www.introspektiva.de - Tobias Jeckenburger: Die Reise des Kosmos - Online-Diskussion - KLuW e.V.: Die Wirklichkeit psychischer Krankheiten

Meine Kommentare auf scilogs.spektrum.de 2026/05 (T.J.)


Kommentar vom 31.05.2026 23:55
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/nicht-zu-viel-solarstrom-zu-wenig-batteriespeicher-fossile-desinformation-auch-zu-pfingsten-2026/#comment-206119

@Martin Holzherr 31.05. 16:50

Wasserstoff mit 4 Euro pro Kg würde dann 10 ct/kwh kosten. Das ist für manches zu viel. Aber ich zahle als Kleinkunde für Gas schon bald 20 ct/Kwh, und für Strom eher so 40 ct/Kwh.

Von 10 ct kann ich als Privatkunde nur Träumen. Nun gut, vor dem Ukrainekrieg bekam ich die Kwh für 6 ct. Ob das aber je wiederkommt, steht wohl in den Sternen.



Kommentar vom 31.05.2026 23:42
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/nicht-zu-viel-solarstrom-zu-wenig-batteriespeicher-fossile-desinformation-auch-zu-pfingsten-2026/#comment-206116

@Martin Holzherr 31.05. 16:50

„Zudem kostet grüner Wasserstoff heute eher 8 Euro pro Kilogramm anstatt 2 Euro pro Kilogramm wie es nötig wäre um ihn auf das gleiche Kostenniveau wie Flüssiggas zu bringen.“

Der Brennwert von 1 kg Wasserstoff liegt bei etwa 39,6 kWh/kg

Der Brennwert von 1 kg Erdgas H-Gas liegt bei etwa 13,9 kWh/kg.

Wenn dann Wasserstoff 2 Euro pro Kilogramm kosten würde, käme Erdgas mit dem selben Energiegehalt 2 Euro x 13,9 / 39,6 = 0,70 Euro pro Kilogramm Erdgas.

Kostet Erdgas 1,40 Euro pro Kg, kann rein energetisch Wasserstoff mit 4 Euro pro Kg mithalten?



Kommentar vom 31.05.2026 16:53
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/religionen-wirken-demografisch-geburtenraten-aus-den-usa-turkiye-israel-thailand/#comment-206071

@Michael 31.05. 16:09

Vielleicht gilt die Fahrt in solchen Fahrzeugen sogar mal als erstrebenswerte Freizeit? Oder wird sie in verschiedenen Preisklassen angeboten werden?

Man wird sicher die Wahl haben, alleine im Sammeltaxi zu fahren. Selbst das dürfte deutlich billiger sein als das eigene E-Auto. Insbesondere wenn die Selbstfahr-KI deutlich weniger Unfälle verursacht, und damit auch Versicherungskosten einspart.

So richtig billig ist es natürlich, wenn die Fahrzeuge ausgelastet sind mit 3 bis 10 Mitfahrern. Und dann werden auch die Straßen frei, und es geht ohne Stau flott überall hin.

Und auf Fernstrecken können die Fahrzeuge auf der Autobahn bei Tempo 150 in Kolonnen mit 1 Meter Abstand im Windschatten fahren. Das spart nochmal Strom und macht die Bahn noch mehr frei.

Ich kann mir auch vorstellen, dass die Organisations-KI guckt, welche Fahrgäste gut zueinander passen, und man so stets mit Mitfahrern unterwegs ist, die einem sympathisch sind.

Und es freuen sich dann auch die Radfahrer in den Städten. Neben deutlich weniger Fahrzeugen im Verkehr, die auch noch seltener Radfahrer übersehen, werden riesige Parkplatzflächen frei, die dann auch endlich mal ein richtig gutes Radwegenetz möglich machen.

Ich selber würde dennoch meistens weiter Fahrradfahren, aus sportlichen Gründen und weil es mir sehr angenehm ist. Ich würde dann aber auch öfter mal das Sammeltaxi nehmen.



Kommentar vom 31.05.2026 15:48
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/religionen-wirken-demografisch-geburtenraten-aus-den-usa-turkiye-israel-thailand/#comment-206067

@Michael 31.05. 14:48

„sondern aus einem Netzwerk größerer, mittlerer und kleiner Städte, wie es sich auch im EUSALP-Alpenraum entwickelt“

Interessant an den Städten sind ja die Arbeitsplätze und die kurzen Wege. Mit einem Sammeltaxisystem auf Basis von selbstfahrenden E-Fahrzeugen könnte sich das wandeln. So sind dann auch weitere Arbeitswege viel billiger und teils noch schneller. Und insbesondere Alte und Kinder sind so uneingeschränkt mobil.

Das dürfte dazu führen, das weniger Leute in die Stadt ziehen, und womöglich sogar eine Rückbewegung aufs Land einsetzt. Schließlich sind da die Wohnkosten viel günstiger und grüner ist es da auch noch.

„wenn der auch von Dir erwartete Wettbewerb um immer weniger Zuwandernde entfacht ist…“

So viel Zuwanderung könnte da eventuell bald gar nicht mehr drin sein. Wir werden sehen.

Dann steht jedenfalls Schrumpfen auf dem Programm. Was aber auch z.B. die Energiewende befördert. Und günstiger macht, so braucht man dann eventuell kaum einen Stromnetzausbau, wenn die Gesamtbevölkerung sinkt. Und so den grünen Mehrbedarf z.T. ausgleicht.

Auch Schäden und Belastungen durch die eskalierende Klima- und Wasserkrise werden so ausgeglichen. Wenn alles schrumpft, kann man hochwassergefährdete Siedlungen eher einfach aufgeben. Und braucht man deutlich weniger Lebensmittel, machen auch Klimaschäden in der Landwirtschaft keine Probleme mehr.

Aber gucken, wie das menschliche Leben doch weitergetragen wird, steht uns jederzeit weiterhin frei. Das fördern von Nachwuchs wäre ja eine echte Option, die derzeit aber kaum einer anfasst. Das kann man ja ändern.



Kommentar vom 31.05.2026 14:15
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-ki-menschenwuerde-enzyklika-von-papst-leo-xiv-und-anthropic-im-dialog/#comment-206055

@Gesamtstromverbrauch

Der deutsche Stromverbrauch ist von 49 Twh im Monat im Jahr 2017 auf aktuell 41 Twh im Monat im Jahr 2025 gesunken. Das sind umgerechnet von 19 Kwh pro Kopf und Tag auf jetzt 16 Kwh pro Kopf und Tag.

Das kann man hier gut ablesen:

https://www.agora-energiewende.de/daten-tools/agorameter/live/chart/power_generation/01.04.2012/30.04.2026/monthly

Da kann man überhaupt sehr gut den jeweiligen Stromverbrauch aufgeschlüsselt in alle Erzeugungsarten von Stunden bis Monaten studieren. Von 2012 bis gestern.

Was die Stromnetze betrifft, da ist der aktuelle Verbrauch um 16 % gesunken, eine gewisse Reserve dürften unsere Stromnetze also noch haben.



Kommentar vom 31.05.2026 13:40
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-ki-menschenwuerde-enzyklika-von-papst-leo-xiv-und-anthropic-im-dialog/#comment-206046

@Realo 30.05. 15:19

„Da sehe ich einen Widerspruch.“

Die großräumige gleichmäßige Verteilung bezogen auf den Verbrauch in den Regionen je von Windenergie und von PV spart Transportkapazitäten. Ob jetzt hier oder 20 Kilometer weiter zugebaut wird, ist aber egal. Wo der Stromanschluss näher dran ist, wäre der einfacher.

Insbesondere PV auf den Dächern und Brachflächen von Wohngebieten und Industriegebieten entlastet die Netze und erfordert kaum Ausbau, insbesondere wenn sie gleich mit einem passendem Speicher kombiniert sind.

„In Deutschland/Europa ist das ein zentrales Thema, weil Windstrom oft im Norden entsteht, der Verbrauch aber im Süden liegt.“

Da muss man gucken, was Sinn macht. Wenn PV sowieso auch noch deutlich billiger wird als Windkraft, insbesondere in der Offshorevariante, dann nutzen wir die PV eben mehr, und sparen uns neue teure Fernstromleitungen. Zumal auch PV schon in Südfrankreich oder Norditalien deutlich ertragreicher ist als in Deutschland.

„Der Stromverbrauch in Deutschland ist in den letzten Jahren nur moderat gestiegen (Wirtschaftskrise?), wird aber in Zukunft massiv zunehmen, vor allem durch Elektromobilität, Wärmepumpen, Rechenzentren und grüne Industrie.“

Wir haben derzeit einen täglichen Stromverbrauch von etwa 16 Kwh pro Tag und Einwohner, wobei nur etwa 5 Kwh auf Privatverbraucher gehen, das meiste für Industrie und Gewerbe. Ein halbes Elektroauto käme auf etwa 5 Kwh am Tag, die Wärmpumpe pro Einwohner nochmal 5 Kwh am Tag. Dazu dann Rechenzentren und der Ersatz von Erdgas in der Industrie nochmal 5 Kwh.

So kommen wir in der Tat zu einer Verdoppelung des Stromverbrauchs. Allerdings für einen Zeitraum von etwa 15 oder 20 Jahren.

Wobei jetzt aber E-Autos flexibel aufgeladen werden können, und bidirektional angeschlossen riesige Stromspeichers sind. Und auch Wärmepumpen können ihren Verbrauch um Stunden verschieben, wenn das Netz überlastet ist, und auch in Dunkelflauten einige Tage pausieren, wenn sie z.B. mit einer Holzpelletheizung kombiniert sind.

Und wenn dann überall noch kleinere Lithiumakkus verteilt sind, also direkt beim Produzenten wie beim Verbraucher, dann kann das sehr helfen, die bestehenden Stromnetze voll auszunutzen. Und die Speicherkapazitäten können wir sowieso überall gebrauchen.

„Bauland oder wertvolles Ackerland wird man nicht für PV Anlagen nutzen wollen. Sondern eher belastete Gebiete z.B. neben Autobahnen. Die Belastungen (Staub, Gummiabrieb,…..) scheinen erträglich.“

Es bieten sich eben vor allem Dächer an, oder auch Brachflächen, die nicht anders nutzbar sind und auch nah am Verbraucher sind. Ansonsten eignen sich vor allem Weideflächen. Wenn man da zwischen den Modulreihen etwas Platz lässt, kann man die Flächen weiter als Weide nutzen, insbesondere für Schafe und Ziegen. An eher trockenen Standorten hat man so eine doppelte Nutzung dieser Flächen. Was bedeutet, dass diese Flächen praktisch nichts kosten.

Wenn es dann soweit ist, dass saisonale Überschüsse anfallen, die die Kurzfristspeicher nicht mehr verarbeiten können, wird es Zeit für Wasserstoff. Und wie weit hier Redox-Flow-Batterien zum Einsatz kommen können, muss man dann sehen. Wenn trotz alledem lokale Netzengpässe mal nur mit Abregeln bewältigt werden können, dann ist das eben so.



Kommentar vom 30.05.2026 23:33
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/religionen-wirken-demografisch-geburtenraten-aus-den-usa-turkiye-israel-thailand/#comment-205972

@Michael 30.05. 16:52

„Wichtig ist mir hier jedoch der Hinweis, dass wir auch ohne eigene Nachkommen sowohl eine Vorbildwirkung entfalten wie auch Zuwandernde aufnehmen und integrieren können.“

Ich bin mir da unschlüssig. So schlecht wie hier in Dortmund die Integration läuft, ist das sicher kein Vorbild. Wenn Europa weiter demografisch schrumpft, dann ist das eben so. Das Kinderdefizit konsequent mit Zuwanderern komplett auszugleichen, kann ich mir für weitere Jahrzehnte nicht vorstellen. Die müssten dann wohl vor allem aus Afrika kommen, überall woanders verebben die Populationen ja auch.

Man wird dann aber sowieso recht kurzfristig und auch noch recht lokal entscheiden, wie viele neue Einwanderer man haben will.

Wie schon gesagt, für Dortmund kann ich mir die nächsten vielleicht 5 Jahre gut vorstellen, nur noch wenige neue Zuwanderer aufzunehmen. Bis dahin sieht der Wohnungsmarkt durch entsprechende Schrumpfung wieder gut aus. Verfall und Leerstände will ich aber natürlich auch nicht. Und wäre dann vermutlich auch wieder für neue Zuwanderer, auch wenn die dann nur noch aus Afrika kommen können.

Wenn es eben mit dem Kindermangel auch in 5 Jahren nicht besser wird.

Oder wir finden doch noch eine Art kreatives Schrumpfen. Wir sind ja auch mitten in einer KI- und Roboterrevolution, in der demnächst wenig Nachfrage eventuell sowieso ganz egal wird, weil es eh kaum noch Erwerbsarbeit gibt. Das muss ja keine Apokalypse werden, sondern nur der endgültige Zusammenbruch der Leistungsgesellschaft.

Vielleicht kommen ja dann die Menschen weltweit vor lauter Langeweile sowieso auf die Idee, sich mit eigenen Kindern die dann reichlich vorhandenen Zeit zu vertreiben.

„Leibliche Kinder sind „ein“, aber nicht der einzige Weg zu einem sinnerfüllten, gerechten und nachhaltigen Leben.“

Leben ist Leben, und für sich lebenswert, vollkommen unabhängig von biologischer Fortpflanzung. Wobei dann die Kinder eben aber nötig sind, wenn es weiteres menschliches Leben geben soll. Und das menschliche Leben lohnt sich. Bei allem Leiden, dass damit verbunden sein kann, bleibt es meistens echt lebenswert.

Und wir Menschen können auch zum Gärtner der Erde werden, und den Planeten pflegen und beschützen, mit aller Technik die wir haben und noch entwickeln werden.

Und selbst kosmische Perspektiven kann ich mir gut vorstellen, die nur mit intelligentem Leben in diesem Kosmos Wirklichkeit werden können.

Und dass auch die Götter uns unterstützen, halte ich für ganz real.



Kommentar vom 30.05.2026 15:36
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/religionen-wirken-demografisch-geburtenraten-aus-den-usa-turkiye-israel-thailand/#comment-205925

@Kindermangel

Die Frage warum, wieso und will man es überhaupt, ist vielleicht wenig interessant. Wie viele Kinder wollen wir haben, und wie kommen wir dahin, mag aber wirklich weiterführend sein.

Kinder machen Arbeit, erfordern Investitionen und schaffen Nachfrage. Wenn man das will, dann soll man die Familien auch fördern. Sonst wird das nämlich nix damit.

Und Kinder halten auch uns Ältere jünger, haben auch persönliche Wirkung, und bereichern wohl das Leben.

Überhaupt stellt sich mir die Frage: Wo sollen wir denn mit aller weitersteigenden Produktivität durch KI und Roboter denn überhaupt noch hin?

Die Energiewende, mit ihrer Unabhängigkeit und einem Ende der Finanzierung von Russland und Iran, ist sicher sinnvoll für sich. Beantwortet aber die Frage, wohin mit weiterer Produktivität, nur zum Teil. Sind wir damit mal fertig, fragt sich dann: Wie geht es denn jetzt weiter?

Wenig Erwerbsarbeit, mehr Naturerfahrung, wunderschöne Städte. Und eben stabilen Nachwuchs mit genug zu Essen für alle. Auf einem ganz schön erhitzten Planet, der aber vermutlich immer noch ein Wunderbarer ist. Trotz Verschiebung von Klimazonen und messbarem Massenaussterben.



Kommentar vom 30.05.2026 13:43
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-ki-menschenwuerde-enzyklika-von-papst-leo-xiv-und-anthropic-im-dialog/#comment-205915

@Realo 30.05. 11:52

„Früher sind Menschen, z.B. in Afrika, einfach verhungert, weil die eigenen „Produktionsmethoden“, (ein Bauer hat seine Frau vor einem primitiven Pflug „gespannt“), weitaus nicht gereicht haben, den Bedarf zu decken.“

Afrika ist riesengroß und hat gute landwirtschaftliche Möglichkeiten. Verhungert wird nur, wo Krieg herrscht oder wo eine lokale Dürre auftritt. Inzwischen fördert hier China intensive Landwirtschaft, um einen Teil davon nach China zu importieren.

„Früher gab es in China noch viele Hungertote und wir alle wissen, wie sich China extremst positiv und erfolgreich entwickelt hat, ohne irgend einem anderen Volk oder Nachbarn Leid zuzufügen.“

Heute importiert China viele Lebensmittel, weil die eigenen Flächen nicht reichen. Angesichts der umfangreichen Exporte von Industriegütern aber kein Problem mehr.

„Weniger zu arbeiten um den Preis zu treiben, eine Situation schamlos auszunutzen, ist etwas „anrüchig“. Würden das alle machen, wären wir letztlich wieder bei Hungersnöten.“

Die Bauern verdienen wirklich sehr schlecht. Weniger Produktion würde das Problem lösen, ohne dass wir an der Supermarktkasse da viel von merken würden. Es geht mir nicht um maßlose Preistreiberei, nur dass die Bauern von ihrer Arbeit vernünftig leben können.

„Die Leute (Kinder) bekommen anständiges Essen. Bekämen sie Geld, so landet das z.B. beim Tätowierer und die Kinder hungern…“

Naja, Essen geht aber schon vor, überwiegend auch im Prekariat. Ein weiterer Vorteil bei den Tafeln ist, dass weniger Lebensmittel auf dem Müll landen.



Kommentar vom 30.05.2026 13:05
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-ki-menschenwuerde-enzyklika-von-papst-leo-xiv-und-anthropic-im-dialog/#comment-205911

@Realo 30.05. 11:44

„Die meisten E Autofahrer wollen und müssten, am Arbeitsplatz ihr Auto aufladen.“

Die Akkus sind ganz schön groß, und müssen nicht ständig randvoll sein. Nur wenn man eine weitere Fahrt machen will, müssen die voll aufgeladen sein. Entsprechend reicht es schon, nur am Wochenende tagsüber aufzuladen. Und an Wochenenden im Sommer ist auch regelmäßig jetzt schon Überfluss im Netz, weil an Wochenenden der Stromverbrauch deutlich niedriger ist als über die Woche.

Allerdings kann manch ein Arbeitgeber sich auch eine eigene PV-Anlage anschaffen, wenn er entsprechende Dachflächen hat. Für den Eigenbedarf an Strom, aber auch als Service für die E-Autos der Mitarbeiter. Viele E-Autobesitzer haben ja keine eigene PV-Anlage, die werden sich über solche Angebote sehr freuen.

„Ohne diesem „Insiderwissen“ erfolgen die Investitionen „ungeplant“, an Stellen wo es gar keine Probleme gibt und das Geld könnte im „Rauchfang“ landen.“

Unser Stromnetz ist sehr gut ausgebaut, und kennt keinen Verschleiß, wenn es stark genutzt wird. Entsprechend ist es recht egal, wo genau neue Erzeugerkapazitäten zugebaut werden. Insbesondere PV-Anlagen und Windräder mit integrierten Speichern können sehr flexibel betrieben werden, und Engpässe im Netz sehr gut ausgleichen können, wenn sie denn nun doch mal auftreten.

Bei der Standortwahl wäre es allerdings schon sinnvoll, zu gucken, wo die Anlagen gebaut werden. So wären Windräder vor allem im Süden sinnvoll, in Küstennähe hat man da bald genug von. Und PV-Freiflächenanlagen am Besten in der Nähe von Städten oder Industriebetrieben.

„Wie bei PV Anlagen die in der „Pampa“, aus Lust und Laune eines „Investors“ gebaut wurden….“

Ich vermute mal, dass die auch ordentliche Anschlusskosten bezahlen müssen. Allerdings können die das auch problemlos bezahlen. Große PV-Freiflächenanlagen sind nur halb so teuer wie kleine Dachanlagen, da ist genug Geld für den Anschluss drin. Und wenn man den Speicher gleich dazu baut, ist man flexibel, wann man seinen Strom verkauft, und kann auch noch an der Anschlussleistung sparen.

Wir haben aber auch noch die Stromanschlüsse von ehemaligen Kraftwerken. Da kann man ganz gut Großspeicher ansiedeln, und eigentlich auch ziemlich große PV-Freiflächenanlagen gleich dazu. Wenn da denn Platz dafür da ist.



Kommentar vom 29.05.2026 23:55
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-ki-menschenwuerde-enzyklika-von-papst-leo-xiv-und-anthropic-im-dialog/#comment-205810

@Realo 29.05. 21:51

„Wie würden Sie den Nutzen von KI Systemen für die „Allgemeinheit“ sehen. Wenn KI z.B. freie Arbeitspotentiale (Arbeitslose) und Überproduktion selektiv zusammenführen, ausgleichen und für mehr Wohlstand sorgen würde.“

Hört sich ja gut an, aber ich weis nicht recht, wie das konkret gehen soll.

Entscheidend wäre, eine Überproduktion so zu verschenken, dass dadurch nicht weniger davon gekauft wird. Aber man wird doch sowieso gucken, dass man die Produktion anpasst, wenn sie zu hoch geworden ist. Warum auch immer.

Die EU macht das ja schon länger mit Überschüssen aus der Landwirtschaft, und zahlt Exportsubventionen, um die Überschüsse z.B. in Afrika loszuwerden. Das ist auch halb verschenkt. Allerdings halte ich das für ziemlichen Bockmist, weil das die Märkte in Afrika ruiniert und für uns dabei auch noch teuer ist.

Besser wäre, hier ökologischer und weniger intensiv anzubauen, oder auch ganze Flächen aus der Nutzung zu nehmen. Nur wollen das die Bauern wieder nicht, obwohl sie davon eigentlich sehr gut profitieren könnten. Die verstehen einfach nicht, dass man mehr verdienen kann, wenn man weniger produziert.

Die Tafeln sammeln ja schon überschüssige Waren ein, und verteilen die an Bedürftige. Der Effekt, dass die Tafelkunden dann auch im Lebensmittelladen weniger einkaufen, ist recht klein, die meisten sind so arm, dass sie ihr ganzes Geld sowieso umgehend ausgeben.

Allerdings leben die Tafeln auch davon, dass sie ihren Kunden auch nicht Nutzbares aufdrängen, die die dann nur in der eigene Biotonne entsorgen können. Das spart den Lebensmittelmärkten eine Menge Müllgebühren. Ich vermute, dass das System Tafel auch darauf beruht.



Kommentar vom 29.05.2026 23:17
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-ki-menschenwuerde-enzyklika-von-papst-leo-xiv-und-anthropic-im-dialog/#comment-205807

@Michael 29.05. 17:23

„Aus meiner Sicht sollte die post-fossile Transformation politisch so gestaltet werden, dass sie die wirtschaftlichen Unterschiede verringert, nicht noch weiter vergrößert. Doch genau das betreiben leider fossile Lobbyisten und Rechtslibertäre, auch in Deutschland!“

Weiss ich nicht, ob man hier gezielt versucht, uns zu spalten. Vermutlich sind es eher die juristischen und bürokratischen Möglichkeiten, die diese Ungleichheiten verursachen.

Sich seinen Strom selber zu machen ist seit 80 Jahren schon erlaubt. Früher konnten das aus technischen Gründen nur große Industriebetriebe. Heute geht es eben mit PV auf dem eigenen Dach und inclusive ein passender Speicher. Und dann auch gleich die Wärmepumpe und die Steckdose für das eigenen E-Auto dazu.

Hier in der Innenstadt kann man noch gut bremsen. Dass hier Investoren die Dächer mieten, mit PV vollpacken und den so produzierten Strom direkt in der Nachbarschaft vermarkten, ist juristisches Neuland und eben leicht zu blockieren.

Auch Großspeicher an den ehemaligen Kraftwerksstandorten brauchen eine Einzelgenehmigung, die man eben mutwillig bürokratisch verschleppen kann.

Deswegen schlage ich ja vor, dass man erst mal einfach passende Speicher direkt am Windrad und an der PV-Anlage duzubaut. Womöglich braucht das keinerlei Extragenehmigung, schließlich entlastet der Speicher ja den jeweiligen Netzanschluss, und hilft das ganze Netz zu stabilisieren. Und so spart man auch alle Durchleitungsentgelte auf die Speicherfunktion ein, wenn man den selbst produzierten Stromertrag nur zurück hält, um in später zu besseren Preisen einzuspeisen.

Vielleicht kann man sogar eine bestehende PV-Freiflächenanlage nachträglich mit einem Speicher ergänzen, und zugleich die Kollektorfläche erweitern. Unterm Strich kann man die erweiterte Anlage dann so betreiben, dass die alte Anschlussleitung ausreicht, und nie mehr Leistung einspeist, als wie ja längst genehmigt ist. So könnte man dann gleich am Standort im Sommer den produzierten PV-Strom über alle 24 Stunden des Tages hinweg gleichmäßig einspeisen. Und sind mittags mal Überschüsse im Netz, muss man nicht die eigene Anlage abregeln, sondern speichert diesen Strom auch in der eigenen Batterie.

Eventuell kann man dann sogar eine gewisse Stromenge aus dem Netz aufnehmen. Zu dann negativen Strompreisen, um sie noch gleich am selben Abend wieder ins Netz einzuspeisen. Da kann man dann doppelt mit verdienen.

Und das geht alles mit der Kapazität von dem ohnehin vorhandenen Netzanschluss.



Kommentar vom 29.05.2026 17:08
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-ki-menschenwuerde-enzyklika-von-papst-leo-xiv-und-anthropic-im-dialog/#comment-205757

@Michael 29.05. 14:36

„..wogegen die meisten Mieterinnen & Mieter weiterhin fossil abgezockt werden!“

Das merke ich auch. Meine Gasrechnung liegt bei 144 Euro im Monat, so in etwa seit dem Anfang des Ukrainekrieges. Das als billige Übergangsenergie vorgesehene Russische Erdgas gibt seit dem leider nicht mehr. Und eine Frau Reiche will es dennoch durchziehen, die alten Kohlekraftwerke abzureißen und noch mehr Gaskraftwerke zu bauen. Obwohl der Backupstrom mit Kohle drei mal billiger ist, keine Erdgasreserven in Anspruch nimmt, und eben die Kohlekraftwerke stehen, und nicht neu gebaut werden müssen.

Und ich kann die nächsten 4 oder 5 Jahre nur auf die Fernheizung warten, und muss derweil richtig zahlen. Auch die 65 Euro im Monat für Strom wird mit noch mehr Erdgasanteil vermutlich noch teurer werden. Und das obwohl die Stromkosten eigentlich sinken könnten, wenn mehr PV und mehr Speicher zugebaut werden. Wofür es genügend willige Investoren gäbe, nur bekommen die nur sehr schleppend die erforderlichen Baugenehmigungen.

Würde das funktionieren, bräuchten wir voraussichtlich schon in wenigen Jahren nur noch die Kohlekraftwerke als winterliches Backup, und die Gaskraftwerke nur noch in wenigen extremen Dunkelflauten.



Kommentar vom 29.05.2026 16:46
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-ki-menschenwuerde-enzyklika-von-papst-leo-xiv-und-anthropic-im-dialog/#comment-205755

@Realo 29.05. 13:56

„1. Geschwindigkeit wie oben angeführt. Das ist ein Unterschied wie Schnecke vs. Düsenjet.“

Kann man so nicht sagen. Nervensysteme sind hochparallelisiert, mit 100 Milliarden Einheiten. Aktuelle KI muss das mit erheblichem Aufwand seriell simulieren, mit umfangreichem Umkopieren von umfangreichen Datenmengen. Der Energieverbrauch pro Flop könnte KI noch lange begrenzen, und vermutlich nie die Effizienz von Gehirnen erreichen.

Ich meine, dass das Gehirn mit 20 Watt auskommt. Eine entsprechenden KI dürfte kaum mit 20 Kilowatt auskommen. Rechenzentren müssen mit Megawatt arbeiten.

„2. Skalierbarkeit. Biologische Intelligenz ist stark an einen bestimmten Körper gebunden.“

Ja, aber es genügt für Vieles. Und wir Menschen können zusammenarbeiten, letztlich sogar die ganze Menschheit an einem Strang ziehen.

„KI kann einfach kopiert, verteilt, parallelisiert, vernetzt werden…..“

Das dürfte das meiste Potential haben.

„3. Selbstverbesserung Wenn eine KI beginnt, ihre eigene Architektur zu optimieren, entsteht ein Rückkopplungseffekt, Intelligenz erzeugt bessere Intelligenz, die noch bessere Intelligenz erzeugt…“

Wenn am Ende doch die brutale Rechenzeit zählt, bleibt die KI auf den möglichen Energieverbrauch begrenzt. Es dürfte mehr ausmachen, wenn neue Chiptechnologien sparsamer und paralleler arbeiten können. Ich wüsste nicht, was da dran so superintelligent sein sollte.

Letztlich ist und bleibt es simple Informatik. Superintelligenz braucht es vorraussichtlich nicht, sie muss auf die Skalierbarkeit beschränkt bleiben.



Kommentar vom 29.05.2026 13:43
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-ki-menschenwuerde-enzyklika-von-papst-leo-xiv-und-anthropic-im-dialog/

@Rentenversicherung

Letztlich sind es doch direkt die Kinder, die die Rente ihrer Eltern am Ende zahlen. Unsere Rentenversicherung führt dazu, dass die Arbeitnehmer nur die aktuellen Rentner finanzieren müssen. Und auch Vermögen muss sich erstmal erhalten, wenn man davon im Alter leben will.

Entsprechend attraktiv erscheint es mir, dass man mit 2, 3 oder 4 Kindern von den Rentenversicherungsbeiträgen komplett befreit wird. Letztlich finanziert man ja mit den Kindern auch die zukünftigen Renten, inklusive die eigene.

Das ist doch komplett ungerecht, wenn man jetzt eigentlich doppelt zahlen muss. Einmal die Rentenversicherungsbeiträge, und obendrein hat man noch die Kosten und den Verdienstausfall für die Kindererziehung zu tragen. Kein Wunder, wenn das für so viele zu viel wird. Insbesondere bei 3 oder 4 Kindern.

Und so viele Kinder muss man schon anstreben, viele potentiellen Eltern können gar nicht. Das müssen Andere ausgleichen, die es eben können.



Kommentar vom 29.05.2026 12:51
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-ki-menschenwuerde-enzyklika-von-papst-leo-xiv-und-anthropic-im-dialog/

@Michael 29.05. 06:48

„Und seit Jahrzehnten eskaliert die Digitalisierung, seit kaum zwei Jahrzehnten auch via Smartphone. Der Einfluss auf das Sozial- und Familienverhalten von Milliarden ist enorm und noch kaum überschaubar.“

In der Tat ist diese Digitalisierung an hervorragendes Mittel gegen Langeweile. Und Kinder ja eigentlich auch. Klar, dass genau das dann auch konkurriert.

Mit mehr KI kann man vielleicht schneller finden, was man wirklich im Netz sucht. Und mit offener Software hätten wir Anwendungen, die nicht gezielt auf suchtartige Nutzung ausgelegt ist. Das könnte uns helfen.

Allerdings ist angesichts dieser Zeitkonkurrenz auch weniger anderweitiger Konsum und damit verbunden weniger Arbeitsbelastung in Sicht?

„In größeren Städten sind aber die Wohnkosten so hoch, dass sich gerade auch ärmere Menschen immer schwerer tun, Kinder zu finanzieren.“

Was sich selber regeln kann, wenn eben der Geburtenmangel auch auf die Wohnsituation in den Städten durchschlägt. Dann wird da was frei. Und wie schon gesagt, ein Sammeltaxisystem auf Basis von Selbstfahrenden E-Autos würde vor allem die Situation von Kindern und Jugendlichen auf dem Land grundlegend verändern. Dann sind die für ganz kleines Geld super mobil, überall.

Das könnte durchaus dazu führen, dass man den hohen Mieten in den Städten einfach ausweicht, gerade in ländliche Gegenden, wo jetzt jede Menge leersteht, und Wohnen entsprechend ganz billig ist.



Kommentar vom 28.05.2026 23:33
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-ki-menschenwuerde-enzyklika-von-papst-leo-xiv-und-anthropic-im-dialog/#comment-205666

@Michael 28.05. 17:08 / Perplexity.ai

„Das Land steht vor einer der ernsthaftesten demografischen Herausforderungen weltweit.“

Und wie das aussieht, hat Thailand auch kaum Chancen, Einwanderer zu gewinnen.

Schon länger kam mir die Idee, dass wenn einfach die Produktivität und damit das Konsumniveau steigt, dass das dann schon eher weniger Kinder verursacht. Wenn man die Kosten, die Kinder an Lebenshaltungskosten und Erziehungsaufwand verursachen mit den Konsumgütern vergleicht, die man dafür kaufen könnte, dann fällt die Bilanz mit mehr Produktivität automatisch für die Kinder negativer aus.

Wenn man hier egoistisch die persönlichen Werte vergleicht, dann gewinnt der Konsum gegenüber Kindern umso mehr, wie der Wohlstand steigt.

Man könnte jetzt meinen, das man eben die Familien einfach mehr fördern muss, dass dann eben die Bilanz für die Kinder wieder stimmt, dass das das Problem löst. Allerdings verschiebt sich so das Dilemma auf die ganze Gesellschaft. Insbesondere Ältere und Leute, die dennoch keine Kinder wollen, werden da entschiedenen Widerstand leisten.

Letztlich muss dann ja die ganze Gesellschaft die Kinder versorgen, und muss dann eben auch woanders sparen.

Wenn man da raus will, dann muss man wohl den Egoismus reduzieren. Ob jetzt als Einzelner oder als ganze Gesellschaft. Letztlich geht es wirklich langfristig um die Investition in menschliches Leben. Eine Investition, deren Früchte man selber gar nicht mehr ernten kann. Die aber das Leben weiterträgt. Nur so geht es, das ist einfach Biologie.

Kann man vielleicht auch hoffen, dass mit KI und Robotern die Produktivität so sehr steigt, dass es den Menschen an Konsum endlich mal reicht, und man verbreitet auf die Idee kommt, dass Konsum gar nicht das ganze Leben ist.

Die, die jetzt dennoch ihre Kinder haben, mögen schon so weit sein?



Kommentar vom 28.05.2026 16:45
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-ki-menschenwuerde-enzyklika-von-papst-leo-xiv-und-anthropic-im-dialog/#comment-205608

@Papst Leo XIV 166

„Kurzfristig mag es vorteilhaft erscheinen, die Arbeitskosten zu senken oder die finanzielle Effizienz zu maximieren, doch langfristig untergräbt dies die Grundlagen des Zusammenlebens: Während technologische Erfolge gefeiert werden, erodiert die Struktur der Gesellschaft nach und nach, wie wenn sie von einem geräuschlosen Virus befallen wäre.“

Entsprechend kann sich die Leistungsgesellschaft auch selbst zerstören. Auf der rücksichtslosen Suche nach immer mehr Umsatz, Profit und Steuereinnahmen verschwindet nach und nach der Nachwuchs.



Kommentar vom 28.05.2026 15:56
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-ki-menschenwuerde-enzyklika-von-papst-leo-xiv-und-anthropic-im-dialog/#comment-205594

@Michael 28.05. 14:17 / Papst Leo XIV

„Für einen Christen ist es in der Tat ein nicht verhandelbarer Wert, aus der kleinen Welt der eigenen Interessen herauszutreten und sich im Rahmen der eigenen Möglichkeiten für das Gemeinwohl einzusetzen, ebenso wie für die Förderung des Lebens.“

Indirekt gehört dazu dann auch genug Nachwuchs. Er füllt Lebensmöglichkeiten und hält auch uns Ältere jung. Und der Nachwuchs macht es der Wirtschaft einfacher, weil er Nachfrage erzeugt.

Eine Ausrede wäre, dass wir keine 10 Milliarden Menschen vernünftig ernähren könnten, wenn auch die jetzt noch armen Menschen genug Geld hätten, zu essen was ihnen schmeckt.

Eine andere eher persönliche Ausrede wäre, dass man sich nicht fit genug fühlt, Kinder groß zu ziehen. Was ja sogar rein biologisch sinnvoll wäre.

Generell macht es Sinn, global zu denken und daraus den lokal zu handeln.



Kommentar vom 28.05.2026 12:40
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-ki-menschenwuerde-enzyklika-von-papst-leo-xiv-und-anthropic-im-dialog/#comment-205579

@Michael 28.05. 07:52 / Papst Leo XIV

„Doch neben diesem Abweg machen wir einen großen Teil der Menschheit aus, der danach strebt, menschlich zu bleiben und daran zu arbeiten, die Stadt des Zusammenlebens und des Friedens zu errichten.“

Echte Fundgrube dieser Papst.

So ganz lokal hier in Dortmund ginge es etwas besser mit ein paar weniger Einwohnern. Zumindest für Mieter. Aber angesichts des auch hier grassierenden Geburtenmangels wären nur ein paar Jahre ohne weitere Zuwanderung auch schon wieder genug.

Leerstände und Verfall will ich auch nicht. Auch wenn dann natürlich die Mieten noch günstiger würden.

Praktischerweise nimmt man dann Verfolgte oder Fachkräfte auf, die zuhause wirklich keine Perspektive haben. Immerhin fehlen die sonst ja auch da, wo sie herkommen. Nur das Problem verschieben, wäre wohl nicht so gut.

Aber gucken, wie es mit mehr Kindern klappen könnte, wäre doch eigentlich zu überlegen. So wie mir das aussieht macht das keiner, nirgends. Was sagt der Papst dazu?



Kommentar vom 27.05.2026 23:50
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-ki-menschenwuerde-enzyklika-von-papst-leo-xiv-und-anthropic-im-dialog/#comment-205509

@Michael 27.05. 21:33 / Papst Leo XIV

„Die Art und Weise, wie wir unsere Beziehungen, unsere Arbeit und unsere Institutionen verstehen und gestalten, offenbart nämlich unsere grundlegenden Werte und ergibt sich letztlich aus dem, was uns am meisten am Herzen liegt. Es ist eine Liebe, die uns leitet: Das, was wir wirklich lieben, als Einzelne wie als Gesellschaft, bestimmt unser Leben und Handeln.“

Bei allem Misstrauen gegenüber der Katholischen Kirche, das finde ich super.

Das sieht mir aus, als wenn man hier wirklich wahrhaftig dem folgt, was einem am Herzen liegt, und dass man brauchbare plausible Erkenntnis aufgreift, und nicht ignoriert.

Nur so kommt man weiter im Leben, und unbedingt auch in den vernünftigen Dialog.

Die Bewahrung der Schöpfung dürfte durchaus zentral sein, insbesondere wenn das von den Kirchen akzeptiert wird. Die Wissenschaft sagt uns, dass wir höchstwahrscheinlich noch Jahrmillionen auf diesem Planeten vor uns haben. Und kein Jüngstes Gericht, das mit dem Ende allem Irdischen verbunden ist und in ein Himmelreich mündet.

Und ich halte es entsprechend auch für wirklich vernünftig, sich um diesen Planeten zu kümmern. Und sich friedliche Lebensweisen zu erarbeiten, mit denen es uns auch noch in Jahrhunderten gut geht. Kein Paradies ohne jedes Leiden, aber eine Kultur, die wirklich funktioniert. Wissenschaft und Technik gehören da sicher mit dazu.

Was da in Jahrtausenden noch draus werden kann, interessiert mich da ganz besonders. Das sind doch echte Perspektiven für unsere aktuelle Nachwelt?

Zur demografischen Schrumpfung gehört der Verfall, insbesondere von Immobilienpreisen. Das sollte eigentlich jedem klar sein. Und nur mehr Kinder können das wirklich ändern.

Und die Kinder sind sowieso die Zukunft.



Kommentar vom 27.05.2026 16:12
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-ki-menschenwuerde-enzyklika-von-papst-leo-xiv-und-anthropic-im-dialog/#comment-205439

@Hauptartikel / Papst Leo XIV

„...dass jedes echte menschliche Bemühen, mit ihm zum Guten zusammenzuarbeiten, von unserem himmlischen Vater, auf den wir unsere Hoffnung setzen, gesegnet ist.“

Klasse, genau das hoffe ich auch. Was Vernünftiges mag von Geisteswelten unterstützt werden. Das könnte universal sein.

„Wir wollen gemeinsam mit ihnen neue Wege zur Verwirklichung des Gemeinwohls und zur Förderung eines würdigen Lebens für alle finden. Diese Haltung des Dialogs ist ein wesentlicher Bestandteil der Berufung der Kirche…“

Aus meiner Sicht ist auch die katholische Kirche ein bunter Haufen. Schön wäre es aber, was hier geschrieben steht. Das würde ja wirklich weiterführen, soweit es denn Wirklichkeit wäre.

Allerdings grenzt sich ja China schon ganz schön auch vom Christentum ab. Und beruft sich auf die einschlägigen eigenen Traditionen.

Da kann man glaube ich wirklich sehr gerne auch in einen Austausch eintreten. So uninteressant scheint mir z.B. der Taoismus gar nicht zu sein.

@Michael 27.05. 13:33 / Sloterdijk

„Das Kleid, das der Staat tragen muß, um sich von nackter Gewalt zu unterscheiden, heißt von alters her das Recht.“

Was sich aber auch ganz schön biegen lässt. So klar ist der Unterschied nicht immer.

Was z.B. Trump vom Recht so übrig lässt, ist weniger, als was denn möglich wäre.

Und was die Bürokraten so öfter mal veranstalten, sind dann auch mal recht eigene Welten.



Kommentar vom 27.05.2026 14:18
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/bedrohen-demografie-rechtsmimesis-inzwischen-die-republik-auch-ueber-sachsen-anhalt-aus/#comment-205424

@Uli Schoppe 24.05. 23:46

„Aber in einem gewachsenen Netz wie bei unseren Strassen wird das schon eine spannende Herausforderung. Menschliche Fahrer sind nicht wirklich zwanghaft besser aber praktikabel …“

Mal gucken, man kann ja klein anfangen. Wenn erstmal nur das Carcharingfahrzeug zum Kunden ein paar Straßen weiter alleine fährt, muss es nicht mit jedem Wetter klar kommen. Wenn es etwa bei Schnee oder Sturm nicht selber fahren kann, muss der Kunde dann eben wir gewohnt selber zum Fahrzeug hinlaufen.

Wenn es aber irgendwann ausgereift ist und wirklich was taugt, wird es womöglich kaum mehr Unfälle verursachen. Was dann zur Folge hätte, dass die Versicherung viel billiger wird. Und die ist schon ein wesentlicher Kostenfaktor.

Und z.B. die Radfahrer freuen sich auch, wenn der alltägliche Stadtverkehr für sie deutlich ungefährlicher wird, weil die KI-Fahrzeuge besser aufpassen.



Kommentar vom 27.05.2026 12:32
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/nicht-zu-viel-solarstrom-zu-wenig-batteriespeicher-fossile-desinformation-auch-zu-pfingsten-2026/#comment-205415

@Uli Schoppe 27.05. 01:17

„Aber weil es sich auf längere Sicht rechnet heißt das doch nicht das ich das überhaupt angeschoben bekomme.“

Wie gesagt, einfach eine Finanzierung anbieten. Was freilich nicht ganz so einfach ist, weil man die zukünftigen Energiepreise noch nicht genau kennt.

„Und das wird zB nicht einfach dadurch besser das man einfach fossile Energie teurer macht so wie manche Linke und Grüne sich das vorstellen (und ich betrachte mich als Linken).“

Es wird ja nun immer versprochen, dass zusätzliche Steuern auf fossile Brennstoffe umgehend anderweitig an die Menschen zurückgegeben werden sollen. Die aktuellen höheren Gaspreise sind allerdings extern verursacht, ebenso die aktuellen Benzinpreise.

„Dadurch wird die persönliche Situation bestimmter Menschen dann einfach nur schlechter.“

Bei mir auch. Seit 2022 ist Strom um 50% und Gas um mehr als das doppelte teurer geworden. Und ich kann überhaupt nichts machen. Balkonkraftwerk geht nicht wirklich, mein Vermieter will erst in 10 Jahren PV aufs Dach machen, und die Fernheizung kommt erst in 4 oder 5 Jahren. Wenigstens braucht mein Fahrrad kein Benzin, immerhin.

Derweil muss ich zahlen.

Umso mehr ärgert es mich, wenn die Energiewende bürokratisch ausgebremst wird. Die Preise könnten schon längst fallen, wenn hier alles an Grüner Technik zugebaut wird, was technisch möglich wäre. Die Investoren stehen doch offenbar bereit, daran fehlt es nicht. Und China liefert alle Komponenten, die man dafür braucht.

Wie gesagt, die hohen Gas- und Sprit- und Strompreise sind nicht wegen der Energiewende so teuer geworden. Wenn sie nicht verschleppt würde, ginge es uns sogar deutlich besser.



Kommentar vom 26.05.2026 23:45
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/nicht-zu-viel-solarstrom-zu-wenig-batteriespeicher-fossile-desinformation-auch-zu-pfingsten-2026/#comment-205360

@Uli Schoppe 26.05. 21:57

„Mehrere tausend Euro Förderung sind eine tolle Sache. Ganz im Ernst und ohne Häme. Wenn man den Punkt erreicht hat an dem man die bekommt-“

Klar gibt es auch Hausbesitzer, die ziemlich knapp bei Kasse sind. Wenn aber die Wahl der Heizungsart frei bleibt, wird man doch die Wärmepumpe nur einbauen, wenn man die Kosten über weniger Energiekosten wieder hereinbekommt. Insbesondere wenn Gas und Öl immer teurer werden, Strom aber billiger.

Dann kann man aber auch einfach über eine Finanzierung nachdenken? Wenn man tausende Euros Zuschüsse zahlt, dann kann man wohl auch die Finanzierung mitliefern.

Beim Autokauf sieht es etwas anders aus. Wer immer wieder einen alten Gebrauchten fährt, bis das der TÜV das beendet, kommt natürlich besser weg, als wer sich einen Neuwagen kauft. Hier wird der Kredit alleine nicht reichen, sich ein nagelneues E-Auto zu finanzieren. Man könnte die Raten einfach nicht bezahlen.

Aktuell sind wegen den neuen Elektrofahrzeugen umso mehr gebrauchte Verbrenner zu haben, dass die dann noch günstiger werden. Wer da wenig Geld hat, der wird das nutzen. Sollen die sich die nagelneuen E-Autos kaufen, die sich eben Neuwagen leisten können. Ist doch ok. Ist doch nur vorübergehend, bis eben auch günstige gebrauchte E-Autos auf dem Markt ankommen.



Kommentar vom 26.05.2026 23:16
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/nicht-zu-viel-solarstrom-zu-wenig-batteriespeicher-fossile-desinformation-auch-zu-pfingsten-2026/#comment-205358

@Michael 26.05. 17:07

„Nur: Warum sollten sie dies tun? Die Geburtenraten implodieren weltweit und immer mehr Menschen ziehen aus ländlichen Regionen in die verbleibenden Städte – wo die Geburtenraten noch weiter sinken.“

Irgendwann kommt doch bestimmt die Trendwende? Noch ist das Problem ja kaum wahrgenommen.

Bis dahin, schrumpft es dann. Mit vor allem auch sozialen Verwerfungen, die auch erst mal wieder irgendwie ausgehalten und überwunden werden müssen.

Derweil dann in der Tat die ohnehin sowieso mobilen Menschen sich in Städten und Regionen niederlassen, in denen es halbwegs funktioniert. Dann werden aber hoffentlich da vernünftige Solarpunkstädte entstehen, wo man dann auch richtig gut leben kann.

So wäre es in den Heißen Gegenden in Küstennähe besser auszuhalten, man hat da auch eher Möglichkeiten für Entsalzungsanlagen.

An sich, wenn es denen wirklich mal besser geht, brauchen die heute noch armen Menschen sowieso viel mehr Wohnfläche. Kein Problem also, wenn die Leute wegziehen, Leerstände hinterlassen und sich in Küstenstädten konzentrieren. Neu gebaut werden muss dann sowieso.

Und wenn das mit der Demografie nicht besser wird, wird es da auch irgendwann eine weitere Schrumpfung geben. Zugleich können wir der Natur große Flächen zurückgeben, wenn wir so geschrumpft sind, dass wir deutlich weniger landwirtschaftliche Flächen brauchen.

„So sehr ich mich also über jeden post-fossilen Fortschritt im Solarpunk und Solarboom freue – für immer mehr noch von Menschen bewohnte Gebiete der Erde dürfte dieser zu spät kommen. Sie werden verlassen und verebben, auch wenn sie kulturell und technologisch noch lange bewohnbar wären.“

Das ist dann ganz klar Verschwendung von menschlichen Lebensmöglichkeiten. Aber macht das denn wirklich was, wenn die Natur vielerorts wieder einziehen kann? Solange wir dabei irgendwie dennoch mit uns selber klarkommen, geht es ja noch.

Wie der Kapitalismus das dann kann, wäre aber noch eine offene Frage. Ob der auch wirkliche Schrumpfung kann, ohne zusammenzubrechen. Ich denke, ja. Aber man kann es sicher auch vermasseln, wenn man vor lauter Panik vor schwindenden Werten mit der Brechstange nach weiterem Wachstum sucht, obwohl das einfach nicht mehr möglich ist.

Wir haben in Deutschland auch 200 Mrd Euro jährlichen Außenhandelsüberschuss, und immer noch sucht man nach mehr Wirtschaftsaufschwung. OK, wir haben auch einen Investitionsstau, an einigen Stellen. Aber klar dürfte auch sein, dass wir mehr importieren können, und zugleich weniger exportieren müssen. Kein Land braucht einen dauerhaften Außenhandelsüberschuss.



Kommentar vom 26.05.2026 16:18
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/nicht-zu-viel-solarstrom-zu-wenig-batteriespeicher-fossile-desinformation-auch-zu-pfingsten-2026/#comment-205328

@Michael 26.05. 15:47

„Doch weite Regionen der Erde überhitzen bereits jetzt und werden nicht zu halten sein. Der Traum von gleichwertigen Lebensverhältnissen in demokratischen Flächenstaaten nähert sich bereits seinem Ende. Beobachte ich.“

Das muss doch nicht langfristig so bleiben. Ein Ende von Öl und Gas und die weltweit höchsten Erträge von PV, dann noch gleichmäßig über das Jahr verteilt, müsste doch einen gravierenden Unterschied machen.

Man muss ja vor allem nur Wohnen können und Haushaltswasser haben, Landwirtschaft ist entbehrlich. Und läuft da auch längst nur am Rande. Obst, Gemüse und Tierhaltung können genügen, Grundnahrungs- und Futtermittel kann mal importieren.

Eine 30 qm Wohnung auf 30° runterkühlen müsste doch drin sein, wenn überall PV auf den Dächern ist.



Kommentar vom 26.05.2026 15:01
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/nicht-zu-viel-solarstrom-zu-wenig-batteriespeicher-fossile-desinformation-auch-zu-pfingsten-2026/#comment-205324

@Michael 26.05. 11:09

„Der Solarpunk war auch für mich selbst psychologisch wirksam, da er Wissenschaft, lebensweltliche Selbstwirksamkeit und Hoffnungsbilder miteinander verband. So fand ich aus bedrückenden Zuständen der Anomie zurück ins praktische und dialogische Tun.“

Es ging anfangs vor allem um das Klima. Und war teuer. Aber mit der Hoffnung, dass es günstiger wird, wenn es zur Massenware wird.

Da sind wir inzwischen. Und es geht jetzt neben Klimaschutz erst auch um Frieden, dann um Unabhängigkeit und immer mehr werden die Erneuerbaren einfach zur billigsten Energielösung.

Und die Politik u.a. in Form von Frau Reiche versucht das alles nur noch zu bremsen.

Und das Klimaproblem ist eigentlich zumindest konzeptuell längst gelöst? Und die Realisierung wird nur noch von Bürokratie, nicht mehr von technischen Problemen oder fehlendem Geld begrenzt.

Soweit die Lage, die Geschwindigkeit der Realisierung ist nur noch offen. Und entscheidet über die Treibhausgaskonzentrationen, auf denen wir dann erstmal hängen bleiben.

Gar nicht so einfach zu sagen, welches Klima wir dann bekommen, und welche Wirkungen das auf die jeweils lokale Landwirtschaft und die lokale Natur haben wird. Um die reine Bewohnbarkeit mache ich mir eigentlich wenig Sorgen. Gerade in heißen Gegenden bzw bei uns im Sommer kann man Klimaanlagen direkt ohne jede Speicherung und ohne jedes Backup mit sehr billigem PV-Strom versorgen. Das Produktionsmaximum fällt mit dem Kühlbedarf zusammen.

In den oberen Etagen in manchen Stadtteilen ist das finde ich durchaus eine Option. Vor allem aber in den heißen Ländern. Bleibt für die Menschen da zu hoffen, dass sie hinreichend aus der Armut rauskommen, und sich zumindest notdürftige Klimaanlagen leisten können.

Hochwasser ist allerdings durchaus noch eine Bedrohung, mit der wir dann leben müssen. Aber einmal zerstörte Stadtteile kann man ja auch einfach aufgeben, und neue Häuser und Fabriken nur noch auf hochwassersicherem Terrain bauen.



Kommentar vom 26.05.2026 12:22
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/nicht-zu-viel-solarstrom-zu-wenig-batteriespeicher-fossile-desinformation-auch-zu-pfingsten-2026/#comment-205310

@Realo 26.05. 08:06

„Verbittert und verzweifelt macht es, wenn „Besserwisser“ einem vorschreiben wollen, man müsse 200 000 Euro aufbringen, um das ganze Heizungssystem, z.B. im Falle eines Kesselaustausch zu erneuern.“

Was natürlich übertrieben sein dürfte. Es war glaube ich so 70% Wärmepumpenanteil vorgesehen, nicht 100%. Und auch nur bei Austausch von Heizungen. Dennoch macht es Sinn, wenn das nicht fest vorgeschrieben wird. Wer eine neue Heizung braucht, kann sich das auch selber überlegen. Und Förderungen gibt es ja.

Man muss die neue reine Gas bzw. Ölheizung ja nicht bis zum Ende nutzen, so teuer sind die ja nicht. Und kann dann, wenn der Strom deutlich günstiger und Gas und Öl sehr viel teurer geworden ist, einfach die Wärmepumpe einbauen und die alte Heizung eben entsorgen, auch wenn sie noch laufen würde.

Zumal auch eine neue Gas oder Ölheizung effektiver ist als ein alte. Das lohnt sich bereits, die einzubauen, wenn man in 15 oder 10 Jahren doch noch die Wärmepumpe einbaut.

So manch einer könnte sich allerdings jetzt schon ärgern, dass er noch keine Wärmepumpe hat, optimalerweise in Verbindung mit einer eigenen PV-Anlage. Zumindest wenn die aktuellen Ölpreise so hoch bleiben und das Gas noch teurer wird.



Kommentar vom 25.05.2026 22:59
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/nicht-zu-viel-solarstrom-zu-wenig-batteriespeicher-fossile-desinformation-auch-zu-pfingsten-2026/#comment-205236

@Dr. Stephan Kaula 25.05. 14:36

„Wir benötigen Strommassensspeicher im mittleren bis oberen zweistelligen TWh-Bereich. Da kommen wir nie hin.“

Das ist eine recht einfache Rechnung. Man nehme die derzeitigen blockierten Speicherkapaziäten von 200 Gwh plus die 100 Gwh, die in Fahrzeugen bereits verbaut sind und nur bidirektional angeschlossen werden müssten. Das wären dann 300 Gwh. Wenn man dann 150 Ladezyklen im Jahr annimmt, kommt man auf 45 Twh im Jahr.

Vermutlich wird das doppelte davon an Kurzfristspeichern in den nächsten 5 oder 10 Jahren zugebaut. Das wären dann 90 Twh. Soweit denn genug Strom da ist, der gespeichert werden müsste.

Klar haben wir damit keinen Saisonalen Speicher. Der wäre aber vorraussichtlich deutlich kleiner als diese 45 bzw. 90 Twh. Dann aber mit dem Ladezyklus von genau 1 im Jahr bei Wasserstoff und ab 5 aufwärts bis vielleicht 50 bei Redox-Flow-Batterien.

Das kann man hier ganz gut sehen:

https://www.agora-energiewende.de/daten-tools/agorameter/live/chart/power_generation/01.05.2025/30.04.2026/monthly

Überhaupt kann man auf dieser Webseite ganz gut studieren, welche Stromumsätze in Deutschland gemacht werden. Und das seit 2012.



Kommentar vom 25.05.2026 15:52
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/nicht-zu-viel-solarstrom-zu-wenig-batteriespeicher-fossile-desinformation-auch-zu-pfingsten-2026/#comment-205183

@Dr. Stephan Kaula 25.05. 14:36

„Wir benötigen Strommassensspeicher im mittleren bis oberen zweistelligen TWh-Bereich. Da kommen wir nie hin. Batteriespeicher können bestenfalls über Stunden bis ein zwei Tagen speichern. Die Mangel und Überschussphasen dauern aber viele Tage bis Monate!“

Die Batteriespeicher leisten aber bei vollem Ausbau schon mehr als die Hälfte des notwendigen Speicherbedarfs. Insbesondere mit täglichen Ladezyklen muss die halbe PV-Produktion zwischengespeichert werden, insbesondere im Sommerhalbjahr. Dieselben Speicher können dann aber auch mithelfen, die Windenergieproduktion im Winter zwischenzuspeichern, auch da fällt einiges an Speichervolumen an, das mit den Batteriespeichern abgedeckt werden kann.

Mit der Saisonalen Speicherung sieht das in der Tat anders aus. Das muss am Ende Wasserstoff liefern, eventuell auch unterstützt von Redox-Flow-Batterieen.

Das ist aber noch etwas entfernt, und kommt erst am Ende der Energiewende. Bis dahin können wir schon mal mit konsequentem Ausbau von PV, Wind und Batteriespeicher mindestens 85 % des Strombedarfs abdecken. Und das inklusive dem zusätzlichem Bedarf für E-Autos und teils auch den Wärmepumpen.

Derweil haben wir noch Biogas, das man für Dunkelflauten speichern kann, Holzkraftwerke und einfache Holzpelletheizungen, die gezielt in Mangelsituationen eingesetzt werden können.

Und natürlich brauchen wir noch länger ein Backup durch die verbliebenen Kraftwerke, insbesondere die Kohlekraftwerke sind dabei auch noch von Erdgasimporten unabhängig. Und relativ kostengünstig noch dabei.

Bis wir dann am Ende mit der Energiewende fertig werden. Es wird immer weniger werden, bis wir gar keine Emissionen mehr verursachen, und auch keine fossilen Importe mehr brauchen



Kommentar vom 25.05.2026 15:48
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/nicht-zu-viel-solarstrom-zu-wenig-batteriespeicher-fossile-desinformation-auch-zu-pfingsten-2026/#comment-205174

@Realo 24.05. 23:51

„Eine eigene Solarindustrie wäre nicht Konkurrenz fähig. Den Unternehmern blieb keine realistische Wahl und sie haben aufgegeben.“

Ich hab Felo-ai gefragt:

„Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der deutsche Außenhandelsüberschuss im Jahr 2025 nach den vorliegenden Hochrechnungen und vorläufigen Daten zwischen etwa 195 und 203 Milliarden Euro lag.“

Ich weiß nicht was wir hier in diesem Umfang exportieren, aber es ist offenbar mehr als genug.

Also können wir doch nach herzenslust PV-Module, Windgeneratoren und Lithiumspeicher wie ganze Elektroautos importieren. Und noch sehr viel mehr davon.

Und noch mal Felo-ai gefragt:

„Die Außenhandelsbilanz der Europäischen Union (EU-27) für das Jahr 2025 wies einen Überschuss im Warenhandel auf. Nach Angaben von Eurostat belief sich dieser Überschuss auf rund 129,3 Milliarden Euro.“

Lange nicht so viel, aber immer noch deutlich positiv. Entsprechend könnte in anderen EU-Ländern eine Produktion von Grüner Technik schon sinnvoll sein. Aber eben keinesfalls im Hochlohnland Deutschland mit ohnehin ausuferndem Außenhandelsüberschuss.

Man könnte auch chinesische Firmen motivieren, in Europa zu produzieren. Die haben ja nun inzwischen echt was drauf. Warum das nicht für uns nutzen?

Wir können uns derweil auf Wasserstofftechnik und Redux-Flow-Batterien konzentrieren. Da ist noch Neuland zu entdecken. China liegt viel weiter südlich, die brauchen da selber nicht so viel von, und kommen mit ihren Kurzfristspeichern schon ganz gut aus.



Kommentar vom 25.05.2026 12:51
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/nicht-zu-viel-solarstrom-zu-wenig-batteriespeicher-fossile-desinformation-auch-zu-pfingsten-2026/

@Michael 25.05. 08:14

„Bei der Energieministerkonferenz auf Norderney hätten sich die Länder einstimmig zur Energiewende und zum weiteren Ausbau der Erneuerbaren bekannt,…“

Statt abregeln, mit oder ohne Entschädigung, wäre sicherlich ein Kurzfristspeicher direkt am Produktionsstandort sinnvoller. Da kann man dann auch bei schlechten Netzpreisen einspeichern und zu besseren Preisen verkaufen. Ohne zusätzliche Netzentgelte.

Mit das Interessanteste an den Lithiumakkus ist ja, dass man die auch in kleinen Einheiten installieren kann, die man dann überall verteilen kann. So holt man aus den Stromnetzen alles raus, und so kann man die schwankenden Angebote der erneuerbaren Anlangen maximal ausnutzen. Räumlich und Zeitlich.

Entschädigungen fürs Abregeln mag dennoch auch sinnvoll sein, aber wo es geht, und oft genug genutzt werden kann, tut es auch der lokale Speicher direkt am Produktionsort.

Aber immerhin gut, dass man hier weiter denkt als Frau Reiche. Und das dann noch einstimmig. Das macht mir Hoffnung.

„Und diese ist sehr viel besser für Menschen und Mitwelt als der zerfallende Fossilismus.“

Das kann was werden, sehe ich auch so.



Kommentar vom 24.05.2026 23:37
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/nicht-zu-viel-solarstrom-zu-wenig-batteriespeicher-fossile-desinformation-auch-zu-pfingsten-2026/#comment-205060

@Realo 24.05. 18:10

„Ob die Chemieindustrie ohne Gas auskommt, z.B. alles (bis hin zu Medikamenten….) durch im Land vorhandene Kohle und dennoch umweltfreundlich ersetzen könnte, weiß ich nicht….“

Ich denke mal mit Biogas, also eine Mischung von Methan und CO2, sowie mit Pfanzenöl könnte die Chemieindustrie schon sehr viel anfangen. Dann kann man auch noch Kartoffeln, Stroh oder Holzreste für allerhand Nützliches einsetzen. Man kann mit pflanzlichen Rohstoffen sogar auch Plastik herstellen, das biologisch abbaubar ist. Was nebenbei auch die Lösung für das Plastikmüllproblem wäre.

Und der Rest, der nur mit Erdöl funktioniert, dürfte vernachlässigbar sein. Man müsste natürlich auch die Produktionsprozesse umstellen. Da hat man dann aber auch an die 15 Jahre Zeit für.

„Bedeutet, die Durchleitungsgebühren pro Tag wären rund 30 mal so hoch wie derzeit und die sind „normal“ natürlich nicht zu erwirtschaften. Praktisch zahlt der Kunde seine „gewohnten Jahresgebühren“, obwohl er sie nur z.B. 10 Tage nutzt….“

Ziemlich sinnvoll wären ja Stromzähler, die unterschiedliche aktuelle Strompreise verarbeiten können. Das kann in extremen Dunkelflauten dazu führen, das die Kwh mehr als 1 Euro kostet, worauf dann aber die Stromkunden, insbesondere Gewerbe und Industrie, reagieren, und z.B. einfach die Produktion einstellen und die Belegschaft in den Zwangsurlaub schicken. Wo das möglich ist zumindest.

Das wären meistens nur wenige Tage, maximal 2 Wochen, und das auch nicht jedes Jahr. Zusätzlich können einzelne Industriebetriebe auch sowieso ihre Produktion so organisieren, dass sie auch schon bei moderat teuren Strompreisen pausieren. Insbesondere, wo die Energiekosten sehr wesentlich sind, und nur wenige Mitarbeiter betroffen wären.

Das wäre alles sehr viel billiger, als z.B. die Netze noch mehr auszubauen. Und man kommt dann auch mit deutlich weniger Notbackupkraftwerken aus.

Was dann insgesamt den Stromkunden durch allgemein günstigere Strompreise auch zugute kommt.

Zusätzlich kann man die ohnehin benötigten Kurzfristspeicher wie Lithiumakkus auch überall verteilen, also auch direkt beim Produzenten und direkt beim Konsumenten. So kann man auch noch aktuelle kurzfristige Engpässe in einzelnen Teilen des Stromnetzes auffangen. Und zugleich die Kapazitäten von Fernstromleitungen deutlich besser ausnutzen. Im deutschen Stromnetz insbesondere die Nord-Süd-Verbindungen.

@Michael 24.05. 18:52

„Und wir freuen uns über die inländische Wertschöpfung und Arbeit durch neue Leitungen, Netzanschlüsse, PV-Anlagen und Batteriespeicher.“

Genau. Netzanschlüsse, PV-Anlagen und Batteriespeicher sind jetzt ganz aktuell wirklich gefragt.

Wenn wir aber weniger neue Leitungen dafür brauchen, bleibt uns mehr Geld für die Wasserstofftechnik und die Etablierung von Redox-Flow-Batterieen. Und am Ende auch dafür, die Produktion von PV und Lithiumakkus nach Europa zu holen.



Kommentar vom 24.05.2026 16:36
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/nicht-zu-viel-solarstrom-zu-wenig-batteriespeicher-fossile-desinformation-auch-zu-pfingsten-2026/#comment-205010

@Michael 24.05. 16:03

„Hier handelt die EnBW mit immer noch überwiegend fossilem Strom und ist gleichzeitig (!) für den Netzausbau zugunsten der Erneuerbaren Energien sowie der Batteriespeicher zuständig. Und beteuert, es sei nicht ihre Schuld – sondern jene der Bundesnetzagentur -, dass der Netzausbau schleppend verlaufe und Abertausende Anträge von Unternehmenden und ganzen Industriebetrieben noch nicht bearbeitet werden konnten.“

Wenn das stimmt, was die EnBW hier sagt, dann scheint der Gaslobbyismus offenbar ganz von der Bundesnetzagentur auszugehen. Entweder in voller Absicht, um eben mehr Gasverbrauch zu ermöglichen. Oder einfach bürokratisches Unvermögen. Oder beides.

Wenn die Bundesnetzagentur auch noch hinter dem geplanten Abriss der letzten verbliebenen Kohlekraftwerke steckt, dann fällt auch dieses Vorhaben unter Förderung von Erdgasverbrauch.

Profitieren tun dann eigentlich die Gaskonzerne und die Förderländer, gar nicht unbedingt die heimischen Stromproduzenten? Und die Kraftwerksbauer freut das auch noch.



Kommentar vom 24.05.2026 14:27
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/nicht-zu-viel-solarstrom-zu-wenig-batteriespeicher-fossile-desinformation-auch-zu-pfingsten-2026/#comment-205000

@Bernd 24.05. 09:22

„Das Problem scheint mir zu sein, dass diejenigen, die für den Netzausbau zuständig sind auch diejenigen sind, die ein Interesse an möglichst hohen Strompreisen haben.“

Da gibt es noch nicht mal groß was auszubauen. Außer neuen variablen Stromzählern und sehr wenigen neuen Fernstromleitungen, um Windenergie im Norden mit PV im Süden auszutauschen.

Die Großspeicher siedelt man an ehemaligen Kraftwerkstandorten an, wo man eigentlich auch gleich eine PV-Freiflächenanlage dazu stellen kann. Auch PV mit integriertem Speicher direkt beim Verbraucher kommt mit den vorhandenen Stromanschlüssen aus, nicht nur bei Eigenheimen, auch auf Dächern und Freiflächen in der Innenstadt, wie auch auf dem Gelände von Gewerbe- und Industriebetrieben. Da kann man auch überall eine gute Portion mehr installieren, als man selber verbraucht, das macht der vorhandenen Stromanschluss alles mit.

Windräder und PV-Freiflächenanlagen in der Pampa brauchen freilich wirklich neue Stromleitungen. Vermutlich auch noch Autobahnraststätten und Autobahnparkplätze, wenn die Elektromobilität richtig in Gang kommt.

Soviel gibt es da insgesamt nicht auszubauen. Meistens überhaupt nichts. Aber die haben offenbar die Macht, ihren lukrativen Unsinn durchzuziehen.

„Die wehren sich mit Händen und Füßen gegen den Markteintritt von neuen Wettbewerbern.“

Die wollen sogar den viel billigeren Kohlestrom mit immer noch teurerem Gasstrom ersetzen, und dabei noch gute Kraftwerke abreißen um dann Neue zu bauen. Die allesamt bald nur noch phasenweise Strom liefern müssen. Ein riesiges Milliardengrab. Vermutlich komplett via Subventionen auf Kosten der Steuerzahler und natürlich auf Kosten der privaten Stromkunden.

Wem es besser geht, und ein Eigenheim sein Eigen nennen kann, der kann sich dem ganz gut entziehen, sofern er ein Dach mit genug Sonne hat. Die anderen müssen zahlen, aber richtig.

Und wie gesagt, dass wäre überhaupt nicht teuer, das alles vernünftig zu machen. Es wäre sehr viel billiger, vor allem für Privatkunden, aber auch für Gewerbekunden und Industrie.

Ein wesentlicher Profiteur in diesem Drama scheinen durchaus die Öl- und Gaskonzerne und die Förderländer dabei zu sein. Bei denen bleibt wohl noch sehr viel mehr Profit hängen, als bei den Stromkonzernen, wenn die ihre Strategie tatsächlich weitertreiben können.



Kommentar vom 24.05.2026 12:46
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/nicht-zu-viel-solarstrom-zu-wenig-batteriespeicher-fossile-desinformation-auch-zu-pfingsten-2026/#comment-204982

@Hauptartikel

„Der bne beziffert den Rückstau bei Großspeicherprojekten auf über 100 GW installierter Leistung mit mehr als 200 GWh Speicherkapazität – nach Verbandsangaben allesamt wartend auf Netzanschluss.“

Das ist ja Wahnsinn. Diese Kapazitäten würden reichen, täglich 3 bis 4 Stunden des aktuellen Stromverbrauchs zu speichern und wieder einzuspeisen. Dann wären im Sommerhalbjahr jede Menge Tage, wenn es auch noch etwas windig ist, eine rein regenerative Versorgung möglich.

Und alle Gas- und Kohlekraftwerke könnten pausieren. Und der Strom wäre billiger für alle.

Dazu kommen dann noch Kleinspeicher und bidirektional angeschlossene E-Autos. So können das bald Wochen werden, indem alle fossilen Kraftwerke abgeschaltet sind.

Und diese Blockade bremst natürlich auch noch den Zubau von weiterer PV und auch Windrädern. Vielleicht könnte man sich helfen, neue Anlagen gleich mit hinreichendem integriertem Speicher auszustatten? Dann spart man ja auch noch die zusätzlichen Durchleitungsgebühren für die reine Speicherfunktion.

Ebenso könnte man bestehende PV-Anlagen und Windräder nachträglich mit eigenem Speicher ausstatten.

Was sich finanziell wirklich immer noch überaus lohnt, sind PV-Anlagen auf dem eigenen Dach, dass man seinen eigenen Strom selber herstellt. Natürlich auch mit Speicher und/oder angeschlossenem E-Auto. Auch die eigene Wärmepumpe könnte einen Teil des selbstproduzierten Stroms verbrauchen.

Und man kann auch einfach die PV-Anlage wie den Speicher etwas größer dimensionieren, und so noch Strom für die Nachbarschaft mitproduzieren. Wenn man schon mal dabei ist.

„Sieben Maßnahmen gegen negative Strompreise im Überblick

Großspeicher – Netzanschlussverfahren beschleunigen
Heimspeicher – in Markt- und Netzprozesse integrieren
Elektrofahrzeuge – intelligentes und bidirektionales Laden als Standard
Smart Meter – Rollout beschleunigen, flexible Tarife ermöglichen
Dach-PV – Wechsel in die Direktvermarktung erleichtern
Konventionelle Kraftwerke – konsequente Abregelung bei Überschuss
Netzentgelte – dynamische Entgelte im AgNes-Prozess verankern“

Kann ich jeden Punkt auch nur unterstützen. Und das macht alles den Strom auch noch günstiger, nicht nur emissionsfrei und mit weniger Abhängigkeiten. Und das macht neue Erdgaskraftwerke wirklich überflüssig.

Und angesichts der aktuellen Weltmarktpreise für Öl und Gas wäre das alles eine wahre Wohltat. Auch für alle, die auf den fossilen Mist noch angewiesen sind.



Kommentar vom 23.05.2026 23:25
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/demografie-und-die-knappheitsluege-wie-wissenschaft-fuer-rechtsmimesis-missbraucht-wird/#comment-204876

@Michael 23.05. 18:03

„Dies unterstreicht nach meiner Einschätzung, wie sinnwidrig das bis heute zu hörende Geschwätz über Evolution als „Überleben“ eigentlich ist. Jedes Überleben ohne Reproduktion führt in die biologische Sackgasse.“

Kommt auf die Lage an. Bevor man seine Ressourcen völlig übernutzt, wäre eine Populationsschrumpfung sinnvoll. Insbesondere wenn man solchen Einfluss auf die Ökosysteme hat, wie wir Menschen das haben.

Auch macht es Sinn, wenn Individuen, die viele schädliche Mutationen tragen, keine Kinder haben.

Nebenbei ist die Sterblichkeit ja auch so sinnvoll, damit sich dann genetische Innovationen schneller ausbreiten können. Die Sterblichkeit macht einfach mehr Platz frei für die Evolution.

Und andersherum muss sich die Biologie auch immer wieder mit kulturellen Innovationen auseinandersetzen. Dabei hilft es ungemein, wenn das schneller gehen kann, weil der Generationszyklus möglichst kurz ist.

Natürlich müssen wir auch lange genug leben, um unser ganzes kulturelles Leben auch ausfüllen zu können.

So haben sich dann wohl auch die üblichen 70 bis 80 Jahre als Kompromiss für den Menschen biologisch eingependelt.

Nebenbei geht es beim Menschen auch immer um Gemeinschaften, die sich reproduzieren müssen. Wenn Einzelne nur mithelfen, und andere bei ihrer Elternschaft unterstützen, verfehlen die keineswegs ihre auch evolutionäre Aufgabe. Und ihre Gene leben ja auch in denen der ganzen Gruppe weiter, letztlich in der ganzen Menschheit.

Und es hilft freilich wenig, wenn man zahlreiche Kinder großzieht, die dann am Ende doch im Atomfeuer gebraten werden.

Risiken muss man aber nun eingehen. Das gilt auf vielen Gebieten. Damit ist die Evolution auch von Grund auf vertraut, sie macht letztlich nichts anderes, als ständig alles mögliche auszutesten. Repariert wird dann in der Realität der Phänotypen.

Was machen derweil die wirklichen Geisteswelten? Auch noch mitspielen? Solange, bis wir wirklich im Bilde Gottes werden?

Und was wird noch aus unseren Maschinen? Das finde ich ganz schön spannend.



Kommentar vom 23.05.2026 12:32
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/demografie-und-die-knappheitsluege-wie-wissenschaft-fuer-rechtsmimesis-missbraucht-wird/#comment-204780

@Michael 23.05. 10:17

„Dennoch sehe ich zwischen Kultur und Natur keinen Gegensatz, da ohne ausreichend Kinder auch keine kulturelle Tradition (etwa Sprache, Demokratie, Religion usw.) mehr evolvieren kann.“

Auch die Lebensspanne des Individuums wie der Wechsel der Generationen sind doch ein wesentlicher Rahmen von Kultur. Würden wir ewig leben und keine Kinder brauchen, wäre die zu beobachtende Kulturentwicklung eine völlig andere.

Es würde gar nicht funktionieren, man würde über die Jahrhunderte „verstopfen“ und kaum noch was Neues hervorbringen können.

Der Preis dafür ist, dass unsere Kinder immer wieder alles neu lernen müssen. Aber die Kinder können bei der Gelegenheit Veraltetes gleich weg lassen, bis es ganz vergessen wird.

Es könnte spannend werden, wenn wir Roboter mit Bewusstsein und Kultur haben, die unsterblich sein könnten. Auch die könnten irgendwann ausgemustert werden, um von Systemen ersetzt zu werden, die alles von Grund auf neu einträiniert bekommen.

„fließen doch unsere digitalen Posts & Drukos direkt zu Menschen und KI-Anwendungen.“

Es geht so der Austausch einfach viel schneller. Und braucht kein Papier. Dafür aber Strom, Datenrate und Hardware.



Kommentar vom 22.05.2026 23:42
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/demografie-und-die-knappheitsluege-wie-wissenschaft-fuer-rechtsmimesis-missbraucht-wird/#comment-204725

@Michael 22.05. 21:07

„Hier liegen wieder Wechselwirkungen vor: Kinder bringen die Themen, Fragen und Technologien der neuen Zeit auch zu den Eltern. Jede glückliche Familie ist ja auch dialogisch.“

OK, da kann ich mich dran erinnern, aus meiner eigenen Jugend. Ich selber hatte ja keine Kinder, und auch mein durchaus reichhaltiges Umfeld auch kaum. Dass dürfte ein relevanter Effekt sein.

„Paradoxerweise droht damit die demografische Traditionalismusfalle: In kinderarmen Gesellschaften überwiegen Beharrung und Abstiegsängste, was wiederum zu weniger Kindern führt…“

So geht es dann ganz schön den Bach runter.

„Zugleich wird das Erbe auf mehr Köpfe verteilt, was zu einer besseren, auch dynamischeren Vermögensverteilung führt.“

Insofern ist das Erben ziemlich unwirksam, weil es allermeistens erst kommt, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Dann geht es nun mit Erbe einfach sehr viel besser, nur die Enkel haben da nichts mehr von. Und können auch wieder selber nur Erben, wenn auch ihre Kinder wieder aus dem Haus sind.

Entsprechend wären wirksame Erbschaftssteuern ziemlich sinnvoll, wenn man diese Einnahmen denen zuführt, die gerade voll im Stress mit ihrer Familie sind.

„Wenn wir etwa via Solarpunk keine lebensbejahenden Zukunftsbilder anbieten,“

Genau, das müsste helfen.

„Gerade auch Familien brauchen nicht einfach nur Geld auf dem Konto, sondern gute Schulen, Jugendarbeit, Gesundheitsfürsorge, eine stabile Wirtschaft.“

Insbesondere auch Familien, wo das Geld gar nicht das Problem ist.

„Es geht ja um nicht weniger als das Leben und die Evolution in ihren drei Schritten: Variation (Vielfalt), Selektion (Wettbewerb, auch Partnerwahl) und Reproduktion (Nachwuchs). Wer den dritten Schritt gesellschaftlich verbaselt, scheidet aus der Gestaltung der Zukunft aus.“

Teil der Evolution sind aber auch ganze Populationen. Da kann es mal länger ordentlich schrumpfen, und später dann wieder wachsen. Solange die Population groß genug ist und nicht genetisch dabei verarmt. Was bei bald 10 Milliarden Menschen kein Thema ist.

Wir können aber gucken, wie wir dennoch nur langsam schrumpfen, weil eben mit der Schrumpfung auch ganze Sozialsysteme leiden. Das ist ein speziell menschliches Problem. Wir brauchen die Kinder auch, um als Gesellschaft jung, frisch und aufgeschlossen zu bleiben.

Ansonsten, wenn ich kinderlos bleibe, was solls. Meine Gene gibts in mindestens hundertfachen, wenn nicht sogar zehntausendfachen Kopien bei anderen Mitgliedern der Population. So schnell scheiden meine Gene mit meinem Tod nicht aus.

Überhaupt hat die Evolution sowieso ständige Arbeit damit, schädliche Mutationen wieder auszusortieren. Das funktioniert ganz gut, wenn einzelne Individuen, die gleich eine ganze Reihe solcher Mutationen abgekriegt haben, ohne Nachwuchs bleiben und so den ganzen Genpool dann verbessern. Das ist keine Schande, sondern einfach nur Biologie, wie sie eben funktioniert.

Überhaupt macht man als Mensch doch vor allem Kulturarbeit, wie man eben kann. Meine ich. Und jetzt in diesen Zeiten ganz besonders?



Kommentar vom 22.05.2026 16:14
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@Michael 21.05. 23:59

„Denn hier greift eine komplexe Wechselwirkung: Wer mehr Kinder hat, kommt auch häufiger mit Religion(en) in Berührung. Und wer keine hat, driftet häufiger aus den Gemeinden.“

Was ein Argument wäre, dass die Förderung der Religionen auch nicht so viel nützt.

„Ich halte Demografie für eine interdisziplinäre Schlüsseldisziplin – leider auch zur Mit-Erklärung der Rechtsmimesis.“

Wer Kinder hat mag progressiver sein, und zieht dahin wo es progressiver zugeht. Entsprechend hat man in den Städten weniger AfD, auf dem Land, wo junge Familien wegziehen umso mehr. Einfach aufgrund der Migrationsbewegungen entmischt sich das dann spürbar.

Werden die Leute denn progressiver, wenn sie mehr Kinder haben? Oder haben eben nur die Progressiveren dennoch mehr Kinder? Dann würden mehr Kinder ja auch nicht zu mehr progressive Eltern führen.

Entsprechend werden wir die Rechtsmimesis mit mehr Kindern gar nicht los?

Die Leute könnten aber zufriedener und zukunftsorientierter werden, wenn junge Familien erfolgreich gefördert würden, und wir vielleicht tatsächlich auf um die 1,8 Kinder pro Frau kämen. Und die Nachfrage für Investitionen, die hätten wir defintiv.

Gucken, wie wir dahin kommen, wäre also eine gute Idee.

Die höher Qualifizierteren bräuchten nicht unbedingt mehr Geld, dafür umso mehr wirklich verlässliche Betreuungsangebote und teilweise auch mehr Möglichkeiten, in Teilzeit qualifizierte Arbeit leisten zu können. Die weniger Qualifizierten bräuchten wohl vor allem einfach mehr Geld.

Man muss hierbei bedenken, dass schon mal 15 % der Paare aus biologischen Gründen keine Kinder haben können. Dazu kommen noch mal vielleicht 15 %, die aus psychologischen Gründen mit der Elternrolle überfordert wären. Es müssen also die verbleibenden 70 % die Kinder alleine bekommen. Was bedeuten würde, dass man letztlich 3 oder 4 Kinder anstreben muss, damit das am Ende endlich passt.

Das kommt dann schon in die Nähe eines Vollzeitjobs, für 10 bis 20 Jahre, für den ein Elternteil zuhause bleiben muss, bzw. beide Elternteile nur noch eine halbe Stelle arbeiten können. Dass die dann Unterstützung gut brauchen können, dürfte klar sein.



Kommentar vom 21.05.2026 23:30
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/demografie-und-die-knappheitsluege-wie-wissenschaft-fuer-rechtsmimesis-missbraucht-wird/#comment-204550

@Michael 21.05. 16:49 / 17:22

„Wieder wird individualistisch über Geldzahlungen vom Staat diskutiert, statt über die dringend notwendigen Investitionen in Verkehr, Bildung, Energiewende, Wirtschaft.“

Die dringend benötigte Aufrüstung auch noch.

Aber es fehlen hier doch öffentliche Anstrengungen und öffentliche Gelder. Mehr Steuern auf Kapital aller Art könnten das ändern. Dann fehlen aber teilweise auch noch Arbeitskräfte. Wir haben zwar jede Menge Arbeitslose, aber denen fehlen einfach meistens die gefragten Qualifikationen.

Wenn man woanders einsparen kann, klappt es aber eventuell besser. Weniger staatliche Bürokratie und deren Automatisierung durch KI kann Staatsangestellte und öffentliche Gelder frei machen, und weniger Konsum bzw. weniger Konsumwachstum im Zusammenhang mit Produktivitätswachstum macht dann auch Arbeitskräfte frei.

Die dann eben die Investitionen in Verkehr, Bildung, Energiewende, Wirtschaft umsetzen können. Da sollten wir in der Tat gucken, was da jetzt wirklich machbar wäre.

„Ich denke dagegen, dass wir die Demokratie erst einmal wieder ertüchtigen (statt kaputtsparen) sollten, bevor es ums Geldverteilen geht.“

Na irgendwie muss es ja auch verteilt werden. Es gibt schon Leute, die zu wenig Geld haben. Bei weitem aber nicht alle. Verbreitet gehört es aber wohl zum Menschen, dass da immer Wünsche offen sind. Wobei es aber schon manche weniger gut Verdienende gibt, für die es in den letzten Jahren wirklich deutlich schwieriger geworden ist.

„Nur verschlimmern die Einsparungen nach meiner Auffassung den Nachfrage- und Investitionsrückgang aufgrund der säkularen Geburtenimplosion.“

Wo wir eine Nachfragekrise haben, sollten wir in der Tat diese in den Blick nehmen, und eben investieren, praktischerweise noch in wirklich Sinnvolles. Und das gibt es ja wirklich.

Und eben mehr Kinder, das sind eben auch sinnvolle Investitionen, rein finanziell gesehen. Nebenbei tragen die das Leben weiter. Und sind die Zukunft.

Hat nur noch keiner ausprobiert, wie das denn gehen soll. Nicht mal eine Trendwende ist irgendwo zu verzeichnen. Die Haredim und Amish schon, aber wer kann und wer will so leben?

Oder generell Religion fördern? Ich habe damals aus Glaubensgründen mich vom Religionsunterricht befreien lassen. Mein bester Kumpel war Moslem, und der konnte das entsprechend verweigern. Da dachte ich, das kann ich doch auch. Meine Eltern haben das unterschrieben, und schon war ich das los.

Naja, und ich bin dann auch kinderlos geblieben. Das muss aber nicht da dran gelegen haben. Bis in die 90er rechnete ich damit, dass der Kalte Krieg doch noch heiß wird, und erst in den letzten Jahren dämmerte es mir, dass wir auch mit 10 Milliarden Menschen ganz gut mit den Grenzen des Planeten klar kommen können. Wenn wir es nur vernünftig machen. Ein paar weniger können es noch werden, aber offenbar ist die derzeitige Unterjüngung in diesem Ausmaß gar nicht gut.

Sollte das die wesentliche Ursache für die weltweit grassierende Rechtsmimesis sein, wäre das auch für den Planeten ein Problem. Der vernünftige Umgang mit den Grenzen das Planeten wird damit sehr viel schwieriger. Dazu passen dann wiederum weniger Menschen.



Kommentar vom 21.05.2026 15:23
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/demografie-und-die-knappheitsluege-wie-wissenschaft-fuer-rechtsmimesis-missbraucht-wird/#comment-204497

@Hauptartikel

„Denn sowohl durch neue Technologien wie aktuell KI wie auch durch erneuerbare Heimat-, Friedens- und Wohlstandsenergien sind enorme Produktivitätsgewinne möglich,…“

In der Tat sind Investitionen in Grüne Technik im eigenen Land ein nachhaltiger Wohlstandsfaktor. Wenn man den noch gut verteilt, haben alle was davon. Ebenso eine globale Initiative in offene Software für so ziemlich alles. Weit über Europa hinaus.

„Entsprechend plädierte der deutsch Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) sogar bereits für ein zukünftiges „bedingungsloses Grundeinkommen“.“

Das soll es auch nicht unbedingt sein, dass z.B. ein drittel der Arbeitsfähigen gut versorgt ohne Arbeit klarkommen müssen. Aber ein Grundeinkommen könnte die soziale Komponente im Steuer- und Abgabensystem und der sozialen Sicherung vereinfachen. Das fände ich schon attraktiv.

Ganz ohne mehr Menschen, die wirklich untätig wären. Aber auch kein übermäßiger Stress, der überhaupt nicht nötig ist.

Wenn jeder einen relativ festen Betrag gutgeschrieben bekommt und dann aber auf jegliche anderen Einkünfte einen einheitlichen Abgabensatz zahlen muss, wäre das sehr einfach und überschaubar. Dann wird auch jeglicher Zugewinn gleich besteuert, insbesondere auch Kapitalerträge, Erbschaften und auch auf höhere Arbeitseinkommen werden dann die gleichen Abgaben an Kranken- und Rentenkassen fällig.

Das würde dann auch Familien ganz automatisch fördern, wenn für jedes Kind der gleiche Grundbetrag gutgeschrieben wird. Und eine entsprechende Grundrente ist dann sowieso gesichert.

Naja, das wäre allerdings schon ein hochkompliziertes Projekt, sowas dann umzusetzen und die Menschen dafür zu begeistern.

Im Prinzip geht es mir auch gegen Verschwendung aller Art, die man nicht noch fördern sollte, nur damit genug Steuern eingenommen werden können. Das wäre so ein Traum von mir. Da finde ich jede Idee gut, die dahin führen könnte.



Kommentar vom 21.05.2026 00:18
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-204413

@Michael 20.05. 22:37 / t-online Kaneva

„Sackt das Level unter eine bestimmte Menge, bricht das ganze System zusammen. "Der Kreislauf ist entscheidend", so Kaneva.“

Das kann ich jetzt allerdings nicht nachvollziehen. Aber steigen könnte der Ölpreis wohl schon weiter. Wenn eben die Lagervorräte aufgebraucht sind.

Es wird einfach vielen das Geld für diese Preise ausgehen. Dass man eben nicht mehr mit dem Flieger in den nächsten Urlaub fliegt. Oder echt das Auto stehen lässt und mit Bus und Bahn oder mit dem Fahrrad fährt.

Insbesondere bei einzelnen Leuten, aber auch ganzen Ländern, die nicht so viel Geld haben.

„Jede Wärmepumpe (statt Verbrennung von Gas) und jedes Elektroauto (statt Verbrennung von Öl) machen uns unabhängiger, schützen Menschen und Mitwelt.“

Was nicht innerhalb von Wochen und Monaten funktioniert, aber schon in wenigen Jahren maßgeblich werden kann. Zumal man ja auch seinen Konsum reduzieren kann, nicht nur um direkte fossile Kosten zu sparen, sondern auch noch, um Geld für eigene Grüne Technik zu mobilisieren

@Realo 20.05. 17:41

„Es ist doch Sonnen klar dass die Grünen immerzu gegen AKWs wettern und die Regierung entscheidet, das habe ich niemals in Abrede gestellt….. „

Merkels Atomausstieg kam aber auch in einer Zeit mit schon wachsendem Ökostromanteil und gleichzeitig sehr billigem russischem Gas. Und offenbar war man einfach nicht flexibel genug, als mit dem Ukrainekrieg Erdgas um ein Mehrfaches teuer wurde. Wir hätten die letzten 3 Kernkraftwerke besser weiterlaufen lassen sollen.

Und jetzt wird Erdgas noch viel teuer. Auch Zeit, endlich die Pläne für die neuen Gaskraftwerke zu verwerfen, und das Geld lieber für die weitere Energiewende auszugeben, insbesondere auch für die Markteinführung der Wasserstofftechnik und von Redox-Flow-Batterien.

Einfach die alten Kohlekraftwerke weiterlaufen lassen. Der Strom daraus ist doch sowieso viel billiger als der von Gaskraftwerken. Was soll dieser Unsinn? Meine Gastherme kann ich jetzt nicht ersetzen, ich muss auf die Fernwärme warten. Aber die Kohlekraftwerke können doch noch 10 Jahre weiterlaufen, bis wir gar kein fossiles Backup mehr brauchen. Die sind doch noch gut.



Kommentar vom 20.05.2026 17:37
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-204385

@Realo 20.05. 11:18

Unser grundlegendes Problem ist, dass wir, durchaus aus Fleiß und Kreativität, zu einem Hochlohnland, damit „automatisch“ auch zu einem Hochpreisland geworden sind.

Der Automatismus liegt doch in den Währungswechselkursen. Wer länger mehr exportiert als importiert steigert den Wert der eigenen Währung. So werden die eigenen Exporte für das Ausland teurer und die Importe aus dem Ausland billiger. Im Prinzip regelt sich das selber, und funktioniert dennoch.

Da kann man mit klarkommen. Aber eine gewisse Herausforderung für den eigenen Arbeitsmarkt ist automatisch damit verbunden. Da muss man dann einfach auch mal mit weniger Arbeitsvolumen auskommen. Und etwa einfach auch mal die Arbeitszeiten reduzieren.

Solange es den Arbeitern nicht langweilig wird, sehe ich das echt unproblematisch.

Wir haben jetzt allerdings mit dem Euro und der innereuropäischen Freizügigkeit noch andere Effekte. Dieser Wechselkursausgleich ist innerhalb des Euroraums ausgesetzt, mit der Folge, dass deutlich weniger Arbeitsplätze weggefallen sind. Mit der Folge, dass Millionen EU-Binnen-Einwanderer hier Arbeit gefunden haben.

Dafür betrifft der Wechselkurseffekt jetzt den ganzen Euroraum. Hier in der Mitte boomt es teilweise noch, während allerdings an den Ränder des Euroraums immer mehr Verfall einsetzt. Bei uns hier vor allem auch in Ostdeutschland.

Da müssen wir mit leben, und wir müssten die Ränder fördern, wenn wir wollen, das nicht noch mehr Leute da wegziehen und in vielen von unseren Städten die Wohnungsnot immer weiter eskaliert.

„Wie würden Sie die Probleme (Hochlohnland,….) kreativ angehen????“

Wie gesagt, die Folgen für uns sind vor allem Wohnungsnot in vielen Städten, auf dem Land dagegen Verfall, vor allem in Osteuropa, aber auch z.B. in Ostdeutschland. Das kann auch einfach so bleiben, obwohl es klar suboptimal ist. Geht doch trotzdem.

Langfristig helfen tun aber auch eigene Importe. Etwa aktuell billige Grüne Technik aus China. Das entlastet auch den Euro wiederum – und die billigen Chinesischen Waren freuen auch den Verbraucher.

„Jetzt sitzen wir auf den hohen Löhnen und Preisen schlittern womöglich in einen Krieg und haben große Probleme.“

Der Krieg ist m.E. ein reines Putinproblem. Wenn wir stark genug werden, werden wir den voraussichtlich vermeiden können. Aber wir müssen da richtig effektiv Aufrüsten, anscheinend gerade in die Drohnentechnik. Und langfristig nicht noch mal den Fehler machen, mit Gasimporten Putins Kriegskasse wieder aufzufüllen.

@Michael 20.05. 15:02

„Moment mal, @Realo – die deutschen AKWs wurden nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima in Japan durch eine CDU-geführte Bundesregierung runtergefahren!“

Nur hat man dann billiges russisches Erdgas als Übergangsenergie gewählt. Was seit Beginn des Ukrainekriegs allerdings komplett gescheitert ist. Ich war auch damals schon entschieden dafür, angesichts dieser Situation die alten AKWs so lange wie möglich dann doch noch weiter zu betreiben. Und bin jetzt genauso dafür, die alten Kohlekraftwerke noch weiter als Backup zu nutzen.

Solange, bis wir genug Erneuerbare und Speicher wirklich stehen haben. Das betrifft nicht nur die Kosten, sondern auch die Versorgungssicherheit. Wenn das im Iran so weitergeht, ist mir unklar, wie wir bis zum nächsten Herbst unsere Erdgasspeicher wieder füllen sollen.



Kommentar vom 20.05.2026 16:14
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/bedrohen-demografie-rechtsmimesis-inzwischen-die-republik-auch-ueber-sachsen-anhalt-aus/#comment-204371

@Minibusse auf der Autobahn

KI-gesteuerte Fahrzeuge könnten auch mit 1 Meter Abstand auf der Autobahn in der Windschattenkolonne fahren, das spart viel Energie. Und noch mehr Platz auf der Straße. Die Reichweite würde damit auch einfacher. Geht der Akku zur Neige, einfach den nächsten Parkplatz anfahren und in ein frisch aufgeladenes Fahrzeug umsteigen. Das Wiederaufladen hat dann Zeit.

Wenn die Fahr-KI entsprechend kompetent ist, könnte man auch mit 150 Kmh oder noch schneller unterwegs sein. Der Mehrverbrauch macht nicht so viel aus, wenn die Fahrzeuge gut besetzt sind, und wenn eben im Windschatten gefahren werden kann. Staus wird es dann auch kaum mehr welche geben, und die Autobahn wäre auch entsprechend frei, dass man dauerhaft wirklich schnell fahren kann.



Kommentar vom 20.05.2026 15:43
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/bedrohen-demografie-rechtsmimesis-inzwischen-die-republik-auch-ueber-sachsen-anhalt-aus/#comment-204369

@Michael 20.05. 06:59

„kommen täglich mehr fahrende Batteriespeicher sogar mit Bundesförderung auf die Straße: Elektroautos.“

Wenn wir 20% Elektroautos mit einer Kapazität von je 80 Kwh hätten, dann wären das bei 50 Autos auf 100 Einwohner dann 8 Kwh Speicherkapazität pro Einwohner. Bei einem Prokopfverbrauch von ca 16 Kwh Strom am Tag wäre das dann eine halbe Tagesleistung.

Das wäre schon genug, um den Solarüberschuss von Tagsüber auf den Abend und die Nacht zu verteilen, und auch erhebliche Teile der Windenergieschwankungen insbesondere im Winter könnten so zwischengespeichert werden.

Dazu kommen dann noch die fest installierten Speicher insbesondere direkt am Produktionsort oder direkt beim Verbraucher.

„Das kommt ja auch dem von Dir mehrfach vorgeschlagenen eSammeltaxi-System schon sehr nahe!“

Der Erste Schritt wären schon mal Carsharing von Elektrofahrzeugen, was besser läuft als mit Verbrennern. Die Verbrenner sollen schneller verschleißen, wenn sie ständig von anderen Fahrern gefahren werden. Den Effekt hat man bei Batteriefahrzeugen nicht. Außerdem halten Batteriefahrzeuge länger und schaffen ein Mehrfaches an Lebensdauerkilometerleistung.

Wenn jetzt noch die elektrischen Carsharingfahrzeuge selbständig zum Kunden und auch zur Ladestation hinfahren können, dann wird das deutlich praktikabler.

Wenn dann überhaupt die Fahrzeuge selber fahren können, möglichst noch bei jedem Wetter, dann könnten sie auch von Leuten genutzt werden, die gar keinen Führerschein haben. Insbesondere etwa von Kindern auf dem Land, dass die so alleine ohne Begleitung zur Schule fahren können.

Dann ist es nicht mehr weit, auch noch eine Sammeltaxifunktion zu implementieren. Wer Lust hat kann dann mit mehreren anderen die gleichen Strecken fahren. Dann wird es wirklich sparsam, und die Staus auf den Straßen verschwinden auch noch. Und das könnte so billig werden, dass sich normaler Busverkehr gar nicht mehr lohnt. Und auch auf weiten Strecken wäre das viel billiger als etwa die Bundesbahn. Wenn auch nicht ganz so schnell.

So käme man dann auf nur noch 10 oder maximal 20% der aktuellen Fahrzeugflotte. Und neben Riesenkostenersparnissen werden insbesondere in der Städten reichlich Parkplatzflächen frei. Und die Parkplatzsuche würde natürlich auch entfallen, was schon auch viel ausmacht.

Und die 10 der 20 % wäre auch genug Netzunterstützung, wenn die alle biderektional angeschlossen wären, wenn sie gerade nicht im Einsatz sind. Viel mehr Kurzfristspeicher bräuchten wir gar nicht.

Wie die Autoindustrie damit klarkommen würde, wäre freilich ein anderes Problem. Was den Rohstoffbedarf betrifft, wäre das Sammeltaxisystem jedenfalls auch ein Gamechanger.

Bei deutschem Lebensstandard wären das dann weltweit 0,5 bis 1 Milliarde Fahrzeuge. Durchaus weniger, als aktuell weltweit im Einsatz sind. Felo.ai sagt mir: „Eine Analyse von März 2025 schätzt die Anzahl der weltweit in Betrieb befindlichen Personenkraftwagen auf etwa 1,45 Milliarden.“

Wenn dann noch viele Minibusse mit um die 10 Sitzplätze dabei sind, braucht es noch weniger Fahrzeuge. Andererseits könnte auch deutlich mehr gefahren werden, wenn es entsprechend flott und billig vorwärts geht. Ob es nun zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen oder in den Urlaub geht. Und alkoholisiert aus der Disko nach Hause wird so auch gleich einfacher.



Kommentar vom 20.05.2026 00:01
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-204298

@Realo 19.05. 09:59

„Nur haben wir ein riesiges Wohnungsproblem und die Frage wie die Wohnungen und Häuser finanziert werden.“

Die Neubauten sind aber auch energieeffizienter und gleich mit PV-Anlage mit integriertem Speicher ausgestattet. Entsprechend günstiger sind die Nebenkosten, dann darf der Bau auch teurer sein. Die Kommunen haben es aber schon in der Hand, wieviele Grundstücksflächen sie als Bauland ausweisen. Das macht auch dicke Unterschiede.

„Ich nehme an Sie wissen wie es sich heutzutage verhält (Zuwanderer)?“

Neben Zuwanderung aus der EU und von Außerhalb gibt es auch noch eine Binnenmigration vom Land in viele Städte. Das zusammen macht dann erst die Wohnungsnot. Die auch gar nicht generell herrscht, nur in vielen Städten und in manchen Städten ganz besonders. Hier in NRW gibt es etwa Münster oder Düsseldorf, wo es völlig unbezahlbar ist. Aber auch Duisburg, Gelsenkirchen oder Hagen, wo Leerstand und Verfall grassiert.

Auch deswegen würde ich dringend empfehlen, das jede Kommune selber bestimmen soll, wieviele Zuwanderer sie haben wollen. Soweit die das steuern können zumindest.

„Die Meisten werden sehr traurig, wenn sie beobachten müssen, wie in der Umgebung Jobs abgebaut werden und beginnen zu rechnen wann sie selbst dran sind….“

Deswegen wäre ich auch lieber für kürzere Arbeitszeiten als für weniger Arbeitsplätze. Wer will schon wirklich gar nichts zu tun haben? Da fallen mir nur Alkoholiker ein, aber auch die würden lieber doch auch wenigsten einen einfachen Job machen, aber sie können einfach oft nicht mehr. Und sind schon mit 45 oder 50 seelisch und körperlich hinüber.

„Früher, als noch der Kommunismus für ordentliche Konkurrenz gesorgt hat, war der „Kapitalismus“ recht human, dann ist er bei uns untergegangen, seither ist der Kapitalismus „ausgeflippt“.“

Da könnte was dran sein. Insbesondere Vermögens- und Erbschaftssteuern waren zu Zeiten des Kalten Kriege deutlich höher als heute.

„Den Jungen geht es schlechter als der Elterngeneration und ist auch noch von Arbeitslosigkeit und womöglich von Krieg bedroht……“

Naja, früher konnten sich in der Tat junge Leute eher ein Auto leisten. Aber die Qualität der Fahrzeuge ist heute sehr viel höher, und entsprechend eben auch teurer. Dazu gibt es heute Standardausgaben, die es damals gar nicht gab, also etwa Computer mit Telefon- und Internetflat plus das Smartphone noch dazu. Auch sind heute die durchschnittlichen Wohnungsgrößen deutlich größer. Das ist ein sehr schleichender Prozess, dass das kaum auffällt. Aber das macht Unterschiede.

Und die Bedrohung durch Russland heute scheint mir doch wesentlich kleiner zu sein als die Gefahr, mit der wir im Kalten Krieg leben mussten.



Kommentar vom 19.05.2026 14:06
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/bedrohen-demografie-rechtsmimesis-inzwischen-die-republik-auch-ueber-sachsen-anhalt-aus/#comment-204237

@Michael 19.05. 07:42

„Jedes Elektroauto reduziert die deutschen Öl-Importe und fungiert zugleich als fahrender Batteriespeicher.“

Und zusammen mit fest installierten Kurzfristspeichern ergibt sich bald die Möglichkeit, noch mal doppelt so viel PV im ganzen Land zu installieren. So reicht der Solarstrom auch für den ganzen Abend und die ganze Nacht.

Danach wäre es in Sicht, dass man über das ganze Sommerhalbjahr durchgängig Überschüsse hat, um daraus dann Wasserstoff herzustellen.

Und mit jeder Stunde, die die alten Kohlekraftwerke noch laufen, sparen wir entsprechende Mengen Erdgas ein. Das ist nicht nur viel billiger, es hilft im Moment sogar, die Versorgung für den nächsten Winter sicherzustellen.

Keiner weis jetzt wohl, wie lange die Straße von Hormus noch blockiert ist. Und teuer war das Erdgas vorher schon.



Kommentar vom 19.05.2026 12:13
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/bedrohen-demografie-rechtsmimesis-inzwischen-die-republik-auch-ueber-sachsen-anhalt-aus/

@Michael 19.05. 07:42

„Indien ist stark von den Folgen des Iran-Kriegs getroffen – das Land ist der drittgrößte Ölimporteur weltweit, die Hälfte der Importe stammt aus der Golfregion. Zudem werden in Indien aktuell 73 Prozent des Stroms mit Kohle erzeugt.“

Insbesondere für Fahrzeuge geht dort viel Öl drauf. Einerseits gibt es derzeit kaum E-Autos als Gebrauchtwagen, dafür baut man in Indien auch sowieso schon sehr kleine Fahrzeuge. Die dürften auch in der E-Version kostengünstig sein, wenn denn auch der Ladestrom günstig ist.

Und da hat Indien Potential. Erst mal doppelt so viel PV-Ertrag als in Mitteleuropa, und dann können Indiens Kohlekraftwerke recht günstigen Backupstrom liefern, solange dort die Energiewende noch nicht komplett ist. Und die Kohle hat man vermutlich sogar noch im eigenen Land.

Den deutschen Erdgasunsinn spart man sich da offenbar. Das ist keine Übergangsenergie, das ist angesichts der Kriege in der Ukraine und der Golfregion einfach nur sehr, sehr teuer. Sozusagen eine finale Vergoldung der auslaufenden Karbonblase.



Kommentar vom 19.05.2026 01:00
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-204152

@Realo 18.05. 14:38

„Es geht nicht darum, dass nur 2 Menschen einen Rentner (und womöglich auch noch die vielen Arbeitslosen) ernähren müssen….“

Die Produktivität steigt eben immer weiter, und noch mehr neuer Konsum darf auch weniger neu dazukommen. So lassen sich auch immer mehr Rentner versorgen. Und auch der Kindermangel verursacht doch eine Nachfragekrise, dass es weniger Waren braucht, insbesondere weniger Neubau von passenden Familienwohnungen.

„Vielmehr ist es so, dass lange schon die Maschinen, Computer, Roboter und neuerdings die KI die wirklich „Arbeitenden“ bestens „unterstützen“.“

Man schafft dann eben auch sehr viel mehr, als man wirklich braucht.

Ich sehe da keine wirklichen Probleme. Nicht, solange wir beharrlich solidarisch miteinander umgehen.

Eigentlich sogar Zeiten, in denen man mehr Kinder haben könnte.



Kommentar vom 19.05.2026 00:28
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/bedrohen-demografie-rechtsmimesis-inzwischen-die-republik-auch-ueber-sachsen-anhalt-aus/#comment-204146

@Michael 18.05. 07:54

„Größere Photovoltaik-Anlagen, Batteriespeicher, Wärmepumpen, Elektroautos und die dazugehörende Lade-Infrastruktur erfordern Investitionskapital und etwa bei Mietenden meist auch die Zustimmung Dritter.“

Praktischerweise sollte man die billige Grüne Technik mieten können. Das könnte eventuell meine Wohnungsbaugesellschaft anbieten. Den gehören hier ganze Siedlungen, die könnten alle geeigneten Dächer mit PV und integrierten Speicher ausstatten und den Strom dann direkt an uns Mieter verkaufen. Ich fürchte nur, dass das derzeit rechtlich schwierig wird, oder dass dann horrende Durchleitungsgebühren anfallen, obwohl der Strom nur maximal 100 Meter weit von dem Hausanschluss mit der PV-Anlage zum Hausanschluss des Abnehmers transportiert werden muss.

Den meisten Profit macht man nun mal mit dem selbstgenutztem Strom aus der eigenen Anlage bzw. dem eigenen Speicher. Mit ziemlich viel Abstand.

Was bleibt ist freilich dann eben die Durchleitungsgebühren zu bezahlen, vermutlich sehr zur Freude der lokalen Stadtwerke. Das funktioniert rein ökologisch genauso, nur der meiste Profit wandert vom Kunden zum Netzanbieter. Immerhin ist der im Besitz der Kommune, das Geld landet also letztlich in der Stadtkasse.

„Dass jedoch viele Menschen in Deutschland davon noch ausgeschlossen bleiben und stattdessen steigende, fossile Kosten zu tragen haben, trägt m.E. zunehmend zur Wut auf „die da oben“ bei.“

Auch die Mieter werden bald immer mehr grünen Strom beziehen, mit vermutlich auch sinkenden Preisen. Stehen aber eben schlechter da als Eigenheimbesitzer. Das ärgert, ja. Mich auch. Was soll ich machen. Zahlen und fröhlich sein, sagt man auch zu sowas.

Mal gucken, vielleicht findet ja meine Wohnungsbaugenossenschaft eine am Ende doch gute Lösung? Das würde auch für die Umsatz und reichlich Gewinn bedeuten. Und die interessiert es durchaus, wenn es ihren Mietern gut geht.

Wärmepumpe geht hier in der Innenstadt auch nur recht schlecht. Deswegen gibt es bei mir auch in 4 oder 5 Jahren Fernwärme. Wie ich jetzt gelesen habe, wird das bei mir mit Abwärme aus einem nahem Industriebetrieb funktionieren. Ein Kumpel ist da seit einem Jahr schon angeschlossen, und es ist tatsächlich viel billiger als die alte Gasrechnung für seine Therme.

Unterm Strich sind die Heizkosten deutlich höher als die Stromkosten, wobei letztere die nächsten Jahre eher sinken dürften, während Heizen und insbesondere Erdgas womöglich noch teurer werden. Wenn ich die 30 Euro monatlich nicht einsparen kann, die mir meine eigene PV-Anlage mit integriertem Speicher bringen würde, dafür aber tatsächlich 60 Euro weniger fürs Heizen ausgeben muss, dann geht es ja noch.



Kommentar vom 18.05.2026 16:01
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@Michael 18.05. 07:54

„Jeder kann zu jeder Zeit das Weltgeschehen kommentieren, interpretieren oder einfach mal in seinem Sinne umdeuten.“

Was mir ja eigentlich eine willkommene Anarchie ist. Wahrhaftigkeit wäre aber wichtig dabei. Und eben lieber vorher noch mal überlegen, was man denn wo postet. Überhaupt erst mal denken vorm Schreiben.

„Da bleibt vermeintlich wenig Zeit für das Zuhören.“

Genau hier lohnt es sich auch Zeit zu investieren. Und gerne auch nicht so strikte Blasen bedienen. Da ist dann die Diskussionskultur wie etwa auf diesem Blog hilfreich. Ohne gute Moderation wird es schnell schwieriger.

„Empathie ist keine Schwäche, sondern die Grundlage jeder lebensfreundlichen Zivilisation.“

Nur gemeinsam können wir Menschen vernünftig überleben. Das sollte eigentlich längst klar sein. Und die Empathie im Miteinander ist nicht zu ersetzten.

Was letztlich auch der Kern von erfolgreicher Diplomatie sein kann? Und eigentlich auch die Basis von guter Politik.



Kommentar vom 18.05.2026 13:52
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/bedrohen-demografie-rechtsmimesis-inzwischen-die-republik-auch-ueber-sachsen-anhalt-aus/#comment-204084

@Michael 18.05. 07:54

„Auch die EnBW kommt angesichts der rasant steigenden Anträge auf erneuerbare Netzanschlüsse für Photovoltaik-Anlagen und Batteriespeicher kaum noch mit dem Netzausbau hinterher!“

Durchaus erfreulich. Bei Anlagen auf dem eigenen Dach braucht es allerdings nur einen neuen Stromzähler. Insbesondere mit integriertem Speicher kann man so das ganze Sommerhalbjahr zu mindestens 90 % den eigenen Strom nutzen. Und wenn man Platz und Lust hat, kann man auch das Doppelte an PV-Leistung aufs Dach packen, und den passenden Speicher dazu. Soviel müsste die Kapazität des eigenen Netzanschlusses hergeben, dass dieser Strom problemlos abtransportiert werden kann. Und der kann dann gleich in der Nachbarschaft verbraucht werden.

Auch wenn man für den so eingespeisten Strom wenig bekommt, lohnt es sich vermutlich immer noch angesichts der inzwischen sehr günstigen Anschaffungskosten für die Module und die Speicherkapazität. Und das ist dann auch gleich nur eine Aktion, für die man die Handwerker bestellen muss.

Und wer sowieso auch noch eine Wärmepumpe hat, kann dann auch einen Teil des Stroms dafür selber herstellen. Und natürlich seine E-Fahrzeuge damit aufladen.

„Ich hatte wirklich gehofft – und hoffe es immer noch –, dass Europa die Abriegelung der Außengrenzen mit humanitären Aufnahmeprogrammen verbinden würde. Denn wir haben erlebt, dass es gelingen kann.“

Wenn man dann noch Kommunen hat, die diese Flüchtlinge gerne aufnehmen wollen, dann passt das doch. Was gibt es da noch zu meckern?



Kommentar vom 18.05.2026 00:46
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@Michael 17.05. 22:06

„Demnach hätte jede Partei bestimmte Themen wie die AfD die Migrationskrise oder die Grünen die Klimakrise. Würden nun andere Parteien diese Themen „bespielen“, so würden sie dadurch jene Parteien stärken, die bereits mit den besagten Themen verbunden sind.“

Man muss aber doch zu den entsprechenden Themen eine Meinung haben, und diese dann innerhalb der Parteien zumindest intern ausdiskutieren. Einfach so tun, als gebe es das Thema gar nicht, erscheint mir auch nicht erfolgversprechend.

Und viele Menschen sind doch gar nicht für weniger Einwanderung. Dann eher ein paar mehr, denen nur die Art und Weise der Einwanderung suboptimal erscheint. Also illegal eingereiste Wirtschaftsflüchtlinge oder die schlechte Integration insbesondere der 2. Generation. Oder denen einfach angesichts von zusätzlichen Ukraineflüchtlingen die Mieten zu hoch werden, und die sich da eine ganz akute Entspannung erhoffen, aber im Prinzip gar nicht gegen weiterer Einwanderer sind, wenn sich der Wohnungsmarkt wieder erholt hat.

Auch das Klimathema scheint den Grünen soviel gar nicht mehr viel zu helfen. Als wenn sich das etwas ermüdet hätte. Entsprechend wäre meine Hoffnung, dass das Migrationsthema sich auch einfach ermüdet. Ob jetzt für ein paar Jahre weniger neue Einwanderer einreisen oder auch nicht.

Und klar dürfte vor allem sein, dass man den Zuzug von unerwünschten Einwanderern nur vernünftig reduzieren kann, wenn es die EU schafft, das Problem schon an Außengrenzen zu lösen. Das kann die Bundespolitik doch kaum vernünftig realisieren, ob sie es will oder nicht. Selbst wenn es national gelänge, würde es das Problem nur innerhalb der EU hin und her schieben. Das nützt uns dann auch nichts.

Und ich persönlich meine, dass es vor allem eine Entscheidung der Kommunen sein sollte, wie viele neue Zuwanderer sie wirklich haben will.

„Daher hoffe ich sehr, dass sich das Verständnis von Mimesis zwischen Menschenwürde-Verantwortung und abgründiger Rechtsmimesis in den kommenden Monaten und Jahren wieder und weiter herumspricht.“

Entsprechend die Gründe für eine Einwanderung von wirklich verfolgten Menschen als Dienst an der Menschenwürde zu sehen ist. Und eine Rückführung von Einwandererfamilien, die sich hier gut eingelebt haben, aus blankem nationalem Eigeninteresse Unfug ist. Die können wir wirklich gut brauchen, wenn sie sich hier schon mal wirklich eingelebt haben.

Und die 2. Generation besser integrieren scheint mir überaus sinnvoll zu sein. Abschieben geht da gar nicht, das sind Deutsche Staatsbürger. Und wenn die freiwillig in das Heimatland der Eltern zurückziehen, dann ist das ein wirklich herber Verlust für uns. Entsprechend liegt die Integration dieser Generation auch an uns. Wenn die hier in den Brennpunktstadtteilen in den Schulen überwiegend unter sich sind, dann kann das nicht gut sein.

Ich kann mir auch vorstellen, dass Migration ein lange verdrängtes Thema war, und gerade deshalb jetzt so einschlägt. Genauso wie das Klimathema von den Grünen, dass bald Jahrzehnte von der Politik und den Medien als überwiegend Spinnerei ziemlich ignoriert wurde, und dann aber doch zum Renner wurde. Nicht zuletzt durch die Flutkatastrophe im Ahrtal vor den Bundestagswahlen ein paar Monate später.



Kommentar vom 17.05.2026 17:05
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/bedrohen-demografie-rechtsmimesis-inzwischen-die-republik-auch-ueber-sachsen-anhalt-aus/#comment-204032

@Michael 17.05. 14:56

„Ja – und ganz viel davon sehe ich 1. im Aufbau einer neuen, menschenwürdigen Mitte-Mimesis und 2. im Solarpunk als der Überwindung fossiler Reaktanz.“

Wenn die Akteure dann mal ihre Streitkultur und demokratische Verantwortung ernst nehmen könnten, dann könnte das mit der Mitte-Memimesis doch tatsächlich was werden? Vielleicht tatsächlich sogar in der regen Diskussion mit gelosten Bürgerräten.

Und der Solarpunk ist klar ein auch wissenschaftlich untermauertes Projekt. Eine Perspektive insbesondere technischer Natur. Und kulturell aufgegriffen kann da auch eine menschliche Perspektive draus werden. Insbesondere eine neue Nachwuchsfreudigkeit, angesichts von Perspektiven, wie die Menschheit in absehbarer Zeit mit den planetaren Grenzen auskommen kann.



Kommentar vom 17.05.2026 16:24
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/das-wahlrecht-als-menschenwuerde-warum-ich-zensus-und-losdemokratien-ablehne/#comment-204031

@Michael 17.05. 15:54

„Durch das Zensuswahlrecht wird das Wahlrecht einiger Menschen relativiert oder gar abgeschafft, durch das Losverfahren sogar das Wahlrecht aller (!) Menschen.“

Naja, mit dem Losverfahren sind ja alle gesellschaftlichen Gruppen automatisch vertreten. Probleme sich ich eher, dass eben die ausgelosten Bürger überhaupt nicht vernünftig vorbereitet sind, und schon gar keine Politprofis sind.

Und auch innerhalb der Parteien entwickelt sich doch auch politische Willensbildung, über die dann bei demokratischen Wahlen auch abgestimmt wird.

Eine Ergänzung der Parlamente durch geloste Bürgerräte finde ich dennoch höchst sinnvoll. Das muss dann aber durch eine rege Diskussion zwischen Bürgerratsmitgliedern und Parlamentariern bzw. den Regierungen erstmal ausgearbeitet werden.



Kommentar vom 17.05.2026 14:29
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/das-wahlrecht-als-menschenwuerde-warum-ich-zensus-und-losdemokratien-ablehne/#comment-204015

@Michael 17.05. 00:48

„Die inländische Kohlelobby hatte sich auf die Vergoldung des Ausstiegs verlegt.“

Aber seit dem Beginn des Ukrainekrieges ist doch Erdgas vom billigsten zum teuerstem fossilem Energieträger geworden. Wie kann man denn so unflexibel sein, und nicht einfach den Plan ändern, bis das Erdgas wieder billig oder eben die Energiewende fertig ist.

„Die internationale Gaslobby bearbeitet dagegen die Bundespolitik, um noch so lange wie möglich deutsche Euros aus der fossilen Karbonblase zu ziehen…“

Mit den aktuellen Preisen seit Anfang des Irankrieges reicht es ja wohl wirklich.



Kommentar vom 17.05.2026 14:01
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-204012

@Karl Bednarik 17.05. 07:32

„Photovoltaik für den sonnigen Süden, und Windkraftwerke für den windigen Norden.“

Tendenziell ja, aber der Stromtransport ist auch teuer. Ob nun per Hochspannungsleitung oder per Wasserstoffpipeline. Entsprechend lohnt sich auch PV in Norddeutschland und Windstrom in Bayern, weil Sonne und Wind zu verschiedenen Zeiten Strom liefern und sich so auch lokal ergänzen können.

@Michael 17.05. 11:41 / Bundes-Digitalminister Karsten Wildberger (CDU)

„Wildberger zeigte sich überzeugt, „dass ein bedingungsloses Grundeinkommen ein Teil der Lösung werden kann, um die Umwälzungen am Arbeitsmarkt aufzufangen“. Aber ausreichen werde das nicht. „Wir Menschen brauchen eine sinnstiftende Tätigkeit. Kaum jemand kann doch nur zu Hause sitzen und Videos schauen, ohne verrückt zu werden.““

Phänomenal, dass das von einem CDU-Minister kommt. In der Tat können wohl die Meisten mit Rumsitzen nicht sehr glücklich werden. Mehr Kinder könnten aber auch hier helfen, die bringen einen schon auf Trab. Oder mehr Carearbeit, insbesondere in der Altenbetreuung, kann helfen.

Manch einer könnte es mit Kunst probieren, oder mit einem großen Garten bis hin zu Kleinlandwirtschaft.

Der Rest kann dann nur noch 30 Stunden die Woche arbeiten.

Und eben die Energiewende komplett machen bedeutet auch noch für bis zu 20 Jahre auch Mehrarbeit, und Aufrüstung ebenso.

Also, so akut ist das Problem jetzt gar nicht.

„Den Solarpunk vertrete ich bewusst auch wegen seines Potentials an post-fossilen, sinnstiftenden, hoffnungsvollen, motivierenden (Sprach-)Bildern.“

Auch das kann Identität mit formen. Wirklich aktiv den ökologischen Umbau als ganz großes Mitmachprojekt miterleben und mitgestalten.

So wäre ein Weg frei, sich auch ganz persönlich und ganz praktisch mehr der Natur zuzuwenden. Und reichlich z.B. Campingurlaub machen.



Kommentar vom 17.05.2026 00:09
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/das-wahlrecht-als-menschenwuerde-warum-ich-zensus-und-losdemokratien-ablehne/#comment-203953

@Michael 16.05. 20:39

„Doch die Gewaltwirkung auf Menschen ist bei Erdgas noch höher als bei Braunkohle. Das von Erdöl und Erdgas geprägte 20. Jahrhundert war noch brutaler als das an Nationalismus, Kolonialismus und Kriegen bereits eskalierende 19. Jahrhundert.“

So wie aktuell die Öl und Gaspreise eskalieren sehe ich hier natürlich Potentiale, mehr in PV, Speicher und Batteriefahrzeuge zu investieren. Insbesondere in südlichen Ländern mit wenig Geld und viel Sonne.

Aber diese Preise machen auch die Kohle wieder interessanter. China steht auch da ganz gut da, dort ist wohl das meiste Backup auf heimische Kohle gegründet. Wieso können wir das nicht? Zumindest die wenigen Kohlekraftwerke, die noch am Netz sind, schön billig laufen lassen, wenn eben Wind und Sonne trotz Kurzfristspeicher nicht reichen. Neue Kohlekraftwerke würde ich auch nicht bauen, auf keinen Fall. Das lohnt sich nicht, voraussichtlich schon in 10 Jahren wird man die kaum noch brauchen.

Moderne Gaskraftwerke haben einen hohen Wirkungsgrad, das ist schon interessant. Aber was nutzt das, wenn die dann kaum laufen. Und eine Umrüstung auf Wasserstoff ist möglich, soll aber ganz schön teuer sein.

Derweil wir in den nächsten Jahren viele neue Fernheizungsnetze gebrauchen können. Die sollten dann neben einer Großwärmepumpe einen Universalgasmotor haben, der in Kraftwärmekopplung mit einem beliebigem Mix aus Wasserstoff, Biogas und anfangs noch mit Erdgas laufen kann. Spätestens in 10 Jahren könnten wir sowas sehr gut gebrauchen.

Das scheint mir sinnvoller zu sein, als Gaskraftwerke, die nur Strom produzieren. Und das würde auch genug Backup für Dunkelflauten bereitstellen. Und eben neben Strom auch Wärme, immerhin haben wir die meisten Dunkelflauten im Winter, und brauchen auch genau dann die meiste Energie.



Kommentar vom 16.05.2026 17:27
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/das-wahlrecht-als-menschenwuerde-warum-ich-zensus-und-losdemokratien-ablehne/#comment-203923

@Michael 16.05. 16:52

„Sowohl bei Kohle wie bei Atomstrom wird noch immer ein Großteil der Kosten auf die Menschen, Mitwelt und Zukunft externalisiert.“

Die Klimawirkung ist aber dieselbe wir bei Erdgas. Dafür finanziert das keinen Putin und ist einfach viel billiger. Was uns überhaupt nicht abhalten muss, weitere Grüne Technik zuzubauen. Im Gegenteil, der Strom wird insgesamt billiger, und es bleibt mehr Geld auch für teurere Maßnahmen wie etwa die Produktion von Wasserstoff aus Stromüberschüssen.

@Drohnen produzieren

Es kann wohl nicht schaden, massive Prodkuktionskapazitäten für Drohnen aller Art in der EU aufzubauen. Die kann man dann gleich an der Front testen, und dann einerseits direkt an die Ukraine liefern und zugleich eigene Vorräte davon aufzubauen.

Die man dann im Laufe der Monate und Jahre immer wieder mit Softwarupdates modern halten kann. Und eventuell auch Sensoren und Kommuniktationsschnittstellen nachrüsten.

Und eben eine verteilte KI realisieren. So ein Schwarm von 10.000 Drohnen könnte dann auch ein fliegendes Rechenzentrum werden. Eine Kommunikation z.B. mit schwachen Funksignalen, die nur einige 100 Meter weit reichen, könnte schon genügen, dass der ganze Schwarm koordiniert operieren kann.



Kommentar vom 15.05.2026 15:44
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/das-wahlrecht-als-menschenwuerde-warum-ich-zensus-und-losdemokratien-ablehne/#comment-203919

@Michael 16.05. 13:00

„dann sprechen wir doch über Menschen, die sowohl auf russischer wie ukrainischer Seite täglich verwundet und getötet werden.“

Natürlich bleibt auch dieser Krieg grauenhaft. Wie man ihn gewinnen, bzw. nicht verlieren kann, ist dennoch sehr wichtig, denke ich mal. Und bei unserer eigenen Aufrüstung geht es doch vor allem darum, dass wir so stark werden, dass es Putin gar nicht erst versucht, die EU anzugreifen. Das kann dann auch gerne richtig teuer sein, meine ich.

„Ich meine, wir sollten die Externalisierung der fossilen Kosten auf Menschen und Mitwelt nicht länger fortschreiben.“

Ich doch auch. Aber das geht doch nicht sofort. Solange die entsprechenden Investitionen in Grüne Technik nicht getätigt sind, brauchen wir noch fossile Brennstoffe. Und das braucht einmal den entschiedenen Willen, dann die finanziellen Möglichkeiten und am Ende auch die chinesischen Produktionskapazitäten für die Komponenten und jede Menge Handwerker, die das hier vor Ort alles installieren.

Und ich wäre ja auch dafür, der Kohle noch den Vorrang vor Erdgas zu geben. Damit finanzieren wir keine Autokraten, und sehr viel billiger ist das doch auch noch. Umso mehr Geld bleibt übrig, um in weiterer Grüne Technik zu investieren.

Irgendwie hat hier Frau Reiche nicht gemerkt, dass seit Putins Angriffskrieg Erdgas vom billigsten Energieträger zum Teuersten geworden ist. Und die Klimawirkung ist doch sogar dieselbe. Kohle produziert zwar doppelt so viel CO2, aber beim Umgang mit Erdgas entweicht ein Teil davon, mit einer 30 mal höheren Klimawirksamkeit.

Damit können wir nix gar nix gegenüber Kohle mit einsparen. Das ist einfach nur teuer, und finanziert unserer eigenen Feinde. Und dann noch gute Kraftwerke abreißen und dafür neue bauen macht den Wahnsinn dabei komplett.

Ich denke mal, dass es auch besser gewesen wäre, den Atomausstieg angesichts des Ukrainekrieges noch ein paar Jahre zu verschieben. Die Stromkonzerne hatten da nur keine Lust zu, man hätte sich da durchsetzen müssen.

@Realo 16.05. 13:33

„Aber geht es wirklich ans „Eingemachte“, an eine existenzielle Bedrohung, so wird man auf (Atom)Raketen zurückgreifen, wenn man genug davon hat…“

Auch ich meine entsprechend, dass wir Russland besser nicht existenziell bedrohen sollten. Und soweit es praktikabel ist auf Defensivwaffen zu setzen. Also etwa Drohnenschwärme, die Drohnen und niedrig fliegende Raketen abfangen können.

„Raketen können extrem steile Flugbahnen fliegen, sind an der eigenen Landesgrenze schon im „Weltraum“ und im Ziel fliegen sie fast senkrecht nach unten.“

Aber solche Raketen sind sehr teuer, und es lohnt sich wohl auch, diese mit z.B. Patriotsystemen abzufangen. Die jetzt aber auch wieder teuer sind.

„Manche befürchten, es ist Krieg und wir sind womöglich nicht dabei….“

Solange Putin mit der Ukraine beschäftigt ist, lässt er uns doch in Ruhe. Und wenn wir stark genug werden, auch weiterhin.

Dabei bleiben in dieser Form sollte uns ja wohl reichen. Es gibt für uns in Russland nichts zu holen. Wir in der EU sind uns nachhaltig selbst genug.



Kommentar vom 16.05.2026 00:33
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-203876

@Andreas 15.05. 12:56

„Wobei das jetzt ein spezifisch deutsches Problem ist und zu hoffen bleibt das die EE in anderen Weltregionen durch den Iran-Krieg einen Schub bekommen.“

Schätze ich mal. Eine Frau Reiche ist ein vorübergehendes deutsches Problem. Und gerade im Globalen Süden ist doch PV mehr als drei mal so interessant als in Mitteleuropa. Man hat mehr als doppelt soviel Ertrag ohne saisonale Einbrüche. Kurzfristspeicher reichen da aus.

Entscheidend könnten sowieso die Chinesischen Produktionskapazitäten für Grüne Technik aller Art sein.

„Ich sehe einfach nicht dass wir einen breiten Konsens in der Gesellschaft darüber herstellen können was vernünftiger Konsum ist.“

Das darf gerne jeder selber wissen. Man kann seinen Konsum ja auch verlagern, insbesondere auch in eigene Grüne Technik. Etwa die Anschaffung eines Elektroautos. Oder weniger arbeiten und mehr Campingurlaub mit Fahrrad im eigenen Bundesland machen.

„Und damit unser Kapitalismus nicht zusammenbricht brauchen wir ohnehin immer mehr Konsum.“

Da muss der nicht von zusammenbrechen. Kann das stets wachsende Kapital nicht mehr mit immer neuen Investitionen absorbiert werden, muss man diese Überschüsse eben mit Vermögens- Erbschafts- und Kapitalertragsteuern abschöpfen.

Das droht uns auch angesichts des immer nachhaltigerem Nachwuchsmangels zu passieren. Da käme eine freiwillige Konsumanpassung sowieso nur oben drauf. Und auch KI und Roboter machen noch Druck, neue Märkte zu finden, was teilweise scheitern könnte.

Auch eine konsequente globale Initiative für Offene Software für so ziemlich alles wird die aktuellen Geschäfte der US-IT-Konzerne bzw. ihre Chinesische Konkurrenz verebben lassen. Auch das macht das Leben aller billiger.

Und wenn wir ein Sammeltaxisystem auf Basis von Selbstfahrenden Batteriefahrzeugen bekommen, wird es ganz billig, und der Autoabsatz schrumpft auf vielleicht 20%. Auch da werden wir mit klarkommen. Einfach weniger arbeiten und mehr Kapitalsteuern eintreiben, und schon passt das doch wieder.



Kommentar vom 15.05.2026 23:44
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/das-wahlrecht-als-menschenwuerde-warum-ich-zensus-und-losdemokratien-ablehne/#comment-203872

@Michael 15.05. 18:51

„Die Aufgabe künftiger EU-Militärbeschaffung besteht also nicht mehr in der Anlage großer Altmetall-Reserven, sondern in der schnellen Entwicklung neuer Systeme, die sich bei Bedarf schnell skalieren lassen.“

Man müsste gucken was nachhaltiger an konkreten Drohnen ist. So ist insbesondere die Weiterentwicklung der Software jederzeit updatefähig. Die physische Gestalt könnte länger aktuell sein, also Rotoren, Energieversorgung oder auch Sensoren und Kommunikationsmöglichkeiten.

So kann man das Nachhaltige vorproduzieren, und für andere Komponenten, die öfter angepasst werden, dann aber massive Produktionskapazitäten dafür aufbauen und bereithalten. Auch den Einbau schnellerer Chips kann man alle paar Jahre auch nachträglich nachrüsten, soweit das denn nötig wäre. Insbesondere wenn die Drohnen modular aufgebaut sind, und etwa die ganze Computerhardware ganz leicht ausgetauscht werden kann. Oder Sensorenschnittstellen, dass man da im Handumdrehen neue Sensoren einbauen kann.

Und was die Software betrifft, da kann das ja ganz schnell gehen. Ist das Update einmal geschrieben, kann man es binnen Tagen überall installieren. Inclusive wirklich strategischer KI in Zusammenarbeit mit der ganzen Streitmacht.

Eine Menge Drohnen müsste man wohl einsatzfähig bereithalten. Putin wird den Zeitpunkt bestimmen, wann er z.B. das Baltikum angreift. Dann müssen wir was vorrätig haben.

Und wir können auch einen guten Teil unserer Produktion gleich an die Ukraine liefern, nicht nur zum testen und ausfeilen, sondern weil wir damit auch russische Ressourcen verschleißen.



Kommentar vom 15.05.2026 14:26
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/das-wahlrecht-als-menschenwuerde-warum-ich-zensus-und-losdemokratien-ablehne/

@Michael 15.05. 07:21

„Auch Gewaltregime wie in Iran und China können Drohnen gegen die eigene Bevölkerung einsetzen, ebenso Terrorgruppen.“

Naja, die Revolutionsgarden haben ihre Bevölkerung doch offenbar sowieso im Griff. Auch die chinesische Führung braucht sich wohl wenig Sorgen zu machen. Im Moment jedenfalls.

Mir macht die Entwicklung dennoch eher Hoffnung. Wer mehr Geld hat, der kann auch mehr Drohnen haben. Da sind wir in der EU doch klar im Vorteil. Vielleicht gerade weil wir wenig Rüstungsbestand haben, und gerade Riesensummen in Rüstung investieren wollen.

Praktischerweise gleich in ganz moderne Drohnenschwärme. Vor allem defensiv, eigene Eroberungsgelüste dürften unserer EU völlig fremd sein.

So kann ich mir einen Drohnenschwarm als Abwehrfront vorstellen, der an der Grenze zu Russland aufsteigt, wenn da russische Drohnen oder Raketen im Anmarsch sind. Diese Abfangdrohnen könnten nach einem mehrstündigen Einsatz wieder landen, und aufgeladen bzw. aufgetankt werden.

Wenn wir da massiv in der Überzahl sind, könnte das unüberwindbar werden? Und wir können es an der Front in der Ukraine gleich ausprobieren. Da sehe ich echte Perspektiven.



Kommentar vom 15.05.2026 00:01
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/das-wahlrecht-als-menschenwuerde-warum-ich-zensus-und-losdemokratien-ablehne/#comment-203768

@Michael 14.05. 16:56

„Immerhin zerstört sich der Fossilismus also derzeit selbst, wenn auch unter furchtbaren Verlusten an Menschenleben und Mitwelt…“

Soweit Drohnen nur gegen Drohnen kämpfen produziert das statt Leiden nur Elektroschrott. Wenigstens das schon mal.

So wäre eine Drohnengestützte kostengünstige Luftabwehr auch gegen Drohnen und Raketen rein defensiv, ohne gegnerische Soldaten zu treffen. Und auch Angriffe auf militärische Infrastruktur würde zivile Ziele wenigstens weniger treffen.



Kommentar vom 14.05.2026 23:34
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-203767

@Andreas 14.05. 18:19

„..dass eine (oder auch mehrere) technische Lösungen die große Beschleunigung umkehren könnten oder würden. Das könnte nur drastischer (Konsum)verzicht.“

Man kann es ja nur versuchen, ob nicht doch noch ein hinreichender Bewusstseinswandel eintritt. Je weiter die Verschwendung eskaliert, desto eher merkt man das doch auch, und je größer können freiwillige private Einsparungen sein, wenn man auf Verschwendung fortan verzichtet.

Und aktuell kann man ja sogar das durch nur noch vernünftigen Konsum frei gewordene Geld gleich in Grüne Technik investieren.

Was Anderes fällt mir dazu nicht ein. Oder der weltweite Nachwuchsmangel eskaliert weiter und beschleunigt sich noch, statt irgendwann wieder nachzulassen. Da ist mir Verzicht auf Verschwendung lieber. Aber letztlich müssen das potenzielle Familien entscheiden.



Kommentar vom 14.05.2026 16:27
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/das-wahlrecht-als-menschenwuerde-warum-ich-zensus-und-losdemokratien-ablehne/#comment-203755

@Michael 14.05. 13:42 / Marcus Keupp

„Ich denke, der Krieg der Zukunft wird sehr viel undurchsichtiger, sehr viel diffuser sein, als wir heute uns Krieg vorstellen.“

Dezentral wird nicht nur die Energiewende. Auch die Kriegsführung? Für einen modernen Kampfjet bekommt man inzwischen einen Drohnenschwarm aus 10.000 Einzeldrohnen.

Wenn man die organisiert loslässt, mit verteilter eingebauten künstlichen Intelligenz, dann können die schon was anrichten. Und ließen sich wohl nur noch mit eigenen Drohnenschwärmen aufhalten.

Das würde bedeuten, dass das aktuelle Kriegsgerät etwas aus der Mode fällt. Das käme sogar uns in Europa sehr zugute, wollen wir doch sowieso ganz viel neues Geld zum Aufrüsten in die Hand nehmen. Also nur zu, und gleich in die Drohnentechnik einsteigen.

Und endlich in offene Software für so ziemlich alles einsteigen. Und von und für die ganze Welt, nicht nur für Europa. Dass das dann auch unsere Mediensysteme wieder repariert.



Kommentar vom 14.05.2026 14:06
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/das-wahlrecht-als-menschenwuerde-warum-ich-zensus-und-losdemokratien-ablehne/#comment-203748

@Realo 13.05. 18:54

„Dass Erdgas und Erdöl als Rohstoff für künftige chemische Anwendungen bewahrt und nicht einfach nur verheizt werden sollte, diese Gedanken setzen sich allmählich durch.“

Insbesondere braucht die Chemieindustrie eine Kohlenstoffquelle. Ist die Energiewende mal fertig, bietet sich hierfür u.a. Biogas an. Das enthält neben Methan auch noch Kohlendioxid. Entsprechend wäre es gar keine gute Idee, das dann zur Stromproduktion und zum Heizen einzuplanen, wie es jetzt die Bundesregierung vorsieht.

Höchstens vorübergehend kann man Biogas zur Stromproduktion nutzen oder dem Erdgas beimischen. Auf die Dauer müssen wir mit Redoxflowbatterien und Wasserstoff auskommen, um Dunkelflauten zu überbrücken. Und das auch noch bei insgesamt höherem Strombedarf, wenn überall E-Autos zum Einsatz kommen und Wärmepumpen installiert sind.



Kommentar vom 13.05.2026 23:58
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/das-wahlrecht-als-menschenwuerde-warum-ich-zensus-und-losdemokratien-ablehne/#comment-203694

@Realo 13.05. 18:54

Kohlekraftwerke sind ein riesiges System aus Tonnen von Stahl, Kohle und Wasser. Es dauert bis zu 2 Tage bis sie hochgefahren sind und Strom liefern können. Das ist weitaus zu langsam, wenn z.B. nur eine Wolkenfront über einen Solarpark zieht. Für ein Backup, das innerhalb von Minuten reagieren muss, ist das völlig unbrauchbar.

Es geht hier nicht um schnelle Netzstabilisierung, das machen zunehmend die bald überall installierten Kurzfristspeicher wie etwa Lithiumbatterien.

Mit dieser kurzfristigen Unterstützung kann man die alten Kohlekraftwerke wochenlang durchlaufen lassen, wenn insbesondere im Winter eine längerfristige Strommangelsituation herrscht. In 10 oder 15 Jahren dann kommen die immer weniger zum Einsatz, am Ende nur noch alle paar Jahre, aber auch dann wieder gleich für mehrere Wochen.

„Die Fixkosten sind sehr hoch, weil das Personal für Betrieb und Wartung bezahlt werden muss und letztlich die meiste Zeit „herumsitzt“.“

Das müsste wohl ein lösbares Problem sein. Das Personal kann man derweil woanders einsetzen, wenn es nur ab und an mal gebraucht wird.

Der größte Vorteil ist eben, das die Dinger stehen und nicht gebaut werden müssen, und dass der Brennstoff aus heimischer Produktion stammen kann und einfach auf Halde gelagert werden kann.

Die derzeitigen Erdgasspeicher kann man dann früher für Wasserstoff nutzen, wenn wir schneller vom Erdgas wegkommen. Auch noch ein Pluspunkt. Aber vor allem ist doch Kohle viel billiger als Erdgas. Zumindest im Moment. Ob es je wieder billiges Pipelinegas aus Russland gibt, bleibt erst mal fraglich.

Die Rolle der Kurzfristspeicher wäre auch interessant, wenn man neue AKWs bauen will. Die AKWs können dann gerne als Grundlast das ganze Jahr durchlaufen, und die Kurzfristspeicher sorgen dafür, dass die Netze das trotz auch noch schwankender Solar- und Windausbeute verarbeiten können.

Nur dürften AKW-Neubauten einfach viel zu teuer sein. Und Kohlekraftwerke kosten überhaupt keine Baukosten, die stehen doch und würden abgerissen, obwohl sie noch gut sind.

Die schnelle Reaktionsfähigkeit von Gaskraftwerken braucht man mit genug Kurzfristspeiern nicht mehr. Und eine spätere Umrüstung auf Wasserstoff wäre nochmal teuer. Außerdem sollte man den teuren und knappen grünen Wasserstoff lieber in Kraftwärmekopplung von Fernwärmenetzen einsetzten. Dann produziert man genau dann neben Strom auch Wärme, wenn der Bedarf von Beidem am größten ist.

„Ich gehe jedenfalls davon aus, dass die „Profis“ alles bestens berechnen und optimale Entscheidungen treffen…..“

Muss nicht sein. Gerade die Stromkonzerne treiben eigentlich schon immer gerne die Stromkosten hoch, wenn sich Möglichkeiten dafür bieten. Möglicherweise sind denen die alten Kohlekraftwerke einfach zu billig



Kommentar vom 13.05.2026 16:11
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/das-wahlrecht-als-menschenwuerde-warum-ich-zensus-und-losdemokratien-ablehne/#comment-203675

@Peter Gutsche 13.05. 13:38

„Wahrscheinlich fängt die Schwierigkeit beim Design eines solchen Experimentes schon damit an, zu definieren, was eine bewusstseinsfähige KI ist.“

Sicher nicht so einfach. Einfach gucken, was die leistet, könnte helfen. Wenn man sie denn wirklich hätte.

„dass bei „normalen“ Temperaturen (unter denen ein Gehirn funktioniert, also weit über dem Nullpunkt) Quanteneffekte wie Superpositionen ja in extrem kurzer Zeit verschwinden – wegen der Dekohärenz.“

Ja aber das faktische Ergebnis der Quantenprozesse will ich doch nur nutzen. So wie eben ein Foto mit einer Digitalkamera. Da bilden sich Zufallsmuster, wenn die von der Optik gebündelten Lichtwellen auf dem Sensorchip als Lichtquanten gezählt werden.

Und das wird dann eben dauerhaft gespeichert, und kann beliebig weiterverarbeitet werden.

„dass unser Gehirn wie ein Quantencomputer funktioniert, aber der Physiker Max Tegmark hat das – eben indem er die Dekohärenz anführte – ausgeschlossen.“

Klar ist das ausgeschlossen. Ich will hier keinen Quantencomputer damit bauen. Nur eben Dateien nutzen, die aus Quantenrauschen entstanden sind. Wenn die bei ihrer Entstehung geistig verändert wurden, hätte ich ja alles, was es dafür braucht.



Kommentar vom 13.05.2026 15:44
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/das-wahlrecht-als-menschenwuerde-warum-ich-zensus-und-losdemokratien-ablehne/#comment-203674

@Realo 13.05. 12:08

„Die Ministerin ist offensichtlich nicht aus „Jux und Tollerei“ für Erdgas. Gas ist in der Chemieindustrie nicht nur wegen der Energie, sondern auch als unverzichtbarer Rohstoff für Grundchemikalien, wie z.B. Ammoniak, extrem wichtig.“

Ja selbstverständlich ist Methan überaus nützlich. Ein Grund mehr, es eben nicht zur Stromproduktion oder für Heizungen zu verschwenden, wo doch Kohlebackupkraftwerke noch zur Verfügung stehen und auch mit Wärmepumpen geheizt werden kann.

Ein guter Teil des Methans kann aber in der Chemieindustrie durch grünen Wasserstoff ersetzt werden, insbesondere stellt die Industrie ja derzeit noch ihren Wasserstoffbedarf aus Erdgas her.

„Die Chemieindustrie ist nicht nur wegen der vielen Arbeitsplätze extrem wichtig, auch wegen der Exportmöglichkeiten können wir einen wichtigen Teil von unserem Wohlstand erwirtschaften.“

Der globale Süden dürfte bald im Vorteil sein als Standort für energieintensive Industrie. Dort hat man bis zu fast 3 mal soviel PV-Ertrag, der auch noch gleichmäßig über das Jahr verteilt ist. Aber immerhin sind die Industrieanlagen noch Made in Germany.

Für uns wird aber immer noch auch was übrig bleiben. Und in der Tat, je ökonomischer wir die Energiewende hinbekommen, desto mehr Wertschöpfung auch an Chemieindustrie bleibt dann im Land. Neue Gaskraftwerke sind da einfach nur teuer. Auch die Chemieindustrie leidet unter überteuertem Strom aus Gaskraftwerken. Jetzt schon, seit es mit dem billigem Gas aus Russland vorbei ist.



Kommentar vom 13.05.2026 15:09
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/das-wahlrecht-als-menschenwuerde-warum-ich-zensus-und-losdemokratien-ablehne/#comment-203670

@Kurzfristspeicher

Aktuell sind wohl weitere Kurzfristspeicher ziemlich sinnvoll. Praktischerweise direkt beim Produzenten wie beim Konsumenten. Das spart dann zusätzliche Durchleitungsgebühren. Und diese Speicher machen eben Sinn, wenn öfter negative Strompreise herrschen oder abgeregelt werden muss.

Und die E-Autos können dabei auch noch mithelfen.

Wenn wir damit dann in den nächsten Jahren vorwärts kommen, kann noch reichlich mehr PV zugebaut werden, auch praktischerweise möglichst nah am Konsumenten. Und soweit sich noch gute Standorte finden auch noch jede Menge Windräder, vor allem im Binnenland und insbesondere in Süddeutschland. In Küstennähe ist man mit Windkraft längst gut versorgt. Um noch viel mehr Windstrom vom Norden in den Süden zu transportieren bräuchte man neue Stromleitungen.

Hier können aber auch Kurzfristspeicher direkt am Windrad mithelfen, um die Leitungskapazitäten voll auszunutzen.

Und wenn dann in ein paar Jahren immer längere Zeiten, also mehrere Wochen am Stück rund um die Uhr, erneuerbarer Strom reichlich zur Verfügung steht, wird es Zeit in Redoxflowbatterien und Wasserstoffproduktion zu investieren.

Da kann man auch jetzt schon langsam mit anfangen, dass dann die Technik steht, wenn sie großflächig zum Einsatz kommt.

Wie viel fossiles Backup wir im Laufe der Zeit dann jeweils noch brauchen, sehen wir dann. Da würde ich auf jeden Fall alte Kohlekraftwerke gegenüber teuren neuen Gaskraftwerken bevorzugen. Die sind nicht nur billiger, sondern wir haben die Kohle auch im eigenen Land. Die derzeitigen unterirdischen Erdgasspeicher können dann später zur Speicherung von Wasserstoff genutzt werden.

Wie schnell das jetzt alles geht, hängt auch davon ab, wie viele E-Autos angeschafft werden und wie viele Wärmepumpen installiert werden. Und wieviel Wasserstoff die Industrie verarbeiten kann.



Kommentar vom 13.05.2026 01:11
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/das-wahlrecht-als-menschenwuerde-warum-ich-zensus-und-losdemokratien-ablehne/#comment-203628

@Michael 12.05. 09:34

„...hier bin ich in der Tat zuversichtlicher!“

Ich ja auch. Ich hatte nur kurz skizziert, was Kurzfristspeicher schon mal leisten können. Die müssen es in der Tat ja nicht alles alleine machen.

„Deutschland braucht mehr Speicher, wenn die Energiewende gelingen soll. Redox-Flow-Batterien könnten die dafür eingeplanten Gaskraftwerke in Teilen überflüssig machen.“

Ich vermute mal, dass Redox-Flow-Batterien nicht für einen Ladezyklus von 1 im Jahr wirtschaftlich sind. Aber für Ladezyklen von 5 an aufwärts im Jahr wären Redox-Flow-Batterien schon in der Lage, die Dunkelflauten mindestens zur Hälfte abzumildern. Das kann ich mir gut vorstellen.

Zumal ja nicht gespeicherter Grüner Wasserstoff die Dunkelflauten alleine überbrücken muss. Auch Biogas kann man für den Winter einlagern, genauso kann man auch Müll lagern, bevor man ihn konzentriert dann verbrennt, wenn man Strom und Wärme braucht. Und auch Holz kann man gezielt für Mangelsituationen lagern, sei es für eine Holzpelletheizung, die die Wärmepumpe unterstützt, oder eben Backupkraftwerke, die von Kohle auf Holz umgerüstet wurden.

Wenn man diesen ganzen Dunkelflautenbackup durch Redox-Flow-Batterien nur halbieren kann, ist man wohl schon sehr viel weiter.



Kommentar vom 13.05.2026 00:36
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/das-wahlrecht-als-menschenwuerde-warum-ich-zensus-und-losdemokratien-ablehne/#comment-203625

@Peter Gutsche 12.05. 09:34

„Vielleicht geht es weniger um zwei getrennte Welten, sondern um verschiedene Zugänge zu ein und derselben, vielschichtigen Realität.“

Kann ich auch mit leben. So ist auch die komplette Psychologie rein praktisch gezwungen, sich mit Mischformen aus Geist und Neuronalen Fakten zu befassen. Weil es anders kaum geht.

„Aus diesem Grund erscheint mir die Gegenüberstellung von berechenbarer Natur hier und freier, „launischer“ Geistigkeit dort etwas zu scharf.“

Insbesondere wo hier mögliche Schnittstellen liegen, dürfte ziemlich unbekannt sein.

Ich hätte die Idee, dass sich Geisteswirkungen nur über mal gezielten Quantenzufall ins Materielle einmischen können. Das würde die Sache deutlich übersichtlicher machen. Nur leider habe natürlich keine Ahnung, ob das auch tatsächlich so ist.

Man könnte aber das Ganze in der Technik mal ausprobieren. Wenn man eine potentiell bewusstseinsfähige KI hätte, könnte man die mit physikalischem Quantenzufall bereichern, und gucken, ob das dann besser läuft, bzw. ob das System nur damit spontan auch wirkliches Bewusstsein entwickelt.

Es könnte genügen, z.B. bei den Synapsengewichten der neuronalen Netze kleine Zufallskomponenten hinzuzufügen. Die dann am Besten so skalieren, dass das System so gerade eben darauf reagiert. Der eigentliche Test wäre dann, dass man dieses System dann mal mit mathematisch generierten Pseudozufallszahlen und mal mit Zufallszahlen aus echtem Quantenrauschen betreibt.

Macht das keinerlei Unterschiede, was wohl wahrscheinlich wäre, dann eben nicht. Aber hätte man hier was Konkretes, dann käme man der Sache eventuell näher?

Im Gehirn jedenfalls spielt der echte Quantenzufall auf jeden Fall mit, etwa in der Biochemie an den Synapsen. Nur kann man den nicht testweise auf mathematisch generierte Pseudozufallszahlen umschalten. Die biochemischen Zufallsprozesse sind immer quantenphysikalisch.

Wenn man es denn so auch der KI beibringen könnte, das fände ich nebenbei ja echt spannend.

Zumal die Chiptechnologie immer kleinere Strukturen sucht. Irgendwann werden die Strukturen so fein, dass Quantenzufall als Störfaktum relevant wird. Wenn man den kreativ verarbeitet, wird da womöglich nebenbei was wirklich Lebendiges daraus.

Es kann natürlich auch sein, dass Geisteswirkungen völlig frei sind, und alles Bewegen können, was sie wollen. Ohne sich auf Quantenzufall beschränken zu müssen. Nur habe ich das noch nicht erlebt. Prominenter wären mir da persönliche Erfahrungen, die man z.B. mit Würfelbechern so machen kann.

Obwohl das bei Starwars offenbar so funktionieren kann. Mit Filmtechnik kann man es also auf jeden Fall basteln, da geht definitiv mehr als nur Quantenzufall.



Kommentar vom 12.05.2026 15:10
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-203596

@Karl Bednarik 11.05. 06:29

„Die Erde hat genug Solarenergie, Platz und mineralische Rohstoffe für ein technologisches Utopia. Wenn die Menschen diese Möglichkeit nicht ergreifen, dann sind sie selbst schuld.“

So schätze ich das eigentlich auch ein. Das Soleinprojekt hätte alleine schon wahrhaft weltbewegende Potentiale. Im besten Fall braucht man dann gar nicht mehr viel Tierhaltung, und entsprechende Flächen werden frei.

So kann man ganz Europa in einen durchgehenden Naturraum umgestalten, indem Ackerflächen und Siedlungsflächen nur noch Inseln bilden. Und sich die Wildtiere in diesem Naturraum frei bewegen können.

Und uns Menschen macht das sicherlich auch Spaß, sich z.B. per Fahrrad und Zelt dort frei bewegen zu können. Wenn man dann noch ganz viel Zeit hat, weil die Roboter die meiste Arbeit machen, wird das doch echt noch interessant?



Kommentar vom 12.05.2026 13:17
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/das-wahlrecht-als-menschenwuerde-warum-ich-zensus-und-losdemokratien-ablehne/#comment-203589

@Michael 12.05. 06:12

„..wurden im ersten Quartal 2026 mehr als 2 GWh neue Speicherkapazität in Betrieb genommen – 67 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Gesamtbestand stationärer Batteriespeicher in Deutschland wuchs damit auf rund 28 GWh…“

Wenn das in dem Tempo weiter geht, hätten wir in 3 Jahren bis zu 60 GWh. Das reicht, um die Solarleistung in der Mittagszeit von einer Stunde zu speichern.

Das ist schon ganz gut, darf aber gerne noch schneller gehen. Wo dann in der Tat auch die Elektroautos beim Speichern mithelfen können.

Und in weiteren 10 Jahren kann man dann vielleicht noch 4 weitere Stunden Solarleistung so speichern, das wäre schon fast genug an Kurzfristspeicherbedarf um den Solaranteil der Stromproduktion über die Tage im Sommerhalbjahr zu verteilen. Und diese Kapazitäten können im Winter auch Windstrom verarbeiten.



Kommentar vom 12.05.2026 00:13
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/das-wahlrecht-als-menschenwuerde-warum-ich-zensus-und-losdemokratien-ablehne/#comment-203558

@Realo 11.05. 21:09

„Wenn sich z.B. beim permanenten „Existenzkampf“ die „Stärkeren“ (oder Besseren, auch Menschen) gegen die „Schwächeren“ eher durchsetzen, so ist das Fakt, die Mechanismen existieren, können nicht bestritten werden.“

Genau, man muss das nicht noch fördern. Entsprechend macht eine auch soziale Marktwirtschaft Sinn.

Und die ökologische Marktwirtschaft auch noch.

Dass man angerichtete Umweltschäden auf die Allgemeinheit abwälzt passiert auch ganz von selber, wenn man nichts dagegen tut.



Kommentar vom 11.05.2026 23:58
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/das-wahlrecht-als-menschenwuerde-warum-ich-zensus-und-losdemokratien-ablehne/#comment-203557

@Peter Gutsche 11.05. 17:20

„Ich bin mir nicht ganz sicher, was Sie mit „Geisteswelten“ meinen. Den Begriff „Geist“ bzw. „Geisteswissenschaften“ verwende ich selbst zwar auch, allerdings eher aus konventionellen Gründen.“

Ich stelle mir da grundsätzliche Intelligenz und Lebendigkeit irgendwo in den Tiefen des Mikrokosmos vor. Konkrete Effekte wären eben z.B. Schutzengelereignisse, aber auch dass man unser Bewusstsein als Teil von Geisteswelten einstuft. Wie es etwa auch der Panpsychismus postuliert.

Oder eben alles, was man als Spirituelle Erfahrung einstufen kann. Und damit hätte man dann auch eine Grundlage, wie Religionen zu ihren jeweiligen postulierten Geisteswelten kommen. Mit Göttern, Geistern und Heiligen.

„Gleichzeitig vermute ich, dass unserem Wissen prinzipielle Grenzen gesetzt sind – eine Art epistemischer Horizont.“

Das ist ja auch noch sogar pragmatisch sinnvoll, um mit eben noch Unbekanntem umzugehen. Man kann dann erst mal annehmen, dass man es nicht beschreiben und erklären kann. Wenn es dann wider alles Erwarten dann doch aufgeklärt wird, dann freut man sich dann eben doch noch.

„Vor diesem Hintergrund erscheint mir die Frage, ob wir es mit „materiellen“ oder „geistigen“ Entitäten zu tun haben, als nachgeordnet. „

Letztlich muss man mit dem Arbeiten was man hat. Und dazu gehören nicht nur allgemein anerkannte Wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern auch mal ganz persönliche Erfahrungen.

„Warum suchen Sie dann hier?“ – „Weil es hier hell ist.“

Genau das macht ja gerade die Wissenschaft? Sie sucht nur da, wo sich Berechenbares und Zuverlässiges zeigt. Und baut sich damit einen am Ende doch sehr originellen Kosmos zurecht. Die Geisteswelten, die immer wieder was anderes machen, wie sie es eben gerade wollen, liegen außerhalb der Scheinwerfer des Reproduzierbaren und des Berechenbaren.

„, liegt es nahe, sie grundsätzlich als „giftig“ zu klassifizieren – ähnlich wie andere Stoffe, deren Verbot weitgehend unstrittig ist. Langfristig würde dies auch das Problem des Rauchens selbst verändern, ohne unmittelbar auf Zwang gegenüber Individuen zu setzen.“

Gift, auf das der Süchtige aber existenziell angewiesen ist. Ein Verbot wäre dann sehr unmittelbarer Zwang. Neben den einträglichen Tabaksteuern will man aber auch nicht die Mafia richtig groß machen, bei der sich die meisten Raucher dann notgedrungen Ersatz beschaffen müssten.

Nebenbei hat man es sogar geschafft, dass Nikotinkaugummis und Nikotinpflaster wegen eigentlich nicht nachvollziehbarer Apothekenpflicht noch teurer als Tabak sind. Als wolle man eigentlich doch ganz gerne auch die Tabaksteuer mitnehmen. Immerhin ein ordentlicher Posten im Bundeshaushalt.

Klar ist es ein riesengroßer Gewinn um jeden jungen Menschen, der mit dem Rauchen nie anfängt. Gäbe es nicht Millionen schwer süchtige Raucher, wäre Tabak sinnvollerweise einfach verboten. Und kaum jemand würde das wirklich stören.

Nur die Tabakindustrie würde dann gar nicht existieren, und es würde auch Steueraufkommen fehlen, das man woanders eintreiben müsste.



Kommentar vom 11.05.2026 14:05
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/das-wahlrecht-als-menschenwuerde-warum-ich-zensus-und-losdemokratien-ablehne/#comment-203524

@Peter Gutsche 11.05. 10:13

„Es ist gefährlich, wenn aus der Wissenschaft allein heraus grundlegende menschliche Fragen zum Sinn des Lebens oder darüber, wie wir leben wollen, entschieden werden sollen.“

Wissenschaft weiß eben nicht alles. Alleine jegliche Geisteswelten müssen ausgeklammert werden, weil es praktisch keine wissenschaftliche Konzepte dafür gibt. Die bräuchten wir aber, auch wenn es um Menschenwürde geht. Meine ich jedenfalls.

„Popper fordert dazu auf, sich von der Illusion zu befreien, dass wir alles wissen können. Diese Bescheidenheit ist eine Voraussetzung für kritisches Denken und wissenschaftliche Erkenntnis.“

Die Begrenztheit des konkreten Menschen muss doch respektiert werden. Wer mit unseligen Medien ungut verbogen wird bleibt nun mal Mensch dabei. Da müssen wir irgendwie mit klar kommen. Das ist eine ziemlich schwierige Herausforderung, scheint mir.

Das Faktische, das die Wissenschaft liefert, kann aber dennoch Grundlage für menschliche Einschätzungen sein. Etwa die Klimakrise und deren Lösung, die Energiewende.

Was man jetzt etwa aber mit Rauchern macht, die nun mal süchtig sind, ist dann nicht mehr so einfach. Und auch die Energiewende gilt es so zu gestalten, dass sie nicht unnötig teuer wird, und die Menschen mit ihr leben können.

Das gilt für überflüssige Gaskraftwerke, für zu teure Neubauten von AKWs, aber auch z.B. für einen eventuell übereilten Umstieg auf die Elektromobilität. Wir können nicht in 3 Jahren komplett auf Batteriefahrzeuge umsteigen, das dauert mindestens so lange, wie die jetzt im Einsatz befindlichen Verbrennerfahrzeuge halten.

Es sei denn, ein Sammeltaxisystem auf Basis von selbstfahrenden E-Autos kommt schon in 5 Jahren. Dann landen noch gute Verbrenner unweigerlich doch noch auf dem Schrottplatz.



Kommentar vom 10.05.2026 14:20
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-203452

@Andreas 09.05. 20:22

„Die Belastung der Biosphäre nimmt kontinuierlich zu, egal was wir tun. Wir lösen ein Problem, dafür kommen zwei neue hinzu.“

Und doch sehe ich nicht nur Ansätze für grundsätzlichen Bewusstseinswandel, sondern gerade in der Energiewende echte Perspektiven.

Hier wird ein richtig, richtig dickes Problem gelöst. Das gerne 100 Miniprobleme aufwerfen darf, und uns dennoch ganz entscheidend weiter bringt.

Womit wir uns darüber hinaus noch selbst in Schwierigkeiten bringen, ist aber in der Tat immer noch relevant. Etwa das Plastikproblem, die PFAS-Chemikalien oder die Pestizide in der Landwirtschaft. Und auch Mineraldüngereinsatz, insbesondere ein Übermaß an Stickstoffeintrag und die Grenzen der Phosphatvorkommen.

Vielleicht lehrt uns aber eine erfolgreiche Energiewende auch, die übrigen Probleme ebenso pragmatisch und dabei dennoch konsequent anzugehen?



Kommentar vom 10.05.2026 13:16
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-203450

@Andreas 09.05. 20:28

„Du meinst also es sind dort noch erhebliche Potentiale für noch größere Störungen des natürlichen Stickstoff- und Phosphorkreislaufs, für noch mehr Einsatz von Pestiziden und noch mehr Umwandlungen natürlicher Biotope in Agrarflächen?“

Das meine ich nicht. Ich meine da eher biologische Anbaumethoden ohne anthroposophische Ideologie. So hat man in den Regenwaldgebieten zuviele Niederschläge, dass normaler Acker sehr schnell an Nährstoffen verliert. Die Lösung hatten schon die Indigenen im Amozonasregenwald, indem sie Holzkohle in den Boden eingearbeitet haben und eine Argroforststruktur praktiziert haben. Da braucht es nur wenig Mineraldünger.

Und auch in den Savannengebieten insbesondere Afrikas kann man sehr viel mehr ernten, ohne gleich so verschwenderisch mit Mineraldünger umzugehen wie wir das derzeit in Europa noch machen.

Da geht sehr viel mehr, und zwar auch durchaus vernünftige Kompromisse von Biolandbau und noch üblichem konventionellem Anbau.

Insbesondere müssen wir mit Phosphor haushalten. Dass der am Ende nicht im Meer landet, sondern von den Kläranlagen wieder auf den Acker gebracht wird, und auch möglichst nicht im Grundwasser landet.

Stickstoff jedenfalls gibt es genug. 80% der Luft besteht daraus. Aber auch der gehört nicht ins Grundwasser. Das Problem lässt sich recht leicht lösen, indem man eben nur sehr knapp damit düngt.

Und das Problem mit dem Übermaß an Gülle in manchen Regionen liegt daran, das man zu viele Tiere hält, und die mit importierten Futtermitteln füttert. Man müsste dann die Gülle dahin zurück bringen, wo die Futtermittel herkommen. Oder einfach lokal nur so viele Tiere halten, wie es auch lokale Futtermittel gibt.

Auch die Gülle zunächst in der Biogasanlage zu nutzen, und sie danach erst auf den Acker zurückzubringen, soll wohl sinnvoll sein. Auch tragen Agroforstvarianten zusammen mit intelligent eingesetzten Untersaaten zur Bodenverbesserung bei, und binden dabei noch Kohlenstoff.

Was schon die Mayas praktiziert haben, war eine Mischkultur aus Mais, Bohnen und Kürbis. Das kommt auch mit sehr wenig Dünger aus, und hält den Boden langfristig fruchtbar.

Wenn man all die Möglichkeiten nutzt, dann könnte auf den derzeit genutzten Flächen u.a. in Afrika sehr viel mehr produziert werden.

Auf derzeit ungenutzte Biotope muss man vermutlich gar nicht zugreifen. Aber auch das könnte man den Leuten da zugestehen, wenn sie sich einfach nur vernünftig ernähren wollen. Das machen wir in Europa seit etlichen Jahrhunderten.

Wie man es dann genau macht, macht aber den Unterschied. So kann man durchaus tropischen Regenwald als Holzlieferant so nutzen, dass er dabei erhalten bleibt. Man kann da einzelne Bäume entnehmen, und den Wald dann 30 Jahre in Ruhe lassen, das der nachwachsen kann, bis man wieder einzelne Bäume entnimmt.



Kommentar vom 10.05.2026 00:20
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-203436

@Andreas 07.05. 11:42

„Wir müssen einfach damit planen (und leider wird das in der Realität kein Staat jemals freiwillig tun) dass es in einigen Jahrzehnten keine oder fast keine teuren Maschinen, keinen Diesel und auch keinen Dünger in heutiger Form mehr geben wird. Ob es noch Internet und Satelliten gibt bleibt ebenfalls abzuwarten.“

Genauso kann auch eine Pandemie 90% der Menschen in ein paar Monaten töten. Klar kann das passieren. Sterben tun wir alle, sowieso. Es gibt gegen Vieles kein Mittel. Entsprechend hilft nur beten und hoffen.

Ich hätte als junger Mensch nie erwartet, dass es bis zum Jahr 2026 keinen weltweiten Atomkrieg gibt. Und ich meine, dass meine Einschätzung dennoch richtig war. Wir hatten einfach nur riesengroßes Glück. Und entsprechend leben wir immer noch.

Kann alles passieren, was sie oben beschreiben. Aber erstmal will das keiner, und jeder, der bei Verstand ist, wird versuchen, dass es dazu doch nicht kommt.

Auf dem Land wird man dann aber auch nicht mehr in Frieden leben können. Entsprechend: Wir können nicht gegen alles was machen. Da gehe ich jetzt für meine letzten Jahre einfach davon aus, dass es wohnlich und lebenswert bleibt. Und wenn nicht, dann strebe ich einfach. Muss ich ja demnächst sowieso.

Ob dann 9 Milliarden oder 5 Milliarden Menschen verhungern. Setzen wir doch einfach darauf, dass wir das schon irgendwie hinkriegen. Mit der Energiewende, mit dem Solein, mit genug Fortschritten auch der Biolandwirtschaft. Und notfalls mit nur noch wenig Fleischkonsum.

Immerhin kann man mindestens die Hälfte der Anbauflächen einsparen, wenn man konsequent ziemlich vegetarisch lebt. Derzeit lass ich mir regelmäßig durchaus Fleisch schmecken. Weil die Erträge eben da sind. Ich weiß aber auch, dass es ohne dem auch geht. Schließlich habe ich rein vegetarische Kost selber in jungen Jahren für 2 Jahre ausprobiert. Problemlos, nur deutlich weniger lecker.

Auch etwa ein Supervulkanausbruch könnte die weltweiten Erträge für bis zu zwei Jahre halbieren. Dann würde man als erstes alle Nutztiere innerhalb von Monaten schlachten und schon mal verzehren. Die brauchen dann erst mal keine Futtermittel mehr, und wir haben alle landwirtschaftlichen Erträge für uns selbst zur Verfügung. Das kann uns reichen, und keiner muss verhungern.

Nicht lecker eben. Aber noch lange nicht tot.



Kommentar vom 09.05.2026 16:21
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dialog-statt-lautstaerke-vielfalt-statt-blase-gedanken-zum-abschied-von-mp-winfried-kretschmann/#comment-203402

@Michael 09.05. 08:21

„Solarpunks rebellieren gegen die nur scheinbare Alternativlosigkeit des #Fossilismus und verbreiten ihre Ideen nicht durch feindseligen #Dualismus , sondern durch #Dialog.“

Wer sich auf dem Boden von Wahrhaftigkeit bewegt, der kann sich den Dialog leisten. Das macht den Unterschied?

Und so kommt man dann auch weiter.

Wer nur Propaganda verbreitet, muss asymmetrische Möglichkeiten haben. Dem Dialog muss man dann ausweichen können.



Kommentar vom 09.05.2026 14:46
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/moege-die-macht-mit-uns-sein-putin-palpatine-und-die-fossile-sturmtruppen-strategie/#comment-203397

@Berthold Forster 08.05. 11:46

„Drohnen jagen eher selten Drohnen sondern zerstören Gegenstände die viel wertvoller sind als sie selbst.“

Deswegen wären doch Drohnen das beste Mittel gegen Drohnen. Wenn eben die Abfangdrohnen nicht viel teurer als die Angriffsdrohen sind. Der Vorteil liegt dann bei dem, der mehr Geld hat. Also bei der EU, nicht bei Russland.

„Elektronische Störsender, aktives Satelliten Angreifen, Zerstörungen der Internetverbindungen.“

Ganze Drohnenschwärme von um die 10.000 Stück könnten sich rein optisch orientieren, und untereinander resilient kommunizieren. Eine Verbindung zu menschlicher Unterstützung in Kontrollzentren könnte entsprechend redundant realisiert werden.

Die automatisierte Intelligenz läge dann im Drohnenschwarm verteilt.



Kommentar vom 09.05.2026 13:28
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-203384

@Andreas 08.05. 22:28

„Ich gebe zu ich habe keine Ahnung wovon du sprichst. Mit google finde ich auch nichts dazu.“

Ich denke mal @Bednarik meint hier Solein. Das gibt es hier:

https://www.solein.com/

Ich beobachte das seit Jahren, aber das kann man immer noch nicht kaufen.

„The designing of Factory 02 is already on the way, and it will expand our production capacity from Factory 01’s 160 tons to 6,400 tons annually“

Das könnte dann was werden. Fragt sich wie teuer, wie gesund und wie schmackhaft das ist. Jedenfalls produziert man dann direkt tierisches Eiweiß. Ohne Acker, Tiere und Futtermittel. Nur mit grünem Wasserstoff als Energiequelle und dem, was auch in Pflanzendünger drin ist, plus CO2. PV hat 25% Wirkungsgrad, die Photosynthese so 1 oder 2 %. Das macht einen riesigen Unterschied. Und diese Bakterienkulturen brauchen vergleichsweise praktisch kein Wasser.

„Die Landwirtschaft ist entscheidend dafür verantwortlich dass mehrere planetare Grenzen (land system change und biogeochemicalflows) überschritten sind..“

Vor allem wenn die jetzt noch armen Menschen sich selber Fleisch leisten können, werden wir mehr globalen Ertrag brauchen. In den Tropen und speziell in Afrika sind aber noch erhebliche Potentiale für zusätzliche Erträge.



Kommentar vom 09.05.2026 01:03
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-203362

@Andreas 08.05. 17:44

„Allein schon der gegenwärtige deutsche Lebensstandard ist völlig unvereinbar mit den Grenzen unseres Planeten.“

Drei Faktoren scheinen uns allerdings noch helfen können. Einmal kann die ganze Grüne Technik noch billiger und ressourcenschonender werden. Dann könnten wir ein Sammeltaxisystem auf Basis von selbstfahrenden E-Fahrzeugen entwickeln, dass den kompletten Individualverkehr ablöst.

Und der ganze Globale Süden, deutlich mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung, hat um die doppelt soviel Solarertrag als Deutschland und braucht weder Winterliche Heizung noch ein Dunkelflautenbackup. Und damit auch keine teure Wasserstofftechnik.

Auch hat man in heißeren Ländern möglicherweise weniger Arbeitslust und zugleich auch weniger Konsumlust. Auch das kann einiges einsparen, was bei uns hier üblich ist.

Weniger Verschwendung finde ich allerdings auch ein hervorragendes Mittel, den technischen Umbau unserer Systeme deutlich zu beschleunigen, und auch die Ausbauziele reduzieren zu können. Da sage ich nichts gegen, und das praktiziere ich persönlich schon seit Jahrzehnten. Und spare mir dabei noch eigenes Geld.

Von Fahrradfahren über Secondhandkleidung und Secondhandmöbel bis Campingurlaub.



Kommentar vom 09.05.2026 00:21
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dialog-statt-lautstaerke-vielfalt-statt-blase-gedanken-zum-abschied-von-mp-winfried-kretschmann/#comment-203360

@Michael 08.05. 17:44

„Es ist unser erklärtes Ziel, bevorzugt bereits versiegelte Flächen wie Dachflächen und Parkplätze für den Ausbau von PV (Photovoltaik) nutzen.“

Gute Idee. Wichtiger wäre dabei, PV nah am Verbraucher zu installieren. Das entlastet die Stromnetze, die angesichts von Wärmepumpen und E-Fahrzeugen bald deutlich mehr Strom zu transportieren haben.

„….und die Möglichkeiten zur Nutzung der verschiedenen Formen der Agri-PV verbessern.“

Das Einfachste dabei wäre es, statt Äckern einfach Weideflächen zu nutzen. Die Halterungen für die PV-Module können dann niedrig ausgeführt werden, so niedrig, dass die Weidetiere gerade noch zwischen den PV-Halterungen alles abgrasen können. Praktischerweise mit Ziegen und Schafen. Insbesondere an eher trockenen Standorten wird hier die Wiese nur etwas überbaut, dass Regenwasser kommt trotzdem unten an und der Erdboden kann das Wasser dann aufnehmen und speichern.

„Auch zum Netzausbau findet sich Entscheidendes, so dass ich als Solarpunk viel Hoffnung für mein Land und für erneuerbare Friedensenergien haben kann.

Wenn man neben PV direkt beim Verbraucher auch noch die ohnehin nötigen Kurzfristspeicher geschickt verteilt, kann man auch die Stromnetze viel effizienter nutzen und braucht so kaum Netzausbau.

Statt die alte Stromanschlüsse ehemaliger Großkraftwerke für Großspeicher zu nutzen kann man die eine Hälfte der Speicher direkt beim Produzenten und die andere Hälfte direkt beim Konsumenten installieren. So spart man dann auch die Durchleitungsgebühren für die reine Speicherfunktion ein.

Beim Produzenten hält man den Strom nur zurück, um ihn später ins Netz einzuspeisen und beim Verbraucher läd man zu niedrigen Preisen die Speicher auf, um den Strom dann später selber zu nutzen. Der eigentliche Stromtransport kann dann auch früher oder später stattfinden, je nach momentaner Netzauslastung.

„Baden-Württemberg soll Wasserstoffland werden“

Genau das braucht jetzt zunächst mal öffentliche Förderung, und zwar reichlich. Der Rest wie hier beschrieben eigentlich keine, es dürften vollkommen entsprechende Installationsgenehmigungen genügen.

„Umso stärker sich die Berliner Blase fossil und rechtslibertär blockiert, umso größer wird die Rolle der Bundesländer und Ministerpräsident:innen.“

Hört sich auch gut an. Die Bundesländer sind vermutlich auch einfach weniger von fossilen Lobbyisten beeinflusst, und um so mehr an einer schnellen wie möglichst kostengünstigen Energiewende interessiert. Zumal günstiger Strom nicht nur den Privatverbraucher freut, sondern auch Gewerbe und Industrie.



Kommentar vom 08.05.2026 17:11
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dialog-statt-lautstaerke-vielfalt-statt-blase-gedanken-zum-abschied-von-mp-winfried-kretschmann/#comment-203329

@Michael 08.05. 16:09

„An dieser Zerblasung der Wirklichkeit scheitern auch kognitiv sehr kluge und umfassend „wissende“ Menschen. Beobachte ich.“

Das meine ich ja auch mit Horizonten. Wie es Anderen ergeht. Wovon andere Leben, und wie sie sich einrichten können und einrichten dürfen. Und wie sie sich dabei fühlen.

Es gilt hier nebenbei auch einen ganzen Planeten zu erhalten. Zuviele Leute, denen das ziemlich egal sind, könnten auf die Dauer wirklich fatal werden. Insbesondere wenn es besonders viel Kapital, das ja immer von konkreten Leuten gehalten wird, betrifft.

Die Investitionen in die richtige Technik machen doch den wirklichen Unterschied. Das können sinnlos subventionierte SMRs sein, aber auch einfach umfangreiche private Investitionen in wirklich Grüne Technik, die nur auf die richtigen Rahmenbedingungen warten.

Siehe hier:

https://www.spektrum.de/news/small-modular-reactors-grosses-hoffen-auf-die-kleinen-reaktoren/2319986

Das sieht mir alles nach Milliardengräbern von öffentlichen Zuschüssen aus. Besser in Wasserstofftechnik investieren, wenn man schon öffentliche Gelder ausgeben will. Aber einfach die Genehmigungen für längst marktreife Grüne Technik fehlen derzeit doch, mit der Folge, dass private Investoren ausgebremst werden. Das sind zugleich auch wirtschaftlichen Möglichkeiten, die hier sinnlos blockiert werden.

Und eben auch noch Friedensenergien.



Kommentar vom 08.05.2026 14:10
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dialog-statt-lautstaerke-vielfalt-statt-blase-gedanken-zum-abschied-von-mp-winfried-kretschmann/#comment-203312

@Michael 08.05. 08:32

Was sollen etwa Mütter, Ehrenamtliche und auch Christinnen sagen, wenn der Kanzler nur reiche Leute als „Leistungsträger“ bezeichnet?

Dann sollten doch diese Leistungsträger mehr Beiträge zur Gemeinschaft leisten. Das wäre doch wirklich weiterführend.

Sich nur selber bereichern hilft der Gemeinschaft wenig. Daran fehlt es wohl nicht.

Das müsste doch ein Merz als ehemaliger Blackrockmanager eigentlich wissen?

Klar bleibt, das gute Politik die Interessen aller Menschen im Auge haben müsste. Und Diskurse braucht, die hier wirklich vernünftige Horizonte einschließen.



Kommentar vom 07.05.2026 13:58
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dialog-oder-dualismus-die-wahrheitsfrage-als-charaktertest-und-schicksalsfrage/#comment-203142

@Realo 06.05. 04:15

„Ich wollte nur andeuten, dass die große und auch noch zunehmende Hitze in Afrika bestens für die Erneuerbaren genutzt werden könnte und zumindest dort kaum Bedarf an fossilen Energien besteht…..“

Die haben einen erheblichen Vorteil. Erst mal mehr als den doppelten Ertrag als in Mitteleuropa, dann noch gleichmäßig über das ganze Jahr verteilt ohne einen Einbruch im Winter. Und die brauchen praktisch keine winterliche Heizung. Und wenn die Klimaanlage am nötigsten gebraucht wird, fällt auch ein Maximum an PV-Strom an.

Entsprechend braucht es nur einen Tagesspeicher mit nicht mal der halben Tagesproduktion Kapazität. Wasserstoff als Saisonalen Speicher braucht man da selber gar nicht.

Da ist dann auch ganz viel billiger Strom für Entsalzungsanlagen vorhanden. Und eben für jede Menge energieintensive Industrie.

„„Gedanken“, dass alle Staaten friedlich zusammenleben und fairen Handel betreiben sollten, scheinen „trostvoll“ und sollten allgemein angestrebt werden.“

Auf jeden Fall eine sehr gute Idee. Vertrauen oder wenigstens Berechenbarkeit könnte da aber hilfreich sein. Trumps Chaospolitik scheint mir das nicht zu liefern.



Kommentar vom 07.05.2026 01:11
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-203095

@Marie H. 06.05. 12:20

„Durch Sanierung und Renovierung von innerstädtischen Altbauten entstehen Wohnungen, die sich nur noch Menschen mit gutem bis sehr gutem Einkommen leisten können.“

Kommt drauf an wie genau modernisiert wird. Einen Anschluss an die Fernwärme und PV auf den Dächern reduziert ja auch sofort die Energiekosten der Mieter. Das darf was kosten, und das wird dann unterm Strich bei den Gesamtkosten aus Grundmiete, Nebenkosten, Heizkosten und Strom für die Mieter günstiger.

Bei mir hier hat man in den letzten 10 Jahren zunächst die Dächer neu gedeckt, Dachboden und Kellerdecken isoliert und einmal schön neu Angestrichen. Ohne das das groß teurer geworden ist. Die Fernwärme kommt dann in 4 oder 5 Jahren, die PV leider erst in 10 Jahren.

Ich muss da glaube ich mal nachhaken, wieso das mit PV nicht schneller gehen kann. Wir haben hier eine alteingesessene Wohnungsbaugenossenschaft, der es nicht um den maximalen Profit geht, sondern dass die Menschen gut wohnen können. Mit Zinsen haben die trotzdem zu tun, irgendwo müssen die ihr Kapital ja hernehmen. Man kann da direkt Geld anlegen, und bekommt dafür 4 % Jahreszins, der in den letzten 15 Jahren ziemlich konstant geblieben ist.



Kommentar vom 06.05.2026 23:27
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/

@Michael 06.05. 22:51

„Dazu gehören ein oft besserer ÖPNV plus Carsharing-Angebote, bald sicher auch KI-Taxis…..“

Nicht zu vergessen, dass man in der Stadt auch mit dem Fahrrad gut unterwegs sein kann, das ist sogar noch billiger als der ÖPNV, und öfter auch noch schneller. Auf dem Land mit dem Fahrrad geht auch, aber das ist dann wirklich sportlich, und braucht dabei auch noch viel Zeit, die man oft nicht hat.

Insbesondere ist das mit der Mobilität von Kindern und Älteren ohne Führerschein besonders schwierig auf dem Land. Wie schon öfter gesagt, ein Sammeltaxisystem auf Basis von selbstfahrenden E-Autos könnte gerade auf dem Land vieles einfacher und billiger machen. Dann bräuchte man auch da kein eigenes Auto mehr.

„Schon aufgrund der Wahlkohorten und auch der Zeit für (Kommunal-)Politik stehen die Belange junger Familien selten im Vordergrund. Was wiederum die Unterjüngung beschleunigt…“

Dass Kinder nicht wählen dürfen macht Sinn. Aber die Eltern könnte doch je eine halbe Stimme mehr haben pro Kind, das sie an der Wahlurne vertreten könnten. Bis die Kinder dann mit 16 selber wählen dürfen.



Kommentar vom 06.05.2026 15:42
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-203040

@Andreas 05.05. 16:25

„Du denkst wirklich dass die ärmere Hälfte der Bevölkerung deswegen am Monatsende nur so gerade über die Runden kommt oder sogar Schulden macht weil sie nicht mit Geld umgehen können?“

Ich beobachte das, und will das gar nicht werten. Aber klar, wer Schulden hat zahlt Zinsen, wer Vermögen hat, erzielt damit Ertrag. Es ist auch nicht unbedingt die an monatlichem Lebensaufwand ärmere Hälfte, die alles Einkommen sogleich ausgibt und noch Schulden macht.

Aber wer langfristig was geerbt und noch weiter was gespart hat, der hat eben auch sehr viel mehr Geld zum Ausgeben. Und kommt dann so schnell nicht auf die Idee, einfach alles doch noch auszugeben.

Ich kenne da Beispiele für beides. Grundsicherungsempfänger, die noch was ansparen, wie Erben mit mittleren Einkommen, die das Geld ziemlich schnell ausgegeben haben.

„Mein Punkt ist dass eine Stadt vollständig von ihrem Umland abhängig ist.“

Auch die Bauern können ohne sehr teure Maschinen, Diesel, Dünger und Saatgut nicht mehr produzieren. Und die modernsten Maschinen kommen auch ohne Internet und Satelliten nicht mehr klar. Entsprechend ist die Wertschöpfung der Landwirtschaft ohne die eher städtische Produktion der Hilfsmittel nicht mehr möglich. Und das meiste Geld, das mit Landwirtschaft verdient wird, landet nicht bei den Bauern. Die reine Arbeitskraft des Bauern dürfte so um die 10 % vom Erlös der Ernte ausmachen.

Stadt und Land können nur noch zusammen existieren.

Dass man im Krisenfall auf dem Land näher dran ist, stimmt schon. Aber erlebt habe ich so eine Krise noch nicht.



Kommentar vom 06.05.2026 00:34
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/moege-die-macht-mit-uns-sein-putin-palpatine-und-die-fossile-sturmtruppen-strategie/#comment-202997

@Berthold Forster 05.05. 16:25

„Kann eine Intelligente Software Menschlichkeit und Güte zeigen?“

Warum nicht, wenn sie auch eigenes Bewusstsein entwickelt. Wir Menschen zeigen auch Empathie gegenüber anderen Spezies.

Oder wenn einfach der Auftrag ist, sich auf den Kampf gegen die gegnerischen Automaten zu konzentrieren. Und ein Angriff auf Menschen nur angedroht werden muss, um das Kriegsziel zu erreichen. Nachdem eben die große Drohnenschlacht erfolgreich entschieden ist.

„Drohnen/Droiden sind für Diktaturen oder Machtinteressen doch das beste was es geben kann. Sie sagen nie Nein, keinen Juckt es wenn es sie nicht mehr gibt.“

Ich fürchte das ist eher andersrum. In der Demokratie wird es eher offenen Widerstand gegen einen Kriegseinsatz geben, der viel kleiner wird, wenn fast nur noch Maschinen geopfert werden. Und die Diktatoren können einfach befehlen was und wie sie wollen, und kaum einer wagt es, sich dagegen zustellen. Schon gar nicht die nationalen Medien.

Entsprechend hat es Putin doch geschafft, seine eigenen Leute zu verheizen. Und hier gehen Leute auf die Straße, wenn wir der Ukraine nur Waffen liefern. Oder nur Aufrüsten.



Kommentar vom 05.05.2026 18:19
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dialog-oder-dualismus-die-wahrheitsfrage-als-charaktertest-und-schicksalsfrage/#comment-202955

@Realo 05.05. 08:42

„Trump geht es um Frieden, die Iraner „spielen“ mit ihrem eigenen „Untergang“.“

Bei den iranischen Mullas sieht das wirklich so aus. Bei Trump bin ich mir noch unsicher. Und bei Israel bin ich mir auch unsicher, was die wirklich wollen.

Das Motiv der Endzeit ist in Teilen aller Abrahamitischen Religionen recht beliebt.

Wer das nicht will, sollte versuchen, sich davor zu schützen.



Kommentar vom 05.05.2026 18:05
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dialog-oder-dualismus-die-wahrheitsfrage-als-charaktertest-und-schicksalsfrage/#comment-202953

@Realo 04.05. 09:19

„An eine Solaranlage am Dach habe ich auch schon gedacht, weil sie mich vor einem „Blackout“ bewahren könnte. Allerdings müsste ich das Dach neu decken lassen….“

Mit integriertem Speicher kann man da in der Tat Einiges überbrücken, insbesondere dass dann auch die Heizung Strom hat und weiterlaufen kann. Sind Sie sicher, dass man nicht auch auf dem alten Dach die Module vernünftig befestigen kann? Immerhin rentiert sich die eigene PV-Anlage schon in wenigen Jahren, wenn man den meisten Strom selbst verbrauchen kann.

„Fahre praktisch nur mehr zum Einkauf mit dem alten Auto…..“

Dann lohnt sich auch kein Elektroauto, klar. Schon gar kein Neuwagen.

„Mit Stichtag „heute“ müsste ich rund 1 000 Euro mehr bezahlen, gehe aber davon aus, dass Öl wieder billiger werden wird…..“

Wenn wir mit der Energiewende fertig werden wollen, müssen wir genug billigen PV- und Windstrom haben, dass die Wärmepumpe das Meiste abdecken kann. Den Rest kann Biogas oder auch Holz liefern, und diesen Rest kann man noch länger auch vorübergehend noch mit z.B. Heizöl bestreiten. Insbesondere bei Ihnen mit Öltank und ohne Gasanschluss.

Bis das wirklich komplett ist, können noch so um die 20 Jahre vergehen.

„Ich nehme an, dass die Erben den Grund relativ gut verkaufen können und alles neu gebaut wird….“

Wenn dem wirklich so ist, dann lohnen sich hier mit Sicherheit keine Investitionen, klar.

„PV Anlagen sind nur am Land relativ günstig. Weil viel Dachfläche anfällt aber wenige Menschen darunter wohnen….“

Wir haben inzwischen 25% Wirkungsgrad bei PV. Für den Verbrauch der Privathaushalte reichen auch hier in der Innenstadt durchaus die Dachflächen aus, um den PV-Anteil der Stromverbrauchs und wohl auch noch der Elektrofahrzeuge abzudecken. Den Anteil an Windstrom sicher nicht, und auch nicht was Industrie und Gewerbe verbrauchen. Die können aber auch selber Dächer oder auch Freiflächen für PV haben.

Und die nötigen Speicher kann man überall verteilen, das spart Durchleitungsgebühren und entlastet ja auch die kommunalen Stromnetze.

Wie gesagt, was die Heizung betrifft, da ist hier in der Innenstadt Fernwärme angesagt. Mit Großwärmepumpe und Universalgasmotor in Kraftwärmekopplung, der einen beliebigen Mix aus Wasserstoff, Biogas und Anfangs auch noch Erdgas verarbeiten kann.

„Vielleicht kann man z.B. die Wüsten (Sahara) zur Energieerzeugung (Strom und Wasserstoff) nutzen. Nur entstehen neue Abhängigkeiten, und dann sind es keine „Friedensenergien“ mehr…..“

In der Tat ist da der PV-Primärertrag mehr als doppelt so hoch wie in Mitteleuropa. Aber nur Wasserstoff herstellen und nach Europa exportieren wird sich nur bedingt lohnen. Die Verluste sind hoch, und die Pipelines teuer. Und dieser Wasserstoff wäre eher teurer als der Primärertrag, den wir bei uns direkt ernten können. Nur soweit wie wir Wasserstoff für Industrie und Dunkelflautenbackup brauchen können, lohnt sich ein Import von Wasserstoff.

Und wir haben auch bald selber Stromüberschüsse, die wir nur noch mit der saisonalen Wasserstoffproduktion nutzen können. Da kann ein Wasserstoffimport aus Nordafrika nur eine Ergänzung sein.

Man wird aber in Nordafrika selber sehr billigen Strom haben, der auch für eine Ansiedlung von energieintensiver Industrie sehr interessant wäre.



Kommentar vom 05.05.2026 16:23
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-202949

@Michael 05.05. 07:32

„Wenn wir diesen Effekt nicht sehen und stoppen, dann könnten neben den verebbenden Gebiete auch die Arche-Regionen von einer zunehmend brutalen Zweiteilung zwischen reichen Wohnungsbesitzenden und verarmenden Mietenden geprägt sein.“

Zudem ja auch noch immer mehr ertragreiches Kapital in Form von KI und Robotern dazu kommt. Umso wichtiger wäre eine stärkere Besteuerung von möglichst aller Art von Vermögen. Selbst die Energiewende ist mit ziemlichen Investitionen verbunden.

„Schon jetzt framen Rechtsdualisten „die Eliten“ als städtisch, akademisch, arrogant und ausbeuterisch.“

Derweil ich allerdings den Rechtsdualisten als Letztes Steuern auf Vermögen oder gar selbstgenutztes Wohnungskapital zutrauen würde.



Kommentar vom 05.05.2026 15:28
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-202945

@Michael 05.05. 07:32

„Dadurch aber sind sie auf teure Mietwohnungen angewiesen, die wiederum den Aufbau von Investitionskapital und damit den Aufstieg aus der fossilen Miet- und Armutsfalle blockieren können.“

Jeder kann soviel Geld zurücklegen wie er mag oder kann. Ungefähr die Hälfte kann das gar nicht, die haben jedes Monatsende eher Schulden als noch was übrig. Das hat sogar wenig mit dem tatsächlichem Einkommen zu tun. Das ist eher eine Charaktereigenschaft, das haben wir immer.

Solange aber die Halter von Kapital genug Steuern zahlen, sehe ich eigentlich keine Probleme. Sogar echte Perspektiven. Auch KI und Roboter sind Kapital, das Ertrag abwirft. Das kann man schön einträglich besteuern, wenn denn der politische Wille dafür da wäre.

So lebt es sich dann auch ohne Wohneigentum ganz gut.

@Andreas 05.05. 10:27

„Und natürlich kann man von jemandem der das nicht möchte auch schwerlich verlangen dass er/sie in eine Zwei-Zimmerwohnung zieht und das Haus/die große Wohnung vermietet.“

Insbesondere wer im eigenen Wohneigentum wohnt, hat den selbstgenutzten Kapitalertrag komplett steuerfrei. Wer die übergroße Wohnung vermietet, muss dann auf diese Einnahmen reichlich Steuern zahlen, und kann die eigene Miete der kleineren Wohnung da nicht von absetzen.

Kein Wunder also, dass man dann nicht umzieht. Auch wenn die Kinder lange aus dem Haus sind und der Ehepartner inzwischen verstorben ist.

Wer Kinder hat, kann denen die große Wohnung aber schon überschreiben, wenn die denn da gerne wohnen wollen. Oder die große Wohnung schon mal verkaufen, und sich dafür eine kleine Eigentumswohnung kaufen. Was dann übrig bleibt, kann man vererben oder einfach selber ausgeben. Das letzte Hemd hat nun mal keine Taschen.

„Man stelle sich nur vor der konstante Strom an Lebensmitteln und Ressourcen aus dem Umland nach meinetwegen Stuttgart würde für ein paar Tage zum Erliegen kommen.“

Der Personenstrom der Leute, die im Umland wohnen und in der Stadt arbeiten, übertrifft dann aber die Lebensmittelströme wohl um ein Vielfaches. Und Energie kann auch ziemlich reichlich mit PV innerhalb der Städte produziert werden.

Die Wasserversorgung sind noch mal ziemliche Mengen, das lässt sich aber per Rohrleitung sehr gut transportieren.

In den Städten selbst wird aber auch wieder allerhand produziert, und auch auf dem Land dann verkauft.



Kommentar vom 05.05.2026 01:16
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/moege-die-macht-mit-uns-sein-putin-palpatine-und-die-fossile-sturmtruppen-strategie/#comment-202899

@Berthold Forster 04.05. 20:25

„In dem Buch „Im Grunde gut“ von Rutger Bregman gibt es eine Stelle wo er den Widerwillen von Menschen nachweißt, sich direkt umzubringen.“

Kriegsdienst ist entsprechend eine dreifache Katastrophe für die dienenden Soldaten: Sich töten zu lassen, Andere zu töten und sich Monate oder gar Jahre auf freier Flur aufhalten zu müssen, und auf sein komplettes soziales Umfeld zu verzichten.

Was wäre da besser als eine technische Lösung? Letztlich soll der Krieg doch vor allem eine Entscheidung bringen, was die Diplomatie nicht zu realisieren vermochte.

Wenn alle Drohnenschwärme aus zehntausenden autonomen und spezialisierten Drohen in eine finale Schlacht geworfen werden, muss dann eben der Verlierer kapitulieren. Die Berge von Elektroschrott, die dabei anfallen, mögen die Menschen aufsammeln und auf dem Schrott verkaufen.

Und ein Vorteil wäre das für den, der mehr Geld für Drohnen hat aufbringen können. Und nicht für den, der seine komplette junge Generation zu opfern bereit ist.

Klar ist hier aber, dass wir für unseren Drohnenkrieg unsere eigene freie Software brauchen. Aber eigentlich auch offene Software für alles, die wir mit der ganzen Welt ganz gut teilen können. Und auch das ist in der Tat eine Sicherheitsmaßnahme, und gehört mit in den Verteidigungsetat des Bundes und ganz Europas.

Und wenn die Kampf-KI sich irgendwann selbstständig macht? Hätte, könnte…. Ich glaube es nicht. Die Macht wird am Ende auf der richtige Seite sein?

Lange nicht so schlimm wie Atomwaffen wohl. Die gibts ja nun auch immer noch.



Kommentar vom 05.05.2026 00:34
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-202895

@Andreas 04.05. 21:54

„Ich sehe als einzige Lösung aus diesem Dilemma dass man konsequent nur noch bereits zubetonierte Brachflächen für Wohnungsbau in Anspruch nehmen darf.“

Zum Teil sind das aber in der Tat auch nur Verschiebungen. Auf dem Land, insbesondere an den Rändern Europas, ziehen die Leute ja weg. Da kann man Einiges abreißen und entsiegeln.

Dazu käme noch ein Sammeltaxisystem auf Basis von selbstfahrenden Batteriefahrzeugen. Wenn das wirklich kommt, spart das locker 80 % der Parkplätze ein. Diese Flächen kann man dann vor allem für wasserspeicherndes kühlendes Grün in den Städten nutzen. Und das Sammeltaxisytem kann auch insbesondere den ländlichen Raum aufwerten. Dass hier auch Personen ohne Führerschein voll mobil sind, dass Mobilität sehr viel billiger wird, und wegen kaum noch Staus auch schneller geht. So kann man dann problemlos längere Wege zur Arbeit fahren.

Wer Bauen will, der soll das m.E. gerne machen. Am besten wenn die Städte noch reichlich neues Bauland ausweisen, dann wird das gleich viel bezahlbarer. Hier in Dortmund jedenfalls ist da noch ganz viel Platz, auch immer noch auf ehemaligen Industrieflächen.

Einige dieser Flächen sind ganz schön giftig, aber da muss man ja nicht bauen, das können Grünflächen werden. Praktischerweise mit PV-Freiflächenanlagen.

Die Stadt soll doch schön bewohnbar sein. Irgendwo müssen wir uns doch niederlassen. Und hier sind die Wege kürzer und die Bebauung viel dichter, das macht es auch alles energetisch und ökologisch effizienter als auf dem Land. Und potenziell das Leben sogar billiger.



Kommentar vom 04.05.2026 15:28
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/moege-die-macht-mit-uns-sein-putin-palpatine-und-die-fossile-sturmtruppen-strategie/#comment-202855

@starwars

Die Macht bei Starwars ist eben nicht reine Fantasie und damit nur psychologisch. Damit zu spielen, wie sie im wirklichen Leben mitspielen kann, ergibt echte Perspektiven.

Die sich mit den verschiedenen Religionen einerseits vertragen können, andererseits aber auch mit ganz persönlicher Spiritualität.

Letztlich ist es gerade das Wirkliche, dass hier gesucht wird? Vom Publikum, aber auch vom Film selbst.



Kommentar vom 04.05.2026 13:58
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-202850

@Michael 04.05. 06:25

„Aber die volle Wucht der Demografie spricht sich immerhin bereits herum.“

In der Tat eine eher neue Diskussion?

Mit Neubauten sind aber auch noch nicht die Altbauten energetisch fit gemacht. Obwohl das hier im Innenstadtbereich eigentlich vom Aufwand her geht. Hier lohnt sich Fernheizung ganz besonders, und das Verhältnis von Wohnfläche zu Außenwänden ist aufgrund sehr dichter Bebauung günstig. Und hier ist es auch im Winter einige Grad milder als im Umland.

Bei mir hier ist eben dies der Fall, man hat nur Kellerdecke und Dachboden isoliert und richtig gute Fenster eingebaut. Nur die Fernwärme braucht noch 4 der 5 Jahre, bis sie hier angekommen ist.

Derweil muss ich hier richtig für meine eigene 25 Jahre alte Gastherme an Gas zahlen. Da geht noch nicht mal Brennwerttechnik. Wenigstens spare ich auch wirklich, wenn ich weniger heize. Die Energiekosten nähern sich inzwischen der Grundmiete. Wenn das jetzt mit der Straße von Hormus länger dauert, schaffen wir das auch noch.

Und klar, hier sind noch die ganzen Dächer für Solaranlagen frei.

Und Frau Reiche will neue Gaskraftwerke. Ich fass es nicht.

Immerhin könnten aber Neubauten zu sinkenden Grundmieten bei energetisch teuren Altbauten führen. Das wäre auch für uns hier willkommen. Auch wenn die Neubauten selbst für uns unbezahlbar wären.



Kommentar vom 04.05.2026 00:02
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-202821

@Neubaumangel

Bleibt zu hoffen, dass es in ein paar Jahren ein Einsehen gibt und damit auch wieder mehr Kinder und Neubauten.

Und bis dahin die Kombination von öffentlichen Investitionen vor allem in Aufrüstung und privaten Investitionen in eine wirklich konsequente Energiewende die fehlenden Investitionen in Neubauten ausgleichen kann.

Wenn es denn wirklich damit dann wenigstens was wird. Was mir jetzt denn doch auch wichtig wäre. Auf einer militärischen wie energiepolitischen Basis, mit der wir gut und relativ sicher leben können, könnte dann auch die Lust auf Kinder größer werden?

Jedenfalls mit der Zeit, auch wenn das länger dauert. Das könnte auch ein durchaus parteiübergreifendes Projekt werden? Und ein europäisches Projekt. Den Kindermangel haben wir überall. Und den Bedarf an Aufrüstung und Energiewende auch.



Kommentar vom 03.05.2026 15:42
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dialog-oder-dualismus-die-wahrheitsfrage-als-charaktertest-und-schicksalsfrage/#comment-202800

@Realo 02.05. 12:17

„Nur werde ich nicht und könnte ich auch nicht, mein altes Haus um 200 000 Euro umbauen,…“

Wenn sie aus dem Altbau mit der Brechstange ein Energiesparhaus machen, vielleicht.

Eine Solaranlage mit integriertem Speicher kostet vielleicht 3000 Euro, maximal 5000 Euro, und das haben Sie in ein paar Jahren wieder drin und dann richtig schön billigen Strom. Und wenn sie viel Fahren, würde sich auch das Elektroauto lohnen, das sie dann mit eigenem Solarstrom laden können.

Eine kombinierte Heizung aus Wärmepumpe und Ölheizung dürfte auch auf Dauer billiger werden, insbesondere braucht die weder Fußbodenheizung noch Außenwandisolierung. Das müsste unter 30.000 Euro zu haben sein, spart dann aber langfristig Geld, insbesondere wenn die Windkraft in Deutschland immer weiter ausgebaut wird, gleich mit integriertem Speicher direkt am Windrad. Soweit die Wärmepumpe läuft, wird es dann billig.

Und sonst springt eben der Ölkessel ein.

„Allerdings kann ich mir vorstellen, dass Techniker, die z.B. in der Chemie oder Metallindustrie arbeiten müssen, für den Einsatz fossiler Energie eintreten müssen, weil derzeit die Erneuerbaren weitaus nicht reichen dürften…..“

Wenn am Ende statt mit Erdgas oder Koks mit Wasserstoff gearbeitet werden muss, ist das zwar teurer. Aber noch ist das nicht soweit.

Zunächst mal können die Betriebe doch schon jetzt von billigerem Strom profitieren, insbesondere wenn sie sich eigene PV-Freiflächenanlagen zulegen können, oder am Besten noch ein paar Windräder dazu. Ein passender eigener Lithiumspeicher lohnt sich dann gleich mit.

Und den Mitarbeitern kann man noch Strom für ihre E-Autos anbieten. Die können dann tagsüber auf dem Parkplatz geladen werden. Und bidirektional angeschlossen beim Stromspeichern helfen, insbesondere wenn rund im die Uhr im Schichtdienst gearbeitet wird.




Kommentar vom 03.05.2026 14:26
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-202797

@Michael 03.05. 09:50

„Und wir sehen auch im internationalen Vergleich, dass dieser Ansatz Neubauten, Investitionen und Resilienz gegenüber Krisen und Inflation fördert, zudem auch den Mietmarkt entlastet und post-fossile Technologien voranbringt.“

Soweit hier tatsächlicher Bedarf besteht, habe ich nichts dagegen. Neben Baukindergeld wäre auch das Ausweisen von Neubaugebieten sehr attraktiv, schließlich kostet das den Staat fast nichts, und das hilft ganz gewaltig.

Und in den meisten Städten ist ja auch aktuell ein Bedarf an mehr neuem Wohnraum.

Wenn das aber mal nachlässt, können junge Familien auch Altbauten erwerben und u.a. energetisch sanieren. Neubauten sind schon Treiber für Treibhausgasemissionen. Wenn man hier viel mit Holz macht, geht es aber auch noch damit.

Aber ja, mir als wenig solventer Mieter kommen Neubauten wirklich gerade recht. Der Effekt reicht sich ja durch, und kommt am Ende auch bei den billigen Altbauten an.

„Große Teile der deutschen Gesellschaft haben es sich im demografischen und damit eben auch wirtschaftlichen Verebben eingerichtet.“

Das ist ja auch einfach faktisch. Ich glaube, wir sind gerade erst dabei, zu realisieren, dass wir von der globalen Überbevölkerung weg sind. Und ein genügsamer und technisch ausgefeilter Lebensstil auch mit 10 Milliarden Menschen weiter gut und lebenswert möglich sein wird. Und wir mit den planetaren Grenzen dabei rundherum auskommen können.

Der nächste Schritt wäre dann, erst mal zu überlegen, wie wir denn auf die 1,8 Kinder pro Frau kommen können. Und das dann umsetzen, und gucken, ob es denn funktioniert.

Dennoch hätten bei mir direkte Investitionen in eine schnelle und am Ende komplette Energiewende Vorrang auch vor Neubauten. Zumal auch die Nebenkosten für Gas und Strom inzwischen bald die Höhe der Grundmiete erreichen.

Aber so wie das aussieht, geht ja Beides. Mehr Energiewende und mehr Kinder und nachfolgend auch mehr Neubauten.



Kommentar vom 03.05.2026 00:45
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-202752

@Michael 02.05. 18:05

„..kaum noch eine realistische Chance haben, Kinder und Wohneigentum zu realisieren. Das macht es wiederum noch wahrscheinlicher, dass sich junge Menschen gegen (weitere) Kinder entscheiden und verschärft damit die Nachfrage- und Investitionskrise weiter.“

Eine gewisse Förderung fände ich auch nicht schlecht. Aber muss man denn wirklich Wohneigentum erwerben?

„denn „diese Generation hat eben noch fossile Wirtschaft in großen Konzernen gelernt. Und erst die nächste wird erneuerbare Friedensenergien wirklich verstehen.“

So schwer verständlich scheint mir das aber nicht zu sein. Einfach mal konkrete Projekte finden und ermöglichen reicht doch längst. Die Investoren und die Handwerker, die die Grüne Technik installieren, müssen wissen, was sie tun. Das kann man lernen.

Etwas ein E-Auto muss man kurz erklärt bekommen, und schon kann man losfahren.

@J. Jaenecke 02.05. 18:01

„und in Kalifornien gibt es mehr Sonnenstunden als in Deutschland und ebenfalls eine Abnahmevergütung für überschüssigen Strom, also zugunsten der Eigenheimbesitzer und zu Lasten der Stromkunden.“

In der Tat braucht man bei PV-Anlagen mit integriertem Speicher kaum Förderung mehr. Aber eine Baugenehmigung. Und im Innenstadtbereich die Möglichkeit, Solarstrom direkt in der Nachbarschaft zu verminderten Durchleitungsgebühren zu verkaufen.

@MRGR 02.05. 18:55

„Wenn ich eine Wärmepumpe und Solaranlage installieren wollte, müsste sich die Investition irgendwie auch wieder für mich rentieren.“

Einfach dann die Grundmiete erhöhen, auf Basis einer genauen Kalkulation. Insbesondere mit der Solaranlage – am besten mit passendem Speicher - spart der Mieter doch sofort jede Menge Stromkosten ein. Vermutlich deutlich mehr, als was die Mieterhöhung kostet.

„Wenn ich als Vermieter an den Heizungskosten beteiligt würde, wäre ich als Vermieter in der Falle, denn auf den Gasverbrauch meiner Mieter habe ich keinen Einfluss.“

Immerhin zahlt der Mieter noch seine Hälfte, wird also dennoch auf den Verbrauch achten. Im Prinzip wäre das auch wiederum ein berechtigter Anlass, neben der Heizungsanschaffungen auch die Verbrauchszuzahlungen auf die Dauer auf die Grundmiete umzulegen. Wenn es der lokale Wohnungsmarkt eben hergibt. Aber auf jeden Fall eine unterm Strich günstigere Heizung einbauen.

Letztlich sind die Gesamtkosten aus Grundmiete, Nebenkosten, Gasverbrauch und Stromkosten die Summe, die auf dem Wohnungsmarkt konkurrieren muss. Wenn das energetische gut gelöst ist, dann hilft das Vermieter und Mieter gleichermaßen.



Kommentar vom 02.05.2026 17:32
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-202722

@Michael 02.05. 15:46

„Mir bleibt daher wichtig, die Eigenheimquote insbesondere für Familien mit Kindern zu erhöhen, damit Aufstieg, Resilienz und post-fossile Selbstwirksamkeit auch öfter erlebt werden.“

Das sind jetzt aber andere Größenordnungen. Das Eigenheim mag 200.000 Euro kosten, der neue Stromzähler samt 5 Kwh Speicher kaum mehr als 1000 Euro, die nötige Solarleistung von 2 Kw auch inzwischen unter 2000 Euro. Das dürfte im Sommerhalbjahr für den Verbrauch einer Familie von 10 Kwh am Tag reichen. Und die integrierten Speicher speichern im Winter auch Windstrom mit.

Das ganze hält dann 20 Jahre oder sogar länger. Und die Preise sinken weiter.

Und wenn es heiß ist, hat man durchweg Maximalerträge von PV, dass dann der Betrieb einer Klimaanlage mit minimalen Stromkosten zusammenfällt. Je nachdem, wo und in welcher Etage man wohnt, kann das bei weiter steigender sommerlichen Hitze durchaus interessant werden.

Auch deswegen ist PV auch auf den Dächern im Innenstadtbereich so interessant.

„Wer da weiterhin Fossilisten feiert oder gar wählt, ist dann eben intellektuell und charakterlich gescheitert.“

Ich fürchte auch, dass nach den Spritpreisen erst die Gaspreise und danach die Strompreise noch weiter wuchern werden. Es ist einfach grauenhaft.



Kommentar vom 02.05.2026 14:07
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/#comment-202707

@Podcast nr 55

Genehmigungen für Speicher dürften doch einfacher sein, wenn sie einerseits direkt an der PV-Anlage wie am Windrad installiert werden. Mit Kapazitäten von in etwa einer halben Tagesleistung. Und Vermieter können andererseits ihren Mietern einen Stromzähler, der variable Strompreise verarbeiten kann, spendieren, mit integriertem Speicher von auch noch mal etwa einer halben Tagesleistung Kapazität.

Die Kosten kann der Vermieter doch einfach auf die Grundmiete aufschlagen. Das kommt mindestens jedem 2. Mieter zugute, dem das Geld für eigene Investitionen fehlt.

Und so fallen auch überhaupt keine zusätzlichen Durchleitungsgebühren an. Beim Produzenten wird der Strom nur vorübergehend zurückgehalten, beim Verbraucher wird billiger Überschussstrom aufgenommen und nicht ins Netz zurück gegeben, sondern nur später selber verbraucht.

Eine eigene Steckdose für E-Autos der Mieter kann man dann später auch noch spendieren.

So müsste sich doch wirklich was auf dem Strommarkt bewegen. Das kann dann auch mehr PV-Freiflächenanlagen und Windräder motivieren. Gleich mit integrierten Speichern.

Was dann noch fehlt sind PV auf allen geeigneten Dächern und sonstigen Flächen im Innenstadtbereich. Hier bräuchte es Investoren, die die Dächer für kleines Geld mieten, dort PV-Anlagen installieren und den Strom dann mit reduzierten Durchleitungsgebühren direkt in der Nachbarschaft verkaufen dürfen. Auch hier empfehlen sich integrierte Speicher mit etwa einer halben Tagesleistung.

Was das Thema Heizung betrifft, so dürften im Innenstadtbereich Fernheizungen überwiegend angesagt sein. Praktischerweise mit Großwärmepumpe und Universalgasmotor in Kraft-Wärme-Kopplung, der mit einem beliebigem Mix aus Wasserstoff, Biogas und vorerst noch Erdgas laufen kann.

Die Anschlusskosten der Fernheizung dürften überschaubar sein. Vermieter hätten wenig Anlass, da nicht mitzumachen, wenn der Netzausbau in ihrer Straße ankommt.

Wärmepumpen im Innenstadtbereich scheinen mir weniger praktikabel zu sein. Der Platz für Bodensonden ist zu knapp, und wenn jeder hier seinen Lüfter hätte, wäre das laut und womöglich auch kalt in den Hinterhöfen. Wenn Einzelne dennoch eine Lösung finden, dann können die das ja schon mal machen.

Bei den E-Autos ist klar, dass man da im Moment fast nur Neuwagen erwerben kann. Wer knapp bei Kasse ist, kann da echt nicht mithalten. Und muss noch viele lange Jahre warten, bis er einen alten entsprechend kostengünstigen elektrischen Gebrauchtwagen bekommen kann. Und bis dahin weiter einen gebrauchten Verbrenner fahren. Immerhin werden die dann aber billiger, das hilft schon auch.

Dafür sieht es langfristig gut aus für Ärmere. Batteriefahrzeuge dürften deutlich länger halten als Verbrenner. Und ein Sammeltaxisystem auf Basis von selbstfahrenden Fahrzeugen wäre ein ganz neues Zeitalter der Mobilität.



Kommentar vom 01.05.2026 16:03
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dialog-oder-dualismus-die-wahrheitsfrage-als-charaktertest-und-schicksalsfrage/#comment-202641

@Realo 01.05. 12:34

„Ist die Ukraine irgendwann unter „EU bzw. Natoschirm“, geht es natürlich weiter. Nur wird dann das „deutsche Kanonenfutter“ den Kampf übernehmen müssen, genau darauf kommt es Selenskyj an…..“

Wir spielen ja nun auch noch mit. Einen Natobeitritt der Ukraine werden wir entsprechend aus eigenem Interesse ablehnen. Selbst eine EU-Mitgliedschaft erscheint mir womöglich weniger ratsam. Damit kann man gerne noch 20 Jahre mit warten.

@Michael 01.05. 12:49

„Nicht der (im Iran schiitische) Islam unterdrückt auch Venezuela, sondern der von Ihnen so verehrte Donald Trump „dealt“ mit den fossilen Oligarchen und Gewaltherrschern.“

Klar, dass es Trump wirklich gar nichts kümmert, wie es den Iranern dabei geht. Auch die Befreiung Afghanistans von den Taliban hat man mittendrin abgebrochen. Mit fatalen Folgen für die Ortskräfte, die da vorher mitgeholfen haben.

Möglicherweise ist man in der Öl- und Gasindustrie nicht unglücklich mit der aktuellen Sperrung der Straße von Hormus. Immerhin waren vorher die Öl- und Gaspreise zunehmend unter Druck. Die weltweite Energiewende machte sich inzwischen deutlich bemerkbar.

Natürlich haben jetzt die Förderländer am Persischen Golf große Verluste. Aber die Gewinne mit den verbleibenden 80 % der globalen Fördermengen dürften gigantisch sein.

Klar trifft das jede Menge US-Bürger bis ins Mark. Aber was kümmert es Trump, wenn er an Popularität im eigenen Land verliert, aber eben die Geschäfte hervorrangend laufen?



Kommentar vom 01.05.2026 00:35
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dialog-oder-dualismus-die-wahrheitsfrage-als-charaktertest-und-schicksalsfrage/#comment-202614

@Realo 30.04. 19:08

„Aber irgendwann wird es auch den Persern dämmern, dass sie friedlich werden müssen, um ein „ehrenwertes Mitglied“ in der „Weltgemeinschaft“ zu werden, dass friedlich seinen Geschäften nachgeht….“

Im Iran herrscht doch vor allem eine Katastrophe für die Menschen da selber. Aber das kann man erfahrungsgemäß nicht so leicht ändern. Aber der Iran hat sich sogar aus dem Gazakrieg ziemlich herausgehalten.

Ein gezielter Angriff auf Irans Atomanlagen mag noch wirklich nachvollziehbar sein. Aber den aktuellen Krieg haben nun die USA angefangen. Wir werden sehen, wie das da weitergeht. Oder ob man vielleicht doch noch den zivilen Schiffsverkehr in der Straße von Hormus schützen kann.

So hohe Ölpreise wollen wir hier auch nicht. Das motiviert zwar für mehr Energiewende, schränkt zugleich aber auch die finanziellen Möglichkeiten in die Energiewende zu investieren ein. Und fördert Putins Kriegskasse.

Freilich kann man hoffen, dass im weiteren Gang der globalen Energiewende dann doch noch mittelfristig die Öl und Gaspreise verfallen. Das könnte auch eine nachhaltige Umorientierung von Öl- und Gasverkauf hin zu produktiver Wirtschaft fördern. Auch im Iran.

„Vielleicht wird auch Selenskyj irgendwann darauf kommen, dass die rund 20% Russen in der Ukraine, 20% „Ukraine Gebiet“ wollen, wie früher die Ukrainer „Russengebiet“ für ihre Unabhängigkeit wollten und auch zugestanden bekamen.“

In der Tat wollte Selenskyj genau davon einige Kriegsjahre nichts wissen. Hat dann aber zähneknirschend entsprechenden Friedensvorschlägen von Trump zugestimmt. Und den aktuellen Frontverlauf, der ganz gut zu von Russischstämmigen Ukrainern bewohnten Gegenden passt, als Basis für einen Frieden akzeptiert.

Aber Putin wollte doch nicht. Was soll man da noch machen? Als Europa voll in die Drohnentechnik einsteigen, in wirklich enger Zusammenarbeit mit der drohnenkriegserfahrenen Ukraine.

„Hirnlos und tapfer“ ins Unglück zu rennen, das ist keine gute Idee…..“

Für die Soldaten der Wehrmacht auf jeden Fall. Aber ohne die Soldaten der Alliierten hätten die Nazis ihren Krieg gewonnen und es gäbe jetzt keinerlei Freiheit in Europa. Und statt einem Kalten Krieg gegen den Kommunismus hätte wir weiter einen Krieg nach dem anderen gehabt, bis eben die Nazis tatsächlich noch die ganze Welt erobert hätten. Und wohl ab spätestens 1950 auch mit Atombomben.

„Wenn man schon etwas älter ist, hat man schon allerhand, oft absurd scheinende Konflikte mitbekommen. Und daher ist es naheliegend, wenn man anstreben möchte, dass derartiges im Keim verhindert wird, nachher, wenn erst Blut fließt, ist es zu spät.“

Das kann ich nur unterstützen. Man sollte aufpassen und alles Versuchen, was diplomatisch möglich ist. Aber das gelingt eben leider nicht immer.

Man muss hierbei bedenken, dass die meisten Autokraten gar nicht so richtig für ihr eigenes Land arbeiten, sondern eher andersherum versuchen, dass ihr Land für sie selbst alles tut, was möglich ist. Inclusive die besondere Ehre, das mehr oder weniger große Imperium zu vergrößern.

Das eigene Land braucht sowas eigentlich nie. Es ist fast immer praktikabler, die eigene Wirtschaft produktiver zu machen, als Eroberungskriege zu führen. Da müssten schon ziemlich große Erdölvorkommen mit sehr wenig militärischen Aufwand erobert werden.

Einen solchen Versuch hatte ja Saddham Hussein gewagt. Kuwait war in ein paar Tagen erobert. Nur die USA haben das nicht geduldet, sonst hätte es wohl tatsächlich ein gutes Geschäft werden können.