www.introspektiva.de - Die Wirklichkeit psychischer Krankheiten - Subjektivität als Maßgabe und Menschenrecht - ein Buchprojekt vom KLuW e.V.

Home -
Vorwort -
Ordner 0 Aktuelles Thema: Willensfreiheit
Kapitel 1 Womit haben wir es zu tun: was ist hier krank?
Kapitel 2 Lebensgeschichten und Erfahrungsberichte
Kapitel 3 Datailfragen und Hypothesen
Kapitel 4 Psychiatrielandschaft aktuell
...
Gedicht über die Beziehung von Patienten zu Therapeuten.
...
Aufs Biologische abgeschoben und hängengelassen? -
...
Die Geschlossene Station in der Psychiatrie -
...
Die Offene Station in der Psychiatrie -
...
Die Leiden, die die Internierung verursacht
...
Die Arbeit der Ärzte
...
Medikamente, so wenig wie möglich, so viel wie nötig
...
Das Therapieprogramm in den Kliniken
...
Leben zwischen Bürokratie und Verachtung
...
Selbstverständnis und Umgang mit dem Hilfesystem
...
Möglichkeiten und Grenzen der Selbsthilfe
...
Gefangen im psychiatrischen Filz!
...
Ist die Stigmatisierung etwa auch ein Geschäftsmodell? -
...
Oft gibt es kaum Hilfe
...
Mein Schwiegervater mit Alzheimer
...
Die Anerkennung der Nichtsnützigkeit
...
Die Eignung für den 1. Arbeitsmarkt -
...
Existenzielle Grundschuld -
...
Die Zukunft der Psychiatrie Update 2018 -
...
Wie respektiert man Verrückte? -
Kapitel 5 Gesellschaftliche Zustände
Kapitel 6 Allgemeine Informationen
Ordner 7 Noch unsortiertes
Ordner 8 Aussortiertes
Über uns, Links, Kontakt, Impressum
Interne Notizen 180411





































Die Eignung für den 1. Arbeitsmarkt - (T.J.)

Viele psychisch Kranke versuchen lange Jahre verzweifelt wieder auf den 1. Arbeitsmarkt zu kommen. Öfter führt das dann zu weiteren Krisen, bis irgendwann die Frage endlich vom Tisch ist, und sich die emotionale Lage bei diesem Thema entspannt. Natürlich ist es wichtig für den sozialen Status wieder auf den 1. Arbeitsmarkt zu kommen. Dann kann man hoffen, vom alten sozialen Umfeld wieder anerkannt und respektiert zu werden. Meistens ist das sogar die einzige Lösung dafür – aber es klappt einfach nicht mit dem Arbeitsplatz. ...

Existenzielle Grundschuld - (T.J.)

Wahnsinnige galten zu vorchristlichen Zeiten und noch bis ins frühe Mittelalter hinein teils als Heilige und wurden verehrt, aber später galten sie immer öfter als teuflische Kumpanen und wurden verbrannt. Die Bevölkerung hat übernommen, was von der Kirche kam, und hat bei Gelegenheit fleißig Menschen denunziert. Die Grundschuld, hier mit dem Teufel zu tun zu haben, rechtfertigte die völlige institutionelle Empathielosigkeit, die Qualen der Folter wurden nicht wahrgenommen, der Tod im Feuer tat der Seele gut, meinte man. ...

Die Zukunft der Psychiatrie Update 2018 - (T.J.)

In den Kliniken:

Als erstes stelle ich mir bessere Wohnbedingungen auf den Stationen vor. Eine Privatsphäre muss man haben. Für jeden, der will, ein Einzelzimmer, auch mit Fernseher, Computer und Internet zur freien Verfügung, wo er dann Besuch von Außen und von Mitpatienten erhalten kann und wo er sich in Ruhe mit dem Personal unterhalten kann. Die Reizüberflutung heute ist im Wesentlichen die Folge einer fehlenden Privatsphäre. ...

Wie respektiert man Verrückte? - (T.J.)

Immer wieder erleben psychisch Kranke, dass sie nicht respektiert werden. Insbesondere Krankenpfleger in der Psychiatrie fallen durch Respektlosigkeit gegenüber ihren Patienten auf. Hier ist das besonders schmerzlich, ist man doch dort meistens mehr oder weniger zwangsweise untergebracht, und man kann da nicht weg. Zusätzlich ist man auf Hilfe angewiesen, damit sich der eigene psychische Zustand bessert, dass man von seinen Wahnideen runter kommt und dass sich die Gefühlslage stabilisiert. ...