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Meine Kommentare auf scilogs.spektrum.de 2026/10 (T.J.)


Kommentar vom 03.10.2026 14:43
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/demokratieformen-parteifamilien-die-menschenwuerde-ist-konsens-und-christdemokratisch-aber-nicht-konservativ/

@Michael 03.10. 09:32

„Eine bessere Familien- und Bildungspolitik auch in Deutschland würde zu mehr Kindern „und“ besserer Integration von Zugewanderten beitragen.“

Besser ist das, keine Frage.

„Solarpunk-Arche-Regionen werden ihre Dynamiken aus einheimischen wie auch zugewanderten Familien beziehen.“

Auch denkbar. Es sollen aber z.B. in BW die letzten beiden Jahre schon jeweils 50.000 EU-Einwanderer mehr wieder abgewandert als eingewandert sein. Weil insbesondere in Osteuropa die Wirtschaft zusehens auch in Gang kommt.

Wenn das weiter zunimmt, dann helfen nur noch Einwanderer von außerhalb. Und ob wir davon noch wirklich viele haben wollen, das scheint mir eine offene Frage zu sein. Ich meine ja, dass auf jeden Fall die Kommunen selber entscheiden sollen, wie viele Zuwanderer von außerhalb der EU sie haben wollen. Aber ich kann mir auch vorstellen, das es noch schwierig werden kann, überhaupt genug zu bekommen.

Immerhin betrifft der Geburtenmangel die ganze Welt, außer Afrika. Und alle brauchen Einwanderer, und auch die allermeisten Afrikaner haben gar keine Lust, den Kontinent zu wechseln.

„Umgekehrt schotten sich mangels Kindern verebbende Regionen schon jetzt oft rechtsmimetisch gegen Zuwanderung ab.“

Was dann aber auch wieder egal ist, weil es da sowieso keine Arbeit für potentielle Zuwanderer gibt. Die will da keiner haben, aber da will auch keiner hin.

Das mit der Konzentration in den Städten kann man anscheinend auch kaum aufhalten. Wenn dann noch kein Platz ist oder auch nur zuwenig Bauland ausgewiesen wird, dann hakt das noch mit Neubauten. Was die ganze Problemlage ja noch ziemlich verschärft.

Zumal ich mir auch eine leicht schrumpfende Gesamtbevölkerung auch wieder vorstellen kann. Insbesondere wenn junge Familien mehr gefördert werden. Das kurbelt ja schon die Binnennachfrage an, wenn es zunächst mal gar nicht zu mehr Geburten führt. Und soweit die Familienförderung auch mit Kapitalsteuern finanziert wird, dürfte auch das die Binnennachfrage noch deutlich mehr fördern können.

So geht es auch mit nur wenig mehr Geburten und mit nur wenig verbliebener Zuwanderung. Ich vermute, dass nur Kapitalsteuern wirklich das Problem lösen können.

@Realo 03.10. 12:27

„Vielleicht können wir mittels KI Simulationen unsere Chancen in einer derart komplexen Welt, auch noch möglichst friedlich, weiter existieren zu können, verbessern….“

Hört sich auch wirklich weiterführend an. Wirtschaftssimulationen, die nah genug an der Wirklichkeit sind, könnten die Konsequenzen z.B. von Kapitalsteuern abbilden. Klar ist das gar nicht einfach, man muss die persönlichen Entscheidungen von Millionen von Personen nah genug abbilden. Man sollte es wenigstens mal versuchen. Klimasimulationen funktionieren ja auch.

Letztlich haben wir ein eher simples Problem mit der Binnennachfrage, wenn die Zuwandererbilanz plus die Geburtenraten nicht reichen. Alles was die Binnennachfrage dennoch fördert, kann dann doch helfen. Neben einer üppigen Familienförderung, die mit Kapitalsteuern finanziert wird, können auch Investitionen in die Energiewende helfen. Und mittelfristig sogar Aufrüstung.

@Michael 03.10. 12:42

„Deswegen sind demokratische Staaten gut beraten, die Förderung von Familien und auch von friedlichen Religionsgemeinschaften zu gestalten – aber eben keinen Zwang gegen Kinder- und Konfessionslose.“

Die Förderung von friedlichen Religionsgemeinschaften sind jetzt mal eine ganz neue Idee.

Kinderlose müssten freilich auf jeden Fall auf eine üppige Familienunterstützung verzichten. Und mehr oder weniger mit Steuern diese finanzieren. Das dürfte allerdings alternativlos sein. Wie soll das sonst gehen?



Kommentar vom 02.10.2026 23:30
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/demokratieformen-parteifamilien-die-menschenwuerde-ist-konsens-und-christdemokratisch-aber-nicht-konservativ/#comment-218552

@Michael 02.10. 00:18

"Wir sehen am Beispiel von Ländern wie Japan, dass sich gegen Kindermangel mit noch so viel Arbeitsfleiß, Technologien und Verschuldung kein nachhaltiges Wirtschaftswachstum mehr erzielen lässt."

Man muss sich mal klar machen, wie maßgeblich der Umsatz mit Neubauten ist. Wir geben doch 20 bis 40% unseres Geldes für die Wohnung ohne Nebenkosten aus. Wenn da nix mehr gebaut wird, dann ist das so umfangreich, dass sich nicht genug anderes findet, um das auszugleichen.

Und dann mobilisieren Neubauten auch noch Riesenmengen an Kapital, welches dann in den Wirtschaftskreislauf zurückfließt.

Also eins von beidem: Entweder Nettozuwanderung oder genug Kinder.

„Stattdessen sammelt sich das junge Leben in einigen Städten, wo die Mieten überteuern, während andernorts Leerstände und Verfall eskalieren“

Das macht dann noch regionale Schwierigkeiten obendrauf. Vor allem wenn in den betroffenen Städten auch noch der Platz für Neubauten fehlt.

Mag aber sein, dass dieses Problem mit einem gut funktionierendem Sammeltaxisystem auf Basis von selbstfahrenden E-Fahrzeugen entschärft werden kann. Dann werden alle mobiler zu deutlich sinkenden Kosten.

Vor allem Kinder und Ältere ohne Führerschein sind dann uneingeschränkt mobil. Wenn man derzeit mit mehreren Kindern auf dem Land wohnt, muss man die ganz schön viel durch die Gegend kutschieren. Das ist nicht nur teuer, es frisst auch eine Menge Zeit.

So ein Sammeltaxisystem könnte viele Motivieren, in der Nähe von Städten wohnen zu bleiben, oder sogar aus einer überlaufenen Stadt wegzuziehen, und sich im Umfeld was zu suchen. Vor allem wenn da jetzt was leersteht und schön günstig zu haben ist.



Kommentar vom 01.10.2026 23:48
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/demokratieformen-parteifamilien-die-menschenwuerde-ist-konsens-und-christdemokratisch-aber-nicht-konservativ/#comment-218483

@Realo 01.10. 09:22

„Es ist gegen die „Interessen“ der „Unternehmer“ und der „Steuer Eintreiber“, wenn es den Arbeitenden und den Kindern zwar gut geht, aber die Produktivität so weit sinkt dass sie am „Markt untergehen“…..Jeder ist sich „selbst der Nächste“….“

Da muss man sich wohl entscheiden. Was nutzt denn Produktivität, wenn es an Nachfrage mangelt. Wir haben 200 Mrd Außenhandelsüberschuss, den keiner braucht, und der noch unsere europäischen Partner recht sinnlos unter Druck setzt.

Verfall führt sogar noch regelmäßig zu Massenarbeitslosigkeit, insbesondere auch noch unter jungen Menschen. Wenn wir nicht mehr genug Zuwanderer gewinnen können oder wollen, dann müssen wir einfach mehr Kinder ins Spiel bringen. Und auch jetzt schon könnten wir mehr Kinder gebrauchen.

Sonst stürzt die Wirtschaft aus Nachfragemangel ab, insbesondere ausgelöst durch eine zusammenbrechende Neubautätigkeit. Auch das Kapital bekommt dann arge Probleme, seine Gewinne irgendwo solide neu anzulegen.

Deswegen hilft es noch deutlich mehr, wenn ein guter Teil der Kinderförderung aus endlich mal mehr Kapitalertrags-, Vermögens- und Erbschaftssteuern kommt.