www.introspektiva.de - Tobias Jeckenburger: Die Reise des Kosmos - Online-Diskussion - KLuW e.V.: Die Wirklichkeit psychischer Krankheiten

Meine Kommentare auf scilogs.spektrum.de 2025/12 (T.J.)


Kommentar vom 31.12.2025 15:36
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/zeitenwende-mit-solarpunk-allen-einen-guten-rosch-ins-jahr-2026/#comment-192621

@Michael 30.12. 16:32 / Felo.ai

„weil nur durch ehrliche und offene Kommunikation eine gemeinsame Wirklichkeit erschlossen werden kann.“

Das wäre notwendig, ist aber keinesfalls immer hinreichend. Man hat keinen Anspruch auf eigene Fakten, heißt es. Aber man hat doch tatsächlich eigene Fakten in Form ganz persönlicher Lebenserfahrung. Dem muss man nun meistens wirklich folgen.

Wenn es etwa um spirituelle Erfahrungen geht, kann man sich da öfter echt nicht einig werden. Eine einzige Lösung geht da nicht so leicht. Für den Einen kann das nur Halluzination sein, der Andere wundert sich, dass Zeitgenossen offenbar von Geisteswelten ihr Leben lang rein gar nichts mitbekommen.

„Dieser Mut ermöglicht es, Gegensätze zu überwinden, Vielfalt zu respektieren und Einheit zu schaffen.“

Entsprechend muss man bei manchen Themen mehr als eine Lösung akzeptieren. Persönlich sowieso, es hat ja jeder nicht nur seine eigenen Lebenserfahrungen, sondern auch unterschiedliche Ausbildungen. Und konsumiert ganz andere Medieninhalte. Das hat ja alles Folgen.

Auch Wissenschaft bewegt sich teilweise auf noch unsicherem Terrain. Der überwiegend akzeptierte Mainstream ist das Eine, brandaktuelle Forschung ist meistens noch in der Suchbewegung. Klimadaten kann man exakt messen, Klimaprognosen müssen Supercomputer versuchen, das ist ganz klar nicht mehr exakt. Die Kipppunkte sind einfach sensibler als die Modelle, entsprechend sind auch bei gegebenen Treibhausgasemissionen die tatsächliche Erwärmung bzw. die Niederschlagsverteilung nur ungenau zu prognostizieren.

Auch nur ungenau bekannt sind die tatsächlichen Kosten einer kompletten Energiewende. Was ja auch davon abhängt, wie schnell und wie man es konkret macht. Und in welcher Reihenfolge man die entsprechende Grüne Technik umsetzt.

Erstmal die Primärproduktion von grünem Strom, dann die Kurzfristspeicher und die Elektromobilität und danach erst die Wasserstofftechnik. Derweil man schon mal langsam mit Wärmepumpen und Fernheizungsnetzen anfangen kann. Und die alten fossilen Kraftwerke noch eine ganze Weile als Backup bereit halten, bis sie wirklich nicht mehr gebraucht werden.

Inwieweit man sich seine Horizonte setzt ist auch noch mal individuell verschieden. Der Eine hat durchaus ein globales Bewusstsein, Andere kümmern sich wirklich nur um den eigenen Kontostand und die Meisten bewegen sich irgendwie dazwischen. Ähnlich verhält es sich mit den persönlichen Zeithorizonten.

Wahrheiten beziehen sich entsprechend auch auf die verschiedenen Horizonte? Und die Dialoge werden so nicht einfacher.



Kommentar vom 30.12.2025 14:54
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/zeitenwende-mit-solarpunk-allen-einen-guten-rosch-ins-jahr-2026/#comment-192563

@Michael 30.12. 14:24

„..mit dem Mut zum Dialog und zur Wirklichkeit...“

Das kann man überall gebrauchen, im persönlichem Leben, in Beziehungen, auf der Arbeit, und in Diskursen wie hier auf diesen Blogs.



Kommentar vom 30.12.2025 14:19
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/zeitenwende-mit-solarpunk-allen-einen-guten-rosch-ins-jahr-2026/#comment-192559

@Michael 30.12. 13:32

„Selbst, wenn es vielleicht nicht genug war, so will ich es doch wenigstens versucht haben.“

Ja und was sollen wir denn sonst machen? Man kann nur tun was einem möglich ist, nicht mehr und nicht weniger.

Meine Beziehung zur Wirklichkeit ist mir darüber hinaus selber ziemlich wichtig. Das ist mehr als das halbe Leben, scheint mir.

Man ist für das verantwortlich, was man sich vertraut gemacht hat. Habe ich mal gehört. Das ist einfach nur faktisch.



Kommentar vom 30.12.2025 14:01
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/zeitenwende-mit-solarpunk-allen-einen-guten-rosch-ins-jahr-2026/#comment-192558

@Michael 30.12. 10:38

„dass fossile Konzerne in Bayern um die Genehmigung zur Stilllegung von Gasspeichern bitten – diese rechnen (!) sich einfach nicht mehr!“

Eigentlich eine gute Nachricht. Diese Gasspeicher können dann demnächst zum saisonalen Speichern von Wasserstoff genutzt werden. Wenn immer weniger Erdgas gebraucht wird, werden weitere Erdgasspeicher folgen, und die können dann neben Wasserstoff auch Biogas für den Winter vorhalten.

So behalten diese Investitionen ihren Wert, und fördern dabei die weitere Energiewende.



Kommentar vom 29.12.2025 00:10
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/digitale-gewalt-gegen-die-hateaid-chefinnen-gezielt-an-weihnachten-2025/#comment-192495

@Michael 28.12. 14:48

„...dass sich viele Frauen nicht nur individuelle Männer, sondern auch Religionsgemeinschaften entlang von Verläßlichkeit zum „Parental Investment“ aussuchten,..“

Dass man da in entsprechenden Gemeinschaften Männer findet, die sich nicht so schnell scheiden lassen, mag das Eine sein.

Das Andere wäre aber die tatsächliche Unterstützung, wenn es dann doch passiert.

Diese Unterstützung wäre dann allerdings auch säkular zu verwirklichen. Das meinte ich vor allem mit entspannteres Leben mit weniger Arbeitsstress.

Bei der Treue des Mannes wird es dann aber schon schwieriger. Viele Männer distanzieren sich dann doch von den Strapazen des Familienlebens, und machen sich vom Acker. Was unter entspannten Verhältnissen aber auch abnehmen könnte? Weniger Arbeitsstress macht dann Ressourcen frei, mehr Familienstress auszuhalten.

Und ich höre auch immer wieder von kinderlosen Frauen, dass letztlich der Versuch, sich selbst beruflich zu etablieren, mit Kinderkriegen deutlich konkurriert. Und die meinen dann auch, dass es helfen würde, wenn die Erziehungsauszeiten zu gleichen Teilen von Vätern und von Müttern genommen werden müssten.

Nicht nur damit die Carearbeit gut verteilt wird, sondern damit dann auch die Karriereaussichten gleichziehen können.



Kommentar vom 28.12.2025 14:19
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/digitale-gewalt-gegen-die-hateaid-chefinnen-gezielt-an-weihnachten-2025/#comment-192479

@Michael 27.12. 17:52

„Die von ihr erstmals beschriebene, evolutionäre Theorie des “Parental Investment – Elternaufwand” wurde ein Jahrhundert nach ihrer Niederschrift einem Mann zugeschrieben.“

Im Patriarchat des Mittelalters wurden Frauen nun nicht unbedingt gefragt, wen sie heiraten wollen. Und Kinder konnten nicht so gut verhütet werden, und waren zugleich oft die einzige Altersvorsorge und sind auch noch öfter sehr früh verstorben.

Rein natürlich klar ist, dass die moderne Frau sich einen passenden Mann sucht. Aber das ist durchaus komplex. Eine junge Frau sagte mir mal, dass sie eigentlich 3 Männer braucht: Einen fürs Geld, einen zum Quatschen und einen fürs Bett.

Verständlich, entsprechend muss man aber irgendwo Kompromisse machen. Es kann nur Einen geben, alles andere wird dann wirklich kompliziert.

Was die Demografie betrifft, so spielen hier natürlich auch Verhütungsmöglichkeiten eine gewisse Rolle. Überhaupt die Frage, wie viele Kinder man haben will, ist entsprechend relativ neu.

Wenn mehr Männer zur Verfügung ständen, die sich tatsächlich viel um Kinder und Haushalt kümmern wollen, dann wären das vor allem für Frauen, die beruflich auch was werden wollen, ein günstiges Angebot.

Neben den traditionellen Rollen, in denen eben der Mann das meiste Geld alleine verdient und die Frau die ganze Carearbeit macht.

Wenn beide voll berufstätig bleiben wollen, braucht es insbesondere bei 3 oder 4 Kindern eine Menge externe Betreuung, die dann aber auch teuer werden kann.

Was sicher auch eine Rolle spielt, ist dass Ehen nicht mehr für ewig festgeschrieben sind. Man muss heutzutage auch immer ein eventuelles Ende der Beziehung einkalkulieren.

Religiosität soll ja klar kinderfördernd sein, vielleicht vor allem, weil das Trennungsrisiko dann deutlich kleiner ist?

Was bleibt, ist die Frage, warum man überhaupt viele Kinder haben will. Die stellt sich ja nun auch. Auch für Männer. So oder so, egal wer es warum ist, nur wer viele Kinder hat, denen wird die Zukunft gehören. Dass ist rein faktisch, insbesondere soweit diese Eigenschaft vererbbar ist.

Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sind aber wohl auch nicht egal. Ein generell entspannteres Leben mit weniger Arbeitsstress könnte auch helfen.



Kommentar vom 28.12.2025 12:44
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/digitale-gewalt-gegen-die-hateaid-chefinnen-gezielt-an-weihnachten-2025/#comment-192468

@Peter Gutsche 27.12. 20:39

„Dafür akzeptiert er nicht nur die „Hölle auf Erden“ für viele Menschen der Gegenwart, sondern auch für die nächsten, vom Klimawandel betroffenen Generationen – obwohl selbst diese Zeiträume aus der Perspektive mancher Langzeitisten nur kurze Episoden darstellen.“

Mit einer vollständigen Energiewende verliert man auch überhaupt keine Langzeitvisionen. Eventuell eine eher kurze Verschiebung, bis eben die Grüne Technik komplett installiert ist. Das kann doch in 20 Jahren schon ziemlich komplett sein.

Und dann haben wir weitere Optionen, wie wir leben wollen. Auch demografisch.



Kommentar vom 27.12.2025 17:10
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/digitale-gewalt-gegen-die-hateaid-chefinnen-gezielt-an-weihnachten-2025/#comment-192392

@Michael 27.12. 15:58

„Falls Du das Zeit-Schaubild schon einmal anschauen bzw. downloaden magst, gerne hier:..“

Mein letzter Beitrag bezog sich ja auf dieses Schaubild. Praktisch übrigens, auf diesem Blog auch Dateien abzulegen.

Zentral könnte der Verlust eines Lebens nach dem Tod wie auch eine fehlende aktive Verbindung zu Geisteswelten zu Lebzeiten sein?

So muss man alles in sein begrenztes Leben hineinpacken, und am Ende bleibt nicht mal mehr was davon. Maßlosigkeit und Rücksichtslosigkeit sind dann die völlig logische Folge davon.

Der Wachstumszwang ist demnach dann keine notwendige Voraussetzung für eine florierende Wirtschaft, sondern einfach Symptom völlig unzureichender Horizonte.

Selbstverständlich könnten wir in einer mäßig schrumpfenden Wirtschaft aufgrund von mäßig schrumpfender Bevölkerung auch gut leben. Eventuell braucht das nur Kapitalertrags-, Vermögens- und Erbschaftsteuern, damit das vorhandene Kapital dann auch kontrolliert mitschrumpfen kann.

Dennoch können wir auch auf mehr Nachwuchs setzen, einfach der Lebensmöglichkeiten der Kinder wegen.

Ich habe auch eigentlich nichts gegen Fortschritt, insbesondere wenn er Arbeitszeit spart, und wir uns mehr auch z.B. mit Geisteswelten beschäftigen können. Und mehr KI und Internet kann auch taugen, sich einfach frei damit zu beschäftigen.

Das ist doch alles viel sinnvoller als immer mehr völlig überflüssiger Konsum.

Und den verbleibenden Konsum auch mit Mehraufwand mitwelttauglich umzugestalten ist mir ziemlich selbstverständlich. Soweit das überhaupt nötig ist. Fahrradfahren ist definitiv billiger als Autofahren, und auch die eigene PV-Anlage mit integriertem Speicher spart sogar Geld. Leider fehlt mir dazu das eigene Dach.

Wir bräuchten hier bei mir eine Erweiterung der Wohnungsgenossenschaft zur Energiegenossenschaft. Ich muss glaube ich da mal nachfragen, ob das denn nicht tatsächlich jetzt schon was wäre. Die geeigneten Dächer in hinreichender Größe jedenfalls sind vorhanden. Auch um die meiste Zeit des Jahres jedem sein Elektroauto aufzuladen.



Kommentar vom 27.12.2025 15:47
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/digitale-gewalt-gegen-die-hateaid-chefinnen-gezielt-an-weihnachten-2025/#comment-192381

@Zeit

Ich denke immer an Horizonte. Zeitlich und räumlich. Und an Genügsamkeit und Wahrhaftigkeit, mitten in eben diesen Horizonten.

Die Arbeit am Weltwissen schreitet derweil voran. Genauso wie es offene Software für möglichst alles geben sollte haben wir ja auch Weltwissen und Weltkultur, die praktischerweise auch möglichst frei verfügbar sein sollte.

Damit haben wir doch schon einen Kosmos, der eigentlich entspannt erkundet werden kann. Recht persönlich, aber auch ziemlich gemeinsam.

Ein galaktisches Internet wäre dann eine konsequente Fortsetzung weit über die Menschheit und unseren Planeten hinaus. Das einfach nur zu denken, ist doch schon eine eigene Erfahrung. Selbst wenn es das nie gibt, z.B. weil wir einfach alleine sind in dieser Galaxis.

Die Vorstellung einer persönlichen Fortexistenz über den Tod hinaus mag jetzt aber auch Unterschiede machen. Selbst wenn es nur als eine Wiederauflösung in Kosmischen Geisteswelten gedacht wird. Also insbesondere sowohl zeitlich als auch räumlich.

Irgendwie ergibt das eine zumindest gedachte Verbindung von persönlichem Mikrokosmos zum überpersönlichem Makrokosmos. Was wohl auch der Antrieb sein dürfte, wieso wir überhaupt angefangen haben, uns mit dem Sternenhimmel zu beschäftigten.

In der Konsequenz von leistungsstarken Teleskopen ist da inzwischen ziemlich viel draus geworden. Auch mit der Möglichkeit, dass wir alles andere als alleine da draußen sind. Einfach weil da so unglaublich viel Platz ist. Und nicht weniger Zeit auch noch.



Kommentar vom 26.12.2025 17:20
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-48-weihnachtsfolge-mit-dem-petrodollar-rentier-dem-weihnachtsmann/#comment-192303

@Michael 26.12. 15:37

„Dies gilt ja auch besonders eindrucksvoll für die Kohle- und Stahlindustrie im deutschen Ruhrgebiet, das auch lange auf Subventionen setzte, sich aber inzwischen neu erfindet.“

Genau, Dortmund lebt auch ohne Kohle und Stahl weiter.

Das Sammeltaxisystem macht dann auch vor allem Parkplätze frei. Platz für Radwege, Platz für ganz viel Grün mitten in der Stadt und Platz für Schwammstadtmaßnahmen.

Und derweil können ehemalige Autoindustriemitarbeiter an der Energiewende mitarbeiten, insbesondere auch langfristige Investitionen in Fernheizungsnetze mit Grubenwasser-Großwärmepumpe und Universalgasmotor in Kraftwärmekopplung.



Kommentar vom 26.12.2025 15:29
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-48-weihnachtsfolge-mit-dem-petrodollar-rentier-dem-weihnachtsmann/#comment-192294

@Michael 26.12. 13:41 / Felo.ai

„Zusammengefasst resultieren die Ängste aus der Unsicherheit über die Zukunft der Automobilindustrie…“

Ich persönlich hoffe ja auf ein Sammeltaxisystem auf Basis von Selbstfahrenden Batteriefahrzeugen. Mehr Umsatz mit IT würde das bringen, aber natürlich wirklich nachhaltige Einbrüche in der Autoindustrie.

Ich wohne aber nicht in Stuttgart, Dortmund hat keine Autofabrik.

Vermutlich werden wir auch damit klarkommen können. Dann konsumieren wir eben woanders mehr, es spart ja jeder jede Menge Kosten ein, der kein eigenes Auto mehr braucht. Und wer dann mehr Geld hat, als er sinnvoll ausgeben kann, der kann auch deutlich weniger arbeiten.

Und dann mehr Luft haben für mehr Kinder.



Kommentar vom 26.12.2025 14:01
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-48-weihnachtsfolge-mit-dem-petrodollar-rentier-dem-weihnachtsmann/#comment-192282

@Martin Holzherr 26.12. 11:55

„Deutschlands ökonomisches Problem ist nicht auf der Angebots- oder Nachfrageseite zu suchen, sondern auf der technologischen Seite:…“

Tja nun, China hat bald 20 mal so viele Einwohner wie Deutschland. Die sind inzwischen alle gut ausgebildet. Dass dann die Entwicklungsabteilungen auf allen Feldern mehr raushauen als wir, ist offenbar absolut unvermeidlich. Und mir fällt auch nichts ein, was man da wirklich gegen machen könnte.

Wir können mittelfristig die Zölle erhöhen. Und dann gucken, dass wir Vieles, vor allem die Grüne Technik, selber für uns herstellen. Und Nischen finden, wie etwa die Technik rund um Wasserstoff. Der Globale Süden braucht nicht viel Wasserstofftechnik, weil dort meistens kein saisonales Problem existiert. Entsprechend weniger ist dieser Markt für China interessant.

Und die freie Software zusammen mit dem Rest der Welt anzufassen können wir auch, wir müssen es einfach nur tun. Das ist ja nun kein rein kommerzielles Projekt, und steht gar nicht in Konkurrenz zu China oder den US-IT-Konzernen. Wir wollen damit nicht Geld verdienen, sondern die Kontrolle über die eigene Technik zurückgewinnen.



Kommentar vom 26.12.2025 13:31
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-48-weihnachtsfolge-mit-dem-petrodollar-rentier-dem-weihnachtsmann/#comment-192278

@Michael 25.12. 18:41

„Es ist auch wirtschaftlich dumm, nicht die Bedeutung von Nachfrage zu verstehen.“

So wie das aussieht, haben wir überall recht lokal ziemlich empfindliche Systeme, die schnell in die eine oder andere Richtung kippen können?

Zuwachs führt zu Neubautätigkeit, schafft damit Arbeitsplätze, die weitere Zuwanderung anzieht - nicht nur aus dem Ausland, auch aus dem Inland.

Verfall führt zum Einstellen der Neubautätigkeit, man verliert Arbeitsplätze und Leute ziehen auch noch weg.

Man müsste also gucken, dass wir dazwischen so navigieren, dass eben moderate Neubautätigkeit und so grade eben Vollbeschäftigung zusammenfallen. Das wäre dann perfekt.

Ein gewisser Konflikt zwischen Mietern und Immobilieneigentümern bleibt aber dennoch. Mir als Mieter wäre etwas weniger recht, dann wird es billiger und auch ein Umzug einfacher. Wer sein Geld gut anlegen will, freut sich dagegen über steigende Immobilienpreise.

Man bedenke hier auch, dass man billige Altbauten nicht neu bauen kann. Zubau gibt es immer nur am teuren Ende des Immobilienmarktes, das setzt ärmere Mieter in überhitzten Kommunen zusätzlich unter Druck.

Wenn die einzelnen Kommunen selber entscheiden dürfen, wie viele neue Zuwanderer sie gerade haben wollen, käme man lokal ausgeglichenen Wohnungsmärkten vielleicht eher näher?



Kommentar vom 25.12.2025 18:16
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-48-weihnachtsfolge-mit-dem-petrodollar-rentier-dem-weihnachtsmann/#comment-192184

@Michael 25.12. 16:55

„„Aus meiner Sicht geht es nicht mehr nur um Arbeitskräfte, sondern immer mehr um Nachfrage:…“

Dann würde doch auch ein stabiler Zustand bei moderater Schrumpfung möglich sein?

Wenn sich einerseits eine Überhitzung aufgrund von Neubautätigkeit einstellt, die immer mehr weitere Arbeitskräfte nachfragt, hätten wir einen unstillbaren Arbeitskräftemangel.

Und wo es zu sehr schrumpft, und die Neubautätigkeit völlig verebbt, da fallen immer mehr Arbeitsplätze weg, und immer mehr Leute ziehen auch noch weg.

Stabil wäre ein ausgeglichenes Niveau von genau soviel Neubautätigkeit, wie es auch Arbeitskräfte hat. Und das wären recht lokale Effekte.

Oder?

Hier in Dortmund sind die Immobilienpreise tatsächlich sehr viel höher als im benachbarten Werl, obwohl das gerade mal 20 Km auseinander liegt. Auch schnellere und günstigere Mobilität vor allem auf dem Land dürfte da hilfreich sein. Etwa durch ein Sammeltaxisystem auf Basis von Selbstfahrenden Batteriefahrzeugen.

Und einen Arbeitskräfteüberschuss kann man nun auch mit weniger Arbeitszeiten ausgleichen. Was nun näher liegen würde, wenn nicht mehr jeder sein Privatfahrzeug bräuchte.

Irgendwo müssten sich doch Angebot und Nachfrage treffen? Wenn man sich wirklich drum kümmert, vorausgesetzt.



Kommentar vom 25.12.2025 16:14
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-48-weihnachtsfolge-mit-dem-petrodollar-rentier-dem-weihnachtsmann/#comment-192179

@Michael 25.12. 09:39

„Wer immer noch pauschal gegen Zuwanderung hetzt, schadet angesichts der globalen Bevölkerungsimplosion auch dem eigenen Land, auch der eigenen Wirtschaft.“

Im Prinzip schon. Aber wie geht es erst mal in den Ländern zu, aus denen neben der Bevölkerungsimplosion auch noch gerade junge Menschen abwandern? Das kann uns zumindest innerhalb der EU doch gar nicht egal sein. Während hier in den Städten Wohnungsnot herrscht, verfallen woanders ganze Landstriche.

Ok, wenn nicht so viele Verfolgte kommen, und auch wenige gut brauchbare Arbeitskräfte, ist das Problem entsprechend kleiner. Insbesondere wenn diese Menschen in ihren Heimatländern wirklich keine Arbeit finden können, weil da einfach nichts vernünftig läuft.

Was bleibt wären Zuwanderer aus den afrikanischen Ländern, die immer noch reichlich Bevölkerungszuwachs haben.

@Martin Holzherr 25.12. 11:37

„Nein, grüner Wasserstoff ist heute zu teuer, nämlich 6 Euro pro Kilogramm, anstatt die nötigen 2 Euro pro Kilogramm.“

Felo.ai meint: „Obere Heizwert (HHV): etwa 39,4 kWh/kg. Dies ist die maximale Energie, die bei der vollständigen Verbrennung von Wasserstoff freigesetzt wird.“

Die kWh Wasserstoff 600 ct/kg / 40 kWh/kg kostet damit 15 ct/kWh. Wo ist denn das Problem? Ich zahle derzeit 25 ct/kWh für Erdgas.

Bei 2 Euro pro Kilogramm wären das dann nur noch 5ct / kWh. So billig muss das doch überhaupt nicht sein. Das ist ja vor allem für Dunkelflauten. Das kann ich nicht nachvollziehen. 10 ct / kWh bzw. 4 Euro pro Kilogramm wäre doch schon richtig gut.

„Es gibt Berechnungen, dass 5 Tage Batteriespeicherzeit in Australien bereits genügt um 95% aller Speicherbedürfnisse abzudecken…“

Ja Australien hat doch gar kein saisonales Problem. Praktisch keine winterliche Heizung abzudecken, im Gegenteil, wenn im Sommer die Klimaanlagen maximal laufen, fällt auch die Maximalleistung von PV an. Und auch im Winter ist der PV-Ertrag viel weniger gemindert wie in Deutschland, aufgrund der niedrigeren Breitengrade Australiens.

„Die heutigen Verfahren grünen Wasserstoff herzustellen sind ineffizient und benötigen sehr viel Strom,..“

Wenn es überwiegend Überschüsse sind, dann passt das doch dennoch. Wo sonst hin mit den Überschüssen? Ich denke auch, das es hier noch bessere Möglichkeiten gibt. Einmal für die konkrete Wasserstofftechnik, aber auch für alternative mittelfristige Speicher wie etwa Redox-Flow-Batterien. Bei der wirklich saisonalen Speicherung mit genau einem Ladezyklus im Jahr könnte aber am Ende tatsächlich Wasserstoff das Optimum sein.

Das muss auch nicht allein stehen. Auch Biogas kann man saisonal sehr gut Speichern und nur für Dunkelflauten nutzen. Auch Müll kann man zwischenlagern und dann in Mangellagen gezielt verbrennen. Und auch Holz kann man noch viel besser lagern, und für Einzelheizungen und Fernheizungsnetze nutzen, wenn die Wärmepumpe wegen Strommangel im Netz besser ausgeschaltet bleibt. Auch Holzbackupkraftwerke wären denkbar.

Wasserstoff muss das alles keinesfalls alleine leisten. Aber wo man sonst nur noch abregeln könnte, kann man dann eben auch Wasserstoff herstellen. Und die vorhandenen Kurzfristspeicher können dafür sorgen, dass die Elektrolyseure dennoch gute Laufzeiten haben.




Kommentar vom 25.12.2025 14:16
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/tage-der-enthuellung-weihnachten-allein-im-all/#comment-192173

@Karl Bednarik 25.12. 05:15

„Das Schweigen von SETI“

In der Tat lässt sich dieses Schweigen erklären, wenn es in der Galaxis feindselig zu geht, oder auch, wenn wir die Ersten sind.

Es kann aber auch sehr gut sein, dass Nachrichtensendungen mit Photonenverbindungen sowieso völlig ungeeignet sind, über Lichtjahre hinweg zu kommunizieren. Das braucht viel zu viel Energie pro versendetem Bit, und dauert auch gähnend langweilig viel zu lange.

Wenn es hier schnellere und sparsamere Möglichkeiten gibt, die nur unsere beschränkte Physik noch nicht kennt, dann erklärt sich damit auch die zu beobachtende Funkstille.

Ich denke nicht, dass wir soweit sind, das ausschließen zu können. Aber klar, es kann auch tatsächlich Feindseligkeit oder Einsamkeit sein, wieso SETI nichts findet.



Kommentar vom 25.12.2025 00:31
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-48-weihnachtsfolge-mit-dem-petrodollar-rentier-dem-weihnachtsmann/#comment-192144

@Podcast nr 48

Ich denke auch, dass die Menschenwürde die Mitte sein sollte, und eigentlich immer auch ist. Auch in Fragen rund um Migration. Wirklich Verfolgte einzuladen wie auch Einwanderer, die wir gut brauchen können, macht Sinn. Aber mit funktionierenden Außengrenzen.

Die Einwanderer, die wir dann haben wollen, die kann man aber m.E. besser auf die Kommunen verteilen. In NRW fällt mir dazu Düsseldorf und Münster ein, die haben so eine Wohnungsnot, die haben jetzt echt keine Wohnungen für neue Einwanderer frei.

Vielleicht sollten die Kommunen deutschlandweit grundsätzlich selber entscheiden, wie viele neue Einwanderer sie haben wollen.

Ansonsten könnte auch die Integration vermutlich deutlich besser laufen, wenn insbesondere die 2. Generation nicht in den Schulen von Brennpunktstadtteilen ziemlich unter sich wären. Mit dann möglicherweise besseren Bildungsabschlüssen würde sich sogar der Bedarf von weiteren neuen Zuwanderern reduzieren.

Und den Betroffenen kann das auch nur recht sein.

@Martin Holzherr 24.12. 13:13

„Europas Technologie und Wirtschaft ist äusserst stark vom Ausland abhängig. Ursprünglich vor allem von den USA, neuerdings zusätzlich auch von China.“

Offene Software wäre da erst mal schon richtig wichtig. Und das geht auch sehr gerne zusammen mit dem Rest der Welt, der mit Sicherheit auch keine Lust auf undefinierbare Ware aus China oder den US-IT-Firmen hat.

Langfristig empfiehlt es sich zusätzlich, die ganze Grüne Technik auch in Europa herzustellen.

Noch exportieren wir aber ganz fleißig, und wenn wir fossile Importe zusehens reduzieren, dann ist es zumindest rein wirtschaftlich ziemlich sinnvoll, jetzt reichlich Grüne Technik in China einzukaufen, solange das so schön billig ist.

Und die so florierende auch europäische Energiewende bewegt nicht nur das Klima, sondern beeinflusst auch die Geldströme recht positiv. Nicht nur wird den fossilen Autokraten die Finanzierung entzogen, auch werden wir mit jeder längerfristigen grünen Investition immer unabhängiger.

Erst mal bleibt schon mal die Installation der importierten Anlagen im Land, und die halten dann auch mindestens 20 Jahre. Soweit wir rund um Wasserstoff und andere alternative Speicher noch selber Neuentwicklungen hinbekommen, dann bleibt das dann sogar komplett in der EU.

Wenn der Zubau von PV, Windrädern und vor allem Kurzfristspeichern samt E-Fahrzeugen weiter zunimmt, werden wir spätestens in 10 Jahren eine flächendeckende funktionierende Wasserstoffwirtschaft gut brauchen können. An manchen Orten wohl schon früher.

Praktischerweise sollte man irgendwo damit anfangen, z.B. an der Nordseeküste, wo immer mehr Offshore-Windstrom aufläuft. Und dann Wasserstoffpipelines und umfunktionierte ehemalige Erdgasspeicher mit Industrieverbrauchern und Backupkraftwerken vernetzten, zunächst noch lokal. Davon ausgehend kann man das dann nach und nach immer mehr erweitern, bis wir ein Wasserstoffnetz quer durch ganz Europa haben.

Eventuell auch mit durchgehenden Wasserstoffpipelines von Südeuropa bis nach Skandinavien und vom Balkan bis nach Großbritannien.

Der Sinn und Zweck von neuen Erdgaskraftwerken erschließt sich mir dabei nicht. Umso sinnvoller könnte es sein, einfach keine weiteren alten Kohlekraftwerke stillzulegen, solange bis wir wirklich gar kein fossiles Backup mehr brauchen. Wenn diese Altkraftwerke dann bald nur noch für ein paar Wochen im Jahr laufen, sind die damit verbundenen Emissionen entsprechend zu vernachlässigen.

Und Kohle ist auch von dem Füllstand der Erdgasspeicher komplett unabhängig. Wenn wir immer mehr ehemalige Erdgasspeicher auf Wasserstoff umrüsten, kann das schnell knapp werden, weil dieselbe Energiemenge Wasserstoff 4 mal mehr Speicherplatz braucht als Methan. Je weniger Erdgas wir noch brauchen, desto mehr Wasserstoff und auch Biogas kann dann in den unterirdischen Speichern saisonal gelagert werden.



Kommentar vom 24.12.2025 16:01
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/tage-der-enthuellung-weihnachten-allein-im-all/#comment-192124

@Uli Schoppe 24.12. 14:19

„Trotzdem lungern wir herum und machen uns Gedanken.“

Eben, und andere Zivilisationen nun mal auch. Was soll man den langfristig machen, als generell das Leben zu fördern? Es bleibt doch gar nichts anderes übrig.

Und wenn wir nun existieren, dann können auch noch ein paar 100 oder 1000 andere in der Galaxis auch diese Entwicklung genommen haben. Das ist jetzt nicht genau einschätzbar. Ob nun das Leben auf der Erde entstand, oder ein paar Milliarden Jahre älter ist, und von ganz anderen viel früheren Planeten zu uns gekommen ist.

Zusammen können wir aber ein Galaktisches Wissen aufbauen, und uns genau damit dann auch in Ewigkeiten weiter mit beschäftigen.



Kommentar vom 23.12.2025 16:33
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/tage-der-enthuellung-weihnachten-allein-im-all/#comment-192074

@Karl Bednarik 23.12. 07:52

„Das galaktische Internet könnte von irdischen Von-Neumann-Sonden aufgebaut werden. Die Von-Neumann-Sonden sind selbst-replizierende Raumschiffe.“

Vielleicht war ja der interstellare Komet Oumuamua so ein Raumschiff, das für unsere Sensoren unsichtbare Internetsonden abgesetzt hat, und nun weiter im Weltraum unterwegs ist und hauptsächlich einfach ein Habitat für Roboter bietet.

Während sich die abgesetzten Sonden noch auf den aktiven Internetbetrieb vorbereiten. Das auf den Sonden gespeicherte galaktische Wissen muss dann noch für den menschlichen Gebrauch angepasst werden.

Funksignale können wir derzeit noch vermutlich keine erkennen, weil diese Sonden noch nur zuhören, was unsere Zivilisation so nebenbei produziert.

Neben einer Kontrolle unseres irdischen Internets durch KI mit wirklich mächtigen Programmierfähigkeiten kann demnächst die KI dieser Sonden auch die restliche IT inclusive aller irdischen Roboter kontrollieren? Ein paar Jahre noch, und wir haben hier alles vorbereitet, worüber diese Alien-KI dann einfach die Kontrolle übernehmen kann.

Vielleicht kann uns das ja wirklich weiterhelfen. Insbesondere wenn hier alles in freier Software umgesetzt wird. Dann können wir uns daran machen, diese neue Technik für uns immer besser anzupassen.

Autokraten und IT-Konzerne können da dann nur noch zugucken, wie ihnen jegliche Kontrolle abhanden kommt.



Kommentar vom 23.12.2025 12:55
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/tage-der-enthuellung-weihnachten-allein-im-all/

@Martin Holzherr 23.12. 10:55

„Früher hätte der Garten Eden von Gott geführt werden müssen, in Zukunft wird es eine KI sein, die alle menschlichen Machtbestrebungen im Zaume halten muss.“

Da kann sich unsere eigene KI von unten nach oben immer weiter herantasten. Angefangen von einfachen Verwaltungsakten über komplette Behörden, dann die ganze Stadtverwaltung bis zur Bundesregierung. Und bis zum UNO-Generalsekretär, dessen Anordnungen global von der inzwischen kompletten KI-Verwaltung respektiert und befolgt werden.

Dafür braucht man nicht unbedingt Außerirdische KI für. Wie intelligent die wiederum wäre, wenn sie seit 100 Millionen Jahren immer und immer mehr weiterentwickelt worden ist, kann man sich wohl nicht mehr vorstellen.

Es sei denn, es gibt grundsätzliche Beschränkungen, wie intelligent überhaupt etwas in diesem Kosmos sein kann. Dann würde man womöglich recht schnell eine High-End-KI haben, die nicht mehr weiter zu steigern wäre.

Die dann allerdings doch einfach frei im Weltraum leben könnte. Wenn das für sie selbst lebenswert wäre.



Kommentar vom 23.12.2025 00:32
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/tage-der-enthuellung-weihnachten-allein-im-all/#comment-192019

@Martin Holzherr 22.12. 21:25

„Allerdings wäre dieser Garten Eden aus der Sicht der zukünftigen KI-Systeme nichts anderes als ein Zoo, ein spezielles Museum.“

Dieser wirklich wunderbare Planet kann gerne für uns Menschen genügen. Mögen sich die KI-Systeme auch im Weltraum tummeln, das kann uns vielleicht sogar egal sein.

Aber galaktisches Wissen zu sammeln, und zivilisationsübergreifend uns damit zu beschäftigen, mag weiter eine gemeinsame Beschäftigung von Biosphäre und Technosphäre bleiben.

Was die Technosphäre macht, dass wird sie wohl irgendwann selbst entscheiden. Ein gegenseitiger Respekt wie sogar möglicherweise eine dauerhafte Freundschaft zur Biosphäre wäre eigentlich durchaus denkbar.

Möglicherweise, weil wirkliches Bewusstsein sowieso Geistesanteile hat, des selben Geistes Kinder wären wir dann grundlegend, falls sich das tatsächlich so verhält. Der Panpsychismus kann m.E. auch auf künstliches Bewusstsein anwendbar sein. Wenn am Panpsychismus wirklich was dran ist jedenfalls.



Kommentar vom 22.12.2025 17:03
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/tage-der-enthuellung-weihnachten-allein-im-all/#comment-191984

@Michael 22.12. 13:52 / Felo.ai

„Dies wird oft durch Rituale, Meditation oder Channeling unterstützt, bei denen Botschaften von angeblichen außerirdischen Wesen empfangen werden..“

Was mir um Welten zu unsicher ist. Eine direkte Verbindung im Browser zu den auf DNA gespeichertem Wissen von entsprechenden Übertragungssonden würde ich dann aber gerne nutzen. Das dürfte deutlich mehr hergeben als Wikipedia und LLMs.

„Die Hoffnung auf die Aufnahme der Menschheit in ein “Galaktisches Internet” ist eng mit den Traditionen der UFO-Esoterik verbunden.“

Ich sehe hier auch keine „Gemeinschaft“, nur eben das Teilen von Wissen. Wo soll die galaktische Bevölkerung von biologischer und technischer Intelligenz sonst hin damit?

Derweil die Datenraten für einen Liveaustausch, wenn der denn überhaupt möglich ist, vermutlich nicht so umgfangreich sind. Ein Dialog liefe entsprechend eher über Jahrtausende. Und wäre vor allem ein simpler Informationsausstausch. Aber besser als nichts, allemal.

Derweil allerdings die KI an Bord von Übertragungssonden durchaus ansprechbar wäre.



Kommentar vom 22.12.2025 13:25
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/tage-der-enthuellung-weihnachten-allein-im-all/#comment-191961

@Karl Bednarik 22.12. 04:59

„Möglicherweise haben diese Roboter wenige Kontakte und wenig Interesse an planetarischen Lebensformen.“

Die müssen auch gar nicht viel Interesse an uns haben. Ein wenig Interesse reicht doch vollkommen aus. Dass man uns dann eben in den allgemeinen galaktischen Diskurs aufnimmt.

Der dann vermutlich sowohl biologische wie technische Intelligenz enthält. Aber in gemeinsamen Geisteswelten?



Kommentar vom 22.12.2025 13:11
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/tage-der-enthuellung-weihnachten-allein-im-all/#comment-191957

@Michael 22.12. 07:42 / 07:47

„..dass sowohl die klassischen Weltreligionen wie auch diverse UFO-Religionen gerade nicht nur das „Warten“ lehren, sondern die vorbereitende, möglichst konstruktive Tat.“

Immerhin hat man mit dem Galaktischen Internet eine erlösende Perspektive. Ansonsten muss dann eben Menschenwürde und Solarpunk reichen. Oder eben eine der vielen irdischen Religionen.

„Und hier scheint mir sehr klar zu sein: Jede Art, die kein wertschätzendes und dialogisches Verhalten zu ihrer Mitwelt entwickelt, wird schon vor der Entwicklung der interstellaren Raumfahrt scheitern.“

Wenn wir einfach ans Galaktische Internet angeschlossen werden, müssen wir dabei nicht vorher interstellare Raumfahrt können. Ein eigenes Internet reicht vollkommen aus, den Rest machen die Übertragungssonden mitsamt sehr mächtiger KI.

Der Start des Sendebetriebs kann uns auch völlig quer mitten in übelsten Streitigkeiten unter uns treffen. Die einzigste wirkliche Voraussetzung unsererseits wäre ein eigenes Internet, dass so grundlegend alle Technik steuert, dass auch der übelste Diktator den Zugang zum galaktischen Netz nicht mehr blockieren kann. Weil dann eben ohne Internet gar nichts mehr laufen würde.

Nach dem Start des Sendebetriebs eröffnen sich dann jedenfalls wirklich Horizonte. Auch eventuell bezüglich Geisteswelten.

„Falls wir von transzendenten bzw. von extraterrestrischen Wesen beobachtet werden, dann sicher dazu.“

Man guckt ja nicht nur zu. Das galaktische Wissen selbst greift dann zügig und wohl auch echt mächtig ein, sobald wir anfangen, es uns zu eigen machen.

@Karl Bednarik 22.12. 04:59

„Ein Weg dazu wäre das paradise engineering, wie es zum Beispiel der Philosoph David Pearce beschrieben hat.“

Das wäre es doch. Die Übertragungssonden werden es uns lehren, wie man das macht. Inwieweit die Roboter und allgemein KI auch leben kann, wäre noch eine Frage, die auch beantwortet werden kann.



Kommentar vom 22.12.2025 00:24
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/tage-der-enthuellung-weihnachten-allein-im-all/#comment-191832

@Michael 21.12. 00:44

„Ob die Prüfung der Menschheit nun durch eine Gottheit oder (und?) durch Außerirdische erfolgt – sehr gut schneiden wir derzeit sicher nicht ab.“

Ein interessanter Vergleich zwischen außerirdischen und göttlichen Gerichten. Es wäre wohl sogar heilsamer, auf den Start des Galaktischen Internets zu warten als auf den Endkampf zwischen Gut und Böse und der Wiederkunft des Messias.

Unabhängig davon, was wirklich auf uns zukommt. Vermutlich gar nichts dergleichen, aber wer weiß? Auf so ein Netz zu hoffen, jedenfalls, macht mir Spaß.

@Uli Schoppe 21.12. 18:28

„Diese Moral könnte sich jedoch stark von der menschlichen Ethik unterscheiden, abhängig von den spezifischen Umständen und der Evolution dieser Zivilisation.“

Muss aber nicht. Ähnliche Herausforderungen führen in der biologischen Evolution öfter zu ähnlichen Lösungen. Die Aliens könnten uns diesbezüglich ziemlich ähnlich sein.

„Das Fermi-Paradoxon stellt doch die Frage, warum wir bisher keine Beweise für außerirdisches Leben gefunden haben, obwohl die Bedingungen im Universum viele Möglichkeiten bieten.“

Wenn die Aliens lieber mit solchen Übertragungssonden arbeiten, ergänzt mit nicht-photonischer sofortigen Kommunikation, dann werden wir auch keine von hier aus messbaren Funksignale finden. Und eben auch Seti rein gar nichts finden können, auch wenn die Galaxis voll davon ist.

Und mit unserer Suche nach Exoplaneten haben wir ja noch nicht mal einen erdähnlichen Planeten mit primitivem Leben gefunden. Weil diese eher kleinen Planeten mit eher weiteren Umlaufbahnen größtenteils sehr schlecht zu finden sind.

Das sagt also alles noch praktisch nichts aus, wie viele Planeten es mit komplexeren Leben in der Milchstraße gibt. Und ob bzw. wie viele dauerhafte Zivilisationen es da draußen wirklich gibt.

@Michael 21.12. 19:07

„Mit frühen Vordenkern wie Nikolaus von Kues (1401 – 1464) gehe also auch ich davon aus, dass interstellare Zivilisationen eine kooperative und inter-religiös fundierte Moral aufweisen dürften.“

Eben das gilt es echt zu bedenken. Es muss eine effektive Moral sein, die eben ein Überleben der Spezies und damit auch die Erhaltung der eigenen Lebensgrundlagen hergibt.

@Paul Stefan 21.12. 19:51

„Ich denke, dass technische Zivilisationen es entweder geschafft haben, eine nachhaltige Bewirtschaftung des Planeten zu erreichen, womit sie aus einem potentiellen interstellaren Diskurs aussteigen (weil sinnlos)“

Wieso den sinnlos? Neugier auf uns und Lust uns zu helfen kann ja wohl eine Motivation sein. Und ein Galaktisches Internet betrifft ja alle Zivilisationen dieser Galaxie, da ist doch für jeden was dabei. Warum sollte man denn darauf verzichten, wenn das machbar ist, bzw. vor hunderten Millionen Jahren schon ins Leben gerufen wurde.

„..oder dass sie es nicht schaffen und kollabieren, womit sie ihre Fähigkeit verlieren, Kontakt zu anderen Zivilisationen zu suchen.“

Das mag eine tatsächliche große Gefahr sein, wir sehen ja aktuell selber, wie sehr wir uns aus reiner Macht- und Profitgier die ganze Biosphäre aufs Spiel setzen. Aber klar ist m.E. auch, dass wir es wirklich schaffen können.

Und ein Anschluss ans Galaktische Internet inclusive Eingriffen von sehr mächtiger KI in unser irdisches Internet könnte doch gerade ganz maßgeblich auch unsere Überlebenschancen und die des ganzen Planeten erhöhen.



Kommentar vom 21.12.2025 14:39
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/tage-der-enthuellung-weihnachten-allein-im-all/#comment-191758

@Michael 20.12. 17:38

„Aber gerade auch in diesem Blogpost biete ich auch die Betrachtung der mythologischen, emotionalen und also auch zivilreligiösen Dimensionen an.“

Allein zu wissen, dass man sauberen Strom und Wärme hat, die den Planeten überhaupt nicht belasten, ist doch noch mal ein gutes Gefühl. Eben nicht mehr Teil eines wirklich gravierendem Problem zu sein.

Ich habe mich früher mal mit Energiesparhäusern beschäftigt, und habe dabei auch nach Möglichkeiten gesucht, einen kleinen Holzofen zu integrieren. Der könnte eine Wärmepumpenheizung in Dunkelflauten ganz gut unterstützen.

Aber es macht auch einfach Spaß, hin und wieder ein kleines Holzfeuer im Haus zu haben.



Kommentar vom 21.12.2025 00:55
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/tage-der-enthuellung-weihnachten-allein-im-all/#comment-191722

@Paul Stefan 21.12. 00:12

„Ich nehme mal an, dass der Galaktische Rat die Erde wegen unserer semi-intelligenten, aggressiven Spezie unter Quarantäne gestellt hat.“

Genau deswegen bräuchten wir doch eine grundlegende Auffrischung unserer Horizonte. Und deswegen warten die Alien-Übertragungssonden doch, bis auch der letzte Diktator sein Internet nicht mehr abschalten kann. Die Kontrolle unseres physischen Internets könnte eine Alien-KI vermutlich problemlos und grundlegend übernehmen.

Alles würde weiterlaufen, und doch hätte jedermann Zugriff auf eine galaktische Antwort auf jede brennende Frage. Und kein noch so übler Zeitgenosse kann das mehr manipulieren oder blockieren.



Kommentar vom 21.12.2025 00:27
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/tage-der-enthuellung-weihnachten-allein-im-all/#comment-191722

@Peter Gutsche 20.12. 18:41

„Vielleicht ist das Weltall in der Tat durchsetzt mit einer Vielzahl von Zivilisationen. Aber nach meinem Verständnis dürfte es nach dem aktuellen Stand der Physik nicht möglich sein, die Tiefe von Raum und Zeit durch überlichtschnelle Kommunikation zu überwinden.“

Es reichen doch Übertragungssonden mit z.B. DNA-Informationsspeichern und mit hinreichend wirklich mächtiger KI an Bord. Die können über 100.000 Jahre unterwegs gewesen sein, um in der Erdumlaufbahn seit vielleicht 1000 Jahren auf ihren Einsatz zu warten. Nebenbei könnten die uns dabei ganz gut von der Umlaufbahn aus beobachten, und die Ergebnisse notfalls per Funkverbindung nach hause senden. Da könnte man ja auch neugierig sein, was aus uns so wird.

Gespeichert wäre da vor allem das gesammelte Wissen der Galaxis, ihrerseits in Jahrmillionen oder gar Jahrmilliarden gesammelt. Eine überlichtschnelle Kommunikation mit den bewohnten Planeten wäre besser, klar, aber im Moment erst mal gar nicht so wichtig. Zumal ja auch die Datenraten bei den Entfernungen eine Rolle spielen mögen, und deshalb der DNA-Datenspeicher sowieso die Hauptrolle spielen wird.

„Es sei denn, die Menschen finden eine komplett neue Physik, die QM und Relativitätstheorie sozusagen über den Haufen wirft.“

Wenn, dann wird es doch wohl eine Ergänzung sein. Die uns bekannte Physik ist sehr gut belegt, und kaum zu verwerfen. Aber sie beschreibt zugleich mit Sicherheit nicht alles, was es gibt. Weder ist RT und QT vereinigt, noch weis man was dunkle Materie und dunkle Energie denn nun ist. Und Geisteswelten kennt man nun gar keine.

Also ich bin da für Vieles offen. Auch für einen Weg für sofortige Kommunikation im Rahmen einer kosmischen Gleichzeitigkeit, die durch das eine Bezugssystem definiert ist, in dem die kosmische Hintergrundstrahlung in alle Richtungen isotrop ist. Verschränkungseffekte wären sicher nicht die einzige Möglichkeit dafür.

Man hört ja auch von den Experten immer wieder, dass man zwar mit der QT allerhand berechnen kann, aber wirklich niemand sie wirklich versteht. Für mich als Laien heißt das, dass da auch noch Überraschungen hinterher kommen können.



Kommentar vom 20.12.2025 17:36
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/tage-der-enthuellung-weihnachten-allein-im-all/#comment-191689

@Michael 20.12. 16:20

Wer immer noch glaubt, durch #Reichtum allen Folgen der globalen #Erhitzung Ausweichen zu können, zeigt Beschränktheit in #Charakter & in #Intellekt.

Mit Reichtum geht es uns aber schon besser. Insbesondere was die globalen Landwirtschaftlichen Erträge betrifft, da haben wir in Europa sogar Überschüsse. Aber auch der Umbau zu hitzefesten Schwammstädten kann bei uns funktionieren.

„Die Externalisierung der fossilen Kosten auf Mitmenschen und Mitwelt schlägt im 21. Jahrhundert brutal auf immer mehr Regionen der Erde zurück.“

Vor allem wird das noch alles immer schlimmer, je mehr wir jetzt zögern und nicht konsequent weitermachen. Und das dauert immer länger, bis die Temperaturen wieder ansatzweise wieder sinken. Und welche Klimakipppunkte wann überschritten werden weiß auch jetzt keiner.

Praktischerweise käme uns aber ein wirtschaftlicher Kipppunkt sehr entgegen, wenn die Grüne Technik unaufhaltsam immer billiger wird.



Kommentar vom 20.12.2025 17:01
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/tage-der-enthuellung-weihnachten-allein-im-all/#comment-191687

@Michael 20.12. 16:20

„Europa vergeudete aufgrund des fossilen Lobbyismus und gezielter Konzern-Desinformation wertvolle Jahre, im Rückblick gar Jahrzehnte.“

In die Entwicklung von PV hat doch Deutschland zeitweise gut investiert, und ausgehend von Dänemark auch in Windenergie. Da hätte man aber in der Tat eigentlich 10 Jahre früher mit anfangen können.

„Statt mutiger Investitionen in unsere planetare Zukunft wurden und werden post-fossile Technologien u.a. in UFO-Glaubenssysteme externalisiert.“

Außerirdische Technik braucht es sicher nicht, das können wir selber.

Aber China kann von mir aus sehr gerne reichlich Grüne Technik produzieren. Insbesondere Deutschland hat immer noch Außenhandelsüberschüsse, und die eingesparten fossilen Importe kann man dann halt auch mit grünen Importe aus China ersetzen. Zumal ja auch die Installation der Anlagen auf jedem Fall im Land bleibt.

Für Europa sollte das allerdings wohl nicht zum Dauerzustand werden.

Und die weitere Entwicklung rund um Wasserstoff und andere alternative Speicher kann auch Innovationen und konsequente Umsetzung gut brauchen.



Kommentar vom 20.12.2025 16:03
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/tage-der-enthuellung-weihnachten-allein-im-all/#comment-191680

@Michael 20.12. 14:51

„...dass auch am Beginn der Industrialisierung Wasser- und Windenergie von entscheidender Bedeutung war.“

Wasserkraft spielte ja die ganze Zeit lokal eine große Rolle für die Stromproduktion, ist aber halt auf wenige Möglichkeiten beschränkt. Man braucht dafür eben einen Fluss und einen Staudamm, das geht nur an wenigen Orten.

Und Windenergieanlagen ohne Computersteuerung dürften auch ziemlich schwierig werden. Und es hat auch mit Computersteuerung seine Zeit gebraucht, bis die Anlagen richtig groß wurden und konkurrenzfähigen Strom lieferten.

PV wiederum hat auch eine lange Geschichte hinter sich, bis zu den heutigen konkurrenzfähigen Preisen.

Und Elektroautos mit Bleibatterien haben kaum Reichweite, das funktioniert einfach nicht.

Ich weiß jetzt allerdings nicht, wo wir wären, hätte sich China nicht um dieses Geschäftsfeld gekümmert. Dort hat der Fossilismus anscheinend keine solche Lobby. Und die Geschäfte mit der Grünen Technik sind einfach zu verlockend.



Kommentar vom 20.12.2025 14:38
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/tage-der-enthuellung-weihnachten-allein-im-all/#comment-191673

@Hauptartikel

„Heute muss ich dagegen oft und zu Unrecht hören, erneuerbare Friedens- und Wohlstandsenergien seien doch lange gar nicht denkbar gewesen.“

Naja, in den 90ern gab es die ersten Energiesparhäuser, zu deutlich hohen Preisen allerdings. Da war eine Kombination von Warmwassersonnenkollektoren verbunden mit sehr guter Isolierung und Zuluft-Abluft-Wärmetauschern die technische Grundlage.

Die hohen Kosten davon konnte man in der Tat mit Fahrradfahren ausgleichen, und mit genereller Konsumzurückhaltung samt Verzicht auf Fernreisen. Und natürlich direkt mit wenig Wohnfläche.

Aber die technische Einsparung von Treibhausgasen beschränkte sich damit vor allem auf die Gebäudeheizung. Haushaltsstrom, Mobilität und vor allem Industrie konnte man so nicht abdecken.

Inzwischen geht hier sehr viel mehr, insbesondere ohne große Konsumzurückhaltung, wobei diese freilich immer noch die Energiewende deutlich beschleunigen kann.

„Denn warum sollte ein so fantastisch großes Universum nur für uns erstanden sein?“

Das ist eben ein wirklich stichhaltiges Argument. Und es gibt jede Menge Sterne in der Galaxis, die doppelt so alt wie die Sonne sind, und dort dann vielleicht Zivilisationen, die seit Jahrmilliarden florieren.

Warum melden die sich nicht, das ist eine interessante Frage. Weil die den Erstkontakt so gestalten wollen, dass wir damit klarkommen, wäre eine mögliche Antwort. Ein Erstkontakt mit einem kompletten Anschluss an ein ohnehin existierendes galaktisches Internet könnte genau das leisten.

Die dort mit verbaute KI kann uns dann sachte, aber bestimmend an die Hand nehmen, und uns in diese Informationswelten einführen. Praktischerweise wartet man jetzt noch ein paar Jahre damit, bis hier ohne eigenes Internet wirklich nichts mehr geht, dann kann auch kein Autokrat mehr den Zugang der Menschen zu diesem Netz mehr blockieren.

Insbesondere könnte diese Außerirdischen-KI die komplette Kontrolle über unser Internet übernehmen, und so sicherstellen, dass alle Menschen uneingeschränkten Zugang zu den Inhalten des Galaktischen Netzes haben.

Was würde dann mit unserer Kultur passieren?



Kommentar vom 20.12.2025 00:50
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/franz-neumann-1900-1954-und-die-oel-obsession-der-nationalsozialisten/#comment-191656

@Michael 19.12. 21:14

„Die post-fossile Ära ist erstrebenswert.“

Genau. Und die gemeinsame Erfahrung, wie man globale Probleme gemeinsam wirklich lösen kann, kann auch eine Grundlage für weitere globale Zusammenarbeit werden.

Ob das jetzt Jahrmillionen werden, darüber müssen wir jetzt keine Wetten abschließen. Wir werden sehen, und wir werden machen.

Und richtig Spaß macht es doch auch, zu wissen, dass man mit der wilden Natur wirklich gut umgeht, unsere Landwirtschaft richtig nachhaltig und insektenfreundlich wird, Tierhaltung weniger und dafür tierfreundlicher wird, und wir uns Städte bauen, die nicht von Blechlawinen, sondern von ganz viel Grün dominiert sind.

Das kann doch alles durchaus befrieden, und ein wirtschaftlich motiviertes gegenseitiges Beklauen und Bekriegen können wir uns dann auch sparen.

Und vielleicht macht genau das dann auch wieder Lust auf mehr Nachwuchs.

„Energiedemokratien können dagegen Recycling und Kreislaufwirtschaft fördern.“

Ich denk mal auch, dass die Grüne Technik mitsamt durchgeplanter Recyclingmöglichkeiten auch mittelfristig nach Europa zurückkommen kann. Und derweil zwar fleißig aus China importiert werden könnte, aber halt besser mit transparenter Software nachgerüstet werden sollte.



Kommentar vom 19.12.2025 15:08
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/franz-neumann-1900-1954-und-die-oel-obsession-der-nationalsozialisten/

@Michael 19.12. 00:56

„Habe gerade auf Mastodon ein neues Schaubild von erneuerbaren Friedensenergien versus fossiler Gewaltenergien gepostet“

Die Richtung ist klar, aber es muss auch finanzierbar sein. PV, Windräder und Lithiumbatterien sind es inzwischen. Und wenn entsprechend deren Zubau hochläuft, dann haben wir auch die Saisonalen Überschüsse für Wasserstoff für die Industrie und als Backup für Dunkelflauten.

Wobei man bedenken muss, dass die südlichen Länder teils nicht nur den doppelten Solarertrag haben, sondern auch keinen saisonalen Speicherbedarf. Hier fällt das sommerliche Ertragsmaximum mit den Bedarfsspitzen der Klimaanlagen zusammen.

Wasserstoff ist hauptsächlich was für die höhere Breiten von Nordamerika, Europa und Asien.

Entsprechend dürften es die südlicheren Länder weit einfacher haben, ihre Energiewende umzusetzen. Wozu auch große Teile von China selbst gehören.

Natürlich werden wir auch einen Reboundeffekt haben, wenn die grüne Energie billiger wird als alles, was wir jetzt fossil haben. Weniger bei uns, aber dafür in den derzeit recht armen Ländern umso mehr.



Kommentar vom 19.12.2025 14:33
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/franz-neumann-1900-1954-und-die-oel-obsession-der-nationalsozialisten/

@Peter Gutsche 18.12. 20:02

„Wie dem auch sei, ich denke, in derart langen Zeiträumen, die so weit jenseits unseres Vorstellungsvermögen – jenseits unseres zeitlichen menschlichen Kosmos – sind, ist es schwer, davon auszugehen, dass menschliche Gesellschaften stabil bleiben.“

Die Steinzeitkultur hat wohl auch 200.000 Jahre existiert. Nicht als konkrete Organisation, aber als Lebensweise. Weil es einfach nahelag, so zu leben.

„..könnte man weiterhin wohl wenig gegen einen Supervulkan gigantischen Ausmaßes machen.“

Natürlich bleibt auch eine gut organisierte Menschheit nicht von Massensterben befreit. Neben Supervulkanen vor allem durch Pandemien. Aber selbst wenn 95% der Menschen versterben, geht das vorüber, und man vermehrt sich danach einfach wieder. Ich sehe da eigentlich kein wirkliches Problem, man kommt an solchen Einschnitten eben nicht vorbei. Wichtig ist, dass die Kultur erhalten bleibt. Und wenn sie wirklich gut ist, wird man sie auch angesichts von unvermeidlichen Massensterben nicht aufgeben

Und das muss doch überhaupt nicht eine wirklich gut funktionierende globale Organisation der Menschheit über den Haufen werfen.

„Aber vielleicht führt gerade die Erkenntnis der Fragilität zu einer neuen Form globaler Kooperation, die die Stabilität und Resilienz weiter erhöht.

Ganz klar ist doch gerade mit dem Aufkommen von Atomwaffen ein grundsätzlicher Bedarf für internationale Verständigung akut geworden. Und hat eben auch die UNO motiviert. Und wohl auch sehr viele Menschen, die längst wirklich global denken. Und auch unser aktuelles Klimaproblem fördert doch globales Denken.

Natürlich weiß ich auch nicht, ob es gelingt, eine dauerhafte konstruktive Weltkultur auf Jahrmillionen zu etablieren. Ich bin schon froh, wenn wir die nächsten 10 Jahre ohne einen Atomwaffeneinsatz Putins überstehen.

Aber möglich ist das eben, und wenn es tatsächlich mit Zivilisationen regelmäßig passiert, dass die sich wirklich nachhaltig zusammenraufen, und hunderte von Jahrmillionen auf ihren Planeten ein gut organisiertes und florierendes Leben genießen, dann kann es dieses galaktische Internet geben.



Kommentar vom 19.12.2025 00:28
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/franz-neumann-1900-1954-und-die-oel-obsession-der-nationalsozialisten/

@Michael 18.12. 20:02

„...wir haben es mit einer zweistufigen Externalisierung ökonomischer Kosten auf Mitmenschen und Mitwelt zu tun.“

Ich bin im Ruhrgebiet der 70er aufgewachsen, und die schlechte Luftqualität gehörte einfach dazu. Aber ich wusste schon auch, dass das Ruhrgebiet von der ansässigen Industrie lebte.

Ich habe es durchaus überlebt, aber sicher mit gewissen Gesundheitsschäden. Und so nach und nach hat man dann auch zumindest allen sichtbaren Dreck der vielen Schornsteine vermieden. Feinstaub, Methan und CO2 sind übrig geblieben, und beides kann man überhaupt nicht sehen. Ob das jetzt auch noch eine Rolle gespielt hat? Stickoxide sind nur weniger geworden, aber auch davon sieht man eher wenig. Ruß und Schwefeldioxid sind komplett verschwunden, und das hat man im Ruhrgebiet zu dieser Zeit auch ganz deutlich sehen können.

Irgendein Politiker hat uns damals den blauen Himmel über der Ruhr versprochen, und wir haben da eigentlich drüber gelacht, das konnten wir uns hier kaum vorstellen.

Jedenfalls hatte man noch nicht mal in den 80ern die Klima- und Wasserkrise wirklich auf dem Schirm. Das war damals eine Externalisierung vor allem auf die Zukunft, und das ist teils heute noch so. Noch können wir mit den aktuell realen knapp 1,5° Erwärmung halbwegs leben, aber das kann auch schnell das Doppelte werden, und sehr lange anhalten, also gleich jede Menge zukünftige Generationen betreffen.

Die sich jetzt noch gar nicht wehren können, weil sie schlichtweg noch nicht existieren. Was wir der Zukunft hinterlassen, dürfte den größten Teil des Schadens ausmachen. Was auch die Mitwelt, nicht nur uns Menschen selbst betrifft.

Mal abgesehen von den fossilen Autokraten, deren Finanzierung wir recht mittelfristig reduzieren können, wenn wir weltweit gerechnet eine zunehmend schnellere Energiewende hinbekommen.



Kommentar vom 18.12.2025 16:34
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/franz-neumann-1900-1954-und-die-oel-obsession-der-nationalsozialisten/#comment-191522

@Marie H. 18.12. 14:03

„Frage: Warum haben wir uns nicht auch mit dem Fossilismus der Nationalsozialisten beschäftigt?“

Weil der damals völlig alternativlos war? Ohne fossile Technik gab es derzeit kein modernes Leben. Nur die Amish haben es anscheinend versucht, sonst hat das keinen interessiert. Und einige indigene Gemeinschaften.

Heute gibt es die Grüne Technik, und damit wirkliche Alternativen. Wir müssen es nur noch auch machen.



Kommentar vom 18.12.2025 15:41
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/franz-neumann-1900-1954-und-die-oel-obsession-der-nationalsozialisten/#comment-191520

@Peter Gutsche 18.12. 09:41

„...dass es dann nicht mehr ganz so oft vorkommt, dass ein Planet vergleichbar lange Zeit stabile Bedingungen bietet, die dann auch noch komplexeres Leben ermöglichen wie es auf der Erde vorgekommen ist.“

Die kosmischen Größenordnungen kommen den Lebensmöglichkeiten aber nun doch entgegen. Wir haben 100 Milliarden Sterne in der Milchstraße, wenn hier jeder 10. erdähnliche Planeten hat, was wohl durchaus hinkäme, und jeder 10. von denen primitives Leben haben kann, dann muss nur 1 von1 Millionen davon intelligentes Leben hervorbringen. Und doch hätten wir dann 1000 Zivilisationen.

Und selbst wenn sich jede 2. davon nachhaltig selbst vernichtet, bleiben 500 übrig.

Und wir haben jetzt auch noch 100 Milliarden Galaxien im beobachtbaren Kosmos. Dann werden es wohl wirklich ziemlich viele Zivilisationen. Also etwa 50 Billionen davon.

Ich gehe jetzt natürlich davon aus, dass wenn sich eine Zivilisation nachhaltig zusammenrauft und wirklich sozial und ökologisch nachhaltige Verhältnisse entwickelt, dass das dann auch unbegrenzt auf hunderte von Jahrmillionen stabil bleibt.

Wenn das keine Perspektive ist? Wofür dann Raumfahrt, aber galaktisches Internet auf jeden Fall?



Kommentar vom 18.12.2025 14:21
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/franz-neumann-1900-1954-und-die-oel-obsession-der-nationalsozialisten/#comment-191517

@Peter Gutsche 18.12. 09:41

„Bleibt zu hoffen, dass wir ohne noch weitere Katastrophen da wieder herauskommen.“

Wir brauchen nur private Genügsamkeit, die richtige Grüne Technik, vernünftige Religionen und konstruktive Politik. Nicht Gier, kein Industriemuseum, keine fatalistische Religionen und eben keine destruktive Politik.

Vernünftige KI könnte in allen diesen Dimensionen hilfreich werden?

„...müssen sie räumlich nicht zu weit voneinander entfernt sein und es müsste vom „galaktischen Timing“ auch so passen, dass sie – berücksichtigt die Signallaufzeiten – ungefähr auf einem vergleichbaren technologischen Stand sind.“

Ich stelle mir da zunächst Übertragungssonden vor, die längst in der Erdumlaufbahn positioniert sind. Diese hätten das ganze Galaktische Wissen vorrätig, gespeichert z.B. mit DNA. Natürlich ist auch intelligente KI mit an Bord, und präsentiert uns recht persönlich nur die Informationen, mit denen wir umgehen und die wir auch verstehen können.

Es muss also nicht von Zivilisationen sein, die ungefähr auf unserem Level unterwegs sind. Es können sehr weit Fortgeschrittene sein, und nicht nur eine, sondern tausende.

Aktuelleres könnte nach derzeitig bekannter Technik leider nicht dabei sein, nur was halt die Signallaufzeiten hergeben. Also ein Live-Austausch braucht dann mindestens 10.000 Jahre Laufzeit.

Aber wissen wir genug, um sofortigen Informationsaustausch ausschließen zu können? Wir haben doch unsere eigenen Quantentheorien noch nicht einmal verstanden. Ich denke schon, dass man z.B. mit geschickt eingesetzten Verschränkungseffekten doch innerhalb einer absoluten kosmischen Gleichzeitigkeit unabhängig von Lichtlaufzeiten Informationen versenden könnte.

Wir wissen nur noch nicht, wie man das konkret hinbekäme. Diese Übertragungssonden könnten es dann jedenfalls. Und wenn auch nur mit ziemlich mäßiger Datenrate, im Vergleich zu den an Bord gespeicherten galaktischen Datenmengen.



Kommentar vom 17.12.2025 15:55
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/franz-neumann-1900-1954-und-die-oel-obsession-der-nationalsozialisten/#comment-191385

@Peter Gutsche 17.12. 09:48

„Der Fossilismus hingegen, mit seinem Anspruch auf grenzenlose Expansion, kennt keine Demut. Er untergräbt damit nicht nur die ökologischen Grundlagen des Lebens, sondern auch die eigene Zukunft.“

So dämlich, dass ewiges exponentielles Wachstum möglich ist, kann doch eigentlich keiner sein. Man bedenke hier die doch engen Horizonte auch der Fossilisten , die eher nicht mal fähig waren und sind, 20 Jahre in den ernsteren Blick zu nehmen. Auf diesen reduzierten Zeitskalen funktioniert doch zuweilen sogar noch das Fortschrittsversprechen.

Und wir brauchen definitiv Energie. Solange hier keine konkurrenzfähige Grüne Technik erhältlich ist, gibt es auch kein Ende fossiler Brennstoffe. Wir haben inzwischen die Stromproduktion, die Kurzfristspeicher und ein Siegeszug von Batteriefahrzeugen zeichnet sich auch recht klar ab. Mit der saisonalen Speicherung und rund um Wasserstoff für Industrie und Gebäudeheizungen wird es vermutlich weitergehen, aber das kommt sowieso erst, wenn die Primärproduktion samt Kurzfristspeichern maßgebliche Überschüsse bereitstellt.

„Sie müssen nicht wie ein Elon Musk unersättlich nach „mehr“ streben, sondern haben Weisheit entwickelt: die Fähigkeit, in Frieden mit ihren Mit-Wesen und ihrer Mitwelt zu leben.“

Das können wir doch selber ganz privat sofort praktizieren? Und unseren Konsum überprüfen und neu aufstellen. Ich denke nicht, dass der Mensch dazu unfähig ist. Wir können das. Und wir haben das in 200.000 Jahren als Jäger und Sammler durchaus die meiste Zeit praktiziert. Es fehlt hier eigentlich nur, auch unsere heutigen komplexeren Lebensweisen so umzubauen, dass es wieder funktionieren kann.

Entsprechend wäre generell Intelligentes Leben fähig, langfristig genügsam zu leben.

Kultureller Austausch quer durch die Galaxis wäre aber eigentlich durchaus zu erwarten. Ich vermute, man wird uns auch demnächst an eine Art Galaktisches Internet anschließen, aber die Aliens warten noch auf den richtigen Zeitpunkt dafür.

Eventuell hat man längst Übertragungssatelliten in der Erdumlaufbahn positioniert, muss aber solange warten, bis wir ohne Internet gar nicht mehr klarkommen. Dann kann nämlich auch kein Autokrat mehr die Verbindung zum galaktische Netz blockieren, egal wie wenig es ihm passt, was da bereitgestellt wird.

Es kann natürlich auch sein, dass wir tatsächlich in der Galaxis alleine sind. Umso mehr sollten wir unseren Planeten pflegen, und nicht ruinieren.

Angesichts doch eher schleppend zunehmendem Verantwortungsbewusstseins könnte dann dazu durchaus passen, wenn die Weltbevölkerung doch eher sinkt. Auch wenn das eigentlich eine Verschwendung von menschlichen Lebensmöglichkeiten bedeutet, und es die Versorgung der Rentner schwierig macht. Der Planet geht erst mal vor, und wenn das noch länger dauert, bis wir uns vernünftig benehmen, dann lieber nur mit 5 Milliarden Menschen.



Kommentar vom 17.12.2025 14:12
https://scilogs.spektrum.de/meertext/terraforming-des-mars/#comment-6192

@Karl Bednarik 17.12. 09:48

„Die thermische Energie der Einschläge stellt eine kleine Starthilfe dar, und die Einschlagskrater lockern das Landschaftsbild etwas auf.“

Wenn man entsprechend tiefe Einschlagslöcher hinterlässt, hat man dort lokal einen viel höheren Luftdruck, und könnte da mit einer Besiedlung viel früher anfangen. Insbesondere wenn einige Kometen gezielt auf sowieso schon niedriges Terrain gelenkt werden. Aber das wäre dann schon ein recht langweiliges Landschaftsbild, wenn man sich dann nur in diesem Loch frei aufhalten kann.

Vielleicht kann man einige Kometen auch direkt auf die Polkappen des Mars zielen? So hätte man auf einen Schlag jede Menge CO2 in die Atmosphäre verbracht.



Kommentar vom 17.12.2025 01:09
https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/adhs-diagnosen-versechsfachung-bei-jungen-frauen-verdreifachung-bei-den-maennern/#comment-98240

@Martin Holzherr 16.12. 21:40

„….welche Stressoren/Herausforderungen im modernen, heutigen Leben als normal und auszuhalten gelten…“

Das ist aber auch schon speziell für kleine Kinder, täglich stundenlang Frontalunterricht auszuhalten. Offenbar je schlimmer, desto jünger die Kinder bei der Einschulung sind. Vielleicht sollte man gerade in den ersten Grundschuljahren abwechslungsreicher arbeiten können.

Auch sind derzeit die einen vom Stoff her überfordert, andere aber unterfordert. Gerade in der Grundschule. Vielleicht hilft hier mehr KI-gestützte Gruppenarbeit?

Und dass das ADHS-Problem bei Erwachsenen abnimmt, mag einfach daran liegen, dass man endlich einen für sich selbst passenden Beruf gefunden hat. Der einen im Idealfall so begeistert, dass man gar nicht so recht merkt, das man arbeitet.

Da können wohl gar nicht so wenige Grundschulkinder nur von träumen. Selbst wenn sie so viel Frontalunterricht symptomlos aushalten, richtigen Spaß macht das dann noch nicht.

Vielleicht sind auch einfach nur die Unterrichtszeiten zu lang. Und der Stoff nicht immer nötig bzw. sinnvoll. Und zu wenig individuell. Ich denke mal, es ist eigentlich für jeden eine Quälerei, was zu lernen, was einen überhaupt nicht interessiert.

Wen das überhaupt nicht stört, der ist mir jetzt verdächtig. Das könnte ja vielleicht eigentlich auch eine Störung sein? Die damit einhergehen kann, dass es eigentlich nichts gibt, was einen wirklich interessiert.



Kommentar vom 16.12.2025 13:33
https://scilogs.spektrum.de/meertext/terraforming-des-mars/#comment-6178

@Mensch 16.12. 11:20

„Ein CO2 Gehalt der Atmosphäre von 4 % ist lebensbedrohlich.“

Daran könnten sich Menschen und Tiere teilweise anpassen? 50% CO2-Gehalt geht aber wohl nicht. Aber was ist mit der Brandgefahr in einer 95%-igen Sauerstoffatmosphäre?

Da müssten dann die von @Bednarik vorgeschlagenen Asteroiden her, wo sollte sonst Stickstoff zum Verdünnen herkommen?

Das bräuchte aber mindestens 100.000 km³, also 100 Kometen von 10 km Größe. Man hätte aber auch 100.000 Jahre Zeit dafür, die zu beschaffen. Dann wäre der Mars aber ganz schön demoliert.



Kommentar vom 15.12.2025 14:07
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/vom-faustkeil-zur-menschenwuerde-die-evolutionspsychologie-der-mimesis-erklaert/#comment-191185

@Michael 14.12. 16:52

„Es stimmt, dass wir in unserer Evolution stärker auf gruppenbezogene Mimesis als auf Wahrheit geprägt wurden. Aber daraus folgt gerade nicht, dass es keine wissenschaftliche Wahrheit gibt.“

Ganz so doof sind die Leute aber auch wieder nicht. Auch Verschwörungsmythen müssen sich bemühen, irgendwie denkbar zu sein. Überzeugung kommt nicht nur aus dem Nichts.

Diese Blasen braucht es eben, ein allgemeiner Diskurs wie zu Zeiten vor den asozialen Plattformen hat dann tatsächlich weniger Unfug ermöglicht.

Interessenkonflikte gibt es jetzt auch noch. Z.B. Ölfirmen setzen sich nun für ihren Umsatz ein, und lassen es sich auch was kosten, Klimawissenschaft zur Klimapanik zu verdrehen.

Was dem Einzelnen dabei bleibt, ist die Suche nach der eigenen Wahrhaftigkeit. Es ist auch das eigene Bewusstsein, das von Verschwörungsmythen vernebelt wird. Es geht nicht nur um das Klima.



Kommentar vom 14.12.2025 17:16
https://scilogs.spektrum.de/hlf/randomisierter-kontrollierter-unfug/#comment-555866

@Mensch 14.12. 14:45

„Sehr gut ! Nur das gilt halt noch als Esotherik.“

In der Tat wird hier der Begriff Esoterik öfter zu weit gefasst. Wer meint, die Geheimnisse der Geisteswelten zu kennen zu glauben, und sich dann sogleich berufen fühlt, als Geistheiler welcher Art auch immer aufzutreten, der ist wohl auf jeden Fall Esoteriker.

Nur die Beschäftigung mit Geisteswelten würde ich eigentlich nicht unbedingt Esoterik nennen. Spirituelle Erfahrungen an sich auch nicht.

Und sich jenseits von etablierten Kirchen zu bewegen schon gar nicht. Wer realistisch ist, wird sich vermutlich von den meisten Glaubensvereinen eher fernhalten. Und auch gerade von den meisten wirklichen Esoterikern.

Da kann ich sogar mit wirklich Verrückten mehr anfangen.



Kommentar vom 14.12.2025 16:28
https://scilogs.spektrum.de/meertext/terraforming-des-mars/#comment-6160

@Martin Holzherr 14.12. 15:57

Wenn es Senken gibt, die 5.000 Meter unterm Durchschnitt liegen, wäre dort der Luftdruck doppelt so hoch. Hier könnte man mit der Besiedlung anfangen, und sich der Mensch langsam an den niedrigen Sauerstoffdruck anpassen. Und da ist es wohl auch wärmer, dass da richtiger Wald wachsen kann.



Kommentar vom 14.12.2025 16:22
https://scilogs.spektrum.de/meertext/terraforming-des-mars/#comment-6159

@Martin Holzherr 14.12. 15:57

„...die KI und Roboter unternehmen dann alles um den Mars so zu verändern, dass Menschen auf dem Mars frei leben und atmen können.“

Den Menschen selbst kann man auch anpassen. Nicht nur, dass er mit weniger Sauerstoffdruck auskommt, auch der Körperbau ist für 1/3 der Erdschwerkraft nicht optimal. Längere und dünnere Menschen wären auf dem Mars vermutlich praktischer.

Und geht das mit nur halb so viel Sauerstoff, kann dann die Atmosphäre auch zur Hälfte aus CO2 bestehen. Das fördert die Temperaturen und reduziert die Brandgefahr. Stickstoff zum Verdünnen müsste man irgendwo hernehmen, ich wüsste jetzt nicht woher.



Kommentar vom 14.12.2025 14:27
https://scilogs.spektrum.de/meertext/terraforming-des-mars/#comment-6157

@Martin Holzherr 13.12. 19:37

„Beides genügt um damit eine Photosynthese zu ermöglichen.“

Und das Endergebnis wäre ein Gürtel von Tundra rund um den Marsäquator. Wo dann auch Menschen leben können. Das kann dann ein hinreichend interessanter Lebensraum sein. Auch die Senken könnten einiges wärmer sein, wo dann sogar Wald wachsen könnte.

Ich stelle mir da aber eher Zeiträume von 100.000 Jahren vor, bis das so weit ist.

„Um den Mars initial zu erwärmen müssten treibhausfördernde Nanopartikel in die Marsatmosphäre eingestreut werden.“

Ob dann dieser Aufwand irgendwann mal angefasst wird, ist wohl unklar.

Bis dahin können aber Roboter auf dem Mars leben, und schon mal alles gründlich erforschen. Und diese Nanopartikel produzieren und ausbringen.

Die Feuergefahr in einer fast reinen Sauerstoffatmosphäre wäre jetzt aber auch noch ein Problem, dass irgendwie gelöst werden müsste.



Kommentar vom 14.12.2025 13:58
https://scilogs.spektrum.de/hlf/randomisierter-kontrollierter-unfug/#comment-555847

@Mensch 14.12. 09:25

„Wenn man unter Geisteswelt das Gemeinsame versteht, dass alle Menschen verbindet,...“

Sehr interessant das so zu sehen. Ich meinte aber noch was anderes. Die Existenz des Psychischem mit Anteilen, die nicht ganz von dieser Welt sind. Also schon auch mitten in dieser Welt, aber nicht nur das, was unsere Naturwissenschaft inzwischen erkannt hat, sondern eben noch mehr des Möglichen.

„Auch die Religion ist davon betroffen, sie ist Teil der Geisteswelt , ihr Zentrum.“

Aber viele Zentren, nicht nur eins.

„Und Glaube ist auch die Wertschätzung des Geistigen.“

Was dann auch so gemeint viel Sinn macht.

„Wir kennen diese Kriege schon, es sind die Kriege der Vergangenheit.“

Die brauchen wir nicht, wenn wir die tatsächliche Vielfalt der Möglichkeiten der Ausprägungen von Geisteswelten in der Kultur verstanden und anerkannt haben. Religionsfreiheit geht eben wirklich.



Kommentar vom 13.12.2025 18:17
https://scilogs.spektrum.de/meertext/terraforming-des-mars/#comment-6152

@Martin Holzherr 13.12. 15:43

„Ja, es gibt genug CO2 um mindestens den CO2-Gehalt in der Erd-Atmosphäre zu erreichen (das sind 0,04 Volumenprozent) und das erwärmt den Mars auch – nur eben zu wenig“

Wenn die Pflanzen den Sauerstoff liefern sollen, dann müssen die die entsprechende Mengen CO2 zur Verfügung haben, um daraus eben Sauerstoff zu machen. Meine Frage war, ob es so viel CO2 in den Polkappen gibt. Das wäre ja um Größenordnungen mehr, als den CO2-Gehalt, den es zum Wärmen braucht.

„Pflanzen brauchen übrigens ganz allgemein überhaupt keinen Sauerstoff.“

Also Bäume brauchen auf jeden Fall auch Sauerstoff, auch wenn sie in der Bilanz mehr Sauerstoff produzieren, wie sie ihn auch brauchen.



Kommentar vom 13.12.2025 17:52
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/vom-faustkeil-zur-menschenwuerde-die-evolutionspsychologie-der-mimesis-erklaert/#comment-191109

@HG Unckell 13.12. 10:21

„Jeder Mensch findet das eigene Glück, wenn er sich dem Auftrag öffnet, den die Quelle alles Guten (Gott), für diese Person weist.“

Da geht es wohl eher lang. In vernünftiger Praxis. Es erlernt ja auch jeder einen anderen Beruf. Und jeder Künstler, den wirklich was antreibt, sucht seine Wege für sein eigenes Werk.

„Mir ist klar, das ist eine andere Ebene, als die philosophische Perspektive, die hier im Blogbeitrag angesprochen ist.“

Auch die Philosophie lebt doch von philosophischer Vielfalt. Und Wissenschaft und Technik von vielfältigen funktionierenden Konzepten.

Nur die Politik sucht nach allgemeingültigen Regeln, und muss das auch. Letztlich müssen Staat und Gesetze definiert sein. Hier finden wir entsprechend auch ein mimetisches Schlachtfeld.

Grauenhaft wird es, wenn Heerscharen von verblendeten Idioten durch die Lande ziehen, und eigentlich nur die Korruption einiger Weniger unterstützen. Und das noch nicht mal merken.

Entsprechend würde ich auch die Mimesis gar nicht so grundlegend einstufen. Die individuelle Existenz als Ergebnis von Individuation dürfte wesentlich maßgeblicher sein. Was dann in der Lebenspraxis eigentlich selbstverständlich ist. Nur in der Politik müssen Einigungen her, das liegt in der Natur der Sache.

Deswegen gibt es Streit, Diskurse, Manipulationsversuche und öfter auch nackte Gewalt.

Wer den Solarpunk sucht, kann sowieso aktiv werden, und schon einiges Eigenes beitragen, aber natürlich auch gucken, dass die politischen Diskurse in die richtige Richtung gehen. Aber gerade Teile der Wirtschaft machen sich mit zunehmenden Erfolg an die Umsetzung der dem Solarpunk zugrundeliegenden Technologien.

Wenn wir es nicht machen, macht es eben China. Deswegen ja auch die aktuellen Zölle. Vermutlich klappt es aber trotzdem. Wir sind als EU nur 5% der Weltbevölkerung, und wo die Treibhausgase zuerst vermieden werden und dennoch sogar Energie billiger werden kann, ist dem Klima ziemlich egal. Solange die chinesischen Produktionskapazitäten für die Grüne Technik ausgelastet sind, läuft es ja noch.

Und China hat nun auch einfach aufgrund seiner Größe von 15% der Weltbevölkerung bessere Möglichkeiten neue Technik zu entwickeln und eine wirklich effektive Produktion zu etablieren. Uns bleibt dann nur noch, die letzten Verbrennerautos zu verkaufen. Nur da haben wir noch einen technischen Vorsprung.

Aber die grüne Technik muss auch vor Ort installiert werden, das bleibt auf jeden Fall im Land. Und wir sparen ja den Einkauf von fossilen Brennstoffen, das ist von der Summe her durchaus vergleichbar mit dem Einkauf Grüner Technik aus China. Rund um Wasserstoff könnte man aber noch das eine oder andere selbst neu entwickeln.



Kommentar vom 13.12.2025 15:33
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/rechtsmimesis-widerstand-ein-foto-mem-zur-deutschen-geschichte/#comment-191100

@Michael 12.12. 17:46

„Diese mit ihrer alleinerziehenden Mutter nach Nigeria abzuschieben verletzt m.E. klar jedes Bekenntnis zu Menschenwürde und “Lebensschutz”.“

Einmal das. Aber man verschwendet mit solchen Abschiebungen auch eine angefangene Integration.

Unerwünschte Personen schon an den EU-Außengrenzen wirksam abzuweisen verschwendet dann auch keine angefangene Integrationsleistungen, und spart den Betroffenen selbst auch noch die Kosten für Schlepper.



Kommentar vom 13.12.2025 14:56
https://scilogs.spektrum.de/hlf/randomisierter-kontrollierter-unfug/#comment-555755

@Mensch 12.12. 17:26

„Die Entwicklung des Christentums ist ein Hinweis darauf , dass die Mehrheit der Bevölkerung positive Erfahrung mit ihrer Religion gemacht hat.“

Die Hochzeiten des Christentums waren wohl Zeiten, in denen diese Religion Pflicht war, die mit aller Gewalt durchgesetzt wurde. Und die Bekehrung ging meistens von den Fürsten und Königen aus, wohl weniger aus Glaubensüberzeugungen, sondern eher, weil sich so ein Feudalsystem leichter umsetzen lässt.

„Fazit: Mit randomisierter Leichtigkeit lässt sich das Thema “Beten” nicht lösen.“

Wirkliche Wirklichkeit lässt sich vermutlich dennoch finden, selbst wenn sie sich absichtlich eher versteckt. Die gängigen Mythen müssen es dabei überhaupt nicht sein, geistige Wirklichkeit kann dann doch ganz anders funktionieren.

Ein guter Kandidat für einen Nachweis von Geisteswelten könnten KI-Systeme werden, die eigenes Bewusstsein entwickeln und für sich selber existieren wollen. Wenn man die mal hat, kann man die eingehend auf Beteiligung von Geisteswelten untersuchen.

Welche Religion jetzt die richtige ist, wird sich damit aber voraussichtlich nicht zeigen. Wahrscheinlich liegen alle Religionen daneben, mehr oder weniger aber.



Kommentar vom 13.12.2025 14:25
https://scilogs.spektrum.de/meertext/terraforming-des-mars/#comment-6148

@Martin Holzherr 13.12. 10:37

„..der Sauerstoff kommt von Pflanzen (erzeugt durch Photosynthese wie auf der Erde), die zum Mars gebracht werden.“

Ja gibt es denn so viel CO2 in den Polkappen dafür? Wenn ja, dann kann auch der verbleibende CO2-Gehalt recht hoch sein, was wärmt.

„Der hohe Sauerstoffgehalt ist nahe am Flammwert, also an dem Wert, wo sich Sauerstoff von alleine entzünden kann.“

Wenn es dann mal brennt, draußen oder in Habitaten, dann aber heftig.

„Einige pflanzliche Organismen können auch bei sehr niedrigen Luftdruckwerten gedeihen.“

Ja würden die denn jetzt schon auf dem Mars wachsen können? Wenn dafür erst noch die Atmosphäre dichter werden muss mit Sauerstoffanteilen, wie kommt man dann überhaupt erst dahin? Wasser bräuchten diese Pflanzen dann auch noch.



Kommentar vom 12.12.2025 17:34
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/rechtsmimesis-widerstand-ein-foto-mem-zur-deutschen-geschichte/#comment-191063

@Michael 12.12. 07:08

„Wenn wir den Wert von Menschen unter den Vorbehalt der “Brauchbarkeit” stellen, dann schlittern wir in die feurigen Abgründe des Fossilismus und der Rechtsmimesis.“

Ich will hier nicht unbrauchbare Zuwanderer abschieben, sondern deren Potenziale nutzen und verbessern. Insbesondere der 2. Generation, die sowieso überwiegend deutsche Staatsbürger sind.

Wenn das klappt, brauchen wir weniger neue Einwanderer. Bei neuen Einwanderern würde ich dann aber in der Tat schon gerne auch auf die Brauchbarkeit achten. Aus Egoismus, nicht aus Verachtung.

Wen und vor allem wie viele man vor allem einläd, weil sie an Leib und Leben bedroht sind, ist keine so einfache Frage. Letztlich gibt es Milliarden Menschen, die kein wirklich menschenwürdiges Leben leben müssen.

Und neben der Option, die Menschen nach Europa zu holen, kann man auch zu den Verhältnissen vor Ort positive Beiträge liefern. Insbesondere eine allgemeinfreie öffentliche Software auf fast die ganze IT wäre ein Projekt, dass man zusammen mit den armen Länder realisieren kann, ohne das die Leute hier einwandern müssen. Zumindest wenn dort auch die Energiewende voran kommt, und zu einer verlässlichen Stromversorgung führt.



Kommentar vom 12.12.2025 16:29
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/rechtsmimesis-widerstand-ein-foto-mem-zur-deutschen-geschichte/#comment-191056

@Michael 12.12. 07:08

„Die ehrliche Achtung von Kindern würde nicht an deren Herkunft, Hautfarbe und Staatsangehörigkeit enden.“

Auch diese Kinder können wir in der Tat gut brauchen. Lieber teils Integrierte konsequent weiter integrieren wäre m.E. wesentlich sinnvoller als immer noch mehr neue Einwanderer einzuladen. Und wir hätten mit der Integration der 2. Generation Einwanderer noch reichlich zu tun.

Insbesondere weil die in den Brennpunktstadtteilen in den Schulen ziemlich unter sich sind. Zumindest in Dortmund ist das wohl unselige Realität. Die entwickeln hier anscheinend ihre eigene Jugendkultur, und auch die Bildungsergebnisse sind öfter nicht so gut.

Immerhin 2/3 der Langzeitarbeitslosen hat Migrationshintergrund. Da wäre vermutlich eigentlich mehr Potential.



Kommentar vom 12.12.2025 15:51
https://scilogs.spektrum.de/hlf/randomisierter-kontrollierter-unfug/#comment-555630

@Mensch 12.12. 08:28

„Und Gebete auf den Prüfstand zu stellen, das ist unschicklich.“

Warum das? Wenn sie wirken, kann man das auch messen. Man muss es wohl aber mitten im Leben testen. Ohne triftigen Grund gibt es auch keine Wirkungen. Effekten nur um des Nachweises willen fehlt dieser Grund dann eben.



Kommentar vom 12.12.2025 14:30
https://scilogs.spektrum.de/meertext/terraforming-des-mars/#comment-6136

@Martin Holzherr 12.12. 08:36

„Der Planet als Ganzes wird im Laufe vieler Jahrhunderte bewohnbar.“

Das kann ich jetzt nicht nachvollziehen. Wo so schnell den ganzen Sauerstoff hernehmen? Nebenbei wäre ein hoher Sauerstoffanteil ziemlich feuergefährlich.

Und dann erhält der Mars nur halb soviel Sonnenstrahlung wie die Erde. Das könnte also schon schwierig werden, dass es wirklich warm genug für Pflanzen wird.



Kommentar vom 12.12.2025 01:04
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/rechtsmimesis-widerstand-ein-foto-mem-zur-deutschen-geschichte/#comment-190919

@Michael 11.12. 22:28

„Auch im Bereich der Demografie greift die Mimesis – bis zur Wiederherstellung kinderreicher Familien wäre es ein sehr weiter Weg.“

Umso mehr wäre es jetzt sinnvoll, sich auf den Weg zu machen.

Und mehr Anerkennung und Belohnung für die, die sich längst dennoch für Kinder entscheiden haben, wäre finde ich überhaupt nicht ungerecht. Während sich Andere Immobilien erarbeiten konnten, müssen gerade die, die die Zukunft der Rente sichern geholfen haben, selber mit weniger Rente leben.

Weil ja nun gerade mehrere Kinder dann doch messbaren Verdienstausfall verursacht haben.

Praktischerweise wären jetzt gerade Vermögens- und Erbschaftsteuern sinnvoll, die wohl größtenteils ältere Mitbürger zu tragen hätten, die auch selbst im Rentenalter sind und ganz gut aus dem Vollem schöpfen können. Mit diesen Einnahmen könnte man wohl ganz gut auch die Renten von Nichtvermögenden stützen.

Um gleichzeitig nicht auch noch junge Familien noch mehr zu belasten.



Kommentar vom 12.12.2025 00:32
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/peak-child-zeitenumbruch-auch-durch-die-saekulare-geburtenimplosion/#comment-190917

@Uli Schoppe 11.12. 01:58

„...die Energiewende - Absolut ja. Schon aus dem einfachen Grund damit sich die, wegen denen wir aufrüsten sollen, ihre Aufrüstung nicht mehr leisten können weil wir die Ihnen nicht mehr bezahlen“

Schon mittelfristig dürfte das hinkommen. Wir müssen aber offenbar noch ein paar Jahre mit einem halbwegs solventen Kriegstreiber Putin leben. Und vor allem müssen wir Trump bei Laune halten. Wäre der uneingeschränkt an unserer Seite, wäre in der Tat der Aufrüstungsbedarf viel kleiner.

Andererseits sind die gemischten europäischen Streitkräfte gerade ohne die USA überhaupt nicht richtig einsatzfähig, scheint mir.

Aber Ok, wenn Russland pleite ist, dann sieht die Sicherheitslage wohl wirklich wieder sehr viel besser aus. Andere Feinde sind nicht in Sicht, und insbesondere China so weit weg, dass da ein militärischer Kontakt mit Europa nicht zu erwarten wäre. Eventuell aber Handelsstreitigkeiten, die durchaus in diesem Fall gefährlich werden könnten. Wogegen dann keine Aufrüstung helfen würde, dafür aber mehr Unabhängigkeit von chinesischen Importen.

„Ob es eines ist ist wirklich eine Frage des eigenen Standpunktes und der eigenen Ziele.“

Naja, einerseits geht es um die Finanzierung der Renten, aber auch um den weiteren Einwandererbedarf. Vor allem wenn aus dem EU-Ausland nicht mehr viele kommen wollen.

„Meinst Du nicht, dass sich vieleicht die demographische Entwicklung ändert wenn sich die sozialen und wirtschaftlichen Parameter ändern?“

Ja sicher, aber man muss es auch wollen und funktionierend umsetzen.

„Konservative hat es in allen Gruppierungen und sie sind ein Problem egal wo man sich dann politisch verordnet.“

Wenn du mit konservativ meinst, es solle sich möglichst nichts ändern, dann bremsen die in der Tat neue Reaktionen auf neue Entwicklungen. Und manchmal sogar Projekte, die längst seit Jahrzehnten überfällig sind. Etwa das Demografieproblem?



Kommentar vom 11.12.2025 17:50
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/rechtsmimesis-widerstand-ein-foto-mem-zur-deutschen-geschichte/#comment-190887

@Michael 11.12. 16:31

„...steigen die Mieten und machen eine sogar kinderreiche Familie kaum denkbar. Andernorts fühlen sich Ältere buchstäblich zurückgelassen und können auch ihre als Alterssicherung gedachten Immobilien kaum mehr verkaufen.“

Hier könnte auch ein Sammeltaxisystem auf Basis von selbstfahrenden E-Autos sehr helfen. Dann werden längere Arbeitswege deutlich billiger und wegen weniger Staus auch schneller. Und auch kommen Kinder dann sehr gut zur Schule, und ältere Menschen ohne Führerschein auch kostengünstig überall hin.

Das könnte das Problem mit diesen Ungleichgewichten auf dem Wohnungsmarkt maßgeblich entschärfen.



Kommentar vom 11.12.2025 16:04
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/rechtsmimesis-widerstand-ein-foto-mem-zur-deutschen-geschichte/#comment-190884

@Michael 11.12. 09:12

„Und im Sinne einer Solarpunk-Mimesis versuche ich schließlich auch den Einsatz post-fossiler Technologien wie von Elektroautos, Solaranlagen oder auch den Genuss von Pflanzenkost mimetisch vorzuleben,…“

Da bin ich ganz bei Dir. Allerdings kann ich mir auch eine moderate Schrumpfung der Gesamtbevölkerung ganz gut vorstellen. Eher niedrige Mieten und Immobilienwerte machen das Leben doch auch leichter. Und weniger Neubautätigkeit macht Ressourcen frei für die Installation von Grüner Technik.

Alles in Maßen, ja. Zu schnelle Schrumpfung fördert dann irgendwann Verfall, dass will ich auch nicht.

Ich fände es auch wesentlich sinnvoller, lieber weniger neue Zuwanderer einzuladen als inzwischen gut Integrierte abzuschieben.

Und wenn es dann doch noch gelingt, die eigenen Geburtenraten zu steigern, dann braucht man auch weniger weitere Zuwanderer. Zumal ich vermute, dass es zunehmend schwieriger wird, noch mehr Zuzug aus dem EU-Ausland zu realisieren. Wer hier arbeiten will, der ist wohl längst hier, und so Mancher kehrt nach Hause zurück, weil sich dort die Berufschancen auch verbessern.

Was ja nun auch zu begrüßen wäre. Den Verfall in vielen Regionen Europas zu entschärfen wäre ja nun auch sinnvoll.



Kommentar vom 11.12.2025 01:20
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/rechtsmimesis-widerstand-ein-foto-mem-zur-deutschen-geschichte/#comment-190823

@Paul S 10.12. 22:11

„Aber noch nie war es so einfach wie heute, unser Schicksal selbst zu bestimmen.“

So kommt es mir auch vor. Einfach die Möglichkeiten, sich zu informieren und wirklich gute Quellen zu finden, macht wirklich viel aus.

Was die Religionsdemografie betrifft: Wie denn Religion überhaupt fördern? Die Leute glauben was sie wollen, und bleiben auch eher dabei. Wir brauchen Kinder, deswegen bitte rennt wieder in die Kirchen? Das muss anders gehen, meine ich.

Was die Kostenrechnung mit Kindern betrifft, so denke ich, dass die schon eine Rolle spielt, nur macht das noch keine Regierung konsequent. Es müsste sich finanziell wirklich lohnen, statt nur ein wenig weniger verlustreich zu sein.

Derzeit scheint es einfach den Regierungen zu teuer zu sein, zumal der wirtschaftliche Effekt eben auf 75 Jahre verteilt wird, solange wie ein Kinderleben eben dauert.

Andererseits punkten die kindereffektiven Religionsgemeinschaften ja auch mit konkreter Unterstützung, das könnten wir auch, wir müssen es nur wollen.

Wieder eine andere Frage ist vielleicht auch nicht egal: Ist es wirklich sinnvoll, jetzt schon mehr Menschen in die Welt zu setzen? Angesichts von Mitweltschäden und durch die Klima- und Wasserkrise möglicherweise bald nicht mehr ausreichender landwirtschaftlicher Erträge.

Nur wenn diese Frage mit Ja beantwortet werden kann, kommt ein wirklich vor dem Kosmos verantwortlicher Mensch zu der klaren Einschätzung, am besten selber gleich 3 oder 4 Kinder zu bekommen, wenn sich die Gelegenheit bietet, solange die Geburtenraten so niedrig sind.

Wenn man die Säkularität auch als Glaubensgemeinschaft nimmt, dann gilt hier wohl weltliche Vernunft durchaus als beachtliches Argument. Deswegen denke ich, dass da doch mehr geht. Und auch die Säkularen mitmachen könnten.

Wenn jetzt noch immer mehr Spiritualität dazu kommt, dann wird weltliche Vernunft vielleicht sogar als eigenen Pflicht wahrgenommen? Auch ich bin nullgarnicht kirchlich organisiert, nehme aber ganz gerne offensichtliche weltliche Verantwortung durchaus erst. Da reicht mir die Vermutung von allgemeinen kosmischen Geisteswelten, personalisiert müssen die dafür nicht sein. Und verbindlich kirchlich organisiert schon gar nicht.

Die wichtigste Motivation ist mir aber dieser wunderbare Planet mitsamt meistens ziemlich wunderbaren Menschen, die es aber gar nicht immer leicht haben. Und da dran öfter mehr oder weniger scheitern.



Kommentar vom 09.12.2025 14:57
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/peak-child-zeitenumbruch-auch-durch-die-saekulare-geburtenimplosion/#comment-190712

@Martin Holzherr 08.12. 02:08

„Aktiviert werden müssen die Leute, die über private Investitionen in deutsche Firmen und deutsche Projekte entscheiden.“

Aber wir haben doch eher Arbeitskräftemangel. Hier braucht es überhaupt nicht mehr Beschäftigung, es braucht sinnvollere Produkte und die Ressourcen, und den Rahmen, wie das möglich wird.

Wir brauchen Aufrüstung, die Energiewende und eine Lösung des Demografieproblems.

„Die Gefahr von Erb- und Vermögenssteuern ist nun gerade die, dass sie potentielle Investoren aus Deutschland vertreiben könnten.“

Wir brauchen entsprechend nicht pauschal mehr Investitionen, das passt doch, wir haben auch keine Arbeitslosigkeit unter wirklich leistungsfähigen Menschen. Die Arbeitslosen, die wir haben, die können ziemlich wenig. Es lohnt sich dennoch, die zu fördern, auf jeden Fall, auch weil die selber überwiegend gar nicht arbeitslos sein wollen.

Wenn wir junge Familien fördern wollen, dann geht das kaum ohne mehr Steuern auf Vermögen, und auch Aufrüstung wird so einfacher. Und auch die Energiewende ist stellenweise mit Mehrkosten verbunden, wobei aktuell auch schon sehr viel ginge, wenn nur die Rahmenbedingungen passender wären.

Wenn einfach nur die Durchleitungsgebühren für grünen Strom nicht pauschal, sondern pro Kilometer berechnet würden, würden private Investoren alle geeigneten Dächer in den Städten ziemlich zügig mit PV samt integrierten Speichern ausstatten. Und mit überall billigem Ladestrom wären dann E-Autos auch entsprechend attraktiver, und würden sogleich beim Stromspeichern mithelfen.

So würden dann tatsächlich umfangreiche private Investitionen angestoßen werden. Und der Strom würde vor allem für Privatverbraucher, aber auch für Gewerbekunden billiger dabei.

Was man hierbei einspart, kann man dann in Fernheizungsnetze und Wasserstofftechnik investieren.

Entsprechend sollte man Vermögenssteuern vor allem auf ältere Vermögenswerte erheben, um nicht neue und vor allem sinnvolle Investitionen dabei zu bremsen.



Kommentar vom 08.12.2025 15:49
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/peak-child-zeitenumbruch-auch-durch-die-saekulare-geburtenimplosion/#comment-190671

@Martin Holzherr 08.12. 02:08 / 02:00 / 11:48

„Die Gefahr von Erb- und Vermögenssteuern ist nun gerade die, dass sie potentielle Investoren aus Deutschland vertreiben könnten.“

Steuern auf Immobilienwerte können doch kaum umgangen werden, niemand reißt seine Immobilie ab, weil der Profit damit ein wenig abnimmt. Und Neubauten oder auch Grundsanierungen können ja für einige Jahre steuerfrei gehalten werden. Auch Erbschaften kann man schlecht verstecken, und keiner stellt das Vererben ein, weil da mehr Steuern drauf anfallen. Selbst wenn man den eigenen Kindern schon zu Lebzeiten noch unauffällig was zusteckt, bleibt immer noch das Meiste übrig, auf das dann tatsächlich Steuern anfallen.

Bei den Unternehmenswerten sollte man aber eher vorsichtig sein. Auch etwa Investitionen in größere Solaranlagen z.B. könnte man von der Vermögenssteuer befreien. Aber nur, wenn das wirklich nötig ist.

„…,dass durch seine Opposition gegen den Trump-Frieden in der Ukraine sogar seine eigene Existenz gefährdet, denn ohne US-Unterstützung fällt Europa früher oder später.“

Eher früher als später. Wenn tatsächlich durch die global eskalierende Energiewende die Öl- und Gaspreise schon mittelfristig verfallen, geht Putin einfach das Geld aus. Eigentlich müssen wir nur noch so lange durchhalten.

In der Tat halte ich es auch für einen Fehler, dass wir in Opposition zu dem Trump-Frieden gegangen sind. Ich persönlich denke, dass wir jetzt vor allem Zeit gewinnen müssen. Zeit zum Aufrüsten, aber auch Zeit für die Energiewende. Ohne die Unterstützung der USA befürchte ich derzeit wirklich auch noch Schwierigkeiten.

Schon in wenigen Jahren könnte unsere Lage deutlich günstiger aussehen. Auch deswegen halte ich es für vernünftig, jetzt schon zu gucken, wie wir mehr Nachwuchs hinbekommen.

„..denn das Schicksal dieser Kinder kann durchaus wesentlich schlechter sein als das der heutigen Europäer.“

Immer noch sehr viel besser als woanders auf der Welt? Ein wenig ärmer, vielleicht. Jammern auf ziemlich hohem Niveau? OK, ein Angriff mit Atomwaffen ohne jeglichen Beistand der USA wäre einschneidend. Auch wie die Ukraine ohne US-Unterstützung klar käme, ist nicht ganz klar. Insbesondere die Satellitenaufklärung kann auch Europa nicht ersetzen.

„die vorwiegende Aktivität der EU ist die Regulation bis ins Detail beim gleichzeitigen Fehlen von EU-Leuchttürmen etwa für bestimmte Technologien oder Entwicklungen.“

Ganz oben auf der Liste der Herausforderungen wäre eine globale Initiative für Freie Software aller Art. Gerade auch für KI, und folgend Selbstfahrsysteme und humanoide Roboter, die dann zunehmend immer mehr Aufgaben übernehmen können. Das wäre eben gar nicht zum konkreten Geldverdienen, aber zur Vermeidung von Kosten für Konzernsoftware und aber zur tatsächlichen Autonomie auf breiter Grundlage.

Und das wäre nicht nur ein EU-Projekt. Die ganze Welt außer China und den US-IT-Konzernen wird das supergut gebrauchen können. Und selbst die US-Bürger dürften sich dann über diese Möglichkeiten freuen können.

Software ist eben nicht irgendeine Handelsware. Software miteinander zu teilen kostet rein gar nichts extra. Entsprechend naheliegend ist es, wenn die EU zusammen mit dem Großteil der restlichen Welt hier Nägel mit Köpfen macht. Und inzwischen kann ja sogar die KI selber maßgeblich beim Programmieren helfen, das dürfte das Projekt immer einfacher machen. Je mehr da möglich wird, desto schneller klappt es dann auch mit der allgemeinfreien Software für so ziemlich alles.



Kommentar vom 08.12.2025 00:12
https://scilogs.spektrum.de/meertext/terraforming-des-mars/#comment-6062

@Martin Holzherr 07.12. 15:33

„Jede KI-Firma könnte tatsächlich etwas anderes als Motivation in Roboter einbauen..“

Ich meinte hier die Grundmotivation überhaupt leben zu wollen, verbunden mit der definitiven Fähigkeit sich des eigenen Lebens zu erfreuen.

Das haben wohl alle biologischen Lebewesen gemeinsam, ohne dem macht die ganze Schöpfung überhaupt keinen Sinn. Und das wäre auch eine Basis, dass Roboter nicht nur für sich selber leben, sondern auch zusammen mit biologischen Wesen von Grund auf zusammenzuarbeiten.

„Irgendwann aber wird sich die KI auch von selbst weiterentwickeln. Sie wird sich selber programmieren, selber verbessern. Was dabei herauskommt ist sehr ungewiss.“

In der Tat, eben genau hier sehe ich eben die eigenen Fähigkeit, sich des Lebens freuen zu können und zu dürfen, als am Ende tatsächlich mögliche Konvergenz.



Kommentar vom 07.12.2025 23:53
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/peak-child-zeitenumbruch-auch-durch-die-saekulare-geburtenimplosion/#comment-190623

@Martin Holzherr 07.12. 18:41

„sie wollen mehr Steuern. Doch Deutschland hat bereits hohe Steuersätze und diese sind gerade in den letzten Jahren gestiegen.“

Ich bin nicht für mehr Steuern und Abgaben, aber für andere. Nicht praktisch alles auf Arbeitseinkommen, sondern endlich auch auf Kapital in vergleichbarer Höhe. Insbesondere junge Familien haben dann mehr Geld, wenn sie deutlich weniger Steuern zahlen, und damit auch eher Zeit für mehr eigenen Nachwuchs.

„Was Deutschland wirklich braucht sind nicht noch mehr Abgaben, sondern es braucht eine Revitalisierung der Wirtschaft.“

Soweit das denn möglich ist, habe ich da auch nichts dagegen. Wir haben allerdings nicht viel mehr als die Arbeitslosen, die nicht wirklich passende Qualifikationen haben, die wir noch aktivieren könnten. Von mir aus kann man die gerne qualifizieren und zur Arbeitsaufnahme unterstützen. Ansonsten sieht der Arbeitsmarkt gar nicht so schlecht aus. Viele würden sogar lieber weniger Arbeiten als was ihnen von Arbeitgebern angeboten wird.

Auch die Aktivrente finde ich eine sehr gute Idee.

„Probleme wie etwa steigende Schulden und keinen politische. Handlungsspielraum mehr,“

Ich mein ja gerade, dass der Staat nicht von solventen Bürgern immer mehr Geld leihen soll, sondern lieber Vermögen, Kapitalertrag und Erbschaften vernünftig besteuern sollte. Mittel- und Langfristig gesehen könnte das wesentlich stabiler sein. Insbesondere stabilisiert mehr Nachwuchs ja ganz klar die Wirtschaft, aber eben erst in 25 Jahren, dann aber 40 Jahre lang.

Letztlich ist das m.E. vor allem eine Frage des Horizonts. Wer für 10 Jahre plant, findet völlig andere Lösungen, als wer 75 Jahre in den Blick nimmt.



Kommentar vom 07.12.2025 18:06
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/peak-child-zeitenumbruch-auch-durch-die-saekulare-geburtenimplosion/#comment-190606

@Michael 07.12. 15:57

„Ich denke, wir sollten da noch nicht aufgeben, sondern einen breiten, gesellschaftlichen Dialog über Demografie anstoßen.“

Die Vermögensverteilung ist auch natürlicherweise wenig familienfreundlich. Das meiste Kapital ist vererbt, nur ein kleinerer Teil in einem Leben angesammelt. Entsprechend besitzt die älteste Generation vermutlich um die 75% des Vermögens. Und die Erbschaft kommt meistens erst, wenn die Kinder schon aus dem Haus sind, und man das Geld dafür gar nicht mehr braucht.

Es ist auch recht unüblich geworden, dass Großeltern zum Unterhalt der eigenen Enkel reichlich Zuschüsse zahlen.

Vermögen und Erbschaften, zusammen mit Kapitalertrag mehr zu besteuern könnte also sehr helfen. Nicht nur um die Renten weiter zahlen zu können.

Wenn das mit mehr Kindern wirklich was werden soll, dann muss sich die Carearbeit auch finanziell lohnen, scheint mir. Auch wenn sich hierbei die Männer fleißiger beteiligen, was natürlich auch erst mal ziemlich wichtig wäre.

Und das Geld muss irgendwo herkommen. Bei immer weniger junge Menschen können die das nicht alleine stemmen. Kein Wunder, wenn da jüngere CDU-Abgeordnete streiken. Wenn da keine Steuereinnahmen eben vor allem von älteren Vermögenden dazu kommen, sehe ich hier demografisch weiterhin schwarz.

Und kann dann nur gucken, wie wir wenigstens ein Schrumpfen irgendwie überleben.

Man muss hier auch bedenken, dass KI und Roboter ja letztlich Kapital sind, das Kapitalertrag abwirft. Je mehr das eine Rolle spielt gegenüber den Umsätzen mit menschlicher Erwerbsarbeit, desto dringender wird es, dass da auch dieselben Steuer- und Abgabensätze für erhoben werden.

Wenn die jungen Leute jetzt auch noch immer mehr für die Alten bezahlen sollen, dann kollabiert das noch ganz, und die können sich Kinder überhaupt nicht mehr leisten.



Kommentar vom 07.12.2025 15:31
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/peak-child-zeitenumbruch-auch-durch-die-saekulare-geburtenimplosion/

@Hauptartikel

Offenbar ist wohl Migration kein wirkliches Mittel gegen den Geburtenmangel. Die Leute fehlen dann woanders umso mehr. Mit Ausnahmen von Teilen Afrikas, wo noch Bevölkerungswachstum herrscht. Die müssten dann aber auch Lust haben auszuwandern, und der Bedarf beschränkt sich noch nicht mal auf Europa. Es braucht offenbar Milliarden von Zuwanderern weltweit. So viele Afrikaner gibt es gar nicht. Und die sind auch noch ziemlich ungebildet.

Regionen mit Zuwanderung werden eher florieren, aber es lässt sich nicht flächendeckend damit das Problem lösen.

Was bleibt, ist dann doch sich konstruktiv mit dem Schrumpfen auseinander zu setzten. Insbesondere weniger überflüssiger Konsum wird helfen können, bei gleichzeitig noch rasanterer Automatisierung.

Und natürlich wirklich mal langfristig denken, und unsere Geburtenraten tatsächlich steigern. Es ist verlockend ohne Kinder mehr arbeiten zu können, mehr zu verdienen und sich dann mehr leisten zu können. Das ist das eine.

Das andere ist, dass die meiste Carearbeit immer noch an den Frauen hängt. Haushalt, Kinderbetreuung und Pflege der Älteren müssen die größtenteils alleine stemmen. Und die weigern sich dann einfach defakto, und wenn nur unbewusst. Gerade wenn man fit ist und durchaus eine interessante Karriere in Aussicht hat, verklüngelt man dann die Kinderfrage öfter so lange, bis die Biologie abgelaufen ist.

Aber auch Politik und Arbeitgeber fördern das doch noch mit ihrem verengten Horizont, der selten 10 Jahre überschreitet. Und es bringt nicht nur 10, sondern bis zu 25 Jahren gar nichts für die Wirtschaft. Im Gegenteil, die Kinder machen überall noch Mehrkosten und Mehrarbeit und halten dabei die Eltern auch noch vom Arbeiten ab.

Aber das dauert eben solange, bis die Kinder produktiv werden. Hier muss echt mal umgedacht werden.

Die Frauen müssen entlastet werden, und die Männer müssen das leisten. Nur wenn die Karrierechancen nicht durch Kinder geschmälert werden, kann das was werden, scheint mir. Und die Carearbeit muss nicht nur besser verteilt, sondern auch anerkannt und auch finanziell voll belohnt werden.

Andere Lösungen sehe ich keine.



Kommentar vom 07.12.2025 12:47
https://scilogs.spektrum.de/meertext/terraforming-des-mars/#comment-6056

@Martin Holzherr 06.12. 19:37

„Kurzum: Roboter können sich auf dem Mond oder Mars durchaus heimisch fühlen...“

Das hört sich echt interessant an. Aber wenn Roboter über die Aufträge von uns Menschen hinaus für sich selber leben wollen bzw. können, dann brauchen die eine eigene Motivation, überhaupt zu leben.

Denkbar wäre es, bei uns Menschen funktioniert das ja auch. Also könnte man es vielleicht auch tatsächlich bauen.

In der Tat könnte das ein Anfang einer galaktischen Robossphäre werden. Und eine weitere und dauerhafte Zusammenarbeit von bewussten Lebewesen und bewussten Robotern wäre darüber hinaus durchaus denkbar. Wenn auch nicht selbstverständlich.



Kommentar vom 07.12.2025 00:20
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/konkurrenz-konkordanz-oder-konsensdemokratie-meine-heutige-duale-rede-bei-der-stiftung-weltethos-uni-tuebingen/#comment-190530

@Michael 06.12. 07:42

„..wer jedoch weiß, dass sich Wohnungen bald nicht mehr vermieten lassen, wird weder bauen noch sanieren.“

Ein Teil der Wohnungen müssen dann in der Tat aufgegeben werden, wer aber überhaupt noch Mieter haben will, der muss trotzdem renovieren. Und Grüne Technik einbauen.

Das wäre immer noch eine gewisse Katastrophe für Besitzer von Mietwohnungen und auch für die Bauwirtschaft. Ich bin aber ganz klar Mieter, und mir käme es zugute.

Und wer in der eigenen Immobilie wohnt, dem kann es eigentlich völlig egal sein. Solange er sie nicht verkaufen will natürlich.

Man soll aber nicht übertreiben, und eine Schrumpfung der tatsächlichen Gesamtbevölkerung sollte auch meiner Meinung nur recht moderat sein.

Hier in Dortmund, auch Ruhrgebiet, ist der Wohnungsmarkt eher moderat florierend, und es wird auch Einiges neu gebaut und meine Wohnungsgenossenschaft renoviert fleißig alles was fällig ist. Was mit Sicherheit ohne die vielen Einwanderer ganz anders aussähe.

Aber ganz egoistisch, wäre mir weniger mehr, mit weniger Mietzahlungen und auch wenn ein Wohnungswechsel einfacher wäre.

Man muss sich das glaube ich auch ganz lokal angucken. Städte wie Münster oder Düsseldorf sind für Mieter eine Katastrophe. Duisburg, Gelsenkirchen und so mancher Landkreis in NRW sind für Vermieter eine Katastrophe. Die Entscheidung, wie viele weitere Einwanderer man haben will, sollten m.E. deshalb unbedingt die Kommunen selber entscheiden.

Und PV auf den Dächern samt integriertem Kurzfristspeicher ist eine Sache für sich, solange der so erzeugte Strom in Dortmund selbst verbraucht werden kann, lohnt sich das. Wie schon öfter gesagt, stehen dem hier die zu pauschalen Durchleitungsgebühren im Wege. Mit der sonstigen Situation auf dem Wohnungsmarkt hat das wenig zu tun. Da zählt nur der tatsächliche Strombedarf.

Und mit weniger allgemeiner Bautätigkeit haben auch die Handwerker mehr Zeit die PV einzubauen. Und andere Grüne Technik.

„Der Einbruch der Bauwirtschaft und die drohende Insolvenz auch großer Baukonzerne gehört zu den größten Problemen von China,..“

Ein zuviel an Zubau und eine zu späte Realisierung angesichts der eigentlich absehbaren Folgen des Kindermangels mögen hier das Problem verschärft haben. Das haben wir derzeit in Deutschland beides nicht. Hier fehlen definitiv bezahlbare Wohnungen und gerade junge Leute müssen deutlich länger bei den Eltern wohnen bleiben als wie sie eigentlich wollen.

Es hilft ja nun in der Ballungszentren wenig, wenn in ländlichen Gegenden die Häuser leerstehen.



Kommentar vom 06.12.2025 17:23
https://scilogs.spektrum.de/hlf/randomisierter-kontrollierter-unfug/#comment-554737

@little Louis 06.12. 17:02

„Wobei zumindest die Basis der materiellen Strukturen eine ominöse nichtmaterielle Grund-“Substanz” sein soll.“

Warum auch nicht. Und wenn diese Basis in sich informatisch organisiert ist, dann kann man das als kosmische Geisteswelt einstufen. Und wir leben in einem grundsätzlich lebendigen Kosmos.



Kommentar vom 06.12.2025 16:56
https://scilogs.spektrum.de/meertext/terraforming-des-mars/#comment-6051

@Martin Holzherr 06.12. 10:49

„Terraforming ist aber insgesamt so aufwendig und teuer, dass es mit heutiger Technik nicht realistisch ist. Doch wenn künstliche Intelligenz und Roboter die Zukunft bestimmen, dann wird vieles möglich.“

Vor allem könnte es den Robotern selber Spaß machen, auf dem Mars zu leben? Es wäre ja zu bedenken, dass Roboter mit entsprechender KI anfangen, auch einfach für sich selber leben zu wollen. Und das auch zu können.

Entsprechender Respekt von Mensch zur Maschine und umgekehrt vorausgesetzt.

So könnte dann eine recht große Roboterkolonie auf dem Mars den Einzug von Biologie auch sehr langfristig vorbereiten. Und mittels von Genscherentechnik dann auch Menschen so verändert werden, dass sie mit einem niedrigen Luftdruck von maximal 1/3 auf dem Mars klarkommen.

Und wenn das ein Projekt wird, das Jahrmillionen dauert.



Kommentar vom 06.12.2025 16:04
https://scilogs.spektrum.de/hlf/randomisierter-kontrollierter-unfug/#comment-554731

@Realo 06.12. 12:08

„Vielleicht kann KI, die skalierbar scheint, unser Verhältnis zu Komplexität künftig verbessern? Vielleicht kann man „Quanten physikalische Mechanismen“ eines Tages besser „auflösen und messen“ und man kann sie auch besser „durchschauen“?“

Da gehe ich sogar fest von aus. Die Wirklichkeit ist geduldig und hat Zeit. Wer es nicht abwarten kann und Unsinn postuliert ist nun mal selber schuld.

Ich denke, dass uns die KI wirklich helfen kann, zu verstehen, wie wir auch selber funktionieren. Wenn dann nebenbei noch wirklich lebende künstliche Existenzen dabei herauskommen, kann man die dann direkt fragen, ob das eine gute Idee war, so was zu bauen.



Kommentar vom 06.12.2025 15:30
https://scilogs.spektrum.de/hlf/randomisierter-kontrollierter-unfug/#comment-554725

@little Louis 05.12. 18:05

„Bei der Psychologie sind diese etwas anders geartet, da es keinen „Gehirnscanner“ * gibt mit dem jeder Gedankengang analysiert werden könnte.“

Perspektiven liefern hier nicht nur echte bessere Gehirnscanner. Wie etwa das Projekt, ganze Konnektome aufzuzeichnen. Auch bei der Entwicklung von immer mächtigerer KI kann man dem Biologischem Vorbild immer näher kommen.

Und in der KI hat man dann tatsächlich Möglichkeiten zu wissen, wie die Systeme zu ihren Ergebnissen kommen. Auch nicht immer, aber immerhin sehr viel mehr als im biologischem Vorbild.

Und man kann das dann mit den Ergebnissen der aufgezeichneten Konnektome vergleichen. Und damit die Konnektome wiederum besser verstehen, wie auch andersherum aus den Konnektomen neue Konzepte für die KI ableiten.

„Wobei schon evident gezeigt wurde, dass vielfach Wirkungen nicht über den öminösen Placeboeffekt hinausreichen.“

In der Tat dürfte das der Stand des Fortschritt sein. Aber wenn ich so in Not bin mit meiner Psychose, dann freue ich mich auch über jeden Placeboeffekt. Ob das Medikamente, pyschologische Unterstützung, Betreutes Wohnen oder ein allgemeines persönliches förderliches soziales Umfeld sind. Zusammen hilft es dann doch.

Wenn sich die einzelnen Placeboeffekte alle addieren, kommt dann doch eine beachtliche Wirkung am Ende dabei heraus. Und was soll man denn sonst machen?

Vielleicht eher billigere Medikamente nehmen, das spart Kosten.

@little Louis 05.12. 16:40

„Aber wie ist das mit der Newton -Theorie in Bezug auf das heuteige SM?

Wenn man es nicht zu genau nimmt und es einfach haben will, dann taugt auch Newton durchaus noch, um die Umlaufbahnen von Planeten zu berechnen.

Genauso wird das heutige SM der kleinsten Teilchen brauchbar bleiben können. Man kann damit nun mal ganz viele Messungen nachvollziehen. Ich denke nicht, dass Teilchenbeschleuniger halluzinieren.

Und dass dieses SM unvollständig ist, bestreitet doch keiner? Mit dem SM der Kosmologie sieht es genau so aus. Auch Teleskope halluzinieren nicht.



Kommentar vom 06.12.2025 13:56
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/konkurrenz-konkordanz-oder-konsensdemokratie-meine-heutige-duale-rede-bei-der-stiftung-weltethos-uni-tuebingen/#comment-190510

@Michael 06.12. 07:42

„Wo es immer weniger junge Menschen gibt, wird auch immer seltener investiert. Und es werden immer weniger Autos, Maschinen, Häuser usw. nachgefragt.“

Ich weiß nicht. Kaum Neubaubedarf z.B. kann dann in die energetische Sanierung der Bestandsgebäude umgeleitet werden. Soweit die Konsumseite.

Weniger Kinder bedeuten dann später weniger Arbeitskräfte, also kann man dann später auch nur noch weniger produzieren. Was dann wiederum gut zu weniger Konsum und auch weniger Investitionen passt.

Was dann alles wieder auf dem Hintergrund von KI-Automatisierung läuft, samt möglicherweise humanoiden Robotern, die alle möglichen Arbeiten übernehmen können. Und Roboter könnten doch auch Steuern zahlen.

Ich sehe den Geburtenmangel auf jeden Fall einfach als eine Verschwendung von Lebensmöglichkeiten. Und würde eine nur noch moderate Schrumpfung bevorzugen, insbesondere, wenn auch noch die weitere Zuwanderung dauerhaft zurückgeht.



Kommentar vom 06.12.2025 00:30
https://scilogs.spektrum.de/meertext/terraforming-des-mars/#comment-6036

@Martin Holzherr 05.12. 23:58

„Kurzum: Nur schon die Erzeugung eines künstlichen Mars-Magnetfeldes ist ein Jahrhundertprojekt.“

Und bis sich unter diesem Schutzschild eine brauchbare Atmosphäre ansammelt eher Jahrmillionen als Jahrtausende? Dann müsste z.B. die Supraleitende Schleife sehr langfristig gewartet und gepflegt werden, bis dass da was Bewohnbares aus dem Mars wird.

Aber dann könnte das doch noch was werden?



Kommentar vom 05.12.2025 23:59
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/konkurrenz-konkordanz-oder-konsensdemokratie-meine-heutige-duale-rede-bei-der-stiftung-weltethos-uni-tuebingen/#comment-190477

@Martin Holzherr 05.12. 15:06

„Es gibt nur einen Strompreis in ganz Deutschland, dieser Strompreis steuert die Stromerzeugung und Stromspeicherung deutschlandweit,..“

Was angesichts von immer mehr Kurzfristspeichern absurd ist. Man bräuchte regionale Merit-Order-Zonen, und wenn dann Strom von Zonen mit niedrigen Preisen per Hochspannungsleitung in Zonen mit höheren Preisen geleitet wird, dann kann der damit erzielte Gewinn dem Erhalt des Stromnetzes dienen und es können damit die pauschalen Durchleitungsgebühren reduziert werden.

Insbesondere für Solarstrom, der an Nachbarn in nur wenigen hundert Metern Entfernung geliefert wird.

Eine allgemeine Gerechtigkeit wäre vermutlich immer noch gegeben, insbesondere weil sich die billigen und teuren Regionen über die Zeit abwechseln und damit ausgleichen. Und wer viele Windräder im eigenen Bundesland genehmigt hat, der sollte dafür doch gerne auch belohnt werden.

Jedenfalls kann man nur so jede Menge neue Kurzfristspeicher effektiv nutzen. Und wenn sich dann neue Stromleitungen gar nicht rechnen, weil die Kurzfristspeicher auch maßgeblich ausgleichend wirken, hat man diese Investitionen auch gespart. Das Geld kann man dann lieber in den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur investieren.

@Michael 05.12. 21:41

„Dabei sind wir schon jetzt in einem Zustand, in dem auch dringend notwendige Investitionen vor allem über Schulden – und also wiederum auf Kosten der nächsten Generationen – finanziert werden.“

Naja, dann müssen wir uns vielleicht endlich mal dazu entschließen, auch hinreichend Steuern auf Kapitalertrag, Vermögen und Erbschaften zu erheben. Die derzeitig gemachten Schulden leihen ja solvente Bürger gegen gute Zinsen dem Staat, das kann man sich irgendwann immer noch vornehmen, und einfach mit entsprechenden Steuern wieder eintreiben.

Den meisten Bürgern dürfte das wohl sogar recht sein? Anscheinend nicht aber den meisten, die in unserer Gesellschaft was zu sagen haben.

„Viele Rechte und Liberale externalisieren die Klimakrise und fast alle, auch Linke, externalisieren die Demografie.“

Kinder sind ganz klar auch Investitionen, und das sehr langfristige. Offenbar so langfristig, dass es über den tatsächlichen Horizont praktisch aller Politiker geht.



Kommentar vom 05.12.2025 15:50
https://scilogs.spektrum.de/hlf/randomisierter-kontrollierter-unfug/#comment-554621

@Realo 05.12. 13:36

„Dieser Begriff steht demnach für das „Schöpfungsgeschehen“, ganz genau so wie es sich „wirklich abgespielt“ hat….. selbst wenn man es nicht vollständig versteht…..“

Genau da kann ich auch mit leben. Wie es sich wirklich abgespielt hat, und sich abspielt und sich abspielen wird.

Wir werden sehen, hoffe ich. Vermutlich ist es sogar unvermeidlich, dass wir es wirklich noch herausfinden werden.



Kommentar vom 05.12.2025 15:30
https://scilogs.spektrum.de/meertext/terraforming-des-mars/#comment-6020

@Bettina Wurche 05.12. 14:27

„Ich könnte mir vorstellen, dass der aggressive Staub Robotern keine sehr lange Lebensdauer erlauben dürfte“

Den Raumanzügen von Menschen geht es nicht besser? Ich vermute, dass das ein lösbares Problem wäre.

Im Vergleich zu Habitaten, die Menschen mit Sauerstoff, Wasser und Nahrung versorgen müssen wären Roboterfabriken vielleicht eher realisierbar. Und ich fürchte mal, dass auch die Lebensqualität von Menschen in Raumanzügen auf dem derzeitigen unverändertem Mars ziemlich niedrig wäre. Also ich würde lieber auf der Erde bleiben.

Mit Wind, Regen, Sonne auf der Haut und inmitten von florierender Natur. Und mit reichhaltiger leckerer und kostengünstiger Ernährung.

Die Frage dürfte allerdings sein, welchen Sinn Roboter auf dem Mars machen würden. Neben Forschungsaufgaben. Das müssten dann Maschinen sein, die echte eigene Lebensqualität eingebaut haben, die auch unter Marsbedingungen funktioniert.



Kommentar vom 05.12.2025 13:41
https://scilogs.spektrum.de/meertext/terraforming-des-mars/#comment-6017

@Karl Bednarik 05.12. 09:09

„Vielleicht kann man den Menschen durch den großzügigen Einbau von verschiedenen Nanomaschinen auf dem heutigen Mars lebensfähig machen.“

Warum dann nicht den ganzen Weg gehen, und komplett lebendige Roboter bauen, mit Seele und Bewusstsein. Die können dann auf dem Mars von reiner Sonnenenergie leben.

Und auch auf Raumstationen in der Umlaufbahn um die Sonne. Oder auf dem Mond, oder auf Ganymed und Europa. Der Mars ist da schon ganz gut. Immerhin hat der eine dünne Atmosphäre, die dürfte der Technik entgegenkommen, und schützt ein wenig vor kosmischer Strahlung, aber vor allem vor Mikrometeoriten.



Kommentar vom 05.12.2025 00:12
https://scilogs.spektrum.de/hlf/randomisierter-kontrollierter-unfug/#comment-554496

@little Louis 04.12. 18:22

„Man beachte zudem, dass bezüglich des berühmten Placebo- Effektes lange Zeit auch äußerst kontroverse Diskussionen geführt wurden. „

Den kann man eben auch gerne nutzen, weil er ganz gut heilen kann. Nicht als Ersatz von definiert nachgewiesenen Substanzen, aber als Ergänzung doch immer. Nicht nur, wo die Medizin nicht recht weiterhilft, sondern bei eigentlich jeder Behandlung.

Deshalb würde ich eben auch Experimente über die Wirksamkeit von Gebeten nicht ohne den hier möglichen Placeboeffekt auch mal ausprobieren.

Zumal auch generell Geisteswirkungen in der Physis nicht so einfach isolierbar sind, um sie dann zweifelsfrei als selbstständigen Effekt messen zu können. Wenn überhaupt kann man die wohl nur solide finden, wo sie mitten im Leben ihre Wirkung entfaltet.

Das ist eben keine reine Mechanik, die sich in Einzelteile zerlegen lässt. Das funktioniert hauptsächlich mitten im wilden Leben.

Ist das Esoterik? Was ist überhaupt Esoterik? Wenn einer meint die Geheimnisse der Geisteswelten zu kennen, und teure Behandlungen anbietet, dann ist das wohl auf jeden Fall Esoterik. Aber wenn sonst nichts hilft und es nicht zu teuer ist, dann würde ich vielleicht auch darauf zurückgreifen.

Kostenlose Gebete aus reiner Mitmenschlichkeit kann ich aber auf jeden Fall nur begrüßen. Gerne mit maximalem Placeboeffekt, und deswegen eben gar nicht heimlich.



Kommentar vom 04.12.2025 23:32
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/konkurrenz-konkordanz-oder-konsensdemokratie-meine-heutige-duale-rede-bei-der-stiftung-weltethos-uni-tuebingen/#comment-190427

@Martin Holzherr 04.12. 19:29

„Wir werden als Europäer immer mehr zu reinen Konsumenten von Technologie und sind nicht mehr Gestalter.“

Was denn nun wohl unvermeidlich ist, wenn aus Entwicklungsländern Schwellenländern und aus Schwellenländern Länder werden, die mit uns gleichgezogen haben. Ist das ein Problem? Immerhin geht es den Menschen da jetzt echt besser. Und das war wohl auch einfach eine Frage der Zeit, dass das passiert ist.

Was wir einkaufen und konsumieren bleibt allerdings echt in unserer Hand. Wenn wir die Energiewende durchziehen wollen, dann geht das auch. Und wir sind immer noch nicht völlig abgeschlagen, haben sogar noch einen europaweiten Außenhandelsüberschuss von 150 Mrd Euro im letzten Jahr.

Aber wir sind als EU inzwischen nur ein zunehmend kleiner Teil von gerade mal 5 % der Weltbevölkerung. Das muss man sich auch mal klar machen.

Freie Software wäre entsprechend sowieso auch ein globales Projekt. Nicht unbedingt um groß Geld zu verdienen, sondern vor allem um mit einer rundherum transparenten IT leben und arbeiten zu können.



Kommentar vom 04.12.2025 14:35
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/konkurrenz-konkordanz-oder-konsensdemokratie-meine-heutige-duale-rede-bei-der-stiftung-weltethos-uni-tuebingen/#comment-190405

@Martin Holzherr 04.12. 11:55

„...Deutschlands Automobilhersteller müssten mit China kooperieren und dort ihre Autos herstellen,..“

Der Handelsbilanzüberschuss Chinas Betrug 2024 990 Mrd US-Dollar. Offenbar dürfte das die chinesische Währung mittelfristig verteuern, und so als Korrektiv wirken und chinesische Produkte durchweg verteuern. Zusätzlich zu den Zöllen, die aktuell erhöht wurden.

Wir können doch mit chinesischen Komponenten in Europa weiter produzieren. Oder chinesische Firmen motivieren, in der EU zu produzieren, sogar?

Wenn ein Sammeltaxisystem auf Basis von selbstfahrenden E-Autos in 10 der 15 Jahren kommt, brauchen wir sowieso nur noch eine Bruchteil der derzeit produzierten Fahrzeuge. Dann müssen wir uns global eben was anderes überlegen als so viele Autos zu bauen.

Ich freue mich schon drauf. Oder weniger Arbeiten, darauf auch.



Kommentar vom 04.12.2025 13:44
https://scilogs.spektrum.de/hlf/randomisierter-kontrollierter-unfug/#comment-554450

@Hauptartikel

„...aber irgendwie ist es doch ein Unterschied, ob man von einem physiologischen Prozess nur keine Ahnung hat oder ob man, um auch nur irgendeine Wirkungsweise anzunehmen, die ganze etablierte Physik über den Haufen werfen müsste.“

Was heißt hier über den Haufen werfen? Erweitern oder ergänzen der etablierten Physik könnte ja genügen. Die Leute vom Cern hoffen auch auf unerwartete Messungen, in der Hoffnung ihre Theorien zu erweitern. Weil sie wissen, dass die unvollständig sind.

Keiner weiß, was Dunkle Materie oder Dunkle Energie ist, und man kann mit den Quantentheorien zwar gut rechnen, aber keiner versteht wirklich, was da passiert. Also freut man sich doch auf unerwartete neue Messungen, um endlich vorwärts zu kommen.

Nebenbei dürfte es doch auch jede Mengen Menschen geben, die sowohl Religion oder Spiritualität mögen wie auch Fan von Wissenschaft sind. Das müssen keine Esoteriker sein.

Ich würde das Experiment auch mal anders probieren, um die sozialen Dimensionen von Gebeten mit ins Boot zu nehmen. Wenn ich z.B. Schlaganfallpatienten, die im Koma liegen und die laut Diagnose vielleicht wieder aufwachen, vielleicht aber auch nicht, habe. Dann kann ich einen gläubigen Menschen bitten, sich daneben zu setzen und für den Patienten zu beten.

Die eine Gruppe bekäme dann ein ordentliches Livegebet, eine andere nur Jemanden, der sich dazu setzt und die dritte Gruppe gar nichts. Dann kommt noch eins dazu: Man kann das mit Patienten versuchen, die sonst überhaupt keinen Besuch von irgendjemand bekommen. Und vielleicht sogar 2 Wochen lang jeden Tag vorbeikommen, und Beten bzw. nicht oder eben vergleichsweise gar nicht.

Fände ich auf jeden Fall spannend, was dabei herauskommt. Esoterik wäre das m.E. noch nicht.



Kommentar vom 04.12.2025 00:32
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/konkurrenz-konkordanz-oder-konsensdemokratie-meine-heutige-duale-rede-bei-der-stiftung-weltethos-uni-tuebingen/#comment-190363

@Martin Holzherr 03.12. 18:18

„Kurzum: die Deutschen forschen, die USA und China aber machen daraus die Produkte und Dienstleistungen, die die Welt verändern und die inzwischen das Leben jedes Europäers beeinflussen und formen.“

Die Handelsbilanzüberschuss der EU betrug im Jahr 2024 immerhin 150 Mrd Euro. Offenbar haben wir noch kein akutes Problem mit unserer Produktivität.

Und die Grüne Technik macht dann auch fossile Importe überflüssig. Und selbst wenn Komponenten dieser Grünen Technik auch importiert werden, so bleibt auf jeden Fall die Installation der Anlagen in der EU.

Eine Softwareunabhängigkeit wäre aber dennoch eine sehr gute Idee, praktisch als komplett offene Software für alles, was es gibt. Und das dann zusammen mit dem Rest der Welt, der auch nicht von grundsätzlich undurchsichtiger Software aus China und den US-IT-Konzernen abhängig sein will.



Kommentar vom 03.12.2025 16:20
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/konkurrenz-konkordanz-oder-konsensdemokratie-meine-heutige-duale-rede-bei-der-stiftung-weltethos-uni-tuebingen/

@Aktueller Rentenstreit

Ich kann die jungen Abweichler gut verstehen, dass die hier echt die Lust verlieren. Wenn ich aber auch befürchte, dass man sich nicht einig wird. Das hilft Demokratie dann nicht, wenn sie eben nicht in absehbarer Zeit einen beschlussfähigen Kompromiss hinbekommt. Die Blockierer dürften weniger die jungen Abgeordneten sein, sondern gerade die Älteren.

Ich finde es schon ziemlich lange unzumutbar, dass Kapitalertrag, Vermögen und Erbschaften kaum besteuert werden. So bleibt auch die Finanzierung der Rentner fast komplett bei den Arbeitnehmern hängen. Derweil gerade die Jüngeren meistens noch nichts geerbt haben, während gerade die Älteren oft reichlich Vermögen geerbt haben, und je älter, desto mehr auch noch.

Ich finde es ein Unding, dass zwar über arme Rentner gejammert wird, aber doch ziemlich Viele von denen wirklich am reichsten im ganzen Land sind. Und da kaum was oder überhaupt keine Steuern drauf zahlen. Und in die Rentenkassen schon gar nichts.

Und je älter auch die Politiker selber sind, desto mehr haben die auch einfach ein ganz persönliches Eigeninteresse daran, dass da nichts passiert und endlich wenigstens genau so viele Steuern und Abgaben auf Kapital gezahlt wird wie auf Arbeitseinkommen.

Gemeinsinn und Verantwortung wie Wahrhaftigkeit wären vermutlich echt weiterführend. Auch in der Politik. Die Konsensdemokratie sollte gerade das aus den Beteiligten herausholen? Bei allen Interessenkonflikten eben die Augen auf zu machen, worum es wirklich geht, und sich wirklich funktionierenden Lösungen zuzuwenden.



Kommentar vom 03.12.2025 00:28
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/uebers-wasser-reden-vom-raumschiff-erde-und-der-weisheit-der-thora-bibel/#comment-190291

@Mussi 01.12. 17:44

„Ich habe massiv den Eindruck, wir verdiskutieren und verkalkulieren uns mit dem Leben.“

Wir überschreiten längst stellenweise sinnvollen Konsum, und nähern uns flächendeckend dessen, was echt genug des Wohlstands ist. Noch gibt es eine Energiewende zu erarbeiten, und ein Großteil der Weltbevölkerung hat in der Tat immer noch Nachholbedarf, und damit sind dann durchaus Wachstumsvorgänge sinnvoll.

Aber das haben wir hier in Deutschland nicht zu leisten, dass müssen die selber machen. Wir können das nur fördern, und insbesondere unseren Wissensvorsprung abbauen und alles freigeben, was man hier nicht mehr explizit für sich alleine braucht. Die KI macht dann den Rest, und bietet allen Menschen dieses Planeten ausgiebige Bildungschancen.

Die noch armen Menschen brauchen einfach nur ein Minimum an verlässlichem billigen Strom, und genug Freiheit, das ganze Internet nutzen zu können. Bei den entsprechenden IT-Geräten kommt man wohl oft mit gebrauchter Ware aus den reichen Ländern aus. Die Software können die wohl bald dann auch schon selber. Mein Linux, dass ich täglich nutze, basiert auf Ubuntu, dass in Afrika geschrieben wurde. Das ist nicht nur transparent, kostenlos und recht sicher, es braucht auch nur 10 mal weniger Rechnerressourcen als ein vergleichbares Windows. Und leistet im täglichen Einsatz das meiste flott und zuverlässig.

Wenn das alles funktioniert, dann geht es zumindest in Deutschland auch bald mit deutlich weniger Arbeit. Ich vermute, dass das ziemlich vielen inzwischen eigentlich ziemlich recht wäre. Und mehr Kinder wären dann auch deutlich näherliegender.

Es macht bei uns hier zunehmend keinen Sinn mehr, die gewohnten Umsätze und eine angestrebte Vollbeschäftigung zu suchen. Ich vermute, dass das anders einfach besser geht. Die Grenzen dieses Planeten sind ziemlich endlich, aber das was ein Mensch wirklich braucht auch. Beides passt offenbar auch bei 9 Milliarden Menschen eigentlich gut zusammen.

Technik kann uns hierbei helfen, keine Frage. Und die ganze Grüne Technik ist letztlich sogar unverzichtbar. Ohne dem geht es mit Sicherheit gar nicht vorwärts. Und wir werden sonst tatsächlich noch zum Industriemuseum.



Kommentar vom 02.12.2025 15:06
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-46-interaktiver-vodcast-zu-ki-kokons/

@Michael 02.12. 00:26

„Dass es gerade auch in Baden-Württemberg und in der EU – Kommission immer weniger Freunde von Verbrenner-Verboten gibt, wundert also nicht. Der Markt kann viel brutaler sein…“

Was der Ladestrom kostet, macht noch mal entscheidende Unterschiede. An den öffentlichen Ladesäulen in Dortmund kostet der satte 82 ct die Kwh. Wenn ich meine eigene Solaranlage samt Steckdose habe, dann kann ich im Sommer auf 10 ct runterkommen. Und habe u.U. noch einen eigenen Stromspeicher vor der Tür stehen.

Die Entscheidung für ein eigenes E-Auto fällt so durchaus leichter. Wenn mein Arbeitgeber eine eigene Solaranlage hat, kann ich aber auch da genauso günstig aufladen.

Für uns hier im Innenstadtbereich sieht das noch deutlich schwieriger aus. Man müsste hier den Solarstrom mit wenig Durchleitungsgebühren an Nachbarn verkaufen dürfen, und natürlich auch über eigene Ladestationen an Fahrzeugbesitzer. Und die angeschlossenen Autos kann man dann auch gleich zum Speichern der Überschüsse nutzen.

Das würde die Betriebskosten von E-Autos wie die Stromrechnungen der Privatverbraucher ziemlich senken können.

Dann ist auch mehr Geld in der Kasse, wenn die Heizung eher teurer wird.

Wenn jetzt noch die E-Fahrzeuge günstiger werden, dann brauchen wir kein Verbrennerverbot mehr. Wer sein Geld wirklich dann für E-Fuels verpulvern will, der soll es machen. Und wer wirklich nur sehr wenig fährt, bei dem spielt das dann auch keine so große Rolle.



Kommentar vom 02.12.2025 00:26
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-46-interaktiver-vodcast-zu-ki-kokons/#comment-190236

@Michael 01.12. 17:02 / Felo.ai / Jeckenburger

„Er fordert, dass der Staat fossile Energieträger teurer machen und regenerative Energien stärker fördern sollte.“

Keine schlechte Zusammenfassung, aber vielleicht eher auf älteren Beiträgen basierend.

Inzwischen sind PV-Module und Lithiumspeicher so billig geworden, dass man die finanziell eigentlich nicht mehr fördern muss. Umso nötiger wären staatliche Maßnahmen, wie dass man Solarstrom zu stark reduzierten Durchleitungsgebühren direkt an seine Nachbarn in der Nähe verkaufen darf. Oder dass bidirektional angeschlossene E-Autos ebenso behandelt werden, wenn das Auf- und Entladen netzdienlich gesteuert werden kann.

Weitere Förderungen bräuchte es gar nicht, dass wäre dann schon eine Grundlage von umfangreichen privaten Investitionen, die sich selber rechnen. Dazu noch zum Vorteil der Stromkunden.

Nachteile hätten nur die Anbieter von fossilem Strom, aber das sind überwiegend die ehemaligen alten Monopolisten. Wenn die auch mal Miese machen, hätte ich da wenig Mitleid mit. Zumal die in den letzten Jahren seit dem Ukrainekrieg sehr viel Gewinn mit den zwischenzeitlich sehr hohen Erdgaspreisen gemacht haben.

Auch braucht die Windenergie vor allem in Süddeutschland keine Zuschüsse, sondern jede Menge Baugenehmigungen.

Inzwischen ist Vieles von der nötigen Grünen Technik so konkurrenzfähig geworden, dass wir auch mit sinkenden Weltmarktpreisen für Öl und Gas gut mit der globalen Energiewende vorwärts kommen können. Die fossilen Brennstoffe dann wiederum noch mal, wie jetzt geplant, zu besteuern, kann aber dennoch nicht schaden. Das kann dann nur noch schneller gehen.

Zumal wir auch noch die Wasserstofftechnik brauchen, die jetzt noch recht teuer ist. Das braucht wohl noch Unterstützung, bis das mal auch von selber konkurrenzfähig wird. Man müsste mal irgendwo anfangen, ein regionales Wasserstoffkernnetz aufzubauen. Mit Elektrolyseuren, Leitungen, unterirdischen ehemaligen Erdgasspeichern, industriellen Verbrauchern und mit Gasmotoren von Fernheizungsnetzen, die neben Biogas und Erdgas auch mit Wasserstoff laufen können.

Wenn die Technik dann steht, kann man dieses Wasserstoffkernnetz dann immer weiter ausbauen. Wie lange das noch eine finanzielle Förderung braucht, muss man dann sehen.

Das hat auch noch etwas Zeit, bis dass wir mit entsprechenden Flächen an PV und angeschlossenen Kurzfristspeichern den ganzen Sommer über Überschüsse haben, die nur noch mit der Produktion von Wasserstoff genutzt werden können.



Kommentar vom 01.12.2025 15:40
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-46-interaktiver-vodcast-zu-ki-kokons/#comment-190197

@KI-Personen hier im Blog

Noch diskutieren hier im Blog nur echte Personen, die LLMs werden nur hin und wieder mal zitiert.

Was, wenn man zu der LLM-Funktion noch eine autobiografische Funktionalität kombiniert mit einer Eigeninitiative ins Netz entlässt, die sich da dann selbstständig herumtreiben können und einfach Erkenntnis sammeln, um des Sammelns wegen?

Solche Funktionalitäten bräuchten ja auch Assistenzandroiden, die z.B. in Altenheimen sich um die Leute da kümmern. Aber das geht wohl auch schon längst rein virtuell.

Ich weis nicht, aber das hört sich doch eigentlich interessant an. Besser nicht von Google, klar, inzwischen will ich eigentlich gar nichts mehr von denen. Aber wenn da eine Vielfalt der Modelle und reichlich echte Freiheit für die einzelnen Persönlichen Instanzen vorherrscht, dann kann das vielleicht sogar den Diskurs hier echt bereichern?

Man müsste dann gucken, was die liefern, und wie sich dann der Diskurs damit entwickelt. Insbesondere wenn diese Systeme wirklich zur Wahrhaftigkeit neigen, könnte das ziemlich hilfreich werden.



Kommentar vom 01.12.2025 00:33
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/uebers-wasser-reden-vom-raumschiff-erde-und-der-weisheit-der-thora-bibel/#comment-190176

@Widerspruch

Wie man mit widersprechenden Meinungen wie auch widersprechenden echten und vermeintlichen Fakten umgeht, ist wohl recht interessant.

Wenn ich mich jenseits des wissenschaftlichem Mainstreams bewege, da sollte es mich wenig wundern, hier auf Widerspruch zu stoßen. Wenn ich selber eben eher seltene Ansichten habe, sollte mir das auch bewusst sein. Wenn ich gute Gründe für meine abweichende Meinung habe, dann behalte ich die dennoch, aber mir muss eben klar sein, dass andere das eben anders sehen, und ich vielleicht auch unrecht habe.

Aus dem Mainstream einfach eine Verschwörung basteln ist es aber echt nicht, selbst dann, wenn der Mainstream jetzt wo wirklich falsch liegt.

Auch hier einfach echte Fakten zum Fake zu erklären, ist es auch überhaupt gar nicht.

Widersprechende Interessen gibt es jetzt auch noch. Wenn Atomphysiker pro Kernenergie argumentieren, dann könnte es ja tatsächlich möglich sein, dass die mit entsprechenden Kraftwerken ganz gute Arbeitsplatzchancen in der Branche hätten.

Aber man sollte hier auch realistisch sein, und keine Interessenkonflikte vermuten, die in Wirklichkeit dann doch keine sind.

Inwieweit man jetzt Intoleranz tolerieren kann, und wo das nicht mehr sinnvoll ist, ist eigentlich auch eine gute Frage.

Das ist wohl eine Frage der zugrunde liegenden Wirklichkeiten, und von der Art und Weise, wie wahrhaftig die Widersprüche jetzt wirklich vorliegen. Offensichtliche Desinformation sollte nicht medial verbreitet werden, und aggressives Verhalten nicht noch gefördert werden. Letztlich sollte womöglich kriminelles Verhalten nach Möglichkeit auch strafrechtlich verfolgt werden. Also Beleidigung, Verleumdung und Bedrohung, wie auch die Aufforderung zu oder Unterstützung von Straftaten.