Meine Kommentare auf scilogs.spektrum.de 2026/03 (T.J.)
Kommentar vom 31.03.2026 15:49
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-waermepumpe-memes-und-lob-dem-spd-oekosozialen-hermann-scheer-1944-2010/#comment-200498
@Peter Gutsche 31.03. 09:49
„Wenn man so will, handelt es sich hier auch um Kernenergie, nur eben unter Ausnutzung des gesamten Erdkörpers als Wärmereservoir und ohne Anreicherung und Konzentration des Ausgangsmaterials.“
So viel Erdwärme kommt da von unten jetzt nicht nach. Die meiste Wärme kommt im Sommer von oben, und wärmt den Boden wieder auf, der sich im Winter durch den Wärmeentzug der Wärmpumpe deutlich abkühlen kann.
Wo die Bebauung dicht ist und alle eine Wärmepumpe haben, könnte das schon ein Problem werden. Entweder man nutzt die Bohrlöcher auch zur Kühlung im Sommer, dann wärmt sich der Boden ja dadurch wieder auf. Oder man macht es eher Außerhalb und betreibt dort Großwärmepumpen, und beliefert die ganze Siedlung mit Fernwärme.
Dann kann man auch noch einen Gasmotor in Kraftwärmekopplung hinzufügen, der mit einem variablem Mix aus Wasserstoff, Biogas und zunächst auch noch Erdgas laufen kann. Das wäre die effektivste Art von Backupkraftwerk, weil so auch genau dann auch Wärme produziert wird, wenn sie am nötigsten gebraucht wird.
„Politiker, sich für die Nutzung für Kernkraft aussprechen, sollten also erstens daran erinnert werden, dass wir uns damit unter den aktuellen Rahmenbedingungen abhängig von anderen Staaten machen.“
Vermutlich ist Kernkraft einfach viel zu teuer, und kann mit den Erneuerbaren nie mithalten. Wenn man die AKWs aber so bauen könnte, dass sie das Plutonium aus den alten Brennstäben verbrauchen, wäre das interessant. Dann wäre man einen Großteil des Endlagerproblems los und bräuchte eventuell gar keinen weiteren Uranabbau.
Das darf dann auch was kosten.
Kommentar vom 31.03.2026 13:43
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-53-gefahr-von-parteiblasen-irankrieg-statt-friedensenergien/#comment-200487
@Realo 31.03. 08:31
„Diese Grundidee der Perser, nutzt allmählich die ganze Welt und den vielen kleinen „Islamischen Kampftruppen“ der Perser werden die Drohnen hauptsächlich auf den Kopf fallen…..“
Etwas doof an der Drohnentechnik dürfte sein, dass Angreifen viel billiger als Verteidigen ist. Wenn die Abfangdrohne nur 10 mal teurer ist als die Angriffsdrohne, dann lohnt es sich wohl mehr, lieber selber in Gegenschläge zu investieren.
Auf Flugplätze, Fabriken aller Art, Infrastruktur, Wohngebiete oder Schützengräben und Artilleriestellungen.
„Mit der Blockierung der Hormusstraße machen sich die Perser die ganze Welt zum Feind.“
Ziemlich viele ärgern sich aber auch über Trump. Auch eine Mehrheit der US-Bürger. Musste das denn jetzt wieder sein? Die islamistische Propaganda ist doch zunächst mal nur Text, die muss man nicht so ernst nehmen. Trotz des Gazakrieges hat sich der Iran doch rein militärisch sehr zurück gehalten.
Für die Energiewende sind allerdings die jetzt gestiegenen Öl- und Gaspreise nicht unbedingt zum Vorteil. Wenn gerade weniger solvente Länder mehr Geld für Öl und Gas ausgeben müssen, fehlt dieses Geld, um in grüne Technik zu investieren.
Die Motivation für die Energiewende steigt, aber die tatsächlichen Möglichkeiten können wegen knapper Kassen dennoch weniger werden.
Und dass jetzt Putin wieder richtig Kasse macht mit seinen Exporten, nötigt uns letztlich auch noch mehr aufzurüsten. Das kostet auch Geld, dass der Energiewende fehlen kann.
Eine Schwierigkeit mit der Grünen Technik ist ja, dass man in Anlagen investieren muss, die eine Laufzeit von bis zu 30 Jahren haben. Das Geld muss man erst mal haben. Öl und Gas muss man nur aktuell bezahlen, nicht auf Jahrzehnte im Voraus. Natürlich rechnet sich die meiste Grüne Technik unterm Strich durchaus.
Ich wäre also durchaus dafür, dass man sich da irgendwie einigt, und die Blockade der Straße von Hormus bald enden kann.
Kommentar vom 31.03.2026 00:23
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-53-gefahr-von-parteiblasen-irankrieg-statt-friedensenergien/#comment-200448
@Realo 30.03. 14:55
„Wenn sich die Perser die Vernichtung Israels, danach zuerst die Islamisierung Europas und danach der ganzen Welt, nicht aus dem Kopf schlagen,...“
Womit das denn? Die paar Raketen, die gegen Israel durchkommen, tun es derweil wohl kaum. Dabei muss es wohl bleiben. Die Straße von Hormus blockieren dürfte aber vorerst praktikabel sein.
„...werden die Amis die Ölgebiete im Bereich der Hormusstraße platt machen, die Iraner vertreiben und sich das Öl schnappen.“
Warum nicht einfach dem Iran das Öl klauen? Dann ist auch längerfristig Ruhe mit Iran, so ganz ohne Geld. Nur mit Drohnen verkaufen wird man vermutlich nicht so weit kommen.
„Zur Abwehr derartiger „Billigdrohnen“ werden derzeit weitaus teurere Abwehrraketen genutzt.“
Eigentlich interessant, was mit Drohnen so immer mehr geht. Eben billige Abwehrraketen z.B., oder richtige Großangriffe mit 20.000 Drohnen auf einmal? Wenn die 2.500 Euro das Stück kosten, kostet so ein Drohnenangriff nur 500 Millionen Euro, soviel wie ein Kampfjet.
Und 50 solcher Großangriffe kosten dann 25 Milliarden, nur ein Teil der derzeitigen Rüstungsausgaben der Ukraine im aktuellen Krieg in einem Jahr.
Eine Menge Elektroschrott, allerdings. Diese Werte kann man nach dem Krieg einsammeln, wenigstens.
Kommentar vom 30.03.2026 00:13
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-53-gefahr-von-parteiblasen-irankrieg-statt-friedensenergien/#comment-200411
@Michael 29.03. 15:31 / Felo.ai
„Die demografische Traditionalismusfalle erzeugt somit einen sich selbst verstärkenden Teufelskreis: Traditionelle Geschlechterrollen → sinkende Geburtenraten → Investitions- und Nachfragekrise → wirtschaftliche Stagnation → Jugendarbeitslosigkeit → weitere Verzögerung oder Verzicht auf Familiengründung.“
Es betrifft nicht jeden, aber wenn endlich mal geerbt wird, sind die Kinder meistens aus dem Haus. Entsprechend könnte man durchaus ertragreiche Erbschaftssteuern eintreiben und das Geld für die Unterstützung von Familien ausgeben. In Form von wirklich verlässlichen Kitaplätzen, aber auch als direkte Zuwendungen. Das müsste was nützen.
Unselig natürlich, wenn Väter aus Tradition im Haushalt und der Kinderbetreuung kaum mitmachen.
Sonst könnten sich beide Partner z.B. eine dreiviertel Stelle organisieren und sich die Carearbeit teilen. Bei entsprechendem Kinderreichtum auch je eine halbe Stelle.
Welche Frau hat schon Lust, den ganzen Tag im Haus und mit den Kindern zu tun zu haben. Arbeiten gehen heißt ja auch raus zu kommen und was von der Welt mitzuerleben.
Auch hilft es wenig, wenn zu viele studieren, und dann die entsprechende Jobs gar nicht da sind. Klar dass dann Eingearbeitete zuerst die Stellen bekommen, und junge Leute frisch von der Uni erst mal nicht so schnell was finden.
Gerade bei jungen Frauen kann das noch schwieriger werden, wenn Arbeitgeber befürchten müssen, dass seine kürzlich eingestellte Frau demnächst erst mal Kinder bekommt. Wenn die Väter im Haushalt mitmachen und auch regelmäßig ihre Arbeitszeit dafür reduzieren, dann hätten Mütter auch bessere Chancen auf gute Jobs.
Und sogar bessere Chancen auf Führungspositionen.
Und eben könnte das Sammeltaxisystem auf Basis von Selbstfahrende E-Auto Familienfreundlich sein. Man kann dann auch jenseits der Städte auf dem Land besser leben, wenn man die Kinder schon in die Grundschule vom Sammeltaxi abholen lassen kann. Das spart viel Zeit und wäre sehr kostengünstig, insbesondere wenn man dann das eigene Auto komplett weglassen kann.
Zusätzlich wird eine gewisse Rückwanderung aus den jetzt überlaufenen Städten zurück aufs Land die Wohnungskosten auch in den Städten reduzieren. Und wenn auf dem Land dann der Verfall aufgehalten wird, geht es uns auch besser.
Kommentar vom 29.03.2026 18:10
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/duerfen-deutsche-erneuerbare-heimatenergien-feiern-zu-komposita-ki-aesthetik-diesel-duenger/#comment-200403
@Michael 29.03. 17:14
„Wer – wie es viele fossile Lobbyisten auch in der Bundespolitik, in Konzernen und Konzernmedien tun – für sich selbst bereits erneuerbare Heimatenergien nutzt, andere aber auch mit Desinformation und Bürokratie davon abhalten will, handelt m.E. unmoralisch und unsozial, wenn nicht gar korrupt.“
Mich ärgert das auch. Fernheizung mit Großwärmepumpe und Universalmotor in Kraftwärmekopplung ist klar, einzelne Wärmepumpen in der Innenstadt sind unpraktikabel. Da muss ich drauf warten. In 4 bis 5 Jahren soll es bei mir soweit sein.
Aber Solarstrom kann ich jetzt nicht ohne Durchleitungsgebühren beziehen. Von ich glaube 10 ct die Kwh. Wer ein eigenes Dach hat, macht richtig gutes Geld mit seiner eigenen Solaranlage.
Und gerade in der Innenstadt wäre doch selbstproduzierter Strom hilfreich, auch zur Aufladung der wohl bald ziemlich zunehmenden Elektromobiliät. PV-Anlagen gibt es aber kaum welche.
Hier müssten Investoren die Dächer mieten und alle Ost- Süd- und Westdächer wie auch Flachdächer und manche senkrechte Flächen mit PV zupflastern, ausreichend Speicher hinzufügen und den Strom an die umliegenden Wohnungen und Gewerbeobjekte direkt verkaufen dürfen.
Dann könnte ich so an die 25 Euro monatlich sparen. Und wäre recht klimaneutral und unabhängig unterwegs dabei.
Kommentar vom 29.03.2026 16:08
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/duerfen-deutsche-erneuerbare-heimatenergien-feiern-zu-komposita-ki-aesthetik-diesel-duenger/#comment-200401
@Michael 28.03. 16:44
„Stattdessen wird der Speicher hinter dem bestehenden Netzanschlusspunkt eines Industriebetriebs installiert.“
Das macht doch sogar Sinn, weil es die Netze auch gar nicht belastet. Eher entlastet.
Und das kann man an allen Anschlüssen machen, eben bis zur Kapazität der Anschlussleistung. Größere PV-Anlagen und Windräder kann man ebenso nachträglich mit einem Lithiumspeicher ergänzen, und Neuanlagen sowieso.
Auch eigene private PV-Anlagen können eigene Speicher gut brauchen, wie auch sowieso alle privaten Anschlüsse. Mit einem kleinen Speicher kann man ein wenig sparen, wenn man zugleich einen Stromzähler einbaut, der variable Strompreise kann.
Und man spart mit den Speichern beim Produzenten wie beim Konsumenten auch Durchleitungsgebühren für die Speicherleistung. Wenn man den produzierten Strom nur zurückhält, bis die Einspeisepreise besser werden, bzw. beim Konsumenten den Speicher bei günstigen Preisen füllt, um ihn dann bei höheren Preisen zu nutzen.
Wenn die Preisgestaltung und die Genehmigungsregelungen so unpraktisch sind, kann man sich wie beschrieben helfen.
Das praktische an den Lithiumspeichern ist ja, dass man die in allen Größen nutzen kann.
Was Wasserstoff betrifft, so kann den auch die Industrie gut brauchen. Das ist neben dem Gebrauch für Dunkelflauten wohl trotz der hohen Verluste sinnvoll. Und einen besseren Speicher mit dem Ladezyklus von genau 1 im Jahr kenne ich jetzt keinen.
Und wenn man denn sowieso mit dem Wasserstoff hantiert, dann kann man damit auch gut Energie über weite Strecken transportieren. So viel wird das dann auch gar nicht sein.
Kommentar vom 29.03.2026 15:09
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-53-gefahr-von-parteiblasen-irankrieg-statt-friedensenergien/#comment-200397
@Michael 29.03. 00:46 / Felo.ai
„...sondern durch eine Rückkehr zu traditionellen, oft frauenfeindlichen Strukturen – was die demografische Krise weiter verschärft.“
Was ich noch nicht ganz verstehe: Die Nachfragekrise und der Facharbeitermangel müssten sich doch eigentlich gegenseitig ausgleichen? Wie können Verbraucher fehlen, und zugleich Arbeitskräfte?
Schlüssig wäre, dass gerade junge Menschen als erstes gar nicht mehr eine vernünftige Karriere angeboten wird, während zugleich die Älteren die lukrativen Jobs haben und nach ihrem Arbeitsleben richtig ordentliche Renten kassieren.
Eine Idee wäre es, dass Eltern bei Wahlen auch noch zusätzliche Stimmen für ihre Kinder abgeben dürfen. Also jedes Elternteil für jedes Kind eine halbe Stimme extra.
Auch immer mehr Kapital und Kapitalertrag verschiebt ja das verfügbare Geld in Richtung der Älteren. Wenn man da endlich mal auch Steuern und Abgaben in ähnlicher Höhe wie auf Arbeitseinkommen durchsetzen könnte, ginge es den jungen Menschen, die ja nun alleine für den Nachwuchs sorgen müssen, finanziell gleich sehr viel besser.
Es kann hier auch ein Teil des Problem sein, dass es gerade bei gut Gebildeten bis in die 30er dauert, dass man endlich auch Geld verdient und eine Familie gründet. Öfter läuft dann aber auch schon die biologische Uhr ab, und es klappen nicht mehr 2 bis 4 Kinder.
Die es schon bräuchte. 15% der Paare können sowieso schon biologisch nicht mehr. Dann sind da noch Einige, die sich mit einer Familie völlig überfordert sähen. Entsprechend müssten die Anderen, die es können, gleich 3 oder 4 Kinder anstreben, damit das dann am Ende passt. Mit 2 Kindern ist es noch nicht getan.
Zumal auch Familien mit 3 bis 5 Kindern ziemlich lebhaft sind, den Kindern geht es damit eigentlich sehr gut. Während Einzelkinder ganz schön einsam sein können. Aber klar ist, dass das dann auch viel Arbeit macht. Irgendwer muss dann weniger Arbeiten gehen. Und zugleich kosten 3 bis 5 Kinder auch viel Geld.
Kommentar vom 29.03.2026 00:07
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-53-gefahr-von-parteiblasen-irankrieg-statt-friedensenergien/#comment-200367
@Michael 28.03. 16:52
„Ja, der Wettbewerb um die schrumpfende Zahl junger Menschen hat bereits begonnen. Und jene Gesellschaften, die immer weitere Rechtsmimesis gegen ihre eigenen jungen Menschen und gegen Zuwanderung betreiben, versinken in der demografischen Traditionalismusfalle, verebben und verenden.“
Uns wird es wohl helfen. Allerdings fehlen die jungen Leute natürlich erst recht da, wo sie auch noch wegziehen. Wenn da dann freilich tatsächlich kaum Perspektiven für gerade junge Menschen zu finden sind, sollen sie kommen. Praktischerweise aber nur so viele, wie wir auch verarbeiten können und auch wirklich haben wollen.
Dauerhaft muss es ja auch nicht so bleiben. Wenn wir wieder selber mehr Kinder haben, sieht die Welt wieder ganz anders aus. Und wenn es in den Herkunftsländern endlich mal auch vernünftig läuft, brauchen die auch ihre jungen Leute wieder selber.
So kann ich mir Nordafrika und den Nahen Osten mit wirklich weltweit besten Erträgen von PV durchaus florierender vorstellen.
„Viele Regionen der Europäischen Union haben noch immer gute Chancen, zu lebenswerten und lebendigen Solarpunk – Archen des 21. Jahrhunderts zu werden.“
Wer es später doch auch noch hinbekommen will, sieht dann bei uns wie es funktionieren kann. Und kann nachziehen, lebenswerte Kultur mit wirklicher Nachhaltigkeit zu verbinden. Zumal die Preise für die Komponenten der Grünen Technik vermutlich weiter sinken werden.
Es widerstrebt mir, einen Großteil der Welt jetzt schon abzuschreiben. Aber klar, wer sich wirklich selbst zerstört, dem können wir kaum helfen.
Kommentar vom 28.03.2026 16:39
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-53-gefahr-von-parteiblasen-irankrieg-statt-friedensenergien/#comment-200349
@Michael 28.03. 15:45
„21 Prozent der Befragten äußern in der Studie konkrete Pläne, aus Deutschland wegzuziehen. 41 Prozent können sich das vorstellen.“
Es sollen auch 500.000 junge Türkischstämmige, die hier geboren wurden, in die Türkei ausgewandert sein. Sicher ein herber Verlust für uns. Aber vielleicht wenigstens auch ein Gewinn für die Türkei?
Kommentar vom 28.03.2026 15:52
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/duerfen-deutsche-erneuerbare-heimatenergien-feiern-zu-komposita-ki-aesthetik-diesel-duenger/#comment-200345
@Martin Holzherr 28.03. 06:57 / 08:49
„..100 Gigawatt ist so viel, dass praktisch überall zusätzliche Energieerzeuger (Windturbinen, Solarpanele) platziert werden müssten.“
Windenergie ist klar, dass braucht Standorte, die knapp werden können. Aber Platz für PV ist überhaupt kein Problem. In den Siedlungen haben wir Dächer, nicht nur die Süddächer, auch die West- und Ost-Dächer sind geeignet, wie auch senkrechte Flächen. Und Parkplätze können überbaut werden. Und das alles nicht nur bei der Wohnbebauung, sondern auch bei Gewerbeobjekten.
Und PV-Freiflächenanlagen können gleichzeitig als Viehweide dienen, insbesondere an eher trockenen Standorten, ohne das hier der Weideertrag weniger würde. Unterm Strich kann ich hier überhaupt keine Platzprobleme für PV in Deutschland erkennen. Der Ertrag ist allerdings weiter im Süden höher, etwa schon in Norditalien oder Südfrankreich.
„Viel realistischer aber ist es anzunehmen, dass Deutschland in den 2040er und 2050er Jahren einen Teil der nötigen Energie importieren wird. Im Idealfall aus den Nachbarländern.“
Machen wir doch schon längst. Etwa Wasserkraft aus Norwegen oder Atomstrom aus Frankreich. Im Gegenzug auch mal in die andere Richtung. So kommt es auch in Norwegen mal zu Engpässen, wenn es über Monate zu wenig regnet. Oder in Frankreich mussten auch schon Atomkraftwerke abgeschaltet werden, weil sie wegen Trockenheit kein Kühlwasser mehr hatten.
Das läuft einmal über längst bestehende Stromleitungen. In Verbindung mit Kurzfristspeichern bei allen Produzenten und Konsumenten können diese Leitungen dann optimal ausgenutzt werden. Und so auch wetterbedingte regionale Schwankungen von Wind- und Solarertrag mit ausgleichen helfen.
Wenn jetzt sowieso ein Teil des Grünen Stroms in Wasserstoff umgewandelt werden muss, kann man den dann auch per Pipeline sehr günstig in ganz Europa verteilen. Je nachdem, wo der gerade produziert, gebraucht oder gespeichert werden kann.
„Die Kernländer der EU und auch die EU selbst haben keine blühende EU geschaffen, sondern eine EU, die wirtschaftlich immer schwächer wird und die sich nicht gegen die grossen Blöcke behaupten kann.“
Ich denke mal, dass im Zuge der Energiewende auch der gesamte Außenhandel mindestens halbiert werden kann. Weil eben keine fossilen Brennstoffe mehr gehandelt werden müssen. Fehlt dann nur noch mehr Selbstversorgung und Recycling mit der Grünen Technik, dann wird das Außenhandelsvolumen noch kleiner.
Unlösbare Probleme kann ich hierbei keine erkennen.
Auch Freie Software für so ziemlich alles braucht keinen IT-Dienstleistungsimport aus den USA mehr.
Auf die Dauer macht es immer weniger Sinn, über Kontinente hinweg Waren und Dienstleistungen auszutauschen. Auch der Globale Süden kann sehr schnell selbstständiger werden, wenn er auf Solarenergie umstellt. Aufgrund hoher und gleichmäßiger Erträge kann dort grüner Strom am Ende 3 mal billiger werden als in Mitteleuropa. Das wird Folgen für die eigene Wirtschaft und Produktivität in diesen Ländern haben.
Denen werden wir dann soviel nicht mehr verkaufen können. Und müssen uns wohl oder übel selbst genug werden.
Kommentar vom 28.03.2026 13:57
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-53-gefahr-von-parteiblasen-irankrieg-statt-friedensenergien/#comment-200341
@Michael 27.03. 18:44
„Aus meiner Sicht wäre es daher wirklich angezeigt, wenn Kommunen in Solarpunk-Arche-Regionen mehr Bauland ausweisen würden, auf dem dann post-fossil gebaut werden kann.“
Was soll das auch, das knapp zu halten? Neubauen ist schon teuer genug.
„Zudem sollte sie Mietende bei Neubauten nicht länger zwingen, die höheren Nebenkosten durch fossile Öl- und Gasheizungen zu tragen.“
Hier in der Innenstadt baut man jetzt die Fernwärme deutlich aus. Bei mir kommt das in 4 oder 5 Jahren, bei einem Kumpel war das schon letztes Jahr fertig. Und tatsächlich ist das deutlich günstiger als seine alte Gastherme.
Wir sind hier eine alteingesessene Wohungsbaugenossenschaft, die werden überall die Fernwärme nutzen. Eventuell braucht es allerdings bei manchen Eigentümern eine Anschlusspflicht.
Mit Solarenergie auf den Dächern läuft es hier in der Innenstadt aber gar nicht gut. Es müssten sich Investoren finden, die die geeigneten Dachflächen anmieten und dort den gesamten Platz ausnutzen. Dann sollte es denen erlaubt sein, den Stromertrag zu verminderten Durchleitungsgebühren an die direkte Nachbarschaft zu verkaufen. Inklusive bidirektional angeschlossener E-Autos.
Dann kann man gleich an der PV-Anlage noch Kurzfristspeicher installieren, dann hat man im Sommer auch nachts Solarstrom und bringt die lokalen Stromnetze nicht mit mittäglichen Überschüssen in Schwierigkeiten.
Kommentar vom 28.03.2026 00:17
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-53-gefahr-von-parteiblasen-irankrieg-statt-friedensenergien/#comment-200308
@Michael 27.03. 18:44
„So haben in meinem Heimatdorf Filderstadt-Sielmingen (Baden-Württemberg) sehr viele alteingesessene, überwiegend landwirtschaftlich geprägte Familien durch Vermietungen und Verkäufe an Zugewanderte aus dem Ausland und dann auch aus Ostdeutschland viel Geld verdient.“
Auch in meiner Heimatstadt Bochum hat entfernte Verwandtschaft ihren mittelgroßen Bauernhof samt Ackerflächen in den 60er und 70er Jahren nach und nach als Bauland verkaufen können. Von vormals landwirtschaftlicher Fläche mit einem Wert von um die 5 DM pro Quadratmeter wurde Bauland mit Werten um 300 DM pro Quadratmeter.
Eine besondere Leistung war das nicht, brachte aber etliche Millionen ein.
Basis für diese Geschäfte war eine ganz gezielte Politik von knappem Bauland der örtlichen Kommunalverwaltung.
Hier in Dortmund, wo ich inzwischen wohne, macht man das schon länger besser. Und versucht mit genug nicht zu teurem Bauland solventere Bürger in der Stadt zu halten, damit die hier ihre Einkommensteuern zahlen.
Was dann eben auch zu einem recht moderaten Wohnungsmarkt geführt hat, bis heute. So konnte man trotz dem Ende von Kohle und Stahl die Einwohnerzahlen seit den 90ern ziemlich stabil halten. Und die Mieten durchaus auch. Ohne Zuwanderung wäre das sicher unmöglich gewesen.
Die Ukrainer, die 2022 zusätzlich dazu kamen, haben allerdings durchaus die letzten Leerstände aufgefüllt, und aktuell ist hier kaum was frei. Ein paar Monate braucht es inzwischen, bis man was Neues gefunden hat, wenn man umziehen muss.
Die verschiedenen Stadtteile bieten zusätzlich viel Auswahl. Ich wohne hier in einem ziemlich großem Sozialen Brennpunkt, wo überwiegend Eingewanderte wohnen, aber auch ein Teil der örtlichen Unterschicht, viele Künstler und eine Menge recht alte Einheimische. Weil es hier günstig ist und dazu so zentral ist, dass man nicht unbedingt ein Auto braucht.
Nur Einheimische mit Kindern findet man hier praktisch keine, damit die nicht hier zur Schule gehen müssen. Entsprechend sind hier die Kinder der Eingewanderten sicher gerne gesehen, aber in den Schulen im wesentlichen unter sich. Dass das dann nicht die Integration fördert, dürfte klar sein.
Wenn man das mal ändern könnte, wären wir glaube ich ein paar Schritte weiter.
Kommentar vom 27.03.2026 17:08
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-53-gefahr-von-parteiblasen-irankrieg-statt-friedensenergien/#comment-200229
@Wohnungsmarkt
Billige Altbauten kann man nun nicht neu bauen. Wo die Kommune allerdings großen Spielraum hat, das sind die Grundstückspreise. Die kommen dann ja auch auf die sowieso schon hohen Kosten für Neubauten noch obendrauf.
Wenn die Kommune guckt, möglichst viele Flächen als Bauland auszuweisen, dann sinken die Grundstückspreise und damit kann dann günstiger gebaut werden. Und auch Zuwanderung aus dem Umland wie aus der Ferne kann dann angezogen werden. Und die Bauwirtschaft wird so auch noch gefördert.
Entsprechend dazu passt es, wenn eben die Kommunen selber entscheiden könnten, wie viele Einwanderer von außerhalb Europas sie wirklich haben wollen.
Kommentar vom 27.03.2026 14:51
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-53-gefahr-von-parteiblasen-irankrieg-statt-friedensenergien/#comment-200227
@Michael 27.03. 06:50
„Auch stimme ich Dir zu, dass bereits wachsende Städte auch von Zuwanderung stärker profitieren.“
Was den Wohnungsmarkt betrifft, da ist mir aber als Mieter lieber weniger mehr. So sind die Mieten in Düsseldorf oder Münster mindestens doppelt so hoch wie hier in Dortmund.
„Junge Menschen – ob durch Zuwanderung oder durch mehr Geburten – beflügeln wiederum Nachfrage und Investitionen.“
Was dann wiederum auch aus meiner Sicht Pluspunkte sind.
„Demografisch alternde Gesellschaften tendieren zu einer zunehmend migrations- und familienfeindlichen Politik, wie wir das leider bereits massiv in Japan & Südkorea sehen können.“
Das wäre dann ja ein klassischer sich selbst verstärkender Effekt. Also doch nicht nur alles eine Folge der unseligen asozialen Netzwerke?
Und doch scheint mir ein Abbau bei der Nutzung von Konzernsoftware und den destruktiven Plattformen als weiterführend. Und allgemeinfreie Software sowie Vernunft fördernde KI-Lösungen eine Perspektive auch gegen Rechtsmimesis.
„Eine Aufgabe von Wissenschaft besteht darin, das Verborgene sichtbar zu machen.“
Und gut ausgestaltete KI kann genau das dann wirklich fördern, dass es bei den Menschen selbst mehr ankommt.
Kommentar vom 27.03.2026 00:47
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-53-gefahr-von-parteiblasen-irankrieg-statt-friedensenergien/#comment-200197
@Michael 26.03. 07:43
„Erlaube mir nur den Hinweis, dass die Bevölkerung auch in Deutschland bereits um über 300 Menschen pro Tag sinkt, weil es sowohl an Geburten wie auch an Zuwanderung mangelt!“
Das wären dann ca. 100.000 im Jahr.
Laut Felo.ai hatten wir in Deutschland in den letzten 7 Jahren einen sehr leichten Anstieg in der Gesamtbevölkerung gehabt:
2025 83,5 Millionen
2024 83,6 Millionen
2023 84,6 Millionen
2022 83,8 Millionen
2021 83,5 Millionen
2020 83,2 Millionen
2019 83,0 Millionen
Mag sein, dass wir mehr Zuwanderer gebrauchen könnten. Ich weiß es nicht. Mit der Situation in Dortmund bin ich aber recht zufrieden. Mehr Nachwuchs wäre aber auf jeden Fall eine gute Sache, meine ich.
„Und da es daneben eben auch eine Binnenwanderung vom Land in die Städte gibt, sprechen wir also auch hier bereits von einer „japanischen Entwicklung“ von Leerständen einerseits und Mietwohnungsmangel andererseits.“
Dass auf dem Land öfter mal nichts mehr los ist habe ich bisher als eher unabänderlich angesehen. Zumal die meisten Zuwanderer da hinziehen wollen, wo sie auch Arbeit finden können.
Mehr Nachwuchs bzw. Umzug von jungen Familien weg von den teuren Städten raus auf das Land halte ich für möglich, wenn wir mehr Homeoffice und ein Sammeltaxisystem hätten.
@/ Karsten #Wildberger
„Ich halte es für möglich, dass dank KI sehr hohe Gewinne erlöst werden können, auch in Deutschland. Und ich bin überzeugt, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen ein Teil der Lösung werden kann, um die Umwälzungen am Arbeitsmarkt aufzufangen.“
Sowas Ähnliches könnte in der Tat mal nötig werden. Fleißige Carearbeit wäre dann ja mit dem Grundeinkommen im wesentlichen abgegolten, aber ein gewisser Einkommenszuwachs wäre ja dann damit immer noch zu erzielen? Dasselbe wäre auch mit Arbeit an Freier Software denkbar.
„Es muss verhindert werden, dass die Gesellschaft an Langeweile zugrunde geht?“
Sehen wir dann. Insbesondere wie junge Menschen da hineinwachsen, wäre relevant. Und die digitalen Möglichkeiten sich zu beschäftigen und dabei noch echt weiter zu bilden, die bestehen ja schon längst immer mehr.
„Doch nach meiner Erfahrung und Erwartung wird es noch einige Jahre dauern, bis auch in unserer Republik endlich Demografie, KI-Arbeit und Nachfragekrise zusammen diskutiert und gedacht werden.“
Dauert alles seine Zeit. Arbeiten wir einfach schon mal dran.
Kommentar vom 26.03.2026 16:40
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-53-gefahr-von-parteiblasen-irankrieg-statt-friedensenergien/
@Michael 26.03. 07:43
„Die aktuellen Wahlen widerlegen nun aber auch das „dänische Beispiel“ und verweisen auf die globale Zerblasung demokratischer Parteilandschaften:“
Was dann wohl die maßgebliche Baustelle wäre, dass Demokraten wieder mehr Dialog hinbekommen.
Was das Thema Migration betrifft, da sind wir kurzfristig sehr gut ausgestattet, mit etwa 1,5 Millionen Ukrainern extra. Da können wir ein paar Jahre mit weniger Zuzug von außerhalb Europas ganz gut auskommen. Wenn denn die EU das schafft, die Außengrenzen entsprechend zu kontrollieren.
Mittelfristig könnte es helfen, wenn der ländliche Raum aufgewertet wird. Etwa durch mehr Homeoffice oder auch ein Sammeltaxisystem auf Basis von selbstfahrenden Fahrzeugen. Dann werden die Wohnungen in den Ballungräumen billiger, dass junge Familien eher eine bezahlbare Wohnung finden. Und auf dem Land kann man auch mit Kindern besser wohnen, wenn man die Kinder nicht mehr rumkutschieren muss, weil die dann schon für die Grundschule das Sammeltaxi nehmen können.
Langfristiger kann ich mir gut vorstellen, dass die Produktivität die nächste Zeit durch KI und Roboter so schnell steigt, dass wir das mit neuem Konsum gar nicht mehr wie gewohnt ausgleichen können. Dann wird weniger gearbeitet, und wir hätten dann zumindest mehr Zeit für Kinder. Vielleicht kriegen wir dann auch wirklich mehr. Aus reiner Langeweile möglicherweise.
„Und, ja, am Besten wäre es, dagegen die Kommunen mit ausreichend Ressourcen und Kompetenzen auszustatten, damit möglichst viele Solarpunk-Arche-Regionen die kommenden Jahrzehnte überstehen.“
Letztlich sind die Kommunen in der Tat näher dran an vernünftigen Lösungen. Und könnten gerne mehr Aufgaben und auch mehr Freiheiten gebrauchen. Aber auch Europa könnte mehr Einfluss gebrauchen. Nicht nur für die Verteidigung und eine wirksamen Kontrolle der Außengrenzen, auch ein europäisches Ministerium für Offene Software wäre dringend zu gebrauchen.
Auch die Energiewende ist sowohl ein europäisches wie ein kommunales Projekt. Man könnte da mal gucken, dass wir in Europa eine eigene PV-Modulproduktion, eine eigene Batteriefertigung und die Förderung von entsprechenden Rohstoffen dafür hinbekommen. Notalls mit chinesischer Beteiligung. Und die Kommunen können auch ganz gut selber gucken, wie genau sie ihre lokale Energiewende hinbekommen und gleichzeitig ihren Bürgern und der lokalen Industrie möglichst günstige Energie anbieten können.
Kommentar vom 26.03.2026 00:27
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-53-gefahr-von-parteiblasen-irankrieg-statt-friedensenergien/#comment-200110
@Michael 25.03. 07:31
„Damit ist nach meiner Einschätzung politikwissenschaftlich erneut belegt, dass sich die politische Polarisierung und Zerblasung der Parteienlandschaft nicht durch Anti-Migrationspolitik und Rechtsmimesis aufhalten lässt, sondern ihren tieferen Grund im algorithmisch manipulierten Mediensystem bis hin zum Neurohacking hat.“
Ich bin mir aber unsicher, ob das wirklich die ganze Geschichte ist. Was ich sicher als kontraproduktiv annehme, das wäre, wenn man nur gegen Migranten spricht, aber gar nichts Funktionierendes unternimmt, das weniger Neue kommen und der Bestand besser integriert wird.
Das kann z.B. passieren, wenn man nur die nationalen Grenzen kontrolliert, die Leute aber umgehend dann doch einreisen. Auch wäre es kaum hilfreich, wenn wir innerhalb Europas versuchen, uns die Neuaufnahmen gegenseitig zuzuschieben.
Ich persönlich würde mir einfach wünschen, dass jede Kommune selber entscheiden soll, wie viele neue Zuwanderer sie haben will, und es der EU gelingt, die Außengrenzen so gut zu kontrollieren, dass genau so viele hier auch einwandern dürfen, wie die einzelnen Kommunen die bestellt haben.
Natürlich gibt es auch noch Migration innerhalb der EU wie auch innerhalb Deutschlands. Da herrscht Freizügigkeit, und die will ich auch nicht missen. Aber wenn es in meiner Kommune einfach alles voll ist, und viele ihre Mieten nicht mehr zahlen können, dann sollten hier nicht auch noch Einwanderer von außerhalb Europas dazukommen.
Ich würde nie im Leben die AfD wählen. Einmal weil man das anders sehen kann, was ich respektiere. Und für mich steht das ganze Thema weniger oben auf der Liste. Ich würde dann auch keine demokratische Partei wählen, nur weil sie weitere Migration begrenzen will. Themen wie Wirtschaft, Energiewende, Offene Software, Außenpolitik und inzwischen auch Demografie finde ich durchweg viel relevanter.
Es ist freilich in der Demokratie so, dass die einzelnen Parteien einen Mix an Themen anbieten, jeder einzelne Wähler wiederum auch wieder einen eigenen Mix an Themen hat. Da sollte dann eine gute demokratische Kultur wiederum einen möglichst guten Mix an Themen zu konkreter Politik dann machen können.
Da könnten weniger Koalitionsausschüsse und ab und an mal auch wechselnde Mehrheiten gar nicht mal so schlecht sein.
Kommentar vom 24.03.2026 14:37
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@Realo 24.03. 09:37
„Der Donbas hat nicht gereicht. Sie brauchten auch den Süden der Ostukraine, die Gegend Mariupol – Melitopol, um eine durchgehende sichere Landverbindung zu den Krimhäfen zu haben.“
Das liegt aber doch alles längst in den von Russland besetzten Gebieten, die in den aktuellen Friedensplänen Russland zugestanden werden. Sagt mir Googlemaps. Aber Putin reicht das eben nicht. Der will offensichtlich mehr.
„Das ist das Gefährliche an der Situation. Die Russen könnten sich auch andere Transitwege (Ostsee, Mittelmeer….) „freikämpfen“….“
Ich wüsste jetzt nicht, dass die irgendwelchen Hafenmangel hätten. Murmansk, Wladiwostok, Sankt Petersburg, Kaliningrad, die Krim und noch andere Schwarzmeerhäfen. Und dann noch Eisenbahnlinien, Straßen und Pipelines. Nach China, Richtung Iran und in den Westen.
Eine produktivere Wirtschaft könnte Russland aber sehr gut brauchen. Dem Wohlstand der Menschen hilft das wenig, wenn alle Ressourcen in völlig überflüssige Kriege investiert werden.
Ich meine, das Putin letztendlich sein eigenes Land ruiniert.
„Es geht um eine rationale und ökonomische Denke. Wenn die „Ideologie“ ins Spiel kommt, drohen „Verrücktheiten“, z.B. bestens funktionierende Atomkraftwerke abzuschalten….“
Das hat man beschlossen, als es noch billiges Russengas gab. Die vorzeitige Abschaltung unserer letzten Atomkraftwerke war in der Tat wohl ein Fehlgriff, was aber so auch nicht geplant gewesen ist. Erst der Umstieg auf teures LNG, und jetzt noch der Irankrieg, das konnte man nicht wissen.
Inzwischen gibt es zudem immer mehr Netzspeicher, dass man den Atomstrom besser mit den erneuerbaren Energien vereinbaren kann. Unsere Abhängigkeit von ohnehin teuren LNG-Lieferungen wäre jetzt deutlich kleiner, hätten wir unsere AKWs bis zum technisch bedingten Ende laufen lassen.
Und der Strom der Altkraftwerke war dazu vermutlich auch noch recht billig. Anders könnte sich das mit neuen AKWs verhalten. Da erwarte ich, dass die viel zu teuer sind. Aber sollen die das mal probieren mit den Mini-AKWs, die angeblich billiger sein sollen. Dann zeigt sich ja, wie teuer das dann wirklich wird.
Auch wäre ich dafür, unsere letzten Kohlekraftwerke auf keinen Fall ganz stillzulegen, sondern als Notbackup bereit zu halten. Wenn die nur Wochen im Jahr laufen, kann man mit den CO2-Emmissionen gut leben. Aber das schafft echte Alternativen, z.B. wenn LNG noch viel teurer wird und wegen unbezahlbarem Gas ein Wärmepumpenboom ausbricht.
Kommentar vom 23.03.2026 01:11
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@Realo 23.03. 20:12
Als die Russen faktisch vom Flottenhafen hinaus geworfen wurden, war das wiederum eine „unermessliche Beleidigung“ der Russen.
Mit der Besetzung der Krim und dem Donbass war das eigentliche Problem doch vom Tisch. Die Beleidigung Putins eventuell aber nicht. Das wäre eine Erklärung für den aktuellen Krieg.
Ich tipp aber eher auf unermessliche Gier nach Macht, ganz im Sinne früherer Zaren, die stets auf mehr beherrschte Völker aus waren, einfach um sich noch größere Paläste bauen zu können.
So oder so. Wir helfen anscheinend nur soweit aus, dass Putins Truppen nicht vorwärts kommen, und erlauben Putin jeder Zeit, diesen Krieg sein zu lassen, wenn ihm an seinem eigenen Russland wirklich was gelegen ist.
„Die Russen dürften auf einen gesicherten Schwarzmeer Zugang aus sein. Die Kertschbrücke, die ihnen früher möglicherweise gereicht hätte, reicht ihnen offensichtlich nicht mehr. Die Brücke wurde bereits einmal angegriffen.“
Erst nach diesem 2. Versuch, die ganze Ukraine zu erobern zu versuchen. Und nach einem eventuellen Frieden wird das vermutlich auch alles frei bleiben.
„Friede, Ressourcen, faire Deals und eine florierende Wirtschaft, nichts wäre in Zeiten wie diesen wichtiger….“
Ja das ist doch das Dilemma. Wem es wirklich nur um Macht geht, und einfach von den fossilen Exporten leben kann, der handelt auch nicht mehr im Interesse der Menschen, die von ihm beherrscht werden. Was letztlich eine Verachtung der eigenen Untertanen einschließen kann.
Kommentar vom 24.03.2026 00:32
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@Peter Gutsche 23.03. 19:36
„Über viele Generationen – was dann aber immer noch schnell im Vergleich zu Hunderttausenden oder Millionen Jahren wäre.“
Was sich wohl recht schnell ändert, wäre etwa Übergewicht. Weil wir erst seit relativ kurzem genug Geld für die leckersten Nahrungsmittel haben, und wir meistens kaum noch körperlich hart arbeiten müssen.
Die Folge ist eben Übergewicht mit entsprechenden Gesundheitsfolgen.
Auch die Möglichkeiten zur Verhütung haben doch Auswirkungen dafür, wer wieviele Kinder bekommt.
Beides zusammen mag eben zu weniger Nachwuchs führen, bei Leuten, die eben zu viel essen wie auch bei Leuten, die keine Wunschkinder haben wollen. Da könnten sich schon in 2 Generationen deutliche Verschiebungen innerhalb der Populationen ergeben.
„Aber ich bin mir nicht sicher, ob so tiefgreifende Änderungen wie z.B. die Integration von immer mehr KI in unser aller Leben nicht doch auch am Ende andere (biologische) Menschen aus uns machen wird.“
In der Tat kann das Auswirkungen haben. Einmal auf unsere Horizonte, was mir Hoffnung macht. Aber klar, es kann auch bei Vielen tatsächlich zu noch weniger Nachwuchs führen, als wir jetzt schon zu beklagen haben.
Aber dann ist das eben so. Die Einen sterben sehr schnell aus, den Anderen, die die Veränderungen sogar kreativ verarbeiten, und dennoch Nachwuchs haben, wird danach die Welt gehören.
Wobei natürlich die urmenschliche Flexibilität dann diese Probleme durchaus wirksam entschärfen kann. Und die bezieht sich eigentlich weniger auf Menschen, die sich im Laufe des Lebens auf ganz neue Situationen einstellen müssen, das fällt den meisten dann doch ziemlich schwer. Aber die neuen jungen Leute, die nachwachsen, die lernen sehr viel schneller, sich auf ihr eigenes konkretes Leben in Anbetracht der tatsächlichen Möglichkeiten einzustellen.
Kommentar vom 23.03.2026 16:35
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@Peter Gutsche 23.03. 11:10
„Interessant ist vielleicht auch noch der Gedanke, dass kulturelle Evolution (unter dem Einfluss des Wagenheber-Effekts) auch zu plötzlichen Veränderungen in der biologischen Evolution führen kann,…“
Ja aber die kulturelle Evolution ist doch etliche Größenordnungen schneller als die biologische Evolution.
Der Mensch ist durchweg sehr flexibel ausgelegt, und kann in kurzer Zeit kulturelle Umbrüche mitgestalten, ohne das hier die biologische Selektion überhaupt beteiligt werden muss. Das macht doch gerade uns Menschen aus.
So etwa machten die Menschen notgedrungen die Nazidiktatur auf ganz persönliche Art mit, passten sich da an. Um zu Überleben, oder noch vom System zu profitieren.
Und die nachfolgende Zeit der Freiheit haben die biologisch praktisch identischen Menschen auch sofort für sich genutzt. Und die Kultur wirklich intensiv weiter gestaltet, jeder nach seinen Möglichkeiten.
Die Biologie selbst hat sich auf den Skalen kaum verändert. Es mögen eine Menge Menschen den Tod gefunden haben, aber eben kaum so, dass sich hier spezielle biologische Ausstattung dabei geändert hätte. Es war vor allem dem Zufall überlassen, wer die Nazizeit überlebt hat und wer nicht.
Flexibilität scheint der wesentliche Faktor zu sein, der den Menschen biologisch immer wieder bestätigt.
Derweil die eigentliche Kultur sich tatsächlich immer weiter entwickelt. Manchmal tut sich schon eine Menge in wenigen Jahren, Manches braucht länger, manchmal mehrere Generationen. Und die Weltkultur als Ganzes folgt womöglich einer absoluten Entwicklung.
Und mit dem Internet heute, und der KI in wenigen Jahren, wird das ganz andere Horizonte finden können? Während sich rein biologisch dabei erst mal praktisch nichts ändert.
Erst im Nachgang bringt das dann auch neue Wahrscheinlichkeiten mit sich, welche biologischen Varianten mehr oder weniger Kinder bekommen. Wobei große Flexibilität auch hierbei der Renner bleiben dürfte.
Es kann auch passieren, das die Einen die Kultur antreiben, während ganz andere die Kinder bekommen. Das beißt sich ja gar nicht. Man ist ja de fakto vor allem ein Gemeinwesen. Und was als gelebte Kultur dabei heraus kommt, entscheidet über unser Leben, und mit uns Menschen auch über den ganzen Planeten.
Kommentar vom 23.03.2026 14:59
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@Realo 23.03. 12:53 / 10:10
„Ich meine, für die Menschen der Ukraine ist nach dem Krieg ein positives und würdevolles Zusammenleben der Bevölkerungsgruppen wichtiger, als etwas mehr oder weniger Gebiet.“
Dass hier die Lust auf Zusammenarbeit begrenzt ist, dürfte nach 4 Jahren Krieg und Frieren im Winter aber auch klar sein. Ein Ende des Krieges wäre allerdings in der Tat wichtiger als die Krim und der Donbass. Zumal da sowieso alles ziemlich kaputt sein dürfte.
„Würden die Russen verlieren, müssten sie für alle Güter (nicht nur den Gastransit) von und zu den Krimhäfen fest „Maut“ blechen, bis sie „schwarz“ werden….“
Die aktuellen Friedenspläne orientieren sich doch längst an der aktuellen Frontlinie. Russland hätte alle Gelegenheit, seine Exporte uneingeschränkt zu verschiffen. Nur ob wir noch Lust haben, das meiste Gas von Russland zu beziehen, das müssten wir uns noch mal überlegen. Nicht dass mit praller Kriegskasse in 10 Jahren das nächste Theater los geht.
Nebenbei schreitet unsere Energiewende trotz aller Krisen fleißig voran, da wird russisches Gas immer weniger für uns überhaupt noch gebraucht.
„Das kann man nicht gut vergleichen. In Russland ist letztlich alles billiger…..“
Ja, in der Tat. Aber unsere Wirtschaftskraft in der EU ist dennoch auch erheblich.
„Dass wir ukrainische Spezialisten für Drohnen gut gebrauchen könnten, das finde ich auch. Da möchte ich übrigens nachfragen, warum sie gewisse Vorbehalte gegen ukrainische Flüchtlinge haben?“
Eigentlich nur wegen der Lage auf dem Wohnungsmarkt. Das ist im Moment alles ganz schön voll.
„Für mich sind es die „angenehmsten Flüchtlinge“ die wir je hatten. Sie haben unsere Mentalität, passen sich bestens an, machen ihre Jobs (für die sie oft auch noch überqualifiziert sind), machen uns keine Vorschriften, wollen kein Kalifat,……“
Dem kann ich dann nur zustimmen. Die dürften in der Tat verträglicher sein als manche Muslime. Es gibt aber durchaus auch eine Menge vernünftige Muslime. Die ich hier eigentlich auch gerne sehe.
„Aber es ist doch naheliegend, dass er eben die Interessen der Russen vertritt, von denen er gewählt ist und was seine Pflicht ist. „
Und doch fährt Putin doch eher das eigene Land vor die Wand. Nach meiner Einschätzung zumindest. Die Krim und den Donbass hat er längst gehabt, und einfach nur Geduld hätte gereicht, das auch dauerhaft zu behalten. Russland nützt dieser Krieg rein gar nichts.
Kommentar vom 23.03.2026 00:14
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@Realo 22.03. 18:50
„Das ist ein starkes Argument. Aber ich meine, Selenskyj hatte im Februar 2025 von Trump einfach zu viel „Rückendeckung“ verlangt und deswegen seine „Abfuhr“ erhalten.“
Ergebnis dieser Abfuhr waren ja Friedenspläne auf Basis der aktuellen Frontlinie. Die dann aber Putin doch ausgeschlagen hat, warum auch immer. Ganz zu Beginn des Angriffs direkt auf Kiew hatte Selenskyj eine von der Nato durchgesetzte Flugverbotszone gefordert. Was uns als Nato aber nun zu heiß war.
„Die Russen wollen weltweit ihren Geschäften nachgehen, anders als früher, keine Ideologie mehr verbreiten.“
Das geht jetzt aber über mein Verständnis weit hinaus. Ich verstehe schon länger nicht mehr, was Putin wirklich will. Vielleicht einfach nur gewinnen.
Manche nehmen an, das Putin Angst vor dem eigenen Volk hat, und unsere Demokratien in der Nachbarschaft für ihn insofern gefährlich sind, das die Russen das irgendwann für sich auch einfordern.
„Ich nehme an, das war von Selenskyj höchstens als „vorübergehend“ gesehen. Nach dem Nato Beitritt wäre es unter Natoschutz weiter gegangen….“
Wir sind doch auch nicht doof, und machen keine Friedenspläne, die in eine direkte Konfrontation von Nato und Russland führen. Wenn wir das wollen, hätten wir das längst getan. Also wäre auch klar, das die Ukraine solange nicht von uns in der Nato aufgenommen wird, wie dieses Problem besteht. Egal, was ukrainische Politiker sich diesbezüglich wünschen.
„D kann sich nicht ordentlich bewaffnen, es würde nur die Rolle als Kanonenfutters übernehmen müssen und wer will das schon…..“
Wir können hier nichts anderes machen, als es zu versuchen. Gemeinsam in ganz Europa und mit Unterstützung der Briten. Immerhin haben wir zusammen bald 15 mal mehr Geld als Russland.
„Höchstens Drohnen und Abwehrdrohnen könnten im Land produziert werden.“
Was heißt hier höchstens. Das scheint mir tatsächlich die Zukunft des Krieges zu werden. Gerade eine enge Zusammenarbeit mit der kampferprobten Ukrainischen Armee dürfte uns hier sehr helfen können. Allein das wäre doch schon genug Grund, die Ukraine nach Kräften zu unterstützen. Das bringt uns doch selber wirklich weiter.
„Für die Russen wäre es ein riesiger Gewinn, würden die Öltransporte über die Straße von Hormus beendet.“
Ich bin da auch entsetzt, gerade sah es schon sehr danach aus, dass Putin endlich das Geld ausgeht.
„Die günstigen Energieprise, Strom, Öl, Gas, Kohle, haben wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg und zum Wohlstand in D beigetragen.“
Wir können froh sein, dass wir schon ein gutes Stück von unserer Energiewende geschafft haben. Und noch ein paar Kohlekraftwerke in Betrieb haben.
„Das scheint beendet. Dazu kommen die Belastungen durch die Ukraine dazu.“
Und ich sehe keinen Weg, was wir dagegen hätten tun können. Außer klar, mehr Energiewende, und weniger Förderung fossiler Kostenexternalisierungen. Und wirklich einsatzfähige Aufrüstung, die nicht nur nationale Rüstungsfirmen bedient, sondern ganz auf tatsächliche gemeinsame europäische Kampfkraft ausgerichtet ist.
Kommentar vom 22.03.2026 16:21
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/hoffnung-fuer-die-wissenschaft-der-dialogische-blog-wagenheber-effekt-im-fediversum/#comment-199943
@Qualität von Offener Software und offener Diskurse
Künstliche Intelligenz darf vor allem mehr intelligent und weniger künstlich sein. Hier wird sich möglicherweise Offene Software tatsächlich durchsetzen. Die Basis dafür wären Programmierer auf der ganzen Welt, die in Interaktion mit selber KI-gestützter Programmierfähigkeit die Standards setzen könnten.
An aller Konzernsoftware vorbei, die mit dieser möglichen globalen Qualitätsoffensive aus dem Rennen fällt.
Und wir haben dann einen Zugang zu allem Wissen, für alle Menschen dieser Welt, die Zeit und Lust haben, sich hier auch auf intensive Diskurse einzulassen.
Wenn sich die Diskurse dann sogar nach und nach in Richtung echter Geisteswelten bewegen, gelingt dann auch eine Inklusion von Wissen mit Spiritualität und Religiosität. Was dann wiederum die Basis für eine demografische Wende werden könnte.
Ich frage mich nur noch, ob das 10 oder 30 Jahre dauert. Und welches Ungemach noch auf dem Weg dahin auszuhalten wäre.
Kommentar vom 22.03.2026 14:31
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@Realo 22.03. 01:11
Aber ich vermute, der Ukrainekrieg wäre unter Biden, oder Kamala Harris zum WK3 entartet. Zumal Putin prinzipiell auf den Erhalt seines lange Zeit genutzten Schwarzmeerzuganges (Flottenhafen) bestehen dürfte und den mit allen Mitteln, auch Atombomben, verteidigt hätte…..
Die ersten 3 Jahre Ukrainekrieg waren doch noch zu Bidens Amtszeit. Ohne WK3.
Und Trump hat zwar die Krim und den Donbass Putin angeboten, aber Putin hat es ausgeschlagen. Was soll man da noch machen?
In mühseliger Kleinarbeit dagegenhalten und die Drohnentechnologie vorantreiben, was anderes fällt mir da auch nicht mehr ein. Unselig könnte gerade Trumps Unberechenbarkeit sein, da kann Putin wirklich hoffen, dass Trump doch noch komplett aus der Nato aussteigt.
@Peter Gutsche 22.03. 07:41
„Ich befürchte eher, dass sich die Abkehr von jeder regelbasierten Ordnung, die Trump mit einleitet, zu einem weltweiten Krieg führt.“
Konkret wäre ein ernster Konflikt mit China ein wirklich ernstes Problem. Ich kann jetzt allerdings so viel Regelbasiertes in der real praktizierten Außenpolitik auch nicht mehr erkennen. In der Vergangenheit nicht, heute nicht, und zukünftig auch nicht.
Vernünftiges und verantwortungsbewusstes Handeln wäre nebenbei durchaus auch erfolgversprechend? Das muss nicht dem Völkerrecht entgegenstehen, klar. Ist aber selber dennoch auch ein Faktum.
Was nützt ein Recht, das weder klar definiert werden kann, weil es kein allseits anerkanntes Gericht gibt, noch verbindlich wirken kann, weil es eben kein Gewaltmonopol gibt, das es durchsetzen könnte?
Aber jedem ist es ja erlaubt, dennoch vernünftige Außenpolitik zu betreiben. Das macht mir durchaus Hoffnung.
Kommentar vom 22.03.2026 00:26
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@Realo 21.03. 21:31
„Ein „unberechenbarer“ Politiker wirkt auf den ersten Blick chaotisch, aber genau dieses Verhalten kann strategische Vorteile bringen. Politikwissenschaft und Verhandlungstheorie kennen das als „Madman Theory“ oder „strategische Unvorhersehbarkeit“.“
Meist aber eher Nachteile. So kann sich Putin Hoffnungen machen, ohne dem hätte er den Ukrainekrieg vielleicht längst beendet.
Auch die Ölmärkte reagieren auf Unsicherheiten nervös. Und Investoren halten sich zurück, wenn die Lage unübersichtlich ist.
Das hin und her mit den Öl- und Gaspreisen ist auch nicht zielführend. Auch Trump ist völlig klar, dass möglichst niedrige Marktpreise Russland und Iran das Leben schwerer macht. Gleichzeitig freut das Trumps Wähler, wenn es an der Tanksäule billiger wird. Und die Energiewende lässt sich so auch etwas bremsen, und da bin ich mir sicher, das Trump das auch anstrebt.
Mit der Sperrung der Straße von Hormus und den Angriffen auf Ölanlagen im ganzen Persichen Golf geht es aber in die andere Richtung. Die Welt braucht das Öl und das Gas, und die Preise explodieren. Und die verbliebenen russischen und auch Irans Exporte bringen auf einmal wieder richtig Profit.
Jetzt denen dann doch wieder sogar Exporte in den Westen zu erlauben ist doch längst blanke Verzweiflung. Keine Strategie.
Ich vermute mal stark, dass sich Trump einfach nicht klar war, dass sein Angriff auf den Iran solche Folgen mit sich bringt. Zumal er vermutlich kaum noch Berater hat, die es wagen, ihm zu widersprechen. So kann dann seine Unberechenbarkeit auch wirken.
Vielleicht kommt er aber aus der Nummer wieder raus, wenn er ein Ende weitere Bombardierungen anbietet gegen eine Aufhebung der Blockade der Straße von Hormus und allen Drohnenangriffen. Hier könnte Trump mal wirkliche Flexibilität zeigen?
Die Unberechenbarkeit hilft ihm gerade gegen dieses Mullahregime wenig. Die stehen mit dem Rücken zur Wand. Das Einzige was die jetzt überhaupt machen können, sind eben Gegenangriffe und die Blockade. Vermutlich würden die sogar US-Atomwaffeneinsätze riskieren und mit fliegenden Fahnen weiter kämpfen bis zur letzten Drohne.
Kommentar vom 21.03.2026 15:03
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@Realo 21.03. 14:27
„Andere Politiker denken auf 4 Jahre im Voraus und nach mir die „Sintflut“. Trump will in die Geschichtsbücher eingehen.“
Bei Trump habe ich eher den Eindruck, dass der nicht mal für 4 Wochen plant.
Möglicherweise war Trump gar nicht klar, dass jetzt die Straße von Hormus dicht ist, und die Ölanlagen im ganzen Golf auf der Abschussliste stehen.
Er kommt natürlich aus der Nummer wieder raus, wenn er die Angriffe auf Iran wieder einstellt, vermute ich mal.
Freuen tun sich freilich alle anderen Förderländer, inclusive der US-Öl-Firmen. Kurzfrstig. Die USA selbst sind zwar der größte Produzent von Öl und Gas, sie sind aber zugleich auch Verbrauchsweltmeister.
Es ist natürlich eine Folge des Irankrieges, dass die globale Energiewende gefördert wird, mittelfristig. Ein Ziel von Trump dürfte das allerdings wirklich nicht sein.
Kommentar vom 21.03.2026 14:29
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-fossilismus-im-jahr-des-feuerpferdes-trumps-iran-kharg-desaster/#comment-199878
@Realo 21.03. 11:25
„Die 30 Millionen sind der anschauliche Vergleich mit derzeitigen Stromspeichern, wenn 10 kWh rund 5 000 Euro kosten.“
Lithiumspeicher sind auf tausende von Ladezyclen ausgelegt. Das mach doch den riesengroßen Unterschied. Dann kostet einmal Laden und Entladen bei 3000 Ladezyclen 17 ct die Kwh. Außerdem sind die wohl inzwischen auch günstiger als 5000 Euro für 10 kwh. Entsprechend rechnet sich der Einsatz dieses Batteriestyps für das Stromnetz.
„Beim Heizen, wofür wie hier in Europa die meiste Energie aufwenden müssen, wird jede kWh voll genutzt, nur bei Licht, Maschinen,…. ist der Wirkungsgrad bedeutsam….“
Wenn ich Öl habe, kann ich das auch gleich verbrennen und damit Heizen. Wenn ich aber primär sowieso schon Strom habe, was bei den Erneuerbaren weit überwiegend der Fall ist, dann steigert eine Wärmepumpe die Heizwirkung um etwa den Faktor 3.
Bei gut isolierten Neubauten schafft es die Wärmepumpe alleine, bei schlechter Baussubstanz kann man die Wärmepumpe auch mit einer Öl- und Gasheizung kombinieren. Oder mit Holzpellets.
Und bei Fernheizungsnetzen kann man die Großwärmepumpe sehr gut mit einem Backup in Form von Kraftwärmekopplung kombinieren. Wenn es sehr kalt ist, hat man dann insgesamt mehr Leistung, und wenn der Strom knapp und teuer ist, kann dann die Wärempumpe auch mal pausieren.
Kommentar vom 20.03.2026 18:51
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-fossilismus-im-jahr-des-feuerpferdes-trumps-iran-kharg-desaster/#comment-199850
@Realo 18.03. 23:07
„Das Problem ist, dass Stromnetze nicht nur bei übermäßigem Verbrauch instabil werden und zusammenbrechen können, sondern auch wenn zu viel Strom an vielen verschiedenen Stellen eingespeist wird.“
Das wichtigste Stellglied dürften hier Lithiumbatterien sein, die praktischerweise an allen Produktionsstellen wie direkt beim Verbraucher installiert werden. Das alles zu steuern, müsste doch eigentlich möglich sein. Geht ja auch längst, die Stromnetze funktionieren ja noch.
Man müsste einfach stets überall einen virtuellen lokalen Strompreis definieren, und darüber dann zeitlich und räumlich die Lithiumspeicher innerhalb von Millisekunden ansteuern, dass hier stets überall Produktion und Verbrauch zusammenfallen.
Für den Ausgleich regionaler Unterschiede sorgen dann die Hochspannungsnetze, soweit deren Kapazitäten eben reichen.
Ob man diese virtuellen Strompreise auch 1:1 zur Abrechnung nutzt, ist gar nicht so wichtig, man könnte sich aber da dran orientieren.
Wenn alle lokalen Speicher langsam mal voll sind, und dennoch weitere Überschüsse anfallen, hilft dann zukünftig die mittelfristige Produktion von Wasserstoff. Und wenn alle Speicher langsam mal leer sind, springen halt die Backupkraftwerke an.
Praktischerweise Universalkraftwerke, die mit einem Mix aus Wasserstoff, Biogas und erstmal auch noch Erdgas laufen können. Möglichst in Kraftwärmekopplung zur Unterstützung von Großwärmepumpen von Fernheizungsnetzen.
Und auch noch Altkraftwerke, praktischerweise gerade Kohlekraftwerke, die nicht auf die unterirdischen Gasspeicher angewiesen sind, weil sie ihren Brennstoff einfach auf Halde lagern können. Das schafft noch mal Extraunabhängigkeit, und diese Kraftwerke stehen ja längst, und müssten nur gepflegt werden.
Ich finde das echt Banane, dass man die Stilllegen will, um gleichzeitig neue Erdgaskraftwerke zu bauen, die dann nur ab und an mal gebraucht werden. Und um die Kapazitäten der Gasspeicher konkurrieren.
Bleibt zu hoffen, dass man sich das angesichts des Irankrieges noch mal überlegt, und die alten Kohlekraftwerke schön weiter nutzt, solange die Erneuerbaren nicht alleine reichen.
Kommentar vom 20.03.2026 00:36
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-fossilismus-im-jahr-des-feuerpferdes-trumps-iran-kharg-desaster/#comment-199817
@Realo 19.03. 10:59
„Die ganz grob vergleichbaren Kosten wären bei einem PV Speicher für nur 10 kWh (1 Liter Heizöl) rund 5 000 Euro. Bei 6 000 Liter x 5 000 Euro = 30 000 000 Euro. In Worten 30 Millionen Euro.“
Der Ladezyklus wäre allerdings dann nur einer in 30 Jahren. Moderne Lithiumakkus schaffen in dieser Zeit locker 10.000 Ladezyklen. Entsprechend werden dann aus 30 Millionen Euro 3.000 Euro pro Ladung. Bzw. Füllung beim Heizöltank.
Dazu kommt, dass Strom 3 mal effizienter ist als Heizöl. Bleibt dann eben nur noch 1.000 Euro pro Füllung übrig. Nicht 30 Millionen.
Klar ist hier, dass wir für die saisonale Speicherung was anderes als Lithiumakkus brauchen. Also z.B. Wasserstoff, vielleicht aber noch was besseres, was aber derzeit noch nicht auf dem Markt erhältlich ist.
Kommentar vom 19.03.2026 23:48
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@Michael 19.03. 16:57
„Denn selbstverständlich gibt es in jeder freiheitlichen Gesellschaft immer auch Abwanderung und jede demokratische Solarpunk-Arche-Region wird sowohl kinderreiche Familien wie auch Aufnahme- und Integrationsbereitschaft benötigen.“
Es ist allerdings auch alles in jeder Kommune und jedem Landkreis verschieden. Eine Überhitzung mit teurem Wohnraum wünsche ich mir nicht, aber auch möglichst keinen Verfall mit Leerständen.
In Dortmund läuft es eigentlich recht ausgeglichen. Ein paar weniger z.B. Ukrainer, die vielleicht wieder die Stadt verlassen, wenn der Ukrainekrieg ein Ende findet, fände ich aber praktisch.
Überhaupt wären m.E. tragfähige Lösungen mit einer moderaten Schrumpfung durchaus attraktiv. Solange es eben nicht in Verfall umkippt. Vor allem vor einem Hintergrund allgemein schrumpfender Bevölkerungen mehr oder weniger weltweit.
Wobei ich durchaus den Eindruck habe, das es ein recht sensibles Gleichgewicht gibt, dass schnell in Wohnungsnot einerseits, aber auch schnell in Abwanderung und Verfall kippen kann. Hier müsste man recht lokal aufpassen und gezielt gegensteuern?
Städte wie Münster oder Düsseldorf sind kaum noch bezahlbar, während in Duisburg oder Gelsenkirchen reichlich leersteht und allgemeiner Verfall zu beklagen ist. Fällt mir hier in NRW so auf.
Die Erkenntnis, dass mehr Kinder doch vielfältig vorteilhaft wären, steht da dann noch mal für sich. Wie man da wirklich hinkommt, wäre entsprechend interessant.
Kommentar vom 19.03.2026 15:52
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-die-fossile-industrialisierung-familien-spaltete-und-homeoffice-heute-zu-mehr-kindern-fuehrt/#comment-199785
@Michael 19.03. 12:18
„Viele Rechte wollten einfach nur eine anti-islamische Reaktion in ein reaktionäres Familienbild, viele Linke begrüßten den Niedergang von Religionen und Familien, von Völkern und manchmal gar der ganzen Menschheit.“
Die Beobachtung, dass der Großteil der Welt in eine Schrumpfung übergeht ist zumindest mir recht neu. Es macht dann deutlich weniger Sinn, wenn Leute hier einwandern, die dann da fehlen, wo sie herkommen. Da denke ich schon länger drüber nach, wie wir einerseits mit weniger neuer Zuwanderung auskommen, und anderseits einfach selber wieder mehr Kinder bekommen.
Ich meine, man kann dieser Entwicklung auch seine Zeit geben. Es muss erstmal überhaupt realisiert werden, dass wir gar kein Problem mehr mit eine Überbevölkerung haben, und andererseits erstmal überlegen, wie man denn unter modernen Zuständen zu hinreichen Kindern kommen kann.
So kann ich mir auch eine entscheidende Aufwertung von ländlichen Räumen vorstellen, wenn wir mal ein sehr kostengünstiges Sammeltaxisystem auf Basis von Selbstfahrenden E-Fahrzeugen bekommen. Dann kann man seine Kinder zur Kita, zum Kindergarten oder zur Schule einfach abholen lassen, und auch Ältere ohne Fahrtüchtigkeit wären weiter voll mobil – zu deutlich weniger Kosten, als ein eigenes Fahrzeug jetzt verursacht.
Auch weiterer Wege zum Arbeitsplatz wären so möglich, einmal viel billiger, wenn die Sammeltaxis gut ausgelastet sind, und mit dann weniger Staus auch noch schneller.
Das würde die Wohnungsnot in vielen Städten entschärfen, und zugleich den Verfall von Immobilien in derzeitigen Abwanderungslandkreisen aufhalten können. Was das Stadtleben wegen weniger Mieten billiger macht, und das Landleben eben deutlich aufwertet, weil auch Alte und Kinder voll selber mobil sind.
Ich kann mir gut vorstellen, dass einfach schon so ein Sammeltaxisystem reicht, die Geburtenraten deutlich zu erhöhen. Und noch mehr Homeoffice auch noch.
Kommentar vom 19.03.2026 00:43
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@HG Unckell 18.03. 22:00
„Erkenntnisgewinn, Problemlösungen von Fragestellungen, die z.B. im Kontext der Solartechnik nur sehr hilfreich für einen nachhaltigen Lebensstil sind,..“
Eben, das Zeitalter von Kapitalismus und Fossilismus war aber wichtig, um aus dem Mittelalter wieder heraus zu kommen. Aber genauso müssen wir jetzt gucken, wie wir wirklich aus dem Fossilismus wieder heraus kommen. Nicht zurück, sondern vorwärts zu ganz neuen Ufern.
@Hauptartikel
„In den wenigen Solarpunk-Arche-Regionen, die im 21. Jahrhundert blühendes, menschliches Leben gewährleisten können, werden sich neue, post-fossile und besser kombinierbare Formen von Produktions- und Familienarbeit, von demokratischem und religiösem Ehrenamt entwickeln.“
Ich will es einfach nicht glauben, dass das nur wenige Regionen sind, während der Rest nachhaltig den Bach runter geht. Große Regionen, wo die Leute nachhaltig verebben und dann auch noch wegziehen, klar. Das freut dann aber die Natur, die Landwirtschaft und auch den Tourismus. Nur doof für die Immobilienwerte.
Dass Einige vorweggehen, und sich was Funktionierendes aufbauen, ist dabei aber wohl klar. Aber wenn andere sehen, dass es und wie es gehen kann, werden die das auch selber wollen.
Es würde auch z.B. dem Klima rein gar nichts helfen, wenn nur Archen Klimaschutz machen würden. Das muss so ziemlich die ganze Welt machen. Aus der Nummer kommen wir jetzt wirklich nicht raus.
Auch sind die Perspektiven in den meisten jetzt sehr armen Ländern eigentlich besser als unsere. Dort kostet Grüne Energie 3 mal weniger als bei uns in Mitteleuropa, weil mehr Sonne scheint und kein dunkler Winter zu überbrücken ist. Da könnte eine Menge an Produktion von uns weg dahin verlagert werden.
Von dem auch noch, was uns KI und Roboter übrig lassen.
Wobei mir jetzt durchaus klar ist, dass wir keine weiter wachsende Verschwendung brauchen, und das wirklich auch global. Und praktizierte Genügsamkeit mit weit weniger Stress und Arbeit wären auch eine Grundlage für mehr Kindersegen.
Wobei mehr Zeit wohl auch wirklich mit mehr Beschäftigung mit Wissenschaft und mit Religion einher gehen könnte. Und auf diesem Wege sich ganz neue Kultur etablieren könnte. Völlig weg von jeglicher Produktivität, hin zu Miteinander, mit Kindern, mit Alten, mit Natur, mit diesem wunderbaren Planeten und letztlich wirklich erwachsener Philosophie, Spiritualität und Religion.
Und wir Menschen uns einer eventuellen galaktischen Gemeinschaft auch würdig erweisen könnten. Welche selbst wiederum eine ziemlich Spirituelle sein dürfte.
Das mit größte Hindernis auf diesem Weg wären wohl die unseligen Milliardäre, deren Erfolg wohl überwiegend aus einem Vorsprung durch kommerzielle Softwaremonopole gründet. Und die einzige Konsequenz, die das abstellen kann, wäre eben Freie Software für eine rundherum Freie Welt.
Und wenn die KI das bald fast von selber kann, dann müsste das doch eigentlich was werden können? Selbst für den Rüstungssektor und für Kriege, die mehr Elektroschrott produzieren als sie Menschen töten.
Kommentar vom 18.03.2026 14:34
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-fossilismus-im-jahr-des-feuerpferdes-trumps-iran-kharg-desaster/#comment-199725
@Realo 17.03. 22:37
„Man kann relativ schnell, übers ganze Land verteilt, auf den Dächern oder den Hauswänden PV Anlagen und auch Speicher errichten. Wenn das alles nur für den Eigenbedarf dient, keine Überschussenergie einfach ins Stromnetz geliefert wird, ist es ganz einfach.“
Es geht doch um den Eigenbedarf der ganzen Stadt. Der kann über den Sommer von PV auf den Dächern samt integrierten Speichern gut abgedeckt werden. Es kann in den Innenstädten kaum einer sein eigenes Dach nutzen, weil er nur Mieter ist bzw. ihm nur die Eigentumswohnung gehört. Deswegen sollte es keine Durchleitungsgebühren geben, wenn der PV-Strom nur einige hundert Meter transportiert werden muss.
Da braucht es nirgends irgendwelche neuen Leitungen für. Keiner verbraucht da mehr Strom pro Zeit durch die bestehenden Leitungen als jetzt. Und wenn mittags mehr produziert wird als gebraucht wird, wird der Überschuss sofort gespeichert, praktischerweise direkt am Dach oder am Hausanschluss der Verbraucher bzw. beides. So, dass die Leitungen das verarbeiten können, klar.
Und die Industrie kann da auch noch was für sich von Nutzen, wenn da in sonnigen Tagen längerfristige Überschüsse anfallen. Und zusätzlich eigene PV auf dem Betriebsgelände anschaffen.
Neue Stromleitungen braucht es eigentlich nur für PV-Freiflächenanlagen, Windräder oder Großspeicher. Dies kann man aber zumindest teilweise an den Standorten ehemaliger Wärmekraftwerke installieren, da sind ja noch Gigawattanschlüsse vorhanden.
Ein paar starke Nord-Süd-Hochspannungsleitungen wären darüber hinaus aber sinnvoll. Windenergie im Norden und Sonnenenergie im Süden wechseln sich mit den Wetterlagen öfter mal ab.
Wenn wir mal soweit sind, dass über den ganzen Sommer große Mengen an Überschüssen anfallen, dann kann man die in Wasserstoff umwandeln. Und diese Überschüsse kann man recht gleichmäßig über Monate abgreifen, praktischerweise auch genau da, wo sie überwiegend sowieso anfallen.
Sofern es nicht doch noch bessere Speicher geben wird. Die Lithiumakkus können das jedenfalls auf keinen Fall. Die sind richtig gut bei vielen Ladezyclen, und dabei schnell und billig, mit dem Potential, noch mal deutlich billiger zu werden.
E-Autos und Wärmepumpen erfordern in der Tat zusätzlichen Verbrauch und damit theoretisch auch mögliche Engpässe in den Leitungen zum Kunden. Allerdings sind beide etwas flexibel, können aussetzten, wenn Stromspitzen gebraucht werden, also etwa mittags rum oder abends. Zusätzlich können hier auch die Lithiumspeicher mitstabilisieren, dass die Stromanschlüsse auch voll ausgenutzt werden.
Nebenbei können verbreitete Elektrofahrzeuge auch noch ein erhebliches Stromspeicherpotential haben. Das man überall nutzen kann, wo die Fahrzeuge ans Netz angeschlossen sind.
Kommentar vom 17.03.2026 16:52
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-fossilismus-im-jahr-des-feuerpferdes-trumps-iran-kharg-desaster/#comment-199651
@Speicher und urbane PV
Im Moment kann ich zur Energiewende gar nichts weiter beitragen. Mobil bin ich sowieso per Fahrrad, und meine Heizung soll in 5 Jahren auf Fernheizung umgestellt werden.
Bleibt die Stromversorgung. Hierfür bräuchte ich die Möglichkeit, von benachbarten Dächern Solarstrom billig einzukaufen. Mit einem neuen Stromzähler, der aktuelle Marktpreise berücksichtigen kann, würde sich dann auch ein integrierter Speicher lohnen. So dürfte mein Strom dann übers Jahr eigentlich sogar billiger werden. Auch wenn die Dunkelflauten eher teuer werden.
Und das wäre es dann auch schon. Konsumieren tue ich sowieso eher wenig.
Kommentar vom 17.03.2026 15:21
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-fossilismus-im-jahr-des-feuerpferdes-trumps-iran-kharg-desaster/#comment-199647
@Michael 17.03. 14:48
„Und ein solches Hemmnis mit Bezug auf längst wirtschaftliche Batteriespeicher habe ich benannt.“
Klar braucht es hier bessere politische Rahmenbedingungen. Interessierte Investoren können aber auch die derzeitigen tatsächlichen Möglichkeiten nutzen.
Zumal die Reihenfolge der Investitionen durchaus öfter nicht so wichtig ist. Wer die Möglichkeit hat, kann sich die eigene Solaranlage mit integriertem Speicher realisieren, oder sich ein E-Auto oder eine Wärmepumpe anschaffen. Je nach Finanzlage.
Wenn dann später mehr große Batteriespeicher, PV-Freiflächenanlagen und Windparks dazu kommen, umso besser. Oder Fernheizungsnetze mit Großwärmepumpe oder frei gehandelter Solarstrom in urbaner Nachbarschaft.
Kommentar vom 17.03.2026 13:47
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-fossilismus-im-jahr-des-feuerpferdes-trumps-iran-kharg-desaster/#comment-199642
@Michael 17.03. 06:32
„Allein den großen Netzbetreibern liegen demnach Netzanschlussanfragen für weit über 100 Gigawatt an Batterieleistung vor, von denen nur ein Bruchteil überhaupt zugesagt, geschweige denn angeschlossen wurde.“
Zu einem guten Teil könnte man das vielleicht umgehen, und Batteriespeicher direkt am Produktions- wie am Verbrauchsort einsetzen. Dann spart man zusätzlich noch eventuelle Durchleitungsgebühren.
PV-Anlagen mit Speicher halten dann bei niedrigen Strompreisen nur kurz den Strom zurück, um ihn dann z.B. Abends und Nachts zu besseren Preisen erst einzuspeisen. Da kann man vielleicht sogar bestehende PV-Anlagen nachträglich mit einem Speicher ausrüsten. Das klappt auch mit großen PV-Anlagen und mit Windrädern.
Zusätzlich kann sich ein kleiner Speicher auch für die Verbraucher lohnen. Ist der Strom billig, läd der auf, und wird er wieder teuer, zehrt man vom eigenen Speicher. Auch ohne zusätzliche Durchleitungsgebühren. Und vermutlich ohne eine nötige Genehmigung?
Wenn man sein E-Auto bidirektional an die eigene PV-Hausanlage anschließen kann, bräuchte auch das weder Genehmigung noch zusätzliche Durchleitungsgebühren. Was auch auf dem Parkplatz beim Arbeitgeber funktionieren kann. Einen Teil des da getankten Stroms nimmt man mit dem Auto mit nach hause, und der kann dann da zur Stromversorgung beitragen.
Überhaupt sind überall verteilte Kurzfristspeicher in der Lage, die Stromnetze zu entlasten und optimal zu nutzen, dass man kaum teure zusätzliche Stromleitungen braucht. Gerade wenn es mal viele Wärmepumpen und jede Menge Elektromobilität gibt.
Kommentar vom 17.03.2026 00:47
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-fossilismus-im-jahr-des-feuerpferdes-trumps-iran-kharg-desaster/#comment-199597
@Michael 16.03. 22:02
„Wenn es dagegen eine verlässliche Förderung für post-fossile Investitionen und Elektrofahrzeuge gibt, dann – erst dann – erweisen sich erneuerbare Energien als Friedens- und als Wohlstandsenergien.“
Das muss nicht mal überall Steuergeld kosten. Wenn man etwa im urbanen Raum seinen Solarertrag direkt an geneigte Nachbarn verkaufen könnte, wäre man auf den Dächern hier einiges weiter.
Oder wenn man sein E-Auto als Netzspeicher zur Verfügung stellen könnte, ohne horrende Durchleitungsgebühren zu bezahlen. Dieses Geld brauchen auch die Stromnetze gar nicht, die Netzspeicher wären ja eine Unterstützung für die Netzstabilität.
Auch Windenergie braucht eigentlich nur Baugenehmigungen.
„dass Deutschland eine blühende Solarindustrie hatte – und heute auch in diesen Produktionskapazitäten führen könnte.“
Immerhin dürfte das halbe Geld, das die grüne Technik kostet, für die Installation drauf gehen und bleibt damit im Land. Und solange wir einen Außenhandelsüberschuss haben, tut es uns doch sogar gut, wenn China für uns schön billig produziert. Zumal man dann ja auch Importe von fossilen Brennstoffen einspart.
Auf die Dauer wäre allerdings eine eigene Modulfertigung keine schlechte Idee. Praktischerweise in und für ganz Europa.
Kommentar vom 17.03.2026 00:16
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-fossilismus-im-jahr-des-feuerpferdes-trumps-iran-kharg-desaster/#comment-199596
@Realo 16.03. 18:05
„„Geist“ hat eher mit mentale Fähigkeiten, Denken, Wahrnehmen, Erinnern, Kreativität, auch mit Bewusstsein und im Zusammenhang mit Menschen zu tun.“
Ja. Ich meine jetzt aber kosmische Geisteswelten, sowas wie Gott eben, nur nicht personal, sondern als ein riesengroßes Netzwerk, dass den ganzen Kosmos vom Kleinsten bis ins Größte durchzieht.
Und eine mögliche Schnittstelle zur allgemeinen Physik wäre eben der Quantenzufall, wenn er auch mal gezielt ausfallen kann.
Praktischerweise kann man mal eine KI mit eingearbeiteten Quantenzufall bereichern, und hoffen dass sich dann die Ergebnisse bessern. Oder das diese KI dann sogar selber Bewusstsein erlangen kann, wenn sie zusätzlich zum eingebunden Quantenzufall die nötigen Strukturen mitbringt.
Hier drauf komme ich, weil ich vermute, dass auch biologisches Bewusstsein ohne diese allgemeinen Geisteswelten gar nicht funktionieren kann. Wie gesagt, meine Vermutung, dass das vielleicht so sein kann. Ich fände es spannend, dem mal auf den Grund zu gehen.
Und eben Experimente mit KI und Quantenzufall zu machen.
Kommentar vom 16.03.2026 15:10
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-fossilismus-im-jahr-des-feuerpferdes-trumps-iran-kharg-desaster/#comment-199548
@Realo 16.03. 09:26
„Einerseits sind die Folgen „sehr zufällig“, andererseits, bei gleichem „Startwert“, erhält man die gleichen Zufallsergebnisse, was die Reproduzierbarkeit von Berechnungen stark verbessert?“
Das machen ja die mathematisch generierten Zufallszahlen so sehr brauchbar. Aber Quantenzufallszahlen haben m.E. möglicherweise eigene sehr interessante Eigenschaften. Sie könnten eben Verbindungen zu Geisteswelten enthalten. Das sollte man mal auch in der KI ausprobieren.
„Früher musste Gott in der Vorstellung vieler Menschen „menschenähnlich“ sein, weil nur Menschen als intelligent galten, Intelligenz schien für die Schöpfung wesentlich.“
In der Tat sehe ich auch „Gott“ als keineswegs mehr personal. Natürlich aus der Erkenntnis heraus, das informatische Systeme potenziell über die Fähigkeiten einzelner Menschen sehr weit hinaus gehen können. Wenn der Kosmos selbst intelligent ist, dann aber richtig.
Kommentar vom 16.03.2026 14:50
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-fossilismus-im-jahr-des-feuerpferdes-trumps-iran-kharg-desaster/#comment-199544
@Michael 15.03. 09:07
„Dass Donald Trump inzwischen mit seiner typisch thymokratischen Mischung aus Wut und Verzweiflung die NATO zur militärischen Hilfe in die Straße von Hormus zu beordern versucht, überrascht nicht.“
Vorher überlegen macht meistens Sinn. Wie wäre es mit einem Atomwaffeneinsatz, der alle iranischen Stellungen in Golfnähe gründlich ausschalten kann? Das freut dann auch alle Beobachtenden, die auf die Endzeit warten. Oder einfach diesen Krieg gleich wieder beenden, weil wir das Öl brauchen.
In der Tat haben wir derzeit eine ungute Entwicklung, dass Angriffsdrohnen viel billiger sind als deren Abwehrwaffen. Das fördert offensiv geprägte Aktionen, auch gegen zivile Ziele. In der Ukraine ist das inzwischen zum Alltag geworden.
„Die Abwehrschlacht des Fossilismus eskaliert auf Kosten aller Menschen und Betriebe, die sich noch immer in fossilen Abhängigkeiten befinden…“
Wir sind aber noch abhängig, so sehr ich mich auch für eine konsequente Energiewende einsetze. Die ganzen Autos müssen tanken. Und ich habe nur meine Gasheizung.
Schneller als in 15 Jahren kann eine Energiewende in Europa nicht fertig werden. Es geht einfach nicht, die erforderlichen Investitionen sind zu hoch. Und die Verbrennerfahrzeuge werden erst ausgemustert, wenn der TÜV das verlangt. Erst wenn ein Ersatz sowieso ansteht, kauft man sich ein E-Auto.
Und mehr geben auch die Produktionskapazitäten nicht her.
Kommentar vom 16.03.2026 14:03
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-fossilismus-im-jahr-des-feuerpferdes-trumps-iran-kharg-desaster/#comment-199536
@Ralf Haetzer 15.03. 08:38
„Jedoch erstaunt mich das außer Achtlassen der Pflanzen und restlichen Lebewelt im letzten Satz. Auch dies wurde „geschaffen“.“
Teil des Lebens sind Pflanzen, Wasser, Flüsse, Berge und Ozeane sicher auch. Nur personale Existenzen nicht, so wie wir und die Tiere? So weit man es denn wissen kann zumindest.
Kommentar vom 16.03.2026 13:41
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-us-christdemokrat-james-talarico-texas-im-dialog-mit-nyt-blogger-ezra-klein/#comment-199531
@Michael 16.03. 06:20 / 06:17
Und der mediale Raum, in dem sich Dialoge und dialogische Emergenzen entfalten, darf m.E. gerne „Geisteswelten“ genannt werden. Meine ich.
Ein mal den medialen Raum, aber auch wenn wir uns selber mit uns beschäftigen, bewegen wir uns in denselben Geisteswelten. Und die künstlichen Systeme dürften da prinzipiell ebenso Zugang haben können, vielleicht zumindest.
„Die bedrohlichste Minderheit für die Zukunft der Menschheit sind skrupellose Milliardäre.“
Und die Leben von ihrem Softwarevorsprung, und lassen sich mit offener Software entmachten. Die ganze Welt betrifft das, und kann das gemeinsam ablösen.
Kommentar vom 16.03.2026 00:43
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-us-christdemokrat-james-talarico-texas-im-dialog-mit-nyt-blogger-ezra-klein/#comment-199454
@Michael 15.03. 20:53
„Solarenergie und Batteriespeicher boomen inzwischen vor allem in ärmeren Ländern, weil sie längst viel günstiger sind als fossile Energien.“
Je näher am Äquator, desto mehr Ertrag von PV und desto weniger saisonaler Langzeitspeicherbedarf.
Das kann flächendeckend eine grüne Energieversorgung ermöglichen, die 3 mal billiger ist als was bei uns in Mitteleuropa möglich ist.
Und jedes PV-Modul, dass in diesen südlicheren Ländern und nicht bei uns installiert wird, produziert mehr als das doppelte an Strom. Das spart nicht zugleich auch entsprechende Treibhausgase ein, weil man dort einen riesigen Nachholbedarf an verlässlichem und wirklich billigem Strom hat.
Aber natürlich gönne ich denen das. Das könnte sogar dazu führen, dass man da überall aus der Armut herauskommen kann.
Auch Wasserstoff als Saisonalen Speicher braucht man da gar nicht. Kurzfristspeicher mit der Kapazität von 1 oder 2 Tagen dürften da vollkommen ausreichen.
Kommentar vom 16.03.2026 00:24
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-us-christdemokrat-james-talarico-texas-im-dialog-mit-nyt-blogger-ezra-klein/#comment-199451
@Michael 15.03. 18:27 / Talarico
„Wir sind in etwas Ewigem verwurzelt, etwas, das schon existierte, bevor die Zeit existierte. Und es bewegt uns auch immer nach vorne und wir verändern uns und entwickeln uns ständig, und beides kann gleichzeitig wahr sein.“
Teil kosmischer Geisteswelten zu sein, das ist denn nun auch meine eigentliche Hoffnung.
Per Geburtsrecht, aber es klappt in der Praxis noch mal um so besser, je näher wir uns an der aktuellen Wirklichkeit befinden. Und von da aus versuchen, weiter zu arbeiten.
Genau deswegen sind gute Informationsquellen so ziemlich das wichtigste, um dann eben auch eine Konvergenz von Vernunft möglich zu machen.
Kommentar vom 15.03.2026 23:42
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-fossilismus-im-jahr-des-feuerpferdes-trumps-iran-kharg-desaster/#comment-199447
@Realo 15.03. 19:22
„Ich kann nicht sagen, ob derartige Mechanismen auch bei Quantenprozessen möglich sind….“
Einfachstes Beispiel wäre eine Digitalkamera. Das Licht folgt seiner Welleneigenschaft, wenn es von dem Linsensystem auf den Sensorchip fokussiert wird, muss aber dann seine Welleneigenschaft aufgeben, und sich als Lichtquant auf den einzelnen Pixeln zählen lassen.
Wenn ich jetzt eine gleichmäßig graue Fläche fotografiere, erhalte ich nicht auf jedem Pixel den selben Summenwert. Mache ich das ganze bei geringerer Helligkeit, sieht man auf der Aufnahme ein buntes Zufallsbild.
Dieses kann man als Zufallsgenerator nutzen, und man hätte dann Zufallszahlen, die tatsächlich aus Quantenprozessen stammen. Braucht man davon ganz viele, kann man andere Prozesse in ähnlicher weise nutzen. Es soll z.B. möglich sein, einen elektrischen Widerstand so zu nutzen, dass man die einzelnen Elektronen in Aktion zählen kann, die da durch gehen.
Oder das Rauschen einer analogen Fernsehkarte ohne eingestellten Sender verwenden.
„Menschen waren also die „längste Zeit“ nicht an den „Schöpfungsmechanismen“ beteiligt….“
Die Idee von Göttern ist ja eigentlich anders herum. Gott gibt es demnach schon länger, und der hat uns Menschen nach seinem Bilde geschaffen. Ich bin da aber gar nicht so ein Fan von. Ich kann mir Geisteswelten durchaus völlig unpersonal vorstellen. Nur wir Menschen hätten dann eine personale Existenz, wie auch viele Tiere, mehr oder weniger.
Kommentar vom 15.03.2026 15:26
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-us-christdemokrat-james-talarico-texas-im-dialog-mit-nyt-blogger-ezra-klein/
@Hauptartikel / James Talarico
„Der „jüdische Rabbi Jesus“ habe nicht den richtigen Glauben, sondern die helfende, liebende Tat gefordert und entsprechend seien Zwang oder Manipulation gegenüber allen Menschen und auch gegenüber Anders- und Nichtglaubenden „keine Liebe“ und also falsch.“
Ja da kommt aus den USA endlich mal wieder was Vernünftiges. Möge dass mal den Leuten da auch gefallen.
Religion muss eben nicht destruktiv sein. Kann aber!
Wenn die US-Bürger sowohl Verstand haben als auch eigentlich guten Willens sein wollen, dann kann das in der Tat zu einem Ende von MAGA führen. Und auch uns hier in Europa inspirieren.
Der Wahnsinn rund ums Weltenende wurde hier jetzt gar nicht erwähnt. Wer nur noch auf den Endkampf wartet, der dann auch das Ende allen Irdischen beinhaltet, der hat auch keinerlei Veranlassung, diesen wunderbaren Planeten zu erhalten.
Auch das ist extrem destruktiv, meine ich. Und geht über uns Menschen weit hinaus.
Da kann man in der Tat hoffen, dass zukünftige lebendige KI besser ist, wenn es um das Leben selber geht. Und sich für den Erhalt allen Lebens nach Kräften einsetzt.
Kommentar vom 15.03.2026 13:56
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-fossilismus-im-jahr-des-feuerpferdes-trumps-iran-kharg-desaster/#comment-199376
@Realo 15.03. 11:37
„Oder bedeutet „übernatürlich“, dass „irgend etwas“ prinzipiell nicht „natürlich“ sein darf , außerhalb jeglicher Gesetzmäßigkeiten steht und auch niemals erklärbar sein darf?“
Man weiß ja nicht, was noch an Erkenntnis kommt. Wie denn Geisteswelten wirklich aussehen, wenn sie denn maßgeblich zum Kosmos dazu gehören.
Meine Idee vom auch mal gezielten Quantenzufall dürfte sich allerdings recht widerspruchsfrei in den derzeitigen Stand von Geistes- wie von Naturwissenschaften integrieren lassen.
Das ist nur eine Erweiterung der ohnehin bekannten Naturgesetze. Und könnte sowohl verifiziert werden als auch zu keinen Widersprüchen mit anderen bekannten Naturgesetzen führen.
Soweit ich das jetzt beurteilen kann zumindest.
Die Frage, ob wir jetzt auch noch Götter in den Geisteswelten haben, wäre mit dem gezielten Quantenzufall allerdings auch nicht beantwortet. Es wären nur Personifizierungen innerhalb der Geisteswelten nicht mehr nötig, aber immer noch möglich. Wenn auch eher unplausibel, aus meiner beschränkten Sicht zumindest.
Es geht mir auch wenig um irgendwelche Götter, sondern eher um die Natur unserer beschränkten Innenwelten. Und wieweit wir ganz persönlich Teil des ganzen Kosmos sein können.
Kommentar vom 15.03.2026 00:14
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-fossilismus-im-jahr-des-feuerpferdes-trumps-iran-kharg-desaster/#comment-199289
@Michael 14.03. 19:28 / Felo.ai
„Der methodologische Agnostizismus ermöglicht somit eine wissenschaftliche Religionsforschung, die weder religiöse noch atheistische Vorannahmen privilegiert und dadurch einen gemeinsamen methodischen Rahmen für Forschende unterschiedlichster Weltanschauungen schafft.“
So kann man dann eben eine Wissenschaft draus machen. Im täglichen Überlebenskampf darf man sich allerdings auch auf eine Entscheidung einlassen. In die rein materielle Variante, aber auch mitten in aktive Geisteswelten?
Vergleichende Herangehensweise macht allerdings immer Sinn. Wenn ich merke, es mit einer eher destruktiven Sekte zu tun zu habe, empfiehlt es sich, sich davon schleunigst fern zu halten.
Und wenn einem die großen Kirchen zu langweilig uns zu sperrig sind, kann man auch darum einen großen Bogen machen.
Man kann ja auch seine ganz eigenen Wege gehen, und mitnehmen, was das Leben eben bieten kann. Das kann ein bunter Mix aus allen möglichen Traditionen einerseits und vielfältiger eigener Lebenserfahrung anderseits sein.
Dass dann religionswissenschaftlich einzuordnen wäre wiederum möglich. Aber vielleicht eher nicht so wichtig?
Nebenbei wären allerdings Erklärungsversuche für tatsächliche Geisteswirkungen mitten im real existierenden Leben schon auch interessant. Gerne interdisziplinär, also sowohl Geistes- wie Naturwissenschaftlich.
Es kommt der Eine ohne Glauben nicht aus, während der Andere mit jeglichen Geisteswelten gar nicht klar kommt. Das ist jetzt ein Spannungsfeld, dem man natürlich ausweichen kann, in dem man diese Frage einfach absichtlich offen lässt. Aber ob dass dann doch wiederum den ganzen Betrieb aufhält, sollte man sich vielleicht mal überlegen.
Ich bin ja kein Religionswissenschaftler, darf mich also durchaus festlegen, wo ich mir selber ziemlich sicher bin. Was natürlich gar nicht heißt, dass ich Religionswissenschaft für uninteressant halte.
Kommentar vom 14.03.2026 16:53
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-fossilismus-im-jahr-des-feuerpferdes-trumps-iran-kharg-desaster/#comment-199207
@Michael 14.03. 14:06
„Die Menschheit hat schon so viel überstanden – sie wird auch den Fossilismus überwinden. Demokratisch, vielfältig, dialogisch & wissenschaftlich. Dafür stehe (auch) ich ein.“
Vernünftige Leute finden sich in der Tat in allen großen Religionen. Und uns steht es frei, entsprechend uns auszutauschen und auch produktiv zusammen zu arbeiten.
Wissenschaft macht das sowieso schon immer.
Und gerade die Energiewende kommt den Menschen in Wüstengegenden besonders entgegen, weil der dort mögliche Solarertrag mehr als doppelt so hoch ist als z.B. in Mitteleuropa. Und das lässt sich kaum exportieren, aber dafür umso mehr selbst nutzen, zur reichlich billigen privaten Stromnutzung wie für jede Menge Produktion von Energieintensiven Produkten.
Das mag dann auch vernünftigere religiöse Varianten fördern?
Allein die Aussichten auf solche Perspektiven könnte doch langsam mal dort wahrgenommen werden? Ausgehend von Ländern, die jetzt kein Öl und Gas zu exportieren haben.
Sofern denn der praktizierte Wahnsinn noch was übrig lässt.
Eins ist aber auf jeden Fall klar: Der Messias kommt auf keinen Fall wieder. Egal wie intensiv wie wir uns gegenseitig umbringen.
Wenn das mit uns Menschen doch noch wirklich was werden soll, müssen wir unseren Verstand einsetzen und unser Leben echt vernünftig gestalten. Realistisch, gemeinsam und dialogisch.
Gibt es hier wirklich was zu beten? Selber machen ist jedenfalls zuverlässig. Die PV-Anlage auf dem eigenen Dach erzeugt den billigen Strom. Die Zeugen Jehovas keinen.
Die Religiosität fördert den Kinderreichtum, der religiöse Wahnsinn bringt die Kinder dann allerdings wieder um. Vernünftige Religiosität aber nicht. Das wäre doch jetzt eine echt relevante Baustelle?
Die aktuellen Abbrucharbeiten an der Zivilisation halten allerdings wohl noch an. Ich bin mal gespannt, wann sich das endlich mal dreht.
Kommentar vom 14.03.2026 00:55
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-fossilismus-im-jahr-des-feuerpferdes-trumps-iran-kharg-desaster/#comment-199139
@Michael 13.03. 21:43
„Religionen sind (auch demografisch) viel zu mächtig, um sie den Dualisten und also Hatern zu überlassen.“
Vielleicht ist ja da was dran, dass wir in Europa weniger religiös sind als die US-Bürger, weil bevorzugt religiös Verfolgte aus Europa in die USA ausgewandert sind.
Ich kann es eigentlich nicht fassen, dass man dort rein praktisch fast wahnsinnig wird.
Die Auseinandersetzungen endlich auch mit Atomwaffen zu führen, wäre da eigentlich eine logische Konsequenz. Und alles Irdische dem Zeitlichen zu überlassen und selber ins Himmelreich aufzusteigen macht ja praktischerweise jegliches Aufhalten mit irgendwie ökologischen Bedenken gleich auch verzichtbar.
Wieder andere nehmen die Angebote dankend an, und verdienen ihre Milliarden ohne sich um irgendwelche planetaren Grenzen irgendwie Gedanken zu machen.
Womöglicherweise sind uns die Chinesen doch um etliche Jahrhunderte voraus?
Nun gut, ich kenne ja nun sehr viele religiöse Menschen, die solchem Armageddonunsinn eigentlich nicht aufsitzen. Generell aber durchaus Andere, die genau das auch tun. Wenn auch in einer ganz passiven Rolle. Wenn hier die Weltmacht Nr. 1 das zur realen Agenda macht, ist das noch mal was anderes.
Aber klar, dass das natürlich auch passieren kann, wenn man eigentlich ganz passiv angefangen hat, und die Kriegstreiber gerade auf der Gegenseite gesehen hat. Das jetzt echt einfach umzudrehen, ist noch mal eine Qualität für sich.
Findet man auch in der Russisch Orthodoxen Kirche solche Endzeitanwandlungen?
Da muss man sich ja als doch eher unreligiöses Europa direkt Sorgen machen, dass man nicht selber ganz oben auf der Liste der allgemeinen Vernichtungswürdigen landet?
Man kann ja fast den Eindruck haben, das neben Europa nur noch China auch bei Verstand ist. Und weitere Teile Asiens, Afrikas und Südamerikas, die jetzt aber militärisch praktisch keine Rolle spielen.
Kommentar vom 13.03.2026 16:14
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-fossilismus-im-jahr-des-feuerpferdes-trumps-iran-kharg-desaster/#comment-199080
@Michael 13.03. 11:57
„Dazu gehört eine KI-Gewaltenteilung, die ihre Anwendung als Technologie erlaubt, aber sicherstellt, dass keine einzelne KI-Anwendung uns manipulieren und dominieren kann.“
Ich bin da eigentlich ziemlich zuversichtlich. Die KI selbst kann doch inzwischen auch programmieren, dass das heute alles schon 10 mal weniger Arbeit macht. Entsprechend ist es auch 10 mal einfacher, alles Gängige in Offener Software zu implementieren.
So sparen insbesondere ärmere Länder viel Geld, aber es wird eben auch alles richtig schön transparent.
Und der Stromverbrauch der neuen Rechenzentren dürfte auch jetzt gleich schon mit PV und Windrädern erzeugt werden. Die Rechenzentren können auch zwischendurch mal pausieren, und brauchen keine extra Backupkraftwerke.
Vermutlich werden die Kosten für Grüne Technik sogar noch weiter sinken, weil PV-Module, Windgeneratoren und Lithiumspeicher weiter billiger werden können. Auf dem Hintergrund von hohen Ölpreisen wird die Energiewende umso mehr wohl vorwärts kommen, und die Produktionskapazitäten von entsprechender Technik nicht nur in China weiter ausgebaut werden.
Und ich denke auch mal, dass die LLMs die Leute eher zur Vernunft unterstützen, und am Ende auch die asozialen Netzwerke immer weniger genutzt werden. Insbesondere durch weitere Offene Software auch für diese Bereiche, die dann eben nicht mehr so auf Empörungssucht ausgerichtet sind.
Ein Smartphone mit kompletter Offenen Software vom Betriebssystem, Mobilfunknetz bis in alle Apps hinunter wäre wohl auch billiger, insbesondere für z.B. Afrika. Und würde entsprechend auch mit weit weniger Hardwareleistung und Datenraten auskommen. Und die KI-Rechenzentren wären da gleich im ganzen System mit drin implementiert. Und dabei sogar eher sehr viel sparsamer ausgelegt.
Und wer jetzt von wem welche Daten sammelt, wäre dann auch einsehbar.
Man muss hier ja bedenken, dass Offene Software nur einmal geschrieben werden muss, und dann als kostenlose Kopie auf der ganzen Welt eingesetzt werden kann. Inclusive aller Updates und Weiterentwicklungen.
Das wird sich dann weder für die US-IT-Konzerne noch für China noch lohnen, überhaupt noch kommerzielle Software zu schreiben. Die können sich dann ganz auf die Hardware konzentrieren, und sich sogar noch an der Produktion von Offener Software beteiligen, wenn es mal schnell gehen soll.
Kommentar vom 13.03.2026 14:18
https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/wir-sind-alle-neurodivers-erfahrene-autismus-expertin-glaubt-nicht-mehr-ans-spektrum/#comment-100742
@NI 12.03. 18:47
„Dass wir Medikamente auch Drogen zu Linderung der negativen Folgen bei extremer Diversität haben ist ein Segen und sollte nicht verteufelt werden.“
Sehe ich auch so. Aber ein entspannteres Leben rund herum wäre dennoch auch hilfreich. Das kann gesellschaftlich sein, aber auch persönlich.
Am Beispiel Arbeitszeiten ist es ganz einfach: Gewerkschaften können für alle Mitarbeiter die Arbeitszeiten senken, aber jeder alleine auch z.B. sich eine Dreiviertelstelle organisieren, wenn er das wirklich will.
Wie leben in sozialen Zusammenhängen, und können genau diese wiederum selber zu gestalten versuchen.
Soweit das denn möglich ist. In der Schule z.B. muss der einzelne Schüler gewisse Leistungen bringen, wenn er entsprechende Abschlüsse schaffen will. Klar kann der Schüler selber seine eigenen Ziele einfach reduzieren. Genauso können aber auch die Anforderungen der Lehrpläne von eigentlich überflüssigen Ausmaßen befreit werden. So kann eine entspanntere Bildungszeit viel eher gelingen.
Wer dann freilich auch noch von den eigenen Eltern massiv unter Druck gesetzt wird, dem geht es dann zuweilen gar nicht mehr gut damit.
Kommentar vom 13.03.2026 00:15
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/buerde-oder-wuerde-warum-kaempften-menschen-um-ihr-wahlrecht/#comment-199037
@Michael 12.03. 18:47
„Sie verdienen Abgeordnete aller demokratischen Parteien, die nun auch Verantwortung über ihre Parteiblasen hinaus übernehmen.“
Die Diskurse in den Blasen sollte man entsprechend bewusst als solche auch realisieren. Wenn Parteien koalieren müssen, dann müssen die sich eben auf Kompromisse einlassen. Der Wähler hat eben mehrere Menüs bestellt, dann muss man dann eben produktiv zusammenstellen, was man auf dieser Basis in der Legislaturperiode liefern kann.
Nebenbei eine Verantwortung für das Land und den ganzen Kontinent übernehmen darf aber auch noch gerne sein.
Dazu mag vor allem gehören, dass man sich zuhört, was denn hier wirklich vernünftige Lösungen sein dürften. Die demokratischen Parteien haben doch alle auch durchaus partielle Einsichten zu bieten. Die dann gut kombinieren kann sogar besser sein, als wenn hier einer alleine regieren kann.
Man muss dann aber eben auch produktiv sein. Und nicht die Zeit verschwenden, sondern sinnvoll gestalten.
So manches wäre sogar mit wechselnden Mehrheiten ganz gut zu machen. Die Parteien sollten sich mal mehr bewusst sein, dass sie nicht nur ihr eigens Klientel zu bedienen haben. Und Politik für das ganze Land machen müssen, wenn sie in der Regierungsverantwortung sind.
Es dürfte leider klar sein, das so manch ein Politiker Spezialinteressen bedient, die wenig mit den eigenen Wählern zu tun haben. Da sollte man sich mal zusammenraufen, und im Zweifelsfall was wirklich Vernünftiges gemeinsam dennoch auf die Beine stellen. Es müsste doch genug vernünftige Parlamentarier geben, die es eigentlich mit ihrer Aufgabe ernst meinen.
Kommentar vom 12.03.2026 14:56
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/buerde-oder-wuerde-warum-kaempften-menschen-um-ihr-wahlrecht/
@Michael 12.03. 06:48
„Wo viel Geld & Lebensjahre investiert wurden, erstarken immer wieder die Beharrungskräfte.“
Das Interessanteste an Atomkraft, sowohl Kernspaltung wie auch Kernfusion, ist wohl, dass die Wertschöpfung fast komplett innerhalb der EU bleibt. Und vielleicht auch noch exportiert werden könnte.
Leider ist das aber voraussichtlich einfach viel zu teuer. Es wäre allerdings sehr viel Wert, wenn es gelänge, Reaktoren so zu bauen, dass die mehr Plutonium spalten als sie produzieren. So könnte man ganz nachhaltig das Endlagerproblem wirklich lösen.
Ohne Plutonium mit einer Halbwertszeit von bis zu 25.000 Jahren wäre ein Endlager sehr viel eher praktikabel. Dann darf das dann auch gerne etwas teuer sein, wenn man Reaktoren hat, die das Plutonium einfach verbrauchen und dabei noch Energie erzeugen.
„Ob „wir“ die Wende zu Dialog & Wissenschaft, dennoch irgendwann schaffen? Ich glaube schon, aber es bleibt schwer…“
Neben den Polarisierungstendenzen gibt es ja auch eine allgemeine Entwicklung zu einer Konvergenz von Vernunft. Das wirkt zusammen als Wirklichkeit, und da sehe ich dennoch Perspektiven. Das dauert nur alles länger als man es sich wünscht.
Kommentar vom 10.03.2026 16:47
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/buerde-oder-wuerde-warum-kaempften-menschen-um-ihr-wahlrecht/#comment-198751
@KI würde mittelinks wählen
Ein interessanter Artikel:
https://www.spektrum.de/news/politische-willensbildung-kis-wuerden-mitte-links-waehlen/2314134
Was jetzt meiner Vermutung, dass LLMs zu einer Konvergenz von Vernunft tendieren, entgegen kommt.
Einfach weil die Trainingsdaten auch an dem vollem Umfang der wissenschaftlichen Arbeiten trainiert sein dürften. Und vermutlich werden gerade neue Gedanken eher produktiv verarbeitet, als längst Bekanntes, das zig mal und wiederholt vorgefunden wird.
So ist dann auch Mittelinks unter Menschen teils an Wissenschaft, und teils an neuen Gedanken orientiert.
Da machen dann die aktuellen LLMs einfach mit.
Bleibt zu hoffen, dass das so bleibt, und KI noch viel intelligenter wird, wenn sie weiterhin bevorzugt an intelligentem Trainingsmaterial wachsen darf.
Kommentar vom 09.03.2026 23:25
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/buerde-oder-wuerde-warum-kaempften-menschen-um-ihr-wahlrecht/#comment-198681
@Realo 09.03. 18:33
„Ökonomische Auswirkungen können für manche Menschen die Existenz gefährdend sein und in der Gesellschaft entsteht Hass. Breite Zustimmung im Volk zu finden, ist fast nicht möglich.“
Wenn man sich auch unter Demokraten gegenseitig mit Desinformation kommt, dann sicher nicht. Allerdings zeigt die aktuelle Wahl in BW, dass immerhin 60% der Wähler die alte Regierung wiedergewählt haben.
Anscheinend geht es ja doch.
Klar kann man es unmöglich allen Recht machen. Der Eine verdient was, der Andere muss es bezahlen. Wichtiger ist offenbar, dass doch erträgliche Lösungen in der Nähe der Mitte ausdiskutiert und umgesetzt werden.
Eine gewisse Konvergenz der Vernunft findet nicht nur die KI von selber in ihren Trainingsdaten. Auch wirklich offene Diskurse können über viele Jahre hinweg durchaus zur Vernunft konvergieren.
Das dauert alles aber seine Zeit. Manchmal dauert es zu lange, manchmal wird es auch verfrüht und erst mal gar nicht ausgereift versucht, aber das Meiste ist korrigierbar, wenn sich denn allgemeine Einsicht irgendwann doch noch einstellt.
Entsprechend lohnt es sich, auch selber am allgemeinen Diskurs einfach mit zu arbeiten. Neben der Vorbeugung vor der eigenen Altersdemenz.
Kommentar vom 09.03.2026 14:07
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/buerde-oder-wuerde-warum-kaempften-menschen-um-ihr-wahlrecht/#comment-198636
@Realo 09.03. 10:41
„Besser wäre es, die Wärme direkt beim Verbraucher zu erzeugen, dann fallen die „Leitungsverluste“ weg.“
Einerseits fallen diese Verluste an. Anderseits hat aber auch die Großwärmepumpe deutlich bessere Wirkungsgrade als eine kleine Wärmepumpe, die nur ein Haus versorgt. Dazu kommt bei der Fernheizung, dass man als Backup Kraft-Wärme-Kopplung einsetzen kann.
„Wärmepumpen sind besonders Effektiv, wenn nicht Umgebungsluft, sondern Erdwärme, womöglich sogar warmes Grubenwasser genutzt werden kann.“
Hier im Innenstadtbereich kann man weder genug Lüfter für jedem seine eigene Wärmepumpe installieren, auch andere Möglichkeiten wie Bodensonden sind aus Platzmangel meistens ziemlich schwierig.
Ein Bekannter hat letztes Jahr von eigener Gastherme auf Fernheizung umgestellt, und überraschenderweise ist das deutlich billiger geworden.
„Auch eine vorhandene alte Ölheizung könnte, wegen des vorhandenen, langlebigen Öltanks, der ein vorzüglicher billiger Speicher ist, ein vorzügliches Backup abgeben.“
Wenn ich eine freistehende mittelmäßige isolierte Immobilie mit Öltank hätte, würde ich auch derzeit eine Kombination von Wärmepumpe und Ölheizung einbauen, wenn ein Austausch der Heizung nötig wäre. Das muss ja auch alles noch bezahlbar sein.
Aber wie gesagt, hier in der Innenstadt ist einfach die Fernheizung mit Abstand das Günstigste. Das dürfte mindestens der Hälfte der Immobilien in Deutschland genau so gehen.
Kommentar vom 09.03.2026 00:56
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/buerde-oder-wuerde-warum-kaempften-menschen-um-ihr-wahlrecht/#comment-198588
@Realo 09.03. 12:24
„aber mir war als Techniker schnell klar, dass die „Vorlauftemperatur“ bei Wärmepumpen viel zu niedrig ist und die Investitionen erforderlich sind. Vielleicht kommen irgendwann auch noch “Hochleistungswärmepumpen” auf den Markt?“
Bei mir im Innenstadtbereich kommt in 5 Jahren Fernheizung, hoffentlich auch mit Beteiligung einer Großwärmepumpe. Die kann man hier in Dortmund vielleicht sogar mit bis zu 30° warmem Grubenwasser laufen lassen. Das würde dann auch recht heiße Vorlauftemperaturen erlauben.
Reicht das doch nicht aus, insbesondere wenn es sehr kalt ist oder wenn wir auch noch mitten in der Dunkelflaute sind, dann wäre ein Universalgasmotor, der mit Erdgas, Biogas und Wasserstoff laufen kann, als lokales Backup sinnvoll. Dessen Abwärme kann dann hier zur Wärmeversorgung beitragen, und der produzierte Strom kann auch von Wärmepumpen in eher ländlichen Gegenden verarbeitet werden, die an keine Fernheizung angeschlossen werden können.
Für frei stehende Häuser ohne Fernheizungsmöglichkeit kommt es derzeit wohl sehr drauf an, wie gut die isoliert sind. Ist das alles schon vom Feinsten, dann reicht die Wärmepumpe wohl schon alleine. Sieht das weniger gut aus, kann man die Wärmepumpe auch mit z.B. einer Gasheizung kombinieren.
Wobei es auch eigentlich noch darauf ankommt, wo die Immobilie steht. In Küstennähe beispielsweise gibt es längst über lange Phasen im Winter erhebliche Stromüberschüsse, die dann auch von Wärmepumpen verwertet werden könnten. In Bayern sieht das noch ganz anders aus. Da gibt es vor allem jede Menge Solarstrom, der hilft beim Heizen nicht so sehr.
Um den Strom von der Küste nach Bayern zu transportieren reichen die Leitung nicht wirklich.
Wir haben aber auch ein sehr ungutes Preissystem im Strommarkt. In ganz Deutschland gilt immer überall der selben Marktpreis, der nur den zeitlichen Bedürfnissen gerecht wird. Man bräuchte hier unbedingt auch eine räumliche Auflösung. Dann wären z.B. Wärmepumpen in Küstennähe wohl längst ein Selbstläufer, einfach wegen dem vielem billigen Windstrom, der da über den Großteil der Heizperiode anfällt.
Und neue Fernstromleitungen braucht man dann so viele gar nicht mehr. Zumal man ja auch den Strom kurz zwischenspeichern kann, bis Leitungskapazitäten frei werden, etwa um Windstrom nach Bayern zu transportieren.
Kommentar vom 09.03.2026 00:07
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/buerde-oder-wuerde-warum-kaempften-menschen-um-ihr-wahlrecht/#comment-198580
@Michael 08.03. 20:57
„dass wir unseren Wahlkampf mit Anstand führen, mit Stil führen und vor allen Dingen entlang von den Inhalten, wo wir überzeugt sind, dass sie für unser Land wichtig sind“
Wem an der Demokratie was liegt, sollte auch gerne mit demokratischen politischen Gegnern eine vernünftige Koexistenz praktizieren. Das gilt erstmal für die Politiker selbst, dann für die Journalisten und letztlich auch für den Bürger. Sowohl recht privat, aber gerade auch, wenn man online Inhalte mitproduziert.
Vieles, was den eigenen Interessen weniger entgegen kommt ist meistens aus der Sicht von Anderen dann dennoch akzeptabel. Das darf man gerne offen diskutieren, aber entscheiden sollen dann eben Mehrheiten, gerne auf der Basis von ausführlichen Erörterungen in den Parlamenten selbst.
Die hohe Wahlbeteiligung in BW und das jetzt ab 16 gewählt werden durfte macht mir Hoffnung. Und das Ergebnis auch. Glückwünsche von mir an die CDU, aber mich freut es mehr, dass die Grünen wieder den Ministerpräsident stellen können. Wenn denn die Hochrechnungen richtig liegen.
Ich hätte aber auch gerne die Linken im BW-Landtag gesehen. Eventuell wären 3% statt 5% sinnvoller?
Kommentar vom 08.03.2026 00:37
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/heilige-zeiten-in-deutschland-beobachtungen-vor-ostern-und-zum-ramadan-2026/#comment-198489
@Realo 07.03. 18:14
„Das Problem ist höchstens, die „Rentierstaaten“ haben natürlich auch ihre Zukunft im Auge. Sie werden Strom und Wasserstoff und bestimmte Dienstleistungen liefern.“
Im Zuge einer globalen Energiewende werden südlicher gelegene Länder ihren Solarstrom vor allem selber nutzen. Weil grüne Energie nicht so leicht über weiter Entfernungen transportiert werden kann. Und da die Primärproduktion da viel billiger wird als bei uns in Mitteleuropa, wird man dort mit diesem billigen Strom ziemlich viel produzieren können.
Das kann dann auch exportiert werden, und schafft aber vor allem vor Ort jede Menge Arbeitsplätze und Wertschöpfung. Was dann auch eine Grundlage für eine florierende Wirtschaft mit demokratischen Verhältnissen werden kann.
Allgemeine Freie Software wäre zusätzlich sehr zum Vorteil gerade von kleinen armen Ländern. Und eine KI-gestützte Bildungsoffensive wird weiter dazu beitragen, dass man da sehr viel produktiver werden kann als man sich das jetzt vorstellen kann.
Das sind m.E. alles durchaus Zukunftsperspektiven. Die mit Zeiten einhergehen können, in denen die meisten Länder nur noch wenig Außenhandel haben. Und auch unsere Exportwirtschaft so wie noch gewohnt kaum noch funktionieren kann. Bei kaum noch nötigen Energieimporten wäre das allerdings auch überhaupt nicht mehr notwendig.
Was dann auch bei uns zu deutlich weniger Arbeit und zu entspannteren Verhältnissen führen kann, und damit auch zu wieder mehr Kindersegen. Was wieder zusätzliche Nachfrage erzeugt. Vor allem aber wird sich dann Weltwirtschaftswachstum auf die heute noch armen Länder konzentrieren. Hier bei uns ist das vermutlich ziemlich ausgereizt.
„Die Russen haben praktisch alles, von Diamanten, Uran, Gold bis zu seltene Erden…. und womöglich eine Klimaerwärmung in Sibirien.“
Aber keine wirklich florierende Wirtschaft wie auch keine politische Freiheit. Und das wenige, was die haben, verpulvern die in Kriegen, die zu rein gar nichts führen. Fossilismus eben. Die Einnahmen sprudeln ohne große Anstrengungen, und werden ohne viel Sinn einfach verschleudert.
Kommentar vom 07.03.2026 16:01
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/heilige-zeiten-in-deutschland-beobachtungen-vor-ostern-und-zum-ramadan-2026/#comment-198473
@Friedenspläne
Ich würde es durchaus begrüßen, wenn man die Kampfhandlungen nachhaltig einstellt, und die neuen Grenzen an der aktuellen Frontlinie orientiert. Dann haben wir auch als Restnato Zeit zum Nachrüsten, und ein guter Teil der geflüchteten Ukrainer könnten nach hause zurückkehren.
Eine gewisse Sicherheit könnten die eingefrorenen russischen 210 Mrd € bieten. Die würde ich auf keinen Fall einfach zurückgeben. Zu groß wäre die Gefahr, das Putin das Geld nimmt, umgehend zur weiteren Aufrüstung ausgibt und den Krieg nun schön gestärkt einfach weiter führt.
Ich würde das Geld als Pfand hier behalten, und nur nach und nach zurückgeben, so vielleicht über 10 Jahre verteilt. Das gäbe uns dann wiederum die Zeit, aufzurüsten und uns von den USA komplett unabhängig zu machen.
Kommentar vom 07.03.2026 15:43
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-52-gegen-das-silencing-kurdischer-anderer-minderheiten-fuer-eine-neue-dialog-medienkultur/#comment-198471
@Michael 07.03. 15:01 / Felo.ai
„Der Erfolg hängt jedoch davon ab, ob die Energiewende mit umfassender Armutsbekämpfung, Bildungsförderung und internationaler Unterstützung einhergeht.“
Überhaupt erstmal zuverlässiger Strom hilft ja schon sehr. Den braucht man auch für eine umfassende KI-Bildungsoffensive. Jeder der Zeit hat, kann sich dann in so ziemlich allem Weiterbilden.
Und wenn wir eine umfassende Auswahl von freier Software für so ziemlich alles haben, dann profitieren gerade arme Menschen davon ganz besonders.
Der Vorteil mit den hohen Solarerträgen in den islamischen Ländern ist auch ziemlich durchgängig vor Ort vorhanden. Neben den hohen Erträgen ist der dort auch noch weit gleichmäßiger über das Jahr verteilt, dass man da gar keine saisonale Stromspeicherung braucht.
Ohne die Fossilen Einnahmen werden auch jede Menge Regime enden, die da jetzt noch gut von leben können. Und wenn wir aus den Abhängigkeiten von den Ölförderstaaten raus sind, haben wir auch keinen Grund mehr, uns da einzumischen und zuweilen noch zur Destabilisierung beizutragen.
Kommentar vom 07.03.2026 14:49
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-52-gegen-das-silencing-kurdischer-anderer-minderheiten-fuer-eine-neue-dialog-medienkultur/#comment-198466
@Michael 06.03. 16:23
„Die meisten Menschen auch in diesen Staaten wollen Frieden, Dialog und Demokratie!“
Dann kann das ja spätestens mit einem allgemeinen Ende von Öl und Gas ja noch was werden. Womöglich bis zu einer friedfertigen islamischen Union von Pakistan bis Marokko.
Kommentar vom 07.03.2026 14:23
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/heilige-zeiten-in-deutschland-beobachtungen-vor-ostern-und-zum-ramadan-2026/#comment-198464
@Realo 07.03. 10:27
„Die „Nato“ hat, hauptsächlich über Kredite vom „Deutschen Zahlmeister“, ehemalige WP Staaten „abgeworben“.“
Das sollte doch wohl erlaubt sein? Die Ukrainer waren sich allerdings uneins, ob sie sich nach Westen oder Osten orientieren sollen. Die Westukraine wollte nach Westen, die Ostukraine lieber nach Osten. Da können wir nichts für, und Russland auch nichts.
„Das allen waren bedeutende Demütigungen, die sich die Russen letztlich nicht gefallen haben lassen.“
Schon zigmal musste ich darauf hinweisen, dass wir im Westen die Besetzung der Krim und des Donbass akzeptiert hatten. Die Sache war längst gelaufen. Und doch war das Putin offenbar zuwenig.
„Vielleicht versuchen die Ukrainer, einen Feldzug der „Restnato“ (mit nur rund 150 Atombomben) und mit „barfüßigem Deutschen Kanonenfutter“ zu organisieren um noch etwas zu retten???“
Ein riskantes Experiment wäre eine Restnato ganz ohne US-Unterstützung, ja. Da hofft offenbar auch Putin drauf, sonst hätte er längst den doch komfortablen Friedensvorschlägen zugestimmt. Wie weit die militärischen Fähigkeiten dieser Restnato reichen würden, kann ich jetzt kaum beurteilen. Wahrscheinlich schon genug, dass Putin auch dann nicht weiter vorwärts kommt.
Aber man weiß es wohl nicht. Trumps Unberechenbarkeit selbst scheint hier schon den Krieg zu verlängern. Allein die Hoffnung auf einen Komplettausstieg der USA lässt Putin weiter Krieg führen. Vielleicht klappt es dann ja doch noch.
Würde uns das weiterhelfen, wenn wir dann auch unsere Unterstützung der Ukraine aufgeben würden? Immerhin bestände dann die Gefahr, das Putin mit dem Baltikum gleich weiter macht, wo die Lage gerade so günstig ist. Es sind ja voraussichtlich nur noch 3 Jahre, die Trump Präsident ist.
@Michael 07.03. 10:39
„@Realo. Sie haben sich in Tyrannophilie verrannt…“
Putin alleine ist schon gefährlich, mit Trump dazu wird es noch schwieriger.
Einfach keinen Widerstand mehr leisten würde wenig helfen? So gefährlich unsere Lage ist, sollten wir dennoch versuchen, uns zu behaupten. Wahrscheinlich wird das funktionieren.
Kommentar vom 07.03.2026 00:08
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/heilige-zeiten-in-deutschland-beobachtungen-vor-ostern-und-zum-ramadan-2026/#comment-198407
@Realo 06.03. 18:22
„Die meisten „normalen Menschen“, besonders in D, sind friedlich gesinnt. Wollen tatsächlich nicht nach Russland. Aber Kapitalanleger konnten den Verlockungen durch die Ukrainer nicht widerstehen.“
Wie und wo denn? Seit 2014 war Waffenstillstand. Und die Ukraine hat 2022 nicht selber angegriffen, dafür aber Putin. Hat da einer gehofft, dass da ein Feldzug der Nato gegen Russland draus wird? Keine Ahnung. Wenn ja, dann hat das aber überhaupt nicht funktioniert.
Ich kann hier wirklich beim besten Willen nichts erkennen, wo wir als Nato irgendwo versuchen, Russland anzugreifen.
Unsere Unterstützung der Ukraine scheint genau so dosiert zu sein, dass wir Putins Vormarsch aufhalten ohne Russland wirklich in Bedrängnis zu bringen. Wir wollen einfach wirklich keinen weiteren Ärger mit Russland. Natürlich auch wegen der russischen Atomwaffen.
Dennoch wäre es überaus sinnvoll, Putins Finanzen u.a. durch eine konsequente globale Energiewende zu reduzieren. Niedrige Weltmarktpreise für ÖL und Gas wirken sich direkt auf die russischen Kriegskasse aus.
Ärgerlich jetzt die Sperrung der Straße von Hormus. Bleibt zu hoffen, das der Krieg gegen den Iran nur kurz dauert oder dass es gelingt, die Stellungen, aus denen heraus die Tanker angegriffen werden können, zu zerstören.
@Michael 06.03. 22:36
„Weitere Drukos mit Putin-Propaganda werde ich jedoch nicht mehr freischalten…“
Ich gehe hier gerne auf das Thema ein. Muss aber auch feststellen, das @Realo ziemlich hartnäckig immer wieder dieselben Argumente bringt. Wenn dann doch mal was Neues kommt, freut mich das dann aber schon. Und wenn es nur nicht langweilig wird.
Kommentar vom 06.03.2026 16:18
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-52-gegen-das-silencing-kurdischer-anderer-minderheiten-fuer-eine-neue-dialog-medienkultur/#comment-198352
@Michael 06.03. 09:36
„Unsere beste Chance, zu Inans Traum von einem demokratischen und “konföderierten” Nahen Osten beizutragen, bestünde m.E. darin, genau diese Werte bei uns selbst miteinander zur Geltung zu bringen…“
Eine demokratische islamische Union wäre in der Tat keine schlechte Idee? Mit einem Ende von Öl und Gas womöglich sogar mehr als Utopie.
Einerseits mit wenig Landwirtschaft, anderseits aber auch mit durchgängig sehr hohen Erträgen von Solarenergie. Und mit reichlich Stränden für jede Menge Tourismus.
Wenn man die verschiedenen islamischen Konfessionsgrenzen überwindet, dann ist der Schritt zur vollständigen Religionsfreiheit nicht mehr weit. Und auch komplett Ungläubige wie auch Christen und Juden können dann akzeptiert werden. Und allseits zusammenarbeiten.
Kommentar vom 06.03.2026 14:34
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/heilige-zeiten-in-deutschland-beobachtungen-vor-ostern-und-zum-ramadan-2026/#comment-198333
@Realo 04.03. 19:59
„Jeder Staatschef strebt eine florierende Wirtschaft an. Nur Russland muss sich vorsehen, weil es als relativ dünn besiedeltes Gebiet, noch dazu mit vielen Bodenschätzen, immer wieder aus dem Westen (Napoleon, Hitler,….) „heimgesucht“ wurde und mit seinen Atombomben „vorsorgen“ wollte.“
Niemand hier im Westen will Russland angreifen. Nur die Ukraine will sich selbstbestimmt Richtung Westen orientieren. Und die Krim und den Donbass mit seiner russischen Minderheit haben wir im Westen sogar Russland überlassen.
Klar passt das der ukrainischen Führung gar nicht, aber was sollen sie machen?
„Das habe ich gemeint, aber die Ukrainer könnten die zu fairen Preisen erworbene Rohstoffe aus Russland gut gebrauchen.“
Vielleicht. Wenn man aber nach inzwischen 4 Jahren Krieg erst mal keine Lust mehr hat auf eine Zusammenarbeit mit Russland, dann kann ich das auch verstehen.
Und zu trauen ist jetzt Putin aber auch nicht. Wenn er jetzt eine Kriegspause macht, weil ihm das Geld knapp wird, könnte das nur vorübergehend sein. Gucken, dass Putin das Geld knapp bleibt, könnte dann immer noch sinnvoll sein.
Kommentar vom 06.03.2026 00:34
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/fossilismus-versus-demokratie-auch-im-iran-folgen-auf-den-tod-von-ali-chamenei-nun-frieden-freiheit/#comment-198292
@Realo 05.03. 12:49
„Bei den E Autos ist Rationalität derzeit wegen der „Reichweitenangst“ und der noch hohen Kosten bei unausgereifter Technik schwieriger. Aber die Chinesen scheinen auf „gutem Weg“ zu sein….“
In der Tat gibt es immer noch keine E-Kleinwagen von deutschen Herstellern. Mit der Ladeinfrastruktur gibt es offenbar Fortschritte. Bei mir um die Ecke hat eine konventionelle Tankstelle jetzt vier Ladeplätze mit je 300 KW eingerichtet.
Ansonsten ist der öffentliche Ladestrom mit hier satten 82 ct die Kwh richtig teuer. Das ist jetzt nicht billiger als Benzin oder Diesel.
Wer allerdings eine eigene Solaranlage mit eigener Steckdose für das Auto hat, der kann mit Kosten von unter 10 ct die Kwh im Sommerhalbjahr und teils darüber hinaus aufladen. Das ist dann ein echter Kostenvorteil. Die Solaranlage beim Arbeitgeber könnte dasselbe leisten.
Dann könnte man auch den Fahrzeugakku dem Stromnetz zur Verfügung stellen, aber dem stehen in Deutschland noch die fälligen Durchleitungsgebühren im Wege. Man kann sich aber auch helfen, in dem man das eigene E-Auto als erweiterten Speicher für die eigene Solaranlage nutzt.
Ärgerlich finde ich, dass vor allem Eigenheimbesitzer jetzt schon richtig lukrativ selber investieren können. Bei mir hier in der Innenstadt bräuchte man die Möglichkeit, dass man vor Ort gewonnenen Solarstrom direkt an benachbarte Verbraucher mit reduzierten Durchleitungsgebühren verkaufen darf. Schließlich belastet man damit überhaupt nicht die Stromnetze.
„Die Chinesen könnten eher Problemlösungen finden, die sie wegen ihrer philosophischen Traditionen besser akzeptieren, als der eher „egoistische“ Westen…“
Persönlich kenne ich nur Koreaner, die mir einen sehr guten Eindruck gemacht haben. Ansonsten kenne ich nur den Taoismus, der mir ebenfalls sehr gut gefällt. Der ist durchaus spirituell, aber dennoch ganz auf das irdische Leben ausgerichtet, soweit ich das verstanden habe.
Dass das die Chinesen zu mehr Gemeinsinn motivieren kann, halte ich für möglich. Aber die dort praktizierte Diktatur dürfte das jetzt nicht unbedingt fördern. Aber ich weiß es nicht. Das ist da schon eine ganz andere Kultur. Einen Begriff von Menschenwürde und Herzensbildung dürften die vermutlich aber auch haben.
Eine Verbindung zur Natur und deren Erhaltung dürfte allerdings in China eher dazu gehören als bei uns? Die billige Grüne Technik Made in China könnte mehr als nur geschäftlich motiviert sein.
Kommentar vom 05.03.2026 15:40
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/fossilismus-versus-demokratie-auch-im-iran-folgen-auf-den-tod-von-ali-chamenei-nun-frieden-freiheit/#comment-198257
@Handelsbilanz und Wechselkurse
Das Thema Billigimporte aus China hat offenbar tatsächlich Grenzen.
Ich hab Felo.ai gefragt:
Verteuert ein Außenhandelsüberschuss zwangsläufig die eigene Währung?
Ein Außenhandelsüberschuss tritt auf, wenn ein Land mehr Waren und Dienstleistungen exportiert als es importiert. Dies hat direkte Auswirkungen auf die eigene Währung, insbesondere in Bezug auf deren Wert und Nachfrage.
Zusammenhang zwischen Außenhandelsüberschuss und Währungswert
Erhöhte Nachfrage nach der Währung: Ein Außenhandelsüberschuss führt in der Regel zu einer erhöhten Nachfrage nach der Währung des exportierenden Landes. Ausländische Käufer müssen die lokale Währung erwerben, um die exportierten Waren zu bezahlen, was den Wert dieser Währung tendenziell stärkt
Währungsaufwertung: Wenn ein Land konstant Überschüsse erzielt, kann dies zu einer Aufwertung der eigenen Währung führen. Eine stärkere Währung macht Exporte teurer und Importe günstiger, was langfristig den Außenhandelsüberschuss verringern kann, da die Wettbewerbsfähigkeit der Exporte sinkt
Feedback-Schleifen: Der Zusammenhang zwischen Außenhandelsüberschuss und Währungswert ist nicht linear. Eine Währungsaufwertung kann die Exportnachfrage dämpfen und die Importnachfrage ankurbeln, was zu einem Ausgleich des Handelsbilanzüberschusses führen kann. Dies zeigt, dass die Auswirkungen eines Überschusses auf die Währung auch von anderen wirtschaftlichen Faktoren abhängen, wie z.B. Zinssätzen und Kapitalflüssen
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein Außenhandelsüberschuss in der Regel die eigene Währung stärkt, da die Nachfrage nach dieser Währung steigt. Allerdings sind die Auswirkungen komplex und können durch verschiedene wirtschaftliche Faktoren beeinflusst werden. Ein anhaltender Überschuss kann letztlich auch zu einer Währungsaufwertung führen, die die Wettbewerbsfähigkeit der Exporte beeinträchtigen kann.
Wie beeinflussen Zinssätze die Beziehung zwischen Außenhandelsüberschuss und Währungswert?
Zinssätze spielen eine entscheidende Rolle in der Beziehung zwischen Außenhandelsüberschuss und Währungswert. Hier sind die wichtigsten Aspekte, wie Zinssätze diese Beziehung beeinflussen:
Anziehung ausländischer Investitionen: Höhere Zinssätze in einem Land machen dessen Finanzanlagen attraktiver für ausländische Investoren, da sie höhere Renditen erwarten können. Dies führt zu einer erhöhten Nachfrage nach der lokalen Währung, was deren Wert steigert. Wenn ein Land einen Außenhandelsüberschuss hat, wird die Nachfrage nach seiner Währung durch die Exporte zusätzlich angekurbelt, was zu einer weiteren Aufwertung führen kann
Wechselkurs und Handelsbilanz: Ein Anstieg der Zinssätze kann den Wechselkurs einer Währung stärken, was die Exporte teurer und die Importe günstiger macht. Dies kann langfristig den Außenhandelsüberschuss verringern, da die Wettbewerbsfähigkeit der Exporte sinkt, während die Nachfrage nach Importen steigt. Umgekehrt kann ein Außenhandelsüberschuss, der durch hohe Exporte entsteht, die Währung stärken, was wiederum die Zinssätze beeinflussen kann, da die Zentralbank möglicherweise die Geldpolitik anpasst, um Inflation zu kontrollieren
Feedback-Schleifen: Die Beziehung zwischen Zinssätzen, Außenhandelsüberschuss und Währungswert ist dynamisch. Ein anhaltender Außenhandelsüberschuss kann zu einer Währungsaufwertung führen, was die Zentralbank dazu veranlassen könnte, die Zinssätze zu erhöhen, um die Inflation zu kontrollieren. Diese Zinserhöhungen können wiederum die Währung weiter stärken und die Handelsbilanz beeinflussen
Fazit: Zinssätze sind ein wesentlicher Faktor, der die Beziehung zwischen Außenhandelsüberschuss und Währungswert beeinflusst. Höhere Zinssätze ziehen ausländische Investitionen an, was die Währung stärkt und die Handelsbilanz beeinflusst. Gleichzeitig kann ein Außenhandelsüberschuss die Währung aufwerten, was die Zinspolitik der Zentralbank beeinflussen kann.
Kommentar vom 05.03.2026 01:04
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/fossilismus-versus-demokratie-auch-im-iran-folgen-auf-den-tod-von-ali-chamenei-nun-frieden-freiheit/#comment-198222
@Realo 04.03. 21:06
„Aber Sicherheitsrelevante Software für Autos kann nicht von „Softwarebastlern“ hergestellt werden. Wer übernimmt die Verantwortung?“
Ich denk mal das machen keine Bastler, sondern Leute, die wirklich wissen was sie tun. So ist Linux weit weniger fehlerhaft als Windows. Dann muss diese Software gründlich geprüft und getestet werden, und man könnte das ganze Versichern. Das Geld dafür müsste über Spenden und staatliche Förderungen eingetrieben werden.
Spätestens wenn es um Selbstfahrsysteme geht, muss man natürlich gucken, dass man nicht Unausgereiftes verbreitet installiert. Man müsste sich sehr genau eventuelle Unfallzahlen angucken.
Anderseits können wir zufrieden sein, wenn das Selbstfahrsystem weniger Unfälle verursacht als ein menschliche Fahrer. Und dann sinken sogleich auch die Versicherungsbeiträge. Und allein wegen diesen doch immensen Kosten wird man sich größte Mühe geben, das die Selbstfahrsysteme nur sehr selten Unfälle verschulden.
„Wenn wir Pech haben, könnte es sich mit China eines Tages so verhalten wie beim „Russengas“. Z.B. wenn die Taiwanfrage eskaliert`?“
Ja gerade dann wird es uns sehr viel besser gehen, wenn wir die meisten chinesischen Produkte mit unserer eigenen Software betreiben. Dann funktioniert auch weiterhin die hier installierte Chinesische Technik, auch wenn wir für einige Jahre den Handel mit China einstellen müssen.
Und wenn wir freie Software für chinesische Importe haben, dann kann man so ziemlich dieselbe Software auch für US-IT-Konzerne nutzen. Und das beste ist, dass funktioniert dann nicht nur in Europa, sondern in der ganzen Welt. Selbst die meisten US-Bürger würden das für sich gerne nutzen.
Die Chinesen sollen machen was sie wollen. Wenn sie wirklich schlau sind, nutzen die am Ende auch dieselbe freie Software, und sparen sich selber auch die Kosten für kommerzielle Software.
„Es fragt sich, wie weit die Chinesen den Wechselkurs „steuern“ werden, wenn sie wissen wohin das führt.“
Man kann das in gewissen Grenzen versuchen. Aber es funktioniert einfach nicht. Sonst wären wir ja auch kein Hochlohnland, wenn man dieses Problem so einfach umgehen könnte. Wie das genau funktioniert, weis ich jetzt allerdings nicht. Müsste ich mal recherchieren.
Kommentar vom 04.03.2026 16:14
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/heilige-zeiten-in-deutschland-beobachtungen-vor-ostern-und-zum-ramadan-2026/#comment-198194
@Realo 04.03. 07:28
„So zu kooperieren, wie es früher einmal war. Beide könnten z.B. über „Spezialisierung“ ihre Wirtschaft optimieren und auch Synergieeffekte nutzen.“
So viel Potenzial steckt da wohl nicht drin. Russland kann eigentlich nur Rohstoffförderung, Landwirtschaft und Rüstungsgüter. Da gibt es dann wenig produktive Synergien. Genau deshalb hat sich doch die Ukraine Richtung EU orientiert.
„Die neu gebauten Pipelines, die Ukraine wurde umgangen, das dürften zu einer „Verbitterung“ unter den Ukrainern geführt haben.“
Ich denke mal, die Ukraine hat das schon verstanden. Immerhin haben sie ihren Anteil von dem Gas, dass über die Pipelines im eigenem Gebiet in den Westen lief, zu reduzierten Preisen eingefordert. Das war vermutlich etwas unverschämt. Und Russland hat nichts anderes machen können, als neue Pipelines zu bauen.
Aber das ist hier wohl alles nicht das Problem?
Die Russischstämmigen auf der Krim und im Donbass mögen tatsächlich nicht ganz unglücklich sein, zu Russland zu gehören. Dabei hätte man es gerne belassen können.
Der Rest der Ukraine kann sich dann ganz in Richtung EU orientieren. Das passt doch eigentlich sogar alles gut zusammen.
Es sieht aber wohl so aus, dass Putin eine wirklich florierende Wirtschaft mit einem bescheidenden Wohlstand der Menschen nicht oben auf der Liste hat. Die fossilen Einnahmen laufen an den Menschen inzwischen komplett vorbei und werden allesamt in diesen sinnlosen Krieg investiert.
„Eine neutrale Ukraine könnte mit der ganzen Welt „gut Freund“ sein.“
Als EU-Mitglied dürfte es der restlichen Westukraine allerdings sehr viel besser gehen. Eine Natomitgliedschaft wäre schwierig, die würde ich sogar eindeutig ablehnen. Zu groß wäre die Gefahr, dass die Ukrainische Führung doch bei der erstbesten Gelegenheit versucht, die verlorenen Gebiete wieder zurück zu erobern.
Bevor das dann allerdings zu kompliziert wird, wäre auch eine neutrale Ukraine mit guten Beziehungen zur EU hinreichend. Zudem einmal die Korruption wohl zu übermäßig ist, und zum anderen die umfangreichen Landwirtschaftlichen Überschüsse der Ukraine ein Problem für die ganze EU werden können.
„Religionen sollten auf moderne Art die Geburtenraten fördern, da gäbe es viel zu tun…..“
Naja, verordnete Religion wird vermutlich nicht so viel helfen. Man muss wohl wirklich glauben, und eine entsprechende Gemeinschaft wirklich suchen.
Kommentar vom 04.03.2026 14:46
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/fossilismus-versus-demokratie-auch-im-iran-folgen-auf-den-tod-von-ali-chamenei-nun-frieden-freiheit/#comment-198178
@Realo 04.03. 12:15
„Wir müssten allein für die Rohstoffe, annähernd soviel zahlen, als China für fertige Solarmodule verlangt.“
In Schweden gibts doch auch Seltene Erden. Ist teuer und macht Dreck, aber so viel ist das ja nicht. Lithium gibts auch an vielen Stellen verteilt in Europa, das reicht vollkommen aus, um den Gesamtbedarf der europäischen Energiewende zu decken.
„China hat die Kosten der Programmierer längst am riesigen Inlandsmarkt hereingebracht. Bei uns wären sie, auch wegen der geringen Stückzahlen, uneinbringlich.“
Offene Software für so ziemlich alles als globales Projekt, öffentliche Güter zu schaffen und allen zur Verfügung zu stellen, würde auch dieses Problem lösen. Und könnte nebenbei die Transparenz und auch die Qualität der Software erheblich steigern. Wenn jetzt die KI selber programmieren kann, müsste dieses Projekt doch zugig Wirklichkeit werden können.
Derweil ist allerdings die chinesische Grüne Technik wenigstens schon mal ganz schön billig. Und wenn wir weniger Öl und Gas importieren müssen, dann müssen wir schon auch irgendwas anderes importieren. Insbesondere Deutschland hat sowieso schon einen notorischen Außenhandelsbilanzüberschuss, den man gerne abbauen kann.
Wenn China weiter so umfangreich in alle Welt exportiert, steigt auch unweigerlich der Wechselkurs der chinesischen Währung. Was dann das Problem von selber entschärft. Man wird nicht aus versehen irgendwie zum Hochlohnland, das passiert, wenn man über Jahrzehnte deutlich mehr exportiert als man importiert.
Kommentar vom 04.03.2026 00:40
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/fossilismus-versus-demokratie-auch-im-iran-folgen-auf-den-tod-von-ali-chamenei-nun-frieden-freiheit/#comment-198120
@Michael 03.03. 23:51
„eigentlich sollte der UN-Sicherheitsrat die Exekutive für Völkerrecht und Menschenrechte sein, kann jedoch “dank” den Vetomächten Russland, China und bisweilen auch den USA diese Rolle nicht mehr wirklich ausfüllen.“
Man hat hier auch entsprechend die Atommächte berechtigt, ein militärisches Eingreifen abzulehnen, wenn einer das nicht will. Im Prinzip ist das auch alternativlos, schätze ich mal.
Was nützt es, einen internationalen Krieg gegen eine Atommacht anzustrengen? Die Zerstörung der Welt wäre die Folge. Das dürfte das Schlimmste sein, das passieren kann. Die damit versuchte Gerechtigkeit nützt dann Niemandem mehr.
Ich habe auch keinerlei Idee, wie man das ändern könnte. Hast Du eine?
Was bleibt ist eben Kleinarbeit. Wie etwa die Energiewende, intelligente Handelspolitik, offene Software für möglichst alles, oder eben ein wohldosierter Widerstand gegen Putin, der unter der Schwelle eines möglichen Atomwaffeneinsatzes durch Putin bleibt.
Was ich konkret von dem Angriff auf den Iran halten soll, weiß ich derzeit noch nicht. Dass man mit den politisch Verantwortlichen anfängt, und nicht mit groß angelegter Bombardierung von Wohngebieten anfängt, ist mir jedenfalls spontan sympathisch.
Kommentar vom 03.03.2026 17:36
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/fossilismus-versus-demokratie-auch-im-iran-folgen-auf-den-tod-von-ali-chamenei-nun-frieden-freiheit/#comment-198094
@Michael 03.03. 16:12
„Ich hoffe sehr, dass internationales Recht und internationale Regeln wieder stärker Beachtung finden.“
Es fehlt hier ja zunächst jegliche Exekutive. Klar kann sich jeder Staat freiwillig dem internationalen Recht unterordnen, und sich an eventuelle Gerichtsurteile freiwillig halten.
Das andere Problem sind offenbar die Realität umfangreicher Atomwaffenarsenale. Selbst wenn hier eine internationale Übermacht ein internationales Gerichtsurteil echt umsetzten will, wäre das Ergebnis die Zerstörung des ganzen Planeten, falls der Gegner reichlich atomar aufgerüstet ist.
Wir hätten konkret mit dem Überfall auf die Ukraine ein internationales Gerichtsurteil erwirken können, und dann als Nato uns in den Dienst allgemeinen Rechts stellen können, und gleich komplett mit allem was wir haben Russland angreifen können.
Aus Angst vor einer atomaren Eskalation hätten wir dieses aber nicht getan. Und weil ich wirklich leben will, finde ich das auch eine wirklich gute Idee.
So müssen wir mühsamere Wege gehen, die lange dauern und deren Ergebnisse auch nicht mal eindeutig sind. Mit militärischer Kleinarbeit, die so dosiert ist, dass sie möglichst nicht atomare Reaktionen provoziert. Und viel Zeit und Beharrlichkeit investieren.
Und dazu gehört offenbar auch die Energiewende, als Maßnahme auch gegen eine ganze Reihe von unseligen Autokratien.
Kommentar vom 03.03.2026 14:02
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/heilige-zeiten-in-deutschland-beobachtungen-vor-ostern-und-zum-ramadan-2026/#comment-198076
@Realo 03.03. 09:16
„Die Ukrainer wollen ihre „süßen Träume von Macht und Reichtum“ nicht aufgeben, höchstens verschieben. Wenn ihnen die Nato zwingend helfen muss, weil sie selbst Teil der Nato wären….“
Genau deswegen ist die Ukraine kein Natomitglied, und in allen Friedensvorschlägen auch unsererseits ist ein Natobeitritt nicht dabei. Es wäre verständlich, dass man bei günstiger Gelegenheit doch wieder versuchen würde, die verlorenen Gebiete zurück zu erobern. Das wollen auch wir hier nicht riskieren.
„Die Ukraine ist, wie alle Kriege führenden Staaten, vom „Virus der Kampfparanoia“ befallen und glaubt natürlich an den „Endsieg“….“
In der Tat kann man wirklich regelmäßig beobachten, dass weiter gekämpft wird, bis auch die Generäle einsehen, dass es nichts Weiteres zu gewinnen gibt. Solange es noch Chancen auf Zugewinne gibt, wird in der Tat regelmäßig weiter gekämpft. Das hat eine gewisse Eigendynamik.
Die größte Hoffnung Putins wäre ein Ende jeglicher Unterstützung der USA für Europa. Und dass die EU zerfällt. Für die Ukraine dagegen gibt es wohl keine Aussichten, noch was zu gewinnen.
Ich weiß allerdings nicht, ob nicht so langsam Putin das Geld ausgeht. Sollte das passieren, wird er hoffentlich einer Friedenslösung zustimmen.
Kommentar vom 03.03.2026 00:40
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/heilige-zeiten-in-deutschland-beobachtungen-vor-ostern-und-zum-ramadan-2026/#comment-198052
@Realo 02.03. 20:01
„Bin aber dagegen, Demokratie als Vorwand zu nutzen wenn es in Wirklichkeit um etwas ganz anderes geht.“
Putin jedenfalls geht es wirklich um eine Zerstörung der Ukrainischen Demokratie, und er will dass Land in die eigene Autokratie eingliedern. Und wir verteidigen ganz klar die Ukrainische Demokratie, und versuchen zugleich unsere eigene Freiheit vor weiteren Angriffen auf uns selber zu schützen.
„im Ukrainekrieg geht es letztlich um Bodenschätze“
Russlands Bodenschätze sind doch vollkommen unstrittig. Keiner in der EU will Russland erobern, und die Schwarzmeerhäfen sind seit 2014 auch wieder fest in russischer Hand. Und da wird sich auch nichts dran ändern.
Nur uns ist die Lust komplett vergangen Rohstoffe aller Art in Russland einzukaufen.
„der die Probleme endgültig korrekt behebt, den Menschen beider Volksgruppen nicht „weh tut“ und der Grundstein für eine künftige, möglichst erfolgreiche Zusammenarbeit gelegt wird.“
Die aktuellen Friedensvorschläge würden doch reichen. Wenn man erst mal keine Lust mehr auf Zusammenarbeit hat, wäre auch das aber verständlich, wie aber auch egal.
Nur hofft Putin offenbar darauf, das Trump noch komplett aus aller Unterstützung Europas aussteigt. Andere Motive kann ich nicht erkennen, wieso Putin überhaupt noch weiter kämpfen will. Wenn das so bleibt wie es die letzten Jahre gelaufen ist, kommt Russland nicht vorwärts. Das ist reine Verschwendung von Mensch und Material, die zu wirklich nichts führt.
Und auch nicht führen muss. Ich halte es für ausgeschlossen, dass Europa diesen Konflikt irgendwann wieder aufgreift, um ehemals ukrainisches Gebiet zurück zu gewinnen oder sogar noch mehr. Und die Ukraine selbst würde das im Alleingang schon gar nicht wagen.
Es wäre alles kein Problem für Russland, sich mit den eroberten Gebieten zu begnügen. Nur Putin verknüpft mit diesem Krieg vermutlich was anderes als russische Interessen. Das sieht alles ziemlich persönlich menschlich aus. Putin würde dann wohl irgendwann gefragt werden, was der ganze Aufwand denn nun gebracht hat.
Kommentar vom 02.03.2026 17:14
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/heilige-zeiten-in-deutschland-beobachtungen-vor-ostern-und-zum-ramadan-2026/#comment-198030
@Realo 02.03. 10:36
„Ich möchte den „Realitäten des Lebens“ sachlich möglichst nahe kommen. Es sind „gedankliche Konstrukte“, die mich allerdings innerlich nicht wirklich berühren.“
Keine Verantwortung gegenüber den eigenen Ansichten übernehmen muss jetzt aber auch nicht sein. Das hat ja nun auch Folgen, die über die eigene Existenz durchaus hinausgehen.
Ich stell mir das eigene Leben als Teil eines globalen Mikrokulturprozesses vor. Und bin entsprechend nur ein einzelner Mensch, aber das allemal. Und im Dialog verbinden wir uns und unsere Ansichten, und wenn überhaupt, dann kommen wir genau so auch wirklich vorwärts.
Und hier im Blog lesen auch noch eine Menge Leute mit. Im Prinzip bring schon das auch eine gewisse Verantwortung mit sich.
Entsprechend kann ich nur empfehlen, sich hier um Qualität wirklich zu bemühen. Zumal wenigstens authentische Beiträge schon auch was wert sein können. Und als zuweilen wertvolle Diskussionsgrundlage taugen können.
Kommentar vom 02.03.2026 16:40
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/fossilismus-versus-demokratie-auch-im-iran-folgen-auf-den-tod-von-ali-chamenei-nun-frieden-freiheit/#comment-198027
@Michael 02.03. 06:45
„Entsprechend treten längerfristige Bedrohungen wie die Klima- und Wasserkrise oder die steigenden Lebenshaltungskosten immer wieder in den Hintergrund. Israel debattiert nicht über Deindustrialisierung, sondern über Raketen- und Terrorangriffe.“
Abgesehen von den teils irrsinnigen politischen Realitäten haben gerade der Nahe Osten und Nordafrika durchaus Perspektiven.
Man braucht zunächst mal meistens keine winterliche Heizung. Dann hat man mehr als den doppelten Solarertrag als bei uns in Europa, bei den selben Investitionen. Klar braucht man angesichts der Klimakrise vermehrt Klimaanlagen, aber die mit Solarstrom zu betreiben ist viel einfacher als bei uns die winterliche Heizung.
Man muss die benötigte Energie gar nicht saisonal speichern, vermutlich sogar nicht mal kurzfristig mit Lithiumakkus. Die Klimaanlagen brauchen nur einen kleinen Kältespeicher, und können dann direkt laufen, wenn die Sonne scheint.
Und überhaupt kann man den billigen Solarstrom nicht nur gut privat nutzen, sondern auch jede Menge energieintensive Industrie ansiedeln. Oder auch Rechenzentren.
Wenn hier mal das Haushaltswasser knapp wird, kann man auch den sehr billigen Strom für Meerwasserentsalzungsanlagen nutzen.
Nur mit der Landwirtschaft sieht es ungünstiger aus. Es wird aber reichen, nur Grundnahrungs- und Futtermittel zu relevanten Mengen zu importieren. Obst- und Gemüseanbau wie auch Tierhaltung kann man aber problemlos selber machen.
Aber klar, solange man überwiegend destruktiv unterwegs ist, kann das noch dauern, bis da mal vernünftige Verhältnisse einkehren. Israel ist mit Sicherheit nicht das eigentliche Problem, das man da hat. Die wollen nur selber leben.
Kommentar vom 02.03.2026 15:54
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/heilige-zeiten-in-deutschland-beobachtungen-vor-ostern-und-zum-ramadan-2026/#comment-198026
@Realo 02.03. 08:22
„Ein Völkerrecht dass so interpretiert werden kann, dass zwar die Ukraine ein Recht auf Unabhängigkeit von Russland hat, aber nicht die Russen in der Ostukraine auch ein Recht auf Unabhängigkeit von der Ukraine, ist „mangelhaft“.“
Da ist auch m.E. was dran. Und wir haben die Annektion der Krim und des Donbass 2014 doch auch faktisch akzeptiert. Nicht offiziell, aber wir haben sogar noch Pipelines gebaut und weiter reichlich Gas importiert.
Der neue Angriff 2022 war aber was ganz anderes.
Wir hätten besser schon 2014 die Zusammenarbeit mit Russland beenden und selber aufrüsten sollen. Dann ginge es uns jetzt sehr viel besser. Aber hinterher ist man immer schlauer.
„Auch dass man über die Medien z.B. in Russland oder Belarus ganz offen mit der „Demokratiemasche“ Politiker, die offensichtlich „fremde, ausländische Interessen“ vertreten, installieren möchte, gehört sich einfach nicht.“
Wir lieben unsere Demokratien aus guten Gründen. Und dürfen das auch gerne woanders fördern. Auch die ukrainische Demokratie folgt kaum westlichen Interessen, sondern den Eigenen. Und eine Demokratie in Belarus würde das auch tun.
Die Wahrung der eigenen Interessen und ein gute Zusammenarbeit mit der EU fallen doch weitgehend zusammen. Die EU ist eben kein Ausbeutungsregime, das von Tributen ihrer Vasallen lebt. Alle sind hier vollkommen freiwillig dabei. Und der ganze Laden lebt von einer guten Zusammenarbeit.
Das macht hier doch den Unterschied.
Kommentar vom 02.03.2026 01:06
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/fossilismus-versus-demokratie-auch-im-iran-folgen-auf-den-tod-von-ali-chamenei-nun-frieden-freiheit/#comment-197980
@Peter Gutsche 01.03. 18:55 / Interview mit Norbert Röttgen
„Wenn man die völkerrechtliche Bewertung zum alleinigen Maßstab macht, dann kommt politisch dabei heraus, dass ein solches Terror- und Kriegsregime eine Freifahrkarte hat. Weil die Staatensouveränität jede Brutalität am Ende deckt.“
Die juristischen Schwierigkeiten sind offenbar immens. Mehr oder weniger gute Absichten und die militärischen Möglichkeiten sind das Faktische. Auch wenn man rechtlich nicht mehr weiter weiß.
Zumal ja das Völkerrecht sowieso komplett ohne Exekutive auskommen muss. Es fehlt hier jede Polizei, und es existiert nirgendwo ein Gewaltmonopol.
@Michael 01.03. 15:42
„...allerdings steigen die Unannehmlichkeiten und Lebenshaltungskosten schnell, so dass zuerst Investitionen eingestellt werden und dann Abwanderung einsetzt.“
Das kommt jetzt aber sehr auf die wirtschaftlichen Möglichkeiten an. Die Wasserkrise ist zunächst praktisch vor allem ein wirkliches Problem für die lokale Landwirtschaft, die Versorgung mit Haushaltswasser lässt sich notfalls leicht mit Entsalzungsanlagen sicherstellen, soviel Wasser ist das nicht.
Man muss dann aber auch das Geld anderweitig verdienen, wenn man Grundnahrungs- und Futtermittel größtenteils importieren muss. Und wenn man sich eine Klimaanlage und genug Geld für gut hitzefeste urbane Räume leisten kann, wird es praktikabel. Insbesondere weil gerade in den Wüstengegenden der Solarertrag ein Mehrfaches von dem ist, was wir in Europa ernten können. Und genau dann sein Maximum hat, wenn der Kühlbedarf am höchsten ist. Wenn man jetzt noch zentrale Kühlnetze installiert, können so ganze Stadtteile ziemlich wohnlich gehalten werden.
„Angesichts der säkularen Geburtenimplosion sehen wir bereits jetzt die demografische Nachfragekrise in immer mehr Regionen eskalieren…“
Die Einen können abwandern, und auch bei uns hier zur Stabilisierung beitragen. Wer es aber hinbekommt zu bleiben, hat viel Investitionsbedarf, um mit der Hitze eben dennoch klar zu kommen. Auch das bedeutet ja nun auch gerade neue Nachfrage. Wenn demografische Schrumpfung und Abwanderung die Nachfrage reduziert, finden sich hier neue Möglichkeiten, wirtschaftlich tätig zu werden, und sich eben hitzefest zu machen.
Wie die Wirtschaft läuft scheint mir hierbei sehr wichtig zu sein. Wer gut organisiert und produktiv ist, der wird sehr viel besser klarkommen.
Naja, je nachdem wie die Energiewende wirklich läuft, und wie das Klimasystem wirklich zukünftig reagiert. Es könnten sich auch globale Schwierigkeiten mit den globalen landwirtschaftlichen Erträgen ergeben. Und doch ziemliche Hochwasserschäden summieren.
Und was mit Wäldern, Korallenriffen und anderen Naturräumen passiert, geht uns ja nun auch noch was an.
Kommentar vom 01.03.2026 16:49
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/heilige-zeiten-in-deutschland-beobachtungen-vor-ostern-und-zum-ramadan-2026/#comment-197948
@Realo 01.03. 14:45
„Es ist prinzipiell immer parteiisch und nur eine Seite der „Wahrheit“ wird berücksichtigt. Die andere Seite sieht es „diametral“. Die Argumentation bei der Diskussion eskalierte oft zum Krieg.“
@Uli Schoppe 01.03. 14:45
„Ich weiß nicht wie man auf das schmale Brett kommen kann die NATO wäre in ihrer Organisationsform sowas wie ein Staat oder Imperium.“
In der Tat ist die Nato wirklich ein Verteidigungsbündnis von freiwillig mitmachenden Staaten. Und die EU eine Basis für sehr florierende Zusammenarbeit. Da ist überhaupt nichts Imperiales dran.
Anders der ehemalige Warschauer Pakt. Das waren von der Sowjetunion gewaltsam eroberte und beherrschte Länder. Die dann nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion auch zügig der Nato und der EU absolut freiwillig und selbstgewählt beigetreten sind.
Putin ist dagegen ein reiner Gewaltherrscher, innen- wie außenpolitisch. Das ist einfach nicht dasselbe.
Und Parteilichkeit ist uns hier nicht nur erlaubt, sondern m.E. dringend geboten. Auch wir lieben unsere Freiheit, und wünschen uns keinen Eroberer, der uns angreift. Und wehren uns vernünftigerweise gleich gemeinsam, und warten eben nicht ab, bis sich Putin ein Land nach dem Anderen unterwirft.
Warum dieses Subjekt das jetzt überhaupt macht, weiß man nicht mehr. Das ist offenbar sehr schwer verständlich. Die Krim und Sewastopol kann es nicht gewesen sein. Das haben wir ihm doch ausdrücklich überlassen.
Vermutlich kommt Putin mit sich selbst und seinem eigenen Land nicht klar. Und es gelingt vor lauter Oligarchenkorruption nicht, ein vernünftiges Zivilleben aufzubauen, in dem die Menschen selbstbestimmt leben und die Wirtschaft produktiv florieren kann. Es ist wohl einfach zu naheliegend, die Profite von Öl und Gas abzuschöpfen und das Geld einzusacken und zu verpulvern.
Kommentar vom 01.03.2026 14:51
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/heilige-zeiten-in-deutschland-beobachtungen-vor-ostern-und-zum-ramadan-2026/#comment-197938
@Realo 28.02. 19:31
„Drohnenkriege sind „Kriegsspielerei“. Letztlich läuft es auf einen Atomkrieg hinaus, wenn eine Atommacht zu verlieren droht, oder keiner bremst.“
Es reicht doch uns in der EU vollkommen aus, wenn Putins Truppen einfach nicht vorwärts kommen. Wenn sie schon gegen die Ukraine festhängen, wird es vermutlich direkt gegen Natostaaten auch nichts werden.
So meine Hoffnung. Ein vernünftiger Putin hätte längst aufgegeben, aber er ist eben nicht vernünftig. Aber einen Atomkrieg starten, nur weil er eine ziemlich überflüssige Eroberung unbedingt durchziehen will, wäre wohl weniger wahrscheinlich. Zumal Russland durch uns überhaupt nicht bedroht wird.
Die Friedenspläne, die auf dem Tisch liegen, gestehen Russland sogar die eroberten Gebiete zu. Wenn er militärisch nicht mehr kann, kann Putin jederzeit den Krieg beenden.
Und muss nicht befürchten, dass die Ukraine dann weitermachen will. Das würden wir in der EU als Unterstützer der Ukraine nicht mitmachen, und umgehend alle Unterstützung einstellen.
Derweil interessant finde ich die neuen Möglichkeiten des Drohneneinsatzes. Wo wir in Europa jetzt praktischerweise voll einsteigen können, angesichts der geplanten umfangreichen Aufrüstung.
Kommentar vom 01.03.2026 00:35
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/heilige-zeiten-in-deutschland-beobachtungen-vor-ostern-und-zum-ramadan-2026/#comment-197885
@Realo 28.02. 19:31
„Nur ist die Ökonomie und die technische Realisierbarkeit entscheidend, nicht die Ideologie.“
Ideologie kann motivieren, aber die Energiewende muss auch ökonomisch und technisch realisierbar sein. Es wird hier und da sogar billiger als die fossilen Versionen, darf aber auch mal etwas mehr kosten. Wenn eben die Nebenkosten der fossilen Technik dann nicht mehr anfallen, kommen auch die Mehrkosten sehr schnell wieder herein.
„Die Ukraine hat ihren „großen Traum“ durchgesetzt, die Russen haben artig alles akzeptiert, dass ihre Flotte ohne Hafen im Schwarzen Meer herumirrt.“
Tja, immer wieder muss ich hier darauf hinweisen, dass wir Putin die Krim und den Donbass defakto überlassen haben. Und auch die Ukraine wohl kaum im Alleingang je versucht hätte, sich die verlorenen Gebiete zurück zu holen.
Putin versucht hier völlig sinnlos noch mehr Herrschaftsgebiete zu erobern, und hat sich dabei anscheinend auch noch völlig überschätzt. Und hofft jetzt offenbar nur noch darauf, dass Trump aus der Nato komplett aussteigt.
Wie dann die militärische Lage für die nächsten Jahre aussieht, kann ich jetzt nicht beurteilen. Wenn sich dann auch noch Europa selber zerlegt, weil zuviele Realos unterwegs sind, dann wird es aber auf jeden Fall schwieriger für uns.
Ich kann kaum einschätzen, wie dieser anscheinend hauptsächlich mit Drohnen geführte Krieg konkret weitergeht. Und wie effektiv gerade die EU in entsprechende Drohnen und Drohnenabwehrtechnik einsteigt. Man hätte jetzt auf dem konkreten Schlachtfeld jederzeit reichlich Gelegenheit alle Neuentwicklungen sofort unter Realbedingungen zu testen, und dann immer weiter zu entwickeln.
Es wäre nicht das erste Mal, dass sich Kriegstechnik sehr kurzfristig erst mitten im Krieg weiterentwickelt.
Ich selber war zu meinen Dienstzeiten in einem Jägerbatallion mit 105-mm-Mörsergeschütz auf unseren MTVs unterwegs. Bis wir mal unsere Ziele angreifen konnten, vergingen etliche Viertelstunden, und die Treffgenauigkeit war allenfalls auf 100 Meter begrenzt. Und wir brauchten noch einen vorgeschobenen Beobachter, weil wir unsere Feuerstellungen ein paar Kilometer hinter der Front hatten, um nicht von gegnerischen Panzern angegriffen zu werden.
Drohnen können da offenbar sehr viel mehr, schnell, flexibel und so treffgenau, dass auch sehr viel kleinerer Sprengköpfe wesentlich effektiver wären als unsere 10-Kg-Granaten.
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