www.introspektiva.de - Die Wirklichkeit psychischer Krankheiten - Subjektivität als Maßgabe und Menschenrecht - ein Buchprojekt vom KLuW e.V.

Meine Kommentare auf scilogs.spektrum.de 2021/10 (T.J.)


Kommentar vom 10.10.2021 00:14
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/rueckzug-oder-kreuzzug-christentum-in-der-krise-erscheint-am-2-11-2021/

@Michael Artikeltext

„Ich prognostiziere u.a., dass unter dem Druck der Klimakatastrophe mehr und mehr Regionen insbesondere im eurasischen Gürtel, Meso- und Südamerika sowie Afrika unbewohnbar werden und sich auch darüber hinaus – etwa in Russland – ganze Gebiete entvölkern.“

Ich weiß nicht recht, da sind mir die politischen Unzulänglichkeiten wohl deutlich maßgeblicher als die Erderwärmung. Man muss unterschieden: Wir brauchen Wohnraum, Arbeitsplätze und Anbauflächen. Das muss nicht alles am gleichen Ort passieren. In der Wüste kann man mit moderner Technik und hinreichender Klimatisierung passable Städte bauen, notfalls mit Wasser aus Entsalzungsanlagen. Ebenso Fabriken und Büros, hier ist ein Zugang zum Hafen und günstiger Strom wichtiger, als das hier gleich vor Ort auch Anbauflächen vorhanden sein müssen. Die können auch ganz woanders sein, wo das Klima eben auch im Klimawandel für Landwirtschaft noch günstig ist. Nahrungsmittel lassen sich leicht transportieren.

Die landwirtschaftlichen Arbeitsplätze sind minimal, viel größer ist hier der Faktor Maschinen. Der Maschinenbau für die Landwirtschaft dürfte wesentlich mehr Aufwand sein, als für den Fahrer, der seine Runden auf dem Acker dreht. Wenn man den Fahrer in Zukunft auch noch wegautomatisiert, dann brauchen wir noch weniger Arbeitskräfte an den Standorten der Anbauflächen.

Gerade in den Wüstengegenden, wo die Hitze am unerträglichsten wird, sind auch die besten Standorte auf der Welt für Solarenergie. Entsprechend viele neue Industriestandorte wären dort sehr attraktiv. Nicht nur in der Energiewirtschaft selbst, auch alles, was viel Strom verbraucht, wäre dort günstig anzusiedeln, auch KI.

Ein Klimawandel, der auf politisch bedingte Handlungsunfähigkeit trifft, wäre in der Tat dann aber katastrophal, und würde dann erst zu Abwanderungsversuchen führen.

„Auf der anderen Seite entstehen Archen, also Regionen mit höherer Resilienz, Wohlstand und Bildung, die aber auch wegen des steilen Geburtenrückgangs auf Zuwanderung angewiesen bleiben.“

Soweit es unvermeidbar ist, wird es wohl noch zu weiterer Migration kommen. Vermutlich aber weniger innerhalb der EU, dann eher tatsächlich aus den angesprochenen Ländern, die politisch quasi handlungsunfähig sind. Langfristig halte ich aber dann doch bei uns eine Kombination von mehr Nachwuchs, weniger steigenden Konsum und auch KI und Robotern für fähig, die Migrationsvorgänge größtenteils zu beenden. Da kann man nur hoffen, dass die Migranten vernünftig integriert werden. Die, die doch noch kommen werden, und auch die, die längst hier sind.

Bleibt auch zu hoffen, dass sich die politisch-wirtschaftliche Situation in Afrika und im Nahen Osten doch nachhaltig bessert. Vielleicht führt ja gerade die Konkurrenz mit China dazu, das wir diese Länder wirklich unterstützen und dabei helfen, dort politisch stabile und wirtschaftlich florierende Verhältnisse zu schaffen. Letztlich im gemeinsamen Interesse einer friedlichen und umweltfreundlichen Weltwirtschaft.



Kommentar vom 09.10.2021 14:44
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/rueckzug-oder-kreuzzug-christentum-in-der-krise-erscheint-am-2-11-2021/

@hto 08.10. 10:30

„…,aber “Vernunft und Wissenschaft” ist noch immer Heuchelei, Lüge, systemrationale Schizophrenietät und Materialismus,..“

Wenn gesicherte Erkenntnis und vernünftige Überlegungen Unsinn wären, bliebe wohl leider nichts mehr übrig, auf das man sich verständigen könnte. Zusammenhanglose Inspiration und reine Hoffnung auf göttliche Mitbestimmung führt vielleicht in den Wahnsinn, aber sonst nirgendswohin.

Dann gibt es noch Leute wie Stalin, die machen sich in einer geistigen Wüste dann einfach selber zum Gott. Helfen tun die dann aber auch nicht.



Kommentar vom 09.10.2021 00:53
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/verschwoerungsfragen-44-islamischer-rechter-und-linker-querfront-antisemitismus/

@Michael 05.10. 11:26

„Eine Bevölkerungsimplosion – wie es sie auch in Deutschland ohne Migration längst gäbe – wäre dagegen m.E. eine nicht nur wirtschaftliche Katastrophe. Mein Argument ist also nicht, dass Migration den Bevölkerungsrückgang ausgleichen müsste; Abbremsen aber schon.“

Ganz Europa ist vom Nachwuchsmangel betroffen. Die innereuropäische Arbeitsmigration hat wohl auch Grenzen. Am Rande habe ich gehört, dass z.B. Polen gerne viele Arbeiter wieder haben möchte, die derzeit in Deutschland arbeiten. Muslimische Flüchtlinge aus Afrika und dem nahen Osten sind offenbar unbegrenzt zu haben, die sind hier aber weniger beliebt. So schleppend, wie die hier integriert werden, sehe ich persönlich diese auch als problematisch an. Selbst die 2. Generation hat viel zu wenig Kontakt zu deutschen Mitschülern, da in den entsprechenden Stadtteilen, wo die wohnen, kaum noch Deutsche mit Kindern wohnen, und die Migrantenkinder viel zu oft unter sich bleiben.

Hier müsste unbedingt was passieren, so wie es läuft machen ich mir Sorgen, dass das mitgebrachte Patriarchat samt radikalem Islam sich dauerhaft festsetzt. Und wenn hier in den nächsten 15 Jahren noch 5 Millionen oder mehr dazukommen, dass das dann schwierig werden kann. Also wenn wir die wirklich noch brauchen, weil aus Polen und Rumänien keiner mehr kommt, sollte hier jetzt schon mal radikal mehr Integration angefangen werden.

Also z.B. soviel Deutsch lernen wie irgend geht, vorhandene Berufsabschlüsse anerkennen, Ghettoisierung entschärfen und muslimischen Schüler im ganzen Stadtgebiet verteilen.

So einfach wird das mit immer neuen Migranten wohl nicht werden. Dann eben selber mehr Kinder kriegen. Also 100% Kitaversorgung in allen Lebenslagen und 500 Euro Kindergeld für alle, auch für Harz4-Empfänger. Wenn das man überhaupt reicht. Es gibt viele, die würden gerne mehr Kinder bekommen, wenn entsprechendes umgesetzt würde, andere wiederum wollen wirklich keine Kinder, das kann man gar nicht ändern.

Das mittelfristige Problem dabei: selbst wenn wir wieder normal Kinder bekommen würden, würden die erst in 20 Jahren auf dem Arbeitsmarkt ankommen, und auch noch bis dahin jede Menge zusätzliche Arbeit machen.

Offenbar haben wir hier ein dickes Problem.

Wir müssten wohl oder übel wirtschaftliche Tätigkeit reduzieren. Es sieht so aus, als kämen wir genau da nicht dran vorbei. Also erst mal den chronischen Außenhandelsüberschuss abbauen, jegliche Verschwendung reduzieren, und so kurzfristig 2 bis 3 mio EU-Arbeitsmigranten wieder loswerden, damit der Bauboom ein Ende hat. Das wäre eine Basis für Handlungsspielraum.

Aber vielleicht haben wir Glück, und KI und Roboter lösen das Problem.

Die Verschwendung ist allerdings auch riesig, für meinen Geschmack zumindest. Da ist richtig was drin. Was hier alles als Statussymbol motiviert ist, könnte locker ein Drittel von dem sein, was wir uns so anschaffen. Nebenbei wäre der Klimaschutz allein dadurch schon zu einem guten Teil auch gleich erledigt. Wie wäre es z.B. mit einem Werbeverbot für Privatautos und Flugreisen?



Kommentar vom 07.10.2021 18:46
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/rueckzug-oder-kreuzzug-christentum-in-der-krise-erscheint-am-2-11-2021/

@Michael

„Was meinte Karl Popper genau, als er das Akzeptieren von Vernunft und Wissenschaft mit dem “Tragen des Kreuzes” identifizierte? Kann das Wege zu einer neuen, auch wissenschaftlich aufgeklärten Religiosität und Spiritualität weisen?“

Einfach gucken, was an gesichertem Wissen da ist, und sich dann auf die Glaubensinhalte konzentrieren, denen das Wissen nicht entgegensteht, das kann man nun machen. Sofern man eine Überlieferung mag, und sich da nach Möglichkeit dran halten möchte.

Es fragt sich dann aber auch noch, ob man nicht auch Vergleiche mit anderen Glaubenssystemen machen sollte, um dann zu gucken, was gemeinsam ist und was sich unterscheidet. Spezielle Mythen mögen dann eben speziell sein, und wahrscheinlich weniger realistisch sein, auch wenn sie vom Wissen noch nicht widerlegt worden sind. Findet man aber Gemeinsamkeiten, dann stehen die Chancen besser, dass an diesen Mythen tatsächlich was dran ist.

Man muss hier immer unterscheiden, was die Wissenschaft weiß, und was Wissenschaftler nur glauben. Dass alles mit rechten Dingen zugeht, ist eben kein gesichertes Wissen, und ich bin mir ziemlich sicher, dass die Welt nicht geistlos ist. Und ich finde die Frage sehr interessant, wie eine geistige Beteiligung in der physischen Welt wie in uns selbst funktionieren mag.

Und man sollte auch die Motive der einzelnen religiösen Überlieferungen untersuchen. Wenn mir ein Leben nach dem Tod versprochen wird, dann muss ich damit rechnen, dass man mich hier einfach billig abspeisen will, um mich im Leben aufs jenseits zu vertrösten, auf dass ich mich widerspruchslos ausbeuten lasse. Solche Jenseitsversprechen treten meistens zusammen mit gottgewollten Herrschaftsordnungen auf.

Natürlich müssen Mythen nicht zutreffen, es ist schon viel gewonnen, wenn sie im Leben hilfreich sind. Aber was jetzt hinterher auch noch wirklich stimmt, dass ist ganz klar noch viel besser.


Kommentar vom 07.10.2021 14:39
https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/von-terroranschlaegen-zur-willensfreiheit/

@Stegemann 07.10. 10:06

„Dynamische Systeme mit deterministisch chaotischem Verhalten sind nur scheinbar stochastische Systeme. Das Verhalten wird nicht durch zufällige äußere Umstände, wie beispielsweise Rauschen, verursacht. Es folgt aus den Eigenschaften des Systems selbst.“

Im Prinzip finde ich das nachvollziehbar, sehe es aber detaillierter.

Ich denke, wir sind biopsychosoziale Wesen, die hauptsächlich ihren eigenen Lebensplan abarbeiten. Im Chaos der sozialen Welt wird es allerdings recht unvorhersehbar, wie wir im Alltag aufeinanderprallen, zusammenarbeiten oder streiten. Man hat eine Menge Probleme, an denen man arbeitet, und niemand weiß, welche eventuellen Lösungen uns nächste Woche einfallen werden.

Letztlich leben wir im ewigen Augenblick, und reisen dabei durch die Zeit. Dieser Augenblick produziert ständig eine Mannigfaltigkeit von Neuem, was es nie zuvor gegeben hat, und eigentlich wehren wir uns die ganze Zeit gerade dagegen. Und versuchen ständig, dieses Neue so zu verarbeiten, dass unser Lebensplan fortgesetzt werden kann.

Immer wieder passen wir diesen unseren Plan an, die täglichen Details werden abgearbeitet, und hin und wieder müssen wir uns ganz neu aufstellen. Etwa wenn wir plötzlich unsere Arbeitsstelle oder den Partner verlieren.

Das Sein selbst ist dabei die ganze Zeit aber auch einfach ein Miterleben, zeitreisend zusammen mit der ganzen Natur um uns herum, und diese innere Erlebniswelt, als Teilhabe an diesem wunderbaren blauen Planeten, ist das Leben selbst. Neben dem täglichem Lebenskampf, haben wir hiermit eine Teilhabe, die mehr zum wirklichen Leben beiträgt, als unser Lebensplan, der eigentlich nur die Struktur liefert. Das konkrete Sein im Augenblick selbst ist der eigentlichen Lebensinhalt. Darum geht es, der Lebensplan, und wie er gelingt, ist nur die Form.

Praktischen Determinismus gibt es auch, vieles ist vorhersehbar. Das ist wichtig für unsere Arbeit mit dem Leben. Aber das meiste, das jeder Augenblick mit sich bringt, ist einmalig, ganz aktuell was Neues, was nie da war und nie mehr wiederkommt. Ein Rauschen, das dann aber doch eine Symphonie sein kann. So jedenfalls mein Eindruck vom Spaziergang von heute morgen durch den herbstlichen Park.



Kommentar vom 06.10.2021 00:54
https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/sterbehilfe-bei-vollendetem-leben-oder-entsorgung-der-alten/

@Abbau im Alter

Wer ein glückliches und ausgefülltes Leben hatte, mag beim Gedanken langsam immer hinfälliger zu werden auch an Selbsttötung denken.

Meine Oma, Mutter von 8 Kindern, hatte nach einem bewegtem Leben mit 75 große Probleme mit dem Hüftgelenk. Sie bekam dann ein künstliches, was aber nicht einheilte und wieder raus musste. Das hätte dann ein Leben im Rollstuhl bedeutet. Das wollte sie gar nicht, dann wollte sie lieber sterben. Sie wollte dann einfach nicht mehr zum Arzt gehen, was dazu geführt hätte, dass die Infektion um das künstliche Gelenk sie umgebracht hätte.

Sie hat sich das aber nochmal überlegt. Man hat das künstliche Gelenk dann wieder entfernt, und sie war dann im Rollstuhl. Einer von ihren zahlreichen Enkeln zog in die Nachbarwohnung, und hat beim Staubsaugen geholfen, kochen konnte sie aber noch selber, und hat sogar öfter Gäste zum Essen eingeladen. Die halbe Treppe nach unten konnte sie mit ihrem einen funktionsfähigem Bein und Unterstützung noch gehen, es war also kein Problem täglich mit dem Rollstuhl eine Spazierfahrt zu machen. Die Toilette war auch schnell umgebaut. Sie lebte dann noch 5 Jahre, und ist dann einfach tot umgefallen.

Was ich damit sagen will ist, dass eine deutlich schlechtere Situation ziemlich schnell mit entsprechender Organisation dann doch wesentlich erträglicher wird, als man zunächst glaubt. So ist z.B. eine fortschreitende Demenz für einen fitten, im Leben stehenden Menschen eine absolute Horrorvorstellung. Aber wie es sich damit dann konkret wirklich lebt, ist dann meistens doch nicht so fürchterlich. Und eventuell immer noch ein Geschenk des Lebens.

Auch Menschen mit Downsyndrom meinen nicht, dass man sie besser abgetrieben hätte. Natürlich haben die kein normales Leben, aber in ihrer eigenen Weise doch Lebensqualität.

Das ist eine wirklich schwierige Frage, ab wann man denn wirklich nicht mehr leben will. Dann ist das vielleicht gar nicht so schlecht, wenn es auch entsprechend schwierig ist, sich selbst zu töten.

Ich wünsche mir im Prinzip auch, lieber einfach unerwartet tot umzufallen, als mich langsam über Monate immer mehr dem Tod zu nähern, und dann selber vor der Frage zu stehen, weiter zu machen oder lieber gleich zu sterben. Ein schneller natürlicher Tod würde diese schwierige Situation vermeiden.



Kommentar vom 05.10.2021 17:35
https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/von-terroranschlaegen-zur-willensfreiheit/

@Balanus 05.10. 14:03

„Das verstehe ich so, dass, wenn der Determinismus wahr ist, in jeder möglichen Welt die dynamischen Systeme die gleichen Informationen generieren.“

Ja, aber so weit ich weiß ist der Quantenzufall nicht auf versteckte Parameter rückführbar, so wie man Pseudozufallszahlen mathematisch erzeugen kann. Deshalb haben wir eben keinen Determinismus, und die Welt hat in jedem Augenblick der zeitreisenden Gegenwart die Möglichkeit was anderes zu machen. Der Quantenzufall lässt sich nicht vorab festlegen. Die Zukunft ist nur im Groben vorherbestimmt, etwa bei Phänomenen wie Umlaufbahnen zweier Körper oder beim Ablauf von Computerprogrammen.

Wie gesagt, der Willensfreiheit ist dies zunächst mal egal, sie arbeitet psychologisch indem sie die aktuelle Situation im eigenem Sinne zu gestalten versucht. Und der Wille ist nur vorhersehbar, wenn er auf einen Reiz so eindeutig reagiert, dass man sich darauf verlassen kann. Wenn jemand nach einem heißen Tag durstig nach hause kommt, und es ist noch eine Flasche Bier im Kühlschrank, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass er als erstes zum Kühlschrank geht, und sich das Bier herausholt.



Kommentar vom 05.10.2021 00:42
https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/sterbehilfe-bei-vollendetem-leben-oder-entsorgung-der-alten/

@Stephan 04.10. 21:41

„Das Wohlsein eines Menschen hängt mit seinen Lebensumständen zusammen.“

Ist einer beim Psychiater. Nach einem langem Gespräch sagt dieser: „Sie haben keine Depression, Sie haben ein Scheißleben.“

Bei Sterbehilfe geht es wohl hauptsächlich um Menschen, die sich nicht mehr selber töten können, etwa weil sie ihr Bett nicht mehr verlassen können. Aber doch macht es Sinn, dass man auch normalen Selbsttötungen dadurch entgegenwirkt, dass das Leben weniger hart und einsam ist, und sich mehr mit dem Sinn des Menschenlebens beschäftigt wird.

Das wiederum mag auch in Sterbehilfefällen helfen. Auch ist eine vernünftige Palliativversorgung nicht immer gegeben, was sonst wohl manchen Sterbewunsch gegenstandslos machen kann.

Wenn man an den Strippen hängt, und die Ärzte nur darauf gucken, den Tod möglichst lange hinauszuzögern, und dann wegen Corona nicht mal mehr Besuch hereingelassen wird, dann ist das was anderes, als wenn man in wohnlicherer Atmosphäre im Hospiz vor allem eine gute Schmerzbehandlung bekommt, in Ruhe Fernsehen gucken kann und täglich Besuch bekommt. Auch Bier und Zigaretten wären ganz nett. Und wenn man von sinnlosen kaum Lebensverlängernden Maßnahmen verschont wird, etwa von einer Chemotherapie, die keine Erfolgsaussichten mehr hat.

Ich kenne auch noch ein Fallbeispiel im Bekanntenkreis. Jemand lag im Koma, und die Ärzte meinten, das wird nichts mehr. Seine Freunde wussten, dass es eine Patientenverfügung gibt, wo drin steht, dass in diesem Fall die Maschinen abgestellt werden sollen. Also haben die die ganze Wohnung auf den Kopf gestellt, aber eben diese Verfügung nicht gefunden. Die Maschinen liefen also weiter. Ein paar Tage später wird der Patient wieder wach, und kann eine Woche später wieder nach hause, wenn auch noch recht lädiert.

Und seine Patientenverfügung war die ganze Zeit in der Brieftasche, da hatte keiner gesucht.

Wie man sieht, öfter wissen auch die Ärzte nicht, wie die Chancen stehen. Vielleicht doch noch etwas länger abwarten, ob sich die Situation vielleicht dann doch bessert, wenn wenigstens eine kleine Chance da ist.

Das gilt auch für Depressive. Wenn die ihre Krise einmal überwunden haben, sehen sie erst die Möglichkeiten, die zwar vorher auch schon da waren, aber eben aufgrund der Depression nicht gesehen werden konnten. Lieber warten und aushalten kann doch noch viele schöne Jahre Leben bringen. Wenn es eben irgendwie noch geht. Umbringen kann man sich später immer noch.

Erstaunlich sind auch die vielen Suizidversuche. Es ist beachtlich, wie zahlreich und untauglich diese Versuche oft sind. Man könnte diese als unbewussten Weckruf für das persönliche Umfeld verstehen, wie auch als Anlass, in einer Klinik professionell behandelt zu werden.

Hier wäre natürlich eine professionelle Suizidberatung, wie man es schmerzfrei und sicher macht, katastrophal. Ich bin hier in der lokalen Selbsthilfe aktiv, und kenne da nicht viele, die nie wenigstens einen Suizidversuch irgendwann mal versucht haben. Die wären dann alle Tot.

Das wäre auch ein Aspekt für die Sterbehilfe: wenn die dann gut tauglich ist, ist das wesentlich tödlicher, als wenn es einer alleine selber probiert.



Kommentar vom 04.10.2021 13:12
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/verschwoerungsfragen-44-islamischer-rechter-und-linker-querfront-antisemitismus/

@Michael 03.10. 12:30

„…neben der Resilienz werden die Familienförderung und die Bereitschaft zur Integration von Migrant:innen wesentlich über die Erfolgsaussichten von Regionen und Staaten entscheiden.“

Fragt sich noch, was Erfolg denn ist. Eine Fortsetzung von Verschwendung liest sich in Wirtschaftszahlen positiv, ist es aber eigentlich nicht. In Abwanderungsregionen gehen die Immobilienpreise in den Keller, was aber in erster Linie die Immobilienbesitzer betrifft. Sinkende Bevölkerungszahlen haben immerhin eine gewisse Entspannung für die Natur zur Folge, was auch zu niedrigen Erzeugerpreisen für Nahrungsmittel sorgt.

Es ist nicht recht eindeutig, ob sinkende Einwohnerzahlen nun gut oder schlecht sind. Bei uns jedenfalls wird der Kindermangel derzeit noch von Migration so gerade eben ausgeglichen. Familienförderung und vernünftige Integration der schon vorhandenen Migranten ist aber irgendwie doch gut und auch recht akut vorrangig, scheint mir.

Eine andere Sache ist die nicht unerhebliche Verschwendung. Wenn ich mir z.B. die immer fetteren SUVs angucke, die durchaus noch das innerstädtische Platzproblem langsam aber sicher verschärfen, so denke ich, dass hier Luft nach unten ist. Fehlende Arbeitskräfte kann man auch mit einer Reduzierung von Konsum ausgleichen. Wenn dann hinterher mit weniger Zuzug der Kindermangel zur tatsächlichen Bevölkerungsreduktion führt, dann entspannt das den Wohnungsmarkt, es wird weniger neu gebaut, und das reduziert noch mal den Arbeitskräftebedarf deutlich.

Dazu kommt die immer weiter fortschreitende Automatisierung. KI und Roboter werden weiter den Menschen ersetzen, was bisher wieder durch neue Produkte und weiter wachsende Wirtschaft ausgeglichen wurde. Aber macht das denn wirklich Sinn? Zumal auch die Produktivitätssteigerungen in den letzten 25 Jahren an den meisten Arbeitnehmern ziemlich vorbei gegangen sind. Die leben die ganze Zeit schon ohne wachsenden Konsum, und kommen damit auch klar. Nur dass sie trotzdem immer noch so viel arbeiten müssen, das zu ändern wäre wohl eher angebracht, als dass hier der Konsum steigen sollte.

Ich kann mir irgendwie eine schrumpfende Wirtschaft mit einer schrumpfenden Bevölkerung bei gleichzeitig eher weniger, aber dafür sinnvolleren Konsum auch vorstellen. Die KI und die Roboter machen so tatsächlich auch weniger Arbeit möglich, wenn man es denn will.

Natürlich können dann Immobilienvermögen nicht weiter steigen, eher schrumpfen, und auch sonstiges Kapital hätte kaum noch Wachstumschancen. Aber von mir aus wäre mir das jetzt ziemlich egal, die reichen Leute haben sowieso viel mehr als was ein Mensch braucht.

Der Kampf gegen den Klimawandel und auch weniger Ausbeutung von Menschen in armen Ländern jedenfalls würde so durchaus schneller gehen. Und weniger Arbeitsstress bei uns noch als Zusatz dabei herauskommen. Dann haben wir auch wieder Zeit Kinder groß zu ziehen.



Kommentar vom 03.10.2021 17:31
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/verschwoerungsfragen-44-islamischer-rechter-und-linker-querfront-antisemitismus/

@Michael 03.10. 12:09

„Hinzu kommt die Klimakrise, denn auch die kapitalistisch-kommunistische Mischwirtschaft des Landes stößt steigende Mengen an CO2 aus.“

Die Probleme die China mit dem Klimaschutz hat sind vermutlich ähnlich wie unsere. Kurzfristige Geschäfte sind näherliegender als gemeinschaftliche Aufgaben.

Interessant finde ich den Ausdruck „kapitalistisch-kommunistische Mischwirtschaft“. So wir mir scheint haben wir die im Westen auch. Es gibt viele staatliche Betriebe, die Bundesbahn oder die Wasserversorger etwa, und die ganzen öffentlichen Einrichtungen, wie Schulen und Gefängnisse, was auch ganz gut ist. Dann gibt es neben den Privatfirmen noch etwa den Spar- und Bauverein in Dortmund, der als Genossenschaft hervorragende Arbeit macht.

Interessant am chinesischem System finde ich etwa, dass man keinen privaten Grundbesitz erwerben kann. Das ist finde ich keine schlechte Idee, Grundstücksgeschäfte sind komplett unproduktiv, das bringt der Gemeinschaft nichts, wenn hier private Gewinne gemacht werden. Wenn die Grundstückspachten von Behörden verwaltet und eingetrieben werden, beeinträchtigt das nicht die sinnvollen Geschäfte von Privatfirmen, und das Geld aus Wertzuwächsen beim Grundbesitz bleibt komplett in der Staatskasse.

Ich weis ansonsten sehr wenig über das aktuelle chinesische Wirtschaftssystem. Und wie weit Repressionen gegen unliebige Meinungen gehen, wenn sie recht privat bleiben und kaum in die Öffentlichkeit getragen werden, da weiß ich auch wenig von.

Eine demografische Implosion haben wir hier auch. Die wird bei uns seit Jahrzehnten mit Migration ausgeglichen, was aber viel weniger Sinn machen würde, wenn ohnehin Nahrungsmittel knapp wären, wie es wohl in China einfach aufgrund der geografisch-demografischen Lage der Fall ist, die zunächst mal nichts mit Wirtschaft und Politik zu tun hat. Anbauflächen und Bevölkerungsgröße sollten optimalerweise zueinander passen.



Kommentar vom 03.10.2021 15:49
https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/sterbehilfe-bei-vollendetem-leben-oder-entsorgung-der-alten/

@hwied 03.10. 15:08

„Das mit der Lebenszwangskrankheit ist Kappes.“

Das ist nicht meine Meinung, ich habe hier Paul S zitiert.

„Beobachten Sie doch mal Kinder beim Spiel. Die Jungs hacken und stechen aufeinander ein, sie kämpfen und toben und anschließend essen sie zusammen Kuchen mit Schlagsahne.“

Hier bin ich ganz bei Ihnen. Wenn sich die Erwachsenen aber mit Atomwaffen so benehmen, gibts dann hinterher keinen Kuchen mehr.



Kommentar vom 03.10.2021 15:38
https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/sterbehilfe-bei-vollendetem-leben-oder-entsorgung-der-alten/

@Stephan 03.10. 14:26 14:29

„Und dann wird eben der Existenzdruck auf diejenigen erhöht, die – Schicksal sei dank – vor allem für den Wohlstand der Anderen arbeiten mussten, sobald sie damit aufhören (müssen).“

Die Arbeit, die die Existenz erfordert ist in der Tat zunächst zu leisten. Nur wenn dann noch Zeit ist, kann man sich mit dem Leben selbst beschäftigen. Wenn man mit weniger Konsum auskommt, hat man allerdings schneller mehr Zeit.

„Aber in dieser Welt gehört doch so gut wie jeder Platz schon irgendjemandem, wie bei einem Monopolispiel, bei dem bereits alle Felder verkauft sind.“

Man muss ja nicht die Welt besitzen, man kann die Natur miterleben, im Park spazieren gehen, auf Fahradtour gehen, oder im Fernsehen Dokumentationen gucken. Oder öfter mal Leute zum Essen oder zum Skat einladen, und sich mit guten Freunden beschäftigen. Das kostet alles nichts extra.

Auch online diskutieren oder Bücher schreiben kostet nichts.

Bei uns geht eher viel, in ärmeren Ländern sieht es aber deutlich schwieriger aus. Mit Hunger im Bauch und ohne Heizung ist schlecht philosophieren.

Ich glaube aber, das ziemlich Vielen gar nicht wirklich die Zeit fehlt. Die haben viel Zeit, oder könnten viel Zeit haben, können damit aber nicht viel anfangen. Die sehen nur den Leistungswettkampf, und ihnen fällt nichts anderes ein, als sich da zu engagieren. Was hinterher sogar Teil des Problems wird, weil der Leistungsdruck ja gerade so realisiert wird, indem so Viele rauszuholen versuchen, was irgendwie drin ist.

Der überschüssige Konsum, der wiederum der Erfolg der Anstrengung ist, wird dann wieder zum Stress, der andere mit hereinzieht.



Kommentar vom 03.10.2021 13:30
https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/sterbehilfe-bei-vollendetem-leben-oder-entsorgung-der-alten/

@Paul S 01.10. 19:07

Interessant Ihr Beitrag, Pluralismus mal konsequent.

„Menschen, die andere zum qualvollen Leben zwingen, weil sie darin ihr Seelenheil suchen, halte ich für Soziopathen.“

Die Psychiatrie ist in der Tat öfter eiskalt, behandelt Menschen zuweilen wie defektes Material und verdient dennoch ihr Geld damit.

„wenn man die Karten auf den Tisch schmeißt und aufsteht, kann man auf alle Pokerregeln pfeifen, denn dann ist man kein Spieler mehr.“

Man kann sich aber auch auf die Suche nach ganz neuen Spielen machen.

„Trotzdem – die meisten Leute würden lieber leben. Ich auch, nur nicht unbedingt als ich und nicht unbedingt in diesem Universum.“

Wie wäre es sich auf die Suche zu machen, wie man dieses Universum mal ganz anders sieht, um sich selbst eine ganz andere Rolle zu geben?

„hätten wir genetisch keine von schweren Wahnvorstellungen und Realitätsverlust geprägte Lebenszwangskrankheit einmontiert, würde die Menschheit in drei Minuten von den Bäumen baumeln, statt sich seit zigtausend Jahren die Fressen-und-gefressen-werden-Gladiatorenarena schönzureden.“

Ich bin gar keine Feind von wildem biologischem Leben, gerade weil ich denke, dass wir eben keine reine Biologie sind. Sondern dass wir geistige Aspekte haben, die vom Kosmos her schon grundsätzlich zum biologischem Leben dazu gehören, und über Fressen und Gefressenwerden weit hinausreichen. Die inneren Erlebniswelten sind mindestens in der Tierwelt weit verbreitet, und sind keine reine Funktionalität, sondern auch Qualität zum Leben. Da kann man richtig was draus machen. Unser blauer Planet ist zuweilen ein hartes Pflaster, aber auch das schönste, das man im Universum derzeit finden kann.

„Das gesunde Gehirn ist wahnhaft und irrational, konsequente Rationalität führt zu Systemkollaps und psychotischen Störungen – oder ist Folge davon, geht auch.“

Ja dann machen wir uns doch auf die Suche nach Rationalität, die den Wahnsinn respektieren und vielleicht kultivieren, wenn nicht sogar integrieren kann.

„Doch bei so vielen widersprüchlichen Fluchtwegen sind Konzepte wie Krankheit und Gesundheit höchst relativ.“

Die riesige Pluralität der menschlichen Existenzen sind in der Tat viel zu wenig bewusst.

„Nach dem, was ich da draußen, im Outer Space des Inner Space, gesehen habe, kann ich weder Psychiatrie noch Gesellschaft verdenken, dass sie die Sicherheit ihres Mauselochs so verbissen verteidigen. Nur ist jedes Mauseloch anders, und das, in dem Sie happy sind, ist nicht unbedingt das, in dem Andere happy sind.“

Die Mauselöcher müssen ja nun nicht kleine Löcher zum Verkriechen sein, das können auch kosmische Weiten sein, die nicht nur geträumt sind, sondern auch wirkliche Verbindungen mit dem echten lebendigem Kosmos haben.

Insgesamt würde ich also sagen, dass Menschen, die keine Perspektive mehr sehen, und sich mit Selbstmordgedanken herumtragen durchaus noch Lösungen finden können. Die in der aktuellen Situation aber hinter dem aktuellem Horizont liegen, wo man dann therapeutisch tatsächlich auch was erreichen kann, indem man neue Horizonte findet.

In der Tat hat unsere Leistungsgesellschaft wenig Platz für Nichtleistung, aber man kann sich diesen Platz auch einfach nehmen. Und sich mit dem Leben selbst beschäftigen, damit was Leben alles noch sein kann, auch jenseits einer nur vermeintlichen reinen Biologie.



Kommentar vom 02.10.2021 17:26
https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/von-terroranschlaegen-zur-willensfreiheit/

@Chrys 02.10. 15:32

„Wenn man einer Ereignisfolge, die augenscheinliche Randomess erkennen lässt, aber nicht ansehen kann, ob sie ein stochastisches oder ein deterministisches Modell erfordert, sind beide Fälle observationell äquivalent, und es macht dann keinen bedeutsamen Unterschied, welche Art der Modellierung man bevorzugt.“

Genau, die Willensfreiheit ergibt sich aus den psychologischen Vorgängen, egal ob nun versteckte Parameter oder tatsächlicher Zufall den Quantenzufall von z.B. Ionenkanälen produzieren. Nur ein geistig bedingter, auch mal auf die Zukunft hin gezielter Quantenzufall würde etwas hinzufügen, das nebenbei auch auf die Dauer feststellbar sein müsste, wenn dem denn tatsächlich so ist.

Was ich in dieser Diskussion noch interessant finde, dass ist der Aspekt, dass der Quantenzufall eigentlich ständig neue Informationen generiert. So ist die Gegenwart als Grenze zwischen unbestimmter Zukunft und fester Vergangenheit der Ort, in der der Quantenzufall stattfindet. Und die zeitreisende Gegenwart ist so ständig dabei was Neues zu produzieren, was einen unfertigen, sich erst noch entwickelnden Kosmos bedeutet.

Wir sind da mittendrin dabei. Und können klar beobachten, dass sich der Mensch und seine Kultur ständig weiterentwickeln, und alles andere im Kosmos auch.



Kommentar vom 02.10.2021 16:53
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/verschwoerungsfragen-44-islamischer-rechter-und-linker-querfront-antisemitismus/

@hto

Ich denke mal, dass es reichen würde, einige internationale Standards einzuführen: Unternehmens, Vermögens und Erbschaftssteuern hinreichend und überall in etwa gleich zu erheben, dass sich keiner mehr darum drücken kann, dass genug Geld in die Kassen kommt für die gemeinschaftlichen Aufgaben, und dass genug Vermögen abgeschöpft werden kann, dass die Wirtschaft auch mit weniger oder ohne Wachstum klarkommt.

Dann könnte man auch zusehens mit weniger Stress und Leistungsdruck leben können, was neben der Umwelt auch den Menschen zugute käme. Ein gewisser internationaler Sozialausgleich wäre dann auch immer einfacher. Solange wir im Westen diesen großen technischen Vorsprung haben wäre dieser Sozialausgleich sinnvoll. Noch einfacher wäre es, einfach unser technisches Wissen zu teilen.

Neue Religion brauchen wir hierfür nicht, Humanismus und Vernunft müssten eigentlich schon reichen. Dass wir geistig sehr verwandt sind und im Prinzip verbunden sein können, vor allem auch über Religionsgrenzen hinweg, wäre aber noch mal eine fördernde Erkenntnis.

Ihre Ansicht, dass die Wege des Herrn nicht unergründlich sind, das könnte allerdings schon in die richtige Richtung führen. Nachvollziehbarkeit ist nun nicht unbedingt aussichtslos.



Kommentar vom 02.10.2021 00:34
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/verschwoerungsfragen-44-islamischer-rechter-und-linker-querfront-antisemitismus/

@Paul S 30.09. 08:26

Ich denke, der Mensch kann doch mehr als nur Affenhordeninstinkte. Auch ist ein Nationalstaat was anderes als eine autonome Stammesgesellschaft. Es gehört hier einiges an Organisation dazu, wenn man auch manchmal auf die Instinkte zurückgreift, die noch aus Hordenzeiten übrig geblieben sind.

Letztlich bleibt uns vorerst der Nationalstaat, mangels einer weiteren optimalerweise weltweiter funktionierender Organisation. Innerhalb der EU ist schon einiges erreicht. Weltweite Standards, an die man sich überwiegend hält, die sind finde ich durchaus in Sicht. Sofern man die gemeinschaftlichen Aufgaben und Herausforderungen sicherstellt, und sich ansonsten friedlich verhält, wäre auch schon das meiste geschafft.

Dagegen stehen die, die aus Partikularinteresse heraus den Weg der Vernunft nicht wollen, und die dann am meisten stören. Und dann auch versuchen, an den Instinkten anzuknüpfen.