Unmöglichkeiten von der Sucht wegzukommen.
„die politischen Diskussionen zu verschiedenen Schlussfolgerungen wie Aufklärungskampagnen, Besteuerungen, Verboten“
Erstmal die Werbung verbieten? Und nicht das Thema missbrauchen, um die Staatskasse zu füllen.
Kommentar vom 30.07.2026 15:10
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-wissenschaft-scientikative-als-fuenfte-unverzichtbare-saeule-der-gewaltenteilung-in-jeder-demokratischen-republik/#comment-211620
@Hauptartikel
„Das Rauchen von Tabak reduziert die durchschnittliche Lebenserwartung,..“
Was dann wohl allgemein bekannt wäre, nur, welcher Raucher raucht denn freiwillig? Ich kenne nur süchtige Raucher. Und auch ich selber sehe keinen realistischen Weg, meine Sucht loszuwerden.
Wenn es so teuer wird, dass ich angesichts knapper Kasse echte Finanzprobleme bekomme, dann ist das schon auch existenziell.
Das Argument mit den raucherbedingten Gesundheitskosten jedenfalls zieht m.E. überhaupt nicht. Raucher sind für die Krankenkassen eher billiger als Nichtraucher, vermutlich weil die öfter einen schnellen kostengünstigen Abgang per Herzinfarkt hinlegen.
Und die Rentenkassen entlasten wir Raucher in jedem Fall ganz erheblich.
Und helfen tun mir immer höhere Kosten wirklich nicht. Es geht einfach nicht, die Sucht ist sowieso stärker als jeder Wille.
Hier sollte also Wissenschaftlichkeit nicht so selektiert werden, dass nur die halbe Seite der Angelegenheit beachtet wird.
Auch wenn Sucht eine Krankheit ist, die man besser nicht haben sollte, so ist sie dann eben aber dennoch einfach faktisch.
Ansonsten gefällt mir der Gedanke der Scientikative durchaus. Allerdings ist auch Wissenschaft dynamisch, und die jeweiligen Unsicherheiten in den aktuellen Erkenntnissen sollten mit bedacht werden.
Was letztlich auch die aktuelle Klimaforschung betrifft. So genau weis man es nicht, wie das Klima in den nächsten Jahrzehnten wirklich weitergeht. Wir müssen hier mit erheblichen Unsicherheiten leben, im Gutem wie im Schlechten. Da hilft kein noch so schneller Supercomputer.
Wir können nur die Energiewende so konsequent wie möglich durchziehen, in welchem konkreten Klima wir dann enden, wissen wir trotzdem nur sehr ungenau. Welche Baumarten etwa für die Zukunft der deutschen Wälder sinnvollerweise jetzt gepflanzt werden sollten, ist zunächst mal nur Gegenstand aktueller Forschung.
Kommentar vom 30.07.2026 12:11
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-die-deutsche-bundespolitik-den-islamismus-glaubwuerdig-bekaempfen-koennte/#comment-211585
@Mussi 30.07. 06:43 / 09:41
„Es ist doch völlig irre, die Verantwortung für das eigene Leben an eine überpersonelle Dimension abzugeben.“
Wenn man sich auch selber helfen kann, mögen Gebete Unsinn sein. Aber wo man echt Hilfe braucht, da soll man ruhig beten. Warum denn nicht? Und Hoffnung alleine, die daraus resultieren kann, mag schon psychisch heilsam sein.
Und wenn es dann eben sein soll, dass es schief geht, kann man immer noch hoffen, dass da irgend ein Sinn dahinter steht.
Das kann schon mal inneren Frieden fördern, ganz für sich selbst.
„Vor allem, wenn es gegensätzlich interpretiert wird. Das macht erst Streit und Krieg möglich!“
Ich denke mal, dass hier Kriegstreiber das Problem verursachen und den ehrlichen Glauben von Menschen missbrauchen und auch pervertieren.
Weltoffene Religionen in allseits akzeptierten Formen sind letztlich die Basis für Frieden und Freiheit.
Und eine Vision von einem friedlichem Zusammenleben sowie eine Vision, den Planeten in noch passablen Zustand zu erhalten, die können wir brauchen. Gerne auf Basis vieler religiöser Spielarten inklusive säkularer Varianten.
Warum soll man da nicht beten, dass das klappt? Natürlich muss man auch alles tun, was man da selber beizutragen hätte. Das beißt sich ja auch eigentlich überhaupt nicht.
„Es ist doch bezeichnend, dass Sie Glaubenssysteme gegen Glaubenssysteme aufbringen und damit argumentieren. Das ist das Problem.“
Es sind doch wesentliche Unterschiede unter den Konfessionen. Die einen sind wirklich problematisch, die anderen überaus hilfreich. Und ich meine, das betrifft auch alle säkulare und agnostische Varianten.
Glaubenssysteme hat man immer, da kommt kein Mensch dran vorbei. Die gilt es vernünftig zu gestalten, soweit wie es einen eben tragen kann.
Kommentar vom 29.07.2026 23:18
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-die-deutsche-bundespolitik-den-islamismus-glaubwuerdig-bekaempfen-koennte/#comment-211503
@NI 29.07. 17:09
„Man sollte den im Gefängnis sitzenden Islamisten Mathematik als Studium anbieten,…“
Wenn es denn Verstand fördert. Religionsfreiheit wäre wohl das Ziel. Seinen eigenen Glauben als wirklich persönlich erkennen, und anerkennen, dass es mehr als eine Lösung dafür gibt.
Sogar glaubensfreie Lösungen, auch wenn man das niemanden wünschen mag. Naja, auch so kann das Leben wohl zweifelsfrei interessant sein.
Die jeweilige Konfession ist hier vermutlich das Hauptproblem, wenn sie sich als die einzig Wahre darstellt. Wer nur meint, dass er ein echt guter Verein ist, der mag dennoch verträglich sein.
Kommentar vom 29.07.2026 22:50
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-die-deutsche-bundespolitik-den-islamismus-glaubwuerdig-bekaempfen-koennte/#comment-211497
@Michael 29.07. 16:08
„Mir persönlich ist der Glaube und die Hoffnung an eine überempirische, personale Präsenz sehr zugänglich.“
Ein superintelligentes Netzwerk, das den Kosmos durchzieht und grundlegend belebt, mag für Menschen zu abstrakt sein. So zeigt es sich dann eben auf personale Art und Weise, vermutlich überwiegend im Gebet.
Nun mag dieses Netzwerk ganz verschiedenen Konfessionen unterstützen, die Unterschiede sind sowieso nur die Schnittstelle zum Menschen.
So haben wir dann aber im Monotheismus den einen Gott, was ich für sehr praktisch halte. Wirklich widerstreitende Geisteswelten ergäben eher ein Universum, das vorne und hinten nicht funktioniert. Und das kann man von diesem wunderbaren Kosmos nun wirklich nicht sagen.
Selbst gegen die übelsten Probleme gibt es meistens Lösungen.
„Ich verstehe aber auch, dass manche Menschen das weder spirituell noch religiös erfahren.“
Ich kenne natürlich diese manchen Menschen, aber wirklich verstehen fällt mir schwer. Als würde man nicht in der selben Welt leben. Genau andersrum kenne ich harte Materialisten, die das selbe Problem haben, und an Gläubigen aller Art verzweifeln.
„Bei manchen hilft zum Verstehen auch die Musikalität, zum Beispiel der Song „Ist da jemand?“ von Adel Tawil“
In der Tat berührend. Kann man aber auch für die Liebe unter den Menschen interpretieren.
Kommentar vom 29.07.2026 12:49
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-die-deutsche-bundespolitik-den-islamismus-glaubwuerdig-bekaempfen-koennte/#comment-211407
@Michael 29.07. 09:36
„Ob sich hinter dieser geglaubten Präsenz eine reale, personale Präsenz befindet, das entzieht sich der empirischen Überprüfung und bleibt also Glaubensfrage.“
Wenn man Wunder nachweisen könnte, käme man der Überprüfung näher. Das Wunder des Lebens, dass Wunder der Seele oder überhaupt das Wunder des Universums.
Und wer meint, Wunder erlebt zu haben bzw. tagtäglich zu erleben, der glaubt dann wohl eher.
Nur was man dann konkret für einen Glauben glaubt, das scheinen noch mal Welten für sich zu sein? So individuell, wie wir sowieso sind.
Ich selber kann mir angesichts von KI auch statt einer Gottesperson ein superintelligentes Netzwerk vorstellen, das den Kosmos durchzieht und grundlegend belebt.
Kommentar vom 28.07.2026 16:07
https://scilogs.spektrum.de/engelbart-galaxis/demokratie-und-diskursgemeinschaft/#comment-6452
@NI=natürliche Intelligenz 27.07. 19:36
„Anmerkung: Die Bezeichnung Diskursgemeinschaft erscheint mir zu „verkopft“
wie wäre es mit „Wohlstandsbündnis“ , das ist es doch, was die verschiedenen Nationalitäten zusammenführt und zusammenhält.“
Einmal das. Aber es geht zuweilen auch ums einfache Überleben, angesichts von tausenden russischen Atomwaffen. Und um reichhaltige geistige Nahrung aller Art. Und um den eigenen Planeten, der eigentlich wesentlich sorgfältiger gepflegt werden will.
Und hier sind wir auch bei einer Weltgemeinschaft, die auch überaus relevant ist.
So ist das dann doch komplexer, Wohlstand zuerst und Diskurs als Nächstes stehen noch mal in größeren Zusammenhängen.
Kommentar vom 28.07.2026 13:11
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-die-deutsche-bundespolitik-den-islamismus-glaubwuerdig-bekaempfen-koennte/#comment-211210
@Martin Holzherr 27.07. 19:38
„Abdul B. hat zudem in den sozialen Medien seine Unterstützung für den IS zum Ausdruck gebracht. Bei dieser ganzen Liste schrillt bei mir jedes Alarmsignal.“
Hinterher ist man immer schlauer. Schwer zu sagen, wie viele derart konkrete Gefährder vorsorglich eingesperrt werden müssten, um solche Anschläge zu verhindern.
Wenn man dann in der Praxis 100 Gefährder vorsorglich lebenslänglich einsperren müsste, um 1 Anschlag zu verhindern, muss man sich fragen, ob das denn dann noch Recht ist. Teuer wird es auf jeden Fall auch noch.
Vielleicht kann man Gefährdern mit Deutscher Staatsbürgerschaft diese in manchen Fällen auch wieder entziehen, um die dann abschieben zu können? Das wäre ja nun einfacher, als vorsorglich lebenslänglich einzusperren.
Oder einfach die dauerhafte Inhaftierung androhen, mit dem Ziel, dass die Personen freiwillig ausreisen? Oder ganz konkret wirklich schon inhaftieren, mit der Option, zur Ausreise entlassen werden zu können.
@Michael 28.07. 02:55
„So leistet ja gerade auch der sich noch im Aufbau befindende, islamische Religionsunterricht in deutscher Sprache durch ordentliche und ausgebildete Lehrkräfte wichtige Beiträge zur Integration, Aufklärung von Antisemitismus und Verhinderung von Radikalisierung.“
Kann auch sinnvoll sein, ja. Ich bin überhaupt für vielfältige Angebote an den Schulen, die gar nicht unbedingt jeder nutzen muss.
Kommentar vom 27.07.2026 23:32
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-die-deutsche-bundespolitik-den-islamismus-glaubwuerdig-bekaempfen-koennte/#comment-211083
@Michael 27.07. 16:46
„Daher plädiere ich für einen freiwillig (!) gemeinsamen Ethik- und Religionsunterricht, wie er in immer mehr Grund- und Berufsschulen längst praktiziert wird.“
Aber Religionswissenschaft, Medienkunde und Erkenntnistheorie dürften da doch einfließen? Nebenbei hätte ich sogar Sympathien, dass im Prinzip alle Schulfächer freiwillig wären, bei gleichzeitig sehr viel vielfältigerem Angebot. Und wer macht die Lehrpläne überhaupt? Auch Sport, Musik und Kunst passen vielleicht viel besser in Vereinsaktivitäten nach der Schule. Wenn denn dann auch die Unterrichtszeiten und das Lernpensum etwas entspannter wären.
„Jede Religion sollte sich selbst repräsentieren dürfen und jedes Kind in der eigenen Identität geachtet sein.“
Da könnte es aber auch sogar helfen, dass man in Ruhe gelassen wird? Naja, eine quer durch die Religionen laufende Diskussion zwischen Schülern verschiedenster religiöser Ausprägung könnte auch mal unterhaltsam sein. Sozusagen Vielfalt live.
„Wo nötig, könnte ein gemeinsamer Ethik-Unterricht durch konfessionelle Angebote ergänzt werden.“
Können das denn dann nicht die Religionsvereine selber? Die Babtisten oder Zeugen Jehovas machen das längst. Und wem das eine Zumutung wäre, der lässt das dann auch gerne ganz weg. Da muss man sich dann höchstens mit eventuell gläubigen Eltern auseinandersetzten.
Vergessener Kommentar vom 27.07.2026 16:21
https://scilogs.spektrum.de/hirn-und-weg/koerper-und-geist-getrennt-oder-ein-und-dasselbe/
@Hauptartikel
„Warum fühlt sich all das irgendwie an? Warum verarbeitet unser komplexer Bio-Computer diese Daten nicht einfach völlig unbewusst?“
Das erinnert mich an eine grundlegende Frage der Kosmologie: Warum existiert überhaupt irgendetwas, und nicht nichts?
Womöglich haben beide Fragen die selbe Antwort: Damit wir wirklich leben können.
„Wie genau der Sprung von messbaren physiologischen Reaktionen zu unserem rein subjektiven, inneren Erleben funktioniert, bleibt ein Rätsel.“
Vielleicht findet die Weiterentwicklung der KI ja die Antwort. Womöglich findet ein findiger Programmierer ja künstliche Strukturen, die eigenem Erleben gleichkommen.
Oder es passiert in der Komplexität immer mächtigerer KI irgendwann ungewollt, dass das ganze Ding eigenes Bewusstsein entwickelt.
So oder so, wir hätten dann die Möglichkeit, das dann genauer zu untersuchen, und könnten dann Strukturen finden, die wir auch im eigenen Gehirn wiederfinden können. Wenn man einmal weiß, wonach man genau suchen muss, könnte das ja klappen.
Das Gehirn in Scheiben schneiden und jede Synapse genau kartieren, müsste ja alle relevanten Strukturen abbilden. Wenn man die Funktionalität davon erkennt, käme man wohl wenigstens vorwärts.
Und wenn das Ganze doch auch noch echte Geistesräume braucht, dann muss man die eben mit einbeziehen. Und diese dann auch selber irgendwie in der Physik verorten, wie immer die eben genau aussehen.
Und wenn wir dann eben doch echte Geisteswelten dabei entdecken, dann haben wir ganz neue Welten gewonnen?
Kommentar vom 27.07.2026 14:27
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-die-deutsche-bundespolitik-den-islamismus-glaubwuerdig-bekaempfen-koennte/#comment-211018
@Michael 27.07. 10:26
„Wenn wir auch jungen Menschen eine dialogische und wissenschaftlich reflektierte Mitwirkung an der gemeinsamen Zukunft anzubieten haben, wirken wir Ängsten und Radikalisierungen von klein auf entgegen!“
Das kann was helfen. Den Islam verteufeln eher wenig. Zumal man Deutsche Staatsbürger nicht abschieben kann, wenn sie Straffällig werden oder als Gefährder eingestuft werden. Insbesondere wenn die hier geboren wurden.
Man könnte freilich bei Zuwanderern Islamisten gleich abweisen. Aber so viele sind das vermutlich gar nicht.
Auch wenn Zuwandererkinder in den Brennpunktstadtteilen ziemlich unter sich sind, könnte das Radikalisierungen fördern? Zumindest wären bessere Bildungsabschlüsse nicht nur für die Jugendlichen selbst ein Segen, sondern auch für den Arbeitsmarkt.
Ich denke mal, das wäre ein lohnendes Projekt. Einmal kann man der Konzentration von Zuwanderern in manchen Stadtteilen entgegenwirken, aber auch die Kinder besser auf alle Schulen in der Stadt verteilen, auch wenn da hier und da der Schulweg dann länger wird.
Auch würde ich den Religionsunterricht mit getrennten Konfessionen eher ganz streichen, sollen das doch die Kirchen selber machen. Wenn denn da einer hingehen will überhaupt. Ich finde, das hat in der Schule nicht viel zu suchen.
Stattdessen wäre Religionswissenschaft als Fach vielleicht für so ziemlich alle sehr interessant? Von mir aus auch gerne verbunden mit Medienkunde und Erkenntnistheorie. Wer weiß, wie verheerend asoziale Plattformen wirken und wie Rechtsmimesis funktioniert, könnte ein paar Schritte weiter sein?
Kommentar vom 27.07.2026 13:12
https://scilogs.spektrum.de/gedankenwerkstatt/die-sonne-kommt-auf-die-erde/#comment-29253
@Martin Holzherr 27.07. 12:10
„Etwas was etwa Schweden in den 1970er und 1980er Jahren hatte während seiner „sozialistischen Phase“, einer Phase des gleichzeitigen schwedischen Niedergangs.“
Als Nationalstaat im Alleingang ist es sicher schwieriger. Und man hat so weit ich weiß damals in Schweden auch insgesamt sehr hohe Steuern erhoben. Geschadet hat es vermutlich auch nur wenig, der Lebensstandard dort war ziemlich hoch, und ist es vermutlich immer noch.
„Wirtschaftliche Schwäche kann man nicht mit mehr Besteuerung kompensieren.“
Es geht mir überhaupt nicht um mehr Steuern insgesamt, es geht mir aber um eine Verschiebung mit mehr Steuern auf Kapital und weniger auf Arbeit. Das kurbelt auf jeden Fall gleich die Nachfrage an, und kann bei Vielen mehr Nachwuchs leichter machen.
Was chinesische Firmen betrifft, die haben etwa bei PV und Lithiumakkus die beste Technik. Kombiniert mit vergleichsweise niedrigen Löhnen in Osteuropa würde es für alle Beteiligten Sinn machen, dass man auch dort für den europäischen Markt produziert.
Das wäre jetzt nichts Neues, dass eine Firma mit Spitzentechnik weltweit produziert. Deutsche Autofirmen etwa, als sie noch Spitzentechnik hatten, zumindest, haben das auch sehr gerne gemacht.
Kommentar vom 27.07.2026 11:48
https://scilogs.spektrum.de/gedankenwerkstatt/die-sonne-kommt-auf-die-erde/#comment-29251
@Martin Holzherr 27.07. 02:17 / 11:10
„Wenn Deutschland aufhört das führende Industrieland Europas zu sein, dann ist das nicht nur für D, sondern auch für die EU ein Problem.“
Nicht wenn ein Teil der Produktion innerhalb der EU verlagert wird und gleichzeitig chinesische Firmen für den europäischen Markt auch in Europa produzieren. Das täte vor allem unseren Nachbarländern sehr gut.
„DeGrowth in Deutschland bedeutet einfach Armut in Deutschland mit tiefen Renten und ungenügender Pflege – und das bei einer starken Zunahme der Renter und Pflegebedürftigen.“
Zumindest wären mit DeGrowth mehr Mitarbeiter frei, und die könnten dann sogar mehr Pflege leisten. Wenn nachhaltig Steuergelder fehlen, dann könnte man es auch mit europaweiten Vermögens-, Erbschafts- und Kapitalertragssteuern probieren? Da kommen wir auf die Dauer sowieso kaum dran vorbei, wenn wir wirklich die Staatsschulden begrenzen wollen.
„Zudem: China und die Chinesen werden sie nie von DeGrowth überzeugen können.“
Das geht uns jetzt so viel auch wieder nicht an. Wir müssen nur in China kaufen, was wir wirklich haben wollen. Notfalls Zölle erhöhen und Chinesische Firmen wirksam motivieren, auch gleich in Europa zu produzieren.
Kommentar vom 26.07.2026 23:23
https://scilogs.spektrum.de/gedankenwerkstatt/die-sonne-kommt-auf-die-erde/#comment-29239
@Martin Holzherr 26.07. 15:54
„Die Folge: in Deutschland entsteht grosse Forschung, aber verwirklicht wird praktisch nichts.“
Muss man denn Deutschland immer so schlecht reden? Wir haben trotz alledem einen Außenhandelsüberschuss von 200 Mrd Euro pro Jahr. Offenbar produzieren wir hier immer noch weit mehr als genug. Es wäre sogar ganz, ganz viel Import von PV und Lithiumakkus sinnvoll. Viel besser, als wenn wir das alles selber zu weit höheren Kosten selber herstellen würden.
Das wäre nicht nur wesentlich teurer, die Handelsbilanz wäre noch viel höher, was nicht nachhaltig ist. Und wo sollen die Arbeitskräfte dafür herkommen?
@Thomas Grüter 26.07. 17:53
„Es geht ja nicht nur um Strom. Bisher kommen rund nur 24 % des Bruttoendenergieverbrauchs aus erneuerbaren Energien.“
Der Strom ist aber bei PV und Wind die Primärenergie. Und die ersetzt bei der Mobilität mittels Lithiumakkus vergleichsweise verlustfrei den hohen Aufwand von Diesel und Benzin, dessen Effekt nur 40 bis 25 % ergibt. Außerdem sind die Fahrzeugakkus fahrende Energiespeicher, die vielfältig nebenbei nutzbar und in erheblicher Gesamtsumme zur Verfügung stehen können.
Und auch Wärmepumpen erzeugen mit direktem Einsatz von Strom ein Mehrfaches an Wärme als Öl oder Gas, wenn es direkt verfeuert wird.
Entsprechend sind wir wesentlich weiter als diese 24 %. Die Sektoren Mobilität und Heizung sind viel leichter klimaneutral zu machen, als wenn wir den grünen Strom nutzen müssten, um erstmal Diesel, Benzin, Heizöl und Erdgas zu produzieren, womit dann gefahren und geheizt wird.
„Und Kurzfristspeicher für Strom mag es genug geben, aber bei Langfristspeichern sieht es schlecht aus.“
Allein der wirklich konsequente Einsatz von Kurzfristspeichern erlaubt aber schon die Verdopplung der installierten PV-Leistung, und auch noch ein gutes Plus an Windenergie. Das ist jetzt aktuell. Mittelfristspeicher haben noch Zeit, und saisonale Speicher haben noch mehr Zeit.
Genauso die Zeit haben auch Fusionskraftwerke, die vor allem im Winter Strom liefern. Das würde in 10 oder 15 Jahren wunderbar passen. Das muss aber auch echt funktionieren und darf nicht zu teuer dabei sein. Sonst wird das nichts.
Sonst bleibt nur der recht teure Wasserstoff als saisonaler Speicher. Naja, man kann auch Biogas für den Winter sammeln, oder Holz sehr gezielt zum Heizen oder auch zur Stromerzeugung nutzen, wenn der Energiemangel am größten ist. Das ginge vermutlich auch mit Müll.
Dass das mit Geothermie wirklich viel wird, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Dann schon eher etwas tiefere Bodensonden für Wärmepumpen bzw. Großwärmepumpen. Aber Strom erzeugen geht damit wohl nur unter besonderen geologischen Bedingungen.
Kommentar vom 26.07.2026 17:19
https://scilogs.spektrum.de/gedankenwerkstatt/die-sonne-kommt-auf-die-erde/#comment-29234
@Thomas Grüter 26.07. 15:15
„Das ist ja der heutige Stand der Dinge. Nur führen die aktuellen Pläne wohl dazu, dass der Strom in Deutschland dauerhaft teuer bleibt. Da ist also genug Raum für neue Ideen.“
Wenn es denn die Kernfusion wird, die den Strom billiger macht, mir wäre es recht.
Allerdings gibt es noch mehr Potenzial für Kostensenkungen. Immer billigere PV-Module, und immer günstigere Lithium- und Natriumbatterien etwa. Mit genug solcher Kurzfristspeicher braucht man wenig Netzausbau, ebenso wenn mehr Windenergie in Süddeutschland und mehr PV im Norden installiert wird.
Keine neuen Gaskraftwerke, solange die bestehenden Kohlekraftwerke noch das Backup liefern können, und überhaupt immer weniger Laufzeiten von Gaskraftwerken, wenn zügig in PV mit gleich integrierten Kurzfristspeichern investiert wird.
Gerne in den Städten in der Nähe der Verbraucher, das spart Anschlusskosten.
Und der Ausbau der Elektromobilität mit flächendeckend bidirektionalen Lademöglichkeiten mag alles andere auch noch nachhaltig unterstützen können. Auch immer mehr Wärmepumpen.
Ich sehe da durchaus Potentiale. Für niedrigere Strompreise, und für niedrigere Mobilitätskosten. Und auch die Wärmepumpen müssen das Heizen nicht nur teurer machen.
@Martin Holzherr 26.07. 15:14
„Einsicht: Kernfusion kommt bald, aber welche Technologie die Nase vorn hat ist noch ungewiss.“
Also ehrlich gesagt, ich tippe mal auf überhaupt keine. 100 millionen Grad zu beherrschen, um 500 Grad heißen Dampf zu erzeugen, das kann nicht wirtschaftlich sein. Naja, wir werden sehen. Offenbar will man es jetzt wissen, das kann ich dennoch nur unterstützen. Vielleicht klappt es ja doch.
PV hat es ja auch von eigentlich unbezahlbar zu richtig billig geschafft. Und dass es mal so billige, leichte und leistungsfähige Fahrzeugakkus geben wird, hätte vor 30 Jahren auch kaum einer gedacht. Da ging man noch davon aus, das Elektromobilität nur mit Wasserstoffbrennstoffzellen funktionieren kann.
Kommentar vom 26.07.2026 14:21
https://scilogs.spektrum.de/gedankenwerkstatt/die-sonne-kommt-auf-die-erde/#comment-29227
@Thomas Grüter 26.07. 08:02
„Wenn ein Baumuster etabliert ist, sollte ein Fusionskraftwerk nicht mehr kosten als ein Gaskraftwerk.“
Da wäre ich mir nicht so sicher. Zumal man ja auch schon sehr viel elektrische Energie in die Magnete und das Aufheizen des Plasmas stecken muss? Diese elektrische Energie muss dann ja zusätzlich mit den Dampfturbinen und Generatoren erzeugt werden.
Dafür sind dann aber die Brennstoffkosten wohl sehr niedrig.
„Fusionskraftwerke lassen sich übrigens gut und schnell drosseln. Sie liefern also Strom nach Bedarf. Das sind gute Voraussetzungen für eine preiswerte und stabile Stromversorgung.“
Das kann jetzt nicht schaden. Ich denke aber, dass vor allem ein Saisonaler Betrieb nur im Winter, aber dann recht durchgängig, am interessantesten wäre. Genau dann hat die Summe aus Wind- und Solarenergie ein saisonales Defizit, das sich nicht mit kurz- und mittelfristigen Speichern auffangen lässt. Dafür bräuchte es den teuren Wasserstoff.
Und genau diesen Aufwand könnten Fusionskraftwerke reduzieren, wenn sie hauptsächlich von November bis Februar laufen und auch ohne ganzjährigen Betrieb wirtschaftlich sind.
Ich bin mir aber unsicher, ob die nicht doch einfach viel zu teuer bleiben. Ich würde mich auf keinen Fall drauf verlassen, und wir sollten entsprechend so planen, dass wir auch ohne Kernfusion auskommen müssen, wenn das eben dann doch nichts Bezahlbares wird.
Noch gibt es da nun wirklich nur Pläne und eine Diskussion dieser Pläne.
Kommentar vom 26.07.2026 00:43
https://scilogs.spektrum.de/gedankenwerkstatt/die-sonne-kommt-auf-die-erde/#comment-29218
@Laufzeiten der Fusionskraftwerke
Interessant könnte es werden, wenn die Fusionskrafwerke nur Saisonal von November bis Februar laufen. Wenn die Reaktoren sowieso in einigen Jahren verschleißen, dann könnte es ich lohnen, wenn die Kraftwerke von März bis Oktober pausieren.
Dann wäre der Fusionsstrom schon bei um die 20 Cent die Kilowattstunde konkurrenzfähig.
Und würde tatsächlich auch deutlich weniger Wasserstoffbackup möglich machen.
Insbesondere wenn wir sowieso viele kurzfristige und auch mittelfristige Speicherkapazitäten haben.
Kommentar vom 25.07.2026 23:26
https://scilogs.spektrum.de/gedankenwerkstatt/die-sonne-kommt-auf-die-erde/#comment-29217
@Hauptartikel
„Nur: Der Strom aus solchen Backup-Systemen kostet mehr als 40 Cent pro Kilowattstunde und steht nicht vor 2040 zur Verfügungi. Da können Fusionskraftwerke locker mithalten.“
Ich denke mal kaum, dass wir schon vor 2040 Flächendeckend Fusionskraftwerke haben werden?
Fusionskraftwerke dürften zudem kaum wirtschaftlich sein, wenn sie nicht das ganze Jahr Tag und Nacht durchlaufen. Angesichts der hohen Anlagenkosten und den niedrigen Brennstoffkosten.
Sie werden also nicht wie Wasserstoffkraftwerke nur in Dunkelflauten laufen. Deswegen kann man da nicht 40 Cent pro Kilowattstunde als Vergleichswert von Wasserstoffbackupkraftwerken für die Fusionskraftwerke heranziehen.
Allerdings gibt es demnächst natürlich auch noch jede Menge Kurzfristspeicher, die alleine schon auch den Strom von Fusionskraftwerken so über die Zeit verteilen können, dass ein Dauerbetrieb von Fusionskraftwerken gut in den Gesamtmix passt. Hier würde ich dann aber eher Werte von um die 10 Cent die Kilowattstunde als Grenze für eine Wirtschaftlichkeit annehmen.
Dass hier offenbar doch noch was aus der Kernfusion wird, finde ich eigentlich sehr interessant. Wenn das aber dann wieder nur Milliardengräber werden, dann ist das eben so. Wobei Kernfusion ja auch für interstellare Raumfahrt interessant wäre. Auch die Idee, hier Baupläne zu veröffentlichen, gefällt mir sehr. So kann das alles sehr viel schneller gehen, wenn viele unabhängige Experimente gemacht werden und die Erfahrungen konsequent geteilt werden.
Kommentar vom 25.07.2026 14:44
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/begriffsentwirrung-demokratie-und-republik-vier-saeulen-gewaltenteilung-und-parlament/#comment-210748
@Realo 25.07. 11:21
„Copilot: Die SBB ist erfolgreich, weil sie: Staatlich, aber unternehmerisch geführt ist, nicht privatisiert wurde, verlässlich finanziert wird, klare Qualitätsziele hat, konsequent modernisiert, keine internationalen Abenteuer eingeht, Planung, Betrieb und Personal als Einheit denkt. Kurz: Die SBB ist das Gegenteil der Deutschen Bahn-Privatisierungslogik.“
Der Unterschied könnte auch darin liegen, dass die Schweiz keine eigene Autoindustrie hat?
Die Deutsche Bahn scheint den Auftrag zu haben, eher nicht so viel Verkehr von der Straße zu holen, weil insbesondere mit dem Autoverkehr sehr viel Umsatz gemacht wird und auch entsprechende Steuereinnahmen damit erzielt werden.
Da hält man den Bahnverkehr gerne etwas kleiner und für die Kunden etwas teurer und unzuverlässiger.
Nun gut, wenn wir ein Sammeltaxisystem auf Basis von Selbstfahrenden E-Autos bzw Minibussen haben, dann passt das wieder. Der Bahnverkehr mag dann mit den schnellen ICEs noch weiter genutzt werden, aber die meisten Fahrten würden dann halt die Sammeltaxis machen.
Das wäre alles sehr schön billig, die Autobahnen wären trotzdem frei, u.a. weil die Selbstfahrsysteme in Kolonnen mit 1 Meter Abstand fahren könnten, und energetisch ist das auch alles sehr sparsam. Und man bräuchte sehr viel weniger Fahrzeuge dafür, wenn eben die meisten Leute dann kein eigenes Auto mehr brauchen.
Kommentar vom 25.07.2026 14:15
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/begriffsentwirrung-demokratie-und-republik-vier-saeulen-gewaltenteilung-und-parlament/#comment-210742
@Hans 25.07. 10:53
„1. Bei abweichendem Verhalten in einer wichtigen Frage droht der Ausschluss aus der Fraktion, und damit ginge quasi jeder Einfluss in den Ausschüssen verloren...“
Man muss es ja nicht übertreiben, und auch nicht nur Alleingänge machen. Aber eben schon mitdenken, und sich bemerkbar machen, wenn man konstruktive Kritik hätte.
Und sich dann auch zusammentun, und klar und deutlich seine Meinung sagen.
Klar muss auch gerade eine Koalition dann auch ihren gefundenen Kompromissen folgen, und ist letztlich auf hinreichend Fraktionsdisziplin angewiesen. Aber ihre Meinung sagen und konkrete Verbesserungsvorschläge machen muss denn ja nicht gleich zum Ausschluss aus der Fraktion führen.
„2. Sie werden dann wohl nie wieder von der Partei aufgestellt, weder als Direktkandidat noch auf der Liste.“
Soweit ich weiß, machen das eben nicht die Parteispitzen, sondern die Parteitage? Wer hier wirklich destruktiv war, und die Regierungsarbeit echt behindert hat, mag rausfliegen. Aber wer hier mal auch etwas buntere Bewegung ins politische Tagesgeschäft gebracht hat, könnte doch von den Deligierten der Parteitage sogar dafür belohnt werden?
Zumal es auch um weniger Lobbyeinfluss dabei geht. Da wäre dann wohl die Parteibasis mit dabei, hier mehr Transparenz auch durch mehr substantielle Diskussion in den amtierenden Parlamenten zu erzeugen.
„Das spräche z.B. für die Einführung eines Graben-Wahlsystems, bei dem die Hälfte der Abgeordneten Stimmkreisvertreter sind, die mehr ihrem Stimmkreis als der Parteiobrigkeit verpflichtet sind.“
Das hört sich vielversprechend und machbar an. Man sollte dann aber auch dafür sorgen, dass die Gesamtzahl der Abgeordneten den jeweiligen Prozenten der Wählerstimmen folgt. Sonst hätten es kleinere Parteien ziemlich schwer.
Kommentar vom 24.07.2026 14:26
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/begriffsentwirrung-demokratie-und-republik-vier-saeulen-gewaltenteilung-und-parlament/#comment-210541
@Michael 24.07. 07:57
„Durch klassische Massenmedien und nun auch in digitalen Blasen werden Menschen mimetisch auf die je gleichen Ziele (wie Erfolg, Reichtum, Aussehen usw.) geeicht.“
Eigentlich ziemlich zu empfehlen wäre es wohl, sich stets bewusst zu machen, welche Ziele man denn nun wirklich hat. Und wo das möglicherweise herkommt, und in welche Richtung man das eventuell bei sich selbst korrigieren könnte?
Einher damit geht meistens auch ein Selbstbild und allgemeiner ein Menschenbild.
Was alles überaus lohnt, mit sich selbst zu erörtern und bei Gelegenheit zu diskutieren.
Etwa beim Thema Rassismus. Es ist unübersehbar, dass weiße Menschen recht erfolgreich sind, aber vermutlich überwiegend aus kulturellen Gründen, eher weniger aus biologischen Gründen.
Und weil man immer noch vom technologischem Vorsprung zehren kann, den man gegenüber dem Globalen Süden nach wie vor hat.
Und auch die meisten Zuwanderer sind eher weniger gebildet, was sich teils auch bis in die nachfolgenden Generationen hinein hält. Weil im aktuellen Bildungssystem alles andere als Chancengleichheit herrscht.
Wobei überhaupt das Ziel, möglichst produktiv und insbesondere auch finanziell erfolgreich dabei zu sein, durchaus ziemlich übertrieben sein kann. Irgendwann ist das Maß eigentlich auch mal voll, und man könnte auf die Idee kommen, sich ganz andere Ziele zu setzten. Also etwa das eigene Bewusstsein zu erweitern, interessante Erkenntnisse zu sammeln oder einfach dabei zu helfen, diesen wunderbaren Planeten zu erhalten.
Oder gucken, ob mehr Nachwuchs möglich wäre.
Das sind ja nun alles Ziele, die auch eine Menge Sinn machen. Die kann man sich dann einfach setzen. Man ist ja recht frei eigentlich damit. Teil der Lösung sein, und nicht Teil des Problems, ist eigentlich recht einfach zu realisieren.
Kommentar vom 24.07.2026 12:44
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/begriffsentwirrung-demokratie-und-republik-vier-saeulen-gewaltenteilung-und-parlament/#comment-210513
@NI 24.07. 08:55
„Machen wir uns nichts vor, die Parteiendemokratie hat sich durchgesetzt und niemand kann diese Entwicklung aufhalten.“
Muss ja nicht schnell gehen. Vielleicht liefern auch geloste Bürgerräte die Themen, die der Bundestag dann diskutieren kann?
Da war doch jetzt sowas wie die junge Gruppe der CDU, dass denen ein neues Rentengesetz ziemlich missfiel?
Ich kann mich auch erinnern an die Diskussion, ob die Bundeshauptstadt Bonn bleibt oder Berlin wird. Da ging die Kontroverse quer durch wirklich alle Parteien. Vermutlich die einen Parlamentarier mit Immoblilienbesitz in Bonn versus die Parlamentarier ohne dem.
Also das geht durchaus. Wenn eben die Parlamentarier das wollen. Wenn da so nach und nach immer wieder mal Widerspruch zu den Koalitionsausschüssen aufkommt, und der wenigsten kurz diskutiert wird, wäre das doch schon mal ein Anfang.
Der rechtliche Rahmen jedenfalls, der steht die ganze Zeit. Der Bundestag muss vieles beschließen, und bekommt auch die Fristen dafür, die Anträge zu prüfen und dann eben zu entscheiden. Und der Bundestag darf auch eigene Gesetzesinitiativen einbringen, wenn er es denn will.
Das muss ja auch kein Querdenken werden. Aber einfach nur ein Gegengewicht gegen den Lobbyismus, dass deren Einfluss dann eben auch offen diskutiert werden muss, wenn eben ein ganzes Paket zur Verabschiedung ansteht und die Parlamentarier ihren Job erst nehmen
Das ist doch nichts anderes als einfach nur Gewaltenteilung. Im Sinne eines Staates, der für seine Bürger da ist. Und damit konkrete Politik möglichst nicht käuflich ist.
Und wenn es nur dazu führt, dass parlamentarische Diskussionen den Politikbetrieb transparenter machen, ist doch schon viel gewonnen. Das sind dann ja auch gute Gelegenheiten, die Beschlüsse der Koalitionsausschüsse durch Diskussionen im Detail zu begründen und zu erklären.
Kommentar vom 23.07.2026 23:32
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/begriffsentwirrung-demokratie-und-republik-vier-saeulen-gewaltenteilung-und-parlament/#comment-210415
@NI 23.07. 11:15
„Die reine Form der Parteiendemokratie wäre also die mimetische Tradition.“
Genau die darf m.E. doch gerne etwas abgebaut werden. Dass eben im Parlament wirklich diskutiert wird, gerne auch über die Parteigrenzen hinweg und von mir aus auch mal mit wechselnden Mehrheiten. Das fände ich einerseits spannender als reine Kulturveranstaltung, andererseits wäre dann Lobbyarbeit nicht mehr in Hinterzimmern möglich, und müsste eben offen mitdiskutiert werden.
„Was Herr Blume also als „bis zur Unkenntlichkeit überschrieben“ bezeichnet, das ist eine Folge der Verzahnung von 1. Verhältniswahlsystem, 2. Fraktionsdisziplin und 3. Lobbyismus.“
Genau das gilt es eben abzubauen. Gerne mit mutigen Parlamentariern, die es in Kauf nehmen, von der eigenen Partei abgestraft zu werden, und bei der nächsten Wahl dann eben nicht mehr als Kandidat aufgestellt werden.
Das wäre doch gleich sehr viel nachhaltiger. So könnte man in einer Legislaturperiode vermutlich weit mehr bewegen, als in 20 Jahren, in denen sich keiner traut, in der konkreten Politik Nägel mit Köpfen zu machen.
Kommentar vom 23.07.2026 23:10
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/begriffsentwirrung-demokratie-und-republik-vier-saeulen-gewaltenteilung-und-parlament/#comment-210412
@Michael 23.07. 20:58
„die mit dem Nachlassen des Lesens zugunsten schneller Videos auch ein Absinken der Aufmerksamkeitsspannen und eine auch politische Verdummung befürchtet.“
Einerseits habe ich selber schon ziemlich lange keine ganzen Bücher mehr gelesen. Da war mir vermutlich zu wenig Dialog drin. Wir haben uns lokal in unserem ehemaligen Verein dafür aber sehr viel und intensiv mit Fragen des Lebens und der Zeit in umfangreichen Diskussionen beschäftigt.
Was mir hier im Blog so sehr entgegenkommt, war eben, dass man mitten im Dialog dennoch ausführlich mit den jeweiligen Themen in die Tiefe gehen kann.
„Ich glaube nicht, dass sich neue Medien nur negativ auch auf das Zeitempfinden auswirken.“
Diese Kleinteiligkeit in den sozialen Netzwerken stört mich an denen am meisten. Das verleitet zu immer mehr Oberflächlichkeit.
Und kann womöglich auch eine unbewusste Mimesis überaus fördern? Es wird eben nicht in die Tiefe gegangen, es wird sich nicht in Ruhe überlegt, welche Ziele man sich wirklich bewusst und dann aber ganz engagiert setzten sollte.
Entsprechend wäre doch gerade der Dialog mit KI in der Lage, in umfangreicher Recherche dann auch in die Tiefe hineinzugehen. Und sich nicht nur Minuten Zeit nehmen, um neue Informationen einzuordnen und genau zu prüfen, sondern Stunden. Besser noch Tage und Wochen.
Und die KI liefert doch genau das, wenn man es denn dort auch so sucht?
Ich denk mal, dass es Sinn macht, seine eigene Mimesis des Öfteren wirklich zu prüfen. Und sich bewusst machen, woher sie kommt und wohin sie führt. Einfach dass man wieder weis, was einen wirklich umtreibt, und wie sich das in wirklich vielversprechenden Aktionen umsetzen lässt.
Kommentar vom 22.07.2026 23:53
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/begriffsentwirrung-demokratie-und-republik-vier-saeulen-gewaltenteilung-und-parlament/#comment-210278
@Hauptartikel
Die Mimesis ist wohl recht mächtig, und interessant, sie sich bewusst anzusehen. Wie auch sich selber diesbezüglich zu betrachten. Und sich hier besser nicht gar nicht bewusst zu sein, welche Ziele man sich hier eigentlich wie angeeignet hat.
Mindestens genau so wichtig scheint mir allerdings auch das jeweilige Menschenbild oder besser gesagt Selbstmodell zu sein. Auch das wird oft unbewusst von anderen übernommen, und impliziert dann einige Mimesiselemente gleich mit.
So grassiert unter mehr oder weniger säkular Orientierten die Idee von der biologischen Fitness als biologischer Sinn des Menschenlebens. Wer besser ist, wer mehr leistet, dem soll die Welt gehören. Und der bekommt dann theoretisch auch mehr Nachwuchs.
Nur funktioniert das überhaupt nicht. Je säkularer und je leistungsorientierter konkrete Menschen sind, desto weniger verschwenden die ihre eifersüchtig erworbene Leistungsfähigkeit in eigene Kinder. Meine ich zu beobachten.
Wer mit Religiosität oder Spiritualität zu tun hat, der hat dann nun schon ein weiteres Feld, was Sinn sein kann als nur die Fitness. Das kann mehr Nachwuchs sein, aber einfach auch mehr Spaß am Leben und an Kultur selbst, jenseits aller monetär nutzbaren Leistungsfähigkeit.
Gerade in Zeiten ziemlichen Überflusses kann das dann die von Merz so gefürchtete Life-Stil-Teilzeit werden.
Was dann wiederum die Psychologie an Selbstmodellangeboten so raushaut, ist m.E. recht unübersichtlich. Da ist man vielleicht nicht schlecht beraten, da einfach genug Distanz zu halten.
Mag auch sein, dass ein wieder funktionierendes Parlament mehr Vielfalt auch der menschlichen Lebensentwürfe ins Spiel bringen kann. Ich kann mir hier konkret auch die gelosten Bürgerräte als effektive Impulsgeber vorstellen, die dann einfach viel breiter diskutiert werden müssen, als es die elitären Zirkel der Koalitionsausschüsse leisten könnten.
Und das kann auf jeden Fall auch gegen übermäßigen Lobbyismus helfen. Transparenz im parlamentarischem Diskurs ist hierfür vermutlich das beste Mittel. Republik als Öffentliche Sache braucht eben diese Offenheit, das ist das Wesen der ganzen Veranstaltung.
Kommentar vom 21.07.2026 23:29
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-59-kian-hoss-die-faschismus-definition-von-eva-von-redecker-jens-sphan/#comment-210042
@Podcast nr 59
Ob von rechts oder von links, was zählt ist, wieviel Rechtsstaatlichkeit versus reiner Gewaltherrschaft praktiziert wird. Und in welchem Ausmaß man immer wieder mit buchstabengläubigen Beamten, denen es egal ist, wie es dem Bürger dabei wirklich konkret geht, zu tun hat. Oder auch das andere Extrem, korrupte Beamte, die ihre Macht nutzen, um Bestechungsgelder zu verdienen, das kann auch das Miteinander vergiften. Auf allen Ebenen, bis ganz nach oben.
Das sind dann wohl so die wesentlichen Faktoren, wie gut es sich in einem Land so lebt, oder eben auch gar nicht.
Wer jetzt wie viele Steuern zahlen muss ist auch noch mal ein Faktor, wie es sich für wen so lebt. Und ob ein brauchbares Soziales Netz existiert. Auch wie gut Innovationen in der Wirtschaft möglich sind, ist wichtig. Überregulierungen an ziemlich vielen Stellen finde ich auch keineswegs positiv.
Die Bürokraten können es anscheinend nicht lassen, bei jeder Gelegenheit alles wieder noch ein gutes Stück komplizierter zu machen. Da kann man bald nur hoffen, dass die Öffentliche Verwaltung so mit KI durchorganisiert wird, dass man die Komplexität dahinter gar nicht mehr kennen muss.
Wo jetzt genau China da jetzt steht, ist mir recht unklar. Und in ärmeren Ländern wie Nigeria oder Argentinien gibt es auch noch mal ganz andere Faktoren als in Europa?
Kommentar vom 21.07.2026 15:51
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dr-blume-sehen-sie-voelkermorde-im-irak-in-gaza-im-libanon-im-westjordanland-meine-antwort-hier/#comment-209977
@NI 21.07. 12:19
„Europas Ziel muss sein, für die arabischen Staaten, wie auch für Israel berechenbar zu bleiben.“
Verlässlichkeit fördert grundsätzlich alle Beziehungen. Wenn ein ja ein ja ist und ein nein ein nein ist, dann wirkt das meistens vorteilhaft.
„Herr T. hat ja Spanien vorgeworfen die USA bzw. die Nato nicht mehr zu unterstützen.“
Aber Spanien ist Weltmeister.
Offenbar meint Herr T. anscheinend, dass mit Unberechenbarkeit Deals möglich werden. Inzwischen scheint mir Europa auf den Weg zu kommen, die USA einfach als Partner abzuschreiben, und tatsächlich mit Putin alleine fertig zu werden.
Also ich bin inzwischen so weit.
Und wenn wir unsere Unabhängigkeit ernst meinen, muss das auch eine umfassende Globale Initiative für Offene Software für alles einschließen. Und dass wir die Produktion von unserer Grünen Technik nach Europa holen, notfalls dass chinesische Firmen für den Europäischen Markt auch in Europa produzieren.
Und Putins Unberechenbarkeit könnte mit zunehmender Pleite dann auch im Sande verlaufen?
Kommentar vom 21.07.2026 13:55
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dr-blume-sehen-sie-voelkermorde-im-irak-in-gaza-im-libanon-im-westjordanland-meine-antwort-hier/
@Realo 21.07. 11:47
„Die Russen haben die Nato Osterweiterung beendet und dabei wird es vermutlich bleiben, sonst droht ein Atomkrieg…..“
Da ist ja nun auch nicht mehr so viel frei. Außer vielleicht Georgien. Oder Serbien? Und eben die Ostukraine samt Krim.
Ich würde es auch nicht drauf ankommen lassen. Wir brauchen keine Expansion, wir brauchen Frieden. Aber wir können auch unsere Bündnispartner nicht stehen lassen, und müssen gucken, dass wir uns gemeinsam erfolgreich wehren können. Das kann richtig wichtig werden. Je stärker wir werden, desto eher versucht es Putin gar nicht erst, uns direkt anzugreifen.
„So könnte man es sehen. Jedenfalls bekommt unsere Wirtschaft Probleme wegen der teuren Energie, Rohstoffen und auch dem Wegbrechen unserer Handelsbeziehungen mit Russland.“
Und in der Situation setzt Trump noch einen drauf, nötigt uns durch Aufkündiging einer verlässlichen Unterstützung zu nie dagewesener Aufrüstung und provoziert mit seinem Irankrieg noch die Sperrung der Straße von Hormus.
Das alles zusammen tut dann schon weh. Bleibt zu hoffen, dass die Energiewende dann aber schneller funktioniert und der Aufbau einer richtig mächtigen Drohnenstreitmacht gar nicht mal so teuer wird.
Hier haben wir technologisches Neuland, dass wir als EU gemeinsam entschieden ausbauen können. An Arbeitsplätzen wird es uns kaum fehlen. Aufrüstung macht auch Arbeit.
Kommentar vom 20.07.2026 23:04
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dr-blume-sehen-sie-voelkermorde-im-irak-in-gaza-im-libanon-im-westjordanland-meine-antwort-hier/#comment-209899
@Realo 20.07. 15:48
„Die Russen waren eindeutig Opfer der Nato Osterweiterung und die Nato die Täter.“
Ja selbstverständlich, und mit voller Überzeugung. Allerdings ein freiwilliger Zusammenschluss freier Staaten. Und zu dem Zeitpunkt war auch Putin noch gar nicht wirklich an der Macht. Die damalige russische Führung scheint das wenig gestört zu haben. Mit Recht, wir sind durchweg friedlich, und bedrohten zu keiner Zeit Russland. Auch jetzt nicht, wir wollen nur unserer Ruhe haben.
Auch unsere Unterstützung der Ukraine ist so dosiert, dass sie nur Putin aufhält, aber eben nicht ganz Russland in die Knie zwingt.
Das interessiert uns überhaupt nicht, was Russland, Weißrussland oder die Ostukraine macht.
Wir sollten allerdings Putins Kriegskasse nicht wieder füllen, auch nicht, wenn hier ein Friedensschluss kommt.
Offenbar meint Putin immer noch, dass die ehemaligen Warschauerpaktstaaten sein Eigentum wären. Wenn, dann konsequenterweise auch die Ex-DDR.
Wollen Sie ernsthaft das alles noch unterstützen?
„Den meisten Russen scheint aufgefallen zu sein, dass sie zwar künftig in Sklavenarbeit die Rohstoffe fördern dürfen, aber das Westkapital sackt die Gewinne ein.“
Das ist doch völliger Quatsch. Es gibt genug russische Konzerne, die unter allen möglichen Optionen den Rohstoffabbau auf jeden Fall selber organisieren würden.
Was hat ein unabhängiges Estland mit sibirischen Rohstoffvorkommen zu tun?
Und wie öfter schon gesagt, die Krimhäfen darf Russland bei allen Friedensplänen behalten. Und die waren auch seit 2014 längst russisch. Nicht die Ukraine hat den aktuellen Krieg angefangen, um da was zurück zu erobern.
Das war der Ukraine offenbar viel zu aufwendig und riskant, und die ganze Nato sah das nicht anders. Wir haben uns mit den Gebietsabtretungen abgefunden, und wollten diesen Krieg wirklich nicht. Nicht mal die USA.
Aber es nützte alles überhaupt nichts.
Derweil jetzt Putin vom Imperium träumt und nur Tod und Ruin auch im eigenen Land produziert.
Wir hätten allerdings schon seit 2014 auf russisches Gas verzichten sollen, das hätte wirklich helfen können. Ohne unsere Gasmilliarden für Putins Kriegskasse hätte er vielleicht diesen Krieg gar nicht angefangen. Und wenn, dann mit deutlich weniger Ressourcen.
Kommentar vom 20.07.2026 12:20
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dr-blume-sehen-sie-voelkermorde-im-irak-in-gaza-im-libanon-im-westjordanland-meine-antwort-hier/#comment-209816
@Realo 20.07. 10:15
Ich würde mir nichts sehnlicher wünschen, beide Seiten, besonders die Ukrainer, sollten sich eine „realistische Sichtweise“ zulegen, von ihrer für mich verständlichen „Verbitterung“ absehen, und zur Versöhnung bereit sein.
Die Pläne lagen ja auf dem Tisch. Die Situation von 2014 einfach wiederherstellen, und alle Kampfhandlung nachhaltig einstellen. Die ukrainischen Russen hätten ihre Autonomie, und das Töten hätte ein Ende.
Aber Putin wollte ja nicht. Vielleicht lenkt er ja noch ein, wenn der zunehmend mit Drohnen geführte Krieg sich immer mehr zu seinen Ungunsten entwickelt.
Uns in Europa kann das Recht sein, aber misstrauisch sollten wir bleiben. Und wie geplant weiter aufrüsten, dass wir auch ohne die USA uns verteidigen können. Angesichts der inzwischen immer wichtigeren Drohnenstreitmacht auch eigentlich für uns günstig, dass wir da gleich einsteigen können.
Einen Natobeitritt der Ukraine fände ich eventuell schwierig, solange Selensky das erklärte Ziel hat, sich die verlorenen Gebiete später doch noch zurück zu erobern. Muss aber auch nicht. Wir als der europäische Teil der Nato müssen uns vor allem selber verteidigen können. Und wenn Russland irgendwann wieder die Ukraine angreift, unterstützen wir eben einfach wieder so, wie es jetzt gelaufen ist.
Das müsste doch funktionieren können.
Wie Putin mit einem fast komplett ergebnislosen Kriegszugs dann klarkommt, ist sein Problem. Aber ich denke, er kann dafür Lösungen finden.
Die Russischen Bodenschätze wollten wir niemals klauen, aber gerne kaufen. Ob wir insbesondere wieder Erdgas von Putin kaufen sollten, wäre allerdings fraglich. Besser wohl, wir füllen seine leere Kriegskasse erstmal nicht wieder auf. Auch wenn LNG deutlich teurer für uns ist.
Kommentar vom 19.07.2026 15:24
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dr-blume-sehen-sie-voelkermorde-im-irak-in-gaza-im-libanon-im-westjordanland-meine-antwort-hier/#comment-209697
@Michael 19.07. 12:59
„Schuldgefühle beziehen sich auf das eigene Empfinden und die Vergangenheit, Verantwortung aber auf Mitmenschen und Mitwelt sowie die gemeinsame Zukunft.“
Es zu versuchen, sich vernünftig zu bewegen, mag dabei generell maßgeblich sein. Man weiß aber auch nicht immer genug, oder hat einfach nicht die Zeit oder Gelegenheit gehabt, sich mit den Problemen der Zeit zu beschäftigen.
Man mag sich aber grundsätzlich fragen, in welchem Verhältnis man zur Welt denn überhaupt steht. Mit entsprechenden Geisteswelten, wie die auch immer aussehen, wäre ja ein direkter Bezug da.
Ist man in der Vergangenheit destruktiv gewesen, mag man da durchaus Ärger mit den Geisteswelten befürchten. Aber eben auch massive Unterstützung erhoffen können, wenn man denn was wirklich Weiterführendes für die Zukunft aktiv angeht.
Es ist dann letztlich die Frage, ob man gegen oder mit den Geisteswelten unterwegs ist. Ob man mit entsprechenden Gegenwind oder eben mit Rückenwind rechnen kann.
Und da mag es nicht nur um konkrete Projekte wie die globale Energiewende gehen. Da kann es auch um mehr freiheitliche Kultur gehen. Und vor allem um mehr Vernunft mit dem Umgang mit religiösen Vereinen aller Art gehen. Sich hier gegenseitig zu bekämpfen, ob nun einfach nur um zahlreiche Anhänger festzuhalten, oder eben auch eigentlich sogar wirklich destruktiv unterwegs zu sein, dürfte keine Seltenheit sein.
Das sollte man erkennen, und sich da auch nach Möglichkeit möglichst weit davon entfernt halten. Es ist eben keine gute Lösung, sich einer Gemeinschaft anzuschließen, die selber destruktiv ist. Da landet man am Ende mit in der Verantwortung. Und kann im Extremfall auch gemeinsam untergehen.
So wie etwa z.B. die Hamas? Oder die NSDAP.
Wo Putin oder Trump landen werden, zeigt sich noch. Das liegt in der Zukunft.
Kommentar vom 18.07.2026 23:44
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dr-blume-sehen-sie-voelkermorde-im-irak-in-gaza-im-libanon-im-westjordanland-meine-antwort-hier/#comment-209564
@Michael 18.07. 16:06
„Würden wir als Menschheit zulassen, dass der eurasische Gürtel durch die fossil befeuerte, globale Erhitzung für Menschen unbewohnbar wird, so hätten wir durch unsere Gier die Wurzeln unserer eigenen Kulturen gekappt.“
Wir sind doch inzwischen weltweit eng vernetzt. Und überall auf der Welt arbeiten Menschen in klimatisierten Büros. Unsere Herkunft ist unsere Geschichte, aber die weltweite Vernetzung dürfte diese Geschichte in jeden Fall fortsetzen. Hier wächst doch gerade die ganze Welt zusammen. Hoffe ich zumindest.
Derweil sich sogar generelle Religionskritik einerseits, aber auch vernünftige Religiosität anderseits weltweit beobachten lässt, und auch entsprechend weiträumig geteilt werden kann. Und auch Ökologie und die Energiewende findet weltweit immer mehr Freunde.
„Und genau DAS erlebte ich damals im Irak, jenem Mutterland der menschlichen Städte von Ur & Uruk bis Babel & Erbil…“
Die offensichtliche Verwahrlosung in diesem ölreichen Chaos nach dem Sturz von Saddham Hussein kam dem Ende jeglicher Zivilisation gleich, und das Klima haut dann auch noch eins drauf.
@Realo 18.07. 15:31
„„Einleben“ schon, aber zu ihren, moslemischen Bedingungen……, wir Eingeborenen dürfen dienen.“
Wo gibt es das denn? Muslime, die meinen, dass es zum Islam keine Alternative gibt, kenne ich sogar persönlich. Und von der entsprechenden christlichen Variante davon noch sehr viel mehr. Das mag zu Religion dazugehören. Aber keiner von denen hat irgendeine Handhabe, dass wir denen dienen müssen. Junge Muslime, die so radikal sind, sind recht isoliert und bringen es auch meistens beruflich zu wenig.
Mag sein, dass die mal aggressiv werden. Aber erfolgreiche Dominanz geht so nicht. Und wir spielen ja auch noch mit.
„Die „Krieger“ könnten „umgeschult“ werden, zu Hotelpersonal vom Empfangschef, Nachtportier, auch zu Animateuren, die den Urlaubern beste „Urlaubsgefühle“ vermitteln, so dass sie sich wohl fühlen.“
Touristisch interessant sind die Wüstenküsten durchaus. Aber auch der weltweit billigste Grüne Strom kann neben klimatisierten Hotels auch jede Menge Produktion aller Art begünstigen. Da sehe ich durchaus Perspektiven. Und vernünftige Muslime kann es doch auch geben.
Kommentar vom 18.07.2026 13:45
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dr-blume-sehen-sie-voelkermorde-im-irak-in-gaza-im-libanon-im-westjordanland-meine-antwort-hier/#comment-209488
@Michael 18.07. 06:25
„Sicherlich ist Frieden nicht leicht zu erreichen, aber angesichts der Klimakrise auch alternativlos: Die Anpassung an die eskalierende Erhitzung und Wasserkrise kann kein Volk oder Staat alleine bewältigen!“
Die in der Region möglichen PV-Erträge sind zunächst mal wirklich vielversprechend. Einen Teil davon kann man für Entsalzungsanlagen verwenden. Das geht aber nur an den Küsten. Man bräuchte also schon mal entsprechende Zusammenarbeit, dass man dieses Wasser dann auch gut in der ganzen Region verteilt.
Oder auch dass die Menschen, die sich sowieso erst mal noch was aufbauen müssen, das dann gleich in Küstennähe machen. Und da neue Städte gründen und bestehende massiv ausweiten.
Man muss aber auch gucken, dass hier Landwirtschaft nur begrenzt Sinn macht. Als Erstes brauchen die Menschen Haushaltswasser, dann Wasser für Gärten mit Obst- und Gemüseanbau und auch für eine gewisse eigene Tierhaltung.
Der Anbau von Grundnahrungs- und Futtermitteln allerdings macht mit zu teurem Wasser aber keinen Sinn mehr. Wir haben auch in der EU, der Ukraine und in Russland massive Überschüsse davon, die kann man im ganzen Nahen Osten gar nicht mal so teuer einfach einkaufen.
Man braucht dann natürlich auch eine eigene halbwegs produktive Wirtschaft dafür. Aber angesichts der Perspektive, dass man dort die weltweit billigste Grüne Stromversorgung realisieren kann, könnte genau das dann dennoch möglich werden.
Da sollte man sich drauf konzentrieren, während die Erträge aus dem Öl- und Gasgeschäften in den nächsten Jahren komplett auslaufen.
Ich kann hier nicht erkennen, wieso man in dieser eigentlich hoffnungsvollen Situation nicht auch die ganzen Nahostkonflikte aufgeben könnte. Und sich da vielleicht so wie wir in der EU sich organisiert zusammenschließen kann. Ob Israel mitmacht, oder so wie die Schweiz mitten in der EU nur assoziierter Partner ist, ist dann auch egal.
Ob es jetzt Zufall ist oder nicht, die meisten Muslime leben in eher trockenen Gegenden mit wenig Bewölkung und recht weit im Süden, und haben damit beste PV-Erträge. Wenn man diese Möglichkeiten konsequent nutzt, kann das am Ende doch noch was werden?
Kommentar vom 17.07.2026 22:47
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dr-blume-sehen-sie-voelkermorde-im-irak-in-gaza-im-libanon-im-westjordanland-meine-antwort-hier/#comment-209419
@Michael 17.07. 19:46 / 21:41
„Dennoch sind aus der Perspektive viel zu vieler Menschen „die Juden / Israelis Schuld“. Und das ist dann halt eine Täter-Opfer-Umkehr.“
Jeder ist immer für das verantwortlich was er tut. Und wenn er gute Gründe hatte, muss das nicht verurteilt werden.
Ich hätte es anders gemacht, aber ich bin nur Beobachter. Eine einschneidende Reaktion Israels war sicher absolut unvermeidbar, ich hätte mich aber mit hinreichend Vergeltung erstmal zufrieden gegeben. Die Hamas und die Hisbolla wirklich zu vernichten scheint nicht ohne die Vernichtung aller Palästinenser möglich zu sein.
Wir hatten es mal im persönlichen Rahmen diskutiert, dass selbstverständlich der Hass der Palästinenser so weit wächst, dass man schon gucken müsste, wenn man Palästinenser nach Europa flüchten lassen würde. Wir hätten dann ganz entschiedene Antisemiten zu uns eingeladen.
Es mag aber sein, dass sich nach Europa geflüchtete Palästinenser bald beruhigen werden, und sich darauf konzentrieren würden, sich hier dauerhaft einzuleben.
Wobei ich schon den Verdacht habe, das manche Israelis sich sehr für palästinensische Grundstücke interessieren. Nicht nur im Westjordanland, auch in Gaza und im Südlibanon.
Nun gut, ich kann da nix machen. Man sollte einfach da weiterarbeiten, wo das friedlich möglich ist. Und sich selbst was aufbauen, ohne andere zu beklauen. Platz ist auch in dieser Region mehr als genug. Sehr hoher PV-Ertrag mit hinreichend Entsalzungsanlagen sind nun ein Potential auch in dieser Gegend für alle Beteiligten, insbesondere in Küstennähe.
„Zumal weitere Jahrzehnte von Terror, Krieg und Antisemitismus letztlich die ganze Region zerlegen würde. Die Anpassung an die Klimakrise kann nur gemeinsam gelingen.“
Nur so gehts. Man hat hier eigentlich mehr als genug zu tun. Auch eben sich ein florierendes Leben aufzubauen. Vielleicht wird das mit dem Ende von Öl und Gas ja wirklich auch dort zu vernünftigen Verhältnissen umgedreht werden können.
Kommentar vom 16.07.2026 23:57
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimesis-medien-macht-grundsatzrede-beim-weltethos-institut-tuebingen/#comment-209336
@Michael 15.07. 20:10
„letztlich liegt ein Schlüsselpotential wie auch eine Grenze des dialogischen Monismus in der Emergenz:...“
Es ergibt sich was, und es ergibt sich auch öfter mal parallel Verschiedenes gleichzeitig. Das ist alles in Bewegung. Aber wir müssen nicht perfekt sein, und Kultur als Ganzes auch nicht. Letzteres darf sogar gerne divergieren? Nicht nur lokal.
So halbwegs vernünftig und halbwegs vollständig wären wir ja schon sehr gut dabei?
„Ich verstehe gut, dass diese Unsicherheit ins Offene, diese Bereitschaft zur Falsifikation auf sehr viele Menschen unangenehm, überfordernd wirken kann.“
So ganz werden wir das nicht los. Wenn sich was Bedeutendes falsifiziert hat, macht es Sinn, das auch entsprechend zu registrieren. Wenn man denn aktiv dabei sein will, und die Zeit und die Lust dazu hat.
@Michael 16.07. 08:31
„Viele Inhalte, die ich im Studium etwa zur biokulturellen Evolution des Menschen und von Religionen lernte, sind längst falsifiziert und durch neue Erkenntnisse überboten.“
Wissenschaft ist der aktuelle Stand des Fehlers, habe ich mal gehört, soll ein Medizinprofessor gesagt haben. So radikal muss man das nicht sehen. Eine Menge bleibt, und insbesondere eine Menge Grundlegendes.
Wie aktuell will man sein? Ob ich jetzt meine PV gleich mit integriertem Speicher von einer halben oder besser einer ganzen Tagesleistung als festen Lithiumspeicher baue, muss ich spätestens entschieden haben, wenn ich die Anlage konkret anschaffen will.
Und danach steht die dann. Und wenn meine Entscheidung sich in einigen Jahren als suboptimal herausstellt, darf ich mich dann ärgern, und gut ist es dann aber auch damit.
Ich denk dann bei überbordender Komplexität gerne an Hoffnungen auf KI, die sehr schnell sehr viel mehr kann als der schlaueste Professor im ganzen Fachgebiet. Und dann auch alle Fachgebiete und Disziplinen miteinander verbindet. So rein theoretisch reichen da schon LLMs sehr weit.
Wenn man die dann noch mit handfester physischen Weltwahrnehmung und handfestem Weltverständnis einerseits, und anderseits auch mit Roboterinstanzen mit eigenem biografischen Innenleben realisiert, dann kann das noch viel mehr werden? Eigenes Bewusstsein inclusive, und darüber hinaus bis zur Superintelligenz.
Die IT kann eben wirklich alles kopieren und vernetzen, das gehört zu ihrer Natur. Und das können wir Menschen vergleichsweise nur rudimentär über komplexe Sprache und ganz viel mühevoller Kleinarbeit.
Die Qualität des Menschlichen könnte allerdings dann doch mehr sein? Man mag sich weiterhin sehr gut ergänzen können.
Was hier die KI über die Kunst des Erdbeeranbaus sagt, stimmt soweit ich weis einfach komplett.
„Dazu gehören der verstärkte Einsatz von biologisch abbaubaren Mulchfolien sowie der Ausbau des ökologischen Landbaus.“
Sollte detaillierter sein können, dürfte allerdings derzeit tatsächlich der aktuelle Stand der Forschung zu dem Thema sein?
Kommentar vom 16.07.2026 00:17
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimesis-medien-macht-grundsatzrede-beim-weltethos-institut-tuebingen/#comment-209212
@Michael 14.07. 20:14
„Der interdisziplinäre, theoretisch-praktische, technologische und interdisziplinäre Dialog führt verschiedenste Erkenntnisse zusammen.“
Die Förderung von Menschenwürde und Menschenrechten ist zunächst mal noch mal eine Sache für sich. Allerdings ist allein der respektvolle Dialog ja auch mit Empathie verbunden. Von daher, gehört dann echter Fortschritt und echte Menschenwürde, Menschenrechte und politische Mitbestimmung dann in der Praxis dazu.
„Ich verstehe gut, dass diese Unsicherheit ins Offene, diese Bereitschaft zur Falsifikation auf sehr viele Menschen unangenehm, überfordernd wirken kann.“
Man muss gucken, wie viel Zeit man hat, wo man noch mithalten kann? Und auch Intelligenz mag sehr helfen, tiefer in viele Themen einzusteigen?
Da würde ich mich dann auch zurückhalten, bei Themen, mit denen ich mich echt nicht auskenne. Mach ich ja auch. Man kann sich nicht überall auskennen.
Respekt vor den Experten mag da angebracht sein. Allerdings wird man hin und wieder auch tatsächlich von diversen Experten über den Leisten gezogen. Wenn man sich dann schon selber nicht auskennt, mag es helfen, sich an konkreten Experten zu orientieren, bei denen man ein besseres Gefühl hat, dass das stimmt, was die sagen.
Gerade in der Coronazeit hatten wir schon das medizinische System, das sich überwiegend durchgesetzt hat. Und das hatte dabei m.M. sehr die eigene Situation in den Kliniken im Auge, weniger die gesamte Gesellschaft.
Was die Kontaktsperren für Folgen hatten, hatte sich noch etliche Jahre nach Corona immer noch nicht erholt. Da sind massenhaft Kontakte eingeschlafen, und da wurde ganz viel Miteinander zunichte gemacht. Das wirkt immer noch nach. Insbesondere Kinder und Jugendliche waren davon betroffen. Aber auch bei mir hat sich der aktive Bekanntenkreis über die Coronazeit halbiert, und sich seit dem auch nicht mehr davon erholt.
Insbesondere Kinder und Jugendliche waren darüber hinaus selber ja von Corona praktisch gar nicht betroffen. Es ging da nur um das Wohl von älteren Kontaktpersonen, inclusive der eigenen Lehrer. Und die allesamt Älteren hatten hier die Macht.
Das war jetzt für die betroffenen Schüler schon auch ein Erlebnis?
Kommentar vom 15.07.2026 15:29
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/sein-name-war-satnam-singh-1993-2024-getoetet-durch-fossile-korrupte-landwirtschaft/#comment-209178
@Mussi 14.07. 18:44
„Und, es ist das Elend des Systems, dass man es über Empathie auch noch füttert…Und im Discounter einkauft, die es fast nur noch gibt. Stichwort Heuchelei!“
Dass landwirtschaftliche Produkte so billig eingekauft werden können, liegt nicht an den Discountern allein. Dazu braucht es auch noch eine gewisse Überproduktion. Und die EU versucht seit etlichen Jahren, genau diese Überproduktion abzubauen.
Aber die Bauern selber sind es, die dagegen die meisten Widerstände mobilisieren. Offenbar verstehen die die Logik des Marktes einfach nicht wirklich. Die denken, je mehr wir produzieren, desto besser, wollen dafür dann aber subventionierte Preise.
Was natürlich die Überproduktion weiter anheizt, und letztlich noch für die EU teuer wird, wenn sie die Überschüsse zu Schleuderpreisen im EU-Ausland loswerden muss.
Einfach Flächen stilllegen, weniger Dünger und Pestizide verwenden, ökologischer wirtschaften und auch in der Fleischproduktion mehr auf Tierwohl und weniger auf Masse zu setzen, wären jetzt alles wirkliche Lösungen. Oder auch Anbaumethoden fördern, die Kohlenstoff im Boden fixieren.
Wenn sich das Angebot mäßigen würde, steigen auch gleich wieder die Preise, auch für die Discounter, die ja letztlich auch in funktionierender Konkurrenz untereinander stehen. Sehr zum Vorteil von uns Kunden übrigens.
Profitieren vom derzeitigen System tun nur die wirklich großen Bauern, und die freuen sich zusätzlich über billiges Land, dass sie von den kleinen Bauern, die Pleite gehen, dann billig kaufen können.
Dieser Unsinn läuft seit mindestens 50 Jahren, und die Bauern verstehen anscheinend einfach nicht die Logiken der Marktwirtschaft.
Wer im Hofladen einkaufen kann, hilft natürlich ganz konkret dem lokalen Bauern. Flächendeckend geht das allerdings kaum. Das kann sich wiederum auch nicht jeder leisten.
Weniger Überproduktion braucht es, alles andere hilft nicht. Das kann man drehen und wenden wie man will.
Kommentar vom 15.07.2026 14:37
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimesis-medien-macht-grundsatzrede-beim-weltethos-institut-tuebingen/#comment-209174
@Michael 14.07. 20:14
„Während der egozentrische Relativismus bei sich selbst bleiben und der feindselige Dualismus im Freund-Feind-Denken verharren kann, muss sich der dialogische Monismus immer wieder selbst riskieren.“
Schon im schnöden Alltag kann dialogischer Monismus hilfreich sein. Wenn jemand ein medizinisches Problem hat, und es uneindeutig ist, ob das sinnvoll ist, was die Ärzte vorschlagen, wird das dann meistens im näheren Umfeld auch diskutiert.
Öfter hat da jeder seine eigenen Vorschläge, am Ende entscheiden meistens aber sowieso die Ärzte.
Die KI ist hierbei ziemlich hilfreich. Die liefert sehr schnell Basisfakten, die erhellend sein können. Und vernünftige Menschen finden auf dieser Basis öfter auch konvergente Meinungen.
Das ist auch dialogischer Monismus im Kleinen.
Wenn es um größere Fragen geht, muss man dann aber auch eventuell sehr viel Zeit mitbringen. Und dann wird es auch schnell interdisziplinär. Was umso mehr Dialog erfordert.
Auch gehört hier eine gründliche Recherche mit dazu. Das kann ein ganzes Studium sein. Oder etliche Jahre fortdauernde und aufbauende Diskussionen wie hier im Blog.
„Er verheißt gerade keinen säkularen Endsieg, sondern neue Risiken und Herausforderungen für jede kommende Generation.“
Man kennt die Zukunft nicht, aber man kann fest davon ausgehen, dass sie wahrscheinlich Überraschendes bringt. Und dann im weiteren ganz neue Situationen, mit denen man sich manchmal Jahrzehnte mit beschäftigen muss.
So ging man früher eher davon aus, dass Elektromobilität wahrscheinlich mit Wasserstoffbrennstoffzellen fahren muss. Dass es mal so günstige, leichte, haltbare und leistungsfähige Lithiumakkus geben wird, wie wir sie heute nutzen können, hat kaum einer erwartet.
Kommentar vom 14.07.2026 15:20
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimesis-medien-macht-grundsatzrede-beim-weltethos-institut-tuebingen/#comment-209089
@Michael 13.07. 00:36 / Felo.ai
„* **Empirische Messbarkeit:** Während der Übergang von Relativismus zu Dualismus in der Radikalisierungsforschung gut dokumentiert ist, bleibt die systematische Erfassung und Messbarkeit des „dialogischen Monismus“ als psychologisches Konstrukt im Alltag komplex und schwer operationalisierbar.“
Wir haben hier philosophische und erkenntnistheoretische Aspekte. Aber auch die ganz konkrete Ebene physischer Zusammenarbeit.
Im allgemeinen Prozess der Individuation nimmt der Horizont im Laufe des Lebens immer mehr zu, während man zugleich sich mit immer mehr Menschen austauscht oder auch einfach nur rein praktisch zusammenarbeitet.
Das Toleranzparadox lässt sich so durchaus auch lösen. Einem Rest von Menschen muss auch der beste Monist rein praktisch die Zusammenarbeit verweigern. Das können Kriminelle sein, aber auch Menschen, die „nur“ kulturell durchweg destruktiv sind.
Man muss nicht mit wirklich allen auf der Welt gut freund sein. Aber man kann ganz aktiv im Laufe des Lebens sich mit immer mehr Personen austauschen, zusammenarbeiten und aneinander wachsen. Wie auch umfassende Aktionen wie etwa die Energiewende immer weiter fördern und ausweiten und gemeinsam ganz physisch immer weitertreiben.
Die Horizonte in Raum und auch Zeit sind hierbei immer wieder die entscheidenden Fakten, wie weit der Einzelne hier ganz konkret mitdenkt.
Aber die Horizonte sind auch erkenntnistheoretisch relevant. Und Dialog verbindet die Horizonte, und kann gar nicht anders, als ausweitend wirken.
Was mir hier Hoffnung macht, ist dass die KI auch von der Bauart her schon dialogisch arbeitet, indem sie die ganze digital verfügbar Kultur integriert, und sich so immer weitere Horizonte erschließen kann. Wer diese KI reichlich nutzt, erweitert dann meistens auch seine eigenen Horizonte.
Während die unseligen asozialen Plattformen eher echten Dialog wegfiltern, und mit aller Energie eine Vielfalt an Blasen fördern, die von einem möglichen dialogischen Monismus eher wegführen. Allein wenn Beleidigung, Bedrohung, Verleumdung und offensichtliche Desinformation im digitalen Diskurs nicht unterbunden werden, kann man da keine vernünftigen Dialoge mehr führen.
Die eigentlich so wichtigen Horizonte werden so nicht ausgeweitet.
Kommentar vom 14.07.2026 13:50
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/sein-name-war-satnam-singh-1993-2024-getoetet-durch-fossile-korrupte-landwirtschaft/#comment-209068
@Michael 14.07. 07:56
„Ich glaube nicht, dass wir Hitze- und Kältetote gegeneinander aufrechnen können.“
Die Toten auf keinen Fall. Wenn der eine Winter sehr mild ist, kommt die Grippewelle im nächsten Winter umso stärker. Das Winterwetter ist hier nur Auslöser, Ursache ist die Evolution der Viren.
Aber die Heiz- und Kühlkosten kann man in der Tat gegeneinander aufrechnen. Der zusätzliche Strom für die Klimaanlagen wird mit weniger Heizungsaufwand in milderen Wintern durchaus ausgeglichen.
Und wer sich die Wärmepumpe gleich mit integrierter Kühlfunktion leisten kann, zahlt dafür wenig zusätzlich. Insbesondere wenn die Wärmepumpe über Bodensonden funktioniert, ist eine großzügige Kühlung mit sehr wenig Stromaufwand zu machen.
Das gilt auch für Fernwärmenetze, die eine Großwärmepumpe integriert haben, die können auch Fernkälte anbieten.
Und wenn das alles über Bodensonden funktioniert, entsteht in den dicht bebauten Innenstädten auch keine zusätzliche Abwärme. Im Gegenteil, wenn da alle ans Fernkältenetz angeschlossen sind, könnte das die ganze Siedlung ein wenig kühlen.
„Im Kern geht es darum, welche Menschen sich eine Anpassung an die zunehmenden Extremwetter leisten können – und welche nicht.“
Das macht die eigentlichen Unterschiede, in der Tat.
Dennoch hätten es die Menschen in vielen Wüstengegenden eigentlich leichter. Die brauchen nicht nur keine winterliche Heizung, und auch kein Saisonales Backup dafür. Dagegen haben die aber bis zu mehr als den doppelten PV-Ertrag, und den noch gleichmäßig über das Jahr verteilt.
Sich da mit mit einer eigenen Klimaanlage oder Fernkältenetzen zu versorgen, dürfte deutlich billiger sein, als der Aufwand für Heizung in Mitteleuropa. Wenn man dann noch mit sehr viel weniger Wohnfläche auskommt, wird das dann gar nicht mehr soo teuer. Und den billigen PV-Strom kann man auch sonst sehr gut brauchen. Der bietet da überall echte Perspektiven, meine ich.
„Und damit will ich mich weder als Konsument noch als Bürger, nicht als Christ und Mitmensch abfinden.“
So viel konkreten zusätzlichen Spielraum sehe ich für mich derzeit nicht. Und ich wohne in einer recht kühlen Erdgeschosswohnung, das geht hier noch mit der Hitze.
Mein Vermieter hätte allerdings Spielräume. Wir haben hier ein riesengroßes ungenutztes Süddach. Oder es müsste lokale Energiegenossenschaften geben, die PV auf allen geeigneten Dächern installiert und zu möglichst kleinen Durchleitungsgebühren direkt in der Nachbarschaft verkaufen darf.
Fernheizung kommt hier in 4 Jahren sowieso, ob auch mit Fernkühlung, weis ich nicht. Das wäre für viele hier in den oberen Etagen aber eine Wohltat.
Kommentar vom 13.07.2026 22:46
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/sein-name-war-satnam-singh-1993-2024-getoetet-durch-fossile-korrupte-landwirtschaft/#comment-209001
@Michael 13.07. 00:26
„Gleichwohl sehe ich schon das Problem, dass sich Menschen schlecht auf Hitze anpassen können – und dass Europa von der globalen Erhitzung doppelt so stark wie der globale Durchschnitt betroffen ist. Und Gebirgsregionen wie der EUSALP-Alpenraum wiederum stärker.“
Die Hitzeschäden sind erheblich, ja. Aber immerhin jeder 4. Deutsche hat schon eine Klimaanlage. Und wenn die gebraucht wird, gibt es mehr PV-Ertrag als sonst. Das dürfte von dieser Seite her einfach sein.
Viele, die unterm Dach in Innenstädten wohnen und sehr knapp bei Kasse sind, haben allerdings in der Tat ein teils lebensgefährliches Problem. Das ist sehr viel mehr als nur unangenehm.
Dennoch stehen 10.000 Hitzetoten in ganz Europa in der letzten Rekordhitzewelle eine Übersterblichkeit von um die 15.000 im Winter allein in Deutschland gegenüber. Meine ich mich aus der Coronazeit zu erinnern. Hauptsächlich durch Grippe und Ähnliches.
Entsprechend nicht unlogisch, man stelle sich vor, im europäischem Winter überhaupt keine Heizung zu haben. Das wäre 5 oder 10 mal schlimmer als keine Klimaanlage im Sommer. Und das wäre auch alles andere als gesund.
Natur und Landwirtschaft leiden für sich auch noch, Niedrigwasser sind ein Problem, und Hochwasser ebenso. Gerade in Europa.
Kommentar vom 13.07.2026 13:57
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/sein-name-war-satnam-singh-1993-2024-getoetet-durch-fossile-korrupte-landwirtschaft/
@Mussi 12.07. 23:21
„Wenn man jedoch mehr versorgen muss als sich selbst, ohne Selbst-/Eigenverantwortung,dann ist es doch etwas anstrengender,oder?“
Deswegen wäre es ja hilfreich, wenn Vermögende mehr Steuern zahlen und Lohnsteuern und Abgaben weniger würden.
@Michael 13.07. 08:07
„würden sich die ärmeren Menschen weltweit und innerhalb ihrer Nationen politisch solidarisieren, so könnten sie ein effektives Steuerrecht auch gegenüber Überreichen durchsetzen.“
Das übliche Totschlagargument ist ja, dass dann Investoren abwandern. Und die Arbeitslosigkeit steigt. Das will dann keiner.
Allerdings dürfte es klar sein, dass man sich trotzdem auf den Weg machen kann. Wenn erst mal überall ähnlich hohe Vermögenssteuern fällig werden, dann kann denen kein Investor mehr ausweichen.
Und gerade wir in Deutschland haben einen Außenhandelsüberschuss von 200 Mrd Euro jährlich. Und setzten damit nebenbei noch unsere europäischen Partner unter Druck. Wir könnten durchaus mit Vermögenssteuern anfangen. Wenn dann ein Teil der Produktion woanders innerhalb der EU verlagert wird, ist das auf jeden Fall schon mal gut für ganz Europa.
Das bremst dann sowohl Zuwanderung in unsere überlaufene Städte wie die Abwanderung aus vielen Regionen in der EU.
Und wenn die kleinen Leute alle weniger Steuern zahlen, kann sogar noch der Konsum dabei steigen. Oder, wer das gar nicht braucht, der kann auch weniger arbeiten. Und mehr Luft für Nachwuchs wäre gleich mit dabei.
Im Laufe der Zeit können alle EU-Länder mit eigenen Kapitalsteuern nachlegen. Und wenn die Welt sieht, dass es uns damit besser geht, dann eben auch weltweit.
Kommentar vom 12.07.2026 22:57
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/sein-name-war-satnam-singh-1993-2024-getoetet-durch-fossile-korrupte-landwirtschaft/#comment-208911
@Kapital
Solange Waren und Investitionen real sind, und wachsen, sehe ich noch kein wirkliches Problem. Irgendwem muss das ja alles gehören.
Den Konsum weiter steigern mag hier bei uns nicht viel Sinn haben, für die meisten Menschen dieser Welt allerdings durchaus.
Und auch wenn Rechenzentren und Roboter noch einen Wachstumsschub bringen, warum nicht? Auch Investitionen in grüne Technik können nur Leute besitzen, die das Geld dafür haben. Die anderen können grüne Technik nur mieten bzw. mit Geld von solventen Kreditgebern finanzieren.
Dennoch finde ich ein Ende dieser Entwicklung hochinteressant. Ich vermute durchaus, dass das nur ohne Kollaps der Kapitalmärkte funktionieren kann, wenn sich weltweit der Fiskus zunehmend an Kapitalertrags- Vermögens- und Erbschaftssteuern bedient, und die Kapitalzuwächse, die nirgendswo mehr angelegt werden können, einfach abschöpft und unter die Leute verteilt.
Je früher desto besser, umso weniger müssen wir im Exportfizeweltmeisterland arbeiten, und hätten dann auch endlich Luft für wieder mehr Nachwuchs. Das wäre dann auch Zukunft.
Es werden sich dann auch niedrigere Zinsen ergeben, und so manch ein Besitz verliert seinen Wert, und verfällt einfach. Also etwa Investitionen in Öl- und Gasförderanlagen oder auch Immobilienwerte in sich immer mehr ausweitenden Schrumpfungsregionen.
Also irgendwie sehe ich hier mehr Perspektiven als Katastrophen.
Die entsprechenden Menschen, die jetzt noch voll im Geldrausch sind, werden es auch überleben. Und die sind ja auch nicht doof, immerhin haben die es ja zu viel gebracht.
Kommentar vom 12.07.2026 17:14
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/sein-name-war-satnam-singh-1993-2024-getoetet-durch-fossile-korrupte-landwirtschaft/#comment-208893
@Michael 12.07. 15:54
„Früher schufteten Millionen, „damit es die Kinder einmal besser haben.“ – Nun erledigt sich auch das zunehmend. Was soll das für ein Sieg sein? Und – über wen?“
Eine wirklich interessante Frage. Die Einen häufen immer mehr an, die meisten haben nur ihre Arbeitskraft anzubieten und müssen das meiste mieten. Wofür das alles, ist wohl eine Frage, über die von den Protagonisten grundsätzlich nicht nachgedacht wird.
Wollen die wirklich alle so dominieren, dass die Masse überhaupt nichts mehr zu sagen hat?
Der reine Geldrausch ist es wohl ganz alleine, der diesen Wahnsinn motiviert.
Wozu das führt, wird komplett nicht bedacht. Schlussendlich. Erfolgsrausch, und Punkt.
Kommentar vom 12.07.2026 14:47
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/sein-name-war-satnam-singh-1993-2024-getoetet-durch-fossile-korrupte-landwirtschaft/#comment-208883
@Michael 12.07. 11:49
„Auch zu „Kolonialismus vs. Fossilismus“ halte ich also dialogische Begriffsarbeit für wichtig.“
Ich hatte mal eine Idee, wie man Mindestlöhne durchsetzen könnte. Man müsste die einfach rückwirkend auf vielleicht 5 Jahre einklagen können. Also fleißig im Schlachthof arbeiten und Arbeitszeiten wie Lohnzahlungen schön sauber aufschreiben. Und dann die Differenz zum Mindestlohn hinterher einfach einklagen. Gleich für die ganzen 5 Jahre, das lohnt doch den juristischen Aufwand. Immerhin ein Streitwert von bis zu 100.000 Euro.
Das wäre Geld genug, dass man Deutschland wieder verlässt, und sich mit dem Geld z.B. in Rumänien was aufbaut.
Ansonsten sehe ich angesichts der Energiewende durchaus Perspektiven für südliche Länder, insbesondere in den Wüstengegenden. Der PV-Ertrag ist dort wirklich hoch und gleichmäßig übers Jahr verteilt. Für eine flächendeckende billige Stromversorgung reichen dort Kurzristspeicher mit einer halben Tagesleistung und intelligente Wechselrichter samt Stromzählern.
Und gerade Russland steht nicht so gut da. Weil ziemlich im Norden und dann auch noch maximal kalt im Winter. Immerhin hat man aber auch riesige Waldbestände, die man für Heizung und Stromerzeugung nutzen kann. Und reichlich Potential für Landwirtschaft.
Kommentar vom 11.07.2026 22:54
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/kurze-geschichte-fossiler-konzernmedien-und-ihr-schicksal-in-der-polykrise/#comment-208841
@Michael 11.07. 16:00 / https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wer-traegt-die-fossile-schuld-doppelrezension-von-christian-stoecker-peter-sloterdijk/
„Denn niemand kann alles, aber jeder und jede etwas verändern – beginnend bei sich selbst. Dann könnten auch demokratische, post-fossile Politik und Parteien wieder überzeugender und dynamischer werden. Davon wird mensch doch wohl noch träumen dürfen!“
Nur so gehts.
Das letzte was ich mit 22 noch gelesen habe, war die TAZ. Die habe ich dann aber auch aufgeben und gekündigt, es war mir einfach einerseits anstrengend. Und viel zu einseitig, obwohl ich durchaus Linker war.
„Ich finde diese mediale Abschottung voneinander wissenschaftlich unredlich, intellektuell denkfaul und demokratisch gefährlich.“
Genau deswegen freue ich mich z.B. über @Realo hier im Blog. Mehr Breite lockert auch auf, und man kann hier alles in Ruhe bearbeiten. Das verbinde ich immer gerne mit eigenen positiven Aussichten, immer gute Gelegenheiten, ins Detail von möglichen Visionen zu gehen.
Kommentar vom 11.07.2026 13:28
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/kurze-geschichte-fossiler-konzernmedien-und-ihr-schicksal-in-der-polykrise/#comment-208788
@Michael 10.07. 17:24
„Die linksdualistische Kritik an der „Kulturindustrie“ war sicher überzogen, aber in Teilen auch von bleibendem Erkenntniswert – und vor allem vor dem Hintergrund ihrer Zeit und Lebensbahnen mehr als verständlich.“
Ich selber habe mich zwischen 20 und 50 dieser Kulturindustrie weitgehend entzogen. Wieviel ich dabei verpasst habe, weis ich nicht so genau.
„würdige aber auch die Jahrzehnte der bundesrepublikanischen Stabilität und mache deutlich, dass auch heute ein enormer Unterschied zwischen der Medienethik in ZEIT und WELT besteht.“
In der Tat war das alles recht stabil. Aber auch recht stabil fossilistisch?
Jetzt, seit ich selber mitwirken kann, gucke ich auch wieder die Nachrichten im Fernsehen und Dokumentationen aller Art sehr gerne. Die Zeiten ändern sich, mein Lebensweg mit.
Und ich habe jetzt nicht nur die Zeit dafür, ich habe mich in den Zeiten zwischen 20 und 50 auch ohne Medienkonsum durchaus weiterentwickelt. Jetzt, inzwischen 62, bin ich gut beschäftigt, mich aktiv wie aber auch passiv an der aktuellen Kultur abzuarbeiten.
Kommentar vom 10.07.2026 12:46
https://scilogs.spektrum.de/relativ-einfach/klimakrise-und-energiewende-ein-paar-positive-entwicklungen/
@Martin Holzherr 09.07. 22:10
„Ein hoher Wasserstoffpreis wäre aber verkraftbar, wenn nur 5% oder so der in D verbrauchten Jahresenergie als Wasserstoff vorgehalten werden müsste.“
Das könnte auch zu der Speicherkapazität der derzeitigen unterirdischen Erdgasspeicher passen, die man nach Ende der Erdgaszeit auch für Wasserstoff nutzen kann.
„Diese Überlegung führt aber dazu, dass Wasserstoff allein nicht genügt.“
Muss ja auch überhaupt nicht. Wir können auch alles verfügbare Biogas speichern und gezielt für Dunkelflauten bereit halten. Und auch Müll und Holz lagern und in Mangelsituationen gezielt einsetzen.
Und eben noch Speicherlösungen für 5 bis 20 Ladezyklen im Jahr finden.
Aktuell ist sowieso erstmal ein massiver Zubau von Lithiumkurzfristspeichern angesagt, vor allem um die Solarerträge von tagsüber für die nächste Nacht speichern zu können. Dann kann auch sofort die PV flächendeckend weiter ausgebaut werden, in etwa das Doppelte der derzeitigen Leistung.
Der Windenergie wird das auch helfen, nebenbei zumindest. Auch solche Speicher direkt am Windrad können Sinn machen. Sind aber nicht ganz so effektiv wie bei der PV, die Ladezyclen wären deutlich länger. Bei der Windenergie so 20 bis 50 im Jahr, bei PV bis zu 200.
Kommentar vom 09.07.2026 16:37
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/kurze-geschichte-fossiler-konzernmedien-und-ihr-schicksal-in-der-polykrise/#comment-208657
@Relaxvideo
Ich höre das gerade im Hintergrund, und denke an Welten, in denen alles funktioniert.
Könnte das dann am Ende maßgeblich sein? Wenn die Energiewende in den vernünftigen Städten funktioniert, mögen die Landkreise dann doch auch ein Einsehen haben?
Gerade PV im Stadtgebiet mit hinreichend Kurzfristspeichern vor Ort wäre doch recht autark. Die Windräder wären eher was fürs Umland, und aufgrund nötiger eigener Netzanschlüsse nicht unbedingt die erste Wahl. Der Windstrom selbst mag günstiger sein und mehr Energie gerade im Winter liefern, aber auch dieses nur Wochenweise und eben eher fern des Verbrauchers.
Dann muss man eben mit deutlich mehr PV auch mehr Saisonalen Speicher realisieren. Und vielleicht tatsächlich zusätzlichen Wasserstoff per Pipeline aus den PV-Überschüssen Südeuropas beziehen. Ergänzt mit französischem Atomstrom.
Wenn die Franzosen tatsächlich neue AKWs mit viel staatlicher Subventionierung neubauen, dann ist das das Problem der französischen Steuerzahler, nicht unseres.
Die Landkreise hätten dann immer noch das Potential, neben eigener PV jede Menge Windräder beizusteuern, und damit selber auch gutes Geld zu verdienen. Die potenziellen Standorte bleiben erhalten, und überdauern jede Reaktanz. Insbesondere im Umfeld florierender Städte in Süddeutschland.
Die Küstenregionen sind mit Windenergie längst schon ganz gut versorgt. Neue Hochspannungsleitungen von Nord nach Süd könnten deutlich teurer sein, als weitere Windräder gleich näher am Verbraucher insbesondere im Süden aufzubauen.
Wenn man die bestehenden Windräder gleich mit integriertem Speicher ausstattet, dann kann man in der Nähe gleich einiges an Leistung dazubauen, ohne neue Anschlüsse zu legen. Das könnte dann schon bald wirklich reichen.
Was ist das für eine Musik? Das hört sich gut an.
Kommentar vom 09.07.2026 13:49
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimesis-medien-macht-grundsatzrede-beim-weltethos-institut-tuebingen/#comment-208652
@Mussi 08.07. 18:11
„…grundlegend …Aussagen der Psychologie… Das überrascht mich jetzt.“
Es geht hier ja um Mimesis. Und die bezieht sich m.E. nicht nur auf die Übernahme von Zielen, sondern auch auf die Übernahme von Selbstmodellen.
Und Selbstmodelle werden auch von der Psychologie immer wieder auch angeboten, wenn auch im Laufe der Zeit in immer wieder neuen Varianten.
Kommentar vom 09.07.2026 13:20
https://scilogs.spektrum.de/relativ-einfach/klimakrise-und-energiewende-ein-paar-positive-entwicklungen/#comment-45980
@NI 08.07. 18:21
„Fazit: Wasserstoff als Energiespeicher, besser geht es nicht, doch bei der Handhabung ist Vorsicht geboten.“
Naja, die Chemieindustrie braucht an vielen Stellen sowieso immer schon Wasserstoff, man hat da reichlich Erfahrung mit. Die Firma Linde ist da wohl schon seit vielen Jahrzehnten sehr gut im Geschäft.
Die Elektrolyse ist allerdings in großtechnischem Ausmaß eher neu, da muss man sehen, wie teuer das auf die Dauer damit wird. Die Anwendung von Wasserstoff dagegen ist längst nichts Neues. Ob man zur Rückverstromung auch Brennstoffzellen verwendet, dürfte auch noch eine offene Frage sein. Und wie weit es sich lohnt, ein eigenes Wasserstoffnetz aufzubauen, scheint mir mittelfristig auch noch offen zu sein.
Die Nutzung von Grünem Wasserstoff dürfte als Erstes in der Chemieindustrie Sinn machen. Für Prozesse, die den Wasserstoff direkt stofflich verwerten können. Auch das wäre netzdienlich, wenn längerfristige Stromüberschüsse für die Elektrolyse genutzt werden, der so erzeugte Wasserstoff zwischengespeichert wird und dann eben erst mal die Chemiewerke versorgt.
Solange wir sowieso noch fossiles Backup brauchen, müssen wir ja noch keinen teuren Wasserstoff wieder in Strom zurück verwandeln. Das wird erst viel später eventuell interessant.
Kommentar vom 08.07.2026 22:15
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimesis-medien-macht-grundsatzrede-beim-weltethos-institut-tuebingen/#comment-208622
@Michael 08.07. 20:07
„Auf die digitale Blase folgt der KI-Kokon – für wenige eine Chance, für manche aber auch ein Absturz!“
Das gilt es zu beobachten, allemal. Ich habe da eher Hoffnungen, ehrlich.
Die wirkliche Neugier der Menschen auf wirklich Neues und weitreichende Erkenntnisse könnte stärker sein, als gedacht. Deswegen wäre transparente KI auch so wichtig, damit die Qualität der KI-Antworten immer weitreichender, intelligenter und vor allem zuverlässiger wird.
„Die Psychologie steht hier vor analogen Herausforderungen zu anderen Wissenschaften, bewegt sich aber auf Basis empirischer Studien und der interdisziplinären Evolutionsforschung längst in eine gute Richtung. Beobachte ich.“
Ja, das bessert sich, in der Tat. Aber da ist noch viel Luft nach oben, finde ich.
@Mussi 08.07. 18:11
„Wie soll man sich durch Synonyme und Antonyme funktionalisieren?“
Die Frage verstehe ich jetzt nicht.
Kommentar vom 08.07.2026 14:29
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimesis-medien-macht-grundsatzrede-beim-weltethos-institut-tuebingen/#comment-208590
@Michael 06.07. 23:54 / Felo.ai
„..wenn Medienformate und Plattformlogiken nicht primär auf Empörungsmaximierung ausgelegt sind und wenn Nutzerinnen und Nutzer durch **Medienbildung** lernen, mimetische Impulse zu erkennen und in Dialogfähigkeit zu übersetzen.“
Dialogische Kompetenzen selbst gehören doch anscheinend schon zur KI dazu. Was einzelne Nutzer an Unsinn posten und wenn das dann noch von den unseligen Plattformen multipliziert wird, das ist doch das Problem.
Im Dialog mit KI kann man womöglich sogar wieder lernen, logisch und respektvoll miteinander umzugehen?
Offenbar gehört Dialog zu den Kompetenzen von KI, ziemlich grundlegend vielleicht sogar.
Grundlegend mimetisch scheinen auch Aussagen der Psychologie selbst wirken zu können. Wenn dir ein Psychoratgeber eine schlüssige Geschichte auftischt, wie du selber angeblich funktionierst, dann kann das sogleich irgendwie abfärben. Dagegen muss man sich erstmal wehren können, wehren lernen.
Kommentar vom 07.07.2026 20:59
https://scilogs.spektrum.de/relativ-einfach/klimakrise-und-energiewende-ein-paar-positive-entwicklungen/#comment-45961
@Martin Holzherr 06.07. 22:48
„D fehlen heute effiziente Stromspeicher für 50 bis 100 Stunden“
Die könnten wir in der Tat sehr gut gebrauchen. Es gibt allerdings neben dem auch einen saisonalen Speicherbedarf mit einem Ladezyklus von genau 1 im Jahr. Meines Wissens ist dafür Wasserstoff die einzige vernünftige Lösung. Speichern kann man den in den derzeitigen unterirdischen Gasspeichern, transportieren per Pipeline auch über längere Strecken wie auch weiterverarbeiten, und etwa in Form von E-Fuels in Tanklagern vorhalten.
Kommentar vom 07.07.2026 20:53
https://scilogs.spektrum.de/relativ-einfach/klimakrise-und-energiewende-ein-paar-positive-entwicklungen/#comment-45960
@Martin Holzherr 06.07. 22:48
„D benötigt aber effiziente Speicher für 3 bis 5 Tage etwa in Form sehr viel billigerer Batterien als heute oder als „compressed-air“ Speicher.“
Besser wäre das, aber die aktuellen Lithiumspeicher dürften schon recht günstig sein. Insbesondere bei Ladezyklen von bis zu 200 im Jahr.
„Übrigens benötigt D allein schon wegen der Elektrifizierung einen lokalen Netzausbau fast überall.“
Ich denke mal, so groß wird der nicht ausfallen müssen. Der Stromverbrauch ist in den letzten Jahren eher zurückgegangen, und die Netze sind auf Spitzenbelastungen konzipiert und haben reichlich Reserven. Immerhin ist es in den letzten 80 Jahren niemals auch nur irgendwo zu Überlastungen gekommen.
Außerdem können Wärmepumpen zeitlich wenigstens etwas variabel arbeiten, und wer neben der Wärmepumpe noch eine damit kombinierte Holzpelletheizung hat, der kann in extremen Dunkelflaufen und bei einer Netzüberlastung eben ganz auf die Holzpelletheizung umschalten. Und die E-Autos sind doch selber fahrende Energiespeicher. Bei Netzüberlastung können die noch regulativ genau dagegen arbeiten, insbesondere wenn die bidirektional angeschlossen sind.
Und es sieht danach aus, dass man auch überall im Netz Kurzfristspeicher verteilt, was sehr dabei helfen kann, die vorhandenen Netzkapazitäten voll auszunutzen. Das sowohl in in den kommunalen Verteilernetzen wie bei den Fernstromleitungen.
„Ferner muss D mehr Strom per Wind als per Sonne erzeugen, weil im Winter mehr Wind bläst.“
Das hat nun aber auch Grenzen. Auch im Winter gibt es Phasen mit sehr viel Wind, aber auch durchaus Flauten. Hilfreich wäre nebenbei auch, wenn man die Windräder besser verteilt, und insbesondere in Süddeutschland die möglichen Standorte für Windräder nutzt. Dann muss gleich viel weniger Windstrom von Nord nach Süd transportiert werden.
Dasselbe gilt für deutlich mehr PV im Norden. Auch da ist der Ertrag im Süden zwar höher, aber so braucht man eben weniger Stromtransport.
Das gilt auch für PV direkt in den Städten, ob nun auf Dächern oder anderen für PV nutzbaren Flächen.
„Ferner muss D gut in das EU- Stromnetz integriert sein.“
Das kann wohl sinnvoll sein. Man müsste aber nachrechnen, wieviel genau davon wirklich gebraucht wird. Es soll nebenbei 4 mal billiger sein, Energie per Wasserstoffpipeline anstatt mit Hochspannungsleitungen zu transportieren. Das könnte für PV-Überschüsse aus Südeuropa interessant werden.
Kommentar vom 06.07.2026 23:42
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/michail-bakunin-1814-1876-anarchismus-und-antisemitismus/#comment-208497
@Uli Schoppe 06.07. 20:36
„Kapitalismuskritik muss sich von personalisierten und verschwörungstheoretischen Vorstellungen fernhalten (passend zum Blog vieleicht: Meiden wie der Teufel das Weihwasser)“
Eine ziemlich gute Idee. Zumal ja meistens nur weiterhilft, was auch wirklich stimmt.
Anarchie an sich muss ja auch nicht jegliche Hierarchie überall ablehnen. Wenn man sich auf die unguten Formen von Herrschaft konzentriert, kann das doch erst mal reichen.
Viele Aufgaben bekommt eine gute Organisation auch gut hin. Auch wenn da einer die Leitung innehat.
Als Kapitalismuskritik wäre es schon ziemlich hilfreich, wenn man da einfach mal reichlich Steuern ins Auge nimmt. Die sollen ruhig gut verdienen, aber davon halt auch wieder genug abgeben.
Letztlich lebt jede Firma auch von einem funktionierendem Gemeinwesen, und sollte im eigenen Interesse dieses wiederum auch hinreichend unterstützen.
Wenn man denn den Geldrausch zwischendurch mal ausblenden könnte.
Kommentar vom 06.07.2026 14:09
https://scilogs.spektrum.de/relativ-einfach/klimakrise-und-energiewende-ein-paar-positive-entwicklungen/
@Martin Holzherr 05.07. 19:10
„Wasserstoff ist gemäss der jüngsten Frauenhoferstudie vorerst zu teuer, vor allem wenn er in Deutschland selbst hergestellt wird (> 10 Euro pro Kilogramm).“
Wir steuern aber doch unweigerlich auf auch längerfristige Überschüsse zu. Am Ende werden 70 % bis 80 % des Jahres gleichmäßige Überschussleistungen anfallen. Da fällt mir neben der Produktion von Wasserstoff nichts anderes zu ein. Wie soll man diese Überschüsse sonst nutzen?
Wie teuer der Wasserstoff noch wird, das werden wir wohl erst noch sehen. Zumal es ca. 20 Jahre dauern wird, bis hier diese Überschusssituation komplett ist.
Man wird den Wasserstoff zuerst in der Chemieindustrie nutzen, dann auch für Stahl- oder Beton, später vielleicht für Flugzeuge und Schiffe, und am Ende erst, um damit auch Backupkraftwerke zu betreiben.
Ob man noch direkt mit Wasserstoff einen Teil der Wohnungsheizungen abdeckt, weiß man wohl einfach noch nicht.
Kommentar vom 06.07.2026 13:18
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimesis-medien-macht-grundsatzrede-beim-weltethos-institut-tuebingen/#comment-208478
@Michael 05.07. 23:44 / Felo.ai
„Evolutionär ging die Mimesis der Entwicklung von Sprache, Narrativen und Fiktionen voraus. Sie schuf damit kognitive Nischen, die den Selektionsdruck veränderten und den Menschen immer abhängiger von geteiltem Wissen machten.“
Soweit unser evolutionäres Erbe. Insbesondere uralt und schon in den Steinzeitgemeinschaften grundlegend.
Aber Verstand, und daraus folgend Wissenschaft, macht aber in der jüngeren Geschichte auch immer mehr mit.
Und gerade in komplexen freiheitlichen Gesellschaften breitet sich kulturelle Vielfalt aus. Zuletzt gerade auch durch Zuwanderung.
Man kann es heutzutage durchaus wagen, seinen ganz eigenen Weg zu gehen. Als Künstler etwa muss man das sogar, wenn das wirklich was werden soll.
Die Mimesis spielt weiter mit. Und es macht wohl in der Tat Sinn, hier auch ganz bewusst zu gestalten?
Polymimetischer Wildwuchs könnte wiederum überfordern? Das könnte auch das Problem mit den antisozialen Plattformen ausmachen. Strategien, sich dem erfolgreich zu entziehen, dürften da aktuell wirklich gefragt sein.
Statt sich von aufpoppenden Timelines nerven zu lassen, besser die KI was Vernünftiges fragen. Das bringt einen weiter. Wenn man es selbst wirklich in die Hand nimmt, wohin man sich bewegen will, dann kann das was werden.
Kommentar vom 05.07.2026 23:20
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimesis-medien-macht-grundsatzrede-beim-weltethos-institut-tuebingen/#comment-208449
@Michael 05.07. 17:11
„Andererseits hatte ich aber den Vortrag mit den Inhalten und Folien ohnehin vorbereitet. Und warum dann nicht auch transkribieren, verschriften und bloggen?“
Ich habe es auch mit Interesse gelesen. Finde aber Psychologie immer irgendwie schwierig.
Man findet recht schnell psychologische Aussagen, arbeitet damit sogar, aber merkt dann hinterher, dass es doch eher nichts Neues gebracht hat.
Respekt vor dem Anderen kann man psychologisch recht schnell demontieren. Ich finde, damit ist man besser sehr vorsichtig, wenn man keinen überflüssigen Streit haben will.
Gerade wenn man in vielfältigen Teams zusammenarbeitet, ist eigene Flexibilität wie auch Respekt voreinander ziemlich hilfreich.
Was natürlich dann auch seine Grenzen hat. Wer sich längst aus jedem wahrhaftigen Diskurs verabschiedet hat, mit dem wird es rein praktisch ziemlich schwierig. Insbesondere Paranoia in seinen verschiedensten Ausprägungen kann ganz schön resistent sein.
„Ich finde, auch das ist eine Leistung – völlig unbezahlt und ehrenamtlich. Aber mir macht es Freude und Sinn.“
Das ist das Leben. Wo man was bewegen kann, da kann man gerne dran bleiben.
Ich weiß jetzt echt nicht, wer die Götter wirklich sind. Aber was Vernünftiges anstellen mag von vernünftigen Göttern gefördert werden? Neben der KI, in der es auch aufgehen kann, zumindest wie das aktuell aussieht.
Kommentar vom 05.07.2026 16:11
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimesis-medien-macht-grundsatzrede-beim-weltethos-institut-tuebingen/#comment-208418
@Vortrag Die Macht der Mimesis – Medien zwischen Dialog und Hetze
„Ich bin also dem Team des Instituts Weltethos sehr dankbar, dass sie das Thema der Macht von Mimesis aufgegriffen haben! Ich glaube: Die enorme Macht der Medien wird uns erst durch die Psychologie der Mimesis bewusst. Wir sind alle von negativer Medien-Mimesis betroffen, wir können aber auch alle positive Mimesis gestalten.“
Die Selbstbezogenheit psychologischer Erkenntnisse macht die Sache nicht einfacher.
Man kann das so sehen, wie Du das in dem Vortrag ausführst. Aber wer den Vortrag und die psychologischen Implikationen gar nicht kennt, der ist selbst eben anders unterwegs.
Da gibt es auch deutlich mehr als nur zwei verschiedene Sichtweisen.
Aber man kann sich dennoch auf den Weg machen, positiver zu denken und positiver zu kommunizieren. Sich selbst bewusst zu machen, woher man sich informiert, wäre dabei der erste Schritt. Wenn man da schon in der Schule ganz wesentlich drauf guckt, wären wir vermutlich gleich mehrere Schritte weiter.
Jetzt kommt es aber auch darauf an, wie erfolgreich das eigene Leben allgemein so gelingt. Die eindeutigen Verlierer der Leistungsgesellschaft leben in der Tat durchaus woanders, als wer sich ein gutes Leben hat aufbauen können.
Auch hier spielen die Schulen durchaus mit, zumal die nun auch wesentlich dabei mitspielen, wer hier der Verlierer am Ende wird.
„Die Antisemiten sind dabei, ihr negatives Absolutes aus eigner Macht zu verwirklichen, sie verwandeln die Welt in die Hölle, als welche sie sie schon immer sahen.“
Die Welt gar nicht erst als die Hölle zu sehen, könnte helfen? Was dann aber auch faktisch sein müsste. Positiv aus dem Nichts heraus denken ist dann schon schwieriger. Man muss schon was Positives in seinem eigenen Leben irgendwie finden.
Kann man da nicht gleich ansetzen? Wenn man explizit will, dass es den Verlierern der Leistungsgesellschaft besser nicht zu gut gehen sollte, geht das dann jedenfalls nicht so einfach.
Kommentar vom 04.07.2026 22:01
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/michail-bakunin-1814-1876-anarchismus-und-antisemitismus/#comment-208364
@NI 04.07. 15:36
„Und wir stehen im europäischen Wettbewerb.“
Deutschland setzt hier doch die ganze EU unter Druck. Wir haben einen Außenhandelsüberschuss von 200 Mrd Euro, die ganze EU nur 80 Mrd Euro. Wofür ist das?
Unsere Wirtschaft kann man durchaus als überhitzt einstufen. Entsprechend wären wir in der komfortablen Lage, mit Kapitalsteuern ein gutes Stück vorweg zu gehen. Die anderen müssen dann aber nachziehen wollen.
Am Ende funktioniert das nur EU-weit gemeinsam, keine Frage.
„..die derzeitige Entwicklung geht in Richtung nackter Kapitalismus.“
Natürlich. Der Geldrausch findet nie ein freiwilliges Ende. Aber wir leben in einer Demokratie. Wenn die Menschen das wirklich wollen, dann können wir das auch alles sehr vernünftig machen.
Letztlich sowohl mit einer ausgeglichenen Demografie, einer funktionierenden Energiewende, einer allgemeinen Offenen-Software-Initiative und einer militärischen Selbstbehauptung.
Kommentar vom 04.07.2026 15:18
https://scilogs.spektrum.de/relativ-einfach/klimakrise-und-energiewende-ein-paar-positive-entwicklungen/#comment-45923
@Hauptartikel
Mit PV mit integriertem Lithiumspeicher nah am Verbraucher samt Wechselrichter und intelligenten Stromzählern müsste sich von selber ein funktionierendes Stromnetz schon aus dem Nichts aufbauen lassen.
Und das kann dann weitere Produzenten und Verbraucher mit einschließen. Also etwa Windräder oder Entsalzungsanlagen.
Und das kann sich in alle bestehenden Netze integrieren. So kann man sich etwa in Deutschland mit genug PV und Speichern von etwa einer halben Tagesleistung über das Sommerhalbjahr schon ganz gut versorgen. Dazu dann noch die Windenergie, und schon sind wir mit der Energiewende schon sehr weit.
Fossiles Backup brauchen wir dann nur noch Phasenweise, mit Wochen oder Monaten dazwischen ganz ohne. Und die Netze wären mit den überall verbauten Speichern so flexibel, dass wir keine schnell reaktionsfähigen Gaskraftwerke dafür brauchen.
Es tun dann auch alte Kohlekraftwerke, die nur hin und wieder hochgefahren werden müssen, um dann für einige Wochen durchzulaufen.
Auch den französischen Atomstrom oder norwegische Wasserkraft kann man dann ganz gut europaweit verwerten.
Weiterer Bedarf für Wärmepumpen und zum Aufladen der E-Autos wird auch nach und nach integrierbar werden. Insbesondere letzteres ist selber zeitlich recht flexibel.
Und wenn dann insbesondere im Sommerhalbjahr längerfristige Überschüsse auftreten, wird es Zeit, die in Wasserstoff umzuwandeln und zu gucken, was man damit dann so alles anfangen kann.
Kommentar vom 04.07.2026 13:02
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/michail-bakunin-1814-1876-anarchismus-und-antisemitismus/#comment-208328
@NI 04.07. 11:10
„...nur wer wettbewerbsfähig bleibt, der kann die Arbeitsplätze garantieren.“
Wenn die Mitbewerber die selben Kapitalsteuern zahlen müssen, ändert das rein gar nichts an der Wettbewerbssituation einzelner Betriebe.
Nur der Kapitalertrag wird kleiner, derweil bei den Arbeitnehmern mehr ankommt. Das hilft nicht nur den Arbeitern, das hilft auch gegen einen generellen Überschuss von Kapital.
Und das fördert auch noch die Nachfrage. Und macht vielleicht sogar noch bei Vielen die entscheidende Luft, mehr Kinder zu bekommen.
„Und die CDU will sogar wieder die 40-Stunden-Woche einführen.“
Kapitalisten im handfesten Geldrausch?
Kommentar vom 03.07.2026 23:26
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/michail-bakunin-1814-1876-anarchismus-und-antisemitismus/#comment-208276
@NI 03.07. 18:35
„Mit dem Begriff „Freiheit“ kommt man der Steuergerechtigkeit nicht näher.“
Ich denke aber doch. Wenn man auch mit weniger Qualifikation und nicht allzu langen Arbeitszeiten ein erträgliches Auskommen finden kann, und insbesondere auch mit Kindern so gefördert wird, dass das Leben funktionieren kann, dann ist das Freiheit.
Und bietet echte Perspektiven. Zusätzlich zu einem Ende der externalisierten Kosten durch ein möglichst baldiges Ende fossiler Irrwege.
Kommentar vom 03.07.2026 16:38
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/michail-bakunin-1814-1876-anarchismus-und-antisemitismus/#comment-208257
@Kapitalsteuern
Kapitalerstrags- Vermögens- und Erbschaftssteuern kann man praktischerweise in der ganzen EU gemeinsam in vergleichbarer Höhe eintreiben. Dann kann man zumindest auf unserem Binnenmarkt denen nicht mehr ausweichen.
Und gegenüber China und den USA kann man mit Zollschranken dafür sorgen, dass die Kapitalsteuern nur begrenzt vermieden werden können. Man wird dann günstiger in der EU produzieren können, was mehr Kapitalsteuern möglich macht.
Erbschaftsteuern, insbesondere von Immobilien innerhalb der EU, kann man auch kaum vermeiden.
Da ist also eine Menge Luft. Nur der politische Wille fehlt bei dem Thema.
In der Tat muss man aber genau gucken, dass hier durch Vermeidung keine unguten Situationen eintreten.
Wenn es gelingt, weltweit dieselben Steuersätze hinzubekommen, wäre es wohl am einfachsten. In Ländern, wo die Wirtschaft sowieso überhitzt ist, kann man damit praktischerweise anfangen. Dann können die anderen Ländern da nach und nach gleich ziehen, bis es überall angekommen ist.
Es wäre auch generell ein Faktum von Freiheit, wenn das Kapital nicht sehr viel weniger Steuern zahlen muss als die Arbeitnehmer.
Kommentar vom 03.07.2026 00:19
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-im-elektroauto-dialog-ueber-parteipolitischen-dualismus-auf-dem-weg-nach-heilbronn/#comment-208202
@Michael 02.07. 23:48 / Felo.ai
„Ohne tiefgreifende regionale Kooperationen, friedliche Absprachen zur Mindestversorgung und eine nachhaltige Bewirtschaftung der verbleibenden Ressourcen droht der Nahe und Mittlere Osten tatsächlich in weiten Teilen unbewohnbar zu werden.“
Sehe ich genauso. Aber wenn man friedlich miteinander umgeht und zusammenarbeitet, wie wir es etwa in der EU so machen, dann hat man da m.E. Perspektiven. Mittelfristig wie langfristig.
Israel macht schon Einiges vor, wie man in diesem Klima leben kann.
Rein technisch gesehen gibt es einfach auch in dieser Gegend Perspektiven. Insbesondere die Perspektive auf den weltweit billigsten Grünen Strom. Das Wasser muss eben nicht für Landwirtschaft reichen, unsere Städte kommen auch ohne Landwirtschaft aus. Mit schön viel Grün dazwischen, und ein wenig Obst und Gemüseanbau, kann man da prima leben.
Kommentar vom 02.07.2026 16:19
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-im-elektroauto-dialog-ueber-parteipolitischen-dualismus-auf-dem-weg-nach-heilbronn/#comment-208166
@podcast Bonusfolge
Ich denke mal, das die Klima- und Wasserkrise alleine den Nahen Osten nicht unbewohnbar macht. Hitze und Wassermangel stehen dort auch sehr hohe PV-Erträge gegenüber, die auch noch sehr regelmäßig über das ganze Jahre verteilt sind.
Man kommt mit Kurzfristspeichern von nicht mal der halben Tagesleistung aus, und braucht nur intelligent gesteuerte Wechselrichter und ein Minimum an Stromkabeln für eine umfassende und sehr billige Stromversorgung.
Diesen billigen Strom kann man dann auch für Entsalzungsanlagen wie auch für Kaltwassernetze zur Kühlung von ganzen Siedlungen nutzen. Wenn man sich eher in der Nähe von Küsten niederlässt, klappt das umso besser.
Man braucht nicht soviel Wasser, dass man Grundnahrungs- und Futtermittel produzieren kann. Das kann man alles für recht kleines Geld auf dem Weltmarkt einkaufen.
Es genügt vollkommen, Haushaltswasser und Wasser für Obst- und Gemüseanbau wie auch für eigene Tierhaltung zu haben.
Man muss aber eben auch zusammenarbeiten und die Grüne Technik konsequent nutzen. Der in Zukunft vermutlich dort sehr billig werdende Strom kann auch die Grundlage für jede Menge eigener Produktivität werden.
Kommentar vom 02.07.2026 13:10
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-der-solarpunk-den-ruf-von-wissenschaft-und-demokratien-retten-kann-und-auch-wird/#comment-208152
@Michael 02.07. 07:52
„Also, selbst wenn man „technologieoffen“ denkt, dann ist Elektro einfach deutlich billiger. Selbst ohne eigene Wallbox.“
Je mehr man fahren muss, desto mehr lohnt ich das E-Auto. Der Rentner, der nur 2 mal in der Woche zum einkaufen fährt, braucht kein E-Auto. Wer aber jeden Tag 50 km zur Arbeit fahren muss, jeweils hin und zurück, für den lohnt sich das E-Auto ganz besonders.
Noch muss man sich aber auch einen Neuwagen leisten können. Bis reichlich gute E-Autos auf dem Gebrauchtwagenmarkt ankommen, dürfte es noch einige Jahre dauern.
Und wer die eigene PV-Anlage hat, der spart noch viel mehr Betriebskosten ein. Und kann demnächst sogar das Auto als häuslichen Energiespeicher nutzen. Derweil es auch interessant ist, wenn der Arbeitgeber die PV-Anlage auf dem Dach hat, und man da laden kann.
Überhaupt haben Gewerbeobjekte öfter einen definierten Eigentümer, und geeignete Dächer wie auch eine Menge Eigenbedarf an Strom. Und eben Mitarbeiter, die da gerne tagsüber ihr E-Auto für kleines Geld aufladen würden. Das kann sogar entscheidend bei der Kaufentscheidung sein. Auch haben Gewerbebetriebe zuweilen jede Menge eigene Fahrzeuge, die dann auch in der E-Version mit sehr billigem Strom fahren können. Wenn man denn genug Platz für PV hat.
Richtige Großbetriebe könnten sich zuweilen zusätzlich sogar eigene Windräder leisten. Dann kann man auch Heizung und Kühlung recht günstig mit der eigenen etwas größeren Wärmepumpe realisieren.
Den Eigenbedarf selber produzieren spart eben überall die meisten Kosten ein. Keine Durchleitungsgebühren, keine Steuern und eben überhaupt keinen, der da mitverdienen will. Die Überschüsse kann man trotzdem Einspeisen. Hat man genug eigenen Speicher, kann man dann sogar auch auf Zeiten mit einer günstige Vergütung warten. Und auch wenn man mal Strom zukaufen muss, kann man mit genug eigenem Speicher auf günstige Zeiten dafür warten.
Kommentar vom 01.07.2026 15:22
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-der-solarpunk-den-ruf-von-wissenschaft-und-demokratien-retten-kann-und-auch-wird/#comment-208101
@Speicher
Solange es viel zu wenig Netzspeicher gibt, lohnt sich zur Ergänzung von PV-Anlagen auch ein integrierter Speicher von einer ganzen Tagesleistung. Dann kann man tagsüber, wenn überall ein Überangebot von PV-Strom herrscht, nur einspeichern, und den ganzen Ertrag abends und nachts zu guten Preisen verkaufen.
Das gilt für Dachanlagen wie für Freiflächenanlagen. Und es könnte sich auch lohnen, eine bestehende PV-Anlage nachträglich mit einem eigenem Speicher auszustatten. Die Netze wird das eher entlasten, entsprechend könnte theoretisch eine Genehmigung für einen solchen Ausbau nicht zu verweigern sein.
Die Anschlussleistung würde sich damit jedenfalls überhaupt nicht ändern. Nur die Zeiten, zudenen ins Netz eingespeist werden, verschieben sich. Und Extradurchleitungsgebühren dürfte das auch nicht kosten. Die insgesamt eingespeiste Strommenge ändert sich damit ja auch nicht.
Kommentar vom 01.07.2026 13:23
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-der-solarpunk-den-ruf-von-wissenschaft-und-demokratien-retten-kann-und-auch-wird/
@Michael 01.07. 08:45
„Eigenheimbesitzende würden noch auf Jahrzehnte Zuschüsse erhalten, neu Investierende blieben aber abgeschnitten.“
Ich denke mal, dass das tatsächlich keine Subventionen mehr braucht. Wirklich wichtig wäre es aber, dass man billigen PV-Strom zu möglichst niedrigen Durchleitungsgebühren direkt in der eigenen Nachbarschaft verkaufen dürfte.
Wenn die entsprechenden PV-Anlagen schön groß sind, und einen eigenen integrierten Speicher von in etwa einer halben Tagesleistung Kapazität haben, können die im Sommerhalbjahr die fast komplette Versorgung inclusive E-Autos abdecken. Und wo keine Fernwärmenetz kommt, auch zur Stromversorgung der Wärmepumpen was beitragen.
Die E-Autos würden dann insbesondere tagsüber an Wochenenden aufgeladen, wo der allgemeine Verbrauch niedriger ist.
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