www.introspektiva.de - Die Wirklichkeit psychischer Krankheiten - Subjektivität als Maßgabe und Menschenrecht - ein Buchprojekt vom KLuW e.V.

2. Wie das Stimmenhören begann (R.H.)


Eine Bekannte von mir und meinem Mann berichtete uns bei einem Besuch, dass sie die Einweihung in den 1. Reiki-Grad (Erklärung unter 9. Rei Ki) erhalten habe. Neugierig fragte ich sie, was Reiki ist. Sie riet mir, mich selbst bei ihrer Reiki-Meisterin zu informieren und meinte nur, dass man Kraft bekommen würde. Wunderbar, dachte ich. Kraft kann ich gebrauchen, da ich mit meiner Chefin Probleme hatte und mich emotional schwach fühlte. Ich verabredete mich mit der Reiki-Meisterin. Sie klärte mich auf über universelle Energie, die durch Handauflegen übertragen wird und an Körper, Geist und Seele wirken soll. Und sie erzählte mir, dass sie zu einem Medium zum Channeln geht (Erklärung unter 9. Channeln), um Informationen aus dem Jenseits (Erklärung unter 9. Jenseits) zu erhalten. Getreu meinem Motto nur das beurteilen zu können, was ich kenne, vereinbarte ich einen Termin mit ihr für die Ausbildung in den 1. Reiki-Grad am 15. und 16. Juni 2006 und bei besagtem Medium zum Channeln am 2. Mai 2006.

Ich gebe Ihnen gern einen kleinen Einblick von dem, was mir dort in schriftlicher Form übermittelt wurde: "Hallo Regine - schon sehr lange warten wir darauf, dir Informationen zukommen zu lassen. Du bist ein Mensch, der anderen helfen sollte. ... Schaue hinter den Spiegel deines Selbst. Lasse heraus, was nicht hineingehört. ... Menschen, die nur funktionieren, sind niemals perfekt. ... Bestrafe dich und deine Seele nicht mit selbst auferlegten Zwängen. ... Du bist ein Kind der Liebe und des Erkennens. ... Suche die Stätte der Heilung auf. ... Tanze, singe, lache. Das ist der Weg zur Heilung. ... Karina grüßt dich. Besuche uns. …" Ich fand die Informationen so faszinierend, dass ich immer wieder mal zum Channeling ging, auch zu anderen Personen, um mehr über mich zu erfahren und darüber, wie ich mir selbst in schwierigen Situationen helfen kann. Im Laufe der Zeit hat sich herausgestellt, wie wichtig diese Botschaften für meine spirituelle Entwicklung waren und für die Arbeit mit meinen Interessenten* sind. Seit Ende 2006 werden mir selbst Botschaften für mich und andere bei vollem Bewusstsein übermittelt, die ich ausspreche oder aufschreibe.

Wie ging es nun weiter? Am Tag meiner Einweihung in den 1. Grad, am 16. Juni, nahm ich mir ein Buch über Maria Magdalena mit und setzte mich abends gemütlich in meine Leseecke am Kachelofen, nachdem ich meinem Mann von dem für mich noch nicht Fassbaren erzählt hatte. Ich begann zu lesen und hörte plötzlich eine Stimme sagen: "Das bist du." Voller Panik stürzte ich auf die Toilette und versuchte mich zu beruhigen. Mein Herz schlug mir bis zum Halse. Bin ich jetzt verrückt, dachte ich, hörst du jetzt Stimmen? Nach etwa 10 Minuten hatten sich meine Systeme offensichtlich beruhigt und ich konnte weiterlesen aber ich war in "Hab-Acht-Stellung", ob mir Gleiches noch einmal passieren würde. Nichts geschah. Am kommenden Sonntag auf dem Rückweg von einem Thermalbadaufenthalt in Bad Kissingen kam mir das Erlebte wieder in den Sinn. Vorsichtig fragte ich im Stillen: "Da hat mir doch niemand etwas gesagt?" "Doch, habe ich", wurde mir geantwortet. Das Herzrasen hielt sich jetzt in Grenzen.

Nun wollte ich mehr über dieses Phänomen erfahren und vertraute mich verschiedenen Personen an, immer mit der Sorge, für verrückt gehalten zu werden. Einige davon beruhigten mich, weil sie selbst „Stimmen“ hörten. Ich wollte nun lernen damit umzugehen. Und so wie in der Schule oder wenn etwas Neues auf uns zukommt, ist auch die spirituelle Arbeit ein Lernprozess, sich informieren über die Inhalte, verknüpfen mit vorhandenem Wissen und Erfahrungen, interpretieren, bewerten, sammeln von guten und negativen Erfahrungen durch üben und entscheiden über die Integration in den Alltag oder nicht.

Viel später las ich dann in meinem Channeling vom 2. Mai 2006: "... Metathron bin ich - Verkünder und Wohltäter zur Seite Gottes. Höre meine Stimme. Lausche meiner Musik! Musik zur Heilung. Klänge - Tänze. Begib dich auf den Weg des inneren harmonischen Friedens, ohne die Hast und Eile der Welt zu verleugnen. ..." Das war schon der erste Hinweis darauf, dass ich eine Stimme hören werde. Ich fragte dann in Gedanken ob es Metathron war, den ich am 16. Juni gehört habe. "Ja, ich war es und werde die nächste Zeit dein Führer sein" sagte er.

2008 absolvierte ich eine Ausbildung zur Rückführungsbegleiterin, führe mich selbst und meine Interessenten ebenfalls bei vollem Bewusstsein in frühere Leben zurück. Aufgrund der bisher durchgeführten Rückführungen ist für mich klar, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Ich konnte sogenannte Täter-Opfer-Verstrickungen erkennen. Das bedeutet: Wenn eine negative Handlung, auch negatives Karma (Erklärung unter 9. Karma) genannt, beispielsweise nicht durch Reue, Wiedergutmachung oder Vergebung (Übung unter 8. Vergebung) ausgeglichen wurde, wird ein Opfer aus Rache oder Hass zum Täter und dieser wieder zum Opfer. Die Verstrickung kann über viele Leben gehen. Diese Information ist wichtig, weil sie unter anderem eng mit dem belastenden Stimmenhören zusammenhängt.

Wie ging es weiter mit dem Stimmenhören?

Während der Einweihung in den 2. Grad im Sommer 2006 wurde mir gesagt: "Ich gebe dir Macht". Erst später habe ich begriffen, was dies bedeutet. Es geschieht das, was ich denke und sage. Wenn ich beispielsweise in der Energiearbeit (Erklärung unter 9. Energiearbeit) sage: „Die Liebe soll nun in dein Herz strömen und dir zur Seite stehen. Oder: Die Ruhe und das Vertrauen sollen zu dir zurückkommen.“, merke ich bei mir selbst eine Wirkung wie eine Art Leichtigkeit. So sagen es mir auch meine Interessenten. Ich achte heute immer mehr auf das, was ich denke und sage. Ein Hinweis wurde mir durch ein Medium übermittelt: „Wisse, nicht jeder Mensch ist wie du - reinen Herzens im Bewusstsein vor dem Abgrund zu stehen und vielen Versuchungen und Verlockungen zu widerstehen.“ Die Botschaft beinhaltet auch, dass ich Macht missbrauchen könnte, was ich hoffentlich nie tun werde. Für diesen Fall habe ich die göttliche Energie (Erklärung unter 9. Göttliche Energie) darum gebeten mir meine spirituellen Fähigkeiten zu entziehen. Ich bin übrigens davon überzeugt, dass überhaupt jeder Gedanke die Wirkung entsprechend der Bedeutung des Gedankens hervorruft.

Dann geschah Folgendes: Ich goss in unserem Garten die Blumen. Dabei zog ich den Wasserschlauch durch einen Blumenkasten, dreht mich um und sagte: "Oh, Entschuldigung." Ich hörte: "Macht nichts." Da war mir klar, dass die Blumen sprechen und ich sie hören konnte. Ähnliches erfuhr ich als ich unseren Hang vom überwachsenden Efeu befreite. Ich riss einen Efeustrang aus der Erde und hörte: "Au, du tust mir weh. Reißen mögen wir nicht."

Als ich wieder einmal joggen ging kam mir ein Hund entgegengelaufen. Ich hörte: "Du brauchst keine Angst zu haben. Ich tue dir nichts." Seit dieser Zeit kommuniziere ich mit Tieren, die mir unter anderem sagen, wozu sie uns Menschen zur Heilung dienen. Darüber hinaus bitten sie mich oft ihnen zu helfen.

Wieder etwas später war ich mit meinem Mann in Frankreich in einem Thermalbad. Mir kam – warum auch immer – der verstorbene Bruder meiner Mutter in den Sinn, den sie nicht kennengelernt hatte. Ich hörte ihn sagen: "Ich beschütze meine Schwester." Aha, dachte ich, jetzt kannst du auch mit Verstorbenen reden.

Nach meiner Einweihung in den Meister- und Lehrergrad erzählte ich in Gedanken meiner Freundin Karin von meinen Erfahrungen mit Rei Ki und hörte: "Das ist aber schön." Nun kann ich auch mit den Seelen lebender Menschen in Kontakt treten.

Als ich mit meinem Mann eine Wanderung auf den Sassongher in Italien machte, ging er vor mir her. Da war er schon krank und ich dachte, ob die Beine ihn wohl tragen werden. Ich hörte: "Ja, wir tragen ihn." Seit dieser Zeit kann ich mit Organen sprechen.

Also immer, wenn ich in Gedanken eine Frage auf Deutsch stellte und mich konzentrierte - das ist auch heute noch so - bekam ich eine Antwort auf Deutsch. Zunächst waren es nur kurze Sätze. Anfangs wusste ich nicht, wer mir die Antwort gegeben hatte. Dann erkannte ich, dass mir, nachdem ich die Antwort erhalten hatte, ein Name als Gedanke in den Sinn kam oder ich ein Bild sah von einem Energiewesen (Erklärung unter 9. Energiewesen), das sich mir immer auf die gleiche Art und Weise zeigt. So sehe ich Erzengel Raphael im violetten Gewand oder Jesus mit einem weißen Oberteil. Anderen Menschen zeigen sie sich durchaus anders. Interessant ist, wenn ich eine englische Frage stelle, bekomme ich eine englische Antwort.

Bei den Antworten benutzen sie meinen Wortschatz und meine Art zu sprechen. Sie geben mir Informationen zu dem, was ich weiß, gehört oder gesehen habe oder Botschaften, wenn sie mir zutrauen, diese zu verstehen. So bekomme ich keine Informationen zu physikalischen Zusammenhängen, weil mir das Gebiet nicht vertraut ist, mein Verstand (noch) nicht in der Lage ist, diese anzunehmen. Manchmal wird mir der Aussagegehalt einer Botschaft erst nach Wochen klar.

Die Hellhörigkeit ist bei mir sehr ausgeprägt. Andere spirituelle Fähigkeiten, wie die Hellsichtigkeit, Hellfühligkeit und das Hellriechen zeigen sich bei mir dann, wenn sie benötigt werden. (Regine Haase)