Meine Kommentare auf scilogs.spektrum.de 2026/01 (T.J.)
Kommentar vom 31.01.2026 16:00
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-50-digitale-gewalt-die-kultur-japanischer-blutgruppen/#comment-195420
@Podcast Nr. 50
„Wenn man von allen Seiten angegriffen wird, dann weiß man, dass man in der Mitte ist.“
Das mag wohl auch einen guten Teil des Schicksals der Juden betreffen? Die fallen ja nun auch mit vernünftiger Mitte seit Jahrtausenden auf. Insbesondere mit gelebter Religionsfreiheit.
Ansonsten heißt es auch: Viel Feind, viel Ehr. Das könnte ein Trost sein.
Sich vernünftige Gedanken machen, macht eben immer Sinn.
Wenn sich die KI immer mehr und immer gründlicher in der Mitte der verfügbaren Vernunft bewegt, könnte das ein neues Zeitalter begründen? Die KI kann man auch gar nicht mehr persönlich angreifen, die ist nicht zu fassen, als eigentlich abstraktes Element.
Wenn es sich denn etabliert, dass man die Stellungnahme der KI allgemein als Faktum anerkennt, kann das dann die Diskurse auf allen Ebenen sehr positiv beeinflussen. Im privaten Rahmen ist das bei mir längst so. Bei inhaltlichen Differenzen im RL gucken wir, was felo.ai dazu sagt, und das wird dann von allen akzeptiert.
Beispielweise meinte eine Bekannte, dass die Pumpe von Waschmaschinen kaputtgehen kann, wenn man das Wasser ganz abgelassen hat und dann auf Abpumpen geht. Man muss dann vorher unbedingt einen Liter Wasser ins Waschpulverfach gießen. Das wollte jemand nicht glauben, und da haben wir eben felo.ai gefragt, und die sagte, dass das stimmt. Und damit war das dann unter uns geklärt.
Kommentar vom 31.01.2026 01:29
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/fussball-soll-dem-frieden-dienen-meine-ansprache-zum-holocaust-gedenktag-2026-beim-vfb-stuttgart/#comment-195349
@Dirk Freyling 30.01. 21:59
„Dieser Widerstand kommt bei Fußballfangemeinschaften kaum von innen. Es ist die Staatsmacht, die dies stetig verhindert.“
Gewalttätig sind hier eigentlich nur die Hooligans, die den Sport als Bühne für ihren eigene Prügelsport nutzen. Die Polizei versucht hier Vieles, ohne soo viel Erfolg, und öfter nehmen die Hooligens das Angebot an, und prügeln sich mit der Polizei.
„In dieser Doku sagen Fans unter anderem „Borussia ist eine Religion für mich“ und zeigen Rituale rund um den Spieltag, Gebete, Fan-Devotionalien und die starke emotionale Identifikation mit dem Verein – vergleichbar mit religiösen Praktiken.“
Das ist schon verrückt, aber ich lebe hier mitten in Dortmund, und mir ist das echt sympathisch. Das macht doch die ganze Stadt lebenswerter, wenn hier feiernde Horden in Schwarzgelb sich in Richtung Stadion aufmachen. So geht Kultur, so geht Mimesis, auch ganz spielerische, und es ist Leben. Mit dem Herzen bin ich dann immer mit bei den Fans, auch wenn ich selber nicht ins Stadion gehe.
Keinen Respekt vor anderen Vereinen ist was völlig Anderes.
Kommentar vom 31.01.2026 00:51
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/fussball-soll-dem-frieden-dienen-meine-ansprache-zum-holocaust-gedenktag-2026-beim-vfb-stuttgart/#comment-195347
@Realo 30.01. 13:37
„Den Überschuss an Gütern könnte man mit „passender KI“ und selektiv zugeteilten „Gutscheinen“ optimal verteilen….“
Da würde ich mich lieber nicht auf die Gnade von Konzernen verlassen. Wenn wirklich die Arbeitsplätze knapp werden, dann brauchen wir Kapitalertrags-, Vermögens- und Erbschaftsteuern. Schließlich sind KI und Roboter finanztechnisch gesehen Kapital, das Ertrag abwirft. Wenn das dann nicht hinreichend abgeschöpft wird, dann geht die Weltwirtschaft komplett baden. Meine ich jetzt.
Und der Kapitalismus würde tatsächlich als ein Auto ohne Bremsen komplett vor die Wand fahren.
„Damit waren die Russen praktisch auch von ihrem Hafen vertrieben und die kriegerische Eskalation vorgezeichnet. Abgesehen davon, dass auch die Russen in der Ostukraine ihre Unabhängigkeit von der Ukraine wollten, wie umgekehrt die Ukrainer auch die Unabhängigkeit von Russland erreicht haben…. „
Selbstverständlich hat doch die Nato überhaupt nicht auf die Besetzung der Krim und dem Donbass reagiert. Wir hatten verstanden, dass das seine Berechtigung hat. Wir haben sogar noch die Nordstreampipeline gebaut. Offenbar hat das dann Putin wohl ziemlich falsch verstanden. Und unser Verständnis als Schwäche gewertet, und dachte, dann kann ich mir auch den Rest der Ukraine holen. Dann ging der Krieg ja erst in diese zweite Runde. Und Putin hat jetzt 4 Jahre Krieg geführt, und kommt da anscheinend einfach nicht mehr von runter.
Wie ein Zocker, der seinen Verlust nicht eingestehen kann, und deswegen alles auf eine Karte setzt, um doch noch alles wieder zurückzugewinnen.
„Putins Bedrohungsnarrativ bestätigt ein Blick auf die jeweils aktuellen Landkarten. Die Nato rückt den Russischen „Bodenschätzen“ immer näher, es ist nur die Frage wenn sie endgültig „zuschnappt“….“
Das ist doch Unsinn. Russland hat genug Atombomben, und ist damit unangreifbar. Und selbst ohne russische Atombomben wäre ein Feldzug zu den russischen Bodenschätzen ein riesiges Minusgeschäft. Öl und Gas läuft doch sowieso aus, und den Rest kann man billiger von Russland einfach kaufen, ohne Billionen für einen Krieg auszugeben.
„Bei Verhandlungen die „Eroberungsinstinkte“ betreffen, dürfte es sich nicht anders verhalten.“
In der Tat scheint es wohl „Eroberungsinstinkte“ zu geben. Besser man macht sich diese bewusst. Das könnte gerade Putin betreffen. Aber auch wir selber, bzw. die USA. So war etwa der 2. Irakkrieg komplett unbegründet. Es war nicht schade um Shaddam Hussein, aber mit dem 11. September hatte er ja nun wirklich rein gar nichts mit zu tun.
Außer, dass er auch Moslem war. Und seitdem lebt man dort im Bürgerkrieg. Inclusive der Übergriffe auf die Jeziden.
Kommentar vom 30.01.2026 00:23
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/fussball-soll-dem-frieden-dienen-meine-ansprache-zum-holocaust-gedenktag-2026-beim-vfb-stuttgart/#comment-195279
@Realo 29.01. 12:34
„Was sollte sich Putin von der EU holen wollen?“
Vermutlich dasselbe wie von der gesamten Ukraine: Über uns herrschen, soweit es möglich wäre? Da ist auch sonst kaum was Rationales dran, einfach nur Herrschen. Letztlich eine Wiederherstellung der Sowjetunion, nur Macht um der Macht willen.
„Bodenschätze und Lebensraum hat er selber mehr als genug. Beides verteidigt er wütend, weil normalerweise Begehrlichkeiten bestehen, in Richtung Russland zu marschieren und den Russen beides abzuknöpfen.“
Diese Begehrlichkeiten existieren aber nicht. Wir greifen Russland auch nirgendswo an. Wir respektieren die russischen Atomwaffen, und liefern entsprechend auch keine Taurusraketen.
„Die einzige Chance, dass wir nicht in einen heißen Krieg ziehen müssen, wäre, Putins internationale Geschäfte nicht zu behindern.“
Durch diesen Krieg haben wir doch erst jegliche Lust verloren, nicht mal mehr billiges Gas in Russland einzukaufen. Allerdings behindert offenbar die globale Energiewende tatsächlich zukünftig zunehmend die Erlöse der russischen Exporte von Öl und Gas.
Möglicherweise versucht hier Putin auch mit diesem Krieg, dem verzweifelt irgendwie entgegen zu wirken. Unsere jetzt in Angriff genommene Aufrüstung tut nun auch tatsächlich die Mittel binden, die eigentlich die Ampelkoalition zur Förderung der deutschen Energiewende einsetzten wollte.
Global gesehen dürfte das Putin allerdings wenig helfen. Entscheidend werden hier die chinesischen Produktionskapazitäten von PV-Modulen, Lithiumbatterien und Generatoren für Windräder sein. Und das braucht kaum noch Förderungen, weil es inzwischen immer mehr von selber konkurrenzfähig geworden ist. Es reicht hier überwiegend, die richtigen Rahmenbedingungen einzuführen, die meistens wenig oder gar kein Steuergeld kosten.
Außerdem sind wir auch nicht doof, und haben jetzt erst recht Lust bekommen, unsere Energiewende so zügig wie möglich durchzuziehen. Damit Putin so schnell wie möglich das Geld ausgeht, und wir auf diesem Wege unsere Sicherheit wiederfinden können. Ohne einen heißen Krieg, den brauchen wir dafür nicht.
Wenn Putin gegen uns nichts ausrichten kann, dann reicht uns das vollkommen. Wir selbst haben keinerlei Anlass, Russland anzugreifen. Wir in der EU sind uns wirklich selbst genug.
Die Kosten von umfangreicheren Kriegen gegen Russland würden sich auch nie rechnen. Die Bodenschätze, die außer Öl und Gas in Russland zu holen wären, reichen einfach nicht. Und landwirtschaftlich haben wir in der EU schon länger Probleme mit Überschüssen.
Kommentar vom 29.01.2026 16:09
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/fussball-soll-dem-frieden-dienen-meine-ansprache-zum-holocaust-gedenktag-2026-beim-vfb-stuttgart/#comment-195258
@Realo 29.01. 12:34
„Wegen meiner Erfahrungen schlagen ich mich auf die Seite derjenigen, die für internationale Kooperation, für Verhandlungen und für Frieden sind, bin jedenfalls dagegen, nur um meinen Mut zu beweisen, direkt auf einen WK3 zuzusteuern….“
Ich eigentlich auch. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass sich Putin auch von der EU holt, was er kriegen kann. Die einzige Chance, dass wir nicht in einen heißen Krieg ziehen müssen, wäre, dass wir militärisch so stark sind, dass Putin nichts gegen uns erreichen kann.
Da wäre als allererstes die weitere Unterstützung der USA ganz wichtig, als zweites eine wirklich schlagkräftige europäische Armee und natürlich, dass die Öl und Gaspreise durch die globale Energiewende verfallen und damit auch Putin wirklich nachhaltig das Geld zum Kriegführen ausgeht.
Das sind echte Perspektiven, finde ich. Und wenn es der Ukraine am Ende die Krim und den Donbass kostet, dann ist das eben so. Das ist klar Völkerrechtswidrig, kann man aber überleben. Was ja nun auch schon mal was ist.
Die beteiligen Soldaten auf beiden Seiten dürften ziemlich genug haben nach 4 Jahren Krieg. Und die ukrainischen Zivilisten auch.
Kommentar vom 28.01.2026 15:34
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/fussball-soll-dem-frieden-dienen-meine-ansprache-zum-holocaust-gedenktag-2026-beim-vfb-stuttgart/#comment-195215
@HG Unckell 28.01. 10:35
„Verlieren können, ohne ein Verlierer zu sein, ist dann eine weitere Kompetenz, die durch solche Sportarten den Übenden zuwachsen.“
Regelbasierter fairer Sport ist sicher sehr viel sinnvoller als Krieg. Und ich gucks mir auch gerne an, wenn hier in der Bundesliga und in Europa- und Weltmeisterschaften um den Sieg gerungen wird.
Die Anstrengungen, die die Sportler dabei erleiden, möchte ich dann aber lieber nicht selber auf mich nehmen. Die müssen es selber wissen, wenn sie es denn nicht lassen können.
Überhaupt gilt m.E. Ähnliches für die ganze Leistungsgesellschaft. Wer echt Lust hat, gegen alle anderen anzutreten, der setzt zuweilen einen Konkurrenzkampf in Gang, mit dem wirklich nicht jeder glücklich mit wird.
Solange es dabei spielerisch bleibt, guck ich mir es dann gerne auch an. Ob nun im Sport oder im Wirtschaftsleben. Die neuesten dicksten SUVs finde ich durchaus beeindruckend, aber eben schon lange nicht mehr sinnvoll. Aber ohne solche Konsumauswüchse hätten wir auch schon lange deutlich weniger Arbeit. Da kann man aber auch meinen, dass das eigentlich gar nicht so schlecht wäre.
Umso mehr Ressourcen bleiben für die Energiewende, für Rüstung oder für mehr Nachwuchs übrig. Und überhaupt auch für ein vielleicht deutlich entspannteres Leben.
Kommentar vom 28.01.2026 00:31
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-menschenwuerde-aller-zwei-podcasts-nach-grafeneck/#comment-195163
@Uli Schoppe 25.01. 17:23 / 17:55
„Aber ich bin eigentlich überrascht das sich noch niemand so richtig auf dieses Niveau begeben hat.“
Na weil das Vitaminproblem nicht groß genug ist, dass man mit dunkler Hautfarbe besser gar nicht in Mitteleuropa lebt. Notfalls eben Vitaminpräparate einnehmen.
„Es gibt keine automatische Entwicklung zum Vernünftigeren und Besseren hin. Das müssen sich die Menschen schon selber holen.“
Man muss ja auch von einem allmählichen Vorgang ausgehen, dass KI und Roboter nach und nach alle Arbeit übernehmen. Zunächst müsste sich erst mal zeigen, das mit entsprechender Automatisierung nachhaltig die Arbeitsplätze knapp werden, und es absehbar wird, dass dieses Problem nicht vorübergehend ist, sondern eben immer weiter um sich greifen wird.
Sobald das wirklich losgeht, muss man wohl ziemlich schnell von Lohn- und Einkommensteuern wegkommen, und zunehmend mit dem Problem auf immer mehr Kapitalertragsteuern, Vermögenssteuern und Erbschaftssteuern umsteigen. KI und Roboter sind nun mal finanztechnisch Ertrag abwerfendes Kapital.
Das müsste man dann zunehmend besteuern. Wenn das dann nicht gelingt, und Wirtschaftspolitik dann noch versucht, die Menschen noch intensiver zur Arbeit zu befähigen und zu motivieren, dann gute Nacht.
Eine entsprechend umfangreiche Automatisierung wäre dann auch ein nachhaltiges Ende der Leistungsgesellschaft, an dem man am Ende vermutlich nicht vorbei kommt.
Die Leistungsgesellschaft ist auch nicht nur Wirtschaftsmodell, sondern auch insgesamt herrschende Kultur. Man müsste dann auch entsprechend kulturell gucken, wie man die Zeit mit wenig Erwerbsarbeit auch sinnvoll füllen kann.
Auf jeden Fall hat man dann aber wohl Zeit für mehr Nachwuchs.
Kommentar vom 27.01.2026 13:46
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/durch-mimesis-medien-verstehen-ki-zwischen-biedermeier-kreativitaet/#comment-195143
@Michael 27.01. 06:19
„Ich mag gerne hoffen, dass wir der Zeit einfach voraus sind und es in Zukunft immer mehr gelingenden Austausch geben wird.“
Wenn wir einfach weiter denken, und uns vernünftig austauschen, dann kann das wohl recht schnell gehen, seiner Zeit zumindest ein wenig voraus zu sein.
Die Wege des Herrn sind unergründlich ist sicher immer auch aktuell, aber man kann da doch zumindest versuchen, Struktur rein zu bringen.
Ich hoffe ja immer noch auf eine grundlegende Wende durch eine LLM-basierte Wissensoffensive. Man kann so jede Menge destruktive Gerüchte sehr schnell nachprüfen. Und diese KI scheint auch sehr schnell Aktuelles integrieren zu können.
Das müsste doch auch der Inflation der Desinformation in den antisozialen Netzen entgegenwirken können. Und dass man lieber der KI Fragen stellt, um sich weiter zu bilden, als ständig irgendwelche Unsinnsposts zu lesen.
Kommentar vom 26.01.2026 00:31
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/durch-mimesis-medien-verstehen-ki-zwischen-biedermeier-kreativitaet/#comment-195053
@Mussi 25.01. 19:19
„Imitieren die sich auch mimetisch’? Ja, sicher. Das ist ja das Dilemma. Die Frage ist, wie man das Dilemma auflöst!“
Das ist dann wohl der nächste Schritt. Sich also nicht mehr oder weniger unbewusst von Unfug anstecken lassen, sondern sich immer wieder fragen: Wo will ich wirklich hin, was will ich wirklich haben, kaufen, benutzen, aber auch produzieren und verkaufen.
Welche Grundlagen hat das alles, was sagt die Wissenschaft dazu wirklich, was passiert hier konkret in sozialen Gemeinschaften aller Größenordnungen. Was will ich unterstützen, und was will ich zu zerstören versuchen, weil ich da wirklich nicht hin will.
Die Horizonte sind da sehr hilfreich. Je weiter man denkt, desto mehr kann man auch konkret in die Wege leiten. Desto eher kann das dann sogar funktionieren. Und ich vermute, dass gerade Horizonte auch sehr ansteckend sein können.
Beispielsweise wenn man ganz konkret nicht nur deutsch, sondern wirklich europäisch denkt, redet und handelt. Und auch mal Gedanken daran verschwendet, wie es in vielleicht 30 Jahren weiter gehen könnte. Selbst wenn man keine guten Aussichten hat, dass am Ende selber noch zu erleben.
Dann kann man nicht nur was bewegen, dann lebt man auch wirklich was. Womit man sich wirklich verbindet, mit dem lebt man dann doch auch. Man muss nicht alles kaufen, was man im Leben sehen will.
Ist das denn überhaupt noch ein Leben, wenn man sich durchweg mit Sch. verbindet? Und da dann auch noch sein ganzes Leben für verschwendet. Ärmer geht es jetzt nicht aus meiner Sicht.
Kommentar vom 25.01.2026 15:18
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-menschenwuerde-aller-zwei-podcasts-nach-grafeneck/
@Martin Holzherr 25.01. 11:40 / 11:58
„Es sei, so Du Bois, ein merkwürdiges Deutschland entstanden – »schweigsam, nervös und bedrückt«, nur im Flüsterton sprechend.“
Jeder mit Verstand und funktionierender Intuition wird wohl geahnt haben, dass sich hier der blanke Wahnsinn ausbreitet.
Meine eigenen Großeltern waren von der väterlichen Seite her glühende Hitleranhänger, von der mütterlichen Seite aber sehr kritisch, und mussten sich schon früh vor der Gestapo fürchten, u.a. weil sie ihren Volksempfänger frisiert haben und regelmäßig BBC gehört haben.
„Gentherapien um leistungsfähiger und damit arbeitsfähiger zu werden, werden zudem in Zukunft nicht mehr attraktiv sein, da Arbeiten in naher Zukunft nicht mehr notwendig sein wird. KI&Humanoide übernehmen.“
Sollte das tatsächlich noch so kommen, wird auch arbeitsmäßig motivierte Migration wegfallen. Und auch wird sich das vermutlich einschneidend auf die Demografie auswirken. Dann hätte man wirklich Zeit für eigenen Nachwuchs.
Vorausgesetzt, die Früchte der automatisierten Arbeit kommen nicht nur vermögenden Leuten zugute, sondern allen. Was wohl eine noch offene Frage wäre. Wird trotzdem versucht dennoch maximale Beschäftigungsquoten zu erreichen, dann kann das auch in einer wirtschaftlichen Katastrophe enden. Und die meisten Menschen werden dann keinen arbeitsfreien steigenden Wohlstand, sondern gar nichts mehr haben.
Kommentar vom 24.01.2026 23:54
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-menschenwuerde-aller-zwei-podcasts-nach-grafeneck/#comment-195012
@Michael 24.01. 18:10
„Denn selbst wenn etwa die Gen-Schere „freiwilig“ wäre, so würde doch 1. ein Druck auf jene Menschen entstehen, die sich genetischer Optimierung entziehen und 2. nachfolgende Generationen in schwer einschätzbarer Weise beeinflusst.“
Den Druck muss es m.E. nicht unbedingt geben, auch wenn der eine oder andere sich dazu entscheidet. Aber es muss auf jeden Fall klar sein, dass man weis was man da tut, und alle Folgen, die das haben kann, im Detail bekannt sein müssten.
Wenn man den Einsatz der Gen-Schere bei Pflanzen, Tieren und bei schwerwiegenden Erkrankungen auch beim Menschen wirklich gut eingeübt hat, sollte man da noch mal drüber nachdenken, finde ich.
„...nicht aber zu einer „Optimierung“ von Eigenschaften, Haut-, Haar- oder Augenfarben o.ä.“
Eine hellere Hautfarbe wäre ja mehr als nur Optik, es geht um den Vitaminmangel dabei. Mehr aber auch nicht. Muss man nicht machen, kann man aber vielleicht.
Kommentar vom 24.01.2026 23:32
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-menschenwuerde-aller-zwei-podcasts-nach-grafeneck/#comment-195010
@Martin Holzherr 24.01. 21:07
„...einer Zukunft an der jeder Deutsche, jede Deutsche und jedes Kind qua Geburt, gemeinsamen biologischen Erbes und Vertrauen in den Führer teilhaben konnte.“
Nur leider war das alles nur zusammengelogen. Wer nicht mehr leistungsfähig war wurde teils einfach umgebracht, und jeder musste damit rechnen, dass die Gestapo vor der Tür steht. Und all dieser kollektive Rausch führte dann auch in den Untergang.
Das gehört alles zusammen, zu einem einzigem Wahnsinn. Und eigentlich nur von einigen Wenigen ins Leben gerufen.
Kommentar vom 24.01.2026 17:09
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-menschenwuerde-aller-zwei-podcasts-nach-grafeneck/#comment-194992
@Michael 24.01. 15:13
„Gerade auch im Dialog mit biologisch oder gar biologistisch Denkenden erläutere ich auch gerne die Ethnogenese von Sachsen.“
Wenn man es wirklich biologisch sieht, sollten wir doch insbesondere reichlich Afrikaner einladen. Die haben eine sehr hohe genetische Vielfalt, das kann uns bei zukünftigen wirklich gefährlichen Pandemien helfen, und überhaupt für sehr viel mehr Variationen in alle Richtungen sorgen.
Nur die dunkle Hautfarbe ist ungünstig. Aber angesichts von einem modernen Leben überwiegend hinter Glas in Büros und Fahrzeugen wäre eine hellere Hautfarbe weltweit von Vorteil, auch in Afrika selbst?
Man könnte hier mit der Genschere eingreifen, ganz freiwillig natürlich. Wenn man denn schon biologistisch denken mag. Ansonsten dauert es meistens 800 Jahre, bis sich der natürliche Hauttyp an die konkrete Beleuchtungssituation von selber anpasst. Notfalls helfen auch Medikamente, um den gestörten Vitaminhaushalt durch zu wenig Licht auszugleichen.
Ich habe felo.ai gefragt:
Wie groß ist das Vitaminproblem mit dunkler Hautfarbe in Mitteleuropa?
„Das Vitaminproblem bei Menschen mit dunkler Hautfarbe in Mitteleuropa ist ein bedeutendes Gesundheitsanliegen, das durch verschiedene Faktoren beeinflusst wird.
Vitamin D und Hautfarbe
Dunkle Haut enthält mehr Melanin, was die Fähigkeit der Haut verringert, Vitamin D unter UVB-Strahlung zu synthetisieren. Dies bedeutet, dass Menschen mit dunkler Hautfarbe in Regionen mit geringer Sonneneinstrahlung, wie Mitteleuropa, ein höheres Risiko für Vitamin-D-Mangel haben. Studien zeigen, dass dunkle Haut etwa sechs- bis zehnmal mehr Sonnenlicht benötigt, um die gleiche Menge an Vitamin D zu produzieren wie helle Haut.
Prävalenz von Vitamin-D-Mangel
In Mitteleuropa ist die Prävalenz von Vitamin-D-Mangel bei Menschen mit dunkler Hautfarbe signifikant höher. Eine Untersuchung in der Schweiz ergab, dass 63% der schwangeren Frauen Vitamin D-defizient waren, wobei Frauen mit dunkler Hautfarbe ein höheres Risiko für Mangelzustände aufwiesen. Eine Meta-Analyse hat gezeigt, dass Migranten mit dunkler Hautfarbe, die in nördlichen Breiten leben, besonders anfällig für Vitamin-D-Mangel sind, was mit kulturellen Praktiken und unzureichender Sonnenexposition zusammenhängt.
Gesundheitliche Auswirkungen
Vitamin-D-Mangel kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben, darunter ein erhöhtes Risiko für Knochenerkrankungen wie Osteoporose und Rachitis. Bei schwangeren Frauen kann ein Mangel auch zu Komplikationen wie Glukoseintoleranz führen.
Prävention und Empfehlungen
Um Vitamin-D-Mangel zu vermeiden, wird empfohlen, regelmäßig Zeit im Freien zu verbringen, insbesondere in den Sommermonaten, und gegebenenfalls Vitamin-D-Präparate einzunehmen, insbesondere für Menschen mit dunkler Hautfarbe, die in Mitteleuropa leben. Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Vitamin D ist, kann ebenfalls helfen, den Vitamin-D-Spiegel zu erhöhen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Vitaminproblem bei Menschen mit dunkler Hautfarbe in Mitteleuropa ernst genommen werden sollte, da es erhebliche gesundheitliche Risiken birgt. Es ist wichtig, präventive Maßnahmen zu ergreifen, um die Vitamin-D-Versorgung zu verbessern.“
Kommentar vom 24.01.2026 14:12
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-menschenwuerde-aller-zwei-podcasts-nach-grafeneck/#comment-194985
@Martin Holzherr 24.01. 01:38
„Reinrassig, arisch, heroisch sollte die Bevölkerung des dritten Reiches sein und Hitler, der ab 1933 Reichskanzler war, begann 1935 damit Reinrassigkeit mittels rassenhygienischen Gesetzen umzusetzen.“
Letztlich rein praktisch ziemlich willkürlich. Diese Rassen sind kaum definierbar. Die moderne Gentechnik macht es auch nicht, im Gegenteil sieht man in den Genen der einzelnen Menschen eine verstreute Vielfalt, indem letztlich nur einzelne Eigenschaften wie z.B. der Hauttyp definierbar sind.
Wenn man auf genetischer Basis versuchen wollte, Menschenrassen zu definieren, würde man feststellen, dass das unmöglich ist.
Wobei es durchaus eine Tatsache ist, dass sich 90% der genetischen Vielfalt des Menschen innerhalb von Afrika abspielt. Weil der Mensch dort seit 300.000 Jahren existiert, und die Auswanderer, die sich jenseits von Afrika im Rest der Welt ansiedelten, eine eher kleine Gruppe waren.
Rein biologisch gesehen ist diese Vielfalt wiederum eigentlich ziemlich wertvoll.
Was bliebe, wäre kulturelle Identitäten zu definieren, aber auch diese variieren in Zeit und Raum. Und auch noch sehr viel mehr und schneller als die Biologie. Das macht ja gerade den Menschen aus.
Altdeutsche und Neudeutsche freilich kann man ganz einfach definieren. Der Aufenthaltsstatus ist stets eindeutig. Und wie gut sich ein Einwanderer eingelebt hat, das kann man in gewissen Grenzen auch feststellen. Arbeitstätigkeit, Deutschkenntnisse und keine Straffälligkeit sind feststellbar. Oder eine Heirat mit Altdeutschen.
Religionen und Kulturkreise sind auch wiederum eher fließend, und ändern sich über die Jahrzehnte immer wieder. Die Unterschiede innerhalb der großen Religionen sind m.E. wesentlicher als die Unterscheidung von Christen, Juden oder Muslimen bzw. Weiteren und Nichtreligiösen.
Was die Nazis da gemacht haben, war ziemlich willkürlich. Einfach jeden am Ende umzubringen, dessen Nase einem nicht gefiel.
Kommentar vom 24.01.2026 00:18
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/francis-fukuyama-jan-assmann-mein-respekt-vor-selbst-falsifikation-nach-popper/#comment-194954
@Realo 23.01. 17:32
„Wenn die alten „Handlungsmuster“ genutzt werden, könnte sich die „Nordhalbkugel“ gegenseitig ausrotten. Das scheint D. Trump aufgefallen zu sein und er versucht verzweifelt gegenzusteuern…“
Da hat es keinen Trump für gebraucht. Wir sehen doch offenbar zu, dass wir die Ukraine nur so viel unterstützen, dass Putin nur sehr langsam oder gar nicht vorwärts kommt. Es wäre womöglich gefährlich, wenn wir unsere Taurusraketen zahlreich im russischem Hinterland einsetzen würden.
Wir hätten als Nato auch einfach Russland selbst mit allem was wir haben angreifen können, haben wir aber nicht. Wegen der russischen Atomwaffen wäre dies in der Tat gar keine gute Idee gewesen.
Die Friedensvorschläge von Trump halte ich für durchaus passabel. Wichtiger als die abzutretenden Gebiete wäre ein Ende der Kampfhandlungen, und dass Europa Zeit bekommt, sich selbst verteidigen zu können. Dann brauchen wir keine USA mehr, das wäre auch m.E. durchaus vernünftig.
Allerdings ist Trumps Wankelmütigkeit schon auch ein Faktor, dass Putin weitermacht, in der Hoffnung, dass sich die USA aus der Ukraineunterstützung und der ganzen Nato zurückzieht.
Es wäre nun schon eine erhebliche Verschwendung, dass die 20 Billionen, die die USA in den letzten 30 Jahren für Rüstung ausgegeben haben, jetzt wo wirklich Not am Mann ist, einfach nicht mehr einzusetzen. Und Abschreckung würde vollkommen reichen, unwahrscheinlich, das Putin sich mit einer gut stehenden Nato anlegt, die konsequent zusammenhält.
Vermutlich müssten wir gar nicht so viel selber Aufrüsten, wesentlich sinnvoller wäre es eventuell, jetzt die USA für ihren Schutz großzügig zu bezahlen. Zumal das Putinproblem sowieso entfällt, wenn die Öl und Gaspreise zügig verfallen. Eigentlich müssen wir in Europa nur maximal 10 Jahre Zeit gewinnen.
Andere Gegner sind derzeit nicht in Sicht, wir wären wieder tatsächlich von Freunden umzingelt. Gute Außenpolitik trägt meistens Früchte. Die Finanzierung von fossilen Autokraten gehört offenbar nicht dazu.
Kommentar vom 23.01.2026 17:25
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/francis-fukuyama-jan-assmann-mein-respekt-vor-selbst-falsifikation-nach-popper/#comment-194927
@Realo 23.01. 13:38
„Genau das, im Ausland, nicht an den Grenzen der Heimat zu kämpfen, will man der nachkommenden Generation mit „besonderen Vorwänden“ eintrichtern.“
Und doch ist die Nato ein Erfolgsmodell. Entsprechend umfangreiche Bündnisse bei eigener Friedfertigkeit spart dann tatsächlich Kriegstätigkeit ein. Inzwischen seit 80 Jahren.
Damals waren wir Natofrontstaat, und unsere Freiheit wurde von der ganzen Nato verteidigt. Heute sind wir in der 3. Reihe, und unterstützen eben z.B. das Baltikum. So sichern wir uns gemeinsam auch uns selber unsere Freiheit.
Wir warten eben nicht, bis der Krieg bei uns angekommen ist, sondern sorgen gemeinsam dafür, dass es Putin gar nicht erst versucht. So zumindest der Plan.
Das leuchtet nicht ein?
Kommentar vom 23.01.2026 16:35
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/francis-fukuyama-jan-assmann-mein-respekt-vor-selbst-falsifikation-nach-popper/#comment-194924
@Realo 23.01. 12:53
„Das Westkapital und die Ukrainer müssten es sich aus dem Kopf schlagen, jemals die Russischen Bodenschätze in Besitz nehmen zu können. Das ist natürlich der wirkliche Knackpunkt….“
Es dürfte inzwischen klar sein, dass Putin die Krim und den Donbass behalten kann. Warum geht Putin darauf nicht ein?
Wir brauchen die russischen Bodenschätze nicht. Noch nicht mal mehr russisches Gas einkaufen brauchen wir. Gerade Öl und Gas läuft doch sowieso bald aus, dass kann sich schon in 5 Jahren für Russland gar nicht mehr lohnen.
Ein Knackpunkt bei Friedensverhandlungen könnten die 210 Mrd eingefrorenes Russisches Vermögen aber sein. Man könnte das mit den zivilen Kriegsschäden verrechnen.
Das ist aus meiner Sicht ein schwieriges Thema, ich hätte schon Bauchschmerzen, wenn dieses Geld in Putins Kriegskasse landet, und die Ukraine auf ihren umfangreichen Kriegsschäden komplett sitzen bleibt.
Vielleicht könnte man dieses Geld nur als Pfand zurückhalten, und erst in 5 oder 10 Jahren zurückgeben, wenn wir uns hier dann vor Russland sicher fühlen, und wenn bis dahin keine weiteren Angriffe hinterher kommen.
„Ich glaube nicht, dass die Russen, außer aus den genannten Gründen, frühere WP Staaten zurückwollen.“
Das wäre eine Hoffnung. Ich glaub es jetzt aber nicht. Wieso denn dann überhaupt dieser Angriffskrieg? Krim und Donbass waren doch gesichert. Theoretisch hätte die Ukraine irgendwann den Krieg wiederaufnehmen können, aber das hätte Russland doch sogar entspannt abwarten können.
Dass die Nato Russland angreift, wäre angesichts der russischen Atomwaffen ziemlich ausgeschlossen, würde ich mal sagen. Und Lust dazu hätte hier zumindest in Europa wohl auch wirklich niemand.
Für mich ist nur eines plausibel, dass eben Putin die Ukraine als leichte Beute gesehen hat, und sich dabei gründlich verrechnet hat. Und dass er nicht längst sein Vorhaben aufgegeben hat, dürft einzig und allein daran liegen, dass er immer noch ganz konkret darauf hofft, das Trump wirklich noch komplett aus der Ukraineunterstützung aussteigt.
Mit der weiteren Perspektive, das Trump auch noch komplett aus der Nato aussteigt. Dann könnten eventuell auch noch Teile der EU tatsächlich zur leichten Beute werden.
Wir rüsten ja schon auf, aber das dauert alles viel zu viel Zeit. Genauso wirksam wie Aufrüsten wäre auch eine konsequentere Energiewende, und eben diese 210 Mrd als Pfand erstmal zurückzuhalten.
Ich wüsste jetzt echt nicht, wie wir sonst aus dieser Nummer wieder rauskommen könnten.
Kommentar vom 23.01.2026 00:58
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-menschenwuerde-aller-zwei-podcasts-nach-grafeneck/#comment-194885
@Podcast Verschwörungsfragen Ep. 65
Ihr habt ja 1100 Jesiden vor dem IS evakuieren können. Wie viele Jesiden sind denn verblieben, denen ihr nicht helfen konntet, und wie ist es denen ergangen?
Wertschätzung von Menschenwürde sollte man suchen, wo man kann. Unbrauchbare Menschen wollen auch leben, keine Frage. Und letztlich sind auch gerade die Unproduktiven mitten im Leben dabei. Gerade ältere Menschen leisten im ganz persönlichen Umfeld ganz wesentliche Kulturbeiträge, und wenn nur auf familiärer Ebene.
Und auch z.B. psychisch Kranke, oder vielleicht besser gesagt neurodiverse Menschen, haben Perspektiven, die berührend wie auch erhellend sein können. Die menschliche Erfahrung kann eine Breite entwickeln, die dann am Ende sogar doch wieder produktiv werden kann. Auch wenn es sich nicht wirtschaftlich zählbar auswerten lässt.
Entsprechend ist es einfach menschlich, sich um Alle zu kümmern, dass Jeder leben kann.
Wie weit jetzt der räumliche Horizont dabei ist, ist rein praktisch nicht ganz klar. Je näher der ist, desto dringlicher wäre er wohl. Wie es in der eigenen Stadt aussieht, ist sicher am nächsten dran. Aber auch Europa als Institution lebt davon, dass wir uns hier untereinander ganz klar solidarisch verhalten.
Kommentar vom 22.01.2026 17:16
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/francis-fukuyama-jan-assmann-mein-respekt-vor-selbst-falsifikation-nach-popper/#comment-194861
@Realo 22.01. 10:32
„Das Völkerrecht und auch die Demokratie sollten nicht „ausgenutzt“ werden um anderen zu schaden….“
Muss man nicht, finde ich eigentlich auch. Andere Länder angreifen, nur weil sie autokratisch regiert werden, reicht m.E. nicht wirklich. Aber was schlägst du vor, was wir jetzt machen sollen? Friedenspläne mit Gebietsabtretungen liegen vor, aber offenbar reicht das Putin nicht.
Und Putin beansprucht anscheinend sogar den ganzen ehemaligen Warschauer Pakt zurück, und da gehört wohl oder übel auch die Ex-DDR dazu.
Wo sollte man hier die Grenzen ziehen? Die Ostukraine kann er haben, finde ich auch. Aber wie geht es dann weiter? Erst die ganze Ukraine, dann das Baltikum, dann Finnland und Polen und letztlich auch Ost-Deutschland? Oder gleich ganz Deutschland, und weiter mit Frankreich, wenn es denn möglich wäre.
Hier regiert doch nur noch das Recht des Stärkeren. Deswegen besser gleich zusammenhalten. Da gewinnen wir am Ende alle mit. Mit oder ohne USA, uns bleibt nichts vernünftiges Anderes übrig als militärische Fakten. Und die Energiewende, dass die Öl und Gaspreise verfallen.
Bei aller Empathie mit Russland, die es mit uns in Europa nicht immer leicht hatten, sollten wir versuchen uns zu wehren. Kriege gewinnen ist besser als Kriege verlieren. Unabhängig davon, ob sie jetzt eigentlich vermeidbar waren oder nicht.
Man kann sich auch in Schwierigkeiten bringen, wenn man zu leichte Beute wäre. Angesichts des real existierenden Faustrechts. So sieht es leider aus.
Kommentar vom 22.01.2026 13:33
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/francis-fukuyama-jan-assmann-mein-respekt-vor-selbst-falsifikation-nach-popper/#comment-194848
@Realo 22.01. 10:32
„Es war ein Irrglaube, Europa könnte mit USA Waffen gegen Putin sehr komfortabel dagegenhalten. Diese Träume sind gescheitert….“
Mit aktiver US-Unterstützung der Ukraine dürfte die derzeitige Lage recht stabil sein. Putin kommt nicht vorwärts, und mag irgendwann die Lust verlieren und z.B. dem letzten Friedensplan von Trump zustimmen.
Noch hat Putin aber vermutlich die Hoffnung, dass die USA ganz aussteigen. Wie dann die Lage an der Front aussieht ist aus meiner Sicht schwer zu sagen. Vielleicht reicht die Unterstützung aus Europa, und die Frontlinie ändert sich weiterhin sehr wenig, oder Putin kommt vorwärts und nimmt am Ende die ganze Ukraine ein.
Danach macht er vielleicht mit dem Baltikum gleich weiter. Wir können hier jetzt nur Aufrüsten, und hoffen, dass das reicht.
Kommentar vom 22.01.2026 00:57
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/francis-fukuyama-jan-assmann-mein-respekt-vor-selbst-falsifikation-nach-popper/#comment-194802
@Realo 21.01. 19:08
„Es gäbe noch viele Beispiele nach diesen „Mustern“, die Trump und auch Putin aufgefallen sind….“
Während wir in Europa nach Ende des kalten Kriegs kaum noch aufgerüstet haben, hat die USA weiter etliche Billionen für Rüstung ausgegeben. Und damit die Grundlage geschaffen, dass wir jetzt gegen Putin sehr komfortabel dagegenhalten können.
Man könnte auf die Idee kommen, dass die USA von der EU jetzt Gegenleistungen tatsächlich verdient hätte. Also etwa Grönland, aber auch reichlich Waffenkäufe der EU in den USA.
Zumal wir tatsächlich ohne US-Unterstützung Grönland kaum verteidigen könnten.
Wenn man auf diesem Weg Trump bei Laune halten kann, dass er uns und die Ukraine weiter unterstützt, fände ich das ganz gut. Ich fürchte, wir brauchen noch etliche Jahre, bis wir uns in der EU selbst verteidigen können oder bis Putin pleite geht, weil die Öl und Gaspreise verfallen.
Mir wäre auch ein netter und vor allem verlässlicher US-Präsident lieber, keine Frage. Aber es gibt gerade nur diesen Einen.
Das Völkerrecht ist offenbar nicht immer Praxis, das Recht des Stärkeren entsprechend um so mehr. Da sind dann eben auch Bündnisse sehr gefragt, wie z.B. die Nato. Wir in Europa können es nicht ändern, uns aber selber freiwillig ans Völkerrecht halten, das allemal. Da wäre ich auch schon ziemlich mit zufrieden.
Fakt ist aber auch, dass gegen Putin nur das Militärische und das faktisch Finanzielle funktionieren kann.
Kommentar vom 21.01.2026 00:54
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/francis-fukuyama-jan-assmann-mein-respekt-vor-selbst-falsifikation-nach-popper/#comment-194735
@Michael 20.01. 22:25 / Felo.ai
„Die Emergenz zeigt, dass sowohl die naturwissenschaftlichen Methoden der Reduktion als auch die interpretativen Ansätze der Geisteswissenschaften notwendig sind, um die Welt in ihrer Komplexität zu begreifen.“
Vor der Emergenz kommt meistens erstmal Komplexität. Klimavorhersage verlässt so langsam reduktionistische Gefilde, es kommt dann in den Klimasimulationen zu großen Unsicherheiten, weil die verwendeten Großrechner immer noch um Größenordnungen zu langsam sind.
Die Perspektive ist aber da, mit viel schnelleren Rechnern und vielleicht auch KI-Trainingseffekten dann doch noch recht genaue Ergebnisse zu produzieren.
Ein anderer Fall wäre unser Bewusstsein als Endergebnis gleich mehrerer Emergenzstufen. Wenn es nun aber gelingt in KI-Systemen Bewusstsein zu provozieren, dann könnte man genau dieses dann sehr genau untersuchen. Mit echten Perspektiven, herauszufinden, wie es im Detail funktioniert.
Dann hätte man die biologische Emergenzstufe umgangen, und die psychologische Emergenzstufe vermutlich gleich mit. Indem man dann informatische Prozesse findet, die dasselbe können wie die Psychologie auf Basis der Biologie.
Emergenz hat man dann eigentlich immer noch, aber man weis präzise, wie sie konkret zustande kommen kann. Reduktionistische und interpretierende Ansätze würden dann konvergieren.
Und was machen die aktuellen LLMs? Sieht irgendwie schon ziemlich emergent aus, was Felo & co uns präsentieren. Da steigen die Systeme gleich in die Emergenz von Kultur ein. Und wir haben durchaus die Perspektiven, zu wissen, wie es funktioniert. Aber wohl öfter weis man es gar nicht so genau, wie die Ergebnisse konkret entstehen. Das ist anscheinend noch Gegenstand der Forschung.
Kommentar vom 20.01.2026 23:41
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/francis-fukuyama-jan-assmann-mein-respekt-vor-selbst-falsifikation-nach-popper/#comment-194733
@Martin Holzherr 20.01. 20:06
„In China aber gibt es ebenfalls sehr viele Neugründungen und der Staat steht positiv dahinter und ermutigt Leute….“
Das spielt sicherlich seine Rolle. Aber bei so vielen Chinesen sind auch entsprechend mehr kluge und mutige Köpfe dabei.
Auch in den USA zieht man seit Jahrzehnten gute Leute aus der ganzen Welt an, das wird sicher seine Wirkung haben. Demnächst dann aber unter Trump nicht mehr soviele. Mit etwas Glück landen die dann in Europa.
Aber klar, hier könnte man mehr Innovation fördern. Und auch freie Software für alles würde uns nicht nur unabhängig machen, sondern auch eine Basis für Zusammenarbeit innerhalb der ganzen Welt bieten.
Kommentar vom 20.01.2026 14:16
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/francis-fukuyama-jan-assmann-mein-respekt-vor-selbst-falsifikation-nach-popper/#comment-194701
@Martin Holzherr 19.01. 23:21
„Es ist keineswegs so, dass die Grösse Chinas der entscheidende Faktor ist. Unter Mao blieben die Chinesen mausarm.“
Das ist klar, die Größe alleine reicht auch nicht. Aber eben zusammen mit hinreichend Marktwirtschaft wird die Größe sehr hilfreich, einen technischen Rückstand aufzuholen.
Erst hat man westliche Firmen eingeladen, in China zu produzieren, und dabei fleißig ausspioniert, wie moderne Produktion funktioniert. Und später hat man angefangen selber Neues zu entwickeln, und ist so inzwischen auf vielen Gebieten Weltmarktführer geworden.
Dabei hilft die Größe eben, auch wenn Größe alleine natürlich nicht genügt. So ist Indien noch nicht so weit, und Afrika besteht aus vielen Staaten, von denen jeder für sich eben nicht so viel Neues entwickeln kann. Da müsste man sich zusammentun.
Oder auch in Südamerika. Und wir hier in der EU.
„Mit kapitalistisch meinte er, dass sie auf ihren eigenen Vorteil aus seien und dass sie für mehr Einkommen alles machen würden.“
Auf dem Wohlstandsniveau dürfte die gesamte Menschheit so denken, wenn man sie lässt? Wobei wir hier im Westen m.E. eine gewisse Sättigung erreicht haben, und statt immer mehr Konsum eigentlich auch weniger Arbeiten, entspannter Leben und wieder mehr Kinder haben könnten. Zumindest so mancher könnte das durchaus machen wollen.
Aber den Überfluss, den wir so haben, den hat der Durchschnittschinese wohl noch nicht erreicht?
„Falls das stimmt, dann hat Deng Xiaoping nicht viel mehr gemacht, als den Deckel von einer verschlossenen Büchse weggeschraubt.“
Stimmt ja alles, aber die demografische Selbstabschaffung gehört zur Fortsetzung dieses Wohlstands- und Arbeitseifers offenbar dazu. Weltweit. Nun gut, vielleicht sogar eine sehr interessante Entwicklung. Es entlastet letztlich die kleinen und großen Ökosysteme, und selbst eine halbierte Menschheit bis zum Jahr 2100 wäre sehr weit vom Aussterben des Menschen entfernt.
Kommentar vom 19.01.2026 18:10
https://scilogs.spektrum.de/babylonische-tuerme/sind-wir-alle-simulanten/#comment-4897
@NI 19.01. 08:40
„Mit dem Wort , eigene Gedankenwelt, hast du die Antwort. Sie ist das was unser Leben ausmacht.“
Wenn die Gedanken besser mit der Wirklichkeit zusammenpassen, dann umso besser. Aber man kann nun mal nicht alles haben. Und was noch nicht ist, dass kann es noch werden.
@Michi 18.01. 23.40
„wenn wir in einer Simulation leben würden, würde sie genügend Beweise dafür darlegen das es nicht so ist um uns weiterhin in der Simulation zu halten“
Und wie kämen wir denn da heraus, wenn wir es wollten? Selbstmord, vielleicht. Mit ungewissem Ausgang, was wenn es dann in den nächsten Level geht? Oder gar in Strafrunden.
Oder wir machen es gemeinsam, mit Großdemonstrationen gegen die kosmische Verwaltung unserer simulierten Wirklichkeit.
Naja, oder einfach gucken, dass wir netter zueinander sind. Dann lebt es sich für alle besser, egal ob jetzt simuliert, vom Vakuum berechnet oder alles echte physikalische Wirklichkeit ist, die stur alles abspult.
Kommentar vom 19.01.2026 16:47
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/francis-fukuyama-jan-assmann-mein-respekt-vor-selbst-falsifikation-nach-popper/#comment-194629
@Martin Holzherr 19.01. 10:08
„Auch im autokratischen China oder im von Putin zu neuen imperialen Höhenflügen eilenden Rissland, funktioniert die Wirtschaft nun sehr ähnlich wie im Westen.“
Funktioniert denn die russische Wirtschaft wirklich so gut? Die hängt wohl vor allem von fossilen Exporten ab und ist inzwischen zur reinen Kriegswirtschaft geworden.
Und China hat vor allem aufgrund seiner schieren Größe wirtschaftlichen Erfolg? Kleinere Autokratien durchweg eben nicht.
Und was der Halbautokrat Trump aus der US-Wirtschaft noch macht, dass wird sich noch zeigen.
„Zwei Länder mit ähnlicher Art des Wirtschaftens können ihren Bürgern völlig unterschiedliche Freiheiten zugestehen, ja das Leben kann unter ähnlichen wirtschaftlichen Verhältnissen immer noch grundlegend verschieden sein.“
Was uns Bürgern entsprechend auch gar nicht egal sein sollte. Zumal freiere Verhältnisse auch keineswegs einer florierenden Wirtschaft entgegenstehen.
Kommentar vom 19.01.2026 16:24
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/francis-fukuyama-jan-assmann-mein-respekt-vor-selbst-falsifikation-nach-popper/#comment-194628
@Michael 19.01. 09:00
„Der vereinzelte Mann im Labyrinth der Erkenntnis wird kein Wissenschaftler, sondern Esoteriker.“
Gibt es denn nichts dazwischen? Von Wissenschaft begeisterte Künstler etwa?
„Erst die Zusammenarbeit (!) Abertausender Männer und zunehmend auch Frauen über die Zeit hinweg bringt belastbare Erkenntnisse hervor, schafft echtes Wissen (Wissen-schaft).“
Und doch sind es immer wieder wenige, die was wirklich Neues vorschlagen? Die Vielen braucht es dann, das Ganze auszuarbeiten. Und was jetzt quer durch die Disziplinen geht, kann nicht ein Fach alleine abarbeiten. Hier setzt eventuell die Aufteilung der Fachgebiete Grenzen, die in der Wirklichkeit in der Konsequenz gar nicht existieren.
Ganz konkret sehe ich mit meinen eigenen spirituellen Erfahrungen dann durchaus Grenzen in der Wissenschaft. Da wollen alle Disziplinen eher nichts mit zu tun haben. Wenn Psychologie und Medizin sich damit befassen, bleibt meistens nur Halluzination übrig. Das ist mir zu wenig. Da bin ich auf der Suche nach mehr.
Religionswissenschaft gibt es nun ja, immerhin. Hätte ich vielleicht mal studieren sollen. Wobei mich Spiritualität sehr viel mehr interessiert als Religion.
Kommentar vom 18.01.2026 23:32
https://scilogs.spektrum.de/babylonische-tuerme/sind-wir-alle-simulanten/#comment-4889
@Realo 18.01. 17:16
„Mich würde interessieren, ob Sie unter dem Begriff „Geisteswelten“ auch natürliche Prozesse sehen?“
Was fest zum Universum gehört, dürfte dann wohl natürlich sein. Künstlich als Gegensatz sicher nicht, dass wäre halt, was wir Menschen so als Produkte fabrizieren. Die Geisteswelten, die ich vermute wären auf jeden Fall keine Konstruktion, sondern was Natürliches.
Sofern sie denn existieren aber nur. Wenn ich nur dran denke, aber es sowas gar nicht gibt, dann ist es gar nicht existent. Nur meine Vermutung wäre ein persönliches Faktum meiner eigenen Gedankenwelt. Immerhin das, etwas mehr als Nichts.
„Selbstorganisierte Prozesse des Universums, Muster, die sich aus physikalischen Grundgesetzen heraus selbst generieren.“
Aber nicht unbedingt zufällig entstanden, sondern wirklich zentral in einer Gesamtkonstruktion des Universums.
„Das Wort „Simulation“ wird eher metaphorisch verwendet: Die Welt „berechnet“ sich selbst“
Genau das schwebt mir hier vor.
Kommentar vom 18.01.2026 15:36
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/francis-fukuyama-jan-assmann-mein-respekt-vor-selbst-falsifikation-nach-popper/#comment-194571
@Hauptartikel
„Sie sind vor allem auch Vorbilder darin, dass sie bis ins höhere Alter hinein die Fähigkeit erhalten haben, empirisch berechtigte Kritik anzunehmen und sich selbst durch Falsifikation zu verbessern.“
Wenn man denn die Zeit dafür hat, sollte man kritisch auch gegenüber den eigenen Positionen bleiben. Das hat aber auch Grenzen des Praktikablem? Man muss auch eigene Theorien umfangreich ausarbeiten, und weiterentwickeln.
Und Diskurse führen, die auch richtig umfangreich sein können und wohl auch müssen.
Wenn man es mit der eigenen Falsifikation dann doch nicht schafft, müssen das dann halt Andere machen.
Überhaupt erhöhen Umwege die Ortskenntnis. Wenn man alle Theorien, die Menschen gefunden haben, betrachtet, dann ergibt sich so ein recht buntes Bild. Kultur eben.
Manchmal ist eben auch Unsinn auf dem Weg zum Sinn unvermeidlich. Da muss man dann durch. Umso wichtiger, dann rechtzeitig die Kurve zu kriegen, und sich auch selber zu falsifizieren bzw. falsifizieren zu lassen.
Kommentar vom 18.01.2026 14:52
https://scilogs.spektrum.de/babylonische-tuerme/sind-wir-alle-simulanten/#comment-4883
@Realo 18.01. 13:03
„Wenn „Bewusstsein“ ein „körperlicher Zustand“ sein soll, dann ist eben „der Körper“ ein „Arbeitsraum“, in dem derartige Zustände (Koma, ….) auftreten können.“
Würde ich dann auch sagen. Das Gehirn ist ja nun eng mit dem ganzen Körper verbunden, das funktioniert nur zusammen.
Dennoch können hier Geisteswelten mitspielen, wie auch kosmische „Simulationen“, die sich aber eher selbst produzieren. Wenn das Vakuum auf der Planckskala rechnen kann, dann ergeben sich weitreichende Möglichkeitsräume.
Die dann Einfluss auf unser Leben haben.
Wie gesagt, wenn es gelingt künstliches wirkliches Bewusstsein zu erzeugen, kann man besser untersuchen, wie das dann im Detail funktioniert. Da könnten wir sogar hinkommen, wenn uns das künstliche Bewusstsein aus Versehen unterläuft, und ein KI-System Bewusstsein entwickelt, ohne das wir das angestrebt haben.
Solche Systeme halte ich für durchaus denkbar. Einfach, weil es bei uns doch auch funktioniert. Einfach genau das nachbauen, was in der Biologie Entscheidendes passiert, und schon läuft es auch in der Technik. Wie auch immer.
Kommentar vom 18.01.2026 00:52
https://scilogs.spektrum.de/babylonische-tuerme/sind-wir-alle-simulanten/#comment-4873
@Martin Holzherr 18.01. 00:14
„..dass wenn es schon einen Gott gibt, das Universum dieser Gott ist, dass es also nichts anderes als das Universum gibt und wir als Menschen Teil dieses Universums sind...“
Genau so sehe ich das auch, so muss das einfach sein. Fragt sich jetzt nur, wie lebendig das Universum ist, und auf welchen Skalen. Wenn es schon die Planckskala ist, ist das mehr, als wenn es nur in der Biologie anfängt, wirklich lebendig zu werden.
„Wer unbedingt einen Gott sucht und finden will, der muss sich nur klar werden, dass er von Beginn weg Teil dieses Gottes ist, weil er Teil des Universums ist.“
Auch hier fragt es sich aber, mit welchen konkreten Eigenschaften entsprechender Gottheiten wir es zu tun haben, bzw. zu tun hoffen. Einfach Teil zu sein, finde ich nicht nur plausibel, sondern auch erstrebenswert. Aber offenbar kann man das ganz anders sehen. Und wenn man Hilfe sucht, oder einfach nur mehr als schnödes Erdenleben, soll man es mit Gebeten und Geisteswelten durchaus versuchen?
„Es gibt nichts anderes und als Teil des Universums können wir dem Universum nie entkommen.“
Vermutlich ja. Aber weis man es wirklich? Mir soll es gerne reichen. Ist ja ganz schön groß, dieses Universum. Und im Kleinen dann auch noch ganz schön detailliert dabei.
Kommentar vom 17.01.2026 23:54
https://scilogs.spektrum.de/babylonische-tuerme/sind-wir-alle-simulanten/#comment-4871
@Martin Holzherr 17.01. 18:53
„jede noch so gute Simulation stösst irgendwann an die Grenzen ihrer Rechenkapazität. In unserem Universum gibt es sehr viele Dinge, die zwar prinzipiell berechenbar sind, wo aber der Rechenaufwand extrem gross ist, so gross, dass selbst der beste Supercomputer überfordert ist.“
Meine Idee ist ja die, dass sich die Wirklichkeit nicht nur an mathematische Beschreibungen hält, sondern sich selber mit einer Eigenproduktion der Vorgänge und Prozesse realisieren muss.
Die Konsequenz wäre, dass Grenzen erreicht werden, und jenseits dessen schlichtweg Ungenauigkeiten akzeptiert werden müssen. Es wird entsprechend alles durchgerechnet, was jetzt gerade passiert, soweit das möglich ist.
Es brächte nur eine Art kosmische Algorithmen, die dann am Ende einfach an der Genauigkeit sparen, wenn sie an ihre eigenen Berechnungskapazitäten kommen.
Das Endergebnis ist freilich keine Simulation im engeren Sinne, sondern die tatsächliche Wirklichkeit. So gut sie eben nur sein kann.
Computerspiele funktionieren doch so ähnlich. Wird es zu aufwändig, wird an der Qualität der Grafik gespart. Und muss auch, anders geht es ja nicht.
Eine Informatik auf Skalen der Plancklänge, die im ganzen Universum verteilt ist und mit Lichtgeschwindigkeit rechnet, jedenfalls wäre schon recht mächtig.
Für mich ist das die Frage, wie sich das Universum selbst realisiert, und weniger, ob hier was simuliert wird. Es gibt dann nichts anderes, als eben dieses Wirklichkeitsgeschehen. In wirklich allen grausamen Einzelheiten.
Kommentar vom 17.01.2026 14:51
https://scilogs.spektrum.de/babylonische-tuerme/sind-wir-alle-simulanten/#comment-4868
@Karl Bednarik 17.01. 11:26
„Bei der Planck-Länge ist der Raum dann völlig chaotisch.“
Was, wenn dieses Zeugs, dass da wabert, rechnen kann? Und dann einerseits die ganz normale Physis erzeugt, aber auch Bewusstsein unterstützt. Und Magie im Leben möglich macht.
Grenzen hätte das immer noch, Magie wäre sehr aufwändig, und das meiste Leben käme ohne aus. Das ganz normale Geschehen, dass wir täglich erleben, ist schon aufwändig, und auch die Wunder des Lebens können nur etwas mehr, als das, was die Wissenschaft schon kennt.
@Martin Holzherr 17.01. 09:58
„Doch die Berechnungen sind so aufwendig, dass ein Supercomputer mehrere Tage rechnen muss um zu einem Resultat zu kommen.“
Mit genug Rechenpower geht es dann doch. Aber das wäre nicht unbedingt eine Simulation, sondern schlichtweg der Prozess, der die Wirklichkeit erzeugt.
„Sie bedeutet, dass „Gott“ (=Schöpfer der Simulation) mit uns spielt und dass wir im eigentlichen Sinne nicht einmal existieren, sondern nur ein paar zusammengewürfelte Bytes sind.“
Wir sind dann eben reichhaltiges Bewusstsein, das sich des Lebens freut, inmitten einer hochinterressanten Welt, in der es sich wunderbar leben lässt.
Eine ähnliche Platzinflation sind ja bereits die Weiten des Alls im Vergleich mit unserem kleinen Planeten. Wenn es da jetzt noch Riesenwelten braucht, nur einzelne Atome zu berechnen, passt das dann am Ende doch.
@KinseherRichard 17.01. 10:05
„Dieser Ideen stimmen aber nicht einmal die Religionen zu – denn diese lehren, dass der Mensch frei ist. sich zu entscheiden ob man das Richtige bzw. Falsche tut.“
Bei so viel Berechnungsaufwand sind dann aber ja wohl die Freiheiten des Individuums inklusive?
Kommentar vom 17.01.2026 00:36
https://scilogs.spektrum.de/babylonische-tuerme/sind-wir-alle-simulanten/#comment-4852
@Hauptartikel
„Schließlich wissen wir (wir = alle Wissenschaftler der Erde) nicht, was ein Bewusstsein überhaupt ist. Jeder weiß, dass er eines hat, und vermutet, dass alle anderen auch eines haben. Alles weitere driftet schnell in den Bereich der Esoterik ab.“
Unser Bewusstsein ist ja nun wohl auf jeden Fall ein selbsterzeugtes Modell unserer Umgebung. Wenn dieses im Sinne eines Panpsychismus nicht nur ein Gehirn braucht, sondern auch eine fast physikalische Bewusstseinswelt, dann sind wir bei einer Welt, die grundsätzlich Geisteswelten enthält.
Diese Geisteswelten sind aber eben nicht simuliert, sondern basieren auf physikalischer Grundlage. Möglicherweise einer Art Informatik, die verborgen im Vakuumuntergrund dieses Kosmos läuft.
Wir haben dann weder Simulation noch echte Welt, sondern eine Mischung aus Physis und Geisteswelten, die sich unter ganz bestimmten Bedingungen in der Biologie ausbilden können.
Vielleicht kommen wir mit dem Thema weiter, wenn wir es bei der Weiterentwicklung von KI zufällig schaffen, echtes Bewusstsein zu provozieren. Das könnten wir dann genauerer untersuchen, als wie wir es derzeit mit unseren Gehirnen machen können.
Möglicherweise mag ich hiermit Esoterikalarm auslösen, wobei ich eigentlich kein Esoteriker bin. Aber ganz vermeiden kann ich das Thema manchmal einfach nicht.
Kommentar vom 16.01.2026 15:01
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/be-good-unsere-wachsende-verantwortung-fuer-medien-mimesis-zum-kit-seminar-2026/#comment-194329
@Michael 16.01. 01:01
„Ob Werbung unsere Gier auf Produkte anfacht, Hass und Hetze uns verrohen, gar Verschwörungsmythen radikalisieren oder ob echte Bildung stattfindet – es liegt wesentlich auch an den Medien, mit denen wir uns umgeben.“
Was macht denn die antisozialen Netzwerke aus? Vor allem dass hier jeder wirklich alles reinschreiben kann. Das ist ziemlich anarchisch. Dazu kommen dann noch Algorithmen, die die emotionalsten Beiträge per Newsfeed verbreiten helfen.
Aber selbst ohne diese Algorithmen bleiben diese Netzwerke destruktiv. Das sieht man anscheinend an China, dort ist das eigene Tiktok verboten, und das obwohl man hier natürlich im eigenen Sinne die Newsfeeds gestalten könnte. Die Anarchie ist offenbar stärker als die Newsfeedalgorithmen.
Bei Mastodon wird von vernünftigen Menschen moderiert, das dürfte den Unterschied machen?
Und KI als LLM funktioniert ganz anders. Hier wird auch alles ausgewertet, dass im gesamten Netz kursiert, aber es wird dann zusammengefasst. So gleichen sich extreme Inhalte gegenseitig aus? Bzw. werden als wertlos erkannt, und nicht ins KI-Ergebnis integriert, weil es zu Nichts passt?
Kommentar vom 16.01.2026 00:37
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/be-good-unsere-wachsende-verantwortung-fuer-medien-mimesis-zum-kit-seminar-2026/#comment-194252
@Michael 15.01. 22:35
„Die medial verstärkte Mimesis ist viel stärker, als jede nur individualistische Psychologie zu erfassen vermag.“
Aber irgendwie überzeugend muss es doch sein? Argumente können ziehen. Nicht in jedem Umfeld dieselben. So hoffe ich dennoch auf die Konvergenz von Vernunft.
Gerade dass dieses in der Natur von KI quasi eingebaut ist. Die neigt zur Konvergenz, auch der Vernunft, und das umso mehr, je mächtiger sie wird. Umso wichtiger, auch echt freie KI zu bauen, die nicht von den IT-Konzernen undurchsichtig gestaltet ist und zurechtgebogen wird.
Kommentar vom 15.01.2026 13:47
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-49-migraene-mimesis-menschen-neurodivers/
@Realo 15.01. 01:03 / 01:25
„Es kommt zur Feindbildkonstruktion, der Gegner (sein Anführer) wird entmenschlicht, dämonisiert, moralisch abgewertet. Beide Seiten kommen zur Überzeugung, eine „wichtige Mission“ zu erfüllen.“
Die Ukraine ist aber doch bedroht, und wir befürchten, dass Putin mit Natostaaten weitermacht, wenn er mit der Ukraine fertig ist. Deswegen liefern wir Waffen und verhängen Sanktionen. Wir denken eben, dass wir da am Ende mit drin hängen, egal was wir jetzt machen. Da werden wir dann lieber proaktiv, und rüsten auch auf was geht.
„Jedenfalls ist, (war) es keine gute Idee, zu versuchen, einen Tyrann samt seinem Flottenhafen vom Schwarzen Meer zu vertreiben….“
Das war es wirklich nicht. Hier hat die Ukraine auch m.E. eine schwerwiegenden Fehler gemacht. Wegen Sewastopol, aber auch wegen der russischen Minderheit in der Ostukraine. Dem ersten Angriff von 2014 haben wir doch auch tatenlos zugesehen. Und man hat sich doch auch bald auf einen Waffenstillstand geeinigt.
Warum hat Putin dennoch weiter gemacht? Das ist doch die eigentliche Frage.
Weil genau das dann uns tatsächlich in Zugzwang bringt. Das ist kein Wahn unsererseits. Unsere Anstrengungen sind ziemlich realistische Vorsorge.
Kommentar vom 14.01.2026 15:23
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-49-migraene-mimesis-menschen-neurodivers/#comment-193996
@Realo 14.01. 09:32
„Ich bin nicht, wegen „Darwins Auslesekonzept“ grundsätzlich gegen Kriege, darüber haben wir beide schon diskutiert und ich spielt die Rolle des „Kriegslüstling“, nur die A, B, C Waffen haben alles verändert, jetzt droht Ausrottung….“
Also ich habe auch keinen Bock auf konventionelle Kriege mit einem umfangreichen gegenseitigen Töten in mühseliger Handarbeit. Wie jetzt in der Ukraine.
Besser als die globale Vernichtung dann schon, unbedingt.
Krieg als Naturgesetz? Wenn, dann aus dem Bereich der Soziologie. Unserer Biologie macht Kriege m.E. nur möglich, nicht zwingend erforderlich. Entsprechend sind ehrliche und funktionierende Friedensbemühungen nicht sinnlos. Und können in der Tat Krieg verhindern.
Immerhin führen funktionierende Demokratien gegeneinander keine Kriege. Zumindest seit es funktionierende Demokratien gibt. Das ist nun ein durchaus erfreuliches Faktum.
Kommentar vom 14.01.2026 14:59
https://scilogs.spektrum.de/gedankenwerkstatt/baut-trump-jetzt-fusionskraftwerke/#comment-29026
@Martin Holzherr 14.01. 09:05 / 10:20
„Nein, das ist kein Problem, weil es insgesamt nur wenige Atome sind in der Reaktorwand, die durch den Neutronenbeschuss radioaktiv werden.“
Bei reinen Fusionskraftwerken werden ja nur Neutronen von dem Atomen der Reaktorwände eingefangen, die dann begrenzt weiter zerfallen und dabei auch nur relativ wenig Wärme freisetzen. Bei Hybridreaktoren, wo Uran oder Thorium durch die Fusionsneutronen gespalten werden, wird dagegen eine umfangreiche Kaskade von weiterem Zerfall der Spaltprodukte angestoßen.
Das korreliert direkt mit der erwünschen Wärmeleistung. Entsprechend wären Hybridreaktoren vermutlich tatsächlich so davon betroffen, dass ein Komplettausfall aller Kühlmöglichkeiten zur Zerstörung des ganzen Geräts führen würde. Eben weil es dann doch zur Überhitzung der Reaktorwände durch die Nachzerfallswärme kommt.
„Mit Transmutation kann man langlebigen radioaktiven Atommüll in kurzlebigen umwandeln. Übrigens kann man auch bestimmte Kernspaltungsreaktoren für Transmutationen nutzen.“
Das wären ja nun wirkliche Perspektiven. Wenn eben entsprechende Anlagen mehr Plutonium spalten als Neues produzieren. Das könnten eventuell eben auch diese Hybridreaktoren tatsächlich leisten. Man hat hier viel mehr Möglichkeiten, weil man keine Kettenreaktion braucht, die man kontrollieren müsste. Selbst wenn man hier nur geringe Mengen Plutonium spalten kann, könnte man so in einigen Jahrhunderten die inzwischen angesammelten Vorräte, die in einfachen Hallen in den Castoren herumstehen, dann nachhaltig durch Spaltung entsorgen.
Das ist aber auch alles nur Theorie. Das umzusetzen und bezahlbare Anlagen zu bauen, ist noch mal was anderes.
„Es gibt viele Beispiele für fehlenden Investitionsmut in Deutschland.“
Naja, China etwa hat bald 20 mal mehr Einwohner als Deutschland, die inzwischen alle so gut ausgebildet sind wie wir. Entsprechend viele kluge Köpfe sind dazwischen. Dass aktuell das Neuentwicklungspotential Deutschlands gerechnet auf die ganze Welt rapide nachlässt, wäre dann offenbar völlig unvermeidlich.
Da müssen wir dann eben mit klarkommen. Es bleibt dabei in unserer Hand, für uns selber zu produzieren, auch wenn wir es in China billiger einkaufen könnten. Und wenn keine fossilen Energien mehr importiert werden und die übrigen Rohstoffe immer besser recycel werden, dann brauchen wir auch nicht mehr viel importieren, und können eben tatsächlich uns selbst in Europa genug sein.
Kommentar vom 14.01.2026 00:38
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-49-migraene-mimesis-menschen-neurodivers/#comment-193857
@Realo 13.01. 10:48
„Natürlich geht es im Hintergrund um die Befriedigung finanzieller Interessen. Z.B. darum die Immobilienpreise hoch zu treiben weil eine große Nachfrage nach Wohnungen angekurbelt wird. .. Bei abnehmender Bevölkerungszahl würden die Immobilienpreise verfallen…..
Ist es schon Rechtsmimesis, überhaupt Zuwanderer zum Thema zu machen? Ich weiß es nicht.
Jedenfalls wirkt Zuwanderung angesichts des Geburtenmangels ganz deutlich auch auf den Wohnungsmarkt. Das muss aber nicht immer schlecht sein. Zuviel Verfall kommt dann auch den Mietern nicht mehr zugute.
Aber klar, Vermieter sehen das sicher anders als Mieter, und selbst wer in der eigenen Immobilie wohnt, der freut sich über Wertsteigerungen. Nur Mieter und Leute, die auf der Suche nach einer Immobilie sind, um sie zu kaufen, die werden das anders herum sehen.
Ich vermute mal, dass gerade der Immobilienmarkt recht sensibel ist, und schnell in das eine oder andere Extrem kippen kann. Wenn man dem jetzt mit mehr oder weniger neuer Zuwanderung entgegenwirken will, muss man eigentlich in jeder Kommune ganz lokal gucken, wie jetzt auch der lokale Wohnungsmarkt gerade aussieht.
„Kurz: Manche profitieren, viele müssen immer mehr zahlen, bis sie nicht mehr können und obdachlos auf der Straße landen….“
So ist in NRW etwa Düsseldorf oder Münster völlig überlaufen und unbezahlbar, aber auch jede Menge Landkreise oder sogar Duisburg und Gelsenkirchen voll am Verfallen.
Hier in Dortmund ist es derzeit recht ausgeglichen. Man bekommt vernünftige Mietangebote, und zugleich wird auch durchaus Renoviert und neu Gebaut.
Ich würde es mal versuchen, die Kommunen mehr zu fragen, wie viele neue Mitbürger sie wirklich haben wollen?
„Es müssen viele Sozialarbeiter beschäftigt werden um die Zuwanderer zu versorgen. Rechtsanwälte profitieren von den Beratungsleistungen und viele Zuwanderer steigen auch noch in den florierenden Drogenhandel ein …….“
Aber dafür Arbeiten die meisten Einwanderer auch, und selbst deren Kinder beleben das Land und sind auch unsere Zukunft. Gerade diese Kinder besser zu fördern, würde sogar den Bedarf an weiteren neuen Einwanderern reduzieren. Und überhaupt mehr Kinder, bei Neudeutschen wie bei Altdeutschen.
Demografie und Migration wechselwirken offenbar vielfältig. Das ist durchaus komplex.
Kommentar vom 13.01.2026 23:49
https://scilogs.spektrum.de/gedankenwerkstatt/baut-trump-jetzt-fusionskraftwerke/#comment-29022
@Martin Holzherr 13.01. 21:26
„Mit Fusionsenergie könnten ganze Grossstädte völlig autark werden. Eine Kreislaufwirtschaft wäre energetisch gesehen möglich.“
Lithiumakkus für Fahrzeuge kann man selbst dann aber auch gebrauchen. Und wenn PV deutlich billiger als die Fusionsenergie wird und die Module auch komplett recycelt werden, dann wäre das wohl vernünftig, das neben der Kernfusion auch zu nutzen. Bei den aktuellen Wirkungsgraden von 25 % könnte man auch im Stadtgebiet von Paris Einiges des Bedarfs damit decken.
Ich weis auch nicht, wie heiß ein Fusionsreaktor wird, wenn er jahrelang mit Fusionsneutronen bombardiert wird. Das Hauptsicherheitsproblem von Kernspaltungreaktoren ist die sogenannte Nachzerfallswärme, die direkt nach der Notabschaltung noch 6 % der Nennleistung betragen kann, und eben immer noch stark genug, die Brennstäbe zu schmelzen und den Reaktor zu zerstören, wenn die Kühlung ausfällt.
Dasselbe dürfte auch mit der Radioaktivität der Reaktorwände von Fusionssreaktoren passieren, erst recht, wenn man Hybridreaktoren baut, wo die Reaktorwände aus Uran und Thorium bestehen, und dort dann Fusionsneutronen diese Atome Spalten. Hier kann es zwar niemals zu einer unkontrollierten Kettenreaktion wie in Tschernobyl kommen, aber die Nachzerfallswärme wäre dennoch auch da ein sehr ernstes Problem, wenn irgendwie die Kühlung ausfällt, wie etwas in Fukuschima.
Wie das sich jetzt mit dem entstehenden Atommüll verhält, weis ich jetzt nicht. Wenn jedenfalls in Hybridreaktoren auch mehr Plutonium entsteht als verbraucht wird, dann hat man auch damit ein massives Atommüllproblem.
Oder andersherum, vielleicht kann man Plutonium aus dem bestehenden Atommüll in die Rektorwände einbauen. Wenn das dann mit den Fusionsneutronen gespalten wird, erzeugt das nicht nur Energie, sondern entsorgt zugleich auch das Plutonium.
Kommentar vom 13.01.2026 01:00
https://scilogs.spektrum.de/gedankenwerkstatt/baut-trump-jetzt-fusionskraftwerke/#comment-29019
@Martin Holzherr 12.01. 21:14
„Das – dass das Gesamtsystem nicht funktioniert – zeigt sich etwa im immer noch hohen Erdgasbedarf von Deutschland im Winter oder bei den hohen Strompreisen in D während Dunkelflauten.“
Das funktioniert schon, ist aber noch mitten im Aufbau. PV, WKA und Lithiumspeicher sind billig genug, dass man zügig weiter Zubauen kann. Was wir dann später rund um Wasserstoff machen werden, ist freilich noch nicht ausentwickelt. Ich denke aber mal, dass das auch funktionieren wird.
Dass wir noch fossiles Backup brauchen, ist klar. Und haben wir doch genug. Ich denke nicht, dass das allzu teuer ist, selbst alte Kohlekraftwerke noch bereit zu halten, auch wenn die nur wenige Wochen im Jahr auch laufen. Neue Erdgaskraftwerke könnten allerdings durchaus Fehlinvestitionen sein.
Dann lieber die Ressourcen in den Aufbau von mehr urbanen Fernheizungsnetzen investieren. Denen kann man dann neben einer Großwärmepumpe einen Universalgasmotor spendieren, der flexibel mit Erdgas, Biogas oder Wasserstoff laufen kann und nebenbei noch Wärme produziert. Das hilft dann nachhaltig gegen alle Dunkelflauten, die noch übrig bleiben.
Kommentar vom 13.01.2026 00:32
https://scilogs.spektrum.de/gedankenwerkstatt/baut-trump-jetzt-fusionskraftwerke/#comment-29018
@Martin Holzherr 12.01. 21:14
„Auch sie selbst weisen auf Probleme hin, wenn sie etwa PV-Anlagen + Windräder direkt mit Lithium kombinieren wollen.“
? Mir fällt auf, dass die derzeit fälligen Durchleitungsgebühren für Netzspeicher größtenteils vermieden werden können, wenn man die Speicher direkt beim Produzenten installiert. Und dort nur selbstproduzierten Strom zurückhält, um ihn später zu besseren Preisen erst einzuspeisen. Wenn dann noch ein Eigenbedarf dabei ist, kann man noch mehr Durchleitungsgebühren sparen. Das wäre auch was für Industriebetriebe, die genug Platz für eigene große PV-Anlagen haben.
„Nicht wenige Länder aber setzen neuerdings auf konventionelle Atomkraft.“
Das finde ich durchaus interessant. Allerdings hört man von Neubauprojekten in Finnland, und ich glaube auch in Frankreich, dass die immer länger dauern und deutlich teurer werden als ursprünglich geplant. Entsprechend gespannt bin auf die tatsächlichen Kosten von Neubauten, und wie teuer dieser Strom dann wirklich wird.
„Meiner Meinung nach können Erneuerbare auch gut mit AKWs kombiniert werden, zumal in Zukunft Erneuerbare nicht mehr das Netz mit Strom fluten werden.“
In der Tat können die neuen Kurzfristspeicher auch AKWs sehr gut entgegenkommen. Wenn der Atomstrom gerade nicht gebraucht wird, kann er auch gespeichert und später verkauft werden. Und dann hat die Atomkraft neben Sonne und Wind seine eigenen Produktionszeiten, eben 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche mit konstanter Leistung. Das ist noch kein wirkliches Backup, aber zusammen mit Kurzfristspeichern durchaus zu gebrauchen.
Allerdings ist das Atommüllproblem wohl noch lange nicht gelöst. Man müsste Reaktoren haben, die mehr langlebiges Plutonium verbrauchen, als sie produzieren. Wenn die dann noch klein genug sind, sinkt dann auch noch das Katastrophenpotenzial eines schweren Unfalls.
Kommentar vom 12.01.2026 17:12
https://scilogs.spektrum.de/gedankenwerkstatt/baut-trump-jetzt-fusionskraftwerke/#comment-29016
@Martin Holzherr 12.01. 15:59
„Fusionsenergie befindet sich am Übergang von der reinen Forschung zur Entwicklung kommerziell nutzbarer Reaktoren.“
Was jetzt auf jeden Fall schon funktioniert, sind konstruierte Hoffnungen, die von der Konsequenz von PV, WKA und Lithiumspeichern ablenken. Das reiht sich ein in die diversen Projekte für Mini-Kernspaltungs-Reaktoren.
Ich empfehle daher, mit dem weiter zu machen, das sicher funktioniert. Und die begründeten Hoffnungen auf weiter sinkende Komponentenpreise zu lenken. Und dann genau da dann intensiv und ganz konkret zu investieren.
Aktuell kann man PV-Anlagen und Windräder direkt mit Lithiumspeichern ausstatten, und spart dann die Durchleitungsgebühren für die Speicherfunktion dabei ein. Noch günstiger wird es, wenn man einen Teil des erzeugten Stroms dann auch noch selbst verbraucht, was sowohl für Privathaushalte wie für Betriebe sehr attraktiv sein kann.
Wenn irgendwann das Unmögliche, also bezahlbare Reaktoren, doch noch funktionieren, bitte. Früh genug allemal, erst dann dort wirklich auch zu investieren.
Kommentar vom 12.01.2026 16:16
https://scilogs.spektrum.de/gedankenwerkstatt/baut-trump-jetzt-fusionskraftwerke/#comment-29015
@Martin Holzherr 12.01. 02:31
„D muss Offshore Windturbinen bauen. Und zwar ziemlich viele.“
Das könnte dazu passen, energieintensive Industrie in Küstennähe anzusiedeln. Der Gesamtstromverbrauch ist in Deutschland in den letzten 10 Jahren um 30 % zurückgegangen, vermutlich auch, weil entsprechende Industrie aus Deutschland abgewandert ist. Kein Wunder bei den astronomischen Strompreisen der letzten Jahre.
Nun gut, so schlimm ist das nicht mit der Abwanderung. Zumal der PV-Ertrag rund ums Mittelmeer deutlich mehr als das Doppelte höher sein kann, und dann noch gleichmäßiger über das Jahr verteilt ist. Neben einem Energieexport per Wasserstoffpipeline nach Europa ist es verlockend, genau dort Energieintensive Industrie anzusiedeln.
Das muss uns wenig stören, wenn wenigstens Teile der entsprechenden Anlagen in Deutschland produziert werden. Das Personal für den Betrieb ist nun so viel nicht, das kann man verschmerzen.
Kommentar vom 12.01.2026 14:12
https://scilogs.spektrum.de/gedankenwerkstatt/baut-trump-jetzt-fusionskraftwerke/#comment-29013
@Martin Holzherr 12.01. 02:31 / 01:34
„Solarmodule nützen im Winter nichts.“
Von Mitte November bis Anfang Februar kommt da in der Tat wenig. Nicht so in Südeuropa und Nordafrika. Wenn wir auch von da Wasserstoff beziehen, können wir den im Winter gleich verbrauchen, ohne ihn zwischenspeichern zu müssen.
„Auf dem Meer, bevorzugt in der Nordsee. Dort gibt es noch sehr viel Platz.“
Die Installation und der Anschluss sind dann aber schon deutlich teurer als an Land. Wo immer das möglich ist, sollten Windräder im Hinterland aufgestellt werden, insbesondere auch in Süddeutschland. Dann kann auch deutlich mehr von diesem Windstrom direkt verbraucht werden, ohne das er über weite Strecken transportiert oder zwischengespeichert werden muss.
„Nur braucht es dann auch Leitungen vom Norden in den Süden und zwar zusätzlich zu den Leitungen, die es schon gibt oder die gerade im Bau sind.“
Neben Kurzfristspeichern direkt am Windrad kann man auch vor Ort schon einen Teil des Ertrags in Wasserstoff umwandeln. Der kann dann in ein zukünftiges Wasserstoffnetz direkt eingespeist werden. Das kann dann wiederum weit nach Süden transportiert oder für den Winter in ehemaligen Erdgasspeichern eingelagert werden.
Windenergie bringt zwar im Winter reichlich Erträge, aber gerade im Sommer weniger. Allein deswegen können wir ganz viel weitere PV in Verbrauchernähe auch sehr gut brauchen. Und die Überschüsse, aus denen dann der Wasserstoff hergestellt wird, werden dann auch aus Solarstrom hergestellt und über das ganze Sommerhalbjahr hinweg gesammelt.
„Genau deshalb habe ich ja in einem früheren Kommentar geschrieben, dass Deutschland noch ganz am Anfang seiner Energiewende stehe.“
So ein Drittel könnte geschafft sein? Und die Preise für die Grüne Technik können an vielen Stellen weiter sinken. Es wird Vieles noch technisch schwieriger, aber auch manche Komponenten noch deutlich billiger.
Kommentar vom 12.01.2026 01:00
https://scilogs.spektrum.de/gedankenwerkstatt/baut-trump-jetzt-fusionskraftwerke/#comment-29007
@Martin Holzherr 11.01. 21:26 / 22:26
„Doch Ulrike Herrmann hält es für unrealistisch, dass man so viel Energieerzeugungsanlagen in Deutschland baut. Dazu müsste nicht nur die Infrastruktur ausgebaut werden, auch die Bewohner müssten den massiven Zubau akzeptieren.“
Bei Windenergie gibt es sicher Grenzen des Akzeptablen. Aber wen stören schon PV-Module? Und die im urbanen Raum zur Verfügung stehenden Flächen und die Gegenden rund um Industriegebiete werden für den Platzbedarf von PV reichen. Dann ist man auch nah am Verbraucher. Zusammen mit den gleich dort auch noch installierten Kurzfristspeichern braucht man nicht mal viel Netzausbau.
„Das ist so energieaufwendig, das kann man sich gar nicht vorstellen und deswegen sprengen die Chemieindustrie wirklich alles, was man sich da vorstellen kann.“
Das kann ich so nicht nachvollziehen, es müsste das Doppelte an Grüner Primärproduktion reichen, gegenüber dem, was vor der Energiewende an Strom produziert wurde. Was inzwischen sogar deutlich weniger geworden ist. Vorübergehend wohl nur, das aber ganz deutlich.
Felo.ai sagt:
„Im Jahr 2015 betrug der gesamte Stromverbrauch in Deutschland etwa 647 Terawattstunden (Twh).“
„Im Jahr 2025 betrug der gesamte Stromverbrauch in Deutschland etwa 495 Terawattstunden (TWh). “
Das ist jede Menge weniger, und keinesfalls mehr. Wieso das so ist, weiß ich nicht wirklich. Aber Faktum eben. Ich denke 2 mal die 647 Terawattstunden von 2015 werden uns am Ende reichen.
„Ok, Ulrike Herrmann fordert aber eine Schrumpfung der deutschen Wirtschaft um 30-50%, denn nur mit dieser Schrumpfung sei eine Wende zu 100% Erneuerbaren realistisch“
Auch das kann ich wirklich überhaupt nicht nachvollziehen. Es wird aber auf jeden Fall auf der Verbraucherseite fast überall auch weiter eingespart, auch bei der Mobilität, bei Heizungen, in der privaten IT und wohl auch noch weiter in der Industrie.
Das kann im konkreten Fall tatsächlich auch mit Umsatzrückgang einhergehen, etwa wenn mehr Fahrrad gefahren wird. Aber genauso mit deutlichen Umsatzsteigerungen, etwa bei dem Umstieg von Gasheizung auf Wärmepumpe. Das meiste wird sich einfach gegenseitig ausgleichen, schätze ich mal. Der Gesamtumsatz, also das BIP, wird sich wenig dabei ändern.
Und die Leute geben auch mehr Geld für was anderes aus, wenn das Leben irgendwo billiger wird. Und andersrum sparen die Leute woanders, wenn es irgendwas spürbar teuer geworden ist. Das ist vollkommen normal und alles kein Hindernis für eine komplette Energiewende.
Und kein Anlass für 30-50% Wirtschaftsschrumpfung, das ist einfach maßlos. Nur wenn viele Leute echt genügsamer werden, lieber entspannter Leben mit weniger Aufwand und dafür lieber wieder mehr Kinder großziehen, dann wird auch die Wirtschaft schrumpfen können. Aber vielleicht 1% im Jahr.
Und das würde auch der Energiewende in der Tat helfen, es ginge dann klar schneller. Erstmal würde sofort weniger Energie verbraucht, dann wären mehr Mittel für den grünen Umbau frei, und es würden sich am Ende auch die Ausbauziele reduzieren.
Und damit dann schon in etwa das, was sich hier Frau Ulrike Herrmann vorstellt. Aber nicht in dem Ausmaß. Nun gut, wir werden sehen, es kommt hierbei auf das Verhalten der Konsumenten an. Und auf die Weiterentwicklung der angewendeten Technik.
Kommentar vom 11.01.2026 14:23
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/konrad-adenauer-1876-1967-christdemokrat-medienkanzler-bundes-mimetiker/#comment-193471
@Michael 11.01. 13:41 / Felo.ai
„Performativität bietet somit eine umfassendere Perspektive auf die menschliche Existenz und die Bedeutung von Gemeinschaft.“
Das ist interessant. So greift Solarpunk nicht nur zwischen aktuellen Menschen, sondern auch in Gemeinschaft mit der ganzen Natur dieses Planeten und mit folgenden Generationen, die noch gar nicht geboren sind.
Spiritualität wiederum kann diese Beziehungsfakten mit mehr Leben füllen. Und kosmische Perspektiven hinzufügen.
Besser, als sich nur durch Leistung und Konsum zu definieren. Was jetzt auch nicht egal ist, aber eben bei weitem nicht die ganze Existenz sein muss.
Kommentar vom 11.01.2026 13:02
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/konrad-adenauer-1876-1967-christdemokrat-medienkanzler-bundes-mimetiker/#comment-193460
@Michael 10.01. 18:53
„….eine Darstellung der Vorteile des Mercosur-Abkommens…“
Ein gutes Zeichen inmitten der Tendenzen zunehmender Zölle. Das fördert doch internationale Zusammenarbeit.
Mögen die USA und China machen was sie wollen.
Wieso jetzt Trump noch mehr aufrüsten will, obwohl er gerne Europa nicht mehr weiter verteidigen will, ist mir echt schleierhaft. Womöglich einfach Geschenke für die US-Waffenindustrie? Die Amerikaner wird es eher ärmer machen.
Auch wenn die Benzinpreise sinken. Was aber gut für uns und schlecht für Russland wiederum ist. Die E-Mobilität bei uns hier wird es kaum aufhalten.
Kommentar vom 11.01.2026 12:36
https://scilogs.spektrum.de/gedankenwerkstatt/baut-trump-jetzt-fusionskraftwerke/#comment-29000
@Martin Holzherr 11.01. 01:09
„Mit dem Aufbau eines Wasserstoffnetzes sollte Deutschland auf alle Fälle zuwarten, denn mit den heutigen Wasserstoff erzeugenden Anlagen wird Wasserstoff zu teuer“
Erst wenn trotz reichlich Kurzfristspeichern, inclusive der Batterien von den E-Autos, abgeregelt werden muss, wird es Zeit, auch Wasserstoff mit den Überschüssen zu produzieren. Erst noch lokal, etwa an der Küste oder in der Nähe von Chemieindustrie, und erst nach und nach ein ganzes Netz inclusive der Umrüstung der derzeitigen unterirdischen Erdgasspeicher.
„Der Verzicht auf Wachstum wie ihn Ulrike Herrmann verlangt würde Deutschland technologisch/wirtschaftlich zurückwerfen, ja abhängen…“
Das kann ich jetzt nicht nachvollziehen. Partielle Konsumzurückhaltung steht nicht technologischer Weiterentwicklung im Wege. Auch beeinträchtigt das zunächst keine Exporte. Man braucht dann aber weniger Exporte, wenn man auch weniger importiert.
„100% erneuerbarer Strom und Verzicht auf Kohle, Öl und Gas beim Heizen, Klimatisieren und in der Industrie und Chemie benötigt mindestens die doppelte Strommenge für ganz Deutschland.“
Wenn man die Entwicklung der aktuellen Zubauraten fortsetzt, dürfte das in etwa 15 Jahren funktionieren? In 5 Jahren hat man dann den aktuelllen Bedarf ziemlich abgedeckt, und in noch 10 Jahren dann das Doppelte hinterher. Zumal die Preise für die Komponenten ja noch weiter fallen können.
Bei weniger Konsum auch früher. Ein Sammeltaxisystem auf Basis von selbstfahrenden E-Auto könnte das z.B. beschleunigen, wenn es einen Großteil der Mobilität abdeckt. Das wäre auch technologisch/wirtschaftlicher Fortschritt, bei gleichzeitigem Konsumrückgang.
Kommentar vom 11.01.2026 00:16
https://scilogs.spektrum.de/gedankenwerkstatt/baut-trump-jetzt-fusionskraftwerke/#comment-28992
@Martin Holzherr 10.01. 22:59
„Heutige Erneuerbare beruhen auf einer Kombination von Solaranlagen, Windkraftturbinen, einem Ausbau des Stromnetzes wegen sehr vielen Einspeisepunkten und der geographischen Entfernung etwa von Offshore-Windanlagen und auf Speicher in Form von Batterien und Speichergasen wie Wasserstoff.“
Immer mehr Kurzfristspeicher können auch die Netze stabilisieren und Netzausbau verzichtbar machen, wenn sie direkt beim Erzeuger oder direkt beim Verbraucher bzw. am Besten direkt beim Prosumenten stationiert sind. Das gilt auch für Fahrzeugbatterien, die entweder am Wohnort oder am Arbeitsplatz bidirektional angeschlossen sind.
Entsprechend braucht es vielleicht überhaupt gar nicht viel Stromnetzausbau. Dafür aber auf jeden Fall Wasserstoffpipelines, die sind aber wohl aus Stahl, der vermutlich gar nicht knapp ist.
Die eigentlichen Zellen der PV-Module scheinen mir so viel Material gar nicht zu enthalten, die Verpackung aus Glas und der Unterbau aus Metall wird auf jeden Fall jetzt schon komplett recycelt. Und die Generatoren von Windkraftanlagen kann man statt mit Kupfer auch mit Aluminium bauen. Und den Rest der Anlage aus Holz.
Bleiben noch die Kurzfristspeicher, da können wir etwas gebrauchen, das nicht mit dem begrenzten Lithium läuft. Aber so schnell muss das gar nicht gehen, so knapp ist Lithium aktuell noch nicht.
Ansonsten ist eine Kreislaufwirtschaft natürlich für alles zu gebrauchen, das nun konkret Verwendung findet. Was nicht recycelbar und knapp dabei ist, wird kaum in der Form länger eingesetzt werden.
„Ulrike Herrmann sieht übrigens die Lösung dieses Problems im Verzicht auf Wachstum, ja sogar im Schrumpfen der deutschen Volkswirtschaft.“
Weniger Konsum an den richtigen Stellen wäre schon recht wirksam. Bevor die Leute dann wegen zu wenig Arbeit Langeweile bekommen wird sich doch wohl Wachstum finden, dass weniger Energie erfordert? Zumal ja sogar Teile der Energiewende selbst mit Mehraufwand verbunden sind. Dazu kann man sogar manches Recycling zählen, das subventioniert werden muss, um wirtschaftlich zu sein.
Kommentar vom 10.01.2026 16:05
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/konrad-adenauer-1876-1967-christdemokrat-medienkanzler-bundes-mimetiker/#comment-193412
@Michael 09.01. 08:36
„….dass sich die Lebensspanne von Konrad Adenauer recht exakt mit jener der Etablierung der Automobile überschneidet!“
Autos sind ja auch eine geniale Idee. Äußerst flexibel, ziemlich schnell, bequem und es macht noch Spaß zu fahren. Wenn das Fahrzeug freilich 23 Stunden am Tag nur Platz verbraucht, und meistens nur einer drin sitzt, wenn es denn mal bewegt wird, dann wird es richtig teuer und taugt genau deswegen hervorragend als Statussymbol.
In der selbstfahrenden E-Version im Sammeltaxibetrieb kann sich das komplett ändern. Dann wird es richtig billig und vor allem auch schnell, weil volle Fahrzeuge auch die Staus vermeiden. Und im Innenstadtbereich wird jede Menge an sich sehr wertvoller Parkplatz frei.
Die Batteriekapazitäten sind dann auch kein Thema mehr. Auf langen Strecken kann man einfach schnell das Fahrzeug wechseln und sofort weiterfahren. Während dann die Batterien auf dem Rastplatz ganz in Ruhe aufgeladen werden können.
Insbesondere in ländlicher Umgebung wird so Mobilität sehr viel billiger, und es können auch Kinder und Ältere ohne Führerschein voll dabei sein. Das könnte dann sogar der Abwanderung in machen Gegenden entgegenwirken.
Kommentar vom 10.01.2026 14:22
https://scilogs.spektrum.de/gedankenwerkstatt/baut-trump-jetzt-fusionskraftwerke/#comment-28988
@Karl Bednarik 10.01. 08:22
„Windenergie statt Solarenergie“
Ich fürchte, für die Windenergie werden noch die Standorte knapp. Außerdem ist Solarenergie näher am Verbraucher. Und beides ergänzt sich ganz gut, weil zu verschiedenen Zeiten ertragreich.
Die PV-Module mit weniger knappen Rohstoffen und wirklich guten Recyclingmöglichkeiten zu bauen ginge ja wohl auch noch. Was das Glas, die Rahmen und den Unterbau betrifft, so ist dieses ja sowieso längst sehr gut zu recyceln.
@Fusionskraftwerke
Vermutlich alles um Größenordnungen zu teuer, und das nachhaltig. Vielleicht aber was für interstellare Robotersonden.
Selbst die seit über 50 Jahren etablierten Kernspaltungsreaktoren sind als Neubau gegenüber den Erneuerbaren völligstens nicht mehr konkurrenzfähig. Und die Erneuerbaren werden immer noch immer billiger.
Man sollte vielleicht eher gucken, die Erneuerbaren samt Kurzfristspeichern auch wieder in Europa herzustellen.
Kommentar vom 10.01.2026 00:25
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/konrad-adenauer-1876-1967-christdemokrat-medienkanzler-bundes-mimetiker/#comment-193366
@Michael 09.01. 20:41
„...ich möchte auch beim Solarpunk-Träumen nicht meine eigenen Vorlieben anderen auferlegen.“
Ich ja auch nicht. Architektonische Ideen sind immer sehenswert. Bleibt aber die Frage, wie viel Platz man wirklich braucht. Je weniger das ist, desto leichter ist das umzusetzen, selbst wenn die Qualität außergewöhnlich ist.
Auch ob man auf dem Land was baut, oder doch mitten in der Stadt, ist eine interessante Frage. Die kurzen Wege gerade eher im Innenstadtbereich machen es jetzt schon eher möglich, die meisten Wege mit dem Fahrrad zu machen. Umso mehr kann man gerade die verdichtete Bebauung in höherer Qualität ausführen.
Ich stell mir auch ein Ende der stehenden Blechlawine als riesige Bereicherung der städtischen Wohnatmosphäre mit ganz viel zusätzlichem schattenspendendem Grün vor. Ein Sammeltaxisystem wäre auch noch mit viel weniger Verkehr verbunden, und auch mit mehr Platz wiederum für Radfahrer.
Und da werden dann auch echt Mittel frei, die man nicht unbedingt in mehr Wohnfläche, aber dafür in mehr bauliche Qualität investieren kann. Da kann die Fantasie dann auch wirkliche Räume gestalten.
Kommentar vom 09.01.2026 23:48
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/antimasonismus-neuer-zustrom-zu-digitalen-illuminati-verschwoerungsmythen-nach-den-epstein-trump-files/#comment-193364
@Michael 09.01. 07:00 / 17:30
„Und deswegen halte ich Popper für den größten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Er hat den falsifikatorischen Zweifel formuliert, mit dem sich Theorie und Mythos respektvoll unterscheiden lassen.“
Nur so gehts. Letztlich auf allen Ebenen. Ob Privat, ob praktisch oder in Glaubensfragen. Und wenn es um mögliche Technik geht. Und Wissenschaft sowieso.
„Und wir haben die Ehre und Freude, zu den Generationen gehören, die für eine bessere Zukunft der Menschheit tätig werden können.“
Da haben wir was zu tun. Besser als sich an sinnlosem Konsum abzuarbeiten allemal.
Kommentar vom 09.01.2026 17:41
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/konrad-adenauer-1876-1967-christdemokrat-medienkanzler-bundes-mimetiker/#comment-193349
@Michael 09.01. 00:49
„Ob es Wasser gibt und in welchem Zustand sich dieses befindet ist eben eine sehr konkrete und regionale Frage, die sich auch nicht aus einer fernen Hauptstadt heraus beantworten lässt.“
Da kann Berlin auch überhaupt nix machen. Man muss dann Prioritäten setzen. Als Erstes kommt der Haushaltswasserbedarf, dann städtisches Grün sowie Obst- und Gemüseabau sowie die Tierhaltung, als letztes der Anbau von Grundnahrungs- und Futtermitteln. Letzteres ist nicht so teuer und lässt sich gut Lagern und Transportieren.
Was aus Naturräumen und Wäldern noch wird, da kann man dann fast nur zugucken. Und sich auf die Suche nach neuen Baumarten machen, die mit Trockenheit besser klarkommen.
Leider haben wir mit unserer lokalen Energiewende das Klimaproblem nicht gelöst. Sondern nur unseren Beitrag zur Lösung geleistet. Die am Ende erzeugte Hitze- und Wasserkrise bleibt davon unberührt, und wir müssen gucken, wie wir damit dann klar kommen.
„So gefällt mir an diesen Solarpunk-Visionen von Cosmic Echo der starke “Dialog” von Licht und Wasser:“
Sieht ja gut aus. Ich stelle mir dennoch die Zukunft etwas genügsamer vor. Was die reine Optik betrifft, kann Bauen mit 3-D-Druck tatsächlich recht fantastisch aussehen. Aber alles ein paar Nummern kleiner, man muss nicht auf hunderten Quadratmetern wohnen und futuristisch aussehende Fahrzeuge nutzen. Schnöde elektrische selbstfahrende Sammeltaxis reichen auch.
Kommentar vom 09.01.2026 16:53
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/antimasonismus-neuer-zustrom-zu-digitalen-illuminati-verschwoerungsmythen-nach-den-epstein-trump-files/#comment-193344
@Michael 09.01. 00:26
„Die Ära des Fossilismus zerbröselt und hinter schweren Turbulenzen sehe ich Anzeichen für eine weit bessere Zukunft in Solarpunk-Arche-Regionen.“
Wir haben doch eigentlich zwei ganz verschiedene Baustellen. Einmal eine sich immer mehr beschleunigende Energiewende, andererseits die zunehmende demografische Schrumpfung.
Die Energiewende dürfte sich immer mehr ausbreiten, mancherorts früher, woanders später. Da wird nirgendswo die Welt untergehen. Selbst die Wasserkrise führt freilich zu Hochwasserschäden oder auch zu landwirtschaftlichen Unregelmäßigkeiten. Das braucht aber alles keine Arche-Regionen, diese Problematik lässt sich auch flächendeckend lösen. Selbst wenn man die eine oder andere Siedlung aufgeben muss.
Die Grüne Technik ist ja nicht mal fertig, die wird vermutlich noch weiter immer kostengünstiger werden. Bis fast alle mitmachen.
Die Demografie wiederum wird tatsächlich zu Archen führen, Regionen die Zuwanderung anziehen und Regionen, wo die Leute auch noch wegziehen. Aber ist das denn wirklich ein großes Problem? Schön für die Immobilienpreise einerseits, wo die Leute hinziehen. Aber auch gut für Mieter, wo die Leute eher wegziehen.
Klar macht es auf jeden Fall Sinn, wieder mehr Kinder zu haben. Aber die Welt geht nicht unter, wo sich nur ein gewisser Verfall einstellt. Und das muss ja überhaupt nicht für ewig so bleiben. Gibt es wieder mehr Kinder, und setzt sich die grüne Technik wirklich überall durch, dann können sich die Abwanderungsregionen auch wiederbeleben.
Und selbst wenn hier und da nur noch die Landwirtschaft übrig bleibt, und die Menschen in urbanen Räumen verbleiben, dann ist das eben so. Und in manchen vereinsamten Regionen ergeben sich dann noch Potentiale für eine touristische Nutzung des angefallenen Leerstandes. Insbesondere wenn die Menschen Urlaub an nicht mehr so weit entfernten Orten machen wollen.
Kommentar vom 09.01.2026 00:35
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/konrad-adenauer-1876-1967-christdemokrat-medienkanzler-bundes-mimetiker/#comment-193300
@Michael 08.01. 22:41
„Nach meiner Einschätzung haben liberale Demokratien dann eine Chance, die kommenden Jahrzehnte zu überstehen, wenn sie sich politisch und medial (!) föderalisieren.“
Grüne Technik und freie Software werden zwar zentral hergestellt, aber ermöglichen sehr viel Unabhängigkeit vor allen in den Regionen bis hinunter zu Kommunen und Stadtteilen.
Auch LLMs sind an der gesamten Weltkultur trainiert, sind aber völlig lokal nutzbar.
So kann man inzwischen auch in Dörfern in Afrika ziemlich einfach eine lokale billige und verlässliche Stromversorgung installieren. Und hat dann per KI die gesamte Weltkultur dort vor Ort verfügbar. Und kann lernen, alles mögliche herzustellen, und auch eine lokale und ertragreiche Biolandwirtschaft nach neuesten Erkenntnissen zu praktizieren.
Und wir hier können mal sinnlosen Konsum sein lassen und lieber entspannt leben und hinreichend Kinder großziehen. Ganz lokal und ganz konkret, mit Grüner Technik, die echt funktioniert.
Kommentar vom 09.01.2026 00:13
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/antimasonismus-neuer-zustrom-zu-digitalen-illuminati-verschwoerungsmythen-nach-den-epstein-trump-files/#comment-193295
@Mussi 08.01. 19:41
„Magie ist Wirkung und setzt Verursachung voraus. Es ist eher die Immagination, die Vorstellungskraft bedingt.“
Es geht wohl um die Vorstellung, dass die Superverschwörer magische Kräfte haben. Nicht, dass sie wirklich welche hätten.
Sofern man überhaupt mit magischen Kräften rechnen muss, so wird es die wohl nur in universalen Kontexten geben. Eben keine widerstreitenden Geisteswelten, zerstritten sind wir Menschen schon selber genug.
@Michael 08.01. 22:57
„..die angeblich über Jahrhunderte hinweg alles sehen, kontrollieren und nie zerfallen – was eine menschliche Unmöglichkeit ist.“
Entsprechend ist genau damit nicht zu rechnen, eben eine menschliche Unmöglichkeit.
„Sie nehmen für sich in Anspruch, fantastische Zusammenhänge zu erkennen, die von weniger Begabten nicht gesehen bzw. von den finsteren Mächten unterdrückt würden.“
Was letztlich schlicht verrückt ist.
„So entsteht die Vorstellung eines magischen, ja kosmischen Dualismus aus guten und bösen Mächten, der nur von wenigen Auserwählten durchschaut werde.“
Das mag sogar Filmreif sein. Starwars lässt grüßen. Realität ist das vermutlich nicht. Es dürfte nur eine Geisteswelt geben. Wirklich widerstreitende Geisteswelten dürften kein funktionierendes Universum hergeben. Wiederum nur vermutlich. Weil das Universum wirklich sehr gut funktioniert, was ja nun eine handfeste Evidenz ist.
Wenn man sich eben auf die Menschenwürde einigt, hat man eine Basis, auch verschiedene Konfessionen ohne widerstreitende Geisteswelten zu praktizieren. Religiös, spirituell aber auch zivilreligiös und säkular.
Die Evolution ist bis zu uns vorwärts gekommen, da wird es ja wohl noch möglich sein, dass wir Menschen uns wirklich zusammenraufen und jetzt nicht alles wieder kaputt machen. Wir kommen mit praktisch allen Lebensräumen klar, da müsste es doch möglich sein, mit uns selber auch noch klar zu kommen.
Kommentar vom 08.01.2026 15:51
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/antimasonismus-neuer-zustrom-zu-digitalen-illuminati-verschwoerungsmythen-nach-den-epstein-trump-files/#comment-193257
@Hauptartikel
„Er bezeichnet den Glauben an Weltverschwörungen durch Freimaurer, Illuminaten, Satanisten und weitere vermeintliche Geheimbünde wie Bilderberger und Rosenkreuzer.“
So richtig ziehen tun solche Mythen vermutlich, wenn man den entsprechenden Akteuren noch magische Kräfte zugesteht. Erst das macht die Verschwörungen wirklich plausibel. Und so hätten wir Menschen es dann eben auch mit destruktiven Geisteswelten zu tun.
Eine reine Verschwörung ganz ohne jede Magie dürfte nur sehr schlecht funktionieren. Und sich wohl auch selber zerstreiten, und nur kurz- und mittelfristig hier und da wirklich Einfluss nehmen können.
Wenn es also z.B. nur um Wege geht, den eigenen Reichtum lokal zu vermehren.
Vernünftige Religiosität wäre entsprechend das wirksamste Mittel gegen solche Verschwörungsmythen. Wenn die Geisteswelten was Gutes und nichts Böses sind, dann funktioniert die negative Magie der Verschwörer auch nicht hinreichend?
Die Verschwörungen, die dann übrig bleiben, sind weniger mächtig, nicht einheitlich und öfter sogar real. Und brauchen eigentlich keine Geheimbünde. Nur Ziele und den Einfluss, sie wirklich umzusetzen.
Solarpunk und Cyberpunk in etwa, die einen wollen das eine, die anderen befürchten das andere, bzw. profitieren da kurzfristig von.
Kommentar vom 08.01.2026 14:15
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@Michael 08.01. 12:15
„...der die Falsifizierung seiner früheren Thesen vom globalen Siegeszug der liberalen Demokratien anerkannte und aufarbeitete.“
Die liberale Demokratie könnte doch noch in eine neue Runde gehen? Mit Solarpunk, flächendeckend Freier Software und einer echten KI-Bildungsoffensive sehe ich durchaus noch neue Perspektiven.
Gerade in den Ländern des globalen Südens, die jetzt wenig auffallen, wie Indien, Nigeria oder Brasilien. Billiger verlässlicher Strom zusammen mit echt freier KI könnte wirklich was bewegen.
@Realo 08.01. 11:30
„Humanitäre Hilfen und der Versuch Frieden zu stiften, sind natürlich gerechtfertigt…“
Wären da nicht die Töne von Putin, eigentlich Anspruch auf die ehemaligen Warschauerpaktstaaten zu haben, sähe es anders aus. Wir müssen begründet befürchten, dass Putin nach einem kompletten Erfolg gegen die Ukraine mit EU-Staaten weitermacht.
Entsprechend liefern wir jetzt schon Unterstützung, in der Hoffnung dass Putin dann doch die Puste ausgeht, und auch diesen Krieg dann beendet. Zumal wir ja nur die Jahre überbrücken müssen, bis die Öl- und Gaspreise weltweit verfallen, und Putin dann eben wirklich nachhaltig das Geld zum Kriegführen ausgeht.
„.. alles andere führt zur sinnlosen Eskalation, womöglich zum Weltkrieg und zur gegenseitigen Ausrottung…..“
Genau deswegen leisten wir vermutlich der Ukraine nur so viel Hilfe, das Putin nicht mehr wirklich vorwärts kommt? Und eben keine Taurusraketen, die im russischem Hinterland wohl für reichlich Zerstörung sorgen könnten.
Überhaupt dürfte diese unserer Zurückhaltung auch ein Signal sein, dass wir nur unsere Ruhe haben wollen, und keinesfalls Russland angreifen wollen.
Und ich denke auch, dass wenn wir mal eine wirklich schlagkräftige europäische Armee haben, dass wir diese auch dann nur zur Verteidigung einsetzten werden. Und nicht um unsere Demokratie unfreiwillig zu exportieren.
Kommentar vom 07.01.2026 23:47
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/konrad-adenauer-1876-1967-christdemokrat-medienkanzler-bundes-mimetiker/#comment-193175
@Michael 07.01. 17:30
“Die unbedingte Menschenwürde mit gleichem Menschenrecht für alle bildet die gemeinsame Mitte aller aufgeklärten Religionen & demokratischen Zivilreligionen.”
Entsprechend führen auch Demokratien, die dies leben, keinesfalls Krieg gegeneinander.
Im Gegenteil noch, sie arbeiten zusammen wo das möglich ist, und gründen auch mal eine Europäische Union. Ohne Schießereien, ohne imperialistische Anwandlungen.
Wir haben es nur verpennt, dass Putin eben von dieser Menschenwürde offenbar wenig hält, und wir auf dessen Aggressionen gar nicht gut vorbereitet sind. Kriegstüchtigkeit liefert die Menschenwürde nun nicht automatisch.
Und auch Trump kommt jetzt noch dazu.
Wenigstens hat die EU nun schon eine erhebliche Wirtschaftskraft, welche letztlich auch Folge von gelebter Menschenwürde ist. Entsprechend dürfte es eigentlich kein Problem sein, auch eine funktionierende europäische Armee aufzubauen.
Kommentar vom 07.01.2026 15:30
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@Realo 07.01. 13:57
„Die bestehenden Großmächte brauchen keine „Newcomer“. Sie werden verhindern, dass auch Europa eine Großmacht wird.“
Wenn die USA das nicht wollen, dann bräuchten die uns nur verlässlich weiter unterstützen. Wir rüsten jetzt nicht aus Langeweile auf.
China kann es egal sein, solange wir ein Verteidigungsbündnis bleiben.
Und Russland bräuchte uns nur nicht bedrohen. Wir würden ohne diesen Ukrainekrieg sogar weiter Gas kaufen, und überhaupt weiter nicht an Aufrüsten denken.
Das einzige, was Putin wirklich wehtun könnte, wäre ein noch schnellere und gründlichere Energiewende. Die angesichts der nötigen Aufrüstung durchaus langsamer vorwärts kommt.
Das Gasgeschäft mit Russland würde sowieso auslaufen, fragt sich nur wie schnell. Mit Russlands Krieg ist es jetzt schon vorbei. Das ärgert uns durchaus, aber es hilft Russland doch auch nicht weiter.
Kommentar vom 07.01.2026 14:48
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@Realo 07.01. 11:09
„Es liegt daran, dass wir keine Atombomben haben.“
Europa hat doch die französischen und britischen Atomwaffen. Das könnten aber ein paar mehr sein, und vielleicht auch mit moderneren Trägersystemen. Das Problem ist doch die mangelnde europäische Zusammenarbeit und Koordinierung der Einzelstreitkräfte.
„D könnte sich „friedliebend und neutral“ verhalten, sonst bleibt nur die Rolle als „Kanonenfutter“ um danach wieder einmal, fest Reparationen zu blechen…..“
Kein Land außer Frankreich oder England könnte Putin alleine die Stirn bieten. Putin würde sich einfach ein Land nach dem anderen holen. Die Ukraine wäre längst weg, das Baltikum auch, und Finnland und Polen wären gerade in Arbeit. Dann kämen Tschechien und letztlich Deutschland dran.
Neben Belgien und den Niederlanden dann der Rest von Skandinavien. Wenn es konventionell nicht reichen würde, dann würde Putin auch auf taktische Atomwaffen dabei setzen.
Deswegen brauchen wir eine schlagkräftige solidarische gemeinsame Verteidigung, inklusive der französischen und britischen Atomwaffen. Und das in erheblichem Ausmaß.
@Martin Holzherr 07.01. 11:50
„Sobald Europa eine auch nuklear bewaffnete Grossmacht mit einer europäischen Armee ist, wird es genau so unangreifbar sein wie es heute China, Indien, die USA und Russland sind.“
Und die muss und kann sich auf Russland konzentrieren. Andere Gegner sind derzeit keine auszumachen. Und diese Armee muss auch an den Ostgrenzen der EU stationiert sein.
Das ist ja genau das, was wir die ganze Zeit echt verpennt haben. Es geht ohne die USA, aber nicht so wie wir jetzt noch aufgestellt sind. Da fehlt substanziell Einiges, und ich stehe entsprechend auch hinter den derzeitigen Aufrüstungszielen.
Und die Energiewende wird uns auf die Dauer helfen. In spätestens 10 Jahren dürften die Öl- und Gaspreise verfallen sein, vielleicht sogar schon in 5 Jahren. Viel mehr außer Öl und Gas Fördern und mit dem Erlös Krieg führen kann wohl Putins Russland nicht.
Kommentar vom 07.01.2026 00:05
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@Martin Holzherr 06.01. 20:52 / Werhahn
„Mit 27 verschiedenen Waffensystemen nimmt uns niemand ernst.“
Da haben wir aber wirklich was verpennt. Und pennen tendenziell immer noch? Die gesamten Rüstungsausgaben von Europa der letzten 30 Jahre hätten vermutlich dicke gereicht, um uns nachhaltig gegen Putin wehren zu können, auch ohne die USA.
Genau auf die USA haben wir uns verlassen, und vor allem hat jeder europäische Verteidigungsministers vor allem darauf geguckt, dass heimische Rüstungsfirmen die Verteidigungsgelder bekommen.
Dabei wäre es eigentlich klar gewesen, dass wenn überhaupt, dann Russland zum Problem werden kann. Irgendwelche Einsätze in Serbien oder Afghanistan konnten nur kleinere Nebeneinsätze sein.
Nun gut, offenbar hat keiner mit einer so aggressiven Entwicklung von Putin gerechnet, auch nicht nach 2014. Hätte sich Putin mit der Krim und dem Donbass zufrieden gegeben, hätten wir natürlich immer noch überhaupt kein Problem.
Es mag auch sein, dass wir gerade richtig schön dabei waren, eine immer schnellere Energiewende hinzulegen. Und damit auch die russischen Gaslieferungen absehbar über 15 Jahre ganz erheblich verebben würden. Was für Russland schon ein existentielles Problem gewesen wäre. Und so gesehen dieser Angriffskrieg womöglich eine reine Verzweiflungstat war.
Kommentar vom 06.01.2026 15:20
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@Michael 06.01. 14:32
„Aber gerade doch China produziert selbst längst Rekordmengen an Gütern, während die Nachfrage aufgrund der säkularen Geburtenimplosion auch dort einbricht.“
Ich vermute mal, Realo meint hier mindestens die halbe Weltbevölkerung, die sehr gerne alles auch in China einkaufen würden, aber leider kein Geld dafür haben.
Die müssten selber produktiver werden, oder auch die chinesischen Produkte müssten noch günstiger werden. Insbesondere PV samt integrierter Kurzfristspeicher wären dann eine Basis für eine verlässliche und sehr günstige Stromversorgung, insbesondere in Ländern mit viel Sonne und ohne Winter. Und das wiederum wäre eine Basis auch für eine eigene Produktivität.
Ohne Strom läuft nun mal wirklich kaum was.
Kommentar vom 06.01.2026 14:30
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/konrad-adenauer-1876-1967-christdemokrat-medienkanzler-bundes-mimetiker/#comment-193045
@Michael 06.01. 16:01
„..wenn ich auch beispielsweise eine chinesische Invasion von Taiwan innerhalb der nächsten Jahre befürchte.“
Militärisch hat Europa mit Taiwan praktisch nichts beizutragen. Wie Trump im Falle einer Invasion reagiert, weiß er vermutlich selber noch nicht. Rein völkerrechtsmäßig wäre sein Angriff auf Venezuela wohl dasselbe.
Ok, mit Maduro hat es eventuell nicht den Falschen erwischt, und Taiwan ist eine Demokratie.
Ein Handelsembargo gegen China würde uns dann aber schon betreffen. Das würde auch unsere Energiewende erst mal sehr behindern. Und im Falle einer erfolgreichen Seeblockade gegen China wäre damit die Energiewende auch weltweit bedroht.
Wenn uns die USA aber gegen Putin sowieso nicht mehr unterstützen, dann müssen wir ein Handelsembargo gegen China aber auch nicht mitmachen.
Das ist alles gar nicht so einfach, wenn die Globalisierung und das Völkerrecht bröckeln. Neue Chancen für eine Verlängerung des Fossilismus gehören wohl dazu.
„Es kann also gelingen – wenn wir uns auch wirklich dafür anstrengen.“
Selber in die Produktion von PV-Modulen und Lithiumbatterien einsteigen wird nicht nur teurer, sondern wird auch dauern. Langfristig wäre das aber auf jeden Fall sowieso eine gute Idee.
Derzeit bestimmen die chinesischen Produktionskapazitäten die Geschwindigkeit der Energiewende, scheint mir. Wenn nur wir in Europa da aussteigen, dann geht es ja noch. Der Rest der Welt und China selber werden mit dem Zubau von Grüner Technik weitermachen.
Kommentar vom 06.01.2026 00:05
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/konrad-adenauer-1876-1967-christdemokrat-medienkanzler-bundes-mimetiker/#comment-193007
@Michael 05.01. 16:01
„….dass in unserem Volk aus Alt- und Neudeutschen noch genügend Würde vorhanden ist,….“
Das ist gut, Volk aus Alt- und Neudeutschen. Zusammen nur geht es weiter. So wie ich eher für weniger neue Zuwanderer bin, bin ich aber auch für wirklich vernünftige Integration und Zusammenarbeit mit denen, die sich hier nun eingelebt haben.
„….um sich nicht Wladimir Putin, Donald Trump, Xi Jinping, Ali Chamenei und anderen Tyrannen zu unterwerfen.“
Unter Druck geht mehr. Man wird hier wohl langsam wach, dass unsere Freiheit, unsere Unversehrtheit und unsere Mitwelt wie unserer darauf basierender langfristiger Wohlstand auf dem Spiel steht.
@Martin Holzherr 05.01. 21:43
„Wer Neues und Aufbau wagt oder gar dazu gezwungen ist, kann also damit gewinnen.“
Wenn man muss geht mehr. Allerdings sehe ich schon Grenzen des sinnvollen Konsums, und strebe eher entspanntere Verhältnisse auf allen Ebenen an. Soweit das eben praktikabel ist. Es ist mehr als ärgerlich, dass wir jetzt so viel aufrüsten müssen, aber angesichts der Kombination von Putins Aggressivität und Trumps Unberechenbarkeit sehe ich da für mindestens 5 Jahre keine Alternative.
Wenn bis dahin die globale Energiewende die Weltmarktpreise für Öl und Gas hinreichend verfallen lässt, wären wir vermutlich über den Berg. Und könnten uns entspannteren Verhältnissen und vielleicht auch mehr Kindern zuwenden.
Kommentar vom 05.01.2026 16:35
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/drk-blutspenden-statt-thymos-trump-boellern-gedanken-zur-mimesis-am-neujahrstag-2026/#comment-192983
@Michael 05.01. 15:44
„FOSS-Software“
Ich kann da immer wieder drauf hinweisen, dass freie Software ein globales Projekt sein kann. Wir haben in der EU das meiste Geld dafür, aber 7 Mrd Menschen warten da nur drauf, und werden das sofort nutzen. Selbst große Teile der US-Bevölkerung.
China ist was anderes, die werden wohl weiter ihr eigenes Ding machen.
Aber solange wir chinesische Importware mit eigener freien Software betreiben können, muss uns das wenig stören.
Vielleicht kann man auch Indien von FOSS begeistern?
Kommentar vom 05.01.2026 15:09
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/drk-blutspenden-statt-thymos-trump-boellern-gedanken-zur-mimesis-am-neujahrstag-2026/#comment-192974
@Michael 05.01. 01:01
„...ein verstärktes Interesse am Fossilismus und auch an der Gefahr eines US-amerikanischen Software “Kill Switch” gegen Europa.“
Ja hat denn die USA den Kill Switch schon mal gegen seine Gegner angewendet? Irak, Serbien, Iran, Russland oder eben jetzt gegen Venezuela?
Das wäre wohl langfristig fatal für die Geschäfte der US-IT-Firmen. Wir spielen sowieso schon mit dem Gedanken, alles auf freie Software umzustellen. Und die ganze restliche Welt gleich mit.
So oder so, es wird Zeit für FOSS. Auch angesichts von immer mehr KI und wohl bald auch Robotern.
Kommentar vom 05.01.2026 00:50
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/drk-blutspenden-statt-thymos-trump-boellern-gedanken-zur-mimesis-am-neujahrstag-2026/#comment-192942
@Michael 04.01. 19:09
„Heute suche ich als Solarpunk immer wieder nach Gelegenheiten, aus Zukunftshoffnungen auch konkrete Taten abzuleiten.“
Entsprechend gefallen mir auch Zukunftsvisionen, die etwas näher liegen. Aber dafür umso mehr wirklich ins Auge gefasst werden können.
Es gab mal Ende der 80er die Idee von Desertec. Damals waren PV-Module mehr als 10 mal teurer als heute und hatten statt 25% nur 10% Wirkungsgrad. Deswegen war damals Solarenergie mit Spiegelkraftwerken viel besser. Allerdings funktionieren die nur, wenn wirklich die Sonne scheint. Eine kleine Wolke, und schon geht das Licht aus.
Entsprechend müsste man die in Nordafrika installieren, um dann Wasserstoff herzustellen, und den dann per Pipeline nach Europa transportieren. Und zugleich war nach damaligen Technikstand E-Mobilität nur mit Wasserstoff denkbar. Dass mal so billige und leichte Akkus kommen, damit hat damals niemand gerechnet.
Die Energiewende wäre nach dieser Desertec-Vision mindesten 4 mal teurer, als was wir heute haben. Billige PV mit so hohem Wirkungsgrad, dass die Flächen im urbanen Raum schon fast ausreichen, kombiniert mit hocheffektiven und zugleich billigen Fahrzeugakkus sind inzwischen die aktuelle Wirklichkeit. Selbst die Windenergie ist billiger geworden, als was damals für möglich gehalten wurde.
Inzwischen brauchen wir die Wasserstofftechnik hauptsächlich nur für Dunkelflauten und für eine Reihe Industrielle Anwendungen, insbesondere wenn da sowieso schon Wasserstoff stofflich gebraucht wird. Transport und Speichern von Wasserstoff braucht man immer noch, aber mehr als 10 mal weniger davon als bei der Desertec-Vision.
Diese Desertec-Vision hat dann sogar tatsächlich die Entwicklung der Windenergie verzögert. Windenergie ist vor allem was für den Winter, und passt sehr gut in den Mix von PV und Kurzfristspeichern, weniger gut zu Wasserstoffimport aus Nordafrika.
Was wir insgesamt brauchen, sind neben günstiger Windenergie eben die billigen hocheffektiven PV-Module und die Lithiumakkus. Wenn noch was besseres kommt, also was, das mit weniger knappen Rohstoffen auskommt oder für den mittelfristigen Speicherbedarf auch taugt, dann sehr gerne das auch noch.
Kommentar vom 05.01.2026 00:28
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/drk-blutspenden-statt-thymos-trump-boellern-gedanken-zur-mimesis-am-neujahrstag-2026/#comment-192939/
@Martin Holzherr 04.01. 21:49
„Ja, China sucht eine Weltrolle und auch das, was man im Westen „Smart Power“ nennt.“
China muss wohl relevante Menge Nahrungsmittel importieren, und entsprechend was mit Zukunft exportieren können.
Derweil ich auf grundlegende entspanntere Verhältnisse hoffe, auch nicht diesen „Krieg“ um den Außenhandel, wie Trump das sieht.
Praktischerweise stellt jeder das Meiste selber her, und gut ist das.
Kommentar vom 04.01.2026 16:50
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/drk-blutspenden-statt-thymos-trump-boellern-gedanken-zur-mimesis-am-neujahrstag-2026/#comment-192919
@Michael 04.01. 14:11
„diese Grafik-Sound-KI-Interpretation des Solarpunk von @Cosmic Echo“
Ich habe mal weiter reingeguckt. Als Mobilität taugt das Sammeltaxissystem für das allermeiste. Selbstfahrende E-Autos mit Gummireifen mit 6 bis 12 Sitzplätzen wären völlig hinreichend. Keine Flugtaxis.
So kann man einfach in Autoreichweite Urlaub im Grünen machen, das braucht weder Flugzeuge noch ziemlich teure Hochgeschwindigkeitszüge. Und ist richtig schön billig und ganz ohne Staus möglich. Wenn man dann im Urlaub meistens zeltet, braucht man auch keine Hotels bauen.
Autos sind nun mal schon wirklich flexibel und dabei gar nicht so teuer, nur müssen die auch wirklich genutzt werden. Die stehen jetzt 23 Stunden am Tag nur herum, und wenn sie mal fahren, sitzt meistens nur einer drin. Das ist dann schon teuer. Als Sammeltaxi aber mit Betriebszeiten von vielleicht 5 Stunden am Tag und im Schnitt 5 Mitfahrern wird es dann aber wirklich ganz billig. Selbst wenn die Selbstfahrfunktion teurer als das Auto wäre.
Kommentar vom 04.01.2026 16:01
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/drk-blutspenden-statt-thymos-trump-boellern-gedanken-zur-mimesis-am-neujahrstag-2026/
@Michael 04.01. 14:11
„diese Grafik-Sound-KI-Interpretation des Solarpunk von @Cosmic Echo“
Ich konnte jetzt nur die ersten 6 Minuten sehen. Sieht wirklich gut aus. So derart verdichtet bauen brauchen wir aber wohl nicht. So dicht wie jetzt hier in der Altbausiedlung mit 4-stöckiger Ausführung reicht eigentlich. So viel Platz hat es überall.
Dann auch Platz für ganz viel Grün, gerne auch Essbares. Und Regenwasserspeicher. Und vor allem das Sammeltaxisystem, dass hier endlich diese stehende Blechlawine verschwindet.
Schon in 15 Jahren wäre das realistisch. Das Jahr 2700 ist ja nun noch weit weg. Höher, schneller weiter muss nicht unbedingt.
Wenn es denn mit den mit grünem Wasserstoff gefütterten Bakterienkulturen funktioniert, und man damit fast unbegrenzt Nahrungsmittel herstellen kann, wäre freilich Platz für 100 Mrd Menschen, und praktisch alle geeigneten Landflächen wären eine einzige Stadt. Und auch entsprechend so verdichtet Bauen wie in dem Video würde Sinn machen.
Aber wilde Natur könnte man schon auch großflächig weiter möglich machen, auch zum Urlaubmachen für vielleicht 20 Mrd Menschen. Und eine ziemlich grüne Stadt wäre auch ein eigener Lebensraum für jede Menge pflanzliche und tierische Kulturfolger.
Kommentar vom 04.01.2026 14:07
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/drk-blutspenden-statt-thymos-trump-boellern-gedanken-zur-mimesis-am-neujahrstag-2026/#comment-192906
@Michael 04.01. 07:20
„Heute sehe ich eine ähnliche, technomimetische Dynamik in der weltweiten Entwicklung von KI-gesteuerten Drohnen seit dem Putin-Angriffskrieg gegen die Ukraine.“
Was auf dem Schlachtfeld funktioniert wird entsprechend auch schnell umgesetzt. Bei den Drohnen ist es nicht nur die KI. Insbesondere kleine Drohnen laufen vermutlich mit billigen und leichten Lithiumakkus ganz gut.
Der Elektroschrott mag sich dann auf den Schlachtfeldern anhäufen. Wenn es weniger Personal braucht, leiden Menschen auch weniger? Uns in Europa kann das jedenfalls zum Vorteil sein. Wir haben sehr viel mehr Geld als Putin, auch für Drohnen.
„Technologien erzeugen technomimetischen Zug, meine ich. „
Was auch die Grüne Technik betrifft. Je billiger sie wird, desto mehr wird sie auch eingesetzt, auch von Kunden, die mit der Energiewende an sich eigentlich überhaupt nichts zu tun haben. Und auch die LLMs werden genutzt, wo immer das zu gebrauchen ist.
Irgendwer fängt damit an, und alle Anderen müssen früher oder später nachziehen. Hier kann man auch hoffen, dass sich ein Sammeltaxisystem auf Basis von selbstfahrenden Batteriefahrzeugen etabliert. Vermutlich wird das kaum ein Autohersteller machen, wer ruiniert sich schon freiwillig 80 % seiner Umsätze. Aber sobald einer damit wirklich anfängt, praktischerweise eine richtig große IT-Firma, die alle gängigen Fahrzeugmodelle als Basis nutzen kann, werden alle Autohersteller nachziehen müssen.
Kommentar vom 04.01.2026 00:32
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/drk-blutspenden-statt-thymos-trump-boellern-gedanken-zur-mimesis-am-neujahrstag-2026/#comment-192864
@Martin Holzherr 03.01. 22:36
„Und der Grund für diesen Rollenwechsel, der liegt nicht primär in der chinesischen Absicht, sich auf die Erneuerbaren einzulassen, sondern vielmehr darin, dass China alle technischen und organisatorischen Ebenen der Erneuerbaren Technologie in der Hand hält – bis hinunter auf die Rohstoff- und Rohstoffveredelungsstufe.“
China hat aber schon einfach aufgrund seiner Größe von 1,4 Mrd Menschen die Kapazitäten, neue Techniken schneller zu entwickeln. Und China kann mit den Erneuerbaren einen neuen globalen Markt bedienen. Das klappt umso besser, wenn der Westen da nicht so recht mithalten kann.
Einfach alte Technologien auch zu produzieren ist nicht so lukrativ, als hier mit was wirklichen Neuem anzufangen. Wenn man eben die besten Voraussetzungen dafür hat.
Ob China auch einfach Lust auf Grüne Technik hat, damit die globale Energiewende vorwärts kommt, kann noch ein Argument sein, dass man dort so viel investiert. Man hat auch in China keine Lust, immer wieder neues Öl einzukaufen, und will auch keine eskalierende Klima- und Wasserkrise. Also macht man was dagegen. Und kann damit auch noch richtig viel Geld verdienen.
Diktatur heißt ja nicht automatisch, dass man nicht langfristig und letztlich auch vernünftig agieren kann.
Das Erste, was wir wiederum machen können, wäre alle chinesische Technik mit eigener offener Software zu betreiben. Und mittelfristig gucken, auch in Europa zu produzieren, von mir aus sogar unter chinesischer Beteiligung. Auch die nötigen Rohstoffe haben wir durchaus auch in Europa, wir müssen dann halt nur auch mit den mit dem Abbau verbunden Nebenwirkungen leben.
Für die fossilen Brennstoffe haben wir auch ganze Landschaften weggebaggert und den Untergrund unter dem Ruhrgebiet nachhaltig durchlöchert. Ich lebe hier ein Leben lang, und man merkt da meistens nicht viel von. Auch Tagesbrüche und andere Bergschäden verebben immer mehr. Der Boden hat sich inzwischen ganz gut gesetzt.
Kommentar vom 03.01.2026 15:00
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/drk-blutspenden-statt-thymos-trump-boellern-gedanken-zur-mimesis-am-neujahrstag-2026/#comment-192834
@Michael 02.01. 23:33
„Ein übersteigerter Individualismus führt dagegen zur Beziehungsarmut und damit auch zum Verebben von biologischen und kulturellen Traditionen.“
Ich habe hier in der Tat auch nur einige regelmäßige Kontakte, viele ehemalige Wegbegleiter sind inzwischen verstorben oder psychisch ganz versackt. Wir hatten mal einen Verein, so vor 20 bis 3 Jahren war da richtig was los.
Derzeit dann nicht mehr, aber die virtuellen Kontakte hier auf Scilogs haben nun schon auch echte Substanz.
„Wenn dies die Moderne wäre, so erwiese sich diese als Sackgasse…“
Ein guter Kumpel von mir ist seit bald 15 Jahren in der örtlichen Babtistengemeinde, und fühlt sich da wohl. Für mich wäre das aber wohl nichts. Ich war nur einmal zu seiner Taufe und seiner Hochzeit zu Gast.
Mehr ist dann wohl nicht. Die öffentliche Wirksamkeit sowohl hier auf Scilogs wie auch seinerzeit in unserem Verein motiviert allerdings zusätzlich. Das verbindet uns irgendwie auch mit der großen weiten Welt da draußen.
„...nichts davon erwächst nur aus Einzelnen.“
Klar, es hätte nicht mal eine Sprache. Aber jeder einzelne Mikrokosmos ist doch ein selbstaktives Element. Nur in diesen Mikrokosmen kann Kultur lebendig werden. Selbst KI ist ohne Mensch auch ohne Ziel.
Noch jedenfalls. Künstliche wirkliche Mikrokosmen, die wirklich auch für sich selber leben, kann ich mir zumindest vorstellen.
Kommentar vom 02.01.2026 23:20
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/drk-blutspenden-statt-thymos-trump-boellern-gedanken-zur-mimesis-am-neujahrstag-2026/#comment-192796
@Michael 02.01. 14:38
„Dialog funktioniert aber nicht so, dass wir Religiösen mit unseren Kindern Euch versorgen und uns dafür auch noch verhöhnen lassen.“
Da habe ich mich wohl ungut ausgedrückt. Du hast es mit deinen 3 Kindern richtig gemacht, und ich habe es ohne Kinder verkehrt gemacht. Hätten Leute wie ich auch ihren Teil an Nachwuchs gehabt, dann ginge es uns jetzt tatsächlich besser.
Offensichtlich wirkt sich Religiosität entsprechend auf den Kindersegen aus.
Aber noch vor 10 Jahren war für mich klar: Menschen gibt es mehr als genug, zumal ja auch die Energiewende zu dieser Zeit noch in den Anfängen war. Dass auch in Asien und Südamerika die Geburtenraten in den Keller gehen, habe ich derzeit noch gar nicht registriert gehabt. Und dass die Energiewende inzwischen so viel Fahrt aufgenommen hat, hätte ich derzeit nicht gedacht. Ich dachte, je weniger wir werden, desto einfacher wird es.
Jetzt zeigt sich, dass eigene Kinder doch auch für mich eine gute Sache gewesen wäre. Und wäre ich nicht 62, sondern 32, würde ich jetzt echt über Kinder nachdenken. Eventuell trotz fehlender Religion, ich weiß es nicht.
Jedenfalls käme ich nicht so schnell auf die Idee, religiös zu werden, um mehr Kinder zu bekommen. Es wären auch vielleicht gerade die Frauen, die wirklich Kinder kriegen wollen, die sich dann bevorzugt religiöse Männer suchen würden. Und eben mich nicht.
Wie gesagt, ich war damals der säkularen Meinung, dass eine moderate Schrumpfung der Weltbevölkerung eine gute Sache wäre. Ob eine säkulare Meinung, dass wir jede Menge Nachwuchs gebrauchen können, wirklich einen Unterschied machen würde, weis ich nicht wirklich. Man müsste gucken, vielleicht würde das schon das eine oder andere Kind mehr werden.
Eine ganz andere Geschichte wäre es gewesen, wenn die globalen Geburtenraten ab den 70ern auf ein eskalierendes exponentielles Bevölkerungswachstum hinaus gelaufen wären. Das wäre wohl nicht so gut gewesen.
Aber das ist ja überhaupt nicht passiert, entsprechend war Deine Entscheidung für 3 Kinder eine echt gute Idee. Und ich habe es verkehrt gemacht.
„Eine ganz klare, empirische Erkenntnis lautet: Durch säkulare Arroganz und Hyperindividualismus gelangt noch keine Zivilisation zu den Sternen.“
Das mag ich jetzt aber nicht persönlich nehmen. Zumindest verantwortungsvoll leben kann ich schon, auch wenn ich mal Irren kann. Wenn wir wirklich Religiosität brauchen, dann wird es wohl noch eine lange Zeit schrumpfen, bis der Kinderreichtum der Religiösen zu überwiegenden Bevölkerungsanteilen führt.
Oder kann das doch noch dazu kommen, dass ehemalige Säkulare tatsächlich religiös werden?
Kommentar vom 02.01.2026 17:41
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/drk-blutspenden-statt-thymos-trump-boellern-gedanken-zur-mimesis-am-neujahrstag-2026/#comment-192777
@Michael 02.01. 14:38 / Felo.ai
„Dr. Michael Blume lehnte die Lehre vom “egoistischen Gen” ab, da sie die Komplexität menschlicher Evolution und Verhaltensweisen nicht vollständig erfasst und kulturelle sowie soziale Dimensionen vernachlässigt.“
Die Entwicklung der Individuation selbst ist noch mal ein Vorgang, der seine eigene Dynamik erzeugt. Mitten in kulturellen und sozialen Umgebungen.
Und mitten in dieser Dynamik muss man wohl auch noch mit Geisteswelten rechnen. Sofern diese existieren und es nicht lassen können, sich da auch noch einzumischen.
Das Ergebnis ist dann jedenfalls ein wirklich interessantes und erfülltes Leben. Und alles andere als einfach nur eine Biomasse, die nichts anderes im Sinn hat, als sich völlig sinnlos selbst zu replizieren.
Mit einer eigenen Funktion innerhalb der ganzen Biosphäre des Planeten muss man dann auch noch rechnen. Wo wir schon mal dabei sind, können wir es vermutlich auf die Dauer auch nicht lassen, uns da wirklich auch noch drum zu kümmern. Insbesondere beim Menschen muss man angesichts seiner globalen Verbreitung in praktisch allen Lebensräumen genau auch damit rechnen.
Und das ist nicht nur möglich, sondern auch absolut notwendig. Wir müssen das einfach wollen. Jenseits aller genetischen Nebenbedingungen.
Kommentar vom 02.01.2026 16:46
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/drk-blutspenden-statt-thymos-trump-boellern-gedanken-zur-mimesis-am-neujahrstag-2026/#comment-192767
@Michael 02.01. 14:38
„Diese Empfehlung setzt ja voraus, dass die fossile Gier und moderne Einsamkeit auch für religiöse Menschen in kinderreichen Familien vorbildlich sein sollte“
Das meine ich nicht mit Modernisierung, ich meine die Verortung in einem inzwischen bekannten riesengroßen Universum. Und einer Zukunft auf diesem Planeten auf hunderte von Jahrmillionen.
„...dass den meisten von ihnen (mich eingeschlossen) “die Moderne” gerade nicht als reine Erfolgsgeschichte “der Vernunft” erscheint.“
Ja mir auch nicht. Ich habe schon vor 40 Jahren Konsequenzen gezogen, und seitdem die meisten Wege mit dem Fahrrad gemacht. Und auch jetzt noch ist das Fahrrad wesentlich grüner als das beste Elektrofahrzeug. PV z.B. war mir damals aber noch zu teuer.
Und doch erscheint mir der Fossilismus als eine unvermeidliche Phase der Menschheitsgeschichte. Der aber auch m.E. deutlich schneller überwunden werden sollte. Mit dem Einsatz entsprechender Technik, aber gerne auch deutlich schneller mit weniger überflüssigem Konsum.
„Umgekehrt wurden Religionsgemeinschaften und Familien so lange verspottet, bis ganze Gesellschaften demografisch zusammenbrachen.“
Die Richtung ist m.E. gar nicht mal ganz so verkehrt. Lieber eine moderate Schrumpfung als ein weiteres exponentielles Wachstum. Insbesondere in Kombination mit einer noch verschwenderischen Lebensweise und fossiler Technik.
Aber die technische grüne Trendwende ist offenbar in Sicht, und damit wäre ich inzwischen durchaus dafür, die Geburtenraten wieder zu fördern. Ob man da wirklich Religion für braucht, das scheint mir derzeit noch nicht klar zu sein.
Ein wirklich entspannteres Leben könnte es vielleicht auch sein? Sollte man versuchen. Zumal auch keiner weis, wie man die Leute wieder von Religion begeistern könnte?
Vielleicht durch eine wissenschaftliche Anerkennung von universalen Geisteswelten?
„Wenn die Moderne wieder anziehend auch auf religiöse Menschen sein will, dann muss sie sich auch selbst erneuern. Meine ich.“
Mich interessiert eigentlich nur, dass die religiösen Menschen bei der Energiewende mitmachen und nicht das Weltenende suchen. Ansonsten sollen die machen was sie wollen.
Kommentar vom 02.01.2026 15:08
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/drk-blutspenden-statt-thymos-trump-boellern-gedanken-zur-mimesis-am-neujahrstag-2026/#comment-192758
@Michael 02.01. 14:07
„...dass die Rettungskräfte und Krankenhäuser inklusive Blutkonserven bereit stehen, sinke die Blutspenden-Bereitschaft weiter.“
Das ist jetzt schon länger her, aber das Rote Kreuz z.B. verkauft den halben Liter Blut für 800 Euro. Wenn ich für Blutspenden 200 Euro davon bekäme, wäre ich wohl öfter dabei. Ich denke, dass Rote Kreuz weiß das ganz genau, will aber das ganze Geld haben.
„dass “wir” – die älteren Generationen – ja nun seit Jahrzehnten fossile Entsolidarisierung, rechtslibertären Käse von sog. “egoistischen Genen” und den Kult ums Geld – vorleben.“
Beachtlich entsprechend, wenn gerade junge Leute da eigentlich ungern einfach mit weitermachen.
„Besser wäre es, auch hier wieder mehr Gemeinsamkeit zu wagen und in professioneller und schöner Weise das Licht und das Leben zu feiern.“
Das private Silvesterfeuerwerk empfinde ich doch gerade als gemeinsames Ritual. Die 100 Gramm Schwarzpulver pro Teilnehmer dürfen es von mir aus gerne sein. Selber mitmachen inclusive. Ein öffentliches professionelles Feuerwerk wäre schon was ganz anderes, selbst wenn es billiger und schöner dabei ist.
Manch einer übertreibt es offenbar, und auch aggressive Stimmungen verderben schnell den ganzen Spaß. Was aber eher am ebenfalls traditionellen Alkoholkonsum liegen mag, der an Silvester verbreitet Spitzendosen erreicht.
Kommentar vom 02.01.2026 14:07
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@Michael 02.01. 07:49
„Denn wenn sich nicht auch die religiösen Menschen im Nahen und Mittleren Osten auf eine gemeinsame Zukunft statt endloser Kriege verständigen, dann wird die Region in wenigen Jahrzehnten kaum noch bewohnbar sein.“
Reichlich billigen Solarstrom für Klimaanlagen und Meerwasserentsalzung mag dort erschwinglich sein. Das Wasser reicht auch noch für Obst- und Gemüseanbau, für Grundnahrungs- und Futtermittel aber wohl nicht mehr. Das muss man in der Region wohl überwiegend importieren.
Aber florierende Städte wären schon möglich. Nicht so, wenn die endlosen Kriege weitergehen aber. Und auch Korruption und Clanwirtschaft hilft da eher nicht.
„Gerade auch wer an eine grundlegende Schöpfungsgottheit glaubt, die dieses wundervolle Universum einschließlich der Befähigung zur Wissenschaft angelegt hat, sollte sich dem nicht verschließen.“
Man muss sich das mal bewusst machen, dass zu biblischen Zeiten dieses riesige Universum überhaupt nicht erkannt wurde. Die Fixsterne waren nur Dekoration des Himmelszeltes. In dieses Weltbild eingebettet mag eine nur kurze Existenz von einigen Jahrtausenden und auch ein Ablaufdatum in der Größenordnung ebenfalls von einigen Jahrtausenden Sinn ergeben.
Inzwischen kennen wir 100 Mrd Sterne dieser Galaxie, und 100 Mrd Galaxien in einem Universum, dass seit 14 Mrd Jahren existiert und sich stetig weiter entwickelt. Das müsste doch eigentlich auch bei religiösen Menschen angekommen sein.
Ein nahes Ende des Universums ist entsprechend überhaupt gar nicht mehr denkbar, scheint mir. Ein radikaler Einschnitt des Lebens auf diesem Planeten wäre schon eher denkbar, aber eigentlich nur durch unselige Tätigkeit rücksichtsloser Menschen tatsächlich möglich.
Da hilft dann auch weder jammern noch beten, sondern konsequenter Einsatz von Grüner Technik. Und am Besten auch noch keine weitere Kriegstätigkeit.
Wie wäre es, mal das Weltenende zu verwerfen, und stattdessen einfach den eigenen Glauben zu modernisieren? Und zu gucken, dass man nicht mehr selber ein wesentlicher Teil des Problems ist. Wer hier wirklich das eigene Verhältnis zu durchaus real existierenden Geisteswelten im Sinn hat, sollte da mal drüber nachdenken.
Das könnte wirklich helfen.
Kommentar vom 02.01.2026 00:08
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@Michael 01.01. 17:29
„...dass Religionsgemeinschaften zwar ein kooperatives, aber deswegen nicht immer lebensförderliches Potential erschließen, habe ich ja immer wieder deutlich gemacht.“
Insbesondere die Erwartung eines baldigen Weltenendes dürfte sich destruktiv auswirken. Was soll man dann mit Solarpunk? Selbst Atomkriege kann man dann sogar begrüßen, dann ist es endlich so weit.
Bis sich dann tatsächlich verschiedenste abrahamitische Vereine in Jerusalem zur Endparty treffen, und jeder dann noch meint, den ersehnten göttlichen Zuspruch für sich genießen zu dürfen. Da kann man als vernünftiger Mensch nur noch in Deckung gehen, und hoffen, dass diese Verrückten auch nicht viel auf die Reihe kriegen.
Das alles ärgert mich ziemlich, weil ich diesen Planeten so sehr liebe. Und eigentlich auch die Menschen, in aller religiöser und weltanschaulicher Vielfalt. Das muss doch wohl möglich sein, das Leben hier gemeinsam auf die Kette zu kriegen.
Die Leute sollten sich mal mehr überlegen, was sie da jetzt wirklich glauben.
Es ist alles da. Lithium, Kupfer, Eisen, Glas, Beton und vieles mehr für eine wirklich nachhaltige Energiewende. Und kluge Köpfe, die daraus PV-Module, Windräder und Lithiumbatterien machen können, und das inzwischen auch noch zu konkurrenzfähigen Preisen.
Wir müssen das inzwischen nur noch installieren, die Technik steht anscheinend. Und der Import entsprechender Technik aus China kostet kaum mehr als die fossilen Importe. Und auf die Dauer werden wir das alles in Europa auch selber hinbekommen, schätze ich mal.
Selbst Kohle, Erdöl und Erdgas gab es genug, bis wir jetzt endlich soweit gekommen sind, dass wir das demnächst gar nicht mehr brauchen. Es wird aber so langsam wirklich Zeit, der Planet hält keineswegs alles aus.
Kommentar vom 01.01.2026 17:52
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/drk-blutspenden-statt-thymos-trump-boellern-gedanken-zur-mimesis-am-neujahrstag-2026/#comment-192709
@Michael 01.01. 17:29 / Felo.ai:
„Indem er die moralischen Fähigkeiten nichtreligiöser Menschen betont, setzt er ein Zeichen gegen die Polarisierung und für eine gemeinsame Wertebasis.“
Genau diese Breite braucht das auch, wenn wir gemeinsam vernünftige Wege gehen wollen.
Kommentar vom 01.01.2026 16:53
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/drk-blutspenden-statt-thymos-trump-boellern-gedanken-zur-mimesis-am-neujahrstag-2026/#comment-192706
@jüdisch-christlich-islamischen “Sukkat Salam”-Friedensgespräch von 2025
Ich bin ja echt ein Fan von gelebter Religionsfreiheit. Wünsche mir allerdings schon auch Respekt vor meiner eigenen gelebten Religionslosigkeit. Als ungläubiges Arschloch möchte ich nicht so gerne gesehen werden.
Ich will auch Mensch sein, ohne verachtet zu werden.
Wenn das dann zusammen möglich ist, dann finde ich das Klasse.
Ich denke mal, dass Ihr das auch so seht, aber bei eurem 3er-Treffen war nun mal kein Religionsloser dabei.
@Böllern
Ich finde schon, dass es tatsächlich Sinn macht, das neue Jahr zu begrüßen. Gerne auch mit Böllern und Raketen. Da kann man glaube ich schon 100 g Schwarzpulver und 1 Kg Papiermüll investieren.
Irgendwie hat das für mich auch was individuell Anarchisches, was mir grundlegend sympathisch ist. Und für mich persönlich ist Silvester mit Abstand der höchste Feiertag im Jahr. Mit Ostern und Weihnachten habe ich schon lange nichts mehr mit zu tun.
Auch ein gelebter Solarpunk hat so ein anarchisches Element. Weil man einfach selber zur Tat schreiten kann. Und seinen Konsum umstellen kann um das gesparte Geld konsequent in Grüne Technik zu investieren.
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