www.introspektiva.de - Die Wirklichkeit psychischer Krankheiten - Subjektivität als Maßgabe und Menschenrecht - ein Buchprojekt vom KLuW e.V.

10. Blick in die Zukunft (R.H.)


Medikamente sind durchaus notwendig, um beispielsweise bei Angstzuständen, die mit dem Stimmenhören einhergehen können, Stabilität herzustellen sowie die Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit der Patienten sicherzustellen. Ich glaube aber, dass wegen des Stimmenhörens keine Medikamente verabreicht werden müssen und auch nicht, wenn ein Patient* wahrnimmt verfolgt zu werden. Er ist eben sehr sensitiv und spürt Energiewesen in seiner Nähe. Diese Fähigkeit wird in spirituellen Kreisen mit Hellfühligkeit bezeichnet. Und er braucht auch keine Medikamente, wenn er etwas sieht, was sein Gegenüber nicht sieht und doch ist es vorhanden, real. Diese Fähigkeit wird mit Hellsichtigkeit bezeichnet.

Für mich geht es darum, diesen Menschen spirituelle Erklärungen anzubieten, so dass sie ihre übersinnlichen Wahrnehmungen annehmen können, als etwas, das für mich ganz normal ist und ihnen zu vermitteln, wie sie mit diesen umgehen, sie interpretieren und in ihr Leben integrieren können. Dazu ist es notwendig, dass sich alle Stimmenhörer trauen offen über ihre Fähigkeit, aber auch Nöte und Sorgen zu sprechen. Anmerkung: Nach meinen Erfahrungen können sich die Wahrnehmungen durchaus vermischen mit der Realität und den Informationen aus früheren Leben und denen, die die Seele im Jenseits macht.

Wunderbar wäre es, wenn zukünftig in einem Kompetenzteam mehr Menschen mit spirituellen Fähigkeiten beteiligt würden, um neben der Heilung für den Körper und der Seele auch die des Geistes im Diesseits und Jenseits zu ermöglichen. Die Stiftung AUSWEGE arbeitet bereits in ihrem Sommer-Camp mit verschiedenen Fakultäten, auch Heilern zusammen, um unter anderem als austherapiert geltende Personen oder chronisch Kranken vielleicht noch Lebensperspektiven ermöglichen zu können.
(Regine Haase)