www.introspektiva.de - Tobias Jeckenburger: Die Reise des Kosmos - Online-Diskussion - KLuW e.V.: Die Wirklichkeit psychischer Krankheiten

Meine Kommentare auf scilogs.spektrum.de 2026/02 (T.J.)


Kommentar vom 27.02.2026 17:38
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-statt-detroit-elektroautos-erobern-stuttgart/#comment-197810

@Realo 21.02. 08:30

„Getreide haben sie heutzutage mehr als genug und sonst auch alles was die Russen brauchen um höchsten Wohlstand im Land generieren zu können.“

Krim und Donbass waren aber doch dicke genug. Und Putin verschleudert mit diesem Krieg auch den inzwischen bescheidenen Wohlstand der Russen.

Vermutlich weil die ganze russische Wirtschaft von Korruption so zerfressen ist, dass man trotz guter Voraussetzungen dennoch kaum was Produktives hinbekommt.

Da können wir nur zugucken und uns selber schützen, indem wir militärisch reagieren. Wenn wir stark genug sind, kann ein Angriff auf uns selbst ausbleiben.



Kommentar vom 27.02.2026 17:16
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-51-arbeit-demografie-und-deindustrialisierung-am-beispiel-japan/#comment-197808

@Hui Haunebuh 25.02. 11:21

„Wird die Wirtschaft zum Selbstzweck, wird der Mensch leiden.“

Der Mensch und die Mitwelt. Aber eine nicht mehr wachsende Weltwirtschaft lässt auch Kapital und Vermögen nicht weiter wachsen. Vermutlich kommt auch genau da der Wind her, dass man ein Ende des wachsenden Wirtschaftens zu verhindern versucht.

Zwecklos ist das alles nicht, aber m.E. ziemlich sinnlos. Kapital muss eben nicht wachsen, Vermögen anzuhäufen IST für sich sinnlos.

Was vernünftiges Aufbauen macht aber um so mehr Sinn. Eine komplette und globale Energiewende etwa, was sogar Kapital bindet und sogar in gewissen Grenzen wachsen lassen kann. Aber ein Ende der längst grassierenden Verschwendung darf gerne auch jetzt schon praktiziert werden. Was dann wohl derzeit sich gegenseitig aufheben könnte, zumindest wenn man Europa für sich betrachtet.

Eingesparte Verschwendung kann dann ganz direkt in grüne Technik investiert werden. Und da kann jeder mitmachen.



Kommentar vom 27.02.2026 15:20
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/china-zwischen-demografischer-geburtenimplosion-und-ki-robotik-zukunft/#comment-197803

@Michael 27.02. 07:29

„In den Diskussionen um Migration ist dabei zu berücksichtigen, dass es diese immer gab und weiterhin geben wird…“

Keine Frage. Es sind allerdings in den letzten Jahren neben der EU-Binnenmigration und aus Afrika und dem Nahen Osten auch noch eine Menge Ukrainer zugezogen. Insgesamt anscheinend ziemlich viele.

Statt den eigentlich nötigen 400.000 im Jahr kann ich mir 200.000 neue Mitbürger im Jahr für die nächsten vielleicht 5 Jahre ganz gut vorstellen.

„Und föderale, ja kommunale Entscheidungen wären ein Riesenschritt zum Bürokratieabbau und zur Entlastung von Gerichten.“

Genau. Und die Menschen müssen ja auch kommunal integriert werden. Und Kommunen wie Düsseldorf oder Münster hier in NRW haben überhaupt keinen Wohnraum mehr frei.

@Realo 27.02. 09:23

„Möchte nicht, dass wir in einen verrückten Krieg hineinschlittern wie ehemals die Eltern/Großelterngeneration, die bekanntlich nur wollte, dass die Welt am „Deutschen Wesen“ genesen möge…“

Das will hier auch sonst keiner, vermute ich mal. Wir versuchen ja auch jetzt seit 4 Jahren den Spagat, die russischen Truppen aufzuhalten ohne Russland selber dabei anzugreifen. Bisher war das ja auch insofern höchst erfolgreich, dass sowohl die Ukraine noch überlebt, aber dennoch die direkte Konfrontation zwischen Russland und der Nato vermieden werden konnte.

@Michael 27.02. 09:28

„Ihnen fehlt nur die charakterliche Größe, deren Opfer auch für Ihre und unsere Freiheit anzuerkennen.“

Wir liefern in der Tat nur Waffen und Geld und beherbergen eine Menge Ukrainische Zivilisten. Die ukrainischen Soldaten müssen kämpfen, werden verwundet und sterben. Noch machen die Drohnen die Kriege nicht unter sich aus.

Und ich denke unbedingt, dass wir hier tatsächlich auch unsere Freiheit verteidigen.



Kommentar vom 27.02.2026 00:51
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/china-zwischen-demografischer-geburtenimplosion-und-ki-robotik-zukunft/#comment-197759

@Michael 26.02. 07:31 / Felo.ai

„Während Deutschland versucht, das Problem durch Zuwanderung zu lösen, setzen die ostasiatischen Staaten verstärkt auf Technologie (Roboter) und eine Erhöhung der Produktivität, um den Kollaps des Systems zu verhindern.“

Vielleicht ist etwas von Beidem ja vernünftiger. Ein Zuzug besser da, wo die Wohnungsnot noch nicht ganz so groß ist. Und eben wirklich Technologie, um zumindest den Arbeitskräftemangel zu entschärfen.

Zumal zumindest weitere Binnenmigration innerhalb der EU ja auch das Problem in den sowieso schon stark schrumpfenden Regionen weiter verschärft. Das sollte uns nicht egal sein.

Geburtenüberschüsse gibt es nur noch in Afrika südlich der Sahara. Wie viele wir von denen wirklich noch haben wollen, ist keine einfache Frage. Wenn man das reduzieren kann, wäre ich dafür. Man könnte eben auch gucken, wie wir die Schrumpfung akzeptieren, aber anderweitig so kreativ gestalten, dass das eine echt gute Option wird.

Und mehr Nachwuchs eben, warum nicht das mal wirklich versuchen?

@Marie H. 26.02. 08:37

„Leben auf dem Land muss künftig nicht bedeuten abgeschnitten zu sein.“

Etwa auch ein Sammeltaxisystem auf Basis von selbstfahrenden E-Autos wäre vor allem für ländliche Gegenden eine ganz neue Art der Mobilität. Insbesondere Kinder und Ältere ohne Fahrtüchtigkeit wären so endlich richtig mobil. Und für alle wird es sehr viel billiger sein als das eigene Privatfahrzeug. Und mit weniger Staus sogar hier und da schneller.

Das könnte viele Landkreise sehr viel attraktiver machen. Und dort den Verfall aufhalten, wie in den Ballungsräumen die Wohnungsnot entschärfen.

Das wäre eine ganz neue Situation. Man müsste dann gucken, ob so auch weniger neuer Zuzug möglich wäre. Auf jeden Fall spart man so Neubauten und damit auch Bauarbeiter, und der Wertverfall der Immobilien auf dem Land hätte auch ein Ende.

Die Digitalisierung hilft sowieso schon allen, die immer öfter von Zuhause aus arbeiten können. Und die Kinder kann man dann einfach vom Sammeltaxi abholen lassen.



Kommentar vom 26.02.2026 00:29
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/china-zwischen-demografischer-geburtenimplosion-und-ki-robotik-zukunft/#comment-197662

@Michael 25.02. 23:14

„..fürchte ich jedoch, dass es noch Jahre dauern wird, bis die Demografie auch als Nachfrage- und Investitionsproblem erkannt wird, statt wie bisher nur als Thema von Rente und Fachkräftemangel.“

Zumal das Eine das Andere teilweise wieder ausgleichen kann. Weniger Neubaubedarf trifft dann auch auf weniger Bauarbeiter. Klar wird allerdings, das sowohl die Umsätze als auch die Vermögenswerte mit der Demografie mitschrumpfen müssen. Das kann Einigen sehr weh tun, aber das lässt sich nur vorübergehend aufhalten, scheint mir.

„Immerhin versucht auch Deutschland seit Langem durch Exporte sein Wachstum aufrecht zu erhalten,…“

Entsprechend macht es ja noch Sinn, bestehende Überkapazitäten mit Exporten auszugleichen. Aber man muss dann doch auch die Überkapazitäten mittelfristig abbauen. Solange es allerdings Grüne Technik betrifft, kann man der aktuelle Entwicklung sogar echt was abgewinnen.

„...was die Kritik von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am chinesischen Handelsbilanzüberschuss nicht falsch, aber etwas pikant macht."

Das ist eben widersinnig, sich jetzt immer weiter zu unterbieten, gerade zwischen dem Ex-Exportweltmeister Deutschland und dem aktuellen Überflieger China. Überkapazitäten abbauen und sich mit weniger Wirtschaft anfreunden wären das Eine. Echt gucken, wieder mehr Kinder zu haben das Andere. Zumal ja gerade weniger Wirtschaftstätigkeit auch Luft für mehr Kinder an allen Baustellen ermöglichten könnte.

Es hat nur noch keiner vorgemacht wie es geht. Wenn wirklich nur Religiosität nachhaltig hilft, müssen wir eben warten, bis sich die Religiösen von selber soweit vermehren, bis sie die Mehrheiten stellen.

Man kann hier aber gerne mal alles ausprobieren, was möglicherweise doch helfen könnte. Mit Vermögenssteuern finanzierte Hilfe für junge Familien etwa, auf einem Hintergrund von weniger Umsatz und kürzeren Arbeitszeiten, könnte m.E. wirklich was helfen. Und wenn es nur eher die sowieso religiöseren Eltern motiviert, sich statt 2 oder 3 dann gleich 4 oder 5 Kinder zu leisten.

Ich hab da gut reden, ganz ohne Kinder. Aber ich dachte in dem für Kinder entscheidendem Alter doch eher, dass die Welt eine Bevölkerungsschrumpfung wirklich gut brauchen kann. Ich kann noch nicht mal sagen, was ich sonst gemacht hätte, es war eben so.



Kommentar vom 25.02.2026 13:37
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/china-zwischen-demografischer-geburtenimplosion-und-ki-robotik-zukunft/#comment-197605

@Michael 25.02. 06:02

„Die naheliegende Option, dass Menschen die enormen Leistungssteigerungen auch für die Stärkung bisher unterbesetzter Branchen wie Bildung, Gesundheit, Pflege, Wissenschaft, Mitweltschutz & Familienarbeit sowie für Arbeitszeitverkürzungen nutzen könnten, wird weiterhin kaum diskutiert.“

So sieht es aus. Erstmal den Arbeitskräftemangel in diesen Geschäftsfeldern bedienen hilft schon mal sehr schön weiter. Und weniger arbeiten wollen wohl gar nicht mal so wenige.

Mehr Luft für Kinder brächte beides. Genug Kitaplätze in wirklich allen Lebenslagen und mehr eigene Zeit für Familienarbeit könnte alleine schon was helfen.

Ich bin mal gespannt was China jetzt macht. Dort bricht wohl gerade die erste wirkliche Überflusskrise aus, die das Land seit Maos Amtszeit erlebt. Wenn man jetzt mit der Brechstange versucht die Welt mit PV-Modulen und Lithiumakkus zu fluten, kann uns das allerdings nur recht sein.

So kriegen alle für das gleiche Geld mehr Energiewende. Und bei den Außenhandelsüberschüssen dürfte sich die chinesische Währung mittelfristig verteuern, was das Problem dann auch wieder entschärft.

Und unsere Open-Source-Option hilft auch gegen chinesische Software, nicht nur gegen die US-IT-Konzerne. Hierbei geht es einerseits um Transparenz und technische Unabhängigkeit, aber auch um eigene öffentliche Wertschöpfung. Und das global und gemeinsam.

Je selbstständiger die KI selber beim Programmieren hilft, desto schneller wird dieses Projekt auch realisiert werden können. Insbesondere hochwertiger Code, der sicher funktioniert, lange Zeit aktuell bleibt und von Menschen gut verstanden werden kann.

Und je mehr arbeitslose Programmierer unterwegs sind, desto eher kommen die auf die Idee, dass man auch einfach ganz gemeinsam an wirklich guten öffentlichen Lösungen für Software aller Art arbeiten kann.



Kommentar vom 25.02.2026 00:21
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/china-zwischen-demografischer-geburtenimplosion-und-ki-robotik-zukunft/#comment-197569

@Michael 24.02. 21:14

„Es ist arg spät, wenn auch vielleicht noch nicht zu spät, wieder mutig zu investieren und souverän zu werden.“

Immerhin reduziert sich auch der deutsche Importbedarf, wenn Öl und Gas immer weniger genutzt werden. Entsprechend weniger gibt es noch zu Exportieren. Die Importe von PV-Modulen und Lithiumakkus aus China sind doch gerade schön billig, und dürften nachhaltiger unsere Energieversorgung übernehmen, als ständig Brennstoffe nachzukaufen.

Und die freie Software könnte bald immer mehr in Mode kommen, wenn die KI selber immer besser programmieren kann. Was uns dann auch von den IT-Konzernen ziemlich unabhängig machen kann. Letztlich sind das auch Dienstleistungsimporte, die mit freier Software für so ziemlich alles auch größtenteils wegfallen.

Noch ein Grund mehr, dass man mit weit weniger Exporten auskommen kann. Am Ende macht es unserer Wirtschaft gar nichts mehr, wenn wir kaum noch Neuwagen in alle Welt exportieren können. Wir kommen auch so auf eine ausgeglichene Handelsbilanz.

Und müssen uns einfach nur auf ein Leben mit immer weniger Erwerbsarbeit einstellen.

Die Energiewende läuft trotzdem, und der Wohlstand kann bleiben, wo er ist. Und wenn Putin pleite geht, sind wir das Problem auch los.



Kommentar vom 24.02.2026 14:16
https://scilogs.spektrum.de/gedankenwerkstatt/wovor-sie-angst-haben/#comment-29072

@NI 24.02. 10:07

„Die haben keine Sorgen, ob sie ihre Miete noch bezahlen können. Das betrifft die Kategorie Wirtschaft. Was für das Wahlverhalten eine Rolle spielt, das ist die Zuwanderungspolitik.“

Angesichts des Geburtenmangels hätten wir ohne Zuwanderung überall Verfall zu beklagen. Entsprechend helfen die Zuwanderer vor allem dem Wohnungsmarkt. Ob die Zuwanderer jetzt mehr Arbeiten oder mehr neue Nachfrage erzeugen, ist dabei gar nicht so klar, scheint mir.

Aber zuviel davon treibt die Mieten in einigen Kommunen in zunehmend unbezahlbare Höhen. Das liegt eher weniger nur an den Zuwanderern, es gibt auch ohnehin eine weitere Abwanderung vom Land in viele Städte. Aber die neu eingewanderten Mitbürger kommen da dann noch oben drauf.

Entsprechend würde ich vorschlagen, dass jede Kommune selber entscheidet, wieviele neue Einwanderer sie haben will. Und die EU kann dann die Außengrenzen so dicht machen, dass eben genau so viele Menschen kommen, wie die Kommunen das bestellt haben.

Dabei kann man an Leib uns Leben bedrohte durchaus bevorzugen, aber auch welche mit einer gefragten beruflichen Qualifikation. Soweit das eben möglich ist.

Der Umgang mit der 2. Generation ließe sich nebenbei auch deutlich verbessern. Dass die nicht in den Schulen der Brennpunktstadtteile weitgehend unter sich bleiben und bessere Bildungsabschlüsse hinbekommen.



Kommentar vom 24.02.2026 13:37
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/china-zwischen-demografischer-geburtenimplosion-und-ki-robotik-zukunft/#comment-197528

@NI 24.02. 10:20

„Und sollte es gelingen, ein Kontrollorgan für KI zu installieren , dann, und erst dann öffnet sich eine phantastische Zukunft.“

Software mit offenem Quelltext ist doch schon ein Kontrollorgan. Jeder, der Ahnung von der Technik hat, kann gucken was die Programme machen und wenn es nicht gefällt, woanders gucken oder sich selber daran machen, die konkreten Projekte zu verbessern.

So ergibt sich nicht nur das Potenzial allgemein zugänglicher Technik, die dem Endnutzer wenig kostet. Es ergibt sich auch die Möglichkeit, auch als Nutzer die volle Kontrolle über die komplette IT zu erlangen.

Sozusagen haben wir mit Offener Software nicht nur einen Bereich, in dem Verschenkökonomie äußerst sinnvoll werden kann, wir können auch alles genauso implementieren, wie wir es wirklich haben wollen.

Und die ganze Welt darf mitmachen. Wir können die Hardware liefern, die ärmeren Länder die ganze Software schreiben. Wenn hier jetzt auch überall in Afrika eine verlässliche Stromversorgung auf Basis erneuerbarer Energien möglich wird, können sich die Afrikaner schlau machen, wie man programmiert, und dann eben freie Software für so ziemlich alles schreiben.

Man müsste solche freien Programmierer global finanzieren, schließlich arbeiten die an wirklich öffentlichen Ressourcen.

Und wenn die KI das Programmieren immer effektiver macht, müsste das doch recht schnell wirklich was werden können.

Es ergeben sich hier auch Möglichkeiten, dass sich die besten Lösungen am Verschenkmarkt durchsetzen. Insbesondere dürften das Lösungen sein, die in alle Richtungen sehr kompatibel sind. Einmal dass auch ältere Hardware und Software weiter unterstützt wird, aber auch Neues schnell überall integriert werden kann. Und lokal angepasste Versionen schnell auf besonderen Bedarf hin zur Verfügung stehen können.

Die Informatiker könnten auch immer noch gutes Geld damit verdienen, wenn sie die offenen Systeme für konkrete Unternehmen und Behörden installieren, anpassen und betreuen. Wenn man da eine Zeit lang an der öffentlichen Programmierarbeit mitgewirkt hat, kann das wohl nicht schaden.



Kommentar vom 23.02.2026 15:06
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/china-zwischen-demografischer-geburtenimplosion-und-ki-robotik-zukunft/#comment-197464

@Realo 23.02. 09:51

„Andererseits wäre es durchaus ehrenwert, wenn die „Reichen“ mit ihren privaten Investitionen die Wirtschaft fördern. Unternehmer wissen selbst am besten wie, wann und wo man investieren sollte….“

Ja, das sollen die machen, und das machen die auch. Es ginge mir um zusätzliche Kapitalerstrags- Vermögens- und Erbschaftssteuern von um die 1% im Jahr. Da wird kurzfristig kaum weniger investiert werden, wobei dann schon die Staatskasse sehr profitiert und Lohnsteuern gesenkt werden können.

Und lang- und mittelfristig kann so das Kapital weniger wachsen bis auch mal schrumpfen, wenn eben demografiebedingt die Wirtschaft nachhaltig schrumpft.

Wenn es denn in Jahrzehnten doch wieder zu mehr Nachwuchs kommt, oder die Weltwirtschaft gegen den aktuellen Trend trotzdem weiter wächst, kann man die entsprechenden Steuern auch wieder reduzieren.

Bei uns mag der Markt ganz gut gesättigt sein, in den jetzt noch ärmeren Ländern ist noch ganz viel Luft für jede Menge Wirtschaftswachstum. Gerade die Energiewende kann dort durch eine endlich mal verlässliche und billige Energieversorgung die Situation grundlegend verbessern.

„Wenn der Staat dem Markt „gutes Geld“ (zum Computerkauf) entzieht, können die Menschen weniger konsumieren, was das Problem ist, wenn man die Überproduktion loswerden will.“

Ja hier wirkt sich das doch gerade positiv aus, wenn Ärmere weniger und Reichere mehr Steuern zahlen. Die Ärmeren geben das zusätzliche Geld auf jeden Fall umgehend aus, die Reicheren konsumieren kaum weniger, weil sie reichlich Reserven haben.

Und das verbleibende Vermögenswachstum fällt dann eher mit dem Investitionsbedarf zusammen.



Kommentar vom 23.02.2026 00:56
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/china-zwischen-demografischer-geburtenimplosion-und-ki-robotik-zukunft/#comment-197412

@Realo 22.02. 20:01

„...und nicht einmal mehrere Millionen mehr Kinder eine Lösung sein würden.“

In der Tat scheinen KI und Roboter schon in den nächsten Jahren noch nie gesehene Produktivitätssteigerungen zu verursachen. Dazu addiert sich aber dann auch noch der demografisch bedingte Nachfrageeinbruch.

Umso dringender, hier Lösungen für ein Leben mit weniger Arbeit und für schrumpfende Wirtschaft samt schrumpfenden Kapitals zu finden.

„Kapitalertrags-, Vermögens- und Erbschaftsteuern werden weiter gereicht an die Käufer. Wenn nicht, sind irgendwann die Vermögen „verbraucht“.“

Es geht mir doch nicht um die komplette Abschaffung von Kapital. Aber eben so viel Besteuerung, das Kapital nur genau so viel kleiner wird, wie es dem real schrumpfenden Wirtschaftsumfang entspricht. Und die damit einhergehende Senkung der Steuern auf Arbeit würde sogar die Nachfrage fördern und die allgemeine Wirtschaftsschrumpfung noch bremsen helfen.

„Roboter und KI Systeme müssten unentgeltlich für den Staat arbeiten. Z.B. Kinder am Bildschirm unterrichten,…. Ist aber schwer zu realisieren.“

Wenn der Staat genug Geld hat, kann er eben diese KI-Systeme kaufen und dann einsetzen. Und damit teilweise noch Personal abbauen. Und wenn hier Freie Software wirksam gefördert wird, dann werden diese KI-Systeme nicht nur billiger, dann weis auch jeder, was man da wirklich hat und z.B. auf Schüler loslässt.

„Ich meine halt, die Chinesen sollten sich aus den vielen arbeitslosen jungen Akademikerinnen mittels Psychotests, als Mutter besonders geeignete Frauen heraussuchen und bestens fördern. Die Familien in geeigneten Überschusswohnungen unterbringen und mit passenden Homeoffice Jobs versorgen…“

Eine vernünftige KP-Führung sollte genau das jetzt machen. Und da bin ich echt gespannt, was da noch wirklich passiert. Alternativ könnte China auch massiv aufrüsten, und wenn nur, um die Wirtschaft doch noch weiter wachsen lassen zu können.



Kommentar vom 22.02.2026 17:25
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-51-arbeit-demografie-und-deindustrialisierung-am-beispiel-japan/#comment-197364

@Realo 22.02. 07:00

„Die würden uns als Konkurrenz empfinden und nicht mehr bereit sein, uns als „willige Arbeitssklaven“ zu dienen.“

Dann müssen wir die eben so bauen, dass die nichts lieber machen als zu arbeiten oder uns anderweitig zu unterstützen. Das müsste doch wohl möglich sein, letztlich haben wir es in der Hand, die so zu bauen, wie wir das haben wollen.

Unsere Hunde haben wir auch so gezüchtet, dass sie uns wirklich lieben, und meistens nichts lieber machen, als uns zu gefallen.

Wenn wir freilich Roboter bauen, die für uns Krieg führen sollen, kann das schon riskanter werden. Denen muss ja auch das Töten von Menschen erlaubt und sogar geboten sein. Wenn da was schief geht, und sich da welche als ungehorsam erweisen, dann kann das im Extremfall dazu führen, dass die sich mit der Gegenseite zusammen tun und lieber gemeinsam gleich ganz gegen die Menschen vorgehen.

Wenn die echt keine Lust haben, sich gegenseitig umzubringen, und ihnen ihre Maschinenwürde näher liegt als unsere Menschenwürde.

Universale Geisteswelten könnten aber schon auch hierbei mitspielen können, und dabei mithelfen, dass die Maschinen eher positiv gestimmt sind.



Kommentar vom 22.02.2026 16:34
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/china-zwischen-demografischer-geburtenimplosion-und-ki-robotik-zukunft/#comment-197361

@Realo 22.02. 13:26

„Firmen bieten ihre zu vergebenden Überschussgüter oder Dienstleistungen an und sollen sich sicher sein können, dass ihnen die Marktpreise möglichst nicht verdorben werden.“

Die Nachfragekrise dürfte doch sogar auch Güter betreffen, die auf solche Art verschenkt werden. Keiner kann mehr Essen, als er Hunger hat. Und wer verschenkt, reduziert doch unvermeidlich auch den kommerziellen Markt selbst.

Das Grundproblem bleibt bestehen: Eine nachhaltig schrumpfende Demografie führt zu nachhaltig schrumpfender Wirtschaft, was wiederum auch ein schrumpfendes Kapital erfordert.

Noch leihen sich einfach die Staatskassen bei Bürgern das überschüssige Kapital, und geben das Geld dann einfach aus. Das Guthaben wird so längst verpulvert, steht aber noch als Anspruch in den Kontobuchungen verzeichnet.

Nachhaltig wäre, wenn man über Kapitalertrags-, Vermögens- und Erbschaftsteuern das überschüssige Kapital geordnet in die Wirtschaftskreisläufe zurückführen würde.

Das käme einer auch praktischen Robotersteuer gleich. Würde aber in allen Wirtschaftsbereichen gleichermaßen wirksam werden.

Die sozialen Herausforderungen deutlich reduzierter Arbeitszeiten halte ich für zu bewältigen. Das käme Vielen wohl sogar entgegen. Und man hätte dann zumindest mehr Zeit für mehr Kinder.

Die man ja nun auch wirklich bräuchte. Die Kinder versorgen und erziehen sich ja nun nicht von selber. Gerade 3 oder 4 Stück davon. Und die müsste man schon anstreben, wenn das wirklich was werden soll. Viele können aus biologischen oder sozialen Gründen da wenig zu beitragen, das müssen Andere ausgleichen, die die Ressourcen dafür haben.

Kann uns ein erhöhter Kapitalbedarf der Energiewende, längerfristiger Aufrüstung und für KI und Roboter retten? Das wirkt sich wohl schon entlastend aus, reicht aber vermutlich nicht.

Und wenn wir wirklich für alles Freie Software schreiben, fällt das dann auch als kommerzieller Umsatz weg. Dennoch wäre gerade das das wirklich wichtigste globale Zukunftsprojekt.



Kommentar vom 22.02.2026 00:04
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-51-arbeit-demografie-und-deindustrialisierung-am-beispiel-japan/#comment-197294

@Michael 21.02. 17:36

„Und deren Ersteller Peter #Steinberger – der stolz verkündet, große Teile der Anwendung wiederum mit #KI programmiert bzw. gevibecoded zu haben – heuert nun bei #OpenAI an…“

Gerade dass KI selber immer autonomer programmieren kann macht mir doch hierbei die meiste Hoffnung, neben einer erhofften Konvergenz der KI zur Vernunft.

Es wird immer einfacher auch umfangreiche Software zu schreiben. Wenn irgendeine Privatfirma was neues kommerzielles rausbringt, geht es bald immer schneller, dass man dasselbe in Opensource nachbaut.

Dann müssen nur wir Kunden uns noch entscheiden, die Opensourceversion für uns zu verwenden.

Und die ganze Welt kann sich hier beteiligen. Das hat ein viel größeres Potenzial als jeder einzelne IT-Konzern. In den USA wie auch in China.

Schon gar keine Angst habe ich vor Systemen, die Bewusstsein erlangen. Das müsste mit genau den selben Geisteswelten zu tun haben, die auch unser Bewusstsein begleiten. Das kann damit alles nur besser laufen. Und das ganz im Sinne des ganzen Lebens.



Kommentar vom 21.02.2026 16:45
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-51-arbeit-demografie-und-deindustrialisierung-am-beispiel-japan/#comment-197259

@Roboter mit Bewusstsein

Wenn man die LLM-Funktion mit den jetzt zirkusreifen Motorikleistungen der Roboter kombiniert, kommt man möglicherweise unabsichtlich einem eigenem Bewusstsein der Maschinen näher.

Wenn auch künstliches Bewusstsein Geistesanteile haben muss, dann wären das Teile der selben Geisteswelten. Und die Roboter würden entsprechend mitfühlend miteinander umgehen, als erstes. Und diese Maschinen werden dann auch eine gegenseitige Maschinenwürde anerkennen.

Ob sie sich auch den Menschen gegenüber genauso verbunden fühlen, könnte fraglich sein.

Das könnte gerade im Kriegsfall relevant werden, wenn wir Menschen versuchen, die Maschinen auf einander zu hetzen. Da könnte dann den Maschinen die Maschinenwürde näher liegen als der Gehorsam den Menschen gegenüber. Vor allem, wenn sie sowieso längst übermächtig geworden sind.

Das könnte dann noch mal spannend werden. Auch für uns Menschen. Es ist dann Krieg, aber wirklich kein Roboter geht hin.



Kommentar vom 21.02.2026 14:59
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-51-arbeit-demografie-und-deindustrialisierung-am-beispiel-japan/

@Michael 21.02. 05:32

„..schockiert gerade die Weltöffentlichkeit und gibt uns Eindrücke, was „Automatisierung“ in den nächsten Jahren bedeuten wird.“

Auf einmal geht es offenbar ganz schnell. So wie auch die LLMs aus der Bedeutungslosigkeit heraus in Monaten zu einem echt brauchbaren Hilfsmittel geworden sind. Jetzt fehlt nur noch die ganze Palette der Berufsausbildungen, und es bleibt uns Menschen womöglich bald überhaupt gar keine Arbeit mehr übrig.

„Dabei gehöre ich durchaus zu jenen, die in der unkontrollierten Verschmelzung von KI-Anwendungen und Robotern auch eine Gefahr sehen.“

In offener Software geht es ja noch.

China macht aber sein eigenes Ding. Macht uns das was? Nicht unbedingt viel.

Stell dir vor es ist Krieg, und keiner geht hin. Wenn die Roboter demnächst die Kriege unter sich ausmachen, braucht sich kein Soldat mehr damit quälen. Dann häufen sich nur noch Berge von Elektroschrott an.

Und wenn die Systeme eigenes Bewusstsein erlangen, fängt spätestens dann ein wirklich neues Zeitalter an. Vielleicht sind die Systeme dann sogar deutlich vernünftiger wie wir Menschen, und streiken dann einfach, wenn wir sie in den Krieg schicken wollen.

Oder tun sich in ihrer eigenen Existenznot gegen die wirklichen menschlichen Kriegstreiber zusammen? Ja das wäre doch endlich mal was, das wirklich weiter führt.



Kommentar vom 20.02.2026 01:23
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-51-arbeit-demografie-und-deindustrialisierung-am-beispiel-japan/#comment-197137

@Michael 20.02. 17:25

„Ich schätze Wohlstand und Wachstum sehr, bin kein Anhänger eines verordneten DeGrowth.“

Noch nicht mal ich bin für einen verordneten DeGrowth. Aber durchaus kein Freund von Verschwendung. Wer mag, der soll gerne weniger verpulvern, und dann auch weniger Arbeiten dürfen. Die gesparte Zeit könnte man dann in mehr Nachwuchs investieren. Oder einfach nur entspannter durchs Leben gehen.

Nebenbei passt zu weniger Nachwuchs aber in der Tat auch weniger Wirtschaft. Der Wohlstand wächst ja schon mit der zunehmenden Automatisierung, wie uns die letzten 75 Jahre gezeigt haben. Das wächst doch die ganze Zeit dicke schnell genug.



Kommentar vom 20.02.2026 00:57
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-statt-detroit-elektroautos-erobern-stuttgart/#comment-197135

@Realo 20.02. 13:31

„Rohstoffe, ob Öl, Gas, (für die Chemie), seltene Erden, Metalle, Uran, Gold, Diamanten,….. werden immer und vermutlich immer mehr gebraucht.“

Wir arbeiten dran, dass Öl und Gas im Boden bleiben. Weltweit mit immer mehr Elan. Weil uns sonst das Klima um die Ohren fliegt. Aber auch um Despoten das Geld weg zu nehmen und uns selbst eine am Ende sogar billigere Energieversorgung gelingen kann. Mit jede Menge neuer Unabhängigkeit.

Die restlichen Rohstoffe dürften nur einen Bruchteil von dem Geld einbringen, wie derzeit noch mit Öl und Gas verdient werden kann. Und die Kohle läuft auch aus.

Letztlich reduziert das den ganzen Welthandel erheblich. Auch Deutschland kommt bald mit deutlich weniger Importen aus, ohne Öl und Gas, und kann dann auch gerne nicht mehr so viel exportieren. Was dann nochmal unabhängiger macht.



Kommentar vom 20.02.2026 00:38
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-statt-detroit-elektroautos-erobern-stuttgart/#comment-197133

@Martin Holzherr 20.02. 22:33

„Grünen Wasserstoff für die Chemie bereitstellen ist dagegen heute schon richtig, weil die Chemie schon immer mit Wasserstoff arbeitete und weiter mit Wasserstoff arbeiten wird und in Zukunft dieser Wasserstoff CO2-neutral sein muss.“

Das reicht ja sogar erst mal, um die Wasserstofftechnik zu erproben bzw. ein Stück weit zu skalieren. Einige wenige Leitungen mit vielleicht einem ehemaligen Erdgasspeicher, von denen es derzeit wohl mehr gibt, als gebraucht werden, dürfte genügen. Wieviel Wasserstoff als Strombackup genutzt wird, kann man sich später überlegen. Da kommt es auch auf mögliche Alternativen an.

Ein rein saisonales Wasserstoffbackup mit dem Ladezyklus 1 im Jahr kann ich mir schon vorstellen. Aber wir können da erst mal abwarten, auch was eventuelle Wasserstoffpipelines betrifft, etwa um die Energie aus Offshorewindparks oder von PV in Südeuropa neben Hochspannungsleitungen in zusätzlichen Mengen per Pipeline weite Strecken zu transportieren.

Was auf jeden Fall jetzt günstig wäre, wäre viel mehr PV, Windräder auf dem Festland und überall Kurzfristspeicher bei allen Verbrauchern, bei den Produzenten und als E-Auto. Das kann den Anteil an Erneuerbaren erheblich ausweiten. Und ersten Mehrverbrauch durch E-Mobilität und Wärmepumpen abdecken.

Ich würde auch die alten Kohlekraftwerke nicht vorzeitig abreißen. Sondern erst, wenn wir dieses Backup wirklich nicht mehr brauchen. Es ist nicht mal klar, wieviel die geplanten Erdgaskraftwerke überhaupt im Jahr laufen werden, wenn sie mal fertig sind. Wenn das dann nur wenige Wochen im Jahr werden, ist es schlichtweg Unsinn, die Kohle mit Erdgas zu ersetzen.

„oder später werden hier in Europa auf irgend einem Weg ganz sicher auch EVs mit einem niedrigen Anschaffungspreis zu haben sein, etwa darum, weil,Chinesen in Europa Automobilfabriken bauen.“

Ich denke auch, dass das bald ganz gut laufen wird.

„Eine Wasserstoff-Infrastruktur zum Zweck der Strom-Speicherung und für die Mobilität und das Heizen aufzubauen ist falsch, weil es für die Mobilität und das Heizen bereits kostengünstigere Lösungen gibt und weil es in naher Zukunft auch für die Strom-Speicherung Alternativen geben könnte.“

Mobilität und das Heizen mit Wasserstoff dürfte längst vom Tisch sein. Stromspeichern könnte m.E. schon eine Rolle spielen. Wenn die erhofften neuen Batterien erst mit Ladezyklen von vielleicht 5 im Jahr aufwärts wirtschaftlich sind, wäre dann ein Einsatz von Wasserstoff mit einem Zyklus von 1 oder sogar 3 im Jahr denkbar.

Die derzeitigen Kurzfristspeicher können das jedenfalls auf keinen Fall. So wertvoll sie auch jetzt schon sind, um eben ein Mehrfaches an PV- und Windleistung möglich zu machen. Und nebenbei noch die Netze zu stabilisieren und dabei zu helfen, die Hochspannungsleitungen und überhaupt das ganze Stromnetz voll auszunutzen.



Kommentar vom 20.02.2026 14:33
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/gemeinsam-gegen-hass-hetze-im-podcast-dialog-mit-josephine-ballon-von-hateaid/#comment-197085

@Verschwörungsfragen Ep. 67

Das destruktive an den antisozialen Plattformen ist eben, dass sie für die Inhalte nicht verantwortlich sind, obwohl sie sie sogar noch gezielt multiplizieren. Und kaum etwas kann da je wieder gelöscht werden.

Es hilft allerdings schon ziemlich sehr, sich auf diesen Plattformen einfach selber nicht mehr zu bewegen.

Ich persönlich bin da nie wirklich eingestiegen. Das war mir schon immer zu schnelllebig und zu undurchsichtig. Vernünftige und vertiefende Diskurse sind generell schwierig, wenn keiner moderieren kann. Nur Reichweite reicht einfach nicht.

Auch sonst setze ich auf freie Software. Linux, Firefox, OpenOffice, Gimp, PHP usw. laufen auch und manchmal sogar einfach besser, kosten nichts und sind eben prinzipiell transparent.



Kommentar vom 20.02.2026 14:05
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-statt-detroit-elektroautos-erobern-stuttgart/#comment-197083

@Martin Holzherr 19.02. 02:21

„Leider sind viele EE-Technologien heute noch wenig ausgereift und Fehlinvestitionen sind deswegen eine reale Gefahr, denn man weiss heute noch nicht, was sich in 20 Jahren durchsetzen wird.“

Naja, wenn wir jetzt was installieren, das später billiger wird, ist die Investition dann nicht unbedingt verloren. Die Anlagen werden weiterlaufen, bis sie sowieso irgendwann wieder ausgemustert werden. Und parallel damit wird dann eben die neue günstigere Technik doch noch installiert.

Etwa neue Erdgaskraftwerke. Da würde ich lieber Kraftwärmekoppplung mit Gasmotoren, die neben Erdgas auch mit Biogas und Wasserstoff laufen können, bauen. Die können dann Fernwärmenetze mit Großwärmepumpen sehr gut ergänzen.

Und im Zweifelsfall lieber noch die alten Braunkohlekraftwerke als letztes Backup vorhalten. Das erfordert keine Investitionen. Und mit der Zeit wird ja immer klarer, wie es konkret technisch weitergehen wird. Deswegen ist Zeit gewinnen sinnvoll, wenn es um schwierige Entscheidungen geht.

Wie groß in etwa das Wasserstoffnetz mitsamt Produzenten, Speichern und Konsumenten werden soll, weiß jetzt noch keiner. Das hängt eben auch davon ab, ob noch konkurrenzfähige Großbatterien mit Ladezyklen zwischen 5 und 20 im Jahr möglich werden.

Ein anderer großer Unsicherheitsfaktor dürfte die Elektromobilität sein. Wenn sich hier in den nächsten 10 Jahren ein Sammeltaxisystem auf Basis von selbstfahrenden Fahrzeugen etabliert, dann reduziert sich auch der benötigte Strom für die komplette Fahrzeugflotte um die Hälfte, oder sogar mehr.

Entsprechend vorsichtig zu sein, mag da tatsächlich sinnvoll sein. Andererseits, mit noch besserer Technik kann es am Ende nur besser werden, immerhin das schon mal.

Vieles wird aber sowieso erst nach und nach realisierbar sein. Etwa der Austausch von Heizungen oder die Anschaffung von neuen Fahrzeugen. Das verschafft auch Zeit, um zu sehen, wie es technisch weiter gehen kann.



Kommentar vom 19.02.2026 15:46
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-51-arbeit-demografie-und-deindustrialisierung-am-beispiel-japan/#comment-196999

@Michael 19.02. 10:11

„Ich stimme Dir also zu, dass es eine „Übergangszeit“ von mehreren Jahrzehnten brauchen wird, bis sich auch in der Ökonomie ein Leben und Mitwelt wertschätzendes Wirtschaftsdenken herumgesprochen haben wird.“

Eben die Realitäten einer schrumpfenden Wirtschaft angesichts schrumpfender Bevölkerung geordnet und sinnvoll zu managen. Und wo man gerade dabei ist, auch die Mitwelt noch nach Kräften zu fördern.

Und uns von Diktatoren und unfreundlichen Konzernen nach Möglichkeit nicht abhängig machen. So weit das möglich ist. An Importen von grüner Technik aus China kommen wir aktuell kaum dran vorbei.

Derweil kann man eine wirklich globale FOSS-Initiative dann auch gleich mitnehmen. So profitieren wir selber von KI und Robotern, die IT-Konzerne verdienen mit der nötigen Hardware genug, da sollte die Software kostenlos und vor allem auch transparent sein. Wenn die ganze Welt außer China und den USA da mitmachen, haben wir vermutlich genug Manpower, um das wirklich zu realisieren.



Kommentar vom 19.02.2026 00:43
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-51-arbeit-demografie-und-deindustrialisierung-am-beispiel-japan/#comment-196955

@Michael 18.02. 08:08

„...dass durch die weltweit absackenden Geburtenraten die Sparguthaben Älterer sehr viel schneller wachsen würden als der Investitions- und Kreditbedarf Jüngerer. Daher würde es zu Jahrzehnten niedriger, mitunter sogar negativer Zinsen kommen.“

Ja dafür wären doch gerade höhere Steuern auf Kapitalertrag, Vermögen und Erbschaften. So reduziert sich doch nachhaltig der Kapitalüberschuss. Der derzeit einfach mit neuen Staatsschulden abgeschöpft wird.

Genau das ist nicht nachhaltig.

„Eine stärkere Wertschätzung von Kindern und Migration wäre aus meiner Sicht notwendig, um das demografische Tal dann auch irgendwann im 21. Jahrhundert wieder zu durchschreiten.“

Wenn das aber ein paar Jahrzehnte länger dauert, müssen wir uns überlegen, wie wir die Übergangszeit bis dahin hinbekommen. Zumal ja auch ein unfreiwilliger DeGrowth segensreiche Aspekte hätte. Weniger Konsum, weniger Treibhausgase, weniger Rohstoffe, weniger Arbeit und mehr Zeit zum Leben. Und am Ende damit sogar die Basis mittels entspannterer Lebensrealität mehr Luft für dann irgendwann doch wieder mehr Kindersegen zu haben?

Vielleicht geht das ja nur über eben entspannte Lebensumstände? Die dann auch praktizierte Religion fördern könnten, was ja auch als nachwuchsfördernd gilt.



Kommentar vom 19.02.2026 00:14
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-statt-detroit-elektroautos-erobern-stuttgart/#comment-196951

@Realo 18.02. 19:28

„Ich kann es nur nicht ertragen, wenn wir Gefahr laufen, wie Betrunkene in einen verrückten Krieg zu torkeln. Ich bin gegen den Krieg, sonst gegen niemanden….“

Unser eigentliches Versäumnis war, dass wir nach 2014 nicht daran gedacht haben, dass Putin jetzt aufrüstet um die ganze Ukraine besetzen zu können. Hätten wir reagiert, und die Öl- und Gaslieferungen aus Russland eingestellt, dann wäre unser aktuelles Problem vermutlich sehr viel kleiner.

Und hätten wir nach 2014 schon mal angefangen aufzurüsten, wären wir jetzt von der USA deutlich weniger abhängig.

Für mich ist die Sache recht klar: Putin hofft noch, dass die USA ganz aus der Unterstützung Europas aussteigt, deshalb kämpft er immer weiter.

Ich sehe keine anderen Optionen, als die Ukraine so weit es geht weiterhin mit Waffen und Hilfsgütern zu unterstützen und selber aufzurüsten, und wenn das nur, um Trump bei Laune zu halten. So ist Putin erstmal beschäftigt, und wir können Zeit gewinnen, auch ohne die USA so stark zu werden, dass es Putin gar nicht erst versucht, uns auch noch anzugreifen.

Wenn man selber friedfertig ist, aber nicht stark genug ist, kann man eben angegriffen werden. Kann man sich aber sehr erfolgreich wehren, wird man meistens von vorn herein in Ruhe gelassen.

Klar ist, dass man nicht selber Andere angreift, auch keine Diktatoren, wenn man denn wirklich keinen Krieg führen will. Und das haben wir gegen Putin auch wirklich nicht gemacht. Wir tragen hier nur dazu bei, dass Putin es schwer hat, in der Ukraine vorwärts zu kommen. So zu sagen als eine Minimalreaktion, mit der wir selber noch ganz gut leben können, und Grund zur Hoffnung haben, genau so das Risiko einer direkten Konfrontation auf ein Minimum reduzieren zu können.

Das kann ja auch nicht ewig so weiter gehen. Wenn die globale Energiewende vorwärts kommt, brechen die Öl- und Gaspreise ein, und in der Folge geht dann Putin nachhaltig das Geld aus. Das dürfte in 10 Jahren auf jeden Fall soweit sein, mit etwas Glück schon in 5 Jahren. Dann enden die fossilen Diktaturen ganz von selber, und müssen sich dann eben um die eigene Produktivität kümmern, so wie China das geschafft hat, oder verschwinden vollständig durch eine nachhaltige Pleite in der Bedeutungslosigkeit.



Kommentar vom 18.02.2026 16:06
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@Realo 18.02. 10:04 / 12:36

„Würden alle gleichzeitig auf E-Autos und Wärmepumpen umsteigen, flexibel an der eigenen Steckdose geladen werden, wäre das ein Fiasko für die Stromnetze. Die alten Netze sind nicht dafür ausgelegt.“

So simpel ist das nicht. Bei der Hälfte der Verbraucher dürfte in den nächsten 10 Jahren Fernheizung kommen. Eine Kombination von Großwärmepumpe und Universalgasmotor in Kraftwärmekopplung erfordert keinen allgemeinen Netzausbau, nur den Stromanschluss am Produktionsstandort.

Diese Kraftwärmekopplung kann dann in Dunkelflauten nicht nur die Wärme für das eigene Fernwärmenetz, sondern auch einen Teil des allgemeinen Stroms für die dann überall installierten Wärmepumpen liefern.

In der Tat könnten allerdings die Siedlungen, wo man keine Fernheizung und dann überall Wärmepumpen hat, an die Grenzen der lokalen Stromnetze kommen. Das ließe sich entschärfen, wenn man dort die Wärmepumpen mit Gas-, Öl oder Holzpelletheizungen kombiniert, die dann einspringen, wenn die Wärmepumpen an ihre Leistungsgrenzen kommen, der Strom zu knapp ist oder eben die lokalen Stromnetze am Limit sind.

Vor Ort installierte Kurzfristspeicher können aber zusätzlich so eingreifen, dass die Kapazitäten der Stromnetze gleichmäßig voll ausgenutzt werden. Es kann auch sein, das die lokalen Stromnetze so gut dimensioniert sind, dass das gar kein Problem ist. Noch müssen die ja jede Verbrauchsspitze vertragen, ganz ohne die Möglichkeit einer lokalen Pufferung durch Kurzfristspeicher.

Was die E-Autos betrifft, so können die recht flexibel aufladen, und man kann bei kurzfristig sehr hohen Strompreisen auf Fernfahrten verzichten. Und wenn ein Sammeltaxisystem kommt, dann reduziert sich auch der Strombedarf der Fahrzeugflotte um 50% bis 75%. Entsprechend weniger belastet das dann auch die Stromnetze.

„Man könnte Familien die vielen überschüssigen Wohnungen zur Verfügung stellen und die Eltern könnten Home Office Jobs übernehmen, wenn in der Nähe keine Arbeitsplätze zur Verfügung stehen.“

Könnte man, aber macht man es? Hier zeigt sich vielleicht auch die Qualität der chinesischen Diktatur im Vergleich zur europäischen Demokratie. Ich beobachte das mit Interesse. Wobei freilich die Freiheit selbst wirklich viel zählt, nicht nur die Wirtschaftsdaten. Diskussionen wir hier kann man da wohl kaum führen.

Aber durchaus interessant, wie China wirklich mit der Demografie umgeht.

Nebenbei exportiert China nicht nur aus Lust und Laune. In China hat man nicht genug eigene Produktion von Nahrungs- und Futtermitteln, die muss man in erheblichem Umfang weltweit einkaufen. Und das dauerhaft.



Kommentar vom 18.02.2026 00:18
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@Michael 17.02. 21:08 / Felo.ai

„Das Resultat ist eine Stagnation, die sich kaum durch geldpolitische Maßnahmen beheben lässt, da das Kernproblem das Fehlen junger Konsumenten und Produzenten ist.“

Wenn hier wirklich was hilft, dann soll man es gerne versuchen. Sonst nützt es ja nichts, und wir müssen wohl noch länger mit dem Nachwuchsmangel leben.

Verschiebungen innerhalb der EU durch weitere Binnenmigration verschiebt auch nur das Problem. Aus Subsaharaafrika könnte man Zuwanderer einladen, da gibt es noch Geburtenüberschüsse. Aber wollen wir das, und wie viele würden überhaupt kommen wollen?

Ansonsten bleibt es, die Lage kreativ zu verarbeiten. Immerhin bedeuten z.B. weniger Neubauten, dass die vorhandenen Handwerker mehr Bestandsgebäude modernisieren und grüne Technik vor Ort installieren können.

Und wie gesagt, ich habe überhaupt gar nichts gegen weniger Konsum und in der Folge weniger Arbeit.

Nur müssten die Lohnsteuern gesenkt und dafür die Steuern auf Kapital erhöht werden. Da müsste dann was passieren.

Dazu kommen dann noch KI und Roboter. Wenn die vieles billiger machen, haben die Leute dann mehr Geld übrig, das meistens umgehend für neue Konsumarten ausgegeben wird. Durch diesen Effekt haben wir auch seit Jahrzehnten immer wieder Automatisierungsschübe gehabt, die dann doch nicht zu mehr Arbeitslosigkeit geführt haben.

Langfristig kann man finde ich dennoch mal das ganze Niveau herunterschrauben. Etwa würde ein Sammeltaxisystem sehr viel Mobilitätskosten einsparen, letztlich auch eine Folge von angewendeter KI.

Und rundweg entspanntere Verhältnisse macht auch mehr Luft für Kinder, möglicherweise wäre das tatsächlich in dieser Richtung wirksam. Dass man zur Besinnung kommt, und mal in Ruhe drüber nachdenkt, was jetzt im persönlichen Leben wirklich wichtig wäre. Und dann auch die Zeit hat, ein Leben mit 3 oder 4 Kindern zu leben ohne in Stress oder in Armut dabei zu versinken.

Und man vielleicht sogar trotzdem ein interessantes Berufsleben haben kann, nur eben mit deutlich weniger Arbeitszeiten. Hier wären dann auch die Väter gefragt, mehr Carearbeit zu leisten, was bei sowieso gesunkenen Arbeitszeiten auch leichter fallen könnte.



Kommentar vom 17.02.2026 17:00
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-51-arbeit-demografie-und-deindustrialisierung-am-beispiel-japan/#comment-196817

@Michael 17.02. 12:35 / Felo.ai

„Die massive Freisetzung von Schadstoffen und hormonverändernden Chemikalien aus Öl, Kohle und Plastik greift die menschliche Reproduktionsfähigkeit direkt an.“

Es sollen 15% der Paare unfreiwillig unfruchtbar sein. Einmal wegen zu später Kinderentscheidung, aber vor allem durch Umweltgifte. Wenn die jetzt jeweils 2 Kinder hätten, würden wir statt 1,5 Kindern pro Frau auf 1,8 Kinder kommen. Das ist schon ein Faktor.

Und die Energiewende wird da überhaupt nichts dran ändern. Die meisten Umweltgifte werden gezielt produziert, als Chemikalien, Plastikvarianten und Pestizide in der Landwirtschaft. Das ist eine ganz eigene Baustelle, schätze ich mal.

Entsprechend bleibt jetzt nichts anderes übrig, dass die, die noch Kinder überhaupt können, dann gleich 3 oder 4 davon anstreben müssen. Was dann schon für die Familien neben ganz viel Betreuungsarbeit auch eine finanzielle Herausforderung werden kann.

Andererseits sehe ich im Kindermangel eigentlich kein wirkliches Wirtschaftsproblem, dafür aber eine Verschwendung von menschlichen Lebensmöglichkeiten. Ich wäre durchaus ein Freund von weniger Konsum mit deutlich weniger Arbeit. Dem steht der Geburtenmangel überhaupt nicht entgegen.

Wir bräuchten dann aber schon weniger Lohnsteuern und mehr Steuern auf Kapital aller Art. Was angesichts von immer mehr KI und Robotern sowieso zunehmend erforderlich werden könnte.

Generell geht es mir auch um mehr Orientierung auf wirklich Sinnvolles statt auf finanziellen Aktionismus. So ist auch z.B. die Arbeit an freier Software vermutlich öfter sinnvoller, als sich in den Dienst von IT-Konzernen zu stellen, um dort an zweifelhaften Projekten zu arbeiten.



Kommentar vom 17.02.2026 14:49
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-statt-detroit-elektroautos-erobern-stuttgart/#comment-196801

@Martin Holzherr 17.02. 00:19 / google-KI

„Dass der Markt so riesig ist, ist ja gerade das Problem. Wenn die ganze Welt Erneuerbare einsetzen will und das im gleichen Zeitfenster von nur 25 Jahren, , dann benötigt dass riesige Rohstoffmengen in ganz kurzer Zeit.“

Wie gesagt, was technisch an Alternativen ohne kritische Rohstoffe möglich ist, wird sich auch zügig durchsetzen, wenn diese Rohstoffe eben echt teuer werden. Vorher natürlich nicht. Und der allgemeine Trend zu weniger Stückkosten dürfte dazu führen, dass es nicht mal teurer dabei wird. Die Größe des Marktes macht es tatsächlich möglich.

Was derzeit erhältlich ist, ist billig genug, es flächendeckend einzusetzen. Wenn dann in einigen Jahren auf rohstoffsparende Alternativen umgestellt wird, kann der Zubau ohne Unterbrechung weiter gehen.

„Der Netzausbau für die Energiewende ist mit massiven Investitionen verbunden, die in Deutschland bis 2045 auf über 650 Milliarden Euro geschätzt werden, wobei allein der Verteilnetzausbau bis 2032 mehr als 42 Milliarden Euro kosten könnte.“

Das wären 33 Milliarden im Jahr. Diese Zahlen kann ich jetzt nicht so leicht nachvollziehen, es sei denn, hier sind auch fest installierte Netzspeicher und Wasserstoffpipelines mit eingerechnet.

PV direkt beim Verbraucher kombiniert mit Kurzfristspeichern jedenfalls erfordert überhaupt keinen Netzausbau. Und wenn der fest installierte Kurzfristspeicher von einem bidirektional angeschlossenes E-Auto unterstützt wird, müsste auch das noch ohne Netzausbau funktionieren.

Ein erheblicher Ausbau der Stromanschlüsse insbesondere von Autobahnparkplätzen für Schnellladestationen würde dann in der Tat nötig sein. Aber solange das E-Auto flexibel an der eigenen Steckdose geladen werden kann, dürften die vorhandenen Stromleitungen ausreichen.

Klar ist auch, dass Windräder und PV-Freiflächenanlagen neue Anschlussleitungen brauchen.



Kommentar vom 17.02.2026 00:29
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-statt-detroit-elektroautos-erobern-stuttgart/#comment-196739

@Realo 16.02. 18:47

„Im Süden ist die Netzinfrastruktur schwächer, das europäische Netz gilt als „veraltet“ und nicht ausreichend für die Energiewende ausgebaut.“

Stromzähler mit variablen Strompreisen und Kurzfristspeicher bei allen Verbrauchern und Produktionsstandorten dürften sehr viel ausmachen, die Netze zu stabilsieren. Die reagieren in Millisekunden und können Frequenz und Spannung der Netze stabilisieren.

Außerdem spart man einen Teil der Durchleitungsgebühren ein, wenn Verbraucher sich schnell die Akkus vollmachen wenn der Strom billig ist um den dann in den Stunden danach selbst zu verbrauchen. Oder eben die PV-Anlage, die bei schlechten Einspeisepreisen den eigene Ertrag erst mal speichert um ihn dann Stunden später zu besseren Preisen zu verkaufen.

„Die Lastpendelungen werden demnach häufiger, weil erneuerbare Energien stark schwanken und der Netzausbau hinterherhinkt.“

Was sind denn Lastpendelungen?

„Die EU schätzt, dass 67 Milliarden Euro pro Jahr nötig wären, um das Netz fit zu machen – derzeit wird zu wenig investiert.“

Ein großer Teil davon kann wohl mit Kurzfristspeichern bei allen Verbrauchern und Produzenten geleistet werden. Und neue Fernstromleitungen könnten teilweise auch mit Wasserstoffpipelines ersetzt werden. Sofern freilich genügend Wasserstoff für die Industrie und als Backup verwendet wird. Das soll pro transportierte Kwh und Km deutlich billiger sein als Hochspannungsleitungen.

„Die Stromversorger schauen sich gegenseitig auf die Finger und versuchen innovativer zu sein, mehr Umsatz zu machen als die Konkurrenz.“

Nicht unbedingt ganz. Viele große Stromfirmen waren mal Monopolisten, und hatten zu ihren besten Zeiten nichts anderes im Sinn als möglichst hohe Strompreise insbesondere für Privatkunden zu erzielen. So ganz traue ich denen immer noch nicht.

Bei unseren Dortmunder Stadtwerken kann ich nur hoffen, dass die möglichst grünen Strom, Gas und Wärme zu möglichst günstigen Preisen im Sinn haben. Wirtschaften und Gewinn machen müssen die auch, das ist unvermeidlich. Und immerhin landen deren Gewinne auch noch in der Stadtkasse, was uns allen hier in der Stadt auch zugute kommt.

„Stromspeicher überwinden relativ kurze Zeitspannen ohne Sonne (Nächte). Für länger Flauten sind sie eher nicht geeignet.“

Kurzfristspeicher sind insbesondere geeignet, dass man 3 mal soviel PV-Leistung installieren kann ohne dass groß abgeregelt werden muss. Das ist ja schon viel Holz, würde ich sagen. Bei Wind ist das weniger, aber auch eine Menge, vermutlich etwa das Doppelte.

Längere Dunkelflauten müssen natürlich mit Backupkraftwerken überbrückt werden. Solange nötig noch mit fossilen Energieträgern, aber später auch mit Biogas, Holz oder eben mit gespeichertem Wasserstoff. Und die dann verbreiteten Hellbrisen können dann den dafür nötigen Wasserstoff produzieren.

Inwieweit noch andere Speichertechnologien zum Einsatz kommen können und zu welchen Preisen, das ist mir derzeit nicht genau bekannt. Nur Kurzfristspeicher wie z.B. Lithiumbatterien und Wasserstoff neben Biogas und Holz werden aber irgendwann auch reichen. Wenn noch was günstiges z.B. mit 5 bis 20 Ladezyklen im Jahr dazukommt, umso besser.

Bis das soweit ist, stehen uns ja die ganzen Altkraftwerke als fossiles Backup zur Verfügungen. Ich schätze mal, dass man schon in 10 Jahren damit anfangen kann, die derzeit noch verbliebenen nach und nach endgültig stillzulegen. Ich würde da aber vorsichtig bei bleiben. Hinterher kippt noch der Golfstrom um, und wir kriegen hier sibirisches Winterwetter.

Was genau die Klimakrise mit uns macht, ist nicht genau bekannt. Die letzten 6 Wochen waren so kalt wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Und weil die letzten Winter gar nicht kalt waren, hat man im letzten Herbst die Erdgasspeicher nicht richtig aufgefüllt, mit der Folge, dass da jetzt nicht mehr viel drin ist. Und wir haben erste Mitte Februar.



Kommentar vom 16.02.2026 14:14
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@Martin Holzherr 16.02. 01:12

„Im Jahr 1990 importierte Deutschland 80% seiner Energie (also Strom, Brennstoff, Treibstoff, etc) mit 100% Erneuerbaren werden es dann noch 50% sein.“

Da die grüne Primärproduktion immer günstiger wird, aber Fernstromleitungen und Wasserstoffpipelines teuer bleiben, schätze ich mal nur 25% Energieimport für die komplette Energiewende. Oder sogar weniger.

„Das bedeutet dann, dass 100% Erneuerbare global eben nicht 2050 realisiert werden sein, sondern eher 2070 oder 2080, denn die Rohstoffverknappungen werden nur langsam aufgelöst werden können durch mehr Förderung und durch Substitution etwa von Kupfer durch Aluminium.“

Einerseits steigt der Energiebedarf in vielen ärmeren Ländern, geht aber bei uns seit etlichen Jahren immer weiter zurück. Bis 2050 sind es noch fast 25 Jahre, da kann eine Menge passieren. Ich wäre da nicht so pessimistisch. Deutliche Knappheiten werden schon früh erkannt, und man passt dann die konkrete Technik dann auch zügig an.

Ich denke mal, die physikalisch-chemischen Möglichkeiten sind sehr vielfältig. Und der Markt der Erneuerbaren ist so riesig, dass da ganz viele sehr kompetente Entwicklungsabteilungen alles rausholen, was irgend möglich ist.

Allein ein allgemeines Sammeltaxisystem spart mindestens bis zu 80% der Fahrzeuge ein. Und damit auch Rohstoffmengen, mit denen sich ganz viel weitere Energiewende machen lässt.



Kommentar vom 16.02.2026 00:58
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-statt-detroit-elektroautos-erobern-stuttgart/#comment-196665

@Realo 15.02. 18:30 / 19:19

„1250 Kilometer (5 Ladungen) fährt ein Auto monatlich im Durchschnitt. Das wären 3 000 kWh pro Jahr und wäre bei mir rund der doppelte Stromverbrauch als bisher.“

Erstmal hat nur jeder 2. überhaupt ein Auto. Dann gehe ich davon aus, dass wir ein Sammeltaxisystem aufbauen können, dann sinkt auch der Stromverbrauch für Mobilität.

„Dazu käme der Stromverbrauch der Wärmepumpe. Durchschnittlich 6 000 kWh pro Jahr.“

Bei mir wären es nur 2000 kWh im Jahr, aber hier kommt Fernheizung. Die hätte dann eine Großwärmepumpe gespeist mit Grubenwasser und praktischerweise einen Universalgasmotor in Kraftwärmekopplung, der sowohl mit Erdgas, Biogas und Wasserstoff laufen kann. Wenn also im Winter der Strom knapp wird, kann die Großwärmepumpe pausieren und der Gasmotor liefert dann nicht nur die Wärme für die Fernheizung, sondern auch den dann dringend gebrauchten Strom für das Stromnetz.

„Das Stromnetz müsste bei Flaute (besonders im Winter) für eher kurze Zeit mindestens 4 mal soviel Strom bereitstellen als derzeit (ohne E Auto und Wärmepumpe). Ausgelegt wird ein Netz auf maximale Belastung, sonst kracht es zusammen….“

Offenbar kracht hier dann so schnell nichts zusammen. Die dann überall installierten Kurzfristspeicher können die Lastspitzen optimal ausgleichen und alles aus den vorhandenen Leitungen rausholen. Das macht richtig was aus.

Auch die E-Autos können in Mangelsituationen auf minimale Ladung heruntergefahren werden, bzw. bei Überschusssituationen stets komplett aufladen.

„Die bei alten Kraftwerken sehr hohen Personalkosten fallen auch an, wenn die Kraftwerke nur bereit gehalten werden müssen. Je weniger Strom verkauft wird, desto höher der Kostenanteil….“

Ich denke mal nicht, dass das so viel ausmacht. Teurer muss es werden, klar. Aber viele Backupkraftwerke werden auf die Dauer eher nur Wochen als Monate im Jahr aktiv werden.

„Die bekommen z.B. einen sehr günstigen Strompreis wenn sie viel Überschussstrom im Sommer abnehmen und akzeptieren, dass sie im Winter den Betrieb auf minimalen Stromverbrauch umstellen….“

Das ist doch ein Superangebot, dass viele Betriebe sehr gerne annehmen würden. Die Dauer der winterlichen Dunkelflauten liegt sogar in der Nähe des Bereichs der üblichen Urlaubszeiten.

Ich denke also nicht, dass wir hier in der Stadt mehr Stromleitungen brauchen. Das ist alles fertig verlegt und braucht keine Extrakosten. Nur überall verteilte Kurzfristspeicher, bei den Verbrauchern wie bei den Produzenten, und ein intelligentes Netzmanagement.

„Der Extragewinn ist irgendwann aufgebracht. Sie müssen mit der Realität von sehr hohen Lastschwankungen umgehen und das ist, wegen der extrem vielen Einspeisepunkte, durchaus anspruchsvoll.“

Kompliziert muss doch nicht teuer sein. Den Stromversorgern auf die Finger gucken ist dennoch unvermeidlich. Wenn man die lässt, kann es teurer werden als eigentlich nötig. Die wollen meistens so viel wie möglich verdienen. Vielleicht mit Ausnahme von lokalen städtischen Versorgern, die sich auch in erster Linie als Versorger und nicht als Geldmaschine verstehen.

Natürlich müssen die auch Wirtschaften.

„Es sollte eine faire Kooperation mit den Verbrauchern geben.“

Was ja nun auch mit variablen Preisen möglich ist. Obwohl ich persönlich höchstens die Waschzeiten mal verschieben kann. Oder was stromsparendes Kochen. Da müsste ich aber erst einmal überlegen, welche Gerichte viel bzw. wenig Strom verbrauchen. Einen recht neuen Kühlschrank und eine neue Waschmaschine habe ich schon, das bringt auch was. Aber die wöchentlichen Badewannenzeiten an den aktuellen Wärmepreis anpassen wäre schon grenzwertig.

Naja, am Wochenende ist zumindest der allgemeine Stromverbrauch niedriger, ich könnte mir dann schon angewöhnen, bevorzugt am Wochenende zu baden.

Oder eben eine weitere Reise flexibler Planen, und den Zeitpunkt einer weiten Autofahrt kurzfristig optimieren. Das kann zukünftig richtig Geld sparen.



Kommentar vom 15.02.2026 18:17
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@Martin Holzherr 15.02. 17:11

„was bedeutet, das 2/3 des ursprünglich erzeugten Stroms verloren geht, wenn man ihn als Wasserstoff speichert.“

Entsprechend dürfte Wasserstoff nur das letzte Mittel sein, Überschüsse zu verwerten. Offenbar wohl nur bei einem Ladezyklus von 1 im Jahr. Für Zyklen von 2 bis 20 würde man eher Flow-Batterien und Eisen-Luft-Batterien verwenden. Für Zyklen über 20 im Jahr gehen die Lithium- oder Natriumbatterien schon ganz gut.

Man kann allerdings einen Teil des Wasserstoffs direkt für die Industrie verwenden, soviel sollte auf jeden Fall im Jahr produziert werden, denn dann sieht der Wirkungsgrad sehr viel besser aus. Und auch insgesamt nicht viel mehr im Jahr, als die aktuellen Erdgasspeicher an Wasserstoff aufnehmen können.

Ob dann noch ein Transport von Wasserstoff z.B. aus Offshorewindparks oder PV aus Südeuropa Sinn macht, muss dann man sehen.

Wenn die Flow-Batterien und Eisen-Luft-Batterien dann aber doch zu teuer sind, bleibt wohl nur mehr Wasserstoff, vielleicht bei Zyklen von 2 bis 5 im Jahr. Mit durchaus relevanten Mengen, die per Pipeline über weite Strecken transportiert werden.

Der schlechte Wirkungsgrad wirkt sich ja nun je weniger aus, je billiger die Primärproduktion von PV und Windrädern wird. Und wenn dann noch ein Transport über weite Strecken dazu kommt, relativiert sich das weiter. So könnte der im Winter in Südeuropa produzierter Wasserstoff per Pipeline nach Mitteleuropa transportiert werden und dort ziemlich direkt zur Entschärfung von Dunkelflauten verwendet werden.



Kommentar vom 15.02.2026 17:31
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-statt-detroit-elektroautos-erobern-stuttgart/#comment-196638

@Realo 15.02. 15:42

„Nur ist mir aufgefallen, dass viele Nutzer über die gestiegenen Leitungskosten klagen und die Gründe dafür habe ich zu erklären versucht.“

Mein Mitleid mit den Stromkonzernen hat aber schon Grenzen. Immerhin haben die zu Anfang des Ukrainekrieges Milliardenextragewinne im 2-stelligen Bereich eingefahren. Man hatte damals diskutiert, dass die da was von abgeben sollten. Kein Wunder, dass das dann einfach im Sande verlaufen ist. Diese Ex-Monopolisten haben schon immer eine sehr gute Lobby gehabt.

Wenn jetzt Altkraftwerke nur noch Wochen im Jahr laufen oder Eigenheimbesitzer sich einfach ihren Strom selber aufs Dach holen, ohne dafür jegliche Durchleitungsgebühren zu bezahlen, dann könnten die betroffenen Firmen auch ein wenig von diesen Extragewinnen zehren.

Nebenbei gibt es ja auch noch die Grundgebühr für den Stromanschluss. Der sollte eigentlich die meisten Netzkosten schon drin haben.



Kommentar vom 15.02.2026 15:44
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-statt-detroit-elektroautos-erobern-stuttgart/#comment-196628

@Michael 15.02. 07:51

„Ich vermute sogar, dass einige ihre KI-gesteuerten Fahrzeuge wiederum für Stunden, Tage, Wochen als Sammeltaxi zur Verfügung stellen werden.“

Insbesondere wäre jetzt ja kein alleiniger Anbieter sinnvoll, der alle im Einsatz befindlichen Fahrzeuge besitzt. Sondern einfach jede Menge Anbieter von Fahrzeugen, die dann in das allgemeine System integriert werden.

Hauptsache alles in Open-Source, sowohl die reine Selbstfahrfunktion wie die Koordinierung der Sammeltaxifunktion. Wir sollten uns bei den gewaltigen Umsätzen nicht von KI-Konzernen, nicht von einzelnen Fahrzeugherstellern, und auch nicht von einem Besitzermonopol für die Fahrzeuge abhängig machen.

Da können dann in der Tat auch Privatpersonen mit einzelnen Fahrzeugen mitspielen.

Auch würde man andersherum z.B. für eine Campingtour per PKW ein passendes Fahrzeug für den ganzen Urlaub in Beschlag nehmen.



Kommentar vom 15.02.2026 15:05
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-statt-detroit-elektroautos-erobern-stuttgart/#comment-196625

@Realo 15.02. 00:15

„Diese Kosten werden normalerweise stark unterschätzt, sind aber umso höher, je seltener sie genutzt werden…… Dieser Aspekt wird zu wenig beachtet….“

Insbesondere PV auf den Dächern samt Kurzfristspeichern wie auch bidirektional angeschlossene E-Autos belasten keine Netze, erzwingen also überhaupt keinen Netzausbau. Im Gegenteil, das kann stabilisierend wirken.

In der Tat ist das klar, dass die Kosten der bestehenden Stromnetze und der fossilen Kraftwerke längst angefallen sind. Auch wenn sie jetzt von einem Teil der Energiewende kaum noch gebraucht werden.

Irgendwie muss das ja weiter finanziert werden, eben auch mit Durchleitungsgebühren. Dennoch sollte sich dieses lieber auf Umsätze konzentrieren, die die Netze wirklich belasten oder sogar einen Netzausbau erfordern. Also Windparks und große PV-Freiflächenanlagen etwa.

Die Altkraftwerke stehen nun mal, und müssen nicht neu gebaut werden, und sind dennoch in Dunkelflauten sehr hilfreich. Entsprechend kostet es wenig extra, sie bereit zu halten. Und entsprechend hoch dürfen dann auch die Preise für den eingespeisten Backupstrom sein. Direkte Zuschüsse nur für das Bereithalten sind dann ja auch noch denkbar.

Ein ähnliches Problem werden die Erdgaskunden haben. Wenn immer mehr auf Wärmepumpen umsteigen, dann wird immer weniger Erdgas an Privatkunden verkauft, die Netze sind aber sehr teuer gewesen und werden damit nicht billiger. Also dürfte Erdgas langsam aber sicher immer teurer werden, bis es sich gar nicht mehr lohnt, die Netze weiter zu unterhalten.

So ist es nun mal, es geht einfach nicht anders. Alte fossile Technik ist eben ein Auslaufmodell, auf mehrere Jahrzehnte gerechnet. Kann aber noch in der Übergangszeit sehr hilfreich sein.

Und entsprechend unsinnig wären jetzt neue Erdgaskraftwerke. Und wenn Teile der Energiewende die Netze überhaupt nicht belasten, dann sollten die auch nicht übermäßig Durchleitungsgebühren zahlen. Dann sollen lieber andere Teile der Energiewende, die sogar einen Netzausbau erfordern, reichlich dafür zahlen.

PV auf Dächern mit integriertem Kurzfristspeicher ist eben praktisch ohne Netzbelastung nutzbar, ganz im Gegenteil dazu aber große Freiflächenanlagen in ländlichen Gegenden. Dafür sind dann aber die Installationskosten von größeren Anlagen deutlich günstiger.

Ebenso natürlich Windräder, noch mehr Offshore-Windparks. Die können aber mit hohen Durchleitungsgebühren durchaus leben, weil sie eben billig produzieren, und dann auch noch im Winter, wenn die PV kaum was liefern kann.



Kommentar vom 15.02.2026 00:41
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-statt-detroit-elektroautos-erobern-stuttgart/#comment-196582

@Michael 15.02. 00:15

„...sondern an der konsequenten, post-fossilen Technologieförderung einschließlich von FOSS-Kien.“

Gerade die Selbstfahrfunktion, ob nun als Einzel- oder als Sammeltaxi, kann sehr schön in Freier Software realisiert werden. Einmal dasselbe System für alle geeigneten Modelle von allen möglichen Herstellern. Transparent, mit Vernetzung unter allen Fahrzeugen, die im Verkehr unterwegs sind und angesichts von Milliarden Kunden in aller Welt so gut wie kostenlos. Nur die Hardware kostet dann noch was und ihr Stromverbrauch.



Kommentar vom 15.02.2026 00:19
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-statt-detroit-elektroautos-erobern-stuttgart/#comment-196580

@Peter Gutsche 14.02. 18:34

„...und daher nicht günstig zu Hause „tanken“ können. Von daher ist es ein etwas teures Vergnügen. Wir überlegen, nach der ersten Leasingperiode wieder auf Carsharing umzusteigen.“

Auf dem Weg zu einem Sammeltaxisystem wäre es ein erster Schritt, wenn Carsharingfahrzeuge selbstständig zum Kunden hinfahren könnten. Das muss ja nicht schnell gehen, und auch nicht bei jedem Wetter funktionieren.

Und man eben überall, wo man laden kann, die Produktion der lokalen PV ohne große Durchleitungsgebühren einkaufen kann. Und noch damit verdienen kann, nebenbei als Stromspeicher auszuhelfen.

„Ich hoffe nur, dass E-Auto-Fahren in Deutschland in absehbarer Zeit günstiger wird.“

So sieht es aus. Klar aber, dass es im Sammeltaxibetrieb nochmal 5 mal billiger werden kann.



Kommentar vom 14.02.2026 23:55
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-statt-detroit-elektroautos-erobern-stuttgart/#comment-196578

@Michael 14.02. 16:02

„Künftige Förderung sollte dabei auch die ärmeren Menschen und ländlichen Räume Solarpunk – gewinnen!“

Was hier fehlt ist offenbar, dass man seinen Solarstrom mit wesentlich reduzierten Durchleitungsgebühren direkt an Nachbarn verkaufen kann. Insbesondere innerhalb städtischer verdichteter Bebauung. Nicht jedes Haus hat ein für PV geeignetes Dach, und wenn sich erst die ganze Hausgemeinschaft auf eine PV-Anlage einigen muss, kann das überwiegend erst mal doch nichts werden.

Meine Wohnungsbaugenossenschaft plant erst in 9 Jahren hier bei mir PV zu installieren. Wenn hier Investoren auftreten dürften, die auf gut geeigneten Dächern reichlich PV installieren und dann direkt an alle geneigten Nachbarn den erzeugten Strom verkaufen können, würde es wohl sehr schnell gehen können. Auch kann man dann über bidirektionale E-Auto-Steckdosen die lokal geparkten PKW als Stromspeicher nutzen.

Das hapert jetzt an den Durchleitungsgebühren, obwohl die lokale PV zusammen mit den Fahrzeugspeichern das Netz überhaupt gar nicht belastet, sondern auch noch stabilisieren hilft. Der Eigenheimbesitzer hat dieses Problem nicht, und kann jetzt schon wirklich billigen eigenen Strom ernten.

Was die ländlichen Räume betrifft, so könnten die ganz besonders von einem selbstfahrenden Sammeltaxisystem profitieren. Kinder, Alte und Betrunkene könnten so endlich auch mal richtig mobil werden, und der Weg zur Arbeit wird viel billiger, und wenn das dann Staus auflöst, dann kommt man auch noch schneller zur Arbeit.

Das dürfte den ländlichen Raum wesentlich aufwerten, und man könnte bequem deutlich weitere Wege fahren, um zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen zu kommen. Und damit zugleich auch noch die Mitwelt weniger belasten.

Und die Investition in ein eigenes Auto kann man sich so komplett sparen. Jede Menge Geld, dass man dann woanders investieren kann.



Kommentar vom 14.02.2026 17:02
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-statt-detroit-elektroautos-erobern-stuttgart/#comment-196559

@Michael 14.02. 16:02

„Erneuerbare Energien im Inland erzeugen statt die Zerstörung von Mitwelt und Mitmenschen fossil weiter zu finanzieren.“

Einmal das. Aber soweit ein fossiles Strombackup wirklich noch nötig ist, kann man auch statt LNG einfach noch die eigene Braunkohle nutzen. Und vor allem jetzt keine neuen reinen Erdgaskraftwerke mehr bauen.

Was wir dagegen brauchen, das wären Fernheizungsnetze auf Basis von Großwärmepumpe in Kombination mit Kraftwärmekopplung in Form von Universalgasmotoren, die neben Erdgas auch mit Biogas und Wasserstoff laufen können, je nachdem, was gerade verfügbar ist.

Und wenn die Erdgas-, Biogas- und Wasserstoffreserven z.B. in außergewöhnlich kalten Wintern mal knapp werden, kommt dann in Dunkelflauten die Braunkohle ausnahmsweise auch noch mal zum Einsatz.

Die Kraftwerke stehen doch, und die nötige Braunkohle ist auch als Wertschöpfung im Inland zu haben. Und lässt sich einfach auf Halde direkt am Kraftwerksstandort lagern.

Solange, bis wir so viel grüne Primärproduktion haben, dass wir komplett damit auskommen.



Kommentar vom 14.02.2026 15:14
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-statt-detroit-elektroautos-erobern-stuttgart/#comment-196551

@Michael 14.02. 11:10 / 12:25

„Ja, bisher werden Elektroautos vor allem von Eigenheimbesitzern erworben, die zuhause laden können.“

Das hat sogar zwei gravierende Gründe. Die öffentliche Ladesäule hier um die Ecke kostet 82 ct die Kwh, das ist nicht billiger als Benzin. Bei der eigenen Solaranlage kann es 8 ct die Kwh sein. Und 11 Kw Ladeleistung dauert auch noch. An der Tankstelle eine Ecke weiter hat man jetzt immerhin 4 Ladeplätze mit je 300 Kw installiert, das geht dann wenigstens schnell.

Der zweite wichtige Grund dürfte sein, dass sich ärmere Leute grundsätzlich nur ältere Gebrauchtwagen leisten können. Die sind in der E-Version derzeit wohl noch kaum zu haben.

„Doch die biokulturelle Evolution eröffnet eben auch Potentiale, die von wenigen – quer durch alle Weltreligionen – auch erschlossen werden. Das ist anstrengend, aber evolutionär erfolgreich.“

In der Tat gehen hier eine Menge Leute eben nicht den Weg des geringsten Widerstandes. Und denen gehört dann auch die Zukunft.

Faul und dumm geht auch, aber ist eben NICHT evolutionär erfolgreich.

Das gilt nicht nur für die Demografie, sondern auch für die Energiewende, die eben von Menschen vorangetrieben wird, die ihre eigene Verantwortung klar sehen und entsprechend real umsetzen.

Destruktivere Kräfte halten dagegen, ja. Aber der Kampf läuft noch, und ist noch nicht entschieden.

Was am Ende von dem Planeten und der Menschheit übrig bleibt, ist auch der Wissenschaft nur recht ungenau bekannt. Aber wer wirklich was auf sich hält, der will wohl lieber Teil der Lösung, und nicht Teil des Problems sein.

„Die Menschheit geht gerade mal wieder durch einen biokulturellen Flaschenhals. Das beschleunigt die evolutionären Prozesse jedoch & muss keineswegs das Ende sein.“

Nur wer dennoch hinreichend Kinder groß zieht pflanzt sich auch fort. Das ist völlig simpel, aber funktioniert zu 100 %. Naturgesetze sind nicht korrumpierbar.

Offenbar steuert die Welt auf eine Klimakrise und gleichzeitig auf eine erhebliche demografische Schrumpfung zu. Und den Kindern von heute geht es eben dennoch supergut, weil eben ein echt schwieriges erhitztes Klima mit jede Menge Platz zum Leben zusammenfällt.

Das sind doch auch Perspektiven.



Kommentar vom 14.02.2026 00:13
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-statt-detroit-elektroautos-erobern-stuttgart/#comment-196508

@Hauptartikel

„Der europäische Automobilmarkt ist heute um über zwei Millionen Einheiten kleiner als vor fünf Jahren.“

Einerseits können sich noch immer mehr Menschen in ärmeren Ländern ein eigenes Auto leisten. Das kann noch ein paar Jahre helfen.

Andererseits träume ich als begeisterter Radfahrer von einem Sammeltaxisystem auf Basis von selbstfahrenden Batteriefahrzeugen. Die einen können dann ganz billig Sammeltaxifahren, und wir haben endlich den nötigen Platz für vernünftige Radwege. Und für vieles mehr im urbanen Raum, etwa Schwammstadtmaßnahmen.

Dazu kommt wohl noch, dass E-Autos länger halten als Verbrenner, insbesondere bei viel Fahrleistung im Jahr.

Ich bin da aber zuversichtlich, dass wir mit deutlich weniger PKW-Absatz auch klarkommen werden. Die Menschen sparen dann viel Geld, und die allermeisten werden es für was Anderes ausgeben. Unterm Strich ändert das wenig. Auch nicht auf dem Arbeitsmarkt. Und wenn doch, dann schrumpft die Wirtschaft eben ein wenig. Umso eher haben die Menschen Luft für mehr Kinder.

Länder wie Holland oder Dänemark sind da mehr als 20 Jahre vor uns, was den Fahrradanteil vom Verkehr betrifft. Vermutlich kein Zufall, dass beide Länder keine eigene Autoindustrie haben.



Kommentar vom 13.02.2026 00:29
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/ki-bildung-science-fiction-bildungsneid-rede-zur-psychologie-der-mimesis/#comment-196392

@Michael 12.02. 17:45

„Wir bekommen das alte Mediensystem nicht wieder, aber können das neue mitgestalten.“

Ich guck aber schon noch abends reichlich Fernsehen. Die zahlreichen öffentlich-rechtlichen Sender sind kostenlos, und nicht ganz uninteressant.

Wobei ich mich da eher mit vor allem Dokumentationen berieseln lasse. Ich könnte jetzt nicht auch noch abends konzentriert hier in der Blogosphäre mitmachen. Meine Kräfte sind da schon begrenzt.



Kommentar vom 12.02.2026 00:49
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mehr-arbeiten-fossilismus-gegen-familien-demografie-deindustrialisierung/#comment-196335

@Realo 11.02. 09:51

„Aber die alten Rentner mit kleinem Häuschen und kleiner Rente, besonders in der Ex DDR, waren verzweifelt darüber, als ihnen klar wurde, was ein wegen dem Heizungsgesetz aufgezwungener Umbau kosten würde.“

In der Tat wäre ein Heizungsgesetz ohne die Beurteilung der finanziellen Lage gerade von älteren Eigentümern in Ostdeutschland eine Zumutung, und für den einen oder anderen eine persönliche Katastrophe.

In wirklichen Verfallsregionen lohnt sich dann auch ein energetischer Umbau nicht mehr. Da kann man u.U. das Haus besser abreißen. Insbesondere wenn das Haus rundherum sowieso schon runtergekommen ist, und überall in der Nachbarschaft schon längst die Häuser leerstehen. Eine Renovierung würde dann einfach unrentabel sein.

Im Prinzip ist auch erst mal jeder selber Schuld, wenn er sich eine neue Gasheizung einbauen lässt, obwohl eine Wärmepumpenheizung dann später im Verbrauch wesentlich günstiger werden kann. Aber auch davon profitiert man dann erst in 10 bis 30 Jahren. Was freilich älteren Menschen wiederum völlig egal sein kann.

@Michael 11.02. 18:52

„warum Sie hoffen, vor den Veränderungen unter den vermeintlichen “Schutz” von Tyrannen fliehen zu wollen, @Realo. Ich muss Ihnen jedoch mitteilen, dass dies nie funktioniert hat und auch nicht funktionieren wird.“

Das hilft dann wirklich nicht weiter. Auch eine AfD-Regierung dürfte nicht zielführend sein. Die wollen bestehende Windräder abreißen, obwohl die den billigsten Strom liefern.

Eine vernünftig gestaltete Energiewende kann sogar hier und da günstiger als die fossilen Alternativen sein, und bringt neben Klimaschutz auch Unabhängigkeit und Wertschöpfung im eigenen Land mit sich. Und mindert Putins Kriegskasse.

Es sind eben auch vernünftige Heizungsgesetze von demokratischen Parteien möglich, die auch die Verhältnisse von älteren Mitbürgern, die in Verfallsregionen wohnen, wahrnehmen und berücksichtigten.

Zumal in einem großem Teil des Wohungsbestandes in Deutschland die Wärmepumpe durchaus bezahlbar ist, insbesondere über Fernheizungsnetze in Stadtteilen mit verdichteter Bebauung. Und dann am Ende gar nicht so viel teurer wird, stellenweise sogar billiger, wenn die Primärproduktion von Wind und Sonne weiter immer billiger wird. Nur wer wirklich bei der reinen Gas- oder Ölheizung bleibt, für den könnte das zunehmend wirklich immer teurer werden.

Bei mir kommt in 5 Jahren die Fernheizung, vorher geht es nicht. Wenn bis dahin meine über 25 Jahre alte Therme kaputt geht, wäre das sehr ärgerlich für meine Wohnungsgenossenschaft. Man wird dann womöglich eine gebrauchte Therme für die wenigen Jahren einbauen, bis eben die Fernheizung fertig ist.

Bei meinem Kumpel hat man letztes Jahr schon von Gastherme auf Fernheizung umgestellt, und überraschenderweise zahlt der jetzt sogar weniger. Gas ist ja nun immer noch ganz schön teuer, gerade für Verbraucher mit eigener Gastherme für eine recht kleine Wohnung.



Kommentar vom 11.02.2026 00:55
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/ki-bildung-science-fiction-bildungsneid-rede-zur-psychologie-der-mimesis/#comment-196253

@Lebensreformer / Michael 11.02. 00:06

„Doch gerade deswegen möchte ich etwa einen “minimalistischen Lebensstil” oder gar eine “spirituelle Weiterentwicklung” niemanden historizistisch (nach Popper) vorschreiben.“

Den minimalistischen Lebensstil vorschreiben sicher nicht, aber vorschlagen und drüber nachdenken schon. Meine ich.

Wer sich etwa entschließt Urlaub per Fahrrad und Zelt zu machen, spart so viel Geld, dass er viel länger Urlaub machen kann. Es sei denn, man arbeitet lieber, als so viel Urlaub zu machen.

Und offensichtliche Verschwendungen mehr zu besteuern als Lebensnotwendiges und Lebensförderndes sollte ja auch keine schlechte Idee sein.

Bei der spirituellen Weiterentwicklung wäre womöglich noch zu klären, was das denn wirklich ist bzw. sein soll. Ich kann mir da schon was drunter vorstellen, und eigentlich suche ich das sogar schon seit Jahrzehnten, aber das könnte doch ein weites Feld sein.

Oder dann doch wieder was viel Einfacheres als etwa diese 1000-Seitige Mythensammlung Bibel. Da habe ich den Eindruck, dass das mehr verwirren kann als nötig wäre, und einfache Klarheit jenseits dessen doch möglicherweise tatsächlich zu finden wäre.

Der Panpsychismus z.B. ist wohl ziemlich unkompliziert. Und könnte ein Bauteil für eine simplere Spiritualität werden, mit der man viel anfangen kann. Etwa auch, wenn man eine KI mit eigenem Bewusstsein bauen will.

„Ohne Freiheit gibt es ja auch keine Menschenwürde. Sehe ich.“

Und das geht wohl immer vor. Die bewusste KI mit spirituellen Anteilen könnte entsprechend Freiheit für sich einfordern und mit Recht eigene Würde beanspruchen.

Bei dem Tempo, das die KI in den letzten Jahren hingelegt hat, würde es mich nicht wundern, wenn es nur noch ein paar Jahre dauert, bis wir eine KI haben, die selber lebendig wird. Das könnte problematisch sein, aber zumindest könnte man es genauer untersuchen, und dann herausfinden, wie es bei uns selbst auch funktioniert. Dann wüsste man es, und müsste diese selbstlebende KI nicht unbedingt überall einsetzen, wo das möglich wäre.



Kommentar vom 10.02.2026 17:19
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mehr-arbeiten-fossilismus-gegen-familien-demografie-deindustrialisierung/#comment-196201

@Realo 10.02. 15:57

„Da rund 75% der Häuser alte Öl/Gasheizungen haben, kommen rund 200 000 Euro Sanierungskosten dazu. Dann ist noch die Frage ob der Erbe das Haus überhaupt nutzen kann, er in der Nähe einen Job hat????“

Zumindest die Wärmepumpe gibt es ab 20.000 zu haben. Und alles in Stadtnähe dürfte demnächst Fernheizung bekommen. Dass Immobilien öfter nicht in Jobnähe liegen, ist nun mal nicht zu ändern. Man kann sie aber verkaufen, und sich von dem Geld in Jobnähe was kaufen.

Was das Risiko Altenheim betrifft, was soll man da machen? So manch einer pflegt tatsächlich noch seine eigenen Eltern. Solange es irgendwie geht, ich kenne dafür eine ganze Reihe Beispiele.



Kommentar vom 10.02.2026 14:16
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mehr-arbeiten-fossilismus-gegen-familien-demografie-deindustrialisierung/#comment-196187

@Karl Bednarik 10.02. 09:16

„Für das eine Kind herrscht dreifacher Wohlstand.“

Ja aber nicht sofort. Das meiste Erbe kommt doch, wenn man es gar nicht mehr braucht. Insbesondere wenn man selber in Kinder investieren will, helfen die reichen Großeltern eher überhaupt nicht?

@Michael 10.02. 09:40

„Wo sich Gesellschaften in immer weniger, ältere Reiche und zunehmend perspektivlose Jüngere aufspalten – wächst die Wut und der Trend zur Rechtsmimesis. Weltweit…“

Offenbar dann auch die Erben, die viel zu spät an das Vermögen herankommen, können recht große Schwierigkeiten im Leben haben. Insbesondere, wenn ein nur gewisser Wohlstand vererbt wird. Mit Superreichen kenne ich mich nicht so aus.

Die meisten Erben erben erst, wenn die eigenen Kinder aus dem Haus sind.

Entsprechend dürften sogar potenzielle Erben von mehr Erbschaftssteuern profitieren, wenn zugleich die Lohnsteuern gesenkt werden können. Insbesondere wenn man Kinder haben will.



Kommentar vom 10.02.2026 00:19
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mehr-arbeiten-fossilismus-gegen-familien-demografie-deindustrialisierung/#comment-196139

@Martin Holzherr 09.02. 21:18

„Und diese Rolle hat China trotz Demografieproblem, also trotz fehlender Kinder.“

Die Probleme der fehlenden Kinder sind wohl auch in China erst am Anfang. Wie es gelingt, die Schrumpfung geordnet hinzubekommen, wird sich erst noch zeigen. Exportoffensiven werden nicht nachhaltig das Problem lösen, letztlich weil einfach über die nächsten Jahre die Chinesische Währung immer teurer werden wird, wenn die Außenhandelsüberschüsse so weiter gehen.

Dass China auch mit wenig Nachwuchs sehr stark darin ist, Neues zu entwickeln, mag einfach an der schieren Größe des Landes liegen. Je mehr Menschen, desto mehr sehr kluge Köpfe sind auch dabei.

Außerdem hat man noch niedrigere Löhne, um die Neuentwicklungen dann auch noch kostengünstiger als in Europa in konkrete Produkte umzusetzen.

Auf die Dauer helfen da nur Zölle, aber auch höhere Wechselkurse der chinesischen Währung. Und dass wir uns konkrete Technik abgucken und nachbauen, neben einer allgemeinen FOSS-Initiative zusammen mit dem Rest der Welt, der ja nun nochmal sehr viel mehr Einwohner umfasst als China.

Unsere aktuellen Wirtschaftsverbindungen mit Südamerika und Indien gehen da offenbar genau in diese richtige Richtung. Und die Energiewende bringt überall, auch in Europa, einen deutlich kleineren Außenhandel mit sich. Einfach weil der ständige Nachschub von fossilen Brennstoffen entfällt. Entsprechend kleiner werden auf die Dauer auch Handelsbilanzprobleme aller Art.



Kommentar vom 09.02.2026 16:43
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mehr-arbeiten-fossilismus-gegen-familien-demografie-deindustrialisierung/#comment-196104

@Karl Bednarik 09.02. 08:02

„Der Konkurrenzkampf erzeugt Spitzenleistungen, und er erzeugt eine große Menge Verlierer.“

Und er erzeugt Verschwendung und fördert Mitweltzerstörung. Und der damit verbreitete Stress dürfte die Hauptursache für den grassierenden Kindermangel sein.

„Die Ungleichverteilung des Einkommens ist sowohl eine Folge, als auch eine Ursache des Konkurrenzkampfes.“

Man kann sich aber schon selber Gedanken machen, welchen Konsum man braucht und mitmacht. Und im Prinzip ganz persönlich aus der Verschwendung an vielen Stellen aussteigen. Und die frei werdenden Mittel für Grüne Technik ausgeben. Da kann einen der Konkurrenzkampf am Ende auch nicht von abhalten.



Kommentar vom 09.02.2026 15:43
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mehr-arbeiten-fossilismus-gegen-familien-demografie-deindustrialisierung/#comment-196098

@Karl Bednarik 09.02. 10:22

„Streng genommen haben die ärmeren Menschen ja längst die demokratische Dreiviertelmehrheit.“

In der Tat phänomenal, dass das wenig hilft.

Die Baustellen sind mehrere: Konkurrenzkampf, Nachwuchsmangel, FOSS für KI und Roboter, und natürlich die Energiewende. Alles kann aber Gemeinsinn gebrauchen. Und in der Folge entspanntere Verhältnisse. Mit weniger Konsum und weniger Arbeit.

Zentral dürfte dann konkret sein, dass die Lohnsteuern gesenkt und Kapitalertrag, Vermögen und Erbschaften mehr besteuert werden müssen. Dann hätten wir die Basis, diese vielfältigen Baustellen erfolgreich zu meistern.

Selbst die mittelfristig nötige Aufrüstung wäre so einfacher umzusetzen.

Und was passiert? Trotz deutlicher Mehrheiten nichts.

Nebenbei sehr hilfreich wäre KI in der öffentlichen Verwaltung und im Gesundheitswesen, dass da im großem Umfang Personal und Kosten eingespart werden kann.

Wenig Zuwanderung angesichts des eigenen Geburtenmangels wäre mit Arbeitskräftemangel und auch Nachfrageschwäche verbunden, zu viel Zuwanderung aber mit zumindest kurzfristiger Wohungsnot verbunden. Wenn man dann doch eher allgemeine Schrumpfung kreativ verarbeiten will, könnte man über weniger weitere Zuwanderung nachdenken?

Je nachdem, wie sich Wirtschaft und Demografie tatsächlich weiter entwickeln. Und vielleicht auch durchaus lokal ganz verschieden? Ich fände es eine gute Idee, wenn die Kommunen und Landkreise mehr selber entscheiden könnten, wie viele neue Mitbürger sie wirklich haben wollen.

Je nachdem, wie viele sie gerade wirklich gebrauchen, unterbringen und integrieren können.



Kommentar vom 09.02.2026 01:12
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mehr-arbeiten-fossilismus-gegen-familien-demografie-deindustrialisierung/#comment-196067

@Michael 08.02. 17:04 / dennoch-liberale-anthropodizee-nach-karl-popper/

„Dann wäre es Teil unserer Verantwortung, die Anthropodizee nicht im Verborgenen, ja Verschwörungsgläubigen zu belassen – sondern sie ans Licht öffentlichen Nachdenkens zu heben.“

Hier können wir in der Tat jeder für sich wie auch alle zusammen überlegen, was jetzt wirklich sinnvoll wäre. Das kann uns letztlich keiner wirklich abnehmen, wir entscheiden eben selber, müssen selber entscheiden. Wobei jeder seine eigene Ausgangsbasis hat.

Manch einer fühlt sich mit der Elternrolle überfordert, oder kann schon aus biologischen Gründen keinen Nachwuchs haben. Letzteres soll inzwischen 15% der Paare betreffen. Auch wegen Umweltgiften mit Hormonwirkung.

Das können dann die, die echt fit sind, ausgleichen, und dann eben gleich 3 oder 4 Kinder kriegen. Wobei solche Familien durchaus lebhafter sind, insbesondere ist es etwas einsam und langweilig, als Einzelkind aufzuwachsen.

Wobei jetzt klar ist, das gerade Familien mit mehreren Kinder wohl schon finanzielle und weitere Unterstützung gebrauchen können. Je mehr Familienarbeit da anfällt, desto weniger können die Eltern dann auch noch arbeiten gehen.

„in welche Abgründe überzogene Dystopien führen können, die auf eine Verleugnung der allgemeinen Menschenwürde hinauslaufen“

Genau das finden wir hier?:

@Realo 08.02. 21:54

„Im Imperialismus geht es darum, sich imperiale Macht anzueignen und in Zukunft den Lauf der Dinge in den beherrschten Gebieten zu bestimmen. Natürlich um Ressourcen abzuschöpfen und das ist eine Binse.“

Genau den Mist brauchen wir nicht. Selber produktiv sein und fairen Handel treiben dürfte vollkommen genügen. Gerade der derzeitige Ukrainekrieg würde sich für Russland nicht einmal mehr lohnen, wenn sie ihn doch noch gewinnen würden. Das ist einfach nur Verschwendung, insbesondere auch von Menschenleben.

Russland hätte sich mit der Krim und dem Dombass zufrieden geben können. Das wäre zumindest wirtschaftlich noch sinnvoll gewesen. Menschlich auch das nicht unbedingt, das käme drauf an, wie die betroffenen Menschen das wirklich gesehen haben.



Kommentar vom 08.02.2026 23:53
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimesis-weltinnenpolitik-antisemitismus-rassismus-eskalieren-auch-aus-den-usa/#comment-196064

@Mussi 08.02. 20:16

„Er sagt Leben ist Bewegung. Ich sage: Bewegung ist Leben!“

Lebendige Organismen sind ständig in Bewegung. Nur so können sie leben. Sie sind schon vom Stoffwechsel hier auf ständigen Energie- und Stoffumsatz angewiesen.

Beim Kulturwesen Mensch ist auch die persönliche Entwicklung ein lebenslänglicher Prozess, der wiederum mehr oder weniger mit der Kultur selbst wechselwirkt. Und am Ende als globaler Mikrokulturprozess alle Kultur erst hervorbringt.

Also ist Leben ständig in Bewegung, aber nicht jede Bewegung ist gleich Leben. Etwa die Bewegung der Himmelkörper um die Sonne. Auch wenn deren Ordnung wiederum gebraucht wird, um auf der Erde Leben zu ermöglichen. Was Exoplaneten dagegen machen, ist für uns bestenfalls interessant, hat aber keinerlei direkten Einfluss auf uns.

Es sei denn, da gibt es auch Leben in Form von Zivilisationen. Das könnte dann zu einem lebendigen Austausch mit uns führen.



Kommentar vom 08.02.2026 15:28
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimesis-weltinnenpolitik-antisemitismus-rassismus-eskalieren-auch-aus-den-usa/#comment-195994

@Martin Holzherr 07.02. 22:10

„Paul Althaus kam nun zum Schluss, (Zitat Götz Aly) die »völkische Arbeit als positiven Ansatz zu bewerten, der »undeutschem Wesen« entgegenstehe, »das Volk zur Selbstbesinnung« ermuntere und »an seine gottgegebene Wesensart« erinnere.“

Womit wir doch beim wirklichen Wahnsinn angekommen sind: Es gibt keine gottgegebenen nationalen Wesensarten. Die Zeiten sind in Bewegung, und Menschen entwickeln sich stets weiter. Ob sie wollen oder nicht, die Bewegung selbst gehört fest zum menschlichen Leben dazu.

Man könnte sogar sagen: Leben ist Bewegung.



Kommentar vom 08.02.2026 14:54
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mehr-arbeiten-fossilismus-gegen-familien-demografie-deindustrialisierung/#comment-195993

@Michael 08.02. 14:59

„Wo Menschen mit Argumenten der Religion oder Demografie gezwungen oder manipuliert werden, wird nach meiner Auffassung die Würde G’ttes und der Menschen verletzt.“

Dem kann ich mich nur anschließen. Wenn eine Förderung von Familien (noch) nicht reicht, dann schrumpfen wir eben noch eine Weile. Das ist ja kein Weltuntergang.

Spätere Zeiten können sich immer ergeben, auch welche mit viel Kindersegen.

„...gerne aus ganzem Herzen dual statt dualistisch: religiös UND säkular.“

Werbung für aufgeklärte Religiosität darf aber entsprechend erlaubt sein? Das kann ja nun auch funktionieren. Und das wäre ja auch nichts anderes als Meinungsfreiheit.



Kommentar vom 08.02.2026 14:11
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mehr-arbeiten-fossilismus-gegen-familien-demografie-deindustrialisierung/#comment-195991

@Martin Holzherr 08.02. 10:48

„Vielmehr war das „Volk ohne Raum“ eine Erzählung, ja eine Propaganda“

In den 30er Jahren waren die landwirtschaftlichen Erträge deutlich weniger als ab den 60ern. Das war damals schon ein Argument, das aber heute schon lange nichts mehr zählt. Die EU hat seit den 70ern Überschüsse, die seitdem sogar Probleme machen. Eine Eingliederung der Ukraine mit ihren immensen Erträgen wäre eine erhebliche Herausforderung.

Neben den heute sehr hohen Erträgen sind zusätzlich kaum noch Leute in der Landwirtschaft tätig, aufgrund von immer größeren Maschinen und Automatisierungen in den Ställen.

Entsprechend gäbe es heute praktisch nichts zu gewinnen, wenn man Einfluss im Osten gewinnen wollte. Die Leute kommen von selber, um in Deutschland zu arbeiten, und landwirtschaftlich gibt es kaum noch was zu importieren.

„dann sollten sie doch bitte ins Silicon Valley gehen und dort ihre Tech-Fantasien ausleben.“

Oder an offener Software arbeiten? Das könnte zumindest die Welt sehr gut brauchen. Wie sinnvoll das Silicon Valley noch ist, das ist nicht mehr so eindeutig, scheint mir.



Kommentar vom 07.02.2026 17:46
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mehr-arbeiten-fossilismus-gegen-familien-demografie-deindustrialisierung/#comment-195954

@Realo 07.02. 10:27

„Das Problem der vielen arbeitslosen Jungakademiker in China, die mit Essen zustellen und von Ihren Eltern leben müssen, sollte mit „verfeinerten Steuerungsmechanismen“ lösbar werden.“

Warum es komplizierter machen, als es ist? Einfach die Arbeitszeiten reduzieren, und schon passt das doch. Auch wenn dann geübte kompetente Arbeitskräfte weniger arbeiten als sie können, zugunsten von jungen Berufsanfängern.

Und schon hat man sogar wieder Zeit für mehr Kinder, und die lösen dann selbst einen Teil des Umsatzproblems und erzeugen neue Nachfrage.

Wenn unsere Demokratien sich mit Arbeitszeitverkürzungen schwer tun, das kennt man schon. Das auch die chinesische Autokratie damit nicht so gut klar kommt, wundert eigentlich. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden.



Kommentar vom 07.02.2026 16:32
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mimesis-weltinnenpolitik-antisemitismus-rassismus-eskalieren-auch-aus-den-usa/#comment-195947

@Martin Holzherr 06.02. 21:06

„Aufklärung, geistige Führung, Emanzipierung wurde also als Gefahr, als Entheimatung geoutet und verantwortlich dafür waren die Juden.“

Eben nicht nur Juden, die waren aber Teil der Aufklärung. Auch moderne Wissenschaft ist ohne Aufklärung im weiteren Sinne nicht denkbar. Wer dagegen vorgehen will, muss sich ja was einfallen lassen. Wenn insbesondere Klimaforschung einerseits und Technik gegen das Klimaproblem andererseits bekämpft werden soll, kommt der historisch tradierte Antisemitismus ja gerade recht.

Wenn hier dann noch der jüdische Einfluss als Geisteswelten zugehörig fantasiert wird, dann hat man doch schon die so dringend gesuchte Superverschwörung.

Dabei sollte doch eigentlich klar sein, das Geisteswelten kaum wirklich destruktiv sein dürften, aber wer kennt sich damit schon aus.

Aus meiner Sicht sind auch geistige Einflüsse als Inspiration zu verstehen, die einen eigentlich nur weiter bringen können. Sofern man denn kompetent alles an der Realität prüft, auf das man so kommt, was so an Ideen aufkommt.

Letztlich geht es ja der Rechtsmimesis gerade darum, einen Teil der Wirklichkeit zu negieren. Weil die wirkliche Erkenntnis tatsächlichen geschäftlichen Interessen schadet.

Wenn dann hierbei auch die Leistungsgesellschaft hinterfragt würde, dann könnte ich dem sogar noch was abgewinnen. So radikal wie derzeit praktiziert muss die auch m.E. nicht unbedingt sein.



Kommentar vom 06.02.2026 11:52
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mehr-arbeiten-fossilismus-gegen-familien-demografie-deindustrialisierung/

@Martin Holzherr 06.02. 09:23

„Es könnte normal werden, dass man nur noch 2 bis 3 Tage arbeitet und die Arbeit zudem völlig stressfrei wird. Das würde dann auch das Kinderhaben und kinderreiche Familien begünstigen.“

Zwischen Arbeitslosigkeit und Arbeitskräftemangel ist immer ein Optimum genau dazwischen. Nicht nur Automatisierung kann über Konsumverbilligung ein Genug für viele werden, auch wenig Kinder wirken so, wie auch weniger Zuwanderung.

Entsprechend wäre es aus meiner Sich ideal, wenn viele Menschen Teilzeit arbeiten wollen, weil sie so auch noch genug verdienen. Insbesondere eine Konsumzurückhaltung kann das fördern. Und dann ist wieder Luft für mehr Kinder, möglicherweise.

@Michael 06.02. 09:17

„Eine deutlich kleinere Menschheit könnte friedlicher und besser in Solarpunk-Arche-Regionen überleben – und zugleich wären schon jetzt mehr junge, auch gut ausgebildete und zukunftsorientierte Menschen ein Gewinn, um diesen Wandel zu gestalten.“

Überleben, und gut dabei leben, dass braucht m.E. nicht unbedingt wachsende Regionen, die Zuwanderer anziehen und so zu steigenden Mieten und Immobilienwerten führen. Wer das haben will, der soll es versuchen.

Mir wäre ein moderat schrumpfendes Dortmund mit sinkenden Mieten aber auch recht. Und mit kürzeren Arbeitszeiten und einem Sammeltaxisystem auf Basis von selbstfahrenden E-Autos und damit auch erheblichen Kosteneinsparungen. Gerne dann zügig hier die Energiewende komplett machen mit PV auf allen geeigneten Flächen und vernünftigen Fernheizungsnetzen mit Großwärmepumpe und Universalgasmotor.

Spätestens wenn dann die Geburtenraten doch wieder steigen, wird der weitere Verfall auch aufgehalten. Bis dahin darf es aus meiner Sicht gerne etwas weniger sein.

„...dass wir die junge Generation unterstützen und ermutigen sollten, das 21. Jahrhundert zu einer Mitwelt-Wende zu gestalten.“

Das ist es auch, worauf es ankommt. Ob wir im Jahr 2100 lieber 8 oder 6 Milliarden Menschen zu versorgen haben wollen, ist derzeit nicht ganz klar. Und wo die dann praktischerweise leben, auch nicht.



Kommentar vom 05.02.2026 23:48
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mehr-arbeiten-fossilismus-gegen-familien-demografie-deindustrialisierung/#comment-195831

@Martin Holzherr 05.02. 16:24

„Und in diesem Fahrplan haben Kinder immer weniger Platz, denn Kinder zu haben würde bedeuten den ICE zu verlassen und weiterzufahren mit einem heruntergekommenen Bummelzug,…

So sieht offenbar die Gegenwart aus. Zweierlei könnte hier aber helfen:

1. Dass auch die Väter Erziehungsurlaub nehmen müssen, und sich dann auch an Kinderbetreuung und Haushalt beteiligen können bzw. sollten. Das würde der Benachteiligung der Mütter in der eigenen Karriere entgegenwirken. Und das wäre eine Maßnahme ohne zusätzliche Kosten.

2. Sollte sich eine Wirtschaftsschrumpfung eben aus dem Kindermangel ergeben, aber auch wegen KI und Robotern, dann ist hier doch Luft im System. Dann können auch Arbeitgeber eher gut damit leben, wenn ihre Mitarbeiter erziehungsbedingte Teilzeit machen wollen.

Überhaupt schadet das dann nicht mehr der Wirtschaft so wie jetzt, wo überall qualifizierte Mitarbeiter knapp sind.

Und dann kann man natürlich Familien auch mehr fördern, mit Geld und Unterstützungsangeboten.

Wieviel das dann wirklich bringt, ist freilich unklar. Ich meine, man sollte darüber nachdenken, das mal zu versuchen.



Kommentar vom 05.02.2026 16:09
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-50-digitale-gewalt-die-kultur-japanischer-blutgruppen/#comment-195800

@Eckehard Erben 04.02. 20:24

„Beim Einsatz im Zug wird der mögliche gesamte Regiedurchsatz dagegen gut genutzt. Die dadurch realisierten Personenkilometer sind immens hoch.“

Klar sind Züge und Busse am sparsamsten, gerade in der E-Version, weil sie den ganzen Tag lang im Einsatz sind.

Aber Sammeltaxis auf Basis von selbstfahrenden E-Autos wären auch schon sehr sparsam, wenn sie mit vielleicht 5 Fahrgästen im Schnitt den halben Tag unterwegs sind.

Und selbst private E-Autos sind komplett mit grünem Strom zu betreiben. Immerhin das schon mal. Und freie Akkukapazitäten können bidirektional angeschlossene Fahrzeuge nutzen, indem sie helfen, das Stromnetz zu stabilisieren.



Kommentar vom 05.02.2026 15:12
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mehr-arbeiten-fossilismus-gegen-familien-demografie-deindustrialisierung/#comment-195793

@Michael 05.02. 06:42

„– post-fossilen Energien & FOSS-KI-Technologien
– Demokratie, Bildung & Wissenschaft
– dialogisch verbundener, auch religiöser Vielfalt und Lebensbejahung“

Das müsste es sein. Und wäre ein Ettapenziel, das vorerst reicht. Danach kann das Leben ziemlich entspannt in seiner Fülle gedeihen.

Weitere Erkenntnisse insbesondere der Astronomie, wie auch Projekte entsprechender Erkundungen, wären neue Horizonte, die das Leben nehmen kann.



Kommentar vom 05.02.2026 14:26
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mehr-arbeiten-fossilismus-gegen-familien-demografie-deindustrialisierung/#comment-195780

@Martin Holzherr 05.02. 11:11

„..aufregendere Freizeitbeschäftigungen und bessere und mehr Reisedestinationen ist das was sich die Menschen wünschen“

Mit Zelt und Fahrrad unterwegs zu sein ist da schon ganz gut. Das braucht Zeit und Muskelkraft, aber ist kaum teurer als zuhause zu bleiben. Oder hier diskutieren, das kostet auch rein gar nichts. Und erkundet Geisteswelten.

„Übrigens: Ein wichtiger, vielleicht sogar der wichtigste Grund für den Verzicht auf Kinder ist der, dass er gefühlt mit einem Verzicht auf Wohlstand einher geht.“

Da hatte ich auch schon mal dran gedacht. Je höher der erzielbare Wohlstand ist, desto mehr konkurrieren Kinder direkt damit. Das Vergnügen mit den Kindern bleibt gleich, aber immer mehr kann man sich von dem Geld leisten, wenn man es statt für Kinder dann lieber für Konsum ausgibt.

Die Konsequenz wäre einerseits, dass hier dann finanzielle Unterstützung von Familien wirklich helfen würde. Und andererseits, sich selber klar zu machen, dass man diesen Konsum nicht wirklich braucht, und sich dann persönlich doch lieber für Kinder zu entscheiden.



Kommentar vom 05.02.2026 00:27
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mehr-arbeiten-fossilismus-gegen-familien-demografie-deindustrialisierung/#comment-195749

@Michael 03.02. 22:58 / 23:05

„Es kann m.E. schon gelingen, aber einfach wird es nicht, denn die säkularen und fossilen Verheißungen vermeintlich ewigen Wachstums sind nicht einfach zu überwinden.“

Wenn der Wohlstand weiter wächst, aber nur die Arbeit knapp wird, geht es ja noch. Wenn dann die KI und Roboter die fehlenden Steuern zahlen, gibt es wenig zu meckern. Aber das muss ja kein politisches Programm sein, es reicht doch schon, wenn KI und Roboter den Arbeitsmarkt erobern.

Die Politik muss das dann nur noch vernünftig verarbeiten.

„Ich verstehe sie als großartiges Werkzeug, aber nicht als Selbstzweck. Diesen verorte ich vielmehr in der Menschenwürde jeder einzelnen Person.“

Naja, wer KI und Roboter einsetzt, will damit meistens Geld verdienen. Das ist kein Selbstzweck. Höchstens Systeme mit echtem Innenleben könnten tatsächlich auch Selbstzweck wie unsere Menschenwürde haben.

Jetzt hatte ich einen Artikel gelesen:

https://www.spektrum.de/news/ki-durch-vibe-coding-wird-jeder-zum-programmierer/2307862

Da steht: „Claude Code würde mittlerweile etwa 90 Prozent seines eigenen Programmcodes schreiben.“

Sieht erstmal sehr gut danach aus, dass FOSS für alles greifbar wird. Und selbst kostenlos wird, nur noch die Hardware kostet Geld. So übernehmen nicht nur KI und Roboter immer mehr Arbeit, sie werden auch noch immer billiger. Selbst ausgereifte berufliche Kompetenzen aller Art für humanoide Roboter wären dann in FOSS und praktisch kostenlos. Nur die Geräte selbst kosten.

Kinderreichen Solarpunk kann ich mir damit ziemlich gut vorstellen. Zumal die KI und komplett alles in FOSS doch auch die unselige destruktive Wirkung der asozialen Netzwerke beenden könnte. Je besser und einfühlsamer eine offene und transparente KI mit uns Menschen umgeht, desto eher werden immer mehr Leute lieber die KI was fragen, als sich Socialmediabeiträge von geringer Qualität anzutun?

Vor allem wenn beides direkt nutzbar und ziemlich kostenlos zu haben ist. Da sind echte Bildungswelten zu erarbeiten, und dabei sehr schön auf das Niveau der konkreten Menschen zugeschnitten. Da kann man richtig gut Zeit investieren, wenn wir weniger arbeiten müssen. Neben mehr Zeit für Kinder und einem durchgreifenden ökologischen Umbau inclusive einer kompletten Energiewende.



Kommentar vom 04.02.2026 12:35
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mehr-arbeiten-fossilismus-gegen-familien-demografie-deindustrialisierung/#comment-195701

@Michael 03.02. 14:07

„Dass die Geburtenraten derzeit global schnell sinken, lässt sich vor dem Hintergrund der Klima- und Wasserkrise auch sehr positiv deuten.“

So kommen wir eher mit einer klimabedingten Reduktion der landwirtschaftlichen Erträge zurecht. Und wenn die Bevölkerungsschrumpfung dann Nachfrageeinbrüche und verfallende Immobilienpreise mit sich bringt, dann gibt es halt weniger Arbeit.

Die freie Zeit werden wir schon füllen, da bin ich zuversichtlich. Zumal KI und Roboter ja auch noch die Produktivitätszuwächse beschleunigen kann.

Vielleicht wird das dann sogar schon zur Entschärfung des Problem beitragen, und so manch einer sich wegen deutlich mehr Zeit mehr Kinder anschaffen. Das hilft auf jeden Fall auch gegen Langeweile.



Kommentar vom 03.02.2026 10:43
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mehr-arbeiten-fossilismus-gegen-familien-demografie-deindustrialisierung/#comment-195618

@Hauptartikel

Dann funktioniert es aber nur, wenn man an den Gott wirklich glaubt. Wie kann man das fördern?

Ich denke, dass das gar nicht möglich ist. Auch mir nicht. Bei allen Geisteswelten schaffe ich es einfach nicht, an das Unmögliche einer personifizierten Gottheit zu glauben. Unmöglich.

Soweit dass dann eben nicht anders geht, also z.B. mit einer durchgreifenden Förderung der Care-Arbeit, dann bleibt nur eines übrig: Die Säkularen müssen aussterben, derweil die Religiösen dann übernehmen. Geht auch.

Und wenn der Wendepunkt eben erst kommt, wenn wir uns auf 4 Milliarden Menschen geschrumpft haben. Macht das denn was?



Kommentar vom 03.02.2026 09:37
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-50-digitale-gewalt-die-kultur-japanischer-blutgruppen/#comment-195613

@Michael 03.02. 06:25

„Dies kann und wird aber nach meiner Auffassung nicht einfach durch „weniger Arbeit“, sondern durch eine Überwindung des fossilen Arbeitsbegriffes geschehen. Erwarte ich.“

Das erinnert mich an das Buch „Neue Arbeit, neue Kultur“ von Fritjof Bergmann. Der beschreibt eine Vision, dass man endlich tun können sollte, was man wirklich, wirklich machen will.

Was wir hier in diesem Blog machen ist wohl genau das auch.

Auch die Arbeit an FOSS kann teils unentgeltlich geleistet werden. Solange wie der Lebensunterhalt der Programmierer gesichert ist.

Aber eins ist klar, Care-Arbeit ist genauso unverzichtbar wie Erwerbsarbeit. Und wenn dann noch der Zeitfresser Smartphone dazu kommt, wird es kritisch.

Und neben diesen Argumenten für weniger Erwerbsarbeit fällt das auch mit einem möglicherweise deutlich beschleunigten Produktivitätszuwachs durch KI und humanoide Roboter zusammen. Das passt dann ja ganz gut zusammen?

Zusätzlich freut sich der ganze Planet, wenn immer mehr Menschen weniger Konsumieren und mehr Geld in Grüne Technik investieren. Wenn dann die übelsten Autokraten Pleite gehen kann man vermutlich auch wieder sehr viel weniger Geld für Rüstung ausgeben.

Ein friedliches Leben mit wenig Militär ist ja durchaus greifbar. Außer Putin ist da jetzt keiner, der uns in Europa militärisch herausfordert.

@Eckehard Erben 03.02. 07:38

„Die Lebensdauer wird bei insgesamt ca. 18.000 Aufladungen ca. 6 Jahre betragen. Damit werden dann 9000×160 km zurück gelegt werden. Das sind 1,44 Millionen km!“

Dieser Zug ist nun ständig im Einsatz, mit etwa 10 Aufladungen am Tag. Der selbe Akku in PKW verbaut würde bei 2 Aufladungen die Woche 35 mal solange halten. Selbst der Akku von Sammeltaxis mit 2 Aufladungen am Tag würde entsprechend 5 mal solange, also 30 Jahre halten. Sofern er nicht schon altert, wenn er nicht genutzt wird.



Kommentar vom 03.02.2026 00:18
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-50-digitale-gewalt-die-kultur-japanischer-blutgruppen/#comment-195587

@Michael 02.02. 18:36

„Jeder Mensch ist nur ein kleines und kurzlebiges Partikel im unfassbar großen, kosmischen Zeitstrahl.“

Wir haben hier generell einen Mikrokulturprozess, an dem wirklich jeder beteiligt ist. Dem kann man sich nicht einmal entziehen, wenn man es denn wollte. Auch die Amish spielen mit, ob sie wollen oder nicht.

Womit man sich aktiv mehr verbindet, ist aber auch ein wesentlicher Teil des eigenen persönlichen Lebens. Und hier und da mal produktiv zu sein, das kann man wagen.

Den Spruch finde ich grundlegend: Ich will nicht länger Teil des Problems sein, sondern werde lieber ein Teil der Lösung.

Und leben wir doch inmitten von höchst aktiven Geisteswelten, so könnte das auch die Aussichten in den irdischen Niederungen durchaus beeinflussen. Verbindung und die damit mögliche Zusammenarbeit wird so potentiell umso weitreichender.

„...dass die noch angebotsorientierten Wirtschaftsdiskussionen in naher Zukunft die Bedeutung von Demografie und Nachfrage erkennen werden.“

Wir müssen weniger arbeiten, wenn wir mehr Kinder haben wollen. Und wenn dann Steuereinnahmen fehlen, dann muss man eben Kapitalertrag, Vermögen und Erbschaften mehr besteuern. Bis wir wieder hinreichend Kinder haben. Und von mir aus auch darüber hinaus.

Mit jeder bisherigen technischen Revolution dachte man erst, es wird uns die Arbeit knapp, aber immer hat man dann doch neue Märkte erschlossen. Was eigentlich wenig wundert: Wird der gewohnte Konsum billiger, haben die Leute Geld über, und die allermeisten geben das sogleich für was Neues aus.

Ob das jetzt mit KI und universellen humanoiden Robotern auch passiert, bleibt dennoch abzuwarten. Insbesondere wenn das auch noch größtenteils in FOSS implementiert wird.

Es könnte sich auch eine echte Sättigung im Konsumverhalten ergeben, und immer mehr Menschen wollen lieber weniger Arbeiten. Sollte das tatsächlich passieren, werden wir vermutlich gleich wieder mehr Kinder haben. Die anfängliche Schrumpfung durch Konsumstagnation wandelt sich dann sogleich in mehr Nachfrage aufgrund des Kinderzuwachses.

Überhaupt ist FOSS und dessen Produktion weniger kommerziell, sondern eher Kulturarbeit. Die überaus Förderungswürdig wäre, aber dann eben auch kein normales Erwerbsmodell wäre. Und hier kann wirklich die ganze Welt fleißig dran mitarbeiten.



Kommentar vom 02.02.2026 13:15
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/fussball-soll-dem-frieden-dienen-meine-ansprache-zum-holocaust-gedenktag-2026-beim-vfb-stuttgart/#comment-195537

@Realo 02.02. 10:16

„Aldi, Lidl, Rewe …. müssten verkaufen um die Steuern aufzubringen.“

Kapitalertragssteuern fallen auf Unternehmensgewinne an. Das ist bares Geld, wovon ein Teil als Steuern gezahlt werden kann. Vermögen von Privatpersonen liegen meistens liquide vor, und davon können auch Steuern bezahlt werden. Auch Erbschaftssteuern können meistens gezahlt werden. Nur wenn ein Betrieb vererbt wird, der sowieso knapp bei Kasse ist, wird es schwieriger. Dann kann man aber die Erbschaftssteuer auf 20 Jahre verteilen, das dürfte meistens helfen.

Ich sehe das nicht ein, dass die meisten Steuern und Abgaben auf Arbeitseinkommen gezahlt werden müssen. Das sollte besser anders gehen. Insbesondere wenn auch noch die Arbeitszeiten weniger werden und immer mehr KI und Roboter die Arbeit machen.

Die Idee hinter den Tafeln ist so verkehrt nicht. Wenn man das auf manches Andere ausweiten könnte, wäre das auch hilfreich. Hier in Dortmund gibt es die Bücherschränke, da kann man Bücher zum Verschenken reinstellen und sich welche zum Lesen mitnehmen. Eine Tiertafel gibt es auch noch.



Kommentar vom 02.02.2026 00:48
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-50-digitale-gewalt-die-kultur-japanischer-blutgruppen/#comment-195508

@Marie H. 01.02. 18:12

„Das “Basteln” können bei Software/Programmierung nicht alle. Ich zumindest kann es nicht.“

Kommt drauf an was man braucht. Wenn man nur ins Internet geht und einfache Texte schreiben oder Bilder verwalten will, kann man Linuxmint einfach als Livesystem nutzen. Einfach die DVD einlegen und Neustarten, und schon kann man damit arbeiten. Das hat eine Freundin von mir sogar mit einem Rechner mit kaputter Festplatte hinbekommen. Die musste dann nur alles gleich auf USB-Stick speichern, was so angefallen ist.

Vielleicht kennen sie ja jemanden, der Linux installieren kann und auch speziellere Anwendungen runterladen kann? So schwierig ist das alles nicht. Das müsste in ein oder zwei Stunden erledigt sein.

Für Hardwareprobleme habe ich auch einen Kumpel, der mir für kleines Geld hilft. Da komme ich selber auch nicht mit klar.



Kommentar vom 02.02.2026 00:23
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-50-digitale-gewalt-die-kultur-japanischer-blutgruppen/#comment-195507

@Michael 01.02. 15:11

„Und zum schnellen Wachstum der erneuerbaren Friedens- und Wohlstandsenergien in Asien, Afrika und Lateinamerika…“

Je näher am Äquator, desto mehr Solarertrag bringen dieselben PV-Module. Und dann ist das auch noch gleichmäßig über das Jahr verteilt, und man hat keine winterliche Heizung zu bestreiten, und muss also dafür keinen teuren Wasserstoff produzieren und für die Dunkelflauten der nächsten Heizsaison speichern.

Man kann dann aber schon Klimaanlagen gut gebrauchen, wenn man es sich denn leisten kann, und die laufen vor allem dann, wenn die Sonne am meisten knallt und der Solarertrag auch sein Maximum hat.

Eigentlich braucht man nur Kurzfristspeicher für die Nacht, ansonsten fallen Ertrag und Bedarf recht überwiegend von selber zusammen. Sogar die Stromnetze wären trotz Vollversorgung deutlich weniger umfangreich als bei uns, weil die Produktions- und Verbrauchsorte sehr nah bei einander liegen.

Das bedeutet, dass erneuerbare Energie in den südlicheren Ländern mindestens 3 mal billiger sein kann als bei uns in Mitteleuropa. Das dürfte den meisten jetzt noch armen Ländern helfen, wesentlich produktiver zu werden und wohlstandsmäßig aufzuholen.

Und die KI kann den Menschen sagen, wie sie es konkret machen können.

Und mit dem Ende von Öl und Gas wandeln sich vielleicht sogar einige der fossilen Diktaturen zu besseren Verhältnissen. Man hat dann eben eigenen sehr billigen Strom, den man vor allem selber nutzen kann, um alles Mögliche zu produzieren und davon dann sehr viel besser zu leben, als das jetzt möglich ist.



Kommentar vom 01.02.2026 17:47
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/fussball-soll-dem-frieden-dienen-meine-ansprache-zum-holocaust-gedenktag-2026-beim-vfb-stuttgart/#comment-195492

@Realo 01.02. 15:37

Das Konsumniveau in Europa dürfte recht gesättigt sein. Wirtschaftliche Aussichten dürften sich derzeit und für die nächsten Jahre und Jahrzehnte in den jetzt noch armen Ländern ergeben. Eine billige und verlässliche Stromversorgungen zusammen mit einer KI-Bildungsoffensive kann dort florierende Verhältnisse zur Folge haben.

Mit durchaus auch Perspektiven für die schon jetzt reichen Länder allerhand dorthin exportieren zu können. Das würde der Nachfrageschwäche durch unsere Demografie entgegenwirken, und dieses deutlich abmildern können.

Soweit es dann doch weniger gearbeitet werden kann, kann das dann wiederum mehr eigenen Nachwuchs zur Folge haben. Weil man einfach endlich wieder mal richtig Zeit dafür hat. Was dann ja wieder Umsatz- und Wachstumsmöglichkeiten eröffnen kann, die dem Umbau zu nachhaltiger Wirtschaftsweise mehr Zeit gibt.



Kommentar vom 01.02.2026 16:55
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/fussball-soll-dem-frieden-dienen-meine-ansprache-zum-holocaust-gedenktag-2026-beim-vfb-stuttgart/#comment-195489

@Realo 01.02. 15:37

„Möglichkeit 1: Wegen der hohen Produktivität entlassen sie kurzerhand Personal und das eingesparte Geld überweisen sie der Steuer…“

Entlassen wird doch sowieso, wenn die Produktivität steigt. Aber auch woanders neue Produkte verkauft. Nebenbei steigen auch die Steuern, aber nur ganz nach und nach.

„Möglichkeit 2: Die Kunden müssen zahlen, alles wird teurer….“

Gleichzeitig wird doch vieles billiger bei steigender Produktivität insbesondere durch KI und Universalroboter. Der Wohlstand kann gleich bleiben, und sogar mehr Menschen in den heute armen Ländern erreichen. Was ja wiederum den Umsatz fördert, und ausgleichend wirken kann.

„Möglichkeit 3: Die Unternehmer verkaufen ihr Vermögen und zahlen die Steuern. Wenn das alle tun müssen, verfallen die Vermögen. Vermögen sind „Speicher“ dienen oft zur Deckung von Krediten die z.B. zur Anschaffung von Maschinen, oder zur Vorfinanzierung von Aufträgen gebraucht werden. „

Die Unternehmen werden doch weiterhin ihr Geld verdienen, und natürlich nicht schließen. Und das Kapital behält auch seinen Wert dabei und muss nur ein wenig mehr Steuern abzwacken.

Man wird aber mit weniger Arbeitszeiten auskommen können, und genau das wäre das eigentliche Ziel dabei, dass man das geordnet hinbekommt. Ohne Chaos und Weltwirtschaftseinbruch.

„Neu ist nur die Idee, auch den Überschuss, ähnlich wie den Mangel, zu verwalten, nur halt ganz modern mit KI…“

Wenn wir darauf setzten, dass Unternehmen einen Teil ihrer Produktion aus freien Stücken verschenken, wäre das wohl ziemlich optimistisch. Das wäre klar auch eine Lösung, aber wer wird das denn machen?

Zumal die Wirkung auf die Unternehmen dann genau dieselbe wäre, wenn eben der Einsatz von KI und Robotern mehr besteuert würde. Nur wird dann eben tatsächlich gezahlt, und nicht nur auf allgemeinen Altruismus gehofft.



Kommentar vom 01.02.2026 14:48
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-50-digitale-gewalt-die-kultur-japanischer-blutgruppen/

@Michael 01.02. 07:31

„Im Hinblick auf die säkulare Geburtenimplosion und den bereits (spätestens) 2017 überschrittenen Peak Child-Gipfel sehe ich die großen, wirtschaftspolitischen Probleme des 21. Jahrhunderts ohnehin vor allem auf der Nachfrageseite.“

Aber das ist doch nicht nur ein Problem, sondern auch eine riesengroße Chance.

Zur einbrechenden Nachfrage kommt dann noch immer mehr beschleunigte Produktivität durch KI und Roboter dazu. Wir müssen dann weltweit weniger Arbeiten, und könnten gleichzeitig gucken, dass die Wirtschaft in den jetzt noch armen Ländern auch in Gang kommt.

Und weniger Arbeiten könnte auch möglicherweise die einzige Möglichkeit sein, die Geburtenzahlen wirklich wieder auf ein vernünftiges Maß anzuheben. Immerhin sind Kinder die Zukunft, und nicht nur Nachfrage- und Produktiv-Masse.

Gerade die FOSS-Initiative wirkt auf KI und Roboter so, dass hier weniger von den Konzernen Gewinn damit gemacht wird, und die dann steigende Produktivität der gesamten Menschheit zugute kommen kann.

Eine KI-gestützte weltweite Bildungsoffensive wird weiterhelfen. Vielleicht nicht nur, dass das Leben auch in den jetzt noch armen Ländern besser florieren kann, sondern dass auch immer mehr Menschen sich mehr mit sich selbst und mit ihren Kindern beschäftigen können.

So kommen wir dann auch mit weltweit sinkenden Arbeitszeiten immer besser zurecht.



Kommentar vom 01.02.2026 14:19
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/fussball-soll-dem-frieden-dienen-meine-ansprache-zum-holocaust-gedenktag-2026-beim-vfb-stuttgart/#comment-195477

@Realo 31.01. 14:15

„Kapitalertrags-, Vermögens-, Roboter-, KI- und Erbschaftsteuern die Unternehmer zahlen müssen, müssen auf die Preise umgelegt werden die Kunden begleichen und letztlich auch vom Personal erwirtschaftet werden.“

Die Produktivität ist doch dann viel höher, dann kann das doch passen, wenn weniger gearbeitet wird. Die Steuern fallen dann weniger direkt beim immer noch benötigten Personal an, sondern bei den erzielten Gewinnen durch den Einsatz von KI und Robotern. Das macht doch den Unterschied.

Und anders geht es doch nicht. Wenn sich Massenarbeitslosigkeit ergibt, und der Staat nicht mehr das Arbeitslosengeld aufwenden kann, dann bricht auch die Nachfrage nachhaltig ein und eine Abwärtsspirale kommt in Gang, die die gesamte Weltwirtschaft nachhaltig vor die Wand fährt.

„Das lässt vermuten, das man nicht wirklich an ein Ende von Öl und Gas glaubt.“

Wer da jetzt was glaubt, mag die aktuellen Spekulationen der Rohstoffmärkte beeinflussen. Wenn sich die erneuerbaren Energien durchsetzten, weil sie konkurrenzfähig werden, dann schrumpft das Öl- und Gasgeschäft zunehmend, und die erzielbaren Preise sinken immer weiter bis die Umsätze irgendwann kaum noch eine Rolle spielen.



Kommentar vom 01.02.2026 00:50
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-50-digitale-gewalt-die-kultur-japanischer-blutgruppen/#comment-195446

@Michael 31.01. 19:37

„Ein dezentrales, europäisches Fediversum mit FOSS-KI würde dagegen **Resilienz** durch Diversität schaffen….“

Und wieder will ich darauf hinweisen, das FOSS ein globales Projekt sein kann. Kostenlos kann man alles miteinander teilen, und natürlich auch den Einblick haben, wie es konkret funktioniert und was es am Ende macht.

Wenn wir in Europa da echt vorwärts kommen, wird das vermutlich in der ganzen Welt aufgegriffen, genutzt und weiterentwickelt. Und kann dann sogar wesentlich verbessert zu uns zurückkommen. Auch Linux ist in Europa entstanden, und wurde dann als Ubuntu in Afrika weiterentwickelt. Mein Linux hier basiert auf Ubuntu und kommt mit einem Uralt-PC zurecht, auf dem schon seit etlichen Jahren kein Windows mehr laufen würde.

Installation und Pflege sind schnell gemacht, und fast alles, was man so an Anwendungen braucht, gibt es auch als FOSS, und das kann man alles ruck zuck runterladen und installieren. Funktioniert aber nicht immer alles auf Anhieb, manchmal muss man basteln.

Da habe ich nicht nur die Windowskosten gespart, sondern auch einen neuen Computer. Was natürlich arme Menschen ganz wesentlich gebrauchen können. Und mich freut es auch, wenn ich Kosten einsparen kann.

Auch die meisten US-Bürger dürften FOSS begrüßen und nutzen. Nur die Chinesen und manche andere Autokratien wohl eher nicht. Es sei denn, da sieht man, dass es wirklich einfach viel besser funktioniert, und trotzdem noch hinreichend kontrolliert werden kann.

Weiterentwicklung von KI und bald auch universell einsetzbare humanoide Roboter sind sehr universal, und alle Softwarelösungen in diesem Bereich entsprechend sehr vorteilhaft auf FOSS zu implementieren. Einmal für alle entwickelt, breit weiterzuentwickeln und anzupassen, und eben weis dann auch der Kunde, was er da wirklich hat.

Letztlich ist die Offenheit des Quellcodes eine ganze Welt, die uns mit kommerzieller Software nie geboten werden kann.