www.introspektiva.de - Die Wirklichkeit psychischer Krankheiten - Subjektivität als Maßgabe und Menschenrecht - ein Buchprojekt vom KLuW e.V.

1. Wer ich bin (R.H.)


1955 in Dortmund-Marten geboren, begann ich nach meinem Fachabitur für Wirtschaft und Verwaltung eine Ausbildung zur Kriminalbeamtin, die ich 1975 kurz vor der Prüfung abbrach. Ich wurde dann direkt bei der Bergbau AG Westfalen als kaufmännische Angestellte beschäftigt, arbeitete 1979 eine Sommersaison lang am Flughafen Düsseldorf als Bodenstewardess, um dann nach einer weiteren Station als Geschäftsführungssekretärin im Studentenwerk der Universität Dortmund, bei VDO Adolf Schindling AG in Dortmund-Dorstfeld am 1. Februar 1980 meine berufliche Laufbahn zu starten. Zunächst als Sekretärin der Qualitätsleitung konnte ich bereits im April 1980 in meinen Wunschbereich, die Personalabteilung wechseln. Dort baute ich neben meiner Tätigkeit als Personalsachbearbeiterin die kaufmännische Ausbildung weiter aus. 1987 wurde ich vom Personalleiter zur VDO nach Babenhausen/Hessen geholt, um die kaufmännische Ausbildung verantwortlich zu führen und eine Weiterbildungsabteilung aufzubauen. Meine letzte Arbeitsstelle im Unternehmen war Bebra, wo ich sechzehn Jahre als Leiterin der Aus- und Weiterbildung tätig war und nun nach 38 Jahren Betriebszugehörigkeit zum 01.11.2018 in Rente gehe.

Während meiner beruflichen Tätigkeit habe ich die für meine Aufgaben benötigten Seminare besucht und mehrere berufsbegleitende Qualifizierungen mit Bestehen der Prüfung absolviert. Dies waren der Industriefachwirt, der Personalfachkaufmann, die Ausbildereignung, das Studium zum Betriebspädagoge und die Ausbildung zur Familien- und Konfliktberaterin/ Mediatorin. Zurzeit absolviere ich die Ausbildung zur Heilpraktikerin Psychotherapie und habe im Frühjahr dieses Jahres eine Ausbildung zur Burnout-Beraterin und als Psychoonkologische Beraterin sowie in Hypnosetherapie abgeschlossen.

Viel Zeit blieb dabei nicht, eine Familie zu gründen. Meinem Mann war das recht, denn er hatte bereits einen erwachsenen Sohn, als ich ihn 1995 kennenlernte und 2008 heiratete. Unsere Ehe endete, als mein Mann von seiner schweren Krankheit im Januar 2016 erlöst wurde. In der freien Zeit gehe ich ins Theater, besuche Konzerte und Museen, erhole und entspanne mich in Thermalbädern und beim Saunieren, jogge - seit sechsunddreißig Jahren - dreimal in der Woche jeweils zwischen acht und elf Kilometern, fahre Rad, gehe viel in der Natur spazieren und singe im Musikverein Darmstadt klassische Stücke. Ich pflege meine Freundschaften, bin ehrenamtlich bei den Maltesern als Hospiz- und Trauerbegleiterin tätig und engagiere mich in Organisationen, in denen ich Mitglied bin. Dies sind Soroptimist International, ein weltweit aktives Frauennetzwerk - hier bin ich die derzeitige Präsidentin des Clubs Darmstadt -, die Deutsche Gesellschaft für Transkulturelle und Positive Psychotherapie, der Dachverband Geistiges Heilen – hier bin ich zurzeit Schriftführerin im geschäftsführenden Vorstand -, die Stiftung AUSWEGE, in der ich als Partnerin und Heilerin geführt werde und eben im KLuW. Seit 2008 arbeite ich nebenberuflich als Selbständige mit Zustimmung meines Arbeitgebers.

Bis 2006 habe ich mich mit Übersinnlichem und spirituellen Fähigkeiten nicht weiter beschäftigt. Ich war und bin gläubig, bin aber sehr früh aus der evangelischen Kirche ausgetreten. Mir war Kartenlegen bekannt, hatte von spiritistischen Sitzungen und von hellsichtigen Menschen gehört, aber mit dem was am 16. Juni 2006 geschah, hatte ich nicht gerechnet. Es hat mein Leben zunächst auf den Kopf gestellt.
(Regine Haase)