www.introspektiva.de - Tobias Jeckenburger: Die Reise des Kosmos - Online-Diskussion - KLuW e.V.: Die Wirklichkeit psychischer Krankheiten

Meine Kommentare auf scilogs.spektrum.de 2026/05 (T.J.)


Kommentar vom 11.05.2026 14:05
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/das-wahlrecht-als-menschenwuerde-warum-ich-zensus-und-losdemokratien-ablehne/#comment-203524

@Peter Gutsche 11.05. 10:13

„Es ist gefährlich, wenn aus der Wissenschaft allein heraus grundlegende menschliche Fragen zum Sinn des Lebens oder darüber, wie wir leben wollen, entschieden werden sollen.“

Wissenschaft weiß eben nicht alles. Alleine jegliche Geisteswelten müssen ausgeklammert werden, weil es praktisch keine wissenschaftliche Konzepte dafür gibt. Die bräuchten wir aber, auch wenn es um Menschenwürde geht. Meine ich jedenfalls.

„Popper fordert dazu auf, sich von der Illusion zu befreien, dass wir alles wissen können. Diese Bescheidenheit ist eine Voraussetzung für kritisches Denken und wissenschaftliche Erkenntnis.“

Die Begrenztheit des konkreten Menschen muss doch respektiert werden. Wer mit unseligen Medien ungut verbogen wird bleibt nun mal Mensch dabei. Da müssen wir irgendwie mit klar kommen. Das ist eine ziemlich schwierige Herausforderung, scheint mir.

Das Faktische, das die Wissenschaft liefert, kann aber dennoch Grundlage für menschliche Einschätzungen sein. Etwa die Klimakrise und deren Lösung, die Energiewende.

Was man jetzt etwa aber mit Rauchern macht, die nun mal süchtig sind, ist dann nicht mehr so einfach. Und auch die Energiewende gilt es so zu gestalten, dass sie nicht unnötig teuer wird, und die Menschen mit ihr leben können.

Das gilt für überflüssige Gaskraftwerke, für zu teure Neubauten von AKWs, aber auch z.B. für einen eventuell übereilten Umstieg auf die Elektromobilität. Wir können nicht in 3 Jahren komplett auf Batteriefahrzeuge umsteigen, das dauert mindestens so lange, wie die jetzt im Einsatz befindlichen Verbrennerfahrzeuge halten.

Es sei denn, ein Sammeltaxisystem auf Basis von selbstfahrenden E-Autos kommt schon in 5 Jahren. Dann landen noch gute Verbrenner unweigerlich doch noch auf dem Schrottplatz.



Kommentar vom 10.05.2026 14:20
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-203452

@Andreas 09.05. 20:22

„Die Belastung der Biosphäre nimmt kontinuierlich zu, egal was wir tun. Wir lösen ein Problem, dafür kommen zwei neue hinzu.“

Und doch sehe ich nicht nur Ansätze für grundsätzlichen Bewusstseinswandel, sondern gerade in der Energiewende echte Perspektiven.

Hier wird ein richtig, richtig dickes Problem gelöst. Das gerne 100 Miniprobleme aufwerfen darf, und uns dennoch ganz entscheidend weiter bringt.

Womit wir uns darüber hinaus noch selbst in Schwierigkeiten bringen, ist aber in der Tat immer noch relevant. Etwa das Plastikproblem, die PFAS-Chemikalien oder die Pestizide in der Landwirtschaft. Und auch Mineraldüngereinsatz, insbesondere ein Übermaß an Stickstoffeintrag und die Grenzen der Phosphatvorkommen.

Vielleicht lehrt uns aber eine erfolgreiche Energiewende auch, die übrigen Probleme ebenso pragmatisch und dabei dennoch konsequent anzugehen?



Kommentar vom 10.05.2026 13:16
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-203450

@Andreas 09.05. 20:28

„Du meinst also es sind dort noch erhebliche Potentiale für noch größere Störungen des natürlichen Stickstoff- und Phosphorkreislaufs, für noch mehr Einsatz von Pestiziden und noch mehr Umwandlungen natürlicher Biotope in Agrarflächen?“

Das meine ich nicht. Ich meine da eher biologische Anbaumethoden ohne anthroposophische Ideologie. So hat man in den Regenwaldgebieten zuviele Niederschläge, dass normaler Acker sehr schnell an Nährstoffen verliert. Die Lösung hatten schon die Indigenen im Amozonasregenwald, indem sie Holzkohle in den Boden eingearbeitet haben und eine Argroforststruktur praktiziert haben. Da braucht es nur wenig Mineraldünger.

Und auch in den Savannengebieten insbesondere Afrikas kann man sehr viel mehr ernten, ohne gleich so verschwenderisch mit Mineraldünger umzugehen wie wir das derzeit in Europa noch machen.

Da geht sehr viel mehr, und zwar auch durchaus vernünftige Kompromisse von Biolandbau und noch üblichem konventionellem Anbau.

Insbesondere müssen wir mit Phosphor haushalten. Dass der am Ende nicht im Meer landet, sondern von den Kläranlagen wieder auf den Acker gebracht wird, und auch möglichst nicht im Grundwasser landet.

Stickstoff jedenfalls gibt es genug. 80% der Luft besteht daraus. Aber auch der gehört nicht ins Grundwasser. Das Problem lässt sich recht leicht lösen, indem man eben nur sehr knapp damit düngt.

Und das Problem mit dem Übermaß an Gülle in manchen Regionen liegt daran, das man zu viele Tiere hält, und die mit importierten Futtermitteln füttert. Man müsste dann die Gülle dahin zurück bringen, wo die Futtermittel herkommen. Oder einfach lokal nur so viele Tiere halten, wie es auch lokale Futtermittel gibt.

Auch die Gülle zunächst in der Biogasanlage zu nutzen, und sie danach erst auf den Acker zurückzubringen, soll wohl sinnvoll sein. Auch tragen Agroforstvarianten zusammen mit intelligent eingesetzten Untersaaten zur Bodenverbesserung bei, und binden dabei noch Kohlenstoff.

Was schon die Mayas praktiziert haben, war eine Mischkultur aus Mais, Bohnen und Kürbis. Das kommt auch mit sehr wenig Dünger aus, und hält den Boden langfristig fruchtbar.

Wenn man all die Möglichkeiten nutzt, dann könnte auf den derzeit genutzten Flächen u.a. in Afrika sehr viel mehr produziert werden.

Auf derzeit ungenutzte Biotope muss man vermutlich gar nicht zugreifen. Aber auch das könnte man den Leuten da zugestehen, wenn sie sich einfach nur vernünftig ernähren wollen. Das machen wir in Europa seit etlichen Jahrhunderten.

Wie man es dann genau macht, macht aber den Unterschied. So kann man durchaus tropischen Regenwald als Holzlieferant so nutzen, dass er dabei erhalten bleibt. Man kann da einzelne Bäume entnehmen, und den Wald dann 30 Jahre in Ruhe lassen, das der nachwachsen kann, bis man wieder einzelne Bäume entnimmt.



Kommentar vom 10.05.2026 00:20
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-203436

@Andreas 07.05. 11:42

„Wir müssen einfach damit planen (und leider wird das in der Realität kein Staat jemals freiwillig tun) dass es in einigen Jahrzehnten keine oder fast keine teuren Maschinen, keinen Diesel und auch keinen Dünger in heutiger Form mehr geben wird. Ob es noch Internet und Satelliten gibt bleibt ebenfalls abzuwarten.“

Genauso kann auch eine Pandemie 90% der Menschen in ein paar Monaten töten. Klar kann das passieren. Sterben tun wir alle, sowieso. Es gibt gegen Vieles kein Mittel. Entsprechend hilft nur beten und hoffen.

Ich hätte als junger Mensch nie erwartet, dass es bis zum Jahr 2026 keinen weltweiten Atomkrieg gibt. Und ich meine, dass meine Einschätzung dennoch richtig war. Wir hatten einfach nur riesengroßes Glück. Und entsprechend leben wir immer noch.

Kann alles passieren, was sie oben beschreiben. Aber erstmal will das keiner, und jeder, der bei Verstand ist, wird versuchen, dass es dazu doch nicht kommt.

Auf dem Land wird man dann aber auch nicht mehr in Frieden leben können. Entsprechend: Wir können nicht gegen alles was machen. Da gehe ich jetzt für meine letzten Jahre einfach davon aus, dass es wohnlich und lebenswert bleibt. Und wenn nicht, dann strebe ich einfach. Muss ich ja demnächst sowieso.

Ob dann 9 Milliarden oder 5 Milliarden Menschen verhungern. Setzen wir doch einfach darauf, dass wir das schon irgendwie hinkriegen. Mit der Energiewende, mit dem Solein, mit genug Fortschritten auch der Biolandwirtschaft. Und notfalls mit nur noch wenig Fleischkonsum.

Immerhin kann man mindestens die Hälfte der Anbauflächen einsparen, wenn man konsequent ziemlich vegetarisch lebt. Derzeit lass ich mir regelmäßig durchaus Fleisch schmecken. Weil die Erträge eben da sind. Ich weiß aber auch, dass es ohne dem auch geht. Schließlich habe ich rein vegetarische Kost selber in jungen Jahren für 2 Jahre ausprobiert. Problemlos, nur deutlich weniger lecker.

Auch etwa ein Supervulkanausbruch könnte die weltweiten Erträge für bis zu zwei Jahre halbieren. Dann würde man als erstes alle Nutztiere innerhalb von Monaten schlachten und schon mal verzehren. Die brauchen dann erst mal keine Futtermittel mehr, und wir haben alle landwirtschaftlichen Erträge für uns selbst zur Verfügung. Das kann uns reichen, und keiner muss verhungern.

Nicht lecker eben. Aber noch lange nicht tot.



Kommentar vom 09.05.2026 16:21
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dialog-statt-lautstaerke-vielfalt-statt-blase-gedanken-zum-abschied-von-mp-winfried-kretschmann/#comment-203402

@Michael 09.05. 08:21

„Solarpunks rebellieren gegen die nur scheinbare Alternativlosigkeit des #Fossilismus und verbreiten ihre Ideen nicht durch feindseligen #Dualismus , sondern durch #Dialog.“

Wer sich auf dem Boden von Wahrhaftigkeit bewegt, der kann sich den Dialog leisten. Das macht den Unterschied?

Und so kommt man dann auch weiter.

Wer nur Propaganda verbreitet, muss asymmetrische Möglichkeiten haben. Dem Dialog muss man dann ausweichen können.



Kommentar vom 09.05.2026 14:46
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/moege-die-macht-mit-uns-sein-putin-palpatine-und-die-fossile-sturmtruppen-strategie/#comment-203397

@Berthold Forster 08.05. 11:46

„Drohnen jagen eher selten Drohnen sondern zerstören Gegenstände die viel wertvoller sind als sie selbst.“

Deswegen wären doch Drohnen das beste Mittel gegen Drohnen. Wenn eben die Abfangdrohnen nicht viel teurer als die Angriffsdrohen sind. Der Vorteil liegt dann bei dem, der mehr Geld hat. Also bei der EU, nicht bei Russland.

„Elektronische Störsender, aktives Satelliten Angreifen, Zerstörungen der Internetverbindungen.“

Ganze Drohnenschwärme von um die 10.000 Stück könnten sich rein optisch orientieren, und untereinander resilient kommunizieren. Eine Verbindung zu menschlicher Unterstützung in Kontrollzentren könnte entsprechend redundant realisiert werden.

Die automatisierte Intelligenz läge dann im Drohnenschwarm verteilt.



Kommentar vom 09.05.2026 13:28
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-203384

@Andreas 08.05. 22:28

„Ich gebe zu ich habe keine Ahnung wovon du sprichst. Mit google finde ich auch nichts dazu.“

Ich denke mal @Bednarik meint hier Solein. Das gibt es hier:

https://www.solein.com/

Ich beobachte das seit Jahren, aber das kann man immer noch nicht kaufen.

„The designing of Factory 02 is already on the way, and it will expand our production capacity from Factory 01’s 160 tons to 6,400 tons annually“

Das könnte dann was werden. Fragt sich wie teuer, wie gesund und wie schmackhaft das ist. Jedenfalls produziert man dann direkt tierisches Eiweiß. Ohne Acker, Tiere und Futtermittel. Nur mit grünem Wasserstoff als Energiequelle und dem, was auch in Pflanzendünger drin ist, plus CO2. PV hat 25% Wirkungsgrad, die Photosynthese so 1 oder 2 %. Das macht einen riesigen Unterschied. Und diese Bakterienkulturen brauchen vergleichsweise praktisch kein Wasser.

„Die Landwirtschaft ist entscheidend dafür verantwortlich dass mehrere planetare Grenzen (land system change und biogeochemicalflows) überschritten sind..“

Vor allem wenn die jetzt noch armen Menschen sich selber Fleisch leisten können, werden wir mehr globalen Ertrag brauchen. In den Tropen und speziell in Afrika sind aber noch erhebliche Potentiale für zusätzliche Erträge.



Kommentar vom 09.05.2026 01:03
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-203362

@Andreas 08.05. 17:44

„Allein schon der gegenwärtige deutsche Lebensstandard ist völlig unvereinbar mit den Grenzen unseres Planeten.“

Drei Faktoren scheinen uns allerdings noch helfen können. Einmal kann die ganze Grüne Technik noch billiger und ressourcenschonender werden. Dann könnten wir ein Sammeltaxisystem auf Basis von selbstfahrenden E-Fahrzeugen entwickeln, dass den kompletten Individualverkehr ablöst.

Und der ganze Globale Süden, deutlich mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung, hat um die doppelt soviel Solarertrag als Deutschland und braucht weder Winterliche Heizung noch ein Dunkelflautenbackup. Und damit auch keine teure Wasserstofftechnik.

Auch hat man in heißeren Ländern möglicherweise weniger Arbeitslust und zugleich auch weniger Konsumlust. Auch das kann einiges einsparen, was bei uns hier üblich ist.

Weniger Verschwendung finde ich allerdings auch ein hervorragendes Mittel, den technischen Umbau unserer Systeme deutlich zu beschleunigen, und auch die Ausbauziele reduzieren zu können. Da sage ich nichts gegen, und das praktiziere ich persönlich schon seit Jahrzehnten. Und spare mir dabei noch eigenes Geld.

Von Fahrradfahren über Secondhandkleidung und Secondhandmöbel bis Campingurlaub.



Kommentar vom 09.05.2026 00:21
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dialog-statt-lautstaerke-vielfalt-statt-blase-gedanken-zum-abschied-von-mp-winfried-kretschmann/#comment-203360

@Michael 08.05. 17:44

„Es ist unser erklärtes Ziel, bevorzugt bereits versiegelte Flächen wie Dachflächen und Parkplätze für den Ausbau von PV (Photovoltaik) nutzen.“

Gute Idee. Wichtiger wäre dabei, PV nah am Verbraucher zu installieren. Das entlastet die Stromnetze, die angesichts von Wärmepumpen und E-Fahrzeugen bald deutlich mehr Strom zu transportieren haben.

„….und die Möglichkeiten zur Nutzung der verschiedenen Formen der Agri-PV verbessern.“

Das Einfachste dabei wäre es, statt Äckern einfach Weideflächen zu nutzen. Die Halterungen für die PV-Module können dann niedrig ausgeführt werden, so niedrig, dass die Weidetiere gerade noch zwischen den PV-Halterungen alles abgrasen können. Praktischerweise mit Ziegen und Schafen. Insbesondere an eher trockenen Standorten wird hier die Wiese nur etwas überbaut, dass Regenwasser kommt trotzdem unten an und der Erdboden kann das Wasser dann aufnehmen und speichern.

„Auch zum Netzausbau findet sich Entscheidendes, so dass ich als Solarpunk viel Hoffnung für mein Land und für erneuerbare Friedensenergien haben kann.

Wenn man neben PV direkt beim Verbraucher auch noch die ohnehin nötigen Kurzfristspeicher geschickt verteilt, kann man auch die Stromnetze viel effizienter nutzen und braucht so kaum Netzausbau.

Statt die alte Stromanschlüsse ehemaliger Großkraftwerke für Großspeicher zu nutzen kann man die eine Hälfte der Speicher direkt beim Produzenten und die andere Hälfte direkt beim Konsumenten installieren. So spart man dann auch die Durchleitungsgebühren für die reine Speicherfunktion ein.

Beim Produzenten hält man den Strom nur zurück, um ihn später ins Netz einzuspeisen und beim Verbraucher läd man zu niedrigen Preisen die Speicher auf, um den Strom dann später selber zu nutzen. Der eigentliche Stromtransport kann dann auch früher oder später stattfinden, je nach momentaner Netzauslastung.

„Baden-Württemberg soll Wasserstoffland werden“

Genau das braucht jetzt zunächst mal öffentliche Förderung, und zwar reichlich. Der Rest wie hier beschrieben eigentlich keine, es dürften vollkommen entsprechende Installationsgenehmigungen genügen.

„Umso stärker sich die Berliner Blase fossil und rechtslibertär blockiert, umso größer wird die Rolle der Bundesländer und Ministerpräsident:innen.“

Hört sich auch gut an. Die Bundesländer sind vermutlich auch einfach weniger von fossilen Lobbyisten beeinflusst, und um so mehr an einer schnellen wie möglichst kostengünstigen Energiewende interessiert. Zumal günstiger Strom nicht nur den Privatverbraucher freut, sondern auch Gewerbe und Industrie.



Kommentar vom 08.05.2026 17:11
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dialog-statt-lautstaerke-vielfalt-statt-blase-gedanken-zum-abschied-von-mp-winfried-kretschmann/#comment-203329

@Michael 08.05. 16:09

„An dieser Zerblasung der Wirklichkeit scheitern auch kognitiv sehr kluge und umfassend „wissende“ Menschen. Beobachte ich.“

Das meine ich ja auch mit Horizonten. Wie es Anderen ergeht. Wovon andere Leben, und wie sie sich einrichten können und einrichten dürfen. Und wie sie sich dabei fühlen.

Es gilt hier nebenbei auch einen ganzen Planeten zu erhalten. Zuviele Leute, denen das ziemlich egal sind, könnten auf die Dauer wirklich fatal werden. Insbesondere wenn es besonders viel Kapital, das ja immer von konkreten Leuten gehalten wird, betrifft.

Die Investitionen in die richtige Technik machen doch den wirklichen Unterschied. Das können sinnlos subventionierte SMRs sein, aber auch einfach umfangreiche private Investitionen in wirklich Grüne Technik, die nur auf die richtigen Rahmenbedingungen warten.

Siehe hier:

https://www.spektrum.de/news/small-modular-reactors-grosses-hoffen-auf-die-kleinen-reaktoren/2319986

Das sieht mir alles nach Milliardengräbern von öffentlichen Zuschüssen aus. Besser in Wasserstofftechnik investieren, wenn man schon öffentliche Gelder ausgeben will. Aber einfach die Genehmigungen für längst marktreife Grüne Technik fehlen derzeit doch, mit der Folge, dass private Investoren ausgebremst werden. Das sind zugleich auch wirtschaftlichen Möglichkeiten, die hier sinnlos blockiert werden.

Und eben auch noch Friedensenergien.



Kommentar vom 08.05.2026 14:10
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dialog-statt-lautstaerke-vielfalt-statt-blase-gedanken-zum-abschied-von-mp-winfried-kretschmann/#comment-203312

@Michael 08.05. 08:32

Was sollen etwa Mütter, Ehrenamtliche und auch Christinnen sagen, wenn der Kanzler nur reiche Leute als „Leistungsträger“ bezeichnet?

Dann sollten doch diese Leistungsträger mehr Beiträge zur Gemeinschaft leisten. Das wäre doch wirklich weiterführend.

Sich nur selber bereichern hilft der Gemeinschaft wenig. Daran fehlt es wohl nicht.

Das müsste doch ein Merz als ehemaliger Blackrockmanager eigentlich wissen?

Klar bleibt, das gute Politik die Interessen aller Menschen im Auge haben müsste. Und Diskurse braucht, die hier wirklich vernünftige Horizonte einschließen.



Kommentar vom 07.05.2026 13:58
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dialog-oder-dualismus-die-wahrheitsfrage-als-charaktertest-und-schicksalsfrage/#comment-203142

@Realo 06.05. 04:15

„Ich wollte nur andeuten, dass die große und auch noch zunehmende Hitze in Afrika bestens für die Erneuerbaren genutzt werden könnte und zumindest dort kaum Bedarf an fossilen Energien besteht…..“

Die haben einen erheblichen Vorteil. Erst mal mehr als den doppelten Ertrag als in Mitteleuropa, dann noch gleichmäßig über das ganze Jahr verteilt ohne einen Einbruch im Winter. Und die brauchen praktisch keine winterliche Heizung. Und wenn die Klimaanlage am nötigsten gebraucht wird, fällt auch ein Maximum an PV-Strom an.

Entsprechend braucht es nur einen Tagesspeicher mit nicht mal der halben Tagesproduktion Kapazität. Wasserstoff als Saisonalen Speicher braucht man da selber gar nicht.

Da ist dann auch ganz viel billiger Strom für Entsalzungsanlagen vorhanden. Und eben für jede Menge energieintensive Industrie.

„„Gedanken“, dass alle Staaten friedlich zusammenleben und fairen Handel betreiben sollten, scheinen „trostvoll“ und sollten allgemein angestrebt werden.“

Auf jeden Fall eine sehr gute Idee. Vertrauen oder wenigstens Berechenbarkeit könnte da aber hilfreich sein. Trumps Chaospolitik scheint mir das nicht zu liefern.



Kommentar vom 07.05.2026 01:11
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-203095

@Marie H. 06.05. 12:20

„Durch Sanierung und Renovierung von innerstädtischen Altbauten entstehen Wohnungen, die sich nur noch Menschen mit gutem bis sehr gutem Einkommen leisten können.“

Kommt drauf an wie genau modernisiert wird. Einen Anschluss an die Fernwärme und PV auf den Dächern reduziert ja auch sofort die Energiekosten der Mieter. Das darf was kosten, und das wird dann unterm Strich bei den Gesamtkosten aus Grundmiete, Nebenkosten, Heizkosten und Strom für die Mieter günstiger.

Bei mir hier hat man in den letzten 10 Jahren zunächst die Dächer neu gedeckt, Dachboden und Kellerdecken isoliert und einmal schön neu Angestrichen. Ohne das das groß teurer geworden ist. Die Fernwärme kommt dann in 4 oder 5 Jahren, die PV leider erst in 10 Jahren.

Ich muss da glaube ich mal nachhaken, wieso das mit PV nicht schneller gehen kann. Wir haben hier eine alteingesessene Wohnungsbaugenossenschaft, der es nicht um den maximalen Profit geht, sondern dass die Menschen gut wohnen können. Mit Zinsen haben die trotzdem zu tun, irgendwo müssen die ihr Kapital ja hernehmen. Man kann da direkt Geld anlegen, und bekommt dafür 4 % Jahreszins, der in den letzten 15 Jahren ziemlich konstant geblieben ist.



Kommentar vom 06.05.2026 23:27
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/

@Michael 06.05. 22:51

„Dazu gehören ein oft besserer ÖPNV plus Carsharing-Angebote, bald sicher auch KI-Taxis…..“

Nicht zu vergessen, dass man in der Stadt auch mit dem Fahrrad gut unterwegs sein kann, das ist sogar noch billiger als der ÖPNV, und öfter auch noch schneller. Auf dem Land mit dem Fahrrad geht auch, aber das ist dann wirklich sportlich, und braucht dabei auch noch viel Zeit, die man oft nicht hat.

Insbesondere ist das mit der Mobilität von Kindern und Älteren ohne Führerschein besonders schwierig auf dem Land. Wie schon öfter gesagt, ein Sammeltaxisystem auf Basis von selbstfahrenden E-Autos könnte gerade auf dem Land vieles einfacher und billiger machen. Dann bräuchte man auch da kein eigenes Auto mehr.

„Schon aufgrund der Wahlkohorten und auch der Zeit für (Kommunal-)Politik stehen die Belange junger Familien selten im Vordergrund. Was wiederum die Unterjüngung beschleunigt…“

Dass Kinder nicht wählen dürfen macht Sinn. Aber die Eltern könnte doch je eine halbe Stimme mehr haben pro Kind, das sie an der Wahlurne vertreten könnten. Bis die Kinder dann mit 16 selber wählen dürfen.



Kommentar vom 06.05.2026 15:42
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-203040

@Andreas 05.05. 16:25

„Du denkst wirklich dass die ärmere Hälfte der Bevölkerung deswegen am Monatsende nur so gerade über die Runden kommt oder sogar Schulden macht weil sie nicht mit Geld umgehen können?“

Ich beobachte das, und will das gar nicht werten. Aber klar, wer Schulden hat zahlt Zinsen, wer Vermögen hat, erzielt damit Ertrag. Es ist auch nicht unbedingt die an monatlichem Lebensaufwand ärmere Hälfte, die alles Einkommen sogleich ausgibt und noch Schulden macht.

Aber wer langfristig was geerbt und noch weiter was gespart hat, der hat eben auch sehr viel mehr Geld zum Ausgeben. Und kommt dann so schnell nicht auf die Idee, einfach alles doch noch auszugeben.

Ich kenne da Beispiele für beides. Grundsicherungsempfänger, die noch was ansparen, wie Erben mit mittleren Einkommen, die das Geld ziemlich schnell ausgegeben haben.

„Mein Punkt ist dass eine Stadt vollständig von ihrem Umland abhängig ist.“

Auch die Bauern können ohne sehr teure Maschinen, Diesel, Dünger und Saatgut nicht mehr produzieren. Und die modernsten Maschinen kommen auch ohne Internet und Satelliten nicht mehr klar. Entsprechend ist die Wertschöpfung der Landwirtschaft ohne die eher städtische Produktion der Hilfsmittel nicht mehr möglich. Und das meiste Geld, das mit Landwirtschaft verdient wird, landet nicht bei den Bauern. Die reine Arbeitskraft des Bauern dürfte so um die 10 % vom Erlös der Ernte ausmachen.

Stadt und Land können nur noch zusammen existieren.

Dass man im Krisenfall auf dem Land näher dran ist, stimmt schon. Aber erlebt habe ich so eine Krise noch nicht.



Kommentar vom 06.05.2026 00:34
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/moege-die-macht-mit-uns-sein-putin-palpatine-und-die-fossile-sturmtruppen-strategie/#comment-202997

@Berthold Forster 05.05. 16:25

„Kann eine Intelligente Software Menschlichkeit und Güte zeigen?“

Warum nicht, wenn sie auch eigenes Bewusstsein entwickelt. Wir Menschen zeigen auch Empathie gegenüber anderen Spezies.

Oder wenn einfach der Auftrag ist, sich auf den Kampf gegen die gegnerischen Automaten zu konzentrieren. Und ein Angriff auf Menschen nur angedroht werden muss, um das Kriegsziel zu erreichen. Nachdem eben die große Drohnenschlacht erfolgreich entschieden ist.

„Drohnen/Droiden sind für Diktaturen oder Machtinteressen doch das beste was es geben kann. Sie sagen nie Nein, keinen Juckt es wenn es sie nicht mehr gibt.“

Ich fürchte das ist eher andersrum. In der Demokratie wird es eher offenen Widerstand gegen einen Kriegseinsatz geben, der viel kleiner wird, wenn fast nur noch Maschinen geopfert werden. Und die Diktatoren können einfach befehlen was und wie sie wollen, und kaum einer wagt es, sich dagegen zustellen. Schon gar nicht die nationalen Medien.

Entsprechend hat es Putin doch geschafft, seine eigenen Leute zu verheizen. Und hier gehen Leute auf die Straße, wenn wir der Ukraine nur Waffen liefern. Oder nur Aufrüsten.



Kommentar vom 05.05.2026 18:19
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dialog-oder-dualismus-die-wahrheitsfrage-als-charaktertest-und-schicksalsfrage/#comment-202955

@Realo 05.05. 08:42

„Trump geht es um Frieden, die Iraner „spielen“ mit ihrem eigenen „Untergang“.“

Bei den iranischen Mullas sieht das wirklich so aus. Bei Trump bin ich mir noch unsicher. Und bei Israel bin ich mir auch unsicher, was die wirklich wollen.

Das Motiv der Endzeit ist in Teilen aller Abrahamitischen Religionen recht beliebt.

Wer das nicht will, sollte versuchen, sich davor zu schützen.



Kommentar vom 05.05.2026 18:05
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dialog-oder-dualismus-die-wahrheitsfrage-als-charaktertest-und-schicksalsfrage/#comment-202953

@Realo 04.05. 09:19

„An eine Solaranlage am Dach habe ich auch schon gedacht, weil sie mich vor einem „Blackout“ bewahren könnte. Allerdings müsste ich das Dach neu decken lassen….“

Mit integriertem Speicher kann man da in der Tat Einiges überbrücken, insbesondere dass dann auch die Heizung Strom hat und weiterlaufen kann. Sind Sie sicher, dass man nicht auch auf dem alten Dach die Module vernünftig befestigen kann? Immerhin rentiert sich die eigene PV-Anlage schon in wenigen Jahren, wenn man den meisten Strom selbst verbrauchen kann.

„Fahre praktisch nur mehr zum Einkauf mit dem alten Auto…..“

Dann lohnt sich auch kein Elektroauto, klar. Schon gar kein Neuwagen.

„Mit Stichtag „heute“ müsste ich rund 1 000 Euro mehr bezahlen, gehe aber davon aus, dass Öl wieder billiger werden wird…..“

Wenn wir mit der Energiewende fertig werden wollen, müssen wir genug billigen PV- und Windstrom haben, dass die Wärmepumpe das Meiste abdecken kann. Den Rest kann Biogas oder auch Holz liefern, und diesen Rest kann man noch länger auch vorübergehend noch mit z.B. Heizöl bestreiten. Insbesondere bei Ihnen mit Öltank und ohne Gasanschluss.

Bis das wirklich komplett ist, können noch so um die 20 Jahre vergehen.

„Ich nehme an, dass die Erben den Grund relativ gut verkaufen können und alles neu gebaut wird….“

Wenn dem wirklich so ist, dann lohnen sich hier mit Sicherheit keine Investitionen, klar.

„PV Anlagen sind nur am Land relativ günstig. Weil viel Dachfläche anfällt aber wenige Menschen darunter wohnen….“

Wir haben inzwischen 25% Wirkungsgrad bei PV. Für den Verbrauch der Privathaushalte reichen auch hier in der Innenstadt durchaus die Dachflächen aus, um den PV-Anteil der Stromverbrauchs und wohl auch noch der Elektrofahrzeuge abzudecken. Den Anteil an Windstrom sicher nicht, und auch nicht was Industrie und Gewerbe verbrauchen. Die können aber auch selber Dächer oder auch Freiflächen für PV haben.

Und die nötigen Speicher kann man überall verteilen, das spart Durchleitungsgebühren und entlastet ja auch die kommunalen Stromnetze.

Wie gesagt, was die Heizung betrifft, da ist hier in der Innenstadt Fernwärme angesagt. Mit Großwärmepumpe und Universalgasmotor in Kraftwärmekopplung, der einen beliebigen Mix aus Wasserstoff, Biogas und Anfangs auch noch Erdgas verarbeiten kann.

„Vielleicht kann man z.B. die Wüsten (Sahara) zur Energieerzeugung (Strom und Wasserstoff) nutzen. Nur entstehen neue Abhängigkeiten, und dann sind es keine „Friedensenergien“ mehr…..“

In der Tat ist da der PV-Primärertrag mehr als doppelt so hoch wie in Mitteleuropa. Aber nur Wasserstoff herstellen und nach Europa exportieren wird sich nur bedingt lohnen. Die Verluste sind hoch, und die Pipelines teuer. Und dieser Wasserstoff wäre eher teurer als der Primärertrag, den wir bei uns direkt ernten können. Nur soweit wie wir Wasserstoff für Industrie und Dunkelflautenbackup brauchen können, lohnt sich ein Import von Wasserstoff.

Und wir haben auch bald selber Stromüberschüsse, die wir nur noch mit der saisonalen Wasserstoffproduktion nutzen können. Da kann ein Wasserstoffimport aus Nordafrika nur eine Ergänzung sein.

Man wird aber in Nordafrika selber sehr billigen Strom haben, der auch für eine Ansiedlung von energieintensiver Industrie sehr interessant wäre.



Kommentar vom 05.05.2026 16:23
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-202949

@Michael 05.05. 07:32

„Wenn wir diesen Effekt nicht sehen und stoppen, dann könnten neben den verebbenden Gebiete auch die Arche-Regionen von einer zunehmend brutalen Zweiteilung zwischen reichen Wohnungsbesitzenden und verarmenden Mietenden geprägt sein.“

Zudem ja auch noch immer mehr ertragreiches Kapital in Form von KI und Robotern dazu kommt. Umso wichtiger wäre eine stärkere Besteuerung von möglichst aller Art von Vermögen. Selbst die Energiewende ist mit ziemlichen Investitionen verbunden.

„Schon jetzt framen Rechtsdualisten „die Eliten“ als städtisch, akademisch, arrogant und ausbeuterisch.“

Derweil ich allerdings den Rechtsdualisten als Letztes Steuern auf Vermögen oder gar selbstgenutztes Wohnungskapital zutrauen würde.



Kommentar vom 05.05.2026 15:28
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-202945

@Michael 05.05. 07:32

„Dadurch aber sind sie auf teure Mietwohnungen angewiesen, die wiederum den Aufbau von Investitionskapital und damit den Aufstieg aus der fossilen Miet- und Armutsfalle blockieren können.“

Jeder kann soviel Geld zurücklegen wie er mag oder kann. Ungefähr die Hälfte kann das gar nicht, die haben jedes Monatsende eher Schulden als noch was übrig. Das hat sogar wenig mit dem tatsächlichem Einkommen zu tun. Das ist eher eine Charaktereigenschaft, das haben wir immer.

Solange aber die Halter von Kapital genug Steuern zahlen, sehe ich eigentlich keine Probleme. Sogar echte Perspektiven. Auch KI und Roboter sind Kapital, das Ertrag abwirft. Das kann man schön einträglich besteuern, wenn denn der politische Wille dafür da wäre.

So lebt es sich dann auch ohne Wohneigentum ganz gut.

@Andreas 05.05. 10:27

„Und natürlich kann man von jemandem der das nicht möchte auch schwerlich verlangen dass er/sie in eine Zwei-Zimmerwohnung zieht und das Haus/die große Wohnung vermietet.“

Insbesondere wer im eigenen Wohneigentum wohnt, hat den selbstgenutzten Kapitalertrag komplett steuerfrei. Wer die übergroße Wohnung vermietet, muss dann auf diese Einnahmen reichlich Steuern zahlen, und kann die eigene Miete der kleineren Wohnung da nicht von absetzen.

Kein Wunder also, dass man dann nicht umzieht. Auch wenn die Kinder lange aus dem Haus sind und der Ehepartner inzwischen verstorben ist.

Wer Kinder hat, kann denen die große Wohnung aber schon überschreiben, wenn die denn da gerne wohnen wollen. Oder die große Wohnung schon mal verkaufen, und sich dafür eine kleine Eigentumswohnung kaufen. Was dann übrig bleibt, kann man vererben oder einfach selber ausgeben. Das letzte Hemd hat nun mal keine Taschen.

„Man stelle sich nur vor der konstante Strom an Lebensmitteln und Ressourcen aus dem Umland nach meinetwegen Stuttgart würde für ein paar Tage zum Erliegen kommen.“

Der Personenstrom der Leute, die im Umland wohnen und in der Stadt arbeiten, übertrifft dann aber die Lebensmittelströme wohl um ein Vielfaches. Und Energie kann auch ziemlich reichlich mit PV innerhalb der Städte produziert werden.

Die Wasserversorgung sind noch mal ziemliche Mengen, das lässt sich aber per Rohrleitung sehr gut transportieren.

In den Städten selbst wird aber auch wieder allerhand produziert, und auch auf dem Land dann verkauft.



Kommentar vom 05.05.2026 01:16
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@Berthold Forster 04.05. 20:25

„In dem Buch „Im Grunde gut“ von Rutger Bregman gibt es eine Stelle wo er den Widerwillen von Menschen nachweißt, sich direkt umzubringen.“

Kriegsdienst ist entsprechend eine dreifache Katastrophe für die dienenden Soldaten: Sich töten zu lassen, Andere zu töten und sich Monate oder gar Jahre auf freier Flur aufhalten zu müssen, und auf sein komplettes soziales Umfeld zu verzichten.

Was wäre da besser als eine technische Lösung? Letztlich soll der Krieg doch vor allem eine Entscheidung bringen, was die Diplomatie nicht zu realisieren vermochte.

Wenn alle Drohnenschwärme aus zehntausenden autonomen und spezialisierten Drohen in eine finale Schlacht geworfen werden, muss dann eben der Verlierer kapitulieren. Die Berge von Elektroschrott, die dabei anfallen, mögen die Menschen aufsammeln und auf dem Schrott verkaufen.

Und ein Vorteil wäre das für den, der mehr Geld für Drohnen hat aufbringen können. Und nicht für den, der seine komplette junge Generation zu opfern bereit ist.

Klar ist hier aber, dass wir für unseren Drohnenkrieg unsere eigene freie Software brauchen. Aber eigentlich auch offene Software für alles, die wir mit der ganzen Welt ganz gut teilen können. Und auch das ist in der Tat eine Sicherheitsmaßnahme, und gehört mit in den Verteidigungsetat des Bundes und ganz Europas.

Und wenn die Kampf-KI sich irgendwann selbstständig macht? Hätte, könnte…. Ich glaube es nicht. Die Macht wird am Ende auf der richtige Seite sein?

Lange nicht so schlimm wie Atomwaffen wohl. Die gibts ja nun auch immer noch.



Kommentar vom 05.05.2026 00:34
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-202895

@Andreas 04.05. 21:54

„Ich sehe als einzige Lösung aus diesem Dilemma dass man konsequent nur noch bereits zubetonierte Brachflächen für Wohnungsbau in Anspruch nehmen darf.“

Zum Teil sind das aber in der Tat auch nur Verschiebungen. Auf dem Land, insbesondere an den Rändern Europas, ziehen die Leute ja weg. Da kann man Einiges abreißen und entsiegeln.

Dazu käme noch ein Sammeltaxisystem auf Basis von selbstfahrenden Batteriefahrzeugen. Wenn das wirklich kommt, spart das locker 80 % der Parkplätze ein. Diese Flächen kann man dann vor allem für wasserspeicherndes kühlendes Grün in den Städten nutzen. Und das Sammeltaxisytem kann auch insbesondere den ländlichen Raum aufwerten. Dass hier auch Personen ohne Führerschein voll mobil sind, dass Mobilität sehr viel billiger wird, und wegen kaum noch Staus auch schneller geht. So kann man dann problemlos längere Wege zur Arbeit fahren.

Wer Bauen will, der soll das m.E. gerne machen. Am besten wenn die Städte noch reichlich neues Bauland ausweisen, dann wird das gleich viel bezahlbarer. Hier in Dortmund jedenfalls ist da noch ganz viel Platz, auch immer noch auf ehemaligen Industrieflächen.

Einige dieser Flächen sind ganz schön giftig, aber da muss man ja nicht bauen, das können Grünflächen werden. Praktischerweise mit PV-Freiflächenanlagen.

Die Stadt soll doch schön bewohnbar sein. Irgendwo müssen wir uns doch niederlassen. Und hier sind die Wege kürzer und die Bebauung viel dichter, das macht es auch alles energetisch und ökologisch effizienter als auf dem Land. Und potenziell das Leben sogar billiger.



Kommentar vom 04.05.2026 15:28
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@starwars

Die Macht bei Starwars ist eben nicht reine Fantasie und damit nur psychologisch. Damit zu spielen, wie sie im wirklichen Leben mitspielen kann, ergibt echte Perspektiven.

Die sich mit den verschiedenen Religionen einerseits vertragen können, andererseits aber auch mit ganz persönlicher Spiritualität.

Letztlich ist es gerade das Wirkliche, dass hier gesucht wird? Vom Publikum, aber auch vom Film selbst.



Kommentar vom 04.05.2026 13:58
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-202850

@Michael 04.05. 06:25

„Aber die volle Wucht der Demografie spricht sich immerhin bereits herum.“

In der Tat eine eher neue Diskussion?

Mit Neubauten sind aber auch noch nicht die Altbauten energetisch fit gemacht. Obwohl das hier im Innenstadtbereich eigentlich vom Aufwand her geht. Hier lohnt sich Fernheizung ganz besonders, und das Verhältnis von Wohnfläche zu Außenwänden ist aufgrund sehr dichter Bebauung günstig. Und hier ist es auch im Winter einige Grad milder als im Umland.

Bei mir hier ist eben dies der Fall, man hat nur Kellerdecke und Dachboden isoliert und richtig gute Fenster eingebaut. Nur die Fernwärme braucht noch 4 der 5 Jahre, bis sie hier angekommen ist.

Derweil muss ich hier richtig für meine eigene 25 Jahre alte Gastherme an Gas zahlen. Da geht noch nicht mal Brennwerttechnik. Wenigstens spare ich auch wirklich, wenn ich weniger heize. Die Energiekosten nähern sich inzwischen der Grundmiete. Wenn das jetzt mit der Straße von Hormus länger dauert, schaffen wir das auch noch.

Und klar, hier sind noch die ganzen Dächer für Solaranlagen frei.

Und Frau Reiche will neue Gaskraftwerke. Ich fass es nicht.

Immerhin könnten aber Neubauten zu sinkenden Grundmieten bei energetisch teuren Altbauten führen. Das wäre auch für uns hier willkommen. Auch wenn die Neubauten selbst für uns unbezahlbar wären.



Kommentar vom 04.05.2026 00:02
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@Neubaumangel

Bleibt zu hoffen, dass es in ein paar Jahren ein Einsehen gibt und damit auch wieder mehr Kinder und Neubauten.

Und bis dahin die Kombination von öffentlichen Investitionen vor allem in Aufrüstung und privaten Investitionen in eine wirklich konsequente Energiewende die fehlenden Investitionen in Neubauten ausgleichen kann.

Wenn es denn wirklich damit dann wenigstens was wird. Was mir jetzt denn doch auch wichtig wäre. Auf einer militärischen wie energiepolitischen Basis, mit der wir gut und relativ sicher leben können, könnte dann auch die Lust auf Kinder größer werden?

Jedenfalls mit der Zeit, auch wenn das länger dauert. Das könnte auch ein durchaus parteiübergreifendes Projekt werden? Und ein europäisches Projekt. Den Kindermangel haben wir überall. Und den Bedarf an Aufrüstung und Energiewende auch.



Kommentar vom 03.05.2026 15:42
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dialog-oder-dualismus-die-wahrheitsfrage-als-charaktertest-und-schicksalsfrage/#comment-202800

@Realo 02.05. 12:17

„Nur werde ich nicht und könnte ich auch nicht, mein altes Haus um 200 000 Euro umbauen,…“

Wenn sie aus dem Altbau mit der Brechstange ein Energiesparhaus machen, vielleicht.

Eine Solaranlage mit integriertem Speicher kostet vielleicht 3000 Euro, maximal 5000 Euro, und das haben Sie in ein paar Jahren wieder drin und dann richtig schön billigen Strom. Und wenn sie viel Fahren, würde sich auch das Elektroauto lohnen, das sie dann mit eigenem Solarstrom laden können.

Eine kombinierte Heizung aus Wärmepumpe und Ölheizung dürfte auch auf Dauer billiger werden, insbesondere braucht die weder Fußbodenheizung noch Außenwandisolierung. Das müsste unter 30.000 Euro zu haben sein, spart dann aber langfristig Geld, insbesondere wenn die Windkraft in Deutschland immer weiter ausgebaut wird, gleich mit integriertem Speicher direkt am Windrad. Soweit die Wärmepumpe läuft, wird es dann billig.

Und sonst springt eben der Ölkessel ein.

„Allerdings kann ich mir vorstellen, dass Techniker, die z.B. in der Chemie oder Metallindustrie arbeiten müssen, für den Einsatz fossiler Energie eintreten müssen, weil derzeit die Erneuerbaren weitaus nicht reichen dürften…..“

Wenn am Ende statt mit Erdgas oder Koks mit Wasserstoff gearbeitet werden muss, ist das zwar teurer. Aber noch ist das nicht soweit.

Zunächst mal können die Betriebe doch schon jetzt von billigerem Strom profitieren, insbesondere wenn sie sich eigene PV-Freiflächenanlagen zulegen können, oder am Besten noch ein paar Windräder dazu. Ein passender eigener Lithiumspeicher lohnt sich dann gleich mit.

Und den Mitarbeitern kann man noch Strom für ihre E-Autos anbieten. Die können dann tagsüber auf dem Parkplatz geladen werden. Und bidirektional angeschlossen beim Stromspeichern helfen, insbesondere wenn rund im die Uhr im Schichtdienst gearbeitet wird.




Kommentar vom 03.05.2026 14:26
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-202797

@Michael 03.05. 09:50

„Und wir sehen auch im internationalen Vergleich, dass dieser Ansatz Neubauten, Investitionen und Resilienz gegenüber Krisen und Inflation fördert, zudem auch den Mietmarkt entlastet und post-fossile Technologien voranbringt.“

Soweit hier tatsächlicher Bedarf besteht, habe ich nichts dagegen. Neben Baukindergeld wäre auch das Ausweisen von Neubaugebieten sehr attraktiv, schließlich kostet das den Staat fast nichts, und das hilft ganz gewaltig.

Und in den meisten Städten ist ja auch aktuell ein Bedarf an mehr neuem Wohnraum.

Wenn das aber mal nachlässt, können junge Familien auch Altbauten erwerben und u.a. energetisch sanieren. Neubauten sind schon Treiber für Treibhausgasemissionen. Wenn man hier viel mit Holz macht, geht es aber auch noch damit.

Aber ja, mir als wenig solventer Mieter kommen Neubauten wirklich gerade recht. Der Effekt reicht sich ja durch, und kommt am Ende auch bei den billigen Altbauten an.

„Große Teile der deutschen Gesellschaft haben es sich im demografischen und damit eben auch wirtschaftlichen Verebben eingerichtet.“

Das ist ja auch einfach faktisch. Ich glaube, wir sind gerade erst dabei, zu realisieren, dass wir von der globalen Überbevölkerung weg sind. Und ein genügsamer und technisch ausgefeilter Lebensstil auch mit 10 Milliarden Menschen weiter gut und lebenswert möglich sein wird. Und wir mit den planetaren Grenzen dabei rundherum auskommen können.

Der nächste Schritt wäre dann, erst mal zu überlegen, wie wir denn auf die 1,8 Kinder pro Frau kommen können. Und das dann umsetzen, und gucken, ob es denn funktioniert.

Dennoch hätten bei mir direkte Investitionen in eine schnelle und am Ende komplette Energiewende Vorrang auch vor Neubauten. Zumal auch die Nebenkosten für Gas und Strom inzwischen bald die Höhe der Grundmiete erreichen.

Aber so wie das aussieht, geht ja Beides. Mehr Energiewende und mehr Kinder und nachfolgend auch mehr Neubauten.



Kommentar vom 03.05.2026 00:45
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-202752

@Michael 02.05. 18:05

„..kaum noch eine realistische Chance haben, Kinder und Wohneigentum zu realisieren. Das macht es wiederum noch wahrscheinlicher, dass sich junge Menschen gegen (weitere) Kinder entscheiden und verschärft damit die Nachfrage- und Investitionskrise weiter.“

Eine gewisse Förderung fände ich auch nicht schlecht. Aber muss man denn wirklich Wohneigentum erwerben?

„denn „diese Generation hat eben noch fossile Wirtschaft in großen Konzernen gelernt. Und erst die nächste wird erneuerbare Friedensenergien wirklich verstehen.“

So schwer verständlich scheint mir das aber nicht zu sein. Einfach mal konkrete Projekte finden und ermöglichen reicht doch längst. Die Investoren und die Handwerker, die die Grüne Technik installieren, müssen wissen, was sie tun. Das kann man lernen.

Etwas ein E-Auto muss man kurz erklärt bekommen, und schon kann man losfahren.

@J. Jaenecke 02.05. 18:01

„und in Kalifornien gibt es mehr Sonnenstunden als in Deutschland und ebenfalls eine Abnahmevergütung für überschüssigen Strom, also zugunsten der Eigenheimbesitzer und zu Lasten der Stromkunden.“

In der Tat braucht man bei PV-Anlagen mit integriertem Speicher kaum Förderung mehr. Aber eine Baugenehmigung. Und im Innenstadtbereich die Möglichkeit, Solarstrom direkt in der Nachbarschaft zu verminderten Durchleitungsgebühren zu verkaufen.

@MRGR 02.05. 18:55

„Wenn ich eine Wärmepumpe und Solaranlage installieren wollte, müsste sich die Investition irgendwie auch wieder für mich rentieren.“

Einfach dann die Grundmiete erhöhen, auf Basis einer genauen Kalkulation. Insbesondere mit der Solaranlage – am besten mit passendem Speicher - spart der Mieter doch sofort jede Menge Stromkosten ein. Vermutlich deutlich mehr, als was die Mieterhöhung kostet.

„Wenn ich als Vermieter an den Heizungskosten beteiligt würde, wäre ich als Vermieter in der Falle, denn auf den Gasverbrauch meiner Mieter habe ich keinen Einfluss.“

Immerhin zahlt der Mieter noch seine Hälfte, wird also dennoch auf den Verbrauch achten. Im Prinzip wäre das auch wiederum ein berechtigter Anlass, neben der Heizungsanschaffungen auch die Verbrauchszuzahlungen auf die Dauer auf die Grundmiete umzulegen. Wenn es der lokale Wohnungsmarkt eben hergibt. Aber auf jeden Fall eine unterm Strich günstigere Heizung einbauen.

Letztlich sind die Gesamtkosten aus Grundmiete, Nebenkosten, Gasverbrauch und Stromkosten die Summe, die auf dem Wohnungsmarkt konkurrieren muss. Wenn das energetische gut gelöst ist, dann hilft das Vermieter und Mieter gleichermaßen.



Kommentar vom 02.05.2026 17:32
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-202722

@Michael 02.05. 15:46

„Mir bleibt daher wichtig, die Eigenheimquote insbesondere für Familien mit Kindern zu erhöhen, damit Aufstieg, Resilienz und post-fossile Selbstwirksamkeit auch öfter erlebt werden.“

Das sind jetzt aber andere Größenordnungen. Das Eigenheim mag 200.000 Euro kosten, der neue Stromzähler samt 5 Kwh Speicher kaum mehr als 1000 Euro, die nötige Solarleistung von 2 Kw auch inzwischen unter 2000 Euro. Das dürfte im Sommerhalbjahr für den Verbrauch einer Familie von 10 Kwh am Tag reichen. Und die integrierten Speicher speichern im Winter auch Windstrom mit.

Das ganze hält dann 20 Jahre oder sogar länger. Und die Preise sinken weiter.

Und wenn es heiß ist, hat man durchweg Maximalerträge von PV, dass dann der Betrieb einer Klimaanlage mit minimalen Stromkosten zusammenfällt. Je nachdem, wo und in welcher Etage man wohnt, kann das bei weiter steigender sommerlichen Hitze durchaus interessant werden.

Auch deswegen ist PV auch auf den Dächern im Innenstadtbereich so interessant.

„Wer da weiterhin Fossilisten feiert oder gar wählt, ist dann eben intellektuell und charakterlich gescheitert.“

Ich fürchte auch, dass nach den Spritpreisen erst die Gaspreise und danach die Strompreise noch weiter wuchern werden. Es ist einfach grauenhaft.



Kommentar vom 02.05.2026 14:07
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-202707

@Podcast nr 55

Genehmigungen für Speicher dürften doch einfacher sein, wenn sie einerseits direkt an der PV-Anlage wie am Windrad installiert werden. Mit Kapazitäten von in etwa einer halben Tagesleistung. Und Vermieter können andererseits ihren Mietern einen Stromzähler, der variable Strompreise verarbeiten kann, spendieren, mit integriertem Speicher von auch noch mal etwa einer halben Tagesleistung Kapazität.

Die Kosten kann der Vermieter doch einfach auf die Grundmiete aufschlagen. Das kommt mindestens jedem 2. Mieter zugute, dem das Geld für eigene Investitionen fehlt.

Und so fallen auch überhaupt keine zusätzlichen Durchleitungsgebühren an. Beim Produzenten wird der Strom nur vorübergehend zurückgehalten, beim Verbraucher wird billiger Überschussstrom aufgenommen und nicht ins Netz zurück gegeben, sondern nur später selber verbraucht.

Eine eigene Steckdose für E-Autos der Mieter kann man dann später auch noch spendieren.

So müsste sich doch wirklich was auf dem Strommarkt bewegen. Das kann dann auch mehr PV-Freiflächenanlagen und Windräder motivieren. Gleich mit integrierten Speichern.

Was dann noch fehlt sind PV auf allen geeigneten Dächern und sonstigen Flächen im Innenstadtbereich. Hier bräuchte es Investoren, die die Dächer für kleines Geld mieten, dort PV-Anlagen installieren und den Strom dann mit reduzierten Durchleitungsgebühren direkt in der Nachbarschaft verkaufen dürfen. Auch hier empfehlen sich integrierte Speicher mit etwa einer halben Tagesleistung.

Was das Thema Heizung betrifft, so dürften im Innenstadtbereich Fernheizungen überwiegend angesagt sein. Praktischerweise mit Großwärmepumpe und Universalgasmotor in Kraft-Wärme-Kopplung, der mit einem beliebigem Mix aus Wasserstoff, Biogas und vorerst noch Erdgas laufen kann.

Die Anschlusskosten der Fernheizung dürften überschaubar sein. Vermieter hätten wenig Anlass, da nicht mitzumachen, wenn der Netzausbau in ihrer Straße ankommt.

Wärmepumpen im Innenstadtbereich scheinen mir weniger praktikabel zu sein. Der Platz für Bodensonden ist zu knapp, und wenn jeder hier seinen Lüfter hätte, wäre das laut und womöglich auch kalt in den Hinterhöfen. Wenn Einzelne dennoch eine Lösung finden, dann können die das ja schon mal machen.

Bei den E-Autos ist klar, dass man da im Moment fast nur Neuwagen erwerben kann. Wer knapp bei Kasse ist, kann da echt nicht mithalten. Und muss noch viele lange Jahre warten, bis er einen alten entsprechend kostengünstigen elektrischen Gebrauchtwagen bekommen kann. Und bis dahin weiter einen gebrauchten Verbrenner fahren. Immerhin werden die dann aber billiger, das hilft schon auch.

Dafür sieht es langfristig gut aus für Ärmere. Batteriefahrzeuge dürften deutlich länger halten als Verbrenner. Und ein Sammeltaxisystem auf Basis von selbstfahrenden Fahrzeugen wäre ein ganz neues Zeitalter der Mobilität.



Kommentar vom 01.05.2026 16:03
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dialog-oder-dualismus-die-wahrheitsfrage-als-charaktertest-und-schicksalsfrage/#comment-202641

@Realo 01.05. 12:34

„Ist die Ukraine irgendwann unter „EU bzw. Natoschirm“, geht es natürlich weiter. Nur wird dann das „deutsche Kanonenfutter“ den Kampf übernehmen müssen, genau darauf kommt es Selenskyj an…..“

Wir spielen ja nun auch noch mit. Einen Natobeitritt der Ukraine werden wir entsprechend aus eigenem Interesse ablehnen. Selbst eine EU-Mitgliedschaft erscheint mir womöglich weniger ratsam. Damit kann man gerne noch 20 Jahre mit warten.

@Michael 01.05. 12:49

„Nicht der (im Iran schiitische) Islam unterdrückt auch Venezuela, sondern der von Ihnen so verehrte Donald Trump „dealt“ mit den fossilen Oligarchen und Gewaltherrschern.“

Klar, dass es Trump wirklich gar nichts kümmert, wie es den Iranern dabei geht. Auch die Befreiung Afghanistans von den Taliban hat man mittendrin abgebrochen. Mit fatalen Folgen für die Ortskräfte, die da vorher mitgeholfen haben.

Möglicherweise ist man in der Öl- und Gasindustrie nicht unglücklich mit der aktuellen Sperrung der Straße von Hormus. Immerhin waren vorher die Öl- und Gaspreise zunehmend unter Druck. Die weltweite Energiewende machte sich inzwischen deutlich bemerkbar.

Natürlich haben jetzt die Förderländer am Persischen Golf große Verluste. Aber die Gewinne mit den verbleibenden 80 % der globalen Fördermengen dürften gigantisch sein.

Klar trifft das jede Menge US-Bürger bis ins Mark. Aber was kümmert es Trump, wenn er an Popularität im eigenen Land verliert, aber eben die Geschäfte hervorrangend laufen?



Kommentar vom 01.05.2026 00:35
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dialog-oder-dualismus-die-wahrheitsfrage-als-charaktertest-und-schicksalsfrage/#comment-202614

@Realo 30.04. 19:08

„Aber irgendwann wird es auch den Persern dämmern, dass sie friedlich werden müssen, um ein „ehrenwertes Mitglied“ in der „Weltgemeinschaft“ zu werden, dass friedlich seinen Geschäften nachgeht….“

Im Iran herrscht doch vor allem eine Katastrophe für die Menschen da selber. Aber das kann man erfahrungsgemäß nicht so leicht ändern. Aber der Iran hat sich sogar aus dem Gazakrieg ziemlich herausgehalten.

Ein gezielter Angriff auf Irans Atomanlagen mag noch wirklich nachvollziehbar sein. Aber den aktuellen Krieg haben nun die USA angefangen. Wir werden sehen, wie das da weitergeht. Oder ob man vielleicht doch noch den zivilen Schiffsverkehr in der Straße von Hormus schützen kann.

So hohe Ölpreise wollen wir hier auch nicht. Das motiviert zwar für mehr Energiewende, schränkt zugleich aber auch die finanziellen Möglichkeiten in die Energiewende zu investieren ein. Und fördert Putins Kriegskasse.

Freilich kann man hoffen, dass im weiteren Gang der globalen Energiewende dann doch noch mittelfristig die Öl und Gaspreise verfallen. Das könnte auch eine nachhaltige Umorientierung von Öl- und Gasverkauf hin zu produktiver Wirtschaft fördern. Auch im Iran.

„Vielleicht wird auch Selenskyj irgendwann darauf kommen, dass die rund 20% Russen in der Ukraine, 20% „Ukraine Gebiet“ wollen, wie früher die Ukrainer „Russengebiet“ für ihre Unabhängigkeit wollten und auch zugestanden bekamen.“

In der Tat wollte Selenskyj genau davon einige Kriegsjahre nichts wissen. Hat dann aber zähneknirschend entsprechenden Friedensvorschlägen von Trump zugestimmt. Und den aktuellen Frontverlauf, der ganz gut zu von Russischstämmigen Ukrainern bewohnten Gegenden passt, als Basis für einen Frieden akzeptiert.

Aber Putin wollte doch nicht. Was soll man da noch machen? Als Europa voll in die Drohnentechnik einsteigen, in wirklich enger Zusammenarbeit mit der drohnenkriegserfahrenen Ukraine.

„Hirnlos und tapfer“ ins Unglück zu rennen, das ist keine gute Idee…..“

Für die Soldaten der Wehrmacht auf jeden Fall. Aber ohne die Soldaten der Alliierten hätten die Nazis ihren Krieg gewonnen und es gäbe jetzt keinerlei Freiheit in Europa. Und statt einem Kalten Krieg gegen den Kommunismus hätte wir weiter einen Krieg nach dem anderen gehabt, bis eben die Nazis tatsächlich noch die ganze Welt erobert hätten. Und wohl ab spätestens 1950 auch mit Atombomben.

„Wenn man schon etwas älter ist, hat man schon allerhand, oft absurd scheinende Konflikte mitbekommen. Und daher ist es naheliegend, wenn man anstreben möchte, dass derartiges im Keim verhindert wird, nachher, wenn erst Blut fließt, ist es zu spät.“

Das kann ich nur unterstützen. Man sollte aufpassen und alles Versuchen, was diplomatisch möglich ist. Aber das gelingt eben leider nicht immer.

Man muss hierbei bedenken, dass die meisten Autokraten gar nicht so richtig für ihr eigenes Land arbeiten, sondern eher andersherum versuchen, dass ihr Land für sie selbst alles tut, was möglich ist. Inclusive die besondere Ehre, das mehr oder weniger große Imperium zu vergrößern.

Das eigene Land braucht sowas eigentlich nie. Es ist fast immer praktikabler, die eigene Wirtschaft produktiver zu machen, als Eroberungskriege zu führen. Da müssten schon ziemlich große Erdölvorkommen mit sehr wenig militärischen Aufwand erobert werden.

Einen solchen Versuch hatte ja Saddham Hussein gewagt. Kuwait war in ein paar Tagen erobert. Nur die USA haben das nicht geduldet, sonst hätte es wohl tatsächlich ein gutes Geschäft werden können.