www.introspektiva.de - Die Wirklichkeit psychischer Krankheiten - Subjektivität als Maßgabe und Menschenrecht - ein Buchprojekt vom KLuW e.V.

Meine Kommentare auf scilogs.spektrum.de 2020/11 (T.J.)


Kommentar vom 22.11.2020 14:43
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/verschwoerungsfragen-33-die-schluempfe-und-der-luther-hermeneutik-statt-verdraengung/

@hwied 21.11. 11:08 / 13:53

„Und zusätzlich hat Gott jedem Menschen Geist und Urteilskraft verliehen , so dass er zu jeder konkreten Situation die Meinung der Bibel als Vergleich heranziehen kann.“

Die Meinung der Bibel ziehe ich aber trotzdem meistens nicht heran, auch nicht als Vergleich. Mir reicht meine eigene Erfahrung, und auch die Erkenntnisse von Psychologie, Soziologie und Philosophie finde ich inspirierend.

„Was der Muslim fühlt, das fühlt auch der Christ. Er fühlt sich bei Gott geborgen.“

Ich fühle mich im kosmischem Geist geborgen, damit Verbunden und davon Inspiriert, ohne dafür Abrahamitischen Glauben bemühen zu müssen. Klar sind diese Traditionen auch eine Grundlage der aktuellen Kultur, aber die modernen Zeiten führen doch weit darüber hinaus, finde ich. Insbesondere belastet die historische Neigung der Kirchen zum Patriarchat und zur Unterstützung von Feudalherrschaft meine Beziehung zu den Traditionen.

„Wenn es einen Gott gibt, dann gibt es nur den einen Gott für alle Menschen , unabhängig davon, was der Mensch denkt, wie der Mensch denkt. !!!!!!!“

Ähnlich wie die Naturwissenschaften feststellen, dass ihre entdeckten Naturgesetze auch schon existent und wirksam waren, bevor man sie entdeckt hatte, so vermute ich, dass die tatsächlichen Eigenschaften der Geisteswelten ebenfalls vom Menschen und seiner Kultur unabhängig sind. Wenn es einen „Gott“ gibt, der im Universum wesentlich mitspielt, dann ist der auch von Anfang an dabei.

Dennoch ist der Glaube des Menschen natürlich wesentlich für seine eigene psychologische Konstitution, und hier wiederum sogar teils unabhängig davon, wie es um die Geisteswelten draußen in der Wirklichkeit bestellt ist.

Die Idee von dem einen Gott führt dann vielleicht weiter zur Idee von der einen Geisteswelt, die vor uns Menschen schon da war, und uns Menschen einläd, uns auch mitfühlend, denkend, wollend und handelnd an ihrer Agenda in der aktuellen kritischen Lage der Welt zu beteiligen. Das Wie dieser Agenda ist eher eine Frage der Naturwissenschaft, das Warum eher Eine der Geisteswissenschaft, und unser eigenes Leben ist da mittendrin. Das ist eben das Leben, dass als Mensch zu leben möglich ist.



Kommentar vom 22.11.2020 00:40
https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/psychologische-empfehlungen-fuer-die-kommunikation-von-corona-massnahmen/

@Elektroniker 21.11. 19:41

„Ich behaupte, heute ist es absurder Weise so weit, mit immer mehr Psychologie die im Wesentlichen durch Psychologie (Manipulation) verursachten Probleme (wie Ausbeutung der Menschen, „geistige Umweltverschmutzung“ verursacht durch die „Massenmedien“) ebenfalls mit Psychologie beheben zu wollen, bzw. zu müssen.“

Gute Idee. Offenbar ist es ein psychologisches Problem, wenn sich jemand dazu verführen lässt, einen 2.5 Tonnen SUV zu kaufen. Sicherlich relativiert sich der Umweltschaden, den solche Fahrzeuge anrichten, wenn sie Batterieelektrisch sind und auch die zum Aufladen nötigen Windräder und Solarpaneele zugebaut werden.

Es bleibt aber ein psychologisches Problem, denn rein technisch wäre die Energiewende sehr viel schneller zu bewältigen, wenn parallel zum Aufbau neuer Technik auch unsinniger Überfluss abgebaut würde. Insbesondere wäre hier Fahrradfreundliche Infrastruktur in den Städten sehr wirksam, käme sie doch den vielen potenziellen Radfahrern entgegen, denen zur Zeit die städtischen Straßen zu schwierig zu befahren und zu gefährlich sind.

Aber ein Abbau von wirklich wahnwitzigem Konsum wäre wirklich eine rein psychologische Aufgabe. Hier wäre auch ein Verbot einschlägiger Autowerbung denkbar, oder so wie in China einfach keine Zulassung für unsinnige Motorisierung zu erteilen. Dasselbe gilt wohl auch für Fernreisen halb um den Globus, und teilweise auch für Wohnungsgrößen.

Nur mit Verteuern erreicht man nicht viel, solange es sich hier in erster Linie um Statussymbole handelt. Die wertet man damit sogar noch auf, wenn sie teurer werden. Das ist eben ein psychologisches Problem. Aber immerhin könnte man die Steuereinnahmen aus der Verteuerung wenigstens in die nötige Technik investieren. Unter anderem ganz akut in Radwege, intelligente Ladestationen und Stromzähler und in Fernstromleitungen.



Kommentar vom 21.11.2020 00:51
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/verschwoerungsfragen-33-die-schluempfe-und-der-luther-hermeneutik-statt-verdraengung/

@Sandy 20.11. 09:37

„Einen solchen menschlichen Autor, den es zu begreifen gilt, gibt es aber für die Naturgesetze gerade nicht.“

Ein wenig schon. Nur in der Natur draußen erfasst man die Naturgesetze nicht so genau. Da muss man schon Physikern zuhören. Und um die wirklich zu verstehen, muss man sich auch viele Jahre mit Mathematik beschäftigen. Aber klar, der Interpretationsbedarf ist in den Geisteswissenschaften ein ganz anderer.

Wenn ich mir aber Außerirdische vorstelle, die schon seit 5 Mio Jahren Mathematik betreiben, und uns diese mal per Funkübertragung zukommen lassen, so wird diese vermutlich etwas anders aussehen, als das, was heute in der Physik verwendet wird. Wenn ich diese dann studiert hätte, würde ich auch die Naturgesetze vermutlich anders sehen können, als es aus Sicht des heutigen irdischen Physikers aussieht.

Die Mathematik selbst ist dann auch eher eine Geisteswissenschaft. Wenn man die Betreiben will, braucht man ganz viele andere Mathematiker, mit denen man sich austauschen kann. Das ist ein höchst menschliches Gemeinschaftswerk. Die weitreichenden Anwendungsmöglichkeiten unserer Mathematik in der Natur sind nicht selbstverständlich und auch oft überraschend. Hier sind meines Erachtens Innovationen denkbar, die auch noch ganz andere Übereinstimmungen in der Wirklichkeit finden können.

„Schwierigkeiten, und da bin ich voll bei Ihnen, bereitet oftmals die Abgrenzung von Natur- und Geisteswissenschaften, so sind wohl beide sehr eng beispielsweise in der Psychologie ineinander verzahnt.“

Ohne ein komplettes Konnektom des menschlichen Gehirns, das man nicht nur simulieren kann, sondern auch noch in seiner Funktionsweise versteht, geht hier wohl nicht so viel Handfestes. So bleibt vieles ungenau und subjektiv. Wenn ich nur Fragebögen mit statistischer Finesse auf höchstem Niveau auswerte, habe ich damit selten richtige Fakten erwischt. Und wenn ich weiß, wo im Gehirn bei welcher Tätigkeit viel Aktivität zu beobachten ist, kann ich auch damit meistens nichts genaues sagen. Hier hilft es meine ich mehr, mich intensiv und freundschaftlich mit meinen konkreten Mitmenschen zu beschäftigen und einander aufmerksam zuzuhören.



Kommentar vom 20.11.2020 01:02
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/verschwoerungsfragen-33-die-schluempfe-und-der-luther-hermeneutik-statt-verdraengung/

@hwied 19.11. 11:47

„“Du sollst nicht töten”. Das ist so eine Ansage. Wer immer daran herumfeilt, der erntet Fürchterliches.“

Im Prinzip stimme ich dem zu. Aber die Wirklichkeit ist auch komplexer. Wenn es bewaffnete Kriminelle gibt, muss auch die Polizei Waffen tragen, wenn sie ihren Auftrag erfüllen will. Natürlich gibt es zumindest in Deutschland eine gründliche Ausbildung der Polizisten, wie man sich in kritischen Situationen deeskalierend bewegt.

„Und deshalb ist die Bibel das Buch der Bücher. Man muss nicht alles verstehen, was darin steht, man kann ihr einfach nur vertrauen.“

Das hört sich für mich auf den ersten Blick nach Bequemlichkeit an. Andererseits ist die Bibel entsprechend auch so umfangreich, dass man allein der Menge wegen schon Schwierigkeiten hat, das alles zu prüfen und ggf. auch zu verstehen. Selbst als Student der Theologie, vermutlich.

Ich habe genau deswegen auch nur hier und da ein paar Seiten in der Bibel gelesen. Und ich kann mich dem Christlichen Glauben nicht anschließen, weil mir viele Grundaussagen als nicht sinnvoll erscheinen, aber auch aufgrund der großen Menge an Material, dass die Bibel liefert. In der Praxis ist das eben so viel, dass man damit gar nicht wirklich fertig werden kann.

Ist dieses Etwas, dass da Glauben genannt wird, gerade ein speziell Abrahamitisches, dass eben auch was mit der überwältigenden Fülle der heiligen Schriften zu tun hat, vor denen man dann einfach kapituliert?

Ganz im Gegenteil dazu habe ich mal was von Laotse gelesen, das war sehr kurz und knapp. Und auch sonst für mein Gefühl recht nachvollziehbar. Und in diesem Zusammenhang gibt es gar keinen Glauben, sondern nur Weisheit, die nur ihren Wert hat, wenn sie wirklich verstanden wird.

Auch die Naturreligionen bedienen in ihren Ritualen und Feierlichkeiten ihre Ahnen und ihre Naturgeister, weil sie sie für maßgeblich halten. Sowas wie Glauben gibt es dort auch nicht. Dort geht es eher um konkrete Beziehungen in recht lokalen Zusammenhängen. So haben auch die Römer von den Christen gefordert, dass sie neben ihrem Gott auch den römischen Göttern opfern sollen. Um Glauben ging es den Römern dabei nicht, nur darum, sich mit ihren Göttern gut zu stellen.



Kommentar vom 19.11.2020 13:24
https://scilogs.spektrum.de/wild-dueck-blog/kopfschuetteln-ueber-teslas-boersenwert/

@hto 18.11. 16:24

„In der derzeitigen Situation der Welt, ist das “laborieren” über den Individualverkehr so stumpf- und blödsinnig wie das “Individualbewusstsein”.“

Klar ist Autofahren im Stadtverkehr recht unpraktisch. Fahrradfahren ist einfach gnadenlos effektiver, und auch sportlich gesund, spart das Fitnesscenter komplett. Leider braucht es hierzu aber bessere Radwege, für die nur die Stadtverwaltungen sorgen können. Bei der derzeitigen Situation in Dortmund jedenfalls ist Fahrradfahren Vielen zu gefährlich, erst recht in der dunklen Jahreszeit.

Auch habe ich die Hoffnung, das selbstfahrende Autos in Zukunft als Bestell-Sammeltaxi-Kleinbusse unterwegs sein werden, und einen Großteil des Individualverkehrs aufnehmen werden. Das wäre nicht nur energetisch sinnvoll, auch macht es die meisten Parkplätze überflüssig, und es wäre so automatisch auch Platz für neue gute und schnelle Radwege. Und es gäbe keinen Stau mehr, dass man dann mit den Sammeltaxis schneller von A nach B kommt wie heute mit dem eigenem Auto. Und das könnte sogar billiger sein, als Bus und Bahn heute kostet.

Derweil haben wir aber mit Privat-PKW zu tun, die neben Bequemlichkeit auch noch in ihrer 2,5-Tonnen-Variante als extragewichtiges Statussymbol genutzt werden. Das hat jetzt tatsächlich mit einer Art Individualbewusstsein zu tun, das reformierbar sein könnte.

Aber das müsste dann erstmal passieren, bis dahin ist es eben akut überaus sinnvoll, dann wenigstens die Technik zu wechseln, und in Batteriefahrzeuge, Ladestationen und in die entsprechenden Windräder und Solarpaneele zu investieren, dass der Strom dafür dann auch grün wird.



Kommentar vom 19.11.2020 00:50
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/verschwoerungsfragen-33-die-schluempfe-und-der-luther-hermeneutik-statt-verdraengung/

@Sandy 18.11. 15:40

„Naturwissenschaftliche Texte bedürfen einer solchen Interpretation dagegen nicht, da sie Naturgesetze zum Gegenstand haben, die unabhängig vom menschlichen Bewusstsein existieren.“

Naja, nicht ganz. Die Mathematik hat schon philosophische Grundlagen, und ihre Anwendung in der Physik dann im Prinzip auch, finde ich. Und wenn die Naturwissenschaft als Gehirnforschung sich in Richtung des menschlichen Geistes bewegt, geraten wir hier offenbar in ein Gebiet, indem sich Geistig-Mythisches und die Welt der Physik begegnen kann. Das finde ich ganz spannend.

Kein Wunder also, wenn ein Rudolf Steiner hier mal einen Versuch gemacht hat. Den ich persönlich aber für ziemlich übereilt und mit recht beliebigen Annahmen gespickt einschätze. Und wenn andere Esoteriker selbst gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse verwerfen, und notfalls sogar zur Verschwörung erklären, so wird es wirklich richtig unredlich und auch unnütz.

Auf Naturwissenschaftlichen Gebieten, die tatsächlich kaum Erforscht sind, da kann und muss man sich aber auch Hypothesen machen können, die dann der Welt der Mythen näherkommen dürfen. Etwa ganz konkret, was Überlegungen zur Natur von Außerirdischen Kulturen betrifft, oder ganz theoretisch, was eine grundsätzliche Belebtheit des ganzen Kosmos in allen seinen Einzelheiten betrifft.



Kommentar vom 18.11.2020 13:46
https://scilogs.spektrum.de/wild-dueck-blog/kopfschuetteln-ueber-teslas-boersenwert/

@KRichard 18.11. 12:52

„E-Autos sind real betrachtet, nicht sehr sinnvoll. Solche Autos sind sehr schwer, wodurch ein großer Teil der Energie nur zum Transport der Batterie verschwendet wird.“

Elektroautos sind gerade im Stadtverkehr vergleichsweise sehr verbrauchsarm, weil dort die großen Benzinmotoren mit sehr viel schlechterem Wirkungsgrad laufen. Der 120 PS-Benzin-Motor läuft dann auf 5 bis 15 PS oder im Leerlauf. Bei Elektromotoren gibt es dieses Problem nicht, die haben auch bei geringer Leistung immer den selben hohen Wirkungsgrad. Dieser Effekt ist stärker als das Gewicht der Batterien. Außerdem braucht ein kleines Fahrzeug für den Stadtverkehr auch eine nicht so große und schwere Batterie.

„Wesentlich sinnvoller wäre es, wenn man die Produktion von synthetischem Treibstoff (gasförmig, flüssig) energischer vorantreiben würde.“

Synthesetreibstoffe sind nur eine gute Idee, wenn man so die zwangsläufig anfallenden Stromüberschüsse bei vollem Ausbau von Wind- und Solarstrom verwerten kann. Wenn der Strom zeitgleich mit seinem Anfallen in Fahrzeugbatterien gespeichert werden kann, ist das energetisch 3 oder 4 mal günstiger, als wenn hier Synthesesprit für PKW hergestellt wird. Zumal es auch noch viele andere Einsatzmöglichkeiten für die Nutzung von synthetischen Energieträgern gibt, also z.B. in Dunkelflauten wiederverstromen, aber vor allem auch zum Heizen, für LKW, Schiffe und Flugzeuge sowie in der Industrie zu verwenden ist.

Insbesondere kann man die Synthesetreibstoffe auch saisonal für den Winter lagern, um so die jahreszeitlichen Schwankungen von Produktion und Bedarf auszugleichen. Und auch transportieren, wenn die Fernstromleitungen an ihre Grenzen kommen. So können die Solarstromüberschüsse, die in Zukunft rund ums Mittelmeer anfallen werden, nach Umwandlung in Synthesetreibstoffe auch per Tanker oder Gasleitung zu uns transportiert werden.



Kommentar vom 17.11.2020 17:15
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/verschwoerungsfragen-33-die-schluempfe-und-der-luther-hermeneutik-statt-verdraengung/

@Michael 17.11. 12:43

„Und schon z.B. der Anstieg an Wissen und Lebenserwartung zeigt ja, dass dieses Bemühen nicht umsonst ist…“

War das so gemeint, dass wir mit einem höheren Anteil an älteren Menschen auch mit mehr Weisheit rechnen können?

Was den Kampf mit den Mythen angeht, so kann zunächst einmal jede Glaubensgemeinschaft sich selber immer wieder mit den neuen gesicherten Erkenntnissen der Wissenschaften auseinander setzten. Und so die alten Mythen neu einordnen.

Mit etwa Glück fördert dies auch, dass die verschiedenen Glaubensgemeinschaften dann auch mehr über den eigenen Tellerrand gucken, und auch untereinander ins Gespräch kommen.

Eine grundsätzliche Dualität mit der Vorstellung einer bösen Weltregierung, ob jetzt eine mit oder ohne magische Kräfte, ist vermutlich etwas resistenter. Das verlässlichste Gegenargument dazu ist, dass man mit solchen Vorstellungen eben schlecht leben kann, und es sich mit der Idee von einer positiven Weltordnung besser lebt. Das funktioniert aber nur, wenn man dies im Bereich des Mythos einordnet.

Wem es als gesicherte Erkenntnis erscheint, wird sich nicht davon beeindrucken lassen, dass es sich ohne den Glauben an Verschwörungen besser lebt. Die als real eingestufte Verschwörung muss man dann eben so ernst nehmen, wie Eine, die wirklich real ist, da muss man sich ja vorsehen, und sich ggf. dagegen wehren.



Kommentar vom 12.11.2020 00:12
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/verschwoerungsfragen-31-antisemitismus-in-der-mena-region/

@Rudi Knoth 10.11. 22:15

„Haben wir denn momentan hier ein Mangel an Arbeitskräften?“

Bei der derzeitigen Anzahl von EU-Arbeitsmigranten plus Asylanten nicht, aber wenn von denen vielleicht 2 Mio wieder abreisen würden, dann hätten wir vermutlich schon einen Mangel an Arbeitskräften.

Insbesondere auf dem Niedriglohnsektor geht das Überangebot auf die Löhne dort, den Zuwanderern mag das immer noch viel erscheinen, für niedrig Qualifizierte in der Stammbevölkerung ist das aber bitter. Für andere, vor allem für Arbeitgeber und Vermieter, sind Migranten immer ein Gewinn.

Von daher würde ich mir wünschen, dass erstmal etwas weniger davon hier wären, und dann mit besseren Deutschkenntnissen, dass die nicht alle in den Niedriglohnbereich strömen.



Kommentar vom 10.11.2020 00:09
https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/geert-wilders-auch-in-berufung-wegen-rassistischer-beleidigung-verurteilt/

@Chris 09.11. 17:30

Nun gut, Waffenhandel kann auch destabilisieren. Aber selber Bombardieren ist noch mal eine andere Qualität, meine ich. Ich will auch Trump nicht verteidigen, aber wenigstens hat er keinen neuen Krieg angefangen.



Kommentar vom 09.11.2020 14:42
https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/geert-wilders-auch-in-berufung-wegen-rassistischer-beleidigung-verurteilt/

@US Politik im Nahen Osten

Ich halte auch von Trump nicht viel, und bin froh, dass der weg ist. Vor allem dieses Ausmaß von Unredlichkeit fand ich schrecklich. Sowas macht Kulturschäden.

Allerdings ist die Destabilisierungspolitik der USA in muslimischen Ländern schon erheblich. Im Iran-Irakkrieg sollen die USA beide Seiten mit gefälschten Satellitenbildern versorgt haben, die den Eindruck erweckten, dass man kurz vor einem Sieg steht. So konnte dieser Krieg dann 10 Jahre dauern, ohne dass was dabei herausgekommen ist.

Dann hat Saddam Hussein vor seinem Einmarsch in Kuweit extra nachgefragt, wie denn die USA dazu ständen, mit dem Ergebnis, dass die USA sagten, sie hätten keine Meinung zu innerarabischen Konflikten. Nachdem dann der Einmarsch stattgefunden hat, malte man an die Wand, dass Saddam kurz davor steht, die gesamte Region zu besetzen, und dass man ihn unbedingt stoppen müsste.

Also wurde er zunächst aus Kuweit vertrieben, und nebenbei ins Mittelalter zurück gebombt. Aber das reichte immer noch nicht. Nach den Anschlägen auf das Worldtradecenter wurde dann der nächste Krieg angestrengt, und der Irak danach führungslos einem Bürgerkrieg überlassen, dessen Ergebnis dann die Entstehung des IS war. Wobei Saddam Hussein nicht das Geringste mit den Anschlägen zu tun hatte.

Unter Obama lief dann der Drohnenkrieg in der gesamten Region, und es wurden mehr als 5000 Terrorverdächtige ohne jegliches Gerichtsverfahren einfach abgeschossen.

Beim arabischen Frühling konnte man es dann auch nicht lassen, Gaddafi in Libyen aus dem Weg zu räumen, mit dem Ergebnis, dass dort bis heute kein Ende des Bürgerkriegs in Sicht ist.

Offenbar hat Trump kein besonderes Interesse an der Fortsetzung amerikanischer Destabilierungspolitik im Nahen Osten gehabt, und es steht zu befürchten, dass Biden diese unselige Tradition wieder aufnimmt. Trotzdem wünsche ich den Amerikanern alles Gute, und hoffe, dass Biden die Spaltung des Landes wieder reparieren kann. Insbesondere wäre es wohl gut, wenn die USA beim Klimaschutz wieder mitmachen würden.



Wegmoderierter Kommentar vom 08.11.2020 00:25
https://scilogs.spektrum.de/neurogenesis/neuroreduktionismus/

@Querdenker 07.11. 10:49

„Wenn also die Spirituellen sagen ihr kosmisches Bewusstsein käme aus dem göttlichen Bewusstsein, so ist das in sich ein Widerspruch, da sie lediglich die Erkenntnisse ihres Unterbewusstseins, was über dementsprechende vor manipulierte Programmierungen (Muster) verfügt, wahr- nehmen.
Wir sind unser Gehirn = Wir sind die Muster in unserem Gehirn ! Und die werden ständig manipuliert .“

Ich stelle mir das lokale Bewusstsein als eine Synthese des lokalen Gehirns mit einem kosmischen Bewusstseins vor. Das bedeutet, dass ich ähnlich wie Sie davon ausgehe, dass man wesentlich von unterbewussten Mustern bestimmt wird. Im Prinzip von allem, was im Gehirn drinsteckt plus das, was gerade über die Sinne reinkommt. Die Rolle des kosmischen Bewusstseins ist bei mir hauptsächlich die, hier einen Innenraum zu öffnen, in dem eine Art Schaltzentrale möglich wird, der die ganzen unterbewussten Elemente koordiniert zusammenfasst.

Zusätzlich denke ich, dass auch sowas wie Inspiration stattfinden kann, die nicht nur in der Kunst wichtig ist, sondern uns auch sonst im Leben sehr nützlich sein kann, wo man sie manchmal auch als Instinkt bezeichnet.

Was Manipulation angeht, bin ich hier auch recht optimistisch, dass der Mensch doch in der Regel eher die richtigen Schlüsse zieht, und dass er da, wo es wichtig ist, wirklich nicht leicht dauerhaft manipulierbar ist. Manchmal braucht es ein paar Jahre, dass man merkt, dass man über den Leisten gezogen wurde, aber dann ist auch Schluss mit dieser Masche. Das ist die Regelerfahrung von Diktatoren, die genau deswegen recht schnell anfangen müssen, sich gewaltsam an der Macht zu halten.



Kommentar vom 06.11.2020 11:30
https://scilogs.spektrum.de/neurogenesis/neuroreduktionismus/

@KRichard 05.11. 16:22

„Dieses einfache Beispiel zeigt, dass ein großer Teil unsere Wahrnehmung nichts anderes als eine Illusion ist – die zwar extrem fehlerhaft aber für unser Überleben ausreichend ist.
Dies ist ein weiterer Grund – zusätzlich zu bereits genannten – warum man Gehirne nicht digital im Computer nachbauen kann.“

Wieso Illusion? Wenn über den Sehnerv eher weniger Informationen übertragen werden, und das visuelle Auswertungssystem im Gehirn mit eher weniger Information gut klar kommt, dient das doch der Ökonomie des Energieeinsatzes. Das ist in Computersystemen nicht anders, wenn die Effektiv arbeiten sollen, helfen knappe Daten auch Energie zu sparen. Das hängt vor allem davon ab, wofür die Daten erhoben und verarbeitet werden.

Wenn ich ein Dokument einscanne, um dann ein Texterkennungsprogramm über die Bilddatei laufen lassen um den Text als Txt-Datei bearbeiten zu können, reichen meistens 200 dpi oder 300 dpi. Hier auf 600 dpi zu Scannen verbessert nicht das Ergebnis, vergrößert nur die Dateien und braucht mehr Zeit.



Kommentar vom 06.11.2020 00:49
https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/das-putzen-hat-meine-skepsis-ueber-den-aufgeblasenen-intellektualismus-voll-und-ganz-bestaetigt/

@Stefan Schleim 05.11. 16:54

„Das Konzept etwa der “Seelenverwandschaft” müsste man hier schon etwas ausbuchstabieren.“

Versuche ich das mal. Gerade Spirituelle Erfahrungen und daraus folgende Konzepte haben, meine ich, eine Seelenverwandtschaft unter Menschen zur Folge. Wenn das eigene Innenleben eine starke spirituelle Komponente hat, die kosmische Bezüge hat, dann gilt das auch für andere Menschen, und sehr wahrscheinlich auch für höherer Tiere, und vielleicht für alles Leben auf diesem Planeten.

Das gleiche Stück kosmischen Geist finde ich in allen wieder, und das schafft eine gewisse Verbindung, eben eine Seelenverwandtschaft. Dies motiviert wiederum zur Zusammenarbeit, was dann ganz konkrete positive Folgen hat. Eine gewisse Menschlichkeit in allen Lebenslagen findet hier ein starkes Argument.

Natürlich muss man sich sowieso um sich selbst, und auch um seine eigene wirtschaftliche Existenz kümmern. Aber sich hier die Welt vernünftig aufzuteilen, mag sehr viel eher gelingen, wenn man sich grundsätzlich Verbunden sieht und fühlt.

Der biologische Kampf ums Dasein ist eher eine starke Eigeninitiative, die sich auch in umfassender Kooperation ausdrücken kann. Nicht nur unter Menschen. Und gerade bei Menschen ist der Sozialdarwinismus ziemlich unnätürlich, schon fast künstlich.

Dass Menschengruppen sich gegenseitig bekriegen kommt wohl vor, aber das kann eben als Symptom einer misslungenen Zusammenarbeit eingeordnet werden. Und wenn Einzelne Gewalttätig werden, kann man dies als eine misslungene Sozialisierung werten, was im Prinzip meistens auch eine misslungene Zusammenarbeit ist.

Die spirituelle Motivation ist schon wesentlich, sie braucht dann aber noch ein hinreichendes Maß an Kommunikation und nachfolgend eine entsprechende Organisation der Zusammenarbeit.

Besonders ärgerlich ist es, wenn religiöse Gruppen ihre eigene Spiritualität zu speziell fassen, und in der Konkurrenz zu anderen Weltanschauungen agieren und eben die grundsätzliche Seelenverwandtschaft verloren haben. Dabei sind gerade die Religionen selbst wohl aus spirituellen Erfahrungen entstanden, haben versucht diese in Regeln zu fassen und sind damit letztlich gescheitert, indem sie ihre Weltoffenheit wie auch ihre originale Spiritualität verloren haben.

Ich sehe die Entwicklung der letzten Jahrzehnte durchaus positiv, das immer mehr Menschen und auch religiöse Vereine eine wohl durchaus reale spirituelle Universalität entdecken, und so mehr ihre Gemeinsamkeiten sehen. Und ihre speziellen Mythen und Rituale eben als speziell verstehen, die eben nicht im Gegensatz zu anderen stehen müssen, sondern vielfältig koexistieren können. Das ist dann auch der Kern der Religionsfreiheit.



Kommentar vom 05.11.2020 16:58
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/verschwoerungsfragen-31-antisemitismus-in-der-mena-region/

@Rudi Knoth 04.11. 14:10

„Das sehe ich anders. “Echte Schutzsuchende” brauchen den Schutz ohne Wenn und Aber. Das ist bei Einwanderern anders. Darum unterscheiden die klassischen EInwanderungsländer daher sehr streng zwischen beiden Sorten von “Migranten”“

Wenn ich einen Syrer aufnehme, weil der eine Zuflucht braucht, dann brauche ich doch eine Polen weniger, der hier vom Arbeitsmarkt nachgefragt wird. Voraussetzung ist, dass der Asylant schnell Deutsch lernt, recht fit ist und vielleicht sogar noch eine Qualifikation mitbringt, die man möglichst anerkennen sollte.

Das meine ich mit einem gemeinsamen Management von Migration.

Wenn man Verfassungsfeinden kein Asyl mehr gewähren würde, wäre das wiederum eine Maßnahme, die Gesamtzahl der Migranten zu begrenzen, genauso wäre es in diesem Sinne wirksam, wenn es möglich wäre, von EU-Arbeitsmigranten Deutschkenntnisse zu verlangen. So könnte man die Konkurrenz auf dem Niedriglohnsektor reduzieren, und auch die Wohnungsnot entschärfen.

Die derzeitige Strategie, die Türkei und die Nordafrikanischen Staaten dafür zu bezahlen, die Asylbewerber schlicht nicht an die Strände zu lassen, funktioniert auch. Ist aber nicht nur juristisch eine ziemlich schräge Lösung.



Kommentar vom 05.11.2020 14:06
https://scilogs.spektrum.de/neurogenesis/neuroreduktionismus/

@KRichard 01.11. 14:08 / 14:22

„...dass alle Veränderungen im Universum sich an einer imaginären Grenze des Übergangs ereignen, die wir als ´Gegenwart´ bezeichnen. Diese ´Gegenwart´ hat aber keine Dauer!...“

Die Prominenz der Gegenwart halte ich auch für grundlegend, insbesondere was unser Bewusstsein betrifft. Aber eine Konstanz gibt es doch: Unser Gehirn ändert sich nur langsam. Auch wenn man nicht genau weiß, wie man am Morgen aufwacht, wenn man sich abends schlafen legt, so hat man immer noch alle Erinnerungen, alles Wissen, alle Pläne und auch alle Beziehungen zu Mitmenschen. Diese teilweise Konstanz gibt es nun doch.

„D.h. unser Bewusstsein hat eine komplexe biologische Grundlage. Computer-´wissen´ besteht dagegen nur aus Informationen die auf Computerchips bzw. in Software berechnet werden – d.h. ein digitales ´Ich-Bewusstsein´ ist nur ein Ergebnis von Berechnungen“

Ich denke, dass auch das Gehirn alle Erfahrungen irgendwie „codiert“, um sie zu „verrechnen“. Insbesondere kann man diese Verrechnung auch identifizieren, wenn man ein Konnektom z.B. von Fliegen scannt und im Computer nachbaut. Vielleicht kommt da noch Geist dazu, der gar nicht ganz von dieser Welt ist, aber die materielle Grundlage wird auch irgendwie informatisch sein. Und damit wären auch unsere Computer prinzipiell in der Lage, die selben Funktionen durchzuführen, wie biologische Nervensysteme.

Wie sich das im Detail verhält, das fände ich extrem spannend, und man kann da womöglich in der Biologie noch mächtige informatische Tricks entdecken, was dann auch unsere Technik noch mal beflügeln könnte.



Wegmoderierter Kommentar vom 04.11.2020 00:12
https://scilogs.spektrum.de/go-for-launch/covid-19-wie-viele-der-infizierten-sterben/

@Martin Holzherr 03.11. 13:30

„In Spanien starben bereits 15% aller Altersheiminsassen und 2-stellige Prozentzahlen von Toten gab es in Alters- und Pflegeheimen vieler weiterer europäischer Länder“

Wenn die meisten davon tatsächlich an dem Virus gestorben sind, würden 15% bedeuten, dass man damit schon fast durch wäre. Vielleicht infizieren sich gerade die Risikogruppen viel leichter, und eine Durchseuchung speziell dieser Population ist entsprechend weiter fortgeschritten.

Und womöglich gibt es noch eine Dunkelziffer von 20% bis 50% Menschen die quasi immun gegen das Coronavirus sind, und auch nach Kontakten damit keinerlei Antikörperreaktion zeigen. So wäre eine natürliche Durchseuchung entsprechend früher möglich, und auch ein nur wenig wirksamer Impfstoff würde die Pandemie früher beenden können. Wenn entsprechend viele gar nicht infiziert werden können, wäre auch die Maximalzahl der möglichen Todesfälle niedriger, bei gegebener Infektionssterblichkeit.

So kann ich mir auch gut vorstellen, das gerade die Länder, die über den Sommer niedrige Infektionsraten hatten, im kommenden Winter um so mehr Infizierte haben werden, weil eben der Winterwettereffekt zusammen mit der geringen Durchseuchung zu immer weiter steigenden Infektionszahlen führen kann, die erst zum Frühjahr hin wieder kontrollierbar werden.

Warten wirs ab, viel mehr oder weniger als jetzt an Gegenmaßnahmen eingeführt werden, geht eh kaum. Gerade über viele Monate hinweg muss man ja auch noch leben können. Als soziales Wesen, dass auch auf eine gewisse wirtschaftliche Existenz angewiesen ist.



Kommentar vom 02.11.2020 12:16
https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/ein-philosoph-muss-sehr-nah-bei-denjenigen-sein-die-denken-den-menschen-in-der-praxis/

@Frank Wappler 02.11. 11:04

„sondern die RT gibt “lediglich” vor, wie zu messen wäre, ob …“

Man hat hier Detektoren gebaut, und dann vorausberechnet, welche Messwerte eine Gravitationswelle verursachen würde, wenn sie auf den Detektor trifft. Und genau dieses Muster hat man dann im umfangreichen Rauschen der Anlagen gesucht und irgendwann auch gefunden.

Hätte man nicht nach den richtigen Signalen gesucht, und den Detektor zu einem ganz anderen Zweck gebaut, hätte man die gemessenen Gravitationswellen vermutlich sogar übersehen.

Wo ist das Problem? Wie soll man sowas sonst machen? Voreingenommenheit ist öfter unvermeidlich, will man sich mit der Wirklichkeit beschäftigen. Päbstlicher als der Pabst muss niemand sein, man darf sich Vorstellungen machen, und gucken, ob die sich in der Welt wiederfinden. Wenn man bei der Auswertung der Messergebnisse alles richtig macht, funktioniert das doch.



Kommentar vom 01.11.2020 14:51
https://scilogs.spektrum.de/neurogenesis/neuroreduktionismus/

@Erstmal nachbauen

„Kritiker des Neuroreduktionismus bringen in Betracht, dass vor allem der Geist nicht neuroreduktionistisch gesehen werden sollte, eher in dem Sinne, dass er mehr wäre als die Summe seiner Teile. Die Grundlage wären natürlich neuronale Netze, aber das Bewusstsein wäre ein Konstrukt, zu komplex, um es auf diese Netze und die Aktivität darin zu reduzieren.“

Vielleicht mal ein Fliegenbewusstsein nachbauen, das könnte weiterführen. Also das komplette Konnektom der Fliege entschlüsseln, und im Computer simulieren, und gucken, ob die Computerfliege funktioniert.

Ich selbst vermute, dass unser Bewusstsein geistige Aspekte, eine Unterstützung eines kosmischen Bewusstsein braucht, um wach sein zu können. Die Schnittstelle zwischen Geist und Materie wäre hier eine gewisse geistige Kontrolle von chemischen Zufallsprozessen. In einer Computersimulation von Bewusstsein müsste man dementsprechend alle vorhandenen Zufallsprozesse mit analogen Zufallszahlen laufen lassen, also z.B. das Rauschen einer analogen Fernsehempfängers ohne eingestellten Sender als Zufallszahlenquelle verwenden. Wenn man testweise zwischen diesen analogen Zufallszahlen und mathematisch generierten Pseudozufallszahlen umschaltet, würde man vielleicht sehen, ob das hier einen Unterschied macht, und ob die Computerfliege Geist braucht oder nicht, um ein Standard-Fliegenbewusstsein zu entwickeln.

Vielleicht braucht ja schon das Fliegenbewusstsein kosmisch geistige Unterstützung, wer weis, wie geistig das gesamte Projekt Leben auf diesem Planeten von Anfang an schon ist. Wird man bei Fliegen nicht fündig, hätte man das schon mal ausgeschlossen, und könnte mit kleinen Säugetieren entsprechend weiter experimentieren.

Philosophie ist grundlegend und wichtig, aber wenn wir Möglichkeiten haben, Experimente zu machen, sollten wir die nutzen. So oder so wären solche Experimente auch für die Weiterentwicklung von KI sehr interessant. Wie bei Insekten eine effiziente Informationsverarbeitung abläuft, könnte eine Fundgrube sein z.B. für Selbstfahrsysteme.



Kommentar vom 01.11.2020 00:47
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/verschwoerungsfragen-32-andrei-kovacs-zu-juedischem-leben-in-deutschland/

@Juden sind doch besser

Was Religionsfreiheit angeht, da scheinen mir Juden schon seit vielen Jahrhunderten vorneweg zu sein. Ein Respekt vor Andersgläubigen ist hier durchaus schon lange Tradition. In jedem Fall was die Abrahamsreligionen angeht. Wie Juden Naturreligionen, Buddhisten, Konfuzius und den verschiedenen Sorten von Atheisten gegenüberstehen, weiß ich jetzt nicht so genau.

Die Grundlage der westlichen Freiheit ist sicherlich als Erstes die Religionsfreiheit, die dann demokratischere Verhältnisse nach sich zog, was dann wiederum zur Gleichberechtigung führte. Wobei letztlich auch die Wissenschaft vorne weg beteiligt war, und auch hier war maßgeblich, dass die Kirchen da nicht mehr reinreden konnten.

Auch der Stellenwert von Bildung in der jüdischen Kultur war vorbildlich, was dann letztlich auch zu 20% der Nobelpreise geführt hat. Eigentlich kann jedes Land froh sein, viele Juden zu haben.

Persönlich habe ich noch keinen Juden live getroffen, und ein bisschen komisch wäre mir schon. Dass meine Vorfahren 6 Millionen davon ermordet haben, um sich deren Vermögen anzueignen, ist doch viel. Und wenn ich mir die aktuelle politische Situation Israels ansehe, so will ich nicht mit denen Tauschen. Umzingelt von zig-Millionen antisemitischen Muslimen, die auch noch sauer sind auf die zwar vergangene, aber noch nachwirkende Kolonialzeit, frage ich mich, wie lange Israel noch die Mittel hat, sich dagegen wehren zu können. 9 Mio Einwohner gegen 300 Mio Feinde ist schwierig.