www.introspektiva.de - Die Wirklichkeit psychischer Krankheiten - Subjektivität als Maßgabe und Menschenrecht - ein Buchprojekt vom KLuW e.V.

VER-LETZLICH: (N.W.)


Ja, ja, ja, ich bin es

ich bin ver-letz-lich,
ich ha-be Vul-ne-ra-bi-li-tät

so heißt das im Fach-jargong kon-kret,
so heißt es im Fachjargong konkret


ver- rückt ver -letzt

Mein Nervenkostüm,
dass ist nicht immer gleich stabil,
mir wird es oft zu viel,
einfach zu viel, mir wird es oft zu viel.

Mei-ne Haut, die ist sehr dünn, dünn
ich stecke fest in mei-nem Kor-sett.
mir wird es hier zu eng,
wann machst du endlich peng
peng peng peng peng peng
für mich zu eng, für mich einfach zu eng

Warum stellt Ihr mich so an den Rand, an den Rand
noch kann ich mich ver-lassen auf mei-nen Ver-stand

Ich bin nicht immer heiter,
und trotzdem geht das Leben,
Schritt für Schritt langsam weiter

langsam langsam langsam langsam wei-ter
langsam langsam langsam langsam wei-ter


Die Stig-ma-ta in Euren Köpfen.
Sie müssen raus, sonst halte ich das nicht mehr aus.

Löscht nicht meine Flammen aus,
sonst kom-me ich nicht aus dem Di-lem-ma raus.


Ja, ich bin ver-letz-lich.
Meine Seele, die geht tief,
und Ihr hetzt mich, als ich um Hilfe rief, als ich um Hilfe rief.

Auch wenn Ihr mich so stellt an den Rand, an den Rand
reiche ich Euch doch auch meine Hand,
doch auch ich brauche Eure Hände,
lasst uns lösen die ver-krusteten Wän-de

Macht mich nicht klein. Ich möchte einfach nur sein.
Macht mich nicht klein. Ich möchte einfach nur sein.

Wie wär es mal mit Ermutigung, Ermutigung,
wie wär es mal mit Ermutigung

Mut, Mut, Mut
der tut, der tut doch allen Menschen gut.

(Musik: Tessy, Lied-Text von Nicola Waldstädt, TraKö)