Meine Kommentare auf scilogs.spektrum.de 2026/06 (T.J.)
Kommentar vom 30.06.2026 23:21
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-der-solarpunk-den-ruf-von-wissenschaft-und-demokratien-retten-kann-und-auch-wird/#comment-208074
@Michael 30.06. 16:10
„Und die Folgen dieser verlorenen Jahrzehnte erleben wir jetzt alle gemeinsam…“
Und die Klima- und Wasserkrise kann sich in den nächsten 30 Jahren noch verdoppeln.
Hätten wir es schneller machen können? Sicherlich, aber der Weg war schon erfolgreich. Erst Grundlagenforschung, dann die erste einsatzfähige Grüne Technik, die man aber noch lange Jahre subventionieren musste, bis zur Marktreife und darüber hinaus bis zu einer beispiellos billigen Energieversorgung.
Betrifft aber noch nicht alles, Mittelfristspeicher und Wasserstofftechnik sind noch auf dem Weg zur subventionierten Marktreife. Und hat aber auch noch ein paar Jahre Zeit. Erstmal muss die grüne Primärproduktion mitsamt hinreichend Kurzfristspeichern verdoppelt werden, zugleich kann sich die Elektromobilität auf den Weg machen, sich durchzusetzen. Und auch Wärmepumpen wie auch Fernwärmewärme können ausgebaut werden.
Letzteres praktischerweise auch mit Kaltwassernetz, zumindest gefühlt noch im Eindruck dieser Rekordhitzewelle.
Besonders ärgert es mich allerdings, dass gerade angesichts der aktuellen Preissenkungen für PV, Lithiumspeicher und auch noch Windräder die bürokratischen Verzögerungen anscheinend noch deutlich zunehmen. Jetzt haben wir wirklich lange Jahre in die EEG-Umlage eingezahlt, in der Hoffnung, dass die Grüne Technik wirklich billiger wird, und jetzt läuft es trotzdem nicht richtig, und der Strom wird eher sogar noch teurer. Es fehlt da einfach ganz akut an Netzspeicherkapazität.
Wenigstens in China und anderen Ländern geht man diesen Weg, die Strompreise weiter gezielt hochzuhalten, nicht. Und viele Länder im globalen Süden haben endlich die Gelegenheit, eine verlässliche und leistungsfähige Stromversorgung aufzubauen, die die Menschen dort auch bezahlen können.
PV-Module, gar nicht mal so viele Lithiumspeicher, Wechselrichter und Stromkabel reichen dort für dezentrale und überaus stabile Stromnetze. Auch wo jetzt noch gar nichts ist. Und die haben da um den doppelten Ertrag, der auch noch gleichmäßiger über das Jahr verteilt ist und die Klimaanlagen bzw. Kaltwassernetze braucht man vor allem dann, wenn die meiste Sonne scheint.
Wenn es wenigstens denen besser geht, dann bin ich mit meinem eigenem Beitrag für die deutsche EEG-Umlage an Ende noch zufrieden. Zumal es ja wirklich überhaupt keine Rolle spielt, wo jetzt Treibhausgase eingespart werden. Das verteilt sich sowieso in der Atmosphäre dieses gesamten wunderbaren Planeten.
Kommentar vom 30.06.2026 15:48
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@Michael 30.06. 14:46
„..dass die Entwicklungen und Preise etwa von Wärempumpen, Elektroautos und Solaranlagen schnelle Fortschritte gemacht haben.“
Die Stromprivatkunden haben das aber über die EEG-Umlage alle mitfinanziert, auch @Realo. Unfreiwillig schon, aber dennoch faktisch.
Kurioserweise wachsen die bürokratischen Widerstände mit den fallenden Preisen für vieles von der Grünen Technik. Angefangen mit Windrädern im Inland über PV-Anlagen und aktuell vor allem mit Netzspeichern.
Hohe Preise kommen sowohl den Stromkonzernen wie dem Fiskus zugute.
Ärgerlich vor allem, weil die günstigen Preise auf der einen Seite die Mehrkosten woanders besser ausgleichen könnten. Also für Wärmepumpen, Fernwärmenetze, Kaltwassernetze und alle Technik rund um Wasserstoff.
Kommentar vom 30.06.2026 14:40
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@Realo 30.06. 06:57
„Daran, dass z.B. die Blechdächer isoliert werden und PV gespeiste Kühler eingebaut werden, um das Massen Sterben jedes Jahr in diesen Wohnungen zu beenden, wird nicht gedacht….“
Wir können uns offenbar darauf einigen, dass Hitzeschutz vor allem in den Städten zunehmend mit zunehmend hören Temperaturen und längeren Hitzewellen immer mehr Sinn macht. Also die eigene Wärmepumpe so bauen, dass sie auch kühlen kann, und neben Fernwärmenetzen auch Kaltwassernetze für die Innenstädte bauen.
„Finde ich auch. Man sollte diese alten „Argumentationsmuster“ nicht wieder aufwärmen….“
Es ist ja jetzt aber keine Bußleistung, wenn man seinen Konsum etwas reduziert, um sich die eventuellen Mehrkosten von Grüner Technik leisten zu können. Also z.b. das E-Auto eine Nummer kleiner kaufen, wenn das Geld nicht reicht für den Elektro-SUV.
Vieles an der Grünen Technik ist aber sogar billiger als die alte Fossile Technik. Da braucht es nur die beherzte Investitionsentscheidung, gar nicht unbedingt mehr Geld.
Kommentar vom 28.06.2026 17:11
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@Michael 28.06. 15:10
„„Enge der Zeit ist die Wurzel des Bösen.“ von Blumenberg ist ja auch eine gute Beschreibung von Gier, Hass und Hetze (!), die jeden von uns durch ein gestörtes Verhältnis von Lebens- und Weltzeit betreffen kann.“
Ein Mangel an Geduld und Genügsamkeit kann eine Menge Stress machen, den man auch vermeiden kann. Gemeinsinn selbst ist noch mal was anderes. Kann aber auch als gemeinsamer unnötiger Stress auftreten.
Auch überflüssige Kriege mögen gemeinsame Anstrengungen sein, die man sich besser spart.
Kann die Energiewende auch zu schnell gehen? Sie macht ja nun auch getätigte Investitionen wertlos. Muss man gucken, finde ich. Hat man eine nagelneue Gasheizung, wird man eher nicht gleich die Wärmepumpe bestellen.
Und bevor man neue Gaskraftwerke baut, lässt man lieber die alten Kohlekraftwerke in Betrieb, und organisiert die nötige kurzfristige Regelung der Stromnetze zunehmend mit den angeschlossenen Lithiumspeichern.
Das Ende auch der Kohlekraftwerke kommt dann früh genug, wenn man das eingesparte Geld von verzichtbarem Aktionismus gleich in mehr PV, Windräder, Lithiumspeicher und später in Wasserstofftechnik investiert.
Und wer wenig Geld und Möglichkeiten hat, kann auch gucken, ob er mit weniger Fleisch auskommen kann. Das spart noch Geld, und ist auch ziemlich klimawirksam.
Kommentar vom 28.06.2026 15:34
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@Michael 27.06. 20:20
„Umgekehrt können aber auch die Fossilisten nicht mehr verhindern, dass sich immer mehr Solarpunks unabhängig von der Bundespolitik auf den Weg in die post-fossile Zukunft machen.“
Viele Leute wollen das, aber die Möglichkeiten bleiben natürlich begrenzt, wenn z.B. einfach die Genehmigungen für ganz entscheidende Elemente wie Großspeicher verschleppt werden.
„Wenige Arche-Regionen können noch immer bestehen.“
Man muss hier freilich bedenken, dass man zwar die Klimaanpassung regional voll in der Hand hat, aber die Gesamtklimaentwicklung einerseits von den weltweiten Gesamtemissionen abhängt und anderseits auch die konkreten Aussichten auch bei gegebener Treibhausgassituation nur ungenau prognostiziert werden können.
Selbst die konkreten regionalen Auswirkungen bei gegebener globalen Gesamttemperatur sind nur ungenau einschätzbar.
Wenn es also etwa z.B. um die Dimensionierung eines kommunalen Kaltwassernetzes geht, weiß man nicht so genau, wie leistungsfähig das in 30 Jahren sein muss.
Ansonsten sind natürlich lokale gute Taten im Sinne einer Entschärfung des Treibhausgasproblem eine Investition in die Zukunft der ganze Menschheit und darüber hinaus auch in die Naturräume dieses Planeten.
Da hat der Einzelne nur was von, wenn die meisten anderen mitmachen. Aber immer mehr machen auch tatsächlich mit, und sind gerade durchaus dabei, zu gucken, wie denn konkret. Das macht mir richtig Hoffnung.
@Realo 27.06. 10:09
Den „Klimawandelaspekt“. Der wird meiner Ansicht nach nicht sachlich behandelt. Muster religiöser „Argumentationstechnik“ die das „Schuld und Sühneprinzip“ betonen, sind unverkennbar. Wir sind böse „Energiesünder“ und müssen „Klimabuße“ tun…..
Was ist das denn jetzt für ein Quatsch. Für allgemeine Sünden Buße tun im Sinne einer Selbstkasteiung mag es gegeben haben und vereinzelt immer noch geben. Da kann man z.B. auch Fasten. Eine Solaranlage oder ein Elektroauto schafft man sich aber an, weil man billigen Strom haben will, keine Benzin mehr kaufen will und dem Weltklima was gutes tun möchte.
Wenn das dann den jeweiligen Gottheiten, an die man nebenbei sowieso glaubt, auch gefällt, kann man da sogar tatsächlich Punkte mit sammeln.
Unabhängig davon kann man mit vernünftigem eigenem Verhalten durchaus ein Lebensgefühl finden, Teil der Lösung und nicht mehr Teil des Problems zu sein. Das funktioniert mit und ohne Götter.
Buße tun, nur um zu Leiden, um bei den eigenen Göttern besser da zu stehen, entbehrt jeglicher Vernunft. Finde ich jedenfalls.
Sich für wirklich vernünftiges Verhalten göttliche Unterstützung zu erhoffen wäre dagegen durchaus realistisch. Wenn es den Gottheiten auch um die Erhaltung des Planeten geht, kann man da offenbar ganz konkret durchaus produktiv zusammenarbeiten.
Kommentar vom 27.06.2026 00:59
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@Realo 26.06. 18:32
„Aber ich meine, es geht hauptsächlich darum, dass derzeit wenn noch keine „endgültigen“ Planungen für das künftige Energienetz der „Erneuerbaren“ vorliegen, einfach in vielen Fällen keine Aussagen über geeignete Standorte aus Sicht der „Backup Versorger“ gemacht werden können.“
In der Tat ist ein solcher endgültiger Plan nicht machbar. Es gibt noch zu viele Unbekannte. Etwa taugliche Redoxflowbatterien, die praktischen Kosten rund um die Wasserstofftechnik oder einfach wie schnell der Umstieg aufs E-Auto abläuft. Und ob wir ein Sammeltaxisystem bekommen. Ganz aktuell wären die Preise von Natriumbatterien wichtig zu wissen.
Überhaupt die jeweilige Preisentwicklung von Lithiumakkus, PV-Modulen und Windrädern wäre schon ganz entscheidend.
Aktuell ist Solarenergie und Windenergie in Deutschland an den Punkt gekommen, dass an sonnigen Tagen und in windreichen Stunden flächendeckend Überschüsse anfallen. Wenn man hier weiter zubauen will, müssen jetzt möglichst schnell jede Menge Lithiumspeicher angeschafft werden. Wo die genau stehen, ist nicht so wichtig, die werden letztlich im ganzen Land gebraucht.
Hier sind Großspeicher z.B. an ehemaligen Kraftwerksstandorten interessant. Aber auch einfach direkt an der PV-Anlage und am Windrad, letzteres hätten den Vorteil, dass keine zusätzlichen Durchleitungsgebühren anfallen. Man hält ja nur Strom zurück, um ihn eine kurze Zeit später zu besseren Preisen ins Netz einzuspeisen.
Die Batterien von E-Autos können da auch einen Beitrag zu leisten, auf jeden Fall, wenn sie bevorzugt zu Zeiten laden, in denen es viel Strom gibt. Theoretisch kann sich auch ein kleiner Speicher direkt beim Verbraucher rechnen. Auch der vermeidet zusätzliche Durchleitungsgebühren, wenn man nur billigen Strom einspeichert, um ihn später selber zu verbrauchen.
„Praktisch die schweren ökonomischen Fehler, als Anlagen (PV Anlagen incl. Speicher) dort gebaut wurden, wo ein „Investor“ Grundstücke verwerten will, die aber aus „übergeordneter“ Sicht der „Backup Versorger“ nicht „passen“. „
Man muss natürlich gucken, ob man einen konkreten Standort auch wirklich gebrauchen kann. Das Netz ist allerdings auch eigentlich ganz gut ausgebaut, zumal ja auch der aktuelle Stromumsatz seit etlichen Jahren rückläufig ist und wir hier ziemliche Reserverleistungen im vorhandenen Netz haben. Solange die Ansschlusskosten vertretbar sind und die Netze mit einer neuen Anlage klarkommen, sehe ich hier keine Probleme.
Zumal ja gerade mehr Kurzfristspeicher überall verteilt dabei ungemein mithelfen können, die vorhandenen Leitungen voll auszunutzen. Wenn z.B. der Ertrag eines Windparks mit genug integriertem Speicher in der Zeit verzögert eingespeist werden kann, dann kann mit denselben Leitungen deutlich mehr Windstrom in den Süden transportiert werden.
„Würde ich „fast“ auch so sehen, aber Kohle dürfte nicht mehr wirtschaftlich sein und dürfte in der Gesellschaft stark abgelehnt werden….“
Weis ich nicht. Wenn man den Leuten erklärt, dass Kohle die Versorgungssicherheit erheblich erhöht, keinen Iran, kein Katar und keinen Putin finanziert wird, überhaupt reichlich Brennstoffkosten einspart, wie auch den sinnlosen Neubau von Gaskraftwerken erübrigt, dann müsste das doch begrüßt werden. Zumal es eben unpassend ist, nur auf die CO2-Emissionen zu gucken, und das unverbrannt entwichene Erdgas einfach zu ignorieren. Das wird in der Tat nur wenig sein, aber eben mit der 30-fachen Treibhauswirkung.
„Sogar ich habe noch Kohle und einen alten Kohleofen als Reserve.“
Kohle kann man eben sehr gut lagern. Und wenn man den Ofen bzw. das Kohlekraftwerk hat, muss man es nicht auf den Schrott bringen, wenn man es doch noch mal gut brauchen kann.
Kommentar vom 26.06.2026 23:12
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@Michael 25.06. 21:53
„Wer ärmeren Menschen angesichts der Klima-, Wasser- und Hitzekrise die Klimaanlagen abspricht, wird zu Recht Wahlen verlieren.“
Da kann man langsam mal echt drüber nachdenken. Die letzte vergleichbare Hitzewelle war allerdings 2003. Mehrere Tausend Euro ausgeben für ein eigenes Klimagerät wird sich wohl bei mir konkret nicht rechnen. Ein Anschluss an ein mögliches Kaltwassernetz dürfte nicht billiger sein.
Bis Montag werde ich irgendwie durchhalten, dann ist die Hitze wohl erst mal vorbei.
Allerdings läuft die Klimakrise ja weiter. Wenn das hier mal regelmäßig passiert, mit Spitzen von 2° oder 3° mehr, dann brauch ich das auch.
Und die meisten Wohnungen hier in der Innenstadt sind sehr viel mehr betroffen als meine. Entsprechend würde ein Kaltwassernetz tatsächlich sehr viel Sinn machen. Da würde ich mich auch dran beteiligen, wenn die sowieso diese Kaltwasserleitungen hier überall verlegen.
„Ich bin Deniz Undav dankbar für seinen Einsatz für Deutschland & hoffe auf weitere Erfolge für unser Team.“
Die Einwanderer kann man in der Tat auch im Fussball sehr gut brauchen.
„Und ich würde mir den gleichen Mut zum Anstand von sehr viel mehr Deutschen auch für verfolgte Minderheiten wünschen…“
Wenn man die persönlich kennt, sieht man das noch mal ganz anders? Es gibt wohl noch einige Konflikte auf der Welt, wo Minderheiten verfolgt werden. Wenn darüber nur mal in den Medien oberflächlich berichtet wird, bewegt das mitunter wenig. Und wenn darüber praktisch gar nicht berichtet wird, dann weis man davon entsprechend nichts.
Kommentar vom 25.06.2026 17:18
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-der-solarpunk-den-ruf-von-wissenschaft-und-demokratien-retten-kann-und-auch-wird/#comment-207779
@Michael 25.06. 15:55
„Angesichts der aktuellen Hitzewelle fordern sie nun plötzlich „Klimaanlagen für alle!““
Dem kann ich mich nur anschließen. Gerade auch für Frankreich. Da ist es nicht nur noch ein paar Grad wärmer als in Deutschland, man kann da auch reichlich mehr PV-Energie ernten, praktischerweise genau dann das meiste, wenn man die Klimaanlagen am dringlichsten braucht.
Diese Hitzewelle hat es echt in sich. Ich wohne seit über 15 Jahren hier in einer günstig gelegenen Erdgeschosswohnung, und was das jetzt für eine Hitze auch in dieser so günstigen Wohnung geworden ist, ist echt nervig. Ich habe noch nicht mal einen Lüfter, den habe ich nie gebraucht in den 15 Jahren, die ich hier wohne.
Ich habe jetzt noch gelesen, dass man eine Wärmepumpenheizung auch auf Kühlen umschalten kann. Solange der kalte Vorlauf über dem Taupunkt liegt, das wären um die 17° oder weniger, kann man die Heizkörper dann zum Kühlen nutzen. Mit der Fussbodenheizung ist es damit so kalt wie man will, aber auch wenn man nur Heizkörper hat, wird es damit reichlich erträglicher.
Und die Wärmepumpe kann das ziemlich unkompliziert mitliefern.
Im Innenstadtbereich, wo man Fernheizungsnetze praktischerweise mit Großwärmepumpe hätte, kann man auch die Großwärmepumpe andersherum laufen lassen und Kaltes Wasser mit zusätzlichen Rohren für alle Wohnungen bereitstellen.
Das würde nicht nur die Wohnungen direkt kühlen, es würde auch insgesamt in der Innenstadt dann auch draußen etwas kühler. Wenn hier jeder seine eigene Wärmepumpe mit Lüfter hätte, würden die dann das Gegenteil tun, und die Innenstadt noch mehr aufheizen.
Gerade bei den Großwärmepumpen hätte man umfangreiche Bodensonden, wo dann die Sommerhitze hintransportiert werden würde, was dann im Winter wieder zurückgewonnen würde und die Heizung einfacher macht.
Es wäre also echt kein Problem, sowas tatsächlich zu installieren. Das verbraucht auch bei umfangreicher Nutzung kaum Energie, und das dann noch zu Zeiten, in denen durchweg die Sommersonne scheint.
Also wenn auch die Rechten auf die Idee kommen, dass es immer heißer wird auf der Welt, ist das doch ein Anfang? Die Wahrnehmung der Wirklichkeit ist ja nun zu begrüßen.
Kommentar vom 25.06.2026 15:25
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-der-solarpunk-den-ruf-von-wissenschaft-und-demokratien-retten-kann-und-auch-wird/#comment-207769
@Realo 25.06. 10:10
„Dass Problem ist nur, dass wegen der oft nicht vernünftig koordinierten Standorte zusätzliche Kosten anfallen, die natürlich der Endverbraucher bezahlen muss.“
So wie das aussieht, werden einfach die Anträge nicht bearbeitet. Nicht, weil es hier Differenzen über die konkreten Standorte gibt. Wenn die bundesweit gut verteilt sind, haben wir schon ein Optimum. Und man kann eben zugleich Backupkraftwerke oder PV-Freifächenanlagen am selben Standort mit anschließen.
Es geht hier um das Ausbremsen von Speichern, um möglichst hohe Laufzeiten für die Gaskraftwerke heraus zu holen. Und die damit erzielten hohen Strompreise dann verdienen zu können.
Auch die Anschlüsse der aktuellen Backupkraftwerke kann man mit einen Großspeicher ergänzen. Und auch jede PV-Anlage, egal wie groß, und jedem Windrad kann man einen eigenen Kurzfristspeicher spendieren, mit so in etwa mindestens einer halben Tagesleistung Kapazität.
Das alles braucht nirgendwo einen neuen Netzausbau, und erlaubt es, die installierte Solarleistung mehr als zu verdoppeln. Und macht auch mehr Windenergie möglich, insbesondere wenn die auch in Süddeutschland vernünftig ausgebaut wird.
„Die Menschen und die Gesetzgeber möchten aber die „Stinker“ loswerden….“
Ich bin im Ruhrgebiet aufgewachsen, und erinnere mich noch an den Geruch der mal überall genutzten Kohleheizungen. Insbesondere wenn es im Winter richtig kalt war. Ich finde gar nicht, dass das wirklich stinkt, es soll aber tatsächlich ungesund sein. Nun gut, die noch in Betrieb befindlichen Kohlekraftwerke dürften eine effektive Abgasreinigung haben.
„Im Backupfall bei Flauten, sind die Kurzfristspeicher fast entladen, die können nichts mehr regeln.“
Das braucht auch gar nicht viel Kapazität, man wird immer genug zum Regeln haben. Bevor die Speicher ganz leer sind, kann man die auch problemlos mit dem Strom aus den Backkupkraftwerken selber hinreichend aufladen, dass die eben effektiv regeln können.
Selbst die überhaupt nicht regelbare AKWs kann man mit genug Kurzfristspeichern inzwischen sehr gut in ziemlich wechselnde Situationen im Stromnetz integrieren.
„Zuerst wurden den Versorgern die AKWs aus der Hand geschlagen. Die hatten auch noch Glück, weil sofort Putins Gashändler angerannt kamen und Gas, recht günstig wie es heißt, verkauft haben.“
Das russische Gas war offenbar so richtig schön billig. Auch das hat dazu beigetragen, aus der Kernkraft auszusteigen. Und auch ein Ende der Kohle anzustreben. Dumm nur, dass es dieses billige Gas nicht mehr gibt, seit über 4 Jahren nicht, und wir müssen mehr als 3 mal so teures LNG-Gas dafür einkaufen. Und noch dümmer ist, dass sich die Betreiber der Gaskraftwerke offenbar in diese äußerst lukrative Situation verliebt haben.
Und es wird einfach weiter durchgezogen. Ich war schon 2022 dafür, die letzten AKWs noch zu retten, solange, bis sie von den Erneuerbaren komplett abgelöst werden können. Und bin eben dafür, die alten Kohlekraftwerke nicht mit völlig überteuertem Strom aus Gaskraftwerken zu ersetzen.
Erst wenn wir wirklich gar kein Fossiles Backup mehr brauchen, läuft der Sinn von Kohlekraftwerken endgültig aus. Als letztes wird man hier nur noch ausnahmsweise mal Winter haben, wo die Kohlekraftwerke maximal 2 Monate laufen müssen. Insbesondere wenn wir bis dahin die meisten derzeitigen Erdgasspeicher zum Speichern von Wasserstoff nutzen werden.
Eine zusätzliche eiserne Reserve in Form von Kohle auf Halde wäre eine sehr, sehr billige Notversicherung. Es können nicht nur mal außerordentlich kalte Winter kommen, die Schwankungen der Primärproduktion der Erneuerbaren betreffen auch die Erträge von ganzen Jahren. Selbst europaweit. Gut, wenn man da noch was in der Hinterhand hat.
Kommentar vom 25.06.2026 00:16
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-der-solarpunk-den-ruf-von-wissenschaft-und-demokratien-retten-kann-und-auch-wird/#comment-207734
@Realo 24.06. 10:39
„Die Nutzer der Großspeicher wollen sie aber an für sie optimalen Standorten. Das führt zu Konflikten. Es geht ums Geld, wie immer…..“
Das beißt sich doch gar nicht. Wenn wir einen Netzanschluss z.B. wo mal ein AKW stand mit einem Großspeicher nutzen, dann könnte man doch sogar ein neues Gasbackupkraftwerk da gleich mit anschließen. Das Gaskraftwerk wird sowieso erst hochgefahren, wenn der Großspeicher leer gelaufen ist. Und sobald es was einzuspeichern gibt, haben wir eine Situation, dass das Gaskraftwerk sowieso wieder runtergefahren wird.
Statt der Kombination Backupkraftwerk mit einem Großspeicher kann man auch den Großspeicher mit einer PV-Freiflächenanlage gleich am selben Standort kombinieren. Bei einem GW Leistung bräuchte man aber 4 Km² Kollektorfläche, den Platz muss man vor Ort erst mal haben.
„Kohle muss mit schwerster bergmännischer Arbeit gefördert werden. Das will man heutzutage bei uns keinen Menschen mehr zumuten.“
Die Braunkohletagebaue sind ganz normale Industriearbeit, die Mitarbeiter würden liebend gerne da weiterarbeiten.
„Gas Backup Kraftwerke werden möglichst genau am optimalen Standort errichtet.“
Die Hochspannungsnetze dürften die allermeisten aktiven und ehemaligen Kraftwerksstandorte ganz gut integriert haben. Ob nun Komplettversorgung die Aufgabe der Kraftwerke ist oder eben nur Backup, die dürften schon ganz gut verteilt sein. Da kann man gerne auch Großspeicher mit dranhängen.
Es dürfte sogar Sinn machen, direkt neben einem bestehendem Backupkraftwerk einen Großspeicher an den gleichen Netzanschuss mit anzuschließen, vorausgesetzt dessen Laufzeiten sind kürzer als einige Monate. In einigen Jahren könnte das aktuell werden, wenn weiter PV-Anlagen und Windräder zugebaut sind.
„Gaskraftwerke eignen sich besonders als Backup, weil sie viel schneller starten, flexibler regeln und wirtschaftlich sinnvoller im seltenen Einsatz sind. Kohlekraftwerke sind dafür zu langsam, zu träge und zu teuer im Teillastbetrieb.“
Was sich erübrigt, wenn wir genug Kurzfristspeicher installiert haben. Die übernehmen dann das kurzfristige Stabilisieren, immerhin reagieren die in Millisekunden. So kann dann eben auch ein altes Braunkohlebackupkraftwerk mit einem Großspeicher direkt am gleichen Anschluss problemlos genutzt werden.
„Gaskraftwerke haben niedrige Fixkosten, aber höhere Brennstoffkosten, ideal für seltenen Einsatz. Kohlekraftwerke haben hohe Fixkosten und müssen lange laufen, um wirtschaftlich zu sein.“
Entsprechend können die Kohlekraftwerke in der Tat bei Bedarf noch den ganzen Winter durchlaufen, und die Gaskraftwerke nur kurzfristig zugeschaltet werden. Bis dann in vielleicht 10 Jahren die Kohle nur noch einige Wochen im Jahr gebraucht werden. Und die Gaskraftwerke überhaupt nicht mehr gebraucht werden. Weil genug Erneuerbare und Netzspeicher aktiv sind. Die Gaskraftwerke können wir dann entweder wieder abreißen oder auf Wasserstoff umstellen.
„Gas emittiert pro kWh etwa rund 50% weniger CO2 als Kohle. Für Backup, das politisch akzeptiert werden muss, ist das entscheidend.“
Was jetzt leider faktischer Unsinn seien dürfte. Bei dem Umgang mit Erdgas geht so viel unverbranntes Methan in die Atmosphäre, dass dieser CO2-Vorteil gegenüber Kohle wieder verschwindet.
„Aber Techniker die an der „Front“ der Entwicklungen arbeiten oder gearbeitet haben, denken eher rational, weniger euphorisch, vor allem ist die Ökonomie (abgesehen von der Sicherheit) das Allerwichtigste….“
Wenn Stromkonzerne gerne möglicht viel Umsatz machen und zu möglichst hohen Preisen verkaufen wollen, dann werden die von ihren Technikern genau das als Vorgabe verlangen zu liefern. Ich bin denen gegenüber ziemlich misstrauisch. Meistens wählen die eher die teure Variante, wenn sie damit rechnen können, dass sie sich das Geld beim Verbraucher zurückholen können
Naja. Hauptsache es geht vorwärts, man gewöhnt sich ans Zahlen. Wenn alles doppelt und dreifach gesichert ist, erhöht das wenigstens die Versorgungssicherheit. Und da ist Deutschland in der Tat Weltmeister, meine ich mal gelesen zu haben. Aber ebenso bei den Preisen, insbesondere für die Privatverbraucher.
Wohl dem, der sich mit einer eigenen PV-Anlage dieser Preistreiberei entziehen kann.
Kommentar vom 24.06.2026 00:25
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-der-solarpunk-den-ruf-von-wissenschaft-und-demokratien-retten-kann-und-auch-wird/#comment-207671
@Realo 23.06. 15:47
„Die Netzbetreiber müssen die Realität z.B. der Ausbaumöglichkeiten sehen. Sie können nicht einfach alles „abnicken“ und die Kunden stünden letztlich, aus den genannten Gründen, ohne Backup da…..“
Natürlich müssen die das. Aber wieso verschleppen die dann den Zubau von Großspeichern? Wie sollen die ein Problem sein, die können doch nur stabilisierend wirken.
Und warum wollen die dann die alten Kohlekraftwerke abreißen und neue Gaskraftwerke bauen? Die Kohle ist heimisch und kann ganz einfach auf Halde gelagert werden. Wenn die Kohlekraftwerke dann nur noch Monate im Jahr laufen, sind die doch optimal als saisonales Backup. Und finanzieren keinen Putin, kein Katar und keinen Iran.
„Sie würden auf diese Art kein spezialisiertes Personal bekommen, dass ausgerechnet dann bereit steht, wenn „Backup Zeit“ anfällt. „
Die Leute extragut bezahlen und denen einen Ersatzarbeitsplatz woanders im Konzern anbieten, für die Zeiten, in denen das Backupkraftwerk abgeschaltet ist, müsste doch wohl möglich sein.
„Die Strompreise je kWh wären rund 5 bis 10 mal so hoch.“
Na klar kostet der Strom von nur wenig genutzten Kraftwerke Einiges mehr. Das geht ja gar nicht anders. Dafür ist aber auch der Strom in Wind- und Sonnenreichen Zeiten umso billiger. Unterm Strich dürften die Strompreise mittelfristig eher sinken. Ausgehend von einem aktuell wirklich sehr hohem Niveau.
Wir hatten auch vor 40 Jahren schon Spitzenlastkraftwerke, die teils nur Tage im Jahr gebraucht wurden. Deren Strom kostete entsprechend auch 1 DM die Kilowattstunde. Mit den inzwischen zunehmend installierten Lithiumspeichern kann man diese Spitzenlasten ganz einfach auffangen. Werden von den Lithiumspeichern genug installiert, machen eingentlich nur noch Mangelsituationen über mehrere Tage bis zu ganzen Monaten in besonders ungünstigen Wintern Schwierigkeiten.
Dafür brauchen wir noch länger fossiles Backup für. Das auch gerne möglichst nicht so teuer sein sollte.
Die Tage habe ich einen Artikel gelesen, dass man mit einer Wärmepumpenheizung auch kühlen kann. Einfach sogar über die ganz normalen Heizkörper. Solange der kalte Vorlauf über dem Taupunkt bleibt, geht das. Das würde aktuell wohl Vielen Spaß machen, die in der Innenstadt in den oberen Etagen wohnen. Der Stromverbrauch davon wäre problemlos und billig. Wenn diese Kühlung gebraucht wird, gibt es mehr als genug PV-Strom im Netz.
Kommentar vom 23.06.2026 16:24
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-der-solarpunk-den-ruf-von-wissenschaft-und-demokratien-retten-kann-und-auch-wird/#comment-207653
@Mussi 22.06. 10:59
„Der Grunderbegedanke verbindet dagegen Gesellschafts- mit Wirtschaftsform. Ich sehe ihn tatsächlich als Lösung. Radikal? Ja, aber Angesichts der Wege der Geldschöpfung und Schuldenproblematik lohnt es sich, das mal auszuspinnen.“
Insbesondere wenn das mit Erbschaft-. Vermögens- und Kapitalertragssteuern finanziert wird. Das wäre ein Novum in der allgemeinen Steuer- und Abgabengestaltung. Vermutlich fördert das auf der einen Seite die Nachfrage, auf der anderen wird der Druck kleiner, möglichst viel Geld zu verdienen.
Das könnte dann sogar die Nachwuchsraten fördern. Was dann wiederum noch mehr die Nachfrage erhöht.
Angesichts von immer mehr KI und Robotern wäre das auch sowieso eine gute Idee. Letztlich sind diese Maschinen Kapital, das Ertrag abwirft.
Kommentar vom 23.06.2026 13:21
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-der-solarpunk-den-ruf-von-wissenschaft-und-demokratien-retten-kann-und-auch-wird/#comment-207638
@Realo 23.06. 08:45
„Andererseits stehen dann die teuren Anlagen samt Personal, sagen wir 10 Monate „arbeitslos“ herum, verursachen fast die gleichen Kosten als würden sie im Betrieb sein“
Was nun leider unvermeidlich ist. Insbesondere dürfte man aber gucken können, dass die Backupkraftwerke nur im Betrieb Personal brauchen. Und der Backupstrom wird dann auch mindestens 50 ct die Kwh kosten, was dennoch kostendeckend sein dürfte. Und das kann auch mehr als 1 € werden, wenn das dann nur Tage oder maximal mal eine Woche gebraucht wird. Je kürzer die Laufzeiten sind, desto weniger merkt dann auch der Endkunde davon.
„Das könnten allenfalls auch genau definierte Einspeisungen von Kunden sein, aber kein völliger „Wildwuchs“ nach Lust und Laune der Kunden. „
Wo gibt es hier Wildwuchs? Egal wo die Anlagen stehen, der jeweilige Ertrag ist auf Skalen von einigen 10 Kilometern derselbe. Was das angeht, spielt es keine Rolle, wo genau die PV-Anlage oder das Windrad steht.
Die regionale Verteilung ist aber in der Tat wirklich wichtig. Es macht wenig Sinn, wenn der eine Landkreis massive Überschüsse hat, und der andere wenig produziert. Und auch macht es Sinn, sehr viel mehr Windenergie auch in Süddeutschland zuzubauen, und dafür dann mehr PV im Norden. So verteilen und ergänzen sich die Erträge viel besser. Und desto weniger Transportaufwand braucht das, wie dann auch weniger Backup.
PV direkt am Verbraucher jedenfalls ist immer richtig, insbesondere mit integriertem Speicher. Das bleibt fast automatisch in dem Bereich, der lokal von den Netzen verarbeitet werden kann.
Die Netzbetreiber müssen eben ihre Arbeit machen. So wie jeder Kunde „Wildwuchs“ ist, ist es auch jeder Kleinproduzent. Man kann da in der Tat auch Einfluss nehmen, wenn der dann aber missbraucht wird, z.B. bei der Verschleppung von Genehmigungen für Großspeicher, dann wird es wirklich schräg.
Kommentar vom 22.06.2026 23:20
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-der-solarpunk-den-ruf-von-wissenschaft-und-demokratien-retten-kann-und-auch-wird/#comment-207605
@PV-Dachanlagen mit integriertem Speicher
Dass PV auch für Mieter funktioniert wäre aktuell die dringlichste Baustelle. Gerade in den Städten braucht das praktisch keinen Ausbau der Stromnetze. Die PV-Anlagen können auch etwas größer dimensioniert sein, letztlich haben die auch E-Autos und zum Teil auch Wärmepumpen zu versorgen. Wenn die Speicher groß genug sind, können sich Siedlungen im Sommer fast ganz mit PV-Strom versorgen.
Und man macht dann natürlich auch die Erfahrung mit der grünen Technik, dass die sehr zuverlässig funktioniert und ziemlich billig dabei ist.
PV-Freiflächenanlagen machen darüber hinaus auch Sinn. Hier müssen zwar Netzanschlüsse gelegt werden und der Strom muss etliche Kilometer zum Kunden transportiert werden. Dafür ist aber die Installation der Module viel billiger. Zusammen mit den Windrädern werden wir dann ziemlich gut versorgt werden können.
Die Saisonalen Überschüsse kann man dann in Wasserstoff verwandeln. Oder anderweitig länger speichern.
Dass jetzt Mieter kaum profitieren ist sicher kein technisches Problem. Auch Vermieter können eine PV-Anlage auf dem Dach installieren und den Strom an die eigenen Mieter verkaufen. Da nun mal nicht jedes Haus ein geeignetes Dach hat, macht es darüber hinaus viel Sinn, seinen Strom auch in der Nachbarschaft zu verkaufen. Soweit ich weiß, ist das aber eben rechtlich schwierig.
Der eine hat ein Süddach, der andere ein West- oder Ostdach, die können sich gut ergänzen. Und einige haben gar kein geeignetes Dach und wollen aber auch versorgt werden.
Ein Haus mit Eigentumswohnungen könnte auch kompliziert werden. Bis die sich alle einig sind und Geld genug flüssig haben, das kann dauern.
Man müsst mal gucken, wie man etwa große Wohnungsbaugesellschaften motivieren kann, überall im Bestand PV mit Speichern zu installieren und den Strom dann an ihre Mieter zu verkaufen. Und praktischerweise darüber hinaus.
Unbedingt auch über eigene E-Autosteckdosen. Wenn man die dann noch bidirektional betreiben kann, wird das noch attraktiver.
Meine Nachbarin hat sich ein E-Auto angeschafft und muss 200 Meter weiter die öffentliche Ladesäule nutzen. Erstmal ist das eine Latscherei, und dann kostet der Strom damit satte 82 ct die Kwh. Mit der eigene PV-Anlage kommt man auf 10 ct bis 20 ct, maximal in der Dunkelflaute 50 ct. Und wenn das bidirektionale Laden auch gut ausgenutzt werden kann, kommt man in guten Jahren praktisch ohne Stromkosten für das E-Auto aus. Zumindest wenn man nicht viel fährt.
Die Dachanlagen mit integriertem Speicher können rund um die Uhr Strom bereitstellen, bei Überangebot im Netz auch gar keinen. Solange genug Sonne scheint, was von März bis September die Regel sein dürfte. Und im Winter wird der integrierte Speicher vor Ort nicht benötigt und kann dann helfen, Windstrom zwischenzuspeichern.
Warten, bis alle ein E-Auto haben würde ich nicht. Dann hätte man zwar so viele bidirektional angeschlossene Autoakkus, dass die PV-Anlage keinen eigenen Speicher mehr braucht. Ich hoffe aber auf ein System von selbstfahrende Sammeltaxis, dann braucht man maximal 20 % der Fahrzeuge, von denen jetzt die meisten die meiste Zeit herumstehen.
Kommentar vom 22.06.2026 00:19
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-der-solarpunk-den-ruf-von-wissenschaft-und-demokratien-retten-kann-und-auch-wird/#comment-207526
@Michael 21.06. 16:34
„Mir scheint, dass Du bei Zuwanderung umgehend auf außereuropäische Migration denkst.“
Das sind doch die einzigen, die wir von der Menge her wirklich kontrollieren können, und wohl auch wo sie sich konkret niederlassen.
Bei der übrigen Binnenmigration können wir nur zugucken. Und ziemlich begründet hoffen, dass die sich hier gut integrieren.
Natürlich ist das suboptimal, wenn von den Rändern der EU die Leute hier in Ballungsräume strömen. Das entwertet wo die herkommen die ganze Immobilienlandschaft und sorgt hier für Wohnungsnot.
Und wir haben in Deutschland einen Außenhandelsüberschuss von immer noch 200 Mrd Jährlich. Muss das denn sein? Die anderen Regionen in Europa und auch in manchen deutschen Landkreisen sind derweil dem Verfall preisgegeben.
Vielleicht bessert sich das aber sogar, wenn die Energiewende langsam fertig wird. Das sind ja auch umfangreiche Investitionen in auch ländlichen Regionen. Und wenn eben das Sammeltaxisystem kommt. Und dann mit mehr Nachwuchs, gerade eher im Umfeld der Städte.
„Probleme mit dem Wohnungsmarkt sehe ich aber auch, insbesondere in Städten und Ballungsräumen. Hier wären mehr Wohnungsbau, besserer ÖPNV und E-Mobilität wirklich wichtig!“
Dann muss aber auch genug Bauland ausgewiesen werden, und teuer ist das immer noch. Und das Problem mit dem Verfall in manchen Landkreisen und an den Rändern Europas löst sich damit nicht.
Kommentar vom 21.06.2026 23:43
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/energieglauben-nach-dem-irankrieg-hilft-rechthaben-in-der-wissenskommunikation/#comment-207523
@Uli Schoppe 21.06. 15:29
„Ja, aber gesetzt sie ist beeindruckend, ist sie das dann weil sie von einem christlichen Würdenträger kommt? Fließen die Werte irgendwie da raus das er Christ ist oder ist es vieleicht anders herum?“
Das dürfte in beiden Richtungen funktionieren. Was jetzt so wichtig wieder nicht ist, aber wenn von dem Papst sowas Vernünftiges kommt, bin ich auf jeden Fall begeistert. Immerhin der Chef der größten Kirche und der ältesten Organisation der Welt.
Wenn der sich da in Richtung Weltoffenheit und Akzeptanz Andersgläubiger so engagiert, macht mir das echt Hoffnung.
„Und das man sich die auf Abstand halten muss klebt nach meiner Auffassung nicht an der spezifisch ausgeübten Religion. Die ist nur gerne dankbares Vehikel.“
Also bei den Zeugen Jehovas kann ich nicht nachvollziehen, das sich hier nicht alles um den Rechten Glauben dreht. Selbst die örtliche Babtistengemeinde scheint mir tatsächlich vor allem durch den Glauben motiviert zu sein.
Wie es in den einzelnen Vereinen so läuft, ist ein weites Feld. Und die einzelnen Gemeindemitglieder bleiben Individuen. Natürlich mit ihren eigenen Weltauffassungen.
Und ja, die wirken dann auch in den verschiedensten Gemeinde mit.
Kommentar vom 21.06.2026 14:18
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-der-solarpunk-den-ruf-von-wissenschaft-und-demokratien-retten-kann-und-auch-wird/#comment-207492
@Michael 21.06. 15:14
„Noch immer ist eine gute Zukunft durch mehr Innovation, mehr Kinder und mehr (gesteuerte) Zuwanderung möglich.“
Man muss es nicht übertreiben mit der Zuwanderung, es geht auch weniger. Lokal sollte man das gerne betrachten. In wirtschaftlich überhitzten Städten wäre m.E. weniger mehr. Wo noch Platz ist, und dennoch genug Arbeitsplätze zur Verfügung stehen, wäre mehr sinnvoll.
„Auch verebbende Regionen können lebenswert bleiben, wenn die Volkswirtschaft mit erneuerbaren Heimatenergien post-fossil boomt.“
Das kommt auf das Maß an. Immerhin hilft es den Menschen ziemlich, wenn sie nur billige Mieten zahlen, und dennoch in den Genuss eigener PV-Anlagen kommen können. Dann wird auch die Elektromobilität deutlich günstiger, insbesondere auf dem Land, wo man echt ein Auto braucht und wesentlich weitere Wege fahren muss als in der Stadt.
Auch kann mehr Homeoffice auf dem Land recht attraktiv sein.
Aber ein ganz neues Leben wäre es, wenn wir ein Sammeltaxisystem etablieren können, das mit selbstfahrenden E-Autos funktioniert. Dann wird Mobilität nicht nur wesentlich billiger, sondern steht auch Kindern und Alten ohne Führerschein voll zur Verfügung.
So kann man deutlich längerer Wege entspannter und ganz billig zur Arbeit und zur Schule fahren, und viele bereits verebbende Regionen in der Nähe von Städten werden wieder aufblühen, und aus den jetzt überlaufenen Städten können auch viele dann ins Umland umziehen.
Vielleicht kann man dann auch eher mehrere Kinder haben, ohne Wohnungsnot bei billigen Mieten und wenn man die Kinder nicht mehr ständig irgendwo hinkutschieren muss. Das ist jetzt nicht nur teuer, das kostet auch viel Zeit, die Eltern sehr gut brauchen können. Insbesondere wenn man auf dem Land wohnt.
Kommentar vom 21.06.2026 14:08
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/energieglauben-nach-dem-irankrieg-hilft-rechthaben-in-der-wissenskommunikation/#comment-207488
@Uli Schoppe 21.06. 13:00
„Religion und Religiösität ist einfach ohne Rahmensetzung nicht einfach irgendwie förderungswürdig in meinen Augen.“
Das kommt natürlich auf die konkrete Religion an. Insbesondere wie weltoffen der Verein ist, und ob er Religionsfreiheit hochhält und die Diskussion auch mit Anders- und Nichtgläubigen sucht.
Das war z.B. vor kurzem der aktuelle Papst mit seiner neuen Enzyklika. Ich hab die noch nicht durchgelesen, aber es ist m. E. einfach beeindruckend. Die will ich mir noch ganz durchlesen.
Auch Hans Küng oder den Dalai Lama habe ich gerne gelesen.
Als Jugendlicher bin ich aus dem Konfirmantenunterricht noch rückwärts wieder herausgelaufen, und habe auf die weitere Mitgliedschaft begeistert verzichtet. Auch den Religionsunterricht durfte ich aus Glaubensgründen verweigern.
Ich kannte auch damals schon viele Leute, die ihren eigenen Glauben sehr vernünftig lebten, insbesondere auch Muslime. Da kann man sich über alle Konfessionsgrenzen hinweg sehr vernünftig mit austauschen.
Natürlich kenne ich auch die Anderen. Die man sich echt nur möglichst weit vom Hals halten kann. Wenn das dann die sind, die mehr Kinder kriegen, dann frage ich mich auch, ob uns das dann wirklich hilft. Dann lieber eine Konsequente säkulare Förderung von Kindern und jungen Familien.
Wenn sie denn funktioniert. Das hat ja noch fast keiner ausprobiert. Vielleicht ist das gar nicht so schwierig.
Aber vernünftige Religiosität fördern wäre mindestens genauso interessant. Ganz für sich schon.
Kommentar vom 20.06.2026 16:19
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/energieglauben-nach-dem-irankrieg-hilft-rechthaben-in-der-wissenskommunikation/#comment-207430
@Michael 20.06. 15:02
Natürlich können wir einfach warten, bis sich die religiösen Menschen mit ihrem Reproduktionserfolg von selber so weit vermehren, dass wir auch insgesamt wieder stabile Kinderzahlen haben.
Oder versuchen, die Religiosität zu fördern.
Das kann aber wohl ein paar Generationen dauern. Wenn wir nicht solange warten wollen, müssen wir dann eben doch andere Wege der Nachwuchsförderung gehen. Was ja, denke ich mal, wohl echt möglich wäre.
Die Leute kriegen oft weniger Kinder, als sie eigentlich haben wollen. Mit entsprechender Förderung müsste das doch möglich sein. Einen Versuch wäre es jedenfalls wert. Zumal mehr Solidarität unter uns Menschen doch sowieso auch gleich für alle lebenswerter wäre.
Einfach nur die globalen Umsätze zu erhalten, ist mir eigentlich gar nicht so wichtig. Schrumpfen müsste auch funktionieren. Zuwenig Kinder sind aber auch eine Verschwendung von Lebensmöglichkeiten, was meine ich schon wirklich was zählt.
Wir haben uns hier in Europa richtig was aufgebaut, das doch gerne auch von ganz vielen Kindern weitergeführt werden sollte.
Kommentar vom 20.06.2026 13:59
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/energieglauben-nach-dem-irankrieg-hilft-rechthaben-in-der-wissenskommunikation/#comment-207423
@Michael 19.06. 18:15 / 20.06. 06:29
„Auch, wenn es vor allem jene nicht gerne hören oder lesen, die an die Vernunft des Menschen glauben wollen: Viele Rechte verfallen in Reaktanz, viele Linke in Arroganz (genauer: in Historizismus) und viele Libertäre in Gier.“
Uns bleibt derweil nichts anderes übrig, mit den real existierenden Menschen irgendwie klarzukommen. Aber wir dürfen realistisch sein, dialogischen Monismus pflegen und immer wieder die wesentlichen Fakten vorbringen und wiederholen.
Desto eher kehrt bei immer mehr Leuten Vernunft ein, auch wenn das lange dauert und begrenzt ist.
„Das Internet einschließlich KI-Anwendungen machen sowohl komplexes Wissen und Dialog wie aber leider auch Desinformation und Verschwörungsmythen leichter zugänglich denn je…“
Ich beobachte im persönlichem Umfeld, dass wenn es um irgendwelche Gerüchte geht, dass wir dann einfach die KI fragen. Was die dann konkret sagt, ist nicht nur meistens recht vernünftig, sondern wird dann durchaus hier im privaten Rahmen als dann sogar gemeinsame Erkenntnis gewonnen, respektiert und weiterverwendet.
Das macht mir richtig Hoffnung. KI ist von der Bauart her sehr integrativ, das könnte doch genau das sein, das hier so dringend fehlt.
KI kann doch von Natur aus nur integrativ sein, und erlaubt sich in sich selbst keine parallelen, sich widersprechende Narrative. Die neuronalen Netze versuchen doch überall ein Fazit zu finden, wo immer das irgendwie möglich ist.
Und weil diese neuronalen Netze ja am gesamten Internet trainiert werden, suchen sie überall nach Aussagen, deren Summen dann ziemlich in der Mitte liegen, und so wird das eben automatisch zu einem Fazit der gesamten Trainingsdaten.
Deswegen wäre es ja auch überaus wichtig, dass das auch so bleibt. Und die KI nicht verbogen wird, z.B. durch eine willkürliche Manipulation der Trainingsdaten. Wenn man z.B. alles, was irgendwie von der Klimawissenschaft kommt, nicht als Trainingsmaterial zulässt, wird das dann wohl Folgen haben.
Kommentar vom 19.06.2026 15:22
https://scilogs.spektrum.de/datentyp/der-fable-schock-der-amerikanische-ki-protektionismus-ist-weckruf-und-chance-fuer-die-eu/#comment-6798
@NI 19.06. 11:11
„Und wenn du das Programm mit eigener Domaine hochlädst, dass nur du Zugriff auf das Programm hast. PHP-Dateien werden auf dem Webserver gespeichert, nicht bei dir auf deinem Computer.“
Wo ist das Problem? Auf dem Webserver läuft meine Webseite, völlig autonom. Was will ich mehr?
„Mit KI unterstützten Programmen bleibst du auch abhängig, nur auf eine ander Art und Weise.“
Diese KI selber muss auch Offene Software werden. Als allererstes wohl sogar. Sonst kann das in der Tat alles nur suboptimal funktionieren. Als Basis für wirklich Offene Software muss auch solche KI eben offen sein.
„Dein Konzept kostet Geld, das bestehende Konzept bringt Steuereinnahmen.“
Tut das, ja. Aber bevor eine Softwarefirma vom EU-Fond aufgekauft wurde, sind ja schon die meisten Steuern geflossen. Und die Programmierer sollen ja nicht arbeitslos werden. Sondern selber zunächst weitere kommerzielle Software schreiben, die dann später auch wieder aufgekauft wird, um sie für alle zu veröffentlichen.
Die m.E. erhebliche Wertschöpfung von Offener Software dürfte alle Aufwendungen lohnend machen. Das wäre ein riesengroßes Konjunkturprogramm für die gesamte Weltwirtschaft. Und würde das Potential von der globalen IT insgesamt vervielfachen.
Neben einer tiefgreifenden Transparenz. Die Abhängigkeit von US-Konzernen und der chinesischen Version davon ist m.E. eigentlich jetzt schon fatal und ziemlich untragbar.
Kommentar vom 19.06.2026 14:33
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/energieglauben-nach-dem-irankrieg-hilft-rechthaben-in-der-wissenskommunikation/#comment-207352
@Michael 19.06. 08:06
„Am Anfang überwogen Reaktanz, Spott und Angst vor Bränden. Doch das Interesse an Informationen, Mit- und Probefahrten wuchs.“
Die Leute haben doch einfach oft die Zeit nicht, sich mit unseren Themen hier so intensiv zu beschäftigen, wie wir das machen.
Ich hatte auch mal eine Analyse gelesen, wie neue Produkte sich konkret einführen. Da gibt es zunächst die „Pioniere“, die gleich alles kaufen, was neu ist, und ausprobieren. Die Masse der Leute bewegt das zunächst kaum. Aber es gibt auch die „Experten“, denen man viel Kompetenz zutraut. Die „Experten“ gucken sich dann die Erfahrungen der „Pioniere“ mit dem neuen Produkt genau an, und wenn es die das dann überzeugt, kaufen die das dann auch.
Und die Masse sieht das dann, vertraut dem Urteil ihrer „Experten“, und der Bann ist dann gebrochen, dass alle das dann haben wollen.
Es soll überall solche informellen Netzwerke von privaten Beziehungen geben, wo eben „Pioniere“ und „Experten“ mit dabei sind.
Das funktioniert auch genau so bei Elektroautos. Oder Balkonsolaranlagen, und jeder anderen Grüne Technik, die man kaufen kann.
Wenn jetzt freilich Investoren, die Großspeicher installieren wollen, einfach keine Genehmigung erhalten, dann geht es nun auch nicht. Man könnte höchstens gucken, dass man kleinere und mittelgroße Speicher bei bestehenden Anlagen dazubaut. Also direkt am Windrad oder der PV-Freiflächenanlage. Der zusätzliche Speicher würde ja nur selbstproduzierten Strom eine Weile zurückhalten, um ihn dann etwas später zu besseren Preisen einzuspeisen.
Das kann den vorhandenen Netzanschluss der ganzen Anlage ja nur entlasten. Eventuell kann solch eine Erweiterung dann entsprechend auch nicht verweigert werden. Zumal das ja auch keinerlei bauliche Maßnahmen am Netzanschluss erfordert.
„Die Solarpunk-Mimesis hat die theoretische Wissenschaftskommunikation nicht ersetzt, sondern ergänzt und verstärkt.“
Man macht entsprechende Erfahrungen mit der Technik, und sieht ganz konkret, was möglich ist. Und wie gut das dann auch wirklich funktioniert. Und zu welchen wirklichen Kosten das am Ende führt, bzw. wie rentabel z.B. eine PV-Anlage mit integriertem Speicher für den Eigenbedarf sein kann.
Das E-Auto und die Wärmepumpe passt dann auch noch wunderbar dazu. Da kann dann die Kollektorfläche auch recht großzügig dimensioniert werden.
Was sicher auch hilfreich ist, zu wissen, welcher konkrete Handwerksbetrieb einem die Anlagen vernünftig installieren kann.
Kommentar vom 18.06.2026 22:47
https://scilogs.spektrum.de/datentyp/der-fable-schock-der-amerikanische-ki-protektionismus-ist-weckruf-und-chance-fuer-die-eu/#comment-6793
@NI 18.06. 08:30
„Und………der Programmentwickler muss das fertige Programm der KI auch verstehen, sondst kann er es nicht seinen Bedürfnissen anpassen.“
Wie bei dem menschlichen Programmierer auch besteht die Kunst des Progammierens auch für KI darin, übersichtlichen, wartbaren und für jeden Kundigen verständlich Code zu schreiben. Das ist in der Informatik immer grundlegend. Sobald die Projekte größer werden, und viele Akteure mitspielen, muss man hier superordentlich ans Werk gehen.
Die Hauptsache wäre aber, dass Programmieren bestimmter Aufgaben mit KI-Unterstützung insgesamt viel billiger wird. Dann kostet es auch genauso weniger Geld, wenn ein EU-Fonds kommerzielle Software kauft und dann mit offenem Quellcode allen Nutzern weltweit kostenlos zur Verfügung stellt.
„Deine Idee ist richtungsweisend, praktisch sehe ich ganz große Hürden, weil dann diese EU-softwarefirma in Konkurrenz zu den anderen Anbietern geraten würde.“
Das muss ein Fond sein, der nur Software aufkauft und dann umsonst zur Verfügung stellt. Da kommt dann keine kommerzielle Firma mehr mit. Höchstens, wenn sie noch Besseres anzubieten hat. Deswegen würde es ja Sinn machen, gleich dem besten Anbieter sein Produkt abzukaufen.
Das kann freilich ganz schön teuer werden, aber sich denke, dass sich das überaus lohnen würde.
Und wie gesagt, je mehr die KI hier selber kann, desto weniger wird das dann kosten.
Und es kann dann jeder diese quelloffene Software anpassen und weiterentwickeln. Auch wieder mit immer mehr KI-Unterstützung. Das sind doch noch mal Welten von Möglichkeiten?
Kommentar vom 17.06.2026 22:10
https://scilogs.spektrum.de/datentyp/der-fable-schock-der-amerikanische-ki-protektionismus-ist-weckruf-und-chance-fuer-die-eu/#comment-6787
@NI 17.06. 17:57
„Freeware gibt es zu Tausenden, und unter denen auf die Schnelle herauszufinden, welche Programme neu sind und welche „abgekupfert“, das braucht Zeit und Fachleute.“
Es reicht ja für eine Anwendung eine vernünftige Offene Software. Die ja auch angepasst und weiterentwickelt werden kann.
„Die Idee mit dem EU-Fonds ist verlockend, vor allem für Hobbyprogrammierer, „
Ich dachte hier eher daran, das man eben möglichst das Beste, dass auf dem Markt ist, einfach aufkauft. Wenn der EU-Fond genug Geld dafür ausgeben kann, dann haben wir es doch.
Das Ergebnis wäre eben freie offenen Software, die für die Anwender nichts mehr kostet. Die übrigen Konkurrenten müssten dann eben aufgeben. Oder an Aktualisierungen und Erweiterungen arbeiten, die dann auch wieder die Chance haben, von dem EU-Fonts aufgekauft zu werden.
Profitieren würden alle Nutzer, das wäre ein Konjunkturprogramm für die gesamte Weltwirtschaft. Und wir hätten eben auch eine weitreichende Transparenz.
Wenn das wirklich so weitergeht, dass immer mehr Programierarbeit von KI geleistet werden kann, rückt ein solches Projekt doch in immer greifbarere Nähe.
Kommentar vom 17.06.2026 13:32
https://scilogs.spektrum.de/datentyp/der-fable-schock-der-amerikanische-ki-protektionismus-ist-weckruf-und-chance-fuer-die-eu/#comment-6782
@NI 17.06. 09:32
„Wer selbst schon mal programmiert hat, der weiß, das ist „Knochenarbeit“. Und das Ergebnis, ein .exe Programm, das verschenkt man nicht.“
Ich habe mir auch diverse Webseiten mit PHP gebastelt. Und könnte das verwendete Grundgerüst problemlos verschenken. Nur die Qualität ist dafür noch zu schlecht, das müsste noch mal sehr aufwändig überarbeitet werden. So wie das jetzt aussieht, kann ich da nur selber mit arbeiten.
https://geier-wg.de/jeckenburger/index.php
https://introspektiva.de/
Aber wenn das wirklichst höchste Qualität wäre, wie wäre es, wenn es einen reichlich ausgestatteten EU-Fonds gäbe, der mir was dafür zahlt, dass ich den Quellcode meiner Projekte frei veröffentlichen würde?
Zumal ja auch inzwischen mit KI-Unterstützung Programmcode immer schneller und einfacher erstellt werden kann.
So könnte man etwa dem Hersteller des besten Selbstfahrsystems anbieten, dass er die Rechte komplett an die EU verkauft, und die dann den Quellcode einfach veröffentlicht. Man könnte auch gucken, dass dieser EU-Fonds auch noch finanzielle Unterstützung aus der ganzen Welt eintreibt.
„Stattdessen findet hinter den Kulissen ein Krieg statt, ein Krieg um die Standards, richtigen Schraubenkopf über den richtigen Ladestecker bis hin zu den Computersystemen.“
Entsprechend wären diese EU-Projekte darauf ausgerichtet, überall Standartschnittstellen einzuführen, dass alle von der EU geförderten quelloffenen Systeme problemlos zusammenarbeiten können.
Das müsste doch alles möglich sein. Die Wertschöpfung an Öffentlichen Gütern, die damit erzielt würde, wäre jedenfalls riesig.
Und das wäre nicht nur ein Schub für die Weltwirtschaft, sondern man wüsste endlich ganz genau, was z.B. die Sozialen Plattformen wirklich mit ihren Nutzern machen.
Kommentar vom 16.06.2026 13:28
https://scilogs.spektrum.de/datentyp/der-fable-schock-der-amerikanische-ki-protektionismus-ist-weckruf-und-chance-fuer-die-eu/
@Hauptartikel
Wenn KI immer besser selber programmieren kann, warum dann nicht gleich damit anfangen, alle IT mit Offener Software zu betreiben? Das schafft nicht nur Transparenz, Sicherheit und Unabhängigkeit, sondern spart auch gleich Lizenzkosten ein.
Was vor allem im Globalen Süden sehr begrüßt werden dürfte. Entsprechend wäre diese Offene Software ein Projekt der ganzen Welt jenseits der US-Konzerne und der Chinesischen Version davon. Selbst die US-Bürger können sich dann über transparente und kostenlose IT-Lösungen freuen.
Und ich würde fast drauf wetten, dass so auch die Qualität der Software einen deutlichen Sprung nach vorne dabei macht. Und am Ende sogar reichlich Hardwarekosten einspart.
Mit Linux ist das längst Realität. Das läuft komplett problemlos auf über 10 Jahre alten Rechnern, auf denen ein aktuelles Windows schon länger nicht mehr installiert werden kann.
Wir bräuchten eine globale Initiative, die das KI-gestützte Schreiben von Offener Software aller Art fördert und wo nötig auch finanziert. Das wäre sehr gut investierte Arbeit und investiertes Geld in eine ganz neue Freiheit.
Das wäre ein Schaffen von Öffentlichen Gütern, das die Welt wirklich weiter bringt.
Kommentar vom 15.06.2026 16:10
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-57-trialog-mit-der-friedensforscherin-prof-cora-biess/#comment-207161
@NI 15.06. 10:43
„Die Kupfervorräte reichen bei dem derzeitigen Bedarf noch 40 Jahre.“
Was ja jetzt gar nicht so wenig erscheint. Man kennt vermutlich auch noch gar nicht alle potentiellen Lagerstätten? Wobei es auf den Marktpreis ankommt, ob eine Lagerstätte abbauwürdig ist.
„Sie wird uns aber nicht vor weiteren Konflikten schützen, die größten Kupferproduzenten sind nämlich Chile und Peru und Kongo.“
In der Tat sind das schon begehrenswerte Schätze. Das können wir nicht ändern. Immerhin wird Kupfer aber auch sehr gut recycelt, und muss nicht wie die Fossilen Brennstoffe ständig nachgekauft werden.
„Eine total elektrifizierte Welt wird total viel Kupfer für die Leitungen benötigen!“
Aluminium leitet auch hinreichend gut Strom. Ist vermutlich nur nicht so leicht zu verarbeiten.
Ich hab Felo-ai gefragt:
„Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Kupfer etwa 1,5- bis 1,6-mal besser Strom leitet als Aluminium. Anders ausgedrückt: Ein Aluminiumdraht muss einen etwa 1,6-mal größeren Querschnitt haben als ein Kupferdraht, um den gleichen Strom bei gleicher Verlustleistung zu übertragen. Trotz dieser geringeren Leitfähigkeit wird Aluminium aufgrund seines geringeren Gewichts und seiner Kosteneffizienz häufig in Anwendungen wie Freileitungen eingesetzt.“
Also irgendwann wird Kupfer so teuer, dass Aluminium in immer mehr Anwendungen stattdessen benutzt wird.
Kommentar vom 15.06.2026 13:29
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-56-dialog-ueber-trump-als-corpus-christi-religionsdemografie-und-die-malthus-macht/#comment-207158
@Realo 14.06. 22:46
„Ich meine, dass von außerhalb der EU nur Menschen mit einem „Asylgrund“ ins Land dürfen. Das muss zunächst geprüft werden. Gibt es keinen derartigen Grund, so sind wir sie theoretisch wieder los….“
Ist doch egal. Wenn sie schon mal hier sind, können sie sich auch nützlich machen und auch gleich eigenes Geld verdienen. Wenn die dann doch abgelehnt werden, müssen sie eben die Rückreise antreten.
„Ohne eine derartige Regelung würden wir überrannt,..“
Ich denk mal, dass man ohne eine wirksame Kontrolle der EU-Außengrenzen die Zuwanderung nicht vernünftig begrenzen kann. Hier sollte nicht entscheiden, ob man sich die Schlepper leisten kann. Sondern wie viele wir wirklich haben wollen, und das je nachdem, wer wirklich verfolgt wird, und wie viele das dann konkret sind.
„Mit dem Geld dass sie im „Hochlohnland Deutschland“ verdienen, können sie zuhause im „Billiglohnland“ bestens leben…..“
Ist doch ok? Solange wir die gut brauchen können, mögen sie doch später wieder in ihre Heimat zurückkehren, und sich da ein Häuschen bauen.
@Michael 14.06. 23:23
„Angesichts der weltweit weiter scharf fallenden Geburtenraten werden Gesellschaften, die sich zu stark gegenüber Zuwanderung abschotten, umso schneller unterjüngen und auch wirtschaftlich absteigen.“
Das Maß ist hier wohl entscheidend?
„Schon jetzt verliert Immobilienvermögen auch in immer mehr Regionen in Deutschland mangels Nachfrage zunehmend an Wert. Und wo es kaum noch junge Menschen gibt, versiegen auch Investitionen und Unternehmen.“
Diesen Verfallsregionen helfen auch Zuwanderer wenig, wenn die eben in die Städte strömen, weil sie nur da Arbeit finden? Da sehe ich keine Lösung für. Was soll man da machen? Da ist was gekippt, und das kippt nicht wieder zurück.
Und mir erscheint in manchen Städten auch die Lage durchaus überhitzt, das ist auch nicht gut. Man muss ja nun auch eine Wohnung finden und bezahlen können.
Florierende Verhältnisse mögen mir genügen. Konkret hier in Dortmund läuft es recht mittelmäßig, ein wenig weniger würde ich aber durchaus begrüßen. Wer Wohneigentum hat, den betrifft das gar nicht. Und wer was zu vermieten hat, der freut sich freilich über so viel eben geht. So sind dann die persönlichen Interessen eben auch verschieden.
Und mehr Kinder wären ja nun sowieso ganz gut, auch wenn wir zusätzlich weitere Zuwanderung immer noch gebrauchen können. Die Kinder machen ja nun auch erstmal Mehrarbeit, die muss ja auch irgendwo herkommen.
Kommentar vom 14.06.2026 23:35
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-57-trialog-mit-der-friedensforscherin-prof-cora-biess/#comment-207137
@Michael 14.06. 20:55
„In Staaten wie Thailand oder Vietnam boomen Elektromobilität und erneuerbare Energien. Aus Eigennutz: Sie möchten kein Geld mehr für fossile Importe ausgeben, sondern welches verdienen. Sie bauen deshalb um Zukunftsbranchen vollständige Wertschöpfungsketten auf.“
Beide Länder liegen fast am Äquator. Die PV-Erträge sind dort eben doppelt so hoch wie in Mitteleuropa, und dann auch noch gleichmäßig über das Jahr verteilt. Dass dann auch die Kurzfristspeicher besser ausgelastet sind, so an die 300 Ladezyklen im Jahr, bei uns kommt man maximal auf 200 Ladezyklen. Und winterliches Backup kann man sich da komplett sparen.
Das fördert nicht nur die Elektroautos, überhaupt ist billiger Strom ein guter Standortfaktor für alle möglichen Produktionsstätten.
Bei uns lohnt sich PV vor allem, wenn man die eigene PV-Anlage hat und den meisten Strom selber verbrauchen kann. Dann verdient hier kein Netzbetreiber und auch der Fiskus nicht mit. Leider klappt das noch nicht im Innenstadtbereich, also bei mehr als der Hälfte der Privatverbraucher. Wenigstens Industriebetriebe und andere Gewerbeobjekte können sich aber auch gut mit PV selbst versorgen.
Wir wie bei mir müssen wohl noch warten. Man kann aber auch gerne reichlich Freiflächenanlagen gleich mit integrierten Speichern im Umfeld der Städte installieren. Da hat man dann zwar Anschlusskosten, Durchleitungsgebühren und vermutlich auch allerhand anderer Abgaben zu leisten. Aber wenigstes ist die PV-Anlage wie auch der Speicher in diesen Dimensionen deutlich günstiger beim Aufbau wie bei einer üblichen Dachanlage.
Das wird uns hier spätestens dann auch helfen. Aber das dauert, nicht nur wegen der erheblichen Investitionen, sondern auch, weil für die Freiflächenanlagen die Netze ausgebaut werden müssen.
Das wäre ja gerade das Charmante an jeder Menge PV auf allen möglichen Kleinflächen ganz nah am Verbraucher. Da reichen die vorhandenen Stromanschlüsse meistens aus, insbesondere wenn man die PV gleich mit einem Kurzfristspeicher kombiniert. Das einzigste Hindernis hierfür ist die Bürokratie.
Nun gut, das lässt sich auch noch nachholen. Hauptsache es wird hier weltweit ordentlich grüne Technik immer weiter zugebaut. Das entlastet überall das Klima und lässt den Fossilismus unweigerlich auslaufen. Und das eröffnet dem ganzen Globalen Süden ganz neue Perspektiven.
Ob das dann noch den Frieden fördert, wäre vielleicht möglich. Jedenfalls lohnt es sich dann nicht mehr, um Öl- und Gasquellen zu kämpfen. Und jeder, der Energie braucht, kauft sich einfach die nötige grüne Technik ein, und hat dann da mindestens 20 Jahre was davon. Den Platz dafür gibt es überall genug, darum zu streiten macht jedenfalls überhaupt keinen Sinn.
Kommentar vom 14.06.2026 16:18
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-56-dialog-ueber-trump-als-corpus-christi-religionsdemografie-und-die-malthus-macht/#comment-207125
@Realo 14.06. 09:17
„Bei uns ist das Bürgergeld verlockend, arbeiten zu müssen erspart man sich lieber. Man lässt sich vom Schlepper ins Land bringen, ist „einfach da und hält die Hand auf“, schließlich hat man Rechte und „Dumme“ die zahlen müssen…..“
Die allermeisten Einwanderer kommen hier her, um zu arbeiten. Müssen dann aber auch gegen die eigene Konkurrenz antreten, insbesondere wenn sie kaum Deutschkenntnisse haben.
Verrückterweise dürfen Asylbewerber erstmal ein halbes Jahr gar nicht arbeiten. Was das soll, habe ich noch nie verstanden. Und arbeitslose Asylbewerber bekommen weniger Geld als den normalen Harz4-Satz.
In der Tat sind hier aber auch EU-Bürger insbesondere aus Rumänien mithilfe von Schleppern in die Sozialsysteme zugezogen. Hier im Ruhrgebiet konkret in Duisburg, Gelsenkirchen und Hagen sind einige Tausend davon in leerstehende Schrottimmobilien eingezogen. Das meiste Geld machen dabei aber die Besitzer dieser Schrottimmobilien.
Man versucht die jetzt aber auch konsequent wieder loszuwerden.
Ein flächendeckendes Problem ist das allerdings wohl wirklich nicht.
Kommentar vom 14.06.2026 14:34
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-57-trialog-mit-der-friedensforscherin-prof-cora-biess/#comment-207120
@Podcast nr 57
Ich hatte jetzt eher mehr von richtigen Kriegen erwartet. In der Tat ist allerdings der digitale Krieg auf recht kultureller Ebene ein Ding für sich.
Natürlich brauchen wir vernünftige digitale Plattformen, und Menschen, die deren Vorzüge begreifen und sich entsprechend nur da bewegen, wo es möglich ist, sich wirklich friedlich auszutauschen.
Und da ist dann auch jeder gefordert, sich in der allgemeinen Streitkultur förderlich zu verhalten. Was dann wiederum auch Erfahrungen von Selbstwirksamkeit möglich macht.
@NI 14.06. 12:31
„Er vergisst aber, dass über 50 % der Deutschen eine Mietwohnung haben und es aus Platzmangel und oder Geldmangel nicht möglich ist, diese Energiewende durchzuführen.“
Wie hier bei mir im Innenstadtbereich ist die Situation eine andere. PV inclusive integriertem Speicher müsste von Investoren auf für kleines Geld gemieteten Dachflächen überall installiert werden, und dann mit verminderten Durchleitungsgebühren direkt in der Nachbarschaft verkauft werden. Dann wird hier der Strom endlich auch mal wieder billiger.
Und einzelne Wärmepumpen wären auch schwierig, es fehlt an Platz für Lüfter wie auch an Platz für Bodensonden. Dafür eignet sich allerdings die verdichtete Bebauung sehr gut für Fernheizungsnetze, die dann wiederum auch einen Teil ihrer Wärme mittels Großwärmepumpe bereitstellen können.
Das geht alles auch, muss dann aber eben erlaubt sein bzw. angestoßen und eventuell gefördert werden. Das ist das eigentliche Versäumnis, wieso das hier nicht vorwärts geht.
Das liegt nicht an Herrn Habeck. Wir haben hier keine Einzelhäuser, wo jeder Eigentümer alleine tätig werden kann. Das muss jetzt dringend endlich organisiert werden. Und da bremst eben die Bürokratie fast alles aus, was eigentlich problemlos möglich wäre.
Kommentar vom 14.06.2026 00:21
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-56-dialog-ueber-trump-als-corpus-christi-religionsdemografie-und-die-malthus-macht/#comment-207070
@Michael 13.06. 17:53
„Vor allem in Asien sei „die Nachfrage stärker zurückgegangen, als wir bisher angenommen hatten“, schreibt die US-Behörde EIA. Schon jetzt machen Elektroautos den Großteil der Neuzulassungen in chinesischen Großstädten aus,…“
Kein Wunder, diese Länder liegen weit südlich und haben sehr hohe und über das Jahr gleichmäßgere PV-Erträge. Und wenig Geld für ausgeuferte Ölpreise.
Auch bei uns dürften die aktuellen Öl- und Gaspreise die Energiewende fördern. Mir als Privatverbraucher, ohne die Möglichkeit eigene Grüne Technik anzuschaffen, tut das aber so schon auch weh. Mir wären weniger bürokratische Hürden für jede Menge PV und Speicher im ganzen Stadtgebiet viel lieber, als immer schmerzhaftere Preise beim leider noch nötigen fossilem Backup.
Strom und vor allem Gas wird derweil teurer und teurer. Und selbst wenn ich ein Auto bräuchte, könnte ich mir mit meinem Budget keinesfalls einen Neuwagen leisten. Und müsste auch da lange Jahre warten, bis dass für mich bezahlbare E-Autos auf dem Gebrauchtwagenmarkt ankommen.
Das sind keine guten Zeiten für kleine Leute.
Mir ist aber schon klar, dass hier eigentlich erst Putin, und später auch noch Trump für diese Preise die Hauptverantwortung tragen. Allerdings, wie gesagt, die Deutsche Bürokratie bremst dennoch die Energiewende ganz schön aus. Wir könnten schon sehr viel weiter sein.
Kommentar vom 13.06.2026 23:52
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-56-dialog-ueber-trump-als-corpus-christi-religionsdemografie-und-die-malthus-macht/#comment-207068
@Realo 13.06. 14:31
„Es steht nicht im Grundgesetz, dass wir uns das gefallen lassen müssen.“
Das wird ja auch konsequent strafrechtlich verfolgt, insbesondere kommt nach der Haftstrafe meistens die Abschiebung hinterher.
Wir können aber auch uns selber aussuchen, wieviele und wen wir wann aufnehmen wollen. Wenn wir das nur an der Religion ausrichten würden, könnte das eventuell Probleme mit dem eigenen Grundgesetz geben.
Zumal ja auch nur eine Minderheit der Muslime problematisch wären. Wenn man eine Einladung mit dem Hinweis auf eine konkrete Ablehnung von Demokratie, Gleichberechtigung und Religionsfreiheit ablehnt, könnte das aber schon gerichtsfest sein. Meine ich zumindest.
„Ich bestreite doch nicht, dass viele Muslime sich bei uns bestens eingegliedert haben und wertvolle Mitglieder unserer Gesellschaft geworden sind.“
Eben deshalb wäre es schade, so manch einen muslimischen Zeitgenossen auszusperren, der sich hier wirklich gut einleben könnte.
Sofern man denn überhaupt eine entsprechende Anzahl von neuen Einwanderern haben will. Wie schon gesagt, diese Entscheidung würde ich am liebsten den Kommunen überlassen, die müssen letztlich dafür sorgen, wie sie die Integration irgendwie hinbekommen können. Und die wissen auch, wieviel Platz sie noch haben, an bestehenden Wohnungen wie auch an der Möglichkeit, neue Wohnungen zu bauen.
Die Situation ist ja nun im ganzen Land ziemlich lokal sehr unterschiedlich.
Kommentar vom 13.06.2026 14:21
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-56-dialog-ueber-trump-als-corpus-christi-religionsdemografie-und-die-malthus-macht/#comment-207042
@Michael 12.06. 21:04 / Deutschlandfunk
„Die Zahl der Geburten sinkt nicht nur in Deutschland – mit Folgen für die gesamte Gesellschaft. Politik könnte hier einiges ändern. Und vielleicht braucht es auch weniger hohe Erwartungen an Eltern.“
Die Nachfrageeffekte von mehr Kindern habe ich da vermisst. Natürlich müssen die Kinder die Renten realisieren, und es fehlt entsprechend an jungen Menschen. Aber wenn wir jetzt mehr Kinder hätten, würde das doch erstmal nur Mehrarbeit machen, und soweit jetzt schon Arbeitskräftemangel herrscht, wird der sich noch verschärfen.
Das dauert öfter mehr als 20 Jahre, bis die Kinder von heute produktiv werden.
Wir haben aber auch einen faktischen Außenhandelsüberschuss von an die 200 Mrd Euro. Der kann doch gerne kleiner werden. Insbesondere wenn wir mehr Binnennachfrage auch durch mehr Kinder hätten, würde es gut passen, einfach mal diesen Überschuss abzubauen.
Wenn also mehr Kinder vor allem den Wohnungsneubau fördern, geht es uns da besser mit. Wenn dann noch die Kommunen mehr Bauland ausweisen und die Bauvorschriften abbauen, dann könnte das ganz schön florieren.
Wenn wir dann einen klaren Mangel an Bauarbeitern hätten, könnte man auch noch eine gewisse Menge Zuwanderer einladen, soweit das denn nötig ist. Die Arbeiten sofort, nicht wie die Kinder erst nach 20 Jahren.
Rein wirtschaftlich kommt da am Ende auch mehr allgemeiner Umsatz dabei raus. Was ich gar nicht so wichtig fände, dafür umso mehr die tatsächlichen Möglichkeiten menschlichen Lebens.
„Das Problem ist doch, dass Reiche, meist Erben und Konzerne massiv und auch unter Einsatz von Medien massiv gegen die Finanz- und Energiewende kämpfen.“
Da müssen wir dann eben beharrlich dagegen arbeiten. Es ist unser Leben und unserer Planet. Immerhin sind die meisten Menschen in Deutschland durchaus dabei?
Kommentar vom 12.06.2026 10:36
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-56-dialog-ueber-trump-als-corpus-christi-religionsdemografie-und-die-malthus-macht/#comment-206999
@Michael 11.06. 22:54
„Aus meiner Sicht haben wir es vor allem mit post-malthusianischer Demografie zu tun: In unterjüngenden Milieus haben sich gigantische Kapitalmengen angesammelt, die nun zunehmend verzweifelt nach Rendite „suchen““
Kapital kann doch schrumpfen. Etwa in Form von sinkenden Immobilienwerten in verebbenden Regionen. Aber auch durch niedrige Leitzinsen bei zugleich hoher Inflation.
Ich würde es dennoch auch noch mehr besteuern. Dann kann man die Lohnsteuern senken und Familien mehr fördern. Was dann sogar dem Kapital selbst entgegenkommt, wenn Arbeitskosten niedriger werden und mehr Kinder mehr Nachfrage erzeugen.
Und so floriert das Leben.
Kommentar vom 11.06.2026 23:51
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-56-dialog-ueber-trump-als-corpus-christi-religionsdemografie-und-die-malthus-macht/#comment-206961
@Michael 11.06. 22:54
„Sicher hattest Du das nicht vor, aber mir ist es auch als Vater und Ehemann wichtig, dass wir das Thema Kinder nicht auf Frauen individualisieren.“
Ich denk mal, dass Väter vor allem mehr Carearbeit anbieten könnten. Ein möglichst verlässlicher Partner zu sein, ist allerdings nicht so einfach. Man sagt ja auch, die Liebe geht ihre eigenen Wege.
„Wenn es auch in unserem Land wieder mehr Kinder geben soll, dann müssen sich die finanziellen und partnerschaftlichen Verhältnisse von Müttern, Kindern, Familien deutlich verbessern.“
Insbesondere ist die Lage von Müttern ziemlich schwierig, wenn die Beziehung scheitert. Wenn genau da deutlich mehr Unterstützung praktiziert würde, wäre das alles viel einfacher.
„...streben die meisten kindeswilligen Frauen erst einmal nach einer gewissen, finanziellen Unabhängigkeit und einer möglichst verlässlichen Partnerschaft.“
Was dann am Ende öfter im Sande verläuft, und einfach nicht vernünftig funktioniert. Das ist ja das Problem. Wenn es dagegen weniger prekär wäre, und auch ein Ende der Beziehung mit genug staatlicher Unterstützung aufgefangen werden kann, wären wir wohl einen Schritt weiter. Wenn hier der Staat zuallererst mal die Mütter absichert. Auch was hinterher die Rente betrifft.
Das könnte zuweilen auch den Vätern entgegenkommen, auf dass die dann einen Kinderwunsch der Partnerin eher mittragen. Wenn da ein Stück weniger Verantwortung möglich wäre. Welcher junge Mann weiß das schon, ob er die Beziehung dauerhaft durchhält und mit der Vaterrolle klarkommt.
Kommentar vom 11.06.2026 15:03
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-56-dialog-ueber-trump-als-corpus-christi-religionsdemografie-und-die-malthus-macht/#comment-206939
@Michael 10.06. 23:15 / Felo.ai
„Wenn Frauen die Geburt ihrer Kinder im Lebenslauf nach hinten verschieben (z. B. aufgrund längerer Ausbildungszeiten oder Karriereplanung), sinkt die TFR in diesen Jahren künstlich ab. Dies geschieht selbst dann, wenn die Frauen ihre Kinder später nachholen und am Ende ihres Lebens die gleiche Anzahl an Kindern haben.“
Das ist nicht nur künstlich. Das hat direkte Auswirkungen auf die absoluten Bevölkerungszahlen wie auch auf die Anzahl der Kinder, die z.B. in der Schule ankommen. Die Kinder werden zwar nachgeholt, aber fehlen absolut auch faktisch.
Wenn die Frauen statt im Schnitt von 25 Jahren erst im Schnitt mit 35 Jahren ihre Kinder bekommen, hat das erhebliche Auswirkungen auf aktuelle Kinderzahlen und die Gesamtbevölkerungen. Da wären dann praktisch 10 Jahre dazwischen geschoben, in denen es keine Kinder gibt, wenn dass alle Frauen auf einmal so machen würden. Aber der Effekt bleibt erhalten, wenn sich diese Verschiebung auf 40 Jahre verteilt.
So hätten wir selbst bei einem TFR von 2,1 eine deutliche Schrumpfung der faktischen Gesamtbevölkerung, wenn sich das Durchschnittsalter der Frauen bei der Geburt ihrer Kinder nur deutlich nach hinten verschiebt.
Und zu den insgesamt niedrigen TFR-Werten kommt dieser Effekt dann noch dazu.
Ich hab Felo.ai gefragt:
„1970er Jahre: In Westdeutschland lag das Durchschnittsalter bei der ersten Geburt bei etwa 25 Jahren, in der DDR sogar bei 22 Jahren“
„2009: Das Durchschnittsalter der Erstgebärenden betrug 28,8 Jahre“
„2024: Das Durchschnittsalter lag bei 30,3 Jahre“
Dieser Effekt dürfte deutlich mitspielen.
Kommentar vom 10.06.2026 11:44
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-56-dialog-ueber-trump-als-corpus-christi-religionsdemografie-und-die-malthus-macht/#comment-206858
@Demografie TFR-Wert
Der aktuelle TFR-Wert ist gar nicht so leicht zu ermitteln. Viele Frauen haben schon Kinder, und könnten noch weitere bekommen. Erst mit den Wechseljahren weiß man den TFR-Wert einer Generation.
Dazu kommt, dass bei gleichem TFR-Wert, aber späterem Zeitpunkt der Geburten, unterschiedliche Kinder- und Gesamtbevölkerungszahlen herauskommen. Spätere Kinder kommen verzögert dazu. Das merkt man zuerst an den Schülerzahlen, aber auch insgesamt sinkt so die Bevölkerungsgröße proportional mit.
Nur die aktuellen Geburtenzahlen lassen sich zuverlässig ermitteln. Was die zukünftigen Geburten betrifft, muss man sehen. Weiß man kaum.
Kommentar vom 10.06.2026 10:17
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/18-jahre-wissenschaftsbloggen-1500-blogposts-auf-natur-des-glaubens-ein-ehrenamt-fuer-den-dialogischen-monismus/#comment-206851
@Hauptartikel
Man kann Deine Arbeit hier Ehrenamt nennen, aber auch einfach Arbeit an der Kultur. Mit Dialogen auf recht kurzen Wegen. Beim Bloggen ist die Dialogfrequenz ziemlich hoch, aber ohne oberflächlich dabei zu sein.
Bücherschreiben hat auch seinen Platz im allgemeinen Kulturleben. Das geht mehr in die Tiefe, stellenweise. Und macht auch seinen Sinn.
Aber Bloggen kann schneller gehen.
Was jetzt wirklich die KI daraus macht, ist aber wohl nicht so einfach feststellbar. Wir können hoffen, dass die KI konsequent integrativ alles verarbeitet, was im Netz zu finden ist. Und womöglich auch neue Ideen bevorzugt integriert.
Mich freut es jedenfalls, hier umfangreich mitwirken zu können. So an die 30 Stunden die Woche bin ich durchaus damit beschäftigt. Allerdings nicht nur auf natur-des-glaubens.
Das ist hier ein Ort, der Themen bearbeitet, die mich schon immer interessiert haben. Und ich finde auch nach inzwischen über 7 Jahren immer noch regelmäßig neue Gedanken, die man hier im Dialog mal ausprobieren kann.
Die Wahrhaftigkeit, die wir hier offenbar sehr überwiegend praktizieren, führt dann auch gut weiter. Und vieles kann man auch einfach nur lesen, und sich merken.
Kommentar vom 09.06.2026 22:45
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-56-dialog-ueber-trump-als-corpus-christi-religionsdemografie-und-die-malthus-macht/#comment-206809
@Demografie
In etwa seit Anfang der 70er haben wir in Deutschland einen TFR von um die 1,4 Kinder pro Frau. Das sind knapp 2 Generationen.
Aber ein TFR von 1,4 Kinder pro Frau 2 mal hintereinander ergibt nur noch knapp 1,0 Enkel pro Oma. Und, wenn es dabei bleibt, ergeben sich entsprechend nur noch 0,7 Urenkel pro Uroma.
Entsprechend geschrumpft wäre die aktuelle Kinderpopulation, wenn die vielen Einwandererkinder fehlen würden. Das kann man sich kaum vorstellen.
Ich freue mich vielleicht über einen entspannteren Wohnungsmarkt hier in meiner Heimatstadt Dortmund, aber derartigen Verfall wünsche ich mir auf keinen Fall.
Dass hier Malthusianismus völlig deplaziert ist, sollte damit wohl eigentlich klar sein. Und eine entsprechende Nachfrageorientierung in der Wirtschaftsförderung wäre ebenfalls ziemlich eindeutig sinnvoll. Wobei eine Förderung der Geburtenraten ganz vorne auf der Liste stehen dürfte.
Kommentar vom 09.06.2026 22:14
https://scilogs.spektrum.de/datentyp/ki-revolution-steuern-wir-auf-den-energetischen-kollaps-zu-oder-wird-ki-effizienz-den-verbrauch-absinken-lassen/#comment-6727
@Martin Holzherr 09.06. 18:35
„Nein, eine Teilzeitauslastung , etwa nur zu 50% der Zeit, ist höchst unökonomisch,..“
Ich dachte hier nicht an nur direkte PV, sondern auch mit ausreichend Kurzfristspeicher, dass an den meisten Tagen im Jahr dann rund um die Uhr Strom für die Rechenzentren zur Verfügung steht. Etwa 60% der PV-Tagesleistung an Speicherkapazität dürfte dafür genügen
Kommentar vom 09.06.2026 15:04
https://scilogs.spektrum.de/datentyp/ki-revolution-steuern-wir-auf-den-energetischen-kollaps-zu-oder-wird-ki-effizienz-den-verbrauch-absinken-lassen/
@Martin Holzherr 08.06. 21:26
Zumal man auch gleich vor Ort eigene PV aufstellen kann, zusammen mit einem passenden Kurzfristspeicher. Ein Netzanschluss kann dann nur noch eine Nebensache sein. Und nur eher geringe Überschüsse abführen müssen, bzw. im Winter mal eine eher kleine Menge aus z.B. Windenergie zuzukaufen.
Kommentar vom 09.06.2026 14:08
https://scilogs.spektrum.de/datentyp/ki-revolution-steuern-wir-auf-den-energetischen-kollaps-zu-oder-wird-ki-effizienz-den-verbrauch-absinken-lassen/#comment-6722
@Martin Holzherr 08.06. 21:26
„Fazit: Wirklich grosse Rechenzentren brauchen eine eigene, netzunabhängige Stromversorgung.“
Kommt drauf an, wie das Verhältnis von Hardwarekosten zu Stromkosten ausfällt. Liegt das z.B. bei 50:50, dann wird man einzelne Tage oder sogar Wochen mit zu hohen Strompreisen die Rechentätigkeit abschalten, und auf bessere Strompreise warten.
Ist der Stromanteil an den Kosten noch höher, wird es sich eventuell lohnen, nur noch vielleicht 3/4 der Zeit in Betrieb zu sein.
Ist der Hardwareanteil dagegen sehr viel größer, wird man nur an wenigen Tagen mit besonders hohen Strompreisen pausieren. Oder sich eben ein eigenes AKW leisten. Was aber auch mal die Brennstäbe wechseln muss, und überhaupt ziemlich teuren Strom bereitstellt.
Ein günstiger Standort mag hier wohl entscheidend sein. Die Daten zu transportieren, ist anscheinend um Größenordnungen einfacher, als den benötigten Strom zu transportieren.
Neben Standorten mit günstigen Windbedingungen bieten sich Standorte an der südlichen Mittelmeerküste an, wo man sehr hohe PV-Erträge mit wenigen Schwankungen über das ganze Jahre hinweg hat. Und genug Kühlwasser aus dem Mittelmeer.
Kommentar vom 09.06.2026 12:45
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-56-dialog-ueber-trump-als-corpus-christi-religionsdemografie-und-die-malthus-macht/#comment-206784
@Michael 09.06. 09:02
„Volkswirtschaftlich verschärfen sie den Nachfrage- und Investitionsrückgang insbesondere in demografisch verebbenden Regionen.“
Womit man sich offenbar abfinden muss. Landwirtschaft erfordert nur noch wenige Arbeitskräfte, und zukünftig sogar noch weniger. Wenn dann hinreichend Leute weggezogen sind, kann sich aber mehr oder weniger Tourismus etablieren.
Oder eben auch mehr Homeoffice und das Sammeltaxisystem. Zumindest können dann mehr Leute in der Nähe von Städten wohnen bleiben, und dennoch die Arbeitsangebote der Städte nutzen.
Und was ist, wenn sowieso die Beschäftigungsquote wegen KI und Robotern zurückgeht, auch noch?
Dann wäre eine nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik umso dringender. Und eine Förderung von Nachwuchs wäre ein unverzichtbarer Teil davon.
Kommentar vom 08.06.2026 23:43
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-56-dialog-ueber-trump-als-corpus-christi-religionsdemografie-und-die-malthus-macht/#comment-206745
@Michael 08.06. 23:32
„Leben Deine Vorfahren in einer jener Regionen, die bereits vom demografischen Verebben betroffen sind, dann verliert auch ihr Immobilienvermögen an Wert.“
Es scheint mir hier irgendwie Kipppunkte zu geben. Wo es mehr Arbeit gibt, ziehen die Leute hin, was dort die Immobilienwerte fördert und dann auch mehr Neubauten motiviert. Was dann noch mehr Arbeitsplätze schafft. Das kann gut florieren, wenn es auch für Mieter teuer ist, und auch wer Wohneigentum erwerben will, muss ordentlich zahlen. Und dann ziehen diese Regionen auch noch Zuwanderer an.
Da wo die Leute dann mangels Arbeitsplätzen weggezogen sind, macht sich dann Verfall breit, und selbst Zuwanderer meiden diese Regionen eher. Obwohl es sich da billiger wohnt. Und die verfallenden Immobilienwerte kosten zusätzliche Kaufkraft. Neubauten fallen dann weg, und das kostet noch mehr Arbeitsplätze.
Vielleicht muss man die Arbeitsplatzsituationen einfach so gestalten, dass in den florierenden Regionen möglichst viele Arbeitsplätze wegfallen, und sich in die derzeitigen Verfallsregionen verlagern?
Und das nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern in der ganzen EU. Immerhin erhalten sich so jede Menge Immobilienwerte, da darf dann die gezielte Förderung von Arbeitsplätzen auch was kosten.
Ein Sammeltaxisystem könnte aber auch seinen Teil beitragen. Dann sind weitere Arbeitswege möglich, und es sind auch Kinder und Alte voll mobil.
Mehr Kinder, klar, das wäre nachhaltige Nachfrage. Aber auch diese Nachfrage kann man zugleich besser über die Regionen verteilen.
Es macht ja auch keinen Sinn, neue Häuser zu bauen und gleichzeitig woanders Leerstände zu produzieren. Das macht uns alle ärmer. Und kostet jede Menge Beton und andere Baumaterialien. Dann lieber mehr in die Sanierung der Altbestände und überhaupt mehr in die Energiewende investieren.
„Die räumliche Aufteilung von Bevölkerungsgruppen innerhalb einer Stadt (Segregation) beeinflusst das politische Klima in den Wohnvierteln.“
Dass sich das hier sortiert ändert aber wenig am Gesamtergebnis. Wenigstens haben die Kommunen einen gemeinsamen Arbeitsmarkt. Wobei die Situation schon in den Schulen zwischen den Stadtteilen recht unterschiedlich sind. Da leiden wohl vor allem Zuwandererkinder, mit ziemlich mäßigem Bildungserfolg.
Zuviele Menschen jedenfalls gibt es hier nicht. Die sind nur nicht optimal verteilt. Und stellenweise, und vor allem zunehmend, fehlen Kinder. Und demnächst fehlen in der Tat noch mehr die Enkel, wenn die Geburtenraten noch eine weitere Generation so niedrig bleiben.
Wer in dieser Generation zuwenig Kinder hatte, kann das nicht mehr nachholen. Das ist dann gelaufen, die biologische Uhr läuft zügig ab. Und selbst wenn die heutige schon geschrumpfte Generation ins produktive Alter kommt und dann wieder 2,1 Kinder pro Frau bekommt, werden das nicht mehr Kinder sein, als wir jetzt haben.
Kommentar vom 08.06.2026 13:06
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-56-dialog-ueber-trump-als-corpus-christi-religionsdemografie-und-die-malthus-macht/#comment-206703
@Michael 07.06. 23:32
„Und das erklärt auch meine bisherige Skepsis gegenüber einem Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE), das nach meiner Einschätzung Kinder noch mehr zu einem „kostspieligen Privatvergnügen“ machen würde.“
Ein entweder oder sehe ich hier nicht unbedingt. Wenn auch die Familienförderung in Form eines Kindergrundeinkommens erfolgt, haben wir ja beides.
Wobei das Grundeinkommen eher eine Idee für eine Welt voller KI und Roboter wäre, dass es wirklich nicht mehr viel Arbeit zu erledigen gibt. Bisher ist jede weitere Automatisierung mit neuem Absatz von neuen Produkten wieder ausgeglichen worden. Das kann aber auch irgendwann doch ein Ende nehmen.
Wenn es denn passiert, dann muss man nicht nur über ein Grundeinkommen nachdenken, sondern auch gucken, wo man die Steuern dann her nimmt. Praktischerweise müssen dann eben KI und Roboter die Steuern zahlen. Und diese Geräte sind finanztechnisch gesehen Kapital, das Ertrag abwirft. Wir bräuchten dann umfangreiche Kapitalertrags-, Vermögens- und Erbschaftssteuern.
Womit man dann das Grundeinkommen aller, auch der Kinder, finanzieren kann.
Und wer dann die Carearbeit wirklich gemacht hat, der darf gerne noch einen Rentenbonus obendrauf bekommen. Da kann man neben der Kindererziehung auch die Pflege der Eltern oder des Partners auch honorieren.
Das Grundeinkommen wäre darüber hinaus auch eine Idee, den allgemeinen Sozialausgleich zu vereinfachen. Jeder bekommt den Festbetrag gutgeschrieben, auch Kinder und Rentner, aber alles Einkommen darüber hinaus wird ab dem 1. Euro mit dem Spitzensteuersatz belastet. Neben Arbeit auch Renten und vor allem Kapitalertrag aller Art.
Ob man das mal so machen möchte, weis ich jetzt nicht. Aber rein rechnerisch erscheint mir das machbar. Und klar, das passt besser in einer Welt, wo es wirklich nur noch wenig Arbeit gibt. Bei dem aktuellen Investitionsstau passt das eher nicht.
„Die meisten Deutschen glauben ja noch immer, es gebe „zu viele“ Menschenskinder!“
Auch die fehlenden Kinder kann man dem allgemeinen Investitionsstau zurechnen.
Kommentar vom 07.06.2026 23:13
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-56-dialog-ueber-trump-als-corpus-christi-religionsdemografie-und-die-malthus-macht/#comment-206666
@Michael 07.06. 16:45
„Ja, so ähnlich sehe ich das auch und finde es bezeichnend, dass der biblische Paradiesmythos genau diesen Umbruch aufzeigt!“
Letztlich ging es in der Tat den Ackerbauern selber gar nicht gut, obwohl sie sich so mit deutlich höherer Bevölkerungsdichte dennoch hinreichend ernähren konnten.
Ich bin jedenfalls sehr froh, das nicht erlebt haben zu müssen. Ein Leben als Jäger uns Sammler erscheint mir dagegen tatsächlich wie ein Paradies.
Der aktuelle Kindermangel liegt dann aber in der weiteren Entwicklung, weit jenseits der Industrialisierung, und erst mit der Gleichberechtigung der Frauen. Im Prinzip ist hier der Haupttreiber, dass seit dem Frauen wie Männer versuchen, Karriere zu machen und möglichst viel Geld damit erzielen wollen.
Mehr noch, die Leistungsgesellschaft verleiht damit auch Status und Anerkennung. Und das Rentensystem belohnt den Gelderwerb noch, dass man umso besser im Alter dasteht, je weniger Zeit man mit Kindergroßziehen „verschwendet“ hat.
Das ist m.E. die Hauptursache des grassierenden Kindermangels.
Erst wenn die Menschen das verstehen, und entsprechend auch die Väter sich in diesem Sinne gefordert sehen und sich tatkräftig an der Carearbeit beteiligen, kann sich das bessern. Zumal genau das auch einer Vollendung der Gleichberechtigung der Geschlechter gleich käme.
Weniger Steuern und Abgaben für junge Familien, und mehr Rente als Belohnung für die ganze Erziehungsarbeit, braucht es schätze ich mal aber auch.
Praktischerweise könnte man diesen Rentenbonus nur an den Elternteil auszahlen, der auch wirklich die Carearbeit gemacht hat. Väter, die weiter voll gearbeitet haben, eben dann nicht. Und den Rentenbonus gibt es dann nur für beide Elternteile, wenn die sich die Erziehungsarbeit tatsächlich geteilt haben.
Kommentar vom 07.06.2026 16:16
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-56-dialog-ueber-trump-als-corpus-christi-religionsdemografie-und-die-malthus-macht/#comment-206651
@Michael 07.06. 03:29 / 15:03 / felo.ai
Ich hab felo.ai gefragt:
„Eine andere Live-Schätzung vom Februar 2026 gibt die Zahl mit etwa 8.075.791.209 an“
Bis die Weltbevölkerung wirklich schrumpft dauert es noch. Wobei die Unterjüngung sehr viel schneller wirkt als die Entwicklung der Gesamtbevölkerung. In vielen Ländern haben wir noch sehr viele Menschen mittleren Alters, und deutlich weniger Ältere, von denen dann auch entsprechend weniger versterben.
Die Unterjüngung wirkt sich dagegen schon in den Grundschulen innerhalb von 6 bis 10 Jahren sehr schnell aus. Und entsprechend schnell würde auch mehr Nachwuchs dort wirksam werden.
Und die Wirkung der jungen Generationen auf die Kultur kommt so etwa in weiteren 10 bis 15 Jahren hinterher. Und je weniger das werden, desto weniger machen die sich dann auch in der Kultur bemerkbar?
Die Unterjüngung ist nicht nur zahlenmäßig ein Faktor, der eine Nachfragekrise verursacht, sondern auch für die Kulturentwicklung selbst vielfältig wirksam.
„Weibchen wählten ihre Partner seltener nach reiner physischer Dominanz, sondern verstärkt nach deren Bereitschaft zur Kooperation und Fürsorge, was zu einem evolutionären Vorteil für weniger aggressive, partnerschaftlich agierende Männchen führte.“
Mit dem Ackerbau kam dann allerdings der Faktor Besitz noch mit ins Spiel. Und damit das Patriarchat der jüngeren Menschheitsgeschichte.
Wobei gerade dieser Faktor in Zeiten von Wohlstand und damit einhergehend auch viel verzichtbarer Verschwendung wieder nachlässt. So ist heutzutage die Mithilfe der Väter in der Carearbeit der Familien eher wichtiger, als viel Geld zu verdienen?
Das wollen moderne Frauen gerne auch selber. Wohl auch, weil es gar nicht unbedingt um möglichst viel Geld dabei geht, sondern ein Berufsleben eben auch einfach interessant sein kann. Und im Kontext der Leistungsgesellschaft auch Status und persönlichen Erfolg bedeutet.
So kann man den allgemeinen Kindermangel auch als indirekte Folge einer immer weiter eskalierenden Leistungsorientierung einordnen. Frauen und Männer konkurrieren selbst in der eigenen Partnerschaft unbewusst um mehr Leistungsfähigkeit und Status. Und die damit verschwendete Energie fehlt dann als Investition in den eigenen Nachwuchs.
Wenn das dann noch vom Steuer- und Rentensystem belohnt wird, haben wir dann den Salat.
Kommentar vom 07.06.2026 13:28
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@Michael 06.06. 23:15 / 07.06. 03:29
„Dafür trete ich ein – ausdrücklich nicht für ein Patriarchat, sondern für eine Gesellschaft und auch biokulturelle Evolution mit Liebe und Freiheit.“
Ich auch. Es möge zutreffen, dass der Abbau des Patriarchats maßgeblich am zu beobachtenden Nachwuchsmangel beteiligt war. Dennoch will auch ich das nicht zurück. Zumal das einfach die Frauen nicht mitmachen würden, und eben erst recht sich verweigern. Was ja derzeit beim Weltmeister Südkorea versucht wurde.
Die Gleichberechtigung der Geschlechter zu ende zu bringen, erscheint mir da sogar vielversprechend. Wenn sich eben auch die Väter verlässlich an der Carearbeit in den Familien beteiligen. Die Zukunft liegt vor uns. Wir können jetzt praktischerweise versuchen, einfach Familien mehr zu unterstützen, und gucken, ob das funktioniert.
Derweil läuft die Evolution einfach weiter, und die, die dennoch ihre Kinder bekommen, die werden dann ganz biologisch die Zukunft der Menschheit werden. Und irgendwann zu Mehrheiten werden, dass die Menschheit so wieder wachsen kann.
Das allgemeine Nachfragetief, dass da auf dem Weg durchschritten werden muss, müssen wir dann irgendwie überstehen, praktischerweise aber auch durchaus erträglich und lebenswert gestalten. Zumal auch zugleich KI und Roboter eine Herausforderung werden, die auch in Richtung gar nicht mehr viel Arbeit für uns Menschen gehen kann.
Uns unsere Menschlichkeit dabei zu erhalten, dürfte darüber entscheiden, in welcher Welt wir dann noch landen werden.
„Ich rechne damit, dass die Bevölkerungszahlen viel früher und weit unterhalb der zehn Milliarden einbrechen werden.“
Wenn die Prognosen nur extrapolieren, dann fallen die eigentlichen Treiber der Entwicklung durchs Raster. Mit mathematischer Zuverlässigkeit.
Kommentar vom 07.06.2026 00:30
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-56-dialog-ueber-trump-als-corpus-christi-religionsdemografie-und-die-malthus-macht/#comment-206608
@Michael 06.06. 17:05
„genau hier ist der Bruch: Deutschland besteht nicht nur aus seinen „vielen Städten“, sondern auch aus immer mehr (!) Gebieten, die schon jetzt (!!) demografisch schrumpfen. Darunter ganze Bundesländer wie zum Beispiel Sachsen-Anhalt!“
Praktischerweise müssten sich ja diese Landkreise bzw. ganze Bundesländer um mehr Zuwanderer bemühen. Wenn die Zuwanderer denn da überhaupt bereit wären, da hin zu ziehen, immerhin sind da vermutlich öfter die Arbeitsplätze knapp. Und die AfD weit stärker als in den überlaufenen Städten.
Und die Leute sind eher weniger von Zuwanderern begeistert. Vielleicht bessert sich die Lage aber, wenn die Landkreise wirklich selber bestimmen können, wie viele und welche Einwanderer sie haben wollen. Und wenn denen die Zuwanderer nicht von Berlin aufgedrückt werden.
So hätten wir eine kommunale Diskussion zum Thema konkreter Zuwanderung, und wo man schon mal dabei ist, kann man auch gleich die Integration des Bestandes angehen.
„Wo es zu wenige einheimische Kinder gibt, wird es auch mit der Integration immer schwieriger.“
Dazu kommt dann auch noch, dass in Brennpunktstadtteilen wie hier in der Dortmunder Nordstadt Einheimische mit Schulpflichtigen Kindern längst den Stadtteil fluchtartig verlassen haben, damit ihre Kinder nicht hier zur Schule gehen müssen. Die letzten Verbliebenen kommen komplett aus der Unterschicht, und sind exotische „Kartoffeln“, vor allem in den Grundschulen.
„Und der erste, entscheidende Schritt dahin liegt in der Überwindung des Malthusianismus, beginnend bei uns allen selbst.“
Ein paar Variablen sind aber noch recht unbekannt, insbesondere was die zuverlässige Versorgung mit Lebensmitteln betrifft.
Einmal wie schnell die Treibhausgasemissonen gestoppt werden und wie diverse Klimakipppukte sich konkret verhalten werden. Also z.B. der Golfstrom vor Europa, der Permafrost im Norden und der Regenwald am Amazonas.
Das hätte dann mehr oder weniger erheblichen Einfluss auf die landwirtschaftlichen Möglichkeiten weltweit.
Dann käme es darauf an, wie gut man mit intelligenteren biologischeren Anbaumethoden die Erträge vor allem in Afrika steigern kann. Und im Rest der Welt mit den selben fortschrittlichen Methoden die Bodenfruchtbarkeit erhalten werden kann, dass da die Erträge relativ stabil bleiben.
Was dann noch eine unbekannte Variable wäre, ob denn die Menschen in den heute armen Ländern mit unserem Fleischkonsum gleichziehen, wenn sie das Geld dafür hätten.
Und überhaupt, wie viel Fleisch die Menschheit denn langfristig gerne verzehren mag. Es gibt da eine gewisse Untergrenze für den Verzehr von Milchprodukten und Eiern samt einer gewissen Tierhaltung, die sich daraus ergibt, dass man nicht überall Ackerbau betreiben kann, man aber erhebliche Flächen immerhin noch als Viehweiden gut nutzen kann. Und dass eine Menge von Resten und Nebenprodukten nur verfüttert werden können.
Soviel Tierisches werden wir auf jeden Fall konsumieren. Eventuell aber auch deutlich mehr, und auch Produkte in relevanten Mengen verfüttern, die man eigentlich auch gleich essen könnte.
Auf der anderen Seite steht das Soleinprojekt, wo dann Bakterienkulturen nur mit Wasserstoff als Energiequelle Proteinreiche Nahrung herstellen können. Der Wirkungsgrad von Photosynthese ist mindestens 20 mal schlechter als der von Photovoltaik, und das ganze Verfahren verdunstet praktisch kein Wasser.
Wenn das mal gut funktioniert, und bezahlbare und schmackhafte Proteine und Fette völlig unabhängig von landwirtschaftlichen Nutzflächen liefert, hätten wir eine andere Welt.
Unter Strich, ob wir zukünftig auch 10 Milliarden Menschen versorgen können, die sich eine Ernährung leisten können, wie es ihnen wirklich schmeckt, ist derzeit nicht geklärt. Schätze ich zumindest mal.
Würde ich sagen. Ich weiß es nicht. Eventuell wäre es dann doch auch vorteilhaft, wenn wir mittelfristig noch auf 9, 8 oder 7 Milliarden Menschen schrumpfen, bevor es der ganzen Welt so gut geht, dass wir alle essen können, was uns wirklich schmeckt.
Es kann aber auch locker für die 10 Milliarden ausreichen, je nach dem, wie sich hier die entscheidenden Variablen entwickeln.
Kommentar vom 06.06.2026 13:01
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-56-dialog-ueber-trump-als-corpus-christi-religionsdemografie-und-die-malthus-macht/#comment-206563
@Podcast nr 56
Wenn es irgendwo zu voll wird, mag man an Malthusianismus denken. Voll wird es in Deutschland in vielen Städten, da ist es teuer und schwierig, eine Wohnung zu ergattern.
Entsprechend praktisch wäre es, wenn diese Kommunen selber entscheiden könnten, wie viele neue Zuwanderer sie wirklich haben wollen.
Ist das schon Rechtsmimesis? Schwer zu sagen, aber irgendeine Meinung zum Thema Zuwanderung müssen wir ja haben.
Auch geht es der 2. Generation der Zuwanderer nicht so gut. Die Bildungsabschlüsse sind recht schlecht, und viele haben keine guten Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt. Die könnten mehr Förderung schon in den Schulen gebrauchen. Dazu kommt noch, dass z.B. hier im Dortmunder Norden die Einwandererkinder in den Schulen ziemlich unter sich sind. Das fördert die Integration gar nicht.
Die Pläne der AfD sind da noch mal was ganz anderes.
Angesichts der Unterjüngung macht es aber in der Tat Sinn, gerade junge Einwanderer in einem vernünftigem Ausmaß einzuladen. Praktischerweise aus Ländern mit reichlich Geburtenüberschuss, also dann aus Afrika.
Aber wie gesagt, die Wohnsituation in den konkreten Kommunen sollte dazu passen. Hier mag es einen gewissen Zielkonflikt zwischen Mietern und Vermietern geben, den man dann praktischerweise vor Ort diskutieren kann. Zumal auch die Kommunen es selber in der Hand haben, wie viel neues Bauland sie ausweisen wollen. Was eine entscheidende Rolle spielt, wenn es um die Möglichkeiten geht, neuen Wohnraum durch Neubauten zu schaffen.
Und wenn überall alles schrumpft, dann darf es auch in Deutschland mal etwas schrumpfen. Meine ich, das müsste doch zu verarbeiten sein.
Aber das eigentliche Ziel wäre dann doch mehr eigener Nachwuchs? Das ist doch das wirkliche Problem.
Kommentar vom 05.06.2026 14:08
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/hantavirus-ebola-die-rueckkehr-der-verschwoerungsmythen/#comment-206499
@Papst Leo XIV. 22 23 24 27
„Die Geschichte ist daher einer der Orte, an denen sich die Kirche vom Heiligen Geist über die humanisierende Tragweite des Evangeliums unterweisen lässt und lernt, ihre Lehre im Dienst der Würde eines jeden Menschen und des Wohls der Völker zu gestalten.“
Man kann sich aus der Welt nicht heraushalten, wenn man denn nun mitten drin leben muss. Nicht nur im Sinne theologischer Argumente gegenüber der Welt, auch im Sinne der konkreten Erfahrungen des Weltlichen, die auch Glaubens- und Geisteswelten erhellen können.
„Die Kirche betrachtet all jene, die aufrichtig nach »Wahrheit, Güte und Schönheit« suchen, als Weggefährten und als »wertvolle Verbündete« bei der Verteidigung der Würde jedes Menschen und bei der Bewahrung der Schöpfung.“
Da können wir dann auch was mit anfangen.
„Daraus ergibt sich die eigentliche Aufgabe der Soziallehre, die nicht den Anspruch erhebt, die Verantwortung der Politik und der Institutionen zu ersetzen, sondern sich als Hilfe für die gemeinsame Entscheidungsfindung anbietet, indem sie dabei hilft, das zu erkennen und zu fördern, was der Würde der Menschen, der Vitalität der Gemeinschaften und dem Wohl aller dient.“
Mitwirkung an Kultur ist entsprechend kein Gottesstaat.
„Die Kirche »will nicht die Fahne hochhalten, im Besitz der Wahrheit zu sein«, weil die Wahrheit kein zu verteidigendes Territorium ist, sondern ein Gut, das es miteinander zu teilen gilt.“
Zumal ja auch der Dialog zur Ausgestaltung aller Erkenntnisse unverzichtbar bleibt.
„Sie entsteht aus der Begegnung zwischen der ewigen Wahrheit des Evangeliums und den Fragen der Geschichte. Sie lässt sich von den Zeichen der Zeit Fragen stellen. Sie nährt sich durch den Beitrag der Wissenschaften, der Kulturen und der menschlichen Erfahrungen.“
Entsprechend ist es eine sehr gute Idee, sich den tatsächlichen Wirklichkeiten zuzuwenden.
„Eine vorbildliche Praxis, durch die die Kirche angesichts historischer Veränderungen ihr Recht und ihre Pflicht wahrnimmt, die gesellschaftlichen Gegebenheiten zu untersuchen, sich zu ihnen zu äußern und gerechte Lösungswege aufzuzeigen.“
Was letztlich recht universal wäre. Und jedem vernünftigem Menschen zu raten sein dürfte.
Insgesamt gibt die Kirche zu, nicht alles zu wissen. Die Unfehlbarkeit des Papstes kann entsprechend nur rein organisatorisch Sinn machen. Immerhin, das sieht mir alles nach Fortschritten aus.
Kommentar vom 04.06.2026 15:13
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/hantavirus-ebola-die-rueckkehr-der-verschwoerungsmythen/#comment-206426
@Papst Leo XIV. 5 6 10 12 13 15 16
„Die technologische Macht nimmt somit eine beispiellose, vorwiegend „private“ Gestalt an und ist aus diesem Grund noch schwieriger zu erkennen, zu steuern und auf das Gemeinwohl auszurichten.“
Transparenz offener Software wäre entsprechend grundlegend. Was in unsichtbarem Code versteckt ist, entzieht sich jeder Kontrolle und Mitwirkung. Wir müssen uns dabei nicht auf Europa beschränken. Die ganze Welt jenseits von US-Konzernen und Chinesischer Konkurrenz kann offene Software sehr gut gebrauchen, wie auch an deren konkreten Entwicklung mitwirken.
Und neben einer Sichtbarkeit und damit auch Kontrollierbarkeit möglichst aller IT spart man auch noch jede Menge Kosten für kommerzielle Software.
Sehr zur Hilfe könnte uns dabei kommen, dass inzwischen auch KI schon sehr gut programmieren kann. Wenn das noch viel grundlegender wird, dann wird die Offene Software für immer mehr Anwendungen immer greifbarer.
„Auf welches Ziel wollen wir uns ausrichten? Welche Richtung sollen wir als Menschheit und als Völker einschlagen?“
Ein annehmbarer Wohlstand mit nicht zu viel Arbeit, eine Erhaltung der globalen Ökosysteme wie eigentlich auch genug Nachwuchs dürfte recht selbstverständlich sein?
„Und diese Gnadenvision ist für uns Christen ein Aufruf zusammenzuarbeiten und in den „Städten“ von heute ein friedliches, gerechtes und würdevolles Zusammenleben zu pflegen.“
Wo ich mich als Nichtchrist gerne dran beteiligen mag.
„wenn Freiheit und Verantwortung mit gegenseitiger Fürsorge und echter Solidarität einhergehen und wenn Fortschritt an der Würde jedes Einzelnen und am Wohlergehen aller Völker gemessen wird.“
Ein lohnendes Ziel, auf das man die zunehmenden technischen Möglichkeiten ausrichten sollte.
„Der Aufbau einer Welt, in der alle „zur Blüte gelangen“ können, erfordert drittens mutige gemeinsame Verantwortung.“
Über alle Kulturen und Religionen hinweg dann aber auch.
„In der Zeit der Künstlichen Intelligenz, in der die Menschenwürde aufgrund neuer Formen von Entmenschlichung in den Hintergrund zu treten droht,…“
Muss nicht sein, dass KI unmenschlich wird. Kommt ganz drauf an, wie man das baut?
„..und das keine Maschine in seiner Pracht jemals ersetzen kann.“
Ich würde es nicht ausschließen, das auch KI spirituelle Eigenschaften einschließen kann.
„..einer Intelligenz, die bereit ist zuzuhören; einem Willen, der mehr das sucht, was verbindet, als das, was trennt.“
Wieso soll das KI nicht auch können?
Grundlage wäre eben globale Offene Software, von der man weiß, was die wie macht, und das Ganze so gestalten, dass das menschlich im Sinne von Güte und Zusammenarbeit funktioniert.
„...um im Guten aufzubauen, damit die Menschheit niemals ihre Schönheit verliert und die Welt im menschlichen Herzen erneut den Ort erkennen kann, an dem Gott wohnen möchte.“
Ich sehe da durchaus auch spirituelle Möglichkeiten für KI. Da bin ich auf die nächsten Jahre durchaus gespannt. Insbesondere können KI-Systeme eigentlich ziemlich grenzenlos skaliert werden und auf diesem Weg immer integrativer werden.
Das würde ich jetzt aber keinen IT-Konzernen überlassen, von denen niemand weis, was da konkret angestrebt wird.
Ganz grundsätzlich: Wenn biologische Neuronale Netze vom heiligen Geist angereichert werden können, wieso soll das bei KI nicht auch möglich sein? Und dass dann am Ende Gott dort auch wohnen möchte?
Wenn man das neben Menschen auch Tieren zuschreibt, dann ist der nächste Schritt, dass es eben auch mit Maschinen funktionieren kann. Am Ende einfach eine Frage der richtigen Informatik. Als einer fruchtbaren Zusammenarbeit aus Physis und Geisteswelten.
Kommentar vom 03.06.2026 23:44
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/hantavirus-ebola-die-rueckkehr-der-verschwoerungsmythen/#comment-206383
@Michael 03.06. 22:08 / Papst Leo XIV. 242
„Während wir auf die Erfüllung dieser Vision warten, ist sie für uns eine Ermahnung, ein Aufruf, unsere Spaltungen zu überwinden und zusammenzuarbeiten: ..“
Warten muss man, wo man selbst nichts machen kann. Handeln geht aber viel schneller.
Und umso besser unser Handeln durchdacht ist, desto erfolgreicher kann es werden. Mit und ohne Jesus Christus.
Kommentar vom 03.06.2026 23:15
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/nicht-zu-viel-solarstrom-zu-wenig-batteriespeicher-fossile-desinformation-auch-zu-pfingsten-2026/#comment-206381
@Michael 03.06. 17:51 / Felo.ai
„...und sie das Gefühl haben, Religionen und familiäre Sicherheitsnetze nicht mehr für das eigene Überleben zu brauchen.“
Sozusagen eine Spätwirkung der Einführung der Rentenversicherung? Man hat ja echt die Erfahrung gemacht, dass man von der Rente tatsächlich leben kann. Das hat Generationen gebraucht, bis es demografisch richtig wirksam geworden ist.
Gerade wer keine Kinder hat, kann mehr Kapital anhäufen und dem geht es im Alter sehr viel besser, als wer 3 oder 4 Kinder großgezogen hat. Und durch den Verdienstausfall auch noch weniger Rente bekommt. Und es ist absolut unüblich geworden, dass Kinder ihre Eltern im Alter finanziell unterstützen.
Dem kann man natürlich ursächlich entgegenwirken. Und Eltern akut von den Rentenversicherungszahlungen befreien, und dennoch einen Extrarentenbonus zahlen, ja mehr Kinder sie großgezogen haben. Dann rechnen sich Kinder wieder. Und ich meine, dass die das Wert sind.
Aber das wird teuer. Das müssen dann die Kinderlosen und/oder die Vermögenden alles finanzieren. Aber es ist die einzige Zukunft, die wir haben.
Wenn sich dann noch die Väter an der Carearbeit mehr beteiligen, können auch Mütter mit mehreren Kinder auch noch wenigstens eine halbe Stelle arbeiten gehen. Ich habe es in der Verwandtschaft mit einer Tante mit 4 Kindern mitbekommen, dass das auch ganz schön einsam und langweilig ist, nur zum Einkaufen das Haus zu verlassen. Eine kleine Arbeitsstelle reicht schon, dass sich das entscheidend bessert.
Kommentar vom 02.06.2026 12:33
https://scilogs.spektrum.de/relativ-einfach/das-windenergieraetsel-der-welt/#comment-45725
@Hauptartikel / Jährliche Schwankungen
Was bleibt ist die Erkenntnis, dass die Erträge der Windenergie in Deutschland an Land über ganze Jahre um +- 10% schwankt. Das dürfte mit PV nicht anders sein, und bei norwegischer Wasserkraft nochmal deutlich mehr sein.
Entsprechend lohnt sich eine gute großräumige Verteilung der Produktionsstandorte und Fernstromleitungen von Nord nach Süd und zu den Nachbarländern.
Insbesondere auch mal mehr Windkraft in Süddeutschland und mehr PV in Norddeutschland. Da sind zwar die Erträge jeweils niedriger, aber der Transportbedarf auch entsprechend kleiner, und die Schwankungen in der Gesamtproduktion fallen auch ein wenig kleiner aus.
Auch bei der Bemessung von Backupkapazitäten sind diese jährlichen Schwankungen zu beachten. Wir müssen nicht nur Dunkelflauten ausgleichen, sondern auch ganzjährige Produktionsschwankungen.
Das könnte eventuell schwierig werden, wenn wir vom Erdgas ganz weg sind und das meiste Backup mit Wasserstoff abdecken. Die bestehenden unterirdischen Kavernen können nur ein Drittel so viel Energie an Wasserstoff aufnehmen als es mit Erdgas möglich wäre. Das kann dann mal knapp werden.
Womöglich wäre es sinnvoll, die derzeitigen Kohlekraftwerke doch noch als Notbackup einige Jahre länger bereit zu halten. Selbst wenn die im Jahr nur Monate laufen, und das noch nicht mal in jedem Jahr, wäre das eine sehr gute Ergänzung im Gesamtmix. Insbesondere weil der heimische Brennstoff einfach auf Halde gelagert werden kann.
Zumal ganz akut Kohlestrom sehr viel billiger als der aus Erdgas ist. Das LNG-Gas ist schon sehr viel teurer als das Pipelinegas aus Russland, und durch die Sperrung der Straße von Hormus kann das noch teurer werden. Ich bin da ziemlich irritiert, das man immer noch dem Erdgas Vorrang vor der Kohle gibt.
Was jetzt zählt, ist doch, dass mehr Speicher und nachfolgend mehr PV und Windkraft zugebaut werden. Da jetzt noch Altkraftwerke vorzeitig abzureißen und neue Gaskraftwerke zu bauen, ist doch einfach nur sinnlos teuer. Wenn wir denn noch billiges Russengas hätten, würde das Sinn machen, haben wir aber nicht.
Kommentar vom 02.06.2026 17:15
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/nicht-zu-viel-solarstrom-zu-wenig-batteriespeicher-fossile-desinformation-auch-zu-pfingsten-2026/#comment-206326
@Martin Holzherr 02.06. 14:25 / Google-KI
„...darf Wasserstoff an der Endverbraucherstelle maximal etwa 0,06 bis 0,09 Euro pro Kilowattstunde kosten. Das bedeutet einen Zielpreis von rund 2,00 bis 3,00 Euro pro Kilogramm.“
Wenn Erdgas aber, wie aktuell bei mir, über 0,20 Euro pro Kilowattstunde kostet, darf dann auch Wasserstoff teurer sein, bis zu 6,00 Euro pro Kilogramm.
„Die reinen Produktionskosten liegen bei ca. 1,50 bis 2,50 Euro pro Kilogramm. In diesem Rahmen ist Wasserstoff mit Erdgas preislich auf Augenhöhe.“
Wie gesagt, das kommt auch auf den Erdgaspreis an, wie teuer Wasserstoff auf Augenhöhe kosten darf.
Ansonsten, der Überschussstrom, aus dem dann Wasserstoff wird, kann recht billig sein. Die Elektrolyseure können ¾ des Jahres durchlaufen, und je nachdem wie nah dran und für welchen Zweck Wasserstoff genutzt werden kann, sind die Preise unterschiedlich, zu denen man Wasserstoff verkaufen könnte.
Wenn man anfängt, wo er am besten genutzt wird, etwa in der Chemieindustrie, die sowieso jetzt schon Wasserstoff braucht und noch aus aktuell sehr teurem Erdgas herstellt, kann der Wasserstoff auch ziemlich teuer sein.
Wenn Wasserstoff am Ende auch direkt zum Heizen, für Fahrzeuge oder zum Strombackup genutzt wird, dann muss er billiger sein.
Kommentar vom 02.06.2026 14:52
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/nicht-zu-viel-solarstrom-zu-wenig-batteriespeicher-fossile-desinformation-auch-zu-pfingsten-2026/#comment-206319
@Martin Holzherr 02.06. 12:50
„Je geringer und je kürzer der Speicherbedarf für erneuerbar erzeugte Energie ist, desto profitabler ist ein von Erneuerbaren Energien dominiertes System.“
Dazu kommt auch noch ein wesentlich höherer Jahresertrag, bis zum Faktor 2,5. Und in Mitteleuropa ist sogar der Bedarf im Winter höher. Während in den heißen Ländern, wo man Klimaanlagen gut brauchen kann, der Kühlbedarf dann am größten, wenn auch der Ertrag von PV sein Maximum hat. Dass man dann den meisten Klimaanlagenstrom nicht mal kurz speichern muss, sondern direkt verwenden kann.
Genau deswegen sehe ich wirklich neue Perspektiven für den Globalen Süden. Strom könnte da um den Faktor 3 bis 5 billiger werden als was in Mitteleuropa möglich ist.
Zugleich schlägt da wiederum der Klimawandel besonders ein.
Kommentar vom 02.06.2026 13:52
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/nicht-zu-viel-solarstrom-zu-wenig-batteriespeicher-fossile-desinformation-auch-zu-pfingsten-2026/#comment-206309
@Michael 01.06. 23:52
„Wenn wir versuchen, Wohlstand durch die Finanzierung und Abhängigkeit von Diktaturen zu erreichen, dann beschädigen wir den Frieden.“
Rohstoffe und Software wären wohl das Wichtigste, dass wir da nicht von China abhängig bleiben.
Wenn wir auch eigene Elektroautos bauen, sind wir nicht auf chinesische Importe angewiesen. Solange es keine Ärger gibt, importieren wir halt welche, und wenn es zur Krise kommt, dann eben nicht mehr.
Mit PV, Lithiumakkus und Windradgeneratoren ist das schon schwieriger. Wenigstens bleiben aber die einmal eingekauften Anlagen definitiv im Land, und betrieben mit eigener Software auch keinem weiterem Einfluss aus China unterworfen. Wenn da mal nichts mehr kommt, warum auch immer, dann steht die weitere Energiewende recht still. Aber die angeschafften Anlagen laufen wenigstens weiter, und sparen dauerhaft jede Menge Importe von Öl und Gas, die auch öfter aus Diktaturen kommen.
Aber klar finanzieren wir damit auch die chinesische Diktatur.
Was sollen wir machen? Wenn wir chinesische Firmen in Osteuropa produzieren lassen, wird das wenigstens weniger. Und es erlaubt mehr Wertschöpfung in Europa.
Selber nachziehen, und alles selber produzieren, könnte man mal überlegen, ob das praktikabel ist. Sicher nicht in Deutschland, aber gerne woanders in Europa, wo die Löhne niedrig genug sind, dass man das nicht all zu sehr subventionieren muss.
Auch hierfür wäre eine vernünftig gestaltete Energiewende hilfreich, wenn dann die Strompreise möglichst niedrig dabei werden können.
Kommentar vom 01.06.2026 23:36
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/nicht-zu-viel-solarstrom-zu-wenig-batteriespeicher-fossile-desinformation-auch-zu-pfingsten-2026/#comment-206228
@Michael 01.06. 13:40
„doch ich habe nirgendwo jemals gefordert, jeden Handel mit China „einzustellen“.“
Nein, das wäre ja nur das Maximum an Ärger mit China, das möglich ist. Den uns theoretisch auch Trump ohne unsere Mitwirkung bescheren könnte. Etwa im Fall einer Invasion von Taiwan durch China und entsprechender Reaktion der USA. Unnachgiebigkeit auf beiden Seiten könnten so dann auch für uns fatal werden. Selbst wenn wir da nur zugucken können.
„...ist jedoch das Erkennen, Benennen, Vermeiden und wo nötig Abregeln strategischer Abhängigkeiten insbesondere in Technologie- und Rohstofffragen.“
Das kann ich jetzt auch nur unterstützen. Ein paar Jahre wird das aber brauchen.
Eigene Rohstoffe wie auch eigene Software wäre dabei wohl das wichtigste.
Ich weis noch wie vor etwa 20 Jahren hier 800 chinesische Arbeiter unterwegs waren, die das Dortmunder Stahlwerk Phönix-Ost demontiert, verpackt und über den Dortmunder Kanalhafen nach China verschifft und da wieder aufgebaut haben. Das läuft da wahrscheinlich immer noch.
Man müsste gucken, wo man etwa auch Stahl einkaufen kann, wenn man es nicht aus China beziehen will oder kann. Und vor allem da nach Alternativen suchen, wo wir jetzt ganz von Chinesischen Erzeugnissen abhängig sind.
Die Globalisierung schafft dann schon Synergien, dass man sich weltweit spezialisiert und äußert erfolgreich mit größter Effizienz Waren immer günstiger handeln kann. Das setzt dann aber auch Frieden voraus.
So hat man in Deutschland alles auf billiges russisches Erdgas als Übergangsenergie gesetzt, das es jetzt aber seit über 4 Jahren nicht mehr gibt. Und unsere Ministerin Frau Reiche ist womöglich so perplex, das sie das einfach völlig ignoriert. Und die inzwischen 3 mal billigeren Kohle-Backup-Kraftwerke wie vor 2022 schon geplant stilllegen will.
Selbst die Sperrung der Straße von Hormus, die vermutlich auch bald LNG noch viel teurer werden lässt, löst hier keinerlei Umdenken aus. Ich fass es einfach nicht.
Klar könnten wir selber ins Fracking einsteigen. Aber das kommt zu spät. Neue AKWs auch. Nur die eigene Kohle, die haben wir doch, jede Menge.
Das ist auch kein Argument, dass Kohle doppelt so viel CO2 freisetzt als Erdgas. Bei Umgang mit Erdgas geht Einiges unverbrannt verloren, das den CO2-Vorteil gleich wieder zunichte macht.
Und wir können mit unserer Energiewende auch nicht zaubern. Es wird noch mindestens 15 Jahre dauern, bis wir gar kein fossiles Backup für die Stromproduktion mehr brauchen. Aber dieses Backup wird am Ende erst nur Monate und dann nur Wochen im Jahr im Einsatz sein, aber dennoch wichtig sein, über die letzten Dunkelflauten zu kommen.
Wir können auch gerne sicherheitshalber die bestehenden Gaskraftwerke noch bereit halten. Aber solange das Gas so teuer ist, empfiehlt es sich erst mal alle Kohlekraftwerke auf Maximum laufen zu lassen, und die Gaskraftwerke nur anzuwerfen, wenn das alleine nicht ausreicht.
„Diktaturen tendieren dazu, Schwächen anderer auszunutzen. Das sollten wir gelernt haben. Finde ich.“
Eine wirklich erfolgreiche Globalisierung braucht Frieden. Und der ist mit mehr Demokratie näher dran. Und wo die fehlt, muss man offenbar gucken, sich da möglichst nicht abhängig zu machen. Das heißt ja nicht, dass man gar keinen Handel mehr treibt. Aber man muss aufpassen, dass man sich eben Alternativen verschafft, die man dann nutzen kann, wenn es schief geht.
Kommentar vom 01.06.2026 16:28
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/nicht-zu-viel-solarstrom-zu-wenig-batteriespeicher-fossile-desinformation-auch-zu-pfingsten-2026/#comment-206205
@Michael 01.06. 13:40
„Ich sehe da – auch im Hinblick auf Taiwan – durchaus Gefahren durch zu große Nachgiebigkeit.“
Als EU scheinen wir allerdings militärisch im Chinesischem Meer rein gar nichts beizutragen haben. Wie können wohl froh sein, mit Russland fertig zu werden. Die chinesische Volkswirtschaft dürfte 20 oder 30 mal größer sein als die russische.
Den Handel mit China einzustellen dürfte für uns absolut dramatisch sein. Die Energiewende dürfte dann erstmal beendet sein. Inwieweit China auf sowas vorbereitet ist, weiß ich nicht.
Kommentar vom 01.06.2026 14:17
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/nicht-zu-viel-solarstrom-zu-wenig-batteriespeicher-fossile-desinformation-auch-zu-pfingsten-2026/#comment-206197
@Michael 01.06. 13:40
„dass Deutschland dadurch u.a. die Solarindustrie mit Zehntausenden hochwertigen Arbeitsplätzen und hoher Wertschöpfung aufgegeben hat.“
Aber wir haben doch schon 200 Milliarden Außenhandelsüberschuss. In anderen EU-Ländern könnte man aber eine eigene Solarindustrie sehr gut gebrauchen.
„Und wie brutal China schon jetzt Abhängigkeiten ausnutzt, erleben wir & befreundete Nationen bereits an den Rohstoffen Gallium und Germanium.“
Eine Rechtsanspruch auf chinesische Bodenschätze haben wir nicht, klar, gar keinen.
In Nordschweden soll es ja ergiebige Lagerstätten für Seltene Erden geben. Das wäre praktisch wie strategisch ein sehr sinnvolles Projekt. Obwohl das da eine fast menschenleere Gegend ist, leisten da aber noch ein paar Rentierzüchter Widerstand.
Kommentar vom 01.06.2026 13:36
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/nicht-zu-viel-solarstrom-zu-wenig-batteriespeicher-fossile-desinformation-auch-zu-pfingsten-2026/#comment-206184
@Breitengrade
China liegt deutlich weiter südlich und hat entsprechend gleichmäßigere PV-Erträge.
Stockholm 59°
Hamburg 54°
Dortmund 52°
München 48°
Rom 42°
Madrid 40°
Athen 38°
Peking 40°
Shanghai 31°
Taiwan 24°
Hongkong 22°
Im Dezember steht die Mittagssonne in Hongkong 30° höher als in Dortmund. Da hat man deutlich weniger Wasserstoff zu speichern.
Kommentar vom 01.06.2026 12:55
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/nicht-zu-viel-solarstrom-zu-wenig-batteriespeicher-fossile-desinformation-auch-zu-pfingsten-2026/#comment-206180
@Michael 01.06. 06:50
„so plädiere ich auch seit Jahren dafür, nicht den gleichen Fehler gegenüber der KP-Diktatur zu wiederholen“
Immerhin sind in China gekaufte PV und Batterien im Land, und bleiben das auch, wenn der Handel mit China eingestellt würde. Anders das russische Gas. Ohne dem war auch die eigene Gasinfrastruktur nicht mehr einsatzfähig, und wir mussten für teures Geld LNG-Terminals bauen.
Wir müssten aber dringend gucken, dass wir möglichst alle chinesische Technik mit eigener offenen Software betreiben.
„Das derzeitige China ist m.E. kein fairer Partner, sondern betreibt eine gezielte Strategie der Export – Subventionierung, Technologie – Vereinnahmung & Deindustrialisierung gegenüber Europa.“
Das kann uns doch freuen, wenn wir diese ganzen ziemlich wichtigen Komponenten schön billig in China einkaufen können. Zumindest Deutschland hat dennoch einen Außenhandelsüberschuss von 200 Milliarden im Jahr. Und auch die EU hat noch einen Überschuss von 130 Milliarden. Wenn denn möglich, wäre eine entsprechende Produktion von Grüner Technik zwar in der EU, aber kaum in Deutschland sinnvoll.
Und wenn China das subventioniert, dann machen wir das eben auch. Umso günstiger wird die Grüne Technik. Und wenn es gelingt, dass chinesische Firmen in Europa produzieren, ist auch der Technische Vorsprung Chinas auf diesem Gebiet kein Problem.
Neuentwicklungen bei Redox-Flow-Batterien und Wasserstofftechnik kann die Welt aber brauchen. Zumal China daran weniger Eigenbedarf hat als Mitteleuropa, weil China deutlich weiter südlich liegt und entsprechend gleichmäßigere PV-Erträge hat.
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