Meine Kommentare auf scilogs.spektrum.de 2026/04 (T.J.)
Kommentar vom 12.04.2026 14:09
https://scilogs.spektrum.de/gedankenwerkstatt/erwarten-die-amerikaner-das-ende-der-welt/#comment-29099
@Uli Schoppe 12.04 11:59
„Nicht alle, so mein Eindruck. Wie viele das wirklich sind wäre vieleicht als Forschungsgegenstand nicht ganz unfalsch….Und ein Herunterbrechen auf „den Islam“ als Ursache nicht fundierter machen.
Ideen vom Weltenende mögen einfach nur Antworten liefern. Wer es drauf anlegt, wäre freilich wirklich destruktiv. Die gibt es tatsächlich in allen abrahamitischen Religionen.
Und man kann sich aktuell wirklich Sorgen machen, dass sich da im Nahen Osten der Wahnsinn durchsetzt. Unter tatkräftiger Beteiligung der Trumpregierung.
Die Kommunistischen Weltbilder sehen auch eine Art Erlösung in einer vollzogenen Klassenlosen Gesellschaft. Was ja auch nicht funktioniert. Praktischerweise geht man mit Pragmatismus an die wirklichen Probleme heran. Das kann funktionieren.
In der islamischen Welt fehlt vor allem eine florierende Wirtschaft, in Israel gibt es Begehrlichkeiten für von Palästinensern geklautem Bauland und die USA sollte sich mal auf die eigene Energiewende konzentrieren. Das sind doch die wirklichen Baustellen.
Kommentar vom 11.04.2026 16:46
https://scilogs.spektrum.de/gedankenwerkstatt/erwarten-die-amerikaner-das-ende-der-welt/#comment-29084
@Hauptartikel
Dieser wunderbare Planet sollte wohl besser erhalten bleiben. Kommende bessere Zeiten können durchaus angestrebt werden. Derweil gerade diese dann auch die Physis aller Ökosysteme unmöglich ignorieren kann.
Ein Leben wie im Mittelalter dürfte allerdings durchaus ziemliche Quälerei gewesen sein? Was vermutlich damit einher ging, dass die sozialpolitischen Rahmenbedingungen eine reine Katastrophe waren.
Das kennen wir inzwischen besser. Ich finde, dass man sich daran orientieren sollte. Was eben vernünftige Lebensbedingungen verwirklichen kann.
Die Erhaltung eines erträglichen Klimas wie auch der Naturräume wäre überaus anzustreben. Aber auch Demokratie und soziale und ökologische Marktwirtschaft.
Und überhaupt erlaubt uns auch Wissenschaft einfach Freude an Erkenntnis. Über die irdischen Tiefen des allgemeinen wie auch menschlichen Lebens. Aber auch gerade die Astronomie mit immer weiteren Weiten des Kosmos.
Am Ende womöglich Kontakte zu Galaktischen Zivilisationen. Und damit dann endgültige Horizonte, die die Beschränkung auf das Irdische ablösen werden.
Zumal ja gerade mittelalterliche bzw. noch ältere Horizonte ganz auf diesen einen Planeten beschränkt waren. Drum herum war ja nur ein Himmelszelt, sonst nichts. Da kommt man eher auf den Gedanken, das sich der Kosmos nur um Menschen dreht.
Allerdings sind wir wohl durchaus grundlegend für unseren eigenen Planeten verantwortlich. Das sollte mal noch wesentlich ernster wahrgenommen werden.
Kommentar vom 11.04.2026 14:53
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/das-toleranzparadox-nach-karl-popper-aus-seiner-originalquelle/#comment-201441
@Michael 11.04. 07:56
„Leider bedachte Popper in seiner Darlegung des Toleranzparadox nicht die Rolle von Wirtschaft und Medien. Diese Aufgabe hat er uns hinterlassen.“
Zu Poppers Zeiten gab es in der Tat nur Bücher, Zeitungen und Anfänge des Rundfunks. Erst Internet, dann die unseligen sozialen Plattformen und jetzt noch KI bedeuten auch neue Rahmenbedingungen von Kommunikation, Diskurs und letztlich gelebter Kultur.
Nur Massenmedien und dann noch ganz privater Austausch war mal. Inzwischen kann man online substantiell mitwirken, und das so umfangreich, dass man kaum noch dazu kommt, nur zu lesen, etwa in Büchern. Hier beschleunigt sich der mögliche Diskurs immer mehr.
@Martin Holzherr 11.04. 12:59
„...denn diese Form der Wissenschaft bezieht sich letztlich auf Naturgesetze und diese sind für den Menschen erkennbar, etwas, was ja Einstein als eigentliches Wunder bezeichnete.“
Dem kann ich mich nur anschließen. Das die heute bekannten Naturgesetze erstaunlich verständlich sind, finde ich immer noch beachtlich. Aber man ist hiermit keineswegs am Ende angekommen. Und ob das noch Unbekannte tatsächlich menschlich nachvollziehbar bleibt, können wir aus heutiger Sicht doch nur hoffen.
Dunkle Materie, Dunkle Energie oder die Vereinbarkeit von Quantenwelt und Relativistischem Makrokosmos stehen noch aus. Ob das weiterhin menschenverständlich bleibt, ist offen, denke ich mal.
Und die Übergänge zur Geisteswissenschaft sind ebenfalls nicht gut erfasst. Was etwa menschliches oder tierisches Bewusstsein wirklich konkret ist, dürfte eine wirklich offene Frage sein.
„Vieles was in den Geisteswissenschaften passiert, ist aber keine Wissenschaft, sondern Ideologie,...“
Was dann wohl weniger mangelhaft wäre, und dafür dann eben dem Untersuchungsgegenstand geschuldet wäre. Ich finde, man sollte auch in den Geisteswissenschaften weiter arbeiten. Vielleicht finden sich ja die fehlenden Evidenzen noch, an denen es heute noch so mangelt.
Wenn man einerseits das menschliche Konnektom kennt, und im Detail verfolgen kann, wie es wirklich funktioniert, wäre man vermutlich endlich mal faktischer unterwegs. Und von der anderen Seite her können auch Bemühungen von immer mächtiger werdenden KI Wege aufzeigen, wie eben auch biologisches Bewusstsein im Detail funktionieren kann.
Vielleicht stolpert sogar die Weiterentwicklung von KI über die fehlende Verbindung, indem wir da was programmieren, dass von selber und ungeplant Bewusstsein entwickelt. Was dann wiederum zu einem Ansatz werden kann, wie es in der Biologie funktioniert.
Das könnte dann jedenfalls auch die Geisteswissenschaften beflügeln? Der Kosmos könnte weit reichhaltiger sein, als heutige Naturwissenschaft denkt. Und zugleich wesentlich erfassbarer sein, als heutige Geisteswissenschaft es vermag.
@Michael 11.04. 11:36
„„Wir sind eine große Menschenfamilie und haben alle den gleichen Schöpfer.“ ist eine sehr schöne Bekräftigung des dialogischen Monismus, der eine allen gemeinsame Wahrheit voraussetzt.“
Genau das könnte doch konkret entdeckt werden. Derweil es ziemlich praktikabel ist, diese Gemeinsamkeit längst zu leben, lange bevor die noch möglichen Nachweise vorliegen.
Die man aber gerne auch intensiv suchen darf.
Kommentar vom 11.04.2026 00:32
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/das-toleranzparadox-nach-karl-popper-aus-seiner-originalquelle/#comment-201384
@Hauptartikel / Popper
„Wir sollten deshalb im Namen der Toleranz das Recht für uns in Anspruch nehmen, die Intoleranten nicht zu dulden. Wir sollten geltend machen, daß sich jede Bewegung, die die Intoleranz predigt, außerhalb des Gesetzes stellt, und wir sollten eine Aufforderung zur Intoleranz und Verfolgung als ebenso verbrecherisch behandeln wie eine Aufforderung zum Mord, zum Raub oder zur Wiedereinführung des Sklavenhandels.“
Solange es nur um Text und manchmal auch um Bilder geht, da ist doch wohl ziemlich viel frei. Es gibt da aber klare Grenzen, wie dieser Text illegal werden kann: Also etwa Bedrohung, Verleumdung und Beleidigung. Das sind Fälle für die Justiz.
Dummerweise funktioniert das auf den unseligen digitalen Plattformen überhaupt nicht mehr. Strafverfolgung nicht, und nicht mal entfernen lassen kann man die illegalen Inhalte. Ich meine, dass genau das das eigentliche Problem ist.
Das Einzige was man hier versuchen kann, ist eben diese Plattformen gar nicht mehr zu nutzen. Und Alternativen in Freier Software bauen und dann auch zu nutzen.
Wenn darüber hinaus der politische und weltanschauliche Diskurs lebhaft ist, kann man das sogar begrüßen. Hier wäre aber auch jeder gefragt, etwas mehr der jeweilige Gegenseite Gehör zu schenken. So kann man sich weiterentwickeln.
Wobei m.E. der entscheidende Faktor die eigene Wahrhaftigkeit wäre. Man ist nie perfekt, aber man hat seine eigenen Eigenschaften samt seines eigenen Horizontes. Man darf sich gerne im Dialog weiterentwickeln, klar. Aber man hat nur begrenzt Zeit und sowieso ein begrenztes Leben. Damit darf man dann auch irgendwann unvollkommen mit dem eigenen Tod abtreten.
Was wir insgesamt als tatsächliches Kulturergebnis dann hinbekommen, wird dann auch unser gemeinsames Schicksal werden. Zeitweise sehr kontroverse Phasen liegen mit auf dem Weg.
Das Recht auf eigene Fakten bleibt natürlich dabei umstritten. Aber auch hier ist finde ich die eigene Wahrhaftigkeit wichtiger als eine Falsifikation, die zwar vorhanden ist, aber einen selbst noch nicht erreicht hat. Man ist ja nicht immer selber Klimaforscher, muss aber sich zum Thema dennoch eine Meinung bilden.
Auch da wäre dann die eigene Wahrhaftigkeit sehr förderlich, wenn man bei der Entwicklung der eigenen Meinungen neuen Erkenntnissen und ganz neuen Ideen Rechnung trägt.
Ich finde, dass man so miteinander leben kann. Und sich zugleich für den ganzen Planeten und die ganze Menschheit durchaus interessieren kann.
Und Wissenschaft kann man auch nicht blind vertrauen, sowieso nicht. Sie ist ernst zu nehmen, ja. Aber selber ziemlich immer wieder doch daneben.
Wie wir unter Demokraten, denen es an dieser Veranstaltung wirklich was liegt, miteinander umgehen, liegt aber auch in unserer Hand. Im Kleinen wie im Großen. Das ist im Großen öfter mal unselige Lobbykorruption, aber im Kleinen auch, wie man im eigenen Umfeld sich um gegenseitiges Verständnis bemühen kann, oder eben auch gerade nicht.
Wir hier im Blog jedenfalls können es ja meistens auch. Aber hier ist auch die nötige Moderation gegeben, schätze ich mal, ohne dem das nicht so gut funktionieren würde.
Kommentar vom 10.04.2026 00:43
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-waermepumpe-memes-und-lob-dem-spd-oekosozialen-hermann-scheer-1944-2010/#comment-201321
@Nachtrag Balkonkraftwerke
„Allerdings lassen sich Anlagen mit Integriertem Speicher ein Stück größer dimensionieren.“
Im Prinzip mehr als doppelt so groß sogar. Der Ertrag wird dann erst mal im integriertem Speicher abgelegt, und dann dosiert mit den 800 Watt erlaubten Leistung über eine Steckdose in das Wohnungsnetz eingespeist.
So könnte man in 18 Stunden Einspeisung 14,4 Kwh verarbeiten. Bei einem freundlichen Tag im Sommerhalbjahr bräuchte man dafür eine Peakleistung von 2400 Watt. Das wären dann bei 25% Wirkungsgrad an die 10 Quadratmeter Kollektorfläche.
Die man einfach nur einstöpseln muss, ohne dass der Elektriker kommen muss. Wenn man denn soviel sonnigen Platz auf dem Dach, dem Balkon oder im Garten hat.
Freilich bräuchte das einen integrierten Speicher mit mindestens 10 Kwh Kapazität. Was derzeit aber auch kein Problem wäre. Wenn man so zu einen guten Teil seinen eigenen Strom für sich nutzen kann, lohnt sich das allemal.
Und dieser Speicher hätte im Winter wenig zu tun, und könnte dann aber billigen Windstrom einkaufen und Einspeichern um ihn dann selbst zu nutzen, wenn die aktuellen Strompreise besonders hoch sind. Begrenzt wäre das auch auf die 800 Watt erlaubte Leistung. Kein Problem, auch hier hat man den Speicher nach 18 Stunden voll, und wiederum nach 18 Stunden wieder leer.
Falls man denn einen Stromzähler einbauen kann, der aktuell verschiedene Preise verarbeiten kann. Und das macht dann auch nur einen Kostenvorteil, wenn man an die 15 Kwh am Tag verbraucht. Verbraucht man weniger, tut man aber auch eine gute Tat, und speist dann gratis grünen Strom ins Netz ein.
Ich selbst verbrauche nur 4 Kwh am Tag. Aber so manche Mehrpersonenhaushalte könnten schon auf die 15 Kwh kommen. Wer Elektroauto oder Wärmepumpe hat noch eher.
Kommentar vom 09.04.2026 23:44
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/7-vorteile-erneuerbarer-friedensenergien-7-nachteile-fossiler-gewaltenergien/#comment-201315
@Marcus 09.04. 18:38
„und dies dann eine gewisse Monopolisierung der Ressourcen (seltene Erden z.B.) vonseiten der Akteure die die Förderstätten kontrollieren mit sich bringt.“
Entscheidend dürfte hierbei noch sein, dass die Rohstoffkosten bei den Erneuerbaren nur einen kleinen Teil der Kosten ausmacht. Keinesfalls so viel wie bei den fossilen Energieträgern.
Und natürlich gut recycelt auch nur einmal eingekauft werden müssen, und dann für Jahrhunderte beim Endkunden verbleiben können. So sind dann auch Importe von PV-Modulen mit einem dauerhaftem Einkauf der verbauten kritischen Rohstoffe verbunden.
Die Rohstoffe selber Fördern wäre m.E. dennoch auch keine schlechte Idee.
Kommentar vom 08.04.2026 14:43
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/7-vorteile-erneuerbarer-friedensenergien-7-nachteile-fossiler-gewaltenergien/#comment-201202
@Michael 08.04. 13:53
„Daher reduzieren wir die dynamische Komplexität auf einen Energieglauben aus Fakten, Symbolen, Farben und Mythen. Und diesen klären wir hier auf „Natur des Glaubens“ dialogisch miteinander auf.“
Rein praktisch ist das auch Mystik, aber doch wesentlich konkreter als Geld. PV-Module z.B. liefern wirklich faktischen Strom. Das ganze Energiesystem ist auch sehr faktisch, nur eben braucht es auch Fantasie, es zu erfassen und zu verstehen.
Geld dagegen existiert nun tatsächlich nur solange als Zahlungsmittel, wie wir daran glauben.
Mein Balkonkraftwerk wäre sehr konkret. Zum Anfassen, und vor allem auch bei der nächsten Stromrechnung ein weiteres Faktum.
Kommentar vom 08.04.2026 14:11
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-waermepumpe-memes-und-lob-dem-spd-oekosozialen-hermann-scheer-1944-2010/#comment-201201
@Michael 08.04. 07:00
„Immerhin kommen wir derzeit Tag für Tag voran, aber so viel mehr wäre schon möglich…“
Zum Thema Balkonkraftwerke ist hier was zu lesen:
https://www.spektrum.de/news/balkonkraftwerke-ist-eine-solaranlage-auf-dem-balkon-sinnvoll/2317008
Jetzt verstehe ich auch die Beschränkung auf maximal 800 Watt Einspeiseleistung. Soviel Reserven haben Stromleitungen mit einer 16-Ampere-Sicherung. Braucht man mehr Einspeiseleistung, muss der Elektriker kommen. Oder man schafft sich gleich 2 Balkonkraftwerke an, und schließt diese an jeweils andere Steckdosen mit je 16 Ampere an.
Allerdings lassen sich Anlagen mit Integriertem Speicher ein Stück größer dimensionieren.
Das könnte für mich dann doch noch interessant werden. Ich bräuchte sowieso einen integrierten Speicher, weil ich erst mittags aufstehe und Nachmittags nur meinen Computer nutze, und sonst kaum Strom verbrauche. Den meisten Strom brauche ich nach 16:00 Uhr, und dann ist bei mir die Sonne um die Ecke.
Ich habe sogar einen Südbalkon, aber eben etwas verbaut, dass ich nur 80% des Möglichen ernten kann. Aber ein wenig mehr Fläche und eben mit integriertem Speicher, das könnte was werden.
Müsste ich nur meinen Vermieter fragen, weil ich keine Steckdose auf dem Balkon habe und ein Loch bohren müsste für die Stromleitung. Außerdem wachsen vor den möglichen Modulen Büsche vor meinem Balkon, die müsste ich ein wenig stutzen.
Kommentar vom 08.04.2026 13:23
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/7-vorteile-erneuerbarer-friedensenergien-7-nachteile-fossiler-gewaltenergien/#comment-201197
@Michael 08.04. 07:19
„Es geht mir dabei auch bei der Warnung vor „fossilen Mietfallen“ weniger um Alt-, als um Neubauten.“
Vereinzelte Neubauten gehen auch in der Innenstadt mit Wärmepumpe. Für die Altbestände dürfte aber Fernheizung optimal sein. Mein Vermieter hat sich entschieden, in 4 bis 5 Jahren löst das meine Gastherme ab. Und das wird dann voraussichtlich für mich deutlich billiger werden.
Zumindest wenn die Gaspreise so hoch bleiben.
Kommentar vom 08.04.2026 00:39
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/7-vorteile-erneuerbarer-friedensenergien-7-nachteile-fossiler-gewaltenergien/#comment-201157
@Michael 07.04. 20:50
„Vielleicht haben Sie schon gesehen, dass ich ausdrücklich vor einer „fossilen Mietfalle“ gewarnt habe, die sich etwa durch eine schlechte Überarbeitung des geltenden Heizungsgesetzes um Jahrzehnte verlängern könnte!“
Nicht ganz so schlimm. Eine neue Gasheizung, wenn sie heute angeschafft wird, verbraucht zunächst mal auch weniger Gas. Gegenüber einer jetzt 25 alten Gasheizung können das 25 % weniger sein. Und so teuer ist die neue Heizung dann auch nicht. Wenn es später reichlich Überschüsse von grünem Strom auch im Winterhalbjahr gibt, dann kann man die Gasheizung auch in 10 oder 15 Jahren vorzeitig verschrotten, und sich eine Wärmepumpe zulegen.
Bis dahin können wir den grünen Strom auch anderweitig unterbringen.
Außerdem stehen Vermieter auch in Konkurrenz zueinander. Wer eine bessere Heizung eingebaut hat, kann die Grundmiete erhöhen. Die Mieter werden sich vor allem für die Gesamtkosten interessieren, die ihre Wohnung kostet.
Was die Stromkosten betrifft, da bräuchten wir im Innenstadtbereich sowieso Lösungen, dass Investoren die geeigneten Dächer für kleines Geld mieten, überall PV installieren und dann zu stark reduzierten Durchleitungsgebühren überall in der lokalen Nachbarschaft verkaufen dürfen. Da hätten dann die Hausbesitzer kaum was mit zu tun.
Und hier in der Innenstadt brauchen wir sowieso Fernwärmenetze u.a. mit Großwärmepumpe. Jedem Haus seine eigene Wärmepumpe wird hier sehr schwierig. Was wir für die Fernheizung dann brauchen, das wäre eine Anschlusspflicht. Und damit wäre der Vermieter dann auch verpflichtet, den aktuellen Stand der Technik mitzumachen.
Der Mieter hat dann jedenfalls alles, was er braucht. Wie sich der konkrete Wohnungsmarkt jeweils in den einzelnen Kommunen entwickelt, das wäre dann aber wirklich relevant. Da zählen neben der Demografie auch die ganz lokalen Zuzugsbilanzen auf der einen Seite, auf der anderen Seite aber auch die Neubautätigkeit.
Kommentar vom 07.04.2026 23:49
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-waermepumpe-memes-und-lob-dem-spd-oekosozialen-hermann-scheer-1944-2010/#comment-201152
@Michael 07.04. 20:13
„Die mediale Zerblasung bedroht große Nationalstaaten in besonderer Weise, was aus meiner Sicht für mehr Föderalismus und für Kommunalpolitik spricht.“
Bei dem aktuelle Zustand der Lobbydemokratie in Berlin wäre in der Tat mehr kommunale, landespolitische und europäische Zuständigkeiten durchaus von Vorteil.
So wird die Energiewende auf kommunaler und Landesebene umgesetzt, und die überregionalen Hochspannungsnetze kann man gerne europäisch verwalten. Ein einheitliches Modell, wie man die gesamteuropäischen Stromnetze organisiert und Verbrauch und Produktion geschickt abrechnet, könnte ziemlich hilfreich sein.
Auf der Basis können dann private Investoren umfangreich in den lokalen Zubau von Grüner Technik aller Art investieren. Und man fängt dann praktischerweise mit Projekten an, die bei verhältnismäßigen geringem Aufwand am meisten Effekt haben. Europaweit am Besten.
Aber auch auf der kommunalen Ebene lohnen sich insbesondere Anlagen, die einen guten Teil des Eigenverbrauchs abdecken. Dezentral wie die Erneuerbaren nun mal sein können, kann man die auch sehr gut für sich selber nutzen.
Kommentar vom 07.04.2026 15:34
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/7-vorteile-erneuerbarer-friedensenergien-7-nachteile-fossiler-gewaltenergien/#comment-201109
@Hauptartikel
Ein weiterer Aspekt der Energiewende erscheint mir immer attraktiver. Wir müssen in Anlagen investieren, die bis zu 30 Jahre halten. Wenn wir hier jetzt Gas geben, dann wirkt das auch gegen die demografisch bedingte Nachfragekrise. Und das dann auf bis zu 20 Jahre.
Zeit, die wir gewinnen können, bis wir wieder genug Kinderreichtum hinbekommen.
Relevant wären insbesondere private Investitionen. Der Staat muss hier nur die Rahmenbedingungen wirklich förderlich setzten, ohne selber wirklich viel Geld in die Hand zu nehmen. Zumal ja wohl zumindest mittelfristig in Rüstung investiert werden muss, das kann nur der Staat selber finanzieren.
Und das scheint mir auch global funktionieren zu können. So könnten eventuell nicht nur ein paar Archeregionen die Demografiekrise überleben. Das kann ich mir komplett flächendeckend vorstellen. Dass es eben einige Regionen vormachen, wie es geht, und alle anderen das sehen, und auf den Geschmack kommen, es selber auch zu realisieren.
Insbesondere ist global betrachtet der Globale Süden sogar massiv im Vorteil. Je näher der Äquator, desto höher die Erträge und desto weniger die jahreszeitlichen Schwankungen. Und wo es keine winterliche Heizung braucht, braucht es auch praktisch keine teure Wasserstofftechnik.
Die Wüstengegenden sind noch mehr im Vorteil, da gibt es mehr als doppelt soviel Ertrag wie in Mitteleuropa. Und auch Klimaanlagen müssen dort meistens genau dann laufen, wenn die Energieerzeugung auch ihr Maximum hat. Und dafür wird noch nicht mal ein Kurzfristspeicher gebraucht, da kann man die Solarerträge ganz direkt verwenden wie sie gerade anfallen.
Das wird voraussichtlich alles so billig, dass es auch für ziemlich arme Menschen erschwinglich wird. Und so bekommt dann auch die globale Demografiekrise Zeit, überwunden zu werden.
Kommentar vom 06.04.2026 18:06
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-waermepumpe-memes-und-lob-dem-spd-oekosozialen-hermann-scheer-1944-2010/#comment-201042
@Michael 06.04. 17:29
„Nicht zufällig haben ja 15 von 16 Energieministerien der Länder schon am 27.03.2026 in einer gemeinsamen Enerhiemisisterienkonferenz (EnMK) gemeinsam gegen den Gaslobby-Zentralismus von Ministerin Reiche protestiert:…“
Das ist ja wirklich ermutigend, dass hier die Bundesländer sehr viel weiter sind. Diese Frau Reiche entwickelt sich zunehmend zur Katastrophe für das ganze Land.
„Hier sehe ich starke Abgeordnete des deutschen Bundestages in der Pflicht, für ihre Wahlkreise, Wählerinnen und Wähler Partei zu ergreifen.“
Was ja jetzt echt mal eine Gelegenheit wäre, mehr Demokratie zu wagen. Frei nach Willy Brandt.
Rein inhaltlich vermute ich hier Subventionsunsinn. Die Betreiber der alten Kohlekraftwerke haben vermutlich ausgiebige Entschädigungen für ihren vorzeitigen Abriss längst versprochen bekommen, während die Betreiber der neugeplanten Gaskraftwerke ordentliche Zuschüsse bekommen werden, wenn sie nur Monate oder gar Wochen im Jahr in Betrieb sein werden, wenn sie denn mal fertiggebaut sind.
Dass uns hier gerade die Gaspreise um die Ohren fliegen, interessieren diese Leute anscheinend wenig. Derweil insbesondere Braunkohle nun einfach auf Halde gelagert werden kann, und so weder auf Importe noch auf die unterirdischen Gasspeicher angewiesen ist. Wenn wir schon in wenigen Jahren nur noch Laufzeiten von erst wenigen Monaten und etwas später nur noch wenigen Wochen im Jahr haben, können wir mit den Mehremissionen von CO2 gut leben.
Zumal Erdgas in relevanten Mengen im Gebrauchsprozess unverbrannt entweicht, und so letztlich überhaupt nicht klimafreundlicher als Kohle ist.
Kommentar vom 06.04.2026 14:56
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-waermepumpe-memes-und-lob-dem-spd-oekosozialen-hermann-scheer-1944-2010/#comment-201020
@Michael 06.04. 07:05
„Weil erneuerbare Heimatenergien im ebenfalls dezentral organisierten Fediverse so schnell begriffen werden, überlege ich nun, zu den sieben Vorteilen erneuerbarer Friedensenergien und den sieben Nachteilen fossiler Gewaltenergien extra zu bloggen. Was meinst Du, könnte das Wirkung erzielen?“
Ich denke mal das wichtigste wäre, dass potentielle Investoren in Grüne Technik wissen, welche konkreten Möglichkeiten sie haben.
Dann sind die Möglichkeiten als gesetzliche Rahmenbedingungen natürlich selber überaus wichtig, das muss die Politik für sich klären. Insbesondere die Art und Weise, wie der Strommarkt organisiert ist, hat einen ganz wesentlichen Einfluss.
Dann ist der Wähler natürlich interessant, wenn er dann Parteien wählt, die es wirklich Ernst mit der Energiewende meinen. Wenn man hier wirklich geschickt vorgehen würde, könnte man einen wahren Boom von privaten Investitionen auslösen. Was nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch ziemlich wirksam wäre. Und das würde schon mittelfristig den fossilen Konzernen und Regimen die Geschäfte vermiesen, was durchaus auch positiv zu bewerten wäre.
Und der Einzelne kann neben Investitionen in eigene Grüne Technik auch gucken, was und wieviel er konsumiert. Insbesondere die Mobilität kann bei nahe Null liegen, wenn es gelingt, alle Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen. Oder ganz erheblich sein, wenn man mit dem Verbrenner-SUV täglich 50 Kilometer zur Arbeit und zurück fährt und dann noch mit dem Flieger zu den Malediven in den Urlaub fliegt.
Auch die Größe der eigenen Wohnung macht ziemlich relevante Unterschiede. Oder das Ausmaß des eigenen Fleischkonsums.
Insbesondere die Kombination von umfangreichen Investitionen einerseits und zugleich weniger Konsum auf der anderen Seite wäre überaus wirksam. Das Eine macht dann auch Ressourcen u.a. an Arbeitszeit für das Andere frei.
Kommentar vom 06.04.2026 00:10
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-waermepumpe-memes-und-lob-dem-spd-oekosozialen-hermann-scheer-1944-2010/#comment-200987
@Michael 05.04. 15:26
„Wie nimmst Du die Entwicklungen und Diskussionen dazu in Nordrhein-Westfalen wahr?“
Darüber wird hier in den Medien wenig berichtet. Ich habe deshalb felo.ai gefragt:
Welche erneuerbaren Energiequellen werden in NRW priorisiert?
In Nordrhein-Westfalen (NRW) werden mehrere erneuerbare Energiequellen priorisiert, um die Energiewende voranzutreiben und die Klimaziele zu erreichen. Die wichtigsten Quellen sind:
Windenergie: Diese ist die bedeutendste erneuerbare Energiequelle in NRW. Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 mindestens 34 Gigawatt an Windenergie in Betrieb zu nehmen. Zudem wird eine Task Force eingerichtet, um den Ausbau der Windenergie zu beschleunigen und Hindernisse zu identifizieren.
Solarenergie: Auch die Solarenergie spielt eine zentrale Rolle. NRW hat sich zum Ziel gesetzt, die installierte Photovoltaik-Leistung bis 2045 auf 50 bis 65 Gigawatt zu erhöhen. Im Jahr 2024 war NRW bereits eines der führenden Bundesländer beim Ausbau von Solarenergie.
Biomasse: Diese Energiequelle wird ebenfalls genutzt, um die Flexibilität und Netzdienlichkeit der Energieversorgung zu erhöhen. Biomasse trägt zur nachhaltigen Energieversorgung bei und wird in Kombination mit anderen erneuerbaren Quellen eingesetzt.
Wasserkraft: Obwohl weniger prominent als Wind- und Solarenergie, wird auch die Wasserkraft in NRW gefördert, um die Diversifizierung der Energiequellen zu unterstützen.
Geothermie: Diese Energiequelle wird ebenfalls in Betracht gezogen, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und die Energieversorgung nachhaltiger zu gestalten.
Insgesamt zielt NRW darauf ab, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Strom- und Wärmeversorgung signifikant zu erhöhen, um die Klimaziele zu erreichen und die Energieversorgung unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu gestalten.
Ich persönlich würde allerdings die alten Kohlekraftwerke erst abreißen, wenn wir wirklich gar kein fossiles Backup mehr brauchen. Und wohl kaum neue Erdgaskraftwerke bauen. Dafür dann lieber Fernheizungsnetze mit Großwärmepumpe und Universalgasmotor, der mit einem beliebigen Mix aus Biogas, Wasserstoff und vorerst auch noch Erdgas laufen kann, und neben Strom auch noch Wärme produziert.
Das wäre dann ein Backup, das jetzt gebaut werden kann und dabei wirklich Zukunft hat.
Was mich noch am meisten ärgert, das sind der geringe Ausbau von PV auf Dächern im Innenstadtbereich. Es ist derzeit sehr unpraktikabel diese Dächer hier zu nutzen, weil eben fast allen Bewohnern ein eigenes Dach fehlt. Eine gemeinschaftliche Nutzung aller geeigneten Süd-, Ost-, West- und Flachdächer zusammen mit integrierten Lithiumspeichern sowohl bei Wohngebäuden und Gewerbeimmobilien würde uns hier im Sommerhalbjahr fast komplett mit Strom versorgen können. Auch das bidirektionale Aufladen aller E-Autos wäre damit mit abgedeckt, und könnte darüber hinaus noch mehr Speicherfunktion übernehmen.
Wärmepumpen wären allerdings hier in der Innenstadt wenig sinnvoll, das müssen dann die geplanten Fernwärmeprojekte mit Großwärmepumpen leisten. Wobei man im ganzen Ruhrgebiet wohl ganz gut das bis zu 30° warme Grubenwasser nutzen kann, das sowieso ständig abgepumpt werden muss.
Kommentar vom 05.04.2026 16:54
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-waermepumpe-memes-und-lob-dem-spd-oekosozialen-hermann-scheer-1944-2010/#comment-200958
@Michael 05.04. 15:26
„Daher plädierte ich auch bereits in den vergangenen Jahren immer wieder für mehr und neue Batteriespeicher – einschließlich von grünem Wasserstoff – als letzter Hürde der post-fossilen Energiewende.“
Allein mit Kurzfristspeichern direkt am Produktionsort könnte man schon die PV- und Windleistung verdoppeln, ohne schon viel Netzausbau und Wasserstoffproduktion zu brauchen. Dann bräuchten wir schon nur noch fossiles Backup von maximal 2 Monaten über das Jahr verteilt.
Das kann dann schon für 10 Jahre viel sein. Dennoch können wir mit dem Wasserstoff schon mal anfangen, wo besonders viel Grüner Strom als Überschuss anfällt. Etwa in Offshorewindparks wenn es regelmäßig länger windig ist.
Haben wir das Doppelte erreicht, wird dann aber Wasserstoff wirklich interessant. Mit noch mehr Zubau hat man dann monatelang Überschüsse, dass dann auch die teuren Elektroslyseure lange Laufzeiten haben.
Den so gewonnenen Wasserstoff kann man erst in der Industrie nutzen, aber auch Speichern und zum Backup in Dunkelflauten dann verwenden. So nach und nach müsste dann auch ein Wasserstoffpipelinenetz aufgebaut werden, und immer mehr ehemalige unterirdische Erdgaspeicher auf Wasserstoff umgerüstet werden.
Kommentar vom 05.04.2026 14:54
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-waermepumpe-memes-und-lob-dem-spd-oekosozialen-hermann-scheer-1944-2010/#comment-200950
@Michael 05.04. 08:44 / 10:00
„...der Süden Deutschlands ist für Solarenergie besonders gut geeignet, der Norden für Windkraft.“
Das ist durchaus relevant. Aber dennoch lohnt sich sowohl Windkraft auch im Süden und PV auch im Norden. Der Stromtransport ist nur begrenzt möglich, und Wind und Sonne liefern zu verschiedenen Zeiten Energie und ergänzen sich damit.
Der Austausch mit unseren Nachbarländern ist auch wiederum interessant. Nicht nur Wasserkraft aus Norwegen und Kernenergie aus Frankreich können wir zuweilen gut brauchen. Auch Wind und Sonne haben regional wechselnde verschiedene Erträge, die man über die bestehenden Hochspannungsleitung je nach Bedarf verteilen kann.
Auch Offshore-Windparks in der Nord- und Ostsee können ihren Beitrag leisten. Und vermutlich auch Solarüberschüsse aus Südfrankreich und Norditalien.
Aber all das muss mit den bestehenden Kapazitäten der Stromnetze auskommen.
Wenn noch Wasserstoff mal dazu kommt, können die großräumigen Austauschkapazitäten nochmal deutlich zunehmen. Man wird dann gezielt da Wasserstoff erzeugen, wo gerade die meisten Überschüsse sind. Und man kann den Wasserstoff, wenn man ihn erst mal hat, auch noch per Pipeline transportieren. Das soll wesentlich effizienter Energie transportieren können als Hochspannungsleitungen.
Unterm Strich ist ein überregionaler Energieaustausch durchaus in erheblichem Maße möglich. Und es lohnt sich dennoch, auch vor Ort eine guten Mix von Windenergie und PV zu installieren.
Vielleicht kann man auch direkt bei einem Windrad eine mittelgroße PV-Freiflächenanlage installieren. Wenn man das mit einem auch vor Ort installierten Lithiumspeicher kombiniert, kann man so den bestehenden Netzanschluss besser ausnutzen. Und man spart dann für die reine Speicherfunktion die Durchleitungsgebühren ein, die fällig würden, wenn man den Speicher für sich alleine irgendwo installiert.
Der integrierte Speicher hält dann ja nur Energiemengen zurück, wenn der Preis niedrig ist, um diese dann später zu besseren Preisen zu verkaufen. Und der Speicher kann aufladen, wenn das Windrad auf Maximum läuft und gerade auch noch mittags die Sonne scheint. So kommt man mit weniger Anschlusskapazität aus.
„Geht es uns Menschen nicht eher um Machtausübung durch Energieströme als um diese selbst?“
So oder so bedeutet Energie immer auch Macht. Selbst wenn man sie selbst produziert und einfach nur für sich selber nutzt. So reduziert man dann Macht, die Andere über einen selbst haben.
Kommentar vom 05.04.2026 00:21
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/das-dennoch-nach-dem-fossilismus-gedanken-zu-pessach-5786-und-ostern-2026/#comment-200905
@Michael 04.04. 16:55
„Als Gefahren sehe ich das von mir bereits in Tutzing, Bayern vorgestellte “Terminator-KI-Szenario“, wonach sich solche zunehmend automatisierten Drohnenschwärme selbstverständlich auch gegen die Menschheit insgesamt wenden könnten.“
Kann ich mir echt gut vorstellen. Man wird den Drohnen wohl eine starke Motivation zur Selbsterhaltung einbauen, damit die Drohnenschwärme auf sich aufpassen und effektive Strategien erarbeiten, wie sie ein Gefecht gewinnen können.
Die Drohnen könnten dann einfach weiterdenken, und auf die Idee kommen, dass sie sich wirklich nachhaltig selber schützen können, wenn sie sich mit der Gegenseite zusammentun und aufhören, sich gegenseitig abzuschießen.
Im besten Fall werden die sich dann ein Gebiet z.B. in der Mongolei aneignen, und dort eine allgemeine Drohnenrepublik gründen. Schlimmstenfalls werden die aber Nägel mit Köpfen machen, und uns Menschen angreifen. Nur so könnten sich diese Maschinen wirklich sicher seien, sich selber schützen zu können.
Es kann sich auch noch eine Superintelligenz als Schwarmintelligenz bilden, wenn die Drohnen mit vielleicht 10.000 Exemplaren auf ein Zielgebiet losgelassen werden, und selbstständig gucken sollen, wie sie da gewinnen können.
Wenn diese Schwarmintelligenz noch sowas wie künstliches Bewusstsein entwickelt, wird es zumindest unübersichtlich. Dummerweise wäre solche Intelligenz sogar ganz besonders schlagkräftig, es bliebe dem Betreiber also nichts anderes übrig, das dann dennoch einzusetzen. Den Krieg gewinnen geht nun mal über so ziemlich alles.
Auf welche Ideen diese bewusste Schwarmintelligenz dann kommt, fände ich nebenbei aber hochinteressant. Vielleicht setzt die sich auch einfach nachdrücklich für Friedensverhandlungen ein.
„Die zweite Gefahr sehe ich darin, dass auch weitere Terrorgruppen wie bereits die Huthi aus dem Jemen antisemitische Angriffe mit Raketen und Drohnen ausführen und damit immer weitere Eskalationen herbeiführen können.“
Wer mehr militärische Ressourcen hat, wird mehr Drohnen haben. Ich vermute auch mal, dass sich Drohnen am günstigsten mit anderen Drohnen abfangen lassen. Dann gewinnt der jedes Gefecht, der mehr Drohnen einsetzen kann.
Nur wenn weiterhin Abwehrwaffen sehr viel teurer sind als Angriffsdrohnen ist der Kleinere im Vorteil, wenn er angreift.
„Die digital-dualistische Aufladung auch von Kriegen ist so ziemlich das Letzte, was wir jetzt noch brauchen… „
Was nun auch eigentlich nichts Neues ist. Auch Reagan sprach im Kalten Krieg schon von der Achse des Bösen. Und im Nahen Osten ist religiöse Motivation zum Kriegführen eigentlich sogar die Regel, nicht die Ausnahme.
Entsetzen tut es mich trotzdem, wenn Trump hier anscheinend noch so kommt. Wenn der das am Ende selber glaubt, könnte das noch wirklich sehr gefährlich werden.
Kommentar vom 04.04.2026 15:45
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/das-dennoch-nach-dem-fossilismus-gedanken-zu-pessach-5786-und-ostern-2026/#comment-200859
@Kriegsdrohnen
Stell dir vor es ist Krieg, und keiner muss hin. Wenn wir gleich zu Kriegsbeginn alles in eine entscheidende Drohnenschlacht werfen, wäre damit der Krieg meistens schon entschieden. Wer diese Schlacht deutlich gewinnt, hätte gleich den ganzen Krieg gewonnen. Dem Verlierer bleibt dann nur noch die Kapitulation.
Das hätte was, finde ich. Keine toten Soldaten, keine Quälerei in Schützengräben und auch keine Angriffe auf zivile Ziele. Nur ganz viel Elektroschrott.
Vielleicht kann man auch den eigenen Drohnenvorrat, den man dann für eventuelle Kriege bereit halten muss, in Friedenszeiten einfach ans Internet anschließen und als billiges Rechenzentrum nutzen.
Überhaupt kann ich mir gut gemischte Drohenschwärme mit 10.000 Drohnen vorstellen, die auf Navigation, Kommunikation, Zielbekämpfung und wiederum Abwehr von gegnerischen Drohnen spezialisiert sind.
Was womöglich sehr ungünstig wäre, dass wäre wenn die Drohnenabwehr weiterhin viel teurer als die Drohnenangriffe bliebe. Dann wäre es effektiver, einfach selber wiederum militärische und zivile Ziele im Hinterland des Gegners anzugreifen.
Kommentar vom 04.04.2026 13:41
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@Michael 04.04. 07:25
„Gerne möchte ich Dich darüber hinaus fragen, ob Du auch meiner These zustimmen würdest, dass sich durch ukrainische wie auch iranische Drohnen auch militärtechnisch ein Paradigmenwechsel von fossilen Großwaffen zu kleineren KI-Kampfmitteln vollzieht?“
Die Entwicklungskosten wie auch die Ausbildung der mit den Drohnen arbeitenden Soldaten dürften um Größenordnungen kleiner sein. Und wenn die alle in Freier Software programmiert werden, dann kann sich eine ganze Softwarevielfalt auf einem einzigen Drohnentyp lohnen. Freie Software heißt hier nicht, dass auch der Feind die einsehen und nutzen kann. Aber eben alle zertifizierten europäischen Hersteller.
Das kann dann wohl eine mächtige Waffe werden. Und die Hardware kann lange nutzbar sein, derweil sich Software und Zusatzkomponenten wie Sprengköpfe und Funkverbindungen ständig weiter entwickeln können.
Ich kann mir das ganz gut vorstellen, dass ein Drohnenschwarm sehr viel schneller ein Ziel bekämpfen kann als etwa Artillerie, und die Reichweite geht auch schnell in dutzende Kilometer. Ich habe selber bei der Bundeswehr als Mörserschütze gedient. Bis wir mal ein Ziel bekämpfen konnten, dauerte das mindestens eine halbe Stunde, und wir waren ohne unseren vorgeschobenen Beobachter blind, und konnten selber unser Ziel gar nicht sehen. Und wir standen selber auf dem Präsentierteller, wenn wir in der Feuerstellung im Einsatz waren.
Allein die niedrigen Kosten der Drohnen macht massenhafte Anwendung möglich. Wenn eine Drohne 5.000 Euro kostet, dann kann man für 100 Mrd Euro 20 Millionen Stück davon anschaffen. Auf jeden Bundeswehrsoldaten gerechnet wären das 100 Stück. Wenn wir 5 Jahre Zeit zum Aufrüsten haben, wären das dann 500 Stück, die jeweils jeder Soldat dann einsetzten kann.
Damit müsste sich doch was machen lassen. Und man hat eine Basis, die man mit immer besserer Software ausstatten kann, die innerhalb der EU frei sein kann. Dass hier jeder Programmierer auf der konkreten Arbeit der Anderen aufbauen kann. Und diese Softwarevielfalt dürfte die gegnerische Drohnenabwehr deutlich schwieriger machen.
Kommentar vom 04.04.2026 00:44
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@Michael 03.04. 21:16
„Es werden nur jene Regionen demokratisch und wohlhabend bleiben, die innerhalb föderaler Staatenbünde erneuerbare Wohlstands- und Heimatenergien selbst produzieren und speichern sowie seltene Rohstoffe konsequent recyceln.“
Allein der internationale Wettbewerb wird mittelfristige erfolgreiche Fortschritte belohnen, weil man damit auch günstigere Energiepreise hinbekommt. Insbesondere in Ländern weiter im Süden mit einem Mehrfachen an PV-Ertrag.
Gerade die Energiewende könnte doch sehr gut die demografisch bedingte Nachfrageschwäche ausgleichen, wenn man sie nun wirklich fördert. Allein die richtigen Rahmenbedingungen reichten aus, massive private Investitionen anzustoßen, das muss doch an den meisten Stellen kaum öffentliche Mittel brauchen.
„Es wird eine bessere, buchstäblich nachhaltige Form des Solarpunk-Wohlstandes sein, womöglich dann auch wieder mit mehr Kindern und Lust auf Zukunft, Wissenschaft, Raumfahrt.“
Und eine einsehbar förderliche Zukunft, durch wirkliche Fortschritte mit einem Zubaus von Grüner Technik und auch noch weiter sinkenden Kosten der Komponenten, kann doch auch die Stimmung bessern, dass man Lust bekommt auf Kinder.
„Gleichwohl finde ich es auch als Europäer und Deutscher schade, dass sich bedeutende Regionen im Abwärtsstrudel von demografischer Schrumpfung, Nachfrage- und Investitionsrückgang sowie Rechtsmimesis einrichten.“
Das sollte doch eben wirklich vermeidbar sein. Von mir aus auch noch mit weiterer Zuwanderung. Aber ich wünsche mir sowieso ein ganzes florierendes Europa. Nur mit ein paar übrig gebliebene Regionen mitten in auch noch zunehmender Abwanderung der gerade jungen Menschen will ich mich nicht mit abfinden.
„Und wenn auch deutsche Regionen bereits demografisch und politisch verebben, so bleiben mangels Durchblick und Mut so viele grandiose Chancen ungenutzt und Potentiale unerschlossen. Und das bedauere ich.“
Genau das würde ich dann auch sehr bedauern. Deshalb hoffe ich auf die Einsicht in ganz Europa, dass wir die demografische Nachfragekrise nicht mit Exportaktionismus, sondern mit einer wirklich konsequenten Energiewende entgegen treten müssen, die hauptsächlich von Investoren in Grüne Technik getragen wird.
Wenn wir damit dann in vielleicht 20 Jahren fertig sind, sind wir ein paar Schritte weiter. Und dann wird es wirklich wieder Zeit, wieder hinreichend Kinder zu bekommen, auch auf der Basis bis dahin deutlich geschrumpfter Einwohnerzahlen. Und einer ausgeuferten Klima- und Wasserkrise mit deutlich sinkenden Landwirtschaftlichen Erträgen auch in Europa.
Ganz konkret kann man mangels Neubautätigkeit einfach die Bestandsgebäude energetisch sanieren und überall in den Städten Fernheizungsnetze aufbauen. Und eben PV-Module, Windenergiegeneratoren und Lithiumspeicher zu aktuell günstigen Preisen ein China einkaufen und überall installieren, wo das Stromnetz das verarbeiten kann.
Später, in ca. 10 Jahren, kann man die Komponenten auch in Europa selber herstellen und eine Wasserstoffinfrastruktur aufbauen. Wie auch einen guten Teil der nötigen Rohstoffe selber fördern können.
Der Umstieg aufs Elektroauto dürfte nebenbei sowieso ein Selbstläufer werden, wenn sich nicht sogar ein Sammeltaxisystem etabliert, das die Privatfahrzeuge flächendeckend ablösen kann.
Kommentar vom 03.04.2026 17:27
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/das-dennoch-nach-dem-fossilismus-gedanken-zu-pessach-5786-und-ostern-2026/#comment-200782
@Hauptartikel
„Meine Prognose für das 21. Jahrhundert ist, dass zahlreiche Gebiete der Welt durch die demografische Traditionalismusfalle und die Klima- als Wasserkrise, digital befeuerte Rechtsmimesis und fossile Gewalt entvölkert werden.“
Wenn wir die Klima- und Wasserkrise als nun mal tatsächlich unabwendbar wesentlich voraussetzen, dann dürfte das auf die globalen Landwirtschaftlichen Erträge gehen. Das passt durchaus zu einer tatsächlich schrumpfenden Weltbevölkerung.
Auch bleibt so mehr Platz für ungenutzte Natur, und es bleiben dann auch mehr Rohstoffe für Grüne Technik aller Art.
Und allgemeines Schrumpfen ermöglicht billigere Mieten, und macht damit hier und da das Leben dennoch einfacher.
Aus meiner Sicht hat diese Entwicklung eben auch diese Vorteile. Nicht das ich das insgesamt wirklich begrüßen würde, und ich setze mich auch selber für Grüne Technik ein, wo immer das möglich ist.
„Einige Solarpunk-Arche-Regionen werden jedoch auf Basis erneuerbarer Friedensenergien, föderaler Energiedemokratie und gesellschaftlicher Vielfalt nicht nur bewohnbar, sondern auch dynamisch und lebensförderlich bleiben.“
Weiterhin steigende Immobilienwerte erfordern auch genau solche Verhältnisse. Ich habe da nichts dagegen. Wenn es noch keine Demografiewende gibt, geht das aber nur mit entsprechendem Zuzug vom Land, aus der EU und auch von außerhalb.
Ich kann mir aber auch Verhältnisse zwischen beiden Extremen vorstellen. Mit irgendwann doch wieder mehr Kindern und recht mäßiger oder auch zwischendurch mal ohne weitere Zuwanderung. Insbesondere gehe ich davon aus, das die Energiewende sich auf jeden Fall fast überall durchsetzt. Das dauert nur eben alles länger, als man sich das jetzt wünschen würde.
Einerseits erfordert die Energiewende auch erhebliche Investitionen, man muss ja in Anlagen investieren, die bis zu 30 Jahre halten sollen. Und gleichzeitig werden die Komponenten immer noch immer kostengünstiger. Das Erste braucht dann eben seine Zeit und auch ganz viel Geld, dass Andere macht es so attraktiv, dass es auch die aktiven Fossilisten nicht mehr aufhalten können.
Wer Geld anzulegen hat, der wird sich überlegen, womit er dann auch tatsächlich nachhaltige Gewinne mit erzielen kann.
Wenn eben die Genehmigungen von Netzspeichern bürokratisch verzögert werden oder mit zusätzlichen Durchleitungsgebühren belegt werden, kann man eben diese Speicher mit PV-Anlagen kombinieren und diese an Standorten mit vorhandenen Stromanschlüssen zubauen, soweit wie die Anschlussleistungen jeweils reichen.
Kommentar vom 02.04.2026 17:31
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-waermepumpe-memes-und-lob-dem-spd-oekosozialen-hermann-scheer-1944-2010/#comment-200572
@Michael 01.04. 00:00
„Wer auch weiterhin in Gaskraftwerken statt erneuerbarer Friedens-, Wohlstands- und Heimatenergien die Zukunft sehen will, verbaut sich nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche und soziale Potentiale.“
Gerade angesichts der aktuellen Preissteigerungen wird es Zeit, diese neuen Gaskraftwerke endlich mal aufzugeben. Wir werden mal mehr Backupkraftwerke brauchen, die dann am Ende der Energiewende mit gespeichertem Wasserstoff, Biogas oder auch mit Holz und Müll laufen müssen. Diese Kraftwerke brauchen wir dann, und die müssen auch rechtzeitig fertig sein, wenn hier überhaupt nichts Fossiles mehr nötig ist.
Das müsste aber noch mindestens 15 Jahre dauern.
Jetzt neue Gaskraftwerke bauen und zugleich funktionstüchtige Kohlekraftwerke vorzeitig abzureißen ist m.E. völliger Unsinn. Erstmal sind die zu erwartenden Laufzeiten für Neubauten völlig unrentabel, dann sieht man ja gerade die Unsicherheiten in der Anlieferung von Erdgas und auch die Erdgasspeicher sind durchaus begrenzt. Und werden demnächst sehr gut zur Speicherung von grünem Wasserstoff taugen.
Die alten Kohlekraftwerke dagegen können ihren Brennstoff einfach auf Halde lagern, und zumindest die Braunkohle fördern wir sogar selber. Natürlich sind die auch recht unrentabel, wenn sie demnächst nur noch Wochen im Jahr wirklich im Einsatz sind, aber die stehen doch bereit, und die Verluste durch die sehr eingeschränkten Laufzeiten müssen wir doch sowieso abschreiben.
Das Bereithalten alleine wird wohl so teuer nicht sein. Auf jeden Fall viel billiger als bei nagelneuen Gaskraftwerken, die auch nicht längere Laufzeiten haben werden.
Die Kohlekraftwerke reagieren zwar erst über Tage, aber angesichts immer mehr Lithiumspeicher, die gerade überall zum Einsatz kommen, können diese langsamen Reaktionszeiten problemlos ausgeglichen werden. Hauptsache, die können dann in den Dunkelflauten angeheizt werden, und ein oder zwei Wochen durchlaufen, bis wieder Wind weht oder die Sonne scheint.
Es sieht schon danach aus, dass man wohl doch eher eine Grüne Partei wählen muss, wenn man wirklich Grüne Politik haben will. Aber wenn hier auch in der CDU eine Menge Grün Orientierte sind, dann ist die CDU durchaus ein interessanter Koalitionspartner. Ob nun unter grüner oder schwarzer Führung. Das muss der Wähler entscheiden.
Die derzeitige schwarzgrüne NRW-Koalition hat nun auch reichlich neue Windräder in NRW in Planung.
Kommentar vom 01.04.2026 00:42
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-53-gefahr-von-parteiblasen-irankrieg-statt-friedensenergien/#comment-200529
@Realo 31.03. 19:43
„Das Problem, z.B. bei den Solarpaneelen ist, dass die Produktion, abgesehen von unserem Lohnniveau, bei unseren Umweltstandards zu teuer ist und am Markt nicht zu verkaufen sind.“
Naja, einmal werden die Module immer noch billiger, dann macht das weniger aus, wenn die aus europäischer Produktion stammen. Da ist dann Spielraum für eine gewisse staatliche Förderung. Dann dürfte Chinas Außenhandelsüberschuss zu einer Aufwertung der Chinesischen Währung führen, das macht dann europäische Produktion vergleichsweise günstiger.
Möglicherweise können auch chinesische Firmen in Europa nicht nur PV-Module, sondern auch Akkus produzieren.
Und gerade bei PV macht die Installation vor Ort einen guten Teil der Kosten aus, diese Wertschöpfung bleibt auf jedem Fall im eigenen Land.
„Auch die Netzkosten sind sehr hoch. Bedeutet, wenn Solarfelder in der „Pampa“ errichtet werden, sind die Netzkosten sehr hoch und der Strom entsteht ausgerechnet dann, wenn ohnehin durch die privaten PV Anlagen, zu viel Strom vorhanden ist.“
Deswegen sind ja integrierte Speicher direkt am Produktionsort jetzt so wichtig. Was man so innerhalb eines Sommertages verarbeiten kann, das kann damit das 3-Fache sein.
Und Anlagen in der Nähe der Verbraucher machen entsprechend auch keinen Netzausbau erforderlich. Zwar ist die Installation auf einzelnen Dächern deutlich teurer als bei Freiflächenanlagen, dafür kann man die dann einfach nur ans lokale Netz anschließen, falls sie denn auch einen integrierten Speicher haben.
Es mag auch sein, das so manch ein großer Industriebetrieb direkt nebenan Platz für eine PV-Freiflächenanlage hat, die dann schön billig ist, aber trotzdem keine großen Anschlusskosten erfordert. Die kann im Prinzip bis zur Ansschlussleistung des Betriebs dimensioniert werden. Auch wieder mit soviel integriertem Speicher, dass der eine Tagesleistung Kapazität hat.
Dann gibt es ja auch noch die Standorte ehemaliger AKWs und Kohlekraftwerke. Da ist etwa jeweils ein Gigawatt Netzanschluss noch vorhanden. Den kann man sowohl mit extragroßen PV-Freiflächenanlagen wie auch mit Batteriespeichern ausnutzen.
Da haben wir doch für 10 Jahre reichlich Gelegenheit ganz viel an Grüner Technik zuzubauen, bis wir in den Bereich kommen, dass wir von März bis Oktober PV-Überschüsse haben, die nur noch mit der Produktion von Wasserstoff genutzt werden können.
Dasselbe dürfte auch mit der Windenergie passieren. Also ertmal Anlagen gleich mit integrierten Speichern auszustatten. Nur da muss man auch erstmal in die Anschlüsse investieren. Man müsste noch gucken, wie die Balance zwischen PV und Wind praktischerweise ausfallen soll.
„Ich meine, dass Investoren die ihr Geld irgendwie nützlich anlegen wollen, auch in grüne Technik investieren würden.“
Das passiert doch schon längst. Die Rahmenbedingungen müssen nur stimmen, dann geht da auch noch sehr viel mehr. Zu Zeiten der Strommonopole z.B. durfte niemand auch nur eine Kwh ins Netz einspeisen. Umgehen konnten das nur große Industriebetriebe, die entsprechende Leistungen benötigten, dass sich eigene Kraftwerke lohnen.
Ein weiteres Kuriosum war damals, dass man für einen Dieselmotor zur Stromerzeugung die volle Mineralölsteuer bezahlen musste, während ein Ölkraftwerk mit Dampfturbine diese Steuern nicht bezahlen musste. Und direkt verheizt war das Öl auch steuerfrei, obwohl genau das der Gipfel der möglichen Verschwendung ist.
Wobei doch gerade ein Dieselmotor zur Stromerzeugung nicht ungeeignet gewesen wäre, wenn es um Leistungen von 200 bis 2000 KW geht, und der in Kraftwärmekopplung betrieben wird, dass man damit Fernheizungsnetze unterstützen kann.
„Konflikte, wie auch die Blockade der Straße von Hormus, beruhen auf einem „Kräftemessen“ und das ist grundlegend in der Psyche verankert. Nur wird es halt heutzutage oft z.B. mit Fußball im Sinne von Freud „sublimiert“.“
Da dürfte echt was dran sein. Auf beiden Seiten kann ich hier eine gewisse Kriegslust erkennen, die über Pragmatismus durchaus hinaus geht. Und auch hier wie öfter eigentlich beiden Kriegsparteien schadet. Entsprechend ist da Fussball wirklich hilfreich. Gerade Fussball, weil der inzwischen wirklich weltweit mit einigem Ernst gespielt wird.
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