Ich seh und mach da keinen Unterschied - Erfahrungen eines Bewährungshelfers -

www.introspektiva.de - Die Wirklichkeit psychischer Krankheiten - Subjektivität als Maßgabe und Menschenrecht - ein Buchprojekt vom KLuW e.V.

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Vorwort -
Ordner 0 Aktuelles Thema: Willensfreiheit
Kapitel 1 Womit haben wir es zu tun: was ist hier krank?
Kapitel 2 Lebensgeschichten und Erfahrungsberichte
Kapitel 3 Datailfragen und Hypothesen
Kapitel 4 Psychiatrielandschaft aktuell
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Gedicht über die Beziehung von Patienten zu Therapeuten.
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Aufs Biologische abgeschoben und hängengelassen? -
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Die Geschlossene Station in der Psychiatrie -
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Die Offene Station in der Psychiatrie -
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Die Leiden, die die Internierung verursacht
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Die Arbeit der Ärzte
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Medikamente, so wenig wie möglich, so viel wie nötig
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Das Therapieprogramm in den Kliniken
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Leben zwischen Bürokratie und Verachtung
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Selbstverständnis und Umgang mit dem Hilfesystem
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Möglichkeiten und Grenzen der Selbsthilfe
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Gefangen im psychiatrischen Filz!
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Ist die Stigmatisierung etwa auch ein Geschäftsmodell? -
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Oft gibt es kaum Hilfe -
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Mein Schwiegervater mit Alzheimer -
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Ich seh und mach da keinen Unterschied - Erfahrungen eines Bewährungshelfers -
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Die Anerkennung der Nichtsnützigkeit
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Die Eignung für den 1. Arbeitsmarkt -
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Existenzielle Grundschuld -
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Die Zukunft der Psychiatrie Update 2018 -
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Wie respektiert man Verrückte? -
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Werkstatt – mögliche Utopien und ein Blick auf die Wirklichkeit -
Kapitel 5 Gesellschaftliche Zustände
Kapitel 6 Gewagtes
Kontakt, Impressum, Datenschutz
Interne Notizen 180608





































Ich seh und mach da keinen Unterschied - Erfahrungen eines Bewährungshelfers - (Ein Sozialarbieter aus Dortmund)

Nach einer Ausbildung zum Krankenpfleger in Dortmund entschloss ich mich zum Studium und wurde Sozialarbeiter. Seit 2002 bin ich als Bewährungshelfer tätig. In einem Zeitraum von zwei bis fünf Jahren stehe ich Straftätern zur Seite. Ich unterstütze sie beispielsweise bei der Wohnungssuche sowie beim Kontakt mit Behörden und berate in unterschiedlichen Lebens- und Konfliktsituationen. ...

Die Anerkennung der Nichtsnützigkeit (T.J.)

Die Frage nach Sinn und Unsinn ist dem Menschen wichtig. Von Natur aus freut man sich,
wenn man was Sinnvolles machen kann, und man leidet, wenn man was Sinnloses machen muss. Noch schlimmer ist es, gar nichts zu tun zu haben. So treibt es einen immer wieder in sinnlose Tätigkeiten, deren einziger Sinn in dem Umsatz besteht, der damit verbunden ist...

Die Eignung für den 1. Arbeitsmarkt - (T.J.)

Viele psychisch Kranke versuchen lange Jahre verzweifelt wieder auf den 1. Arbeitsmarkt zu kommen. Öfter führt das dann zu weiteren Krisen, bis irgendwann die Frage endlich vom Tisch ist, und sich die emotionale Lage bei diesem Thema entspannt. Natürlich ist es wichtig für den sozialen Status wieder auf den 1. Arbeitsmarkt zu kommen. Dann kann man hoffen, vom alten sozialen Umfeld wieder anerkannt und respektiert zu werden. Meistens ist das sogar die einzige Lösung dafür – aber es klappt einfach nicht mit dem Arbeitsplatz. ...

Existenzielle Grundschuld - (T.J.)

Wahnsinnige galten zu vorchristlichen Zeiten und noch bis ins frühe Mittelalter hinein teils als Heilige und wurden verehrt, aber später galten sie immer öfter als teuflische Kumpanen und wurden verbrannt. Die Bevölkerung hat übernommen, was von der Kirche kam, und hat bei Gelegenheit fleißig Menschen denunziert. Die Grundschuld, hier mit dem Teufel zu tun zu haben, rechtfertigte die völlige institutionelle Empathielosigkeit, die Qualen der Folter wurden nicht wahrgenommen, der Tod im Feuer tat der Seele gut, meinte man. ...